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Beendet Volksbegehren: Wiedereinführung des G9 an Gymnasien in Hamburg

Ein Projekt von Volksbegehren "G9-Jetzt-HH"
in Hamburg, Deutschland

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R. Huesmann 23. Juli 2014 um 00:03 Uhr
Warum findest Du dieses Projekt unterstützenswert?

Lernen braucht Zeit. Darüber hinaus raubt G8 m.E. den Schülern Freiraum zur individuellen Entfaltung, auch sehr begabten Schülern. Damit erzeugen wir eine intellektuelle Monokultur, die dauerhaft sicher nicht von Vorteil für die Gesellschaft ist. Mir erscheint als einziger Nutzen des G8 die gesparten Kosten für ein Schuljahr. An die längere sozialversicherungspflichtige Lebensarbeitszeit glaube ich nicht. Auch angesichts der zu erwartenden Änderungsaufwände: Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!
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M. Kirsch Projektverantwortlicher01. Juli 2014 um 23:14 Uhr
Lieber Herr Müller, dies ist die Spendenplattform des G9-Volksbegehrens. Ihre Fragen haben sich weit vom G9 Volksbegehren entfernt und betreffen den Verantwortungsbereich des regierenden SPD Schulsenators und seiner Behörde. Dort werden Sie sicher die Antworten auf Ihre Fragen bekommen. Hier dazu ein Link zur Informations-Plattform von Behörde und LI: Dort finden Sie die Ergebnisse der Kess 13 Studie über die "Kompetenzen und Einstellungen von Schülerinnen und Schülern
am Ende der Jahrgangsstufe 13(KESS13) ", die an 2012 an den Stadteilschulen Abitur gemacht haben. Die Studie enthält die "Zusammenfassung der zentralen Befunde". Viel Glück und alles Gute für Ihre Entscheidung, was das Beste für Ihre Kinder ist. http://bildungsserver.hamburg.de/contentblob/4099762/data/kurzbericht-kess13.pdf
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M. Müller 01. Juli 2014 um 21:54 Uhr
schade Frau Kirsch, dass sie mir die Frage jetzt nicht mehr beantworten möchten, wie kommen sie dadrauf das ich einen guten raht zum SPD Senat haben könnte?
Ich mache mir wirklich Gedanken um die Schulbildung meiner KInder, also nochmal ist der Durchschnitt bei den Stadttelschülern schlechter oder wird das von den Arbeitgebern schlechter gewertet? Ich möchte doch genau wie sie nur das Beste für meine Kinder
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M. Müller 01. Juli 2014 um 21:54 Uhr
schade Frau Kirsch, dass sie mir die Frage jetzt nicht mehr beantworten möchten, wie kommen sie dadrauf das ich einen guten raht zum SPD Senat haben könnte?
Ich mache mir wirklich Gedanken um die Schulbildung meiner KInder, also nochmal ist der Durchschnitt bei den Stadttelschülern schlechter oder wird das von den Arbeitgebern schlechter gewertet? Ich möchte doch genau wie sie nur das Beste für meine Kinder
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R. Schneider 01. Juli 2014 um 20:18 Uhr
Ist denn "Gerechtigkeit" zwischen den Schulformen Ihr Ziel?
Liebe Frau Kirsch, Sie zitieren den SPD-Ministerpräsidenten von Niedersachsen mit den Worten „Im verkürzten Bildungsgang sieht er eine „Schlechterstellung“ der Gymnasien. Und er sieht nicht ein, warum er die Gymnasien „künstlich benachteiligen soll, nur um die Gesamtschulen zu fördern“

Habe ich das richtig verstanden: Sie verstehen das G8 an den Gymnasien als eine Schlechterstellung (sozusagen einen "Wettbewerbsnachteil") der Gymnasien und möchten erwirken, dass zwischen den beiden Schulformen mehr Gerechtigkeit herrscht?
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M. Kirsch Projektverantwortlicher01. Juli 2014 um 18:21 Uhr
Lieber Herr "Müller", die Frage, warum die Ergebnisse der neuen zusammengelegten Stadtteilschul-Oberstufen zwei bis drei Jahre hinter denen der Gymnasien und auch noch deutlich hinter denen der früheren Gesamtschulen hinterherhinken, liegt in der Verantwortung des SPD Schulsenator. Richten Sie doch bitte Ihre Fragen, wenn Sie ernst wirklich gemeint sein sollten, gerne an ihn, Möglicherweise haben Sie einen direkteren Draht zum SPD Senat, auf den Sie zurückgreifen können. Mit freundlichen Grüßen Mareile Kirsch
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M. Müller 01. Juli 2014 um 17:21 Uhr
Entschuldigen sie bitte, aber jetzt muss ich nochmal nachfragen, ist denn das Abitur das die Schüler auf dem Gymnasium erwerben ein besseres Abitur und die Schüler der Stadtteilschule haben einen schlechteren Schnitt, weil in der Mittelstufe nicht genug Stoff vermittelt wurde? Es gibt doch die Stadtteilsculen noch gar nicht solange sondern doch erst ein paar Jahre, sind da schon zwei , drei Jahre hochgewachsen um das beurteilen zu können?
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R. Schneider 01. Juli 2014 um 12:05 Uhr
Fehlt nicht noch etwas unter "was benötigt wird"?
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R. Schneider 01. Juli 2014 um 11:32 Uhr
Eine Umfrage der Bild-Zeitung? Wirklich interessant.
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R. Schneider 01. Juli 2014 um 11:18 Uhr
Lieber Herr Ohms, für den Fall, dass Sie meine Frage übersahen: vor ein paar Tagen fragte ich Sie, ob Ihr Satz wirklich so polemisch gemeint war, wie ich ihn verstanden habe:

"Die wissen aber sehr genau, wie demokratisch die Schulgremien sind, die sie hier anführen."

Also, ob Sie allen gewählten Elternvertretern in Hamburg pauschal unterstellen wollen, nicht demokratisch zu handeln.

Das interessiert mich wirklich. Immerhin könnte es ja sein, dass ich Sie einfach nur falsch verstanden habe. Dann wäre eine Richtigstellung in meinen Augen wohltuend.

Denn solch ein Vorwurf gegen die vielen, vielen Menschen, die ihre Freizeit in diesen Gremien verbringen und dort engagiert für unsere Schulen arbeiten käme mir doch sehr bedenklich vor.
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R. Schneider 01. Juli 2014 um 11:14 Uhr
Leider kann man anonymen Unterstützern nicht direkt antworten. Deshalb versuche ich's mal über diesen kleinen Umweg. Meine Frage geht also an den obigen anonymen Spender von 20€, der den Satz schrieb:

"Wer fürs Leben lernt, braucht Zeit um zu Vertiefen."

Meine Frage: im Ergebnis hätten die Schülerinnen und Schüler in den G9-Zweigen der Gymnasien ca. 6 Minuten weniger Unterricht am Tag.

Ist das, lieber anonymer Unterstützer, in etwa das, was Sie sich unter "Zeig um zu Vertiefen" vorstellen?
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M. Kirsch Projektverantwortlicher30. Juni 2014 um 20:39 Uhr
Liebe Spender,

Mit dem folgenden motivierenden und treffenden Kommentar der GEW-Zeitschrift HLZ (Hamburger Lehrerzeitschrift) bedanken wir uns ganz herzlich bei allen Spendern für Ihre Unterstützung. Ihr Beitrag ist eine großzügige Hilfe auf dem Weg zu mehr Zeit für mehr Qualität der Bildung an Hamburgs Gymnasien.

„G9 – kein Rollback

Als vor zehn Jahren der forsche Konteradmiral Lange als

frischgebackener FDP-Schulsenator in der von Beust/Schill-Koalition

mit an der Spitze der Kultusminister stand, die mit Verve das

12-jährige Abitur per Dekret durchsetzten, weil – so unisono - andernfalls

die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen

Wirtschaft auf dem Spiel stände, gab es allerorten genügend Claqueure

für diese Maßnahme. Wer seinerzeit noch voll auf dem

Ticket der neo-liberalen Reformer fuhr, muss hier nicht einzeln

genannt werden – nur so viel, dass es doch keine unbedeutende

Zahl an Leuten gab – auch aus den eigenen Reihen –, die heute

voller Überzeugung für das G9 eintreten.



Heute ist klar, was mit dieser Entscheidung so manchem Kind

und Jugendlichen angetan wurde und wird. Der Raub eines Teils

der Kindheit wiegt schwer und kann auch nicht ansatzweise mit

dem Argument, dass dies nun mal der Tribut an die Globalisierung

sei, gerechtfertigt werden. Dieser technizistische Blick auf

die Dinge, alles schlanker, efizienter und damit vermeintlich

fortschrittsgerechter zu machen, entpuppt sich in sein Gegenteil:

Junge gestresste Menschen, denen es abtrainiert wurde, über den

Tellerrand zu blicken, sind gerade nicht die Garanten für eine

menschlichere Zukunft. Es ist auch ein Tritt gegen all jene Generationen,

die mindestens seit der Aufklärung dafür gekämpft

haben, dass Bildung sich nicht nur als Anhängsel einer den wirtschaftlichen

Erfordernissen geschuldeten Entwicklung versteht.





Was also mit dem G8 geopfert wurde, war nichts weniger als das

humanistische Bildungsideal. Auch wenn dieses als Perspektive

ursprünglich sicherlich nicht für die breiten Volksschichten gedacht

war, so haben sich Generationen von Menschen dafür eingesetzt,

dass die ‚allseits gebildete Persönlichkeit‘ sich nicht nur bei

den Angehörigen der privilegierten Schichten entwickeln konnte.

Somit würde man bei einer Rückkehr zu G9 auch all jenen gerecht,

die seit jeher in emanzipatorischer Absicht für ein gerechteres

Bildungssystem eingetreten sind.

JOACHIM GEFFERS in HLZ (Hamburger Lehrerzeitung der GEW) 3-4/14
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M. Kirsch Projektverantwortlicher29. Juni 2014 um 19:43 Uhr
Liebe Unterstützer des G9-Volksbegehrens in Hamburg,

Auf dieser SPENDENPLATTFORM haben Sie noch bis Ende Juni die Möglichkeit, sich mit Ihrer Spende für mehr Zeit für mehr Qualität der Bildung in Hamburg einzusetzen: Die Stadtteilschule hat das G9 schon: Hier können Sie dazu beitragen, dass auch an der anderen Hamburger Schulform, dem Gymnasium, eine wesentliche Voraussetzung für eine bessere Bildungs-Qualität geboten werden kann: Mehr Zeit für nachhaltiges Lernen, mehr Zeit für Vertiefung, Persönlichkeitsentwicklung, für Ganzheitlichkeit, für Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen - mit dem Wahlrecht für das G9 auch an den Gymnasien.

Und bitte setzen Sie sich auch gerne im SPD-Senat, in Elterngremien oder in anderen Bürgerschafts-Parteien für das G9 an den Gymnasien ein. Folgender Bericht der Süddeutschen zeigt, wie ein Volksbegehren zum Umdenken der Politik führen kann:

"SPD in Bayern über Turbo G8: "Jeder Lernforscher würde dazu sagen: ,Ihr seid wohl nicht ganz dicht"!

SPD Bayern will flächendeckendes G9 an Gymnasien!

Das Beispiel Bayern zeigt: Sobald ein G9-Volksbegehren naht, ist die Politik lernfähig! Die SPD Bayern fordert 2 Tage vor dem Start des G9 Volksbegehrens in Bayern die flächendeckende Wiedereinführung des G9 an Gymnasien. Die SPD Bayern führt Gründe gegen das G8 an, die der SPD Senat in Hamburg und seine strikten G8 Anhänger in Elternkammer, Schülerkammer, Schulleiterverbänden und anderen Gremien seit eineinhalb Jahren mit allen Mitteln kompromisslos abwehren:

Unmittelbar vor dem Volksbegehrens für die Wahlfeiheit zwischen G8 und G9 an den bayrischen Gymnasien, das die Freien Wähler in zwei Tagen in Bayern starten, legt die SPD Bayern einen Gesetzentwurf vor, der die flächendeckende Wiedereinführung des G9 an den Gymnasien des Landes vorsieht: Das G8 Tempo soll an den Schulen aber auch möglich sein: Wie der bayrische Philologenverband sieht die SPD für Schüler am Ende der Mittelstufe die Möglichkeit des "Begleitenden Springens" in höhere Klassen vor.

Die Begründung der SPD für ihren G9-Gesetzentwurf: Das G8 habe unter anderem zu einer hohen Belastung ausgerechnet in der Mittelstufe geführt, wenn die Schüler in der Pubertät sind. "Jeder Lernforscher würde dazu sagen: ,Ihr seid wohl nicht ganz dicht'", sagte SPD Bildungssprecher Güll."
http://www.sueddeutsche.de/bayern/schule-in-bayern-spd-macht-sich-stark-fuers-g-1.2018690

Vielen Dank
das Team von G9-Jetzt-HH
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M. Kirsch Projektverantwortlicher29. Juni 2014 um 19:22 Uhr
Lieber Herr Müller, die Entscheidung liegt bei Ihnen! - Auf dieser SPENDENPLATTFORM haben Sie noch bis Ende Juni die Möglichkeit, sich für mehr Zeit für mehr Qualität der Bildung einzusetzen: Die Stadtteilschule hat das G9 schon: Wenn Sie das Zweisäulenmodell unterstützen wollen, dann können Sie hier dazu beitragen, dass auch die andere Schulform, das Gymnasium, in HH bestmögliche Qualität bietet: mit mehr Zeit für nachhaltiges Lernen, mehr Zeit für Vertiefung, Persönlichkeitsentwicklung, für Ganzheitlichkeit, dh. für Lebensqualität von Kinder und Jugendlichen - mit dem elterlichen Wahlrecht für das G9 auch an den Gymnasien.

Und bitte setzen Sie sich auch gerne im SPD-Senat, in Elterngremien, in GEEST, Elternkammer oder in anderen Bürgerschafts-Parteien für das G9 für alle Schulen ein, die zum Abitur führen. Folgender Bericht der Süddeutschen zeigt, wie ein Volksbegehren zum Umdenken der Politik führt:

"SPD in Bayern über Turbo G8: "Jeder Lernforscher würde dazu sagen: ,Ihr seid wohl nicht ganz dicht"!

SPD Bayern will flächendeckendes G9 an Gymnasien!

Das Beispiel Bayern zeigt: Sobald ein G9-Volksbegehren naht, ist die Politik lernfähig! Die SPD Bayern fordert 2 Tage vor dem Start des G9 Volksbegehrens in Bayern die flächendeckende Wiedereinführung des G9 an Gymnasien. Die SPD Bayern führt Gründe gegen das G8 an, die der SPD Senat in Hamburg und seine strikten G8 Anhänger in Elternkammer, Schülerkammer, Schulleiterverbänden und anderen Gremien seit eineinhalb Jahren mit allen Mitteln kompromisslos abwehren:

Unmittelbar vor dem Volksbegehrens für die Wahlfeiheit zwischen G8 und G9 an den bayrischen Gymnasien, das die Freien Wähler in zwei Tagen in Bayern starten, legt die SPD Bayern einen Gesetzentwurf vor, der die flächendeckende Wiedereinführung des G9 an den Gymnasien des Landes vorsieht: Das G8 Tempo soll an den Schulen aber auch möglich sein: Wie der bayrische Philologenverband sieht die SPD für Schüler am Ende der Mittelstufe die Möglichkeit des "Begleitenden Springens" in höhere Klassen vor.

