Liebe Freunde, Nutzer und Partner von betterplace.org,

in diesem Jahr feiert betterplace.org sein 10-jähriges Bestehen. Von Beginn an ist unsere Vision, die Welt besser zu machen – mit technischen Lösungen, die es allen Helfern erleichtert, Spenden zu sammeln. Weniger Aufwand, weniger Kosten, einfache Lösungen für die Guten da draußen – das ist unser Ziel.

Über 20.000 soziale Projekte haben seit 2007 unsere Lösungen genutzt, über 43 Millionen Euro wurden so für den sozialen Sektor eingesammelt. Besonders glücklich macht uns das Wachstum in den letzten Jahren: Allein 2016 wurden über 13 Millionen gespendet.

Doch diese sehr erfreuliche Entwicklung hat leider auch eine Schattenseite: unsere eigene Refinanzierung als gemeinnützige Organisation und Sozialunternehmen. Denn mit jeder neuen Organisation, die betterplace.org nutzt, und jeder Spende, die wir ermöglichen, steigen unsere eigenen Kosten.

Um diese Organisationskosten zu finanzieren, haben wir bisher auf zwei Lösungen gesetzt: Mit betterplace Solutions vertreiben wir digitale Lösungen für Unternehmen, die die Wirkung ihres gesellschaftlichen Engagements sichtbar machen und verstärken wollen. Und wir bitten unsere Spender auf betterplace.org um eine freiwillige Zusatzspende zum Betrieb der Plattform. In beiden Bereichen konnten wir über die Jahre wichtige Erfolge und Wachstum verbuchen. In den vergangenen 9 Jahren haben wir es so geschafft, nicht nur 100 % an soziale Projekte weiterzuspenden, sondern darüber hinaus alle externen und internen Transaktionskosten selbst zu finanzieren. Über 1 Million Euro haben wir dem sozialen Sektor so zusätzlich zur Verfügung gestellt.

Doch während die Nutzung von betterplace.org sich sehr positiv entwickelt, hat das Wachstum in diesen beiden Pfeilern unserer Refinanzierung Grenzen. Die Summe der mit den Spenden verbundenen Transaktionskosten ist inzwischen so weit angewachsen, dass wir nicht weitermachen können wie bisher.

Wir haben uns vor diesem Hintergrund dazu entschieden, die Refinanzierung von betterplace.org auf ein breiteres Fundament zu stellen. Unsere Lösungen für Unternehmen und der freiwillige Beitrag zum Betrieb bleiben bestehen. Zusätzlich wird in Zukunft ein Teil der Spende zur Finanzierung der Transaktionskosten immer bei betterplace.org verbleiben. Nur 2,5 % einer Spende helfen uns als gemeinnütziger Organisation, diese Kosten langfristig und nachhaltig zu decken. Ausgenommen davon sind Spenden, die über externe, von betterplace.org betriebene Spendenportale gesammelt werden. Bei diesen Portalen tragen unsere Partner, Förderer und die engagierten Unternehmen diese Kosten – und ermöglichen so, dass dort 100 % weitergespendet werden können.

Mit diesem neuen Beitrag wird betterplace.org fit für viele Jahre weiteres Wachstum und viele Millionen Spendengelder für den sozialen Sektor.

Auch in Zukunft gilt: Wir machen Spenden einfacher, effizienter und wirksamer, damit sich soziale Organisationen auf ihre wichtige Arbeit konzentrieren können. Dafür werden wir im Laufe des Jahres 2017 einzigartige neue Lösungen entwickeln.

Wir freuen uns darauf, sie mit Euch in die Tat umzusetzen.

Herzliche Grüße aus Berlin

Björn Lampe, Carolin Silbernagl und Timo Kladny

Vorstände der gut.org gAG

Kategorien: Allgemein
Geschrieben von am 10.03.2017. Zuletzt aktualisiert am 14.03.2017.

17 Kommentare zu “Offener Brief des Vorstands”

  1. […] Informationen zu dieser Umstellung findet ihr im offenen Brief unseres […]

  2. Ihr seid ein tolles Team, ich finde es trotzdem nicht super erklärt. Was ändert sich, wo gings Geld vorher/jetzt hin

    • Björn Lampe am

      Hallo, Danke für das Lob. Es „ändert“ sich nichts daran, dass auch früher schon Transaktionskosten auf jede Spende angefallen sind. Bisher war es uns möglich diese Kosten selbst zu bezahlen – insgesamt eben mehr als 1 Mio EUR seit der Gründung von betterplace.org. Erfreulicherweise ist die Anzahl der Spenden und damit auch das Spendenvolumen in den letzten Jahren und insbesondere 2016 stark gestiegen – damit steigen natürlich auch insgesamt die Transaktionskosten. Und zwar so weit, dass wir sie nicht mehr selbst aus unseren Erlösen zahlen können. Hilft das?

