1994 - nach dem Ende der Apartheid in Südafrika - zogen viele Jugendliche in die Innenstädte, in der Hoffnung dort ihr Überleben zu sichern. Häufig fanden sie sich auf der Straße wieder. Hier nahm das M.U.K.A.-Project 1995 seinen Anfang. Jugendliche, die ursprünglich aus Soweto stammten, begannen gemeinsam Theaterstücke zu entwickeln. Sie nannten sich "Most United Knowledgeable Artists" - kurz M.U.K.A. - und verarbeiteten in ihren Inszenierungen ihre Erfahrungen als Straßenkinder.
Heute ist das M.U.K.A.-Project eine Institution in Hillbrow, einem der Brennpunkt-Stadtteile in der Innenstadt Johannesburgs. Mehr als 50 Kinder, 30 Jugendliche und 15 junge Erwachsene proben in drei Gruppen Theaterstücke und Tanzchoreographien. Sie machen Musik, organisieren Workshops, trommeln, texten und tanzen. Aus der Handvoll Straßenkinder von einst sind professionelle Theater- und Projektmanager geworden.
Hillbrow ist ein hartes Pflaster: Kriminalität, Drogen und Prostitution, Verwahrlosung, HIV/Aids und Armut sind bestimmende Themen im Alltag der Jugendlichen. Mit der Theaterarbeit lernen sie, ihre Sorgen und Hoffnungen kreativ auszudrücken. Bei Aufführungen und in Workshops zeigen sie anderen jungen Menschen Alternativen zur Gewalt ihres Alltags auf.
In den ersten Monaten des Jahres 2010 sind 22 Kinder neu zum M.U.K.A.-Project gekommen. Diese Kinder stammen aus schwierigen sozialen Verhältnissen, die meisten kommen aus kaputten Familien, einige sind Waisen, viele haben Gewalt und Missbrauch erfahren. Alle diese Kinder sind mit HIV infiziert oder durch den Tod von Familienangehörigen indirekt von HIV und Aids betroffen. Aus diesen Gründen brauchen sie eine besondere Unterstützung, die über die theaterpädagogische Arbeit weit hinausgeht. Das M.U.K.A.-Project benötigt für diese Kinder dringend finanzielle Hilfe für Schulgebühren, warme Mahlzeiten, Schlafplätze und psychologische Betreuung.
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