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Wir waren Vor Ort, Bericht über unseren Tag in der Schule und Besuch unseres Patenkindes

E. W
E. W schrieb am 27.09.2012

So ihr Lieben, hier bekommt ihr den langersehnten Bericht  von unserem Tag in Kilifi


Der Wecker klingelte bereits um 5 Uhr, da uns um 6 Uhr das Taxi nach Kilifi abholen sollte, welches wir über Kiwara Safari organisiert hatten. Unser Hotel befand sich am Diani Beach, so dass wir  erst durch Mombasa fahren mussten und mit der Fähre übersetzten. Um 9 Uhr waren wir mit Gabi verabredet. Bereits während der Fahrt, war unsere kleine Samira aufgeregt und fragte ständig, wann wir denn nun endlich Neema treffen und ihr ihren Rucksack übergeben können. Endlich am Treffpunk angekommen, kam nach kurzer Zeit Gabi mit ihrer Tochter und Mr. Karani in dem nagelneuen Auto.  Es ist wirklich toll! Nach einer netten Begrüßung und einer kurzen Besprechung, wann wir unseren Taxifahrer wieder bestellen sollten, entschieden wir uns dafür in nen neuen Toyota umzusteigen. Der Taxifahrer fuhr uns zur Schule hinterher und sollte dort auf uns warten.  Schon von weitem konnte man das tolle Schulgebäude sehen. Kaum ausgestiegen wurden wir bereits von den vielen fröhlichen Kinderaugen angesehen und sehr herzlich begrüßt. Jeder von uns bekam eine selbstgebastelte Kette um den Hals. Wir überreichten Mrs. Nelly eine große Tüte mit Kleidungsstücken von Samira für die Kinder. Es befanden sich auch noch einige Schreibhefte und Stifte darin.  Als Erstes besuchten wir unser Patenkind Neema Ringa. Samira wartete schon ganz ungeduldig darauf den Rucksack zu übergeben. Samira kannte keinerlei Berührungsängste, während Neema noch sehr schüchtern wirkte und sie eigentlich gar nicht so richtig wusste wie ihr geschah. Gabi  sah mit Neema zusammen in den Rucksack, wo wir noch ein paar Kleinigkeiten reingelegt hatten und half ihr dann den Rucksack aufzusetzen. Gabi nahm Samira an die Hand und ich die kleine Neema. Zusammen machten wir uns über einem schmalen Pfad auf den Weg zu Neema Hütte. Emmanuel und die anderen Geschwister waren bereits vor gelaufen. Auf dem Weg kamen wir an dem Social Living Haus von Yuda vorbei. Es ist wirklich toll das alles in live zu sehen.


