Psych. help for war traumatised women and children

News: On this page the carrier keeps you informed about the current situation of the project. This helps you judge how the donations are being used.

G. Mueller (Project Manager), written 12 days ago

G. Mueller

Wunderschoene SEKA-Geburtstagsfeier

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

letzten Donnerstagabend fand nun unsere SEKA-Geburtstagsfeier statt: 5 Jahre SEKA-Goražde und 15 Jahre SEKA-Projektarbeit insgesamt. Es war eine wunderschoene Feier: ca. 50 Gaeste aus ganz Bosnien-Herzegowina waren gekommen um mit uns zu feiern.

In einer etwa einstuendigen Foropraesentation erinnerten wir an die schwierigen Anfaenge des Projekts 1996 / 97, die 10 Jahre intensiver Arbeit auf Brac und schliesslich zeigten wir Fotos von Aktivitaeten in Gorazde - mit besonderem Schwerpunkt auf der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen.

Anschliessend ueberreichten wir unseren neuen Ehrenmitfrauen Edita Ostojić und Nurka Babović (die als externe Mitarbeiterinnen das Projekt von Anfang an begleitet haben) sowie Arijana Ćatović ihre Urkunden. Dann meldeten sich einige unserer Gaeste zu Wort und erzaehlten, was ihnen SEKA bedeutet.

Schliesslich konnten sich die Gaeste an einem leckeren kalten Bufffet staerken. Mit Musik (Huso F. spielte auf seiner Harmonika), Tanz und gemeinsamen Liedern klang der Abend auf wunderschoene Weise aus.

Das Goražder Fernsehen begleitete die Feier mehrere Stunden und berichtete darueber sowohl in den Nachrichten am kommenden Tag, als auch - ausfuehrlicher - gestern (Sonntag) innerhalb der Reihe 'Rhythmus des Lebens'.

Noch immer sind wir ganz erfuellt von den vielen anerkennenden und ermutigenden Rueckmeldungen, die wir an diesem Abend bekommen haben.

Sobald ich die Fotos von unserer Feier bekomme, werde ich einige auch hier einstellen.

Ihnen allen eine schoene Woche!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

P.S.: Herzlichen Dank fuer eine anonyme Payback-Punkte-Spende!

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G. Mueller (Project Manager), written 17 days ago

G. Mueller

Vorbereitungen zur SEKA-Geburtstagsfeier

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

zuerst mal herzlichen Dank an zwei anonyme SpenderInnen, durch die der Bedarf 'Maedchentherapiegruppe' komplett erfuellt wurde und sich der neue Bedarf 'Traumatherapie mit Frauen' bereits etwas verringert hat.

Zur Zeit geht es im SEKA-Projekt turbulent zu. Zum einen findet diese Woche das dritte fuenftaegige Supervisionsseminar fuer die Absolventinnen der letzten Fortbildungsreihe zu Traumatherapie statt. Zum anderen sind wir in intensiven Vorbereitungen fuer unsere Jubilaeumsfeier morgen abend (5 Jahre SEKA Gorazde, 15 Jahre Projekt SEKA'). Die Einladungen sind verteilt bzw. verschickt. Wir erwarten zwischen 40 und 60 Gaesten.(Eine Feier in groesserem Umfang wuerde unsere derzeitigen finanziellen Moeglichkeiten uebersteigen.) In den letzten Tagen haben wir aus den 15 Jahren 'SEKA-Geschichte' Fotos fuer unsere Fotopraesentation ausgesucht. Amina Vrana stellt sie endgueltig zusammen.

Wir sind alle aufgeregt und auch etwas angespannt, ob alles gut klappt...

Natuerlich werden wir Ihnen nach der Feier berichten.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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Bp_dauerspender
G. Mueller (Project Manager) written 16 days ago
Liebe Adina, liebe Giesela,
vielen Dank fuer Eure Glueckwuensche!
Ja, das waere schoen, wenn Ihr mit uns feiern koenntet. Ich werde auf jeden Fall heute abend Eure Glueckwuensche uebermitteln!

Liebe Gruesse
Gabriele

Bp_dauerspender
A. Hammoud written 16 days ago
Liebe Gabriele, liebe SEKA-Frauen, es wird sicher eine tolle Feier, keine Sorge. Wir wären gern bei Euch, sind es aber wenigstens in Gedanken. Herzlichen Glückwunsch zum SEKA-Geburtstag wünschen Giesela und Adina.

G. Mueller (Project Manager), written 22 days ago

G. Mueller

Besuch vom Weltfrauengebetstag

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

heute moechte ich mich herzlich bedanken fuer die Spenden in den letzten Tagen von A. Culeman, Ursula D. und einem/r anonymen SpenderIn. Wir freuen uns ueber Ihre Unterstuetzung!

Gestern hatten wir Besuch von der fuer SEKA zustaendigen Projektreferentin Carola M. des Weltfrauengebetstags (Deutsches Komitee), der ja schon seit Jahren insbesondere unsere Fortbildungsreihen 'Traumatherapie' foerdert. Wir kannten die Kollegin bisher nur ueber Telefon und mail. Es war schoen, sie nun persoenlich kennenzulernen. Wir verbrachten einen intensiven Tag miteinander - zuerst im SEKA-Haus, dann besuchten wir das Veteranenprojekt; anschliessend erklaerte Esma ihr vom Aussichtspunkt 'Rorovi' die Situation Goraždes im Krieg unter der 3 1/2 jaehrigen Belagerung. Schliesslich rundeten wir den Tag mit einem gemeinsamen Abendessen mit dem SEKA-Team ab.

Heute morgen fuhr sie nun mit Esma nach Sarajevo, wo sie an einer Konferenz teilnehmen wird. Als wir uns verabschiedeten stellten wir fest, dass ein Tag fuer all unsere Themen viel zu kurz war... Fuer uns war es wunderbar zu erleben, wie gut Carola (als Vertreterin eines Geldgebers) unsere Situation verstand, wie sehr sie sich auch fuer die allgemeine Lage im heutigen Bosnien-Herzegowina interessiert. Wir freuen uns ganz besonders ueber ihr Interesse (und das des Weltfrauengebetstags) an einer weiteren langfristigen Zusammenarbeit und Foerderung. Das koennen wir wahrlich gut gebrauchen - da in diesem Jahr ein wichtiger Geldgeber (aus Spanien) seine Arbeit beendet hat und die UN-Entwicklungsorganisation UNDP nun andere Akzente bzgl Foerderung setzt.

Wir hoffen, dass sie uns bald wieder besucht!

Soviel im Moment!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 month ago

G. Mueller

Trauer- und Integrationsphase in der Traumatherapie

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

gestern abend hatte ich begonnen, einen Blog zu schreiben, und hab zufaellig auf eine falsche Taste gedrueckt und - schwupp war alles weg....

Also versuche ich's heute morgen nochmal:

Zuallererst moechte ich mich ganz herzlich bedanken:

bei unserer langjaehrigen Unterstuetzerin A.H., die uns die beiden Fachbuecher ueber Traumatherapie mit Kindern gespendet hat. Das ist einfach wunderbar! Ganz herzlichen Dank! Mirjana Bilan, Projektmitbegruenderin und langjaehrige Projektkoordinatorin, die inzwischen in Rente ist und wieder in Hamburg lebt, wird die Buecher mitbringen, wenn sie uns jetzt im Mai besucht.

Ebenfalls bedanken moechten wir uns noch fuer die regelmaessige Unterstuetzung durch Marina H., die uns sehr viel bedeutet, und fuer zwei anonyme Spenden. Damit wurde der Bedarf 'Maedchentherapiegruppe' vollends erfuellt und auch schon der neue Bedarf 'Traumatherapie mit Frauen' angespendet.

In der letzten Zeit haben wir unglaublich viel zu tun. Diese Woche leite ich gemeinsam mit Edita Ostojić ein weiteres Wochenseminar (das 8.) der Fortbildungsreihe 'Traumatherapie mit der Methode Psychodrama'. Diesmal geht es um die 'Trauer- und Integrationsphase' im traumatherapeutischen Prozess. Die ersten zwei Tage waren sehr intensiv. Nach Beendigung des Seminars werde ich hier ausfuehrlicher berichten. Nebenbei geht es darum, die Konzepte der Teilnehmerinnen fuer ihre schriftlichen Abschlussarbeiten durchzusehen und mit ihnen zu besprechen. Dafuer werde ich mir heute und morgen nach dem Seminar Zeit nehmen.

Soviel fuer heute...

Ihnen allen einen schoenen Fruehlingstag! (Hier haben wir richtigen April: Regen, Sonne, Unwetter, Sturm und wieder Sonne... alles gemischt...)

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 month ago

G. Mueller

Buecher 'Traumatherapie mit Kindern'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

vor kurzem habe ich zwei neue Bedarfe eingestellt. Es handelt sich wieder mal um zwei Buecher, Fachbuecher ueber die traumatherapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Leider gibt es zu diesem Thema in Bosnien-Herzegowina keinerlei Literatur in der Landessprache.

Wir wuerden uns daher ueber folgende Sachspenden sehr freuen:

1. 'Traumatherapie mit Kindern'. Leben lernen, Band 178, von Dorothea Weinberg (Klett-Cotta Verlag)

2. 'Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie für Kinder und Jugendliche'. Leben lernen, Band 201, von Andreas Krüger und Luise Reddemann (Klett-Cotta Verlag)

Die Buecher koennen gerne gebraucht sein. Ich werde mich bemuehen, sie wenigstens in Teilen zu uebersetzen fuer meine Kollegin Amina Vrana, die mit den Kindern und Jugendlichen arbeitet.

Im  Mai haben wir eine Moeglichkeit, die Buecher direkt nach Gorazde zu bringen: Unsere Vereinsfrau (und ehemalige Projektkoordinatorin) faehrt dann von Hamburg nach Gorazde.

Wir freuen uns ueber Ihre Hilfe!

Ihnen allen eine schoene Woche

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 month ago

G. Mueller

Neue Spendenaktion 'Glueckstage schenken'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wie bereits in den letzten 15 Jahren moechten wir auch in diesem Sommer 20 Kindern und Muettern, die an den Folgen von Krieg und Gewalt leiden, einen therapeutischen Erholungsaufenthalt am Meer (Adria) ermoeglichen. Naeheres koennen Sie bei unserem Projekt 233 auf betterplace nachlesen.

Seit Freitag gibt es zu diesem Zweck ausserdem eine neue Spendenaktion auf betterplace: 'Glueckstage schenken', denn in diesem Jahr sieht die Finanzierung bisher sehr schwierig aus.

Wir freuen uns daher sehr ueber das Benefiz-Konzert des Weseler Chors 'Gospel-People', dessen Reinerloes dem Erholungsaufenthalt zugute kommen wird. Wir wuerden gerne durch die Spendenaktion den Erloes des Benefizkonzerts 'aufstocken' und gerne auf 5.000 € kommen.

http://www.betterplace.org/de/groups/glueckstage-schenken

 

Wir freuen uns ueber Ihre Mithilfe, bzw. wenn Sie die Spendenaktion in ihrem Umfeld verbreiten und auch andere dazu einladen!

Ihnen allen ein schoenes Osterwochenende!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 month ago

G. Mueller

Seminar ist gut angelaufen

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns ueber drei weitere Spenden, die wir gestern erhalten haben und mit denen der Bedarf 'Traumatherapie mit Frauen' vollends erfuellt und der neue Bedarf 'Maedchentherapiegruppe' schon zu 22 % erfuellt wurde. Das ist super! Wir bedanken uns bei M.B. und bei zwei anonymen (Payback-)SpenderInnen ganz herzlich!

Seit gestern findet nun das Fortbildungsseminar fuer KollegInnen aus Institutionen und Organisationen "Arbeit mit gewalttaetigen Partnern" statt. Und nach den Rueckmeldungen meiner Kolleginnen und den Kommentaren der TeilnehmerInnen zu schliessen, laeuft es sehr gut.

Nach Abschluss des Seminars - wenn ich den Bericht der Kolleginnen habe, werde ich hier ausfuehrlicher darueber berichten.

Ihnen allen wuensche ich einen schoenen Tag!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 month ago

G. Mueller

Seminar 'Arbeit mit gewalttaetigen Partnern'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns ueber weitere Spenden fuer die Traumatherapie mit Frauen: Ganz herzlichen Dank fuer die erneute Unterstuetzung unseres treuen Freundes Uwe Berger und fuer zwei Paybackpunkte-Spenden!

Nun sind noch 20 € des Bedarfs offen (die 9 €, die bei der Projektuebersicht angezeigt werden, sind einem Programmier-Fehler bei betterplace zu verdanken, der leider noch nicht behoben werden konnte).

In dieser Woche (von Mittwoch bis Freitag) wird im SEKA-Haus nun das erste dreitaegige Seminar der Fortbildungsreihe 'Arbeit mit gewalttaetigen Partnern bei familiaerer Gewalt' stattfinden, das wir im Februar verschieben mussten. Das Interesse an dem Seminar ist sehr gross. Wir haben die Gruppengroesse von urspruenglich 12 TeilnehmerInnen aus Institutionen und Organisationen auf 16 erhoeht. Mehr passen nicht in unseren Seminarraum.

Das Seminar wird geleitet von unseren erfahrenen Kolleginnen Edita Ostojic und Nurka Babovic.

Ihnen allen eine schoene Woche!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 2 months ago

G. Mueller

Für diese Bedarfe habe ich eine (Teil-)Auszahlung veranlasst:

4 Maedchentherapiegruppe €80.13
5 Traumatherapie mit Frauen €65.-
Herzlichen Dank an alle Spenderinnen und Spender. Die Mittel werden wir entsprechend der Bedarfe verwenden! Herzliche Gruesse Gabriele Mueller
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G. Mueller (Project Manager), written 2 months ago

G. Mueller

Jahresversammlung von SEKA Gorazde

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

gestern abend fand nun die Jahresversammlung unserer 'Frauenvereinigung SEKA Gorazde' in sehr schoener und entspannter Atmosphaere statt. Von 24 Vereinsfrauen waren 17 gekommen. Die anderen hatten sich entschuldigt - zur Zeit gibt es eine Grippewelle in Gorazde.

Wir stellten den Bericht ueber die Arbeit des letzten Jahres so wie den Finanzbericht vor und gaben einen Ueberblick ueber die Planung des Programms fuer das Jahr 2012 sowie ueber den Finanzplan fuer 2012.

Die Sicherung der finanziellen Mittel fuer 2012 wird bedeutend schwieriger werden, da die spanisch-baskische Organisation SOS-Balkanes, die SEKA in den letzten drei Jahren kraeftig unterstuetzt hat, sich leider aufgeloest hat. Auch die UN-Entwicklungsorganisation setzt nun ihren Schwerpunkt auf andere Themen, sodass eine Foerderung der therapeutischen Arbeit von SEKA leider nicht mehr moeglich sein wird.

Wir haben fuer dieses Jahr einen Antrag an die neu geschaffene UN-Organisation 'UN-Women' gestellt. Bisher haben wir jedoch noch keinerlei Rueckmeldung. Es ist schwer, irgend eine Prognose zu treffen. Falls unser Antrag abgelehnt werden sollte, bleibt nur noch die Foerderung durch den Weltfrauengebetstag (fuer die Fortbildungsseminare 'Traumatherapie') und die Foerderung der Oekumenischen Fraueninitiative Kroatien, die die Fortbildungsreihe 'Arbeit mit gewalttaetigen Partnern bei familiaerer Gewalt' (drei Termine a drei Tage) finanziert. Vom Landkreis und der Stadt Gorazde koennen wir wegen der massiven Sparmassnahmen nur geringe Betraege, wenn ueberhaupt, erwarten. Wir hoffen auf die endgueltige Zusage einer erneuten Foerderung  des therapeutischen Erholungsaufenthalts (s. auch betterplace-Projekt 233). Den groessten Teil unseres Budgets werden wir in diesem Jahr ueber private Spenden (u.a. ueber die betterplace-Plattform) finanzieren muessen.

Das Highlight unserer Vereinsversammlung war der Lichtbildvortrag unserer Kollegin Amina Vrana, die sehr anschaulich und bewegend die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen in SEKA vorstellte. Die Vereinsfrauen reagierten begeistert, es gab viel Lob und Anerkennung fuer das Programm des letzten Jahres, aber auch fuer die lebendige Praesentation.

Da SEKA-Gorazde in diesem Jahr sein fuenfjaehriges Bestehen und das Projekt SEKA insgesamt sein 15 jaehriges Jubilaeum feiert, beschlossen wir, dieses Ereignis im Mai zu feiern. Die Vereinsfrauen werden sich entsprechend ihrer Moeglichkeiten an der Vorbereitung und Durchfuehrung dieser Feier beteiligen.

Die begeisterten Rueckmeldungen unserer Vereinsfrauen bedeuten fuer uns Teamkolleginnen immer wieder Bestaerkung und Ermutigung und geben uns neue Energie fuer unsere oft schwierige  Arbeit. Auf unsere Vereinsfrauen koennen wir auch im Projekt-Alltag zaehlen, wenn wir konkrete Unterstuetzung benoetigen. Das bedeutet uns viel.

Soviel heute morgen...

Ich wuensche Ihnen ein schoenes Wochenende!

Herzliche Gruesse aus dem sonnigen fruehlingshaften Gorazde

Gabriele Mueller

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written 2 months ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

nun bin ich wieder aus Deutschland zurueck und der Projektalltag hat mich wieder. Wie immer hat sich vieles angesammelt.Heute haben wir alle Unterlagen fuer die Jahresversammlung vorbereitet, die am Freitag um 18.00 Uhr stattfinden wird. Auch diesmal bin ich wieder selbst ueberrascht, was fuer ein dichtes und vielfaeltiges Programm SEKA auch im vergangenen Jahr realisiert hat! Das wird uns oft erst bewusst, wenn wir den Jahresbericht schreiben.

Heute also nur ganz kurz ein herzliches Dankeschoen an unsere treuen Unterstuetzerinnen Sabine F. und Marina H. fuer ihre erneuten Spenden in den vergangenen Tagen!

Demnaechst mal wieder ein inhaltlicher Bericht, sobald ich dazu komme...

Herzliche Gruesse

aus dem endlich fruehlingshaften Gorazde

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 3 months ago

G. Mueller

'Alles hat einen tieferen Sinn bekommen'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

zuerst moechte ich mich fuer eine Direktspende und die Spenden von zwei neuen Unterstuetzerinnen Ursula D. und Angelika O. herzlich bedanken!

Morgen werde ich fuer 12 Tage nach Hamburg fliegen. Da werde ich eher selten an einen PC und zum Blogschreiben kommen. Heute kommt nun der letzte Teil des Berichts ueber das 7. fuenf-taegige Seminar der Fortbildungsreihe Traumatherapie.

Ich wuensche Ihnen allen sonnige Vorfruehlingstage!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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Tag 5 des Fortbildungsseminars 'Traumatherapie mit der Methode Psychodrama'

Den 5. und letzten Tag des Fortbildungsseminars nutzten wir, um den Verlauf der 4 vergangenen Seminartage zu analysieren und die Themen des Seminars theoretisch zu vertiefen. Die Teilnehmerinnen hatten Gelegenheit fuer Fragen und Diskussion.

Anschliessend besprachen wir das Protokoll des vorherigen Seminars, das - wie stets - zwei der Teilnehmerinnen geschrieben hatten. Es gab uns Gelegenheit, einige methodischen Dilemmata der Teilnehmerinnen zu klaeren.

Danach stellten jede Teilnehmerin das geplante Thema fuer ihre schriftliche Arbeit vor, die eine Voraussetzung fuer die Erlangung des Zertifikats darstellt. In diesen Arbeiten sollen die Kolleginnen einen Aspekt der Traumatheorie bzw. Psychodramatheorie mit deren praktischer Anwendung in ihrer konkreten Arbeit verbinden. Dabei gab es fuer die meisten Kolleginnen noch viele Fragen, die wir gemeinsam diskutierten. Bis zum naechsten Seminar wird jede Teilnehmerin ein Kurzkonzept und eine Gliederung ihrer geplanten Arbeit vorlegen.

Ausserdem entschieden sich die Teilnehmerinnen, mit welcher Kollegin sie im Herbst paarweise die Fortbildungs-Gruppe leiten wuerden. Auch dies ist eine Voraussetzung zur Erlangung des Abschlusszertifikats, dass jedes Paar einen Tag lang unter unserer Supervision die Gruppenleitung uebernimmt.

In der abschliessenden Runde aeusserten sich die Kolleginnen sehr zufrieden ueber die 5 Tage Seminararbeit. Eine meinte: "Mit diesem Seminar hat alles, was wir in frueher Seminaren erarbeitet haben, noch mal einen tieferen Sinn bekommen. Mir ist jetzt das Konzept der Traumatherapie vollkommen klar geworden!" Und eine andere sagte: "Dieses Seminar war fuer mich bisher das intensivste und wichtigste: Ich habe persoenlich ausserordentlich profitiert. Aber auch professionell und was die Anwendung der Methoden angeht, haben sich fuer mich viele Dilemmata geklaert. Ich fuehle mich nun allmaehlich bereit, meine Klientinnen in einem solchen anspruchsvollen Prozess zu begleiten!"

Theoretisch sind bzgl. des Themas 'Traumakonfrontation' noch immer einige Aspekte offen - so z.B. weitere Techniken und Moeglichkeiten fuer die konkrete Arbeit mit KlientInnen. Dafuer werden wir uns am ersten Tag des naechsten Seminars noch Zeit nehmen.

Auch wir als Leiterinnen spuerten die Intensitaet dieses Seminars. Aber trotz Anstrengung und Muedigkeit fuehlten wir uns sehr zufrieden mit dem Prozess und dem, was jede Teilnehmerin fuer sich erreicht hat.

Gabriele Mueller, Edita Ostojić

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G. Mueller (Project Manager), written 3 months ago

G. Mueller

Verbundenheit und Vertrautheit in der Gruppe

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

hier kommt nun eine weitere Fortsetzung des Berichts ueber das 7. Seminar 'Traumatherapie mit der Methode Psychodrama.

Ich wuensche Ihnen allen einen schoenen Sonntag!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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Fortsetzung: 4. Tag der Fortbildung Traumatherapie:

Am 4. Tag setzten wir die Arbeit an der Uebung 'Fluss des Lebens' (Annaeherung an die Konfrontation mit einem traumatischen Erlebnis / einer traumatischen Periode) fort. Die zweite Haelfte der Gruppe hatte nun Gelegenheit, ihre Zeichnungen vorzustellen und - dosiert - zu erarbeiten. Wie auch schon am Tag vorher zeigte sich einerseits, wie anspruchsvoll diese Uebung ist - aber auch wie gut die Teilnehmerinnen durch die bisherige (stabilisierende) Gruppenarbeit inzwischen mit ihren eigenen Traumata und denen der anderen umgehen koennen. Davon waren sie selbst am meisten ueberrascht.

Sie erlebten die Uebung als sehr maechtig und wirkungsvoll, fuehlten sich danach aber alle gut - einige auch 'befreit', 'erleichtert' oder 'stolz auf sich selbst'. Obwohl es sich bei dieser Uebung nur um eine Annaeherung an eine eigentliche detaillierte Traumakonfrontation handelte, konnten sie einige der Effekte der Auseinandersetzung mit der traumatischen Situation bereits feststellen. So gelang ihnen ein neuer 'realistischer' Blick auf die traumatische Situation, der auch das Gefuehl von Empathie und Wertschaetzung fuer 'sich selbst damals' ermoeglichte.

Vielfach erkannten sie sich auch in den Erfahrungen der anderen wieder. Dies trug zum gegenseitigen Verstaendnis - gerade auch zwischen den Angehoerigen der unterschiedlichen Bevoelkerungsgruppen, die den Krieg auf den gegnerischen Seiten der Front erlebt hatten, bei. Nach dieser Uebung spuerten wir eine ganz besonders dichte Atmosphaere und eine neue Verbundenheit und Vertrautheit in der Gruppe.

Zur Entlastung boten wir am Ende des vierten Tages noch das 'Feuer-Ritual' an, in dem jede der Teilnehmerinnen die Moeglichkeit hat, anonym auf kleine Zettelchen zu schreiben, 'Was sie loslassen - hinter sich lassen will', 'Was sie transformieren moechte', 'Welche Botschaft sie einem weit entfernten oder verstorbenen Menschen schicken will' und 'Welche Botschaft sie sich selbst sagen will'.

Alle diese Zettelchen wurden dann gemeinsam in einem grossen alten Topf verbrannt und durch das Feuer 'realisiert'. Nach diesem Ritual beendeten die Frauen ihren persoenlichen Prozess mit einem 'Brief an mich selbst', in dem sie ihren persoenlichen Prozess waehrend des gesamten Seminars reflektieren konnten. Diese Briefe behielt selbstverstaendlich jede fuer sich.

Die Rueckmeldungen am Ende dieses Tages zeigten, dass den Teilnehmerinnen die letzten beiden Tage ausserordentlich viel bedeutet hatten und sie zufrieden und entlastet nach Hause gingen.

Fortsetzung im naechsten Blog

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G. Mueller (Project Manager), written 3 months ago

G. Mueller

'Traumakonfrontation'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

in den letzten Tagen bin ich ueberhaupt nicht zum Blogschreiben gekommen, da mich am Montag eine heftige fiebrige Erkaeltung erwischt hatte. Heute geht es wieder einigermassen.

Heute moechte ich mich zuallererst ganz herzlich bei unseren Unterstuetzerinnen I. Filip, M.B., Mila T., V. Vogel und bei zwei anonymen UnterstuetzerInnen bedanken; ausserdem auch fuer 2 Direktspenden an das Projekt. Mit diesen Spenden konnten zum einen der Bedarf 'Maedchentherapiegruppe' sowie ein neuer Bedarf 'Traumatherapie mit Frauen' komplett erfuellt werden. Das ist einfach toll! Ein ganz dickes Dankeschoen an alle, die mitgeholfen haben!

Ich habe nun wieder einen Bedarf ueber fuenf Stunden Traumatherapie mit Frauen eingestellt, da wir dafuer nach wie vor keinerlei Foerderung haben.

Und nun moechte ich weiter ueber das Fortbildungsseminar zu 'Traumatherapie' (das siebte der Fortbildungsreihe), das letzte Woche stattfand berichten. Ueber die ersten beiden Tage hatte ich ja bereits geschrieben. (s. fruehere Blogs).

Am dritten Tag gaben wir - nach einem Erwaermungsspiel - eine theoretische Einfuehrung in das Thema 'Traumakonfrontation'. Dies stellt im vierphasigen Modell der Traumatherapie die dritte Phase dar und bedeutet - nach erfolgreicher Stabilisierung der Klientin - die Konfrontation mit einem traumatischen Ereignis und dessen detaillierte Durcharbeitung. Dies ist fuer Klientin wie Therapeutin sehr anspruchsvoll und daher war es uns sehr wichtig, zunaechst die Voraussetzungen deutlich zu machen, die fuer diese Auseinandersetzung unabdingbar sind. Danach gingen wir auf Ziele und Sinn der Traumakonfrontation ein - sowie auf wichtige Aspekte dieser Sitzungen.

Anschliessend hatten die Teilnehmerinnen Gelegenheit, sich durch die (zeichnerische) Uebung "Fluss des Lebens" an ein persoenliches traumatisches Ereignis bzw. eine traumatische Periode anzunaehern. Wir waehlten diese Uebung, um den Kolleginnen zu diesem Thema ein Stueck weit Selbsterfahrung zu ermoeglichen, obwohl wir Traumatherapie generell nur im einzeltherapeutischen Setting durchfuehren.

Die Uebung zeigte den Teilnehmerinnen, wie anspruchsvoll eine solche Konfrontation ist und sensibilisierten sie fuer die Herausforderung, die die Traumakonfrontation fuer Klientinnen darstellt. Wir gaben den Frauen eine Reihe von Fragen, mithilfe derer sie ihr Bild in den vier Segmenten ('Vor dem traumatischen Ereignis', 'waehrend des Ereignisses', 'Heute', 'die Zukunft')zuerst einmal selbst prozessieren und vertiefen konnten.

Danach hatte jede die Moeglichkeit, in dem Masse, wie sie dazu bereit war, ihre Zeichnung vorzustellen und evtl. mit Unterstuetzung der Therapeutinnen dosiert zu erarbeiten.

Zur Entlastung von den sehr schweren Themen boten wir zum Abschluss noch die Bewegungs und Imginationsuebung 'Wasserfall' an, die den Frauen half, sich von Anspannung und traumatischen Erinnerungen zu 'reinigen'.

Fortsetzung im naechsten Blog..

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G. Mueller (Project Manager), written 3 months ago

G. Mueller

Für diese Bedarfe habe ich eine (Teil-)Auszahlung veranlasst:

10 Traumatherapy with women €120.99
Herzlichen Dank an alle SpenderInnen fuer ihre Unterstuetzung. Die Spenden werden entsprechend des Bedarfs fuer Traumatherapie mit kriegstraumatisierten Frauen bzw. Opfern familiaerer Gewalt eingesetzt. Herzliche Gruesse Gabriele Mueller
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G. Mueller (Project Manager), written 3 months ago

G. Mueller

2. Tag des Fortbildungsseminars 'Traumatherapie'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

gestern war der zweite Tag des 7. fuenftaegigen Fortbildungsseminars zu 'Traumatherapie mit der Methode Psychodrama'. Wir arbeiteten weiter am Thema 'therapeutische Arbeit mit destruktiven inneren Anteilen (Ego-States)'.

Ein der Teilnehmerinnen erarbeitete in einem grossen Protagonistinnenspiel auf der Psychodrama-Buehne ihr Thema - Auseinandersetzung mit ihrem 'inneren Antreiber' - unterstuetzt von den anderen Teilnehmerinnen, die fuer sie Rollen in ihrer Szene darstellten. Nach der intensiven und beruehrenden Szene gaben die teilnehmenden Frauen ihre Feedbacks aus ihren Rollen. Danach folgten 'Sharings', d.h. wir alle teilten mit der Protagonstin unsere Erfahrungen oder Emotionen, die die Szene ausgeloest hatte.

In der zweiten Haelfte des Tages erarbeiteten wir an einem konkreten Fallbeispiel die Arbeit an destruktiven inneren Anteilen bei Kindern. In einer Psychodramaszene schluepfte die Kollegin, die das Kind vorgestellt hatte, in die Rolle des Kindes und erlebte dadurch 'hautnah', wie die Interventionen der Therapeutin wirkten.

Danach schloss sich die Auswertung der Szene und eine intensive Diskussion ueber fachliche Aspekte an.

In der Abschlussrunde aeusserten die Teilnehmerinnen, dass ihnen dieser Tag viel bedeutet und ihnen  viele Anregungen fuer die Arbeit gegeben habe.

Heute geht es nun weiter mit dem anspruchsvollen Thema 'Traumakonfrontation'.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 3 months ago

G. Mueller

Arbeit mit destruktiven inneren Anteilen

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

zuerst moechte ich mich herzlich bei Marina H. und Sabine F. fuer ihre treue Unterstuetzung bedanken!

In dieser Woche findet das siebte fuenftaegige Seminar der Fortbildungsreihe 'Traumatherapie mit der Methode Psychodrama' statt. Am gestrigen ersten Tag erarbeiteten wir - nach einem persoenlichen und professionellen Austausch der Teilnehmerinnen ueber aktuelle Themen und einem psychodramatischen Erwaermungsspiel (Verwandlung in unterschiedliche moeglichst gegensaetzliche Rollen) - theoretisch das Thema 'Arbeit mit destruktiven inneren Anteilen' (destruktiven Ego-States). Dabei gingen wir auf die schwaecheren Formen, die fast jeder Mensch hat (innere Antreiber, Kritiker oder Zweifler etc) wie auch auf die massiven Formen der Taeter-Introjekte bei schwerst und langanhaltend Traumatisierten ein.

In der letzten Einheit hatten die Teilnehmerinnen in einer Selbsterfahrungsuebung Gelegenheit, die Theorie auf sich persoenlich anzuwenden, oder sich Fallbeispiele aus der eigenen Arbeit zu vergegenwaertigen.

Heute werden wir mit konkreten Szenen weiterarbeiten: eine Teilnehmerin wird Gelegenheit haben, ihr persoenliches Thema mit Unterstuetzung der Therapeutin durchzuarbeiten. Anschliessend werden wir konkrete Fallbeispiele fuer die Arbeit mit Introjekten bei erwachsenen KlientInnen und bei Kindern erarbeiten.

Soviel fuer heute morgen!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written 3 months ago

G. Mueller

7. Fortbildungsseminar 'Traumatherapie mit Psychodrama'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

zuerst moechte ich noch Henning Knebel, B. Bela und einer/m anonymen UnterstuetzerIn fuer weitere Spenden danken.

In dieser Woche leite ich ein Seminar fuer die neue Ehrenamtlichengruppe im Veteranenprojekt. Naechste Woche steht dann unser 7. Seminar der Fortbildungsreihe 'Traumatherapie mit der Methode Psychodrama' an. Wir hoffen sehr, dass sich das Wetter bis dahin beruhigt und meine Kollegin Edita Ostojić sowie einige der Teilnehmerinnen ohne Probleme werden anreisen koennen. Diesmal geht es um Arbeit mit Taeter-Introjekten und um die Konfrontation mit traumatischen Ereignissen.

Falls das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung macht, muessten wir auch dieses Seminar verschieben, da es unabdingbar ist, dass alle Teilnehmerinnen anwesend sind.

Druecken Sie uns mal die Daumen!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 4 months ago

G. Mueller

Vielen vielen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

hier ist es heute morgen bitterkalt (im Moment minus 25 °C). Ich hoffe, wir haben jetzt den Hoehepunkt (oder besser Tiefpunkt) erreicht! Die meisten Haeuser und Wohnungen sind nicht isoliert und mit dem knapp werdenden Heizmaterial wird es fuer viele Familien allmaehlich bedrohlich!

Aber nun zu den guten Nachrichten: Wir freuen uns sehr ueber drei weitere Spenden: von B.Bela, einem/r anonymen SpenderIn und von I. Filip! Dazu kam eine weitere Direktspende. Damit konnte der seit langem offene Bedarf der 10 Stunden Traumatherapie fuer Frauen endgueltig erfuellt werden! Allen SpenderInnen danken wir sehr herzlich!

Ich habe nun als Bedarf die therapeutische Gruppenarbeit mit den Maedchen eingestellt.  Fuer diese Angebote haben wir noch immer keine Zuschuesse (Antrag wurde gestellt) und sind voellig auf Spenden angewiesen. Fuer vier Termine entstehen Kosten von insgesamt 100 €. Allerdings besteht noch immer ein Programmierfehler bei betterplace, sodass nur 90 € in der Projektuebersicht auftauchen.

Heute nur kurz....

Ich wuensche Ihnen allen einen schoenen Tag!

Herzlichst

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 4 months ago

G. Mueller

Traurige Nachricht!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

leider muss ich Ihnen heute eine sehr traurige Nachricht mitteilen: der Mann einer unserer Kolleginnen, die ab morgen das Seminar 'Arbeit mit gewalttaetigen Partnern' leiten sollten, ist ganz ploetzlich an einem schweren Herzinfarkt gestorben. Das hat uns alle sehr getroffen. Wir muessen das Seminar nun erstmal verschieben, bis unsere Kollegin das alles einigermassen ueberstanden hat.

Ausserdem kaempfen wir hier seit Tagen mit extremen Schneefaellen. Nach einer kurzen Pause am Sonntag hat es gestern wieder zu schneien begonnen. Auch heute wird es wohl den ganzen Tag noch schneien. Die Schulen sind seit gestern geschlossen. Autos ohne Schneeketten haben keine Chance. Allerdings sind in Bosnien-Herzegowina Schneeketten Pflicht. Fuer viele Familien, die sich nur mit Muehe Heizmaterial fuer den Winter beschaffen konnten, wird es nun problematisch, da wir alle durch die schon wochenlang andauernde extreme Kaelte mindestens doppelt soviel Brennmaterial verbrauchen als ueblich... Die meisten Menschen heizen nur einen Raum - die Wohnkueche. 

Morgen habe ich gemeinsam mit der Vertreterin des UNHCRs einen Termin beim Buergermeister - um verschiedene Probleme zu besprechen, die unserer KlientInnen betreffen. Mal sehen, ob der zustande kommt.

Trotz der gravierenden Beeintraechtigungen kommt die Mehrzahl unserer KlientInnen aus Gorazde bisher noch zu den Terminen im SEKA-Haus. Allerdings sind die Doerfer in der Umgebung teilweise von der Aussenwelt abgeschnitten. Die Raeumdienste konzentrieren sich auf die Hauptstrassen...

Wir hoffen, dass die Schneefaelle morgen aufhoeren. Dann wird es allerdings noch kaelter werden...

Soviel fuer heute...

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 4 months ago

G. Mueller

Seminarreihe zur Arbeit mit gewalttaetigen Partnern

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

zuerst ganz herzlichen Dank fuer die Spende eines/r weiteren anonymen Unterstuetzers/in!

Zur Zeit sind wir im SEKA-Haus intensiv beschaeftigt mit der Organisation einer Seminarreihe zum Thema 'Gewalt in der Familie'. Diesmal liegt der Schwerpunkt auf dem Umgang und der Arbeit mit den maennlichen gewalttaetigen Partnern/Vaetern. Wir haben insbesondere KollegInnen aus den unterschiedlichen Institutionen eingeladen, die mit diesem Problem konfrontiert sind, aber bisher oft nicht adaequat reagieren.

Die Seminarreihe wird geleitet werden von unseren langjaehrigen externen Koleginnen Edita Ostojic und Nurka Babovic. Beide arbeiten seit vielen Jahren zu diesem Thema. Insbesondere Nurka Babovic (heute Direktorin des Zentrums fuer Sozialarbeit in Zenica) hat viele Jahre mit den Opfern familiaerer Gewalt - aber auch mit den gewalttaetigen Partnern gearbeitet.

Die Seminarreihe stoesst auf grosses Interesse: Anstatt der (durch die Finanzierung der Oekumenischen Fraueninitiative Kroatiens) finanzierten 12 Seminarplaetze, haben wir uns entschlossen, 16 TeilnehmerInnen zu akzeptieren, da wir moeglichst vielen KollegInnen die Chance zur Teilnahme geben wollen. Wie stets haben wir uns auch bemueht, KollegInnen aus den umliegenden Orten der Republika Srpska zur Teilnahme zu gewinnen.

Das 1. dreitaegige Seminar von dreien wird vom 08. - 10. Februar stattfinden. Ich werde natuerlich darueber berichten.

Ihnen allen nun einen schoenen Freitag...

Herzlichst

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written 4 months ago

G. Mueller

'Ich fuehle mich mehr und mehr frei!'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

zuerst moechte ich ganz herzlich unserer Freundin Giesela Krabbe fuer ihre erneute Unterstuetzung und ihre Begleitung unserer Projekte danken!

Und hier kommt nun der letzte Teil des Berichts von Sara V. ueber ihre Traumatherapie:

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"Ich weiss endlich wer ich bin" (Fortsetzung)

Ich habe begonnen, mich selbst an die erste Stelle zu setzen. Ich kann Ihnen gar nicht beschreiben, wie schön ich mich an diesem Platz fühle! Ich bin erfüllt von einer großen Kraft, Energie und Liebe. Ich hatte auch früher Kraft, aber das war eine düstere Gewalt die mich in den Kampf getrieben hat, mehr ein Instinkt, eine Art tierhafter Überlebenswille. Dies jetzt ist etwas Neues: ein beflügeltes, zartes, mächtiges Gefühl, das mir täglich Lebensfreude gibt. Früher lebte ich immer in der Vergangenheit oder in irgendeiner irrealen Zukunft, doch jetzt bin ich mit Gedanken und Gefühlen mehr und mehr hier in jeder Sekunde, die ich mit viel mehr Freude erlebe. Das ist das schönste Gefühl, das ich durch das Psychodrama bekommen habe – indem ich mich von alten Lasten aus der Vergangenheit befreit habe.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich an den ersten Therapieterminen das Psychodrama seltsam fand: In manchen Momenten kam es mir vor, als ob ich mich vor der Therapeutin blamieren würde, aber schon bald habe ich dann die guten Seiten dieses Spiels auf der Bühne erkannt. Heute sehe ich Psychodrama als die beste Methode, Menschen zu stärken und ihnen die Entdeckung ihrer Potentiale zu ermögli-chen. Als ich auf der Psychodramabühne in die Rollen meiner Eltern schlüpfte, bekam ich eine andere Wahrnehmung von ihnen. Mit der Zeit hat die Vergangenheit eine andere Bedeutung bekommen und ich fühle mich mehr und mehr frei. Erst damals habe ich die ganze Bedeutung des Spiels mit den Symbolen gespürt. Nach jeder Therapie fühlte ich mich leichter, als ob ich eine große Last abgeworfen hätte. Es gab Augenblicke, da kam es mir vor, als ob ich flöge; denn es hinderte mich nichts mehr auf meinem Weg zu meiner Freiheit und meinem Glück. Erst dann erkannte ich, wie frustriert und unzufrieden ich in meinem früheren Leben gewesen war.

Ich sehe jetzt, wieviel erfolgreicher diese Methode im Vergleich zu psychiatrischen Methoden ist, die mich in der Überzeugung gehalten haben, dass ich psychisch für immer verloren sei. Ohne das Psychodrama hätte ich nie entdeckt, wieviel Stärken und Potentiale ich in mir habe.Und das Wichtigste ist: Ich weiss endlich, wer ich bin!Durch das Psychodrama habe ich das Rezept gefunden für ein glückliches Leben, jetzt muss ich nur noch gut kochen lernen ;-))

Und was habe ich verloren durch das Psychodrama? – Den Schlüssel zum Tresor, in den ich die Fesseln aus meiner Vergangenheit geworfen habe!

Sara V.

 

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G. Mueller (Project Manager), written 4 months ago

G. Mueller

'Ich weiss endlich, wer ich bin..'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

erst mal herzlichen Dank an zwei neue Spender: Anel Podgoric und Christoph Starke, sowie an eine/n anonyme/n SpenderIn! Wir freuen uns ueber Ihre Unterstuetzung!

Und hier eine weitere Fortsetzung des Berichts von Sara V. ueber ihre Traumatherapie:

"Ich weiss endlich, wer ich bin.."

Die Psychodramatherapie hat mir geholfen, mir selbst und anderen zu verzeihen, die kleinen Dinge im Leben zu genießen, Probleme ohne Panik oder Angst zu lösen, und mir zuallererst selbst die Liebe zu geben, die ich brauche und sie nicht von anderen zu erwarten. Ich habe verstanden, dass ich nicht die anderen nach meinen Wünschen ändern kann, sondern nur mich selbst.

Ich habe gelernt besser zu kommunizieren, indem ich mir und anderen mehr Zeit gebe. Jetzt verstehe ich auch die Reaktionen anderer besser. Ich fühle mich nicht mehr für jede Kleinigkeit schuldig, denn ich habe erkannt, dass ich nicht alles kontrollieren kann und dass ich das auch nicht brauche.

Durch die Psychodrama-Arbeit mit Symbolen habe ich furchtbare Dilemata in Bezug auf meine Eltern und deren Liebe aufgelöst. Auf der Psychodrama-Bühne habe ihnen all das gesagt, was ich ihnen, als sie noch lebten, nicht sagen durfte und konnte. Und ich habe Antworten auf all meine Fragen bekommen. Wir haben unsere Rechnungen beglichen. Jetzt sehe ich sie mit anderen Augen und weine nicht mehr, habe keine Alpträume mehr. Ich verstehe den Hintergrund für die Gewalt meines Vaters, für die Hilflosigkeit meiner Mutter – und ich habe in mir selbst das kleine verletzte Mädchen getröstet und beruhigt.

Fortsetzung im naechsten Blog..

 

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G. Mueller (Project Manager), written 4 months ago

G. Mueller

'Ich verstehe mich selbst..'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

zuerst einmal moechte ich mich fuer eine anonyme Paybackpunktespende fuer die Traumatherapie mit Frauen bedanken. Fuer die traumatherapeutische Einzelarbeit mit Ueberlebenden von Gewalt sind wir schon seit laengerem vollkommen auf Spenden angewiesen. Wir freuen uns daher ueber jede Unterstuetzung!

Und hier nun eine weitere Fortsetzung des Berichts von Sara V. ueber ihre Traumatherapie.

Ihnen allen einen guten Wochenanfang!

Herzlichst

Gabriele Mueller

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Die Geister der Vergangenheit (Fortsetzung)

Ich war mir damals nicht bewusst, dass mein gegenwärtiges Leben an mir vorbeiglitt, während ich Schlachten aus der Vergangenheit schlug. Ich wusste einfach nicht zu leben. Erst durch die mehrjährige therapeutische Arbeit habe ich begriffen, wie ich leben und mich von meinen Traumata befreien kann. Der Prozess der Befreiung ist noch immer nicht beendet – solange in mir noch verschiedene düstere und schmerzhafte Anteile leben.

Mit jeder neuen Therapie (jetzt reise ich mehrere Hundert Kilometer für einige Tage therapeutischer Arbeit) fühle ich mich besser, werde mehr ich selbst, gelassener; ich erkenne leichter destruktive Anteile und Mechanismen aus der Vergangenheit und kann sie ausschalten; ich weiss, wie ich mich stabilisieren kann; ich verstehe mich selbst. Ich sehe mich nicht mehr mit den Augen der anderen und versuche nicht, es allen anderen recht zu machen.

Mehr und mehr kümmere ich mich um mich selbst und nehme meine Gefühle wahr. Es ist schön, wenn ich mich selbst verwöhne. Ich habe den Eindruck, dass ich jetzt all diese Leere ausfülle, die durch den vergeblichen Wunsch nach der Liebe meiner Familie entstanden war. Ich genieße täglich die neue Person, die ich bin und fühle mich wie neugeboren.

Fortsetzung im naechsten Blog...

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G. Mueller (Project Manager), written 4 months ago

G. Mueller

'Die Geister der Vergangenheit'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

erstmal noch ein Dankeschoen an eine/n anonyme/n Spender/in fuer den Bedarf 'Traumatherapie'!

Und hier eine weitere Fortsetzung des Berichts von Sara V. ueber ihre Traumatherapie...

Herzlichst

Gabriele Mueller

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Die Geister der Vergangenheit

Später, als ich selbständig wurde und dachte, dass ich jetzt endlich mein Leben leben konnte, entdeckte ich, dass die Vergangenheit soviele unauslöschliche Spuren in meiner Seele und meinem Verhalten hinterlassen hatte, dass ich nicht den Weg finden konnte, einfach zu leben. Ich war streng zu allen – am meisten aber zu mir selbst. Natürlich kam ich dadurch mit anderen in Konflikt und auch mit mir selbst.Die nächste schmerzliche und psychische belastende Periode war mein mehrjähriger Kampf mit der schweren Krankheit meiner beiden Eltern, die mit deren Tod endete. Trotz all des durch sie erfahrenen Leids war ich mit ihnen unauflösbar verbunden. Nach ihrem Tod verlor ich meinen Lebenswillen. Am liebsten wollte ich sterben.

In dieser Phase überraschte mich der Krieg in Kroatien. Die Bedrohung durch Waffen und Granatbeschuss oder der Hunger konnten mich nicht zerbrechen. Das Spiel mit dem Tod war mir längst bekannt und darin fand ich mich gut zurecht.Der Gedanke, vielleicht morgen schon zu sterben, gab mir ungeahnten Mut und Lebensfreude. Ich getraute mich etwas zu tun, zu dem ich in Friedenszeiten aus Angst vor meinen Brüdern nie den Mut gefunden hätte: ich heiratete – und das einen Mann, wie ich ihn mir gewünscht hatte – wenigstens kam es mir damals so vor.

Der Verlust aller materiellen Güter und die Flucht ins Ausland konnten mich nicht brechen. Irgendwo auf diesem Weg verlor sich dann die Verliebtheit in meinen Mann. Ich begann seine Fehler wahrzunehmen. Ich war zu dieser Zeit in ständiger Anspannung und Ungewissheit, wie wir überleben sollten. Diese Situation und das Gefühl waren mir aus meiner Kindheit und Jugend bekannt. Und gerade als es mir gelungen war, eine Stelle in meinem Beruf zu bekommen, kehrte mein Mann von heute auf morgen in sein Heimatdorf zurück. Patriarchal erzogen und immerzu andere wichtiger nehmend als mich selbst, ließ ich mich überreden und kehrte ebenfalls zurück.

Wieder Not, Armut und Kampf. Nach vier Jahren schafften wir uns endlich wieder halbwegs eine Lebensgrundlage. Und da traf es mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel: Ich musste mich operieren lassen und mein Mann hatte eine Geliebte, die seine Tochter hätte sein können. Die Operation war lebensgefährlich. Ich hätte Liebe, Unterstützung, Verständnis und Aufmerksamkeit gebraucht, doch der Mensch, mit dem ich lebte, war nicht einmal in Gedanken bei mir. Wieder fühlte ich mich einsam, verlassen, hilflos.

Einige Wochen vor meiner Operation kam ich zufällig ins SEKA-Haus auf der Insel Brač. In einem Augenblick der Wahrheit und des Vetrauens erzählte ich, was mich quälte und andere Seminarteilnehmerinnen rieten mir, Gabriele M. zu bitten, mir zu helfen. Wieder zu Hause, bat ich sie telefonisch um Hilfe.Das war der Beginn meiner Psychodrama-Therapie.

Fortsetzung folgt....

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G. Mueller (Project Manager), written 4 months ago

G. Mueller

Krankheit, Gewalt und Widerstand..

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

ganz herzlichen Dank an M. Bela fuer ihre Spende und ihre guten Wuensche!

Hier kommt nun der zweite Teil des Berichts, den Klientin Sara V. aus ihrer Sicht ueber ihre Traumatherapie geschrieben hat.

Ich wuensche Ihnen allen einen schoenen Tag!

Herzliche Gruesse aus dem eisigen Gorazde

Gabriele Mueller

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Krankheit, Gewalt und Widerstand

Ich bin aufgewachsen auf dem Dorf in einer armen Familie – als jüngstes und einziges weibliches Kind in einer patriarchalen, von Männern dominierten Welt. Männern war alles erlaubt, Frauen waren dazu da, dass sie sie bedienten. Krankheit war die größte Schande – besonders für ein weibliches Kind. Ich wuchs auf in der ‚Schande’ dieser Krankheit, unter deren Auswirkungen ich noch heute leide. Von einem schönen fünfjährigen Mädchen wurde ich zum ‚unlösbaren Problem’, zur psychischen und materiellen Last für die ganze Familie. Ich erkrankte „am Kopf“ – wie alle sagten und mich von da an als geistig behindert behandelten, obwohl ich nur meinen Mund nicht öffnen und normal sprechen konnte. Es wurden Operationen angeordnet, zehn insgesamt bis zu meinem 20. Lebensjahr. Ich wurde jeden Tag mit Versuchen misshandelt, meinen Mund aufzuzwingen.

Das waren Jahre der Hölle, unbeschreiblicher Schmerzen – als ob Ihnen jeden Tag Stunden lang ohne Betäubung die Zähne gezogen würden. Es waren Jahre des Hungers, in denen ich zusehen musste, wie andere genussvoll aßen. Jahre des Geschreis, der Schläge, der psychischen und physischen Misshandlungen durch die, die mir am nächsten waren; des Verspottetwerdens auf der Straße und in der Schule, des Verstecktwerdens vor andern Menschen, aber auch Jahre meiner hartnäckigen Versuche zur Schule zu gehen, aus der ich noch hartnäckiger vertrieben wurde.

Und dann, als ich anfing, erwachsen zu werden und mit mehr Kraft zu kämpfen, verletzte ich bei einem Unfall die Wirbelsäule und war mit 18 Jahren gelähmt. Obwohl die Ärzte mich aufgaben und mir sagten, dass ich gelähmt bleiben würde, lernte ich mit eisernem Willen innerhalb von zwei Jahren wieder zu gehen. Und dann unterzog ich mich – ohne die Unterstützung meiner Familie – drei schweren Operationen, in denen mir ein Kiefergelenk entfernt wurde, ich danach aber endlich teilweise den Mund öffnen konnte, was mir ermöglichte, nach 15 Jahren endlich wieder normal zu essen und – bald – auch normal zu sprechen.

Das eröffnete mir eine neue Chance: Gegen den Willen und die Überzeugung aller schrieb ich mich an der Universität ein und verwirklichte meinen Traum, Lehrerin zu werden. – Meiner Lehrerin in der 1. und 2. Klasse Grundschule zum Trotz, die mich als geistig behindert behandelt und mir den Abschluss der 1. und 2. Klasse verweigert hatte; und zum Stolz meines Grundschullehrers der 3. und 4. Klasse, der allen mit meinen schriftlichen Arbeiten bewiesen hatte, dass ich schulfähig war. Diesem Menschen verdanke ich die Verwirklichung meines Traums. All der unbarmherzige und grausame Spott der Kinder während meiner ganzen Schulzeit, besonders als ich durch eine Kanüle atmen musste und als ich versuchte mündlich eine Antwort zu geben, verletzte mich zwar zutiefst, aber er konnte mich nicht beirren. Mein Trotz und die Tatsache, dass ich nicht den Rückhalt meiner Eltern hatte oder irgendeinen Winkel, wo ich mich hätte verkriechen können, zwangen mich, dass ich erfolgreich widerstand.

Fortsetzung im naechsten Blog..

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G. Mueller (Project Manager), written 4 months ago

G. Mueller

Für diese Bedarfe habe ich eine (Teil-)Auszahlung veranlasst:

40 Weihnachtspaeckchen fuer Kinder €600.15
4 Therapy groups for girls €100.-
2 Celebration of Christmas and Bajram €120.-
Liebe Freundinnen und Freunde, liebe UnterstuetzerInnen, wir danken Ihnen und Euch allen noch einmal fuer die Spenden, die wir fuer die angegebenen Bedarfe einsetzen. Bzgl. der Geschenke fuer die Kinder und der Finanzierung der Weihnachts-Bajramfeiern hatten wir die Ausgaben bisher aus einem anderen Topf vorgeleistet, da die Feiern ja nicht warten konnten.Mit der Ueberweisung der Mittel kann dies wieder ausgeglichen werden. Herzliche Gruesse Gabriele Mueller  
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G. Mueller (Project Manager), written 4 months ago

G. Mueller

'Leben lernen – mit fast 60 Jahren…'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

heute moechte ich mich ganz herzlich bei unserer regelmaessigen Unterstuetzerin Marina H. und bei noch zwei anonymen UnterstuetzerInnen fuer ihre Spenden bedanken.

Und im folgenden beginnen wir mit dem Bericht, den Klientin Sara V. (Name geaendert) aus ihrer Sicht ueber ihre Traumatherapie geschrieben hat.

Wir freuen uns ueber Ihr Interesse!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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„Leben lernen – mit fast 60 Jahren…“Sara V. über ihre Traumatherapie„Seit fast vier Jahren gehe ich zur Psychodrama-Therapie. Ich hätte viel darum gegeben, wenn ich dieser Art von Therapie schon früher in meinem Leben begegnet wäre. – Dann wäre nicht mein ganzes Leben erfüllt gewesen von Ängsten, Alpträumen, Tränen, Bitterkeit und seelischen Schmerzen. Dann hätte ich seit langem die Folgen der Gewalt in meiner Kindheit und Jugend überwunden, gelernt zu leben und das Leben zu genießen. Bevor ich meine Therapie begonnen habe, wusste ich nicht, wie ich mit meinen Problemen im Leben fertig werden sollte – jedes neue Problem stürzte mich in Verzweiflung, ich versank in tiefen Abgründen, aus denen ich nicht mehr herausfand. Ich war verzweifelt und hilflos, ich wurde beherrscht von inneren Geistern. Mein ganzes Leben lang habe ich mich stumm nach Hilfe gesehnt, nach Unterstützung, einem schönen Wort, nach Aufmerksamkeit und nach Liebe. Ich habe es nicht bekommen – oder wenigstens nicht auf eine Art und Weise, die ich annehmen konnte.

Fortsetzung im naechsten Blog..

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G. Mueller (Project Manager), written 4 months ago

G. Mueller

Danke fuer die Unterstuetzung!

Wir freuen uns ueber eine neue Unterstuetzerin, Mila T., und danken ihr fuer ihre Spende und ihre unterstuetzenden Worte!

Herzlichst

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 5 months ago

G. Mueller

Für diese Bedarfe habe ich eine (Teil-)Auszahlung veranlasst:

10 Weihnachten fuer beduerftige Familien €500.-
Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen, Wir haben den Familien (12 insgesamt) die Hilfen fuer ihr Weihnachts-(Bajrams)fest bereits ausgezahlt. Sie haben sich riesig gefreut! In diesem Jahr hatten wir uns entschlossen, den Familien pro Person 30 KM (ca 15 €) und fuer alleinstehende 40 KM (ca 20 €) auszuzahlen. Sie wissen selbst am besten, was sie am dringendsten benoetigen bzw. moegen. Im Namen der Beschenkten danken wir ganz herzlich allen SpenderInnen! Frohe Weihnachten wuenscht das SEKA-Team Gorazde Herzliche Gruesse Gabriele Mueller
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G. Mueller (Project Manager), written 5 months ago

G. Mueller

'Ich bin stolz auf Dich!'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns ueber eine erneute Spende von Sabine F. und auch ueber ihren ermutigenden Komentar! Herzlichen Dank, Sabine!

Und im Anschluss der letzte Teil unseres Berichts ueber die Traumatherapie mit einer Klientin.

Wir freuen uns ueber Ihr Interesse.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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Fortsetzung der Konfrontation mit traumatischen Situationen aus der Vergangenheit

Im nächsten Therapieblock arbeiteten wir in ähnlicher Weise an traumatischen Situationen, die der ‚Teenager’ und dann ‚die junge Sara’ erlebt hatten. Im Anschluss an das Durcharbeiten der Situationen konnte Sara jedes Mal, ‚die verletzte Sara’ in Sicherheit bringen, mit ihr reden, sie unterstützen und dann wiederum die ‚Eltern von damals’ konfrontieren. Nach jeder dieser Konfrontationen fühlte sich Sara deutlich entlastet. Sie fürchtete die Erinnerungen nun nicht mehr, sondern konnte um das, was ihr geschehen war, trauern.

In weiteren Therapieeinheiten gaben wir dieser Trauer und dem Mitgefühl für das, was Sara erleben musste, aber auch ihrer Stärke Raum. Dazu gehörte schließlich auch eine nochmalige psychodramatische Auseinandersetzung mit den ‚toten Eltern heute im Jenseits’.

