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Deutschlands größte Spendenplattform

Kinderdorf Guarabira e. V.

wird verwaltet von Sebastian H.

Über uns

Unser Verein in Altötting unterstützt das kleine Projekt "Kinderdorf Guarabira" in der ärmsten Gegend im Nordosten Brasiliens.

Das Kinderdorf dort besteht aus 6 Jugendhäusern, einer Grundschule und dem Kindergarten. Insgesamt betreut es jeden Tag circa 230 Kinder und Jugendliche aus Extremsituationen.

Wenn die oft verwaiste Jugendlichen 18 werden, begleitet das Kinderdorf sie weiter in die Berufsausbildung, damit sie sich ihr eigenes Leben aufbauen.

Seit 1990 ist der „Verein der Kleinen mit Christus“ ein Ort der Hoffnung für Kinder und Jugendliche in der Stadt Guarabira im Hinterland des Bundeslands Paraibas.

Eine Garantie, dass alle der über Tausend Jugendlichen, die bereits im Dorf gelebt haben es schaffen, gibt es nicht. Sehr viele von ihnen aber konnten ihr Leben verändern. Sie waren am Nullpunkt angelangt, als sie mit nichts als Sandalen an den Füßen, an die Pforte unseres Dorfes klopften. Heute führen sie ein Leben in Würde - weil Menschen wie Sie an sie glaubten.

Letzte Projektneuigkeit

Wir haben 3.061,44 € Spendengelder erhalten

  T. Hautz  25. Januar 2023 um 17:53 Uhr

Sehr geehrte Spender, sehr geehrte Spenderinnen,

ich möchte Sie bei dieser Gelegenheit über Entwicklungen und Neuigkeiten im Kinderdorf Guarabira informieren:
Die Leitung und Mitarbeiter der Amecc leisten herausragende Arbeit: Sie gehen hochprofessionell mit den gesetzlichen und finanziellen Rahmenbedingungen und individuellen Lebensgeschichten und Möglichkeiten der Kinder um und kämpfen leidenschaftlich um das Wohl aller Kinder. Die Geduld und der jedem einzelnen Kind vermittelte Respekt sind sehr eindrucksvoll – dabei auch die Mischung von individuellen Vorgehensweisen gegenüber jedem Kind bei konsequenter Gleichwertigkeit („Todos tem prioridade“, Ir. Lauri). An jedem einzelnen Tag ergeben sich neue Herausforderungen: Ein Kind, das während der Behandlung in einer psychologischen Praxis 100 R$ gestohlen hat; ein Kind, das um sich schreit und mit einem Messer droht; eine rassistische Beleidigung einer Sozialmutter durch ein Kind mit hellerer Hautfarbe als die der Sozialmutter; eine kurzfristige neue Vorgabe des städtischen Sozialreferats; die Verabschiedung eines Kindes; die Ankunft neuer Kinder; eine Stadtverwaltung, die ihren Zahlungspflichten nicht nachkommt; überraschende Besuche von Spendern oder Politikern usw. Die Stimmung ist gut und kollaborativ, bei Veranstaltungen packen alle gemeinsam an. Sehr viele Einzelthemen, Prozesse und Entscheidungen laufen bei Adriana zusammen, die sich laufend mit Ir. Lauri abstimmt. Durch Ir. Lauris konsequentes Durchsetzen der Zahlungen von Stadtverwaltungen, aus denen die Kinder kommen, sowie durch verschiedene Sparmaßnahmen und lokale (Sach-)Spenden konnte trotz steigender Aktivitäten der Amecc die finanzielle Situation weiter stabilisiert werden. Die Solarplatten haben die Ausgaben für Strom auf nahezu Null gesenkt und viel Essen stammt aus dem eigenen Anbau der Amecc. Die Wertschätzung für die Amecc in Guarabira und der Region ist allseits hoch; die Amecc wird als beispielhaftes Sozialprojekt angesehen. Die Zusammenarbeit mit Bischof Aldemiro und der Diözese ist hervorragend. Die soziale Situation in Nordostbrasilien und der Region Guarabira ist vielfach drastisch: die wirtschaftlich schwachen letzten Jahre, der Abbau von Sozialprogrammen, die Pandemie und das Fehlen benötigter öffentlicher Maßnahmen haben die Probleme verstärkt. Die Kinder in der Amecc sind gegenüber der Situation vor ein paar Jahren im Durchschnitt deutlich jünger und die Fluktuation der Kinder ist höher. Ein Grund hierfür ist, dass die Aufnahme in ein ‚Acolhimento‘ (Heim) wie der Amecc heute von der Gerichtsbarkeit und dem Sozialreferat erst als letzte Option angesehen wird, wenn alle anderen Möglichkeiten erschöpft sind. Ein anderer Grund ist der große Bedarf in der Region in den letzten Jahren, neu ist u.a. die Häufung der Notsituationen von Neugeborenen. Für eine “Casa inclusiva“, ein Haus für Kinder mit geistiger Behinderung, besteht hoher Bedarf. Gleichzeitig sind sonst keine Möglichkeiten für so ein Projekt in Sicht, wenn wir das nicht tun. Dieses Vorhaben berührt die Personen mit denen dazu bisher gesprochen wurde und erzeugt ‚Leuchten in den Augen‘. Die große Notwendigkeit wird stets betont. Gleichzeitig handelt es sich selbstverständlich um ein anspruchsvolles und langfristiges Unterfangen. Es birgt die Chance, den Schwächsten deutlich bessere Lebensumstände zu ermöglichen und ein humanitäres Beispielprojekt in einer sehr armen Gegend zu werden. Ein gangbarer Weg ist die Finanzierung des Hausbaus durch den Kinderdorfverein, das Überschreiben eines Grundstücks durch die Stadt Guarabira, die Übernahme laufender Kosten nach Möglichkeit durch den Bundesstaat Paraíba (evtl. Zuschuss durch Kinderdorfverein bzw. aus jährlichen Stiftungseinnahmen nötig). Läuft es günstig, steht das Haus Mitte 2023. Der Ausbau der sozio-edukativen Programme sowie die Einrichtung einer ‘Casas de Passagem‘ sind wichtige Ziele, die die Amecc zusammen mit den Sozialreferaten und auf Basis öffentlicher Mittel erreichen will. Fokus der Amecc bleibt ‚Acolhimento‘. Die Mischung von einerseits einem entschlossen Einfordern öffentlicher Mittel mit andererseits der Verwendung von Spendenmitteln, wo sonst keine Chance besteht, ist weiter der sinnvolle Weg. Generell: Es gibt viel zu tun! 

Wir bedanken uns für Ihre Spenden und Ihr Vertrauen und wünschen Ihnen ein gesegnetes und gesundes neues Jahr!

Herzliche Grüße

Thomas Hautz
Stellv. Vorsitzender Kinderdorfverein Guarabira e. V. 

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Kontakt

Hillmanstrasse 28
84503
Altötting
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