Während unserer langjährigen Tätigkeit mussten wir feststellen, dass herkömmliche Frauenhäuser im Rahmen der spezifischen Problematik von Frauen, Kindern und Jugendlichen, die durch Zwangsprostitution, sexuelle Gewalt sowie Kinder- und Frauenhandel bedroht und oder betroffen sind, nachhaltig nicht gerecht werden können.
Die Unterbringung wird speziell bei ausländischen Klientinnen in sehr vielen Fällen dadurch verhindert, dass es hierfür keine Kostenträger gibt. Dort setzt das vorliegende Konzept an:
Die Frauen, Kinder und Jugendliche sollen zur Ruhe kommen, ihr Trauma aufarbeiten können und in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden.
Therapeutische und sozialpädagogische Angebote sind ein Mittel dazu. Eine akzeptierende Haltung der Klientel gegenüber wird vorausgesetzt.
Volljährige sollen eigenständige, gewalt-, drogen- und missbrauchsfreie Lebenswege aufnehmen. Im Rahmen der therapeutischen Arbeit sollen die betroffenen Frauen, Kinder und Jugendliche darin bestärkt werden, gegen ihre Peiniger auszusagen und eigenständig für ihre Rechte und ihre Menschenwürde einzutreten. Weiterhin soll die Öffentlichkeit für ein Thema, das noch immer verdrängt und tabuisiert wird, sensibilisiert werden.
In dem Haus soll den Betroffenen Zuflucht, Schutz, Lebensraum, medizinische sowie therapeutische, sozialpädagogische und rechtliche Hilfen gewährt werden. Schul- und Berufsausbildungen und verschiedene Möglichkeiten sinngebender Freizeitgestaltung sind ebenfalls geplant. Die Wohnräume für die betroffenen Frauen und Kinder werden aus Ein- und Zweibettzimmern bestehen. Weiterhin sind Gruppen- und Beratungsräume, Spiel- und Esszimmer, ein Sanitär- und Küchentrakt, Büroräume und Babyklappe geplant.
Gewährleistet ist die Unterbringung von bis zu 20 Frauen, Kindern und Jugendlichen.Das Projekt ist in weitere Teilprojekte untergliedert.
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