 

„Ich bin stolz auf Dich!“

Als erstes war sie bereit, in die Rolle ihrer ‚Mutter im Jenseits’ zu wechseln. In dieser Rolle erkannte sie, dass ihre Mutter selbst Opfer und zu schwach gewesen war, um ihr gegen den Vater zu helfen. Am Ende sagte Sara als ‚Mutter’ zur ‚heutigen Sara’: „Es tut mir so leid, dass ich Dir nicht helfen konnte und besonders, dass ich selbst so hart zu Dir war. Ich dachte damals, ich müsste Dich abhärten gegen die Gemeinheit der Welt; denn ich wusste, dass Du es mit Deiner Krankheit sehr schwer im Leben haben würdest. Heute sehe ich, wie falsch das war. Bitte verzeih mir. Trotz allem, habe ich Dich immer geliebt!“

Im nächsten Therapieblock war Sara dann bereit, sich mit dem ‚Vater heute im Jenseits’ auseinanderzusetzen. Sie wechselte zwar nicht in die Rolle, aber ‚hörte die Antworten des Vaters’, während ich mit ‚ihm’ sprach. Zuerst blieb dieser weiter ‚hinter seiner Maske’ und versuchte, allen anderen die Schuld zuzuschieben. Doch dann gelang es mir, ‚zu seinem Inneren’ vorzudringen. Nun konnte er zugeben, dass er in seinem Leben seine Hilflosigkeit und seine Ängste stets in Aggression umgewandelt hatte, er konnte nun sehen, wie sehr er seine Tochter verletzt hatte und ausdrücken, dass ihm das leid tue. Am Ende sagte er: „Wenn ich Dich heute sehe, was Du trotz allem erreicht hast, dann bin ich sehr stolz auf Dich!“

Die Worte der ‚Mutter’ und noch mehr die des ‚Vaters’ wirkten auf Sara zutiefst befreiend.

Noch Wochen nach diesem Therapieblock fühlte sie sich leicht und „als ob ich fliegen könnte“. Die Gedanken an die Eltern quälten sie nun nicht mehr. Sie konnte sie loslassen. Die Eltern erschienen ihr auch nicht mehr in ihren Träumen.

Einige Wochen, nachdem Sara das Thema ‚Eltern’ für sich abschließen konnte, tauchte in ihren Träumen ein neues Thema auf: der misshandelnde Bruder. Das Trauma, das dieser ihr zugefügt hatte, war offensichtlich das schwerwiegendste. Erst jetzt fühlt sich Sara bereit, sich diesem Thema zu stellen.

 

Gabriele Müller

 

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G. Mueller (Project Manager), written 5 months ago

G. Mueller

Unterstuetzung durch 'friendsurance'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns, dass das Unternehmen 'friendsurance' eine Kooperation mit betterplace eingegangen ist und neben anderen auch unser Projekt als unterstuetzenswert ausgewaehlt hat.

Wen das Konzept des Versicherungsunternehmens interessiert, bei dem durch Vernetzung mit anderen teilweise Beitraege von Versicherungen zurueckerstattet werden, die dann an die Projekte gespendet werden koennen, kann Naeheres unter folgenden link erfahren:

https://www.friendsurance.de/betterplace/so-funktionierts

und direkt zu unserer Projekt-Seite:

https://www..de/betterplace/projekte/bp_255?clCo=bp_255

Wir bedanken uns bei friendsurance und sind gespannt, ob sich dieses Konzept durchsetzt.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 5 months ago

G. Mueller

Direktspende fuer Traumatherapie

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

heute freuen wir uns ueber die Direktspende von einer Freundin, die uns hier in Gorazde besucht hat. Wir danken ihr herzlich! Ich habe den Betrag gleich auf den Bedarf Traumatherapie eingetragen.

Viele Gruesse aus dem winterlichen Gorazde

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 5 months ago

G. Mueller

'Befreiung von der Vergangenheit'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns ueber eine neue Unterstuetzerin, Elke G, und danken ihr fuer Ihre Spende fuer die Traumatherapie mit Frauen!

Im Anschluss koennen Sie eine weitere Fortsetzung unseres Berichts ueber traumatherapeutische Einzelarbeit mit einer Klientin lesen.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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Befreiung von der Vergangenheit

In den nächsten Therapieblocks arbeiteten wir daher an verschiedenen traumatischen Situationen. Wir begannen mit Situationen, die die ‚kleine Sara’ erlebt hatte.

Zuerst schuf sich Sara außerhalb der Bühne einen ‚Sicheren Ort für sich selbst’, falls sie bei der Konfrontation zu starke Gefühle überfluten sollten, sowie einen ‚Sicheren Ort für die ‚Kleine’. Dann wählte sie sich Symbole für die ‚Kleine’, sowie für ‚Vater und Mutter in der Vergangenheit’ und platzierte diese auf der Bühne, die die Vergangenheit darstellte. Wir beide setzten uns an den Rand der Bühne. Ich unterstützte Sara nun, über einzelne traumatische Situationen in der Weise zu sprechen, als ob wir zusammen einen Film über dieses Geschehnis anschauen würden. Dies ermöglichte ihr einerseits konkretes Erinnern auf allen Ebenen (Geschehnisse, Körpersensationen, Emotionen, Gedanken, Verhalten) und andererseits genügend Distanz, um nicht ‚in die Situation zu rutschen’.

Wenn Sara eine Pause bzw. mehr Distanz zu den Erinnerungen benötigte, konnte sie jederzeit unterbrechen, zu ihrem ‚Sicheren Ort’ gehen oder begleitet von mir im anderen Teil des Therapieraums herumgehen. Ich unterstützte sie dann, sich wieder in der Gegenwart zu verankern. Erstaunlicherweise war das jedoch nur selten nötig. Sehr konzentriert arbeiteten wir verschiedene traumatische Erlebnisse der ‚Kleinen’ durch: die Krankenhausaufenthalte, in denen sie keinen Besuch von ihren Eltern bekam; die Misshandlungen durch den Vater, wenn sie wegen ihrer Schmerzen weinte; die Misshandlungen, als der Keil, mit der ihr Mund aufgezwungen werden sollte (weil sie angeblich nur simulierte) zerbrach und andere mehr.

Die detaillierte Konfrontation ermöglichte es Sara – neben einem tiefen Mitgefühl für die ‚kleine Sara’ zum ersten Mal ihre Wut auf ihre Eltern zu spüren.

Auf der Bühne hatte sie die Möglichkeit psychodramatisch als kompetente Erwachsene ‚die Kleine’ aus der Situation zu holen, sie zu schützen, zu trösten und ihr zu erklären, dass sie nicht schuld ist, sondern es ein maßloses Unrecht ist, was ihr geschieht. Dann stellte sie ‚die Eltern der Vergangenheit’ einzeln zur Rede, erklärte ihnen wütend und unter Tränen – aber als heutige Erwachsene, was sie angerichtet hatten, welche Folgen das für Saras Leben hatte und wie sie sich hätten verhalten sollen. Im Anschluss konfrontierte auch ich die 'Eltern' mit ihrem Verhalten und Versagen – bei allem Verständnis für ihre schwierige Lebenssituation; und ich machte ihnen deutlich, dass Sara, trotz der Vernachlässigung, der Misshandlungen und Demütigungen ihren Weg gegangen sei – und dies mit großem Erfolg, der aber allein ihrem Mut und ihrer Hartnäckigkeit zuzuschreiben sei.

Sara bedeutete meine Unterstützung in diesem Moment sehr viel. „Eine große Last ist von mir abgefallen“, sagte sie mir. „Etwas in mir ist ins Lot gekommen. Es war für mich sehr wichtig, meinen Eltern all das zu sagen, was ich nie sagen konnte; aber am wichtigsten war für mich, dass ich damit nicht alleine war und dass Du für mich eingetreten bist.“

Fortsetzung im naechsten Blog

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G. Mueller (Project Manager), written 5 months ago

G. Mueller

'Spuren des Taeters in uns'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

zuerst moechte ich unserer Freundin Hani D. fuer ihre Spende danken!

Und dann geht es weiter mit dem naechsten Teil des Berichts ueber die Traumatherapie mit Klientin Sara V.

Ihnen allen einen schoenen Tag!

Herzliche Gruesse aus dem eiskalten und tief verschneiten Gorazde

Gabriele Mueller

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‚Spuren des Täters in uns’

Ich erklärte Sara das Konstrukt ‚Introjekt’ – als einen Anteil in uns, der sich dadurch entwickelt hat, dass wir (insbesondere als Kind) lange Zeit hilflos extremer Gewalt ausgesetzt waren. Um diese Situation seelisch überleben zu können, identifiziert sich ein Teil unserer Psyche mit dem / den Täter/n und übernimmt deren Sichtweise und negatives Wertesystem. Auch nachdem wir später keinen Kontakt mehr zum Täter haben oder dieser gar tot ist, lebt dieser (selbst-)destruktive Anteil wie eine Verkörperung des Täters in uns weiter – als Introjekt.

Sara fand sich in dieser Erklärung vollkommen wieder. Sie half ihr, zu begreifen, warum – trotz all ihrer Bemühungen um einen achtsamen und verständnisvollen Umgang mit sich selbst – immer wieder dieser Selbsthass in ihr durchbrach. Die Vorstellung des Introjekts als Ego-State ermöglichte Sara jedoch, damit zu arbeiten.

Im nächsten Therapieblock im SEKA-Haus identifizierte Sara das Introjekt ihres Vaters („Du bist nichts wert; du bist eine Last, besser du wärst gestorben; du bist unfähig, schlecht, dumm..., du hast kein Glück verdient, musst froh sein, wenn etwas für dich abfällt...“) und ein zweites von ihrer Mutter („Wehr’ dich nicht, sonst wird es nur schlimmer; versuch es, allen recht zu machen; Frauen sind immer Opfer, sie müssen gehorsam sein...“). Aus ihrer Rolle der kompetenten Lehrerin begann sie, sich mit meiner Unterstützung mit den Introjekten und deren Auswirkungen auf ihr heutiges Leben auseinanderzusetzen und deren „Lügen zu entlarven“. Sie entwickelte Strategien, sie sich  – wenn sie in ihrem heutigen Leben auftauchen – bewusst zu machen und (zumindest vorübergehend) auszuschalten („eine ‚Isolierstation’ mit einem Drachen als Wächter“).

In der Folgezeit arbeiteten wir daran, dass Sara die Introjekte so bald wie möglich erkennt und sich distanziert bzw. die ‚verletzten Saras’ unterstützt und beruhigt. Als ihr dies recht gut gelang, fühlte sie sich bereit, sich mit traumatischen Situationen aus der Vergangenheit konkret zu konfrontieren.

Fortsetzung im naechsten Blog

 

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G. Mueller (Project Manager), written 5 months ago

G. Mueller

'Die Saras aus der Vergangenheit'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

heute geht unser Dankeschoen an B. Bela und Noel G., die die Traumatherapie fuer Frauen mit ihren Spenden unterstuetzt haben!

Und hier kommt eine weitere Fortsetzung des Berichts ueber die traumatherapeutische Arbeit mit Klientin Sara V. (Name geaendert).

Wir freuen uns ueber Ihr Interesse.

Herzlichst

Gabriele Mueller

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Die ‚Saras aus der Vergangenheit’

Zwischen Januar 2007 und Oktober 2010 fanden insgesamt 90 einstündige Telefontermine statt, sowie weitere sieben dreitägige Therapieblöcke im SEKA-Haus – zuerst auf Brač, dann in Goražde. Bis zum Sommer 2008 setzten wir die Arbeit an Saras Stabilisierung fort. Dies schloss die Arbeit an Saras Ressourcen, an ihrer Verankerung in der Gegenwart, sowie an aktuellen Themen und Problemen (Beziehungen zu den Menschen in ihrer Umgebung, Existenzprobleme, Arbeitslosigkeit, Schmerzbehandlung u.ä.) mit ein. Außerdem vermittelte ich Sara weitere Imaginations-Übungen zur Selbstberuhigung.

Durch Techniken und Übungen konnte Sara nach einigen Monaten die intrusiven Symptome gut kontrollieren. Allerdings lösten Alltagssituationen noch oft massive Gefühle in ihr aus, die sich bei genauer Analyse als Transfer-Emotionen aus der Vergangenheit herausstellen.

Wir beschäftigten uns daher einen großen Teil der Zeit mit der Identifizierung dieser Transfer-Emotionen und ihrer Zuordnung zu unterschiedlichen Ego-States und der Arbeit mit diesen Ego-States.

Sara identifizierte neben der ‚Kleinen’ (ca. 5jährigen) den 13 – 15jährigen ‚Teenager’ und die 18-20jährige ‚junge Sara’. Jede von ihnen hatte auf ihre Weise besonders gelitten und hatte gleichzeitig besondere Überlebensstrategien entwickeln müssen, die Sara in ihrem aktuellen Leben weiter anwandte und die sie nun daran hinderten, ein zufriedenes Leben zu leben, bzw. eine positive Beziehung zu sich und anderen aufzubauen.

Die Arbeit mit Symbolen ermöglichte Sara, mit diesen inneren Anteilen in Kontakt zu gehen. Zu Anfang fühlte sie hauptsächlich Ablehnung und gegenüber dem ‚Teenager’ und der ‚jungen Sara’ gar eine heftige Aggression, die mit deren Opferstatus, ihrer Hilflosigkeit zusammenhing.

Erst aus der Rolle der ‚kompetenten und engagierten Lehrerin’ konnte Sara mit Verständnis auf die ‚verletzten Saras aus der Vergangenheit blicken’. Am leichtesten gelang ihr das bei der 5jährigen. Die Annäherung an die ‚Teenager-Sara’ und die ‚junge Sara’ dauerten fast ein Jahr. Dabei arbeiteten wir auch mit unterstützenden Ego-States – so z.B. der ‚Inneren weisen Frau’ oder den ‚Idealen Eltern’, die sich Sara mit meiner Unterstützung schuf. Am wirkungsvollsten war aber immer wieder die Verankerung von Sara in ihrer Rolle als kompetente und mitfühlende Lehrerin, aus der heraus sie die Situationen der Vergangenheit klar einschätzen konnte.

In den Telefonterminen zwischen den Therapieblocks im SEKA-Haus unterstützte ich Sara sowohl in der ‚erwachsenen’ Auseinandersetzung mit aktuellen Problemen als auch darin, Situationen, die ‚die Saras aus der Vergangenheit’ aktivierten, rechtzeitig zu erkennen und sich um die verletzten Ego-States zu kümmern (beruhigen, erklären, dass Sara heute mit der Situation umgehen kann, an den sicheren Ort bringen etc.).

Dies gelang Sara zeitweise gut, dann wieder fiel sie in ihren Selbsthass zurück. Es war offensichtlich, dass in Sara auch mächtige Introjekte lebten.

Fortsetzung im naechsten Blog...

 

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G. Mueller (Project Manager), written 5 months ago

G. Mueller

Und die letzten Fotos....

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir danken heute einer/m anonymen UnterstuetzerIn fuer Ihre/seine Spende fuer die Traumatherapie mit Frauen... Und dann will ich eben noch die letzten Fotos - von der dritten Weihnachts-(Bajram)-Feier mit den groesseren Kindern reinstellen. Zuerst hatte sich Kollegin Amina nur die Nikolaus-Muetze aufgesetzt, da sie dachte, die Kinder fuehlten sich vielleicht schon 'zu gross' fuer den 'Grossvater Frost'. Als sie aber dann erzaehlte, dass der 'Djeda mraz' bei den kleineren Kindern war, wuenschten sich auch die groesseren, dass er ihnen die Geschenke bringen solle. Flugs zog Amina sich um - und wurde zu dem 'juengsten und schlanksten Grossvater Frost' aller Zeiten....

Viel Spass, beim Fotos schauen....

Herzlichst

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 5 months ago

G. Mueller

und noch einige Fotos....

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

eben habe ich noch ein paar Fotos von unserer zweiten Weihnachts(Bajram)feier - mit den kleineren Kindern und Muettern eingestellt. Viel Freude beim Anschauen!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 5 months ago

G. Mueller

erste Fotos von den Weihnachtsfeiern...

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

ganz herzlichen Dank fuer die Spenden unserer beiden Freundinnen Hanne M. und M.B. und besonders auch fuer ihre ermutigenden Kommentare! Darueber freuen wir uns sehr!

Ich habe eben die ersten Fotos von unseren Weihnachtsfeiern eingestellt - diesmal von der kleinen Feier mit Kindern der Sonderschulklasse Gorazde, die regelmaessig zu Amina zu Spielstunden kommen. Amina spielte fuer sie den juengsten und schoensten mir bisher bekannten 'Grossvater Frost'! :-))

Demnaechst kommen noch weitere Fotos von den anderen beiden Feiern...

Einen schoenen zweiten Weihnachtsfeiertag wuenscht Ihnen

Gabriele Mueller

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written 5 months ago

G. Mueller

Verstaendnis fuer sich selbst

Herzlichen Dank und Frohe Weihnachten!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe UnterstuetzerInnen,

Ihnen allen, die uns in diesem Jahr so vielfaeltig unterstuetzt haben, moechten wir heute von Herzen danken - auch im Namen all der Frauen, Kinder und Maenner, die ins SEKA-Haus kommen.

Wir wuenschen Ihnen allen Frohe Weihnachten und alle alles Gute fuer das Jahr 2012 - besonders Gesundheit!

Ihr SEKA-Team Gorazde

Gabriele Mueller

und hier eine weitere Fortsetzung unseres Berichts ueber traumatherapeutische Einzelarbeit:

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Verständnis für sich selbst

All dies erzählte mir Sara in den ersten vier Tagen unserer ersten persönlichen Begegnung. Es war für sie schmerzhaft, über die erfahrene Gewalt, das Leid und die Einsamkeit ihrer Kindheit und Jugend zu sprechen, aber es war für sie auch befreiend. Zum ersten Mal in ihrem Leben vertraute sie all dies einem anderen Menschen an.

Ich hörte ihr mit Anteilnahme zu, verhinderte aber gleichzeitig, dass sie zu tief in die schmerzhaften Erinnerungen eintauchte; holte sie immer wieder in die Gegenwart und half ihr, Distanz zu den aufwühlenden Erlebnissen der Vergangenheit zu gewinnen.

Dabei nutzte ich die Technik der ‚Inneren Beobachterin’ in Verbindung mit dem Blick auf ihre inneren Ressourcen und auf das, was sie in ihrem Leben erreicht hatte.

Sara erkannte, wie sehr die schmerzlichen bzw. traumatischen Ereignisse ihrer Kindheit und Jugend noch ihr heutiges Leben beeinflussten. Sie war fast ständig der Überflutung durch traumatische Erinnerungen, durch Bilder oder damit verbundene Gefühle ausgesetzt. Sie litt unter ständiger Anspannung, Angst und Schuldgefühlen, die sich psychosomatisch in starken Schmerzen am ganzen Körper, Druck und Schmerz auf der Brust manifestierten. Seit Jahren litt sie auch unter starkem Asthma.

Erneut gab ich Sara einige Informationen zum Thema Trauma und Traumasymptome, um ihr zu helfen, sich und ihre Reaktionen besser zu verstehen. Und ich erklärte ihr einige wichtige Aspekte des Heilungsprozesses. In den Erklärungen fand sich Sara wieder. Es erleichterte sie, dass ihre Reaktionen und Symptome einen Sinn hatten, dass sie „nicht verrückt“ war. Und es gab ihr Hoffnung, dass „man daran arbeiten kann“.

Am letzten Tag des ersten Therapieblocks besprachen wir dann aktuelle Probleme mit ihrem Ehemann und bzgl. der Kommunikation mit ihrer Umgebung. Schließlich erarbeitete Sara für sich eine Liste mit Möglichkeiten zu Selbstberuhigung und Selbstunterstützung für Situationen, in denen sie Erinnerungen oder Gefühle überfluten, sie in Panik gerät oder sie irgendein aktuelles Erlebnis destabilisiert. Dabei griffen wir auf Saras bisherige Erfahrungen der Selbsthilfe zurück, schlossen aber auch die neu in der Therapie gelernten Techniken und Übungen mit ein.

 Fortsetzung im naechsten Blog..

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G. Mueller (Project Manager), written 5 months ago

G. Mueller

Neue Schicksalsschlaege

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns sehr ueber die Spende unserer neuen Unterstuetzerin V. Vogel, mit der wir den Bedarf fuer die Maedchentherapiegruppe komplett erfuellen konnten! Ganz herzlichen Dank an Frau Vogel!

Als neuen Bedarf habe ich Traumatherapie mit Frauen eingestellt, da wir dieses zentrale Angebot zur Zeit voellig aus Spenden finanzieren muessen.

Im folgenden koennen Sie nun eine weitere Fortsetzung des Berichts ueber die traumatherapeutische Arbeit mit einer Klientin lesen.

Ihnen allen schoene Weihnachten!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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Neue Schicksalsschläge

Nach einigen Jahren erkrankten allerdings die Eltern schwer. Sara musste – als einzige Tochter – ihren Beruf aufgeben, um ins Elternhaus zurückzukehren und die Eltern zu pflegen. Deren Tod warf sie erneut in eine tiefe Krise. Zuviel Unerledigtes – Unausgesprochenes – zu viele offene Wunden in ihrer Beziehung zu den Eltern waren geblieben.

Dann kam der Krieg. Diese Situation mobilisierte in Sara all ihre erprobten Überlebensmechanismen: Mit Hunger und Todesbedrohung kannte sie sich aus. Die Möglichkeit zu sterben gab ihr sogar ein Gefühl von Freiheit, das ihr erlaubte zu heiraten, ohne ihre Brüder um Erlaubnis zu fragen.

Dann mussten sie und ihr Mann ins Ausland fliehen. Schließlich gelang es ihr dort, eine Stelle in ihrem Beruf zu bekommen und sich eine neue Existenz aufzubauen. Doch nach Kriegsende wollte ihr Mann in sein Heimatdorf zurückkehren und sie folgte ihm dorthin. Wieder musste sie von Null anfangen – in einem Ort der Zerstörung – ohne Möglichkeit, Arbeit zu finden, da sie ‚zur falschen Bevölkerungsgruppe’ gehörte. Ohne ihren Beruf, für dessen Realisierung sie so viel auf sich genommen hatte und der für sie ihre Hauptressource bildete, glitt sie allmählich in eine immer tiefere Krise: Ihr Gefühl der Ohnmacht verband sich mit den traumatischen Erinnerungen aus der Vergangenheit. Sie kämpfte täglich darum, den Tag zu überstehen. Nachts hatte sie Alpträume oder wagte es nicht einzuschlafen. Sie hatte Schmerzen im ganzen Körper und erkrankte schließlich schwer. Auch von ihrer Ehe war sie enttäuscht und fühlte sich insgesamt in ihrem Leben „eingesperrt, ohne Ausweg“.

Dies war die Situation, als sie sich entschloss, mich um Hilfe zu bitten. Die erfolgreiche Operation und unsere Telefonate gaben ihr dann die Hoffnung, dass es vielleicht auch für sie Hilfe geben könnte, obwohl sie (damals) bereits 55 Jahre alt war.

Fortsetzung im naechsten Blog...

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G. Mueller (Project Manager), written 5 months ago

G. Mueller

'Grossvater Frost' im SEKA-Haus

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

gestern am fruehen Abend fand nun unsere dritte 'Weihnachts-Bajram-Neujahr-Feier im SEKA-Haus - diesmal mit den groesseren Kindern - statt. Am Dienstag hatten wir schon mit den kleineren Kindern und  den Muettern sowie mit den Kindern der Sonderschulklasse (die regelmaessig zu Spielstunden zu Amina kommen) gefeiert. Leider machte uns das Wetter an beiden Tagen Probleme (heftige Schneefaelle und Glatteis), sodass einige Kinder von Orten ausserhalb Gorazdes nicht kommen konnten. Andere wieder hatte die Grippe erwischt. Allle werden aber ihre Geschenke noch  in den naechsten Tagen bekommen.

Wie in jedem Jahr erwarteten besonders die kleineren Kinder aufgeregt den 'bosnischen Weihnachtsmann' ('Grossvater Frost'). Die Zeit bis dahin verging schnell mit gemeinsamen Spielen und dem Naschen von Leckereien. Grossvater Frost fragte dann die Kinder ueber die Geschehnisse in diesem Jahr; einige Kinder sangen fuer ihn Lieder oder sagten ein Gedicht auf. Dann wurden die Geschenke verteilt. Die Kinder waren von ihren Rucksaecken und dem suessen und fruchtigen Inhalt begeistert.  Natuerlich wollte sich jedes Kind (und auch einige der Muetter) mit dem Weihnachtsmann fotografieren lassen. Und dann feierten wir alle gemeinsam mit Spiel und Tanz, Gebaeck und Kuchen in froehlicher Atmosphaere.

Sogar die groesseren Kinder hatten sich fuer ihre gestrige Weihnachtsfeier gewuenscht, dass sich Amina als 'Grossvater Frost' verkleidete. (Auch muslimische Kinder lieben den Weihnachtsmann - der hierzulande ueblicherweise in der Neujahrszeit kommt.)  Neben gemeinsamen (Tanz-)Spielen freuten auch sie sich ueber ihre Geschenke - richtig tolle Rucksaecke mit Suessigkeiten und Obst gefuellt.

Heute kam 'Grossvater Forst' dann sogar noch ins SEKA-Team, um uns kleine Suessigkeiten und je ein neues Arbeitsbuch mit Kalender zu uberreichen!

Sobald wir die Fotos von all unseren Feiern ein wenig sortiert und bearbeitet haben, werdes wir natuerlich auch wieder  eine Auswahl hier einstellen.

Allen SpenderInnen moechten wir im Namen der Kinder (und Muetter) ganz herzlich danken - fuer die grosse Freude, zu der sie beigetragen haben!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller und Kolleginnen

 

 

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written 5 months ago

G. Mueller

Lebenswille und Widerstand

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

hier die naechste Fortsetzung des Berichts ueber Traumatherapie mit der Methode Psychodrama - am Beispiel von Klientin Sara V.:

 

Trotz allem - Lebenswille und Widerstand

Neben all dem existierte in Sara aber auch ein durch nichts zu brechender Wunsch nach Leben, nach Lernen, Wachsen, nach Liebe und Glück. Mit unglaublicher Kraft und Hartnäckigkeit erkämpfte sie – das von allen auch als geistig behindert angesehene Mädchen – sich das Recht, zur Grundschule zu gehen. Nachdem die Lehrerin in der ersten und zweiten Klasse sie ignorierte oder mit Verachtung behandelte, erkannte endlich ihr Lehrer in der 3. und 4. Klasse ihre Intelligenz und begann, sie zu fördern. Obwohl sie wegen der zahlreichen Krankenhausaufenthalte häufig für längere Zeit in der Schule fehlte, bewältigte sie den Stoff und war eine glänzende Schülerin – in der Grundschule und dann auch in der weiterführenden Schule, deren Besuch sie sich mit Unterstützung ihrer Tante erkämpfte.

Das Lernen, die Schule und ihr Ziel, einmal – allen Widerständen zum Trotz – zu studieren, waren in all diesen Jahren ihre Ressourcen und wie ein Bollwerk gegen die Schmerzen, die Verletzungen und Quälereien, die sie täglich erduldete. Doch dieses Ziel rückte wieder in weite Ferne, als Sara, nachdem sie die Schule mit hervorragenden Noten abgeschlossen hatte, bei einem Unfall schwer am Rücken verletzt wurde. Obwohl die Ärzte ihr sagten, dass sie gelähmt bleiben würde und ihre Familie sie zu fremden Leuten in Pflege abschob, schaffte sie es durch unermüdliches Üben, innerhalb von zwei Jahren, wieder Gehen zu lernen.

Danach entschloss sie sich zu drei weiteren schweren Operationen, in denen ihr das verwachsene Kiefergelenk völlig entfernt wurde. Dadurch war es ihr zum ersten Mal nach vielen Jahren wieder möglich, den Mund zu öffnen, wieder relativ normal zu essen und endlich normal zu sprechen.

Dieser Erfolg spornte sie an, sich – gegen den Willen ihres Vaters – an der Universität zum Lehrerstudium einzuschreiben und dieses ohne jede finanzielle Unterstützung und unter schwierigsten Bedingungen dennoch mit hervorragendem Ergebnis abzuschließen.

Endlich war sie selbständig und arbeitet in ihrem ersehnten Beruf.

Fortsetzung im naechsten Blog

 

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G. Mueller (Project Manager), written 5 months ago

G. Mueller

Die Weihnachtsfeiern sind finanziert! Vielen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

voller Freude koennen wir Ihnen mitteilen, dass eine unserer treuesten Unterstuetzerinnen den Bedarf '2 Weihnachts(Bajrams)feiern' komplett erfuellt hat. Das ist einfach grossartig, denn nun koennen wir die Weihnachtsfeiern in Ruhe und vorbereiten, alles Noetige unbesorgt einkaufen. Wir danken unserer Freundin ganz herzlich.

Ausserdem geht ein herzliches Dankeschoen an Marina H., die uns regelmaessig mit einer Spende unterstuetzt. Wir haben ihre Spende auf den Bedarf '4 Termine Maedchentherapiegruppe' eingezahlt.

Wir wuenschen Ihnen allen ein schoenes 4. Adventswochenende!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 5 months ago

G. Mueller

Eine Kette von Gewalt

und hier eine weitere Fortsetzung des Berichts ueber die Traumatherapie mit Sara V:

Therapieziele

Fünf Wochen nach ihrer Genesung und zweieinhalb Monate nach unserem ersten Telefonat reiste Sara Ende November 2006 mit Bus und Fähre ca. 270 km ins SEKA-Haus (damals noch auf der Adria-Insel Brac) für unseren ersten fünftägigen Block Einzeltherapie – unserer ersten persönlichen Begegnung.

Wir arbeiteten täglich 2 – 2 ½ Stunden. Zu Anfang sprachen wir noch einmal über den therapeutischen Prozess und unsere Rollen darin, sowie über die Philosophie des Psychodramas, die von Selbstheilungskräften in jedem Menschen ausgeht. Wir definierten Saras Ziele, die sie durch die Therapie erreichen wollte. Sara formulierte das so:

„Ich möchte lernen, meine Emotionen zu kontrollieren, dass ich nicht mehr ständig in einem Gefühlschaos lebe. Ich möchte mich von den Bildern der Vergangenheit, die mich fast täglich quälen, befreien. Ich möchte meine Schuldgefühle loswerden. – Ich fühle mich an allem und jedem schuld, schuld dass ich überhaupt auf der Welt bin.... Ich möchte meine Wut und mein Bedürfnis, die Menschen in meiner Nähe zu kontrollieren, verlieren. Und ich möchte mich vom Komplex meines Aussehens und meiner Behinderung befreien, möchte mich so annehmen können, wie ich bin. Ich weiß nicht, ob das überhaupt möglich ist...“

 

Eine Kette von Gewalt

Dann erzählt mir Sara ihre Geschichte. Ihr Leben stellte sich dar als eine Kette massiver physischer und psychischer Gewalt – besonders von seiten des Vaters und eines Bruders, die das Mädchen bis ins Erwachsenenalter brutal misshandelten.

Eine zentrale Rolle spielte dabei ihre Krankheit: Sara erkrankte im Alter von fünf Jahren an einer sehr seltenen Wucherung und Verknöcherung eines Kiefergelenks, was dazu führte, dass sie innerhalb einiger Monate den Mund praktisch nicht mehr öffnen konnte. Nahrung konnte sie nur in flüssiger Form durch einen Strohhalm aufnehmen; zu sprechen war ihr kaum mehr möglich.

Ihre Familie konnte mit ihrer Krankheit nicht umgehen. Sie erlebten die Krankheit des Kindes als ‚Schande’ oder ‚Strafe Gottes’. Im Laufe ihrer Kindheit und Jugend musste sich Sara zahlreichen Operationen unterziehen, die jedoch keinen langfristigen Erfolg hatten.

Anstatt Mitgefühl, Fürsorge und Unterstützung erfuhr Sara nicht nur, dass sie von ihrer Familie mit ihren Schmerzen und ihrer Behinderung allein gelassen wurde, sondern auch noch, dass sie dafür vom Vater und Bruder misshandelt wurde. Die Mutter konnte ihr nicht helfen; sie war selbst der Aggression ihres Mannes ausgesetzt. Von der Dorfbevölkerung und ihren MitschülerInnen wurde das Mädchen verspottet und verletzt.

Die einzigen Personen, die Sara unterstützten, waren der älteste Bruder (der dies heimlich tun musste) und eine Tante, bei der Sara für einige Zeit wohnen durfte.

Die tagtäglichen Verletzungen hinterließen tiefe Spuren in Saras Seele: Sie begann zu glauben, dass sie an allem schuld und ihre Krankheit eine Strafe sei; dass sie daher all die Misshandlungen verdient habe. Sie begann sich und vor allem ihren kranken Körper zu hassen. Dies verstärkte sich noch in der Pubertät, als ihr Bruder begann, sie systematisch mit sexualisierten, obszönen Schimpfworten zu demütigen. Als kleines Mädchen war sie heimliche Zeugin der Vergewaltigung eines Nachbarmädchens durch diesen (viel älteren) Bruder geworden. Diese Erinnerung (die sie erst später als Vergewaltigung begriff) in Verbindung mit den sexualisierten Beschimpfungen des Bruders löste in ihr eine panische Angst vor sexuellen Übergriffen durch den Bruder aus und gleichzeitig Angst und Abwehr gegenüber ihrer eigenen erwachenden Sexualität und ihrem sich entwickelnden weiblichen Körper.

 Fortsetzung im naechsten Blog

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G. Mueller (Project Manager), written 5 months ago

G. Mueller

Sich selbst beruhigen...

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

heute geht es weiter mit dem Bericht ueber Traumatherapie mit der Methode Psychodrama am Beispiel von Sara V. (Name geaendert):

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Sich selbst beruhigen

Wir erarbeiteten nun, in welchen Situationen Sara sich als kompetent erlebte: in der Rolle als Lehrerin, die die Kinder aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen verstehen und außerordentlich motivieren konnte. Da sie schon seit Jahren arbeitslos war und sie sich gerade deswegen oft so wertlos und hilflos fühlte, erklärte ich ihr, dass all die Fähigkeiten und Qualitäten, die sie sich einmal erarbeitet hatte, weiter in ihr leben – also auch ihre Kompetenz und die Fähigkeiten als Lehrerin.

In der Imaginationsübung ‚Mein innerer sicherer Ort“ erinnerte sich Sara an ihr Klassenzimmer als Lehrerin. Sie erlebte diesen Ort – mit ihren SchülerInnen – als sicherst möglichen Ort.

Wir nutzten diese Übung, um ihr zu helfen, ihre eigene Kompetenz und ihre Stärken und Fähigkeiten wieder zu spüren. Dies ermöglichte ihr dann – aus der Position einer kompetenten und verständnisvollen Erwachsenen – sich auch einen ‚sicheren Ort’ für die ‚verängstigte, verletzte fünfjährige Sara’ vorzustellen und ‚die Kleine’ dort in Sicherheit zu bringen. Sara wählte einen Ort „auf einer Lichtung im Wald und eine wilde Katze, die ‚die Kleine’ beschützt“.

Als weitere Möglichkeit, Panikgefühle zu unterbrechen, erklärte ich Sara die Technik der ‚inneren Beobachterin’. Sich vorzustellen, als ob sie von weitem und von oben auf sich selbst und ihre gegenwärtige Situation blicke, half ihr, mehr Distanz und Überblick zu gewinnen und sich selbst und ihre aktuellen Probleme rational zu betrachten. Wichtig ist es dabei, sich ‚mit verständnisvollen Augen’ zu betrachten und nicht mit einer negativen bzw. überkritischen Haltung.

Zur Vorbereitung auf die Operation führten wir schließlich noch die Imaginationsübung ‚Lichtkreis’ durch, die eine stärkende und beruhigende Wirkung hat. Sara wiederholte sie in den Tagen vor der Operation immer wieder und auch direkt vor dem Eingriff und erzählte mir hinterher: „Ich konnte gar nicht glauben, wie ruhig und gelassen ich in diese Operation ging. Die anderen Patientinnen in meinem Zimmer erzählten die fürchterlichsten Geschichten. Früher hätte mich das völlig verrückt gemacht und meine Angst noch gesteigert. Ich wundere mich selbst, aber ich habe einfach abgeschaltet, ihnen nicht zugehört und meine Übung gemacht.“

Die Operation verlief mit Komplikationen und Sara hatte danach große Schmerzen, aber nach einigen Tagen ging es ihr besser. Die Tatsache, dass sie sich so gut auf die Operation vorbereitete hatte und sie schließlich erfolgreich hinter sich gebracht hatte, gab Sara neue Zuversicht.

Fortsetzung im naechsten Blog

 

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G. Mueller (Project Manager), written 6 months ago

G. Mueller

Weihnachtsgeschenke koennen gekauft werden!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

das ist grossartig: mit zwei weiteren Spenden (von Uwe B. und einer unserer treuesten Unterstuetzerinnen) wurde der Bedarf fuer die Weihnachtsgeschenke fuer die Kinder vollends komplett erfuellt. Ein Dickes Dankeschoen an alle SpenderInnen, die dazu beigetragen haben. Nun koennen wir die Geschenke einkaufen!

Am 20.12. wird dann die Feier mit den kleineren Kindern und den Muettern stattfinden und am Tag darauf die Feier fuer die groesseren Kinder. Fuer diese Kosten habe ich nun noch einen Bedarf eingestellt.

Ihnen allen ein schoenes Wochenende!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 6 months ago

G. Mueller

Fotos von der Praesentation unseres Handbuchs zu Traumatherapie mit der Methode Psychodrama

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

falls Sie die Fotos von unserer feierlichen Buch-Praesentation interessieren, dann finden Sie diese hier:

http://www.facebook.com/pages/CENTAR-ZA-EDUKACIJU-TERAPIJU-I-REKREACIJU-%C5%BDENA-I-DJECE-SEKA-GORA%C5%BDDE/215884689866

Die Facebook-Seite ist zwar auf Bosnisch, aber die Fotos sind ja leicht zu verstehen...:-))

Herzliche Gruesse und ein schoenes Wochenende...

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 6 months ago

G. Mueller

Das Leid anerkennen und loslassen..

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

in diesem und den naechsten Blogs moechte ich wieder einmal ueber die konkrete traumatherapeutische Arbeit im SEKA-Haus berichten - am Beispiel der Arbeit mit einer Klientin.

Wir freuen uns ueber Ihr Interesse und natuerlich auch ueber Ihre Unterstuetzung.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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Das Leid anerkennen und loslassen

Traumatherapie mit Psychodrama

Der erste Kontakt zu Sara V. (Name geändert) war telefonisch.

Sie wandte sich vor knapp vier Jahren an mich in einer tiefen Krise, die unter anderem durch eine bevorstehende notwendige, aber riskante Operation ausgelöst worden war.

Sara lebt in einem Dorf, weit entfernt von jeder Möglichkeit zu psychologischer Hilfe. Die einzige Möglichkeit war vorerst der Telefonkontakt. Ich war mir der Schwierigkeit bewusst, über Telefon mit einer Frau zu arbeiten, die ich noch nie gesehen hatte und die in einer tiefen Krise steckte. Da es aber niemanden in ihrer Nähe gab, an die/den ich sie hätte verweisen können und sie betonte, dass ihr schon der Telefonkontakt viel bedeutete, beschlossen wir, es vorerst telefonisch zu versuchen – mit der Aussicht, dass sie später (nach ihrer Operation) auch zu mehrtägigen Therapieblocks ins SEKA-Haus kommen könnte.

 

Krisenintervention

Im ersten Telefonat wurde deutlich, das Saras aktuelle Lebenssituation sehr schwierig war (Existenzprobleme, chronische Krankheiten und Schmerzen, Schwierigkeiten in ihrer Ehe). Die Angst vor der nötigen Operation hatte darüber hinaus starke intrusive Symptome (Überflutung mit Bildern, Erinnerungen) ausgelöst, die mit traumatischen Erfahrungen in ihrer Kindheit zusammenhingen. Zum ersten Mal in ihrem Leben hatte sie auch suizidale Gedanken.

Den ersten und die folgenden jeweils einstündigen Telefontermine arbeiteten wir an ihrer Stabilisierung. Ich erklärte ihr kurz, auf welche Weise ich arbeitete (humanistische Psychologie, Psychodrama, imaginative Techniken[1] und warum diese hilfreich sein können). Ich gab ihr einige Informationen zu Trauma, die ihr halfen, den Sinn ihrer Symptome zu verstehen und vermittelte ihr Techniken zur – wenigstens vorübergehenden – Kontrolle der intrusiven Symptome: so z.B. die Technik ‚Tresor’ (um die schrecklichen Bilder ‚wegzupacken’) und die Technik ‚Umschalten’, bzw. das ‚Album schöner Bilder’ (um ihre Gedanken auf angenehme Erinnerungen oder Bilder zu lenken und sich so zu beruhigen). Wir sprachen auch über die realen Gefahren während der Operation und über ihre Möglichkeiten, sich so gut wie möglich darauf vorzubereiten. Nach unserem ersten Gespräch fühlte Sara ein Stück Erleichterung und Zuversicht, „dass ich doch nicht völlig verloren bin“.

Die Technik ‚Umschalten’ gelang Sara bald recht gut – sie konnte zumindest für kurze Zeit an etwas anderes denken und sich etwas entspannen. Mit der Technik ‚Tresor’ kam sie allerdings nicht so gut zurecht. „Wenn ich die schrecklichen Erinnerungen in den Tresor schließe, dann sperre ich ja auch das kleine Mädchen dort ein. Aber das kann ich ihr nicht antun!“

 

Das Ego-States-Konzept

Dies gab mir Gelegenheit, das Ego-States-Konzept einzuführen. Ich erklärte Sara, dass all unsere Erfahrungen, die schönen wie die unangenehmen noch in uns ‚leben’. „Wir können uns das so vorstellen, als ob all die Personen, die wir im Leben einmal waren, noch irgendwo in uns lebten. Besonders wenn wir sehr schmerzhafte (traumatische) Situationen erlebt haben, die wir nicht wirklich bewältigen konnten, dann ist es, als ob die Person aus dieser Situation noch immer darauf wartet, dass wieder so etwas geschieht. Wenn uns dann irgendetwas an die ursprüngliche Situation erinnert (ein Geräusch, ein Geruch, ein Bild oder auch ein Gefühl), dann ist es als ob die Person aus der Vergangenheit erwacht und an Stelle von uns als heutiger Person reagiert. Ihre Gefühle, die mit der Vergangenheit zusammenhängen, überfluten und überwältigen uns und lassen uns oft panisch reagieren.“

Sara erkannte sich in dieser Beschreibung wieder. Ich erklärte ihr, dass uns diese Vorstellung aber auch die Möglichkeit gibt, damit zu arbeiten. „Je mehr ich mir bewusst mache, dass ich erwachsen und in vielen Situationen meines Lebens kompetent bin, desto besser kann ich dieser Person aus der Vergangenheit helfen und sie beruhigen.“

Fortsetzung im naechsten Blog..

[1]Auf der Basis der Psychodynamischen Imaginativen Traumatherapie nach Luise Reddemann

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G. Mueller (Project Manager), written 6 months ago

G. Mueller

Für diese Bedarfe habe ich eine (Teil-)Auszahlung veranlasst:

10 Traumatherapy with women €150.75
Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen, Die Summe wird fuer den angegebenen Bedarf 'Traumatherapie fuer Frauen' eingesetzt. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern! Herzliche Gruesse Gabriele Mueller
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G. Mueller (Project Manager), written 6 months ago

G. Mueller

Die 253. Unterstuetzerin!

Wir freuen uns ueber eine neue Unterstuetzerin, Katja D., und eine weitere anonyme Spende. Beiden SpenderInnen danken wir herzlich! Nun sind nur noch 155 € des Bedarfs offen.

Wir freuen uns ueber Ihre Mithilfe!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 6 months ago

G. Mueller

Neues Facebook-Profil des Projekts SEKA

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

und noch zwei Spenden sind eingegangen fuer die Weihnachtspaeckchen der Kinder - von unserer neuen Unterstuetzerin Anett Q. und von einem/r anonymen SpenderIn. Beiden ein ganz herzliches Dankeschoen!

Und hier noch eine Information: SEKA Gorazde ist auf Facebook nun mit einer eigenen Seite vertreten und nicht mehr als Gruppe.

Die Texte sind zwar auf Bosnisch, aber die Bilder verstehen ja alle... deswegen hier der link:

http://www.facebook.com/profile.php?id=100000495859710

Viel Freude beim Schauen

Ihnen allen ein schoenes Wochenende!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 6 months ago

G. Mueller

Wundervoll!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

das ist einfach wundervoll: Heute morgen sehe ich, dass unser treuer Unterstuetzer Christoph H. uns mit einer weiteren Spende fuer die Weihnachtspaeckchen fuer die Kinder unterstuetzt hat! Wir danken ihm von Herzen dafuer!

Nun ist nur noch ein knappes Drittel des Bedarfs offen. In diesem Jahr moechten wir den Kindern gerne Rucksaecke schenken. Die koennen sie fuer die Schule aber auch in der Freizeit benutzen. Im Moment sichten wir die Angebote. In den Rucksack kommen dann natuerlich auch noch Suessigkeiten und Obst.

Nochmals Danke an alle, die mithelfen...

Ihnen allen einen schoenen Tag!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 6 months ago

G. Mueller

Bedarf fuer Familien erfuellt! Herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

am Sonntag haben wir noch eine grosse Spende von einer unserer treuesten Unterstuetzerinnen bekommen. Damit wurde der noch offene Bedarf 'Weihnachten fuer beduerftige Familien' vollends komplett erfuellt und bei den 'Weihnachtspaeckchen fuer Kinder' sind wir nun schon ueber die 50 % Marke gekommen. Das ist wundervoll. Wir danken unserer Spenderin sehr herzlich!

Auch in dieser Woche laeuft die Arbeit im SEKA-Haus auf Hochtouren: Die Vorbereitungen fuer unsere Bajram-Weihnachtsfeiern haben schon begonnen. Auch dieses Jahr wird es eine Feier fuer die grossen Kinder und eine fuer die kleinen mit den Muettern geben.

Bzgl. der Pakete fuer die Familien haben wir entschieden, dass wir den Familien in diesem Jahr das Geld direkt geben (fuer eine alleinstehende Person 40 KM und fuer Familien pro Person 30 KM). 12 Familien haben wir ausgewaehlt, die wirklich unter schwierigsten Bedingungen leben. Wir denken, dass sie selbst am besten wissen, was sie benoetigen.

Noch immer bekommen wir begeisterte Rueckmeldungen zu unserer Buchpraesentation und zu den Medienberichten, die uns viel Platz eingeraeumt haben - unter anderem ein 1-stuendiges Interview mit mir als Projektleiterin und Autorin des Buches. Das Gorazder Lokalfernsehen schaetzt unsere Arbeit sehr und unterstuetzt uns mit regelmaessigen Berichten. Das ist fuer uns sehr hilfreich.

Soviel fuer heute abend!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 6 months ago

G. Mueller

Feierliche Praesentation unseres Handbuches zu 'Traumatherapie'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

zuerst moechte ich mich noch herzlich fuer die Spenden von Giesela Krabbe und Christoph H. bedanken! Damit hat sich der noch offene Betrag fuer den Bedarf 'Weihnachten fuer beduerftige Familien' deutlich reduziert. Ich hoffe, wir schaffen die Finanzierung noch rechtzeitig.

Christoph H. wird uns ausserdem die beiden Buecher von Luise Reddemann und dazu noch eine Therapiebox mit 'Lebenskarten' spenden. All das bedeutet eine tolle Unterstuetzung  fuer unsere Arbeit! Wir danken ihm dafuer ganz herzlich!

Und nun will ich noch ein wenig ueber unsere Buchpraesentation am 23.11.2011 berichten: Es war einfach wunderschoen! Die Veranstaltung fand im grossen Saal des Hotels in Gorazde statt. Insgesamt kamen mehr als 140 Gaeste: Kolleginnen aus Gorazde und aus vielen anderen Staedten, darunter die Teilnehmerinnen frueherer Fortbildungsreihen im SEKA-Haus; Klientinnen und Klienten; VertreterInnen von Institutionen und Organisationen und sogar drei MinisterInnen und der ehemalige Buegermeister Gorazdes.

Die Moderation der Veranstaltung hatte eine Redakteurin des Gorazder Lokalfernsehens uebernommen, das die Veranstaltung auch filmte (der ausfuehrliche Bericht darueber wird heute abend gezeigt werden). Zwei Kolleginnen stellten das Buch detailliert vor. Schliesslich sprachen Edita Ostojic und ich selbst als Autorinnen noch ueber die Entstehung des Buches und unseren Wunsch, dass es vielen KollegInnen hilfreich sein wird. Danach luden wir die Gaeste zum kalten Buffet.

Trotz miserablen Wetters waren viele Gaeste von weit her (aus Sarajevo, Zenica, Tuzla, Bosanska Krupa, Banja Luka und sogar Zagreb gekommen). Ich genoss es, Kolleginnen nach vielen Jahren wieder zu sehen und wir sassen noch bis spaet in die Nacht. Am naechsten Tag kamen noch viele der Gaeste, um das SEKA-Haus zu sehen.

Die gesamte Veranstaltung - insbesondere die Uebernachtungskosten fuer die Gaeste - finanzierte uns die UN-Entwicklungsorganisation UNDP, bei der wir uns herzlich bedanken!

Das Interesse an dem Buch ist ueberwaeltigend! Von den insgesamt 1.000 Exemplaren haben wir schon ca 200 verteilt - an Kolleginnen, die zur Praesentation gekommen waren. Diese geben sie auch in ihrem Umfeld weiter. Interessierte, die keine Fachkolleginnen sind (z.B. KlientInnen), haben die Moeglichkeit, das Buch im SEKA-Haus oder Veteranenprojekt 'Svjetlost Drine' auszuleihen.

Die Organisation, die meine Kolleginnen geleistet hatten, klappte vorzueglich. Aber auch das Hotel trug seinen Teil dazu bei. Der Eigentuemer war selbst von der Veranstaltung begeistert und meinte: So viele Menschen waren noch nie in diesem Saal!

Als dann alles ueber die Buehne gegangen war, waren wir zwar muede aber auch ganz gluecklich und erfuellt, von all den Rueckmeldungen, die wir bekommen hatten - nicht nur bzgl. des Buches sondern bzgl. der SEKA-Arbeit!

Soviel fuer heute!

Ich wuensche Ihnen allen einen schoenen 1. Adventssonntag!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written 6 months ago

G. Mueller

Ein riesiges Dankeschoen!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

heute morgen konnte ich meinen Augen nicht trauen, als ich sah wie viele Spenden wir bekommen haben. Der noch offene Bedarf Traumatherapie wurde vollends ganz erfuellt und ausserdem ein grosser Teil des Bedarfs 'Weihnachten fuer Familien'. Dann stellte ich fest, dass wir all das unserem treuen Freund Michael zu verdanken haben. Wir danken ihm von Herzen fuer diese wundervolle Unterstuetzung!

Ich bin hier noch immer in Hamburg. Am Montag werde ich nach Bosnien zurueckkehren. Dort laufen die Vorbereitungen fuer unsere Buchpraesentation 'Traumatherapie mit der Methode Psychodrama' bereits auf Hochtouren. Fuer die festliche Praesentation am Mittwoch, den 23.11. haben sich schon an die 100  Gaeste angekundigt - viele KollegInnen, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen habe. Ich freue mich sehr und bin auch schon ein wenig aufgeregt!

Die Veranstaltungen in Hamburg zu den Themen 'Grausamkeit im Krieg als Normalitaet - wie es dazu kommt und was daraus folgt' und 'Traumatherapeutische Arbeit unter Nachkriegsbedingungen - am Beispiel der Arbeit im Projekt SEKA, Ostbosnien' waren gut besucht - und besonders bei der ersten entspann sich noch eine intensive Diskussion ber das Thema, das uns natuerlich auch als Deutsche stark betrifft.

Nun habe ich - nach Erledigung aller Aufgaben hier - noch ein wunderbares Wochenende fuer mich - mit Familie und FreundInnen, Erholung und Geniessen.

Auch Ihnen allen wuensche ich ein schoenes Wochenende!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

P.S.: Fast haette ich's vergessen: Ich werde noch drei weitere Bedarfe einstellen: wir wuerden uns ueber Sachspenden freuen: drei Buecher von Luise Reddemann, die fuer unsere Arbeit bedeutsam sind. Es waere wunderbar, wenn wir die als Weihnachtsgeschenke' bekommen koennten.

 

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G. Mueller (Project Manager), written 6 months ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

heute geht ein herzliches Dankeschoen an eineN weitereN anonymen UnterstuetzerIn, die /der gestern unser Projekt mit einer Spende bedacht hat. Auch diese Spende habe ich dem Bedarf Traumatherapie zugefuegt, damit wir diesen Bedarf moeglichst bald schliessen koennen.

Noch diese Woche werde ich in Hamburg sein. Am Mittwochabend werde ich in der 'Interkulturellen Begegnungsstaette St. Pauli' einen Vortrag halten zum Thema 'Grausamkeit im Krieg als Normalitaet - wie es dazu kommt und was daraus folgt'. (Siehe auch Hinweis auf der SEKA-Homepage www.seka-hh.de). Alle Interessierte sind herzlich willkommen.

Am Freitagabend werde ich einen weiteren Vortrag halten in der Fortbildungsakademie der Aerztekammer Hamburg (veranstaltet von der Akademie fuer Psychotherapie, Psychosomatik und Psychoanalyse Hamburg). Thema des Vortrags: 'Traumatherapeutische Arbeit unter Nachkriegsbedingungen - am Beispiel der Arbeit im Projekt SEKA, Ostbosnien'. (Hinweise hierzu: http://www.aph-online.de/component/option,com_eventlist/Itemid,89/func,details/did,246/ ).  Dieser Vortrag richtet sich in erster Linie an die interessierte Fachoeffentlichkeit.

Soviel fuer heute.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written 7 months ago

G. Mueller

Vielen herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

heute moechte ich mich ganz besonders bei unserer Unterstuetzerin Marina H. bedanken, die sich offensichtlich entschlossen hat, das Projekt regelmaessig zu unterstuetzen! Das ist einfach wunderbar!

Ich habe ihre Spende gleich an den Bedarf 'Traumatherapie' weitergeleitet, damit wir diesen so bald als moeglich abschliessen koennen.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written 7 months ago

G. Mueller

Danke!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

zur Zeit bin ich in Deutschland - in Hamburg. Da habe ich keinen eigenen PC und komme daher nicht so haeufig ins Internet. Heute hab ich's mal wieder geschafft. Ich moechte mich ganz herzlich bei Adina Hammoud bedanken - fuer ihre erneute Spende, diesmal fuer den neuen Bedarf der Weihnachtspaeckchen fuer die Kinder. Das ist super! Und ausserdem ein dickes Dankeschoen ans betterplace-Team, das unser Projekt zur Zeit als eines der empfohlenen Projekte auf die erste Seite gestellt hat. Wir hoffen, dass wir dadurch neue UnterstuetzerInnen gewinnen koennen.

Hier in Hamburg habe ich - wie in jedem November ein dichtes Programm mit vielen Terminen, Vortraege, Supervisionen, Vereinsversammlung, die Begleitung des SEKA-Journals bis zur letzten Korrektur und endgueltigen Fertigstellung usw. Natuerlich gibt es auch Zeit fuer private Termine - muss ja auch sein...

Soviel fuer heute!

Ihnen allen einen schoenen Tag!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written 7 months ago

G. Mueller

Weihnachtspaeckchen fuer Kinder - Hilfe fuer Familien

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

leider bin ich lange nicht zum Blog-Schreiben gekommen: Am Ende unseres Fortbildungsseminars 'Traumatherapie' hatte mich eine boese Erkaeltung erwischt. Und danach hatte ich in den letzten beiden Wochen einfach wahnsinnig viel zu tun: Neben der regulaeren Projektarbeit musste das jaehrlich erscheinende Magazin ueber die Projektarbeit (das 'SEKA-Journal') fertiggestellt werden; ausserdem sind wir mit der Vorbereitung der feierlichen Veranstaltung (am 23. November) zur Vorstellung unseres Buches 'Traumatherapie mit der Methode Psychodrama' intensiv beschaeftigt (Erstellung der Liste der einzuladenden Gaeste, Fundraising, Erstellung von Plakaten und Handzetteln, Einladungen und und und... Dies alles musste schon jetzt vorbereitet werden, da ich am Montag fuer drei Wochen nach Deutschland fahren werde. Auch diese Reise mit unterschiedlichsten Terminen musste vorbereitet werden (damit bin ich auch heute noch beschaeftigt)...

Ausserdem rueckt der Dezember immer naeher und damit der Termin fuer unsere traditionellen Bajram-Weihnachtsfeiern. Das muslismische Kurban-Bajram-Fest wird in diesem Jahr zwar bereits im November stattfinden, aber die gemeinsame Feier werden wir im Dezember (vor Weihnachten) veranstalten - denn den 'Grossvater Frost' (den bosnische Weihnachtsmann) lieben auch die muslimischen Kinder!

Wie jedes Jahr sollen die Kinder Geschenk-Paeckchen (mit Obst, Suessigkeiten und einem kleinen Geschenk) bekommen. Aufgrund der Preisentwicklung muessen wir mit 15 € pro Paeckchen rechnen. Dies sind bei 40 Kindern 600 €.

Viele unserer KlientInnen leben in grosser Armut. Um ihnen ein paar schoene sorgenfreie Feiertage zu ermoeglichen, moechten wir sie mit einem Betrag von durchschnittlich 50 € pro Familie - fuer Lebensmittel und Hygieneprodukte unterstuetzen. Fuer 10 Familien rechnen wir mit 500 €.

Fuer die Finanzierung dieser Bedarfe sind wir auf Spenden angewiesen.

Wir freuen uns sehr ueber Ihre Mithilfe!

Ihnen allen einen schoenen Tag und

herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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Bp_dauerspender
A. Hammoud written 7 months ago
Liebe Gabriele, falls Du in die Nähe von Berlin kommen solltest, meld' Dich ruhig - wir würden uns über ein Wiedersehen sehr freuen!

G. Mueller (Project Manager), written 8 months ago

G. Mueller

Imaginationsuebung 'Die Mauer'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

zuerst eine wunderbare Nachricht: unsere treue und tatkraeftige Unterstuetzerin A.H.  hat uns mit einer erneuten Spende geholfen: diesmal mit einer Sachspende. Sie hat uns das von uns benoetigte Fachbuch auf Englisch 'The Healing our Alonness Workbook' von Erika J. Chopich, Margaret Paulextra aus England beschafft und uns nach Bosnien geschickt. Das ist einfach super und wir danken A.H. sehr herzlich!

