Deutschlands größte Spendenplattform

Bitte aktualisiere Deinen Browser

Wir wollen die Welt mit Dir zusammen besser machen. Dafür brauchen wir einen Browser, der aktuelle Internet-Technologien unterstützt. Leider ist Dein Browser veraltet und kann betterplace.org nur fehlerhaft darstellen.

So einfach geht das Update: Bitte besuche browsehappy.com und wähle einen der modernen Browser, die dort vorgestellt werden.

Viele Grüße aus Berlin, Dein betterplace.org-Team

Rainer goesMarathonII:Spenden für krebskranke Kids

Zurück zur Spendenaktion
Fill 100x100 default

42,195 km beim Berlin-Marathon in 2:52:48h! Und ein neuer Spendenrekord: 2.050€!

Rainer S.
Rainer S. schrieb am 30.09.2016


Hallo liebe Spender,
Freunde & Follower,



der Berlin-Marathon 2016
ist gelaufen und es war vor allem für mich ein riesen Erfolg! Aber der Reihe
nach…(ich hoffe ihr habt etwas Zeit, sorry es wurde länger als geplant :) )



Wie ihr wahrscheinlich
mitbekommen habt, habe ich mich 10 Tage vor dem Marathon leicht verletzt: ein
kleiner Muskelfaserriss hat mich ganzschön außer Gefecht gesetzt und mir ziemlich
viel Sorgen bereitet. Daher war ich in der letzten Phase der Vorbereitung
überwiegend mit Arzt- & Physiobesuchen sowie mit der Einnahme von
Medikamenten beschäftigt, um das Ding fit zu kriegen. Ich hab zwar im Alltag
kaum was gemerkt, aber an Laufen war nicht zu denken. Noch am Dienstag beim
vorletzten Test war ich mir fast sicher, nicht laufen zu können, da ich bereits
nach 5km Schmerzen bekommen habe und an ein hohes Tempo sowieso nicht zu denken
war. Beim letzten Lauf am Donnerstag war’s dann aber okay, das heißt ich habe
nur noch ein leichtes Stechen gespürt und auch paar Sprints waren drin. Daher
bin ich mal optimistisch am Freitag nach Berlin geflogen um den Marathon am
Sonntag zu laufen.



In Berlin war dann
natürlich mal wieder Ausnahmezustand, die gesamt Stadt war im absoluten
Lauffieber. Das hat sich schon am Freitag auf der Marathonmesse und auch am
Samstag beim Frühstückslauf gezeigt. Enorm, was da los war und eigentlich
konnte man auch nur noch übers Laufen reden. Ich hätte fast sogar die Bundesliga
vergessen…fast ;) Nachdem mich die Steffi nochmal frisch mit Tape zugepflastert
hat, haben wir (die Gastgeber Steffi und Alex, dessen Bruder Christian sowie
mein Münchner/Tieringer Laufspezl Benjamin) am Samstagabend noch ein
Marathonmenü mit ordentlich viel Kohlenhydraten eingeworfen. Danach ging‘s
zeitig um halb 11 ins Bett, da der Wecker auf 5:30 Uhr gestellt war. Nach einer
zapfig frischen Runde mit der Bucki und dem Hund Nero um den Block (Danke
übrigens für die Unterkunft, Steffi & Alex - das war super von Euch!) kurz
gefrühstückt und dann ab zum Start. Dort hat sich dann mal wieder die Dimension
der Veranstaltung gezeigt: 42.000 Läufer, live Übertragung in der ARD, eine
Million Zuschauer an der Straße, zig Live-Bands und natürlich Kaiserwetter! Wer
da keine Lust hat, den Marathon zu rennen, der wird sie nie bekommen. Daher
war‘s klar, dass es an den Rahmenbedingungen nicht scheitern wird :) Nachdem ich letztes Jahr bei meinem 1. Marathon
eine starke 3:05h-Zeit gelaufen bin, war mein diesjähriges, hoch gestecktes
Ziel natürlich die magische 3 Stunden-Marke zu knacken. Wer das jetzt nicht
einordnen kann: dazu muss man etwas schneller als 14km/h oder 4:15min pro
Kilometer rennen – und das natürlich 3 Stunden lang! Dementsprechend viel habe
ich in der Vorbereitung gemacht: 6 mal pro Woche trainiert, d.h. an insgesamt
84 Tagen bin ich 70 mal gelaufen und hab dabei 1.034 Kilometer abgespult.
Insgesamt sind‘s dieses Jahr sogar schon an die 2.500 km. Dabei ging natürlich
viel Zeit, Schweiß und Kraft drauf und der Spaß für das restliche Leben leidet
darunter auch - aber ich war richtig gut vorbereitet! Aufgrund meiner guten
Vorjahrszeit konnte ich dieses Jahr im C-Block und somit kurz hinter den
Lizenzläufern starten. Das ist dahingehend wichtig, da ich von vorne weg in
einem schnellen Block war und nicht wie im letzten Jahr 20 Kilometer Slalom
aufgrund von langsameren Läufern laufen musste. Außerdem hab ich auch nicht ein
einziges Smartphone bei den Läufern um mich rum gesehen – ein guter Indikator
für die sportliche Leistungsbereitschaft :)



