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Ein Segen für andere sein

J. Köttig
J. Köttig schrieb am 14.06.2017

Seit knapp 2 Wochen bin ich nun schon unterwegs. Davon habe ich genau eine Woche in Taizé verbracht. Von Sonntag bis Sonntag hatte ich die Zeit gemeinsam mit anderen Menschen  auf die Suche nach Gott zu gehen und Erlebnisse mit den Menschen auszutauschen. 

Wie ein Bruder in Taizé sagte „Wir reflektieren die Dinge, die wir in Taizé erleben, erst wenn wir zuhause sind“. So ist es auch umgekehrt. Wir reflektieren die Dinge, die wir im Alltag erleben meist besser auf Abstand. Wir sehen Details, die wir in der Hektik nicht sehen oder nicht die Zeit haben sie zu beachten.

In Taizé finden sich in der Hochsaison 3000- 5000 Menschen aller Alterskategorien ein, die dort eine Woche verbringen können und in Kleingruppen Bibelarbeit erleben und 3x täglich mit den Brüdern und Schwester der Communité Andachten feiern.

Dort traf ich auch eine Dame, die halbseitig gelähmt ist, nachdem sie in ihrer frühen Kindheit an einer schweren neuronalen Erkrankung litt. Sie kann gerade so laufen und nur unter schwersten Bedingungen alltägliche Tätigkeiten verrichten. Und trotzdem steht sie mitten im Leben. Sie ist beruflich tätig in der Heilerziehungspflege in Hamburg. Zum Glauben kam sie erst, nachdem sie durch einen schweren Unfall eine Zwangspause einräumen musste und es zeitweise ihr Leben noch mehr einschränkte. In der Suche nach Gott traf sie schließlich auch ihren zukünftigen Mann während ihres Aufenthaltes in Taizé. 

Die Unfallfolgen hat sie nun hinter sich gebracht, die halbseitige Lähmung bleibt. Aber die Offenheit und Herzlichkeit mit der sie mir begegnete, war so kraftvoll, dass auch ich für meine Weiterfahrt und mein neuen Job im nächsten Monat davon zehren kann. Mir, dem durch einen gesunden Körper doch so viel Kraft und Energie gegeben ist. Oder nicht?

Oft tuen wir uns im Alltag schwer oder beklagen uns über Umstände, für die wir nichts können. Oder eben doch?!  Katharina, so ist der Name der Dame, zieht ihre Kraft aus ihrem Glauben und meistert so täglich ihren Alltag mit Bravur. Dieser Lebensmut ist ein Geschenk, das ich mir gern zum Vorbild nehme. 

Lebensmut hängt nicht von deinen äußerlichen Einschränkungen und deinem Umfeld ab, sondern von Deiner Einstellung und wie du selbst damit umgehst. Was für eine Inspiration!

Auch ich kann „ein Segen für die Menschen, die ich treffe, sein“ sagte mir vor kurzem eine gute Freundin am Telefon. Mit diesem Schwung von Mut und Lebensfreude habe ich meine Fahrt fortgesetzt.

An der Rhône entlang bewegte ich mich nun eine Weile. Zwischenzeitlich war die Hitze aber unerträglich, sodass ich Teile der Strecke mit dem Bus zurücklegen musste. Nun bin ich auf dem Weg in Richtung der Pyrenäen, wo mich eine leichte Steigung erwartet. 

Ich schicke liebe Grüße nach Berlin zu allen meinen Lieben und freue mich darüber, dass ihr mich durch Gebete, Teilen meiner Geschichten und Spenden so fleißig unterstützt. Danke und bis zur nächsten Geschichte!

Für Fotos schaut gerne auf meinen Profil vorbei: https://www.facebook.com/jorg.kottig