In dem Buch geht es um die Arbeit mit dem 'Inneren Kind'. Da es ein Arbeitsbuch ist, enthaelt es viele konkrete Uebungen, die wir ins Bosnische uebersetzen koennen - fuer Klientinnen und Klienten mit 'verletzten inneren Kindern', das heisst KlientInnen, die in ihrer Kindheit traumatisiert oder vernachlaessigt wurden. Wir wuerden das Buch auch sehr gerne als ganzes ins Bosnische uebersetzen lassen. Dafuer muessen wir aber zuerst eine Foerderung finden. Wir werden ueberlegen, an welche Stiftungen oder Organisationen wir uns diesbzgl. wenden koennten.

Und nun noch ein paar Nachrichten von der aktuellen Projektarbeit:

Seit heute findet das 6. Wochenseminar der Fortbildungsreihe 'Traumatherapie' fuer Fachkolleginnen statt, das ich zusammen mit meiner Kollegin Edita Ostojic leite. Am Seminar nehmen 13 Kolleginnen aus unterschiedlichen Institutionen teil (Psychologinnen, Paedagoginnen, Sozialarbeiterinnen, die u.a. auch mit traumatisierten Menschen arbeiten).

Die Themen dieses Seminars sind 'Coping-Mechanismen / Bewaeltigungsstrategien' und 'Arbeit mit verletzten / traumatisierten Ego-States sowie mit Taeter-Introjekten'. Auch dieses Mal werden die Kolleginnen an 4 Tagen Gelegenheit zur Selbsterfahrung mit der Methode Psychodrama bzw. imaginativen und kreativen Techniken haben. Am  5. Tag werden wir die Theorie zu diesen Themen vermitteln und mithilfe von szenischen Demonstrationen die Arbeit mit KlientInnen erlaeutern.

Der erste Seminartag heute verlief sehr intensiv. Nach einer Bewegungs-Imaginations-Uebung boten wir den Teilnehmerinnen wie stets Gelegenheit, ueber die vergangenen Monate (seit dem letzten Seminar) zu reflektieren und Erlebnisse und Erfahrungen mit einander zu teilen. Die Frauen stellten in einer gemeinsamen Zeichnung ihren 'Weg durch die vergangenen Monate' zeichnerisch bzw. durch Symbole dar. Es wurde deutlich, dass alle Teilnehmerinnen begonnen haben, die Kenntnisse und Methoden aus der Fortbildung in ihrer Arbeit mit KlientInnen zu nutzen. Anschliessend leitete ich die Imaginationsuebung 'Die Mauer' an, die es ermoeglicht, sich ueber eigene Bewaeltigungsstrategien bewusst zu werden. Danach malten die Frauen ihre 'Mauern' bzw. ihre Erlebnisse waehrend der Uebung. Anschliessend stellten einige der Teilnehmerinnen ihre Zeichnungen vor und erarbeiteten sie mit therapeutischer Unterstuetzung. Morgen werden wir am Thema weiter arbeiten - mit Inszenierungen auf der Psychodrama-Buehne fuer die Frauen, die dazu bereit sind.

Soviel fuer heute abend.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written 8 months ago

G. Mueller

'Selbstachtung und Handlungsfaehigkeit wiedergewinnen'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns ueber drei neue UnterstuetzerInnen, die Paybackpunkte fuer den Bedarf 'Traumatherapie' gespendet haben, und danken ihnen herzlich!

Wie immer im Herbst haben wir sehr viel zu tun: Letzte Woche fand der erste Termin mit der neuen Frauentherapiegruppe statt. Um eine gute Grundlage fuer die Gruppenarbeit zu schaffen, arbeiteten wir von 9 Uhr bis 15 Uhr und schlossen diesen ersten Tag mit einem gemeinsamen Mittagessen ab. Heute findet der zweite Termin statt. Die Gruppe wird sich woechentlich zu jeweils dreistuendigen Terminen treffen.

Der erste Termin diente in erster Linie dem Kennenlernen und der Erarbeitung eines sicheren Rahmens. Wir taten dies durch unterschiedliche - teils spielerische - Uebungen, die die Atmosphaere entspannten. Durch die Uebung: 'Die Bereiche meines Lebens und meine Rollen in ihnen' hatten die Teilnehmerinnen Gelegenheit, sich einen Ueberblick ueber ihr Leben zu verschaffen, sich gegenseitig besser kennen zu lernen und sich ueber Themen fuer die Gruppenarbeit bewusst zu werden und diese teilweise auch schon zu benennen. Es entstand eine dichte und emotionale Atmosphaere, als einige der Frauen schmerzhafte Erfahrungen ansprachen, die wir in diesem Anfangsstadium der Gruppe nicht vertieften. Es war allerdings wichtig fuer die einzelnen Frauen zu spueren, dass andere mit ihnen fuehlten und sich teilweise wiedererkannten.

Heute werden wir weiterarbeiten zum Thema 'Kraftquellen und Ressourcen', das wir sehr gut auf die 'Lebensbereiche und Rollen' aufbauen koennen.

Noch eine Nachricht bzgl. unseres Buches 'Die eigene Selbstachtung und Handlungsfaehigkeit wiedergewinnen - Traumatherapie mit der Methode Psychodrama': Inzwischen haben wir die druckfrischen Buecher aus der Druckerei abgeholt. Sie lagern nun in der obersten Etage des SEKA-Hauses. Wir haben bereits begonnen, sie an Kolleginnen weiterzugeben. Deren ersten Reaktionen sind sehr positiv. Die Buchpromotion werden wir aber erst Ende November veranstalten, wenn ich wieder aus Deutschland zurueck sein werde.

Soviel fuer heute...

Ihnen allen einen schoenen Tag

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 8 months ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns ueber drei neue UnterstuetzerInnen, die Paybackpunkte fuer die Traumatherapie mit Frauen gespendet haben. Das ist grossartig und hilft uns bei der Finanzierung der Einzeltherapie fuer traumatisierte Frauen, fuer die wir schon seit Monaten keinerlei Foerderung haben und voellig auf Spenden angewiesen sind.

Herzlichen Dank an alle SpenderInnen - besonders im Namen unserer Klientinnen

Einen schoenen Sonntag

wuenscht Ihnen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 8 months ago

G. Mueller

Für diese Bedarfe habe ich eine (Teil-)Auszahlung veranlasst:

10 Traumatherapy with women €150.-
Wir danken allen UnterstuetzerInnen nochmals herzlich fuer die Spenden zum Bedarf Traumatherapie mit Frauen. Alle Spenden werden bedarfsgerecht verwendet. Herzliche Gruesse Gabriele Mueller
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G. Mueller (Project Manager), written 9 months ago

G. Mueller

Buch 'Traumatherapie mit Psychodrama' wird gedruckt!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

seit Montag haben wir - nach dem kollektiven Urlaub - wieder mit der Projektarbeit begonnen. Natuerlich hat sich vieles angesammelt, so dass ich erst jetzt wieder zum Blogschreiben komme.

Wir freuen uns ueber die erneute Spende unserer Freundin Giesela Krabbe und ueber weitere Paybackpunkte-Spenden fuer den aktuellen Bedarf 'Traumatherapie mit Frauen'. Allen SpenderInnen danken wir herzlich fuer ihre Unterstuetzung.

Gestern abend hatten wir das erste Vortreffen mit der neuen Therapiegruppe fuer kriegstraumatisierte Frauen. Am 21.09. werden wir dann mit einem 6-stuendigen Termin mit der Gruppenarbeit beginnen. Danach werden woechentlich dreistuendige Termine stattfinden. Die Teilnehmerinnen haben alle schwere Kriegstraumata erlebt. Alle sind sehr motiviert und koennen den Beginn der Gruppe kaum erwarten.

Und noch eine gute Nachricht: Unser Buch 'Die eigene Handlungsfaehigkeit und Selbstachtung wiedergewinnen - Traumatherapie mit der Methode Psychodrama' ('Vratiti svoju djelotvornost i samopostovanje - terapija traume metodom psihodrame') ist vor zwei Tagen in Druck gegangen. Waehrend meines Urlaubs hatten wir die letzte Version noch einmal kontrolliert, die Formatierung noch ein wenig veraendert und alles fuer den Druck vorbereitet. Das Buch umfasst nun 556 Seiten - ein richtiger 'Schmoeker'. Erst jetzt koennen wir allmaehlich glauben, dass die jahrelangen Arbeiten an diesem Buch wirklich beendet sind.

Da die Hamburger Stiftung zur Foerderung von Wissenschaft und Kultur die Veroeffentlichung finanziell foerdert, werden wir das Buch kostenlos an interessierte FachkollegInnen (in Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Serbien, Slowenien, Mazedonien, Kosovo und Montenegro) abgeben koennen - nur gegen Erstattung evtl. Portokosten. Tausend Exemplare werden gedruckt. Wir sind gespannt, auf welches Interesse das Buch stossen wird.

Ein grosses Dankeschoen an dieser Stelle an die VertreterInnen der Hamburger Stiftung zur Foerderung von Wissenschaft und Kultur fuer die grossartige Unterstuetzung und die unglaubliche Geduld, die sie mit uns Autorinnen hatten!

Soviel fuer heute...

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written 9 months ago

G. Mueller

Traumatherapie mit Frauen

Liebe LeserInnen und UnterstuetzerInnen,

heute moechte ich mich sehr herzlich fuer verschiedene Paybackpunkte-Spenden und eine weitere anonyme Spende bedanken. All diese haben den aktuellen Bedarf der 10 Stunden Traumatherapie mit Frauen vollends erfuellt. Das ist grossartig! Herzlichen Dank an Sie alle!

Zur Zeit bin ich im Urlaub und komme nicht so haeufig an eine Internet-Verbindung; daher melde ich mich selten. Ich habe nun einen weiteren Bedarf Traumatherapie eingestellt, da wir fuer die einzeltherapeutische Arbeit mit Frauen ausschliesslich auf Spenden angewiesen sind.

Wir freuen uns ueber Ihre Unterstuetzung!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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Bp_dauerspender
G. Mueller (Project Manager) written 9 months ago
Liebe Adina,

vielen Dank. Deine Glueckwuensche werde ich gerne weiterleiten!

Herzlichst
Gabriele

Bp_dauerspender
A. Hammoud written 9 months ago
Ich wünsche allen SEKA-Mitarbeiterinnen, den Frauen im Projekt und ihren Kindern ein fröhliches und entspanntes Bajram!

G. Mueller (Project Manager), written 10 months ago

G. Mueller

Fachbuch zur Arbeit mit dem 'Inneren Kind'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

zuerst moechte ich mich heute fuer weitere Spenden fuer den Bedarf Traumatherapie fur Frauen bedanken: von unserem treuen Unterstuetzer P. Rohrbach sowie von einem/r neuen anonymen UnterstuetzerIn, der/die Paybackpunkte gespendet. Vielen herzlichen Dank!

Ich habe als weiteren Bedarf gestern noch eine Sachspende eingestellt: Es waere wunderbar, wenn ein Unterstuetzer / eine Unterstuetzerin das englische Fachbuch: 'The Healing our Alonness Workbook' von Erika J. Chopich, Margaret Paul fuer uns besorgen und uns schicken koennte.

Dieses Buch ist ein Arbeitsbuch mit vielen guten Uebungen. Es ist sehr hilfreich in der Arbeit mit KlientInnen, die in ihrer Kindheit traumatisiert wurden.Wir benoetigen es im englischen Original, da die Kolleginnen kein Deutsch verstehen. Es waere grossartig, wenn uns da jemand helfen koennte.

Und noch eine wirklich gute Nachricht: Unser Buch 'Traumatherapie mit der Methode Psychodrama' wurde nun Korrektur gelesen. Jetzt beginnt die Graphikerin mit dem Umbruch und der endgueltigen Gestaltung! Das heisst, wir sind nun schon auf der Zielgeraden zum Druck!!! Ufff.... wir koennen es noch gar nicht richtig glauben, dass dieses 'Werk', fuer das wir uns neben unserer eigentlichen Arbeit jahrelang die Zeit stehlen mussten, nun wirklich gedruckt werden kann!!!

Fuer heute herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written 10 months ago

G. Mueller

Für diese Bedarfe habe ich eine (Teil-)Auszahlung veranlasst:

10 Traumatherapy with women €150.-
Die Gelder werden fuer die traumatherapeutische Einzelarbeit mit kriegstraumatisierten Frauen bzw. Gewaltopfern eingesetzt. Zur Zeit sind wir zur Finanzierung dieser Arbeit voellig auf Spenden angewiesen. Wir danken allen SpenderInnen herzlich fuer ihre Unterstuetzung!
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G. Mueller (Project Manager), written 10 months ago

G. Mueller

Projekturlaub im August

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

heute freuen wir uns ueber drei neue UnterstuetzerInnen, die anonym Paybackpunkte fuer die Traumatherapie mit Frauen gespendet haben. Vielen herzlichen Dank!

In diesen Tagen sind wir dabei, noch vielerlei Arbeiten abzuschliessen, denn im August werden wir in Urlaub gehen - den haben wir alle auch sehr noetig!

Letzte Termine mit allen KlientInnen, Berichte fertigstellen an die Geldgeber, Abrechnungen, Erstgespraeche mit neuen Klientinnen, die an einer Teilnahme an der neuen traumatherapeutischen Gruppe interessiert sind, die wir im September beginnen werden, Fertigstellen der aktuellen Statistik und noch tausend organisatorische Dinge, die vorm Urlaub zu erledigen sind.

Aber der Urlaub rueckt naeher... sehnsuechtig erwartet...

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 10 months ago

G. Mueller

Unsere gesammelten Projektspenden gingen an diese Bedarfe

Herzlichen Dank an Felix Riedel fuer seine Unterstuetzung! Wir wuenschen ihm viel Erfolg mit seinem eigenen engagierten Projekt fuer als Hexen diffamierte und verfolgte Frauen in Ghana: http://www.betterplace.org/de/projects/7175-hilfe-fur-hexenjagdfluchtlinge

Viele Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written 10 months ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

heute moechte ich mich ganz herzlich bei mehreren SpenderInnen bedanken: bei Christoph H. fuer seine erneute grosse Spende, bei Susanne Bruhns und noch einem/r anonymen SpenderIn fuer die Spende von Paybackpunkten und bei Felix Riedel fuer seine Spende an das Projekt. (Diese Spende leite ich nun an den aktuellen Bedarf weiter.) Wir freuen uns sehr ueber diese wichtige Unterstuetzung unserer traumatherapeutischen Arbeit.

Noch immer muessen wir die traumatherapeutische Arbeit ausschliesslich ueber Spenden finanzieren. Im Herbst erst koennen wir wieder einen Antrag beim UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) stellen - leider das letzte Mal, denn dann wird UNDP keine psychosozialen Programme in Bosnien-Herzegowina mehr foerdern. Wir hoffen, dass auch dieses Mal ein Zuschuss bewilligt wird, da die VertreterInnen von UNDP in Sarajevo unsere Arbeit sehr schaetzen.

Ihnen allen einen schoenen Tag!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 10 months ago

G. Mueller

Fortbildung zu Arbeit mit 'inneren Anteilen'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

gestern abend bin ich nun wieder aus Belgrad zurueckgekommen. Das Fortbildungsseminar mit dem Team der Frauenberatungsstelle war sehr intensiv und gut. Die Kolleginnen sind sehr motiviert und bereit, sich auch persoenlich einzulassen. Ein grosser Teil der Fortbildung besteht aus Selbsterfahrung mit den traumatherapeutischen und psychodramatischen Verfahren. Dies ist eine unabdingbare Voraussetzung, um die sehr wirkungsvollen Uebungen und Techniken spaeter mit Klientinnen anwenden zu koennen.

An den drei Tagen arbeiteten wir jeweils 7 Stunden. Wir konnten diesmal die Buehne und den Saal des alten juedischen Thaeters (heute ein alternatives Kulturzentrum) als Seminarraum nutzen. Das hatte eine ganz eigene Atmosphaere. Unser Schwerpunkt-Thema war diesmal der Einsatz des 'Ego-States-Konzepts' in der Arbeit mit traumatisierten Klientinnen.

Die Kolleginnen hatten Gelegenheit, sowohl eigene destruktive Anteile (z.B. 'innere Antreiber / Kritiker' oder gar Taeter-Introjekte) zu identifizieren, sich unterstuetzende innere Anteile ('innere freundliche Beobachterin', 'innere Weisheit', 'innere fuersorgliche Eltern' u.ae.) bewusst zu machen - oder sie zu kreieren und schliesslich diese unterstuetzenden Anteile zu nutzen, um sich um 'verletzte oder beduerftige innere Anteile' (z.B. innere Kinder / Jugendliche; Ueberlebende traumatischer Situationen) zu kuemmern.

Wir arbeiteten sowohl mit imaginativen Techniken, mit Malen und mit Symbolen als auch mit Psychodrama-Inszenierungen auf der 'kleinen' (Blatt Papier mit Zeichnung und Symbolen) sowie auf der grossen Buehne (mit den uebrigen Teilnehmerinnen in verschiedenen Rollen der Inszenierung). Jede Praesentation, bzw. Inszenierung wurde gefolgt von Feedbacks aus den Rollen und Sharings (die uebrigen Teilnehmerinnen sprachen ueber Erfahrungen und Gefuehle, die die Szene der Protagonistin in ihnen ausgeloest hatte).

Am letzten Tag hatten die Kolleginnen die Moeglichkeit zur Integration ihres persoenlichen Prozesses durch eine Imaginationsuebung und die Reflektionsuebung 'Brief an mich selbst'. Dann analysierten wir die Selbsterfahrungsarbeit der vergangenen Tage (Uebungen, Techniken, Interventionen...) aus professioneller Sicht. Anschliessend hatten die Teilnehmerinnen Gelegenheit, unter Supervision die Anwendung des Ego-States-Konzepts selbst auszuprobieren. In Paaren erarbeiteten sie Beratungssituationen, in der die eine Kollegin die Rolle der Klientin uebernahm, die andere die der Beraterin. Wir analysierten jede der Szenen und probierten weitere moegliche Interventionen.

In einer Psychodrama-Uebung evaluierten wir schliesslich die Arbeit der drei Seminartage. Alle Teilnehmerinnen betonten, wie sehr sie von diesem Seminar - persoenlich wie beruflich profitiert hatten. Das Ego-States-Konzept hatte fuer sie ganz neue Blickwinkel und Interventionsmoeglichkeiten eroeffnet. Als einzige 'Kritik' auesserten alle, dass ihnen diese Art Seminare in Zukunft fehlen wuerde (wir schlossen die Seminarreihe mit diesem Seminar ab) und dass sie sich wuenschten, in Zukunft Gelegenheit zur Teilnahme an aehnlichen Seminaren zu bekommen.

Wir verabschiedeten uns mit einem gemeinsamen Abendessen in froehlicher Atmosphaere.

Auch mir tut es leid, dass ich die Fortbildungsreihe in Belgrad nun beenden musste, da ich mir bewusst bin, wieviel den Kolleginnen diese Art Seminare bedeuten. Aber ich habe mich entschlossen, keine externen Fortbildungsreihen (ausserhalb von Gorazde) mehr zu uebernehmen, da ich dadurch einfach zu viel Zeit verliere, die mir fuer die Arbeit in Gorazde fehlt. Unsere Arbeit in Gorazde (Traumatherapien, Fortbildungen, Qualifizierung meiner Kolleginnen im SEKA-Projekt, Friedensarbeit / Bewusstseinsbildung.....) bedeutet nach wie vor eine grosse Herausforderung, der ich gerne gerecht werden moechte.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 11 months ago

G. Mueller

Seminar mit Kolleginnen in Belgrad

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

eben bin ich beim Packen: Morgen nehme ich den einzigen Bus der tagsueber nach Belgrad faehrt (allerdings haelt er nicht einmal in Gorazde, sondern in einem kleinen Dorf in der Naehe). Die Busverbindungen von hier nach Serbien sind noch immer miserabel. Vermutlich hat der Bus keine Klimaanlage. Ich hoffe, ich ueberstehe die 8-stuendige Reise ohne Probleme. Wir haben schon seit Tagen eine Hitzewelle, die morgen und uebermorgen ihren Hoehepunkt erreichen soll.

In Belgrad werde ich fuer die  Kolleginnen der 'Frauenberatungsstelle  gegen Gewalt' ein Seminar zur Beratungsarbeit mit Opfern von - insbesondere sexualisierter - Gewalt anbieten. Es ist das vierte und letzte dreitaegige Seminar einer Fortbildungsreihe. Dieses Seminar wird auf Wunsch der Kolleginnen hauptsaechlich die Arbeit mit dem Ego-States-Konzept zum Inhalt haben, da dieses gerade fuer die Stabilisierung und Selbsthilfe traumatisierter Klientinnen ausserordentlich hilfreich ist.

Soviel fuer heute!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 11 months ago

G. Mueller

2. Supervisionsseminar mit Psychodrama

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

hier kommt nun der dritte und letzte Teil des Berichts ueber das Supervisionsseminar, das Anfang Juni stattgefunden hat. Die Finanzierung dieses 5-taegigen Seminars war moeglich durch die 100%ige Foerderung durch das deutsche Komitee des Weltfrauengebetstags. Dafuer bedanken wir uns auch an dieser Stelle noch einmal sehr herzlich!

Ich wuensche Ihnen einen schoenen Sonntag!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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Supervisionsseminar, 5. Tag

Am fünften Tag erarbeitete eine weitere Kollegin ihr Thema. In der therapeutischen Ausbildungsgruppe mit StudentInnen, die sie im zweiten Ausbildungsjahr leitete, hatte sich ein Konflikt entwickelt – insbesondere zwischen zweien der Teilnehmerinnen, in den aber die ganze Gruppe einbezogen war. Mit Hilfe der Kolleginnen in den Rollen der StudentInnen und des Co-Leiters brachte sie eine Situation auf die Psychodrama-Bühne, in der der Konflikt eskaliert war.

Durch die Inszenierung wurde deutlich, daß die Kollegin mit ihrer eigenen Intervention, mehr noch aber mit dem Verhalten des Co-Trainers, unzufrieden war. Sie erkannte, dass der Konflikt in der Gruppe seinen Ausgangspunkt in einem Konflikt des Leitungspaares bzgl. des Leitungsstils hatte.

In einer weiteren Szene inszenierte sie ein Gespräch, das sie bei der nächsten Gelegenheit mit dem Co-Leiter zu diesem Thema führen wollte. Während der Inszenierung des ‚Gesprächs’ erkannte sie, was ihr bisher eine klare Vertretung ihres Standpunkts erschwert hatte (Transfer-Emotionen im Zusammenhang mit einem inneren – durch die traditionelle Erziehung geprägten – Anteil (Ego-State)). Nachdem sie (als heutige, kompetente Erwachsenen) für das ‚kleine Mädchen von damals’ gesorgt hatte (sie an einen ‚sicheren Ort’ gebracht hatte, den sie in einem anderen Teil der Buehne eingerichtet hatte), konnte sie in der Inszenierung des ‚Gesprächs mit dem Co-Leiter’ ihre Haltung klar formulieren und vertreten. Auch diese Szene wurde mit Feedbacks aus den Rollen und Sharings abgerundet. Die Kollegin hatte es völlig überrascht, was sie durch die Psychodrama-Szenen entdeckte. „Es ist, als ob Du ein Knäuel vor dir hast, das völlig unentwirrbar aussieht, wenn Du aber nur am richtigen Faden ziehst, entrollt es sich wie von selbst. Psychodrama ist einfach faszinierend!“

In der abschließenden Evaluation des 5-tägigen Supervisions-Seminars drückten die Teilnehmerinnen aus, wie sehr sie von der Arbeit an allen Themen profitiert hatten. Immer wieder begeistere sie die Methode Psychodrama – die es ermögliche in kürzester Zeit zum Kern eines Problems oder Themas vorzudringen und dieses zu lösen, oder zumindest neue Lösungsmöglichkeiten zu erkennen und auszuprobieren. Außerdem betonte jede der Kolleginnen, wieviel ihr die Gruppe und die Vernetzung untereinander bedeute. Sie empfinden die ehemalige Fortbildungs- und nun Supervisionsgruppe als eine großartige Unterstützung persönlich wie beruflich.

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G. Mueller (Project Manager), written 11 months ago

G. Mueller

Bericht Supervisionsseminar 'Traumatherapie', 2.

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

hier kommt nun die Fortsetzung des Berichts ueber das Supervisionsseminar, das Anfang Juni stattgefunden hat.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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Supervisionsseminar, 3. und 4. Tag:

Am dritten Seminartag stellte eine Kollegin den Fall eines 9jährigen Kindes vor, das unter verschiedenen ‚Tics’ leidet (in Mimik und Gestik), die sich in der letzten Zeit massiv verstärkt hatten. Epilepsie war diagnostisch ausgeschlossen worden. Zuerst luden wir die Gruppe zu einer ‚professionellen Sharing.-Runde’ ein, in der verschiedene Kolleginnen und auch wir als Supervisorinnen über unsere Erfahrungen mit ‚Tics’ bei Kindern berichteten.

Die Kollegin, die den Fall vorstellte, erarbeitete dann – in Identifikation mit dem Jungen – auf der Bühne dessen ‚Soziales Atom’, da sie vermutete, daß der Schlüssel zu dem Problem im familiären Beziehungsgeflecht lag. Die übrigen Kolleginnen übernahmen die entsprechenden Rollen (der Familienmitglieder), die zuvor durch Rollentausch und psychodramatische Interviews tiefgründig exploriert  worden waren. Schließlich nahm die Kollegin den Platz ‚ihres kleinen Klienten’ ein. Ihre Einfühlung in diese Rolle wurde erneut durch ein psychodramatisches Interview vertieft. Diese eigentlich unübliche – weil anstelle des Klienten nur in der Identifikation mit ihm durchgeführte – Aufstellung des ‚Sozialen Atoms’ brachte überraschende und aufschlußreiche Ergebnisse – insbesondere durch die Feedbacks der Kolleginnen aus den Rollen der Familienmitglieder. Die Kollegin erhielt dadurch entscheidende Hinweise für die Weiterarbeit mit dem Kind. Ihr wurde bewusst, dass die Wurzel des Problems sehr wahrscheinlich in der Beziehung der Eltern und deren Erwartungen gegenüber ihrem Kind lag.

Anschließend inszenierten wir noch psychodramatisch eine zukünftige Therapiesitzung: die Kollegin in der Rolle des Kindes, eine andere Kollegin in der Rolle der Therapeutin. Auch diese Szene – gefolgt von Feedbacks aus den Rollen und professionellen Sharings der Kolleginnen, half ihr, die Weiterarbeit mit dem Jungen und dessen Familie klarer zu konzipieren.

Am vierten Tag stellte eine der Kolleginnen ihre Gruppenarbeit mit Roma-Aktivistinnen vor. In der eigentlich als Supervisionsgruppe (zur Begleitung eines durch die UN finanzierten Projekts) konzipierten Gruppe hatte sich gezeigt, daß die Aktivistinnen selbst sowohl Entlastung (im Hinblick auf die traumatischen Geschichten der Klientinnen) als auch Selbsterfahrung und psycho-edukative Einheiten benötigen, um nicht in kürzester Zeit auszubrennen oder sekundär traumatisiert zu werden. Die Kollegin hatte in der Gruppenarbeit erfolgreich Methoden aus der Traumatherapie-Fortbildung genutzt. Sie stellte eine der Gruppensitzungen zum Thema ‚Emotionen’ psychodramatisch vor. Die übrigen Kolleginnen übernahmen wiederum Rollen einiger der Roma-Aktivistinnen. Die supervisorische psychodramatische Re-Inszenierung der Gruppensitzung ermöglichte der Kollegin eine differenzierte Reflektion und Evaluation ihrer Arbeit mit der Roma-Gruppe. Die Feedbacks aus den Rolle und anschließend die professionellen Sharings gaben ihr neue Impulse für die Weiterarbeit mit der Gruppe – ließen sie aber auch die Grenzen dessen, was innerhalb des vom Geldgeber gesteckten Rahmens möglich war, erkennen. In der Diskussion mit der Supervisionsgruppe entwickelte sie das Konzept für ein neues Projekt, das den Bedürfnissen der Aktivistinnen besser gerecht werden würde, und beschloß, den Aktivistinnen vorzuschlagen, für dieses Projekt gemeinsam nach einem Geldgeber zu suchen.

Im naechsten Blog folgt der letzte Teil des Berichts.

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G. Mueller (Project Manager), written 11 months ago

G. Mueller

2. Supervisionsseminar Traumatherapie

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

zuerst moechte ich einer/m neuen anonymen SpenderIn danken, der/ die Paybackpunkte fuer die Traumatherapie mit Frauen gespendet hat.

Und dann will ich endlich ueber das Supervisionsseminar 'Traumatherapie' berichten, das bereits Anfang Juni stattgefunden hat. Ich freue mich ueber Ihr Interesse!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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Supervisionsseminar Traumatherapie

Am ersten Tag hatten die Teilnehmerinnen (Kolleginnen aus unterschiedlichen Orten Bosnien-Herzegowinas, die am 2009 abgeschlossenen Fortbildungszyklus 'Traumatherapie mit der Methode Psychodrama' teilgenommen hatten) Gelegenheit zum Austausch über persönliche und berufliche Erlebnisse, die sich in den 12 Monaten seit dem letzten Supervisionsseminar ereignet hatten. Sie berichteten über ihre aktuellen Arbeitsschwerpunkte und über die Anwendung der durch die Fortbildungsreihe gelernten Methode (Traumatherapie / Psychodrama). Es wurde deutlich, dass die Kolleginnen die Methode in vielfaeltigen Arbeitsfeldern und Settings anwenden: In Einzel- und Gruppentherapie mit Frauen, Kindern und Jugendlichen, sowie mit kriegstraumatisierten Veteranen; in psycho-edukativen Gruppen mit SchuelerInnen; in der Praeventionsarbeit bzgl. Gewalt oder Abhaengigkeit; in Fortbildungen mit paraprofessionellen HelferInnen und Ehrenamtlichen; in der psychiatrischen Behandlung; in der Lehre an der Universitaet mit StudentInnen der Psychologie und der Sozialarbeit; in der therapeutischen Arbeit und der psycho-edukativen Gruppenarbeit mit Lagerueberlebenden und deren Kindern, sowie mit anderen schwer traumatisierten Gewaltopfern.

Schliesslich formulierten die Kolleginnen ihren Supervisionsbedarf. Dieser bezog sich auf die folgenden Themen / Situationen:

o           Vorbereitung zweier Seminare mit LehrerInnen und Schul-PädagogInnen und –PsychologInnen zum Thema ‚Gewalt in der Schule’

o         Fall-Supervision: Therapeutische Einzelarbeit mit einem Kind, das unter ‚Tics’ (in Mimik und Gestik) leidet

o           Supervision bzgl. der Gruppenarbeit mit Roma-Aktivistinnen

o           Supervision bzgl. eines Konflikts in einer Therapie-Ausbildungsgruppe mit StudentInnen

o           Interesse, die Arbeit mit Psychodrama-Techniken zu vertiefen

 

Am zweiten Tag hatte eine der Kolleginnen Gelegenheit, mit Unterstützung durch die Gruppe und uns Spervisorinnen ein 4-5-stündiges Seminar zu planen und psychodramatisch auszuprobieren, das sie mit zwei Gruppen (jeweils 25 – 30 Kolleginnen aus unterschiedlichen Schulen) im Rahmen eines von UNICEF geförderten Projekts zum Thema ‚Gewalt in der Schule’ durchführen sollte.

Zunächst stellte die Kollegin die geplante Struktur des Seminars vor. Sie wollte insbesondere mit psychodramatischen und soziodramatischen Techniken arbeiten. Dabei zeigte sich, daß diese bei der Gruppengröße viel mehr Zeit als 4 – 5 Stunden benötigte. In gemeinsamer Diskussion wurde die Planung reduziert auf 1. eine kurze Vorstellungsrunde (Name, Beruf und Schule, aus der die Kollegin kommt); 2. soziometrische Gruppierung auf einer Skala von 0 = „ich hab mich noch nie mit dem Thema ‚Gewalt in der Schule’ beschäftigt“ bis 100 = „ich habe in konkreten Gewaltsituationen interveniert“; 3. eine Partnerübung: Reflektion über eine konkrete Gewaltsituation in der Schule, mit der die Kolleginnen persönlich konfrontiert waren“. (Die Schritte 1. – 3. sollten zur Erwärmung für das Thema dienen.) 4. Erarbeitung einer konkreten Situation durch psychodramatische Inszenierung.

Szene 'Gewalt in der Schule'

Zuerst schlüpften die übrigen Kolleginnen in die Rolle zukünftiger ‚SeminarteilnehmerInnen’ (die Identifikation mit diesen Rollen wurde durch kurze Psychodrama-Interviews verstärkt). Dann übernahm die Kollegin in der Inszenierung ihre Rolle als ‚Leiterin des Seminars’. Die ‚Seminar-Gruppe’ wählte in kurzer Diskussion eine ‚Gewaltsituation’: ein Mädchen wird von mehreren Jungen sexuell belästigt und einigte sich über die notwendigen Rollen für diese Inszenierung. Die Kolleginnen mußten nun eine zusätzliche Aufgabe bewältigen: in ihrer Rolle als ‚Seminarteilnehmerinnen’ übernahmen sie zusätzlich Rollen in der ‚Seminar-Inszenierung’ der ‚Gewaltsituation in der Schule’. Das war nicht einfach, aber es gelang ihnen hervorragend. Die Szene wurde nun in einem ‚Gruppenspiel innerhalb des Seminars’ gespielt. Anschließend wurde sie von den Kolleginnen in den Rollen der ‚Seminarteilnehmerinnen’ evaluiert und schließlich die Erfahrung als ‚Seminarteilnehmerinnen’ ausgewertet: durch Feedbacks aus diesen Rollen.

Anschließend teilten die Kolleginnen und wir als Supervisorinnen noch unsere Erfahrungen mit ähnlichen Seminaren, bzw. der konkreten Arbeit zum Thema Gewalt in der Schule mit. Die Kollegin, die dieses Thema in die Supervision eingebracht hatte, äußerte, daß die Inszenierung und deren sorgfältige Evaluation ihr ganz außerordentlich nützlich gewesen seien. Sie habe nun klare Vorstellungen, wie sie das Seminar trotz der Begrenzung durch Zeit und Gruppengröße lebendig und kreativ gestalten könne. (Zwei Wochen nach der Supervision teilte sie uns mit, daß sie beide Seminare sehr erfolgreich durchgeführt habe und die TeilnehmerInnen beider Gruppen ganz begeistert gewesen seien.)

Fortsetzung folgt im naechsten Blog

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G. Mueller (Project Manager), written 11 months ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Ein herzliches Dankeschoen geht heute an unseren neuen (222.!) Unterstuetzer Markus V. fuer seine Spende fuer die Traumatherapie mit Frauen, die Gewalt erlebt haben. Fuer die Finanzierung der traumatherapeutischen Einzelarbeit mit Frauen sind wir zur Zeit ausschliesslich auf private Spenden angewiesen.

Ihnen allen einen schoenen Tag!

Herzliche Gruesse aus dem sonnigen Gorazde

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written 12 months ago

G. Mueller

5. Seminar der Fortbildungsreihe 'Traumatherapie'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

In den letzten Wochen komme ich nur wenig zum Schreiben von Blogs – zuviele Termine, die Vorbereitungen fuer den therapeutischen Erholungsaufenthalt, Kriseninterventionen und aehnliches... Vor ein paar Tagen nun wollte ich endlich ueber die beiden Seminare zu Traumatherapie schreiben. Als ich den Bericht ueber das Fortbildungsseminar fertig hatte, tippte ich weiss Gott auf welche Taste – und alles war weg. Ich konnte es nicht fassen!

Nun brauchte es wieder eine Weile, bis ich mich dazu motivieren konnte, den Bericht nochmals neu zu schreiben. Aus Zeitgruenden faellt er nun leider etwas kuerzer aus:

Das 5. Seminar der Fortbildungsreihe 'Traumatherapie mit der Methode Psychodrama und imaginativen und kreativen Techniken' fand vom 16. – 20. Mai im SEKA-Haus in Gorazde statt. Die Fortbildungsreihe ist im Selbsterfahrungsteil entsprechend dem Phasenmodell des Trauma-Heilungsprozesses (aehnlich einer Therapiegruppe) aufgebaut. (Bei jedem 5-taegigen Seminar haben die Teilnehmerinnen (Kolleginnen aus Gorazde und umliegenden Orten) an vier Tagen Gelegenheit zur Arbeit an eigenen Themen mit der Methode Psychodrama / imaginativen Techniken. Der letzte 5. Tag ist dann der Theorie, der praktischen Uebung von Techniken sowie der Supervision gewidmet.

Die Themen des letzten Seminars standen weiterhin im Zusammenhang mit der Arbeit an der Stabilisierung (die wichtigste Voraussetzung fuer eine Konfrontation mit traumatischen Ereignissen). Wir arbeiteten an den Themen 'Beziehungen' und 'universelle Beduerfnisse', 'physische und psychische Grenzen', sowie 'Selbstbehauptung'. Daneben nutzten wir, wie stets, psychodramatische Uebungen und Spiele zur Erwaermung und Entspannung.

Das Thema 'Beziehungen' erarbeiteten die Frauen zuerst anhand des Tests 'Soziales Atom' (nach Moreno). Jede hatte Gelegenheit auf einem Formular die Namen der fuer sie emotional wichtigsten Personen einzutragen und entsprechend verschiedener Kriterien (anziehend, ablehnend oder ambivalent; bzw. Naehe – Distanz; Lebensbereich u.a.) einzuschaetzen. Die Ergebnisse des Formulars wurden dann anhand von Symbolen auf ein Schema mit konzentrischen Kreisen eingetragen. Schliesslich reflektierten die Teilnehmerinnen anhand von Fragen ueber ihr Beziehungsnetzwerk und moegliche Veraenderungswuensche.

Jede stellte danach in der Gruppe ihr 'Soziales Atom' vor und formulierte Themen im Zusammenhang mit Veraenderungswuenschen. Eine der Kolleginnen hatte schliesslich Gelegenheit, ihr Thema (einen lange schwelenden Konflikt mit der Verwandtschaft) in einer Psychodrama-Inszenierung auf die Buehne zu bringen. Diese Szene, an der fast die gesamte Gruppe in unterschiedlichen Rollen beteiligt war, ermoeglichte nicht nur der Protagonistin eine neue Sichtweise auf den Konflikt, sondern liess viele der teilnehmenden Frauen bzgl. eigener Themen profitieren.

An den naechsten beiden Tagen arbeiteten wir weiter mit den Themen 'Beduerfnisse' und Grenzen' . Teils durch Uebungen, Kleingruppenarbeit, theoretische Erklaerungen von uns Leiterinnen und gemeinsame Diskussionen erarbeiteten wir insbesondere die Auswirkungen von (geschlechtsspezifischer) Erziehung und gesellschaftlich-kulturelle Praegung auf die Faehigkeit bzw. Schwierigkeit, eigene Beduerfnisse und Grenzen wahrzunehmen und zu vertreten.

In einem lebhaften Gruppenspiel erprobten die Teilnehmerinnen neue Strategien zu Selbstbehauptung, ueber die sie anschliessend reflektierten.

Der Selbsterfahrungsteil wurde schliesslich mit der Selbst-Evaluationsuebung 'Brief an mich selbst' und einer Runde abgeschlossen, in der die Teilnehmerinnen ihren persoenlichen Prozess waehrend der vier Seminartage benennen konnten.

Der fuenfte Tag war dann sowohl der professionellen Prozessanalyse (Ueberlegungen zur Seminarplanung, Uebungen, Techniken, Interventionen, Fragen der Teilnehmerinnen aus professioneller Sicht) gewidmet, als auch der theoretischen Einfuehrung in das Konzept und die diagnostische und therapeutische Technik des 'Sozialen Atoms', sowie der Demonstration der Psychodrama-Techniken 'Rollentausch / Rollenwechsel' und 'Spiegeltechnik'.

In den abschliessenden Rueckmeldungen der Teilnehmerinnen aus professioneller Sicht wurde deutlich, dass sie sich allmaehlich mit den vermittelten Methoden sicherer fuehlten und bereit, diese – soweit moeglich – in ihrer Arbeit mit KlientInnen anzuwenden.

Das naechste Fortbildungsseminar Traumatherapie wird Anfang Oktober stattfinden.

Soviel fuer heute.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 12 months ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

in den letzten Tagen bin ich ueberhaupt nicht zum Schreiben von Blogs gekommen. Daher kann ich mich erst jetzt bei einer unserer treuen Unterstuetzerinnen bedanken, die mit einer grosszuegigen Spende den letzten Bedarf 'Traumatherapie mit Frauen' vollends erfuellt hat. Das ist wundervoll!

Ich habe nun einen neuen Bedarf 'Traumatherapie mit Frauen' eingestellt, da wir zur Zeit fuer die therapeutische Einzelarbeit mit Frauen keinerlei Zuschuesse haben und diese regelmaessigen Angebote (zwischen 40 und 60 Stunden monatlich) alleine durch Privatspenden finanzieren muessen.

Wir freuen uns daher sehr ueber Ihre Unterstuetzung!

Herzlichst

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 12 months ago

G. Mueller

Traumatherapie-Stunden fuer Frauen

Heute moechte ich mich herzlich bei zwei neuen UnterstuetzerInnen (F. Kurtanovic und einE anonymeR SpenderIN), die Paybackpunkte fuer die Traumatherapie mit Frauen gespendet haben, bedanken.

Zur Zeit muessen wir die einzeltherapeutische Arbeit mit Frauen komplett ueber Spenden finanzieren!

Daher freuen wir uns ueber jede Unterstuetzung!

Ihnen allen einen schoenen Tag!

Herzlichst

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written 12 months ago

G. Mueller

Supervisionsseminar Traumatherapie

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

zuerst moechte ich mich noch fuer die erneute Spende unserer langjaehrigen Unterstuetzerin A. Hanke herzlich bedanken, durch die der letzte Bedarf '5 Stunden Traumatherapie fuer Frauen' vollends erfuellt wurde. Ich habe nun einen weiteren Bedarf 'Traumatherapie fuer Frauen eingestellt', da wir die therapeutische Einzelarbeit derzeit komplett ueber Spenden finanzieren muessen.

In dieser Woche leiten Edita Ostojic und ich ein weiteres 5-taegiges Supervisionsseminar fuer dieTeilnehmerinnen der 2009 abgeschlossenen Fortbildungsreihe 'Traumatherapie mit der Methode Psychodrama'. Die Supervisionsseminare - wie auch der laufende 3 1/2-jaehrige Fortbildungszyklus 'Traumatherapie mit der Methode Psychodrama und imaginativen und kreativen Techniken' wird vom Deutschen Komitee des Weltfrauengebetstags finanziert. Herzlichen Dank an die Kolleginnen des WFGT!

Sobald ich Zeit finde, werde ich dann ueber beide Seminare berichten! Nun muss ich los!

Herzliche Gruesse und Ihnen alle eine schoene Woche!

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 12 months ago

G. Mueller

Buch 'Traumatherapie mit der Methode Psychodrama'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

nun ist schon wieder eine ganze Woche vergangen, seit wir das 5 Seminar der Fortbildungsreihe 'Traumatherapie' abgeschlossen haben. Und noch immer bin ich nicht dazugekommen, darueber etwas ausfuehrlicher zu berichten. Diese Woche hatte ich ein extrem volles Programm - taeglich ca 12 Arbeitsstunden - gut dass das Wochenende nun beginnt! 

Neben vielen Therapieterminen, Therapiegruppe und den ueblichen organisatorischen Aufgaben, hatten wir in dieser Woche einen weiteren Klausurtermin mit unserem Team zum Thema 'Arbeitsbereiche / Arbeitsverteilung'. Diesen Termin hatten wir bei der letzten Teamklausur geplant, mit dem Ziel der Entlastung und besseren Arbeitsverteilung einerseits und der Foerderung der Transparenz in den Arbeitsablaeufen andererseits. Nach unserer dreistuendigen Diskussion, fuer die sich jede gut vorbereitet hatte, waren wir alle sehr zufrieden.

Gestern abend fand dann auch die Jahresversammlung der 'Frauenvereinigung 'SEKA Gorazde' statt. In guter Stimmung berichteten wir ueber die Arbeit des Jahres 2010 und ueber die geplanten (und teils schon realisierten) Aktivitaeten fuer 2011; natuerlich war auch das Thema Finanzen ein wichtiger Diskussionspunkt. Das SEKA-Stamm-Team bekam grosses Lob von den Vereinsfrauen, die auf ihr Projekt "sehr stolz sind".

Heute nun ist es mir gelungen, meinen Teil der inhaltlichen Arbeiten an unserem Buch ueber "Traumatherapie mit der Methode Psychodrama" endgueltig abzuschliessen. Ich kann es kaum glauben. Ich habe nun schon begonnen, mit der Graphikerin, die das Endlayout uebernimmt, die Umschlaggestaltung zu besprechen.

Und jetzt eben faengt hier ein heftiges Gewitter an und ich muss schleunigst den PC abschalten. Der Bericht ueber das Seminar folgt also im naechsten Blog!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

G. Mueller

5. Seminar der Fortbildungsreihe 'Traumatherapie'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns ueber die Spende eines / einer  neuen anonymen Unterstuetzers / in, der / die Paybackpunkte fuer die Traumatherapie mit Frauen gespendet hat. Herzlichen Dank! Damit hat sich der noch offene Betrag auf 45 € verringert.

Diese Woche leiten wir (meine Kollegin Edita Ostojic und ich) das 5. Wochenseminar der Fortbildungsreihe 'Traumatherapie' fuer Kolleginnen aus Gorazde und anderen ostbosnischen Orten. Die Kolleginnen arbeiten als Psychologinnen, Sozialarbeiterinnen und (Sonder-)Paedagoginnen in unterschiedlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens bzw. in Schulen. Die Fortbildungsreihe ist gemaess der traumatherapeutischen Gruppenarbeit strukturiert. Alle Teilnehmerinnen sind selbst durch Kriegserlebnisse traumatisiert. Die Fortbildung ermoeglicht ihnen einerseits Entlastung und Verarbeitung eigener Traumata und andererseits berufliche Qualifizierung, um mit traumatisierten KlientInnen zu arbeiten. Im aktuellen Seminar arbeiten wir zu den Themen 'Beziehungen', 'Beduerfnisse und Grenzen', 'Selbstbehauptung', sowie 'Stress' und Coping-Mechanismen / -strategien'. Diese Themen gehoeren zur Arbeit an der Stabilisierung.

Nach Abschluss des Seminars werde ich Ihnen ueber den Verlauf berichten.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

G. Mueller

Buch 'Traumatherapie mit Psychodrama'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

das ist doch einfach grossartig: nach der grossen Spende von FlexStrom, haben wir noch zwei weitere Spenden bekommen: von unserem treuen Unterstuetzer M. Stein und dann noch von einer neuen Unterstuetzerin Marina H. Beiden danken wir sehr herzlich! Damit ist heute auch noch der letzte offene Bedarf Traumatherapie komplett erfuellt worden!

Da wir den groessten Finanzbedarf (und zur Zeit keine Zuschuesse) fuer die einzetherapeutische Arbeit (Traumatherapie) mit Frauen haben, stelle ich nun wieder einen solchen Bedarf ein.

Im Moment sitze ich wieder einmal an den letzten Arbeiten zu unserem Buch "Traumatherapie mit der Methode Psychodrama" (natuerlich auf Bosnisch). Wir wuenschen uns, dass wir es in den naechsten Monaten in den Druck geben koennen. Die Zeit dafuer muss ich mir leider immer mehr oder weniger stehlen. Darueber sind Jahre ins Land gegangen und nebenbei hat sich die urspruengliche  250seitige Publikation seitenmaessig fast verdoppelt - und ist quasi zu einer Art 'Lehrbuch' geworden. Wir sind nun damit wirklich fast zu Ende! Den Druck ermoeglicht uns die Hamburger Stiftung zur Foerderung von Wissenschaft und Kultur, denen wir mit diesem Projekt wirklich eine unglaubliche Geduld abverlangen. Fuer diese Unterstuetzung sind wir sehr dankbar!

Soviel fuer heute!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

G. Mueller

Ein RIESIGES Dankeschoen an FlexStrom!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

gestern hat das alternative Energie-Unternehmen FlexStrom uns mit einer sehr grossen Spende unterstuetzt! Damit wurden vier grosse Bedarfe (therapeutische Arbeit mit Frauen und mit Kindern) komplett erfuellt. Das ist einfach wunderbar! Zur Zeit haben wir nur eine Teil-Foerderung fuer die therapeutische Arbeit mit den Kindern. Den groessten Teil der therapeutischen Angebote im SEKA-Haus muessen wir durch Spenden finanzieren. Die grosszuegige Unterstuetzung von FlexStrom hilft uns daher sehr. Wir danken den Inhabern und dem Team der Firma sehr sehr herzlich!

Ihnen allen einen schoenen Tag!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

G. Mueller

Fortbildungsreihen im Libanon beendet

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

nun bin ich wieder zurueck aus dem Libanon, wo meine Kollegin Edita Ostojic und ich die letzten beiden Fortbildungsseminare mit zwei Teams der palaestinensisch-libanesischen Organisation Najdeh geleitet haben. Mit beiden Gruppen haben wir die jeweils dreijaehrige Fortbildungsreihe nun abgeschlossen. Die beiden Teams (insgesamt 25 Mitarbeiterinnen) arbeiten ueberwiegend mit den Fluechtlingen des Nahr-el-Bared-Fluechtlingscamps, das 2007 von der libanesischen Armee vollkommen zerstoert worden war. Alle Mitarbeiterinnen waren durch diesen Krieg auch selbst von neuem traumatisiert worden. In den drei Jahren hatten sie Gelegenheit, einerseits durch Selbsterfahrung an ihrer eigenen traumabezogenen Stabilisierung zu arbeiten, andererseits sich theoretisches und praktisches Wissen fuer ihre Arbeit mit anderen Betroffenen anzueignen.

Waehrend der letzten beiden Seminare arbeiteten wir an den Themen: Beratungsarbeit auf der Basis der Philosophie und Methode des Psychodramas, traumatherapeutische Stabilisierung in der Arbeit mit Kindern / Arbeit mit Eltern; Praevention bzgl. Burn Out (dieses Thema empfanden die Teilnehmerinnen als besonders wichtig). Der letzte Tag diente der Evaluierung des persoenlichen und professionellen Prozesses, den jede der Teilnehmerinnen in den drei Jahren durchlaufen hatte und dem Abschluss der Gruppenarbeit. Viele der Teilnehmerinnen aeusserten, dass sie sich zu Anfang der Fortbildungsreihe in einer tiefen Krise befunden haetten und eher eine Abwehr gegenueber der Fortbildung empfunden haetten ("Wir haben anderes zu tun, als hier herumzusitzen"). Doch diese Einstellung aenderte sich bereits nach dem ersten Seminar deutlich. Mit jedem Seminar konnten sie sich mehr auf die Gruppe, die Methoden und auf ihren persoenlichen Prozess einlassen. Alle Teilnehmerinnen empfinden ihre Gruppe und die gemeinsame Arbeit als ausserordentlich unterstuetzend. In einer der letzten Einheiten planten sie gemeinsam, wie sie einerseits ihre Erfahrungen und ihr Wissen auch an andere Kolleginnen weitergeben konnten und andererseits, wie sie sich ihre eigenen Gruppe auch in Zukunft als wichtige Ressource sichern koennen. Wir freuen uns sehr ueber die Fruechte, die unsere Arbeit traegt.

Wieder zu Hause - nach einer turbulenten Heimreise - habe ich nun erst Gelegenheit, meine mails zu lesen. Dabei habe ich zu meiner Freude festgestellt, dass sich hier auf betterplace einiges getan hat: Durch die Spenden von A. Stromeyer und Giesela Krabbe konnte ein Bedarf (Traumatherapie mit Frauen) abgeschlossen werden und ein weiterer Bedarf hat sich auf 65 € reduziert. Ich danke beiden UnterstuetzerInnen sehr herzlich fuer ihre Hilfe.

Viele Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

G. Mueller

Fortbildungsseminare im Libanon

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

heute danken wir ganz herzlich unseren Freunden Michael S. und Marina G. fuer ihre erneute Unterstuetzung und ihre guten Wuensche zum '4. Geburtstag' von SEKA Gorazde!

Zur Zeit bereite ich mich auf unsere letzten beiden Fortbildungsseminare mit den beiden palaestinensischen Teams im Libanon for. Am Mittwoch fliegen wir wieder nach Beirut und fahren dann weiter zu unserem Seminarort oestlich von Beirut. Diesmal werden wir die Fortbildungsreihe - nach drei Jahren - abschliessen.

Sicherlich werden wir noch weiter im Kontakt mit den Mitarbeiterinnen dort bleiben. Aber fuer weitere Seminare fehlt mir einfach die Zeit. Ich verliere jedesmal knapp drei Wochen. Zuviel ist im Projekt in Gorazde zu tun.

Ueber den Verlauf der letzten beiden Seminare werde ich auch hier wieder kurz berichten.

Ihnen allen wuensche ich eine gute Woche!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

G. Mueller

4. 'Geburtstag von SEKA Gorazde

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

zuerst einmal herzlichen Dank an eineN neueN anonymeN UnterstuetzerIn fuer ihre/seine Spende fuer den Bedarf 'Traumatherapie mit Frauen'. Damit sind schon 20 % des Bedarfs oder eine Therapiestunde geschafft!

Heute feiert der Verein SEKA Gorazde seinen vierten Geburtstag: Am 19. Maerz 2007 haben wir (18 Frauen) den Verein in Gorazde gegruendet als bosnischen Traegerverein fuer das SEKA-Projekt, das wir dann im Sommer 2007 von der Insel Brac nach Gorazde verlegt haben. Auf der Adria-Insel Brac hatten wir bereits 10 Jahre gearbeitet. Im Fruehling 1996 (vor 15 Jahren) hatten Hamburger Frauen den Verein SEKA Hamburg gegruendet - als Voraussetzung fuer die Gruendung des Projekts SEKA im Jahr 1997 auf der Insel Brac. 11 Jahre lang hat SEKA Hamburg die Finanzierung des Projekts alleine geleistet. Seit 2008 kuemmert sich auch SEKA Gorazde um einen Teil der Projektfinanzierung. Noch immer kommen aber mehr als die Haelfte der Zuschuesse und vor allem Spenden aus Deutschland. Dabei haben seit 2008 auch die Spenden ueber betterplace eine wachsende Bedeutung.

Wir danken allen unseren Unterstuetzerinnen und Unterstuetzern sehr herzlich fuer Ihr Interesse an der Projektarbeit und ihre Spenden fuer das Projekt SEKA.

Ihnen allen ein schoenes Wochenende!

Mit herzlichen Gruessen

fuer das SEKA Team Gorazde und die Hamburger Vereinsfrauen

Gabriele Mueller

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M. Stein written about 1 year ago
Liebes SEKA-Team,

alles Gute und weiterhin viel Energie (und Unterstützung!) für Eure Arbeit für die Menschen in & um Gorazde wünschen Euch


Marina & Michael

G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

G. Mueller

4 Termine Kindertherapiegruppe finanziert!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

heute moechten wir uns gleich bei drei neuen UnterstuetzerInnen bedanken, die anonym Paybackpunkte gespendet und damit den Bedarf '4 Termine Kindertherapiegruppe' vollends ganz erfuellt haben. Das ist wunderbar!

Ich werde nun als neuen Bedarf '5 Stunden Traumatherapie mit Frauen' einstellen, da seit Anfang Februar die Foerderung durch UNDP beendet ist und wir nun diese Angebote wieder ausschliesslich durch Spenden finanzieren muessen. Monatlich leisten wir zwischen 40 und 60 Stunden Einzeltherapie - mit Frauen, die durch Gewalterfahrungen (im Krieg oder auch in der Familie und manchmal beides) traumatisiert sind.

Wir freuen uns ueber Ihre Hilfe!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

G. Mueller

Danke!

Wir bedanken uns fuer die Paybackpunkte-Spende eines/r weiteren anonymen UnterstuetzerIn fuer die Gruppentherapie mit Kindern!

Bzgl. der Atom-Katastrophe in Japan hoffen wir instaendig, dass es heute doch gelingen moege, die Stromversorgung fuer die Kuehlsysteme wieder herzustellen. Es scheint der einzige Ausweg aus dem drohenden Super-GAU.

Wir sind in Gedanken bei den Menschen in Japan!

Ich hoffe sehr, dass aus dieser atomaren Katastrophe die einzig moegliche Schlussfolgerung gezogen wird: Ausstieg aus der Atomenergie weltweit!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

heute geht ein herzliches Dankeschoen an eineN neueN anonymeN UnterstuetzerIn, die / der viele Paybackpunkte fuer die Kindertherapiegruppe gespendet hat! Nun ist noch ein Betrag von 47 € offen fuer vier Termine therapeutische Gruppenarbeit mit Kindern.

Wir freuen uns ueber Ihre Unterstuetzung!

Mit herzlichen Gruessen aus dem sonnigen, endlich fruehlingshaften Gorazde

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

G. Mueller

Befreiung von der Vergangenheit

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns ueber eine neue Paybackpunkte-Spende und danken der/m anonymen SpenderIn herzlich.

Und hier koennen Sie den 6. Teil des Berichts ueber die Traumatherapie mit Sara V. lesen.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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Befreiung von der Vergangenheit

In den nächsten Therapieblocks arbeiteten wir daher an verschiedenen traumatischen Situationen. Wir begannen mit Situationen, die die ‚kleine Sara’ erlebt hatte.

Zuerst schuf sich Sara außerhalb der Bühne einen ‚Sicheren Ort für sich selbst’, falls sie bei der Konfrontation zu starke Gefühle überfluten sollten, sowie einen ‚Sicheren Ort für die ‚Kleine’. Dann wählte sie sich Symbole für die ‚Kleine’, sowie für ‚Vater und Mutter in der Vergangenheit’ und platzierte diese auf der Bühne, die die Vergangenheit darstellte. Wir beide setzten uns an den Rand der Bühne. Ich unterstützte Sara nun, über einzelne traumatische Situationen in der Weise zu sprechen, als ob wir zusammen einen Film über dieses Geschehnis anschauen würden. Dies ermöglichte ihr einerseits konkretes Erinnern auf allen Ebenen (Geschehnisse, Körpersensationen, Emotionen, Gedanken, Verhalten) und andererseits genügend Distanz, um nicht ‚in die Situation zu rutschen’.

