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Deutschlands größte Spendenplattform

MORUS 14 e.V.

wird verwaltet von Veronica Kölling

Über uns

Im Rollbergviertel in Berlin-Neukölln leben zwei Drittel der Kinder von Transferleistungen. 90% haben einen Migrationshintergrund. 2003 wurde der Förderverein Gemeinschaftshaus MORUS 14.e.V. gegründet. Die 23 Gründer:innen sind überwiegend Bewohner des Rollbergs, die die Probleme ihres Kiezes von der Basis aus in die Hand nehmen wollten.

Der Verein zählt heute ca. 150 Mitglieder und bündelt das ehrenamtliche Engagement von mehr als 200 Bürgern aus ganz Berlin. Durch den Verein ist strukturiertes bürgerschaftliches Engagement im Rollbergviertel Realität geworden.

Hauptsächlich engagiert sich MORUS 14 nachhaltig für soziale und kulturelle Integration durch Bildung. Durch verschiedene Feste und Nachbarschaftsprojekte bieten wir eine Plattform zum Austausch zwischen verschiedenen Generationen und Kulturen.

Das Konzept des Vereins MORUS 14 und der unermüdliche Einsatz der Vereinsmitglieder und der zahlreichen Ehrenamtlichen tragen seit Jahren Früchte. Die enge Vernetzung von Bewohnern mit den lokalen Akteuren wie Polizei, sozialen Einrichtungen, arabischen und türkischen Kulturinstituten, muslimischen, christlichen und jüdischen Organisationen brachte den Durchbruch. Die Anzahl der Konflikte sinkt, Nachbarn haben sich besser kennen gelernt, ein „Wir“-Gefühl entsteht.

Sie erreichen uns unter 030 / 68 08 61 10 oder info@morus14.de
www.morus14.de

Letzte Projektneuigkeit

Wir haben 12.792,80 € Spendengelder erhalten

  Veronica Kölling  27. März 2024 um 10:44 Uhr

Liebe Spender:innen,   2023 war ein aufregendes Jahr für uns! Nachdem wir noch zu Beginn des Jahres befürchteten, dass wir im Sommer die Türen schließen müssen, weil Spenden und Fördermittel fehlten, waren wir von der Welle der Hilfsbereitschaft und den zahlreichen Spenden, die uns über die ersten Wochen und Monate getragen haben, überwältigt! Auch Stiftungen, andere soziale Einrichtungen und Journalist:innen kamen auf uns zu und fragten, wie sie uns am besten unterstützen können. Niemand wollte akzeptieren, dass ein Verein wie MORUS 14, der sich bereits seit zwei Jahrzehnten erfolgreich für seinen Kiez einsetzt, einfach verschwindet. Dank all dieser umwerfenden Unterstützung und erfolgreicher Förderanträge konnten wir im Herbst endlich erst einmal wieder aufatmen. Dafür möchten wir auch euch persönlich danken! Unsere finanzielle Situation war auch der Grund, warum wir unsere Arbeit 2023 nur mit der Hälfte des hauptamtlichen Personals von 2022 stemmen mussten. Hinter den Ergebnissen brauchen wir uns dennoch nicht zu verstecken: 195 Rollberger Kinder und Jugendliche konnten wir vergangenes Jahr Woche für Woche mit Mentoring, Prüfungsvorbereitung, Berufsorientierung sowie Sport- und Freizeitangeboten unterstützen. So haben wir insgesamt 70 Mentoring-Tandems im „Netzwerk Schülerhilfe Rollberg (MOMento)“ und weitere 50 Grundschulkinder im Rahmen von „Stark trotz Corona“ betreut. 50 Jugendliche haben sich bei „Schule-fertig-los“ auf ihre Prüfungen und das Leben nach der Schule vorbereitet und 25 Kinder haben regelmäßig jede Woche mit den jüdischen Freiwilligen von „Shalom Rollberg“ gelernt, gespielt oder Sport gemacht. Hinzu kamen Ausflüge, Unterstützungsangebote für die Familien und ein Kurzfilm, den einige unserer Kinder mit Hilfe von kijufi drehen und im Rahmen des Kinderrechte-Filmfestivals zeigen konnten. Bei all dem haben uns auch im letzten Jahr wieder mehr als 80 Freiwillige unterstützt, von denen einige sich bereits seit 15 Jahren (!) bei uns engagieren. 

