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Für mildtätige Projekte kannst Du auf betterplace.org Spenden sammeln. Unter Mildtätigkeit fallen alle Projekte, die für Personen angelegt werden, die…

1. aufgrund ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands auf die Hilfe anderer angewiesen sind und für deren Betreuung bzw. Fürsorge Spenden gesammelt werden

2. die wirtschaftlich bedürftig im Sinne des § 53 Nr. 2 Abgabenordnung (AO) sind (wirtschaftliche Hilfsbedürftigkeit). Das heißt, dass sie nicht genügend Geld haben, sich ihren notwendigen Lebensunterhalt (z.B. Nahrung, Unterkunft, Kleidung, etc.) selbst zu finanzieren. Der Projektverantwortliche versichert, dass eine solche wirtschaftliche Hilfsbedürftigkeit im Sinne des Gesetzes (§ 53 Nr. 2 AO) vorliegt und er uns diese jederzeit durch Vorlage eines Leistungsbescheids oder Ähnlichem nachweisen kann.

3. Projekte, die für Personen Spenden sammeln, deren wirtschaftliche Lage aus besonderen Gründen zu einer akuten Notlage geworden ist. Dies kann z. B. bei einer Flut oder einem Wohnungsbrand oder evt. beim Verlust von Angehörigen der Fall sein. Hier muss der Projektverantwortliche in seiner Projektbeschreibung und z. B. durch Fotos darlegen, dass eine wirtschaftliche akute Notlage vorliegt.

Nicht zulässig sind jedoch die Unterstützung von Luxussanierungen oder Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensstandards. Auch ist zu beachten, dass Projekte unzulässig sind, wenn die Kosten bereits von der Versicherung übernommen werden.

Hier findest Du den Original-Wortlaut des Gesetzestextes:

Abgabenordnung (AO) § 53 Mildtätige Zwecke

Eine Körperschaft verfolgt mildtätige Zwecke, wenn ihre Tätigkeit darauf gerichtet ist, Personen selbstlos zu unterstützen,

1. die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands auf die Hilfe anderer angewiesen sind oder

2. deren Bezüge nicht höher sind als das Vierfache des Regelsatzes der Sozialhilfe im Sinne des § 28 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch; beim Alleinstehenden oder Alleinerziehenden tritt an die Stelle des Vierfachen das Fünffache des Regelsatzes. Dies gilt nicht für Personen, deren Vermögen zur nachhaltigen Verbesserung ihres Unterhalts ausreicht und denen zugemutet werden kann, es dafür zu verwenden. Bei Personen, deren wirtschaftliche Lage aus besonderen Gründen zu einer Notlage geworden ist, dürfen die Bezüge oder das Vermögen die genannten Grenzen übersteigen. Bezüge im Sinne dieser Vorschrift sind
a) Einkünfte im Sinne des § 2 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes und
b) andere zur Bestreitung des Unterhalts bestimmte oder geeignete Bezüge, aller Haushaltsangehörigen. Zu berücksichtigen sind auch gezahlte und empfangene Unterhaltsleistungen. Die wirtschaftliche Hilfebedürftigkeit im vorstehenden Sinne ist bei Empfängern von Leistungen nach dem Zweiten oder Zwölften Buch Sozialgesetzbuch, des Wohngeldgesetzes, bei Empfängern von Leistungen nach § 27a des Bundesversorgungsgesetzes oder nach § 6a des Bundeskindergeldgesetzes als nachgewiesen anzusehen. Die Körperschaft kann den Nachweis mit Hilfe des jeweiligen Leistungsbescheids, der für den Unterstützungszeitraum maßgeblich ist, oder mit Hilfe der Bestätigung des Sozialleistungsträgers führen. Auf Antrag der Körperschaft kann auf einen Nachweis der wirtschaftlichen Hilfebedürftigkeit verzichtet werden, wenn auf Grund der besonderen Art der gewährten Unterstützungsleistung sichergestellt ist, dass nur wirtschaftlich hilfebedürftige Personen im vorstehenden Sinne unterstützt werden; für den Bescheid über den Nachweisverzicht gilt § 60a Absatz 3 bis 5 entsprechend.

Geschrieben von Mirjam Kinzel am 21.04.2015. Zuletzt aktualisiert am 21.04.2015.