Auf dem weiteren Weg zur Hütte der Fam. Ringa konnte es Samira nicht mehr erwarten Neema nun auch an die Hand zu nehmen und so liefen dann die beiden Hand in Hand den restlichen Weg , wobei Neema jedoch immer etwas skeptisch war, was denn nun als nächstes passieren würde. Vor der Hütte erwartete uns bereits Mama Ringa mit einem strahlenden Lächeln. Ich bekam gleich eine herzliche Umarmung von ihr. Damit hatte ich gar nicht gerechnet, fand dies aber einfach nur toll und freute mich total gleich so aufgenommen zu werden.  Was  mir auch gleich auffiel, Mandy und ich hatten der Mama mal eine handgemachte Kette geschickt, die sie nun trug. Sie steht ihr echt gut und ich habe mich sehr gefreut dies zu sehen. Nun  bekam auch Emmanuel sein Geschenk. Mandy hatte es uns vorab gegeben. Natürlich wollte Samira auch dieses übergeben. Genauso wie Neema schon vorher, war auch Emmanuel mit der  Situation scheinbar etwas überfordert, nahm alle Geschenke skeptisch an und versteckte sich dann in der Hütte hinter der Tür. Mandy, so ist dann auch das verschwommene  Photo von ihm entstanden. Gabi fragte die Mama ob ich mir die Hütte einmal ansehen darf. Sie öffnete die Tür und wir sahen auf einen kleinen Raum, wo sich das „Bett“ befand. Ich diesem Bett schlafen 4 Kinder. Um die Schlafsituation besser für uns zu veranschaulichen, legten sich drei der Kinder hinein, das vierte Kind wollte Samira sein. Als sie schon fast im Bett lag, überlegte es sie sich dann aber doch anders. Ich fragte die Mama, ob ich mir die restliche Hütte ansehen darf und ob ich Photos machen darf. Sie stimmte zu. Ich hatte jedoch das Gefühl, das ihr dies nicht so angenehm war. Ich passte gerade so an dem ersten „Bett“ vorbei und gelang dahinter in einen zweiten Raum. In diesem sah ich ein Holzgestell, welches den restlichen Kindern als Bett diente. Die Mama erzählte mir, dass sie bereits oft auf dem Boden im Sand schläft, da die Pritsche einfach nicht mehr ausreichte. Genau über dem Schlafplatz befand sich das löchrige Dach, welches ihr schon auf den Bildern sehen konntet. Die Mama erzählte das es daher oft in die Hütte rein regnet.  Wieder vor der Tür besprachen wir mit Gabi, wie wir der Familie aktuell helfen können. Wir hatten vorab mit Mandy ein bisschen Geld gesammelt. Wir entschieden uns dafür das Geld für ein neues Bett zu verwenden. Da  unser Anteil nicht für ein Bett reichte, war Gabi zu lieb und legte den Rest dazu. Vielen Dank Gabi. Gabi erzählte es der Mama, welche sich natürlich sehr freute.  Wir verabschiedeten uns von der Familie und machten uns auf den Rückweg zur Schule, wo wir Samira immer wieder zurückhalten mussten, da sie bereits vorrannte.  In der Schule angekommen machten wir noch einmal einen kleinen Rundgang auf dem Schulgelände. Unteranderem sahen wir uns auch die Schulküche an, wo wir mit einem freundlichen Lächeln empfangen wurden. Nicht nur in der Küche sondern auch davor waren die Frauen eifrig damit beschäftigt, das Essen für das Fest vorzubereiten und machten sich sehr viel Mühe. Samira war sofort von der Schule begeistern und wollte gleich die Schaukeln ausprobieren.  Anschließend setzten wir uns in den Schatten, wo wir auch dem Staatsrat  vorgestellt wurden. Wir tranken sehr leckeren kenianischen Tee und aßen köstliches Gebäck dazu, alles frisch zubereitet. Gabi, wie heißt das Gebäck nochmal? Während wir Tee tranken unterhielten wir uns über Neema. Uns war eine Wucherung über Neemas  Ohr aufgefallen. Gabi veranlasste dass Neema in nächster Zeit einem Arzt vorgestellt wird um dieses abzuklären. Gabi, hast du schon eine Rückinformation bekommen?  Mr. Karani erzählte uns das Neemas Papa 3 oder 4 Frauen hat und von Zeit zu Zeit alle Frauen besucht.  Gabi erklärte uns, dass dies offiziell in Kenia verboten ist, aber noch häufig praktiziert wird. Samira fasste während wir Tee tranken lieber die Rutsche und das Klettergerüst ins Auge. Alle Kinder saßen brav auf ihren Stühlen und beobachteten Samira auf Schritt und Tritt. Sie wollte die Rutsche ausprobieren, welche vom Nieselregen etwas feucht geworden war. Samira rutschte zügig hinunter und  landete auf ihrem Poo vor der Rutsche. Das amüsierte die Kinder sehr und alle brachen in lautes Lachen aus. Gabi löste dies jedoch ganz toll, indem sie Samira erzählte dass alle Kinder sie beklatscht und bewundert haben, wie toll sie gerutscht ist ;-) nun konnte es Samira nicht mehr erwarten endlich die Bonbons an die Kinder zu verteilen, welche wir vorab gekauft hatten und nervte Gabi so lange, bis sie das Verteilen organisierte.  Die Kinder stellen sich in eine Reihe und Samira verteilte mit Hilfe von Gabi ganz stolz die Bonbons.  Anschließend warfen wir einen Blick in den „Turnraum“ wo einige der Kinder sich ihrer Taekwandoprüfung für den gelben Gürtel stellten. Alle sollten ihn bekommen. Toll gemacht!  Als wir uns erneut in den Schatten setzten, begann das eigentliche Fest. Alle machten das ganz toll und wir waren begeistert, Die Pfandfinder zeigten was sie gelernt hatten und Gabi  sollte mit ihrer Tochter anschließend die Inspektion durchführen und gingen durch die Aufstellung der Pfadfinder.  Anschließend wurde gesungen und getanzt, wo wir natürlich auch zum Mitmachen aufgefordert wurden. Das hat sehr großen Spaß gemacht. Es folgte die Taekwandogruppe mit ihren neuen gelben Gürteln. Sie haben das alle ganz toll gemacht und wir spürten wir stolz die Kinder waren. Ach ja zwischendurch hatte auch Gabis Tochter ihren großen Auftritt und musste Holz auf dem Kopf balancieren. Das hat sie echt gut gemacht.


