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Flutkatastrophe Pakistan

An aid project by: Ärzte der Welt e.V. (K. Radmüller)

News: On this page the carrier keeps you informed about the current situation of the project. This helps you judge how the donations are being used.

K. Radmüller (Project Manager), written about 2 years ago

K. Radmüller

Ärzte der Welt in Pakistan 2010

Im Sommer 2010 wurde Pakistan von einer verheerenden Flutkatastrophe heimgesucht: Extreme Regenfälle überschwemmten wochen- und monatelang große Teile des Landes. Die Überschwemmungen hatten schwerwiegende Folgen: Knapp 2000 Menschen starben, Millionen Menschen wurden obdachlos. Ganze Straßen, Brücken und Gebäude sowie ein Großteil der Infrastruktur des Landes wurden schwer beschädigt.

Insgesamt waren 20 Millionen Menschen direkt von der Katastrophe betroffen. Im Nordwesten des Landes, in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa, wurden 169 Gesundheitseinrichtungen teilweise oder ganz zerstört. Dort leisteten die Teams von Ärzte der Welt umgehend Soforthilfe.

In den Bezirken Swabi, Buner und Kohat ist Ärzte der Welt schon seit August 2009 im Einsatz.  Aufgrund von Kämpfen zwischen Taliban und Militär musste damals ein wesentlicher Teil der Bevölkerung fliehen. Mit mobilen Kliniken sorgt Ärzte der Welt dafür, dass die Menschen Zugang zur Basisgesundheitsversorgung und zu Impfprogrammen erhalten. Der Ernährungszustand von PatientInnen wird kontinuierlich beobachtet; Personen mit Mangelernährung werden in speziellen Ernährungsprogrammen behandelt.

Insgesamt wurden von den fünf mobilen Teams in den Bezirken Swabi, Buner und Kohat zwischen August 2009 und November 2010 knapp 128 000 allgemeine Konsultationen durchgeführt.

In Folge der Flutkatastrophe wurde die Hilfe von Ärzte der Welt auch auf die Bezirke Nowshera und Charsadda ausgeweitet. Insgesamt wurden somit sieben mobile Kliniken in der akuten Soforthilfephase eingesetzt. Bis zum Ende der Soforthilfephase führten sie an 14 Standorten rund 2.500 Konsultationen pro Woche durch. Das zusätzliche mobile Team im Bezirk Charsadda führte zwischen August und Oktober 2010 rund 6000 allgemeine Konsultationen durch. Das andere zusätzliche Team, das in Nowshera eingesetzt wurde, führte etwa 8500 allgemeine Konsultationen durch.

Die mobilen Teams verteilten in ihren Einsatzgebieten lebensnotwendige Güter wie sauberes Wasser, Wasseraufbereitungstabletten, Nahrung, Medikamente und Planen. Die Teams leisteten auch Präventionsarbeit und klärten die Bevölkerung über gesundheitsförderndes Verhalten auf, um sie vor Erkrankungen zu schützen.„Viele Menschen lebten in Folge der Flutkatastrophe auf engem Raum zusammen. Mangelnder Zugang zu sauberem Trinkwasser führte vermehrt zu Durchfallerkrankungen", erklärt Marc van der Mullen, Koordinator der akuten Soforthilfephase. In der Stadt Kohat eröffnete Ärzte der Welt deshalb in Absprache mit den pakistanischen Gesundheitsbehörden temporär zwei Behandlungszentren für Durchfallerkrankungen. Ende Oktober wurde die Soforthilfe beendet, da die lokalen Behörden die Gesundheitsversorgung wieder sicherstellen konnten.Nach der Soforthilfe steht nun der Wiederaufbau der zerstörten Gesundheitsstrukturen an. Dies muss vor allem unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen geschehen. Gerade Frauen und Kinder werden bei der Inanspruchnahme von gesundheitlicher Versorgung oftmals benachteiligt. Ärzte der Welt setzt sich dafür ein, dass Frauen und Männer, Mädchen und Jungen gleichermaßen Zugang zu Gesundheitseinrichtungen erhalten.

