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Mauern überwinden! Bildung im Jugendarrest

Weimar, Deutschland

Mauern überwinden! Bildung im Jugendarrest

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Das Projekt bringt historisch-politische Bildungsarbeit in den Jugendarrest und ermöglicht jugendlichen Straftätern das Gespräch mit Zeitzeugen über Fragen von Demokratie und Diktatur.

D. Speer von Drudel 11 e.V.Nachricht schreiben

Der Dialog zwischen Jüngeren und Älteren ist wichtig. Wenn aus der Begegnung eine Gesprächssituation wird, bleibt danach mehr hängen als Zahlen und Fakten über die jüngere Vergangenheit. Ein Stück "lebendige Geschichte" soll auch Teil eines neuen Bildungsprojekts für jugendliche Straftäter sein.

Mit dem Projekt "Mauern überwinden!", das der Verein Drudel 11 e.V. im Thüringer Jugendarrest durchführt, werden gezielt bildungsbenachteiligte Jugendliche erreicht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind bisher nicht nur durch verschiedenste Straftaten aufgefallen, sondern meist auch durch Schulabbrüche und Bildungsschwierigkeiten. Nicht wenige Jugendliche neigen zu demokratiefeindlichen Einstellungen. Bereits seit 2004 versucht Drudel 11 e.V. deshalb durch verschiedene Programme, den Jugendarrest als Bildungsort zu gestalten.

Während des Jugendarrests müssen die Jugendlichen für bis zu vier Wochen auf Ihre Freiheit verzichten. Wie aber fühlte es sich an, wenn man sein ganzes Leben weitgehend eingesperrt lebte und kaum Aussichten hatte, jemals frei und ohne Grenzen zu leben? Vom Leben und Alltag in der SED-Diktatur wissen Jugendliche heute wenig, weil es auf den ersten Blick kaum etwas mit ihrer Lebensrealität zu tun hat. Den Wert von Freiheit lernen die jungen Menschen im Jugendarrest durch ihre jetzige Lage unmittelbar schätzen.

Innerhalb des historisch-politischen Bildungsprojektes beschäftigen sich Jugendliche anhand der DDR-Geschichte mit Fragen von Demokratie und Diktatur, auch vor dem Hintergrund ihres eigenen Lebens. Dass Freiheit nicht selbstverständlich ist, wird ein Leitthema von den in die jeweiligen Projektwochen integrierten Zeitzeugengesprächen sein. Menschen unterschiedlichen Alters werden dabei zu ihrer Biografie in der DDR sprechen, darunter Eltern von Maueropfern, Betroffene von Zwangsaussiedlungen, Jugendwerkhöfen oder Bespitzelung, Fluchthelfer und Künstler.

Während andere Leistungen des Modellvorhabens von der "Bundesstiftung Aufarbeitung“ getragen werden, müssen die Kosten für die Zeitzeugengespräche (Reisekosten, Aufwandsentschädigungen) vom Projekt selbst gedeckt werden. Für den Erfolg des Bildungsprogramms ist die Durchführung der Gespräche wesentlich.

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