Die Begründung der SPD für ihren G9-Gesetzentwurf: Das G8 habe unter anderem zu einer hohen Belastung ausgerechnet in der Mittelstufe geführt, wenn die Schüler in der Pubertät sind. "Jeder Lernforscher würde dazu sagen: ,Ihr seid wohl nicht ganz dicht'", sagte SPD Bildungssprecher Güll."
http://www.sueddeutsche.de/bayern/schule-in-bayern-spd-macht-sich-stark-fuers-g-1.2018690
Vielen Dank
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M. Müller 29. Juni 2014 um 10:13 Uhr
Also Frau Kirsch, wenn ich sie jetzt richtig verstanden habe, ist für die große alles zu spät weil sie ja nun das Abi nur an der Stadtteilschule macht. Der kleine ist noch sehr verträumt und verspielt, deshalb wollte ich da auch die Stadtteilschule nehmen. Sie meinen aber ich sollte ihn trotzdem auf dem hoffentlich G9 anmelden, weil er dort eine bessere Abiturvorbereitung erhält? Habe ich das richtig verstanden? Ich wünsche mir ja schon das Abitur für alle meine Kinder.
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M. Kirsch Projektverantwortlicher27. Juni 2014 um 18:44 Uhr
Lieber Herr Müller, Die zwei Schulformen in HH sind gleichwertig aber nach dem Hamburger Schulgesetz nicht gleich. Das betrifft sowohl die Förderung der Schüler als auch die Ergebnisse im Abitur!: Im Jahr 2012 wurde das Abitur der Schüler von Stadtteilschulen nach Zusammenlegung der Gesamtschulen, Aufbaugymnasien und beruflichen Gymnasien in der sog. Kess 13 Studie getestet: Das Ergebnis: Trotz guter Lernzuwächse in der G9 Oberstufe der Stadtteilschulen sind die Lernrückstände bei Abiturienten der Stadtteilschulen gegenüber denen von Gymnasien sehr hoch: Absolventen der Stadtteilschulen in Englisch und Mathematik haben eine Lern-Rückstand von etwa 3 (drei) Jahren und in den Naturwissenschaften von rund 2 (zwei) Jahren. Die Abiturienten der Stadtteilschulen haben auch deutlich schlechter abgeschnitten als die der Gesamtschulen im Jahr 2005.

Die Probleme liegen nach Aussage des Studienleiters Vieluf in der unzureichenden Förderung der Mittelstufe, in der die Schüler und Schülerinnen der Stadtteilschulen, die später Abitur machen, nicht ausreichend gefördert werden:

"Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass viele Schülerinnen und Schüler bereits mit erheblichen Lernrückständen in die Oberstufe eingetreten sind. Diese Lernrückstände sind in den Klassen 5-10 der Mittelstufe entstanden.....Die Befunde legen nahe, dass einer frühzeitigen Identifizierung und Förderung von Schülerinnen und Schülern mit hohem Lernpotenzial in der Mittelstufe ein hoher Stellenwert zugemessen werden sollte. Diese Erkenntnis ist nicht neu, vielmehr bestätigt sie die Befunde der vorausgegangenen KESS-Erhebungen.“http://www.hamburg.de/bsb/pressemitteilungen/4099626/2013-09-02-studie-kess-13/
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M. Müller 27. Juni 2014 um 11:15 Uhr
danke für die schnelle Antwort Frau Kirsch, nur leider habe ich dich nicht so ganz verstanden. Worin liegt denn jetzt der genaue Unterschied, ob ich mein Kind das Abitur an der Stadtteilschule machen lasse, oder sie unterstütze und das G9 am Gymnasium wünsche? Ich dachte es gäbe nur ein Abitur?
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M. Kirsch Projektverantwortlicher26. Juni 2014 um 23:07 Uhr
Liebe Frau/Herr Müller, danke für die Frage: Selbstverständlich steht es Ihre Entscheidung als Eltern, welche Schulform Sie wählen, die Stadtteilschule oder das Gymnasien. In HH haben Eltern die Wahl ja zwischen beiden Schulformen, die laut Schulgesetz jeweils unterschiedlich definiert sind. Die Stadteilschule führt neben den mittleren Schulabschlüssen auch zum Abitur - und zwar in 13 Schuljahren, also mit G9, genau wie die Gesamtschulen und Gemeinschaftsschulen in anderen Bundesländern. DAs Gymnasium hat genau wie die Stadtteilschule den Anspruch auf bestmögliche Bildung bis zum Abitur. Das G9 schafft die besten Voraussetzungen für bestmögliche Bildungsqualität bis zum Abitur, deshalb fordern der Deutsche Philologenverband und der Deutsche Lehrerverband genau wie die Mehrheit der Eltern die Wiedereinführung des G9 auch an den Gymnasium: In unserem Nachbarland Niedersachsen werden deshalb jetzt alle Schulen, die zum Abitur führen, auf G9 umgestellt: Nach den Gesamtschulen wird dort das G9 nun auch an Gymnasien eingeführt. Dasselbe Recht fordern Eltern auch für Schülerinnen und Schüler der Hamburger Gymnasien. Niedersachsens Ministerpräsident Stefan Weil (SPD) folgendes Zitat trifft genau so auch auf Hamburg zu : „Im verkürzten Bildungsgang sieht er eine „Schlechterstellung“ der Gymnasien. Und er sieht nicht ein, warum er die Gymnasien „künstlich benachteiligen soll, nur um die Gesamtschulen zu fördern“ .Dies gilt genau so für Hamburgs Gymnasien und Stadtteilschulen. mfG M.Kirsch Tagesspiegel.de, 04.05.2014

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R. Schneider 26. Juni 2014 um 22:49 Uhr
Lieber R. Kirsch, die Antwort auf Ihre Frage lautet: weil Frau Kirsch auf ganz viele Fragen keine Antwort hat - bzw. lapidar "das ist Sache der Politik" sagt.

Ich finde nach wie vor, dass die Frage durchaus gerechtfertigt ist, wie die Gymnasien mit den ganzen Aufgaben umgehen sollen, die bei einem Erfolg des Volksbegehrens auf sie zukämen.

Ich finde auch Frau Kirschs Verweis auf andere Bundesländer hinterfragbar. Denn m.W. wird in keinem der von ihr benannten Länder ein Y-Modell, sondern G9 wieder aufwachsend eingeführt.

Und keines dieser Länder hat ein flächendeckendes G9-Angebot in Form von Stadtteil- (oder Ober- oder Gemeinschafts- oder...) Schulen, das mit Hamburg vergleichbar wäre.

Ich denke, Sie sind mit mir einig, dass das Einwände, sind, die bedacht und beantwortet werden sollten. Oder??
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R. Schneider 26. Juni 2014 um 22:49 Uhr
Lieber R. Kirsch, die Antwort auf Ihre Frage lautet: weil Frau Kirsch auf ganz viele Fragen keine Antwort hat - bzw. lapidar "das ist Sache der Politik" sagt.

Ich finde nach wie vor, dass die Frage durchaus gerechtfertigt ist, wie die Gymnasien mit den ganzen Aufgaben umgehen sollen, die bei einem Erfolg des Volksbegehrens auf sie zukämen.

Ich finde auch Frau Kirschs Verweis auf andere Bundesländer hinterfragbar. Denn m.W. wird in keinem der von ihr benannten Länder ein Y-Modell, sondern G9 wieder aufwachsend eingeführt.

Und keines dieser Länder hat ein flächendeckendes G9-Angebot in Form von Stadtteil- (oder Ober- oder Gemeinschafts- oder...) Schulen, das mit Hamburg vergleichbar wäre.

Ich denke, Sie sind mit mir einig, dass das Einwände, sind, die bedacht und beantwortet werden sollten. Oder??
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M. Müller 26. Juni 2014 um 15:06 Uhr
Frau Kirsch ich muss ihnen da in einem entscheidenen Punkt widersprechen, sorry aber ich kann ein wenig Mathe, 52% aller Schüler wurden dieses Jahr am Gymnasium angemeldet. Wenn ich mich nicht ganz irre ist das MEHR als die Hälfte
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M. Müller 26. Juni 2014 um 15:02 Uhr
Ich muss jetzt mal was zum Demokratieverständnis sagen, ich bin in mehreren, auch von Herrn Schneider, erwähnten Schulgtremine tätig. Wir haben uns die Entscheidung für oder gegen G8/G9 wirklich nicht leicht gemacht, es wurden die SUS und deren Eltern befragt, die LUL wurden befragt, selbst die Eltern der uns zuführenden Grundschule, und all diese Ergebnisse haben wir ausgewertt bevor wir unsere Stellungnahme geschrieben haben, in der steht, Gymnasium G8, Stadtteilschule G9
Geht es noch demokratischer?
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M. Müller 26. Juni 2014 um 13:15 Uhr
Ich habe da mal eine Verständnisfrage! Wenn mein Kind schnell unf gut ist kann er doch aufs G8 und wenn es etwas langsamer ist und mehr Zeit braucht, das Abitur an der Stadtteilschule in 9 Jahren machen (G9) dann haben wir doch Beides, oder nicht?
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R. Schneider 25. Juni 2014 um 22:01 Uhr
oh,oh lieber Herr Ohms. Beim nochmaligen Lesen Ihres Textes ist mir dieser Satz aufgefallen:

"Die wissen aber sehr genau, wie demokratisch die Schulgremien sind, die sie hier anführen."

Meinen Sie das wirklich so polemisch, wie es mir im Kontext Ihres Beitrages vorkommt?

Unterstellen Sie wirklich den Mitgliedern dieser Gremien eine Fahrlässigkeit im Umgang mit ihren Mandaten?

Ich habe in den vergangenen 5 Jahren als Elternrat, Mitglied der SK, KER- und GEST-Delegierter viele (ich möchte sagen: überwiegend) Menschen kennengelernt, die mit großer Ernsthaftigkeit und viel Engagement dazu beizutragen versuchen, ihre Schulen auf einen guten Weg zu bringen und zu halten.

Wenn mein Eindruck stimmen sollte, dass Sie allen diesen Menschen pauschal unterstellen, sich nicht demokratisch zu benehmen, dann wäre aus meiner Sicht eine Entschuldigung von Ihnen an diese Menschen fällig.

Oder zumindest eine Klarstellung, was Sie mit diesem Satz genau meinen.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Erläuterung!
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M. Kirsch Projektverantwortlicher25. Juni 2014 um 18:56 Uhr
DAs G9 ist die Rückkehr zur pädogischen VErnunf, das erklären Schulleiter von Gymnasien bundesweit: Unsere Nachbarn Niedersachsen nimmt die Forderung von Eltern und Lehrern ernst und schafft an sämtlichen Gymnasien das G8 ab und führt das G9 dort wieder ein, an Gymnasien und ebenso an Gesamtschulen gibt es ab nächstes Jahr landesweit das G9 - also Aibitur Lieber Ulf Ohms, herzlichen Dank für die Unterstützung für die Wiedereinführung des G9 an Hamburgs Gymansien. Unser Nachbarland Niedersachsen wird nächstes Jahr wieder vollständig zum G9 an Gynnasien zurückkehren, genau wie an Stadtteilschulen. Kirchturmpolitik und kompromisslosen G8 Festhalten der Politik muß dann auch in Hamburg ein Ende nehmen, denn schon warnen Fachleute von einer Abwanderung junger Familien aus Hamburg nach Niedersachsen. Wir fordern Wahlfreiheit: Eltern in Hamburg sollen selber entscheiden können, welches Tempo für ihre Kinder, für Bildung und KInheit bzw. Jugend das Beste ist, G8 oder G9:'
Das niedersächsische Kultusministerium hat seine konkreten Pläne zur Rückkehr um G9 online gestellt. Hier für alle G9 Bewürworter zur Information:
"Modernes Abitur nach 13 Jahren in Niedersachsen


Seit der Einführung des Abiturs nach zwölf Jahren in Niedersachsen ist aus Kreisen der Lehrkräfte, Eltern und Schülerinnen und Schüler immer wieder zu vernehmen gewesen, der Stress insbesondere an der gymnasialen Oberstufe habe zugenommen. Klagen darüber, dass der Unterrichtsstoff zu schnell durchgenommen werde, es zu wenig Zeit zum Lernen gäbe und dass Freizeitaktivitäten wie das Engagement in Vereinen, Treffen mit Freunden und Entspannung im Leben der Schülerinnen und Schüler viel zu kurz kämen.

Die Niedersächsische Landesregierung hat diese Sorgen sehr ernst genommen und im Juni 2013 das Dialogforum „Gymnasien gemeinsam stärken" und damit einen Diskussionsprozess um die Dauer der Schulzeit bis zum Abitur in Niedersachsen gestartet. Im Rahmen dieses Dialogs hat die Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt eine Expertenkommission einberufen. Der Auftrag an die Expertenkommission lautete, u.a. verschiedene Szenarien der Dauer der Schulzeit an den Gymnasien fachlich zu diskutieren und mögliche Auswirkungen von Veränderungen darzulegen. Das Ziel war es, eine fundierte Basis zu schaffen, auf der Entscheidungen getroffen werden können, jedoch kein politisches Votum abzugeben. Auf der Basis des Abschlussberichtes der Expertinnen und Experten hat Kultusministerin Heiligenstadt am 19. März 2014 ein Konzept vorgelegt, wonach in Niedersachsen ein modernes und zeitgemäßes Abitur nach 13 Jahren eingeführt werden soll.

Zum Abschluss des Dialogforums „Gymnasien gemeinsam stärken" hat sich Kultusministerin Frauke Heiligenstadt wie folgt geäußert:

„Das Abitur nach zwölf Jahren wurde in Niedersachsen überhastet eingeführt und hat nicht nur an den Schulen zu vielen Problemen geführt. Mir war es wichtig, vor einer möglichen Reform eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu haben.

Daher habe ich im Rahmen des Dialogforums „Gymnasien gemeinsam stärken" die Expertenkommission eingesetzt, die verschiedene Szenarien sorgfältig geprüft und wertvolle Hinweise gegeben hat. Den Expertinnen und Experten danke ich herzlich für ihre gute und konstruktive Arbeit. Auf der Basis ihres Abschlussberichtes mache ich für ein modernes Abitur nach 13 Jahren folgenden Vorschlag:

Gymnasien und nach Schulzweigen gegliederte KGSen in Niedersachsen sollen künftig generell die Möglichkeit eines Abiturs nach 13 Jahren bieten.

Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler sollen individuell die Schulzeit verkürzen können, indem sie ein Jahr überspringen. Sie, aber auch andere Schülerinnen und Schüler, werden wir künftig mit zusätzlichen Förderstunden besser unterstützen.

Die Umstellung auf G9 beginnt mit dem Schuljahr 2015/2016. Die Jahrgänge 5, 6, 7 und 8 sollen einbezogen werden. Der erste Schuljahrgang wird dann voraussichtlich im Schuljahr 2020/21 sein Abitur nach 13 Jahren ablegen können.

Anforderungen in der Oberstufe und der Abiturprüfung, die die Vorgängerregierung verschärft hat, werden so schnell wie möglich korrigiert. Wir werden deutliche Entlastungen umsetzen, beispielsweise in Hinblick auf die Anzahl der Klausuren und der verpflichtenden Kurse in der Qualifikationsphase.

Mir ist eines ganz wichtig: Wir steuern um auf ein Abitur nach 13 Jahren und strecken damit die Schulzeit, aber die Kerncurricula werden nicht ausgeweitet. Wir gehen nicht zurück zu den alten Lehrplänen, die vor zehn Jahren gegolten haben. Wir geben Schülerinnen und Schülern künftig mehr Zeit zum Lernen und zum Leben.

Ich werde in Niedersachsen ein modernes Abitur nach 13 Jahren einführen, das sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrkräfte entlastet und das mehr Möglichkeiten zur Förderung bietet. Es wird Antworten auf die schulpolitischen Entwicklungen der vergangenen Jahre geben - Stichwort Ganztagsschulen - und unseren hohen Anforderungen an Bildungsqualität Rechnung tragen. Auch indem wir künftig z. B. mehr Möglichkeiten für die Berufs- und Studienorientierung geben.

Um den Schulen ausreichend Zeit zur Vorbereitung zu geben, kann die entsprechende Gesetzesnovelle nur zum 1.8.2015 in Kraft treten."
http://www.mk.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=34581&article_id=123195&_psmand=8
Edit
M. Kirsch Projektverantwortlicher25. Juni 2014 um 18:02 Uhr

Lieber Ulf Ohms, danke Ihr Engagement: DAs G9 ist die Rückkehr zur pädogischen VErnunf, das erklären Schulleiter von Gymnasien bundesweit: Unsere Nachbarn Niedersachsen nimmt die Forderung von Eltern und Lehrern ernst und schafft an sämtlichen Gymnasien das G8 ab und führt das G9 dort wieder ein, an Gymnasien und ebenso an Gesamtschulen gibt es ab nächstes Jahr landesweit das G9 - also Aibitur nach 13 Jahren. Hamburgs Kirchturmpolitik und G8 Nabelschau muß also ein Ende nehmen, denn schon warnen Fachleute von einer Abwanderung junger Familien aus Hamburg nach Niedersachsen. Das niedersächsische Kultusministerium hat seine konkreten Pläne zur Rückkehr um G9 online gestellt. Hier für alle G9 Bewürworter zur Information:
"Modernes Abitur nach 13 Jahren in Niedersachsen


Seit der Einführung des Abiturs nach zwölf Jahren in Niedersachsen ist aus Kreisen der Lehrkräfte, Eltern und Schülerinnen und Schüler immer wieder zu vernehmen gewesen, der Stress insbesondere an der gymnasialen Oberstufe habe zugenommen. Klagen darüber, dass der Unterrichtsstoff zu schnell durchgenommen werde, es zu wenig Zeit zum Lernen gäbe und dass Freizeitaktivitäten wie das Engagement in Vereinen, Treffen mit Freunden und Entspannung im Leben der Schülerinnen und Schüler viel zu kurz kämen.

