Deutschlands größte Spendenplattform

Die Mitspende

Moritz Eckert
27.04.2011

Auch wenn das Wetter viel zu schön dafür ist: Wir werkeln wie immer fleißig an der Verbesserung unserer Plattform herum. Vieles von dem, was unsere Entwickler hinter ihren Glaswänden (ruhigere Arbeitsatmosphäre!) aushecken, könnt Ihr als Nutzer am Ende gar nicht sehen: Das so genannte „Back-End“ (quasi die Rechenbasis, auf der alles basiert) wird laufend optimiert.

Manchmal allerdings werden die Veränderungen auch am „Front-End“ (dem, was der Nutzer sieht und nutzt) sichtbar. So haben wir in den letzten Wochen unser Spendenformular überarbeitet. Wir hoffen, dass die neue Version noch einfacher und intuitiver zu bedienen ist. Ob das allerdings nur die Entwickler aus dem Glaskasten so empfinden, oder auch Ihr als User, werden wir in den nächsten Wochen testen. In dieser Zeit existieren beide Formulare und werden nach dem Zufallsprinzip angezeigt. Keine Sorge: Beide Formulare sind absolut sicher! Wir testen lediglich, mit welchem Formular die Nutzer besser zurechtkommen (was wir z.B. daran erkennen, wie lange die Nutzer brauchen und zu wie vielen Fehleingaben es kommt).

Folie1

Ein Feature, was dabei erhalten bleibt, ist die Mitspende - auf dem Screenshot rechts oben zu sehen unter “Fördern Sie betterplace.org”. Deswegen möchten wir die Gelegenheit nutzen, diese ein bisschen genauer zu erklären:

Was meint ihr mit Mitspende?

Wenn Ihr schon einmal über betterplace gespendet habt, kennt Ihr es: Unter dem Punkt „Fördern Sie betterplace.org“ bitten wir Euch, zusätzlich zu Eurer Spende noch ein freiwilliges „Trinkgeld“ für betterplace oben drauf zu legen.

Wie funktioniert das genau?

Unter „Fördern Sie betterplace.org“ steht ein normales Drop-Down-Menü, also ein Pfeil, den man anklicken und auswählen kann, wie man ihn aus allen Windows-Programmen kennt (und natürlich auch Mac, Linux, Ubuntu und so weiter). Dort könnt Ihr auswählen, wie viel Prozent Ihr „oben drauf“ legen wollt bzw. selber einen Betrag eingeben, oder natürlich auch die Option „diesmal nicht“ wählen. Dann bekommen wir kein Trinkgeld von Euch.

Was heißt denn „zusätzlich“ und „freiwillig“?

Wichtig dabei ist: Die Mitspende ist absolut freiwillig. Wenn Ihr „diesmal nicht“ auswählt, bekommen wir selbst keinen Cent von Euch. Punkt.

„Zusätzlich“ bedeutet, dass wir auch dann, wenn Ihr für uns „mitspendet“, 100 Prozent der Summe, die Ihr an das Projekt spenden wollt, weiterleiten. Wenn Ihr in das Feld „Spendenbetrag“ z.B. 10 Euro eintragt, heißt das: 10 Euro gehen an die projekttragende Organisation bzw. den Projektverantwortlichen. Wenn Ihr darüber hinaus bei „Fördern Sie betterplace.org“ 15 Prozent eingestellt habt, gehen zusätzlich 1,50 Euro an uns. Ihr überweist dann also 11,50 Euro. Den Gesamtbetrag könnt Ihr immer direkt und transparent sehen – im „alten“ Formular auf der rechten Seite, im „neuen“ direkt oben.

Und was macht Ihr mit den Mitspenden?

Das Geld, das über Mitspenden hereinkommt, setzen wir – ebenso wie die Gebühren von Unternehmen, die wir bei CSR-Maßnahmen beraten – für den Ausbau und die Pflege unserer Plattform ein. Also z.B. für Serverkosten, die Ausstellung von Spendenquittungen, die Miete für unser Büro oder die Kosten für Finanztransaktionen (Kreditkartengebühren, Rücklastschriften usw.) – denn auch diese ziehen wir nicht von Eurer Spende ab. Und schließlich sollten auch die Leute, die bei uns arbeiten, zumindest davon leben können (reich wird bei uns aber sicherlich keiner!).

[caption id=”attachment_4625” align=”alignleft” width=”640” caption=”Unser Büro in der Schlesischen Straße / Berlin-Kreuzberg”] Unser Büro in der Schlesischen Straße / Berlin-Kreuzberg[/caption]

Und jetzt mal Butter bei die Fische: Über wie viel Geld reden wir hier?

Im Jahr 2010 habt Ihr insgesamt rund 37.000 Euro an uns mitgespendet – vielen Dank für die Unterstützung! Zur Einordnung dieser Zahl: Das Gesamt-Spendenvolumen, das wir 2010 gesammelt haben, lag bei ca. 2,5 Millionen Euro.

Warum ist das Eurer Meinung nach ein gutes Modell?

„Wer die Welt verbessern will, muss das Weltverbessern verbessern“: Mit dieser Idee sind wir vor dreieinhalb Jahren angetreten. Und deswegen wollen wir mit diesem Modell zwei Dinge verbessern, die uns am „Spendenmarkt“ schon immer gestört haben.

Denn wir glauben …

erstens: Mein Geld soll da ankommen, wo ich es möchte.

Deswegen leiten wir, wie oben beschrieben, immer 100 Prozent der Spenden weiter. Wer die Idee hinter betterplace fördern möchte, kann dies mit einer Mitspende tun – muss es aber nicht. Denn wir glauben an unsere Idee. Und daran, dass auch genügend andere Leute das tun und uns deswegen unterstützen.

zweitens: Alle Projekte sollten eine faire Chance erhalten, wahrgenommen zu werden – nicht nur die Großen mit Werbebudget. Und Jeder sollte wirkungsvoll spenden können – nicht nur die mit den dicken Portemonnaies.

Das heißt: betterplace muss kostenlos sein. Für die Nutzer, damit auch eine Spende von wenigen Euro Sinn macht und ankommt. Und für die Projekte, damit auch kleine „Grassroots“-Initiativen weltweit Gehör finden und um Spenden werben können. Um das zu ermöglichen, setzen wir auf freiwillige Mitspenden statt auf eine Zwangsabgabe.

Das ist also unsere Idee der „Mitspende“. Falls Ihr dazu – oder zu anderen Themen – noch Fragen habt: Fragt uns. Zum Beispiel hier in der Kommentarfunktion, mit dem Feedback-Feature auf unserer Seite (ganz links am Rand), bei Facebook, Twitter (betterplace_org) oder per E-Mail. Es mag manchmal etwas dauern bis wir antworten (sorry!), aber wir freuen uns immer über Eure Fragen.