Wenn Sara eine Pause bzw. mehr Distanz zu den Erinnerungen benötigte, konnte sie jederzeit unterbrechen, zu ihrem ‚Sicheren Ort’ gehen oder begleitet von mir im anderen Teil des Therapieraums herumgehen. Ich unterstützte sie dann, sich wieder in der Gegenwart zu verankern. Erstaunlicherweise war das jedoch nur selten nötig. Sehr konzentriert arbeiteten wir verschiedene traumatische Erlebnisse der ‚Kleinen’ durch: die Krankenhausaufenthalte, in denen sie keinen Besuch von ihren Eltern bekam; die Misshandlungen durch den Vater, wenn sie wegen ihrer Schmerzen weinte; die Misshandlungen, als der Keil, mit der ihr Mund aufgezwungen werden sollte (weil sie angeblich nur simulierte) zerbrach und andere mehr.

Die detaillierte Konfrontation ermöglichte es Sara – neben einem tiefen Mitgefühl für die ‚kleine Sara’ zum ersten Mal ihre Wut auf ihre Eltern zu spüren.

Auf der Bühne hatte sie die Möglichkeit psychodramatisch als kompetente Erwachsene ‚die Kleine’ aus der Situation zu holen, sie zu schützen, zu trösten und ihr zu erklären, dass sie nicht schuld ist, sondern es ein maßloses Unrecht ist, was ihr geschieht. Dann stellte sie ‚die Eltern der Vergangenheit’ einzeln zur Rede, erklärte ihnen wütend und unter Tränen – aber als heutige Erwachsene, was sie angerichtet hatten, welche Folgen das für Saras Leben hatte und wie sie sich hätten verhalten sollen. Im Anschluss konfrontierte auch ich die Eltern mit ihrem Verhalten und Versagen – bei allem Verständnis für ihre schwierige Lebenssituation; und ich machte ihnen deutlich, dass Sara, trotz der Vernachlässigung, der Misshandlungen und Demütigungen ihren Weg gegangen sei – und dies mit großem Erfolg, der aber allein ihrem Mut und ihrer Hartnäckigkeit zuzuschreiben sei.

Sara bedeutete meine Unterstützung in diesem Moment sehr viel. „Eine große Last ist von mir abgefallen“, sagte sie mir. „Etwas in mir ist ins Lot gekommen. Es war für mich sehr wichtig, meinen Eltern all das zu sagen, was ich nie sagen konnte; aber am wichtigsten war für mich, dass ich damit nicht alleine war und dass Du für mich eingetreten bist.“

Im nächsten Therapieblock arbeiteten wir in ähnlicher Weise an traumatischen Situationen, die der ‚Teenager’ und dann ‚die junge Sara’ erlebt hatten. Im Anschluss an das Durcharbeiten der Situationen konnte Sara jedes Mal, ‚die verletzte Sara’ in Sicherheit bringen, mit ihr reden, sie unterstützen und dann wiederum die ‚Eltern von damals’ konfrontieren. Nach jeder dieser Konfrontationen fühlte sich Sara deutlich entlastet. Sie fürchtete die Erinnerungen nun nicht mehr, sondern konnte um das, was ihr geschehen war, trauern.

In weiteren Therapieeinheiten gaben wir dieser Trauer und dem Mitgefühl für das, was Sara erleben musste, aber auch ihrer Stärke Raum. Dazu gehörte schließlich auch eine nochmalige psychodramatische Auseinandersetzung mit den ‚toten Eltern heute im Jenseits’.

 

„Ich bin stolz auf Dich!“

Als erstes war sie bereit, in die Rolle ihrer ‚Mutter im Jenseits’ zu wechseln. In dieser Rolle erkannte sie, dass ihre Mutter selbst Opfer und zu schwach gewesen war, um ihr gegen den Vater zu helfen. Am Ende sagte Sara als ‚Mutter’ zur ‚heutigen Sara’: „Es tut mir so leid, dass ich Dir nicht helfen konnte und besonders, dass ich selbst so hart zu Dir war. Ich dachte damals, ich müsste Dich abhärten gegen die Gemeinheit der Welt; denn ich wusste, dass Du es mit Deiner Krankheit sehr schwer im Leben haben würdest. Heute sehe ich, wie falsch das war. Bitte verzeih mir. Trotz allem, habe ich Dich immer geliebt!“

Im nächsten Therapieblock war Sara dann bereit, sich mit dem ‚Vater heute im Jenseits’ auseinanderzusetzen. Sie wechselte zwar nicht in die Rolle, aber ‚hörte die Antworten des Vaters’, während ich mit ‚ihm’ sprach. Zuerst blieb dieser weiter ‚hinter seiner Maske’ und versuchte, allen anderen die Schuld zuzuschieben. Doch dann gelang es mir, ‚zu seinem Inneren’ vorzudringen. Nun konnte er zugeben, dass er in seinem Leben seine Hilflosigkeit und seine Ängste stets in Aggression umgewandelt hatte, er konnte nun sehen, wie sehr er seine Tochter verletzt hatte und ausdrücken, dass ihm das leid tue. Am Ende sagte er: „Wenn ich Dich heute sehe, was Du trotz allem erreicht hast, dann bin ich sehr stolz auf Dich!“

Die Worte der ‚Mutter’ und noch mehr die des ‚Vaters’ wirkten auf Sara zutiefst befreiend.

Noch Wochen nach diesem Therapieblock fühlte sie sich leicht und „als ob ich fliegen könnte“. Die Gedanken an die Eltern quälten sie nun nicht mehr. Sie konnte sie loslassen. Die Eltern erschienen ihr auch nicht mehr in ihren Träumen.

Einige Wochen, nachdem Sara das Thema ‚Eltern’ für sich abschließen konnte, tauchte in ihren Träumen ein neues Thema auf: der misshandelnde Bruder. Das Trauma, das dieser ihr zugefügt hatte, war offensichtlich das schwerwiegendste. Erst jetzt fühlt sich Sara bereit, sich diesem Thema zu stellen.

 

Gabriele Müller

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

G. Mueller

'Spuren des Taeters in uns'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

gestern hatten wir einen wunderschoenen aber kalten 8. Maerz. Neben der regelmaessigen Arbeit haben wir Zeit gefunden, den Frauentag im Kolleginnenkreis mit Kaffee und Torte zu begehen. Esma und ich waren dann am Nachmittag von den maennlichen Kollegen des Veteranenprojekts eingeladen, die uns eine kleine Feier bereiteten und uns Blumen ueberreichten. - Das ist hier noch Tradition (aus dem Sozialismus). Der Internationale Frauentag wird begangen wie ein hoher Feiertag. Nach den Feiern wartete dann noch einmal die Arbeit auf mich. Alles in allem war es ein schoener Tag!

Hier kommt nun der 5. Teil des Berichts ueber die Traumatherapie mit einer Klientin. Falls Sie Fragen haben, schreiben Sie uns!

Mit herzlichen Gruessen aus dem strahlend sonnigen aber noch kalten Gorazde

Gabriele Mueller

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Die ‚Saras aus der Vergangenheit’

Zwischen Januar 2007 und Oktober 2010 fanden insgesamt 90 einstündige Telefontermine statt, sowie weitere sieben dreitägige Therapieblöcke im SEKA-Haus – zuerst auf Brač, dann in Goražde. Bis zum Sommer 2008 setzten wir die Arbeit an Saras Stabilisierung fort. Dies schloss die Arbeit an Saras Ressourcen, an ihrer Verankerung in der Gegenwart, sowie an aktuellen Themen und Problemen (Beziehungen zu den Menschen in ihrer Umgebung, Existenzprobleme, Arbeitslosigkeit, Schmerzbehandlung u.ä.) mit ein. Außerdem vermittelte ich Sara weitere Imaginations-Übungen zur Selbstberuhigung.

Durch Techniken und Übungen konnte Sara nach einigen Monaten die intrusiven Symptome gut kontrollieren. Allerdings lösten Alltagssituationen noch oft massive Gefühle in ihr aus, die sich bei genauer Analyse als Transfer-Emotionen aus der Vergangenheit herausstellen.

Wir beschäftigten uns daher einen großen Teil der Zeit mit der Identifizierung dieser Transfer-Emotionen und ihrer Zuordnung zu unterschiedlichen Ego-States und der Arbeit mit diesen Ego-States.

Sara identifizierte neben der ‚Kleinen’ (ca. 5jährigen) den 13 – 15jährigen ‚Teenager’ und die 18-20jährige ‚junge Sara’. Jede von ihnen hatte auf ihre Weise besonders gelitten und hatte gleichzeitig besondere Überlebensstrategien entwickeln müssen, die Sara in ihrem aktuellen Leben weiter anwandte und die sie nun daran hinderten, ein zufriedenes Leben zu leben, bzw. eine positive Beziehung zu sich und anderen aufzubauen.

Die Arbeit mit Symbolen ermöglichte Sara, mit diesen inneren Anteilen in Kontakt zu gehen. Zu Anfang fühlte sie hauptsächlich Ablehnung und gegenüber dem ‚Teenager’ und der ‚jungen Sara’ gar eine heftige Aggression, die mit deren Opferstatus, ihrer Hilflosigkeit zusammenhing.

Erst aus der Rolle der ‚kompetenten und engagierten Lehrerin’ konnte Sara mit Verständnis auf die ‚verletzten Saras aus der Vergangenheit blicken’. Am leichtesten gelang ihr das bei der 5jährigen. Die Annäherung an die ‚Teenager-Sara’ und die ‚junge Sara’ dauerten fast ein Jahr. Dabei arbeiteten wir auch mit unterstützenden Ego-States – so z.B. der ‚Inneren weisen Frau’ oder den ‚Idealen Eltern’, die sich Sara mit meiner Unterstützung schuf. Am wirkungsvollsten war aber immer wieder die Verankerung von Sara in ihrer Rolle als kompetente und mitfühlende Lehrerin, aus der heraus sie die Situationen der Vergangenheit klar einschätzen konnte.

In den Telefonterminen zwischen den Therapieblocks im SEKA-Haus unterstützte ich Sara sowohl in der ‚erwachsenen’ Auseinandersetzung mit aktuellen Problemen als auch darin, Situationen, die ‚die Saras aus der Vergangenheit’ aktivierten, rechtzeitig zu erkennen und sich um die verletzten Ego-States zu kümmern (beruhigen, erklären, dass Sara heute mit der Situation umgehen kann, an den sicheren Ort bringen etc.).

Dies gelang Sara zeitweise gut, dann wieder fiel sie in ihren Selbsthass zurück. Es war offensichtlich, dass in Sara auch mächtige Introjekte lebten.

 

‚Spuren des Täters in uns’

Ich erklärte ihr das Konstrukt ‚Introjekt’ – als einen Anteil in uns, der sich dadurch entwickelt hat, dass wir (insbesondere als Kind) lange Zeit hilflos extremer Gewalt ausgesetzt waren. Um diese Situation seelisch überleben zu können, identifiziert sich ein Teil unserer Psyche mit dem / den Täter/n und übernimmt deren Sichtweise und negatives Wertesystem. Auch nachdem wir später keinen Kontakt mehr zum Täter haben oder dieser gar tot ist, lebt dieser (selbst-)destruktive Anteil wie eine Verkörperung des Täters in uns weiter – als Introjekt.

Sara fand sich in dieser Erklärung vollkommen wieder. Sie half ihr, zu begreifen, warum – trotz all ihrer Bemühungen um einen achtsamen und verständnisvollen Umgang mit sich selbst – immer wieder dieser Selbsthass in ihr durchbrach. Die Vorstellung des Introjekts als Ego-State ermöglichte Sara jedoch, damit zu arbeiten.

Im nächsten Therapieblock im SEKA-Haus identifizierte Sara das Introjekt ihres Vaters („Du bist nichts wert; du bist eine Last, besser du wärst gestorben; du bist unfähig, schlecht, dumm..., du hast kein Glück verdient, musst froh sein, wenn etwas für dich abfällt...“) und ein zweites von ihrer Mutter („Wehr’ dich nicht, sonst wird es nur schlimmer; versuch es, allen recht zu machen; Frauen sind immer Opfer, sie müssen gehorsam sein...“). Aus ihrer Rolle der kompetenten Lehrerin begann sie, sich mit meiner Unterstützung mit den Introjekten und deren Auswirkungen auf ihr heutiges Leben auseinanderzusetzen und deren „Lügen zu entlarven“. Sie entwickelte Strategien, sie sich  – wenn sie in ihrem heutigen Leben auftauchen – bewusst zu machen und (zumindest vorübergehend) auszuschalten („eine ‚Isolierstation’ mit einem Drachen als Wächter“).

In der Folgezeit arbeiteten wir daran, dass Sara die Introjekte so bald wie möglich erkennt und sich distanziert bzw. die ‚verletzten Saras’ unterstützt und beruhigt. Als ihr dies recht gut gelang, fühlte sie sich bereit, sich mit traumatischen Situationen aus der Vergangenheit konkret zu konfrontieren.

Fortsetzung im naechsten Blog

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

G. Mueller

Verständnis für sich selbst...

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

heute freuen wir uns ueber die eine erneute Paybackpunkte-Spende von M. Seufert. Ganz herzlichen Dank!

Und hier kommt die 4. Fortsetzung des Berichts ueber die traumatherapeutische Arbeit mit einer Klientin.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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Neue Schicksalsschläge

Nach einigen Jahren erkrankten allerdings die Eltern schwer. Sara musste – als einzige Tochter – ihren Beruf aufgeben, um ins Elternhaus zurückzukehren und die Eltern zu pflegen. Deren Tod warf sie erneut in eine tiefe Krise. Zuviel Unerledigtes – Unausgesprochenes – zu viele offene Wunden in ihrer Beziehung zu den Eltern waren geblieben.

Dann kam der Krieg. Diese Situation mobilisierte in Sara all ihre erprobten Überlebensmechanismen: Mit Hunger und Todesbedrohung kannte sie sich aus. Die Möglichkeit zu sterben gab ihr sogar ein Gefühl von Freiheit, das ihr erlaubte zu heiraten, ohne ihre Brüder um Erlaubnis zu fragen.

Dann mussten sie und ihr Mann ins Ausland fliehen. Schließlich gelang es ihr dort, eine Stelle in ihrem Beruf zu bekommen und sich eine neue Existenz aufzubauen. Doch nach Kriegsende wollte ihr Mann in sein Heimatdorf zurückkehren und sie folgte ihm dorthin. Wieder musste sie von Null anfangen – in einem Ort der Zerstörung – ohne Möglichkeit, Arbeit zu finden, da sie ‚zur falschen Bevölkerungsgruppe’ gehörte. Ohne ihren Beruf, für dessen Realisierung sie so viel auf sich genommen hatte und der für sie ihre Hauptressource bildete, glitt sie allmählich in eine immer tiefere Krise: Ihr Gefühl der Ohnmacht verband sich mit den traumatischen Erinnerungen aus der Vergangenheit. Sie kämpfte täglich darum, den Tag zu überstehen. Nachts hatte sie Alpträume oder wagte es nicht einzuschlafen. Sie hatte Schmerzen im ganzen Körper und erkrankte schließlich schwer. Auch von ihrer Ehe war sie enttäuscht und fühlte sich insgesamt in ihrem Leben „eingesperrt, ohne Ausweg“.

Dies war die Situation, als sie sich entschloss, mich um Hilfe zu bitten. Die erfolgreiche Operation und unsere Telefonate gaben ihr dann die Hoffnung, dass es vielleicht auch für sie Hilfe geben könnte, obwohl sie (damals) bereits 55 Jahre alt war.

 

Verständnis für sich selbst

All dies erzählte mir Sara in den ersten vier Tagen unserer ersten persönlichen Begegnung. Es war für sie schmerzhaft, über die erfahrene Gewalt, das Leid und die Einsamkeit ihrer Kindheit und Jugend zu sprechen, aber es war für sie auch befreiend. Zum ersten Mal in ihrem Leben vertraute sie all dies einem anderen Menschen an.

Ich hörte ihr mit Anteilnahme zu, verhinderte aber gleichzeitig, dass sie zu tief in die schmerzhaften Erinnerungen eintauchte; holte sie immer wieder in die Gegenwart und half ihr, Distanz zu den aufwühlenden Erlebnissen der Vergangenheit zu gewinnen.

Dabei nutzte ich die Technik der ‚Inneren Beobachterin’ in Verbindung mit dem Blick auf ihre inneren Ressourcen und auf das, was sie in ihrem Leben erreicht hatte.

Sara erkannte, wie sehr die schmerzlichen bzw. traumatischen Ereignisse ihrer Kindheit und Jugend noch ihr heutiges Leben beeinflussten. Sie war fast ständig der Überflutung durch traumatische Erinnerungen, durch Bilder oder damit verbundene Gefühle ausgesetzt. Sie litt unter ständiger Anspannung, Angst und Schuldgefühlen, die sich psychosomatisch in starken Schmerzen am ganzen Körper, Druck und Schmerz auf der Brust manifestierten. Seit Jahren litt sie auch unter starkem Asthma.

Erneut gab ich Sara einige Informationen zum Thema Trauma und Traumasymptome, um ihr zu helfen, sich und ihre Reaktionen besser zu verstehen. Und ich erklärte ihr einige wichtige Aspekte des Heilungsprozesses. In den Erklärungen fand sich Sara wieder. Es erleichterte sie, dass ihre Reaktionen und Symptome einen Sinn hatten, dass sie „nicht verrückt“ war. Und es gab ihr Hoffnung, dass „man daran arbeiten kann“.

Am letzten Tag des ersten Therapieblocks besprachen wir dann aktuelle Probleme mit ihrem Ehemann und bzgl. der Kommunikation mit ihrer Umgebung. Schließlich erarbeitete Sara für sich eine Liste mit Möglichkeiten zu Selbstberuhigung und Selbstunterstützung für Situationen, in denen sie Erinnerungen oder Gefühle überfluten, sie in Panik gerät oder sie irgendein aktuelles Erlebnis destabilisiert. Dabei griffen wir auf Saras bisherige Erfahrungen der Selbsthilfe zurück, schlossen aber auch die neu in der Therapie gelernten Techniken und Übungen mit ein.

Fortsetzung im naechsten Blog

 

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

G. Mueller

Trotz allem - Lebenswille und Widerstand

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

heute koennen Sie die dritte Fortsetzung des Berichts ueber die traumatherapeutische Arbeit mit Klientin Sara V. lesen.

Wir freuen uns ueber Rueckmeldungen oder Fragen.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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Eine Kette von Gewalt

Dann erzählt mir Sara ihre Geschichte. Ihr Leben stellte sich dar als eine Kette massiver physischer und psychischer Gewalt – besonders von seiten des Vaters und eines Bruders, die das Mädchen bis ins Erwachsenenalter brutal misshandelten.

Eine zentrale Rolle spielte dabei ihre Krankheit: Sara erkrankte im Alter von fünf Jahren an einer sehr seltenen Wucherung und Verknöcherung eines Kiefergelenks, was dazu führte, dass sie innerhalb einiger Monate den Mund praktisch nicht mehr öffnen konnte. Nahrung konnte sie nur in flüssiger Form durch einen Strohhalm aufnehmen; zu sprechen war ihr kaum mehr möglich.

Ihre Familie konnte mit ihrer Krankheit nicht umgehen. Sie erlebten die Krankheit des Kindes als ‚Schande’ oder ‚Strafe Gottes’. Im Laufe ihrer Kindheit und Jugend musste sich Sara zahlreichen Operationen unterziehen, die jedoch keinen langfristigen Erfolg hatten.

Anstatt Mitgefühl, Fürsorge und Unterstützung erfuhr Sara nicht nur, dass sie von ihrer Familie mit ihren Schmerzen und ihrer Behinderung allein gelassen wurde, sondern auch noch, dass sie dafür vom Vater und Bruder misshandelt wurde. Die Mutter konnte ihr nicht helfen; sie war selbst der Aggression ihres Mannes ausgesetzt. Von der Dorfbevölkerung und ihren MitschülerInnen wurde das Mädchen verspottet und verletzt.

Die einzigen Personen, die Sara unterstützten, waren der älteste Bruder (der dies heimlich tun musste) und eine Tante, bei der Sara für einige Zeit wohnen durfte.

Die tagtäglichen Verletzungen hinterließen tiefe Spuren in Saras Seele: Sie begann zu glauben, dass sie an allem schuld und ihre Krankheit eine Strafe sei; dass sie daher all die Misshandlungen verdient habe. Sie begann sich und vor allem ihren kranken Körper zu hassen. Dies verstärkte sich noch in der Pubertät, als ihr Bruder begann, sie systematisch mit sexualisierten, obszönen Schimpfworten zu demütigen. Als kleines Mädchen war sie heimliche Zeugin der Vergewaltigung eines Nachbarmädchens durch diesen (viel älteren) Bruder geworden. Diese Erinnerung (die sie erst später als Vergewaltigung begriff) in Verbindung mit den sexualisierten Beschimpfungen des Bruders löste in ihr eine panische Angst vor sexuellen Übergriffen durch den Bruder aus und gleichzeitig Angst und Abwehr gegenüber ihrer eigenen erwachenden Sexualität und ihrem sich entwickelnden weiblichen Körper.

Trotz allem - Lebenswille und Widerstand

Neben all dem existierte in Sara aber auch ein durch nichts zu brechender Wunsch nach Leben, nach Lernen, Wachsen, nach Liebe und Glück. Mit unglaublicher Kraft und Hartnäckigkeit erkämpfte sie – das von allen auch als geistig behindert angesehene Mädchen – sich das Recht, zur Grundschule zu gehen. Nachdem die Lehrerin in der ersten und zweiten Klasse sie ignorierte oder mit Verachtung behandelte, erkannte endlich ihr Lehrer in der 3. und 4. Klasse ihre Intelligenz und begann, sie zu fördern. Obwohl sie wegen der zahlreichen Krankenhausaufenthalte häufig für längere Zeit in der Schule fehlte, bewältigte sie den Stoff und war eine glänzende Schülerin – in der Grundschule und dann auch in der weiterführenden Schule, deren Besuch sie sich mit Unterstützung ihrer Tante erkämpfte.

Das Lernen, die Schule und ihr Ziel, einmal – allen Widerständen zum Trotz – zu studieren, waren in all diesen Jahren ihre Ressourcen und wie ein Bollwerk gegen die Schmerzen, die Verletzungen und Quälereien, die sie täglich erduldete. Doch dieses Ziel rückte wieder in weite Ferne, als Sara, nachdem sie die Schule mit hervorragenden Noten abgeschlossen hatte, bei einem Unfall schwer am Rücken verletzt wurde. Obwohl die Ärzte ihr sagten, dass sie gelähmt bleiben würde und ihre Familie sie zu fremden Leuten in Pflege abschob, schaffte sie es durch unermüdliches Üben, innerhalb von zwei Jahren, wieder Gehen zu lernen.

Danach entschloss sie sich zu drei weiteren schweren Operationen, in denen ihr das verwachsene Kiefergelenk völlig entfernt wurde. Dadurch war es ihr zum ersten Mal nach vielen Jahren wieder möglich, den Mund zu öffnen, wieder relativ normal zu essen und endlich normal zu sprechen.

Dieser Erfolg spornte sie an, sich – gegen den Willen ihres Vaters – an der Universität zum Lehrerstudium einzuschreiben und dieses ohne jede finanzielle Unterstützung und unter schwierigsten Bedingungen dennoch mit hervorragendem Ergebnis abzuschließen.

Endlich war sie selbständig und arbeitet in ihrem ersehnten Beruf.

Fortsetzung im naechsten Blog

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

G. Mueller

'... von den Bildern der Vergangenheit befreien..

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

hier kommt nun der zweite Teil des Berichts ueber die konkrete traumatherapeutische Arbeit mit einer Klientin.

Wir freuen uns ueber Ihr Interesse.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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Sich selbst beruhigen

Wir erarbeiteten nun, in welchen Situationen Sara sich als kompetent erlebte: in der Rolle als Lehrerin, die die Kinder aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen verstehen und außerordentlich motivieren konnte. Da sie schon seit Jahren arbeitslos war und sie sich gerade deswegen oft so wertlos und hilflos fühlte, erklärte ich ihr, dass all die Fähigkeiten und Qualitäten, die sie sich einmal erarbeitet hatte, weiter in ihr leben – also auch ihre Kompetenz und die Fähigkeiten als Lehrerin.

In der Imaginationsübung ‚Mein innerer sicherer Ort“ erinnerte sich Sara an ihr Klassenzimmer als Lehrerin. Sie erlebte diesen Ort – mit ihren SchülerInnen – als sicherst möglichen Ort.

Wir nutzten diese Übung, um ihr zu helfen, ihre eigene Kompetenz und ihre Stärken und Fähigkeiten wieder zu spüren. Dies ermöglichte ihr dann – aus der Position einer kompetenten und verständnisvollen Erwachsenen – sich auch einen ‚sicheren Ort’ für die ‚verängstigte, verletzte fünfjährige Sara’ vorzustellen und ‚die Kleine’ dort in Sicherheit zu bringen. Sara wählte einen Ort „auf einer Lichtung im Wald und eine wilde Katze, die ‚die Kleine’ beschützt“.

Als weitere Möglichkeit, Panikgefühle zu unterbrechen, erklärte ich Sara die Technik der ‚inneren Beobachterin’. Sich vorzustellen, als ob sie von weitem und von oben auf sich selbst und ihre gegenwärtige Situation blicke, half ihr, mehr Distanz und Überblick zu gewinnen und sich selbst und ihre aktuellen Probleme rational zu betrachten. Wichtig ist es dabei, sich ‚mit verständnisvollen Augen’ zu betrachten und nicht mit einer negativen bzw. überkritischen Haltung.

Zur Vorbereitung auf die Operation führten wir schließlich noch die Imaginationsübung ‚Lichtkreis’ durch, die eine stärkende und beruhigende Wirkung hat. Sara wiederholte sie in den Tagen vor der Operation immer wieder und auch direkt vor dem Eingriff und erzählte mir hinterher: „Ich konnte gar nicht glauben, wie ruhig und gelassen ich in diese Operation ging. Die anderen Patientinnen in meinem Zimmer erzählten die fürchterlichsten Geschichten. Früher hätte mich das völlig verrückt gemacht und meine Angst noch gesteigert. Ich wundere mich selbst, aber ich habe einfach abgeschaltet, ihnen nicht zugehört und meine Übung gemacht.“

Die Operation verlief mit Komplikationen und Sara hatte danach große Schmerzen, aber nach einigen Tagen ging es ihr besser. Die Tatsache, dass sie sich so gut auf die Operation vorbereitete hatte und sie schließlich erfolgreich hinter sich gebracht hatte, gab Sara neue Zuversicht.

Therapieziele

Fünf Wochen nach ihrer Genesung und zweieinhalb Monate nach unserem ersten Telefonat reiste Sara Ende November 2006 mit Bus und Fähre ca. 270 km ins SEKA-Haus (damals noch auf der Adria-Insel Brač) für unseren ersten fünftägigen Block Einzeltherapie – unserer ersten persönlichen Begegnung.

Wir arbeiteten täglich 2 – 2 ½ Stunden. Zu Anfang sprachen wir noch einmal über den therapeutischen Prozess und unsere Rollen darin, sowie über die Philosophie des Psychodramas, die von Selbstheilungskräften in jedem Menschen ausgeht. Wir definierten Saras Ziele, die sie durch die Therapie erreichen wollte. Sara formulierte das so:

„Ich möchte lernen, meine Emotionen zu kontrollieren, dass ich nicht mehr ständig in einem Gefühlschaos lebe. Ich möchte mich von den Bildern der Vergangenheit, die mich fast täglich quälen, befreien. Ich möchte meine Schuldgefühle loswerden. – Ich fühle mich an allem und jedem schuld, schuld dass ich überhaupt auf der Welt bin.... Ich möchte meine Wut und mein Bedürfnis, die Menschen in meiner Nähe zu kontrollieren, verlieren. Und ich möchte mich vom Komplex meines Aussehens und meiner Behinderung befreien, möchte mich so annehmen können, wie ich bin. Ich weiß nicht, ob das überhaupt möglich ist...“

Fortsetzung im naechsten Blog

 

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

G. Mueller

Das Leid anerkennen und loslassen

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

im folgenden stelle ich hier wieder einmal einen Bericht ueber die konkrete traumatherapeutische Arbeit mit einer Klientin ein. Heute kommt der erste Teil des Berichts - in den naechsten Tagen dann die Fortsetzung in weiteren Blogs.

Wir freuen uns ueber Ihr Interesse und beantworten auch gerne Ihre Fragen.

Ihnen allen ein schoenes Wochenende!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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Das Leid anerkennen und loslassen

Traumatherapie mit Psychodrama

Der erste Kontakt zu Sara V. (Name geändert) war telefonisch.

Sie wandte sich vor knapp vier Jahren an mich (Gabriele Mueller) in einer tiefen Krise, die unter anderem durch eine bevorstehende notwendige, aber riskante Operation ausgelöst worden war.

Sara lebt in einem Dorf, weit entfernt von jeder Möglichkeit zu psychologischer Hilfe. Die einzige Möglichkeit war vorerst der Telefonkontakt. Ich war mir der Schwierigkeit bewusst, über Telefon mit einer Frau zu arbeiten, die ich noch nie gesehen hatte und die in einer tiefen Krise steckte. Da es aber niemanden in ihrer Nähe gab, an die/den ich sie hätte verweisen können und sie betonte, dass ihr schon der Telefonkontakt viel bedeutete, beschlossen wir, es vorerst telefonisch zu versuchen – mit der Aussicht, dass sie später (nach ihrer Operation) auch zu mehrtägigen Therapieblocks ins SEKA-Haus kommen könnte.

Krisenintervention

Im ersten Telefonat wurde deutlich, das Saras aktuelle Lebenssituation sehr schwierig war (Existenzprobleme, chronische Krankheiten und Schmerzen, Schwierigkeiten in ihrer Ehe). Die Angst vor der nötigen Operation hatte darüber hinaus starke intrusive Symptome (Überflutung mit Bildern, Erinnerungen) ausgelöst, die mit traumatischen Erfahrungen in ihrer Kindheit zusammenhingen. Zum ersten Mal in ihrem Leben hatte sie auch suizidale Gedanken.

Den ersten und die folgenden jeweils einstündigen Telefontermine arbeiteten wir an ihrer Stabilisierung. Ich erklärte ihr kurz, auf welche Weise ich arbeitete (humanistische Psychologie, Psychodrama, imaginative Techniken[1] und warum diese hilfreich sein können). Ich gab ihr einige Informationen zu Trauma, die ihr halfen, den Sinn ihrer Symptome zu verstehen und vermittelte ihr Techniken zur – wenigstens vorübergehenden – Kontrolle der intrusiven Symptome: so z.B. die Technik ‚Tresor’ (um die schrecklichen Bilder ‚wegzupacken’) und die Technik ‚Umschalten’, bzw. das ‚Album schöner Bilder’ (um ihre Gedanken auf angenehme Erinnerungen oder Bilder zu lenken und sich so zu beruhigen). Wir sprachen auch über die realen Gefahren während der Operation und über ihre Möglichkeiten, sich so gut wie möglich darauf vorzubereiten. Nach unserem ersten Gespräch fühlte Sara ein Stück Erleichterung und Zuversicht, „dass ich doch nicht völlig verloren bin“.

Die Technik ‚Umschalten’ gelang Sara bald recht gut – sie konnte zumindest für kurze Zeit an etwas anderes denken und sich etwas entspannen. Mit der Technik ‚Tresor’ kam sie allerdings nicht so gut zurecht. „Wenn ich die schrecklichen Erinnerungen in den Tresor schließe, dann sperre ich ja auch das kleine Mädchen dort ein. Aber das kann ich ihr nicht antun!“

Das Ego-States-Konzept

Dies gab mir Gelegenheit, das Ego-States-Konzept einzuführen. Ich erklärte Sara, dass all unsere Erfahrungen, die schönen wie die unangenehmen noch in uns ‚leben’. „Wir können uns das so vorstellen, als ob all die Personen, die wir im Leben einmal waren, noch irgendwo in uns lebten. Besonders wenn wir sehr schmerzhafte (traumatische) Situationen erlebt haben, die wir nicht wirklich bewältigen konnten, dann ist es, als ob die Person aus dieser Situation noch immer darauf wartet, dass wieder so etwas geschieht. Wenn uns dann irgendetwas an die ursprüngliche Situation erinnert (ein Geräusch, ein Geruch, ein Bild oder auch ein Gefühl), dann ist es als ob die Person aus der Vergangenheit erwacht und an Stelle von uns als heutiger Person reagiert. Ihre Gefühle, die mit der Vergangenheit zusammenhängen, überfluten und überwältigen uns und lassen uns oft panisch reagieren.“

Sara erkannte sich in dieser Beschreibung wieder. Ich erklärte ihr, dass uns diese Vorstellung aber auch die Möglichkeit gibt, damit zu arbeiten. „Je mehr ich mir bewusst mache, dass ich erwachsen und in vielen Situationen meines Lebens kompetent bin, desto besser kann ich dieser Person aus der Vergangenheit helfen und sie beruhigen.“

Fortsetzung im naechsten Blog

[1] Auf der Basis der Psychodynamischen Imaginativen Traumatherapie nach Luise Reddemann

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

G. Mueller

4. Fortbildungs-Seminar Traumatherapie (2. Teil)

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

hier kommt nun der zweite Teil des Berichts ueber das 4. Fortbildungsseminar in Traumatherapie, das wir letzte Woche durchgefuehrt hatten:

Am dritten Tag hatten die Teilnehmerinnen zuerst Gelegenheit, sich fuer das Thema 'Emotionen' mit einer Koerperwahrnehmungsuebung zu 'erwaermen'. Danach erarbeiteten sie mit der Uebung 'Landkarte meiner Emotionen' den Zusammenhang von Koerpergefuehlen und Emotionen. Anhand verschiedener Fragen zu den vier 'Grund-Emotionen' (Angst, Wut, Trauer und Freude) wurden sie sich ihrer Emotionen in spezifischen Situationen sowie ihrer Reaktionsweisen und Copingstrategien bewusst. Wir sammelten die Feedbacks der Teilnehmerinnen zu jeder der Grundemotionen, systematisierten sie auf dem Flip-chart und ergaenzten jeweils theoretische Aspekte. Die genannten Copingmechanismen /-strategien systematisierten wir in dem Schema 'Basic-Ph', das die sechs 'Gruppen' von Copingstrategien erfasst. Die  kognitive Art der Erarbeitung des Themas gab den Frauen Sicherheit, sich behutsam an das Thema 'Emotionen' anzunaehern, und ermoeglichte ihnen neue Erkenntnisse im Zusammenhang mit dem Thema.

Am vierten Tag hatten die Kolleginnen die Moeglichkeit, durch die Imaginations-Uebung 'Haus meiner Emotionen', in Kontakt mit ihren Emotionen zu kommen. Nach der Uebung zeichnete jede ihre Eindruecke waehrend der Uebung. Danach hatten zwei Teilnehmerinnen Gelegenheit, ihr 'Haus der Gefuehle' psychodramatisch auf der Buehne darzustellen und mit meiner therapeutischen Unterstuetzung durchzuarbeiten.

An jede Szene schlossen sich Feedbacks und Sharings der uebrigen Teilnehmerinnen an,  die die Szenen der beiden Protagonistinnen sehr beruehrt hatten. Am Ende des Tages schlossen wir die Selbsterfahrungsarbeit mit der Integration des persoenlichen Prozesses jeder Teilnehmerin ab. Dies geschah mit der Uebung 'Brief an mich selbst' und einer Runde in der die Frauen benannten, welchen persoenlichen Profit sie aus den vier Tagen Gruppenarbeit gezogen hatten. Die Arbeit am Thema 'Emotionen' war fuer alle Teilnehmerinnen sehr bedeutsam gewesen. Als wichtig empfanden sie dabei auch die behutsame Herangehensweise, die ihnen ermoeglicht hatte, sich auch mit schmerzhaften Gefuehlen auseinanderzusetzen.

Den 5. Seminartage nutzten wir zur Besprechung der Protokolle der beiden vergangenen Seminare, sowie zur Analyse des therapeutischen Prozesses des letzten und des aktuellen Seminars. Wir erklaerten Seminarplanung, Veraenderungen und spezifische Interventionen - insbesondere waehrend der psychodramatischen Szenen.

Danach vermittelten wir theoretisch die Phasen der Psychodramaarbeit und die dazu genutzten Uebungen und Techniken. Schliesslich erarbeiteten wir noch gemeinsam mit den Teilnehmerinnen wichtige Aspekte des psychodramatischen Interviews und sein Anwendungsspektrum.

Mit einer Feedback-Runde aus der professionellen Rolle der Teilnehmerinnen beendeten wir das Seminar. In den Rueckmeldungen der Teilnehmerinnen wurde deutlich, dass sie die Psychodrama-Arbeit sehr fasziniert und begeistert, dass sie sich allerdings auch mehr und mehr der Herausforderungen und Komplexitaet dieser Methode bewusst werden.

Soviel fuer heute.

Ich wuensche Ihnen allen eine schoene Woche!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

G. Mueller

4. Fortbildungs-Seminar Traumatherapie beendet

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

gestern haben wir nun das 4. fuenftaegige Fortbildungsseminar in Traumatherapie beendet. Die gesamte Fortbildungsreihe umfasst 9 dieser Seminare plus ein ebenfalls fuenftaegiges Abschlusskolloquium, das dann im Jahr 2013 stattfinden wird.

In den letzten fuenf Tagen hatten die Teilnehmerinnen wie stets die Moeglichkeit durch Selbsterfahrung (Arbeit an eigenen Themen) die traumatherapeutische Arbeit quasi 'am eigenen Leib' kennenzulernen.

Da wir das 3. Seminar im Dezember wegen des Hochwassers leider am Morgen des 4. Tages hatten abbrechen muessen, versuchten wir - soweit moeglich - an die Themen vom letzten Mal anzuknuepfen, um den Teilnehmerinnen die Gelegenheit zu geben, begonnene Prozesse abzuschliessen.

Wie stets hatten die Kolleginnen am ersten Tag Gelegenheit, einen Rueckblick auf die Zeit seit dem letzten Seminar zu tun und sich persoenlicher Veraenderungen und Themen bewusst zu werden.

Um dann eine 'Bruecke zu den (nicht abgeschlossenen) Themen des letzten Seminars zu bauen, erinnerten wir noch einmal an das Ego-States-Konzept und die bisher erarbeiteten Ego-States 'Innere Beobachterin', 'Innerer Antreiber / Kritiker' und 'Innere weise Gestalt', die die Frauen gegen Ende des letzten Seminars erarbeitet hatten. Mit der Imaginationsuebung 'Lichtkreis' - in die wir die 'innere weise Gestalt' integrierten, hatten die Teilnehmerinnen die Moeglichkeit, zum einen eine weitere Uebung zur Selbstunterstuetzung kennenzulernen und sich ausserdem wieder fuer das Thema 'innerer destruktive und unterstuetzende Anteile' zu erwaermen.

Anschliessend stellten sie mit Steinen, Muscheln und aehnlichem als Symbole jeweils Situationen dar, in denen sich ihr 'innerer Antreiber' gemeldet hatte. Eine der Teilnehmerinnen hatte noch am ersten Tag Gelegenheit, mit Unterstuetzung durch die Therapeutin ihre Szene durchzuarbeiten. Dabei konnte sie zusaetzlich einen 'verletzten Ego-State' identifizieren, der in der dargestellten Situation eine wichtige Rolle spielte. Aus der Rolle der 'Inneren Beobachterin' gelang es der Protagonistin, eine angemessene Loesung fuer die Situation zu finden und in einer weiteren Szene symbolisch auszuprobieren. An die intensive Inszenierung schlossen sich Sharings der uebrigen Teilnehmerinnen an, die sich in vielem in der Szene wiedergefunden hatten und ihre Erfahrungen mit der Protagonistin teilten.

Den ersten Tag rundeten wir mit einer Blitzlichtrunde ab, in der die Frauen betonten, dass sie die Macht der psychodramatischen Arbeit erneut fasziniert hatte.

Am zweiten Tag setzten wir die Arbeit mit einer weiteren Szene zum Thema 'Arbeit mit Ego-States' fort. Die Protagonistin erkannte, dass sie auf alltaegliche Situationen haeufig mit den Gefuehlen und Verhaltensweisen ihres 'inneren verletzten Kindes' reagierte und sie dies hinderte, sich selbst zu behaupten und ihre Beduerfnisse und Grenzen zu vertreten. Auch in dieser Szene erkannten sich viele der uebrigen Teilnehmerinnen wieder und teilten ihre Erfahrungen mit der Protagonistin (Sharings). Anschliessend hatten die restlichen Gruppenmitglieder die Moeglichkeit, ihre kleinen Szenen verbal vorzustellen und zusammenzufassen, was sie durch die Arbeit an diesem Thema fuer sich erkannt hatten.

In der letzten Einheit des Tages leiteten wir schliesslich das psychodramatische spontane Gruppenspiel 'Zaubergarten' an. Darin hatten die Frauen Gelegenheit, spontan und kreativ Rollen zu waehlen, die ihrer augenblicklichen Stimmung entsprachen (eigene Beduerfnisse wahrnehmen, Grenzen setzten) und / oder ihnen ermoeglichten, neue Rollen und Verhaltensweisen auszuprobieren, d.h. die Erkenntnisse, die sie durch die vorangegangenen Szenen gewonnen hatten, kreativ in Handeln umzusetzen.

Am Ende des zweiten Tages fuehlten sich die Teilnehmerinnen 'bereichert', 'angeregt', 'zufrieden', bzw. 'nachdenklich'.

Ueber die letzten drei Seminartage werde ich im naechsten Blog berichten.

Ein schoenes Wochenende wuensche ich Ihnen allen!

Herzlichst

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Weitere 5 Stunden Traumatherapie finanziert!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

ein/e neue/r UnterstuetzerIn hat heute den restlichen Betrag fuer 5 Stunden Traumatherapie mit Frauen durch eine Paybackpunkte-Spende erfuellt. Das ist super! Wir danken der/m SpenderIn herzlich!

Ich habe nun als neuen Bedarf wieder 4 Termine der Kindertherapiegruppe eingestellt, da wir - neben der Foerderung durch die spanisch-baskische Organisation SOS-Balkanes bzw. die Stadt San Sebastian - einen Teil der Kosten fuer die therapeutische Arbeit mit den Kindern durch eigene Spendenmittel aufbringen muessen.

Heute fand der 4. Tag des Fortbildungsseminars Traumatherapie statt und wir schlossen den Selbsterfahrungsteil ab. Morgen werden wir den Prozess der Gruppenarbeit aus professioneller Sicht analysieren, theoretische Grundlagen zu den erarbeiteten Themen vermitteln und theoretisch und praktisch Psychodrama-Techniken vermitteln.

Nach Abschluss des gesamten Seminars folgt dann ein ausfuehrlicher Bericht.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Bedarf fast erfuellt!

und noch eine Spende haben wir gestern abend bekommen. Ich kann es wieder nicht so richtig erkennen, ob sie wieder von Christoph H. kommt oder von einer/m anonymen SpenderIn. Auf jeden Fall herzlichen Dank! Nun fehlen nur noch 2 € zur Erfuellung des Bedarfs...

Ihnen allen einen schoenen Tag!

Herzlichst

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

Heute haben wir noch eine Spende bekommen - es scheint mir, erneut von unserem treuen Unterstuetzer H. Christoph. Wir danken ihm ganz herzlich!

Heute war der dritte Tag unseres Fortbildungsseminars. Die Arbeit ist intensiv, die teilnehmenden Kolleginnen sehr interessiert und motiviert. Ueber den Seminarverlauf werde ich nach Abschluss des Seminars ausfuehrlicher berichten.

Nach dem Seminar habe ich heute mit meiner Kollegin Edita Ostojic noch die letzten notwendigen Arbeiten an unserem Buch 'Traumatherapie mit der Methode Psychodrama' besprochen, das wir - wie wir hoffen - innerhalb des naechsten halben Jahres veroeffentlichen werden. Es ist eine Art 'Lehrbuch' zu unserer spezifischen Form von Traumatherapie, die wir auch in unseren Fortbildungen vermitteln.

Soviel fuer heute abend...

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

4. Fortbildungs-Seminar Traumatherapie

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

morgen beginnt das vierte 5-taegige Seminar unserer insgesamt 10-teiligen Fortbildungsreihe zu Traumatherapie - fuer Fach-Kolleginnen aus Gorazde und umliegenden Orten. In den insgesamt 3 1/2 Jahren der Fortbildungsreihe haben die Kolleginnen (Psychologinnen, Paedagoginnen und Sozialarbeiterinnen) Gelegenheit, die Methoden und Techniken der traumatherapeutischen Arbeit auf der Basis von Psychodrama in Kombination mit imaginativen und Kreativen Techniken zu erlernen. Die gesamte Fortbildungsreihe ist nach dem Phasenmodell der traumatherapeutischen Arbeit aufgebaut. Die Teilnehmerinnen lernen die Methoden ueberwiegend durch Selbsterfahrung - in Verbindung mit Theorie und praktischen Uebungen - kennen.

Ueber den Verlauf des Seminars werde ich wieder hier berichten.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Und nochmal herzlichen Dank!

...und noch eine Spende ist gestern eingegangen. Allerdings kann ich nicht erkennen von wem. Auf jeden Fall herzlichen Dank an den oder die SpenderIn! Nun sind noch 40 € offen fuer den Bedarf 5 Stunden Traumatherapie.

Herzliche Gruesse und einen schoenen Tag

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Ein herzliches Dankeschoen!

Und nun freuen wir uns noch sehr ueber die erneute Spende unseres Unterstuetzers Christoph H. und danken ihm herzlich dafuer!

Viele Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Traumatherapie und Fortbildungs-Seminar

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

hier kommt endlich mal wieder ein Blog. Die letzten Wochen sass ich neben der regulaeren Therapie-Arbeit an den ausfuehrlichen Berichten (auf Bosnisch und auf Englisch) fuer unseren Geldgeber UNDP (UN-Entwicklungsorganisation), der fuer sechs Monate einen Teil des SEKA-Programms finanziert hat. Leider sind diese Prozeduren mit Dokumentation und Berichte schreiben fuer UN-Organisationen extrem aufwendig - nicht gerade einfach fuer unser kleines Team.

Ausserdem musste ich nebenbei den Antrag an die Stiftung Sternstunden schreiben - fuer den therapeutischen Erholungsaufenthalt, den wir auch fuer diesen Sommer wieder planen.

Heute steht nun die Vorbereitung unseres naechsten Fortbildungsseminar zu Traumatherapie an, das naechste Woche stattfinden wird. Es ist das 4. der 10-teiligen Fortbildungsreihe, die ueber dreieinhalb Jahre laeuft und vom Weltfrauengebetstag (Deutsches Komitee) finanziert wird.

Daneben laeuft die regulaere Arbeit im SEKA-Haus auf Hochtouren: Wir haben viele neue Klientinnen mit schweren Kriegstraumata, mit denen ich bisher einzeltherapeutisch arbeite. Wir ueberlegen ausserdem eine neue Therapiegruppe zu beginnen, fuer Frauen mit besonders schweren Kriegstraumata, da die Gruppe fuer die Betroffenen in der Regel eine grosse Ressource bedeutet und sie aus der Isolation holt.

Soviel fuer heute!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Intensive Gruppenarbeit mit den Kindern

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

zuerst moechte ich mich sehr herzlich bei unserem treuen Unterstuetzer M. Stein fuer seine erneute Spende bedanken, mit der der Bedarf der 4 Termine Kindergruppentherapie komplett erfuellt wurde.

In der letzten Zeit hatte ich Probleme mit dem PC. Dadurch konnte ich auch keine Blogs schreiben. Jetzt ist das Problem gluecklicherweise geloest.

Die Arbeit im SEKA-Haus laeuft auf Hochtouren. Zur Zeit (fast den ganzen Januar) sind hier Winterferien. Diese Wochen  nutzt Amina, um zusaetzliche Therapie-Gruppentermine fuer die Kinder anzubieten, die diese sehr gerne annehmen. Gestern arbeitete sie mit den aelteren Kindern zum Thema 'Meine Faehigkeiten und Kraftquellen'. Auch das Oekoprojekt mit den Kindern geht nun in die naechste Phase. Die Kinder sind dafuer hochmotiviert - nach dem Erfolg der ersten Phase im Oktober.

Letzte Woche haben wir die Arbeit fuer das Jahr 2011 geplant. Eine der Frauentherapiegruppen werden wir nun in groesseren Abstaenden anbieten, da die Frauen sich gut stabilisiert haben (wir arbeiten mit Ihnen seit dem Sommer 2009). Allerdings ist ihnen die Gruppe noch immer wichtig, so dass wir sie noch nicht ganz beenden werden. Wir planen dafuer mit einer neuen Therapiegruppe zu beginnen - fuer Frauen mit schweren Kriegstraumata, von denen wir viele auch einzeltherapeutisch begleiten.

Demnchst wieder mehr!

Ihnen allen einen schoenen Wintertag!

Herzliche Gruesse aus dem tief verschneiten Gorazde

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Ganz herzlichen Dank an zwei neue anonyme UnterstuetzerInnen, die Paybackpunkte gespendet haben! Die Arbeit im SEKA-Projekt laeuft wieder auf vollen Touren. Ich selbst leite allerdings in dieser Woche ein dreitaegiges therapeutisches Seminar im Veteranenprojekt.

Ihnen allen einen schoenen Tag!

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Weitere 5 Stunden Traumatherapie finanziert!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

mit der Hilfe von zwei neuen UnterstuetzerInnen - Peter Arendt und ein/e anonyme/r SpenderIn, die ihre Paybackpunkte gespendet haben, konnte der restliche Betrag fuer 5 weitere Stunden Traumatherapie erfuellt werden. Dafuer danken wir beiden SpenderInnen herzlich.

Am Montag beginnen wir - nach einer kurzen Weihnachts-Jahreswende-Pause - wieder mit dem regulaeren Programm im SEKA-Haus. Da die Kinder fast den ganzen Januar Ferien haben, werden wir zusaetzliche Gruppentermine mit den Kindern anbieten. Diese hatten sie auch im letzten Jahr sehr gut angenommen. Als neuen Bedarf habe ich daher weitere 4 Termine 'Gruppentherapie mit Kindern' eingestellt.

Zusaetzlich planen wir, auch das Oekoprojekt mit den Kindern weiterzufuehren, da sie nach den Aktivitaeten im Oktober sehr motiviert sind.

Ihnen allen ein schoenes Wochenende!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Nur noch 21 € offen!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns ueber eine weitere Spende - ich kann allerdings nicht erkennen, ob noch einmal von Herrn Nagel oder von einer/m anonymen UnterstuetzerIn. Wir bedanken uns herzlich bei der/dem SpenderIn!

Nun fehlen beim aktuellen Bedarf nur noch 21 €!

Ihnen allen einen schoenen Wintertag! Hier in Gorazde liegt Schnee und ich hoffe, dass auch heute wieder die Sonne scheinen wird.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Fotos von den Weihnachts-Bajramfeiern im SEKA-Haus

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

heute bin ich nun endlich dazugekommen, Fotos von unseren Weihnachts-Bajram-Aktivitaeten einzustellen.

Sie finden einige Fotos vom Packen der Lebensmittel-/Hygiene-Pakete fuer Familien, die unter extrem schwierigen Bedingungen leben (weit unter dem Existenzminimum). Ausserdem habe ich einige Fotos von der Weihnachts-/Bajramfeier der aelteren Kinder eingestellt - und schliesslich noch Fotos von der Feier mit den juengeren Kindern und ihren Muettern.

Aufgrund der starken Schneefaelle vor Weihnachten konnten einige der Kinder und Muetter (aus entfernt liegenden Doerfern) leider nicht zu den Feiern kommen. Wir haben ihnen ihre Geschenkpaeckchen spaeter gebracht.

Ich glaube die Fotos geben einen guten Eindruck von der Atmosphaere wieder. Alle 15 Familienpakete, die Geschenkpakete fuer 41 Kinder und die beiden Weihnachtsfeiern konnten wir finanzieren durch die wundervolle Spende unserer Unterstuetzerin A. Hanke. Wir danken ihr nochmals im Namen der Kinder, Muetter und Familien!

Fuer die Weihnachtszeit habe ich auch das Profil-Foto ersetzt - mit einem Foto von der Weihnachtsfeier.

Viel Freude beim Fotos Anschauen

wuenscht Ihnen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Herzlichen Dank an neue SpenderInnen!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

in den letzten Tagen hat sich hier einiges getan: Wir freuen uns ueber zwei neue Unterstuetzer, M. Kraus und B. Nagel, sowie 3 anonyme SpenderInnen und danken allen sehr herzlich fuer ihre Unterstuetzung. Mit ihrer Hilfe konnte die Finanzierung von 5 Stunden Traumatherapie vollends abgeschlossen werden. Beim neuen Bedarf von 5 weiteren Stunden Traumatherapie hat sich der noch offene Betrag auf nun 61 € verringert.

Wir wuenschen Ihnen allen ein gutes Neues Jahr 2011 und dass es Ihnen Gesundheit, Glueck, Erfolg und uns allen Frieden bringen werde!

Mit herzlichen Gruessen

fuer das SEKA-Team Gorazde

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Noch 35 € fuer Traumatherapie

Und noch ein herzliches Dankeschoen an eineN anonymeN SpenderIn! Damit fehlen nur noch 35 €, um 5 Stunden Traumatherapie zu finanzieren!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Und nochmal herzlichen Dank!

Eben sehe ich, dass wir heute noch einen weiteren Unterstuetzer gewinnen konnten: R. Schulte.

Wir danken ihm ganz herzlich fuer seine Spende fuer die Traumatherapie fuer Frauen. Damit hat sich der aktuelle Bedarf auf 60 € reduziert.

Herzlichst

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Ein grosses Dankeschoen!

Ein ganz grosses Dankeschoen geht heute an unseren treuen Freund M. Stein, der den Bedarf der 4 Gruppentherapie-Termine fuer Kinder vollends komplett erfuellt hat! Das ist wunderbar!

Heute haben wir sehr viel um die Ohren - daher nur ein ganz kurzer Blog....

Schoene Weihnachten Ihnen allen!

Herzlichst

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

'Angst und Wut'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns ueber weitere Unterstuetzung in den letzten 2 Tagen: durch unsere treuen Freunde Giesela Krabbe und Uwe Berger, sowie durch eine/n neue/n anonyme/n UnterstuetzerIn. Wir danken allen dreien herzlich fuer ihre Spenden. Damit ist der eben erst eroeffnete Bedarf der '4 Termine Kindertherapiegruppe' schon auf 65 € 'geschrumpft'!

Und hier kommt nun noch der letzte Teil des Berichts ueber die Arbeit mit Sadeta und ihren Kindern:

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Angst und Wut

Bei den Übungen zum Thema ‚Gefühle’ in der Arbeit mit der Kindergruppe bemerken wir, dass es Selma und Safet schwer fällt, ihre Gefühle wahrzunehmen und zu definieren. Bzgl. ihrer Ängste nennen beide die Angst vor ihren Eltern an erster Stelle – vor der Angst vor Dunkelheit, dem Alleinsein (Selma) und der Angst vor Schlangen (Safet)..

Darüber spreche ich (Amina V.) mit Selma nochmals alleine. Sie erzählt mir, dass ihr Vater jahrelang furchtbare Wutausbrüche hatte und dabei auch sie, ihren Bruder und ihre Mutter geschlagen habe. In der letzten Zeit sei er ruhiger. Aber sie habe noch immer Angst vor ihm. Und nun sei ihre Mutter oft aggressiv. Sie wisse ja, dass ihre Mutter soviel arbeiten müsse, aber sie könne ihr einfach nichts recht machen, am liebsten würde sie manchmal davon laufen. Wir reden dann auch noch über ihr Verhältnis zu Safet, für den sie sich verantwortlich fühlt. Oft fühle sie sich damit überfordert und hilflos, vor allem, wenn er ihr gegenüber aggressiv würde.

Bei der Übung zum Thema ‚Wut’ am nächsten Tag tut es besonders Selma offensichtlich gut (nach anfänglichem Zögern) ihre Wut mit Hilfe der Kissen und Polster auszudrücken.

Beim Thema ‚Vorurteile’ und ‚Ausgrenzung’, das wir gegen Ende des Erholungsaufenthalts in Form von Szenen bearbeiten, beteiligen sich Selma und Safet aufmerksam. Offensichtlich trifft es ihre Alltagserfahrung. Durch die Reaktionen und Kommentare der anderen Kinder fühlen sie sich verstanden und unterstützt.

Veränderungen

Beide Kinder verändern sich im Laufe der zwölf Tage: Safet kann gegen Ende des Erholungsaufenthalts mehr und mehr ausdrücken, wie er sich fühlt. Dabei helfen ihm auch die anderen Kinder, die ihn motivieren und unterstützen und ihn nie wegen seines Stotterns ausgelacht haben. Die Kindergruppe ist – trotz der verschiedenen Altersgruppen zusammengewachsen – und Selma und Safet haben ganz selbstverständlich ihren Platz. Beide Kinder sind sicherer und ein Stück selbstbewusster geworden sowie offener und freier in ihrer Kommunikation mit den anderen Kindern und uns Leiterinnen. Besonders Selma hat Vertrauen zu uns gefasst und begonnen, offener über sich zu reden. Sie hat sich mit einem der anderen Mädchen angefreundet.

Auch die Kommunikation zwischen Sadeta und ihren Kindern ist entspannter und positiver geworden. Als am letzten Tag des Aufenthalts Selma mit meiner (A. V.s) Unterstützung die ca. 200 m bis zur ‚Kette’ (der Abgrenzung des freigegebenen Schwimmbereichs) und zurück schwimmt, ist Mutter Sadeta stolz auf ihre Tochter und kann ihr das auch zeigen. Da strahlen Selmas Augen.

Wir sind uns bewusst, dass Sadeta und ihre Kinder noch weiterhin unsere Unterstützung brauchen werden. Wir freuen uns, dass sie sehr motiviert sind, weiter ins SEKA-Haus zu kommen. Und wir hoffen, dass wir evtl. Sadetas Mann motivieren können, die Angebote des Veteranenklubs anzunehmen, damit sich die Situation der Familie umfassend ändern kann.