Die Niedersächsische Landesregierung hat diese Sorgen sehr ernst genommen und im Juni 2013 das Dialogforum „Gymnasien gemeinsam stärken" und damit einen Diskussionsprozess um die Dauer der Schulzeit bis zum Abitur in Niedersachsen gestartet. Im Rahmen dieses Dialogs hat die Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt eine Expertenkommission einberufen. Der Auftrag an die Expertenkommission lautete, u.a. verschiedene Szenarien der Dauer der Schulzeit an den Gymnasien fachlich zu diskutieren und mögliche Auswirkungen von Veränderungen darzulegen. Das Ziel war es, eine fundierte Basis zu schaffen, auf der Entscheidungen getroffen werden können, jedoch kein politisches Votum abzugeben. Auf der Basis des Abschlussberichtes der Expertinnen und Experten hat Kultusministerin Heiligenstadt am 19. März 2014 ein Konzept vorgelegt, wonach in Niedersachsen ein modernes und zeitgemäßes Abitur nach 13 Jahren eingeführt werden soll.

Zum Abschluss des Dialogforums „Gymnasien gemeinsam stärken" hat sich Kultusministerin Frauke Heiligenstadt wie folgt geäußert:

„Das Abitur nach zwölf Jahren wurde in Niedersachsen überhastet eingeführt und hat nicht nur an den Schulen zu vielen Problemen geführt. Mir war es wichtig, vor einer möglichen Reform eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu haben.

Daher habe ich im Rahmen des Dialogforums „Gymnasien gemeinsam stärken" die Expertenkommission eingesetzt, die verschiedene Szenarien sorgfältig geprüft und wertvolle Hinweise gegeben hat. Den Expertinnen und Experten danke ich herzlich für ihre gute und konstruktive Arbeit. Auf der Basis ihres Abschlussberichtes mache ich für ein modernes Abitur nach 13 Jahren folgenden Vorschlag:

Gymnasien und nach Schulzweigen gegliederte KGSen in Niedersachsen sollen künftig generell die Möglichkeit eines Abiturs nach 13 Jahren bieten.

Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler sollen individuell die Schulzeit verkürzen können, indem sie ein Jahr überspringen. Sie, aber auch andere Schülerinnen und Schüler, werden wir künftig mit zusätzlichen Förderstunden besser unterstützen.

Die Umstellung auf G9 beginnt mit dem Schuljahr 2015/2016. Die Jahrgänge 5, 6, 7 und 8 sollen einbezogen werden. Der erste Schuljahrgang wird dann voraussichtlich im Schuljahr 2020/21 sein Abitur nach 13 Jahren ablegen können.

Anforderungen in der Oberstufe und der Abiturprüfung, die die Vorgängerregierung verschärft hat, werden so schnell wie möglich korrigiert. Wir werden deutliche Entlastungen umsetzen, beispielsweise in Hinblick auf die Anzahl der Klausuren und der verpflichtenden Kurse in der Qualifikationsphase.

Mir ist eines ganz wichtig: Wir steuern um auf ein Abitur nach 13 Jahren und strecken damit die Schulzeit, aber die Kerncurricula werden nicht ausgeweitet. Wir gehen nicht zurück zu den alten Lehrplänen, die vor zehn Jahren gegolten haben. Wir geben Schülerinnen und Schülern künftig mehr Zeit zum Lernen und zum Leben.

Ich werde in Niedersachsen ein modernes Abitur nach 13 Jahren einführen, das sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrkräfte entlastet und das mehr Möglichkeiten zur Förderung bietet. Es wird Antworten auf die schulpolitischen Entwicklungen der vergangenen Jahre geben - Stichwort Ganztagsschulen - und unseren hohen Anforderungen an Bildungsqualität Rechnung tragen. Auch indem wir künftig z. B. mehr Möglichkeiten für die Berufs- und Studienorientierung geben.

Um den Schulen ausreichend Zeit zur Vorbereitung zu geben, kann die entsprechende Gesetzesnovelle nur zum 1.8.2015 in Kraft treten."
http://www.mk.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=34581&article_id=123195&_psmand=8

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R. Schneider 25. Juni 2014 um 14:49 Uhr
Lieber Herr Ohms, vielen Dank für Ihre Beleidigungen.

Was auffällt, dass Sie persönlich immer dann ausfällig werden, wenn Sie keine Argumente mehr für Ihre Position haben.

Das scheint für Ihre Initiative pathologisch: wer eine andere Meinung hat, wird beleidigt oder ignoriert.

Wirklich interessant, was Sie unter einer "sachlichen Diskussion" verstehen.

Es wird sich jeder, der dieses liest, seine Gedanken machen.
Edit
U. Ohms 25. Juni 2014 um 13:18 Uhr
Frau Kirsch ist nicht verpflichtet, Personen, die seit Jahren nur dadurch aufgefallen sind, dass sie in Internetforen gleichsam als Stalker bzw. Trolle auftreten, Rede und Antwort zu stehen. Sie wollen eine demokratisch legitimierte Initiative als demokratiefeindlich abstempeln. (gelöscht von betterplace.org) geht es eigentlich nicht. Aber doch: Sie stempeln Eltern, die sich für das G9 aussprechen, als uninformierte Dummchen ab. Die wissen aber sehr genau, wie demokratisch die Schulgremien sind, die sie hier anführen.
Bitte unterlassen Sie diese schon pathologische Verfolgung andersdenkender. Es gibt durchaus Menschen, die nicht Ihrer Meinung sind.



Kommentar von betterplace.org: Wir bitten alle Diskussionsteilnehmer in ihren Äußerungen sachlich zu bleiben. Vielen Dank.
Edit
R. Schneider 25. Juni 2014 um 12:20 Uhr
Was kritisierst Du an diesem Projekt? Warum bist Du dagegen, es zu unterstützen?
Nur, damit jeder, der mit dem Gedanken spielt, dieses Projekt zu unterstützen, weiß, was er/sie da unterschreibt, hier nochmal der Wortlaut des Volksbegehrens (Stand 2014-06-25):

“Ich fordere die Bürgerschaft und den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg auf, das 9-jährige Gymnasium unverzüglich wiedereinzuführen, mit Wahlrecht zwischen der 8-jährigen Schulzeit mit Abitur in Klasse 12 (G8) und der 9-jährigen Schulzeit mit Abitur in Klasse 13 (G9) für alle Eltern an allen Gymnasien. Schülerinnen und Schülern, die zum Zeitpunkt der Wiedereinführung des 9-jährigen Gymnasiums im G8 lernen, muss der Wechsel in das G9 an allen Gymnasien unter Anrechnung ihrer bisherigen geleisteten Schuljahre ermöglicht werden."

..Wahlrecht zwischen G8 und G9...
..für alle Eltern an allen Gymnasien...

Kein Wort von Schulkonferenz oder anderen gewählten Gremien der Schulverfassung.

Das heißt:
a) eine einzige Mutter oder ein einziger Vater kann ein komplettes Gymnasium dazu zwingen zwei parallele Züge einzurichten,
- gegen den Willen ALLER ANDEREN Eltern
- gegen den Willlen ALLER LEHRER
b) die gewählten Gremien der Schule haben keinerlei Mitspracherecht

Wenn das nicht demokratiefeindlich ist, was dann?
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R. Schneider 25. Juni 2014 um 12:12 Uhr
Lieber Herr Ohms, was genau stellen Sie sich unter einer "sachliche Diskussion" vor?
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R. Schneider 25. Juni 2014 um 12:11 Uhr
Liebe Frau Kirsch, beantworten Sie nur Fragen von Menschen, die Ihrer Meinung sind?
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R. Schneider 25. Juni 2014 um 12:10 Uhr
Lieber Herr Ohms, solange Frau Kirsch jegliche Antwort auf die Frage verweigert (bzw. mit "sollen die Politiker machen" beantwortet), wie das überhaupt funktionieren soll, KANN sich niemand eine Meinung bilden.

So, wie das Volksbegehren derzeit formuliert ist, hat es nicht mehr Wert, als ein Volksbegehren für besseres Wetter in Hamburg.

Wer dem zustimmt, muss sich wirklich fragen lassen, was er sich unter demokratischer Meinungsbildung vorstellt.
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U. Ohms 25. Juni 2014 um 09:52 Uhr
zutiefst demokratiefeindlich sind diejenigen, die durch Spamm und Stalken seit Jahren eine sachliche Diskussion rund um schulische Themen zu verhindern suchen.
Auch durch ständige Wiederholung werden solche schrägen Parolen nicht richtig.
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U. Ohms 25. Juni 2014 um 09:49 Uhr
Warum findest Du dieses Projekt unterstützenswert?

oh oh
hier wird von Kritikern des Volksbegehren den Unterstützern abgesprochen, in der Lage zu sein, sich selbst zu informieren.
Ich weiß nicht, was das mit kontroverser Diskussion zu tun hat.
Leider benutzen einige diese Plattform, um einfach miese Stimmung zu machen und durch Spamm dieses Volksbegehren zu stören.
Wie auch immer man zu G9 steht. Es ist allemal besser, das Volk zu befragen, als wieder einer Allparteienkoalition diese Frage zur Beantwortung zu überlassen.

Was die Frage der Mehrheit für G8 angeht: Knappe 800 Gremienmitglieder haben sich in Hamburg für den Verbleib im G8 ausgesprochen. An vielen Schulen wurden Eltern überhaupt nicht angehört. Meinungsbild? Fehlanzeige. Angesichts der bisher 17.000 Unterzeichnern von Mehrheit zu sprechen, zeugt doch von einer gewissen Realitätsfernheit. Es nützt nichts mit geschönten Euphemismen Stimmung zu machen. Am Ende entscheidet der Bürger, den Sie, liebe G8-Befürworter, zu (gelöscht von betterplace.org) zum abstimmen halten.


Kommentar von betterplace.org: Wir bitten alle Diskussionsteilnehmer in ihren Äußerungen sachlich zu bleiben. Vielen Dank.
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M. Kirsch Projektverantwortlicher24. Juni 2014 um 23:17 Uhr
Lieber Herr Kühne, danke für diese Frage:

Am. 18. September startet das G9-Volksbegehren

Wie Sie helfen können:


Bitte schicken Sie uns Ihre E-mailadresse für das Zusenden der Unterschriftenlisten am 18. September info@G9-jetzt-HH.de. Bitte, schreiben Sie uns, wenn Sie bei der Vorbereitung des Volksbgehrens aktiv werden möchten oder wenn sie regelmäßige Info-Mails erhalten möchten.

Zeit spenden für das Sammeln von Unterschriften: Für ein erfolgreiches Volksbegehren benötigen wir insgesamt 70 000 Unterschriften: Erfahrene Volksbegehren - Organisatoren teilen diese in Sammlertage ein. An einem Sammlertag kann man ca. 50 Unterschriften sammeln. Deshalb: Bitte spenden Sie halbe oder ganze Sammlertag, oder gerne mehr! Wir benötigen 1400 "Sammlertage": Bitte schreiben Sie uns, wieviel Sammlerzeit/ Sammlertage Sie spenden mögen: info@G9-jetzt-HH.

finanzielle Unterstützung - Spenden:
1. Für das Volkbegehren benötigen wir Plakate, Flyer, Unterstützerlisten. Dafür bitten wir um eine Spende an das G9-Spenden-Konto auf der gemeinnützigen Online-und Spenden- und Diskussionsplattform: www.betterplace.org/p19381 Schon einige Euro können helfen.
2. Für Büro, Organisation, Veranstaltungen, und vieles mehr bitten wir um Spenden an das Spendenkonto des Fördervereins "G9-jetzt-HH", e.V. , Hamburger Sparkasse
BLZ 200 505 50 Kto. 10 78 21 85 16, IBAN DE19 2005 0550 1078 2185 16
BIC HASPDEHHXXX, Spendenquittungen können leider nicht ausgestellt werden.

Details: Die Volksinitiative wurde 2013 von Eltern, Schülern und Lehrern gegründet. Ihre Forderung nach dem G9 an Hamburger Gymnasien haben 16 730 Bürger unterzeichnet. Das Volksbegehren ist der zweite in der Verfassung vorgesehene Schritt der Volksgesetzgebung: Ab dem 18. September haben wir 3 Wochen Zeit, 63 000 Unterschriften (70 000 mit Sicherheitsreserve) zu sammeln. In den 3 Wochen vor dem 18.9. besteht die Möglichkeit einer Briefabstimmung.

Herzlichen Dank
Das Team von "G9-Jetzt-HH"
mobil: 0172/4356563
info@g9-jetzt-hh.de www.G9-jetzt-HH.de
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M. Kirsch Projektverantwortlicher24. Juni 2014 um 23:14 Uhr
Lieber G9 Befürworter, Danke für Ihre Unterstützung. Wie eine neue repräsentative Umfrage in Hamburg bestätigt: Die Mehrheit der Hamburger will ein Ende des G8: Der SPD Senat nimmt aber mit seiner Entscheidung, das G9 nicht einzuführen, den Wunsch der Merhrheit weiterhin nicht ernst. Deshalb: Nur mit einem erfolgreichen Volksbegehren wird es mehr Zeit für Bildung und G9 an Gymnasien geben"


Nach einer monatelangen Kampagne des SPD Senats in Schulen und Öffentlichkeit gegen die Forderung der G9 Volksinitiative nach Wiedereinführung des G9 und für ein striktes Festhalten am G8 an Hamburgs Gymnasien hat die Mehrheit der Hamburger für ein Aus des G8 entschieden. Nach einer repräsentativen Umfrage der BILD sprechen sich 42 Prozent der Hamburger für die Abschaffung des G8 und nur 32 Prozent für das Beibehalten des G8 aus.

"Unsere Kritik hat sich vollkommen bestätigt. Der Schulsenator hat Unrecht: Es gibt keine 87 prozentige Zustimmung zum G8 in Hamburg. Es gibt überhaupt keine Mehrheit für G8 in Hamburg, so Mareile Kirsch von G9-jetzt-HH. Falsch ist deshalb auch die Behauptung von Ties Rabe, es bestehe "kein Anlass, G9 in irgendeiner Form einzuführen." , so Kirsch weiter.

Das Gegenteil sei richtig: Über die Hälfte der Eltern mit jungen Kindern, die Altersgruppe der 35-49 Jährigen, wünsche die Abschaffung des Turbo-G8. Die Eltern wollten mehr Zeit für nachhaltiges Lernen, für Vertiefung und Konzentration, für Persönlichkeitsbildung und Reife, statt hektisches Bulimi-Lernen im Turbo-G8. Ihre Kinder sollen auch Zeit für ein Leben und Interessen außerhalb der Schule haben. Genau das sagten der Volksinitiative Eltern auch in Gesprächen auf der Strasse.


"Wir waren am Wochende beim Kinderfesten in den Wallanlagen und im Stadtpark. Die absolute Mehrheit der Eltern dort wollte das Volksbegehren unterstützen und hat jetzt schon um das Zusenden der Unterschriftenzettel am 18. September gebeten - trotz der gewaltigen Anti-G9 Kampagne von Politik und Behörde in Schulen und Medien." Die Eltern wüßten, dass das G9 an Gymnasien in anderen Bundesländern zügig und unkompliziert wiedereingeführt worden sei und wünschten das auch für ihre Kinder in Hamburg. Und auch insgesamt wollten mehr Hamburger, 42 Prozent, das G8 abschaffen und nur 32 Prozent, nicht 87 Prozent, wie Ties Rabe gesagt hattet, am G8 festhalten. Was aber auch klar werde: "Ties Rabe hat Politik mit Angst gemacht. Senator und Behörde, aber auch Kammern und G8 Gruppen haben in Schulen und Öffentlichkeit Schreckenszenarien über angebliche Folgen des G9 verbreitet, die sich am Beispiel der anderen Bundesländer, leicht widerlegen lassen."


