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Lilith e.V. - Drogenhilfe für Frauen und Kinder

wird verwaltet von M. Purmann

Gemeinsam helfen in Zeiten von Corona: Wir legen 10 % auf jede Einzelspende drauf. Mehr erfahren

Über uns

Lilith e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der 1993 von Fachfrauen der Drogenhilfe gegründet wurde.

Ziel war und ist es, in Nürnberg soziale Einrichtungen und Hilfsangebote für (ehemals und aktuell) Drogen konsumierende Frauen, weibliche Angehörige und Kinder von Drogenabhängigen zu konzipieren und zu realisieren, die deren spezifische Lebenssituation und Bedürfnisse adäquat berücksichtigen. Wir integrieren den akzeptierenden und niedrigschwelligen Ansatz der Drogenhilfe in unser feministisches und kinderspezifisches Konzept und können dadurch den betroffenen Frauen und Kindern optimale Unterstützung bieten. Mittlerweile betreuen wir erfolgreich jährlich über 700 (ehemals und aktuell) Drogen konsumierende Frauen, (darunter circa 30 Schwangere), über 50 Angehörige und ca. 150 Kinder von Drogenabhängigen.

Unser erklärtes Ziel ist es, Frauen und Kinder auf ihrem Weg in ein unabhängiges, gewaltfreies, selbstbestimmtes und zufriedenes Leben zu unterstützen.

Letzte Projektneuigkeit

Liliths Letter Ostern 2020

  D. Dahm  08. April 2020 um 15:29 Uhr

Corona, Corona, Corona…..ich würde gerne über andere und vor allem schönere Themen berichten können, aber leider beherrscht und überschattet Corona ganz Lilith.

Viele sprechen in diesen Zeiten von Kurzarbeit, wir müssten in den meisten Arbeitsbereichen über „Langarbeit“ nachdenken (und beantragen, wenn dies denn möglich wäre….).

Tatsächlich sind aufgrund der Ausgangsbeschränkungen die persönlichen Kontakte mit unseren Klientinnen deutlich zurück gegangen, aber wir stehen trotzdem in engem Austausch und arbeiten auf Hochtouren (natürlich in getrennten Teams, wenn möglich im Homeoffice und mit dem nötigen Abstand…):  Wir machen uns augenblicklich große Sorgen, weil viele der von uns betreuten Frauen und Kinder immens großen Belastungen und besonderen Risiken ausgesetzt sind. Kinder und Jugendliche wurden aus Heimen und Kliniken - zurück zu ihren Familien - entlassen. Viele Frauen und Kinder leben nun auf engstem Raum zusammen, oft in ungesicherten oder inadäquaten Wohnverhältnissen, haben wenig bis keine Außenkontakte, leiden unter Geldmangel und sind schlecht versorgt mit Dingen des täglichen Bedarfes. Häufig drohen Eskalationen und Gewalt, auch durch Partner/ Väter. Obdachlosigkeit aufgrund häuslicher Gewalt ist aktuell ein besonders hohes Risiko. Außerdem besteht die Gefahr, dass Drogenkonsument*innen in „medizinisch unbegleitete Entzüge“ geraten und/ oder völlig unkontrolliert Drogen konsumieren. In nahezu allen Entgiftungsstationen Substitutionspraxen herrscht Aufnahmestopp. Erschwerend kommt hinzu, dass einige unserer Klientinnen (unerklärlicherweise) nur sehr schlecht informiert und aufgeklärt sind und deshalb auch nicht über Corona-Präventionswissen verfügen.

Uns war schnell klar, dass wir unseren „Betrieb“ aufgrund der Ausgangsbeschränkungen und der Verhaltensprophylaxe nicht einstellen dürfen, sondern anpassen und sogar erweitern müssen. Not macht erfinderisch: wir haben schnell reagiert und uns „technisch aufgerüstet“: unsere Sozialpädagoginnen haben ihre Beratungsangebote vom klassischen „Face to face Kontakt“ umgestellt auf Telefon, Video, Messengerdienste und Online (in enger Abstimmung mit unserem Datenschutzbeauftragten). In Krisensituationen, bei Fremd- und Eigengefährdung sind wir - wenn es nötig ist- nach wie vor persönlich für unsere Klientinnen da und machen ggf. sogar Hausbesuche. Auch Spaziergänge mit den Frauen und Kindern können wirksame Hilfen sein.

