Gomel Projekt - ein Projekt der humanitären Hilfe und des Schüleraustauschs

Molcad, Weißrussland

Gomel Projekt - ein Projekt der humanitären Hilfe und des Schüleraustauschs

Fill 100x100 default

Schüleraustausch und Hilfsprojekt der Berliner Gutenberg- Schule und dem Schulinternat Molcad' in der Republik Belarus (Weißrussland).

u. gdanietz von Förderverein der Gutenberg-Schule e.V.Nachricht schreiben

Dezember 1995, fast 10 Jahre nach der furchtbaren Reaktorkatastrophe in Tschernobyl. An einer festlich gedeckten vorweihnachtlichen Tafel sitzen Schüler der Gutenberg-Schule Berlin mit ihren kleinen Gästen aus einem Waisenheim in der Nähe von Gomel/Republik Belarus. Ihre anfängliche Zurückhaltung machte bald einem Lächeln und einem Strahlen in den Augen Platz. Sie meinten, dass wohl ein Zauberer am Werk gewesen sein musste. Leider konnte dieser Zauberer die Kinder nicht gesund machen. So saß auch das bedrückende Gefühl mit am Tisch, dass wir einige der Kleinen nie wieder sehen würden.
Aber: In uns wuchs der Gedanke, Kindern in Weißrussland zu helfen und zu ihnen Beziehungen der humanitären Hilfe und des Schüleraustauschs aufzubauen.Im Herbst 1999 war es dann so weit: Wir waren Gastgeber für 20 Kinder/Jugendliche aus dem Schulinternat Molcad`/Gebiet Brest. Das Internat ist die Zufluchtsstätte für ca. 130 Kinder/Jugendliche aus den sozial schwächsten Schichten des Brester Gebietes. Bis zu ihrer Aufnahme im Internat ist ihr junges Leben von Gewalt, Lieblosigkeit, Hunger, Diebstahl, schlechten Wohnbedingungen und einer unregelmäßigen Lebensweise bestimmt. 
Im Mai 2000 begann für 25 Schüler der Gutenberg-Schule mit Lehrern und Eltern das große Abenteuer: Sie begaben sich mit viel Gepäck auf die 17stündige Zugreise nach Molcad`. 
Unterdessen sind 17 Jahre vergangen. Jedes Jahr fahren ca. 20 Gutenbergler nach Molcad`,jedes 2. Jahr sind wir Gastgeber für ca. 20 Kinder aus Molcad`. Die anfängliche Neugier auf beiden Seiten ist einem Gefühl der tiefen Verbundenheit gewichen, unsere Besuche in Molcad`sind der Höhepunkt im Leben des Internats und des gesamten Dorfes geworden und der Wettbewerb, wer nach Berlin fahren darf, ist wie ein kleiner Motor für viele Kinder.
2011 – die große Katastrophe: Auf einen Regierungsbeschluss wird das Internat mit dem Ende des Schuljahres 2010/2011 geschlossen. Es folgen Proteste der Mitarbeiter mit dem Ergebnis, dass das Internat zum 01.09.2011 unter anderem Namen („Staatliche Sanatoriumsschule Molcad`mit Internat“) und anderer Zielsetzung wiedereröffnet wird. Ausgehend von der vermehrten Erkrankung der Menschen an Tuberkulose nutzte man die guten natürlichen Voraussetzungen zur Prophylaxe (Wald, viel frische Luft, erfahrene Kräfte im Medpunkt ….).Als wir 2012 ins Internat kamen, fanden wir viel Neues vor: Ruheräume mit Salzlampen, Entspannungsmusik, ein ganzes Programm zur Versorgung mit Vitaminen, Möglichkeiten zum Inhalieren, Therapieräume, konsequentes Achten auf Desinfektion usw.. Unterdessen sind nur die gute Luft und das Bemühen der Lehrer und Erzieher geblieben, trotz der fehlenden Mittel für eine gesunde Lebensweise zu sorgen. Selbst das bringt große Probleme mit sich: Z. B. kann man im Winter die gesunde Luft häufig nicht nutzen, weil die Kinder keine geeignete Kleidung besitzen. Ein Aufenthalt im tief verschneiten Außengelände in Flipflops ist eher kontraproduktiv!
Deshalb möchten wir helfen und bitten um Unterstützung.