Schon seit 1996 führt Ärzte der Welt im Punjab in Zusammenarbeit mit der lokalen Partnerorganisation MCWAK ein Projekt zur Basisgesundheitsversorgung durch und bietet im Bezirk Rahim Yar Kan Gesundheitsdienste für Mütter und Kinder an. Außerdem unterstützt Ärzte der Welt mit einem speziellen Programm Opfer von häuslicher Gewalt.

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K. Radmüller (Project Manager), written over 2 years ago

K. Radmüller

Pakistan - zwei Monate nach der Flutkatastrophe

Das Wasser im Norden des Landes ist weg, zurück bleiben Zerstörung und Verzweiflung. Rund zwei Monate nach dem Beginn der Flut in Pakistan sind immer noch 20 Millionen Menschen direkt von den Folgen betroffen. Ärzte der Welt hilft den Menschen in Pakistan.

In Folge der Überschwemmungen sind weite Teile des Landes zerstört, die Ernten sind vernichtet. Unterernährung und die Gefahr, dass Epidemien um sich greifen, sind ein großes Problem. Viele Menschen sind weiterhin auf Hilfestellung angewiesen. Die Menschen benötigen dringend Unterkünfte, Essen, sauberes Wasser und medizinische Betreuung.

Viele Menschen, die vor dem Wasser geflohen sind, kehren nun langsam zurück. Aber Millionen Männer, Frauen und Kinder haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren: Über 1.9 Millionen Häuser sind ganz oder teilweise zerstört. Erschwerend kommt hinzu, dass die Fluten rund ein Fünftel der Gesundheitseinrichtungen im Land zerstört oder beschädigt haben.

Ärzte der Welt im Nordwesten des Landes im Einsatz

Im Nordwesten, in Khyber Pakhtunkhwa leisten unsere Teams Soforthilfe. Dort sind 169 Gesundheitseinrichtungen teilweise oder ganz zerstört worden. In den Bezirken Swabi, Buner und Kohat versorgen fünf mobile ÄDW-Kliniken schon seit August 2009 die Flüchtlinge, die aufgrund militärischer Auseinandersetzungen zwischen Taliban und Militär fliehen mussten. Jetzt versorgen die Teams die Flutopfer, sie führen ca. 2.500 Konsultationen pro Woche durch.

Die Einsätze wurden in Folge der Flutkatastrophe auch auf die Bezirke Nowshera und Charsadda ausgeweitet. Sieben mobile Kliniken versorgen und impfen eine Bevölkerung die Menschen. Im Einsatzgebiet befinden sich rund 600.000 Menschen.

Rund 250 Patienten pro Tag

"In den Bezirken Nowshera, Charsadda und Kohat, die stark von den Überschwemmungen betroffen sind, behandelt jedes mobile Team rund 250 Patienten pro Tag. Viele Menschen leiden unter Hauterkrankungen und Durchfall, die aufgrund von verschmutztem Wasser und Hygieneproblemen entstehen und an Atemwegserkrankungen“, berichtet Marc van der Mullen, unser Koordinator vor Ort.

Die mobilen Teams von Ärzte der Welt bieten primäre Gesundheitsversorgung und verteilen in ihren Einsatzgebieten lebensnotwendige Güter wie sauberes Wasser, Wasseraufbereitungstabletten, Nahrung, Medikamente, Planen usw. Die Teams leisten auch Präventionsarbeit und klären die Bevölkerung über gesundheitsförderndes Verhalten auf, um sie vor Erkrankungen zu schützen

Fast 200 Menschen sind derzeit für Ärzte der Welt im Einsatz. Neben internationalen Helfern und Koordinatoren besteht unser Team hauptsächlich aus pakistanischen Fachkräften.

"Viele Menschen leben auf engem Raum miteinander. Mangelnder Zugang zu sauberem Trinkwasser führen vermehrt zu Durchfallerkrankungen", erklärt Marc van der Mullen. Deshalb hat Ärzte der Welt in Absprache mit den pakistanischen Gesundheitsbehörden zwei Behandlungszentren für Durchfallerkrankungen in der Stadt Kohat eröffnet.