Unsere Erreichbarkeit und Öffnungszeiten haben wir ebenfalls erweitert und sind aktuell von Montag bis Freitag zwischen 10 und 16 Uhr telefonisch zu erreichen (im Krisenfall auch persönlich) und außerdem geben wir an allen Werktagen zwischen 14 und 16 Uhr „Carepakte“ mit Essen und Hygieneartikel an unsere Klientel aus. Im Notfall liefern wir die Carepakte sogar nach Hause. Wer den Frauen und Kindern helfen möchte, kann gerne bei uns Sachspenden vorbei bringen. Wir freuen uns darüber sehr und sagen Danke!

Zusammen mit MUDRA und der Substitutionspraxis Dr. Seiler haben wir ein „Notfallsubstitutionskonzept“ erarbeitet (das derzeit der Politik und der KV zur Prüfung vorliegt), das allen Drogenkonsument*innen einen (zumindest vorübergehenden) unbürokratischen und niedrigschwelligen Zugang zu Substitution verschaffen soll. Wir hoffen auf pragmatische und schnelle Lösungen!

Ein weiteres großes Sorgenkind ist unser Second Hand Laden für Damenmode, den wir seit dem 16.03. schließen mussten. Die meisten Maßnahmen zur Arbeitsförderung wurden durch die Jobcenter/ die BA geschlossen. Das bedeutet für uns, dass unsere Arbeitsprojektteilnehmerinnen bis auf Weiteres nicht zur Arbeit kommen dürfen, unsere Zuschüsse entfallen oder gekürzt werden und wir auch keine Ladeneinnahmen mehr haben. Pro Monat sind das über 20.000 Euro, die uns fehlen. Natürlich haben wir einen Antrag auf Soforthilfe beim Bund gestellt, machen Kurzarbeit und sparen, wo wir können, aber das langt alles nicht aus, um zu überleben.

Deshalb sind wir wieder einmal dringend auf Ihre/ Eure Unterstützung angewiesen und bitten um Spenden für unser Projekt: „Rettet Liliths Second Hand Laden“ bei gut-für-Nürnberg - https://www.gut-fuer-nuernberg.de/projects/78695

Zum Schluss möchte ich unbedingt noch erwähnen, dass wir in diesen Coronazeiten auch viele schöne Erfahrungen machen dürfen: Ich bin sehr dankbar über die lieben Nachfragen, die wir täglich bekommen (ob wir Hilfe brauchen, wie es den Frauen und Kindern geht), die großzügigen Sach- und Geldspenden und den „Trost und Zuspruch“ über die unterschiedlichsten Kanäle.

Haben Sie/ habt Ihr ganz lieben Dank für diese Solidarität - auch im Namen unserer Klientinnen und der von uns betreuten Kinder! Das alles tut richtig gut! Ich freue mich auch über die vielen kreativen Ideen, die im Laufe der vergangen Wochen überall entstanden sind und ich freue mich ganz besonders über die Coronanebeneffekte, wie zum Beispiel die Besinnung auf das Wesentliche im Leben, die saubere Luft, die sauberen Meere, den Kondensstreifen freien blauen Himmel und über ein Kreuzfahrtschiffe freies Venedig….. 

Ich wünsche mir, dass die Welt ein bisschen daraus lernt und sich auch nach Corona besinnt…… 

Ihnen/ Euch wünsche ich trotz der eingeschränkten Möglichkeiten schöne Ostertage mit lieben Menschen (wenns nicht anders geht, dann halt per Telefon oder per Video). 

Passen Sie/ passt gut auf und bleiben Sie/ bleibt gesund! 
Bis bald (am liebsten dann wieder persönlich)  

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90459
Nürnberg
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