Dorfentwicklung durch Ausbildung und lokale Gewerbe in Laos

Ein Hilfsprojekt von „Solidaritätsdienst International e.V. (SODI)“ (Patricia S.) in Sekong, Laos

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Patricia S. (verantwortlich)

Patricia S.
Für jeden Rock, der genäht und für jedes Moped, das repariert werden muss, legen sie weite Wege zurück. Die Menschen auf dem Hochplateau in Sekong und Saravanh im Süden des Landes leben von den Erträgen ihrer Reisfelder und der Tierhaltung für den Eigenbedarf. Doch oft reicht die Ernte nicht aus, die Familie zu ernähren. Auch haben einige Dörfer Land an große Kautschukplantagen ausländischer Investoren verloren. Während junge Menschen mit der Hoffnung auf einen Job in die Städte abwandern, bleibt das Entwicklungspotential der Dörfer meist ungenutzt. Denn das Geld, das für den Rock, den Ölwechsel oder die neue Frisur ausgegeben wird, geht dem eigenen Dorf verloren.
Ihre Spende hilft jungen Laoten bei dem Aufbau einer Perspektive für sich in ihren Dörfern.

Dorfentwicklung durch Ausbildung und lokale Gewerbe 

Die Partnerorganisation von SODI, GLAD, setzt dagegen auf die Stärkung lokaler Wirtschaftskreisläufe, um die Lebenssituation in den Dörfern zu verbessern und der Landflucht entgegen zu wirken. Dazu wird zunächst der konkrete Bedarf an Gewerbe und Dienstleistungen ermittelt und insgesamt 180 junge Männer und Frauen entsprechend an staatlichen Berufsschulen ausgebildet. Ausgewählt wird nur, wer die Gründung eines Gewerbes in seinem Heimatdorf anstrebt. Doch die technische Ausbildung alleine reicht nicht, um die jungen Menschen darauf vorzubereiten. „In den staatlichen Schulen lernen sie nur das Handwerk“, sagt Maykham Lovankheo, Projektkoordinator von GLAD. „Aber sie lernen nicht, wie sie in ihren Dörfern selbstständig damit arbeiten können. Deswegen organisieren wir im Anschluss an die Ausbildung Kurse zur Unternehmensgründung.“ Denn ob ein Unternehmen erfolgreich ist, hängt maßgeblich auch von dem Wissen über feste und laufende Kosten, Preisgestaltung und Buchführung ab. 
Nach der Ausbildung übergibt GLAD den jungen Absolventinnen und Absolventen eine Grundausstattung, um ihr neu erlerntes Handwerk ausüben zu können: Nähmaschine, Bügeleisen und Stoffe für die Schneiderei. Schweißgerät, Werkzeugkasten und Ersatzteile für die Motorradwerkstatt. Der Anschaffungswert wird als Kredit gewertet, den die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer in einen Dorfentwicklungsfond zurückzahlen. Aus diesem werden Aktivitäten finanziert, die der gesamten Dorfgemeinschaft zugutekommen, wie die Reparatur einer Trinkwasserleitung oder die Anschaffung einer neuen Tafel für die Dorfschule. Bei ihrem Schritt in die Selbstständigkeit werden die jungen Menschen nicht alleine gelassen. Dorfberater*innen unterstützen und motivieren sie. „Wir sind immer dabei“, sagt Maykham, der die Dorfberater*innen auf ihre Aufgaben vorbereitet. Er erinnert sich an die 16-jährige Schneiderin, deren Familie den Reis nun nicht mehr auf Pump kaufen muss. Oder an den 29-jährigen dreifachen Vater Boun Nam, der mit seiner Motorradwerkstatt das Familieneinkommen verbessert und nicht mehr als Hilfsarbeiter arbeiten muss. 

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Ort: Sekong, Laos

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