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Nun wuenschen wir Ihnen allen schoene geruhsame Weihnachtstage!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller, Amina Vrana, Esma Drkenda, Vera Dacic und Amela Drincic

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Weihnachts-Bayram-Feier im SEKA-Haus

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

eben komme ich von unserer Weihnachts-Bayram-Feier mit den juengeren Kindern und ihren Muettern im SEKA-Haus. Es war eine sehr schoene und lebendige Feier, von der alle begeistert waren. Zuerst haben wir zusammen gespielt und getanzt und dann kam der Weihnachtsmann (Grossvater Frost') - wie er hier genannt wird. Unsere Koordinatorin Esma ist wieder mal sehr erfolgreich in diese Rolle geschluepft. Und Amina hat 'ihm' als 'Weihnachtsfee' assistiert. Die Kinder erzaehlten dem Weihnachtsmann, was sie in diesem Jahr so alles erlebt hatten. Mehrere Kinder sangen Lieder. Und dann gab es natuerlich  die Geschenkpakete mit Suessigkeiten, Obst und je einem Kuscheltier. Kinder und Muetter waren gluecklich. All das hielten wir mit vielen Fotos fest. Die Fotos werden Kinder und Muetter spaeter noch bekommen. Und einige Fotos werden wir natuerlich hier einstellen.

Nochmals ein herzliches Dankeschoen an Astrid H., die uns das alles ermoeglicht hat!

Ausserdem danken wir noch sehr herzlich drei weiteren anonymen SpenderInnen, die den letzten Bedarf (4 Termine Frauentherapiegruppe) erfuellt haben. Das ist wunderbar!

Soviel fuer heute abend. Demnaechst wieder mehr...

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Vertrauen und Sicherheit gewinnen

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

zur Zeit komme ich kaum dazu, Blogs zu schreiben, da wir neben unseren regelmaessigen KlientInnenterminen sehr viel zu tun haben - einerseits mit den Nachwirkungen der Hochwasserkatastrophe (Kriseninterventionen fuer Betroffene), andererseits mit den Einkaeufen der Weihnachtspaeckchen fuer Kinder und beduerftige Familien, den Vorbereitungen der Feiern, dem Verteilen der Pakete usw.

Die erste Weihnachtsfeier mit den groesseren Kindern fand am letzten Dienstag statt und war richtig toll.  Ich werde darueber demnaechst ausfuehrlicher berichten und auch Fotos einstellen. Auch der groesste Teil der Pakete fuer Familien, die unter sehr schweren Bedingungen leben, haben die Kolleginnen verteilt. Bei den Familien war die Freude riesig. Eine Klientin sagte: "Das Schoenste ist, zu spueren, dass andere an dich denken und mit dir fuehlen!"

Am Montag wird die Weihnachts-/Bajramfeier fuer die juengeren Kinder mit ihren Muettern stattfinden. Dazu erwarten wir auch den Weihnachtsmann "Grossvater Frost". All diese Weihnachtsgeschenke und Feiern sind uns moeglich durch die mehr als grosszuegige Direkt-Spende unserer Unterstuetzerin Astrid H. Dafuer danken wir nochmals sehr sehr herzlich!

Ausserdem danken wir zwei weiteren anonymen Paybackpunkte-SpenderInnen, mit deren Hilfe der aktuelle Bedarf fuer die Frauentherapiegruppe bereits etwas geschrumpft ist.

So, und nun kommt eine weitere Fortsetzung unseres Berichts ueber die therapeutische Arbeit mit einer Mutter und ihren Kindern.

Ihnen allen ein schoenes Wochenende!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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3. Fortsetzung:

Die Angst, etwas falsch zu machen

An den folgenden Tagen des therapeutischen Erholungsaufenthalts wird diese Dynamik zwischen den Geschwistern noch deutlicher: Selma fühlt sich sehr verantwortlich für den kleinen Bruder, schützt ihn, versucht ihm zu helfen – auch wenn das oft eigentlich nicht nötig ist. Sie selbst orientiert sich gleichzeitig stark an den anderen Mädchen der Gruppe. Wenn wir in der Gruppe über ein Thema sprechen, wiederholt sie oft etwas, was ein anderes Mädchen bereits gesagt hat. Wenn Safet dann an die Reihe kommt, blickt er hilfesuchend zur Schwester, die ihm dann eine Antwort zuflüstert.

Immer wieder sprechen wir darüber, dass jedes Kind wichtig ist und uns seine Meinung interessiert. Dass es hier überhaupt nicht um ‚richtig oder falsch’ geht, sondern jedes Kind ausdrücken kann, was es denkt, wie es sich fühlt oder was es sich wünscht. Für Selma und Safet ist das sehr schwer; offensichtlich sind sie sich ihrer selbst sehr wenig bewusst und leben ständig in der Angst, etwas falsch zu machen bzw. nur nicht aufzufallen oder anders zu sein.

Bei gemeinsamen Aktivitäten mit den Müttern bemerken wir, dass Sadeta sich gegenüber ihren Kindern meist streng und fordernd verhält. Safet hört allerdings nicht auf die Mutter, bis diese aggressiv wird. Dann reagiert er mit Trotz, Schreien und Heulen, bis er schließlich seinen Kopf doch durchsetzt. Wie Sadeta uns selbst sagt, schlägt sie Safet zu Hause oft, weil sie nicht mehr weiter weiß und nicht den Ärger ihres Mannes auf sich ziehen will. Oder sie überlässt die Verantwortung für Safet Selma. Sie ist sich bewusst, dass weder das eine noch das andere eine gute Lösung ist und erhofft sich von uns Mitarbeiterinnen Hilfe.

 

Vertrauen und Sicherheit gewinnen

Die ausgeprägten Ängste der beiden Kinder machen sich auch am Strand bemerkbar. An den ersten Tagen trauen sie sich nur in unserer Begleitung ins Wasser (Sadeta kann selbst nicht schwimmen). Trotz Schwimmflügeln klammern sie sich an uns. Wir akzeptieren ihre Angst und geben ihnen soviel Halt und Unterstützung, wie sie brauchen, ermutigen sie aber gleichzeitig, sich immer ein wenig mehr zu trauen. Durch diese Situationen am Strand und im Meer entwickeln die Kinder allmählich Vertrauen in uns und ganz allmählich auch in sich selbst. Von Tag zu Tag fühlen sie sich sicherer im Wasser und können uns mehr und mehr loslassen. Safet beginnt, (mit Schwimmflügeln) alleine im flachen Wasser herumzuplantschen und Selma entwickelt den Ehrgeiz, Schwimmen zu lernen.

Die Aktivitäten am Strand fördern den Kontakt der beiden Kinder zu uns Mitarbeiterinnen aber auch zu den anderen Kindern der Gruppe und sie fördern ihr Selbstwertgefühl.

Dies macht sich auch während der Gruppenarbeit bemerkbar. Besonders Selma nimmt aktiver und unbeschwerter an der Gruppenarbeit teil. Sie hört auf, Safet Antworten zu flüstern. Dieser sagt zwar noch immer nicht viel, aber er macht bei den thematischen Übungen mit und spielt besonders bei den freigewählten Aktivitäten mit den anderen Kindern. Er ist weniger abhängig von Selma und auch weniger aggressiv zu ihr. Beide Kinder werden von den anderen akzeptiert. Sie erleben, dass in dieser Gruppe alle gleichberechtigt sind. Die Gruppenregeln, die wir zu Beginn der Gruppe gemeinsam erarbeitet haben, geben ihnen offensichtlich Sicherheit und ermöglichen ihnen, sich mehr zu zeigen.

Fortsetzung im naechsten Blog

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

'Kaempfen wie eine Loewin...'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

zuerst mal ein grosses Dankeschoen: durch eine Spende wurde der noch offene Betrag des Bedarfs 'Traumatherapie mit Frauen' vollends ganz erfuellt. Darueber freuen wir uns sehr und danken der/dem SpenderIn herzlich. (Ich kann es nicht erkennen, wer uns so tatkraeftig unterstuetzt hat - entweder wieder Elisabeth B. oder ein/e anonyme/r SpenderIn?!?) Auf jeden Fall vielen Dank!

Ich habe nun als neuen Bedarf die Gruppentherapie mit traumatisierten Frauen eingestellt. Fuer vier Termine benoetigen wir insgesamt 100 €.

Und hier kommt nun eine weitere Fortsetzung der Geschichte von Sadeta und ihren Kindern.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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Kämpfen wie eine Löwin...

An einem der letzten Tage leiten die Therapeutinnen die Selbstbehauptungs-Übung ‚Kampf um die Socken’ an, die allen Frauen großen Spass macht. Sadeta behauptet sich sehr gut. Es gelingt ihr, ihre Socken zu verteidigen und noch weitere zu erbeuten. Sie erlebt sich während dieser Übung als stark und voller Energie.

In der Evaluation am Ende des Erholungsaufenthalts meint Sadeta: „Ich bin sehr glücklich, dass ich mit meinen Kindern hier teilnehmen konnte. Es waren wunderbare Ferien – und meine Kinder haben zum ersten Mal das Meer gesehen. Dafür bin ich unendlich dankbar. Aber am meisten bedeutet mir, dass ich Gelegenheit hatte, über so Vieles zu sprechen, was ich seit vielen Jahren mit mir herumschleppe. Es war, als ob ich einen schmerzenden Stein in der Brust hätte, der mich erstickt. Jetzt fühle ich mich viel leichter, der ‚Stein’ ist viel kleiner geworden. Durch das, was uns Nurka und Arijana erklärt haben – über Trauma oder Gewalt – habe ich angefangen mich selbst besser zu verstehen und positiver zu sehen – aber auch meine Kinder. Ich habe hier viel gelernt – vieles, was mir nützlich ist für mein Leben. Durch das Spiel mit den Socken habe ich begriffen, dass ich kämpfen kann – kämpfen wie eine Löwin. Darüber bin ich selbst verwundert, aber auch froh. Ich werde weiter ins SEKA-Haus kommen. Es gibt noch Vieles, worüber ich sprechen muss. Ich kann es kaum erwarten, dass wir uns wieder treffen!“

 

„eine Katze, die geliebt wird...“

Als Selma und Safet, die beiden Kinder von Sadeta, zum Vortreffen für den Erholungsaufenthalt ins SEKA-Haus kommen, fällt uns auf, wie still und zurückgezogen sie sind. Von der Mutter wissen wir, dass Safet Sprachprobleme hat – er stottert – und dafür von anderen Kindern häufig ausgelacht wird. Daher ist es für uns verständlich, dass er versucht, das Sprechen zu vermeiden. Aber auch Selma beteiligt sich kaum an dem Gruppengespräch.

Während der ersten Tage in Neum wird deutlich, dass beide Kinder sehr unsicher und voller Ängste sind: Am ersten Tag während des Gruppenspiels ‚Morgen im Dschungel’, in dem die Kinder in die Rolle von Dschungel-Tieren schlüpfen, wählt Selma die Rolle einer ‚schwarzen Katze’, die sie beschreibt „als Katze, die geliebt wird und sich gerne streicheln lässt“. Während des Spiels jedoch, weicht sie Kontakten mit den anderen aus – obwohl einige der Kinder in ihren Tierrollen mit der ‚schwarzen Katze’ gerne spielen möchten. Nur ihren Bruder lässt sie in ihre Nähe.

Safet wechselt seine Rollen während dieses Spiels häufig. Dabei ahmt er andere Jungen aus der Gruppe nach: zuerst ist er ein Affe, dann ein Kater, dann ein Hund und schließlich ein ‚fürchterlicher’ Löwe. Offensichtlich möchte er den anderen Jungen ähnlich sein und von ihnen akzeptiert werden.

Gleichzeitig wird bei ihm ein ziemliches Aggressionspotential deutlich. Während des gesamten Spiels hält er sich in der Nähe seiner großen Schwester.

Fortsetzung folgt...

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

'Wie ein schmerzender Stein in der Brust..'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wie ich bereits angekuendigt hatte, werden wir hier in der naechsten Zeit wieder einige Beispiele fuer die therapeutische Arbeit in SEKA veroeffentlichen. Wir unterteilen die jeweilige Geschichte in mehrere Blogs - damit es nicht zu viel auf einmal wird.

Heute beginnen wir mit einem Beispiel zur parallelen Arbeit mit einer Mutter und ihren beiden Kindern.

Wir freuen uns ueber Ihr Interesse!

Einen schoenen Sonntag wuensche ich Ihnen.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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„Wie ein schmerzender Stein in der Brust...“

Arbeit mit Mutter und Kindern

Sadeta*, Selma und Safet*

Sadeta H. kommt zu uns über eine Freundin, der sie anvertraut hatte, dass sie große Probleme in ihrer Ehe hat. Die Freundin riet ihr, sich an Kuća SEKA zu wenden. Im Erstgespräch zeigt sich, dass Sadeta mit vielerlei Problemen zu kämpfen hat:

Ihr Mann ist schwer kriegstraumatisiert. Wenn er „seine Krisen hat“, wie Sadeta es ausdrückt, wird er sehr aggressiv und beschimpft und misshandelt die Kinder. Wenn Sadeta versucht, diese zu schützen, richtet sich seine Aggression auch gegen sie. Mehrmals hat er auch sie geschlagen. Danach tue es ihm wieder leid.

Die Familie lebt noch immer sehr beengt in einer Sammelunterkunft für Flüchtlinge. Da ihr Ehemann aufgrund seiner Erkrankung arbeitsunfähig ist, muss Sadeta die Familie mit Putzjobs und Feldarbeit bei Bauern durchbringen. Das ist oft bitterschwer. Sadeta ist daher chronisch erschöpft. Ihre beiden Kinder, die 12jährige Selma und den 8jährigen Safet, liebt sie, ist aber gleichzeitig auch sehr streng mit ihnen, um – wie sie sagt – „anständige Menschen aus ihnen zu machen“.

Beide Kinder haben Probleme in der Schule und sind sehr krankheitsanfällig.

Im SEKA-Team beschließen wir, Sadeta anzubieten, mit ihren Kindern am Erholungsaufenthalt in Neum teilzunehmen. Dieses Angebot nimmt Sadeta überglücklich an. Auch der Ehemann stimmt zu.

„Ich spüre, wie stark ich bin...“

In Neum nimmt Sadeta an der Gruppenarbeit sehr aktiv teil. Sie findet rasch Kontakt zu den anderen Frauen und – im Gegensatz zu den meisten anderen Frauen, die zu Anfang sehr zurückhaltend und eher gehemmt sind – hat Sadeta das Bedürfnis, über sich und ihre Probleme offen zu sprechen. Doch sie kann auch gut zuhören. Es erleichtert sie, dass viele der anderen Frauen ähnliche Probleme in der Ehe oder mit den Kindern haben und ebenso um die Existenzsicherung ihrer Familie kämpfen müssen.

Dass es die ersten Tage fast nur regnet, macht Sadeta nichts aus: „Für mich ist es hier wundervoll“, meint sie, „wir werden hier so verwöhnt und alle sind so liebenswürdig... doch am meisten bedeuten mir unsere Gruppenstunden. Ich freue mich jeden Tag darauf. Über alles sprechen zu können und dass die anderen mir zuhören und mich verstehen, das ist ein wunderbares Gefühl!“

Als eine der wichtigsten Übungen empfindet sie die Übung ‚Die Quellen meiner Kraft’, in der die Frauen zuerst mit Steinen oder Muscheln als Symbole auf einem Blatt Papier ihre Kraftquellen oder Ressourcen darstellen. Anschließend haben sie die Möglichkeit, ihre ‚Kraftquellen’ auf der Psychodrama-Bühne darzustellen.

Für Sadeta ist es zuerst nicht einfach, sich ihre inneren Kraftquellen bewusst zu machen, da sie ein eher überkritisches Selbstbild hat. Durch Fragen der Therapeutinnen erarbeitet sie dann jedoch eine ganze Reihe innerer Stärken: „Meine Zähigkeit und Hartnäckigkeit, meine körperliche Kraft, mein Mut, meine Liebe zu meinen Kindern, mein Sinn für Humor“. Unterstützt von Therapeutin Nurka Babović, gestaltet sie mit Hilfe der anderen Frauen, die die jeweiligen Stärken darstellen, das ‚Bild ihrer Stärken und Kraftquellen’ auf der Bühne.

Als sie ihren Platz in diesem Bild einnimmt, berührt sie das zutiefst. Unter Tränen lächelnd sagt sie: „Jetzt spüre ich, wie stark ich bin. Das gibt mir Ruhe und Zuversicht!“

Traumafolgen

Auch die psycho-edukativen Einheiten zu den Themen ‚Trauma’ und ‚Gewalt’ sind Sadeta sehr wichtig. Sie erkennt, welche Traumata aus dem Krieg sie selbst noch in sich trägt, aber auch welche Auswirkungen die Traumatisierung ihres Mannes auf die ganze Familie hat.

Sadeta und ihrem Mann war es gelungen, noch rechtzeitig aus ihrem Dorf zu fliehen, bevor es von den serbischen Paramilitärs eingenommen und verbrannt wurde. Nach mehreren Tagen in den Wäldern erreichten sie endlich Goražde. Ihr Mann schloss sich der bosnischen Armee an, Sadeta arbeitete im Krankenhaus als Hilfschwester. „Ich musste etwas tun, damit ich nicht verrückt werde,“ erklärt sie.

In dieser Zeit erlebte sie – neben dem täglichen Artilleriebeschuss, den Snipern, dem Hunger und Mangel an fast allem Notwendigen – eine Vielzahl traumatischer Situationen im Krankenhaus.

„Es mangelte an allem: wir hatten keine Medikamente, keine Anästhesiemittel, keine Desinfektions- und keine Schmerzmittel – noch nicht einmal ausreichend Verbandsmaterial, doch das Krankenhaus quoll über von (meist schwer) Verwundeten. Das Furchtbarste war die Hilflosigkeit. Du musst dem Leiden und Sterben der Menschen zusehen und kannst ihnen nicht helfen!“

Neben anderen Aufgaben musste Sadeta nach den Operationen auch die amputierten Gliedmaßen begraben. Auch dies war für sie schrecklich. Noch heute träumt sie oft vom Kriegs-Krankenhaus.

Eine andere Erfahrung, die sie schwer belastet hat, war die monatelange Ungewissheit über das Schicksal ihrer Eltern, deren Dorf auf der anderen Seite der Front lag. Erst als die bosnische Armee dieses Gebiet wieder zurückeroberte, konnte sie – gemeinsam mit ihrem Mann – die Eltern in einem eintägigen Fußmarsch erreichen und in Sicherheit bringen.

Auswirkungen auf die Kinder

Die Erklärungen der Therapeutinnen zum Thema Traumafolgen bzw. Symptome helfen Sadeta, ihre eigenen Reaktionen besser zu verstehen – und auch das Verhalten ihres Mannes. Sie wird sich auch ihrer Überlebensstrategien bewusst – u.a. durch die Imaginationsübung ‚Die Mauer’.

„Ich habe erkannt, dass ich zwar unendlich viel arbeite und mich bemühe, aber im Grunde immer etwas Negatives erwarte. Ich merke jetzt, dass dahinter meine Angst steckt, dass wieder etwas Schreckliches geschieht.“

Diese Angst prägt auch Sadetas Umgang mit den Kindern. Sie ist streng und fordernd, glaubt gleichzeitig aber nicht an deren Fähigkeiten. Besonders der 8jährige Safet erweckt oft ihre Wut durch seine Ungeschicklichkeit oder seinen Trotz. Sie sorgt sich um ihn, hat Angst, er könnte versagen. Diese Angst drückt sie jedoch in Aggression aus.

In der Übung ‚Drei Eigenschaften meiner Kinder, auf die ich stolz bin’ hat sie Mühe, bei Safet gute Eigenschaften zu finden. Das macht sie sehr nachdenklich.

* Namen geändert

Fortsetzung folgt

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Weihnachtsvorbereitungen

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

allmaehlich normalisiert sich das Leben in Gorazde wieder. Heute wurde der Ausnahmezustand (der wegen des Hochwassers erklaert worden war) aufgehoben. Allerdings drohen aufgrund der extremen Regenfaelle an verschiedenen Stellen Bergrutsche. Und eben, als ich dies schreibe, wird Gorazde von einem heftigen Orkan mit erneuten sintflutartigen Regenfaellen heimgesucht. Wir mussten heute abend die Frauen- und Kindertherapiegruppen absagen - aufgrund der moeglichen Gefaehrdung der Frauen und Kinder.

Neben all dem aber laufen im SEKA-Haus die Vorbereitungen fuer die Weihnachts- / Bajramfeiern auf Hochturen. Heute wurde erneut eingekauft - diesmal fuer die Pakete fuer 15 Familien die weit unter dem Existenzminimum leben. Die Geschenke fuer die aelteren Kinder haben die Kolleginnen schon besorgt: Die Feier mit den aelteren Kindern wird schon naechsten Dienstag (14.12.) stattfinden, die mit Muettern und kleineren Kindern am Montag, den 20.12.. Parallel werden wir in den naechsten Wochen die Pakete fuer die Familien ueberbringen. Sie enthalten Grundnahrungsmittel, aber auch Kaffee und Schokolade, Obst, sowie Hygiene und Pflegeartikel. Je nach Familiengroesse geben wir zwischen 35 und 50 € aus.

Alle Geschenkpaeckchen fuer die Kinder, die beiden Feiern und die Familien-Pakete koennen wir finanzieren durch die mehr als grosszuegige Spende unserer Unterstuetzerin A. Hanke! Dafuer danken wir ihr nochmal von Herzen. Im letzten Jahr haben wir diese Gelder muehsam durch viele kleinere Spenden ueber betterplace zusammensammeln muessen!

Soviel im Moment...

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller 

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

3. Tag des Seminars 'Traumatherapie'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

am dritten Tag des Fortbildungsseminars setzten wir die Arbeit mit dem Thema 'Ressourcen' fort. In dem psychodramatischen Gruppenspiel 'Markt der Staerken und Faehigkeiten' hatten die Teilnehmerinnen Gelegenheit, auf der Buehne, die einen imaginierten Marktplatz darstellte, ihren 'Stand' aufzubauen, auf dem sie ihre Staerken, Faehigkeiten und inneren Kraftquellen in Form von Symbolen praesentierten. Durch den Besuch der anderen Staende erfuhren sie von den Kraftquellen und Staerken der anderen, was sie entweder zusaetzliche eigene Ressourcen erkennen liess oder  ihnen bewusst  machte, welche Faehigkeiten sie sich gerne erarbeiten wuerden. Es war auch moeglich, von den eigenen Staerken (einen Teil) abzugeben oder zu tauschen. Die Gruppe liess sich sehr auf das Spiel ein.

Nach dem Spiel hatten die Frauen Gelegenheit, anhand von Fragen ueber ihre Erfahrungen waehrend des Spiels zu reflektieren. Ihre Erkenntnisse teilten sie dann in einer Paaruebung jeweils mit einer anderen Teilnehmerin. In der  an schliessenden Evaluation in der Gruppe zeigte sich, dass dieses Gruppenspiel fuer alle Teilnehmerinnen sehr wichtig gewesen war und ihnen viele Erkenntnisse ueber sich ermoeglicht hatte.

In der naechsten Einheit arbeiteten wir weiter am Thema 'innere Ressourcen' und 'innere Hemmnisse'. Zu diesem Zweck gaben wir zuerst eine grundsaetzliche theoretische Einfuehrung zum Thema 'Ego-States- Konzept', das von unterschiedlichen inneren Aspekten unserer Persoenlichkeit ausgeht: einerseits hilfreichen, andererseits verletzten oder beduerftigen (z.B. verletzte innere Kinder, bzw. die Person in der traumatischen Situation o.ae.) und drittens mehr oder weniger destruktiven. Insbesondere in der Arbeit mit traumatisierten Menschen hat sich das Ego-States Konzept als sehr hilfreich erwiesen, weil es ermoeglicht 'das innere Chaos' zu strukturieren und handhabbar zu machen.

Als moegliche hilfreiche Ego-States benannten wir dann die 'Innere Beobachterin' (die wir ja bereits als Technik eingefuehrt hatten) sowie die innere Weisheit, die ebenso ein Potential jedes Menschen ist und die wir in der Gestalt der 'inneren weisen Person' konkretisierten. Als haeufigen hinderlichen inneren Anteil  benannten wir 'den inneren Antreiber, bzw. die innere Kritikerin' (derer sich einige der Frauen bereits an den Vortagen bewusst geworden waren).

In einer kognitiv gehaltenen Imaginationsuebung hatten die Teilnehmerinnen nun die Moeglichkeit, sich zuerst ihren 'inneren Antreiber' bewusst zu machen, ihn zu konkretisieren, zu malen und ihm typische Saetze zuzuordnen. Dann wurde der 'innere Antreiber' vorerst 'in den Tresor eingeschlossen' - die Technik Tresor hatten die Frauen beim letzten Seminar gelernt.

In einer weiteren kognitiven Imaginationsuebung erarbeiteten sich die Kolleginnen dann ihre 'innere weise Gestalt', die sie ebenfalls malten. In der Runde hatten sie Gelegenheit, ueber ihr Erleben der beiden Uebungen zu sprechen. Beide Uebungen sollten als Vorbereitung / Erwaermung fuer die Arbeit auf der psychodramatischen Buehne am naechsten Tag dienen.

In der 'Blitzlicht'-Runde am  Ende dieses Tages waren die Frauen einhellig der Meinung, dass die Uebungen dieses Tages sie sehr bereichert hatten und ihnen - mit dem Ego-States-Konzept und den damit verbundenen Uebungen eine ganz neue Sichtweise auf sich selbst und auf ihre Lebensthemen  eroeffnet hatten. Alle warteten gespannt auf den naechsten Tag, an dem wir mit 'dem inneren Antreiber' und der 'inneren weisen Gestalt' auf der Psychodramabuehne weiterarbeiten wollten.

Leider machte uns dann das Hochwasser einen Strich durch die Rechnung. Aufgrund der des Notstands und der Gefaehrung bestimmter Stadtteile bzw. der Strassen und Bruecken mussten wir das Seminar zum grossen Bedauern aller abbrechen und die beiden noch ausstehenden Tage auf einen anderen Termin verschieben.

Es tat mir sehr leid, dass wir das Seminar genau an dieser Stelle abbrechen mussten, da die Gruppe und jede Teilnehmerin einzeln sich eine sehr gute Grundlage geschaffen hatte und sehr 'erwaermt' war, nun psychodramatisch an diesen Themen weiterzuarbeiten. Aber im Vergleich zu den Schaeden die das Hochwasser angerichtet hat, ist das natuerlich eine ganz geringfuegige Angelegenheit. Gott sei Dank ebbt das Wasser allmaehlich ab und es kann mit den Rettungsarbeiten begonnen werden.

Ihnen allen wuensche ich ein schoenes Wochenende!

Herzlichst

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

3. Seminar 'Traumatherapie'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

nun will ich - wie versprochen - ueber das dritte Fortbildungsseminar zu Traumatherapie berichten.

Den ersten Tag begannen wir mit der Bewegungs-Imaginationsuebung 'Spaziergang durch unterschiedliche Landschaften' zur Erwaermung, die den Teilnehmerinnen sehr gut gefiel. Danach hatten die Kolleginnen Gelegenheit, mit Hilfe von Symbolen ueber die vergangenen Monate zu reflektieren, sowie persoenliche Themen zu formulieren. Dabei wurde deutlich, dass sie die Erfahrungen und Erkenntnisse der bisherigen Seminare erfolgreich in ihrem privaten wie beruflichen Alltag nutzten. Viele der Frauen benannten konkrete Veraenderungen, die sie herbeigefuehrt hatten - insbesondere in der Beziehung zu ihrem Umfeld.

Anschliessend arbeiteten wir - entsprechend dem Phasenkonzept der Traumatherapie - weiter an der Stabilisierung - insbesondere am Thema 'Ressourcen'. Zunaechst fuehrten wir die Technik der 'Inneren Beobachterin' ein - eine weitere Selbsthilfe-Moeglichkeit, um Traumasymptome zu kontrollieren bzw. sich von emotional zu belastenden Situationen oder Problemen voruebergehend zu distanzieren.

Dann hatten die Teilnehmerinnen Gelegenheit, sich mithilfe  der Technik 'Beobachterin' und der kreativen Uebung 'Die unterschiedlichen Bereiche meines Lebens und meine Rollen in ihnen' einen Ueberblick ueber ihr aktuelles Leben zu verschaffen und sich bewusst zu machen, welche Rollen sie als Ressourcen erleben, welche eher als Belastung oder Stress erzeugend bzw. ambivalent - und welche Veraenderungen sie gerne herbeifuehren wuerden. Jede Frau zeichnete ihre Lebensbereiche und schrieb in jeden Bereich ihre dazu gehoerigen Rollen. Dann waehlte sie ein Symbol, um sich selbst in dem Bild darzustellen, und nutzte die Technik 'Innere Beobachterin', um aus dieser Perspektive ueber eine Reihe vorgegebener Fragen zu reflektieren. Schliesslich stellten die Teilnehmerinnen ihre Szenen in der Gruppe vor und hatten Gelegenheit, mit Unterstuetzung der Therapeutinnen an zentralen Themen ihrer 'Bildern' zu arbeiten.

Durch diese Uebung wurden den meisten Frauen wichtige Lebensthemen bewusst - ob durch die eigene Szene oder durch die von anderen. Gleichzeitig wurde deutlich, inwiefern unser heutiges Verhalten, bzw. unsere aktuellen Lebensstrategien gepraegt sind von zentralen noch unbewaeltigten frueheren Erfahrungen oder gar traumatischen Situationen. Die Themen mehrerer Frauen liessen es uns als sinnvoll erscheinen, das Ego-States-Konzept einzufuehren, das die Arbeit z.B. mit beduerftigen inneren Anteilen ermoeglicht - unter Nutzung von inneren Ressourcen. Auch am zweiten Tag setzten wir die intensive Arbeit mit dieser Uebung fort.

Ueber den dritten Tag werde ich Ihnen morgen weiter berichten.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Ausnahmezustand in Gorazde wg. Hochwasser

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

gestern hatten wir in Gorazde den Ausnahmezustand wegen extremen Hochwassers. Der Pegel der Drina hatte seinen hoechsten Stand seit ueber hundert Jahren. Ein Teil des Stadtzentrums steht auch heute noch immer unter Wasser, obwohl der Wasserstand allmaehlich sinkt. Die Haueser nahe der Drina wurden fast alle ueberschwemmt, manche bis zum Dach. Hunderte von Menschen mussten evakuiert werden.

Unsere Kollegin Amina hat Fotos auf Facebook gestellt:

http://www.facebook.com/home.php?#!/photo.php?fbid=1743763833837&set=a.1743547668433.2098826.1230980109&pid=31972616&id=1230980109

und auch dieser link zeigt, was das Hochwasser anrichtete:

http://www.rtvfbih.ba/loc/template.wbsp?wbf_id=37&id=33186

Gestern mussten wir unser Fortbildungsseminar 'Traumatherapie' nach drei Tagen vorzeitig beenden, da einige Teilnehmerinnen gar nicht kommen konnten und die uebrigen so schnell wie moeglich wieder nach Hause wollten - bevor die Strassen und Bruecken gesperrt wuerden, bzw. um sich um Familie und Nachbarn zu kuemmern.

Ueber die ersten drei Tage des Seminars werde ich demnaechst hier berichten. Die beiden restlichen Tage werden wir irgendwann nachholen.

Leider regnet es noch immer wie aus Kuebeln; dennoch sinkt die Drina allmaehlich, da inzwischen die Staudaemme flussaufwaerts geoeffnet sind und das Wasser regelmaessig fliesst. Die groesste Gefahr entsteht hier immer, wenn der Pegel der Drina sehr rasch ansteigt und die Staudaemme nicht rechtzeitig geoeffnet werden. Wenn sie dann jeweils fuer kurze Zeit geoeffnet werden, entstehen Flutwellen, die die flussabwaerts liegenden Orte massiv gefaehrden.

Welche Schaeden durch das Hochwasser entstanden sind, kann noch gar nicht uebersehen werden. Gaerten, Felder, Gewaechshaueser sind zerstoert, Wohnhaeuser voller Dreckwasser, das erst langsam abfliesst. Viele Familien haben ihr gesamtes Brennholz verloren, da sie es im Hof gelagert haben...

Demnaechst werden wir wissen, ob bzw. wie viele unserer KlientInnen betroffen sind.

Soviel im Moment...

Viele Gruesse

Gabriele Mueller

 

 

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Bp_dauerspender
A. Hammoud written over 1 year ago
Ach du liebe Zeit.... ich habe mir grade die Fotos auf Facebook angeschaut und es ist wirklich kaum zu glauben! Die Drina ist nicht wieder zu erkennen. Hoffentlich reißen die Schäden nicht allzuviele Familien ins nächste Unglück....

G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

3. Seminar 'Traumatherapie' und neues SEKA-Magazin

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

heute sitze ich an der Vorbereitung unseres 3. Wochenseminars der Fortbildungsreihe 'Traumatherapie' fuer Fachkolleginnen aus Gorazde und den umliegenden Orten der Republika Srpska. Ab Montag wird das Seminar stattfinden und ich hoffe sehr, dass sich bis dahin das Wetter bessern wird.

Seit einer Woche haben wir katastrophale Regenfaelle, die immer wieder die Strassen unpassierbar machen und zu Erdrutschen fuehren. Wieder einmal (alle Jahre wieder) hat ein Erdrutsch die Wasserrohre unterbrochen, durch die wir hier Wasser aus Cajnice bekommen. Da der Fluss an der Problemstelle auf Rekordhoehe angeschwollen ist, kann das Katastrophen-Team gar nicht an die Stelle herankommen. Daher gibt es nun schon seit drei Tagen kein Wasser. Wenn der Pegel nicht wieder sinkt, kann es Wochen dauern, bis der Schaden repariert ist und wir wieder Wasser bekommen.

Druecken Sie uns mal die Daumen, dass die Reparaturen bald beginnen koennen.

Noch eine gute Nachricht:

Unser neues Magazin ueber die SEKA-Arbeit 'SEKA-Journal' ist gedruckt und kann im Hamburger Buero bestellt werden: 

SEKA Hamburg e.V.

Friedensallee 7

22765 Hamburg

Nach den ersten Rueckmeldungen scheint es uns ganz gut gelungen zu sein.

Demnaechst werde ich einige der Artikel auch wieder - unterteilt in mehrere Blogs - hier einstellen.

Soviel fuer heute...

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Etwas Wunderbares hat sich ereignet!

Liebe Freundinnen und Freunde,

in den letzten Tagen haben wir begonnen, unsere diesjaehrige gemeinsame Weihnachts-Bajramfeier zu planen. Wie auch schon in den letzten Jahren wollen wir die Kinder mit Geschenk-Paeckchen ueberraschen und auch einige Familien, die unter extrem schweren Bedingungen leben, mit Paketen (Lebensmittel, Hygieneartikel etc.) helfen, um auch ihnen das Feiern zu ermoeglichen.

Geschenkpaeckchen planen wir fuer ca 40 Kinder und Pakete fuer ca 15 beduerftige Familien. Diese Bedarfe hatten wir geplant, hier auf betterplace einzustellen und um Ihre Mithilfe bei der Finanzierung zu bitten.

Aber dies ist nun nicht mehr noetig, denn gestern hat sich etwas Wunderbares ereignet: eine unserer Unterstuetzerinnen hatte sich schon selbst Gedanken ueber die SEKA-Weihnachts-Bajramfeier in diesem Jahr gemacht und uns geschrieben, dass sie die gesamte Finanzierung (ca. 1000 €) spenden wird!!! Das hat uns geradezu sprachlos gemacht! Nun koennen wir ohne Probleme und finanzielle Sorgen planen - das ist einfach grossartig. Wir danken A. H. sehr sehr herzlich im Namen der Kinder und der Familien fuer diese tolle Hilfe!

Wir werden dieses Jahr wohl zwei Feiern machen: eine mit den aelteren Kindern und eine andere mit den jungeren Kindern und deren Muettern. Zum einen wird es dann raeumlich nicht so eng und zum anderen koennen wir dann besser auf die Beduerfnisse der jeweiligen Altersgruppe eingehen.

Natuerlich werden Sie hier auch wieder die Fotos sehen koennen!

Der Weihnachtsmann (hier heisst er 'Grossvater Frost') bereitet sich schon auf seine wichtige Aufgabe vor...

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Jahresversammlung des Hamburger Vereins

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

zuerst moechte ich einer/m neuen anonymen SpenderIn danken, die/der den aktuellen Bedarf unterstuetzt hat. Wir freuen uns sehr ueber diese Hilfe! Fuer die 5 Stunden Traumatherapie sind nun noch 66 € offen.

Gestern fand die Jahresversammlung des Vereins SEKA Hamburg statt, fuer die ich neben vielen anderen Anlaessen nach Hamburg gekommen bin, um die Vereinsfrauen ueber die SEKA-Arbeit detailliert zu informieren. In schoener Atmosphaere diskutierten wir angeregt die SEKA-Arbeit dieses Jahres. Die Vereinsfrauen freuten sich auch mit mir ueber die Anerkennung, die ich von der Stadt Gorazde bekommen hatte - mit der Verleihung der Wuerdigung 'Freundin der Stadt Gorazde' im September. Ich erhielt diese Anerkennung fuer mein 'Engagement zur Verbesserung der Gesundheit der Bevoelkerung des Kantons Gorazde'.

Das ist ein toller Erfolg und eine grosse Anerkennung der SEKA-Arbeit - nach (erst) drei Jahren Projekttaetigkeit.

Ihnen allen wuensche ich eine schoene Woche!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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Bp_dauerspender
A. Hammoud written over 1 year ago
Herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung! Das ist wirklich ein richtig großer Erfolg. Schöne Grüße aus dem kalten Berlin, Adina.

G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Ein ganz grosses Dankeschoen!

Liebe Freundinnen und Freunde,

unsere treue Unterstuetzerin Elisabeth B. hat heute mit einer grosszuegigen Spende den gesamten aktuellen Bedarf (4 Termine Kindertherapiegruppe) erfuellt. Das ist einfach grossartig und wir danken ihr dafuer ganz herzlich!

Zur Zeit bin ich noch immer in Hamburg - fuer Supervisionen, Veranstaltungen, Oeffentlichkeitsarbeit und aehnliches... daher nur ein kurzer Blog...

Ihnen allen einen schoenen Sonntag!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Weitere 5 Stunden Traumatherapie erfuellt!

Heute geht ein Dankeschoen an eine/n weitere/n anonyme/n SpenderIn, die/der den aktuellen Bedarf vollends komplett erfuellt hat. Das ist grossartig!

Ihnen allen einen schoenen Tag!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Vielen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

inzwischen bin ich in Deutschland - meine uebliche Herbstreise fuer Veranstaltungen, Oeffentlichkeitsarbeit, Jahresversammlung, Supervisionen und aehnliches. Dadurch ist mein Internetzugang etwas eingeschraenkt.

In den letzten Tagen haben wir offensichtlich noch zwei (anonyme) Spenden bekommen. Darueber freuen wir uns und danken den SpenderInnen herzlich!

Demnaechst mal wieder ausfuehrlicher...

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Die Fotos vom Oekoprojekt und: Vielen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

zuerst moechte ich mich ganz herzlich bedanken bei unserem treuen Freund M. Stein, der uns mit einer kraeftigen Spende unterstuetzt und damit gleich den gesamten Bedarf der fuenf Stunden Traumatherapie erfuellt hat. Das ist einfach wunderbar und hilft uns sehr, da wir, wie schon erwaehnt, ca die Haelfte der Einzeltherapie-Stunden durch Spenden finanzieren muessen (d.h. von den 40 - 60 Stunden, die wir monatlich leisten, werden bis Januar 2011 ca 20 durch einen Zuschuss von UNDP finanziert).

Und dann nochmal zu unserem Oekoprojekt mit den Kindern: Ich habe nun eine Auswahl der Fotos eingestellt und auch mit Texten versehen. Viel Freude beim Gucken!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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Bp_dauerspender
A. Hammoud written over 1 year ago
Ich habe mir gerade die Fotos vom Ökoprojekt angeschaut - klasse! Schade, daß wir nicht dabei sein konnten. Wenn ich mal wieder in Gorazde sein sollte, werde ich Ausschau halten nach Leuten mit den grünen Beuteln. Glückwunsch zu der gelungenen Aktion.

G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Oeko-Strassenaktion mit den Kindern

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

gestern fand nun unsere Strassenaktion 'Nein zu Plastiktueten' im Zentrum von Gorazde statt.

In vier mehrstuendigen Workshops (von Ende September bis Ende Oktober) hatten die Kinder verschiedenste Aspekte bzgl. der Herstellung von Plastik, der Gefaehrlichkeit von Plastikmuell und der Alternativen - insbesondere zum Verbrauch von Plastiktueten erarbeitet. Sie hatten ein Infoblatt entworfen, Plakate gestaltet und ein Sketch und Statements fuer's Fernsehen vorbereitet. Bereits zum dritten Workshop war das Lokalfernsehen eingeladen, filmte den Sketch und die Statements mehrerer Kinder und brachte einen ausfuehrlichen Beitrag in den Abendnachrichten, in dem auch auf die gestrige Strassenaktion hingewiesen wurde.

Gestern nun informierten die Kinder zwei Stunden lang Passant/inn/en ueber die Gefaehrlichkeit von Plastikmuell, insbesondere der Millionen Plastiktueten, die alljaehrlich in Bosnien-Herzegowina von praktisch allen Laeden kostenlos ausgegeben werden und die dann hinterher auf Strassen und Plaetzen, in Parks, im Fluss Drina oder gar in Bueschen und Baeumen als 'Fliegende Tueten' zu beobachten sind. Oft werden sie auch von den Leuten einfach verbrannt und verpesten die Luft, die wir dann alle einatmen.

Zusaetzlich zu den Infoblaettern hatten sich die Kinder ein kleines Quiz zum Thema 'Plastik und Plastiktueten' ausgedacht, bei dem die Passanten teilnehmen konnten. Bei mehreren richtigen Antworten konnten sie dann eine der begehrten gruenen Leinentaschen gewinnen, die wir von unserer Partnerorganisation 'Mit-Ost' (betterplace-Projekt 3831) aus Berlin bekommen hatten (ueberbracht von unseren Berliner Freundinnen Adina und Giesela).

Die Taschen waren sehr begehrt und viele Menschen nahmen am Quiz teil - die meisten erhielten eine Tasche, da wir schon mal ein Auge zudrueckten. Auch Vertreter der Verbraucherorganisation, der Stadtverwaltung Gorazde, anderer NGOs in Gorazde und gar ein Vertreter aus der Umweltbehoerde besuchten unseren Stand und stellten sich den Fragen der Kinder.

Auch das Gorazder Fernsehen war wieder da, filmte die Aktion und erneut einige Beitraege der Kinder. Zwei Maedchen hatten sogar Gedichte zum Thema Umweltschutz verfasst. Der Fernsehbeitrag wurde erneut in den Abendnachrichten gesendet.

Obwohl es ziemlich kalt war, machte den Kindern die Aktion riesigen Spass und sie war ein echter Erfolg. Und die Kinder sind nun sehr motiviert,  an diesem  Thema dranzubleiben - bis sich wirklich etwas aendert.

Wir Mitarbeiterinnen sind begeistert und sehr stolz auf 'unsere Kinder'.

Demnaechst werden wir ein paar Fotos hier einstellen. Ausserdem versuchen wir, die Fernsehbeitraege auch auf You Tube zu platzieren. Und natuerlich werden Sie ebenfalls Fotos von der SEKA-Aktion beim Projekt von Mit-Ost auf betterplace betrachten koennen.

Ihnen allen einen schoenen Sonntag!

Bis demnaechst.

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Weitere 5 Stunden Traumatherapie finanziert!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

heute geht ein herzliches Dankeschoen an unseren neuen Unterstuetzer M. Staebler, der mit seiner Spende den aktuellen Bedarf vollends erfuellt hat!. Das ist grossartig!

Ich stelle nun noch einmal einen Bedarf von 5 Stunden ein, da wir etwa die Haelfte der monatlich geleisteten Therapiestunden durch Spenden finanzieren muessen.

Am Samstag findet uebrigens nun die Abschlussaktion des Oekoprojekts mit den Kindern im Stadtzentrum statt. Die Kinder koennen es kaum erwarten und ich bin auch schon sehr gespannt und werde Ihnen berichten. Druecken Sie uns die Daumen, dass wir gutes Wetter haben!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Oekoprojekt mit Kindern - Fernsehbeitrag

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns heute ueber eine weitere Spende fuer die Traumatherapie mit Frauen und danken einer/m anonymen betterplace-SpenderIn dafuer.

Gestern fand uebrigens der dritte Workshop des Oekoprojekts mit den Kindern statt. Diesmal waren 16 Kinder - zwei mehr als bisher gekommen. Die Kinder bereiteten ihre kurzen Statements fuer das Fernsehen vor, die sie dann - als das Fernsehteam kam -  in die Kamera sprachen. In den Lokal-Nachrichten kam darueber ein ca. dreiminuetiger Beitrag, eingeleitet von einem kurzen Sketch der Kinder,  in dem  sie ausserdem  auf die Aktion im Gorazder Zentrum am kommenden Samstag hinwiesen. Ich war total begeistert von den Kindern. Einfach toll, wie sie ihre Informationen ueber die Schaedlichkeit von Plastikmuell und die Alternativen zu Plastiktueten und -Flaschen praesentierten.

Ich bin sehr gespannt auf die Aktion am naechsten Samstag. Da werde ich natuerlich auch den Stand besuchen und am 'Quiz fuer PassantInnen' teilnehmen.

Soviel fuer heute!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Zwei neue Unterstuetzer!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns heute ueber zwei neue UnterstuetzerInnen: Baba V und eineN anonymeN SpenderIn ueber Payback!

Herzlichen Dank an beide! Damit sind wir einen grossen Schritt weiter: es sind nun noch 39 € offen fuer die 5 Stunden Traumatherapie mit Frauen.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

4 Termine Frauentherapiegruppe finanziert!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns ueber eine neue Unterstuetzerin, D. Rueckert, die mit ihrer Spende heute den Bedarf '4 Termine Frauentherapiegruppe' vollends erfuellt hat. Das ist super! Wir danken ihr herzlich dafuer!

Ich stelle nun wieder einen Bedarf '5 Stunden Traumatherapie mit Frauen' ein, da wir monatlich zwischen 40 und 60 Stunden Einzeltherapie mit traumatisierten Frauen leisten, von denen ca 20 Stunden monatlich durch einen Zuschuss der UN-Entwicklungsorganisation UNDP finanziert werden. Die restlichen Stunden muessen wir durch Spenden finanzieren.

Wir freuen uns ueber Ihre Mithilfe.

Ihnen allen ein schoenes Wochenende!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Was hat Oekologie mit Trauma zu tun?

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

zur Zeit laeuft unser 2. Oekoprojekt (3 vierstuendige Workshops und eine Abschlussaktion) mit den Kindern. Diesmal geht es um Plastikmuell - insbesondere die unsaeglichen Plastiktueten, die man hier bei jedem Einkauf mehrfach bekommt und die dann hinterher leider ueberall herumliegen, in der Drina schwimmen und vom Wind bis hoch in die Baeume getragen werden.

Warum aber kuemmern wir uns als Friedens- und Therapieprojekt neben der therapeutischen Arbeit auch um die Foerderung eines oekologischen Bewusstseins bei Kindern (und Erwachsenen)?

Was hat  ein solcher Workshop mit Kriegstrauma bzw. Friedensarbeit zu tun? Das will ich Ihnen im Folgenden noch einmal erklaeren:

Nach dem Krieg war Bosnien-Herzegowina nicht nur ein zerstoertes Land - sondern auch eine riesige Muellhalde. In den voellig zerstoerten Doerfern und teils auch in den Staedten, watete man im Muell. Die Kinder spielten in Ruinen und im Muell, sammelten ihr Spielzeug von den Truemmergrundstuecken und wilden Muellhalden... Die Ufer der wunderschoenen smaragdgruenen bosnischen Fluesse saeumten meterhohe Muellhalden, im Fluss schwamm mehr Muell als Fische; denn waehrend des Krieges und auch in der ersten Zeit danach gab es keine Moeglichkeiten der Muellentsorgung. Als sich das Leben im Nachkriegsbosnien allmaehlich wieder zu normalisieren begann, blieb noch lange Zeit die Entsorgung des Muells ein Riesenproblem - wohin mit dem Schutt und Muell der zerstoerten Doerfer und Staedte, wohin mit dem Alltagsmuell?

Ich erinnere mich noch, wie oft waehrend und nach dem Krieg der Muell einfach angezuendet wurde, weil die Menschen sich keinen anderen Rat wussten, wie sie den Muell loswerden sollten.

Heute hat sich die Situation zwar verbessert - es gibt laengst wieder eine Muellabfuhr - allerdings mit zu wenig Fahrzeugen, zu wenig Kapazitaet, mit staendigem Streit um die Deponien, die in einem katastrophalen Zustand sind und eine Gefahr fuer die  Bevoelkerung darstellen. 

Aber es gibt ein zusaetzliches Problem: Die Menschen haben sich einerseits an den Anblick von Muell gewoehnt. Andererseits ist der Muell auch ein Ausdruck der massiven gesellschaftlichen Depression: Die Menschen kaempfen seit nun15 Jahren mit den psychischen, sozialen und oekonomischen Folgen des Krieges. Trotz der vielen Jahre hat sich die Situation der normalen Bevoelkerung nicht verbessert. Im Gegenteil: die Menschen sind mehr und mehr verzweifelt, weil sie keine Veraenderung sehen. Der Muell ist somit auch ein Ausdruck der Resignation, Mutlosigkeit und der Gleichgueltigkeit vieler Menschen, die am oder auch unter dem Existenzminimum leben und taeglich aufgrund ihrer Traumatisierung ums psychische Ueberleben kaempfen. Wen es unendliche Kraft kostet, um nur jeden Tag einigermassen zu ueberstehen und seine Familie zu ernaehren, dem erscheinen oekologische Gesichtspunkte oft als nebensaechlich, oder es gibt dafuer einfach keine Kraft. So verstaendlich das einerseits ist, so gravierend sind doch die Folgen: Die Menschen zerstoeren ihre groesste Ressource - die Natur.

Die Kinder wachsen in dieser Umgebung auf - noch immer gibt es in Gorazde Kriegsruinen, ueberall liegt der Muell - selbst auf Kinderspielplaetzen, an den Ufern der Drina (des Flusses, der durch Gorazde fliesst) , in den Hoefen, an den Strassen - die Kinder sind ihn gewohnt und laengst gleichgueltig geworden - wie sollte es auch anders sein. Es ist "normal", das das Wasser aus der Wasserleitung (das Wasser der Drina) nicht getrunken wird, da auch die Kanalisation in die Drina fliesst. Noch immer verbrennen die Leute ihre Gartenabfaelle und oft noch Muell dazu - samstags ist es oft unmoeglich, sich im Freien aufzuhalten, da die Luft von all dem stinkenden giftigen Rauch verpestet wird..... ich koennte noch weiter zahllose Beispiele aufzaehlen...

Aus diesen Gruenden erscheint es uns dringend notwendig, mit den Kindern ausdruecklich auch am Thema "Oekologie = Frieden mit der Natur" zu arbeiten und ganz konkret ihr Bewusstsein zu foerdern. Wir wollen ausserdem, dass uns das lokale Fernsehen bei der Abschluss-Aktion begleitet, um neben den Kindern auch die Erwachsenen und eine breitere Oeffentlichkeit anzusprechen.

Soviel fuer heute!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

P.S.: Allerdings verwenden wir Spenden fuer die therapeutische Arbeit auch ausschliesslich fuer diesen Zweck - das Oekoprojekt wird durch andere Spenden finanziert.

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Bp_dauerspender
G. Mueller (Project Manager) written over 1 year ago
Liebe Adina,

danke fuer Deinen unterstuetzenden Kommentar! Ich bion richtig begeistert, wie das Oekoprojekt laeuft - die Kinder sind total aktiv! Zum Abschluss planen wir eine Aktion im Zentrum von Gorazde, mit einem Quiz, das die Kinder mit Erwachsenen machen werden. Als Gewinne gibt es die gruenen Stofftaschen.
Dir liebe Gruesse
Gabriele

Bp_dauerspender
A. Hammoud written over 1 year ago
Oh ja, ich erinnere mich an die Feuerchen in Gorazde und an den beißenden Rauch! Das kenne ich auch noch aus Libanon in den Jahren kurz nach dem Ende des dortigen Bürgerkriegs. Ich denke, daß Eure ganzheitliche Sicht auf die Dinge die einzige Möglichkeit ist, vielleicht mittelfristig auch das Müllproblem (und die damit verbundenen Umwelt- und Gesundheitsprobleme so ins Bewußtsein zu rücken, daß ihre Lösung als Teil der Gesamproblematik "Kriegsfolgen" verstanden wird. Weiterhin viel Erfolg dabei wünscht Euch Adina.

G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Nur noch 17 €!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns ueber zwei weitere Spenden - von P. Paul und G. Krabbe - und danken beiden sehr herzlich dafuer!

Nun sind nur noch 17 € fuer 4 Termine Frauentherapiegruppe offen.

Ihnen allen eine schoene Woche!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns ueber zwei weitere anonyme Paybackpunkte-Spenden fuer die Gruppentherapie mit Frauen und danken den SpenderInnen herzlich! Nun ist nur noch ein Betrag von 32 € offen.

Zur Zeit sitze ich an den Arbeiten zu unserem jaehrlich erscheinenden Magazin ueber die SEKA-Arbeit: SEKA-Journal. Die Zeit rast und die Erstellung des 'Journals' muss neben der Projektarbeit erledigt werden.

Die Artikel werden wir dann in verschiedenen Blogs auch wieder hier einstellen.

Ihnen allen ein schoenes Wochenende.

Herlichst

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Seminare im Libanon und viele neue Spenden

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

nun bin ich wieder zurueck von meiner Libanonreise. Die beiden jeweils 5-taegigen Seminare mit den beiden palaestinensischen Teams waren sehr intensiv und gut. Unser Hauptthema war 'Mediation im Konflikt zwischen zwei Gruppen'. Wir arbeiteten mit Soziodrama und auf der Basis des Harvarder Modells fuer Mediation. Jedes Team erarbeitete selbst eine typische Konfliktsituation und spielte sie dann. Beide Gruppen waehlten einen Konflikt zwischen zwei Familien - etwas, das sie tagtaeglich erleben. In den Folgetagen loesten wir dann diese 'Konfliktsituation' entsprechend dem Phasenmodell zur Mediation schrittweise, indem die Teilnehmerinnen weiter ihre Rollen aus dem Soziodrama spielten. Am Ende beider Mediationsprozesse waren die Teilnehmerinnen zwar muede aber sehr begeistert. "Dieses Seminar war sehr wichtig fuer uns und wird uns eine grosse Hilfe in unserer Arbeit, aber auch im privaten Umfeld sein!" meinte eine der Teilnehmerinnen zum Abschluss. "Allerdings ist mir auch deutlich geworden, wieviel Geduld und welche Sensibilitaet aber auch Klarheit die Rolle einer Mediatorin oder eines Mediators erfordert und wie unerlaesslich strikte Neutralitaet ist!"

Eine andere meinte: "In unserer Gesellschaft werden in der Regel die Loesungen fuer Konflikte nicht gleichberechtigt mit den Konfliktparteien erarbeitet sondern von einer Autoritaet auferlegt, oder von einer der Parteien der anderen aufgezwungen. Eine solche 'Loesung' ist natuerlich nicht von langer Dauer, im Gegenteil, oft eskaliert der Konflikt danach erst richtig. Dagegen ist die Mediation eine Moeglichkeit, dass beide Parteien eine gemeinsame Loesung finden, mit der auch beide zufrieden sind. Es hat mich fasziniert, wie wir diesen Prozess selbst erleben und erarbeiten konnten. Zu Anfang sah dieser Konflikt unloesbar aus; doch dann Schritt fuer Schritt wurden die Ursachen deutlich und die beiden Familien begannen ihr Verhalten gegenseitig besser zu verstehen. Danach war es gar nicht mehr so schwer, konkrete Loesungen zu finden."

Wir werden die Protokolle der Mediationsprozesse als Materialien beiden Gruppen zur Verfuegung stellen. Ich hoffe, dass sie ihnen nuetzlich sein werden.

Heute bin ich nun dazu gekommen einen Blick auf Betterplace zu werfen und war begeistert, wieviele neue Spenden es in den letzten 14 Tagen gegeben hat: Der Bedarf fuer 4 Termine Kindertherapiegruppe wurde komplett erfuellt und vom neuen Bedarf '4 Termine Frauentherapiegruppe' fehlen nur noch 45 €.

Die Spenden verdanken wir 2 anonymen SpenderInnen und S. Rechmann, die Paybackpunkte gespendet haben, sowie unserem treuen Freund M. Stein und einem neuen Unterstuetzer P. Paul. Ihnen allen danken wir sehr herzlich!

Viele Gruesse - bis bald wieder

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Oekoprojekt mit Kindern und Seminare im Libanon

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns ueber zwei weitere Paybackpunkte-Spenden fuer den Bedarf der 4 Termine Kindertherapiegruppe: von S. Tegelkamp und einer/m anonymen UnterstuetzerIn. Wir danken beiden fuer Ihre Hilfe!

Meine Kolleginnen Amina V. und Amela D. haben heute begonnen, das geplante Oekoprojekt mit den Kindern vorzubereiten, das mit zwei Gruppen (entsprechend der unterschiedlichen Altersstufen) in mehreren Terminen durchgefuehrt werden soll und dann in eine gemeinsame oeffentlichkeitswirksame Aktion muenden soll. Thema ist 'Plastikmuell' und insbesondere die Schaedlichkeit der Plastiktueten. Als positives Beispiel werden dann Leinentaschen als Preise fuer ein Umweltquiz, das die aelteren Kinder mit Erwachsenen durchfuehren, ueberreicht. Diese Leinentaschen haben wir durch das Berliner Betterplace-Projekt 'Plastik-Tuete - Nein Danke' (,,plastik-kesa-nu-blaghodaria" - Projekt-Nr. 3831) gestiftet bekommen. Und unsere beiden Berliner Besucherinnen Adina Hammoud und Giesela Krabbe hatten sie im Juli nach Gorazde mitgebracht. (Wir haben hier darueber berichtet.)

