betterplace.org Home

Change the world with your donation More

"Ich will lesen"-Bücher für Kinder in Afghanistan

An aid project by: Kindernothilfe e.V. (V. Schmitz)

Show 3 more pictures
 
94 % funded

V. Schmitz (Project Manager)

V. Schmitz
In Afghanistan verbessert sich allmählich die Schulbildung - eine positive Entwicklung. Doch außer Schulbüchern gibt es praktisch keine Bücher für die Mädchen und Jungen. Das Safari-Buchprojekt soll das ändern: Neben zwei Neuauflagen sollen sechs Kinder- und Jugendbücher in den afghanischen Landessprachen Dari und Paschtu sowie in Englisch gedruckt und an die Kinder verteilt werden.


Die Bildungssituation in Afghanistan

Der Zusammenbruch des Taliban-Regimes schuf die Grundlage für erste demokratische Entwicklungen in Afghanistan. Im Rahmen dieser Entwicklung hat die Zahl privater und öffentlicher Schulen ständig zugenommen und viele Kinder, vor allem Mädchen, gehen zum ersten Mal in ihrem Leben zur Schule. Doch außer Schulbüchern gibt es praktisch keine Kinder- und Jugendbücher. Zuhause ein Buch lesen, in fremde Welten eintauchen, die geschriebenen Abenteuer miterleben und gleichzeitig etwas aus den Geschichten lernen, das ist für die meisten Kinder und Jugendlichen in Afghanistan noch immer nicht möglich.


Das „Safari-Buchprojekt“

Um diesem Misstand entgegenzuwirken, unterstützte Kindernothilfe bisher die Übersetzung und Produktion von neun Kinder- und Jugendbüchern. Hierzu gehören zum Beispiel "Tom Sawyer" und "Les Miserables". Aber auch das Kinderbuch „Der ängstliche kleine Spatz" und ein Buch mit 18 afghanischen Fabeln, das sowohl in der Landessprache Dari als auch auf Englisch gedruckt wurde.

Dieses Angebot an Büchern soll nun erweitert werden. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation „Operation Mercy“ sollen sechs Titel neu produziert werden und zwei weitere neu aufgelegt werden, da die bisherigen reisenden Absatz fanden.
Bei der Auswahl der Titel wurde sehr viel Wert darauf gelegt, pädagogisch wertvolle Bücher zu veröffentlichen, die durch das Lesen dazu führen, sich mit positiven Werten wie Mitgefühl, Integrität, Menschenwürde und Menschenrechten auseinanderzusetzen. Zum Beispiel soll ein Buch mit historischen Legenden aus Afghanistan gedruckt werden. Aber es werden auch Bücher veröffentlicht, die in anderen Ländern spielen, wie der Klassiker Heidi von Johanna Spyri. So sehen die Mädchen und Jungen auch, wie andere Kinder auf dieser Welt leben oder vor vielen Jahren gelebt haben.

Neben dem Druck der Bücher fördert das Safari-Buchprojekt auch deren Verbreitung, zum Beispiel an Schule oder Bibliotheken, so dass möglichst viele Kinder an die Bücher gelangen.
In sogenannten „Reading Clubs“ treffen sich jeweils zwischen 15 und 20 Kinder und Jugendliche in einer Gruppe, um gemeinsam zu lesen. Viele der Bücher haben am Ende auch einen kleinen Fragebogen. So werden die Kinder und Jugendlichen durch diesen Fragebogen dazu angeregt, in ihrer Gruppe über die Bücher zu sprechen und zu diskutieren. Dadurch setzen sie sich mit den durch die Bücher vermittelten Werte, wie zum Beispiel Freundschaft, Freiheit Demokratie und den Rechten von Kindern auseinander.

More information:

Read more

Information about the project:

Ask V. Schmitz (Project Manager):

  •  

    J. Schlinghoff asked 10 months ago

    sorry, das ich nochmal frage. Ich war oft im Iran, dort gibt es jede Menge (modernerer) Kinderbücher. M.W. ist der Unterschied zwischen dari und farsi nicht so riesig.

     

    Eva K.: answered 10 months ago

    Lieber Jörg,
    es geht vor allem um lokale, afghanische Geschichten. Das sichert Akzeptanz zum Beispiel im Elternhaus und wertschätzt die lokale Kultur, in der traditionell über das Erzählen von Geschichten Werte vermittelt werden.
    VG Eva

  •  

    J. Schlinghoff asked 10 months ago

    Hallo Eva,

    ich finde den Projektzweck grundsätzlich sehr sinnvoll. Allerdings verstehe ich nicht warum man nicht Bücher die es schon in farsi gibt den Kindern zur Verfügung stellt.

    VG
    Jörg

     

    Eva K.: answered 10 months ago

    Lieber Jörg, es werden neue Bücher produziert, weil es in Afghanistan kaum lokale Kinderliteratur gibt. Das liegt zum einen an der vor allem oral geprägten Kultur im Land und zum anderen daran, dass der Markt für Kinderbücher vor allem an Schulen durch den mittlerweile 30-jährigen Krieg völlig unterentwickelt ist. Allerdings umfassen die Bücher im Projekt nicht nur "westliche" Geschichten, sondern auch schriftliche Versionen, alter, afghanischer Sagen und Erzählungen.
    Vielen Dank für Deine Rückfrage.
    VG, Eva

Please log in to ask a question.