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Gegen Genitalverstümmelung von Mädchen in Burkina Faso

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Seit 2010 führen wir Projekte zur Unterlassung der Mädchenbeschneidung in Burkina Faso durch. Diese umfassen intensive Informationsmaßnahmen in den Projektdörfern und die Einrichtung von Frauen-Wissensklubs zur Vertiefung und Überwachung.

G. Eger-Harsch von Lebenschancen International e.V.Nachricht schreiben

Seit 1996 ist die Beschneidung von Mädchen an den äußeren Geschlechtsorganen - Entfernung von Klitoris und kleinen Schamlippen und das ohne Betäubung - in Burkina Faso verboten. Der Eingriff wird aber, insbesondere in den Dörfern, noch häufig durchgeführt mit der Begründung, dass die Tradition dies verlange. Er führt bei vielen Mädchen zu einer Traumatisierung, zu Infektionen mit problematischen Vernarbungen, Schmerzen – später auch beim Geschlechtsverkehr, zu Frigidität und manchmal gleich zum Tod durch Verbluten.
Um die Beschneidung oder – deutlicher – Genitalverstümmelung von Mädchen zu unterbinden, finanzieren wir seit 2010 entsprechende Maßnahmen in Dörfern von Burkina Faso. Zunächst sprechen speziell dafür ausgebildete, externe Aufklärer/innen mit den Dorfchefs sowie den als Beschneiderinnen bekannten Frauen über die Probleme und die Illegalität des Eingriffs sowie die geplanten Informationsmaßnahmen und bitten diese um ihre Unterstützung.
Danach werden aus jedem Dorf eine interessierte Frau und ein Mann als Ansprechpartner/in ausgewählt und für die Basisfragen der Thematik und deren Vermittlung in den Dörfern geschult. Die Maßnahmen umfassen insbes. Hausbesuche, Gesprächskreise, Filmvorführungen und Vorträge mit anschließenden Diskussionen.
Zu Beginn wird in jedem Dorf ein Frauen-Wissensklub von 10 Mitgliedern gegründet, die Schlüsselpersonen für das Projekt und die Fortsetzung der Maßnahmen nach dem Projektende sind. Sie haben die Aufgabe, das Wissen über die Probleme und die Unzulässigkeit der Beschneidung in ihrem Umfeld weiterzugeben, Kontakte zu den bisherigen Beschneiderinnen zu pflegen und darüber zu wachen, dass keine Beschneidungen mehr heimlich durchgeführt werden. Bei Verstößen sollen die Akteurinnen angezeigt werden.
Außerdem wird in jedem Projekt von mehreren Dörfern eine Rundfunksendung zu den Problemen des Eingriffs konzipiert und in einem regionalen Sender ausgestrahlt.
Vor Ort werden die Projekte von der burkinischen Frauenförderorganisation Association Féminine Songmanègre pour le Développement (AFD) durchgeführt, deren Leiterinnen in einem Projekt des DED für die Aufgaben ausgebildet wurden. An der Finanzierung der Projekte beteiligt sich der Dt. Frauenring (DFR). Die adäquate Durchführung der Maßnahmen wurde zunächst vom DED verfolgt, seit 2012 durch deutsche Praktikantinnen und einen Österreicher, der in der Hauptstadt von Burkina Faso lebt. Dieser stellt über einen Freundeskreis auch Mittel für die Gewährung von Kleinkrediten an die "Frauen-Wissensklubs" zur Verfügung, um deren ehrenamtliche Aktivitäten zu honorieren und die Entwicklung in den Dörfern zu fördern.
Bisher wurden die Maßnahmen in 37 Dörfern durchgeführt. Bis Ende 2016 konnten die Maßnahmen für fünf Dörfer von Spenden an Betterplace finanziert werden.
Ein solches Projekt für acht Dörfer mit ca. 10.000 Einwohnern kostet 4.000 €. Damit werden in nur zehn Jahren etwa 2.500 Mädchen vor dem Eingriff bewahrt. Das soll dann aber für alle Zukunft so sein.
http://www.lebenschancen.net/projekte/burkina-faso/

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