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VISIONEERS e.V.

wird verwaltet von Natascha T.

Über uns

Der VISIONEERS e.V., gegründet April 2015 in Berlin, ist ein gemeinnütziger Verein, der soziale Projekte zur Unterstützung benachteiligter Bevölkerungsgruppen entwickelt und mit freiwilligen Helfern regelmäßig oder einmalig umsetzt.
Seit Mitte 2015 setzt sich der Verein vorrangig für Flüchtlinge in Berlin ein. So hat VISIONEERS regelmäßige Angebote (Sport, Deutsch- und Nachhilfeunterricht, Jugendarbeit, Nähen, u.v.m.), ein Mentorenprogramm und vielfältige Exkursionen entwickelt und umgesetzt. Die Projekte werden oftmals in Kooperationen (Unternehmen, Kirchen, Flüchtlingsunterkünfte) realisiert und fördern die Integration, sowie das gegenseitige Verständnis der Kulturen.

Außerhalb Deutschlands engagiert sich VISIONEERS in Lateinamerika, insbesondere Costa Rica,ein um dort Entwicklungsprojekte aktiv mitzugestalten.

Letzte Projektneuigkeit

Zwischen hier und dort

  Yvonne W.  14. September 2019 um 08:14 Uhr

Nach den letzten - sehr ereignisreichen Wochen - sitze, nein liege ich nun hier im wunderschönen Esszimmer des hölzernen Casa Atiycuy in Villa Rica auf einem Sitzsack. Es ist Samstagabend, fast 10 Uhr, meine Mitfreiwilligen Yuki, Lisa, Alisa und ich warten auf unsere Kollegin Angelika (Kika), die sich gerade noch tief im Gespräch mit Sely, einer weiteren Kollegin befindet. Wir wollen zusammen zu Abend essen. Es ist ruhig, draußen zirpen die Grillen und unten unterhalten sich Angelika und Sely leise.

Es ist nun Zeit für mich, die letzten Wochen mal innerlich Revue passieren zu lassen. Anfang August - das letzte Vorbereitungsseminar in Berlin. Die Woche begann entspannt, stimmungsmäßig konnten wir uns gleich am ersten Tag auf einem lateinamerikanischen Festival nach Perú (oder Costa Rica) versetzen und peruanische Gerichte wie Ceviche oder Tamal probieren. Endlich konnten wir auch alle restlichen Freiwilligen kennenlernen, die nicht beim Seminar im Juni da sein konnten. Tagsüber beschäftigten wir uns natürlich ausführlich mit unserem Weltwärts-Jahr, Perú und Themen wie der Sicherheit, eigene Grenzen, die Geschichte der Sicherheitspolitik, Kolonialisierung, Rassismus, den Nachhaltigkeitszielen der UN und setzten uns außerdem kritisch mit den Vor- und Nachteilen des Weltwärts-Programms auseinander. Abends saßen wir immer noch bei dem ein oder anderen Bier (...) zusammen ;)

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Mein Freiwilligenteam beim Seminar in Berlin


In den zwei darauffolgenden Wochen war für mich packen angesagt - besser gesagt, die Sachen, die ich mitnehmen wollte in meinem Zimmer auf einen Haufen schmeißen, um sie dann erst am Tag vor meiner Abreise in meinen Rucksack zu stopfen. Ich musste noch letzten Dinge besorgen, Chlortabletten und eine Filterflasche beispielsweise, und meine Reiseapotheke zusammenstellen. Außerdem wollte ich vor meiner Abreise noch eine Menge Leute sehen, meine Familie, Verwandte und einige Freunde - und natürlich wollte ich auch noch Zeit mit meiner Mitbewohnerin verbringen.

Die letzten Tage vor der Abreise - ein Stadium zwischen: noch in Deutschland und schon gedanklich weg in Peru. Nicht mehr ganz hier, aber auch noch nicht dort. Meine Stadt fühlt sich anders, fremder an. Ich bin nicht mehr auf die Art Teil von ihr, wie ich es vor ein paar Wochen noch war. Vor mir liegt ein aufregendes Jahr in Peru, das aber noch nicht so wirklich greifbar ist, da ich noch nicht wirklich eine konkrete Vorstellung davon habe - weder von dem, wie es in Villa Rica sein wird noch, was genau dort meine Aufgaben sind. Bevor es dann richtig losgeht und das endgültige Packen losgeht, muss ich noch mein Zimmer etwas ausräumen und gründlich putzen, da ich mein Zimmer während diesem Jahr untervermiete.So langsam kann ich es kaum erwarten, dass es losgeht, dass der Stress des Packens und Putzens und das ständige Verabschieden aufhört und freue mich auf Peru, auf den Flug zusammen mit den anderen Freiwilligen, die nach Peru und Costa Rica gehen werden. Am Abreisetag dann ein tränenreicher Abschied von meiner Mitbewohnerin, immerhin haben wir die letzten 6 Jahre fast ununterbrochen Tag für Tag miteinander verbracht und sind in dieser Zeit echt zusammengewachsen.

