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NAZO Deutschland, Hilfe für Afghanische Frauen e.V

wird verwaltet von E. Jonigkeit (Kommunikation)

Über uns

Das NAZO-Ausbildungszentrum hat in Afghanistan zurzeit 5 Standorte, in denen benachteiligte Frauen und Mädchen drei handwerkliche Berufe erlernen:
Kart-e-nau, (Kabul)
Scheweki, (Dorf in der Provinz Kabul)
Achmad Schah Baba Mina, (Stadtrand von Kabul, Provinz Kabul)
Kamari (Dorf in der Provinz Kabul)
Nejrab ( Dort in der Provinz Kapiza).

AUSBILDUNGEN
Das Ausbildungzentrum in Kart-e-nau besteht seit 2003.
Im Dorf Scheweki wurden zunächst Bäckerinnen danach ebenfalls Schneiderinnen ausgebildet.
In Achmad Schah Baba Mina wurde 2011 das neue große NAZO Ausbildungszentrum fertigegestellt. Seit November 2011 gibt es dort drei Berufsausbildungen: Schmuck-, Leder- und Textil-Designerinnen.
In den Dörfern erlernen Landfrauen Viehzucht, Gemüseanbau und deren Vermarktung.

Wir arbeiten eng mit unserem Schwesterverein in Afghanistan zusammen und fördern seit 2003 - gemäß des Vereinsziels – hilfsbedürftige Frauen hinsichtlich ihrer beruflichen Bildung, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Selbständigkeit. Darüber hinaus leistet der Verein familienpolitische und rechtliche Aufklärungsarbeit und betätigt sich in der Kinderbetreuung.

AFGHAN LUMINOUS SUN - NAZO e.V. (unsere Schwesterverein, früher NAZO-Afghanistan e.V.) führt die Berufsausbildungen bis heute erfolgreich durch. 2008 kam Schmuckdesign in einem Pitlotprojekt als neue Berufsausbildung hinzu, 2011 Lederdesign. Seit 2011 unterstützen die NAZO-Frauen Dorffrauen mit ihren landwirtschaftlichen Projekten.

Im März 2003 nahm NAZO in Kabul Kart-e-nau den Ausbildungsbetrieb auf: 30 bedürftige, alleinstehende Analphabetinnen begannen als 1. Staffel mit ihrer Berufsausbildung zur Schneiderin und schlossen sie im August 2005 mit einer Prüfung ab. Bis heute wurden rund 325 Schneiderinnen, 30 Bäckerinnen, 35 Schmuckdesignerinnen und 25 Taschenmacherinnen ausgebildet.

Seit März 2009 ist die NAZO-Ausbildung auch staatlich anerkannt, was auf jedem Zeugnis dementsprechend gekennzeichnet ist.

VORBEREITUNG AUF DEI UNTERNEHMERISCHE SELBSTÄNDIGKEIT
Die im Mittelpunkt stehende handwerkliche Lehre wird ergänzt um weitere Kurse zur Alphabetisierung, zum kaufmännischen Bereich, sowie zu Frauen- und Menschenrechten, Geburtenkontrolle und Familienplanung.
Nach Ausbildungsende schließen sich viele der ehemaligen Schülerinnen zu NAZO-Werkstätten zusammen. So können sie gemeinsam arbeiten und ihre unterschiedlichen Fähigkeiten einbringen. Um ihre Produkte zu verkaufen, beteiligen sich die Handwerkerinnen seit 2009 an Verkaufsmessen in Afghanistan und im benachbarten Ausland. Die Arbeit ermöglicht den Frauen ein eigenes Einkommen von derzeit ca. 30 € pro Monat.
2011 gründeten sie das Label AFGHAN-DESIGN

Die ehemaligen Auszubildenden beteiligen sich am Erhalt der NAZO-Ausbildungszentren, in dem sie monatlich 5 € von ihrem Verdienst spenden. Doch die Ehemaligen können nicht die Ausbildung der Zukünftigen finanzieren. Um auch in Zukunft die Ausbildung von ca. 100 Frauen und Mädchen jährlich in den fünf Zentren ermöglichen zu können, ist die Arbeit vor Ort daher auf Spenden angewiesen. Pro Ausbildungsplatz sind 90 € monatlich notwendig. Hierfür werben wir für Zuschüsse.

