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18.000 km am Rad für eine Welt ohne Landminen

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Von Hanoi nach Mae Sot / From Hanoi to Mae Sot

Daniel S.

--- English version below ---

Bilder: http://www.landmine.at/18000-km-am-Rad.305.0.html#maesot

Zum letzten Mal Hallo aus Südostasien!

Ich habe es geschafft! Ich brauchte nur 295 Tage und ungefähr 18.000 km, um endlich das Ziel meiner Charity-Tour für GGL zu erreichen.

Aber das Wichtigste zuerst. Soweit ich mich erinnere deckte der letzte Bericht, den ich euch geschickt habe, den Teil bis Hanoi ab. Also werde ich dort fortsetzen.

Von Hanoi aus war ich für ein paar Tage wieder in Gesellschaft von Luca, bis sich unsere Wege trennten. Unterwegs Richtung Südwesten, teilweise entlang der Ho-Chi-Minh-Autobahn, konnte ich einige Eindrücke vom vietnamesischen Landleben sammeln, das durch die Landwirtschaft, in diesem Gebiet vorwiegend Reisfarmen, dominiert wird. Die Reisfelder waren alle abgeerntet, daher sah die Landschaft nicht besonders spektakulär aus (Bild 1). Es hätte einige Campingplätze gegeben, aber ich war einfach zu faul, um das Zelt und die andere Ausrüstung rauszuholen. Da eine Unterkunft in Vietnam nicht sehr teuer ist, übernachtete ich jeden Abend in einem Gästehaus. Auch nahm ich es locker mit dem Radfahren und radelte nur  entspannte 50-80 km pro Tag. Die Temperaturen waren perfekt für das Radfahren. Sie lagen jeden Tag in den mittleren Zwanzigern.

Je näher ich der Grenze zu Laos kam, war das Land immer dünner und dünner besiedelt, was auch die Vielfalt der Lebensmittel beeinflusst. Eines Tages konnte ich nichts anderes als Nudelsuppe finden.

Um nach Laos zu gelangen, musste ich einen weiteren großen Anstieg von 1500 Metern bewältigen. Das war auf der vietnamesischen Seite kein Problem, da die Straße eine moderate Steigung hatte. Auf der Laos-Seite stand ich jedoch plötzlich vor steilen Abschnitten von 15% und mehr. Deshalb war ich über die kälteren Temperaturen in höhern Lagen richtig froh. Am Abend trug ich lange Hosen und einen Pullover.

Die Laoten sind sehr nette Leute und bei weitem nicht so laut wie die Vietnamesen. Am ersten Tag nach der Grenze wurde ich oft daran erinnert, wie wichtig meine Charity-Fahrt und die Arbeit von GGL sind. Ich kam an Minen-/UXO-Feldern vorbei. Dort arbeiten andere internationale NGOs daran, die Umwelt für die Dorfbewohner sicherer zu machen (Bild 2).

In Phonsavan, wo ich für einen Tag Pause machte, kann man alle möglichen Informationen über Minen und UXOs in Museen und den Hauptquartieren der NGOs finden.

Die Temperaturen waren auf dieser Hochebene kühl, vor allem in der Nacht (ca. 10 Grad). Ich floh daher nach Südwesten, um rasch Vientiane zu erreichen und dort ein Visum für Thailand zu bekommen (Bild 3 und 4). Das Treiben in der Botschaft war zunächst sehr verwirrend, aber schließlich fand ich meinen Weg durch das Chaos. Sehr langsam fuhr ich nach Vang Vieng weiter, wo ich Weihnachten verbringen wollte. Das erste Weihnachten in einem tropischen Land fühlte sich eher seltsam an. Wie sich herausstellte brachten mich 30 Grad und Sonnenschein nicht wirklich in Weihnachtsstimmung (Bild 5).

Ich traf etliche Radfahrer in dieser Gegend, von denen viele für ein oder zwei Monate nach Südostasien kommen, um zu radeln. Noch ein paar Tage und einige Hügel später feierte ich Neujahr in Luang Prabang, einem der kulturellen Zentren von Laos (ehemalige Hauptstadt). Dann schummelte ich auf meinem Weg zur thailändischen Grenze etwas, indem ich zwei Tage mit einem langsamen Boot den Mekong flussaufwärts fuhr. Eine wirklich schöne und entspannende Art zu reisen, muss ich sagen, vor allem im üppig grünen Mekong-Tal (Bild 6).

Sobald ich das Boot verlassen hatte, änderte sich das Wetter leider und die ersten 10 Tage in Thailand waren ziemlich nass.

In Chiang Rai traf ich ein letztes Mal mit Luca zusammen, der wieder nach Laos zurückkehrte. Langsam an das Fahren auf der linken Straßenseite gewöhnt, fuhr ich Richtung Süden nach Sukhothai, eine der vielen beeindruckenden Stätten des Kulturerbes in Thailand (Bild 7). Ich brauchte ein wenig länger als erwartet, weil der Regen mich zwang, in einigen kleinen Städten auf dem Weg für zwei Tage zu bleiben, um es auszusitzen.

In Sukhothai änderte sich das Wetter wieder und plötzlich hatte es 35 Grad und Sonnenschein. Nur zwei Tage nach Sukhothai erreichte ich endlich Mae Sot, das endgültige Ziel meiner Charity-Tour. Die letzte Etappe erwies sich wegen der Hitze und steiler Anstiege als eine der härtesten in dieser langen Zeit. Ich war erschöpft, als ich die Stadt erreichte.

Murakami, der Projektpartner von GGL, hieß mich mit einem guten Abendessen herzlich willkommen (Bild 8).

