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On the road again....

S. Moosmann
S. Moosmann schrieb am 19.02.2015

Von Butare ging es am Montag nach Muhanga. In dieser Stadt trafen wir auf Vincent. Er arbeitet dort als Arzt und betreut einige der Frauengruppen in Rusiga. Wir bekamen die Möglichkeit in der nahegelegenen Klinik eine physikalische Therapieeinrichtung zu besuchen. Für uns beide war es natürlich etwas Besonderes, uns mit Jean Claude (dem leitenden Physiotherapeuten) auszutauschen. In diesem Bereich arbeiten 3 Therapeuten und kommen der Arbeit kaum hinterher. Die Möglichkeiten der Therapie sind begrenzt, da die Mittel fehlen.

Frühmorgens am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg, um abends noch nach Shyorongi zu gelangen. Wir wollten noch mal den Pfarrer Jean Jaques besuchen und am nächsten Tag zu den Frauen gehen.
Doch nach 20 km mussten wir abprubt abbrechen, Annas Kette hatte sich im Umwerfer verhakt. Wir mussten sie öffnen und mit einem neuen Splint verbinden. Puhhh, das kostete uns einige Zeit und Nerven. Danach konnte der letzten Etappe nichts mehr im Wege stehen.

Herzlich wurden wir von Jean- Jaques abends begrüsst. Es gab ein reichhaltiges Abendessen und einiges über die vergangenen Tage zu erzählen. Am nächsten Morgen bekamen wir die Möglichkeit eine Morgenmesse mitzuerleben. Auch eine der Shyorongi Frauen, Leocardie war anwesend. Wir suchten sie vormittags nochmals auf, um zu sehen,wie die Ferkel, welche wir vor 2 Wochen zusammen gekauft hatten, gewachsen sind. Doch wir konnten sie leider daheim nicht antreffen. Nachmittags trafen wir uns dann mit einer unserer ersten Gruppen in Rusiga. Es freute uns sehr von ihnen zu hören, wie erfolgreich die Gruppe gemeinsam ihr Business führt.

Am 11.2. brachen wir dann nach Kigali auf. Dort erwartete uns Bob, ein Bekannter von Sarah, im Kreise seiner Freunde, die seine Hochzeit organisierten. Wir wurden gleich freundlich zur traditionellen und kirchlichen Hochzeit eingeladen.
Die traditionelle Hochzeit fand am Samstag, den 14.2 statt. Für uns ein einmaliges Erlebnis. Wir wurden traditionell eingekleidet und beobachteten stundenlanges Verhandeln um den Brautpreis in Form von Kühen. Plötzlich während der Zeremonie brach ein heftiges Gewitter mit Hagel aus, bei welchem wir schmunzelnd die flüchtenden Gäste beobachteten. Letztendlich einigten sich die Familien auf 12 Kühe.

Als wir eines abends Essen gingen, trafen wir auf einen Obdachlosen, der aufgrund einer alten Verletzung eine grosse hochinfektiöse Wunde am Fuss hatte.... Seit einem Jahr unbehandelt.... Der starke Schmerz war ihm anzusehen. Da der Mann ohne Krankenversicherung war, brachten wir ihn am nächsten morgen in eine nahegelegene Klinik. Dank der Hilfe eines Freundes war es möglich, umgehend eine Krankenversicherung abzuschließen (4 Euro im Jahr) und eine schnelle Behandlung einzuleiten. Im geht es nun schon viel besser. Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass sich viele Leute trotz diesem geringen Betrages keine Krankenversicherung leisten können.

Ein tolles Highlight war für uns der Akagerapark. Wir fuhren früh morgens in Richtung Osten, nahe der tansanischen Grenze liegt der 1200km 2 große Park. Die lange Fahrt wurde mehr als belohnt! Wir sahen Giraffen, Zebras, Nilpferde, Büffel und viele andere Tiere.

Da wir schon nach kurzer Zeit in Kigali das Radeln vermissten, verbanden wir den Besuch bei unserer Frauengruppe in Nyamata mit einer Radtour. Auf dem Weg dorthin trafen wir den Rennradfahrer Joseph, der uns dann den ganzen Weg dorthin und auch wieder zurück begleitete. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit stieg deutlich ☺

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge geniessen wir nun unsere letzten Tage in Kigali.

Bis bald,

Anna und Sarah

Ps: Die Fotos gibts wie immer auf der Projektseite von Kwizera bei Betterplace oder auf unserer Homepage http://www.kwizera.de unter Benefizradtour/Aktuelles