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Sterbende Menschen liebevoll begleiten

An aid project by: Lazarus Hospiz, ambulanter Hospizdienst (Meike G.)

News: On this page the carrier keeps you informed about the current situation of the project. This helps you judge how the donations are being used.

Meike G. (Project Manager), written about 2 years ago

Meike G.

Neuer Vorbereitungskurs

Gerade hat ein neuer Vorbereitungskurs für die ehrenamtliche Sterbebegleitung begonnen. Hier ein paar Informationen über den Kurs - der nächste beginnt übrigens voraussichtlich im Oktober, und wir freuen uns über alle Interessentinnen und Interessenten!

Kursinhalte des Vorbereitungskurses für ehrenamtliche Sterbebegleitung

Der Vorbereitungskurs für ehrenamtliche Sterbebegleitung führt die TeilnehmerInnen behutsam in die psycho-soziale Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen sowie deren Angehörige ein. Insgesamt umfasst der Kurs 70 Stunden Theorie (aufgegliedert in einen Einführungskurs und einen Vertiefungskurs) und mindestens 30 Stunden praktische Tätigkeit in der Begleitung von Patienten.  

Der Einführungskurs besteht aus 3 Wochenendworkshops und 3 einzelnen Abendterminen und erstreckt sich über 3 Monate. Im Einführungskurs lernen die TeilnehmerInnen Grundsätze der Hospizbewegung kennen und erfahren Wesentliches über die Rahmenbedingungen für die Hospizarbeit in Deutschland. Die TeilnehmerInnen eignen sich Werkzeuge für die Begegnung mit Menschen in der letzten Lebensphase an. Hierzu zählen u.a.:

  • Schulung in Selbstwahrnehmung und Selbstreflektion

  • Sensibilisierung für die Situationen und Gefühle anderer Menschen

  • Üben von einfühlsamen Kommunikationstechniken (verbal und nonverbal)

  • Erkennen und respektieren eigener Grenzen und der Grenzen anderer Menschen

Die TeilnehmerInnen setzen sich intensiv und auf persönliche Weise mit dem Themenbereich Sterben, Tod und Trauer auseinander. Eigene Trauer- und Loslass-Erfahrungen bilden dabei die Basis für die Vertiefung des Verständnisses dieser Lebensprozesse. Textarbeit, Rollenspiele, Gruppen-/ Einzel- und Partnerübungen, Arbeit mit kreativen Medien, Fallbeispiele aus der Praxis und der Austausch in der Gruppe sind unsere methodischen Zugangswege. Dies setzt voraus, dass jede/r TeilnehmerIn bereit ist, sich auf eigene Erfahrungen und die eigene Biographie einzulassen, sowie auf die anderer Menschen (zuerst die der anderen KursteilnehmerInnen, später die der Patienten und Angehörigen).  

Die praktische Tätigkeit in der Begleitung von Patienten beginnt mit dem Ende des Einführungskurses. Alle TeilnehmerInnen werden einzeln und individuell in das Tätigkeitsfeld mit seinen Strukturen eingeführt. Die TeilnehmerInnen lernen praktische Möglichkeiten und auch Grenzen der Begleitung kennen und besuchen Patienten ab jetzt regelmäßig 1-2x wöchentlich. Der Einsatzort ist entweder unser eigenes stationäres Hospiz, ein Pflegeheim oder das Zuhause eines Patienten. Da der Schwerpunkt unserer Einsätze im ambulanten Bereich (d.h. im häuslichen Umfeld der Betroffenen) liegt, sollten alle TeilnehmerInnen die grundsätzliche Bereitschaft mitbringen, schwerkranke und sterbende Menschen auch in deren Zuhause zu besuchen.

Der Vertiefungskurs beginnt parallel zu den ersten Begegnungen mit Patienten. Er besteht wie der Einführungskurs aus 3 Wochenendworkshops und 3 einzelnen Abendterminen und erstreckt sich über 3 Monate. Die TeilnehmerInnen intensivieren hier noch einmal die Arbeit an einzelnen Themen, wie z.B. Biographiearbeit, Gefahren der Helferrolle und Trauerprozesse. Ein besonderes Augenmerk liegt im Vertiefungskurs auf den besonderen Herausforderungen in der Begleitung von Menschen mit Demenz am Lebensende. Im Vertiefungskurs haben die TeilnehmerInnen auch die Möglichkeit, sich innerhalb von Praktikumsbesprechungen über ihre ersten praktischen Erfahrungen in der Sterbebegleitung auszutauschen, schwierige Situationen zu reflektieren und Lösungsstrategien zu entwickeln.

