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Da sind wir wieder...

S. Moosmann
S. Moosmann schrieb am 10.02.2015

Wir sind nun seit dem 1. Februar in Butare.


Wir wurden freundlich von Eric empfangen, der uns ins
Freiwilligenhaus des RVCP (Rwanda Village Concept Project) brachte. Unser Ziel
war es, verschiedene bereits bestehende Frauengruppen zu besuchen und einen
Einblick zu bekommen, was sich seit der 1. bzw. der 2. Kreditvergabe im Leben
der Frauen verändert hat. Vorher wollten wir zusammen mit Afrodis (unserem
Projektkoordinator) und Eric (Mitglied des RVCP) einige Dokumente
zusammentragen. Immer wieder mussten wir die Erfahrung machen, dass Dinge (wie
z.B. Kopieren, Schneiden eines Papiers), für die wir normalerweise daheim nicht
lange brauchen, ganz schön viel Zeit (2 Tage!) in Anspruch nehmen können. Aber
für uns ist es eine gute Übung, geduldig und entspannt zu bleiben. ☺



Wir haben die Frauengruppen in Rukira (kleine
Ortschaft in der Nähe von Butare) mehrere Tage besucht und einen kleinen
Einblick in ihr Leben bekommen. Uns fiel auf, dass diese Frauen wirklich am
Existenzminimum leben. Einige der Frauen leben mit ihren Kindern in winzig
kleinen Lehmhütten, nur mit einer Strohmatte am Boden und einer Feuerstelle im
Raum.  Manche besitzen nicht einmal
Schuhe. Wir sahen Kinder mit aufgeblähten Wasserbäuchen. Die Männer sind zum
Teil abgehauen, sodass die Frauen alleine für ihre Kinder sorgen müssen. Einige
der Frauen haben leider auch Aids. Die Meisten haben keine Krankenversicherung
und somit keine Möglichkeit, bei gesundheitlichen Problemen einen Arzt
aufzusuchen.



Deswegen haben einige der Frauen aus der Not heraus
den 1. Kredit genutzt, um die Grundbedürfnisse (z.B. Medikamente bzw.
medizinische Versorgung oder Essen) für ihre Familie zu gewährleisten. Zusammen
mit Afrodis, Eric und Kathrin haben wir beschlossen, den Frauen und ihren
Familien die Krankenversicherung für das erste Jahr zu bezahlen. Desweiteren
bekamen jeweils 2 der 5 Frauen eine Ziege bzw. ein Schwein mit der Aufgabe, den
Nachwuchs den anderen 3 Frauen weiterzugeben. Ihr Ziel sollte dann auch sein,
durch die Viehhaltung den ersten Kredit zurück zahlen zu können. Dadurch
bekommen sie dann die Chance auf einen 2. Kredit.



Sehr positiv ist uns Anne-Marie aufgefallen. Ihre
Geschäftsidee war es, sonntags für das Dorf traditionelles Bier zu brauen.
Durch den Verkauf konnte sie teilweise die Schulgebühren ihrer Kinder
finanzieren. Durch das schnelle Zurückzahlen des 1.Kredits bekam sie einen
zweiten, mit dem sie sich ein Schwein und 4 Hühner gekauft hat. Ihr Geschäft
lief so gut, dass sie sich sogar einen eigenen Wasseranschluss leisten konnte.
Ihr Traum ist es, einen Stromanschluss zu bekommen, damit ihre Kinder für die
Schule lernen können (um 18 Uhr wird es bereits dunkel in Rwanda).



Die letzten Tage waren wir hauptsächlich damit
beschäftigt, Ziegen und Schweine zu kaufen. Außerdem waren wir mit der kranken sechsjährigen
Tochter einer der Frauen unserer Gruppen im Krankenhaus, da sie seit über einem
Monat starke gesundheitliche Probleme hatte und wegen der fehlenden
Krankenversicherung nie zu einem Arzt konnte.


Am 8. Februar nahmen wir uns Zeit, um das Murambi Genocide
Memorial (ein altes Schulgelände auf einer Anhöhe) anzuschauen. Dort wurden am
21.04.1994 zwischen 40- und 50 000 Tutsis eingesperrt und grausam ermordet. Auf
Schaubildern konnten wir die Geschichte des Völkermordes verfolgen. Während des
Völkermordes wurden innerhalb 100 Tagen 1 000 000 Tutsis ermordet. Als uns die
Klassenzimmer gezeigt wurden, erschauerten wir. Dort befanden sich in 24 Räumen
mumifizierte Leichen (Erwachsene und Kinder).


Uns wurde dabei traurig bewusst, dass Menschen leider
nicht aus der Geschichte lernen und sich solche schrecklichen Episoden bis
heute immer irgendwo auf der Welt wiederholen.



Aus diesem Grund ist es uns sehr wichtig, dass
Menschen in der Not aufgenommen werden und Unterstützung finden.



Am Montag geht es weiter in Richtung Kigali. Für uns
bedeutet es, von vielen lieben Menschen und der freiburgähnlichen Kleinstadt
Butare Abschied zu nehmen. Das bedeutet auch Endspurt unserer Tour ;-(



Es gibt übrigens auch weiterhin die Möglichkeit, das
Projekt Kwizera zu unterstützen.


Schaut gerne mal bei Betterplace rein...



Ein großes Dankeschön nochmal an all die zahlreichen
Spender.



Bis bald,


Sarah und Anna


Ps: Die Fotos gibts wie immer auf der Projektseite von Kwizera bei Betterplace oder auf unserer Homepage http://www.kwizera.de unter Benefizradtour/Aktuelles