JAMILA UND HIDBIBI, Absolventinnen der Schneiderausbildung im NAZO-Zentrum, arbeiten zu
Hause. Sie sagen in einem Gespräch:
„Direkt nach der Ausbildung im NAZO-Zentrum versuchten wir, Aufträge zu bekommen, um uns im Elternhaus selbständig machen zu können. Glücklicherweise ist uns das gelungen. Selbständigkeit ist für uns Frauen etwas sehr Schönes. Jetzt werden wir in der Familie nicht mehr als lästiger Mitesser angesehen. Dafür allein hat es sich gelohnt. Aber der Nutzen ist ja noch viel größer: Weil wir eigenes Geld verdienen, haben wir bei allen Entscheidungen in der Familie ein Wörtchen mitzureden. Wir haben uns auf das Nähen von Vorhängen spezialisiert, aber wir nehmen auch Aufträge aus der Nachbarschaft an und nähen Kleidung. In der Gegend, in der wir wohnen, kommen die Frauen gern in unsere Werkstatt – zumal es sonst nur die (männlichen) Schneider in der Schneidergasse gibt. Es gibt Tage, da verdienen wir bis zu 4000 Afs (ca. 60 Euro). Durchschnittlich verdienen wir pro Monat 25.000,-- Afs (ca. 370,– Euro). Wir haben jetzt zu Hause eine komplette Werkstatt. Obwohl wir nur Frauen in unserem Haus sind (außer meinem Vater), ist unser Lebensstandard viel besser geworden. Heiraten wollen wir nicht.
Schon von Anfang an habe ich daran geglaubt, dass wir es schaffen, mit der Schneiderei eigenes Geld zu verdienen – aber dass wir soviel Selbstvertrauen entwickeln, das wusste ich nicht – das nützt uns mindestens soviel wie der erlernte Beruf.“

Rahima (Foto) hat Jahre lang im NAZO-Zentrum Schmuckdesign gelernt. Heute ist sie Ausbilderin für die einfachen Grundkurse. Sie sagt:
„Ich habe im NAZO-Zentrum gelernt, um Juweliermeisterin zu werden. Der Meister Saber hat mich zu seiner Assistin gemacht. Darauf bin ich stolz - und ich gebe mir noch mehr Mühe. Ich will ihn auf gar keinen Fall enttäuschen.
Was ich mir für die Zukunft wünsche?
Wir sollten eine Schmuckwerkstatt gründen - dann könnten wir alle weiter zusammen arbeiten. Das ist ja ein Männerberuf - und dort Fuß zu fassen ist sehr schwer. Aber wir Frauen - zusammen - ja, so können wir es schaffen.“

Um weitere Informationen unserer Arbeit zu bekommen, besuchen Sie unserer Webseite: www.afghan-design.com und /oder lesen Sie die Broschüre ( PDF): http://www.nazo-support.org/aktiv-de/nazo_2014-Broschuere.pdf

Wir danken allen Spendern für ihre Unterstützung, ohne die wir den Ausbildungsbetrieb in Kart-e-nau, Achmad Schah Baba Mina, Scheweki, Kamari und Kapiza nicht aufrecht erhalten können.

Die laufenden Kosten für die Ausbildungsstätten, wie Löhne, Ausbildungsbeihilfe, Miete, Arbeitsmaterial etc. muss NAZO-Deutschland e.V. selbständig aufbringen, da Betriebskosten nicht gefördert werden. Deshalb sind wir ganz besonders auf Ihre Spenden angewiesen - und möchten uns hier im voraus für Ihr Engagement bedanken.