Der Winter naht

In den kommenden Monaten wird sich das Erkrankungsprofil aufgrund des bevorstehenden Winters verschieben: Die Zahl akuter Atemwegserkrankungen wird bedingt durch die einfachen und oft fehlenden Unterkünfte und mangelndem Schutz vor der Kälte steigen.

Außerdem müssen die Gesundheitsstrukturen wieder hergestellt werden. Dies sollte vor allem unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedürfnisse und möglicher Barrieren geschehen. Denn: Frauen und Kinder werden beim Zugang zu und bei der Inanspruchnahme von gesundheitlicher Versorgung oftmals benachteiligt. Ärzte der Welt will sicherstellen, dass Frauen und Männer, Mädchen und Jungen gleichermaßen Zugang zu Gesundheitseinrichtungen erhalten.

Ärzte der Welt seit 16 Jahren vor Ort:

  • Seit 1996: Projekt zur Basisgesundheitsversorgung und Gesundheitsdienste für Mutter und Kinder.
  • Seit 2004: Projekt zur Unterstützung von Opfern häuslicher Gewalt.
  • 2005 und 2006: Sofort- und Wiederaufbauhilfe nach einem verheerenden Erdbeben.
  • Seit 2009: Projekt zur Basisgesundheitsversorgung für Flüchtlinge in Folge der Kämpfe im Nordwesten des Landes.

Für weitere Rückfragen stehen gerne zur Verfügung:katharina.radmueller@aerztederwelt.org

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K. Radmüller (Project Manager), written over 2 years ago

K. Radmüller

Zusätzliches Behandlungszentrum für Betroffene der

Liebe Unterstützer und Unterstützerinnen,

seit einem Jahr ist Ärzte der Welt nun schon in der Provinz Khyber-Pakhtunkhwa im Einsatz. Die medizinische Versorgung von Flüchtlingen, die infolge des Konflikts zwischen Taliban und Militär fliehen mussten, standen bisher im Fokus unserer Arbeit.

Seit Anfang August 2010, seit Beginn der verheerenden Flutkatastrophe leisten unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vor Ort Soforthilfe für die Betroffenen. "An den Flussufern sind die meisten Häuser ganz oder teilweise überflutet, die nationalen Gesundheitseinrichtungen sind praktisch gelähmt", teilen uns unsere Teams mit.

Fast 240 Menschen sind derzeit für Ärzte der Welt im Einsatz. Neben internationalen Helfern und Koordinatoren besteht unser Team hauptsächlich pakistanischen Fachkräften.

In sieben mobilen Kliniken erhalten Betroffene unter anderem medizinische Versorgung oder Impfungen. 600.000 Menschen befinden sich im Einsatzgebiet. "In den Bezirken Nowshera, Charsadda und Kohat, die stark von Überschwemmungen betroffen sind, behandelt jedes mobile Team rund 250 Patienten pro Tag. Viele Menschen leiden unter Hauterkrankungen, die aufgrund von verschmutzem Wasser und Hygieneproblemen entstehen oder an Durchfall- oder Atemwegserkrankungen, berichtet Marc van der Mullen unser Koordinator vor Ort.

Ende letzter Woche hat Ärzte der Welt in Absprache mit den pakistanischen Gesundheitsbehörden, ein Behandlungszentrum für Duchfallerkrankungen in der Stadt Kohat eröffnet. Dieses Zentrum wird mit 40 Krankenbetten den gesamten Bedarf von Kohat und Umgebung abdecken.

"Viele Menschen leben nun auf engem Raum miteinander. Verunreinigtes Wasser und mangelnder Zugang zu sauberem Trinkwasser führen vermehrt zu Durchfallerkrankungen", erklärt Marc van der Mullen. "Im Bezirk Kohat wurden an einem einzigen Tag letzte Woche 200 Fälle festgestellt. 30 % davon erforderten eine stationäre Behandlung".

Für mehr Informationen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

 

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