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Rainer goes Triathlon - Spenden für Angelo-Kinder

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Allgäu-Triathlon & ein fetter Spendenrekord!

Rainer S.
Rainer S. schrieb am 23.08.2018

Liebe Spender,

sowohl die Spendenaktion (wahnsinnig erfolgreich) als auch der Allgäu-Triathlon (semi-erfolgreich) sind beendet. Da ihr mich in den letzten Wochen und Monaten tatkräftig unterstützt habt, gibt es hier ein kleines Summary bzw. einen Bericht zum Wettkampf (etwas länger, kann bei Interesse gelesen werden, lohnt sich evtl. :) ):


Bereits am Samstag ging’s für mich ins schöne Allgäu bzw. nach Immenstadt zum Wettkampf. Die Rahmenbedingungen sollten sensationell sein: top Wetter ohne Wind mit viel Sonne und jeder Menge Zuschauern. Da der Allgäu-Triathlon der älteste in Deutschland ist, war auch die Organisation hervorragend. Sowohl die Pasta Party am Samstagabend, als auch die Wettkampfverpflegung und das Buffet nach dem Rennen haben Maßstäbe gesetzt. Der Allgäuer weiß einfach, wie man mit Gästen umgeht und Feste feiert :)
Am Sonntagmorgen ging’s dann um 5:30 Uhr raus und nach einem schnellen Frühstück direkt in die Wechselzone zum Triathlon. Dort galt es alles für die Wechsel auf die Rad- bzw. Laufstrecke vorzubereiten und die Kraft nochmal zu sammeln, bevor dann der Startschuss (von Alphornbläsern umrahmt) im Wasser um 8 Uhr erfolgte.
Wer jetzt noch nie so einen Massenstart gesehen hat: das sieht vielleicht von außen spannend aus, ist aber nicht wirklich ein Spaß. Viele übermotivierte und durchtrainierte Sportler starten gleichzeitig mehr oder weniger koordiniert im Wasser, daher würde ich es eher als eine Mischung aus Überlebenskampf und Schlägerei beschreiben…aber meint ja keiner böse und gehört nun mal dazu. Glücklicherweise lag die Wassertemperatur bei 22 Grad, sodass der Neopren-Anzug erlaubt war, was für mich als schlechter Schwimmer (im Kampf ums Überleben) ein deutlicher Vorteil ist. Überraschenderweise kommt mir aber das Schwimmen so langsam etwas entgegen, sodass ich die 1,9km (mit 150m Landgang dazwischen) in einer für mich hervorragenden Zeit von 32min durchziehen konnte und unter den Top 100 aus dem Wasser kam. Da das Radeln und vor allem das Laufen meine Stärken sind, lief das schon mal ganz gut.
Nachdem auch der Wechsel aufs Rad gut geklappt hat, ging’s auf die sehr sehr bergige Radstrecke. Da ich aber verhältnismäßig leicht bin und sowieso am Berg aufgewachsen bin, kamen mir die 1.400 Höhenmeter auf der Radstrecke durchaus entgegen und ich hab mich sogar ein bisschen darauf gefreut. Die Freude ließ allerdings relativ schnell nach, da die Berge unfassbar steil und extrem lang waren. Nichtsdestotrotz lief’s gut für mich, da ich gute Beine hatte und eigentlich nur überholt habe.
Anschließend hat sich der Trend etwas gewendet und das Glück war nicht mehr ganz so stark auf meiner Seite. Kurz nach einer Abfahrt (Top-Speed 76,2 km/h) ging es relativ flott bzw. mit einem Knall bei Kilometer 37 war die Sache klar: der Schlauch in meinem Hinterrad platzte. Da ich aber einen Ersatzschlauch dabei hatte, habe ich schnell das Rad raus gemacht, Schlauch gewechselt und das Rad wieder eingebaut, was zeitlich in wenigen Minuten passiert sein dürfte. Dann kam jedoch noch ein bisschen Pech dazu, da mein
Kartuschenauslöser nicht funktionierte bzw. beim Versuch, die mitgebrachte Kartusche zu öffnen, auch noch zerstört wurde. Somit stand ich ziemlich blöd da am Straßenrand im Nirvana. Irgendwann hat ein anderer Athlet angehalten (vielen Dank an den Unbekannten) und hat mir seine Kartusche & Öffner gegeben. Die hab ich dann direkt ausgelöst – leider hat der Verschluss aber nicht auf mein Ventil gepasst, sodass ich fast keine Luft reinbekommen habe. Ich stand also wieder da. Irgendwann ist dann ein Zuschauer entgegen der Rennstrecke geradelt, hat angehalten (seine Frage, ob ich wirklich weitermachen will, habe ich bejaht :)) und ich habe mir dessen Luftpumpe ausgeliehen. Leider war das auch ein älteres Modell, sodass nicht wirklich viel Luft rein ging, aber ich immerhin weiterfahren konnte. Allerdings habe ich bei der nächsten Abfahrt direkt gemerkt, dass das so nicht geht bzw. zu gefährlich ist und ich nochmal pumpen muss. Daher: nächster Berg hoch und zur Verpflegungsstation. Unglücklicherweise war dort aber auch keine Pumpe aufzufinden, sodass ich so ziemlich jeden Athleten angesprochen habe. Ein netter Triathlet hat mir dann seine Pumpe gegeben und dann ging’s aufwärts bzw. ich konnte die Fahrt nach sehr sehr langer Zeit und mit sehr viel Enttäuschung und Wut fortsetzen. Ich war jedenfalls so sauer, dass mir alle folgenden Anstiege scheißegal waren und ich von diesem Zeitpunkt nur noch überholt habe und keinen Platz mehr verloren habe.
Mit dementsprechendem Gemütszustand ging’s dann auch auf die sehr anspruchsvolle Laufstrecke. Zum einen wiederum bergig, zum anderen sehr warm. Mir ging leider irgendwann die Puste aus (vielleicht zu viel in der 2. Radrunde verballert), aber war ja dann auch egal. Jedenfalls war der Kuhsteig sowie die vielen Zuschauer ein richtiges Highlight, sodass ich teilweise meinen Spaß wiedergefunden hatte.
Nach 5:05h bin ich als 120. (von 644 Teilnehmern) etwas frustriert, aber trotzdem erleichtert ins Ziel gerannt. Sowohl Zeit als auch Platzierung sind okay, allerdings wäre natürlich viel mehr drin gewesen. Wenn man sich jetzt die Frage stellt, was der Defekt Zeit bzw. Plätze gekostet hat? Bei km 28 auf dem Rad war ich an Platz 73, bei km 44 dann auf Platz 292…naja. Ich denke ca. 20 Minuten. Das klingt jetzt nicht viel, aber die Zeit ist sehr sehr lange, in der man nichts machen kann und zuschaut. Wenn ich von meiner Gesamtzeit 20min abziehe, wäre das ungefähr Platz 35 geworden. Aber das ist konjunktiv und so kann es nun mal im Sport gehen bzw. gehört es vielleicht auch mal dazu. Jedenfalls ist es eine Erfahrung mehr und es hätte ja auch schlimmer kommen können – auch deshalb gibt es auch an dieser Geschichte etwas Positives.