Letzte Projektneuigkeit

Latest news

Jahresrückblick 2017

  E. Jonigkeit  09. Dezember 2017 um 21:06 Uhr
Liebe Unterstützer unserer Arbeit in Afghanistan. Heute möchte ich Sie über den Fortgang unserer Arbeit in Afghanistan informieren, an der Sie im Rahmen des Projektes „ Berufsausbildung für Frauen und Mädchen in Afghanistan„ Anteil nahmen.
Dafür möchte ich mich nochmals herzlich bedanken - und Sie über unsere Arbeit, die ja langfristig angelegt ist – informieren.
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Liebe Afghanistan-Interessierte,
und wieder ist ein Jahr vergangen. Afghanistan war insbesondere 2017 erneut ein Unruheherd, der das Leben der Menschen vor Ort sehr unsicher und beschwerlich macht. Doch wenn wir zurückblicken, dann liegt unser Augenmerk auf den Fortschritten, die „unsere“ Frauen in Afghanistan im Laufe des Jahres gemacht haben. All ihre Kraft stecken sie in ihre Zukunft – und wir mit ihnen – damit wir gemeinsam unseren Zielen „Selbstvertrauen und Selbstständigkeit stärken“ noch ein weiteres Stück näher kommen. Denn starke Frauen ermöglichen eine friedliche Zivilgesellschaft in Afghanistan.

Ich möchte insbesondere drei Geschichten des Gelingens herausgreifen und diese nochmals in Erinnerung rufen:

Wir freuen uns sehr über den Werdegang von Rahima. Sie lernte im NAZO-Ausbildungszentrum von 2008/09 den Beruf der Schmuckdesignerin. 2010 gründete  sie die erste Schmuckwerkstatt für Frauen in Afghanistan. Heute stellen in dieser Werkstatt 8 Frauen kunstvollen Silber- und Stein- schmuck her.
Darüber hinaus bilden sie auch  11 Lehrlinge zur Silberschmiedin und/oder Steinschleiferin aus.
Mittlerweile kümmert sich Rahima um den Verkauf der Produkte all unserer Werkstätten in Afghanistan, und seit dem Jahr 2017 gehört sie mit zu den Gründerinnen der weiblichen Abteilung der afghanischen Industrie- und Handelskammer, die am 2. Oktober 2017 von Rula Ghani, der First Lady Afghanistans, eröffnet wurde.

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Rahima, die Netzwerkerin, reiste mit der First Lady Afghanistans und  23 weiteren Geschäftsfrauen nach Turkmenistan. Dort nahm sie an einer internationalen Konferenz teil und verkaufte auf einer Messe Schmuck, Taschen und Textilien aus den NAZO-Werkstätten.
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Ein ebenso gelungenes Beispiel ist Wazima. Sie lernte im NAZO-Ausbildungszentrum den Beruf der Schneiderin. Gleich nach ihrer Ausbildung gründete sie in ihrem Dorf Kamari eine Schneider-Werkstatt.
Weil sie selbst Analphabetin war und erst im NAZO-Zentrum lesen und schreiben lernte, rief sie in ihrem Dorf einen Alphabetisierungskurs ins Leben.
Aber nicht nur das. Sie war die erste von „unseren“ Frauen in Afghanistan, die ein Geschäft eröffnete: „Negina Saloon“. Hier verkauft sie neben den genähten Textilien Schmuck und Taschen sowie „alles was Frauen brauchen“, z.B. Hygiene- und Schminkartikel, Waschpulver und vieles mehr. Mittlerweile bildet Wazima 12 Lehrlinge aus und leistet somit einen erheblichen Beitrag zur Stärkung der Frauen in ihrer Region.

