In Mitten von Khayelitsha, dem größten Township von Kapstadt, liegt die Zenzeleni School for Creative Education. Die Schule wurde von drei Lehrerinnen aus dem Township in Zusammenarbeit mit dem Centre for Creative Education (CCE), der Ausbildungsstätte für Waldorflehrer in Südafrika, im Jahr 1998 gegründet. Sie setzten sich für freie Bildung ein, lieferten eine Alternative zum staatlichen Bildungswesen und schafften eine Möglichkeit, Kinder zu selbstbewussten Menschen zu erziehen, die ein Leben jenseits der Straßen und Blechhütten für erstrebenswert halten.
Damit war die erste und bisher einzige Waldorfschule in den Townships von Kapstadt gegründet. Heute umfasst die Zenzeleni School eine Vorschule und eine Grundschule von der 1. bis zur 7. Klasse mit über 250 Schülern, geführt von 11 Lehrern. Der Unterricht der Zenzeleni School beruht auf dem Prinzip der Waldorfpädagogik, welche die Schüler als einzelne Individuen sieht und ihnen somit eine individuellere Förderung gewährleisten kann. Deshalb stehen, im Gegensatz zu den staatlichen Schulen, auch künstlerische Fächer wie Malen und Zeichnen, Musik und Gruppenspiele, sowie Theater und Handwerk auf dem Plan.
Im Unterricht helfen junge deutsche Erwachsene, die einen einjährigen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst leisten. Jeder Freiwillige hat seine eigene Klasse, in der er im Unterricht assistiert und Kindern Nachhilfe gibt. Zusätzlich sind sie mitverantwortlich für die Nachmittagsbetreuung. Dort wird den jungen Klassen vor allem Sport angeboten und die 5. Klasse bekommt neuerdings Schwimmunterricht.
Die Freiwilligen werden von dem ‘Centre for Creative Education’ (CCE) in Kapstadt begleitet. Das CCE ist eine Non-Profit-Organisation (NPO), welche die Zenzeleni School unterstützt.
Trotz der Unterstützung des CCE ist die finanzielle Situation der Zenzeleni School schwierig. Das Schulgeld der Kinder muss niedrig gehalten werden, damit es den Eltern weiterhin möglich ist, ihr Kind auf diese Schule zu schicken. Aus diesem Grund entsteht ein monatliches Defizit, wodurch das Geld für notwendige Investitionen fehlt.
Ein großes Problem ist der sehr alte löchrige Zaun, wegen dem es häufiger zu Einbrüchen und Sachbeschädigungen an der Schule kommt. Eine noch größere Gefahr ist jedoch das Eindringen von kämpfenden Jugendbanden des Townships auf das Schulgelände. Durch den Einsatz von Schusswaffen kann ein sogenannter „Gangfight“ durch flüchtende Bandenmitglieder auf das Schulgelände übertragen werden. Aufgrund dessen werden dringend Spenden benötigt, um den Zaun auszubessern und so eine besseren Schutz für die Schüler zu gewährleisten.
Nicht nur im Bereich der Sicherheit fehlt es der Zenzeleni School an Geld. Unterrichtsmaterial, Spielmöglichkeiten auf dem Pausenhof, Instandhaltung der Gebäude, Werkzeug, um einfache Dinge reparieren zu können und vieles mehr sind weitere Dinge wofür es der Schule an finanziellen Mitteln fehlt.
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