Am nächsten Tag besuchte ich ihn in seinem Büro und er erklärte mir im Detail, was er mit dem Geld macht, das GGL ihm schickt. Er zeigte mir viele Bilder von Unfällen der jüngsten Zeit und erzählte mir einige beunruhigende Details (Bild 9 und 10). Seid versichert, dass das Geld hier dringend benötigt wird!

Um euch einen kleinen Einblick über meine Reise zu geben, füge ist einige Statistiken für diejenigen an, die sich dafür interessieren:

•    Zurückgelegte Entfernung: zwischen 18.000 und 19.000 km
•    Benötigte Zeit: 295 Tage
•    Zurückgelegte vertikale Distanz: über 130.000 Meter
•    Ausgegebenes Geld: rund 8.750 Euro, alles inklusive.
•    Platte Reifen: 10
•    Andere Schäden: eigentlich keine
•    Verbrauchte Bremsbelege: ein Satz (Wer bremst hat Angst.)
•    Übernachtungen im Zelt: ca. 130
•    Länder, in die ich einen Fuss gesetzt habe: 19
•    Gesammelte Spenden: aktuell 3.278 Euro auf betterplace und 930 Euro direkt an GGL - insgesamt 4.208 Euro

Liebe Freunde, ich danke euch allen für euer Interesse an meinem Projekt und eure Unterstützung. Bitte verbreitet die Nachricht, dass meine Spendenseite bis auf weiteres online ist. Es wäre wunderbar, das Zwischenergebnis zu verbessern!

Euch allen ganz liebe Grüße
Daniel

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Images: http://tinyurl.com/18000-km-on-bike-until-MaeSot

Hello one last time from Southeast Asia!
 
I did it! It took me only 295 days and roughly 18000 kms to finally reach the goal of my charity tour for GGL.

But first things first. I remember that the last report I sent to you is covering the part until Hanoi, so I will continue from there.

Out of Hanoi I was in company of Luca for a couple of days, until our ways parted again. Heading southwest from Hanoi, partly along the Ho chi minh highway I could experience some Vietnamese countryside life, which is dominated by agriculture, in form of rice farming in this area. The rice fields were all harvested, hence the landscape didn’t look particularly spectacular (pic 1). Some camping would have been possible, but I was just too lazy to get the tent and all the other gear out. Since accommodation is not super expensive in Vietnam I ended up in a guesthouse every night. Also I took it easy with the cycling and just pedaled a recreational 50-80 kms per day. Temperatures were perfect for cycling, in the mid twenties everyday.

Coming closer to the border with Laos, population became thinner and thinner, also affecting the variety of food. One day I couldn’t find anything but noodle soup.

To get into Laos I had to manage another big climb of 1500 meters, which was no problem on the Vietnamese side, because the road had a moderate incline. On the Laos side, however, all of a sudden I was facing steep parts of 15% and more. That’s when I was happy about the cooler temperatures higher up. In the evening I was wearing long pants and a jumper.

The Laotians are very nice people, and by far not as loud as the Vietnamese. On the first day after the border I was reminded many times of the importance of my charity project and the work GGL is doing, when I passed by mine/UXO areas where other international NGOs worked on making the environment safer for the villagers (pic 2).

In Phonsavan, where I rested for a day one can find all kinds of information about mines and UXOs in museums and the NGO headquarters.

Temperatures were cool on this plateau, especially in the night (around 10 degrees) and so I fled southwest to reach Vientiane soon, in order to obtain a Visa for Thailand there (pic 3 and 4). The goings-on at the embassy were very confusing at first, but I finally found my way through the chaos. Very slowly I continued towards Vang Vieng, where I would spend Christmas. The first Christmas in a tropical country felt rather weird. 30 degrees and sunshine doesn’t really get me in Christmas mood, as I found out (pic 5). 

I met quite a few cyclists in this area, many of which come to Southeast Asia for a month or two, to cycle around. Another few days and a few hills later I celebrated new years in Luang Prabang, one of the cultural centers of Laos (former capital) and then cheated my way to the Thai border by taking the slow boat up the Mekong river for two days. A really nice and relaxing way to travel, I have to say, especially in the lush green Mekong valley (pic 6).

Unfortunately the weather changed as soon as I stepped off the boat and the first 10 days in Thailand were pretty wet.

In Chiang Rai I met up with Luca one last time, who was heading back to Laos again. Slowly getting used to riding on the left side of the road I made my way south to Sukhothai, one of the many impressive cultural heritage sites in Thailand (pic 7). I took a little longer than expected because the rain forced me to stay in some small towns along the way for two days, to sit it out.

In Sukhothai the weather changed again and all of a sudden it was 35 degrees and sunshine. Only two days after Sukhothai I finally reached Mae Sot, the final destination for my charity tour. The final stage turned out to be one of the toughest in a long time, because of heat and steep climbs. I was exhausted when I reached the city.

Murakami, the project partner of GGL gave me a warm welcome and some good dinner (pic 8).

The next day I came to his office and he explained to me in detail what he is doing with the money GGL is sending him. He showed me many pictures of recent accidents and told me some disturbing details (pic 9 and 10). Be assured that the money is desperately needed here!

To give you a little insight about my trip, here is some statistics for those who are interested:

•    Distance covered: somewhere between 18.000 and 19.000 kms 
•    Time needed: 295 days
•    Vertical distance covered: more than 130.000 meters 
•    Money spent: around 8.750 Euros including everything
•    Flat tyres: 10 
•    Other damages: none really 
•    Break pads used: one set (Who brakes loses.) 
•    Nights in the tent: around 130 
•    Countries set foot on: 19 
•    Collected donations: currently 3.278 Euros on betterplace and 930 Euros directly to GGL - a total of 4.208 Euros

Dear Friends, thank you all for your interest in my project and for your support. Please spread the word that my donation page remains online until further notice. It would be wunderful to improve the interim result!

Best wishes to you all, 
Daniel