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Auf den Spuren Luthers

J. Köttig
J. Köttig schrieb am 20.05.2016


Die Pilgerwege sind oft einsam und verlassen. Noch sieht man
kaum Menschen in den dafür ausgewiesenen Herbergen, die als Pilger unterwegs
sind. Die Zeit für Pilger beginnt erst Anfang/Mitte Juni, sagten mir die
Herbergsväter.



 Die Route des
Jakobsweges zum Heiligen Grab des Apostels Jakobs Richtung Santiago de
Compostela (Galicien) war laut Überlieferungen gleichzusetzen mit der nordspanischen
Hauptverkehrsachse, welche seit den 90er offiziell als „Jakobsweg“ bezeichnet
werden darf. Über diesen Weg hinaus bildeten sich viele zusätzliche „Wege des
Jakobsweges“, die an den Hauptweg anschließen, von Polen, Österreich,
Deutschland, Dänemark etc. aus.



Fast 700km hatte ich am Pfingstwochenende zurückgelegt, als
ich kurz vor Eisenach in einen schweren Hagelschauer geriet. Dieser zwang mich
schließlich in Eisenach eine Pause einzulegen. Viel zu spät stolperte ich in den
Gottesdienst einer Kirchengemeinde, um Schutz zu suchen. Sie nahmen den Störer
herzlich auf. Da es nicht geplant war in Eisenach zu nächtigen hatte ich keine
andere Möglichkeit als nach einer möglichen Unterbringung zu fragen. Dabei
verwies man mich auf ein Diakonissen Mutterhaus, dass ebenfalls als
Pilgerherberge ausgewiesen war.



Die Stichwörter Unwetter in Form des Hagelschauers und der
Zufall, dass ich in Eisenach landete, wo Luther Schutz auf der Wartburg suchte,
ließ einigen das Schmunzeln nicht verkneifen. Da Luther doch kurz vor seinem
knapp eine Stunde entfernten Stotternheim sein Gelübde während eines Gewitters
abgab Mönch zu werden und auf der Wartburg in Eisenach schließlich die
bahnbrechende Übersetzung der Bibel in die deutsche Sprache vornahm.



Man bat mich ein Tag länger zu bleiben um diese Geschichte
auch in dem Pfingstgottesdienst mit der Gemeinde zu teilen. Doch auch die weiße
Taube, die an der Wartburg entlang flog und meinen Besuch dort begleitete
bewegte mich noch nicht in die Fußstapfen Luthers als Mönch treten. Doch ich
weiß, dass mein Weg gesegnet ist.


Weitere Bilder und Standorte sehen Sie hier: 


https://joergkoettigblogblog.wordpress.com/2016/04/18/9/