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himmelbeet – sozial/ökologisches Gärtnern

wird verwaltet von Sonja R.

Über uns

Das himmelbeet ist ein Gemeinschaftsprojekt. Auf die Frage, was das himmelbeet ist, existieren bestimmt mehr Antworten als Würmer in unserem Kompost. Sollten wir sagen, was uns antreibt, es zu erhalten, dann ist es die Formulierung eines Anspruchs: Das guten Leben für Alle. Ein Versuch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Das himmelbeet ist ein diverses Projekt mit breiter Organisationsstruktur und verschiedenen Aktionsfeldern. Der Kernbetrieb wird von einer festen Gruppe weniger Menschen aufrechterhalten. Wir arbeiten in kollektiven Strukturen und setzen uns kritisch mit Fragen von Bezahlung und gesunden Arbeitsstrukturen auseinander. Die Überschüssen einzelner Bereiche finanzieren unsere ideellen Angebote wie den Backofentag, unsere AGs oder die Instandhaltung des Gemeinschaftsgartens. Wir sind gemeinnützig und erwirtschaften keine Gewinne.
Der Gemeinschaftsgarten wird von einer großen, offenen Gruppe überwiegend in freiwilliger Arbeit betrieben. Ein Teil der Beete wird von Nachbar*innen gepachtet, ein Teil in Gemeinschaft gepflegt. 30 Beete sind an soziale Initiativen und Träger vergeben. Wir gärtnern ökologisch mit samenfestem Saatgut. Alte und seltene Sorten liegen uns besonders am Herzen. Wir sind offen für neue Unterstützer*innen und freuen uns über helfende Hände! Weitere Aktionsfelder sind die Durchführung von Förderprojekten, der Betrieb des verpackunsgarmen Gartencafés und der partizipative Gartenbau. Mehr Infos gibt es auf unserer Website himmelbeet.de

Letzte Projektneuigkeit

Der Himmel am Kanal?!

  Sonja R.  11. September 2019 um 14:51 Uhr

Es fällt uns nicht leicht es zu sagen, aber: der Spätsommer ist da und das Datum, ab dem wir von 365 runter zählen müssen, rückt näher. Zum 31. Oktober 2020 muss das himmelbeet umziehen. Seit mehr als drei Jahren versuchen wir eine neue Fläche für den Gemeinschaftsgarten im Wedding zu finden.

In dieser Zeit habt ihr viele unterschiedliche Orte für einen neuen Standort für den Gemeinschaftsgarten vorgeschlagen. Einer dieser Vorschläge ist der Mettmannplatz am westlichen Ende der Tegeler Straße. Vor einigen Wochen haben wir diesen Vorschlag Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel, mit der Bitte um ein Gespräch zu kommen lassen. Das ist erstmal nichts ungewöhnliches – in der Vergangenheit haben wir über die für himmelbeet zuständige Ansprechperson im Bezirksamt verschiedene Flächen vorgeschlagen, meist gab es darauf kaum oder keine Rückmeldung.

Aber diesmal sollte alles anders sein: Wenige Wochen später saßen wir endlich mit Bezirksbürgermeister und Bezirksstadträtin an einem Tisch – wer hätte das gedacht!

Ein gemeinsames Gespräch zum Mettmannplatz
Und zum ersten Mal eine echte Option für einen zukünftigen Standort mit nachhaltiger Perspektive für das himmelbeet. In einem konstruktiven Gespräch zwischen Bezirksstadträtin Sabine Weißler, Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel und Vertreter*innen von himmelbeet am 8. August 2019, wurde der Mettmannplatz als neuer Ort für das himmelbeet besprochen. Sowohl Sabine Weißler, als auch Stephan von Dassel sehen im Mettmannplatz einen möglichen neuen Standort für den Gemeinschaftsgarten.

Aktuell sind dafür noch einige Herausforderungen zu meistern: Im Zusammenhang mit dem Bau der neuen S 21-Bahntrasse liegt auf den Flächen ein sogenannter Planfeststellungsbeschluss, die zuständige Behörde ist das Eisenbahn-Bundesamt. Dieser Beschluss enthält Ausgleichsmaßnahmen (für den Bau der S-Bahntrasse), die auf dem Mettmannplatz umgesetzt werden. Zuerst muss jetzt geprüft werden, ob die Umsetzung der geplanten Ausgleichsmaßnahmen mit einer Nutzung durch das himmelbeet vereinbar sind. Das Bezirksamt versucht hierzu, in den kommenden zwei bis drei Wochen die ersten Schritte zu machen.

Wir sind sehr froh und vorsichtig erleichtert
Darüber, dass nach all der aufgebrachten Zeit und Energie im Kampf für die Zukunft von himmelbeet, nun – nach mehr als drei Jahren – ein neuer Standort gefunden sein könnte. Wir freuen uns über einen möglichen neuen Ort in der Nähe zur Ruheplatzstraße und darauf, die Fläche gemeinsam mit den sozialen Trägern und Anwohner*innen der Nachbarschaft zu entwickeln. Die Ruheplatzstraße verlassen zu müssen fühlt sich zwar immer noch unwirklich an, die neue Perspektive setzt jedoch gleichzeitig Energie frei und lässt uns vorfreudig in die Zukunft blicken.

Auch in Sachen Maxplatz tut sich etwas
Auf dem, in der Debatte um einen neuen Ort für das himmelbeet immer wieder genannten, nördlichen Bereich des Leopoldplatzes, beginnt am 26.08.2019 die Beteiligung der Bürger*innen zur zukünftigen Gestaltung. Wir haben es schon häufiger formuliert, möchten aber auch an dieser Stelle noch einmal klarstellen: eine Aktivität von himmelbeet dort kommt für uns nur dann in Frage, wenn das Beteiligungsverfahren zu einem entsprechenden Ergebnis kommt. Auch wenn wir darin nicht perfekt sind, tun wir unser Bestes dafür, dass das himmelbeet ein Projekt von der Nachbarschaft für die Nachbarschaft ist. Das gilt an der Ruheplatzstraße und genauso an jedem anderen Ort.

Wir danken Stephan von Dassel und Sabine Weißler für das konstruktive Gespräch! Wir wünschen uns, dass es die Grundlage für einen guten Prozess ist, an dessen Ende eine Zukunft für das himmelbeet steht.

Allen Freund*innen und Besucher*innen des himmelbeets sagen wir ein großes Dankeschön für eure Unterstützung, in welcher Form auch immer bis hierher! Ohne euch, würde es den Garten gar nicht geben. Wir hoffen sehr, ihr geht den Weg weiter mit uns, wo immer es uns hin verschlägt.

Bis bald im Garten ♥



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