Am Ende des Kurses folgt ein Einzelgespräch mit der Kursleitung, indem die Weichen für die zukünftige Tätigkeit im Lazarus Hospizdienst gestellt werden. Die TeilnehmerInnen haben die Wahl zwischen einer Vielzahl patientennaher und patientenferner Tätigkeiten.  

Damit die Selbstreflexion und das Lernen sich auch nach Abschluss des Vorbereitungskurses fortsetzen, nehmen alle ehrenamtlichen MitarbeiterInnen in unserem Hospiz fortlaufend einmal im Monat an einer Praxisbesprechung bzw. einer Supervision teil.

Die Kursleitung wird von einer erfahrenen Palliative Care Fachpflegekraft übernommen.

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Meike G. (Project Manager), written about 2 years ago

Meike G.

Hospiz macht Schule

Vom 21. bis 25. März 2011 fand die Projektwoche „ Hospiz macht Schule“ in Zusammenarbeit mit dem Ambulanten Lazarus Hospizdienst an der Wartburg-Grundschule in Berlin-Tiergarten statt. "Hospiz macht Schule" vermittelt an Grundschulen ein eigens für Kinder entwickeltes didaktisches Konzept zum Umgang mit Tod und Sterben. Es soll Berührungsängsten und gesellschaftlicher Tabuisierung entgegenwirken. Die Themen der fünf Unterrichtstage waren:

  • Werden und Vergehen (Einstieg);
  • Krankheit und Leid;
  • Sterben und Tod;
  • Trauer und Trauerbewältigung sowie
  • Trost und Trösten (mit Abschlussfest + Presse).

Kinder an Schulen werden durch die gemeinsame thematische Arbeit gestärkt, und das Anliegen der Hospizarbeit - Tod und Sterben als Teil des Lebens zu sehen - wird in der jungen Generation verankert.

Bei der Begleitung von sterbenden Menschen und deren Angehörigen erleben wir oft, dass Eltern versuchen, ihre Kinder vor diesem schwierigen Thema zu schützen. Erwachsene sind meist hilflos, wenn sie die direkten Fragen der Kinder beantworten sollen. Kinder werden daher aus Gesprächen ausgegrenzt und bleiben häufig mit ungeklärten Fragen und quälender Ungewissheit zurück. Aus dieser Situation resultieren Verwirrung, Angst und Vorurteile gegenüber dem Bereich Tod und Sterben.

In der Sterbebegleitung erfahrene und geschulte ehrenamtliche  und hauptamtliche MitarbeiterInnen des ambulanten Lazarus Hospizdienstes gingen für eine Woche Projektunterricht zum Thema "Tod und Sterben" an die Wartburg-Grundschule in Berlin-Tiergarten. Die Kinder der 4.Klassenstufe hatten in Kleingruppenarbeit die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen all die Fragen zu stellen und so gut wie möglich beantwortet zu bekommen, die sie in sich tragen zu diesem Thema.

Ziel war es, einen Beitrag zu leisten, dass die Kinder sensibel und erfahrungsorientiert an die gesellschaftlichen Tabuthemen Sterben, Tod und Trauer herangeführt werden. Das Projekt wird im Rahmen des Bundesmodellprogramms „Generationsübergreifende Freiwilligendienste“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

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Meike G. (Project Manager), written about 2 years ago

Meike G.

Der Flachbildschirm ist da!

Dank eurer Unterstützung konnten wir jetzt den Flachbildschirm für unsere Schulungen anschaffen. Das ist eine große Hilfe, weil wir doch ab und zu in unseren Vorbereitungskursen kleine Filme zum Thema Sterben und Sterbebegleitung zeigen. Vielen Dank noch einmal!

Ein Bild des Fernsehers gibt es hier zu sehen.

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