Ich bin schon sehr gespannt auf die Abschlussaktion mit Infostand im Stadtzentrum - wo auch das Quiz durchgefuehrt wird. Gut dass die Abschlussaktion erst an einem Samstag im Oktober (dem Monat gegen den Gebrauch von Plastiktueten!!!) stattfinden wird. Dann bin ich naemlich wieder aus dem Libanon zurueck, wohin ich morgen wieder einmal fuer zwei weitere Seminare mit den Teams der palaestinensischen Organisation Najdeh fliegen werde. Thema der Fortbildungsreihen ist  'Arbeit mit traumatisierten Frauen und Kindern'.

Jetzt muss ich mal weiter packen....

In den naechsten zwei Wochen werde ich vermutlich keinen Internetzugang haben. Die naechsten Blogs gibt es daher erst wieder nach meiner Rueckkehr.

Bis dann...

herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

5 Stunden Traumatherapie sind finanziert!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

das ist wunderbar: in den letzten Tagen haben 3 neue UnterstuetzerInnen Paybackpunkte fuer den Bedarf '5 Stunden Traumatherapie fuer Frauen' gespendet und damit heute den restlichen Bedarf ganz finanziert. Wir danken den SpenderInnen herzlich!

Eine gute Nachricht: in den naechsten 6 Monaten werden die Kosten fuer die Einzeltherapien durch einen Zuschuss der UN-Entwicklungsorganisation UNDP zu einem guten Teil finanziert. Darueber sind wir richtig gluecklich!

Im September finden wieder regelmaessige Termine der Kindertherapiegruppen statt. Daher stelle ich nun wieder die Kosten fuer vier Termine der Kindergruppen ein. Die Materialien fuer die Gruppenarbeit,  Erfrischungen und Fahrtkosten fuer Kinder aus umliegenden Orten muessen wir komplett ueber Spenden finanzieren.

Wir freuen uns ueber Ihre Unterstuetzung!

Herzliche Gruesse und Ihnen allen einen schoenen Sonntag!

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Nur noch 26 €!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Leserinnen,

wir freuen uns ueber eine weitere (anonyme) Paybackpunkte-Spende fuer den aktuellen Bedarf der Traumatherapie mit Frauen und danken der/dem SpenderIn herzlich! Damit sind jetzt nur noch 26 € offen.

Am Montag haben wir wieder mit der regulaeren Projektarbeit begonnen: Einzel- und Gruppenarbeit mit Frauen und Kindern und mit kriegstraumatisierten Veteranen.

Gestern fand der erste Termin unserer neuen Frauentherapiegruppe statt.  Noch geht es darum die Basis fuer die Gruppenarbeit zu schaffen. Die Frauen sind sehr motiviert und interessiert.

Auch der erste Termin mit der neuen Kindergruppe verlief in froehlicher Stimmung, da die Kinder sich vom Erholungsaufenthalt in Neum her bereits gut kennen. Allerdings ueberlegen wir, die Gruppe in zwei altershomogenere Gruppen zu teilen und diese evtl. noch fuer weitere Kinder zu oeffnen.

Neben der regulaeren Arbeit bin ich dabei, die beiden naechsten Fortbildungsseminare ("Arbeit mit traumatisierten Frauen und Kindern") mit den palaestinensischen Teams im Libanon vorzubereiten. Vom 14. - 28.September werde ich wieder dort sein.

Erst aber feiern wir naechste Woche das Zuckerfest (Bajram).

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

 

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Bp_dauerspender
A. Hammoud written over 1 year ago
Ach die Kinder.... das waren doch die Süßen, die wir kennen gelernt haben? Viel Spaß Euch allen beim Bajram. In Libanon ist das übrigens Id al fitr; für den Aufenthalt dort viel Erfolg! Um diese Zeit gibt's dort herrliches Obst.....

G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

G. Mueller

Viele neue Spenden!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

nun bin ich wieder aus dem Urlaub zurueck. Ein paar Tage funktionierte dann mein Telefon und Internetanschluss nicht. Aber jetzt ist wieder alles o.k. und ich kann mich auch hier endlich wieder mit einem Blog melden.

In den letzten Wochen ist eine ganze Menge passiert: Wir freuen uns ueber viele neue Spenderinnen und auch ueber die erneute Spende unserer Freundin G. Krabbe. Wenn ich es richtig sehe, haben uns insgesamt 8 Spenderinnen anonym unterstuetzt (teils ueber Betterplace, teils durch Paybackpunkte). Ausserdem haben noch R. Stojanovic und D. Hannemann Paybackpunkte fuer den Bedarf der Gruppentherapie gespendet. Das ist einfach super! Wir danken allen Spenderinnen und Spendern sehr herzlich!

Der Bedarf der 4 Termine Gruppentherapie konnte damit komplett erfuellt werden und zur Erfuellung des neuen Bedarfs "5 Stunden Traumatherapie mit Frauen" fehlen nur noch 32 €!

Wir freuen uns sehr ueber soviel Unterstuetzung!

Morgen geht es nach unserer Sommerpause wieder weiter mit der Projektarbeit. Im naechsten Blog wieder mehr darueber...

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

Neuer Besucherinnen-Kommentar!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns sehr ueber den Kommentar unserer Besucherin Adina Hammoud, die uns zusammen mit Giesela Krabbe im Juli besucht hat. Vielen Dank, Adina!

Ich werde ab morgen fuer 2 Wochen im Urlaub sein und dort auch keinen Internetzugang haben. Die naechsten Blogs folgen dann wieder Ende August.

Ihnen allen einen schoenen August und gute Erholung!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

4 Termine Gruppentherapie mit Kindern finanziert!

Liebe Freundinnen und Freunde,

nochmal ein grosses Dankeschoen geht heute an unseren treuen Unterstuetzer M. Stein, der den Bedarf der Gruppentherapie mit Kindern vollends ganz erfuellt hat! Das ist grossartig!

Ich stelle nun wieder einen neuen Bedarf Gruppentherapie mit Frauen ein, da wir dafuer noch immer keine Foerderung gefunden haben!

Demnaechst werde ich auch weitere Fotos einstellen: von der Gruppenarbeit mit den Kindern und von Adinas und Gieselas Besuch.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns ueber eine/n weitere/n anonyme/n UnterstuetzerIn, die/der Paybackpunkte fuer die Gruppentherapie mit Kindern gespendet hat. Wir danken ihm/ihr herzlich! Damit sind vom aktuellen Bedarf noch 50 € offen.

Diese Woche bin ich  - neben den Terminen mit KlientInnen - intensiv mit der Abrechnung und dem detallierten Bericht ueber die 'Glueckstage' (den therapeutischen Erholungsaufenthalt, s. betterplace-Projekt 233) beschaeftigt. Ich moechte alles noch fertig bekommen, bevor ich am Montag naechster Woche in Urlaub fahre.

Im SEKA-Haus laufen die Vorbereitungen fuer Renovierungsarbeiten auf Hochtouren: Im August sollen alle Raeume frisch gestrichen werden.

Anfang September werden wir dann in den frisch renovierten Raeumen mit frischer Energie unsere Arbeit wieder aufnehmen.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

Besuche im SEKA-Projekt!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

am vergangenen Samstag hatte mein Notebook leider einen Total-Crash und konnte nicht mehr repariert werden. Seit heute habe ich nun wieder einen PC und auch wieder Internetzugang!

Wie ich im letzten Blog berichtet hatte, besuchten uns Adina Hammoud und Giesela Krabbe aus Berlin (beide selbst auf Betterplace aktiv) fuer 5 Tage. Sie brachten netterweise die Leinentaschen fuer das Oekoprojekt mit den Kindern im September mit - vom Betterplace-Projekt "Plastiktueten - nein danke". Ausserdem hatte Giesela im Freundinnenkreis Spenden fuer SEKA gesammelt, die sie uns uebergab, was uns sehr beruehrte. Wir beschlossen, davon einen dringend benoetigten Fotoapparat fuer die Dokumentation der SEKA-Arbeit zu kaufen.

Am Freitag nahmen Giesela und Adina dann an der Ausstellung der besten Fotos vom Foto-Workshop mit den Kindern im SEKA-Haus teil. (Der Foto-Workshop gehoert zu den Standard-Aktivitaeten mit den Kindern waehrend des therapeutischen Erholungsaufenthalts in Neum. - siehe Projekt "Glueckstage" betterplace 233). Dabei lernten die Beiden die Frauen und Kinder der diesjaehrigen Gruppe kennen, die sich ueber den Besuch aus Deutschland freuten. (Sobald ich dazu komme, werde ich einige Fotos von der Ausstellung einstellen.)

Am Samstag besuchten wir (Esma, Adina, Giesela und ich) Zaim und Zumra (betterplace-Projekt 1807) in einem Dorf nahe Gorazde. Dabei erfuhren unsere Besucherinnen, welche grosse Erleichterung fuer den Alltag der Familie die Motorfraese  bedeutet, deren Finanzierung zu einem guten Teil ueber Betterplace gelungen war.

Am Sonntag fiel das geplante "Baden und Grillen" am Gorazder Fluss Drina leider "ins Wasser" (wegen Regens), wir liessen uns aber nicht entmutigen und machten einen Ausflug mit Picknick - in das Tal, in dem die Drina aus drei Fluessen entsteht.

Am Montag fuehrte SEKA-Koordinatorin Esma unsere Besucherinnen durch Gorazde und in die Umgebung und erklaerte ihnen die Situation waehrend des Krieges und der Blockade. Auch das Veteranenprojekt besuchten sie und diskutierten mit dem jungen Sozialarbeiter und zwei der Ehrenamtlichen ueber die Probleme der Veteranen und die Arbeit des Projekts.

Wir freuen uns, dass Giesela und Adina den weiten Weg auf sich genommen und 5 Tage ihres Urlaubs geopfert haben, um SEKA und uns zu besuchen. Ihre Offenheit, ihr ehrliches Interesse und ihre Unterstuetzung bedeuten uns viel. Wir werden weiter in Verbindung bleiben und wuenschen uns, dass sie wiederkommen werden.

Am Mittwoch kam dann noch einmal Besuch aus Deutschland: die Gruppe der taz-Bildungsreise "Reise in die Zivilgesellschaft" hatte auch einen Besuch des SEKA-Projekts im Programm und diskutierte 1 1/2 Stunden mit den Kolleginnen ueber die SEKA-Arbeit.

Heute nachmittag hatten wir noch einmal Besuch: von einer Gruppe Studentinnen und Studenten aus Spanien, die mit der spanisch-baskischen Organisation "SOS-Balkanes" Gorazde besuchen und auch das SEKA-Projekt kennenlernen wollten.

Wir freuen uns ueber so viel Interesse an der SEKA-Arbeit!

Nun wuensche ich Ihnen allen ein schoenes Wochenende

herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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Bp_dauerspender
A. Hammoud written almost 2 years ago
Da war ja was los bei Euch im Juli!

G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

Vernetzung ueber Betterplace!

Liebe Freundinnen und Freunde,

in ein paar Stunden werden Adina Hammoud und Giesela Krabbe in Gorazde eintreffen, um das SEKA-Projekt zu besuchen. Sie werden 5 Tage bleiben und daher sicher einen guten Einblick in unsere Arbeit bekommen.

Beide betreuen selbst Projekte auf Betterplace und darueber haben wir uns auch kennengelernt! Aus dem anfaenglichen Kontakt und der wechselseitigen Unterstuetzung unserer Projekte hat sich eine echte 'Betterplace-Freundschaft' entwickelt. Und nun nutzen die Beiden einen Teil ihres Urlaubs um SEKA und das SEKA-Team persoenlich kennenzulernen. Das ist einfach grossartig. Wir freuen uns sehr auf ihren  Besuch!

Adina und Giesela werden ausserdem eine ganze Menge gruener 'Oeko-Leinentaschen' mit dem Aufdruck 'Plastiktuete - nein danke!" auf Serbo-kroatisch aus Berlin mitbringen. Das tun sie auf Bitte der Projektverantwortlichen des Betterplace-Projekts Nr. 3831 (http://de.betterplace.org/projects/3831-,,plastik-kesa-nu-blaghodaria-%22), Valerie Schwarz. Mit diesen Leinentaschen werden wir im September ein weiteres Oeko-Projekt mit den Kindern in Gorazde veranstalten.

Damit sind durch Adinas und Gieselas Besuch 4 Betterplace-Projekte miteinander vernetzt! Das ist doch super!

Ich wuensche Ihnen allen einen schoenen Tag - hier wird es wieder heiss werden...

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller    

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G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

Seminar 'Gruppenarbeit mit traumatisierten Frauen'

Liebe Leserinnen und Leser,

wieder zurueck aus Belgrad habe ich heute entdeckt, dass wir zwei neue SpenderInnen gewinnen konnten, die den aktuellen Bedarf unterstuetzt haben. Darueber freuen wir uns sehr und danken M. Gadaj und einer/m anonymen Paybackpunkte-SpenderIn herzlich. Damit sind nun noch 60 € offen fuer 4 Termine Gruppentherapie mit Kindern im Juli.

Im Moment ueberarbeite und ergaenze ich noch die Materialien fuer das Seminar in Belgrad - zum Thema: 'Beratungsarbeit mit traumatisierten Frauen - insbesondere mit Opfern sexualisierter Gewalt', das ich fuer das Team des Autonomen Frauenzentrums gegen Gewalt geleitet habe. Es war das 3. Seminar einer mehrjaehrigen Fortbildungsreihe. Diesmal haben wir - neben der Vermittlung von Selbstberuhigungs- und Stabilisierungsuebungen - zu den Themen 'Beziehungen' und 'Beduerfnisse und Grenzen / Selbstbehauptung' gearbeitet. Die Fortbildungsreihe folgt dem Konzept der Gruppenarbeit mit traumatisierten Frauen. Die Mitarbeiterinnen erarbeiten die Themen ueberwiegend durch Selbsterfahrung, fuer die ich anschliessend die theoretischen Grundlagen vorstelle.

Die Seminarmaterialien sollten noch heute abend fertigwerden, damit ich sie per e-mail nach Belgrad schicken kann.

Soviel fuer heute...

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

5 Stunden Traumatherapie finanziert!

Liebe Leserinnen und Leser,

gestern hat unser treuer Unterstuetzer M. Stein mit seiner Spende den Bedarf der 5 Stunden Traumatherapie fuer Frauen vollends komplett erfuellt! Dafuer danken wir ihm sehr herzlich!

Ich habe nun wieder einen weiteren Bedarf fuer 4 Termine Gruppentherapie mit Kindern eingestellt.Diesen Betrag benoetigen wir fuer Materialien, Erfrischungen und Fahrtkosten fuer Kinder von ausserhalb Gorazde. Wir freuen uns ueber Ihre Unterstuetzung.

Ich bin heute morgen am Packen. In ca. drei Stunden geht es los Richtung Belgrad. Ich werde dort ein dreitaegiges Fortbildungsseminar zum Thema "Beratung mit traumatisierten Frauen - insbesondere Opfern von sexualisierter Gewalt" mit dem Team des Autonomen Frauenzentrums gegen Gewalt leiten.

Zuerst bringt mich Esma nach Ustipraca. Von dort kann ich den Bus aus Trebinje nach Belgrad erwischen. Die oeffentlichen Verkehrsverbindungen von Bosnien nach Serbien sind nach dem Krieg noch immer miserabel. Der Zustand der Busse auch. Aber wir sind daran gewoehnt. Die Fahrt dauert ca. 6 Stunden. Leider komme ich nicht mehr rechtzeitig zur Aktion der 'Frauen in Schwarz' im Gedenken an das Massaker von Srebrenica im Juli 1995. Aber am Samstag abend wird es noch eine weiter Gedenk-Aktion geben.

Soviel fuer heute.

In den naechsten Tagen werde ich vermutlich kaum eine Internetverbindung haben. Die naechsten Blogs gibt es daher nach meiner Reise wieder.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

Weitere Spenden fuer Traumatherapie!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns heute ueber einen neuen Unterstuetzer, Klaus K., und zwei weitere anonyme SpenderInnen. Alle drei haben Paybackpunkte fuer den Bedarf Traumatherapie mit Frauen gespendet. Dieser ist nun auf 'nur' noch 26 € 'geschrumpft'. Wir danken den SpenderInnen herzlich!

Ich bin heute bis ueber beide Ohren beschaeftigt mit der Vorbereitung des Fortbildungsseminars, das ich als drittes Seminar eines Zyklus' mit dem Team des 'Autonomen Frauenzentrums gegen Gewalt' in Belgrad durchfuehren werde - zum Thema: 'Beratungsarbeit mit traumatisierten Frauen - insbesondere Opfern sexualisierter Gewalt'.

Morgen fahre ich los, noch tausend Dinge sind vorzubereiten... deswegen nur ganz kurz...

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

Nur noch 36 €!

Liebe Freundinnen und Freunde,

... und noch eine Spende von Paybackpunkten koennen wir heute verzeichnen! Wir danken herzlich einer/m weiteren anonymen UnterstuetzerIn!

Ihre Spende hilft mit, dass Frauen ihre Traumatisierung ueberwinden und wieder neuen Lebensmut gewinnen koennen.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller 

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Bp_dauerspender
G. Mueller (Project Manager) written almost 2 years ago
Liebe Adina,
ja, die Zeit vergeht wie im Flug. Wir freuen uns auf Euch! Morgen fahren wir (Esma und ich) erst mal nochmal nach Neum, um dort den letzten Abend und letzten Tag mit der Gruppe des Erholungsaufenthalts zu erleben und dann die Ausstattung und die Materialien aus den Gruppenraeumen wieder nach Gorazde zurueckzubringen. Vom 07. bis 12. 07. bin ich dann in Belgrad fuer eine Fortbildung mit dem Team des Autonomen Frauenzentrums gegen Gewalt. Rechtzeitig vor eurem Eintreffen werde ich aber wieder in Gorazde sein.

Herzlichst
Gabriele

Bp_dauerspender
A. Hammoud written almost 2 years ago
Liebe Gabriele, schön zu sehen, wie es vorangeht! Nach einer sehr intensiven Woche mit den M.U.K.A.'s ist mir nun aufgefallen, daß ich ja bald bei Euch in Gorazde aufschlage - bin gespannt, alles mit eigenen Augen zu sehen! Bis in ca. zwei Wochen, herzliche Grüße!

G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

Traumatherapie mit Ueberlebenden von Gewalt

Liebe Leserinnen und Leser,

wir danken heute einer/m weiteren anonymen UnterstuetzerIn, die/der Paybackpunkte fuer den Bedarf Traumatherapie mit Frauen gespendet hat. Damit sind jetzt 'nur' noch 40 € dieses Bedarfs offen.

Zur Zeit haben wir fuer die laufende traumatherapeutische Arbeit mit Frauen (Einzeltermine und Gruppenarbeit) keinerlei Foerderung und sind vollkommen auf Spenden angewiesen. Monatlich leisten wir zur Zeit zwischen 30 und 50 Stunden Einzeltherapien fuer traumatisierte Frauen (darunter Opfer von Kriegsvergewaltigungen, Lagerueberlebende, Opfer sexualisierter Gewalt in der Familie...) Fuer diese Frauen sind regelmaessige Termine unabdingbar. Daher ist es fuer uns wichtig, diese Angebote finanziell abzusichern.

Wir freuen uns ueber Ihre Spende...

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

Zwei neue UnterstuetzerInnen!

Liebe Leserinnen und Leser,

heute moechte ich mich fuer zwei weitere anonyme Spenden bedanken - ein/e neue/r UnterstuetzerIn hat seine/ihre Paybackpunkte gespendet ein/e andere/r UnterstuetzerIn direkt ueber Betterplace. Beiden SpenderInnen herzlichen Dank!

Heute beginnt eine neue arbeitsreiche Woche. Unsere beiden Kolleginnen Amina V. und Amela D. sind mit der Gruppe am Meer in Neum. Leider haben sie wie auch schon im letzten Jahr Pech mit dem Wetter. Bisher gab es nur zwei Sonnentage, an denen Kinder und Muetter baden konnten. Dennoch sind sie guter Dinge, die Gruppenarbeit wird auch am Nachmittag fortgesetzt und es stehen zusaetzliche gemeinsame Aktivitaeten mit Kindern und Muettern auf dem Programm. Dennoch druecke ich die Daumen, dass die Sonne heute die Wolken vertreibt...

Die Arbeit im Projekt in Gorazde laeuft dabei weiter: diese Woche hauptsaechlich Einzeltherapietermine.... und am Donnerstag fahren Esma D. und ich wieder nach Neum, um mit der Gruppe am letzten Abend Abschied vom Meer zu feiern. Am Freitag abend kehren dann alle wieder nach Gorazde zurueck.

Ihnen allen eine schoene Woche!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute geht wieder mal ein herzliches Dankeschoen an unseren Unterstuetzer Uwe Berger, der den Bedarf 'Traumatherapie fuer Frauen' mit einer weiteren Spende unterstuetzt hat! Damit fehlen fuer den aktuellen Bedarf noch 60 €.

soviel fuer heute morgen, ich muss gleich los zum zweiten Tag des therapeutischen Seminars mit kriegstraumatisierten Veteranen im Projekt 'Svjetlost Drine'.

Ihnen allen einen schoenen Tag!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

Fotos vom Kreativ-Workshop mit Kindern

Liebe Leserinnen und Leser,

erst mal noch ein herzliches Dankeschoen fuer eine weitere anonyme Paybackpunkte-Spende, die den offenen Betrag fuer 5 Stunden Traumatherapie mit Frauen auf 64 € reduziert hat! Fuer die 30 - 40 Stunden Traumatherapie monatlich haben wir schon laengere Zeit keine Foerderung und muessen diese Angebote ausschliesslich ueber Spenden finanzieren. Deswegen hilft uns jeder Betrag sehr!

Gestern abend bin ich nun endlich dazugekommen, eine Auswahl der Fotos vom ersten Kreativ-Workshop mit Kindern hier einzustellen. Wir werden im Laufe dieses Jahres noch weitere Workshops veranstalten, in denen die Kinder Gelegenheit haben, sich ein T-Shirt mit eigenen Motiven zu gestalten. Diese Workshops sind moeglich durch die Spende weisser T-Shirts von unserem Unterstuetzer B. Biertuempel und durch die Spende wunderschoener Stoffarben durch unseren Betterplace-Unterstuetzer H. Christoph. Beiden nochmals herzlichen Dank!

Die Kinder waren sehr ernsthaft und konzentriert bei der Sache, wie sich auf den Fotos erkennen laesst. Viel Freude beim Anschauen.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

4 Termine der Kindertherapiegruppe finanziert!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wunderbar: durch die Spende von Michael T. wurde der noch offene Betrag fuer 4 Termine der Kindertherapiegruppe finanziert. Wir freuen uns - und danken Michael T. sehr herzlich.

Ich stelle nun einen weiteren Bedarf fuer die Taumatherapie mit Frauen ein, da wir fuer diese Angebote zur Zeit keinerlei Foerderung bekommen.

Ihnen allen wuensche ich ein schoenes Wochenende.

Herzlichst

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Leserinnen und Leser,

neben all den Fotos hatte ich heute morgen ganz vergessen, mich fuer die erneute Spende unseres treuen Unterstuetzers Christoph H. zu bedanken. Er hat den neuen Bedarf fuer vier Termine Gruppentherapie mit den Kindern kraeftig unterstuetzt. Dafuer danken wir ihm herzlich! Damit sind nun nur noch 40 € offen.

Ich weiss heute nicht, wo mir der Kopf steht: der Rundbrief muss heute fertig werden, die Materialien fuer die Arbeit mit den Frauen waehrend des therapeutischen Erholungsaufenthalts Neum muessen erstellt und das dreitaegige therapeutische Seminar im Veteranenprojekt naechste Woche vorbereitet werden, drei Stunden Kontaktzeit mit Hamburg, tausend mails und und.. Gar nicht so einfach, nicht in Stress zu kommen, aber - wie man hier sagt - 'polako' (langsam) geht alles besser.... und das sage ich mir jetzt auch...

Herzliche Gruesse

aus dem heissen Gorazde

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

Neue Fotos von den Traumatherapie-Seminaren

Liebe Freundinnen und Freunde,

nun habe ich es endlich geschafft, neue Fotos von den beiden ersten Fortbildungsseminaren Traumatherapie / Psychodrama, sowie vom Supervisionsseminar mit der letzten Fortbildungsgruppe zu Traumatherapie einzustellen. Die Fotos zeigen u.a. auch Arbeit mit Symbolen, mit kreativen Techniken, Psychodrama-Skulpturierung, Fotos von einem Stegreif-Gruppenspiel ("Ueberleben auf der Insel"), einem Soziodrama und psychodramatischen Fallsupervisionen.

Eine ganze Reihe frueherer Fotos habe ich herausgenommen, da die Menge der Fotos sonst zu gross und unuebersichtlich wird. Demnaechst kommen dann noch weitere Fotos von der Arbeit mit den Kindern, den jugendlichen Maedchen und dem Kreativ-Workshop mit den Kindern...

Einen schoenen Tag Ihnen allen

wuenscht

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

Ganz herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde,

zur Zeit komme ich kaum hinterher mit dem Schreiben von Blogs: zum einen laufen unsere Vorbereitungen fuer den Erholungsaufenthalt an der Adria in Neum auf Hochtouren (s. auch Projekt 233), daneben laeuft aber das normale Programm (Einzel- und Gruppentherapien, Seminare etc) auch weiter und zu allem Ueberfluss ist es Juni und Zeit, den jaehrlichen Rundbrief fuer unsere UnterstuetzerInnen in Deutschland zu schreiben (Im November gibt es jeweils unser Magazin "SEKA-Journal" und im Juni den "SEKA-Rundbrief", in dem wir ueber die Arbeit der letzten 6-7 Monate berichten.) Den Rundbrief werden Sie, wenn er dann fertig ist, auch hier in verschiedenen Blogs lesen koennen, oder in einem Stueck auf der SEKA-Homepage.

So, aber jetzt moechte ich mich sehr herzlich bedanken fuer die Spenden zweier UnterstuetzerInnen:

Ein/e anonyme/r SpenderIn hat mit seiner / ihrer Paybackpunktespende den noch offenen Betrag fuer die Traumatherapie mit den Frauen komplettiert. Und unser treuer Unterstuetzer U. Berger hat fuer den neuen Bedarf: Kindertherapiegruppe gespendet. Beiden SpenderInnen danken wir herzlich!

Ihnen allen wuenschen wir ein schoenes Wochenende!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

Kreativworkshop mit Kindern

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute freuen wir uns ueber eine erneute Spende unserer treuen Unterstuetzerin G. Krabbe, ausserdem ueber eine weitere anonyme Paybackpunkte-Spende! Herzlichen Dank an beide SpenderInnen! Damit fehlt fuer die Finanzierung des aktuellen Bedarfs 'Traumatherapie' nur noch ein Betrag von 5 €!

In Gorazde hat nun - nach einem sehr kalten und verregneten Fruehling - mit einem Mal der Sommer Einzug gehalten. Gestern hatten wir Temperaturen von ueber 30 Grad! Es geht etwas sehr ploetzlich - aber wir sind auch ganz froh darueber, denn wir sind in den Endvorbereitungen fuer den diesjaehrigen therapeutischen Erholungsaufenthalt in Neum an der Adria, der am 21.06. beginnen wird. Wir hoffen, dass das schoene Wetter uns nun treu bleibt - nicht wie im vergangenen Jahr, wo es viel regnete und Kinder und Muetter nur wenig zum Baden kamen. (Siehe auch unser Projekt 233 hier auf Betterplace).

Vorgestern abend fand uebrigens der erste einer Reihe von kreativen Workshops mit Kindern im SEKA-Haus statt: 8 Kinder gestalteten weisse T-Shirts mit eigenen bunten Motiven. Diese Workshops sind moeglich, weil wir von unserem Unterstuetzer B. Biertuempel 50 weisse T-Shirts und von Betterplace-Unterstuetzer H. Christoph wunderbare oekologische Stoffmalfarben gespendet bekamen. Wir danken beiden Unterstuetzern ganz herzlich. Die Kinder waren begeistert und gestalteten ihre T-Shirts mit viel Eifer und Kreativitaet. Demnaechst werde ich einige Fotos hier auf Betterplace einstellen. Auch von den beiden 5-taegigen Fortbildungs-Seminaren fuer professionelle Kolleginnen werde ich noch Fotos veroeffentlichen, sobald ich dazu komme...

Ihnen allen einen schoenen Tag!

Herzlichst

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

5. Tag des Supervisionsseminars zu Traumatherapie

Liebe Leserinnen und Leser,

heute war der 5. und letzte Tag des Supervisionsseminars mit der ehemaligen Fortbildungsgruppe zu 'Traumatherapie mit der Methode Psychodrama (und imaginativen und kreativen Techniken)', die wir im letzten Fruehjahr abgeschlossen hatten. Ueber die ersten beiden Seminartage hatte ich hier schon berichtet.

Am dritten Tag erarbeitete - nach einem Theorie-Vortrag zum Thema 'Soziometrie' - die Gruppe ein Soziodrama zum Thema 'Arbeit mit Klienten, die in extremer Armut leben'. Von diesem Thema fuehlten sich alle (auch wir Leiterinnen) stark betroffen, da ein immer groesserer Prozentsatz der Bevoelkerung in Bosnien-Herzegowina unter dem Existenzminimum lebt und es gleichzeitig keinerlei funktionierendes Sozialsystem gibt. Die Perspektivelosigkeit und Verzweiflung der KlientInnen loest auch in den professionellen Helferinnen haeufig Gefuehle von Ohnmacht oder Depression aus.

Als konkretes Thema fuer das Soziodrama waehlte die Gruppe die Situation eines jungen Mannes, der als (Kriegs-)Vollwaise in einem Kinder- und Jugendheim aufgewachsen war und dann mit Erreichen des 18. Lebensjahrs auf sich allein gestellt war. Ohne Ausbildung (nur mit Hauptschulabschluss) findet er - inzwischen 22 Jahre alt - keine Arbeit, wird zwischen den Institutionen hin und her geschickt, findet weder Verstaendnis noch Hilfe und erst recht keine Arbeit.... Nach dem Soziodrama, das die Terilnehmerinnen mit grossem Engagement spielten - und schliesslich doch zu einem einigermassen positiven Ende brachten (der junge Mann kehrt in seiner Verzweiflung ins Heim zurueck, wo er zwar nicht mehr unterkommen kann aber Unterstuetzung bei seiner ehemaligen Erzieherin findet, die ihn wenigstens voruebergehend (fuer ein paar Monate) in einem Projekt als Aushilfe unterbringen kann).

Nach Abschluss des Spiels hatten alle Teilnehmerinnen Gelegenheit zu Feedbacks aus ihren Rollen, sowie zu Sharings (d.h. sie sprachen ueber Erfahrungen, an die das Soziodrama geruehrt hatte, bzw. ueber Gefuehle, die es in ihnen ausgeloest hatte). Anschliessend analysierten wir die Situation und entwickelten gemeinsam moegliche Strategien, wie wir in unserer Arbeit aber auch durch Bewusstseins- und Lobbyarbeit auf politischer Ebene diesem Problem begegnen koennten.

Am 4. und 5. Tag hatten die Kolleginnen dann Gelegenheit, eigene Faelle aus der therapeutischen Praxis zur Supervision vorzustellen. An 4 Beispielen arbeiteten wir psychodramatisch (szenische Darstellung der Therapiesitzung unter Supervision, mit anschliessender Evaluierung (Feedbacks, professionelle Sharings und Anregungen von seiten der Supervisorinnen und der Kolleginnen). An 4 weiteren Themen arbeiteten wir verbal.

In der Abschlussrunde betonten alle wie wertvoll und wichtig dieses Supervisionsseminar fuer sie gewesen sei. (Fast keine der Kolleginnen hat eine andere Moeglichkeit zur Supervision).

Fuer uns Supervisorinnen (und ehemalige Fortbildungsleiterinnen) war es grossartig zu erleben, wie qualifiziert die Kolleginnen die waehrend der Fortbildungsreihe erworbenen Kenntnisse in der Arbeit mit ihren KlientInnen anwandten und wie offen und bereit sie gleichzeitig waren, ihre Erfahrungen und Fragen bzw. Dilemmata zur Diskussion zu stellen.

Muede, aber sehr zufrieden und mit einem Gefuehl der Bereicherung gehe ich nun ins wohlverdiente Wochenende.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

Soziometrie und Soziodrama

Liebe Leserinnen und Leser,

heute moechte ich mich bei zwei neuen UnterstuetzerInnen bedanken, die anonym ihre Paybackpunkte fuer den Bedarf Traumatherapie gespendet haben. Damit ist der derzeit noch offene Betrag auf nur noch 28 € geschrumpft.

Heute ist der dritte Tag unseres Supervisionsseminars mit der 'alten' Fortbildungsgruppe zu Traumatherapie. Die ersten beiden Tage arbeiteten wir zu Soziometrie (Arbeit an den Beziehungen in der Gruppe) - zum einen durch ein psychodramatisches Gruppenspiel (Stegreifspiel) 'Ueberleben auf einer Insel', anschliessend mit der Uebung 'Unsere Gruppe als Koerper' (Selbst- und Fremdwahrnehmung der Rolle der einzelnen Frauen innerhalb der Gruppe). Schliesslich erarbeitete die Gruppe einen 'Soziometrischen Test' anhand von drei selbstgewaehlten Kriterien. Die Ergebnisse des 'Tests' wurden schliesslich in bunt gezeichneten Soziogrammen sichtbar gemacht.

Heute steht Theorie zu Soziometrie an und dann ein grosses Soziodrama-Spiel zu einem ebenfalls von der Gruppe gewaehlten sozialen Thema / Problem.

Die ersten beiden Tage vergingen wie im Flug; die Gruppe ist durch die 3 Jahre gemeinsamer Arbeit sehr verbunden. Die Frauen sind gluecklich, sich nach 14 Monaten (seit Abschluss der Fortbildungsreihe)  wiederzusehen und Zeit zum Austausch zu haben.

Ihnen allen einen schoenen Tag!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

Besuch einer Studiengruppe aus Regensburg

Liebe Leserinnen und Leser,

heute moechte ich Ihnen vom Besuch einer StudentInnengruppe aus Regensburg berichten, die die Arbeit des Projekts SEKA in Gorazde kennenlernen wollten. Organisiert und begleitet von zwei Lehrkraeften der Philosophischen Fakultaet der Uni Regensburg (Studienfach Geschichte), besuchten die 30 Studentinnen und Studenten eines Seminars ueber Kriegsfolgen (im Vergleich: Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg und das ehemalige Jugoslawien nach dem Krieg 92-95) verschiedene geschichtstraechtige Orte in Kroatien und Bosnien-Herzegowina, darunter Orte mit schrecklicher Beruehmtheit wie Jasenovac, Omarska und Srebrenica. Eine der Stationen war Gorazde, wo sie das Projekt SEKA besuchten, als Frauenfriedensprojekt und Beispiel fuer einen heilenden Umgang mit den psychischen Folgen des Krieges. 

Wir freuten uns ueber diesen Besuch und ueber das Interesse der StudentInnen. Es zeigte sich, dass sich einige von ihnen intensiv auf die Themen vorbereitet hatten. Die Lehrkraefte und einige der TeilnehmerInnen sprachen auch Serbokroatisch, was die Verstaendigung erleichterte und mich beim Uebersetzen entlastete. Nach einer kurzen Einfuehrung unsererseits stellten die BesucherInnen Fragen und es entwickelte sich ein intensives und auch fuer uns sehr anregendes Gespraech ueber die Situation in Bosnien-Herzegowina heute und besonders ueber die verschiedenen Aspekte unserer Arbeit - mit Frauen, mit Kindern und Jugendlichen, mit Veteranen, mit ethnisch-gemischten Gruppen und anderes mehr.

Einige der TeilnehmerInnen stammten urspruenglich aus Bosnien-Herzegowina und hatten als Kinder mit ihren Eltern fliehen muessen. Fuer sie war es zum Teil eine erste Rueckkehr in das Land ihrer Geburt und ein mutiger Schritt in der Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte.

Nach drei Stunden intensiver Diskussion verabschiedete sich die Gruppe. Wir fuehlten uns durch diese Begegnung bereichert, angeregt und beruehrt - insbesondere von den Rueckmeldungen der TeilnehmerInnen mit bosnischem Hintergrund. Solche Besuche ermoeglichen eine Reflektion unserer Arbeit aus neuen Blickwinkeln und bedeuten fuer uns Ermutigung und Bestaerkung.

Wir freuen uns immer ueber Besuche - wichtig ist nur, dass wir den Besuch rechtzeitig planen koennen, damit wir dann, wie auch fuer die Regensburger Gruppe, genuegend Zeit haben.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

Thema Trauma und Moeglichkeiten der Selbsthilfe

Liebe Leserinnen und Leser,

heute komme ich nun endlich mal dazu, Ihnen vom letzten Seminar "Traumatherapie mit der Methode Psychodrama und imaginativen und kreativen Techniken" zu berichten, das vom 17. bis zum 21. Mai im SEKA-Haus stattfand. Es war das zweite Seminar (ohne das Entscheidungsseminar im Dezember zu rechnen) der  dreijaehrigen Fortbildungsreihe, die wir mit einer Gruppe von 14 Fachkolleginnen aus Ostbosnien im Februar begonnen haben. Seit 1998 hat SEKA bereits drei solcher dreijaehrigen Fortbildungsreihen durchgefuehrt, sowie zusaetzlich noch zwei Fortbildungsreihen in Koerperpsychotherapie in der Arbeit mit Trauma. Die Fortbildungsgruppen sind stets gemischt, das heisst es nehmen Kolleginnen aus unterschiedlichen Orten, die unterschiedlichen Bevoelkerungsgruppen angehoeren, teil.

Verlauf des letzten Seminars:

1. Tag: Erwaermung fuer die Gruppe und fuer eigene Themen durch Arbeit mit Symbolen auf der grossen Buehne: "Mein Weg vom letzten Seminar bis heute". Nach jeder Darstellung - Moeglichkeit von Sharings (Mitteilen eigener Erfahrungen und Gefuehle) der anderen Gruppenteilnehmerinnen. Es wird deutlich, dass die Teilnehmerinnen die Seminarinhalte des ersten Seminars in der Zwischenzeit intensiv fuer sich genutzt hatten.

2. Tag: Erwaermung durch ein Tanzspiel; Danach: Erarbeitung wichtiger Aspekte der Traumatheorie in Kleingruppen anhand von Fragen der Leiterinnen. Anschliessend Sammeln der Ergebnisse der Kleingruppen, Systematisierung, Vertiefung und Ergaenzung durch die Leiterinnen. Da das Thema nicht einfach ist und vor allem an eigene traumatische Erfahrungen der Teilnehmerinnen ruehrt, verschieben wir die Vorstellung der dritten Gruppe auf den naechsten Tag und schliessen den zweiten Tag mit der Bewegungs-Imaginationsuebung "Wasserfall" ab, die den Frauen die Moeglichkeit gibt, sich zu entlasten, 'von Anspannung zu reinigen'. Mit Uebungen zur Staerkung und Dehnung des Rueckens (die meisten  Teilnehmerinnen haben Rueckenprobleme) beenden wir diesen Tag.

3. Tag: Erwaermung durch ein Bewegungsspiel; Weiterarbeit an der Traumatheorie (dritte Kleingruppe: wichtige Aspekte des Heilungsprozesses); danach haben die Frauen in einer Paaruebung Gelegenheit, welche Aspekte der Traumatheorie eigene Erfahrungen beruehren (nur benennen, nicht vertiefen); welche Symptome sie bei sich erkannt haben und welche Selbsthilfe-Mechanismen sie in diesen Situationen nutzen. Anschliessend sammeln wir die Selbsthilfestrategien, systematisieren sie, und vrknuepfen sie mit einigen Selbtsberuhigungs- / Selbsthilfe-Techniken, die wir waehrend der Fortbildung vermitteln werden. Mit einer Uebung zum Ausdruecken von Emotionen und zur Entlastung von Stress beenden wir den 3. Tag.

4. Tag: Nach einem amuesanten Spiel zur Erwaermung, vermitteln wir die Techniken 'Safe' und 'Album schoener Bilder' als imaginative Techniken der besseren Kontrolle von Traumasymptomen. Die Teilnehmerinnen erarbeiten jeweils 'ihren Safe' bzw. 'ihr Album' und probieren die Technik dann mit einer unangenehmen (nicht traumatischen) Situation aus der letzten Zeit aus. Allen gelingt es mit Hilfe der kombinierten Techniken rasch aus der vorgestellten unangenehmen Situation herauszukommen und 'umzuschalten' auf die 'schoenen Bilder'. Anschliessend hat eine der Teilnehmerinnen Gelegenheit sich durch eine Psychodramaarbeit auf der 'kleinen Buehne' (mit Steinen, Muscheln und Murmeln als Symbolen ) von den unangenehmen Emotionen eines Erlebnisses der vergangenen Woche zu entlasten.

5. Tag: Nach einer aktiven Entspannungsuebung vermitteln wir den Teilnehmerinnen die Imaginationsuebung 'Mein sicherer innerer Ort', den jede der Frauen anschliessend fuer sich malen kann. Dann stellen die Teilnehmerinnen ihre 'Sicheren Orte' vor; Sharings; Integration des persoenlichen Prozesses wahrend des Seminars durch die Uebung 'Brief an mich selbst'; danach Analyse des Seminarprozesses und der Interventionen der Leiterinnen mit Fragen und Diskussion; Abschlussrunde

Obwohl das Seminar aufgrund des schweren Themas und der Traumatisierung aller Teilnehmerinnen  nicht einfach und vor allem auch recht anstrengend war, fuehlten sich die Frauen am Ende des Seminars bereichert und gestaerkt. "Ich habe nun eine klare Vorstellung davon, was Trauma heisst und insbesondere auch was fuer den Heilungsprozess wichtig ist. Vorher war das fuer mich mehr oder weniger nebuloes. Die Uebungen und Techniken haben mir alle sehr gut gefallen und ich werde sie sicher selbst haeufiger anwenden," meinte eine der Teilnehmerinnen zum Schluss.

Eine andere ergaenzte: "Dieses Seminar war zu allererst fuer mich persoenlich wichtig; ich verstehe nun meine eigene Symptome und Reaktionen besser! Aber es ist mir auch klar geworden, wieviele Kenntnisse du brauchst und wieviel Sensibilitaet um mit traumatisierten Menschen arbeiten zu koennen. Ich bin froh, dass es diese Fortbildung gibt!"

Ab morgen werden wir 5 Tage mit den Absolventinnen der letzten Fortbildungsreihe zum Thema 'Soziometrie'  arbeiten und ausserdem die professionelle Arbeit der Kolleginnen supervidieren.

Soviel fuer heute abend!

Mit herzliche Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

G. Mueller

Supervisionsseminar zu Traumatherapie

Liebe Leserinnen und Leser,

heute freuen wir uns ueber eine weitere Paybackpunkte-Spende von einem/r anonymen UnterstuetzerIn. Herzlichen Dank an den oder die SpenderIn!

Im Moment bin ich dabei, das 5-taegige Supervisionsseminar mit unserer 'alten' Fortbildungsgruppe 'Traumatherapie' vorzubereiten. Es ist das erste Supervisionsseminar nach Abschluss der Fortbildungsreihe im letzten Fruehjahr. Die Teilnehmerinnen der Gruppe freuen sich sehr, wieder ins SEKA-Haus zu kommen und die Gelegenheit zur Supervision ihrer Arbeit zu bekommen. Zusaetzlich werden wir zu den Themen 'Soziometrie' und 'Soziodrama' arbeiten.

Die Finanzierung des Supervisionsseminars hat uns das deutsche Komitee des Weltfrauengebetstags mit einer 100 % Foerderung ermoeglicht. Dafuer bedanken wir uns sehr herzlich!

Viele Gruesse

Gabriele Mueller

P.S.: ueber das letzte Woche durchgefuehrte 2. Seminar der neuen Fortbildungsreihe in Traumatherapie mit der Methode Psychodrama werde ich berichten, sobald ich Zeit finde..

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G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

G. Mueller

Wunderbar!

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute geht ein weiteres grosses Dankeschoen an unsere tatkraeftige Unterstuetzerin A. Hanke, die mit einer grosszuegigen Spende den Bedarf fuer 5 Stunden Einzeltherapie komplett erfuellt hat. Das ist wunderbar.

Heute findet der 5. und letzte Tag des 2. Fortbildungs-Seminars zu Traumatherapie fuer Kolleginnen aus Ostbosnien statt. Ich werde darueber berichten, wenn ich wieder etwas mehr Zeit finde...

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

G. Mueller

Vielen herzlichen Dank!

Liebe Leserinnen und Leser,

heute geht ein ganz herzliches Dankeschoen an unsere Unterstuetzerin Elisabeth B, die mit ihrer erneuten Spende den gesamten Bedarf fuer 5 Stunden Trauma-Einzeltherapie komplett erfuellt hat. Das ist grossartig.

Morgen beginnt die zweite 5taegige Fortbildung der neuen (10-teiligen ) Fortbildungsreihe 'Traumatherapie mit Psychodrama und imaginativen und kreativen Techniken. Wie immer wird die Fortbildung aus einem grossen Teil Selbsterfahrung fuer die Teilnehmerinnen (Fachkolleginnen aus Ostbosnien) bestehen. Diesmal werden wir aber auch breites Wissen zur Traumatheorie vermitteln.

Nach Abschluss der Fortbildung werde ich Ihnen selbstverstaendlich hier auf Betterplace berichten.

Noch einen schoenen Sonntag wuenscht Ihnen

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

G. Mueller

'Ich fuehle mich wieder als wertvoller Mensch'

Liebe Leserinnen und Leser,

in diesem Blog finden Sie ein Interview, das SEKA-Mitarbeiterin Esma Drkenda mit einer unserer Klientinnen gefuehrt hat (zur Veroeffentlichung in unserem Magazin 'SEKA-Journal'). Wir hoffen, es gibt Ihnen einen Eindruck von der therapeutischen Arbeit im SEKA-Projekt.

Wir freuen uns ueber Ihre Rueckmeldungen - und natuerlich auch ueber Spenden fuer unsere Arbeit.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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„Ich fühle mich wieder als wertvoller Mensch“

Gespräch mit Merima K.*

Merima K., kommt seit ca. 2 Jahren ins SEKA-Haus – erst zu offenen Terminen; dann nahm sie im Juni 2008 am therapeutischen Erholungsaufenthalt in Neum teil und anschließend weiter an einer der Therapiegruppen im SEKA-Haus. Seit ca. 1 Jahr  kommt sie auch zu Einzeltherapie-Terminen.

Als der Krieg im April 1992 begann, war Merima 20 Jahre alt und lebte mit Eltern und Geschwistern und deren Familien in einem Dorf in Ostbosnien nahe der Grenze zu Serbien. Nach Kriegsausbruch wurde das überwiegend von Bosniaken besiedelte Dorf von der Jugoslawischen Volksarmee (inzwischen unter serbischem Kommando) besetzt. Diese übergab dann nach wenigen Wochen das ‚Regiment’ an die berüchtigte serbische Freischärler-Gruppe ‚Weiße Adler’, die sofort begannen, die bosniakische Bevölkerung zu terrorisieren und liquidieren. Viele Männer – so auch Merimas Vater – wurden verschleppt und ermordet. Merimas zwei Brüdern gelang die Flucht durch den Wald und die feindlichen Linien zum von der bosnischen Armee gehaltenen Gebiet. Merima, ihre Mutter und ihre Schwestern wurden vergewaltigt, misshandelt und gedemütigt. Es gelang ihnen jedoch, mit den Kindern in den Wald zu fliehen, wo sie sich zwei Monate lang tagsüber versteckten und nachts ins Dorf schlichen, um Lebensmittel zu organisieren. Schließlich zündeten die Freischärler das gesamte Dorf an, nachdem sie es geplündert hatten.

Merima und ihrer Familie blieb nun keine andere Wahl, als sich mit den Kindern durch den Wald und die Front hindurch auf das von der bosnischen Armee gehaltene Gebiet zu flüchten. Neben den Vergewaltigungen und Misshandlungen erlebte Merima auch diese Flucht als extrem traumatisch. Die Todesangst, der Mangel an Lebensmitteln und Wasser in diesem heißen Sommer und besonders die Sorge um die Kinder machten sie „fast verrückt“.

Schließlich erreichten sie die umzingelte und von Flüchtlingen überfüllte Enklave Gorazde. Obwohl die Stadt unter ständigem Beschuss lag, empfand Merima sie als „Hort der Sicherheit“ – nach den Wochen im Wald.

Die junge Frau engagierte sich sofort als freiwillige Helferin in einer Notambulanz, wo sie kochte und die Schwerkranken bzw. Verwundeten pflegte. Zweimal in dieser Zeit war Gorazde in Gefahr, von den Karadzic-Truppen erobert zu werden. „Dann hätte ich mich umgebracht!“ ist sich Merima sicher. „All das hätte ich nicht noch einmal ertragen können.“

Nach dem Krieg lernte sie ihren Mann kennen, mit dem sie zwei Kinder hat. Ihr Mann – ebenfalls kriegstraumatisiert – hat sich dem Veteranenprojekt ‚Svjetlost Drine’ angeschlossen.

Merima war bereit zu einem anonymisierten Interview für das SEKA-Journal. Esma Drkenda stellte die Fragen.

 

E.D.: Merima, Du kommst nun ca. 1 ½ Jahre ins SEKA-Haus. Wie hast Du von SEKA erfahren?

M.K.: Ich habe mehrmals die Beiträge im Fernsehen über die SEKA-Arbeit gesehen. Ich habe damals schon überlegt, ob ich mich bei Euch melden soll, aber ich fühlte mich noch nicht bereit, an diese Geschichte zu rühren. Ich dachte damals, ich habe meine Art gefunden, damit umzugehen. Was mir gegen die Erinnerungen und die Panik am meisten geholfen hat, war Arbeit. Ich arbeitete ununterbrochen, war froh, als ich vor vier Jahren einen Arbeitsplatz in einem kleinen Betrieb fand. 

Das ist schwere Arbeit; wir stehen unter großem Druck, müssen oft länger als acht Stunden arbeiten und den Lohn bekommen wir häufig nicht. Aber die Arbeit und das Zusammensein mit den anderen Frauen haben mich immer am besten abgelenkt, und natürlich auch meine Familie – die Kinder, mein Mann. Das funktionierte relativ gut am Tag. Die Nächte aber waren mein größtes Problem. Selten einmal schlief ich eine Nacht durch.

Vor allem wenn es abends in den Nachrichten irgendwelche Berichte gab, die mit dem Krieg oder Kriegsverbrechen zu tun hatten… dann konnte ich die ganze Nacht nicht schlafen.

E.D.: Du sagtest, zu Anfang wolltest Du nicht an diese Erfahrung rühren. Was hat Dich dann doch bewogen, die SEKA-Angebote anzunehmen?

M.K.: Mein Mann. Nachdem er begonnen hatte, in den Veteranenklub zu gehen und dort auch an einer Gruppe teilzunehmen, die Gabriele leitete, hat er mir immer von den Themen erzählt, über die sie dort sprechen, oder von den Übungen, die er gelernt hat, mit denen man sich selbst helfen kann. Und er hat Papiere mitgebracht zu verschiedenen Themen. Ich habe diese Texte gelesen – über Trauma, was das ist und was es bedeutet. Oder über Gefühle… oder wie wir am besten kommunizieren können. Ich habe auch gemerkt, dass er sich verändert hat, ruhiger geworden ist, dass er mehr Geduld hat mit den Kindern und auch mich mit meinen Schwierigkeiten besser verstehen konnte.

Wir konnten offener miteinander reden. Er hat mir dann vorgeschlagen, ob ich nicht die Mitarbeiterinnen im SEKA-Zentrum kennenlernen möchte.

Ich war dann einmal mit den Kindern bei der Feier zu Bajram, Weihnachten und Neujahr[1]. Die Atmosphäre im SEKA-Haus hat mir gefallen. Ich bin dann noch mal zu einem der offenen Termine gegangen, weil auch die Kinder sehr gerne wollten. Und dann hat mir Senija vorgeschlagen, mit den Kindern zur Erholung nach Neum zu fahren. Das war ein so großartiges Angebot, das konnten wir unmöglich ausschlagen!

E.D.: Du wusstest aber auch, dass es in Neum täglich je vier Stunden Gruppenarbeit für Frauen und Kinder geben würde?

M.K.:  Ja das wusste ich. Ich hatte schon ein wenig Angst vor der Gruppe – ich kannte die anderen ja kaum. Aber ich dachte auch, vielleicht ist das eine Chance, meine Barriere zu überwinden. Und am Ende, muss ich sagen, war mir die Gruppenarbeit noch wichtiger als das Meer!

Unsere Therapeutinnen Nurka und Senija hatten eine so einfühlsame und gleichzeitig leichte Art und sie gestalteten die Gruppenstunden so abwechslungsreich und interessant, dass ich fasziniert war.

Es hat mir auch sehr gefallen, dass wir immer die Freiheit hatten, selbst zu entscheiden, ob wir an einer Übung teilnehmen wollten oder wie viel wir in der Gruppe mitteilen wollten. Geholfen haben mir auch die anderen Frauen in der Gruppe, von denen jede ein schweres Schicksal hat und viele ähnliches erlebt haben wie ich. Durch die Gruppenarbeit und die gemeinsam verbrachten 12 Tage am Meer haben wir uns gut kennengelernt und sind richtig zusammengewachsen. In der Gruppe habe ich begonnen, über vieles zu reden, was ich bis dahin in mir verschlossen hatte. Es war ein gutes Gefühl, von den anderen verstanden und angenommen zu werden.

Nach dieser guten Erfahrung war es für mich klar, dass ich auch in Gorazde gerne weiter an der Gruppe teilnehmen wollte.

E.D.: Welche Themen der Gruppenarbeit waren Dir bisher am wichtigsten?

M.K.:  Sehr hilfreich fand ich die Phantasie-Übungen, mit denen wir uns selbst beruhigen können, oder das ‚Umschalten auf schöne Bilder oder Erinnerungen’. Das nutze ich viel, besonders abends vorm Einschlafen, oder wenn mich wieder irgendetwas beunruhigt.

Auch die Themen ‚Gefühle’ oder ‚Kommunikation’ oder ‚Kinder’ haben mich sehr interessiert und ich habe neue Informationen bekommen. Oder die Erklärungen zu Trauma, warum wir welche Symptome haben und was hilfreich ist. Das hat mir geholfen, meine eigenen Zustände besser zu verstehen und mich nicht dafür schuldig zu fühlen.

Es war für mich bisher alles interessant und trotz der manchmal sehr schweren Themen haben wir auch viel gelacht. Jedes Mal machen wir zu Anfang ein Spiel, das uns entspannt und Spaß macht.

E.D.: Inzwischen kommst Du auch zur Einzeltherapie. Wie kam es, dass Du Dich dazu entschieden hast?

M.K.: Die Gruppe ist mir nach wie vor eine wichtige Unterstützung. Nach den Gruppentreffen fühle ich jedes Mal neue Energie und der Austausch mit den anderen Frauen ist mir sehr wichtig.

Dennoch habe ich mich entschieden, Gabriele auch um Einzeltermine zu bitten, da ich über manche Themen und vor allem meine schwersten Erfahrungen doch nicht in der Gruppe sprechen will.

Die Einzelstunden tun mir sehr gut. Nach jeder Stunde fühle ich mich erleichtert. Mit Gabriele kann ich sprechen wie mit niemandem sonst. Ich bin mir sicher, dass sie mich verstehen kann und dass sie das nicht zu sehr belastet, weil sie viel Erfahrung hat. Über manches kann man nur mit einer neutralen Person sprechen, einer Therapeutin eben. Mein Mann weiß, was mir geschehen ist, aber über Einzelheiten möchte ich mit ihm nicht sprechen. Ich weiß, dass ihn das nur belasten würde.

Die Einzeltermine helfen mir, meine Fortschritte zu erkennen. Und das Wichtigste ist, dass ich mich wieder wie ein wertvoller Mensch fühle, dass ich mich selbst annehmen kann, mit dem was mir passiert ist, - und mich nicht mehr dafür verurteile. Im Gegenteil, ich bin stolz auf mich, wie ich mein Leben meistere – und dass ich immer öfter wieder wirklich glücklich sein kann.

Ich bin mir sicher, dass ich irgendwann in der nächsten Zeit zum ersten Mal wieder mein altes Dorf besuchen will. Ich war da so glücklich – vor dem Krieg. Noch bin ich nicht so weit. Aber ich merke, dass der Wunsch in mir stärker wird. Gabriele hat mir versprochen, dass sie mich bei meinem ersten Besuch dorthin begleiten wird. Damit fühle ich mich sicherer. Und zuvor werde ich mich in der Therapiestunde darauf vorbereiten. Das wird für mich ein großer Schritt sein – und wie ich hoffe ein großer Erfolg…

SEKA ist für mich und meine Familie ein Geschenk des Himmels. Unser Leben hat sich so sehr verändert, so viel an Qualität gewonnen. Ich wünsche mir, dass noch viele Menschen so wie wir im SEKA-Haus Hilfe bekommen.

E.D.: Herzlichen Dank, Merima, dass Du all das mit uns geteilt hast! Ich wünsche Dir und den Deinen alles alles Gute.

* Name geändert und Interview anonymisiert

[1] Diese Feste werden im SEKA-Haus stets als ein gemeinsames Fest gefeiert

 

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G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

G. Mueller

Vielen herzlichen Dank

Liebe Leserinnen und Leser,

heute bedanken wir uns ganz herzlich:

bei Giesela Krabbe fuer ihre erneute Unterstuetzung,

bei Simon McPartlin und noch zwei anonymen SpenderInnen, dafuer, dass sie ihre Paybackpunkte gespendet haben,

und beim Betterplace-Team dafuer, dass sie unser Projekt als moegliches 'Muttertagsprojekt' mit einem link zur ersten Seite verbunden haben.

All diese Hilfe koennen wir sehr gut gebrauchen, da wir zur Zeit die Einzelstunden in Traumatherapie allein durch Spenden von Privat finanzieren.

Wir haben daher wieder 5 Stunden Traumatherapie als neuen Bedarf eingestellt und freuen uns ueber 'Muttertags-Spenden'.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Leserinnen und Leser,

da ich fuer 15 Tage abwesend war und mich danach der Arbeitsalltag 'ueberfallen' hat, komme ich erst jetzt wieder dazu, mich fuer die Unterstuetzung von drei anonymen Payback-PunktespenderInnen zu bedanken. Mit ihrer Hilfe hat sich der derzeit noch offene Betrag fuer die Traumatherapie mit Frauen auf 58 € verringert.

Herzlichen Dank den SpenderInnen!

