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Sea-Eye - für das Menschenrecht auf Leben

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Update - Dritter Einsatz mit der Sea-Eye

G. Isler
G. Isler schrieb am 02.10.2017

Heute, am 02.10.2017 startet mein dritter Einsatz auf einem Rettungseinsatz im Mittelmeer. Die Bedingungen haben sich seit meinem ersten Einsatz im November 2017 stark verändert. Mit Kampagnen gegen die NGOs versucht man den HelferInnen den Rückhalt in der Zivilbevölkerung zu und damit die Finanzierungsgrundlage durch Spenden zu nehmen. Die Libyer drohen explizit den NGOs sich nicht den libyschen Küsten zu näheren. So bedrohten sie in den vergangenen Wochen mehrfach Rettungsschiffe und behinderten Rettungseinsätze. Das völkerrechtswidrige Verhalten der neuen europäischen Partner wird in Europa nur noch von jenen PolitikerInnen kritisiert, die längst die Deutungshoheit über die Moral an jene KollegInnen verloren haben, die selbst keinen moralischen Grundsätzen mehr folgen.

In diesem Umfeld versuchen wir nun ehrenamtlich zu arbeiten, Menschen aus akuter Lebensgefahr zu retten und SpenderInnen für uns zu gewinnen. Genau das gehört seit einem Monat zu meinen Aufgaben im ehrenamtlichen Stab der Regensburger SeenotretterInnen.

Ich habe im Folgenden ein wenig Material und verschiedene Querverweise zur Situation auf dem Mittelmeer zusammengetragen.

Meinen Einsatzbericht (Lesezeit 5 Min) aus Mai 2017 findet ihr genau >>hier<<
Mein Videotagebuch (ca. 30 Min) aus November 2016 findet ihr hier --> Tag 1, Tag 2+3, Tag 4und Tag 5. Auf der Novembermission 2016 wurde der Film 'Minden Replying' (36 Min) produziert, den ihr >>hier<< ansehen könnt. Die Einnahmen aus den Downloads kommen selbstverständlich der Seenotrettung zu Gute.

Durch das gebetsmühlenartige  Wiederholen der unhaltbaren Pull-Faktoren-Theorie spaltete man die Gesellschaft in Europa. Wer immer noch nicht davon überzeugt ist, dass diese Theorie nur dazu dient, den NGOs das Leben schwer zu machen, den bitte ich sich etwas Zeit zu nehmen und sich folgende Artikel anzuschauen. Der Artikel 'Rettungsboote sind keine Magneten' in der Zeit (April17) verweist dabei auf eine Untersuchung der Universität von Oxford, die zeigt, dass die Abwesenheit von Rettungsschiffen immer zu höheren Todeszahlen führte.

Natürlich müssen wir Fluchtursachen bekämpfen! Das ist Aufgabe von Wirtschafts- Handels- und insbesondere Entwicklungspolitik! Seenotrettung ist akut erforderliche Not- und Katastrophenhilfe. Bei dieser Art der Hilfe bezahlen Menschen jede Zeitverzögerung schlicht mit ihrem Leben. Sie muss sofort stattfinden und kann nicht auf die Wirkung mittel- oder langfristiger Programme warten. Bei einer Naturkatastrophe würde niemand sagen, dass Soforthilfe sinnlos sei, weil man ja das Klima schütze müsse. Wie aber soll man ernsthaft daran glauben, dass EuropäerInnen, die Menschen vor der Haustür sterben lassen, ernsthaft daran interessiert wären langfristig wirkende Unterstützung zu leisten? Dazu gehören doch noch viel mehr Engagement, Finanzmittel und Massnahmen! Es ist absurd zu behaupten, dass man den Menschen in Akfrika mittel- oder langfristig helfen möchte, wenn man deren Söhne und Töchter genau jetzt im Mittelmeer ertrinken oder in Libyen foltern lässt. Wer soll uns das denn glauben?