Mein Name ist Theresa Etzler und zurzeit verbringe ich ein freiwilliges soziales Jahr in Cartagena in Kolumbien, wo ich in der NGO „Actuar Por Bolívar“ arbeite.
Obwohl sich in den letzten Jahren in ganz Lateinamerika die allg. soziale Situation deutlich verbessert hat, gibt es in den Städten aufgrund von Landflucht immer noch viele Probleme durch fehlende Bildung, Armut und Perspektivlosigkeit.
„Actuar Por Bolívar“, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen aus sozial schwächeren Schichten zu unterstützen, sich besser zu qualifizieren und so eine gerechte und würdige Anstellung zu erhalten. Die Grundidee ist, „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu leisten. Vor allem Frauen, die wegen ihrer Kinder oft gar keine Möglichkeit haben, sich fortzubilden und zu arbeiten, sollen angesprochen werden.
Das Angebot von „Actuar por Bolívar“ besteht aus drei Hauptbereichen: kostenlose Fortbildungskurse, Mikrokredite für bedürftige Kleinunternehmen und einen Kindergarten, in dem ich zusammen mit einer weiteren dt. und einer jap. Freiwilligen mitwirke.
Jeden Tag werden dort 234 Kinder aus schwierigen sozialen und finanziellen Verhältnissen im Alter von 2 bis 5 Jahren empfangen, um den Eltern die Möglichkeit zu geben, an Kursen teilzunehmen oder zu arbeiten.
Die Kinder erhalten dort täglich Mittagessen, Snack und Betreuung gegen den kleinen Monatsbeitrag von umgerechnet 4 Euro. Auf eine Erzieherin kommen ca. 15 Kinder.
Finanziert wird der Kindergarten vor allem von der staatl. Organisation „Bienestar Familiar“, die für jedes empfangene Kind einen festen, kaum ausreichenden Geldbetrag zur Verfügung stellt und „Comfenalco“, einem sozialen Fond verschiedener Unternehmen.
Aber doch reicht das Geld nicht für größere Anschaffungen, die über Gegenstände, wie Stifte, Papier, einfache Möbel etc. hinausgehen. Alles was darüber hinaus existiert, wie z.B. eine Bibliothek oder ein Musikschrank, wurde entweder direkt gespendet oder durch Spendenmittel finanziert.
Im Hof existiert schon eine Rutsche, die von allen Kindern geliebt wird, da es in ihren Viertel meist nicht mehr als die Ruine eines Spielplatzes gibt. Und doch wird sie nur sehr wenig genutzt, weil sie schlicht und einfach zu klein ist für Gruppen von knapp 20 Kindern.
Wir als Freiwillige möchten dies ändern und den Kindern einen Spielplatz einrichten, um sie von ihren Plastikstühlchen in den stickigen Klassenzimmern zu holen und sie auf Entdeckungsreise zu schicken. Unsere Ideen reichen von einem Sandkasten über Balancierstangen, bis hin zu Dreirädern, Toren, Wippen, Klanghölzern, Trampolin und einer Schaukel. Doch dafür sind wir auf Hilfe von anderer Seite angewiesen, da weder unsere Organisation noch wir selbst die Mittel für ein solches Projekt aufbringen können.
Deshalb hoffen wir nun auf EURE UNTERSTÜTZUNG. Alle Arten von Spenden sind willkommen. Welche unserer Ideen wir am Ende in die Tat umsetzen können, hängt allein von der Größe und Anzahl der Mittel ab, die wir zusammensammeln können.
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