Informationen über die Gründe, warum Philologenverbände und Wissenschaftler bundesweit genau wie die G9-Volksinitiative in Hamburg die Wiedereinführung des G9 fordern, seien dagegen nicht weitergegeben worden. Auch über Tatsache, dass es in allen Ländern mit neuen G9 Gymnasien auch eine Wahlmöglichkeit für das G8 gibt, genau wie die Volksinitiative in Hamburg fordert, sei nicht informiert worden. Damit sei Druck auf Andersdenkende ausgeübt worden, die anders als Politiker dieser Stadt, das G9 an Gymnasien wünschten. Das habe viele Menschen in Hamburg verunsichert und Unfrieden in Schulen, in Eltern-, Schüler- und Lehrerschaft getragen. Die Gruppe, die bei dieser Umfrage mit "weiss nicht" gestimmt habe, habe sich infolgedessen gegenüber früheren Umfragen fast vervierfacht.


Trotzdem sei jetzt noch einmal klar geworden: Mehr Hamburger wünschten die Abschaffung des Turbo G8 und damit für mehr Zeit für Bildung, Kinder und Jugendliche. Gegen ihren Wunsch hätten sich Senat und Bürgerschaftsparteien für das Festhalten am G8 entschieden - auch gegen den Wunsch der Mehrheit der Wähler der eigenen Parteien, die ebenfalls für das G9 votierten.


"Mehr Zeit für Qualität in der Schule und für Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen kann es also nur mit einem erfolgreichen Volksbegehren für die Wiedereinführung des G9 an Hamburgs Gymnasien geben", erklärte die Sprecherin der Volksinitiative G9-Jetzt-HH. "Wir fordern, dass Eltern selbst entscheiden können, ob für ihre Kinder G9 oder G8 an den Gymnasien das beste Tempo ist. Es darf nicht sein, dass in einer Demokratie der Wunsch großer Teile der Bevölkerung ignoriert wird."
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H. Kühne 24. Juni 2014 um 21:15 Uhr
Ich bin der Meinung, dass Ihr Projekt jede mögliche Unterstützung erfahren sollte! Wie kann man helfen?
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R. Schneider 24. Juni 2014 um 18:34 Uhr
Liebe/r J. Jacobsen, wer sein Kind an einer Stadtteilschule hat, braucht sich keine Sorgen zu machen.
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R. Schneider 24. Juni 2014 um 18:02 Uhr
Liebe Frau Kirsch, planen Sie noch eine Antwort auf meine Frage?
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R. Schneider 24. Juni 2014 um 18:01 Uhr
Herr oder Frau Noetzel, Sie irren mit der Idee, das G8 wäre nur aus wirtschaftlichen Erwägungen eingeführt worden. Es war das Ergebnis der über ein Jahr lang arbeitenden Enquete-Kommission der Hamburger Bürgerschaft und ist integraler Bestandteil deren Empfehlung, des "2-Säulen-Modells".

Im Übrigen hat die überwiegende Mehrheit der Gymnasiasten genug Zeit für alle möglichen außerschulischen Aktivitäten, Sport, Musik oder Langeweile.

Für die wäre die Rückkehr zum alten System eine glatte Verschwendung.

Und für die Kinder, die mit den G8-Anforderungen überfordert sind, steht ja die zweite Säule bereit.
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R. Schneider 24. Juni 2014 um 17:56 Uhr
Wie naiv muss man eigentlich sein, um zu glauben, dass Kindern, die mit der G8-SChlagzahl Probleme haben, mit 6 Minuten weniger Unterricht am Tag geholfen wäre?

Was für ein (gelöscht von betterplace.org) von gefühlten Wahrheiten und unbelegbaren Verallgemeinerungen.
--> Ablage rund ;-)
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L. Wagner 24. Juni 2014 um 09:49 Uhr
Oh weh, welch (gelöscht von betterplace.org) Rhetorik, eine leicht durchschaubare verbale Entgleisung in diesem Forum. Aber nach meinen Beobachtungen dem Ziel der Initiative eher zuträglich. Insofern Ablage P.


Kommentar von betterplace.org: Bitte sachlich bleiben.
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R. Schneider 23. Juni 2014 um 18:18 Uhr
Frau Kirsch, sollte Ihr Volksbegehren tatsächlich Erfolg haben, dann könnte eine einzelne Mutter die Einführung einer G9-Säule in einem Gymnasium erzwingen. Gegen alle Beschlüsse der Schulkonferenz, des Elternrates oder den Wünschen ALLER anderer Eltern der Schule.

Die Frage, wie das praktisch umzusetzen wäre, haben Sie meinem Stand nach bislang so beantwortet, dass das Aufgabe der Politik wäre.

Hat sich diese Standpunkt geändert? Können Sie inzwischen etwas praktisches dazu sagen, wie z.B. ein Gymnasium mit 1000 SuS Ihrer Ansicht nach agieren muss, das in der Oberstufe bereits heute mit Nachbarschulen kooperieren muss, um eine attraktive Anzahl von Profilen anbieten zu können?
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R. Schneider 23. Juni 2014 um 18:10 Uhr
Minderheit?
- Elternkammer
- Lehrerkammer
- Schülerkammer
- fast alle Elternräte an den Gymnasien
- alle vom Schulausschuss befragten Experten (inklusive dessn, der als gym-G9-Befürworter eingeladen war)

haben sich gegen die Einführung eines gym-G9 ausgesprochen.
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R. Schneider 23. Juni 2014 um 18:06 Uhr
Was kritisierst Du an diesem Projekt? Warum bist Du dagegen, es zu unterstützen?
Statt von Bürgerengagement sollte man bei dieser Initiative wohl eher von (gelöscht von betterplace.org) sprechen.

Mit ihren (gelöscht von betterplace.org) Parolen erreicht Frau Kirsch sicher ganz viel wohlmeinende Menschen, die sich aber bisher keine Sekunde mit den Inhalten dieser zutiefst demokratifeindlichen Initiative beschäftigt haben.

Sie bei diesem Treiben ungestört zu lassen wäre äußerst unverantwortlich. Deshalb ist es sehr wichtig, potenzielle Unterstützer über die Konsequenzen dieses Tuns zu informieren!

Jede/r der/die dieses Volksbegehren unterschreibt sollte sich über drei Konsequenzen im Klaren sein, die dessen Erfolg hätte:

1. die Gymnasien würden zur Einheitsschule
2. ihre Klassenverbände würden komplett auseinandergerissen und neu gemischt
3. jeglicher Schulbau würde für mindestens 5 Jahre gestoppt



Kommentar von betterplace.org: Wir bitten alle Diskussionsteilnehmer in ihren Äußerungen sachlich zu bleiben. Vielen Dank.
Edit
V. Noetzel 22. Juni 2014 um 19:42 Uhr
Warum findest Du dieses Projekt unterstützenswert?

Ich unterstütze die G9-Initiative voll und ganz.!!!
Auch Kinder auf dem Gymnasium sollen das Recht haben, sich persönlich entfalten zu können und die für sich benötigte Zeit erhalten, das Gelernte zu verinnerlichen.
Das G8 wurde ohne jeglichen anderen Grund nur aus rein wirtschaftlichen Interessen eingeführt. An die Kinder hat dabei keiner gedacht!
BILDUNG BRAUCHT ZEIT UND RUHE, zum Nachdenken und Reflektieren. So kann sich auch die Persönlichkeit entwickeln, wobei auch die Freizeit (Sport, Musik, Freunde) eine sehr große Rolle spielt. Denn nur hier können Kinder ihre Bedürfnisse und Gefühle wirklich ausleben. Ja, auch die Langeweile (sofern nicht chronisch) ist wichtig, denn sie hilft, sich zu besinnen und macht auch kreativ.
"Langeweile: Du bist die Mutter der Musen" (J.W.von Goethe)
Warum soll dieses alles für Kinder auf dem Gymnasium nicht gelten?
Der Initiative viel Erfolg!!!
Edit
L. Wagner 22. Juni 2014 um 18:18 Uhr
Warum findest Du dieses Projekt unterstützenswert?

Es ist immens wichtig, die Fehlentscheidung der Einführung des Turboabiturs zurück zu nehmen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, daß es ausschließlich Nachteile für die Gymnasiasten und auch deren Eltern mit sich bringt. Jetzt sind die Schüler unreif, weniger gebildet und mehrheitlich noch unorientiert, wenn sie die Schule verlassen. Das Portemonnaie der Eltern wurde durch mehr Nachhilfeunterricht strapaziert und die wahren Kosten kommen ja erst noch: Wenn das fehlende 13.Schuljahr in den nächsten Ausbildungsabschnitt verlagert wird. Der ist selten zum Nulltarif zu haben, sei es durch kostspielige Orientierungsphasen, Studienfachwechsel, -abbruch, gern auch Vorbereitungsnachhilfe, um eine Aufnahmeprüfung zu bestehen. Und deshalb ist das Turboabitur zusätzlich auch noch zutiefst sozial ungerecht.
Edit
B. Marquardt 22. Juni 2014 um 15:26 Uhr
Was kritisierst Du an diesem Projekt? Warum bist Du dagegen, es zu unterstützen?
Die Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 gibt’s in Hamburg ja bereits. Das von der Initiative geforderte Y-Modell würde den Gymnasien ein ziemliches Chaos bescheren. Nicht umsonst haben sich 87 % der Gymnasien dagegen ausgesprochen. Insofern hoffe ich sehr, dass die Hamburger nicht einem „zurück zu G9“-Versprechen folgen sondern sich lieber für qualitative Verbesserungen an beiden Schulformen einsetzen. Ich halte eine Stärkung der Stadtteilschulen für immens wichtig, damit sie als gute Alternative angenommen werden von jenen, die sich mehr Zeit für Ihre Kinder wünschen, und gleichzeitig den Weg zum Abitur erhalten wollen.
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C. Pellegrino 22. Juni 2014 um 15:00 Uhr
Klasse Rüdiger und Ralf, dass ihr euch beide so enggiert. Auch in meiner Familie sind sich alle einig und drücken die Daumen für eine Entschleunigung der Bildung.

Einige meiner Freunde aus der Schule sind damals extra in der Oberstufe ins Ausland gegangen um wiederholen zu können und nicht mit 17 das Abitur zuhaben. Das wardie beste Entscheidung dieich machen konnte. Auch wenn es nur ein Jahr war, hatte ich doch einiges dazugewonnen und hoffe, dass in Zukunft auch andere Schüler von einem dazugewonnen jahr profitieren können.
Vor allem wenn ich mir dir die Situation mit den jungen Studenten in miner Universität angucke.
Ich glaube die haben es manichmal nicht ganz einfach,vor allem dann wenn es um die Zusammenarbeit und denTeamgeist mit älteren Studenten geht. Es fehlt ihnen einfach an Erfahrung und dem direkten Übergang von der Schule zum Studium. Natürlich kann ich nur aus meiner Erfahrung sprechen und will keinem damit zu nahe treten.


Aber genau aus aus diesem Grund der vielfältigkeit unter uns Studenten,finde ich es extrem wichtig eine Wahlfreiheit in der Schule anzubieten. Man kann einfach nicht jeden in den großen Topf der Bildung werfen, einmal durchrühren und dann in die Universität und die Arbeitswelt aussetzen.



Ich drücke euch ganz feste die Daumen und viel Glück an Familie Kirsch und alle anderen Mitstreiter.
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r. kirsch 22. Juni 2014 um 14:24 Uhr
lieber Vater und G9 Unterstützer, Ihre Meinung ist sehr verständlich: Das Volksbegehren, für das wir auf dieser Spendenplattform um Spenden bitten, sieht ein Wahlrecht für ALLE Eltern vor: Die Mehrheit der Hamburger Eltern (52% der Eltern mit jungen Kindern), die für Ihre Kinder das G9 an Gymnasien wünscht, soll das es auch wählen können - genau wie G8 Anhänger das G8 wählen können. Alle Eltern sollen selbst entscheiden können, ob das G9 oder das G8 an Gymnasien das beste Tempo für ihr Kind und das beste Tempo für Qualität und Niveau von Bildung und Abitur und für Kindheit und Jugend ist. Voraussetzung ist die Wiedereinführung des G9 an den Hamburger Gymnasien. Das ist die Kernforderung des G9 Volksbegehrens in Hamburg, das am 18. September startet. Für Plakate, Flyer, Buttons und vieles können alle G9-Unterstützer auf dieser Plattform spenden.

Das Wahlrecht zwischen G9 und G8 an den Gymnasien gibt es auch in den Bundesländern, in denen das G9 an Gymnasien schon wiedereingeführt wurde - es wurde dort zügig, in Ruhe und unkompliziert umgesetzt.

Für Sie und andere G9 Befürworter, für Ihre Fragen und als Grundlage für weitere Diskussionen hier die Fakten, Argumente und Begründungen von Erziehungs-Wissenschaftlern, dem Deutschen Philologenverband, Kinderhilfswerk, Lehrerverband, die bundesweit die Wiedereinführung des G9 an den Gymnasien fordern:

Tatsachen und Argumente zum Hintergrund, zu den Thesen des Hamburger Schulsentors, zu Befürchtungen und Gründen für die Wiedereinführung des G9 an den Hamburger Gymnasien - mit Wahlfreiheit zwischen G8 und G9:


1. Fakten zur These des Hamburger Schulsenators,

das G8-Abitur sei gleichwertig oder sogar besser als das G9 Abitur. (Schulsenator Ties Rabe, 27. November 2012)


Tatsache ist:

Die Aussage von Schulsenator Rabe ist wissenschaftlich klar widerlegt worden. "Von 2005 (G9) bis 2013 (G8) gibt es einen kla­ren Ab­stieg in den An­for­de­run­gen" für das Hamburger Abitur. Dies ist das Ergebnis einer Überprüfung der Abitur-Aufgaben in Hamburg durch vier Universitätsprofessoren und einen Schulleiter rund um den Frankfurter Universitätsprofessor Hans Peter Klein, die die Aufgaben des G8- und des G9-Abiturs detailliert überprüft und miteinander verglichen haben. Das Niveau des G8-Abiturs in Hamburg liegt deutlich unter dem des G9-Abiturs - die Anforderungen bei den Hamburger Turbo-G8- Abi-Aufgaben wurden deutlich abgesenkt. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-126267971.html



Auch eine wissenschaftliche Untersuchung über die Auswirkungen der G8-Reform in Sachsen-Anhalt belegt, „dass sich die Abiturleistungen der Schülerinnen und Schüler in Mathematik durch die Reform verschlechtert haben“. http://tiny.cc/10jdfx Hans Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Philologen-Verbandes über das G8: Ihn stören „der vollgestopfte Lehrplan und das enge Zeitkorsett. In den Kernfächern wie Mathematik fehlt die Zeit für vertiefende Übungsphasen. So kann Unterricht nicht effektiv sein. Der Philologen-Verband fordert die sofortige Rückkehr zu G9.“ http://tiny.cc/takdfx

"Bildungsdefizite durch verkürzte Schulzeit „G8 wird die Studienzeit verlängern“, ist der Titel folgender Analyse: "Was fehlt Studierenden, die schon nach zwölf Schuljahren an die Universitäten kommen? Der Erziehungswissenschaftler Volker Ladenthin hat Arbeiten junger Studenten untersucht. In der F.A.Z. fasst er seine Ergebnisse zusammen – und trifft erstaunliche Prognosen." 04.06.2014, von Volker Ladenthin - http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bildungsdefizite-durch-verkuerzte-schulzeit-g8-wird-die-studienzeit-verlaengern-12972213.html



"G8 war eine der strategisch dümmsten Entscheidungen, die im Bildungswesen jemals getroffen wurden. Ohne jeden Grund, ohne jegliche Rechtfertigung, hat man das Wesentlichste und das Wichtigste, das man für Bildung braucht, reduziert: nämlich Zeit. Bildungsgänge setzen auf Zeit, Ruhe und einen vernünftigen Rhythmus. Und auch die Freizeit ist für die Persönlichkeitsentwicklung enorm wichtig. Denn hier können Kinder ihre Bedürfnisse und Gefühle erleben und ausdrücken.", bestätigt auch Professor Tenorth. http://is.gd/Yhkbha


Niedersachsens Ministerpräsident Stefan Weil (SPD) zieht mit der geplanten Rückkehr zum G9 an allen Gymnasien die Konsequenzen: „Im verkürzten Bildungsgang sieht er eine „Schlechterstellung“ der Gymnasien. Und er sieht nicht ein, warum er die Gymnasien „künstlich benachteiligen soll, nur um die Gesamtschulen zu fördern“ Tagesspiegel.de, 04.05.2014



2. Fakten zu der These des Hamburger Schulsenators,

die G9-Einführung würde mehrere Jahre Chaos bedeuten.


