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Dieses Kribbeln im Bauch und.........zu viel Ehrgeiz

M. Schlattmeier
M. Schlattmeier schrieb am 10.06.2016

Der Freitag begann...........müde. Die Anreise unter Dauerregen und dadurch schwierigem „Fahrwasser“ hatte mich mehr geschlaucht als gedacht. Hannes, Inhaber des Landhotels und Tourgide, hatte mir am Abend zuvor angeboten, eine eher gemütliche Tour mitzufahren. Mehrere Gäste des Hotels hatten sich zusammengetan und für 9:30 Uhr verabredet. Die Krux. Die Tour beinhaltet schon nach wenigen Metern des Einrollens 1000 Meter Höhendifferenz (Höhenmeter). Das sind die Momente vor welchen ich Respekt habe, habe ich in meinem „Jagdrevier“, dem Sauerland bislang lediglich 350 Höhenmeter am Stück gedrückt.

Ich überlegte kurz, entschied mich aber sofort dafür die Tour anzutreten. Was gab es für eine Alternative? Keine wirkliche!

Zu Beginn der Steigung wurde kurz die Strecke besprochen. 2 markante Hütten stehen an der Strecke, an einer gibt es eine Quelle wo wir eine kleine Pause machen und die Trinkflasche auffüllen können. Jeder fährt sein Tempo, so Hannes, unser Guide. Mich packte der Ehrgeiz. 1000 Meter am Stück den Berg hoch? Inklusive einiger „fiesen“ Rampen? Sollte klappen. Ich nahm mir vor, es zu Beginn langsam angehen zu lassen und je nach Kondition, dann das Tempo zu steigern. Sofern man von Tempo sprechen konnte.

Alles in allem peilte Hannes 2 Stunden für die „Gipfelbesteigung“ an. Ich setzte mir 1,5 Stunden als Ziel. Tatsächlich fand ich nach kurzer Rast an der Hütte einen guten Rhythmus und konnte mich vom Rest der Truppe deutlich absetzen. Meine Erfahrung bei Marathons kamen mir hier sehr zugute.

Oben angekommen fühlte ich mich erstaunlich fit. Der Schweiß lief zwar in Strömen aus dem Helm, aber der Puls war absolut OK. Also hieß es warten. Auf den Rest der Truppe.. Und ich wartete und wartete und wartete..........


Was ich nicht wusste, im „Eifer des Gefechts“ bin ich zu weit gefahren. Etwas unterhalb vom Gipfel gab es einen unscheinbaren Abzweig, welcher kaum zu erkennen war. Was soll ich sagen? Ich bin dann die gesamte Strecke zurück, da ich dachte, die anderen seien umgekehrt. Tatsächlich aber saßen sie an der Schwarzseehütte und haben Spaghetti Aioli gegessen. Ich auch. Abends beim Italiener im Dorf.

Hinterher ist man(n) immer schlauer :-)