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Gemeinsam gegen Fluchtursachen!

Techiman, Ghana

Gemeinsam gegen Fluchtursachen!

Artikel zum Projekt

Natalie E.
Natalie E. schrieb am 02.10.2015



Das Projekt vom Ghana Permaculture Institute (GPI), getragen von Soned e.V. und finanziert von BMZ und Heidehof Stiftung – ein dreijähriges Projekt mit ehrgeizigen Zielen: Das Permakultur-Netzwerk in Westafrika ausbauen, Farmer schulen, Demonstrationsflächen anlegen, Ausbildungen in Permakultur abhalten, ein Schulungszentrum aufbauen sowie ein Eco-Village und und und … Allesamt Elemente, die als Gesamtpaket um der Armut im ländlichen Raum entgegen zu wirken und zur Souveränität afrikanischer Kleinbauern beizutragen.

Und während wir hier langsam die Ernte des Jahres einfahren, werden auch in Ghana Früchte verarbeitet und weitere Erträge gesichert. Lest selbst, aber seid Euch sicher, dass auch das nur eine Kostprobe ist. Wer auf den Geschmack gekommen ist, erfährt weiter unten, wie er selbst einen Samen für die nächste Ernte säen kann.

Aktuelle Aktivitäten
Als ein zentrales Anliegen trainiert das Ghana Permaculture Institute Menschen in der Anwendung des Permakultur-Gestaltungsansatz. Das geschieht nicht nur inlands - ein erster Permaculture Design Kurs hat mittlerweile im Nachbarland Togo stattgefunden; neben Input und Aktivitäten ist – genauso wie hier auch – die Möglichkeit zum Netzwerken und der Besuch von Demonstrationsbetrieben und lokalen Initiativen eine wertvolle und inspirierende Bereicherung.

Sehr viel konkreter und unmittelbar umsetzbar sind die themenzentrierten mehrtägigen Workshops. In einem dieser Workshops kann man sich in Pilzzucht üben, sowohl um den eigenen Nährwerthaushalt zu gewährleisten, wie auch im Weiterverkauf. So kann man beispielsweise mit Austernseitlinge erstaunliche Erträge auf minimaler Fläche erzielen: Ein Mushroom-Bag kann circa alle drei bis vier Tage beerntet werden – und das über einen Zeitraum von drei Monaten.

Im Bienen-Workshop lernen die Teilnehmer nicht nur grundlegendes über Eigenschaften und Bedürfnissen von Bienen und die Haltung und Pflege von Bienenstöcken; auch hier wird sicher gestellt, dass mit der Bienenzucht nicht nur die eigene Farm profitiert, sondern auch über Produkte wie Bienenwachs und Propolis ein weiteres Einkommen generiert wird.

Dass Moringa auch hierzulande den Markt schon längst erobert hat, dürfte nicht erstaunen: Der „Wunderbaum“ bietet mit Blättern, Samen und Rinde auch für uns einen bemerkenswerten Beitrag zu unserer Gesundheit. Viel wichtiger ist es jedoch, dass das Multi-Talent vor Ort seine Wirkung entfalten kann: Nicht nur beim Kampf gegen Mangelernährung, sondern auch beim Aufwerten degenerierter Böden, für medizinisches und kosmetische Produkte, bei der Desinfektion von Wasser. All das erfahren Mitglieder des wachsenden GPI-Netzwerkes in entsprechenden Kursen.

All diese Workshops enthalten auch immer Module, in deen wichtige Grundlagen des small-scale Business vermittelt werden und zu weiterer Marktforschung angeregt wird. So kann Unabhängigkeit und Resilienz weiter wachsen.

Zur Projektarbeit gehört jedoch auch grundsätzliche Bildungs- und Aufklärungsarbeit. Eine der großen Herausforderungen des Landes ist ein tragbares Abfall- und Abwassersystem. Zu diesem System gehören auch Anwohner von Siedlungen, denen oft erst im Workshops klar wird, welche Zusammenhänge zwischen individuellem Umgang mit Ressourcen und ökologischen Erscheinungen bestehen, und dass sie schon durch geringfügige Verhaltensänderungen einen kleinen, aber wichtigen Teil zur nachhaltigeren Verwertung beitragen können.

Dass die Verfügbarkeit gesunder Lebensmittel eine weitere Herausforderung ist, überrascht niemanden; hinzu kommt jedoch auch mangelhaftes Wissen über die Grundlagen einer ausgewogenen Ernährung. Und so wird eine einfache, eingängige Formel angeboten, um über die elementaren Funktionen von Nahrungsmitteln zu informieren: 'Go' für Nahrung, die Energie liefert, 'Grow' für den Aufbau, und 'Glow' für protektive Wirkungen.

Und genau das wünsche ich auch dem GPI-Netzwerk – das richtige Futter, um weiter zu wirken und weiter zu pulsieren. Go! Grow! Glow!

Mit jedem eingegangenen Euro sind weitere zehn Euro der vom BMZ bereitgestellten Mittel gesichert.


Hier kannst Du das Ghana Permaculture Institute(GPI) direkt unterstützen!
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