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Fritzchen live bei der Physiotherapie

Nadine F.
Nadine F. schrieb am 22.07.2011

Die Pflegemama schreibt:


Hallo ihr Lieben,


Asche auf mein Haupt – mein letzter Bericht liegt nun schon länger zurück. Doch Fritzchen hält mich auch gut auf Trab; manchmal komme ich mir vor wie die Assistentin des (Katzen-)Vorstands – Termine, Termine, Termine managen. Neben Magnetfeld, TEN und Physio sind nun Akupunktur und Laser dazugekommen. Letztere beiden Behandlungsformen lassen deutliche Veränderungen erkennen. Fritzens Beinchen vibrieren geradezu während den Behandlungen. Er sitzt nun gerader und zeigt immer mehr dieses wunderbare „katzenlike“-Profil. Sein rechtes Beinchen ist wesentlich geschmeidiger geworden, er streckt es nicht mehr schnurstracks wie ein Brett, sondern lässt es locker. Die Stehversuche aus der Hüfte heraus sind nun täglich zu beobachten. Das linke Beinchen hat mehr Sensorik, obwohl die Gelenke immer noch sehr steif sind.


Seinen Hinterkörper schleift er immer noch hinter sich her, wenn auch mit einer gänzlich anderen Körperspannung als am Anfang. Doch was erwarte ich? Über ein halbes Jahr verging ohne wesentliche Behandlung, die Erkrankung hat sich währenddessen chronifiziert. Einen solchen Schaden behebt man nicht per Fingerschnipp, sondern nur mit Geduld und fortwährenden Übungen. Ich muss mir das immer wieder auf’s Neue eintrichtern… Frau Kleemann, Fritzchens Physiotherapeutin, riet mir neulich, als ich wieder einen Geduldshänger hatte, mir vorzustellen, wie langwierig es bereits für einen Menschen in vergleichbarer Lage ist, wieder gehen zu können, und wie sehr er sich motivieren muss. Ein Mensch sagt sich: Ich muss diese Übungen machen, und ich will sie auch machen, weil ich ein Ziel habe; ich arrangiere mich nicht mit meiner Situation, sondern kämpfe. Ein Tier sagt sich dies nicht, es hat eine andere Form des Bewusstseins hinsichtlich seiner Situation.


Manchmal mache ich mir Sorgen, ob wir für Fritzchen ein geeignetes Zuhause finden, denn er wird noch lange besonderer Fürsorge bedürfen. Derjenige Mensch, der ihn adoptiert, muss sich im Klaren darüber sein, dass Fritzchen täglich seine Home-Übungen erhält; im Optimalfall sind so viele finanzielle Mittel vorhanden, dass ein regelmäßiger Besuch bei einem Physiotherapeuten möglich ist. Gelegentlich bleibt nach einem Toilettengang etwas an dem einen oder anderen Hinterbeinchen hängen, was zu ulkigen Mustern auf dem Boden führt – auch das muss der Adoptant hinzunehmen in der Lage sein. Geduld, Toleranz und ein dickes Fell sind hier gefragt. So unendlich viel kommt jedoch dafür zurück, nämlich ein Sonnenscheinchen, das bezaubernder nicht sein könnte.