Tatsache ist:

Überall dort, wo das G9 bereits wiedereingeführt wurde, hat dies zügig und problemlos geklappt: Niedersachsen stellt 2015 alle 260 Gymnasien auf G9 um. Was man dort schafft, sollte auch in Hamburg mit nur 60 Gymnasien möglich sein. In Hessen hat die Einführung von G9 an fast 80 Prozent aller Gymnasien des Landes eineinhalb Jahre gedauert, es wurde also schnell, unbürokratisch und erfolgreich umgesetzt. In Baden Württemberg wurde ebenfalls ohne Probleme in den letzten drei Jahren an mittlerweile 44 Schulen das G9 wiedereingeführt, mit elterlicher Wahlfreiheit zwischen G8 und G9.


Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G9) ist nach Auffassung von Heinz-Peter Meidinger „wichtig und problemlos machbar“, so der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes (DPhV) in der „Bild“-Zeitung vom 21. Mai 2013. „Neue Bildungspläne werden nicht benötigt, der G 8-Unterrichtsstoff kann zeitlich gestreckt werden. Die Sorge, dass Chaos entsteht, wenn eine Schule G 8- und G 9-Klassen parallel anbietet, hat sich nicht bewahrheitet.“


Das bestätigen auch Schulleiter in Schleswig Holstein. Dort gibt es an 15 Schulen das G9, an vier Schulen mit G8 und G9 parallel nebeneinander. Letzteres sei das optimale bzw. ideale Modell, erklärten Schulleiter – die Umsetzung sei gut und ohne Chaos machbar.





3. Fakten zu der These des Hamburger Senats,

die Einführung des G9 an den Gymnasien würde neue Räume benötigen, davon sei „ein Großteil über Neubauten“ zu Millionenkosten zu realisieren. (Antwort des Senats, kl. Anfrage in der Bürgerschaft, Drs. 20/113423)


Tatsache ist:

Die Zahl der Schüler und Schülerinnen an den Gymnasien im letzten G9-Jahrgang mit Abitur nach Klasse 13 war 2009/10 um insgesamt 2851 SchülerInnen höher als im Schuljahr 2013/4. (Siehe: http://www.hamburg.de/schulstatistiken/)

Für diese Schüler gab es vor vier Jahren noch genug Platz und Räume an den Gymnasien. Würden sich 25 bis 50 % der Gymnasialschüler künftig für das G9 entscheiden, wie vom Senat berechnet, wäre die Zahl der Schüler in den künftigen 13. Klassen ähnlich hoch. Es muss damit also kein neuer Schulraum gebaut werden, wie von der Schulbehörde behauptet. Falls Schulräume mittlerweile umgewidmet wurden, haben die Schulen 9 Jahre Zeit für eine Zurückwidmung der Klassenräume.



Außerdem: Die G9-Volksinitiative befürwortet die Verbesserung beider Schulformen, der Stadtteilschule und des Gymnasiums. Allerdings, selbst wenn die G9-Einführung einige, wenn auch weit geringere Kosten verursachen würde, gehört auch folgende Zahl zum Gesamtbild: Der Senat stellt bis 2019 für die Umsetzung seiner Schulstrukturreform, des Zweisäulenmodells, allein für den Neu- und Ausbau der vor drei Jahren eingeführten Stadtteilschulen, in denen Haupt-, Real-, und Gesamtschulen sowie Aufbaugymnasien verschmolzen wurden, rund 700 Mio. Euro zur Verfügung. 13 Stadteilschulen werden für jeweils 25 – 35 Mio. Euro komplett oder weitgehend neu gebaut, weitere 14 Stadtteilschulen werden für jeweils 10 bis 20 Mio. Euro erheblich saniert oder erweitert. http://tiny.cc/pmkdfx



Der Niedersächsische Philologenverband hat im Februar ein eigenes Modell für die Umsetzung des G9 mit 30 Stunden Unterricht pro Woche vorgestellt: „Mit diesem Modell kann bereits zum 1.8.2014 auf G9 umgestellt werden: für die jetzigen Jahrgänge 5 bis 7, ohne großen Aufwand.

Dieses Modell verursacht keine Kosten – im Gegenteil: Es schafft durch den Wegfall der höheren Stundenzahlen, im kommenden Schuljahr bereits in den Klassen 7 und 8, finanzielle Spielräume“, so die Niedersächsischen Gymnasiallehrer.“ http://tiny.cc/6nkdfx



4. Fakten zu der These,

Philologen und Lehrerverbände, Bildungswissenschaftler und die Mehrheit der Eltern, die das G9 fordern, hätten Unrecht: Das G9 habe nur 30 Wochenstunden und damit 4 bis 6 Wochenstunden weniger als das G8. Deshalb gebe es im G9 nicht mehr Zeit für Vertiefung, nachhaltiges Lernen und mehr Bildungsqualität.


Tatsache ist:

Der Vorschlag der G9-Initiative liegt mit 270 Wochenstunden im G9 sogar über der Vorgabe der KMK (Kultusministerkonferenz) von 265 Stunden. Grundsätzlich jedoch gilt: Quantität ist nicht gleich Qualität.

Statt Bulimielernen, Abhaken und Hetzen durch Stoff und Stunden an langen Schultagen und in aufgeblähten G8-Wochenstundenplänen ist im G9 gerade wegen der geringeren Stundenzahl am Tag und in der Woche wieder mehr Ruhe und Zeit für Konzentration, Vertiefung und nachhaltiges Lernen. Das ist einer der wichtigsten Gründe für die Forderung nach Wiedereinführung des G9 von Eltern und Pädagogen. „Im G8 gebe es „kaum Gelegenheit, das Gelernte zu verinnerlichen. Vieles kann nur oberflächlich abgehandelt werden.“, so z.B. Michael von Tettau, Schulleiter eines Gymnasiums. http://tiny.cc/5rkdfx

Auch Hamburgs Universitätspräsident Professor Dieter Lenzen kritisiert, dass den G8-Abiturienten das nötige Grundlagenwissen zur Aufnahme eines Studiums fehle: Die Vermittlung von Grundlagenwissen sei "eine Aufgabe, die zu Zeiten von G9 noch an den deutschen Gymnasien in der Oberstufe vorgesehen gewesen sei". http://tiny.cc/4skdfx. Die G8-Absolventen seien zu jung, ihnen fehle Reife und Persönlichkeit, kritisieren Universitäten und sogar die Wirtschaft.

Bildungsfachleute wie auch Eltern fordern deshalb die Wiedereinführung des 13. Schuljahres. „Durch die Schulzeitverkürzung landen die Schüler heute in einem Alter in der Oberstufe, in dem sie für bestimmte Inhalte noch nicht reif sind. Zu manchen Themen in Deutsch oder Geschichte gehört ja auch etwas Lebenserfahrung dazu“, erklärt Schulleiter Tettau.

Und der Bildungswissenschaftler Professor Tenorth ergänzt: „„Wir haben nichts davon, wenn jemand 17 oder 18 ist, aber das ruhige Arbeiten, das intellektuelle Reflektieren noch nicht gelernt hat – da kommt nichts bei raus. „Alles andere als die Rückkehr zu G9 ist für unsere Schülerinnen und Schüler nicht länger zumutbar, und alles andere wäre angesichts der insgesamt schlechten Erfahrungen mit G8 nicht vertretbar“, bringt der Philogenverband Niedersachsen die Meinung westlicher Philologenverbände auf den Punkt.

Und Professor Tenorth fasst es so zusammen: „Es gibt in der Pädagogik wenige Faktoren, die so entscheidend sind für Bildungs- und Lernprozesse wie die Zeit.“ http://www.deutschlandradiokultur.de/turbo-lernen-es-gibt-nur-wenig-das-so-entscheidend-fuer.954.de.html?dram:article_id=278752



Der frühere SPD Kulturstaatsminister, Professor Julian Nida Rümelin, bis 2013 im Parteivorstand der SPD, dazu: „Wir waren in den vergangenen Jahren in der Tat auf einem falschen Weg, weil wir das Bildungswesen in Richtung Beschleunigung und Verdichtung umgebaut haben. Besonders bizarr ist das dort, wo von G9 auf G8 umgestellt wird…“ http://www.zeit.de/2013/20/ruemelin-interview-bildungsideal






5. Fakten zu der These,

eine Bildungsplan -“Entrümpelung“, “Entschlackung“, „Entkernung“ von Inhalten und Streichen von Hausaufgaben würden zu einer Verbesserung des G8 führen.


Tatsache ist:

Die Hamburger Parteien haben mit dem G8 eine erhebliche Verschlechterung von Qualität und Niveau des G8-Abiturs zu verantworten, das wurde in wissenschaftlichen Untersuchungen des G8-Abiturs klar bewiesen. Lehrer, Schulen und Philogenverbände warnen nun vor einer weiteren Reduktion von Inhalten, Stoff oder dem Streichen von Hausaufgaben, wie sie Schulsenator Rabe zur Entlastung des G8 angekündigt hat.



Für das G8 wurden bereits Bildungspläne gekürzt und Stundentafeln zulasten von Unterrichtsstunden in Fächern wie Physik, Geografie, Chemie und Geschichte verändert, so die Kritik von Hamburger Gymnasiallehrern. „Diese völlig verkehrt laufende Entwicklung in unserem System, deren Mängel erst später sichtbar werden, ist das Ergebnis von G8 mit seinen danach erfolgten Verschlimmbesserungen,“ schreibt z.B. ein Lehrer an die Volksinitiative. Hier finde „schleichend der Ausverkauf von Bildung statt. Bildung wird mit Ausbildung verwechselt.“



Auch Philologenverbände lehnen Versuche von verantwortlichen Schulpolitikern ab, „trotz aller Mängel an G8 festzuhalten und Schüler, Eltern und Lehrer durch eine Senkung der Anforderungen in der Oberstufe und im Abitur zu beruhigen. Dieses mit dem beschönigenden Begriff „Entstressung“ bezeichnete Vorhaben ist aber nichts weiter als eine Senkung des Ausbildungsniveaus und der Bildungsqualität, was wir entschieden ablehnen. Denn ein G8 mit reduzierten Leistungsanforderungen ist keine „Stärkung des Gymnasiums… , sondern eine deutliche Schwächung unserer Schulform und eine Minderung der Bildungsqualität – zu Lasten und zum Schaden unserer Schülerinnen und Schüler und letztlich unserer Gesellschaft. Wir aber wollen auch weiterhin unseren Schülern eine qualitativ hochwertige und anspruchsvolle Hochschulreife vermitteln“, so die Philologen aus Niedersachsen. http://is.gd/fHupKT



Kritik eines G8-Abiturienten: "Seit Jahren wird am G8 herumgedoktert - aber nicht, um den Schülern zu helfen. Sondern um Statistiken zu retten. Zwar sind wir nun ein Jahr jünger, wenn wir die Schule verlassen, aber dieses eine Jahr fehlt uns in vielerlei Hinsicht: zur Vertiefung von Wissen, zur Vorbereitung aufs Abitur - und nicht zuletzt auch zur Orientierung, was wir nach der Schule machen wollen...."



6. Fakten zu der These,

die Wirtschaft fordere jüngere Schulabsolventen.


Tatsache ist:

Die Erfahrung hat die Wirtschaft längst eines Besseren belehrt: Mit Abschaffung der Wehrpflicht, mit der Bologna-Reform und der Verkürzung des Studiums bei Einführung des Bachelor hat sich die Lage grundlegend geändert. Jetzt seien die Absolventen von Schule und Studium zu jung, es mangele ihnen an Forschergeist, Reife und selbständigem Denken, kritisieren Vertreter der Wirtschaft.

Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH: „Ich bin überzeugt davon, dass wir im deutschen Bildungssystem zum Teil Schritte eingeleitet haben, die falsche Akzente setzen und eher kreativitätshemmend sind – zum Beispiel mit dem achtjährigen Gymnasium oder auch der stärkeren Verschulung von Studiengängen. Wenn Kinder mit Lehrstoff zugeschüttet werden – wo soll dann die Kreativität herkommen?“ «Das Turbo-Abi G8 hat sich eindrucksvoll nicht bewährt», sagt Volker Schmidt,
Vorstand der Stiftung Niedersachsen Metall. Nach einer Umfrage der niedersächsischen Arbeitgeberverbände wünschen sich 72 Prozent der Betriebe eine Wahlfreiheit zwischen G8 und dem Abitur nach neun Jahren. http://is.gd/IULRnV

Heftige Kritik am G8 kommt auch von Gewerkschaften: «Man muss den Kindern genügend Zeit zum Lernen geben; Schule darf ihnen nicht zu viel in zu kurzer Zeit abverlangen», so Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. «Ein Jahr mehr in der Schule kann auch bei der Orientierung auf die berufliche Zukunft helfen.» http://is.gd/IULRnV





7. Fakten zu der These,

die Schüler, die unter dem G8 leiden oder vom Turbo-G8 „gestresst“ sind, seien nicht intelligent genug für das Gymnasium.


Tatsache ist:

In Baden Württemberg haben sich nach Angaben des Deutschen Philologenverbandes besonders viele Kinder mit guten Vornoten für das G9 an Gymnasien angemeldet, erklärt der Vorsitzende Hans Peter Meidinger. Die Schüler hätten viele Interessen außerhalb der Schule, die sie pflegen wollten, so die Begründung.



Seit fünf Jahren diagnostiziert der Ärztliche Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), Professor Michael Schulte-Markwort, eine neue Krankheit im Kindes- und Jugendalter, das „Burn Out“ oder die Erschöpfungsdepression. Seit genau fünf Jahren gibt es auch die G8-Oberstufe! Betroffen vom „Burn Out“ seien besonders Mädchen, die Spitzennoten für den Numerus Clausus anstreben, so Prof. Markwort: „Schüler müssen heute ein unglaubliches Arbeitspensum bewältigen; 36 Stunden Schule sind normal, dazu kommen Hausaufgaben, Prüfungen, Referate. Viele kommen so auf 50 bis 60 Wochenstunden.

Das eigentliche Problem ist aber der Leistungsdruck. …. Die G-8-Regelung hat den Lern- und Schuldruck verstärkt, und für viele Jugendliche ist es eine Belastung, dass der Zugang zu bestimmten Studiengängen reglementiert wird, das höre ich immer wieder in Gesprächen. Ein Abitur schlechter als 1,5, und die Schüler sehen ihre Träume davonschwimmen….“
Zur Therapie gegen die Erschöpfungsdepression gehört folgende Frage des Jugendspsychiaters: “Wie viel Zeit verbringst du in und mit der Schule? Wie sieht der Lernstoff aus? Was ist dir außer der Schule wichtig? Gibt es ein Hobby, für das du dich begeistern kannst?“ http://www.zeit.de/2014/14/schueler-burnout-jugendpsychiater



Mehr Freiräume außerhalb der Schule für Kinder und Jugendliche, das fordern auch Eltern, die das G9 an Gymnasien wünschen.



Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstützt diese Forderung, das Kindeswohl ist ein wichtiger Grund: „In zahlreichen Studien hat sich gezeigt, dass das sogenannte G8 Kinder und Jugendliche krank macht. Das Deutsche Kinderhilfswerk sieht dadurch die Rechte der Kinder verletzt. Familien sind belastet und langfristig geht diese Fehlentwicklung zu Lasten unserer Sozialsysteme und der Wirtschaft, so die Erklärung des Deutsche Kinderhilfswerks. Es hat den Hamburger Senat aufgefordert, „die Wahlfreiheit, das Gymnasium auch in 9 Jahren absolvieren zu können, wiederherzustellen.“

http://is.gd/Y4AKvc





8. Fakten zu der These,

das im G9-Volksbegehren geforderte Wahlrecht zwischen G8 und G9 „gibt es in keinem Land“, behauptet der Hamburger Senat im sog. Faktencheck auf eine kleine Bürgerschaftsanfrage, Drucks. 20/113439.


Tatsache ist:

In allen Bundesländern, die das G9 an Gymnasien wieder eingeführt haben, steht Eltern die Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 zu – entweder können sie sich zwischen reinen G8- und G9-Gymnasien entscheiden, oder zwischen G8- und G9-Zügen, die parallel an Gymnasien angeboten werden.



Letzteres funktioniert unbürokratisch und ohne Chaos seit zwei Jahren an den mittlerweile 44 Gymnasien in Baden- Württemberg, die das G9 anbieten: "Die Entscheidung für den achtjährigen oder für den neunjährigen Bildungsgang am allgemeinbildenden Gymnasium treffen die Eltern bei der Anmeldung zur Klasse 5; diese Entscheidung ist verbindlich" schreibt das dortige Kultusministerium in einem Brief an die Schulleitungen. www.kultusportal-bw.de/site/pbs-bw/get/.../pdf/Schulversuch.pdf‎.



