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#ProjectLife - Megamarsch für Kinder in Not

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"It always seems impossible until it's done."

Anja G.
Anja G. schrieb am 09.04.2019

So nah liegen Freude und Leid manchmal beieinander...

💯 km in unter 22 Stunden sind geschafft! In der vagen Hoffnung, der Kopf wird zum einen stark genug sein die Wehwehchen zu ignorieren, zum anderen durch die Spendenaktion motiviert genug für einen guten Zweck immer weiter zu laufen, ging es für mich am Samstag um 14:10 Uhr an den Start bei traumhaftem Frühlingswetter, Sonnenschein und 20 Grad.

Bis km 60 hätte es nicht besser sein können. Nette Gespräche, dann wieder im eigenen Tempo den eigenen Gedanken nachgehangen, Musik gehört, oder auch einfach mal an gar nichts gedacht und einfach nur einen Fuß vor den anderen gesetzt. Auch die einsetzende Dunkelheit und ersten Stunden der Nacht waren lange nicht so schlimm wie zuvor angenommen, fast eher meditatives Laufen im Schein der Stirnlampen.
Je näher der Morgen rückte und die Kilometer vorangeschritten waren, desto schwerer und langsamer wurde jedoch jeder Schritt, desto mehr drang die Kälte bis in die Knochen, desto mehr rebellierte irgendwann auch der Magen. Auch wenn ich ab km 75 zu kämpfen hatte und das Weiterlaufen trotz Sonnenaufgang und nach einer Pause an der Verpflegungsstation bei km 80 hart war (und ich glaube, ich sah auch echt elendig aus), kam mir der Gedanke aufzuhören nie ernsthaft in den Sinn.

Es mag daran gelegen haben, dass ich das beste Support Team von Start bis Ziel an meiner Seite hatte, das mich immer wieder aufgepäppelt und motiviert hat, noch einmal die schmerzenden Beine massiert oder mich fest umarmt hat, bevor es zurück auf die Strecke ging. Ohne diese Unterstützung, und ohne den "Laufend Gutes Tun" Aspekt hätte ich wohlmöglich doch irgendwann abgebrochen.
Wie mir erging es wohl auch vielen anderen der ca. 4.500 Teilnehmer, von denen am Ende 1.019 bis ins Ziel gekommen sind. Ich habe an einem Tag selten so viele humpelnde Menschen gesehen. An jeder Ecke wurden Blasen verarztet und getaped. Wenn nicht Körper UND Geist mitmachen, nur das eine oder andere, reicht es nicht. Beide hatten in jedem Fall ordentlich zu tun.

✨💚 Und ohne EUCH wäre das alles so nicht möglich gewesen. Der Gedanke daran, welchen Kampf andere durch innere oder äußere Umstände ausstehen müssen, lassen meinen Kampf an diesem Tag sehr klein aussehen. Dennoch haben wir gemeinsam erreicht, einen Beitrag für Menschen in Not zu leisten und den Kampf des ein oder anderen Kindes in Not ein klein wenig erträglicher zu machen. Dafür danke ich euch heute noch einmal von Herzen! 💚✨

Was kommt nun als Nächstes? Ist es damit schon getan?
In den Stunden nach Zieleinlauf war klar: tolle Erfahrung, aber nie wieder.
1 Tag danach: Ich kann ja schon wieder laufen. Dann bin ich wohl bis an meine Grenzen gegangen, aber noch nicht darüber hinaus? 
2 Tage später: War schon schön so eine Herausforderung und natürlich die Freude, wenn jemand mich und mein Spendenprojekt mal wieder unterstützt hat. 
Und für wen oder was soll ich denn jetzt überhaupt noch laufen, wenn ich kein neues Ziel habe? Es gibt noch so viele Projekte und Organisationen, die jeden Tag tolle Arbeit leisten und die es zu unterstützen lohnt. Und wenn sich dies mit einem Lauf verbinden lässt, MEGA! 
Grenzen wollen überschritten werden und Brücken gebaut... Ich freue mich auf jeden neuen Schritt in diese Richtung! 
#WIRGEHENWEITER

Liebe Grüße
Anja