Die Autofahrt nach Frankfurt mit meiner lieben Nebensitzerin in der Schule und ihrem Freund war entspannt und ich konnte noch einmal bewusst die deutsche Landschaft, die Wiesen und Felder, genießen, die ich ja ein Jahr lang nicht mehr sehen werde. Bis wir dann am Frankfurter Flughafen ankamen und gleich bemerkten, dass etwas nicht stimmt. Alles wirkte nicht so wirklich öffentlich und wir stellten fest, dass wir am falschen Flughafen, Frankfurt Hahn, gelandet waren. Ich hatte am Anfang der Fahrt fälschlicherweise Frankfurt Hahn gesagt und wir haben die Adresse des falschen Flughafens in das Navi eingegeben. Nun wurde es doch ein wenig stressiger, immerhin waren es zum richtigen Passagierflughafen in Frankfurt noch eine Stunde von hier. Zum Glück sind wir früh losgefahren und ich kam noch rechtzeitig am Flughafen an.Dort gab es dann ein aufgeregtes Hallo und zusammen mit einigen der anderen Freiwilligen checkten wir dann ein und passierten die Sicherheitskontrolle. Auf dem Weg zum Gate genossen wir noch kurz den Anblick des letzten deutschen Sonnenuntergangs und entgegen meiner Erwartung dauerte das Prozedere im Flughafen dann doch so lange, dass wir gar keine Wartezeit am Gate hatten, sondern direkt mit dem Shuttlebus zum Flugzeug fuhren und einstiegen.

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Der letzte Sonnenuntergang in Deutschland


Unsere Sitzplätze im Flugzeug waren leider gut verteilt, sodass immer nur ein paar Leute von uns zusammen saßen. Glücklicherweise hatte ich einen Sitzplatz neben Lisa bekommen. Dann der Start, das Abheben des Flugzeugs vom Boden, wenn man in den Sitz gedrückt wird, das Flugzeug mit hoher Geschwindigkeit losrast und sich schließlich in die Luft erhebt. Für mich ein magisches Gefühl. Der ungefähr zehnstündige Flug verging dann mit Gesprächen mit Lisa, einem Rundgang durch das Flugzeug zu den anderen Freiwilligen und Schlafen recht schnell.Bei unserem Zwischenstopp in Santo Domingo warteten wir dann erstmal, bis wir Freiwilligen alle versammelt waren, machten noch ein Foto und verabschiedeten uns schweren Herzens voneinander.

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Abschied von den "costaricanischen Freiwilligen"


Am liebsten wären wir alle in der Nähe voneinander, sodass wir uns an freien Tagen besuchen könnten... Wir "peruanischen Freiwilligen" mussten dann in Santo Domingo leider unser Gepäck abholen und noch einmal abgeben. Eigentlich hatten wir dort recht viel Zeit um umzusteigen, diese wurde dann aber gut gefüllt durch den ganzen Prozess des Gepäckabholens und -aufgebens. Weitere 3 Stunden Flug nach Panama Stadt, wo wir nach nur kurzem Aufenthalt weiterflogen, in Richtung Lima, der Hauptstadt Perus.

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Wir alle motiviert am Flughafen in Panama Stadt ;)


Während des Flugs intensivierte sich für mich die gespannte Stimmung. Wie wird dieses Jahr werden? Werde ich mich gut einleben und in die Arbeit bei der NGO Atiycuy gut einbringen? Komme ich mit meinen derzeitigen Spanischkenntnissen dort zurecht? Der Ausblick aus dem Fenster war beeindruckend: unter uns erhoben sich die Gebirge der Anden, soweit man sehen konnte. Unter uns eine dicke, weiße Wolkendecke, die wir dann beim Landeanflug durchbrachen.Sie war für mich in meiner Situation ein wenig sinnbildlich: momentan liegt das Jahr in Peru noch vor mir, ich kann mir noch nicht vorstellen, wie es werden wird, es liegt noch verborgen vor mir, ein wenig so, als ob es noch unter der Wolkendecke verborgen ist...

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Wolkendecke über Lima


- Fortsetzung folgt ;) -
(P.S.: Einen ganz herzlichen Dank an alle Leute: Bekannte, Freunde und Familienmitglieder und weitere, die meinen Freiwilligendienst finanziell unterstützt haben. Danke, ich bin unglaublich froh darüber!)


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