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Manchmal reicht eine Projektseite nicht aus, um zu zeigen, was nötig ist. Und möglich. Hier eine Geschichte zum Thema Gesundheit:

Rohits Wunder

Zunächst traut sich der kleine Rohit nicht so richtig, seine Stimme zu benutzen. Dann hört er sie zum ersten Mal in seinem Leben: „Bah“ kommt über seine Lippen, und der sechsjährige Junge weint Freudentränen. Neben ihm sitzt Esther und strahlt.

Zusammen mit ihrem Freund Markus ist Esther nach Kathmandu gereist, um hörgeschädigten Kindern wie Rohit zu helfen. Die beiden Hörgeräteakustikmeister aus Berlin haben ein Projekt ins Leben gerufen und dafür auf betterplace.org Spenden gesammelt: ‚Hilfe für Schwerhörige in Kathmandu’. 3.000 € wurden dort für Labor-Material gespendet, mit dem sie sogenannte Ohrpassstücke direkt vor Ort anfertigen können. Esther und Markus arbeiten vor Ort mit der Organisation ‚Nepal Association of the Hard of Hearing‘ (NAHOH) zusammen und schulen auch deren Mitarbeiter im Anpassen der Ohrstücke, um das Ganze zu einem nachhaltigen Projekt zu machen, das weiterläuft, wenn die beiden bereits wieder abgereist sind.

Denn begonnen hatte alles im September 2010 mit der Idee, eine geplante Motorrad-Weltreise damit zu verbinden, Gutes zu tun. Esther und Markus entschieden sich, den eigenen Beruf zu nutzen und den Menschen dort zu helfen, wo professionelle Hilfe schwer zu finden ist. „Laut WHO kommen in Nepal auf 10.000 Einwohner 2,1 Ärzte. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung hat keinen ausreichenden Zugang zu Medikamenten und Hilfsmitteln. Besonders betroffen sind junge, schwerhörige Nepalesen, da sie wegen fehlender Versorgungsmöglichkeiten oft keine Chance haben, ihre Kommunikationsstörung zu überwinden. Sie können daher auch keine ausreichende Ausbildung genießen, die ihnen den Weg in eine eigenständige Zukunft ebnen würde“, erzählen Esther und Markus.

So starteten die beiden ihr Projekt auf betterplace.org, richteten zudem ein Spendenkonto ein und stellten in Hörgerät-Fachgeschäften Spendendosen auf. Viele Menschen unterstützten das Projekt und spendeten. Als genug Geld zusammen war, gingen das ‚Otoplastiklabor‘, Esther und Markus auf die Reise nach Kathmandu.

Im Januar 2012 erreichten Esther und Markus Nepal, und vor Ort sprach sich schnell herum, dass es in Kirtipur/Kathmandu zwei Deutsche gibt, die Hörgeräte anpassen. Bald kamen aus allen Teilen des Landes Menschen in die ‚Earclinic‘. Zu jenen, die nicht kommen konnten, fuhren Esther und Markus zusammen mit den Mitarbeitern von NAHOH zu sogenannten ‚Earcamps‘.

Eines der ‚Earcamps‘ führte sie zur ‚Deurali Secondary School‘ in Dharding, der Schule des kleinen Rohit und der einzigen Schule im gesamten Distrikt mit einer Gehörlosenklasse. Die Kinder dieser Klasse leben in der Schule, da der Weg nach Hause zu weit ist. Die acht Mädchen teilen sich vier Betten im Klassenzimmer, die Jungen leben mit dem Hausmeister in der Küche. „Als wir diesen Haufen wild gestikulierender Kinder erlebten, die zu ihrer eigenen Familie zusammengewachsen sind, waren wir zutiefst berührt“, berichten Esther und Markus. Sie machten Tests mit den Kindern, und eine Vermutung erhärtete sich: Die meisten der Kinder waren gar nicht gehörlos, sondern nur hörgeschädigt. 18 von 24 Kindern konnten sie so mit einem Hörgerät helfen. Wie dem kleinen Rohit, der mit Hilfe von Esther, Markus und den zahlreichen Spendern auf betterplace.org durch ein zaghaftes „Bah“ zum ersten Mal seine Stimme hört. Und es sind genau diese Momente, so Esther und Markus, die ihnen immer wieder zeigen, wofür sie das alles tun: „Wenn wir die Hörgeräte einschalten und den Kindern die Tränen über die Wangen laufen, weil sie das erste Mal ihre eigene Stimme hören können, diese Glücksgefühle sind einfach unbeschreiblich.“

Insgesamt konnten sie während ihres zweieinhalbmonatigen Aufenthalts in Kathmandu etwa 130 Kindern helfen. Und es geht weiter. Mittlerweile haben Esther und Markus den Verein ‚hören helfen e.V.‘ gegründet, um das Projekt auch in Zukunft unterstützen zu können. Denn ihnen ist während ihres Aufenthalts klar geworden, „dass dieses Projekt hier nicht zu Ende ist, sondern gerade erst beginnt.“

Um weitere Unterstützer zu finden, werden sie auch in Zukunft betterplace.org nutzen. Das nächste Projekt ist bereits eingestellt: deurali.betterplace.org.