Allerdings reichen die Kapazitäten der G9- Gymnasien nicht für die hohe Nachfrage. In Baden- Württemberg hat sich der Oppositionschef der CDU, Thomas Strobl, deswegen für eine Ausweitung der G9-Angebote an Gymnasien ausgesprochen: Schüler des Landes sollten künftig überall zwischen dem acht- und dem neunjährigen Gymnasium frei wählen können. Überlegungen, das G9 einzuführen, gibt es auch in Bayern; in NRW haben sich in einer Forsa-Umfrage 76 % der Befragten für das G9 ausgesprochen. http://is.gd/AeY6rt



9. Fakten zu der These,

für das neunstufige Gymnasium müsste ein neuer Bildungsplan für die Jahrgänge 5 bis 11 mit Rahmenplänen für 26 Fächer und 9 Aufgabengebiete erstellt werden (Senatsantwort, Drs. 20/11453)



Tatsache ist:

„Neue Bildungspläne werden nicht benötigt, der G 8-Unterrichtsstoff kann zeitlich gestreckt werden. Die Sorge, dass Chaos entsteht, wenn eine Schule G 8- und G 9-Klassen parallel anbietet, hat sich nicht bewahrheitet.“ So noch einmal Hans Peter Meidinger, Vorsitzender des Deutschen Philologenverbandes, s.o.



Beispiel Baden Württemberg: Für die 44 G9-Modellschulen wird kein eigener Bildungsplan erarbeitet. Grundlage der Erprobung des 9-jährigen Bildungsganges an den Versuchsschulen ist gemäß Ministerratsbeschluss vom 10. Januar 2012 der jeweils gültige Bildungsplan Gymnasium.

www9.landtag-bw.de/WP15/Drucksachen/3000/15_3059_d.pdf‎
An 44 Modellschulen können Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Schulversuchs das Abitur nach neun statt nach acht Jahren erwerben. G9-Modellschulen erproben eine Dehnung der Bildungsstandards um ein Jahr. http://is.gd/XP4u4e



„Wie wird sichergestellt, dass Schüler aus G8 und aus G9 tatsächlich auf demselben Leistungsniveau in die gemeinsame Kursstufe wechseln?

Das ist kein Problem, da ja für alle Schüler derselbe Bildungsplan gilt. G8- und G9-Schüler können so in der Kursstufe ohne weiteres gemeinsam unterrichtet werden“.

„Wie funktioniert die Dehnung eines Zuges um ein Jahr?

Dem Kultusministerium liegen von den genehmigten Modellschulen drei unterschiedliche Dehnungsmodelle vor:

1. Dehnung insgesamt von Klasse 5 bis 11

2. Dehnung der Unterstufe

3. Dehnung der Mittelstufe

Ein Beispiel: Bei einer Dehnung der Unterstufe haben die Schülerinnen und Schüler zur Erreichung der Standards der Klasse 6 nicht zwei, sondern drei Jahre Zeit“.

G9 Fragen und Antworten - Kultusportalwww.kultusportal-bw.de/.../2013%2001%2024%20Modellschulen%20G...



Für Hamburg gilt: Am 1. August 2011 sind drei neue Bildungspläne in Kraft getreten, Stichwort: „Kompetenzorientierte Bildungspläne. Was bedeutet das? „Während das jeweilige Ziel also umfassend und präzise beschrieben ist, lassen die neuen Bildungspläne den Weg dorthin weitgehend offen. Zwar nennen sie verbindliche Inhalte, die im Unterricht behandelt werden müssen, aber wann, in welchem Umfang und in welchen Zusammenhängen dies geschieht, bleibt den Schulen weitgehend überlassen.„ http://www.hamburg.de/bildungsplaene/2363352/gym-seki.htm


10. Fakten zu der These,

Für eine Wechselmöglichkeit der bestehenden G8-Klassen zum G9 müssten zahlreiche Klassengemeinschaften vollständig aufgelöst und Schüler und Schülerinnen „sehr häufig auch auf andere Schulen“ verwiesen werden, behauptet der Senat. (Antwort des Senats, SKA, Drucksache 20/11343)



Tatsache ist:


Die Volksinitiative G9-jetzt-HH hat in zahlreichen Gesprächen mit der SPD-Fraktion und Schulsenator Rabe immer wieder Vorschläge zur Umsetzung gemacht, im Gegensatz zur SPD, die alle 53.000 jetzigen und künftigen neuen Schüler und Schülerinnen der Hamburger Gymnasien weiter in das G8 „verweisen will“. Pädagogische Vorteile für das G8 am Gymnasium konnten Ties Rabe und die G8-Anhänger trotz zahlreicher Anfragen nicht benennen: stattdessen wurde eine Verschlechterung der Qualität des G8-Abiturs durch Absenkung der Anforderungen nachgewiesen.



Im Hinblick auf den Wechsel der laufenden Klassen hat die Volksinitiative auf das hessische Schulgesetz verwiesen, in dem die CDU-/Grüne-Koalition dieses Landes einen Wechsel zum G9 nicht nur für die fünften, sondern auch für die 6. und 7. Klassen der Gymnasien vorsieht. Anders als in Hessen soll es aber nach der Forderung der Volksinitiative in Hamburg künftig in der Hand der Eltern liegen, gemeinsam mit ihren Kindern zu entscheiden, ob sie vom G8 in das G9 wechseln wollen.



Eine ähnliche Regelung sieht auch der Philologenverband Niedersachsen vor: „ Die Umstellung auf G9 ist ... auch unter Einbeziehung der zukünftigen Jahrgänge 5 bis 8 (machbar). So gibt es bei den Klassen 5 und 6 überhaupt keine Änderungen: sie bleiben bei 30 Pflichtstunden in der Woche. Beim Jahrgang 7 müssen zwei, beim Jahrgang 8 drei Pflichtstunden verschoben werden – auch dies ist ohne großen Aufwand kurzfristig möglich.“ http://phvn.de/images/GA_2SO_14.pdf



11. Faken zu der These,

der sog. Schulfrieden sei mit der Wiedereinführung des G9 gefährdet.



Tatsache ist:

Der Schulfrieden war ein Parteienpakt zwischen CDU, SPD und GAL, der 2010 für die damals geplante Einführung der Primarschule geschlossen wurde. In dem Vertrag heißt es wörtlich: Die Parteien „verständigen sich darauf, dass die Schulstruktur der allgemeinen Schulen in Hamburg künftig aus den beiden weiterführenden Schulen Stadtteilschule und Gymnasium und aus einer sechsjährigen Primarschule besteht. Die Parteien verpflichten sich, diese Schulstruktur über einen Zeitraum von zehn Jahren zu garantieren – unabhängig davon, wer die Regierung stellt“.



In dem Parteienpakt werden also nur die Schulformen, nicht aber die Dauer der Schulzeit für STS oder Gymnasium erwähnt oder vorschrieben. http://is.gd/eSnjL7



Die Grünen haben den Schulfrieden schon nach dem erfolgreichen Volksentscheid gegen die Primarschule aufgekündigt: „Heute ist der Friedensvertrag offenbar nichts mehr wert: Die Primarschule ist per Volksentscheid vom Tisch gewischt, und die Grünen fühlen sich nicht mehr an die All-Parteien-Vereinbarung gebunden." Sie hätte nur für den Fall der Bestätigung der Primarschule gegolten, sagt die Landeschefin Katharina Fegebank.“ http://is.gd/P57WKC





12. Fakten zu der These,

mit dem G9 würde das Angebot der Nachmittagsbetreuung wegfallen, alle Gymnasien würden zu Halbtagsschulen, alle Kinder würden um 13.30 h nach Hause geschickt.



Tatsache ist:

Mit dem G9 an den Gymnasien entstehen wieder Spielräume für die Wiedereinführung der zahlreichen AGs und Nachmittagsangebote, die im G9 üblich waren und an denen Schülerinnen und Schüler freiwillig teilnehmen können.



Außerdem gilt für Kinder bis 14 Jahren das Betreuungsangebot der Ganztägigen Bildung und Betreuung , GBS, von 8 bis 16 Uhr. Das schließt auch das Angebot von Kantinen und Mittagessen ein.



Kantinen sollen deshalb weiter ausgebaut werden:

(1)*Schülerinnen und Schüler von der Vorschulklasse bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres haben Anspruch auf eine umfassende Bildung und Betreuung in der Zeit von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr an jedem Schultag. Der Anspruch nach Satz 1 wird durch den Besuch einer Ganztagsschule oder einer Schule in Verbindung mit der Inanspruchnahme von Leistungen von Trägern der Jugendhilfe, mit denen die Schule kooperiert, erfüllt. Wer für ein Schuljahr seine Teilnahme an dem Betreuungsangebot im Anschluss an die Unterrichtszeit erklärt, ist zur Inanspruchnahme in diesem Schuljahr verpflichtet. „Hamburgisches Schulgesetz § 13. Ganztägige Bildung und Betreuung



13. Fakten zu der These,

Das G9-Angebot an der Stadtteilschule sei eine Besonderheit des Hamburger Schulsystems. Die Wiedereinführung des G9 am Gymnasium würde eine Abwanderung großer Schülerzahlen von der STS an das Gymnasium auslösen.



Tatsache ist:

Wie an der Stadtteilschule in Hamburg, gibt es das Abitur nach 13 Jahren auch an Gesamtschulen und Gemeinschaftsschulen in den Ländern, in denen das G9 an den Gymnasien bereits wieder eingeführt wurde. Z. B. an den Gemeinschaftsschulen in Baden Württemberg (insgesamt gibt es in BW 209 Gemeinschaftsschulen seit Einführung dieser Schulform im J.2012) http://is.gd/RzRfks

In Hessen sind 76 von 107 Gymnasien zum G9 gewechselt, gleichzeitig sind aber auch 96 von 114 Kooperativen Gesamtschulen zum G9 gewechselt. (Stand 2/2014) http://is.gd/I7pDyJ



Auch vor Einführung der STS gab es in Hamburg das G9 an Gymnasien und parallel dazu an erfolgreichen Gesamtschulen – mit stabilen Schülerzahlen an beiden Schularten. Auch heute zählen Stadtteilschulen zu den meist angewählten Schulen in HH. STS verfügen über 35 Prozent mehr Lehrkräfte und haben mit einer Klassenfrequenz von 21,1 Schülerinnen deutlich kleinere Klassen als die Gymnasien. Seit Einführung der Stadtteilschule gab es einen steten Anstieg der Schülerzahl um ca. 5000 auf fast 58.800 Schüler im laufenden Schuljahr. Ab Klasse 7 besuchen fast 54 % der Hamburger Schüler die STS (Hamburger Schulstatistik).



Die zwei Schulformen im Zweisäulenmodell des Hamburger Schulsystems sind im Übrigen gleichwertige Schulformen, sie sind aber nicht gleich. Das Gymnasium bietet eine vertiefte Allgemeinbildung von Klasse 5 an und führt direkt zu Abitur und Hochschulreife, die Stadtteilschule bietet eine grundlegende und vertiefte Bildung und führt zu allen Schulabschlüssen, nach Klasse 10 auch zum Abitur.

Zwischen diesen zwei Schulformen haben Eltern die Wahl. Sie wählen dabei die Schulform, aber nicht das Tempo. Beide Schulformen sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden.



Bestmögliche Qualität und Verbesserungen muss es an allen Schulformen geben, auch am Gymnasium. Mit der Diskussion um das G9-Abitur an der STS lenkt Hamburgs Schulsenator aber von Problemen ab, die die STS selbst, u.a. in mehreren Brandbriefen, kritisiert haben. Diese Probleme liegen vor allem in der Mittelstufe, in der mangelnden Differenzierung und der nicht hinreichenden Förderung für alle Schulabschlüsse. Beklagt werden zudem gravierende Mängel und unzureichende Ausstattung des Inklusionskonzepts von Schulsenator Rabe, das Lehrer übermäßig belastet.



Die Volksinitiative schließt sich den Forderungen von Stadtteilschulen nach mehr und gezielten Ressourcen, mehr Personal, mehr Doppelbesetzungen, mehr Differenzierung mit Ausbau der Profile usw. an, damit alle STS so attraktiv wie möglich werden. Eine Abwanderung an das Gymnasium muss dann ebenso wenig befürchtet werden, wie zu G9-Zeiten an den Gesamtschulen.
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N. Kloppenburg 21. Juni 2014 um 18:45 Uhr
Ich verstehe, dass das für Sie unbequem ist, wenn auch kritische Äußerungen fallen zu dem von Ihnen erstellen Spendenaufruf. Notabene: Die Plattform ist betterplace und jene Plattform setzt voraus, dass alle diejenigen, die ihre Plattform nutzen z.B. zu einem Spendenaufruf durchaus mit kritischen Anmerkungen umzugehen wissen. Eine hohe Anforderung!
Zur angesprochenen Minderheit:
http://www.hamburg.de/bsb/pressemitteilungen/4317774/2014-05-23-bsb-g8-g9-debatte/
http://www.hamburg.de/bsb/pressemitteilungen/4324128/2014-06-06-bsb-g8-g9-debatte/
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B. Marquardt 21. Juni 2014 um 16:52 Uhr
Meinungsvielfalt hat doch nichts mit „feindlicher Übernahme" zu tun! Es ist wichtig und gut, in einem so demokratischen Prozess wie dem Volksbegehren verschiedene Sichtweisen und Argumente zuzulassen. Letztlich wird sich sowieso jeder seine eigene Meinung bilden wollen. Dazu gehört, sich umfassend informieren zu können. Ich fände es schade, wenn Andersdenkende hier ausgeschlossen würden.
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U. Schürnpeck 21. Juni 2014 um 14:43 Uhr
"feindliche Übernahme" passt in den generellen Sprachgebrauch der G9-"Kämpfer". Hier geht es darum, auf einer dafür ausgelegten Plattform Pro und Contra-Argumente auszutauschen. Nichts anderes machen wir - manche mit bekannten Tapeten, andere mit klassischen, gut verständlichen Argumenten. So ist das nun mal in einer Demokratie. Und ich finde das gut!
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(Unbekannter Nutzer) 20. Juni 2014 um 23:57 Uhr
Abgesehen davon, daß sich Martin Luther King angesichts Ihres Beitrages im Grabe umdrehen würde, gefällt mir besonders gut, daß Sie sich anscheinend gar keine Sorgen um Ihre eigenen Kinder im Angesicht des Hamburger Schulreformdesasters machen - Schade eigentlich!
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r. kirsch 20. Juni 2014 um 23:04 Uhr
Was kritisierst Du an diesem Projekt? Warum bist Du dagegen, es zu unterstützen?
Als Vater und G9 Befürworter ärgert mich die dreiste "feindliche Übernahme" der Spendenplattform einer erfolgreichen Volksinititive für die Wiedereinführung des G9 an Hamburgs Gymnasien durch lange bekannte Vertreter der kompromisslosen Anti G9-Politik in Hamburg. Warum überlassen sie diese Spendenplattform nicht den engagierten Bürgern, die diese Seite liebevoll gestaltet haben und die mit ihrer erfolgreichen Volksinitiative die Interessen der Mehrheit der Hamburger Bürger und Eltern vertreten, die die Abschaffung des G8 und die Wiedereinführung des G9 an den Gymnasien wünschen? Warum bemühen sich diese Vertreter einer Minderheit, die das G8 um jeden Preis erhalten und anderen Eltern aufzwingen will, nicht um eine eigene Plattform für ihre überlangen hundertfach wiederholten Erklärungen?
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M. Kirsch Projektverantwortlicher20. Juni 2014 um 21:25 Uhr
Der Hamburger Schulsenator Ties Rabe und die G8 Befürworter behaupten stets, das G9-Angebot an der Stadtteilschule sei eine Besonderheit des Hamburger Schulsystems. Das ist falsch.

