Zwei große Erdbeben und viele weitere Nachbeben haben in den letzten Wochen zahlreiche Gebäude im Südosten der Türkei zerstört. Tausende Familien mussten aus ihren Häusern fliehen.
ShelterBox Response Team Mitglied, Tony Williams (UK), berichtet von einer Frau mit Kind, die in Van auf der Straße schlafen musste, da sie ihr Haus und all ihr Hab und Gut durch die Erbebenserie verloren hat.
„Bei meinem Einsatz in der Türkei habe ich Karman kennen gelernt, die mit ihrem kleinen Sohn unter Pappkartons auf der Straße schlafen musste“, so Williams. „Wir haben sie dann sofort zu einem unserer Lager gebracht, wo sie in ein Katastrophenschutz-Zelt von ShelterBox ziehen konnte. Das Lager konnten wir in Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation, dem Türkischen Roten Kreuz, errichten. Für viele Betroffene ist es übergangsweise ihre neue Heimat. “
Geschützt vor den winterlichen Wetterbedingungen bauen sich Karman und ihr Sohn nun mithilfe der lebensrettenden Hilfsgüter von ShelterBox – unter anderen warme Decken, ein Ofen, eine Wasseraufbereitungsanlage und Kinderspielzeug (Kids Activity Pack) – ein neues Leben auf. Neben dem Lager in Van konnte ShelterBox auch in den umliegenden Regionen Zeltstädte für die Betroffenen der Erdbebenserie errichten. „Das Zelt ist wirklich sehr warm. Hier fühle ich mich endlich sicher“, erklärt Ennus, neun Jahre alt, der nun mit seiner Familie in einem ShelterBox Katastrophenschutz-Zelt lebt. „Danke, ShelterBox!“
Schnelle und effektive Hilfe
Nach dem ersten großen Erdbeben am 23. Oktober hat ShelterBox sofort ein ShelterBox Response Team (SRT) in die Stadt Van in der Nähe des Epizentrums des Bebens gesendet, das vor Ort die Situation und das Ausmaß an Hilfebedarf eingeschätzt hat. Seitdem sind bereits mehr als 870 grüne Überlebenskisten und über 10.000 Mützen, Handschuhe und Schals für Kinder und Erwachsene verteilt worden.
SRT Mitglied, Ian Neal (UK), ist derzeit in Van und hilft auch jenen, die nicht direkt von den Erdbeben betroffen sind. Als Feuerwehrmann war er der Erste, der bei einem Autounfall am 19. November vor der Unterkunft der SRT Mitglieder geholfen hat. Bis der Notarzt an der Einsatzstelle angekommen war, stabilisierte er den Fahrer, der durch den Unfall schwere Kopfverletzungen erlitt.