Und noch ein groesses Dankeschoen geht an unseren treuen Unterstuetzer Christoph H., dessen Sachspendenpaket vor ein paar Tagen wohlbehalten bei uns ankam: gefuellt mit einer Menge wunderschoener Stoffmalfarben fuer unsere Kreativen Workshops mit den Kindern. Amina war voellig begeistert und plant bereits den ersten Workshop, an dem die Kinder jedes fuer sich ein weisses T-Shirt mit eigenen kreativen Motiven gestalten koennen.

Natuerlich werden wir Fotos machen!!!

Herzliche Gruesse

aus dem sonnigen fruehlingshaften Gorazde

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G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde,

ein grosse Dankeschoen geht an unsere Unterstuetzerin A. Hanke - fuer ihre tolle Unterstuetzung, mit der sie den noch offenen Bedarf Traumatherapie vollends erfuellt hat!

Ich stelle nun wieder einen neuen Bedarf ein, da wir monatlich zwischen 40 und 60 Stunden traumatherapeutischer Einzelarbeit leisten.

Wir freuen uns ueber Ihre Spenden.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

G. Mueller

Das ist grossartig!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

gestern wurde der aktuelle Bedarf Traumatherapie fuer Frauen durch zwei Spenden komplett erfuellt! Darueber freuen wir uns sehr und danken dem/der anonymen Spender/in und unserem neuen Unterstuetzer P. Babnik herzlich.

Der Bedarf an einzeltherapeutischen Terminen fuer traumatisierte Frauen ist leider sehr gross, da die Bevoelkerung Gorazdes 3 1/2 Jahre Belagerung und staendige Todesbedrohung, sowie eine furchtbare Hungersnot und Mangel an fast allem Lebensnotwendigen ertragen musste. Noch schlimmer hat es die Frauen und Kinder getroffen, die aus den umliegenden Orten und Staedten Ostbosniens nach Gorazde vertrieben worden waren. Viele von ihnen erlitten Vergewaltigungen, wurden manchmal monatelang gefangengehalten und gefoltert, bevor ihnen dann die Flucht gelang.

SEKA ist bisher die einzige Einrichtung in Ostbosnien, die traumatherapeutische Hilfe anbietet. Diese Hilfe nehmen mehr und mehr Menschen an.

Mit Ihren Spenden helfen Sie mit, diese therapeutischen Angebote zu finanzieren.

Wir wuensche Ihnen allen ein schoenes fruehlingshaftes Osterwochenende!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

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G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

G. Mueller

Fotos von den beiden neuen Tueren

Liebe Freundinnen und Freunde,

nun bin ich endlich dazugekommen, die beiden schoenen neuen Tueren zu den Therapieraumen (Gruppenraum und Einzeltherapieraum) zu fotografieren und die Fotos hier einzustellen. Mit der Hilfe von Betterplace-Unterstuetzerinnen und Unterstuetzern konnten wir diese beiden Tueren komplett finanzieren. Wir danken allen, die uns dabei geholfen haben, sehr herzlich.

Die neuen Tueren sehen nicht nur schoen und hell aus, sondern sie sind auch gut isoliert und schliessen voellig dicht. Die Vertraulichkeit der therapeutischen Arbeit ist damit absolut gesichert. 

Nochmals danke!

Ihnen allen ein schoenes Osterwochenende!

Mit herzlichen Gruessen - fuer das SEKA Team -

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

G. Mueller

Vielen vielen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns ganz doll ueber die wunderbare Hilfe durch zwei unserer treuesten Unterstuetzer: M. Stein und H. Christoph. Durch ihre grosszuegige Hilfe wurden beide noch offene Projekt-Bedarfe erfuellt: die 10 Stunden Traumatherapie mit Frauen und die Sachspenden fuer den Kreativ-Workshop mit den Kindern.

Wir danken den beiden ganz ganz herzlich!

Ihnen allen wuenschen wir ein schoenes fruehlingshaftes Wochenende!

Viele Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

G. Mueller

Spenden und eine neue Fuersprecherin!

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns heute ueber weitere Spenden unserer UnterstuetzerInnen Sabine F. und U. Berger. Damit ist der noch offene Betrag fuer den aktuellen Bedarf Traumatherapie mit Frauen auf 130 € geschmolzen. Wir danken Sabine und Uwe herzlich!

Und dann geht noch ein Dankeschoen an unsere neue Fuersprecherin A. Klitgaard (eigentlich ist sie auch Besucherin), die uns in Gorazde besucht hat und in einer daenischen Zeitung ueber das Projekt SEKA und unsere Arbeit schreiben wird. Es war spannend, mit ihr ueber die aktuelle Situation in Bosnien-Herzegowina und ueber unsere Arbeit zu diskutieren. Danke, Anna!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller und Kolleginnen

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G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

G. Mueller

Weitere 10 Stunden Traumatherapie erfuellt!

Liebe Freundinnen und Freunde,

da ich zur Zeit unterwegs bin und nur selten an eine Internetverbindung komme, kann ich mich erst jetzt fuer die letzten Spenden bedanken: von G. Krabbe (ueber A. Hammoud) und von zwei Payback-SpenderInnen. Damit wurde der noch offene Betrag fuer 10 Stunden Traumatherapie komplett erfuellt. Das ist grossartig! Herzlichen Dank an Sie alle!

Wir haben einen weiteren Bedarf fuer Trauma-Einzeltherapiestunden eingestellt, da wir zwischen 40 und 60 solcher Stunden monatlich leisten und sie ausschliesslich durch Privatspenden finanzieren muessen.

Am kommenden Mittwoch werde ich wieder in Gorazde zurueck sein. Dann gibt es wieder regelmaessige Blogs - versprochen!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

G. Mueller

Seminar zu Traumatherapie abgeschlossen

Liebe Leserinnen und Leser,

am Freitag war der letzte Tag des ersten Seminars der Fortbildungsreihe 'Traumatherapie mit der Methode Psychodrama und imaginativen und kreativen Techniken' fuer Fachkolleginnen aus Gorazde und umliegenden Orten.

An 4 von 5 Tagen des ersten Seminars hatten die Teilnehmerinnen Gelegenheit, an eigenen aktuellen Themen zu arbeiten, bzw. sich an eigene traumatische Erfahrungen vorsichtig anzunaehern. Um jeder die ihr entsprechende Form der Arbeit an ihrem Thema zu ermoeglichen, boten wir die Moeglichkeit entweder mit Skulpturen oder Symbolen auf der grossen Psychodramabuehne zu arbeiten, oder aber mit Malen und Symbolen auf der 'kleinen Buehne' (einem Blatt Papier) zu arbeiten, oder aber - als Moeglichkeit der geringsten Intensitaet - auf der 'inneren Buehne', d.h. verbal mit Hilfe der Imagination. Jede der Teilnehmerinnen bekam zu ihrer Arbeit Feedbacks (bei der Arbeit mit 'Hilfs-Ichs' - d.h. wenn andere Teilnehmerinnen Rollen in der Skulptur uebernommen hatten), bzw. 'Sharings' (d.h. die uebrigen Frauen konnten eigene Erfahrungen und Gefuehle mitteilen, die durch die Arbeit der Protagonistin beruehrt worden waren.

Die Arbeit an den vier Selbsterfahrungstagen war sehr intensiv und beruehrend. Wir Leiterinnen waren erstaunt, wie sehr sich die Frauen nach kurzer Zeit oeffneten, obwohl die Zusammensetzung der Gruppe in mehrerer Hinsicht eine Herausforderung bedeutete: Die meisten Frauen kannten sich  persoenlich und / oder beruflich und hatten in ihrem Alltag miteinander zu tun, was in der Regel ein Sich Oeffnen eher verhindert. Ausserdem ist die Gruppe gemischt, d.h. sie besteht aus Bosniakinnen und Serbinnen (Musliminnen und Orthodoxglaeubigen), aus Frauen, die in der (bosniakisch-kroatischen) Foederation und Frauen, die in der (serbischen) Republika Srpska leben, aus Frauen, die den Krieg im Land ueberlebt haben und Frauen, die geflohen und dann wieder zuerueckgekehrt waren. Zwischen all diesen Gruppierungen bestehen in der Gesellschaft erhebliche Spannungen. Auch dieser Umstand erschwert in der Regel ein Sich Oeffnen der Teilnehmerinnen stark und erfordert einiges Fingerspitzengefuehl von den Leiterinnen.

Allerdings hat sich auch bei diesem Seminar erneut gezeigt, dass Sensibilitaet, aber auch Klarheit (bzgl. der verabredeten Regeln) und die achtsam angewandte Methode Psychodrama eine hervorragende Grundlage bilden fuer das Wachsen von Vertrauen zwischen den Teilnehmerinnen.Jede der Teilnehmerinnen traegt seit Jahren ihre Traumata mit sich herum. Keine von ihnen hatte bisher die Moeglichkeit, therapeutisch daran zu arbeiten. Taeglich sind sie aber durch ihre Arbeit zusaetzlich mit massiven Problemen und schweren Traumata ihrer KlientInnen konfrontiert - die 'ideale' Voraussetzung fuer Burn Out.

Waehrend des Seminars teilten die Frauen viele schmerzhafte Erfahrungen miteinander und erfuhren die Unterstuetzung der Gruppe. Sie erkannten und benannten Themen, an denen sie in der Zukunft arbeiten moechten, fuer die sie sich jetzt jedoch noch nicht bereit fuehlten.

Nach fuenf Tagen verabschiedeten sich die Frauen wie alte Freundinnen. "Ich warte schon auf den Mai und unser naechstes Seminar," meinte eine der Teilnehmerinnen beim Abschied. "Diese Woche ist etwas vom Wertvollsten, was ich in meinem Leben erfahren habe! Es war nicht immer einfach. Aber jetzt fuehle ich mich erfuellt und reich - und ich weiss, ich habe 'meine Gruppe' ".

Auch mich haben die Lebensgeschichten und besonders der Mut der Teilnehmerinnen, mit dem sie ihr Leben bewaeltigen, sehr beruehrt. Ich fuehle mich um eine kostbare Erfahrung reicher. Und ich freue mich, dass wir am Ende auch viel gelacht haben!

Nun freue ich mich auf eine Woche Urlaub!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Vielen vielen Dank!

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns heute sehr ueber vielfache Unterstuetzung fuer die Traumatherapie mit Frauen: von unserem treuen Freund Michael S., von Sabine F, Hedwig R. und noch zwei anonymen SpenderInnen. Ihnen allen ein ganz herzliches Dankeschoen!

Heute war unser dritter Tag des ersten Seminars der Fortbildungsreihe 'Traumatherapie mit der Methode Psychodrama und imaginativen und kreativen Techniken': Jeden Tag waechst die Gruppe mehr zusammen. Auch heute haben wir intensiv an persoenlichen Themen der Teilnehmerinnen gearbeitet. Einen ausfuehrlicheren Bericht ueber das Seminar werde ich nach dem fuenften und letzten Tag schreiben.

Jetzt ist erst mal Feierabend angesagt...

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

2. Seminartag zu 'Traumatherapie'

Liebe LeserInnen, liebe FreundInnen und UnterstuetzerInnen,

wir freuen uns ueber drei weitere Payback-Punktespenden in den letzten Tagen fuer den Bedarf 10 Stunden Traumatherapie mit Frauen. Monatlich leisten wir zwischen 40 und 60 Stunden Einzeltherapie mit traumatisierten Frauen. Viele von ihnen haben Vergewaltigungen und Folterlager ueberlebt. Wir freuen uns ueber jede Spende zur Finanzierung dieses Angebots!

Heute fand der zweite Tag des ersten Seminars der Fortbildungsreihe Traumatherapie statt. Auch heute war ein intensiver Tag, an dem einige der Teilnehmerinnen entweder auf der 'grossen Psychodrama-Buehne' oder auf einer 'imaginierten Buehne' aktuelle Themen bearbeiteten bzw. sich vorsichtig an traumatische Themen annaeherten.

Die Vertrauensbasis in der Gruppe waechst mit jedem Tag - viel schneller als wir Leiterinnen das erwartet haben. Die Gruppe ist zum einen gemischt (Bosniakinnen und Serbinnen), zum anderen kennen sich die Teilnehmerinnen sowohl aus privaten wie auch beruflichen Zusammenhaengen, was in der Regel ein Sich-Oeffnen deutlich erschwert.

Es zeigt sich, dass es von grossem Vorteil war, dass die Kolleginnen sich untereinander und die Methode und Arbeitsweise bereits auf dem 'Entscheidungsseminar' im Dezember kennenlernen konnten und sich danach fuer die Teilnahme am gesamten 3 1/2 jaehrigen Fortbildungszyklus entschieden haben. Dadurch haben wir eine Gruppe mit hochmotivierten und engagierten Teilnehmerinnen zusammenstellen koennen.

Wir danken an dieser Stelle auch ganz besonders dem Deutschen Komitee des Weltfrauengebetstags, der die gesamte Fortbildungsreihe finanziert. Das ist wirklich grossartig!

Herzliche Gruesse

bis zum naechsten Blog

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Fortbildungsreihe Traumatherapie

Liebe Leserinnen und Leser,

heute beginnen wir mit dem ersten Seminar der 3 1/2 jaehrigen Fortbildungsreihe 'Traumatherapie mit der Methode Psychodrama und imaginativen und kreativen Techniken' im SEKA-Haus. Das Seminar wird 5 Tage dauern. 14 Kolleginnen aus unterschiedlichen Gesundheitseinrichtungen und Schulen nehmen teil. Im Dezember hatten wir nach einem 'Entscheidungsseminar' die Gruppe endgueltig zusammengestellt. Aufgrund des grossen Interesses haben wir die Zahl der Teilnehmerinnen von 12 auf 14 erhoeht.

Waehrend dieses ersten Seminars werden wir den Kolleginnen zu allererst Gelegenheit zu Selbsterfahrung mit der Methode Psychodrama geben.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Traumatherapie in der bosn. Nachkriegsgesellschaft

Liebe Leserinnen und Leser,

hier kommt nun noch der dritte Blog ueber den friedenstherapeutischen Ansatz in der SEKA-Arbeit. Darin geht es um die besonderen Schwierigkeiten trauma-therapeutischer Arbeit in der bosnischen Nachkriegsgesellschaft. Wir freuen uns ueber Ihr Interesse - und auch ueber Fragen oder Rueckmeldungen.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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Die besonderen Schwierigkeiten trauma-therapeutischer Arbeit in der bosnischen Nachkriegsgesellschaft

Wie ich weiter oben deutlich gemacht habe, ist psychotherapeutische Hilfe für die traumatisierte Bevölkerung im heutigen Bosnien-Herzegowina von großer Dringlichkeit. Gleichzeitig wirken die Bedingungen der Nachkriegsgesellschaft jedoch in vielen Fällen stark hemmend oder gar retraumatisierend auf die Klientinnen und Klienten und werfen sie in ihrem Heilungsprozess immer wieder zurück. Im Folgenden werde ich die gravierendsten Probleme im Nachkriegs-Bosnien-Herzegowina kurz beschreiben und ihre Auswirkungen auf die therapeutische Arbeit an Beispielen zu erläutern.

Aktuelle politische Situation in Bosnien-Herzegowina

Die innerstaatliche Politik in Bosnien-Herzegowina wird noch immer bestimmt von den Kämpfen der nationalistischen Parteien aller drei ‚Entitäten’(bosnische Serben, Kroaten und Bosniaken) um die Vorherrschaft in Politik und Verwaltung, bzw. von Bestrebungen Bosnien-Herzegowina doch noch in drei Teile zu teilen: einen serbischen (Republika Srpska), einen kroatischen (die Herzegowina) und einen bosniakischen (Zentralbosnien). Jeglicher Fortschritt und vor allem jede Demokratisierung, sowie die Aufnahme in die Europäische Union wird auf diese Weise blockiert. Bosnien-Herzegowina schlittert von einer selbstgemachten Krise in die nächste. In den führenden Positionen sitzen noch immer die (für den Krieg verantwortlichen) alten Eliten.

Die Korruption ist horrend. Rechtsstaatlichkeit gibt es nur auf dem Papier. Recht zu haben und auch Recht zu bekommen sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Eine meiner Klientinnen z.B. – als Angehörige der Minderheit terrorisiert und zwangsenteignet während des Krieges – musste jetzt (14 Jahre nach dem Krieg) erleben, wie ein korruptes Gericht ihre Klage abweist und sie noch zu Entschädigungszahlungen an die Gegenseite (die Familie eines verurteilten Kriegsverbrechers) verurteilt. Ihr Ehemann ist vor 2 Jahren an den Folgen des Terrors gestorben. Sie lebt in extremer Armut. Verzweiflung und Ohnmachtsgefühle münden bei ihr immer wieder in selbstdestruktives Verhalten. Die therapeutische Arbeit mit ihr bedeutet, sie in konkreten realistischen Schritten zu unterstützen (Einschaltung von Menschenrechtsorganisationen, Vermittlung einer neutralen Rechtsberatung) und andererseits immer wieder von neuem an ihrer Stabilisierung zu arbeiten sowie an Möglichkeiten sich zu schützen und mit sich selbst achtsam umzugehen. An eine therapeutische Annäherung an die während des Krieges erlebten Traumata ist unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht zu denken.

Angstmache als Mittel der Manipulation

Zusätzlich schüren nationalistische Politiker und von ihnen kontrollierte Medien immer wieder die Angst der Menschen vor einem neuen Krieg, um sie damit besser manipulieren zu können und sich an der Macht zu halten.

Dies hat insbesondere auf traumatisierte Menschen gravierende Auswirkungen. Die reale Angst machende Situation verstärkt die traumabedingten Ängste bei unseren KlientInnen und führt zum Wiederaufleben oder zur Verstärkung von Traumasymptomen:, zum vermehrten Auftreten von Intrusionen (Überflutung mit traumatischen Bildern, Gefühlen, Alpträume), Anspannung (Übererregung), Schlaflosigkeit und Panikattacken.

Für viele meiner Klientinnen wirken häufig bereits die Fernseh-Nachrichten (Berichte über die Entdeckung neuer Massengräber, die ständige Wiederholung von Filmen aus dem vergangenen Krieg / über Kriegsverbrechen anlässlich von Jahrestagen, die Drohungen nationalistischer Politiker, die Nachrichten über das Tribunal in Den Haag und ähnliches) retraumatisierend. Obwohl sie diese Beiträge eigentlich nicht sehen wollen, da sie die traumatischen Erinnerungen beleben, ist es ihnen oft unmöglich, sich davon los zu reißen. Es kommt ihnen vor, als ob sie durch das Sehen dieser Filme ‚ein Stück mehr Kontrolle’ hätten – oder sich bestätigen können, dass ihre traumatischen Erfahrungen wirklich stattgefunden haben.

In der Therapie arbeiten wir daran, dass die Klientinnen so früh wie möglich (an ihren Körperreaktionen) erkennen, wenn sie etwas beunruhigt oder ängstigt, und dass sie durch innere Distanzierung (evtl. aus der Position der ‚inneren Beobachterin’, vgl. Reddemann 2001 und 2004) entscheiden, ob sie sich einer Situation aussetzen wollen oder nicht. Dies fällt ihnen oft schwer, da sie (aufgrund ihrer Traumatisierung einerseits und ihrer weiblichen Sozialisation andererseits) gewohnt sind, die Erwartungen anderer zu erfüllen: beim Fernsehen nicht ins andere Programm zu schalten, weil der Ehemann die Nachrichten sehen will; zu einer Gedenkfeier an einen für sie traumatischen Ort zu gehen, weil das ihre Angehörigen erwarten, obwohl sich in ihnen alles sträubt und sie dazu noch nicht bereit sind; aus einem Gefühl der Verpflichtung an Aktionen ihrer Opferorganisation mitzumachen, bei denen sie von Nationalisten beschimpft werden; Journalisten Interviews über die erlebte Gewalt zu geben, obwohl sie danach seelisch und körperlich zusammenbrechen. Alle diese Situationen, die sie gegen ihren Willen erdulden, wirken in höchstem Maße retraumatisierend (s.u.).

Arbeit an der Stabilisierung der Klientin bedeutet in diesem Fall einerseits die Auseinandersetzung mit von der Traumatisierung geprägten Verhaltensmustern und andererseits auch mit Geschlechtsrollen-Stereotypen. Sie beinhaltet Bewußtseinsarbeit mit den Klientinnen zu den Themen Menschenrechte, Bedürfnisse und Grenzen, Entwicklung von Strategien zur Selbstbehauptung und ähnliches mehr. Außerdem ist es wichtig, mit den Klientinnen Möglichkeiten zu erarbeiten, wie sie die in sich angestaute Aggression (sowohl als Folge der erlebten Gewalt aber auch als Reaktion auf die aktuelle Situation) gefahrlos für sich und andere ausdrücken bzw. die darin enthaltene Energie evtl. konstruktiv nutzen können. Konkret heißt das, den Klientinnen auch zu helfen, die Wut hinter ihrer Angst oder ihrer Scham zu erkennen, da Wut, die nicht geäußert werden darf, sich häufig in Angst (oder Scham) verkehrt. Dieser Prozess kann aber auch bewusst gemacht und wieder umgekehrt werden. Das Spüren und Ausdrücken der Wut in einem geschützten Rahmen ist in diesem Fall heilsam und hilfreich und gibt der Klientin ihre Handlungsfähigkeit wieder zurück.

Ökonomische Misere und Perspektivelosigkeit

Die Wirtschaft Bosnien-Herzegowinas ist noch immer in einem desolaten Zustand (darüber können auch nicht die neuerbauten Stahl-Glas-Beton-Hochhäuser in Sarajevo hinwegtäuschen), der sich durch die internationale Finanzkrise noch verschärft hat. Natürlich ist einer der Gründe in den massiven Zerstörungen während des Krieges zu finden – und ein anderer im Übergang von einer ehemals sozialistischen Wirtschaft in eine kapitalistische. Doch die Hauptgründe liegen in der korrupten Art der Privatisierung, dem Ausplündern der ehemaligen Staatsbetriebe durch die politischen Eliten und in der Blockade eben dieser Elite, die nötigen politischen Rahmenbedingungen zu schaffen für eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung.

Eines der größten Probleme liegt in der ‚ökonomischen Abkoppelung’ breiter Teile der Bevölkerung: Der Anteil der Bevölkerung, der weit unter dem (bereits niedrigen bosnischen) Existenzminimum lebt, wird immer größer. Hohe Arbeitslosigkeit, keine funktionierende Sozialhilfe, katastrophale Gesundheitsversorgung, Wohnungslosigkeit und andere existentiellen Probleme vergrößern die Chancenlosigkeit eines wachsenden Teils der Bevölkerung; viele Menschen sind ohne jedes geregelte Einkommen, sie überleben von Tag zu Tag. Gleichzeitig erlebte Bosnien-Herzegowina in den letzten zwei Jahren eine starke Inflation – ebenfalls zumindest teilweise als Folge der politischen Instabilität und z. T. künstlich angefacht. Manche Lebensmittel haben sich in zwei Jahren um 50 % verteuert. (In Hamburg kann man in Discountermärkten günstiger einkaufen als in dem billigsten Supermarkt Gorazdes!)

Viele unserer KlientInnen leben in großer wirtschaftlicher Not. Sie schlagen sich durch mit Gelegenheitsarbeiten, Putzen, Hilfe in der Landwirtschaft, um wenigstens einige Lebensmittel zu bekommen, Nähen, Stricken, Beeren und Pilze sammeln u.ä. Wer einen Garten hat, nutzt ihn intensiv.

Eine Klientin, deren Familie 1 ½ Jahre ohne jedes Einkommen war, sammelte zusammen mit ihrem Mann Altmetall, um es für ein paar Mark (die bosnische Währung ist die ‚Konvertible Mark’) zu verkaufen. Da auch andere auf diese Weise zu überleben versuchten und es kaum mehr Alteisen zu finden gab, begannen sie auch auf Minenfeldern zu sammeln. Erst als dem Ehemann die Mindestrente zuerkannt wurde, erzählte sie mir, auf welche Weise sie überlebt hatten. Zuvor war sie nicht in der Lage darüber zu sprechen, da sie sich dann selbst hätte zugeben müssen, welcher Gefahr sie sich damit aussetzten. In ihrer Verzweiflung hatten sie keine andere Möglichkeit gesehen, ihre vierköpfige Familie zu ernähren.

Die Sorgen um ihre ungesicherte Existenz werfen viele KlientInnen immer wieder zurück und stürzen sie in neue Krisen. Die dominanten Gefühle der traumatischen Erfahrung: Ohnmacht, Verlust jeglicher Handlungsfähigkeit und (Todes-)Angst werden durch die von der realen Situation ausgelösten Ängste und Ohnmachtsgefühle wiederbelebt und wirken destabilisierend oder gar retraumatisierend. Vor allem wenn die existentielle Notsituation sich über lange Zeit (Monate oder gar Jahre) hinzieht, geraten die Betroffenen in schwere oft auch suizidale Krisen, oder ihre psychische Belastung manifestiert sich zuerst in psychosomatischen und schließlich auch schweren somatischen Krankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Krebserkrankung.

Die traumatherapeutische Arbeit reduziert sich unter diesen Bedingungen auf Begleitung und immer wieder von neuem Arbeit an der Stabilisierung. Die durch die Therapie mühsam wieder gewonnene Selbstachtung und das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit werden durch anhaltende existenzielle Notsituationen immer wieder erschüttert. Oft führt die Frustration und das Gefühl der Ohnmacht zu selbstdestruktiven Reaktionen der KlientInnen. Es ist daher wichtig, in der therapeutischen Arbeit die KlientInnen zu unterstützen, sich die reale Situation bewusst zu machen, bisher Erreichtes anzuerkennen, den Handlungsspielraum auszuloten, sich Möglichkeiten und Grenzen bewusst zu machen und gleichzeitig die Unterschiede zur traumatischen Situation herauszuarbeiten. Das Ziel ist, den KlientInnen zu helfen, trotz aller realer Schwierigkeiten, die eigene Person im ‚Hier und Jetzt’ wieder als kompetent, handlungsfähig und wertvoll zu erleben.

Eine Annäherung an die traumatische Erfahrung ist nicht möglich, so lange sich die reale Situation nicht stabilisiert hat.

Traditionell patriarchale Gesellschaftsstruktur

Dies ist natürlich keine ‚bosnische Spezialität’, aber die patriarchalen Geschlechtsrollen und die patriarchale Gesellschaftsstruktur sind insbesondere in den ländlichen Gebieten noch sehr stark ausgeprägt – mit all den bekannten Folgen einer patriarchalen Zurichtung von Mädchen und Jungen. Tendenziell beinhaltet dies eine Sozialisierung der Mädchen zu potentiellen Opfern und der Jungen zu potentiellen Tätern. Diese Polarisierung der Rollen wird durch die Ideologien des Nationalismus und Rassismus noch verschärft und kulminiert im Militarismus und realen Krieg. Auch im bosnischen Krieg wurden Frauen bevorzugt zu Opfern gemacht – individuell und zur kollektiven Terrorisierung der gesamten gegnerischen Bevölkerungsgruppe (Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen waren auch in diesem Krieg eines der ‚wirkungsvollsten’ Mittel zur Vertreibung / ethnischen Säuberung’).

Allerdings wurden auch viele Männer zu Opfern – oder auch als Soldaten massiv traumatisiert. Die Nachkriegsgesellschaft wollte dies jedoch lange nicht wahrhaben – traumatisierte Männer stellten und stellen das patriarchale Männerbild: ‚Mann = Held ohne Furcht und Schwäche’ in Frage.

Bewusstseinsbildung zum Thema ‚Geschlechterdemokratie’ stellt daher einen wichtigen Aspekt im friedenstherapeutischen Ansatz der SEKA-Arbeit dar – in der Arbeit mit Frauen und Kindern ebenso wie mit den Veteranen, oder im Hinblick auf MultiplikatorInnen und gesellschaftliche FunktionsträgerInnen.

 

Missbrauch der Opfer durch Politik, Medien und teilweise auch durch die eigenen Interessenverbände

Die Opfer des Krieges erfahren in der bosnisch-herzegowinischen Nachkriegsgesellschaft nur ungenügende Unterstützung. Allerdings werden sie bei jeder passenden Gelegenheit von Politik, Medien und leider auch oft von den eigenen Interessenverbänden schamlos missbraucht  – mit schlimmen Folgen für die Betroffenen.

Im SEKA-Haus arbeiten wir mit vielen Frauen, die Kriegsvergewaltigungen überlebt haben. Sie sind organisiert in einer eigenen überregionalen Vereinigung. Dies ist für sie mehr oder weniger eine Voraussetzung, um aufgrund ihrer schweren Traumatisierung eine Invalidenrente bekommen. Die Vorsitzende dieser Vereinigung, die nationalistischen Kreisen nahe steht, kontrolliert die Vereinsfrauen allerdings und setzt sie immer wieder massiv unter Druck.

So verbietet sie beispielsweise den Frauen, therapeutische Hilfe wahrzunehmen. Die Frauen kommen heimlich zu den Angeboten im SEKA-Haus. Sie zwingt sie, an Aktionen an Schauplätzen von Kriegsverbrechen teilzunehmen, wo sich die Frauen als Vergewaltigungsopfer präsentieren müssen und von den Zuschauern häufig beschimpft, gedemütigt und bedroht werden. Sie zwingt sie zu Fernseh-Interviews über die erlebte Gewalt, die die Frauen als erneute Vergewaltigung erleben. Sie nützt die Traumatisierung und die Abhängigkeit der Frauen aus – all das angeblich um Gerechtigkeit für die Opfer zu erlangen. Jede dieser Situationen führt jedoch für die Betroffenen zu einer schweren Retraumatisierung.

Die Manipulation und der Missbrauch der Opfer durch die, die sie eigentlich vertreten und unterstützen sollten, erbittert uns immer wieder in besonderem Maß. Es ist für uns schrecklich mitzuerleben, wie Klientinnen, die sich gut stabilisiert hatten und wieder Lebensfreude und Zuversicht empfanden, immer wieder massive Rückfälle erleiden. Eine direkte Intervention unsererseits gegenüber der Vereinigung verbietet sich (aufgrund unserer Schweigepflicht und da sich die Lage für die Klientinnen nur noch verschlimmern würde). Der einzige Weg besteht in der Unterstützung und Stärkung der Frauen, um ihnen zu ermöglichen, sich zu behaupten und die für sie nicht akzeptablen Forderungen der Vorsitzenden abzulehnen oder andere Wege zu finden, sich ihnen zu entziehen.

Resümee

Trotz der zahlreichen und massiven Schwierigkeiten, mit denen wir uns tagtäglich auseinandersetzen müssen, freuen wir uns auch über die Erfolge unserer Arbeit.

In den drei Jahren, die SEKA nun in Ostbosnien tätig ist, haben wir uns große Anerkennung erarbeitet. Natürlich war das Projekt schon durch seine Arbeit auf Brac auch in Bosnien-Herzegowina bekannt – allerdings hauptsächlich bei den Frauenorganisationen, die unsere Angebote seit 1997 wahrgenommen haben. Seit SEKA nach Gorazde umgezogen ist, hat sich der anfängliche Widerstand der Institutionen gegenüber dem friedenstherapeutischen Ansatz SEKAs nicht nur aufgelöst, sondern in Wertschätzung und gute Zusammenarbeit verwandelt. Die Institutionen im Kanton schicken uns nicht nur KlientInnen sondern bitten inzwischen auch um Fortbildung und Supervision für ihre Mitarbeiterinnen.

Die traumatherapeutischen Fortbildungsreihen des SEKA-Projekts sind in ganz Bosnien-Herzegowina bekannt und gefragt. Auf die Ausschreibung zu unserer neuesten Fortbildungsreihe in Traumatherapie, die wir auf Ostbosnien begrenzten, bekamen wir dennoch auch viele Bewerbungen aus anderen Städten. Wir werden immer wieder gebeten, auch in anderen Institutionen Fortbildungen in unserer spezifischen Methode der Traumatherapie durchzuführen (so z. B. in den Fachfortbildungen des Traumazentrums Sarajevo oder von Therapeutischen Weiterbildungsinstituten in Bosnien-Herzegowina und Slowenien). Einen großen Teil dieser Anfragen müssen wir ablehnen. Derzeit führen wir neben den Fortbildungsreihen im SEKA-Haus nur eine jeweils vierjährige Fortbildungsreihe mit zwei palästinensischen Teams im Libanon durch und eine mehrjährige Fortbildungsreihe mit dem Team des Autonomen Frauenzentrums gegen Gewalt in Belgrad.

Als größten Erfolg sehen wir allerdings, dass SEKA mit seinen traumatherapeutischen Angeboten von der lokalen Bevölkerung des Kantons Gorazde angenommen wurde, wo es bis vor kurzem für Betroffene fast unmöglich schien, psychologische oder psychotherapeutische Hilfe zu suchen, da sie dann als ‚verrückt’ und ‚unzurechnungsfähig’ abgestempelt wurden. Durch unsere intensive Öffentlichkeitsarbeit, vielleicht aber noch mehr durch die ‚Reklame’ unserer KlientInnen, mit denen sie andere motivierten, ebenfalls im SEKA-Haus Hilfe zu suchen, wenden sich nun gerade auch die Menschen ohne Scheu an uns, die oft seit vielen Jahren alleine und verzweifelt mit den Folgen ihrer Traumata kämpfen. Und: über das bisherige Tabu-Thema ‚Trauma’ wird inzwischen auf allen Ebenen der Gesellschaft offen diskutiert.

            Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Fasermalstifte fuer Textil / Stoff

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute haben wir noch einen neuen Bedarf (Sachspenden) eingestellt. Seit Jahren fuehren wir mit den Kindern immer wieder kleine Kreativ-Workshops durch. Die Kinder koennen dann jedes fuer sich ein T-Shirt mit Motiven gestalten. Wir haben nun durch einen unserer Unterstuetzer wieder eine Spende weisser T-Shirts bekommen. Dass ist grossartig! Allerdings benoetigen wir noch Fasermalstifte / Filzstifte fuer Textil / Stoff in verschiedenen Farben. (Die alten Stifte sind verbraucht.)

Da wir solche Stifte hier in Bosnien-Herzegowina nicht besorgen koennen, waeren wir gluecklich, wenn uns UnterstuetzerInnen aus Deutschland solche Stifte als Sachspende schicken koennten.

Es ist allerdings wichtig, dass die Stifte speziell fuer Stoff / Textil sind (Steht drauf). Diese koennen durch Buegeln dann dauerhaft fixiert werden, so dass die T-Shirts mit 60 °C in der Waschmaschine gewaschen werden koennen und nicht ausfaerben.

Wir freuen uns ueber Ihre Unterstuetzung!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Amina Vrana

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Ein grosses Dankeschoen!

Liebe Leserinnen und Leser,

heute geht ein ganz grosses Dankeschoen an vier Payback-SpenderInnen und eine/n anonyme/n betterplace-Spender/in, die den Bedarf fuer 4 Termine der Kindertherapiegruppe komplett erfuellt haben. Ein/e weitere/r anonyme/r betterplace-Spender/in hat darueber hinaus den Bedarf fuer 4 Termine Frauentherapiegruppe vollstaendig erfuellt. Das ist einfach wunderbar! Wir danken auch dieser/m Spender/in sehr herzlich!

Wir haben nun einen weiteren Bedarf '10 Stunden Traumatherapie mit Frauen' eingestellt. Monatlich leisten wir zwischen 40 und 60 Stunden Einzeltherapie mit Frauen, die durch Gewalterfahrungen (haeufig Vergewaltigungen) traumatisiert sind. Wir freuen uns ueber Ihre Unterstuetzung.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Der ‚friedenstherapeutische Ansatz’ von SEKA

Liebe Leserinnen und Leser,

vor ein paar Tagen habe ich in einem Blog darueber geschrieben, was Trauma bedeutet und welche verschiedenen Formen von Trauma es gibt. Heute moechte ich vor dem Hintergrund dieses Blogs zum Thema Trauma den "friedenstherapeutischen Ansatz" in der SEKA-Projektarbeit vorstellen.

Wir freuen uns ueber interessierte Leserinnen und Leser.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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Der ‚friedenstherapeutische Ansatz’ in der konkreten Arbeit des SEKA-Projekts

Um den individuellen Bedürfnissen traumatisierter Menschen gerecht zu werden und gleichzeitig  zu einem nachhaltigen Friedensprozess beizutragen, haben wir in der SEKA-Arbeit über die Jahre einen spezifischen ‚friedenstherapeutischen Ansatz’ entwickelt, der die immense Bedeutung von verdrängten und unterdrückten Traumata als Nährboden für gewalttätige Konflikte und Kriege betont und daraus die Wichtigkeit der Überwindung individueller und kollektiver psychischer Traumata ableitet.  SEKAs friedenspolitischer Ansatz ist daher immer auch ein traumatherapeutischer.

Gleichzeitig beinhaltet er gesellschaftliche Bewusstseinsbildung bzgl. individueller und kollektiver Traumafolgen, sowie die Förderung einer "Kultur des Dialogs" zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen – als Vorbedingung für die Entwicklung einer demokratischen, gerechten und friedlichen Gesellschaft.

Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit - neben der psychotherapeutischen Hilfe für Frauen - ist die therapeutisch-pädagogische Gruppen- und Einzelarbeit mit Kindern und Jugendlichen, die unmittelbar oder transgenerationell traumatisiert sind.

 

Den friedenstherapeutischen Ansatz setzen wir mit folgenden konkreten Angeboten um:

  • Trauma-therapeutische Einzel- und Gruppenarbeit mit traumatisierten Frauen und Kindern auf der Basis der Methode Psychodrama und imaginativen und kreativen Techniken.

Die traumatherapeutische Arbeit enthält stets auch psycho-edukative Elemente (zum Thema Trauma und anderen für die Traumatherapie relevanten Themen: Ressourcen, Emotionen, Bedürfnisse und Grenzen, Kommunikation, Egos-States u.a.m.).

In der Therapie ermöglichen wir den KlientInnen, den Sinn ihrer Symptome zu verstehen als ‚normale Reaktion auf eine furchtbare Erfahrung’. Wir erarbeiten mit ihnen Techniken und Übungen zur besseren Kontrolle der Traumasymptome und zur Stabilisierung. Wir helfen ihnen, sich ihrer Ressourcen und Potentiale wie auch ihrer Bewältigungsstrategien bewusst zu werden und dieses Spektrum zu erweitern. Durch die Arbeit an Emotionen, mit hilfreichen wie destruktiven Ego-States und an konkreten Alltagsproblemen gewinnen die Klientinnen die Kontrolle über ihr gegenwärtiges Leben zurück (soweit die realen Bedingungen das zulassen, siehe unten). Die Therapie ermöglicht die Rückgewinnung von Vertrauen, Selbstachtung und Handlungsfähigkeit, die durch die traumatische(n) Erfahrung(en) zerstört wurden.

All dies stabilisiert die Klientinnen und stellt die Grundlage dar für eine Annäherung an die traumatischen Erfahrungen und schließlich für deren Integration.

Eine Bearbeitung der traumatischen Erfahrungen (Traumakonfrontation) ist allerdings nur dann möglich, wenn die Klientin in einer grundsätzlich stabilen Situation lebt – was ihre Wohnsituation, ihre wirtschaftliche Situation und die Beziehungen in ihrem Umfeld anbetrifft. Ist die aktuelle Situation nach wie vor problematisch, ist eine Trauma-Konfrontation kontraindiziert, da sie zur Retraumatisierung und Auslösung einer schweren Krise führen kann. Stattdessen ist es nötig immer wieder an der Stabilisierung der Klientin zu arbeiten.

 

  • Fortbildungsreihen in Traumatherapie für Fachkolleginnen, um sie für die Arbeit mit traumatisierten Klientinnen zu sensibilisieren und auszubilden, sowie ihnen Gelegenheit zu geben, eigene Traumata zu verarbeiten.

Die professionellen Fachkolleginnen (Psychologinnen, Psychiaterinnen, Sozialarbeiterinnen und Pädagoginnen), die in Bosnien-Herzegowina in den Institutionen (Zentren für psychische Gesundheit, Gesundheitszentren, Krankenhäusern, Zentren für Sozialarbeit, Schulen und Kindergärten) mit der überwiegend traumatisierten Bevölkerung arbeiten, verfügen in den seltensten Fällen über eine adäquate psychotherapeutische Ausbildung und können daher den traumatisierten KlientInnen keine wirkungsvolle Hilfe anbieten. PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) wird in Bosnien-Herzegowina fast nur medikamentös behandelt. Im Grunde werden die PatientInnen nur ruhig gestellt. Viele der Fachkolleginnen sind außerdem selbst traumatisiert und fühlen sich von der großen Zahl schwer traumatisierter KlientInnen überfordert. Die Folgen sind Burn-Out und / oder Abwehr gegenüber den KlientInnen.

In den 3 ½ jährige Fortbildungsreihen ‚Traumatherapie mit der Methode Psychodrama und imaginativen und kreativen Techniken’, die wir im SEKA-Haus durchführen, können die Fachkolleginnen eigene Traumata verarbeiten und bekommen gleichzeitig eine fundierte Ausbildung für die Arbeit mit traumatisierten KlientInnen. Außerdem werden sie sensibilisiert bzgl. der gesellschaftlichen Auswirkungen individueller und kollektiver Traumata. Als Multiplikatorinnen geben sie ihre Kenntnisse auch an ihr berufliches Umfeld innerhalb ihrer Einrichtungen weiter.

Durch die Fortbildungen erreichen wir eine deutliche Verbesserung des trauma-therapeutischen Angebots in der Region und eine Sensibilisierung für die gesellschaftliche Dimension von Trauma.

 

  • Therapeutische und Fortbildungsarbeit mit gemischten Gruppen (Teilnehmerinnen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen / Entitäten) auf der Basis der humanistischen Psychologie und der behutsam angewandten Methode des Psychodramas.

Um einen Contra-Effekt in der Arbeit mit gemischten Gruppen zu vermeiden, ist es wichtig u.a. durch die gemeinsame (anonyme) Erarbeitung von Gruppenregeln zu Beginn der Gruppe einen sicheren Rahmen für die Gruppenarbeit zu schaffen. Eine der wichtigsten Regeln ist dabei, dass jede nur von sich und aus der konkreten eigenen Erfahrung spricht – und nicht über Dinge, die sie nur vom Hörensagen weiß, bzw. dass sie eigene Erfahrungen generalisiert.

Die Psychodrama-Methode macht es möglich, dass die Teilnehmerinnen die Erfahrungen bzw. die Gefühle der anderen auf der Psychodrama-Bühne miterleben und als ‚Hilfs-Ichs’ sogar Teil dieser Szene werden. Die Psychodrama-Technik ‚Rollentausch’ ermöglicht es sogar, sich selbst in der Situation der Protagonistin[1] zu erleben. Das gemeinsame Erleben dieser Szenen lässt die üblichen ‚Diskussionen über die Schuldfrage’ überflüssig werden. Die Psychodrama-Techniken des ‚Rollenfeedbacks’[2] und des ‚Sharings' [3] geben den Teilnehmerinnen die Möglichkeit, ihre eigenen Gefühle und Erfahrungen, die die Szene der Protagonistin berührt hat, mit der Gruppe zu teilen. (vgl. auch Jutta Fürst u.a., 2004) Jede dieser Szenen bringt die Gruppe näher zusammen und fördert den authentischen Kontakt zwischen den Frauen und das gegenseitige Verständnis.

Allerdings erfordert die Arbeit mit gemischten Gruppen von den Leiterinnen Erfahrung und ein hohes Maß an Sensibilität einerseits und Klarheit (bzgl. der Einhaltung der Regeln) andererseits. Hilfreich ist es, wenn sich die Leiterin mit eigenen Sharings als ‚Modell’ einbringt. Dies kann oft ‚das Eis brechen’ und den Teilnehmerinnen mehr eigene Offenheit ermöglichen.

 

  • Therapeutisch-psycho-edukative Seminare mit kriegstraumatisierten Veteranen

Die Seminare mit Veteranen sind für uns ein wichtiger Teil der friedenstherapeutischen Arbeit. Die Fronterfahrung (sowohl als erlebte Bedrohung durch den Feind als auch durch eigene Kriegshandlungen, die oft nicht im Einklang mit den eigenen ‚Vorkriegs-Werten’ standen) verstärkt bei den meisten Veteranen die Generalisierung eines Feindbildes. Der Trauma-Symptom-Komplex der Vermeidung führt zur Generalisierung und Stereotypisierung („Von denen kannst Du nur Schlechtes erwarten“), die durch die dominante öffentliche Meinung innerhalb der eigenen Bevölkerungsgruppe ständig bestätigt und verstärkt wird – und zur Identitätsbildung beiträgt (siehe im letzten Blog: Kollektive Traumata).

Die therapeutische Gruppenarbeit in Verbindung mit psycho-edukativen Einheiten ermöglicht den Männern zuallererst sich selbst, die eigenen Trauma-Symptome und Reaktionsweisen zu verstehen. Die Selbsthilfe-Techniken und Übungen, die sie in der Gruppe lernen, helfen ihnen die Symptome besser zu kontrollieren und tragen damit zu einer deutlichen Entlastung bei. Übungen zur Selbsterfahrung verknüpfen wir mit psycho-edukative Einheiten zu vielerlei Themen, die im engeren und weiteren Sinn zu einer Erweiterung des patriarchalen männlichen Rollenverständnisses und zu einem differenzierteren Blick auf die Gesellschaft beitragen (so z.B. Kommunikation, Genderaspekte bzgl. des Umgangs mit Gefühlen, Bedürfnisse und Grenzen,  Beziehungen, Bewältigungsstrategien, Kindererziehung, Alkoholismus, Transgenerationen-Trauma, Kollektive Traumata und Möglichkeiten zur Überwindung u.ä.).

Die Rückmeldungen der Gruppenteilnehmer am Ende der in der Regel zweijährigen Gruppen machen deutlich, welch große Veränderungen die Männer erleben – im Hinblick auf das Wiedergewinnen der eigenen Selbstachtung und Handlungsfähigkeit und der Steigerung ihrer Lebensqualität als auch bzgl. des Verständnisses für die Menschen in ihrer Umgebung und einer differenzierteren Wahrnehmung ihrer Umwelt.

Destabilisierend und teilweise gar retraumatisierend wirken allerdings sowohl die desolate ökonomische Situation als auch die politische Lage, die in der Bevölkerung immer wieder große Ängste weckt. (siehe naechster Blog.). 

 

  • Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsarbeit mit MultiplikatorInnen und gesellschaftlichen FunktionsträgerInnen zur Sensibilisierung bzgl. der Themen ‚Trauma und Traumafolgen’, sowie ‚Gewalt’ und ‚Geschlechterdemokratie’

Als wir im Februar 2006 auf dringende Bitten verschiedener Veteranenverbände mit dem Pilotprojekt in Gorazde begannen, stießen wir bei den Institutionen in Gorazde auf eine Mauer der Ablehnung. Doch wir ließen uns nicht entmutigen. Mit Geduld und Hartnäckigkeit, Fortbildungsangeboten für die KollegInnen aus den Institutionen und intensiver Öffentlichkeitsarbeit erreichten wir, dass sich die Haltung gegenüber der SEKA-Arbeit stark zum Positiven veränderte. Als SEKA im September 2007 das Projekt in Gorazde eröffnete, hießen Bürgermeister, Minister und VertreterInnen aller Institutionen und vieler Organisationen das Projekt willkommen. Eine besonders gute Zusammenarbeit haben wir inzwischen mit dem Zentrum für psychische Gesundheit.

Durch zahlreiche ausführliche Beiträge des Lokalfernsehens über die Arbeit des SEKA-Projekts und des Veteranenprojekts ‚Svjetlost Drine’ gelang es uns, das Thema ‚Trauma und seine Auswirkungen’ in die Öffentlichkeit zu bringen. Neben der Medienarbeit bewirkten auch zahlreiche Gespräche mit Funktionsträgern im Kanton (ähnlich Landkreis) und die gute Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen wie OSZE und UNDP, dass die Finanzierung psychotherapeutischer Hilfe für traumatisierte Menschen in der Strategischen Planung des Kantons für die nächsten fünf Jahre festgeschrieben wurde. Leider kamen uns bei der Umsetzung zuerst die Bürgermeisterwahlen und dann die Finanzkrise in die Quere. Dennoch ist es ein wichtiger Erfolg, dass von den Behörden die ‚Traumatisierung der Bevölkerung’ als ein relevantes gesellschaftliches Problem erkannt und festgeschrieben wurde.

Dass SEKA eingeladen wurde, mitzuwirken an der Initiative für die Gründung einer regionalen Kommission zur Aufklärung der Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen in den Kriegen im ehemaligen Jugoslawien (REKOM), sehen wir als eine Anerkennung der Bedeutung der SEKA-Arbeit – auch über den Kanton Gorazde hinaus.

Anmerkungen:

[1] ProtagonistIn: Die/der ProtagonistIn ist in der Psychodrama-Arbeit die/derjenige, die/der an ihrem/seinem Thema (auf der Bühne) arbeitet.

[2] Rollenfeedback bedeutet, dass andere Gruppenmitglieder, die als ‘Hilfs-Ichs’ eine Rolle in der Psychodrama-Szene der Protagonistin gespielt haben, dieser mitteilen, wie sie sich als die dargestellte Person gefühlt und was sie gedacht haben, welche Impulse sie hatten. Dies gibt der Protagonistin oft wichtige zusätzliche Informationen, bestätigt ihr Erleben, oder zeigt ihr neue Aspekte auf.

[3] Sharing (engl.:’Teilen’) ist neben dem Rollenfeedback eine zweite wichtige Technik zur Integration einer Psychodrama-Szene: In der Sharing-Runde haben alle anderen Gruppenmitglieder die Möglichkeit, persönliche Erfahrungen und Gefühle mitzuteilen, die die Szene der Protagonistin in ihnen angerührt hat. Die Sharings haben meist eine große emotionale Bedeutung für die Protagonistin („Ich bin nicht allein mit meiner Erfahrung“ bzw. „Ich werde verstanden und andere fühlen mit mir“.) wie auch für die betreffenden Frauen und die ganze Gruppe.

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Was bedeutet Trauma?

Liebe Leserinnen und Leser,

im heutigen und folgenden Blogs moechte ich Ihnen ein wenig ueber den spezifischen Ansatz in der SEKA-Arbeit schreiben: 'den friedenstherapeutischen Ansatz', wie wir ihn nennen. Im heutigen Blog werde ich kurz erklaeren, was Trauma bedeutet und welche Arten von Trauma wir unterscheiden.

Wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie uns gerne.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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Der ‘friedenstherapeutischer Ansatz’ in der SEKA-Arbeit

Auch 14 Jahre nach dem Friedensabkommen von Dayton sind die Auswirkungen der Kriegstraumata auf die Gesundheit und das Alltagsleben der Bevölkerung in Bosnien-Herzegowina noch immer massiv zu spüren.

Neben einer ökonomischen Perspektive und rechtsstaatlichen Verhältnissen fehlt den Menschen - insbesondere in den ländlichen, vom Krieg und Menschenrechtsverletzungen besonders betroffenen Gebieten - psychotherapeutische und psycho-edukative Hilfe, um ihre schrecklichen Erfahrungen zu überwinden und neuen Lebensmut zu gewinnen.

Die unverarbeiteten Traumata breiter Teile der Bevölkerung wirken zudem destabilisierend und konfliktfördernd auf die gesamte noch immer in die verschiedenen "Entitäten" (Bevölkerungsgruppen) gespaltene Gesellschaft.

 

Trauma – eine schwere Hypothek

Jede traumatische Erfahrung, die nicht verarbeitet bzw. integriert werden kann, hinterlässt tiefe Spuren in der Seele der Betroffenen. Insbesondere von anderen Menschen willkürlich zugefügte Verletzungen, lang andauernde traumatische Erfahrungen bzw. Vielfach-Traumatisierungen (z.B. Krieg, Gefangenschaft, Folter, Konzentrations-Lager, aber auch Gewalt in der Familie…) wirken besonders zerstörerisch auf die Psyche der Überlebenden.

Die Betroffenen haben Mühe „im Hier und Jetzt“ zu leben, sie fühlen sich, als ob sie sich in gewisser Weise noch immer in der traumatischen Situation befinden; sie spüren den starken Drang zu entfliehen, zu verdrängen, „zu vergessen“ und sind gleichzeitig überflutet von bruchstückhaften massiven Bildern und Gefühlen, die mit den traumatischen Erfahrungen verbunden sind und die sie nicht kontrollieren können. Leben mit einem Trauma bedeutet Leben unter fortgesetztem extremem Stress, in ständiger Erwartung, dass das Schreckliche sich wiederholt.

Besonders erschwerend erleben die Opfer, wenn die soziale Umgebung ihr Leiden nicht anerkennt, sondern minorisiert, wenn sie den Überlebenden keine Gerechtigkeit widerfahren lässt, oder ihnen gar selbst die Schuld gibt; oder – noch schlimmer – wenn die Gesellschaft die Täter – anstelle sie zur Verantwortung zu ziehen – als „Helden“ glorifiziert. Das Gefühl tiefer Ohnmacht des Opfers wird dadurch noch potenziert.

Belastend ist aber auch, wenn die Überlebenden / Angehörigen von Opfern erleben müssen, dass ihr Leid funktionalisiert und für politische Propagandazwecke oder Manipulationen missbraucht wird, sie z.B. in ihrer „Opferrolle gehalten werden“, anstatt Hilfe für die Überwindung ihres Traumas zu bekommen.

Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass das Trauma nicht nur auf die direkt Betroffenen wirkt, sondern auch – als sekundäres Trauma – auf die Menschen, die der betroffenen Person nahestehen: die (Ehe-)Partner und insbesondere die Kinder, ja sogar Enkel (Transgenerationen-Trauma). Diese entwickeln häufig sehr ähnliche Symptome (Übererregung, Ängste, Alpträume, Schuldgefühle u.ä.) wie die Primär-Traumatisierten selbst, obwohl sie der traumatischen Situation nicht ausgesetzt waren.

 

Trauma der Täter

Doch nicht nur die Opfer auch die Täter müssen mit den „innerpsychischen Folgen“ ihrer Taten fertig werden (selbst wenn die Gesellschaft sie als „Helden“ feiert). Der Preis, den sie für ihre Handlungen bezahlen, ist, dass sie durch ihre Tat(en) einen wesentlichen Teil ihrer Menschlichkeit abtöten, dass sie sich von Gefühlen und Empfindungen sowie ihrer Fähigkeit zur Empathie abschneiden. Die Last ihrer Tat(en) geben sie zudem an ihre Kinder und Enkel weiter – häufig direkt durch die Fortsetzung des gewalttätigen Verhaltens gegenüber der eigenen Familie; oft auch indirekt: Dann empfinden die Kinder oder Enkel stellvertretend das Leid, den Schmerz und die Schuld, die der Vater / Großvater (oder auch die Mutter / Großmutter) abgewehrt hat.

Kollektives Trauma

Traumatische Erfahrungen, die eine große Anzahl von Menschen, bzw. eine ganze Gesellschaft betreffen (wie z.B. Holocaust, Kriege, Bürgerkriege, Diktaturen…) wirken darüber hinaus nicht nur als die Summe der Traumatisierung von vielen Einzelnen (ob als Opfer, als Täter oder als Angehörige) sondern zusätzlich auch kollektiv. Die Gesellschaft als Ganzes pendelt zwischen der massiven Verleugnung der geschehenen Verbrechen, bzw. der eigenen Verantwortung daran, und dem Bedürfnis nach Aufklärung und Wiederherstellung von Gerechtigkeit.

Eine besondere Herausforderung bzgl. der Bewältigung des kollektiven Traumas stellen Gesellschaften dar, in denen die gesamte Gesellschaft mehr oder weniger stark traumatisiert ist und insbesondere Gesellschaften, die durch die (oft langanhaltenden) traumatischen Ereignisse tief gespalten sind, wie – neben vielen anderen Beispielen – das heutige Bosnien-Herzegowina.

Gerade am Beispiel der Balkanländer wird deutlich, wie langfristig zerstörerisch und konfliktfördernd kollektive Traumatisierungen wirken und wie leicht die nur oberflächlich übertünchten Traumata von geschickten Demagogen für die Schürung neuer Konflikte und Kriege benutzt werden können, die zu erneuten Verletzungen und einer Potenzierung der Traumata führt.

Dazu kommt, dass das kollektiv erlebte Trauma in vielen Gesellschaften zu einem zentralen identitätsstiftenden Moment wird und so zum Kulturerbe dieses Volkes wird, d.h. es wird nicht nur individuell sondern auch kollektiv transgenerationell weitergegeben und prägt die nationale bzw. kulturelle Identität auch der Nachfolggenerationen – manchmal jahrhundertelang.

 

In den naechsten Tagen schreiben wir darueber, was SEKAs friedenstherapeutischer Ansatz genau bedeutet und wie er umgesetzt wird.

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Kindertherapiegruppe

Liebe Leserinnen und Leser,

wie Sie vielleicht schon bemerkt haben, habe ich einen neuen Bedarf fuer 4 Termine Gruppentherapie mit Kindern eingestellt. Dieser Bedarf bezieht sich auf die laufende Arbeit mit den Kindergruppen.

Wir freuen uns ueber Unterstuetzung.

Herzlichst

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Ein grosses Dankeschoen!

Liebe Leserinnen und Leser,

heute freuen wir uns ueber zwei weitere anonyme UnterstuetzerInnen, die mit ihren (Payback-Punkte-)Spenden den noch offenen Betrag fuer die 10 Stunden Kindertherapie erfuellt haben. Das ist wunderbar! Wir danken den beiden SpenderInnen sehr herzlich!

Uebrigens wurden die beiden ueber betterplace gespendeten Tueren zu den Therapieraeumen in den letzten beiden Tagen eingebaut. Es sind nur noch ein paar Schoenheitsreparaturen und der Einbau einer Tuerschwelle noetig. Sobald alles fertig ist, werden wir die Fotos einstellen. Nochmals danke an alle SpenderInnen!

Viele Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

DANKE!

Liebe Leserinnen und Leser,

gestern hat uns ein/e weitere/r anonyme/r Spender/in mit Paybackpunkten unterstuetzt! Wir danken ihm/ihr fuer diese Hilfe. Damit hat sich der noch offene Betrag fuer die 10 Stunden Kindertherapie auf 83 € reduziert. Darueber freuen wir uns!

Heute werden uebrigens die Tueren zu den beiden Therapieraeumen im SEKA-Haus ausgetauscht, die wir alleine durch Spenden ueber Betterplace finanzieren konnten. Wir werden sie natuerlich fotografisch fuer Sie dokumentieren.

Einen schoenen Tag wuenscht Ihnen allen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Ein Dickes Dankeschoen!

