Einen Neuanfang schenken - leben ohne Drogen

Show 20 more pictures
 
89 % funded

S. Langkamp (Project Manager)

S. Langkamp
Das Casa Dia gibt Menschen, die alles verloren haben, eine Chance auf einen Neuanfang ohne Drogen. Es ist in der Region die einzige Hoffnung gegen die Ausbreitung von Crack und Gewalt.

Seit Juni 2007 hilft das Projekt jährlich über hundert Menschen, die in den Drogen ihre Familie, ihren Lebensunterhalt und ihre Identität verloren haben. Es arbeitet nach dem Programm der Anonymen Narkotiker, das wegen der hohen Erfolgsquote weltweit anerkannt ist. Die Drogenkranken bergen im Zentrum ihre Handlungskompetenz und Selbstbewusstsein und starten nach dem Entzug mit neuer Hoffnung und Kraft in das Leben.

Nach nur drei Jahren hat das Casa Dia in der Region eine Erfolgsstory geschrieben. Für die gute Arbeit wurde es von allen Seiten gelobt. Junge Leute, die in die Drogenkriminalität abrutschten, entdeckten hier den Wunsch, ihre Fehltritte wieder gut zu machen. Väter begonnen nach dem Entzug wieder für ihre Familien zu sorgen.

Das Casa Dia betreut zwischen 30 bis 35 Menschen pro Monat. Im Jahr sind es über 100, die hier eine Chance auf einen Neuanfang ohne Drogen erhalten. Sie bleiben mindesens drei Monate im Casa Dia, wo sie zweimal pro Tag an den Sitzungen der Anonymen Narkotiker teilnehmen. Sie kümmern sich selbst um den Garten, die Tiere, die Verpflegung, die Sauberkeit und die Arbeiten am Haus. In der Holzwerkstatt können sie Holzarbeiten und Kunsthandwerk erlernen, in der Fábrica de blocos stellen sie Ziegelsteine zum Verkauf und zur eigenen Verwendung her. Eine Psychologin arbeitet mit den Patienten ehrenamtlich ihre Vergangenheit auf. Sie werden außerdem ärztlich versorgt und können an Aktivitäten wie Meditation oder Capoeira teilnehmen.

Das Projekt finanziert sich von Spenden aus Brasilien und Deutschland und zu einem geringen Teil aus staatlichen Geldern. Da es noch nicht über ausreichend Spenden verfügt, steckt Projektgründer Flávio viel eigene Mittel in das Projekt. Flávio hat den Drogen-Albtraum selbst hinter sich gelassen. Er geht auf die 60 zu, ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt von den Einkünften einer kleinen Touristenpension. Das Casa Dia leitet er ehrenamtlich.

Hintergrund: Seit einigen Jahren ist die Drogenkriminalität in der brasilianischen Kleinstadt Arraial d’Ajuda schlagartig gestiegen. Bei meinem letzten Aufenthalt von Juni bis August 2009 starben fünf Menschen im Drogenkrieg, darunter der 17-jährige Diego. Grund für die steigende Kriminalität ist die Ausbreitung von Crack. Das Abfallprodukt von Kokain macht sehr schnell abhängig. Insbesondere junge Menschen sind betroffen.

Weitere Informationen: www.susiladharma.de/brasilien

More information:

Read more

Information about the project:

Ask S. Langkamp (Project Manager):

  •  

    j. p asked 10 months ago

    Kein Problem. Trotzdem vielen Dank fürs Antworten.
    Wissen Sie vielleicht trotzdem eine Sozialeinrichtung in Brasilien in der man in meinem Alter und 5 Jahren Portugiesisch-Schulkenntnissen ein Sozialpraktikum machen könnte? Oder wissen Sie wohin ich mich am geschicktesten wenden könnte?

     

    S. Langkamp: (Project Responsible) answered 10 months ago

    Das Strassenkinderprojekt Grupo Ruas e Pracas in Recife hat eine lange Efahrung mit deutschen Praktikanten. Fuer einen Einstieg ist dies sicher eine gute Adresse.
    Liebe Gruesse! Steffi

  •  

    j. p asked 10 months ago

    Hallo, ich bin Julia, 19 Jahre alt und hätte genau die gleiche Frage wie Lisa Steinemann: Ich suche zurzeit nach einem Projekt in Brasilien das ich gerne eine Zeit lang nach der Schule unterstützen würde.
    Ist das möglich?
    Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich bei mir melden würden.
    Vielen Dank im vorraus,
    Julia
    julia_pfleiderer@yahoo.de

     

    S. Langkamp: (Project Responsible) answered 10 months ago

    Liebe Julia,

    wir hatten im August 2010 unseren ersten Praktikanten im Casa Dia und haben entschieden, dass wir Praktikanten zurzeit nur mit sehr guten Portugiesischkenntnissen, einem Mindestalter von 24 Jahren und einer fortgeschrittenen Ausbildung/ Studium im sozialen Bereich aufnehmen koennen, da das Casa Dia zurzeit nicht die Infrastruktur besitzt, um Praktikanten mit wenig Erfahrung ausreichend und angemessen zu betreuen.

    Der Drogenentzug ist ein sehr hartes Milieu, das wir dir nicht ohne eine sehr gute Betreuung zumuten moechten. Im Moment arbeiten die Mitarbeiter wegen fehlender finanzieller Mittel alle ehrenamtlich. Zudem ist der Neubau des Gebaeudes noch prekaer. Deshalb solltest du dir in diesem Jahr lieber ein anderes Projekt suchen.

    Viel Erfolg dabei!

  • asked over 1 year ago

    Guten Tag, mein Name ist Lisa Steinemann, bin 18 Jahre alt und komme aus Wiesbaden, Germany. War grade im Internet auf der Suche nach Freiwilligenprogrammen und bin auf diese Seite gestoßen. Finde Ihr Projekt sehr interessant und hätte gerne weiter Informationen hierzu. Kann man bei Ihnen freiwillig vor Ort helfen? Vielen Dank schonmal. Liebe Grüße Lisa ps. Rückmeldung bitte an kleiner.engel17@live.de

     

    S. Langkamp: (Project Responsible) answered over 1 year ago

    Hallo Lisa,

    danke für dein Interesse. Ab August ist das erste Mal ein deutscher Praktikant vor Ort und wir wollen ausprobieren, wie das klappt. Am Besten telefonieren wir mal, dann können wir unsere Fragen gegenseitig zu klären. Die Nummer habe ich dir gerade per Mail geschickt.

    Liebe Grüße und bis bald
    Steffi Langkamp

Please log in to ask a question.