Sie alle waren für ein Jahr als Freiwillige im Ausland. Einen nachhaltigen Beitrag zur Armutsbekämpfung haben sie in ihren eigenen Augen damit nicht geleistet. Die Idee zu den Bildungsagenten entsteht! Ihr Ziel ist es mit dem Konzept des Globalen Lernens, Empathie und Weltoffenheit in die Gesellschaft zu tragen.

Was geschah am Anfang? 

Zuerst sollte es eine Plattform sein, von der aus Nachrichten versendet werden. Das Problem: Die Nachrichten las keiner. Als Zweites sollten Flyer das Kommunikationsmittel sein. Das Problem diesmal: Sie überzeugten keinen, nicht einmal die Organisatoren selbst. Die Erkenntnis: Nur Fakten zu vermitteln, bewirkt nichts. Die Lösung: Erst in interaktiven Workshops beginnen die Menschen sich mit den verschiedenen Aspekten von Armut und globaler Ungerechtigkeit auseinanderzusetzen – und Alltägliches zu hinterfragen.

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Wer soll angesprochen werden?

Angesprochen werden sollen Jugendliche und junge Erwachsene, die in der Schule oder ihrer Ausbildung nicht mit Fragen zu Nachhaltigkeit und den globalen Missständen in Berührung kommen.

Wer sind die Referenten?

Die Referenten sind ein Netzwerk aus 500 ehemaligen weltwärts-Freiwilligen in  ganz Deutschland. In den einzelnen Städten gibt es Koordinatoren als Ansprechpartner. Wie viele Workshops ein Rückkehrer hält, bleibt ihm selbst überlassen. Bei den Bildungsagenten ist die ganze Bandbreite von einmaligen und kurzfristigen Engagement bis dauerhaften und langfristigen Engagement möglich. Das Ziel ist es nicht, den perfekten Workshop zu halten, sondern mit Enthusiasmus und Interesse dabei zu sein.

Welche Themen haben die Workshops?

Die Workshop Themen entstehen während den Diskussionen auf Treffen und Seminaren. Jeder kann seinen eigenen Workshop entwerfen und gestalten. Wer ein Grundgerüst oder Orientierung für die Gestaltung seines Workshops sucht, wird auf der Seite der Bildungagenten fündig. Die Themenkategorien sind Fair Trade und Welthandel, Ernährung und Landwirtschaft, Rassismus und Menschenrechte, Frieden und Konflikte sowie Umwelt und Klima.

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Wo werden die Workshops gehalten?

Eingeladen werden die Bildungsagenten meist von Sekundarschulen wie Haupt- und Realschulen, Gymnasien oder Berufsschulen. Im Idealfall ist genau ein ganzer Schultag für den Besuch der Bildungsagenten vorgesehen. Zum Abschluss berichten die Freiwilligen noch von ihren persönlichen Erfahrungen im Ausland. Seminarräume oder Klassenzimmer bilden nicht immer die Kulisse der Vorträge und Gruppenarbeiten. In Berlin wird zum Beispiel auch eine Stadtführung angeboten, die dem Leitgedanken der „Transition-Town-Bewegung“ folgt. Besucht werden die GLS-Bank sowie verschiedene Einzelhandelsläden mit fair gehandelten Produkten. Denn es soll auch gezeigt werden, wie viel schon erreicht wurde.

Andere Schauplätze für das Engagement der Bildungsagenten sind Messen wie „Fair Handeln“ in Stuttgart oder der Europa Parkt Rust mit themenspezifischen Aktionstagen. Die Workshops werden immer in Teams aus erfahrenen und unerfahrenen Referenten gehalten.

Was ist das Ziel?

Wichtig ist, dass die jungen Leute über den Workshop hinaus aktiv werden. Meistens ist die Begeisterung so groß, dass schon während des Workshops erste Ideen zu Spenden- und Aufklärungsaktionen gesammelt werden.

Wie finanzieren sich die Bildungsagenten?

Die ganze Organisation sowie die Vortragsreihen der Bildungsagenten basieren auf dem freiwilligen Engagement der Rückkehrer. Damit eine Aufwandsentschädigung für Fahrt- und Materialkosten gezahlt werden kann, sind die Bildungagenten auf Spenden angewiesen. Auch über betterplace.org könnt Ihr die Bildungsagenten unterstützen.

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Wollt Ihr wissen, woher ich das alles weiß?

Trotz Rekordtemperaturen und Besuch des amerikanischen Staatspräsidenten ist Helmut, einer der Gründer der Bildungsagenten, zu uns ins betterplace.org Büro gekommen und hat mir einiges über die Bildungsagenten erzählt.

Ich bin von der Arbeit der Bildungsagenten überzeugt. Ihr auch? Dann schreibt Helmut doch eine Nachricht und engagiert Euch.

Und wie immer: weitere Möglichkeiten zum Zeitspenden findet Ihr auf unserer  Zeitspenden-Plattform:

 

 

 

 

Geschrieben von am 26.08.2013. Zuletzt aktualisiert am 9.10.2013.

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