Zum Rennen: Im Vergleich
zu sonst war ich dieses Mal ungewohnt angespannt. Ich hatte vor dem Startschuss
einen Ruhepuls von 130 Schlägen (sonst bin ich aktuell gerade bei ca.
40Schlägen/min) und richtig Gänsehaut aufgrund der Atmosphäre! Die Nervosität
legte sich im Rennen jedoch schnell, da ich von vorne weg merkte, dass ich gute
Beine hatte und man sich aufs wesentliche fokussieren kann. Ich bin zwar die
ersten 5km wesentlich schneller als geplant gelaufen aber das ist auch schwierig
weil einen die Zuschauer extrem anpeitschen und man am Anfang gefühlt unendlich
viel Kraft hat. Daher gleich mal den 3-Stunden-Pacemaker-Ballon geschnappt und
Gas gegeben. (Am Schluss stellte sich sogar raus, dass die ersten 5km die
langsamsten waren…hahaha). Das Rennen lief dann richtig gut weiter und bei der Halbmarathon-Marke
(1:26:37h) war ich schon 3 Minuten unter der Zielzeit - und noch viel krasser:
ich hatte damit auch meine persönliche Halbmarathon-Bestzeit um fast 2 Minuten
unterboten. Da ich jedoch nicht wusste, wie lange die Kraft bzw. der
Oberschenkel hält oder wann der berühmte „Mann mit dem Hammer“ kommt, bin ich
vorsichtig geblieben. Meine Beine waren immer noch super und auch bei Kilometer
30 war ich noch ziemlich im Saft und hatte bereits 5min Puffer auf die 3
Stunden-Hochrechnung. Daher war ich schon optimistisch, dass das klappt…weil
aber immer mehr Läufer Krämpfe bekommen, sich übergeben oder an der Straßenseite
liegen, kann man sich eben nie sicher sein, was und vor allem wann passiert. Sowieso
aufgrund meiner Vorgeschichte der letzten Tage. Weil aber der Kollege mit dem
Hammer auch nach 35 Kilometern nicht aufgetaucht ist, bin ich einfach mal mit
der gleichen Pace weitergelaufen. Soll er halt weg bleiben, der Idiot :) Auch wenn die Beine richtig schwer sind und
schmerzen, läuft‘s ab Kilometer 40 wie von alleine. Der letzte Kilometer ist sowieso
pure Gänsehaut: Die Zuschauer stehen in Reihen hintereinander und feuern
nochmal richtig an, man läuft auf das Brandenburger Tor zu, sieht das Ziel und
man realisiert, dass sich die ganzen Anstrengungen der letzten Monate gelohnt
haben. Dieses Gefühl kann ich wirklich nicht beschreiben, ungefähr so wie sich
Bastian Schweinsteiger beim WM-Titel gefühlt haben dürfte. Weil ich immer noch
etwas Power hatte und im Fernsehen grüßen wollte, hab ich übrigens beim
Zieleinlaufen eine doppelte Drehung gemacht – leider hat die ARD aber nicht
mehr übertragen – sehr bitter. Naja. Im Ziel dann auf die Uhr gedrückt: Ich hab
schon unterm Lauf mit einer 2:55h gerechnet, aber das war dann krass und ich
konnte es nicht wirklich fassen (ich tu mir selbst heute noch schwer damit): 2
Stunden, 52 Minuten, 48 Sekunden!!! Das ist unglaublich schnell und heißt
4:05min/km bzw. 14,65km/h im Schnitt (und sogar nur 7min langsamer als die
Hahner-Zwillinge bei Olympia ;)). Somit insgesamt Platz 821 von 41.263 Läufern
(wobei die Platzierung vollkommen egal ist, nur die Zeit zählt). Durchschnittpuls
bei 183 Schlägen/min und das ist kein Tippfehler, es war also kein
Wohlfühltempo. Zudem natürlich auch die zuvor aufgestellte eigene Halbmarathon-Bestzeit
um nochmals 26 Sekunden unterboten. :) Verrückt! Natürlich haben auch die Beine mitgemacht und der Oberschenkel
gehalten, ansonsten wäre diese Zeit niemals möglich gewesen. Ich kann also glaub
schon von dem perfekten Lauf sprechen!



