Landwirtschaftl. Situation schlimmer als gedacht!
Unser Landwitschaftsexperte Dr. Hans-Jürgen Dengel hat in einem Zensus die landwirtschaftlichen Verhältnisse in Kasambya untersucht. Die ersten Ergebnisse sind selbst für den erfahrenen Entwicklungshelfer schockierend. Die Schulung der Bewohner hat zwar deutlich sichtbare Fortschritte für sie gebracht, aber auch gezeigt, dass sie hier noch erhebliche Defizite haben. Hier die ersten Ergebnisse des landwirtschaftlichen Zensus:
- 82% der betroffenen Bevölkerung leiden mehr als 2 Monate und 47% mehr als 3 Monate Hunger, da bei ihnen die zur Verfügung stehende Ackerfläche viel zu gering ist, und die Böden anscheinend ausgelaugt sind.
- Es feht an landwirtschaftlichen Geräten, wie zum Beispiel Hacken, Rechen, Gießkannen und Schubkarren. Zum Kauf fehlt das Geld.
- Durch den fehlenden Anbau von z. B.proteinhaltigen Feldfrüchten können sich die Bewohner nicht ausgewogen ernähren. Sichtbar wird das an den aufgedunsenen Bäuchen der Kinder. Deren Ernährung basiert fast ausschließlich auf Kohlehydraten.
- Es fehlt an Geld um Saatgut und Geräte zu kaufen.
- Es fehlt an Lagermöglichkeiten. Geerntete Feldfrüchte müssen sofort konsumiert werden. Der Rest verfault oder wird durch Insektenbefall ungenießbar.
- Zu wenige Nutztiere zum Teil kranke Nutztiere bringen zu wenig Fleisch auf den Tisch. Die ausgewogene Ernährung ist damit noch schwieriger. Zum Ankauf von Nutztieren vor allem Hühnern und Schweinen fehlt das Kapital.
Weitere Auswertungen folgen. Im ersten Ansatz empfiehlt Dr. Dengel eine Genossenschaft zu gründen, in der möglichst alle mitarbeiten.