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Wazima im WerkstattLaden im Dorf Kamari

Dieser Werkstatt-Laden „Negina Saloon“besteht nun schon fast 2 Jahre. Täglich arbeiten hier 4 Mitarbeiterinnen und 12 Frauen werden zu Näherinnen/Schneiderinnen ausgebildet. Wazima ist als sehr gute Schneiderin und Geschäftsfrau über die Grenzen ihres Dorfes bekannt und ihre Schülerinnen kommen von weit her. Sie bezahlen - wenn sie es können - für den Unterricht 200 AFN.
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Insgesamt können wir – trotz der sehr unsicheren Lage im Land – auch im Rahmen unserer Gesamtprojekte auf ein weiteres herausforderndes und erfolgreiches Jahr zurückschauen:

In 4 NAZO-Ausbildungszentren können Frauen und Mädchen vier Berufe erlernen: Schneiderei  / Schmuckdesign / Lederverarbeitung / Teppichknüpfen und –weben.
 
In Zusatzkursen lernen sie lesen, schreiben und rechnen sowie selbstbewusster ihre Rechte in Anspruch zu nehmen, um sich in der afghanischen Männerwelt zu behaupten.

Nach Ausbildungsende schließen sich viele der ehemaligen Schülerinnen in Werkstätten zusammen und werden so gemeinsam unternehmerisch tätig.

Viehprojekte: NAZO unterstützt Landfrauen in der Provinz Kapiza mit Kühen, die zur Einkommenserzielung Eigentum der Frauen werden.

Patenschaften für hilfsbedürftige und kranke Frauen wurden weitergeführt bzw. ausgeweitet.
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Unsere Arbeit in Deutschland

Auch die Arbeit in Deutschland ist für unsere Projekte sehr wichtig. NAZO-Deutschland - Hilfe für Afghanische Frauen e.V. unterstützt in Deutschland die Arbeit des Schwester-Vereins in Afghanistan und ist zum Thema „Frauen in Afghanistan“ bei verschiedenen Veranstaltungen aktiv.
 
All diese Erfolgsgeschichten in Afghanistan und in Deutschland basieren auf einer Grundlage: nämlich Ihrer Spende.
Denn diese hilft uns, unsere Aufgaben für Afghanistan auch in Zukunft bewältigen zu können. Deshalb sagen wir: VIELEN HERZLICHEN DANK!  

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Ausstellungsraum in Lohmar-Durbusch

Seit 2016 präsentieren wir hier den Silber- und Stein-Schmuck, die Ledertaschen und bestickten Textilien aus denWerkstätten in Afghanistan. Rufen Sie uns an (02205-2352) oder kommen Sie vorbei.

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Stadtfest in Lohmar 2017

Evelin steht in ihrer Freizeit mit dem NAZO-Zelt auf Stadtfesten und Märkten und verkauft den glänzenden Silber- und Steinschmuck, die mit Münzen verzierten Ledertaschen und die kostbar bestickten Tücher – kurz die Produkte der NAZO-Werkstätten in Afghanistan.
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Mit unseren NAZO-Projekten initiieren und unterstützen wir Veränderung vor Ort und tragen so dazu bei, dass sich die Menschen nicht auf eine gefährliche Flucht begeben müssen. Unsere Ausbildungszentren und Werkstätten für Frauen und Mädchen geben den Menschen in Afghanistan Hoffnung, so dass sie ihre Kraft, ihre Intelligenz und Energie dazu nutzen können, sich in ihrem geschundenen Heimatland eine Zukunft aufzubauen.
 
Ihre Unterstützung macht unser Engagement in Afghanistan und hierzulande erst möglich. Eine friedliche Welt, in der auch Frauen und Mädchen in Afghanistan selbstbestimmt leben können, erreichen wir nur gemeinsam.
 
Ich wünsche Ihnen ein ruhiges Weihnachtsfest & ein friedliches neues Jahr 2018.
 
Elke Jonigkeit
 
Vorsitzende des Vereins
NAZO Deutschland – Hilfe für afghanische Frauen e.V. | ­ 
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