Anschließend wurden noch einige Reden gehalten, von Mr. Karani, vom Staatsrat, von Gabi… Während der ganzen Zeit saß Samira in der Nähe der Kinder auf der Erde. Ihr wurde ein Stuhl angeboten, welchen sie jedoch ablehnte.  Allmählich aber sicher rückten die Kinder immer näher an Samira heran, bis sie sie ganz umkreist hatten und  wunderbar miteinander spielten. Ganz ohne Worte verstanden sie sich prächtig. Als alle ihr Können aufgeführt hatten, wurden wir durch die Pfandfinder zum neuen Schulgebäude begleitet. Dieses sollte nun eingeweiht werden. Gabi durchtrennte zusammen mit dem Staatsrat das blaue Band und alle freuten sich und sangen. Das war ein wunderbar freudiges Erlebnis.  Die Toilette wurde ebenfalls eingeweiht. Wieder schnitt Gabi zusammen mit dem Staatsrat das blaue Band durch und alle freuten sich wahnsinnig Wir gingen singend die Schultreppen hinauf und sammelten uns im Klassenzimmer. Die Frauen klatschten und sangen weiter. Das war einfach toll. Und auch die Kinder vor der Schule sangen alle. Wahnsinn. Als das Klassenzimmer wieder leer war, traute sich auch Samira hinein und saß Probe. Auf dem Rückweg zu unserem Schattenplatz wurden zwei Fahrräder verteilt. Schon als die Kinder die Fahrräder von weiten sahen bekamen sie ein Leuchten in den Augen. Diese Freude ist einfach unbeschreiblich. Danach bekamen alle Kinder ihr Mittag und stellen sich in einer Reihe an. Wir suchten noch mal Neema und Emmanuel, fanden sie und ließen sie dann aber in Ruhe essen. Auch wir aßen nun. Den ganzen Tag wurde ja bereits für das Fest gekocht und alle hatten sich sehr große Mühe gegeben. Das Essen schmeckte wunderbar. Samira war schnell gesättigt und gesellte sich wieder zu den anderen Kindern auf das Klettergerüst. Auch hier war sie natürlich umringt. Es war so schön zu sehen, wie gut sie sich auch ohne Worte verstanden.  Nach dem Essen sollte auch Noah sein Geschenk bekommen, welches Kerstin uns mitgegeben hatte. Er wurde geholt und Samira wollte, wie nicht anders  zu erwarten das Geschenk übergeben. Auch er freute sich sehr.  Zum Schluss suchten wir aus unserer Tasche mit der mitgebrachten Bekleidung noch zwei paar Schuhe aus. Neema wurde noch einmal geholt. Leider waren ihr die Schuhe schon zu klein, so dass noch zwei jüngere Kinder zur Anprobe geholt wurden. Wir sahen einen kurzen Moment nicht zu Neema, da griff sie sich auch schon die Schuhe und machte das sie wegkam, dass ihr die auch ja nicht weggenommen werden egal ob sie passen oder nicht. Süß!! ! J Sie durfte sie natürlich trotzdem behalten, wenn sie ihr so große Freude bereiten.  Langsam aber sicher neigte sich der Tag dem Ende und wir verabschiedeten uns schweren Herzen. Es war so ein wunderbarer erlebnisreicher Tag, dass ich dies nur schwer aufschreiben kann. Ich hoffe ich konnte euch meine Eindrücke und Erlebnisse  einigermaßen gut schildern. Gabi es ist so toll zu sehen, was du bereits geleistet hast. Und das ist sehr viel.  Vielen Dank dass du uns so einen schönen Tag beschert hast. Der Taxifahrer welcher uns in unser Hotel zurückbrachte, hatte sich alles vom Auto aus mit angesehen. Kurz bevor wir wieder im Hotel waren bedankte er sich bei uns, dass er uns zu der Schule fahren durfte und wir ihn mitgenommen haben. Er war unheimlich begeistert von diesem Projekt.  Abends im Hotel trafen wir auf ein deutsches Pärchen, welches wir am Vorabend kennengelernt hatten. Natürlich wollten sie wissen wie unser Tag war und wir erzählten viel und zeigten die ersten Bilder auf dem Photoapperat. Sie waren ebenfalls  begeistert und zweifelten keine Sekunde daran, dass das Geld bei Harambee 100% ankommt. Sie ließen sich von mir die Homepage aufschreiben und sagten uns, dass die auf jeden Fall helfen möchten. Sie denken darüber nach auch eine Patenschaft zu übernehmen.  Sie waren sogar so begeistert dass sie einem polnischen Pärchen, welches sie im Urlaub kennengelernt  hatten  von Harambee berichteten. Ich hoffe, dass wir sie bald hier begrüßen dürfen.


Zum Schluss können wir eigentlich nur sagen, dieser Tag wird unvergesslich bleiben.