Tatsache ist:



Wie an der Stadtteilschule in Hamburg, gibt es das Abitur nach 13 Jahren auch an Gesamtschulen und Gemeinschaftsschulen in den Ländern, in denen das G9 an den Gymnasien bereits wieder eingeführt wurde. Z. B. an den Gemeinschaftsschulen in Baden Württemberg (insgesamt gibt es in BW 209 Gemeinschaftsschulen seit Einführung dieser Schulform im J.2012) http://is.gd/RzRfks

In Hessen sind 76 von 107 Gymnasien zum G9 gewechselt, gleichzeitig sind aber auch 96 von 114 Kooperativen Gesamtschulen zum G9 gewechselt. (Stand 2/2014) http://is.gd/I7pDyJ



Auch vor Einführung der STS gab es in Hamburg das G9 an Gymnasien und parallel dazu an erfolgreichen Gesamtschulen – mit stabilen Schülerzahlen an beiden Schularten. Auch heute zählen Stadtteilschulen zu den meist angewählten Schulen in HH. STS verfügen über 35 Prozent mehr Lehrkräfte und haben mit einer Klassenfrequenz von 21,1 Schülerinnen deutlich kleinere Klassen als die Gymnasien. Seit Einführung der Stadtteilschule gab es einen steten Anstieg der Schülerzahl um ca. 5000 auf fast 58.800 Schüler im laufenden Schuljahr. Ab Klasse 7 besuchen fast 54 % der Hamburger Schüler die STS (Hamburger Schulstatistik).



Die zwei Schulformen im Zweisäulenmodell des Hamburger Schulsystems sind im Übrigen gleichwertige Schulformen, sie sind aber nicht gleich. Das Gymnasium bietet eine vertiefte Allgemeinbildung von Klasse 5 an und führt direkt zu Abitur und Hochschulreife, die Stadtteilschule bietet eine grundlegende und vertiefte Bildung und führt zu allen Schulabschlüssen, nach Klasse 10 auch zum Abitur.

Zwischen diesen zwei Schulformen haben Eltern die Wahl. Sie wählen dabei die Schulform, aber nicht das Tempo. Beide Schulformen sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden.



Bestmögliche Qualität und Verbesserungen muss es an allen Schulformen geben, auch am Gymnasium. Mit der Diskussion um das G9-Abitur an der STS lenkt Hamburgs Schulsenator aber von Problemen ab, die die STS selbst, u.a. in mehreren Brandbriefen, kritisiert haben. Diese Probleme liegen vor allem in der Mittelstufe, in der mangelnden Differenzierung und der nicht hinreichenden Förderung für alle Schulabschlüsse. Beklagt werden zudem gravierende Mängel und unzureichende Ausstattung des Inklusionskonzepts von Schulsenator Rabe, das Lehrer übermäßig belastet.



Die Volksinitiative schließt sich den Forderungen von Stadtteilschulen nach mehr und gezielten Ressourcen, mehr Personal, mehr Doppelbesetzungen, mehr Differenzierung mit Ausbau der Profile usw. an, damit alle STS so attraktiv wie möglich werden. Eine Abwanderung an das Gymnasium muss dann ebenso wenig befürchtet werden, wie zu G9-Zeiten an den Gesamtschulen.

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M. Kirsch Projektverantwortlicher20. Juni 2014 um 21:22 Uhr
Zur Behauptung von Senat und G8 Gruppen in Hamburg, der sog. Schulfrieden sei mit der Wiedereinführung des G9 gefährdet.



Tatsache ist:



Der Schulfrieden war ein Parteienpakt zwischen CDU, SPD und GAL, der 2010 für die damals geplante Einführung der Primarschule geschlossen wurde. In dem Vertrag heißt es wörtlich: Die Parteien „verständigen sich darauf, dass die Schulstruktur der allgemeinen Schulen in Hamburg künftig aus den beiden weiterführenden Schulen Stadtteilschule und Gymnasium und aus einer sechsjährigen Primarschule besteht. Die Parteien verpflichten sich, diese Schulstruktur über einen Zeitraum von zehn Jahren zu garantieren – unabhängig davon, wer die Regierung stellt“.



In dem Parteienpakt werden also nur die Schulformen, nicht aber die Dauer der Schulzeit für STS oder Gymnasium erwähnt oder vorschrieben. http://is.gd/eSnjL7



Die Grünen haben den Schulfrieden schon nach dem erfolgreichen Volksentscheid gegen die Primarschule aufgekündigt: „Heute ist der Friedensvertrag offenbar nichts mehr wert: Die Primarschule ist per Volksentscheid vom Tisch gewischt, und die Grünen fühlen sich nicht mehr an die All-Parteien-Vereinbarung gebunden." Sie hätte nur für den Fall der Bestätigung der Primarschule gegolten, sagt die Landeschefin Katharina Fegebank.“ http://is.gd/P57WKC

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M. Kirsch Projektverantwortlicher20. Juni 2014 um 21:21 Uhr
Zur Behauptung der kompromisslosen G9 Gegner in Hamburg, der sog. Schulfrieden sei mit der Wiedereinführung des G9 gefährdet.



Tatsache ist:



Der Schulfrieden war ein Parteienpakt zwischen CDU, SPD und GAL, der 2010 für die damals geplante Einführung der Primarschule geschlossen wurde. In dem Vertrag heißt es wörtlich: Die Parteien „verständigen sich darauf, dass die Schulstruktur der allgemeinen Schulen in Hamburg künftig aus den beiden weiterführenden Schulen Stadtteilschule und Gymnasium und aus einer sechsjährigen Primarschule besteht. Die Parteien verpflichten sich, diese Schulstruktur über einen Zeitraum von zehn Jahren zu garantieren – unabhängig davon, wer die Regierung stellt“.



In dem Parteienpakt werden also nur die Schulformen, nicht aber die Dauer der Schulzeit für STS oder Gymnasium erwähnt oder vorschrieben. http://is.gd/eSnjL7



Die Grünen haben den Schulfrieden schon nach dem erfolgreichen Volksentscheid gegen die Primarschule aufgekündigt: „Heute ist der Friedensvertrag offenbar nichts mehr wert: Die Primarschule ist per Volksentscheid vom Tisch gewischt, und die Grünen fühlen sich nicht mehr an die All-Parteien-Vereinbarung gebunden." Sie hätte nur für den Fall der Bestätigung der Primarschule gegolten, sagt die Landeschefin Katharina Fegebank.“ http://is.gd/P57WKC

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M. Kirsch Projektverantwortlicher20. Juni 2014 um 21:19 Uhr
Zur Behautung von kompromisslosen G9 Gegnern in Hamburg, Philologen und Lehrerverbände, Bildungswissenschaftler und die Mehrheit der Eltern, die das G9 fordern, hätten Unrecht: Das G9 habe nur 30 Wochenstunden und damit 4 bis 6 Wochenstunden weniger als das G8. Deshalb gebe es im G9 nicht mehr Zeit für Vertiefung, nachhaltiges Lernen und mehr Bildungsqualität.



Tatsache ist:



Der Vorschlag der G9-Initiative liegt mit 270 Wochenstunden im G9 sogar über der Vorgabe der KMK (Kultusministerkonferenz) von 265 Stunden. Grundsätzlich jedoch gilt: Quantität ist nicht gleich Qualität.

Statt Bulimielernen, Abhaken und Hetzen durch Stoff und Stunden an langen Schultagen und in aufgeblähten G8-Wochenstundenplänen ist im G9 gerade wegen der geringeren Stundenzahl am Tag und in der Woche wieder mehr Ruhe und Zeit für Konzentration, Vertiefung und nachhaltiges Lernen. Das ist einer der wichtigsten Gründe für die Forderung nach Wiedereinführung des G9 von Eltern und Pädagogen. „Im G8 gebe es „kaum Gelegenheit, das Gelernte zu verinnerlichen. Vieles kann nur oberflächlich abgehandelt werden.“, so z.B. Michael von Tettau, Schulleiter eines Gymnasiums. http://tiny.cc/5rkdfx

Auch Hamburgs Universitätspräsident Professor Dieter Lenzen kritisiert, dass den G8-Abiturienten das nötige Grundlagenwissen zur Aufnahme eines Studiums fehle: Die Vermittlung von Grundlagenwissen sei "eine Aufgabe, die zu Zeiten von G9 noch an den deutschen Gymnasien in der Oberstufe vorgesehen gewesen sei". http://tiny.cc/4skdfx. Die G8-Absolventen seien zu jung, ihnen fehle Reife und Persönlichkeit, kritisieren Universitäten und sogar die Wirtschaft.

Bildungsfachleute wie auch Eltern fordern deshalb die Wiedereinführung des 13. Schuljahres. „Durch die Schulzeitverkürzung landen die Schüler heute in einem Alter in der Oberstufe, in dem sie für bestimmte Inhalte noch nicht reif sind. Zu manchen Themen in Deutsch oder Geschichte gehört ja auch etwas Lebenserfahrung dazu“, erklärt Schulleiter Tettau.



Und der Bildungswissenschaftler Professor Tenorth ergänzt: „„Wir haben nichts davon, wenn jemand 17 oder 18 ist, aber das ruhige Arbeiten, das intellektuelle Reflektieren noch nicht gelernt hat – da kommt nichts bei raus. „Alles andere als die Rückkehr zu G9 ist für unsere Schülerinnen und Schüler nicht länger zumutbar, und alles andere wäre angesichts der insgesamt schlechten Erfahrungen mit G8 nicht vertretbar“, bringt der Philogenverband Niedersachsen die Meinung westlicher Philologenverbände auf den Punkt.

Und Professor Tenorth fasst es so zusammen: „Es gibt in der Pädagogik wenige Faktoren, die so entscheidend sind für Bildungs- und Lernprozesse wie die Zeit.“ http://www.deutschlandradiokultur.de/turbo-lernen-es-gibt-nur-wenig-das-so-entscheidend-fuer.954.de.html?dram:article_id=278752



Der frühere SPD Kulturstaatsminister, Professor Julian Nida Rümelin, bis 2013 im Parteivorstand der SPD, dazu: „Wir waren in den vergangenen Jahren in der Tat auf einem falschen Weg, weil wir das Bildungswesen in Richtung Beschleunigung und Verdichtung umgebaut haben. Besonders bizarr ist das dort, wo von G9 auf G8 umgestellt wird…“ http://www.zeit.de/2013/20/ruemelin-interview-bildungsideal



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M. Kirsch Projektverantwortlicher20. Juni 2014 um 21:17 Uhr

Tatsachen und Argumente zu den Thesen und Befürchtungen über die Auswirkungen der Wiedereinführung des G9 an den Gymnasien - mit Wahlfreiheit zwischen G8 und
G9



1.These



Das G8-Abitur sei gleichwertig oder sogar besser als das G9 Abitur.

(Schulsenator Ties Rabe, 27. November 2012)



Tatsache ist:



Diese Aussage von Schulsenator Rabe ist wissenschaftlich klar widerlegt worden. "Von 2005 (G9) bis 2013 (G8) gibt es einen kla­ren Ab­stieg in den An­for­de­run­gen" für das Hamburger Abitur. Dies ist das Ergebnis einer Überprüfung der Abitur-Aufgaben in Hamburg durch vier Universitätsprofessoren und einen Schulleiter rund um den Frankfurter Universitätsprofessor Hans Peter Klein, die die Aufgaben des G8- und des G9-Abiturs detailliert überprüft und miteinander verglichen haben. Das Niveau des G8-Abiturs in Hamburg liegt deutlich unter dem des G9-Abiturs - die Anforderungen bei den Hamburger Turbo-G8- Abi-Aufgaben wurden deutlich abgesenkt. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-126267971.html



Auch eine wissenschaftliche Untersuchung über die Auswirkungen der G8-Reform in Sachsen-Anhalt belegt, „dass sich die Abiturleistungen der Schülerinnen und Schüler in Mathematik durch die Reform verschlechtert haben“. http://tiny.cc/10jdfx Hans Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Philologen-Verbandes über das G8: Ihn stören „der vollgestopfte Lehrplan und das enge Zeitkorsett. In den Kernfächern wie Mathematik fehlt die Zeit für vertiefende Übungsphasen. So kann Unterricht nicht effektiv sein. Der Philologen-Verband fordert die sofortige Rückkehr zu G9.“ http://tiny.cc/takdfx

"Bildungsdefizite durch verkürzte Schulzeit „G8 wird die Studienzeit verlängern“, ist der Titel folgender Analyse: "Was fehlt Studierenden, die schon nach zwölf Schuljahren an die Universitäten kommen? Der Erziehungswissenschaftler Volker Ladenthin hat Arbeiten junger Studenten untersucht. In der F.A.Z. fasst er seine Ergebnisse zusammen – und trifft erstaunliche Prognosen." 04.06.2014, von Volker Ladenthin - http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bildungsdefizite-durch-verkuerzte-schulzeit-g8-wird-die-studienzeit-verlaengern-12972213.html



"G8 war eine der strategisch dümmsten Entscheidungen, die im Bildungswesen jemals getroffen wurden. Ohne jeden Grund, ohne jegliche Rechtfertigung, hat man das Wesentlichste und das Wichtigste, das man für Bildung braucht, reduziert: nämlich Zeit. Bildungsgänge setzen auf Zeit, Ruhe und einen vernünftigen Rhythmus. Und auch die Freizeit ist für die Persönlichkeitsentwicklung enorm wichtig. Denn hier können Kinder ihre Bedürfnisse und Gefühle erleben und ausdrücken.", bestätigt auch Professor Tenorth. http://is.gd/Yhkbha

Niedersachsens Ministerpräsident Stefan Weil (SPD) zieht mit der geplanten Rückkehr zum G9 an allen Gymnasien die Konsequenzen: „Im verkürzten Bildungsgang sieht er eine „Schlechterstellung“ der Gymnasien. Und er sieht nicht ein, warum er die Gymnasien „künstlich benachteiligen soll, nur um die Gesamtschulen zu fördern“ Tagesspiegel.de, 04.05.2014
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C. Pellegrino 20. Juni 2014 um 19:07 Uhr
Ich unterstütze das Vorhaben voll und ganz.
Endlich gibt es mal jemanden der sich traut seine Meinung zu äußern und standhaft zu bleiben. Ich bewundere das Durchhaltevermögen und die Kraft, sich nicht dem Negativen zu beugen sondern für seine Meinung zu kämpfen.
Frau Kirsch, weiter so!
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M. Kirsch Projektverantwortlicher20. Juni 2014 um 18:50 Uhr
Warum findest Du dieses Projekt unterstützenswert?