  3. Michael Dietrich am

    Liebes Betterplace-Team, das hört sich ja sehr logisch an. Aber gibt es auch eine Art jährliche Abrechnung, aus der die finanziellen Belastungen auch öffentlich nachvollzogen werden können?
    Danke und beste Grüße

  4. Hallo liebes betterplace-Team,
    vielen Dank für 10 Jahre tolle Arbeit!
    Es ist vollkommen nachvollziehbar, dass ihr die Finanzierung auf ein solides Fudament stellen müsst, um betterplace weiterbetreiben zu können. 2,5 % sind kein großer Anteil an einer Spender – und wenn ich das richtig verstehe, geht das Geld im Wesentlichen an Geldinstitute,um Transaktionskosten zu bezahlen. Es bleibt also gar nicht bei euch…

    Vielen Dank auch, dass ihr diese Neuerung so transparent und offen kommuniziert habt. So soll es sein 🙂

    Weiter so! Und viele Grüße
    Nina

  5. Hallo Betterplace Team,
    Argumentation ist nachvollziehbar und verstanden. Hatte mich eh schon gewundert, dass es euren super Service kostenlos gibt. Trotzdem zwei Fragen:
    1. Wird der Spender auf die 2,5% Transaktionskosten hingewiesen (fände ich kritisch, da unsere Organisation damit wirbt, dass 100% der Spenden ins Projekt fliessen) – die 2,5% würden wir als Verein tragen
    2. Gibt es einen Maximalbetrag? Wir haben durchaus auch mal den ein oder anderen Großspender (bei 1000€ sind das immerhin schon 25€) Habt ihr vor das zu deckeln? Wenn nein warum nicht?
    Danke und Grüße
    Frank

    • Björn Lampe am

      Hallo Frank,

      zu den beiden Fragen:
      1. In den AGB müssen wir es erwähnen, da geht kein Weg dran vorbei – allein schon aus Transparenzgründen.
      2. Nein, da die Kosten der Paymentanbieter eben auch prozentual und nicht gedeckelt sind. Da würden wir uns sonst ins eigene Fleisch schneiden.

      Besten Gruß

      Björn

      • Euer Schritt ist verständlich, wenngleich 2,5% schon unüblich hoch erscheint. Sind Paypal & Co. denn nicht bereit, besondere Konditionen zu bieten? Vlt. hätte es ja im ersten Schritt auch an Hinweis an die Spender getan, was welche Kosten verursacht? Aber gut, so ist es nun und jeder Verein muss sich halt überlegen, ob er Betterplace weiter nutzt. Dafür wäre es gut gewesen, wenn die Ankündigung dazu etwas Vorlauf gelassen hätten.

        Nicht verständlich bzw. täuschend ist es gegenüber Spendern aber, wenn es heißt das 100% der Spende weitergeleitet werden.

        Wird dieser Hinweis denn dann ab dem 1.04 ausgeblendet?

        • Leonie Gehrke am

          Lieber Manuel,

          ja, natürlich wird dieser Hinweis an allen entsprechenden Stellen bis zum 13.4. verschwinden. Derzeit spenden wir ja auch noch 100% weiter, daher ist er jetzt auch noch sichtbar.

          Ansonsten decken wir mit den 2,5% nur die tatsächlich anfallenden Transaktionskosten. Im Vergleich mit anderen Anbietern bewegen wir uns damit keinesfalls unüblich hoch. Worauf hattest Du Dich hier bezogen? Dann schaue ich mir das gerne noch mal an.

          Liebe Grüße

          Leonie

  6. Hallo, kaum zu fassen – schon zehn Jahre!? Es ist an sich schon eine Leistung, so lange nicht nur durchzuhalten, sondern auch noch zu wachsen. Das mit den 2,5% ist zwar schade, aber absolut nachvollziehbar. Viele Grüße! Adina

  7. SANDRA KOMISCH am

    HALLO…Auf welchen Betrag belaufen sich denn die Transaktion kosten? So das man 2,5% Abzug von den spenden Einnahmen rechtfertigen kann?

    • Björn Lampe am

      Hallo Sandra, die Frage verstehe ich nur bedingt. Die Transaktionskosten belaufen sich auf 2,5% und genau die spenden wir in Zukunft nicht weiter.

  8. Friedrich Ullrich am

    Hallo,
    das mit den 2,5 % der Spenden über das Portal ist nachvollziehbar.
    Habe in meinem Projekt einige Spender, die direkt an das Konto meiner Organisation spenden, also nicht über die Betterplace-Plattform. Diese Spenden habe ich bisher als „Extrne Spenden“ verbucht und auf der Projektseite so ausgewiesen. Bleiben diese Externen Spenden, die ich da verbuche, von den 2,5 % ausgenommen ?

    • Leonie Gehrke am

      Lieber Friedrich,

      nein, diese externen Spenden sind von der Regelung nicht betroffen. Dabei handelt es sich ja nicht um Gelder, die über unsere Plattform kommen und daher auch keine Transaktionskosten anfallen.

      Liebe Grüße

      Leonie

  9. […] Bislang bot betterplace all diese Services komplett kostenfrei an und 100 % der Spenden, die wir über diese Plattform erhielten, wurden an uns weitergeleitet. Zum heutigen Tag hin hat betterplace seine Konditionen anpassen müssen. Von nun an behält betterplace 2,5% der Spenden ein. Mit diesem Geld decken sie eigene Transaktionskosten, die sie bislang noch mit freiwilligen Zusatzspenden direkt an betterplace decken konnten. Genauer begründet betterplace diesen Schritt hier: https://www.betterplace.org/c/neues/offener-brief-des-vorstands/ […]

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