2016 09 25%2012.40.20 1


0018




Wer Berlin noch nie
gelaufen ist, kann sich nicht vorstellen, was das für ein Gefühl ist. Es hat
eigentlich ausschließlich 42,2 km lang einen riesen Spaß gemacht. Unglaublich,
was die Leute bewirken! Die Zuschauer tragen einen und die Strecke ist für
schnelle Zeiten gemacht. Aber diese Zeit sensationell :). Sowieso auch weil man bedenken muss, dass das
erst mein 2. Marathon war und viele Läufer sich mit diversen Versuchen an den 3
Stunden die Zähne ausbeißen. Wer sich jetzt denkt: „Okay, 3 Stunden ist trotzdem
ne lange Zeit!“ Ja, es ist auch so! Daher kann man schon auch viel
überlegen…mir fallen dabei häufig abstruse Themen ein wie:

- wie würde ein Marathonlauf zwischen Hillary und Trump ausgehen?

- wäre ich jetzt schneller, wenn ich einen City Scooter hätte?

- wie schnell könnte Usain Bolt einen Marathon laufen?

- Esse ich zuerst eine Currywurst oder einen Döner nach dem Lauf? Oder darf man
eine Currywurst im Döner essen?

Um nur mal einen Ausschnitt aus meinem Gedankengut preis zu geben. Es ist nicht
so, dass ich nicht konzentriert bin,... naja auch egal.

Zudem muss ich mich aber vor allem aber auch bei Euch bedanken: Vor dem Lauf
und auch während der gesamten Vorbereitung habe ich unzählige Wünsche und
Daumen Drücker bekommen – das hat während des Marathons extrem gepusht und ich
habe im Lauf sehr viel an all die Menschen gedacht, die mich unterstützen! Auch
danach Glückwünsche von allen Seiten, das freut mich wirklich - daher ein dickes
dickes Dankeschön! Ohne Euch wäre das nicht drin gewesen!



Guter Übergang, denn: Die
Spendenaktion für krebskranke Kinder hat einen absoluten Rekordwert erreicht
und mit 2.050€ abgeschlossen!!! In Worten: ZweitausendundfünfzigEuro!!! Das
sind 507€ bzw. ein Drittel mehr als im letzten Jahr! Weltklasse!!! 66 Menschen
haben gespendet und ein Herz für krebskranke Kinder gezeigt. Es freut mich und
macht mich sehr stolz, dass so viele von euch mitgemacht haben und eine sehr
gute Sache unterstützen! Vielen herzlichen Dank, das ist sehr gut investiertes
Geld. Die Kinder werden davon zwar leider nicht wieder gesund aber es bereitet
ihnen eine Freude, wenn es andere Menschen gibt, die ihnen etwas Gutes tun. Und
das haben sie definitiv verdient! Ich habe das Geld nun mal an die
Angelo-Stiftung transferiert. Als Verwendungszweck haben wir vereinbart, dass
es auch dieses Jahr wieder eine Wunschliste an Weihnachten geben wird. Jedes
betroffene Kind (sowie deren Geschwister) darf hierbei einen Wunsch äußern, der
mit dem Geld dann realisiert wird. Letztes Jahr konnten 8 Familien unterstützt
werden - da es aber schon mehr als 20 gibt, sind dieses Jahr die restlichen Familien
dran. Mir persönlich ist es ein Anliegen, euch zu informieren, was mit eurem
gespendeten Geld passiert. Daher werde ich dies euch dann auch im Anschluss mitteilen.
Geht zwar noch eine Weile, aber ihr werdet informiert, versprochen!

Da betterplace.org mir dieses Jahr leider die Namen der Anonymen Spender
vorenthalten hat, konnte ich mich nicht persönlich bei jedem bedanken. Seid mir
daher bitte nicht böse, das hätte ich schon gemacht. Wer mag, darf mich auch
gerne darauf ansprechen…eine Spende ist nichts, wovor man sich verstecken muss.
Aber ich verstehe natürlich auch die, die keine Lust drauf haben. Daher auch in
diesem Sinne nochmals ein ehrlich gemeintes Dankeschön!



Das war’s jetzt aber
auch. Ich hoffe der Ein oder Andere liest sogar den ganzen Text. Wenn nicht,
bin ich auch nicht sauer. Ist jetzt auch kein hochklassiger, investigativer
Journalismus oder gar ein literarisches Meisterwerk was ich hier abliefere :)
Zum Schluss freue ich mich jetzt erst mal auf leckeres ungesundes Essen,
Alkohol, eine Party-Heimkehr bei Tageslicht, ein Wochenende ohne Longrun, den
anstehenden Chile-Urlaub und vor allem: Euch alle bald mal zu sehen! :)


Lasst’s Euch gut gehen
und bis bald,




beste Grüße



Rainer