Die neue repräsentative Umfrage in Hamburg zeigt: 52 Prozent der Eltern mit jungen Kindern und 42 Prozent aller Hamburgen wünschen die Abschaffung von G8. Nur 32 Prozent sind für G8! Bei Einführung von Wahlfreiheit, wie das G9 Volksbegehren fordert, können Eltern selbst entscheiden, ob sie das G8 für ihr Kind wählen, oder mehr Zeit Vertiefung und Persönlichkeit mit Wiedereinführung des G9 an Gymnasien.
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R. Elretteid 19. Juni 2014 um 22:07 Uhr
Was kritisierst Du an diesem Projekt? Warum bist Du dagegen, es zu unterstützen?
Ich habe eine Veranstaltung mit den Damen erlitten: ich habe noch NIE sowas engstirniges erlebt!

als Antwort kommt mir dieser Text gerade Recht...
I have a dream – oder: Die Entwicklung der Hamburger Schullandschaft bis 2030
Eine Prognose zur Zukunft der Hamburger Schulen
Herbst 2014: Die G9-Volksinitiative setzt die Rückkehr zu G9 durch. Alle Gymnasien müssen ab dem Sommer 2015 sowohl G8 als auch G9 anbieten. Senator Rabe setzt unverdrossen seinen Kurs fort, den Stadtteilschulen alle Lasten aufzubürden.
Herbst 2015: Die Anmeldezahlen an den Stadtteilschulen sinken dramatisch, der Anmeldeanteil der Gymnasien steigt auf sagenhafte 70 %. Allerdings kommt es auf den gymnasialen Schulhöfen es zu ersten Verwerfungen, G8-Schüler bepöbeln ihre G9-Kameraden (Na, bist wohl zu doof für G8?) und mobben sie auf Whatsapp und Instagram.
Von dieser Entwicklung in höchstem Maße beunruhigt und in großer Sorge um den eigenen Nachwuchs findet sich die G9-Initiative wieder zusammen und gründet die Initiative' G8 oder G9 – Wir lernen, wie es uns gefällt!'. Sie setzt sich wiederum durch, und jetzt können Gymnasiasten jederzeit zwischen G8 und G9 hin und her wechseln – auch im laufenden Schuljahr!
Herbst 2018: Durch die sich ständig ändernde Klassenzusammensetzung geraten Schüler und Lehrer zunehmend unter Stress. Lehrer verwechseln manchmal ihre Kurse und geben auch bei den G8-Schülern Hausaufgaben auf. Die Initiative 'G8 oder G9 – Wir lernen, wie es uns gefällt!' fordert eine Entlastung vom Prüfungsstress, denn der ständige soziale Stress überfordert die kleine Lieblinge. Sie droht mit Gründung einer neuen Initiative. Der Senator reagiert umgehend: Die Zahl der Klassenarbeiten sinkt auf eine pro Hauptfach und Jahr, Hausaufgaben an Gymnasien werden generell im Schulgesetz verboten.
An den Stadtteilschulen werden die gesunkenen Anmeldezahlen nach dem anfänglichen Schock als Chance und Herausforderung begriffen. Sie erarbeiten neue Konzepte zur Förderung ihrer Schüler und bauen ihre Stärken in der pädagogischen Arbeit weiter aus. Nachhaltiges Lernen statt Bullimie-Lernen, Berufsorientierung, soziales Lernen, Kontinuität , Verlässlichkeit und der Blick auf die Stärken der Kinder kommen bei Schülern und Eltern gut an.
2020: Die G8 oder G9 Initiative hat die Wurzel allen Übels ausgemacht: die Lehrer! Die Initiative formiert sich unter dem Namen 'Wir lernen mit wem wir wollen - Frau Müller muss weg' neu. Sie fordert, dass Eltern sich künftig aussuchen dürfen, von wem ihre Kinder unterrichtet werden. Diesmal will der Senator nicht nachgegeben, aber die Initiative schafft mit hohem PR- und Finanz-Einsatz ein erfolgreiches Volksbegehren. Fortan dürfen an Gymnasien die Eltern die Lehrer ihrer Kinder aussuchen.
An den Stadtteilschulen hat sich die Situation stabilisiert, und erstaunlicherweise schaffen dort immer mehr Kinder mindestens den zweiten Schulabschluss. Die Zahl der Abiturienten erhöht sich flächendeckend auf 50% eines Jahrgangs.
Herbst 2021: Die Initiative 'Wir lernen mit wem wir wollen - Frau Müller muss weg' hält die Lehrpläne an Gymnasien für völlig überfrachtet und überfordernd. Als Initiative 'Wir lernen, was wir wollen!' setzt sie die Beteiligung der Elternräte an der Erstellung der Lehrpläne mit Veto-Recht durch.
Herbst 2022: Die Stadtteilschulen verweigern erstmals die Übernahme von abgeschulten Gymnasiasten nach Klasse 6, um ihre erfolgreiche Arbeit nicht zu gefährden.
Die Hamburger Gymnasiasten fühlen sich vom Zentralabitur in höchstem Maß gestresst und bedroht. Die Initiative 'Wir lernen, was wir wollen!' stellt sich neu unter dem Namen 'Wir wollen in Ruhe lernen' auf und fordert den Ausstieg der Gymnasien aus dem Zentralabitur.
Im Frühjahr 2023 nehmen die Gymnasien in Hamburg zum ersten Mal seit 10 Jahren nicht mehr am Zentralabitur teil.
Die Stadtteilschulen erreichen dagegen im bundesweiten Vergleich beim Zentralabitur 2023 Platz 4 hinter Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen. Die Republik rätselt, wie die Stadtteilschulen es schaffen, so hohe Leistungen zu erreichen und gleichzeitig zufriedene und fröhliche Schüler ins Leben zu entlassen.
Herbst 2024: Die Anmeldezahlen an den Stadtteilschulen steigen erstmalig wieder in nennenswertem Maß an.
Die Initiative 'Wir wollen in Ruhe lernen' fordert einen 'Malus' für Stadtteilschulabsolventen bei der Bewerbung auf einen Studienplatz, denn die Universitäten nehmen Hamburger Gymnasiasten nur noch nach einer entsprechenden Eignungsprüfung auf. Die Initiative kann sich mit dieser Forderung jedoch nur in Hamburg durchsetzen.
Mittlerweile konkurrieren die Hamburger Betriebe heftigst um Stadtteilschüler als Auszubildende und überbieten sich gegenseitig mit Angeboten wie Mietzuschüssen, Dienstwagen (bei Minderjährigen mit Chauffeur) etc. Sie schätzen vor allem die solide schulische und lebenspraktische Bildung und die hohe soziale Kompetenz. Verschärft wird die Situation für die Firmen dadurch, dass die Zahl der Stadtteilschüler unaufhaltsam wächst, die aufgrund exzellenter Leistungen ein Studienstipendium erhalten.
Herbst 2025: Da bei den Hamburger Gymnasiasten der Horror vor Prüfungen ins Unermessliche gewachsen ist, fordert die Initiative 'Wir wollen in Ruhe lernen' unter dem Namen 'Wir wollen ohne Prüfungsstress lernen' die Erlaubnis, ihre Sprösslinge im Studium bei Prüfungen begleiten und unterstützen zu dürfen. Auch diese Forderung lässt sich nur an den Hamburger Universitäten durchsetzen, ebenso wie die monatlichen Elternabende an den Universitäten für Gymnasial-Eltern.
Herbst 2026: In der Hamburgischen Wirtschaft haben es Absolventen eines Hamburger Gymnasiums immer schwerer, eine Arbeit zu finden und sie auch zu behalten. Die Initiative 'Wir wollen ohne Prüfungsstress lernen' gründet sich als 'Wir wollen ganztägige Betreuung am Arbeitsplatz!' neu. Die mittlerweile auf Null gesunkene Frustrationstoleranz des Nachwuchses erfordert nämlich einen ständig anwesenden Berufsbegleiter, der den umsorgten Nachwuchs vor dem Chef, der unbegreiflicherweise Ansprüche an seine Mitarbeiter hat, beschützt und ihm bei seinem Weg ins Leben unterstützt. Die Kosten dafür soll die Stadt Hamburg übernehmen, da sie es a schließlich nicht fertig gebracht hat, ihre Gymnasiasten berufstauglich auszubilden. Trotzdem helfen selbst Netzwerke wie die 'Alten Herren' aus Studentenverbindungen oder die Mitgliedschaft in CDU und FDP nicht mehr wirklich. Potentielle Arbeitgeber erfinden immer neue Ausreden, um die Sprösslinge ihrer Peergroup nicht einstellen zu müssen.
Januar 2027: Erstmals seit Einführung der Stadtteilschulen klettern die Anmeldezahlen auf über 75% für Stadtteilschulen, nachdem sowohl die Industrie- und Handelskammer, als auch die Handwerkskammer und sämtliche sonstigen Berufsverbände mit Verweis auf das hervorragende Ausbildungsniveau der Stadtteilschulen die Abschaffung der Gymnasien fordern.
Herbst 2028: Aus der Initiative 'Ganztägige Betreuung am Arbeitsplatz' wird die Initiative 'Wir wollen auch lernen', die ein festes Kontingent von 75 % der Plätze an Stadtteilschulen für die Inklusion von Kindern aus so genannten guten Elternhäusern fordert.
Herbst 2030: Endlich wird auch in Hamburg als letztem Bundesland die 'Schule für Alle' eingeführt, die sich am erfolgreichen Modell Stadtteilschule orientiert.
Dezember 2030: Walter Scheuerl und Mareile Kirsch gründen gemeinsam eine Stiftung für beschäftigungslos gewordene Wutbürger, die neben Anti-Aggressionskursen und Depressions-Vorbeuge-Kursen auch kreative Freizeitbeschäftigungen wie Töpfern und gemeinsame Bürgerschaftsitzungs-Besuche anbietet.
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R. Schneider 19. Juni 2014 um 19:01 Uhr
Lieber Herr Schwettscher, der neunjährige Weg zum Abitur existiert seit Jahren in Hamburg. Warum wollen Sie unbedingt gegen den Rat aller Experten die Hamburger Gymnasien in's Chaos stürzen?
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R. Schneider 19. Juni 2014 um 18:58 Uhr
Was kritisierst Du an diesem Projekt? Warum bist Du dagegen, es zu unterstützen?
Wenn ein Kind Probleme mit der Schlagzahl am Gymnasium hat, dann helfen ihm 29 Minuten Unterricht in der Woche sicher nicht.

Dieses Volksbegehren ermöglicht es einer einzelnen Mutter oder einem einzelnen Vater, ein komplettes Gymnasium dazu zu zwingen, sich komplett umzukrempeln: alle Klassen neu zusammenzusetzen, komplett neue Curricula zu erfinden und alle Kurse doppelt vorzuhalten. Für kleine Gymnasien wäre das nicht leistbar, große würden in's Chaos gestürzt.

Es gibt keinen Grund die Gymnasiasten, die mehrheitlich kein Problem mit G8 haben, dafür büßen zu lassen, dass einzelne Muttis nicht verstehen, dass ihr Kind wesentlich besser und streßärmer auf der Stadtteilschule aufgehoben wäre.

Sollte sich ein Erfolg des Volksbegehrens abzeichnen, müssten sofort alle Schulbauprojekte gestoppt und ein neuer Schulentwicklungsplan erstellt werden. Dann könnte man mit der Wiederaufnahme der Bauten in 5 Jahren rechnen.

Der einzig positive Effekt, den dieses Volksbegehren hätte, wäre, dass die Gymnasien zu den neuen Einheitsschulen mit 70 oder mehr Prozent der Schülerschaft würden. Die Stadtteilschulen könnten dann gleich abgeschafft werden. Es sei denn, man schüfe den vorläufigen Elternwillen ab und führte das Grundschulabitur ein.
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B. Marquardt 19. Juni 2014 um 18:49 Uhr
Zustimmung!! - Das mit dem Elternwahlrecht hatte ich auch schon überlegt. Logische Konsequenz bei Überanwahl einer Schule: Die Kinder werden nach Schulwegsgesichtspunkten ausgewählt. D.h. Kinder ohne Gymnasialempfehlung können dann -bei kürzerem Schulweg- vor Kindern MIT Empfehlung angenommen werden. Das kanns doch wohl nicht sein!
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N. Kloppenburg 19. Juni 2014 um 18:41 Uhr
Was kritisierst Du an diesem Projekt? Warum bist Du dagegen, es zu unterstützen?


Wie ist Deine Verbindung zum Träger bzw. zum Projekt?

Ich bin Mitbegründerin der Initiative: "Schulfrieden wahren - keine neuen Reformen."

Deine kritischer Bericht aus Hamburg:

Das Hamburger Bildungssystem benötigt mehr denn je Ruhe und Beständigkeit, um sich mit seinem einzigartigen Zwei-Säulenmodell, was im Unterschied zu allen anderen Bundesländern flächendeckend G8/G9 anbietet, entwickeln zu können. Schulentwicklung kann nur da stattfinden und vorangetrieben werden, wo innerstrukturelles Arbeiten möglich wird. Das Drehen an den Stellschrauben des Systems würde mit eklatanten Folgen einhergehen für alle im System Schule Involvierte. Leidtragende sind in erster Linie die Schülerinnen und Schüler aller Schulformen. Sich dessen bewusst zu sein ist für mich der Motor meines Wirkens. Insofern stelle ich heraus, dass die Forderungen der Einführung eines G9 in der radikalen Form beide Züge für alle HH Gymnasien vorzusehen (G8/G9 Wahlfreiheit) außer zu einem totalen Chaos zu nichts führt. Oder doch, HALT: 1. Die Schülerinnen - und Schüler werden aus ihren Klassenverbänden gerissen werden, da bei nur einem einzigen Elternteil, das sich einen anderen Zug wünscht, alle Gymnasien dieses ermöglichen müssen. Das führt unweigerlich zur Zusammenführung von G8 oder G9 Zügen - je nach Anwahl und Größe der jeweiligen Gymnasien dann auch SCHULÜBERGREIFEND, um Klassenstärken zu erreichen. Ihre Kinder werden daher wandern müssen. 2. Die WÖCHENTLICH 4 Unterrichtssstunden an Mehr in einem G9 lösen nicht die bestehenden Probleme im Schulsystem. DIe Verlängerung ist nicht des Pudels Kern. Ich lade Sie an dieser Stelle zur folgenen Überlegung ein: Wäre die Verängerung DIE Lösung, hätten wir doch schon längst wieder das G9! Ein Blick nach Hessen zeigt, in was für eine fatale Situation Hamburgs Schulkinder kämen, sollte das Volksbegehren positiv ausfallen, da die einfache Frage, ob man sich nicht mehr Zeit wünscht mit seinen nachhaltigen Folgen nicht genügend durchschaut werden kann, - zumindest dann nicht, wenn man NICHT im System selbst steckt. 3. Das dann entstehenden Chaos verhindert es, das Augenmerk auf Ihre Kinder zu richten, da Lehrkräfte zu sehr damit beschäftigt sind, die curricularen Vorgaben einem G9 anzupassen bzw. mit den Forderungen auch die Einheitsschule forciert wird, ohne dieses jedoch zu wollen! Das Gymnasium wird überrannt werden, also einen Schülerstrom bekommen, der behördlich nicht kalkuliert werden kann, geschweige denn von Gymnasien aufgefangen werden kann. 4. Die elterlichen Hemmungen werden gänzlich fallen, ihr nicht gymnasiales Kind an einem Gymnasium anzumelden. Dadurch haben Sie dann die Einheitsschule am Gymnasium. 5. Ihr Elternwahlrecht wird unweigerlich noch mehr eingeschränkt werden, da die Schulauswahl dann der Vergangenheit angehören dürfte. Entschieden wird nach "Zügen": Wo ist ein G8 Zug, wo ein G9 Zug?
Beides, wie Ihre Forderungen vorsehen, funktioniert LOGISTISCH nicht. 6. Damit einhergehend benötigen die Schulen keine unterschiedlichen Oberstufenprofilierungen mehr...das Angebot wird sich erheblich dezimieren müssen. Insofern rate ich dazu, die mit den Forderungen einhergehenden Folgen zu beachten!
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B. Marquardt 19. Juni 2014 um 18:41 Uhr
Was kritisierst Du an diesem Projekt? Warum bist Du dagegen, es zu unterstützen?
Ich bin keine unbedingte G8-Verfechterin. Ich finde gut, dass wir in Hamburg bereits die Wahlmöglichkeit haben: Das G8 am Gymnasium und das G9 an der Stadtteilschule. Das von der Initiative geforderte G9-Modell würde nicht nur die Stadtteilschulen schwächen, sondern auch ein Chaos an den Gymnasien produzieren – Klassen müssten auseinandergerissen, Lehrpläne neu geschrieben werden – das alles ohne qualitativen Zugewinn. Ich halte es für wesentlich sinnvoller, die SchülerInnen und LehrerInnen durch qualitative Verbesserungen zu entlasten statt über eine erneute Strukturreform zu streiten. Mehr Ruhe in Schulentwicklungsfragen wäre für alle Beteiligten sehr wünschenswert.
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U. Schürnpeck 19. Juni 2014 um 13:38 Uhr
Was kritisierst Du an diesem Projekt? Warum bist Du dagegen, es zu unterstützen?


Wie ist Deine Verbindung zum Träger bzw. zum Projekt?

Ich bin Mitgründerin der Initiative Schulfrieden und trete für den Erhalt des G8 in Hamburg ein.

Deine kritischer Bericht aus Hamburg:

Das 8-jährige Gymnasium hat sich für die meisten Schüler in Hamburg bewährt. Natürlich sollten wir weitere Verbesserungen an den Gymnasien vorantreiben - ein schlichter Systemwechsel auf 9 Jahre verbessert NICHT den Unterricht, NICHT die Materialien, NICHT die Schulgebäude, NICHT die Arbeit der Lehrkräfte. Es führt zu einer enormen Unruhe, zu hohen Kosten und ganz sicher NICHT zu eine Qualitätsverbesserung. Wir von der Initiative Schulfrieden stehen für eine qualitative Verbesserung der Inhalte und nicht für eine Verlängerung des aktuellen Zustandes!
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K. Schwettscher 13. Juni 2014 um 20:44 Uhr
Warum findest Du dieses Projekt unterstützenswert?

Ein erfolgreiches Volksbegehren schafft erst die Möglichkeit, dass die Hamburgerinnen und Hamburger in einem Volksentscheid darüber abstimmen können, ob der neunjährige Weg zum Abitur an Gymnasien (G9) wieder eröffnet werden soll. Hierbei stehen 80% der Bevölkerung, in einer repräsentativen Umfrage festgestellt, gegen die Fraktionen in der Bürgerschaft. Um feststellen zu können, wer recht hat, unterstütze ich das Volksbegehren, weil es Hamburg mehr Mitbestimmung eröffnet.
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