Abschließend nochmals vielen Dank an’s Allgäuer Publikum und die vielen Menschen, die mich unterstützt haben. Auch wegen euch gab es nicht eine Sekunde Zweifel, das Rennen zu Ende zu bringen. Grazie!
Wer sich das Ganze in Bildern anschauen will, ich hab hier einige zusammengestellt…die sind wirklich sehr gut geworden (obwohl ich meistens drauf bin ;)). Es lohnt sich daher durchzuklicken:

https://picload.org/folder/rrllor.html


Unabhängig vom sportlichen Erfolg war die Spendenaktion auch dieses Jahr der Oberknaller! So wurde auch bei der 3. Auflage ein neuer Rekord aufgestellt: 60 Menschen haben 2.354€ gespendet! Auch wenn dies schwer vorstellbar ist, aber da fehlen mir schon ein bisschen die Worte :) Ich bin unglaublich stolz und überwältigt, wie viel Geld von euch gespendet wurde. Da ihr überwiegend anonym
gespendet habt, kann ich mich leider nicht persönlich bei jedem bedanken, also nehmt’s mir nicht böse, wenn ich euch nicht anspreche.
Die Angelo-Kinder, mit lebensbedrohlichen Krankheiten, werden sich wieder extrem über die Geschenke freuen und ihr seid dafür verantwortlich: daher vielen tausend Dank!
Die Spendenübergabe findet kurz vor Weihnachten am 15. Dezember statt. Ich werde dann nochmals berichten, wie das so ablief und was konkret nun mit eurem Geld passiert ist…

So nun aber wirklich zum Schluss: Da mir der Sport taugt und ich vielleicht auch ein bisschen Talent habe, sieht man an den Ergebnissen sowie an meinem Trainingsfleiß /-spaß. Wenn dann noch gleichzeitig sehr viel Sinnvolles und Wohltätiges dabei raus kommt, ist das eine gute Sache. Daher bin ich noch nicht am Ende. Ich starte nächstes Jahr beim bekanntesten und größten Triathlon-Event Deutschlands, der Challenge Roth! Wem das nichts sagt: ich mache einen Ironman!
Am 07.07.2019 starte ich über die Ironman-Distanz (3,8km schwimmen, 180km radeln, abschließend Marathon rennen mit 42,2km).
Damit der ganze Fleiß wiederum nicht umsonst ist und weil die Aktionen immer so wunderbar funktionieren, wird es auch nächstes Jahr eine Fortsetzung der Spendenaktion für hilfsbedürftige Kinder (leider gibt es immer noch zu viele) geben: Rainer goes Ironman!
Ich freue mich daher schon jetzt auf das nächste Jahr und verbleibe mit einem letzten dicken Dankeschön: Danke für all die Unterstützung!

Beste Grüße
Rainer