Zu gerne hätten wir unser 20-jähriges Jubiläum im September groß mit euch gefeiert, aber aufgrund unserer geringen personellen Kapazitäten entschieden wir uns dafür, unsere Kraft lieber in die tägliche Arbeit mit den Kindern zu stecken als in die Vorbereitung einer Feier. Hoffentlich können wir es spätestens zum 25-Jährigen ordentlich krachen lassen! Natürlich messen wir unsere Erfolge nicht nur in Zahlen, sondern auch in persönlichen Schicksalen: So konnten wir z. B. Görkem, dabei helfen, seinen Traum zu verwirklichen und ein halbes Jahr in Bangkok zur Schule zu gehen, obwohl viele seiner Altersgenossen noch nie das Rollbergviertel verlassen haben. Oder wir halfen Farah, die die erste in ihrer Familie ist, die überhaupt einen Schulabschluss gemacht hat, auf ihrem Weg zum Einser-Abitur und zur Ausbildung als Pharmazeutischen Assistentin. Sehr glücklich macht es uns auch, dass sich seit letztem Jahr mit Douaa, Hussein und Riad gleich drei unserer ehemaligen Mentees als Mentor:in oder Gruppenleiter:in für die neue Generation Rollberger Kinder engagieren und so an ihre eigene Community zurückgeben. Für die Kinder ist es ein unglaublicher Gewinn Menschen zu treffen, die selbst einmal in ihren Schuhen steckten und nun Vorbilder sind. 
Leider können wir nicht über 2023 reden, ohne die Auswirkungen der Angriffe der Hamas in Israel und des Krieges in Gaza zu erwähnen. Beides traf und beschäftigt uns bei MORUS 14 in hohem Maße persönlich wie auch bei unserer täglichen Arbeit. Es hat sich sehr bewährt, dass wir unsere Mentees darin stärken, sich ihre eigene Meinung zu bilden und die Aussagen anderer kritisch zu hinterfragen, Social Media Posts auf ihre Glaubwürdigkeit zu prüfen, Suchmaschinen effektiv zu nutzen und zuverlässigere Nachrichtenquellen zu finden. Wir sind stolz und erleichtert, dass wir alle Angebote von „Shalom Rollberg“ trotz Bedenken nicht nur fortsetzen, sondern ausbauen konnten, was zeigt, dass die entstandenen persönlichen jüdisch-muslimischen Beziehungen auch und gerade in Krisenzeiten tragen. Und 2024 haben wir viel vor! Dank eurer Spenden und neuer Projektförderungen haben wir eine neue Projektleitung für „Shalom Rollberg“ eingestellt. Neben den Sportkursen startete das Projekt auch mit einem Kreativ-Workshop ins neue Jahr, der gemeinsam von einer Israelin und einem unserer ehemaligen Mentees mit libanesischen Wurzeln geleitet wird, die inzwischen Mode-Design studiert und ihr eigenes Label gegründet hat.  Wir sind sehr gespannt, was dieses Jahr noch für MORUS 14 bringt. Die letzten Monate haben uns jedenfalls gezeigt, wie wichtig es ist, im Gespräch zu bleiben und uns gegenseitig den Rücken zu stärken. Denn das ist das, wofür MORUS 14 steht: Dass wir hier in Berlin friedlich zusammenleben, dass wir einander zuhören und zu verstehen versuchen, Solidarität und Unterstützung leben. Nochmals herzlichen Dank, dass ihr uns bei dieser wichtigen Aufgabe unterstützt! Herzliche Grüße, Veronica Kölling

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12053
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