Liebe Leserinnen und Leser,

heute geht ein dickes Dankeschoen an eine/n neue/n Unterstuetzer/in, der / die viele Paybackpunkte gespendet hat. Damit hat sich der Bedarf fuer 10 Stunden Kindertherapie auf 108 € reduziert. Das ist super!

Viele Gruesse aus dem winterlichen Gorazde

Gabriele Mueller und Kolleginnen

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns sehr ueber die Unterstuetzung zweier weiterer Payback-SpenderInnen, die mit ihren Punkte-Spenden den noch offenen Betrag fuer die 10 Stunden Traumatherapie komplett erfuellt haben. Dafuer danken wir ihnen sehr herzlich!

Als neuen Bedarf habe ich nun 10 Stunden einzeltherapeutischer Arbeit mit Kindern eingestellt. Mit den Kindern arbeiten wir zwar in erster Linie in Gruppen. Aber zu Beginn oder bzgl. besonderer Situationen und Probleme arbeiten wir auch einzeltherapeutisch. Besonders wenn es um die Beziehung zu den Eltern, um Gewalterfahrung oder aehnliche Themen geht, fuer die die Kinder einen besonders geschuetzten vertraulichen Rahmen und eine individuelle Begleitung durch die Therapeutin benoetigen.

Wir freuen uns ueber Ihre Unterstuetzung.

Ihnen allen einen schoenen Sonntag!

Herzlichst

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Nur noch 28 € offen!

Liebe Leserinnen und Leser,

durch die Unterstuetzung von 5 weiteren Payback-SpenderInnen hat sich der noch offene Betrag fuer die 10 Stunden Traumatherapie mit Frauen / Ueberlebenden von Gewalt auf nur noch 28 € verringert. Das ist toll! Wir danken den SpenderInnen sehr herzlich!

Herzlichst

Ihre Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Fotos vom Seminar Traumatherapie

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns ueber drei weitere Payback-Punkte-Spenden, durch die sich der noch offene Betrag fuer 10 Stunden Traumatherapie auf nun noch 124 € verringert hat. Herzlichen Dank an die SpenderInnen!

Heute bin ich nun endlich dazugekommen, aus den Fotos des Einfuehrungs- und Entscheidungsseminars "Traumatherapie mit der Methode Psychodrama", das Anfang Dezember stattfand, einige fuer betterplace auszuwaehlen. Die habe ich nun neu eingestellt (ganz am unteren Ende der Fotogalerie).

Die Fotos zeigen u.a. die soziometrische Uebung "Mein Lebensweg geografisch" und das Gruppenspiel "Mein Leben als Garten". An beiden Uebungen beteiligten sich die 15 Teilnehmerinnen sehr intensiv. Nach dem Seminar entschieden sich 14 der 15 Teilnehmerinnen definitiv, an der 3 1/2 jaehrigen Fortbildungsreihe zu Traumatherapie teilzunehmen. Zu unserer Freude bekamen die Kolleginnen alle auch das O.K. von ihren Arbeitgebern (Institutionen des Gesundheits-und Sozialwesens, Therapie-Einrichtungen und Schulen.)

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Nochmals 10 Therapiestunden finanziert!

Liebe Leserinnen und Leser,

wir koennen es kaum glauben: gestern wurden im Lauf des Tages weitere 10 Stunden Traumatherapie finanziert - von unserem treuen Unterstuetzer Michael Stein und von insgesamt 8 Payback-Punkte-SpenderInnen. Das ist einfach super. Wir danken allen sehr herzlich.

Dieses Wochenende arbeite ich, da unter anderem eine Klientin aus Kroatien angereist ist zu einem 'Block' Traumatherapie uebers Wochenende. Sie lebt in einem kleinen Dorf - weit entfernt von der naechsten Stadt. Mit ihr hatte ich noch in den letzten Monaten auf Brac zu arbeiten begonnen. Nun ist sie zu ihrem 4. Einzeltherapieblock in Gorazde. Trotz erschwerter Bedingungen (2-3 Therapie-Blocks von 2-3 Tagen a drei Stunden jaehrlich plus telefonische Kontakte) macht sie gute Fortschritte. Es ist immer wieder schoen, zu erleben wie Menschen, die viele Jahre quasi 'in der Hoelle' lebten und jeden Tag ums schiere psychische Ueberleben kaempften, immer stabiler werden, das Gefuehl bekommen, ihr Leben wieder selbst bestimmen zu koennen, sich von den alten Geistern mehr und mehr befreien, sich selbst annehmen und schliesslich wieder Freude am Leben empfinden koennen.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Ein grosses Dankeschoen!

Liebe Leserinnen und Leser,

das ist grossartig: die ersten 10 Stunden Traumatherapie fuer diesen Monat sind finanziert - durch die Spenden von 14 Payback- KundInnen, die ihre Punkte fuer das Projekt gespendet haben. Ihnen allen danken wir sehr herzlich! Monatlich arbeiten wir zwischen 40 und 60 Stunden therapeutisch mit traumatisierten Klientinnen -  Ueberlebenden von Gewalt.

Wir freuen uns ueber jede Unterstuetzung.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Traumatherapie mit Ueberlebenden von Gewalt

Liebe Leserinnen und Leser,

ich habe nun einen neuen Bedarf eingestellt: Einzeltherapeutische Arbeit mit kriegstraumatisierten Frauen. Wir leisten monatlich zwischen 40 und 60 Stunden einzeltherapeutische Arbeit mit Ueberlebenden von Gewalt. Viele unserer Klientinnen haben Kriegsvergewaltigungen und Folterlager ueberlebt. Die trauma-therapeutische Arbeit dauert in der Regel mehrere Jahre. Fuer diese Einzeltherapiestunden bekommen wir keine Foerderung sondern muessen sie durch eigenes Spendenaufkommen finanzieren.

Den Bedarf fuer die undichte Balkontuer des Gruppentherapieraums habe ich vorerst wieder herausgenommen, da wir vielleicht die Chance haben, fuer die Erneuerung der alten undichten Fenster und Tueren einen Foerder-Antrag bei einer Stiftung zu stellen.

Wir freuen uns ueber Ihre Unterstuetzung.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Ernaehrungszuschuss fuer Febuar finanziert!

Liebe Leserinnen und Leser,

toll: drei weitere Payback-SpenderInnen und unser neuer (73.!) Betterplace-Unterstuetzer B. Leo haben den noch offenen Betrag fuer den Ernaehrungszuschuss fuer Amela im Februar vollends komplett erfuellt. Darueber freuen wir uns sehr und danken allen SpenderInnen sehr herzlich!

Ich werde nun in der naechsten Zeit zwei  neue Bedarfe einstellen, da leider die Balkontuer und das groesse Fenster im Gruppentherapieraum voellig undicht und nicht mehr zu reparieren sind. Die Fensterrahmen sind auch noch von vor dem Krieg und sind von Einschuessen beschaedigt und nur notduerftig zugespachtelt und ueberstrichen. Wir haben Kostenvoranschlaege eingeholt und nach diesen kostet eine neue grosse Balkontuer (2,30 hoch und 1,83 breit) 460 €, das bodentiefe Fenster (2,30 auf 1,20) 400 €. Leider gibt es fuer solche Investitionen keine Zuschuesse.

Es waere sehr wichtig, diese Tuer und das Fenster zu erneuern, da es im Winter im Gruppenraum empfindlich zieht.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Nur noch 12 € noetig!

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns heute ueber drei weitere Payback-Punktespender, die den noch offenen Betrag fuer Amelas Ernaehrungszuschuss im Februar auf nur noch 12 € verringert haben! Herzlichen Dank an Nils N., Kirk M. und Udo W.!

Wir sind sicher, dass wir den restlichen Betrag auch noch bald schaffen...

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Danke an Payback-SpenderInnen!

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist grossartig: 9 weitere SpenderInnen haben das Projekt unterstuetzt mit ihren Payback-Punkten. Dadurch konnte der Bedarf '4 Termine Gruppentherapie fuer traumatisierte Frauen' vollends ganz erfuellt werden und der Bedarf 'Ernaehrungszuschuss fuer unsere eherenamtliche Kollegin Amela D.' zu 36 %. Vielen Dank an die Spenderinnen und den Spender!

Im uebrigen werde ich gleich noch Fotos der beiden bisherigen Tueren zum Gruppen- und zum Einzeltherapieraum einstellen, die ich endlich mal fotografiert habe. Ueber die Sniper-Einschussloecher aus dem Krieg haben wir Aufkleber geklebt. Das groesste Problem oist jedoch, dass sie nicht richtig schliessen. Mit der Hilfe unserer Betterplace-Spenderinnen konnten wir den noetigen Betrag fuer die Erneuerung der Tueren zusammensammeln. Das ist einfach super! Innerhalb der naechsten zwei Wochen werden die Tueren erneuert werden. Wir danken allen SpenderInnen sehr herzlich.

Viele Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Frauentherapiegruppe zu 65% finanziert!

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns ueber eine neue Payback-Unterstuetzerin, B. Buelbring, durch deren Spende nun schon 65 % der Frauentherapiegruppe finanziert sind. Vielen Dank und

herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Spende ueber Payback!

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns ueber die erste Punktespende ueber Payback - von einem/r anonymen SpenderIn. Das ist grossartig! Damit sind die 4 Termine der Therapiegruppe fuer traumatisierte Frauen zu 45 % finanziert! Wir danken dem / der SpenderIn herzlich.

Viele Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Spende fuer Frauentherapiegruppe

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns heute ueber eine neue Unterstuetzerin, Inga W., und ihre Spende fuer die Frauentherapiegruppe. Herzlichen Dank an Inga W.! Damit sind nun 35 % des Bedarfs fuer 4 Termine Gruppentherapie mit traumatisierten Frauen erfuellt.

Gestern haben wir nun den Kostenvoranschlag fuer die beiden Tueren fuer die Therapieraeume bekommen - er entspricht den bisher kalkulierten Mitteln, die wir mit betterplace-Spenden sammeln konnten. Das ist toll!

Die Tueren sollen vermutlich am letzten Samstag im Januar eingebaut werden. Wir freuen uns sehr darueber, dass das nun klappt! Nochmals danke an alle SpenderInnen!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Die Arbeit geht weiter

Liebe Freundinnen und Freunde,

in der letzten Zeit komme ich kaum zum Schreiben von Blogs, da eine nahe Freundin schwer erkrankt im Krankenhaus liegt. Da die Verhaeltnisse hier im Krankenhaus katastrophal sind, waren wir - Familie und Freunde - im Wechsel staendig bei ihr. Es scheint nun, dass sie die schwerste Krise ueberstanden hat - Gott sei Dank!

Seit Montag haben wir wieder mit der SEKA-Projektarbeit begonnen. Regelmaessig finden Einzel- und Gruppentermine mit Kindern, jugendlichen Maedchen und Frauen statt. Meist arbeiten wir parallel mit Kindern und Muettern (teilweise auch Vaetern).

Am Montag haben wir endgueltig die Rueckmeldungen aller Institutionen bzgl. der Fortbildungsreihe 'Traumatherapie' bekommen. Wir hatten von den Arbeitgebern der Teilnehmerinnen schriftliche Bestaetigungen verlangt, dass sie die Kolleginnen zu allen 10 Fortbildungswochen im Lauf von 3 1/2 Jahren freistellen wuerden und ihnen die Anwendung der gelernten Methode im Rahmen ihrer Taetigkeit ermoeglichen wuerden. Wir haben nun fuer alle 14 Teilnehmerinnen diese Bestaetigung erhalten. Das ist ein Riesenerfolg, da viele der Institutionen noch vor zwei Jahren wenig aufgeschlossen fuer die Fortbildung ihrer Beschaeftigten waren. Im Februar wird die erste Fortbildungswoche (nach dem Entscheidungsseminar) stattfinden.

Fuer heute morgen habe ich mich mit der neuen Handwerker-Firma verabredet, die uns ein Angebot fuer die schalldichten Tueren fuer den Einzeltherapie- und den Gruppenraum machen und dann die Tueren moeglichst schnell einbauen sollen. Ich hoffe, dass wir in dem vorgesehenen finanziellen Rahmen bleiben koennen.

Ich werde Ihnen weiter berichten...

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Therapiegruppe fuer traumatisierte Frauen

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns ueber die Spende unseres neuen Unterstuetzers G. Hoelbling, mit der wir bereits einen Termin der Therapiegruppe fuer traumatisierte Frauen finanzieren koennen. Wir danken Herrn Hoelbling herzlich.

Am Montag geht es nach unserer kurzen Pause wieder weiter mit der SEKA-Projektarbeit. Ich sitze allerdings schon heute an einem Artikel ueber den 'friedenstherapeutischen Ansatz' in der SEKA-Arbeit, den ich dringend fertigstellen muss.

Ihnen allen ein schoenes Wochenende.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

'Angst und Wut'

Liebe Leserinnen und Leser,

hier kommt nun der vierte und letzte Teil des Berichts ueber die traumatherapeutische Arbeit mit Elvira und ihrer Tochter Maja. Diesmal beschreibt Amina Vrana die Arbeit mit der 12jaehrigen Maja. Wir freuen uns ueber Ihr Interesse und beantworten auch gerne Ihre Fragen.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Amina Vrana

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Angst und Wut

Die zwölfjährige Maja kam auf Vorschlag ihrer Mutter Elvira zu mir (Amina Vrana) zu einer Einzelstunde. Elvira war sich bewusst, dass ihre eigene Traumatisierung Auswirkungen auch auf ihre Familie und insbesondere auf ihre jüngste Tochter hatte. „Jahrelang verkroch ich mich mehr oder weniger in mich selbst. Ich hatte wenig Kapazität für meine Jüngste. Ich fuhr wegen allem und jedem aus der Haut oder hatte, wenn sie nicht in meiner Nähe war, oft furchtbare Ängste, es könnte ihr etwas zugestoßen sein. In der letzten Zeit habe ich bemerkt, dass auch sie Ängste hat. Sie kann z.B. nicht bei Dunkelheit schlafen. Und oft wird sie wegen Kleinigkeiten wütend – wenn es nicht nach ihrem Kopf geht. Und sie hat keine Geduld…“

In der ersten Therapiestunde mit Maja lernten wir uns zuerst ein wenig kennen. Ich zeigte ihr die Spielsachen. Dann sprachen wir über die Schule und ihre Vorlieben. Ich erklärte ihr, auf welche Art und Weise ich im SEKA-Haus arbeite.

Maja kam zu mehreren Einzelterminen, in denen wir u.a. über ihre Schwierigkeiten in der Schule sprachen, über ihren großen Ehrgeiz und ihre Ängste zu versagen. Dann erhielt sie die Moeglichkeit, gemeinsam mit ihrer Mutter am therapeutischen Erholungsaufenthalt am Meer in Neum teilzunehmen.

Beim Vorbereitungstreffen der Kinder fuer den Erholungsaufenthalt war sie noch ein wenig still und unsicher, doch schon auf der Fahrt nach Neum wurde sie lockerer und schloss sich den anderen beiden (etwa gleichaltrigen) Mädchen an.

Maja war von Anfang an sehr interessiert an den Gruppenstunden und beteiligte sich aktiv. Sie war sehr kreativ, hatte allerdings sehr hohe Erwartungen an sich selbst und war oft unzufrieden mit dem Ergebnis ihrer Arbeit. Bei verschiedenen Gelegenheiten wurde deutlich, dass sie ein geringes Selbstwertgefühl hatte und sich schnell in Frage gestellt fühlte.

Als wir beim Thema ‚Gefühle’ zum Gefühl ‚Angst’ arbeiteten, erzählte sie, dass sie Angst vor der Dunkelheit habe oder davor, dass ihrer Mutter oder ihrem Vater etwas zustoßen könnte. Nach dieser Gruppenstunde fragte sie mich, ob sie mit mir allein sprechen könne. Sie erzählte mir von ihrer Angst, dass die anderen sie nicht mochten. Wie sich zeigte, steckte dahinter ihre Angst, dass ihre Mutter sie nicht liebte oder wütend auf sie war. Sie wusste nicht, warum, traute sich aber auch nicht zu fragen. „Sie sieht manchmal so wütend aus und dann redet sie nicht. In letzter Zeit ist es besser. Ich wünsche mir, dass es so bleibt.“ Ich erklärte ihr, dass Erwachsene oft eigene Probleme haben oder sich Sorgen über etwas machen, dass das aber nicht mit den Kindern zu tun haben muss. „Wenn uns eine Person wichtig ist, ist oft der beste Weg, sie direkt zu fragen.“ Maja wollte darüber nachdenken.

Am nächsten Tag, als wir am Gefühl ‚Wut’ arbeiteten, meinte Maja über ihr ‚Wutgemälde’: „Ich werde ganz schnell wütend, wenn jemand ungerecht ist, aber auch wenn ich mich unsicher fühle oder wenn ich Angst habe.

Wir sprachen dann über das, was uns helfen kann, wenn wir wütend sind. Die Übung ‚Wut ablassen’ fand auch Maja „toll“. Sie haute auf die Polster, trat gegen sie und schimpfte vor sich hin. Am Ende war sie erschöpft aber sie fühlte sich gut. „Ich hab mir einen Jungen von der Parallelklasse vorgestellt, der mich ständig provoziert und blöde Sprüche klopft“, erklärte sie.

Später am Strand fragte Maja mich, ob ich mit ihr „ein wenig raus schwimme“. Dann erzählte sie mir, dass sie manchmal auch so wütend auf ihre Mutter ist, wenn die ihr nicht zuhört, oder so streng sei oder wegen allem und jedem so ein Theater mache. Sie schämte sich dafür, „weil es doch nicht in Ordnung ist; sie ist doch meine Mama und ich weiß, dass es ihr oft nicht gut geht.“

Ich erklärte Maja, dass es ganz natürlich ist, dass wir manchmal auch auf Menschen, die wir lieben, ärgerlich oder wütend sind: Und dass es wichtig ist, dass sich die Wut nicht anstaut, sondern dass wir mit der anderen Person reden (wenn dies möglich ist).

 

‚Ich-Botschaften’

Zwei Tage später arbeiteten wir mit den Handpuppen zum Thema ‚Konflikte’. Die Kinder spielten verschiedene Szenen aus ihrer eigenen Erfahrung. Zuerst die ‚problematische Version’. Dann überlegten wir gemeinsam, wie sich der Konflikt besser lösen ließe. In einer kleinen Theorie-Einheit erklärten wir den Kindern den Unterschied zwischen ‚Du-Botschaften’ und Generalisierungen einerseits („Du bist immer so faul…“) und ‚Ich-Botschaften’ in Verbindung mit unserem Gefühl und einem konkreten Anlass („Ich bin ärgerlich, weil Du Deinen Teil der Arbeit nicht erfüllt hast“). Schließlich probierten die Kinder für jede Szene eine neue Version, in der sie versuchten, das Gelernte anzuwenden.

Am nächsten Morgen begrüßte mich Maja mit einer Umarmung. Dann sagte sie leise: „Ich hab mit Mama geredet – so wie wir das gestern geübt haben – und dann haben wir beide geweint und sie hat gesagt, dass sie mich versteht und dass sie gar nicht wütend auf mich ist!“ Noch ein tiefer Seufzer und dann tobte Maja mit den anderen Kindern ausgelassen durch den Raum.

 

Gegen Ende des Erholungsaufenthalts bemerkten wir, dass Maja deutlich entspannter und selbstsicherer war. Auch das Verhältnis zur Mutter war ausgeglichener, da auch Elvira gelassener mit der Tochter umgehen konnte. Gleichzeitig schloss Maja enge Freundschaft mit den beiden anderen Mädchen, die sie nun – nach dem Erholungsaufenthalt – regelmäßig in der Kindergruppe im SEKA-Haus wieder trifft.

 

 Amina Vrana

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Vielen Dank und ein Glueckliches Neues Jahr Ihnen

Liebe Leserinnen und Leser,

eben werfe ich einen Blick auf Betterplace und bin sprachlos: unsere neue Unterstuetzerin A. Hanke hat beide noch offenen Bedarfe komplett erfuellt. Wir danken ihr sehr herzlich! Das ist wundervoll - insbesondere koennen wir nun die beiden Tueren fuer die Therapieraeume in Auftrag geben.

Wir wuenschen allen unseren Unterstuetzerinnen und Unterstuetzern, aber auch allen Betterplace-Besucherinnen und Besuchern und ganz besonders dem Betterplace-Team alles alles Gute fuer das Jahr 2010: Gesundheit, Freude, Erfolg - und viele glueckliche Momente und bereichernde Begegnungen.

Wir moechten uns bei dieser Gelegenheit auch nochmals bei all denen bedanken, die Betterplace mit ihrem Engagement moeglich machen!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Dringend neue Tuer noetig

Liebe Leserinnen und Leser,

die Tuer zum Gruppentherapieraum ist kaum mehr zu schliessen. Sie ist auch nicht mehr zu reparieren. Wir muessten sie dringend ersetzen. 20 % sind schon finanziert. Doch es fehlen uns noch 230 €. Wir freuen uns ueber jede Unterstuetzung!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Photos from our Christmas-Bajram-Celebration

Dear friends,

now I found the time to choose some of the photographs which we took at our wonderful Christmas-Bajram-Celebration in SEKA-House. As we have such a lot of lovely photos it was difficult to make the choice - and I put now a lot of them. I hope you enjoy looking at them - as much as we enjoyed altogether that evening!

We thank all of you, who helped with their donations to make this celebration possible - and all of you, who supported our projects on betterplace during this year!

Have a lovely and peaceful Second Christmas Holiday!

With warm regards

Gabriele Mueller, Amina Vrana, Esma Drkenda, Vera Dacic, and Amela Drincic

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Fotos von unserer Weihnachts-Bajramfeier

Liebe Leserinnen und Leser,

heute abend habe ich nun eine ganze Menge Fotos von unserer Weihnachts-Bajramfeier eingestellt. Es fiel mir schwer, mich zu begrenzen, weil wir so viele schoene Fotos haben. Fuer die Dauer der Weihnachtstage habe ich auch unser Profilfoto ausgetauscht...

Die Fotos geben Ihnen sicher einen Eindruck von der froehlichen Atmosphaere.

Ich wuensche Ihnen noch einen schoenen zweiten Weihnachtsfeiertag.

Herzlichst

Gabriele Mueller

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Bp_dauerspender
G. Mueller (Project Manager) written over 2 years ago
Liebe Adina, danke fuer Deinen Kommentar... ich wuensche Dir weiter eine schoene Zeit in Beirut - gruesse mir die Stadt...
Herzlichst
Gabriele

Bp_dauerspender
A. Hammoud written over 2 years ago
Liebe Gabriele, schöne Fotos, wirklich! Die vom Tütenpacken haben mich sehr an Bolivien und an das Packen für die alten Leute erinnert.... Ich freue mich, daß Ihr so eine gelungene Feier hattet. Herzliche Grüße aus Beirut, wo es entgegen der Normalität auch zu Weihnachten nicht einen Tropfen Regen gegeben hat! Adina

G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Tuer zum Gruppentherapieraum zu 20 % finanziert!

Liebe Betterplace-Besucherinnen und -Besucher,

wir freuen uns heute ueber das Weihnachtsgeschenk, dass uns unsere neue Unterstuetzerin S. Schoen gemacht hat: eine kraeftige Spende fuer die Tuer zum Gruppentherapieraum, die damit nun zu 20 % finanziert ist. Wir danken Frau Schoen sehr herzlich!

Mal sehen, ob ich heute abend noch dazu komme, die Fotos von unserer Weihnachts-Bajramfeier weiter zu bearbeiten (sie muessen verkleinert und eine Auswahl getroffen werden). Falls ich dazukomme, werde ich zumindest noch einige heute einstellen.

Herzliche Gruesse und weiterhin Frohe Weihnachten

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Herzlichen Dank und Frohe Weihnachten!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir moechten uns heute noch einmal bei den Unterstuetzerinnen und Unterstuetzern aller vier SEKA-Projekte auf Betterplace sehr herzlich fuer ihre Hilfe im Jahr 2009 bedanken. Sie haben durch Ihre Spenden dazu beigetragen, dass viele Kinder, Frauen und Maenner mit neuem Lebensmut in die Zukunft blicken koennen.

Wir wuenschen Ihnen alle Frohe Weihnachten und fuer das Jahr 2010 besonders Gesundheit - alles andere kommt dann von selbst - so sagt man hier in Bosnien.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller, Amina Vrana, Vera Dacic, Esma Drkenda und Amela Drincic

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Ein grosses Dankeschoen!

Liebe Leserinnen und Leser,

heute morgen habe ich gestaunt, als ich sah, dass der Ernaehrungszuschuss fuer unsere ehrenamtliche Kollegin Amela fuer Januar gestern abend komplett erfuellt wurde - von unseren beiden treuen Freunden Michael und Marina. Darueber freuen wir uns sehr!

Es ist fuer uns sehr schoen zu wissen, dass es Menschen in Deutschland gibt, die unsere Arbeit mit grossem Interesse und Anteilnahme begleiten und foerdern - obwohl unser Projekt so weit entfernt ist. Deswegen ein grosses Dankeschoen an die Beiden...

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Wunderschoene Weihnachtsfeier!

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute abend hatten wir eine wunderschoene Weihnachts-Bajramfeier. Der einzige Wermutstropfen war, dass aufgrund der Grippewelle in Gorazde eine ganze Reihe Kinder nicht kommen konnten. Sie werden ihre Geschenke spaeter bekommen. Dennoch war der Gruppenraum gut gefuellt, als schliesslich alle da waren. Amina, Amela und Vera hatten ihn liebevoll geschmueckt und dadurch eine weihnachtlich-festliche Atmosphaere geschaffen. Die Kinder waren aufgeregt und voller Vorfreude, die Muetter genossen es, einmal alle Sorgen beiseite zu schieben.

Wir begannen unser Programm mit einigen Tanzspielen, die allen grossen Spass machten und auch die, die sich noch nicht kannten in Kontakt brachten. Dann sangen wir ein paar Lieder - und dann kam der Hoehepunkt unserer Feier: Wie jedes Jahr verkleidete sich unsere Koordinatorin Esma als "Djed mraz" ("Grossvater Frost"), das ist der Weihnachtsmann auf slawisch. Zuerst las dieser dann aus seinem dicken Buch, wo alle 'guten und schlechten Taten vermerkt sind' und fragte die Kinder und die Muetter, ob das denn stimme, was er da gehoert habe. Schliesslich ermahnte er sowohl Kinder als auch Muetter 'sich gegenseitig zuzuhoeren und auf einander zu achten'. Das versprachen alle. Dann fragte 'Djed mraz', ob die Kinder denn fuer ihn etwas vorbereitet haetten, da sie doch wuessten, dass er ihnen Geschenke bringen wuerde.

Verschiedene Kinder meldeten sich spontan und sangen ein Lied oder trugen ein Gedicht vor. Schliesslich sangen wir nochmals alle gemeinsam einige Lieblingslieder der Kinder.

Und dann war es endlich soweit: Djed mraz verteilte - unterstuetzt von Kollegin Amina - die prall gefuellten Geschenkbeutel. Geduldig warteten die Kinder, bis sie an der Reihe waren. Jedes wollte fotografiert werden mit 'Djed mraz' und schliesslich gab es noch ein Gruppenbild mit allen zur Erinnerung.... und noch einen Kreistanz und dann musste der Weihnachtsmann wieder weiter, da er ja noch andere Kinder zu beschenken hatte...

Wir feierten weiter mit Musik, Tanzen und sassen noch gemuetlich zusammen, bis sich allmaehlich alle auf den Heimweg machten.

Wir Kolleginnen waren uns einig, dass dies eine der schoensten Feiern im SEKA-Haus gewesen war.

Wir danken allen unseren UnterstuetzerInnen, die diese Feier und die Geschenkpaeckchen fuer die Kinder moeglich gemacht haben. Herzlichen Dank - im Namen der Kinder und Muetter!

In den naechsten Tagen werde ich, so hoffe ich, dazukommen, einige Fotos von der Weihnachtsfeier hier einzustellen.

Herzlichst

Gabriele Mueller

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Bp_dauerspender
G. Mueller (Project Manager) written over 2 years ago
Lieber Michael, liebe Marina,
vielen vielen Dank fuer Eure erneute grossartige Unterstuetzung - und fuer Eure lieben Wuensche. Es ist fuer uns sehr schoen zu wissen, dass es Menschen wie Euch gibt - die unser Projekt langfristig begleiten und es nach Kraeften foerdern. Es bedeutet uns sehr viel!
Wir wuenschen Euch ebenfalls Frohe Weihnachten und ein glueckliches und friedliches Jahr 2010.
Liebe Gruesse
Gabriele, Amina, Amela, Esma und Vera

M. Stein written over 2 years ago
Liebes SEKA-Team,

vielen Dank für Euer Engagement im zuende gehenden Jahr - und ein ganz besonders herzliches Dankeschöne an Dich, Gabriele, die Du Dir die Mühe machst und uns mit Deinen ausführlichen Schilderungen Eurer Aktivitäten vor Ort hier auf betterplace.org ein so lebendiges Bild der Arbeit des SEKA-Teams zeichnest!

Schöne und friedliche Weihnachtstage und ein gutes neues Jahr 2010 allen Mitgliedern des SEKA-Teams und allen, denen Ihr Hilfe und Unterstützung anbietet.

Marina & Michael

G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Die SEKA-Weihnachtsfrauen waren unterwegs!

Liebe Freundinnen und Freunde,

hier nochmal eine kurze Nachricht: Unsere Kolleginnen Esma und Vera waren heute als Weihnachtsfrauen unterwegs und haben nochmal sechs Familien, die in grosser finanzieller Not leben, Weihnachtspakete mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln  gebracht. Als sie zurueckkamen waren sie sehr beruehrt von den Reaktionen der Familien. Besonders gluecklich waren die Beschenkten ueber die Dinge, die sie sich kaum oder nicht selber kaufen koennen: Kaffee, Schokolade, Honig, Citrusfruechte.... und Shampoo, Duschgel und aehnliches.

Diese Pakete waren durch Ihre Hilfe moeglich! Wir bedanken uns im Namen der Familien sehr herzlich. Sie ermoeglichen ihnen frohe Weihnachtstage!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Erste Spende fuer die dringend benoetigte Tuer!

Liebe Leserinnen und Leser,

eben habe ich entdeckt, dass wir eine erste Spende fuer die neue Tuer zum Gruppentherapieraum bekommen haben - von unserer neuen (50.!) Unterstuetzerin M. Birken. Wir danken ihr dafuer herzlich!

Ehrlich gesagt, hatte ich schon den Eindruck, dass wir fuer die neue Tuer zum Gruppenraum schwerlich Unterstuetzung finden wuerden. Aber nun ist der Anfang gemacht. Das ist super!

Das Hauptproblem mit der Tuer sind nicht einmal die Einschussloecher, sondern die Tatsache, dass sie nicht gut schliesst und daher jedes lautere Wort auf dem Flur gehoert werden kann. Wir hoffen, dass es noch viele Frau Birken nachtun und dass wir die Tuer bald finanzieren koennen.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

'Wieder richtig Freude am Leben...'

Liebe Leserinnen und Leser,

hier kommt nun der dritte Teil des Berichts ueber die traumatherapeutische Arbeit mit Mutter und Tochter. Wir freuen uns ueber Ihr Interesse. Bei Fragen schreiben Sie uns einfach.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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Die Mauer

Einige der Übungen waren Elvira schon aus der Einzeltherapie bekannt und sie fand es prima, sie noch einmal zu machen, um sich noch besser darauf einlassen zu können oder etwas Neues zu entdecken. Andere wiederum waren auch für sie neu.

Als schwierigste Übung empfand sie die Imaginationsübung ‚Mauer’. Als sie in ihrer Imagination beim Spaziergang durch den Wald plötzlich auf die Mauer stieß, erschrak sie und bekam Panikgefühle: ihre Mauer war riesig, schwarz, unüberwindlich und bedrohlich. Sie hatte das Gefühl, von ihr erdrückt zu werden. Sie unterbrach diese Übung und eine der Therapeutinnen half ihr, sich zu beruhigen. Nach der Imagination konnten die Frauen ihre Erlebnisse zeichnen. Und dann, wenn sie wollten, auf der Bühne darstellen. Elvira malte ihre Mauer: „schwarz, riesig, tödlich“. Auf der Bühne wollte sie sie nicht darstellen. Als jedoch alle anderen Frauen ihre ‚Mauer-Szenen’ dargestellt hatten und sich danach sehr gut fühlten, beschloss Elvira, doch auch ihre Szene auf der Bühne darzustellen – mit Hilfe der anderen Frauen, die die verschiedenen Rollen übernahmen.

„Es war sehr schwer für mich,“ erzählte mir Elvira, „aber Nurka hat mich unterstützt und schließlich habe ich es geschafft, halb durch die Mauer hindurchzukommen und zu sehen, dass es doch auf der anderen Seite Leben gibt – dass das Leben da weitergeht.“

Im Gespräch über diese Szene wird ihr klar, dass die Mauer für sie ihre traumatische Erfahrung symbolisierte. Deshalb hatte sie körperlich und psychisch so massiv darauf reagiert. Sie hatte die Imagination abgebrochen, aber sie hatte es geschafft, die Mauer zu zeichnen und hatte den Mut gehabt, sich mit ihr in der Szene zu konfrontieren und zu merken, „dass das Leben auch hinter der Mauer weitergeht.“

Elvira, die es in Neum als „Versagen erlebt“ hatte, dass es ihr nicht – wie den anderen Frauen – gelungen war, die Mauer ganz zu überwinden, konnte nun ihre Leistung würdigen. Was sie geschafft hatte, war eine sehr mutige symbolische Annäherung. Alles andere wäre in diesem Moment zuviel für sie gewesen.

Als sie zur nächsten Therapiestunde kam, erzählte sie mir stolz, dass sie mit ihren Geschwistern zu ihrem (noch völlig zerstörten) Heimatdorf gefahren sei. Zum ersten Mal war sie dort vor zwei Jahren gewesen. Damals war sie ständig von quälenden Erinnerungen überflutet worden und sie hatte nur darauf gewartet, wieder wegzukommen. Dieses Mal hatte sie sich – als die schrecklichen Bilder in ihr hochkamen – aktiv an die schönen Zeiten in ihrem Dorf vor dem Krieg erinnert. Sie nahm sich Zeit für sich allein, ging zu den Orten, wo sie in ihrer Kindheit glücklich gewesen war. Und sie konnte sich an diesem Ort wieder gut fühlen. „Es ist, als ob ich mir diesen Ort wieder angeeignet habe,“ meinte sie nachdenklich. „Ich glaube, ich wünsche mir, dass wir Geschwister irgendwann auf dem Fundament des alten Hauses wenigstens ein Wochenendhäuschen bauen können. Ich werde mit den anderen darüber reden.“

Ich sagte Elvira, dass ich den Eindruck hätte, dass sie eine Mauer in ihrem realen Leben überwunden habe. Dem konnte sie zufrieden lächelnd zustimmen.

 

‚Die Wächterin’

Beim nächsten Therapietermin erklärte mir Elvira, dass sie sich inzwischen tagsüber wirklich gut fühle. Sie hatte am Tag nur noch selten intrusive Symptome – und wenn es sich ereignete, machten sie ihr nicht mehr so viel Angst, denn sie wusste, was sie tun konnte. In der Regel gingen diese Momente dann schnell vorbei.

„Nur mit dem Schlafen habe ich noch immer Probleme,“ meinte sie. „Obwohl ich jeden Abend sehr müde bin, traue ich mich nicht ins Bett zu gehen; denn dann fängt die Angst an – vor den schwarzen Gedanken, dann vor den Bildern und dann geht dieser ganze schreckliche Film ab…“ Elvira bemühte sich, alle Techniken, die am Tag so gut funktionierten, auch in der Nacht anzuwenden. „Aber das funktioniert kaum.“

Ich schlug ihr vor, die Szene ‚Abends vorm Einschlafen’ psychodramatisch mit Symbolen auf der ‚kleinen Bühne’ darzustellen.

In der Arbeit an dieser Szene erkannte Elvira ‚zwei Teile’ (Ego-States) in sich: ‚die Elvira, die müde ist und gerne schlafen möchte, die weiß, dass die Vergangenheit vorbei ist’ und ‚die andere Elvira, die nicht glaubt, dass die Vergangenheit wirklich vorbei ist, die stets auf der Hut ist’. Elvira nannte sie ‚die Wächterin’. Die ‚Wächterin’ ließ Elvira nicht schlafen.

 

Im psychodramatischen Interview mit Elvira in der Rolle der ‚Wächterin’ zeigte sich zu Elviras Überraschung, dass die ‚Wächterin’ Elvira gar nicht ‚malträtieren wollte’, sondern sie beschützen und verhindern, dass ihr ‚noch einmal so etwas zustößt’. Sie schickte ihr die „schwarzen Gedanken und die schrecklichen Bilder zur Warnung“ – gerade in der Zeit vorm Einschlafen – „denn genau in dieser Zeit ist es geschehen“. Im Interview mit der ‚Wächterin’ gab diese schließlich zu, dass der Schlafmangel Elvira schwächt und sie sich dann im Notfall nicht verteidigen kann.

Elvira hatte schließlich die Idee, „dass die ‚Wächterin’ auf dem Dachboden Wache halten kann – Dort hat sie einen guten Überblick durchs Fenster.“ Elvira gab ihr ein Nacht-Fernglas, einen bequemen Stuhl und ein Bett, „falls sie sich doch einmal hinlegen möchte“.

Elvira war sehr zufrieden mit dieser Lösung – und die ‚Wächterin’ war damit im Moment auch einverstanden. Bis zum nächsten Termin wollte Elvira das ausprobieren.

 

In der nächsten Therapiestunde erzählte sie mir, dass sie jeden Abend versucht hatte, die ‚Wächterin’ auf den Dachboden zu schicken, diese aber nicht gehen wollte.

Wir arbeiteten daher weiter mit der Einschlaf-Szene. Im Interview mit der ‚Wächterin’ meinte diese (Elvira in dieser Rolle) nun, dass ihr der Dachboden zu weit entfernt sei. Sie müsse bei Elvira im Schlafzimmer sein. Auch den Platz auf dem Schrank lehnte sie ab. Schließlich gab sie sich zufrieden mit dem Platz auf dem Regal überm Bett.

Ich schlug Elvira zusätzlich vor, auszuprobieren, vorm Einschlafen in Gedanken selbst in die Rolle der ‚Wächterin’ (der aktiven Beschützerin) zu gehen, die die schlafende Elvira bewacht. Wieder wollte Elvira mit der neuen Idee experimentieren.

Als Elvira nach drei Wochen zum nächsten Termin kam (ich war in der Zwischenzeit nicht in Gorazde), sah sie wunderschön aus, frisch und erholt. Sie berichtete mir, dass sie nun 50 % der Nächte gut schlafe und sich so gut fühle wie seit langem nicht mehr. Dies war für sie ein grandioser Erfolg; denn in den letzten 17 Jahren hatte sie jede Nacht mit den intrusiven Symptomen gekämpft und war meist von schrecklichen Alpträumen aufgewacht. Sie erklärte mir, dass es wirklich am besten wirke, wenn sie sich beim Einschlafen vorstellte, dass sie in der Rolle der ‚Wächterin’ ihren eigenen Schlaf bewachte!

„Das Schönste ist“, sagt sie mir strahlend, „dass ich wieder richtig Freude am Leben habe!“

Gabriele Mueller

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Im naechsten Blog schreibt Amina Vrana ueber die Arbeit mit Tochter Maja.

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Vorbereitungen fuer die Weihnachtsfeier

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute war der Tag der Vorbereitungen fuer die Weihnachts-Bajram-Feier im SEKA-Haus. Esma und Vera machten noch die letzten Einkaeufe. Amina und Amela packten liebevoll die Paeckchen (bzw. Geschenktueten fuer die Kinder). Und schliesslich schmueckten Vera und Amina den Gruppenraum. Morgen werden die Weihnachtspakete an die letzten beduerftigen Familien verteilt. Am Mittwoch (dem 23.12.) ist es dann so weit: Ab 16.30 kommen die Kinder mit ihren Muettern. Ab 17.00 Uhr geht es dann richtig los - mit weihnachtlichen bzw. Bajrams-Leckereien, mit Tanzspielen mit Muettern und Kindern und als Hoehepunkt kommt dann 'Djed mraz' ('Grossvater Frost'), liest aus seinem dicken Buch und verteilt dann die Geschenke.

Wie jedes Jahr wird auch diesmal die Rolle des 'Djed mraz' unsere Kollegin Esma uebernehmen. Sie freut sich schon jetzt auf diese Rolle.

Natuerlich werden wir Ihnen berichten, wie die Feier verlaufen ist.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller und Kolleginnen

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Toll! 4 Termine der Maedchengruppe finanziert!

Liebe Freundinnen und Freunde,

das ist wirklich toll: Heute wurde mit der Spende von einer/m neuen (anonymen) UnterstuetzerIn der erst vor kurzem eingestellte Bedarf "Empowerment fuer Maedchen - 4 Termine der Maedchengruppe" vollkommen erfuellt. Wir bedanken uns sehr herzlich bei der / dem SpenderIn. Damit sind die ersten Termine der Gruppenarbeit auf jeden Fall gesichert. Der erste  Termin hat ja am letzten Donnerstag schon stattgefunden.

Die Maedchen sind von ihrer Gruppe begeistert. Gleichzeitig war dieser Termin auch die 'Premiere' fuer die gemeinsame Gruppenleitung  von Amina und Amela (unserer ehrenamtlichen Kollegin). Amela leitet bisher gemeinsam mit mir die Frauentherapiegruppen und macht Einzelberatung mit den Frauen. Aber auch die Arbeit mit den jugendlichen Maedchen macht ihr offensichtlich grossen Spass. Beide waren mit dem Verlauf der Gruppe sehr zufrieden.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

'Die gluecklichen Erinnerungen zurueckgewinnen...'

Liebe Leserinnen und Leser,

hier kommte der zweite Teil des Berichts ueber die therapeutische Arbeit mit Elvira und Maja (Namen geaendert).

Wir freuen uns ueber Ihr Interesse.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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„Es geschah am Vorabend des Geburtstags…“

Als der Geburtstag ihrer ältesten Tochter näher rückte, verstärkten sich die intrusiven Symptome wieder massiv: Am Abend vor dem damals 12. Geburtstag ihrer Tochter war Elvira verschleppt worden. Sie hatte weder geschrien, noch sich gewehrt, um die Töchter, die im Obergeschoss schliefen, nicht zu wecken und sie so zu schützen. Jeder Geburtstag ihrer Tochter erinnerte sie an diesen schrecklichen Vorabend und die furchtbaren Wochen und Monate danach. Ich schlug Elvira vor, sich in Gedanken an all die früheren Geburtstage ihrer Tochter zu erinnern – glückliche Geburtstage. Während sie mir alle Geburtstage ihrer Tochter von der Geburt bis zum 11. Geburtstag schilderte, veränderte sich Elviras Gesicht und Körperhaltung völlig: Sie lächelte in Gedanken liebevoll, ihr Körper entspannte sich. Lachend erzählte sie scherzhafte Episoden. Wir übersprangen dann den 12. Geburtstag und erinnerten uns an den 13., den 14. usw. Natürlich lagen die späteren Geburtstage unter dem Schatten des Traumas, aber es gelang Elvira sie realer zu sehen und sich ebenfalls an schöne Momente mit ihrer Familie zu erinnern. Nach dieser Übung stellte sie fest, dass sie all die ‚schönen Geburtstage’ völlig vergessen hatte, und dass sie nun ein ‚Gegengewicht’ bilden konnten zu dem ‚schrecklichen Geburtstag’ – dass sie alle zusammen „eigentlich stärker waren“. Wir besprachen, dass sie sich in Gedanken vielleicht noch ein zusätzliches ‚Album’ mit den schönen Geburtstagsbildern anlegen konnte, das sie dann als ‚Gegenbilder’ zum ‚Umschalten’ nutzen konnte, wenn im Zusammenhang mit dem Geburtstag der Tochter die schrecklichen Erinnerungen kamen. Dieses ‚Album’ half ihr dann wirklich, den aktuellen Geburtstag der Tochter mehr in der Gegenwart und gelassener zu erleben. „Am meisten geholfen hat mir eigentlich, dass ich wusste, dass ich ein ‚Gegenmittel’ habe. Dadurch sind die schrecklichen Bilder weniger gekommen, oder ich habe sie gleich ausschließen können.“

 

Die glücklichen Erinnerungen zurückgewinnen

Auch die Übungen ‚Freude, die mein Körper mir schenkt’ oder ‚Glück’ (ebenfalls nach  Luise Reddemann) halfen Elvira, sich an weitere schöne Erfahrungen in ihrem Leben zu erinnern und sie ihrem ‚Album schöner Bilder’ hinzuzufügen. Auf diese Weise gewann Elvira Stück für Stück glückliche Erinnerungen an ihr früheres Leben zurück. Damit veränderte sich auch ihr Selbstbild weiter. Sie erlebte sich selbst nun nicht mehr nur als Opfer, als ohnmächtig und beherrscht von den traumatischen Bildern, sondern war sich ihrer positiven Erfahrungen und ihrer Stärken wieder mehr bewusst. Sie wurde auch wieder kontaktfreudiger, kam z.B. auch zu den offenen Terminen ins SEKA-Haus.

Dies war für Elvira ein großer Schritt: Beim ersten Termin hatte sie mir erzählt, dass sie sich in den letzten Jahren immer mehr zurückgezogen und Kontakte außerhalb der Familie mehr und mehr vermieden hatte.

Sie hatte das Gefühl gehabt: „Jeder sieht mir an, was mit mir passiert ist.“ Das schien sich nun wieder zu verändern.

Ich schlug ihr daher vor, mit ihrer jüngsten (12jährigen) Tochter Maja am SEKA-Erholungsaufenthalt in Neum teilzunehmen: 12 Tage Erholung und therapeutische Gruppenarbeit. Nach einer Beratung mit Mann und Tochter stimmte sie zu.

 

Ein Geschenk für mich und meine Tochter

Den Erholungsaufenthalt in Neum erlebte Elvira „als ein Geschenk für mich und meine Tochter“.

„Ich habe mich wunderbar erholt! Es gab allerdings Höhen und Tiefen“, erzählte sie mir am ersten Termin nach der Rückkehr aus Neum.

Elvira hatte sich zu Anfang etwas vor der Gruppenarbeit gefürchtet. Aber nachdem sie die beiden Therapeutinnen Nurka Babovic und Arijana Catovic kennengelernt hatte, verlor sie ihre Ängste. Die anderen Frauen fand Elvira sympathisch und es half ihr, als sie merkte, dass sie alle schwere und leidvolle Erfahrungen hatten durchmachen müssen. „Da habe ich mir gesagt, die werden mich dann auch verstehen können“, meinte sie.

Durch die verschiedenen Übungen lernte sie die anderen kennen und konnte auch immer mehr von sich zeigen. Sehr wichtig waren ihr die Gruppenstunden zum Thema ‚Kommunikation’ und die Übung ‚Mein innerer sicherer Ort’.

„Mein sicherer Ort ist eine Insel, auf der ich vor 30 Jahren wirklich einmal war“, beschrieb sie mir, „eine Insel voller Blumen und wunderschöner Skulpturen. Ich habe mich da großartig gefühlt. Damit es ganz sicher dort ist, habe ich mir drum herum noch eine riesige Mauer und Stacheldraht vorgestellt, damit da wirklich niemand eindringen kann. Und dann habe ich mich zum ersten Mal seit all den Jahren entspannen können..."

Gabriele Mueller

In den naechsten Tagen werden wir den naechsten Teil des Berichts einstellen.

 

 

 

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

'Dass das Leben... weitergeht...'

Liebe Freundinnen und Freunde,

ab heute stelle ich - in mehreren Teilen - wieder einmal einen Bericht ueber die therapeutische Arbeit im SEKA-Zentrum ein: ueber die Arbeit mit einer schwer traumatisierten Mutter und deren Tochter. Heute kommt der erste Blog. Ich hoffe, das gibt Ihnen einen Eindruck von unserer Arbeit.

Ihnen allen ein schoenes 4. Adventswochenende!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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„Dass das Leben auch hinter der Mauer weitegeht…“

Elvira und Maja (Namen geaendert)

Elvira rief im SEKA-Haus an – einen Tag nachdem das Lokalfernsehen wieder einmal über die SEKA-Arbeit berichtet hatte. „Ich habe diese Symptome, von denen Sie gestern im Fernsehen gesprochen haben,“ vertraute sie unserer Kollegin Vera D. an: „Mit wem kann ich darüber sprechen.“

Zwei Wochen später kam sie zum ersten Einzelgespräch zu mir (Gabriele Müller). Es zeigte sich, dass sie sowohl an massiven intrusiven Symptomen litt (Überflutungen mit traumatischen Erinnerungen, Bildern und Gefühlen) als auch an permanenter Anspannung, Schlaflosigkeit und anderen typischen Traumasymptomen.

Elvira sagte mir gleich, dass sie Opfer von Vergewaltigungen im Krieg sei, dass sie darüber aber nicht sprechen könne und wolle.

„Können Sie mir trotzdem helfen?“ wollte sie wissen. Ich erklärte ihr, wie wir in der Regel arbeiten: an der Kontrolle der Symptome, der Wiederherstellung eines Gefühls von Sicherheit, Möglichkeiten der Selbst-Unterstützung, Ressourcen u.ä. – und dass sie überhaupt nichts tun müsse, wozu sie nicht bereit sei. Dies beruhigte sie.

An den ersten beiden Terminen sprachen wir einerseits über ihre Symptome und andererseits darüber, was ihr in diesen Situationen hilft. Ich erklärte ihr, was Trauma bedeutet, welchen Sinn die Symptome haben, und vermittelte ihr Techniken wie ‚Safe / Tresor’ und ‚Umschalten / Album schöner Bilder’, die helfen können, Trauma-Symptome besser zu kontrollieren. Diese beiden Techniken empfand Elvira als außerordentlich hilfreich. Sie wandte sie in der Folgezeit in ihrem Alltag häufig an, „um aus den schrecklichen Erinnerungen herauszukommen“ – meist mit Erfolg.

An weiteren Terminen arbeiteten wir psychodramatisch mit Symbolen auf der ‚kleinen Bühne’: u.a. zu ihren Rollen in ihrem aktuellen Leben und damit verbunden zu ihren Stärken und Fähigkeiten. Elviras Selbstwahrnehmung begann sich zu verändern, ihre Selbstachtung zu wachsen.

Als hilfreich empfand sie auch die Technik der ‚inneren Beobachterin’, d.h. sich selbst ‚wie aus der Distanz und von oben’ mit den Augen einer ‚besten Freundin’ zu sehen.

Mehrmals kam Elvira zum Termin abgehetzt und völlig außer Atem. Dies war der Anlass, den ’Inneren Antreiber’ zu entdecken. (Elvira konnte das therapeutische Ego-States-Konzept *, das von hilfreichen und destruktiven inneren Anteilen ausgeht, sehr gut annehmen.) In der Arbeit mit Symbolen und dem psychodramatischen Interview mit Elvira in der Rolle des ‚Antreibers’ wurde deutlich, dass dieser Elvira nicht antreibt, um ihr das Leben schwer zu machen, sondern, dass sie sich mit Hilfe des Antreibers vor Ruhepausen und damit verbundenen Intrusionen bewahrt. Für Elvira war diese Erkenntnis faszinierend und von großer Wichtigkeit. Es gelang ihr, in Anerkennung seiner auch positiven Aufgabe in der Psychodrama-Szene mit dem ‚Antreiber’ zu verabreden, dass er seine Intensität mindern solle. Sie wollte sich in Zukunft, wenn sie sich selbst unter Druck setzte, mit ‚ihm’ in Kontakt gehen und ‚ihn’ an die Abmachung erinnern. In den Folgenden Sitzungen erzählte sie mir, dass das ganz gut gelang.

 

Gabriele Mueller

* vgl. L. Reddemann, 'Traumatherapie-PITT, Das Manual',

 

 

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Empowerment for Girls

Dear friends,

yesterday Amina V. and Amela D. started again with a new therapeutic group for girls. In the rural areas of Bosnia children are still brought up in a very traditional patriarchal way. The girls suffer from discrimination and very often psychological, sexualized and physical violence. These experiences have a strong impact on the development of their personality. Very often they later become victims of violence in partnership.

In SEKA-House girls are supported in developing self-esteem and self-confidence; especially the group-work with girls is an excellent base for their empowerment and for strengthening solidarity and mutual support between them. Through group work we also recognize, which of the girls need further therapeutic support (individually). For the group-work with the new group of girls I put a new need on betterplace: four 4 meetings each lasting for 3 hours we need 100 € for therapeutic-pedagogic material and refreshment.

We are glad about any support.

With kind regards

Gabriele Mueller and colleagues

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Neue Maedchengruppe

Liebe Leserinnen und Leser,

gestern haben meine Kolleginnen mit den Einkaeufen fuer die Weihnachtspakete fuer die Familien und fuer die Geschenkpaeckchen der Kinder begonnen. Am Montag werden dann noch die frischen Sachen (Obst z.B.) gekauft und die Paeckchen gepackt. Am Dienstag werden wir die Pakete den Familien verteilen und am Mittwochspaetnachmittag - wenn es dunkel wird - werden Kinder und Muetter zu unserer Weihnachts-Bajram-Feier kommen. Besonders die Kinder sind schon ganz aufgeregt und haben mit ihrer Vorfreude auch uns  'angesteckt'! Amina, Amela und Vera haben auch schon mit dem Schmuecken fuer das Fest begonnen: u.a. haben sie einen grossen 'Schneemann' aus Kissen, Laken und aehnlichem gebaut, der nun schon den Gruppenraum verschoenert.

Gestern haben Amina und Amela ausserdem wieder mit einer neuen Maedchengruppe begonnen: Selbsterfahrung und Empowerment sind die Ziele dieser Gruppenarbeit. 'Das brauchen wir unbedingt', meinte eine der Teilnehmerinnen, als Amina ihnen diese Ziele der Gruppenarbeit erklaerte. Auf jeden Fall hatten sie gestern viel Spass, das konnte ich noch im oberen Stockwerk hoeren...

Fuer diese Gruppe werde ich wieder einen Bedarf einstellen: pro Termin benoetigen wir ca. 25 € fuer Materialien und kleine Erfrischungen.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Nun kann eingekauft werden!

Liebe Leserinnen und Leser,

wie sind begeistert ueber die erneute Spende des Teams 'Loadandhelp', die uns geholfen hat auch den letzten noch offenen Betrag fuer die Weihnachtspakete aufzufuellen! Ein herzliches Dankeschoen an das Team!

Nun koennen wir die Sachen fuer die Weihnachtspakete fuer die beduerftigen Familien einkaufen. Das ist wunderbar! Damit kann alles noch rechtzeitig an die Familien verteilt werden. Allen Spenderinnen und Spendern, die dazu beigetragen haben, nochmals vielen Dank!

Liebe Gruesse

Gabriele Mueller und Kolleginnen

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Bedarf fuer Volontaerin erfuellt!

Liebe Leserinnen und Leser,

super: der Bedarf "Ernaehrungszuschuss fuer unsere ehrenamtliche Mitarbeiterin Amela D." fuer diesen Monat ist nun komplett erfuellt! Das verdanken wir unserer treuen Unterstuetzerin und Freundin Adina Hammoud. Vielen Dank, Adina!

Nun koennen wir Amela den Zuschuss fuer diesen Monat auszahlen - als wenigstens kleine Anerkennung fuer ihr ehrenamtliches Engagement in SEKA. Ich weiss gar nicht, wie wir ohne sie ausgekommen sind!

Fuer die letzten beiden Weihnachtspakete fuer Familien in Not sind noch 57 € offen. Wir hoffen, dass wir dafuer auch noch Unterstuetzung finden!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Danke an das 'loadandhelp'-Team

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns ueber die Unterstuetzung eines neuen Teams: des 'loadandhelp'-Teams des Unternehmens SoftMaker Software GmbH, das gestern mit seiner Spende einen Bedarf vollends erfuellt hat: die Weihnachtspakete fuer 10 beduerftige Familien'. Herzlichen Dank an das Team!

Nun benoetigen wir nur noch 56 €, um die Einkaeufe fuer die Weihnachtspakete machen zu koennen.

Wir hoffen, das klappt auch noch bald.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Ein Dickes Dankeschoen!

Liebe Leserinnen und Leser,

heute geht ein ganz DICKES DANKESCHOEN an unseren treuen Unterstuetzer Christoph H., der heute gleich drei Bedarfe bespendet hat! Das ist wunderbar. Damit haben sich die noch offenen Betraege deutlich reduziert:

Fuer den Ernaehrungszuschuss fuer unsere ehrenamtliche Kollegin Amela im Dezember sind nun nur noch 12 € offen!

Fuer die Bedarfe der Weihnachtspakete fuer beduerftige Familien fehlen noch 44 € bzw. 57 €. Ich bin mir nun sicher, dass wir das noch rechtzeitig schaffen werden!

Ihnen allen schoene Vorweihnachtstage und

herzliche Gruesse aus dem tief verschneiten Ostbosnien

Gabriele Mueller und Kolleginnen

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute moechte ich mich zweimal bedanken - zum einen fuer die Unterstuetzung einer/s anonymen SpenderIn, durch die sich der offene Betrag fuer Amela im Dezember auf noch 30 € vermindert hat. Wir freuen uns ueber diese Hilfe und hoffen gleichzeitig, dass es mit den restlichen 30 € auch noch klappt, so dass wir Amela ihren Ernaehrungszuschuss auch fuer diesen Monat auszahlen koennen.

Ausserdem hat uns betterplace die Spenden fuer die Geschenkpaeckchen der Kinder, fuer die Weihnachts-/Bajramfeier und fuer die Tuer zum Einzeltherapieraum ueberwiesen. Dafuer bedanken wir uns herzlich! Diese Ueberweisung kommt genau zur rechten Zeit fuer die Einkaeufe zur Weihnachts- / Bajram-Feier.

Bzgl. der Tuer hat sich herausgestellt, dass die Firma, die uns den Kostenvoranschlag gemacht hat, etwas voreilig war: Sie sind sich nun doch unsicher, ob sie das mit der Schallisolierung hinbekommen. Wir werden nun noch andere Firmen um Angebote bitten. Ausserdem erscheint es uns sinnvoll, erst noch zu warten, bis wir auch den Bedarf fuer die Tuer zum Gruppentherapieraum erfuellt haben, um dann beide Tueren gleichzeitig zu bestellen. Vielleicht gibt es dann sogar einen kleinen Rabatt.

Die Tuer zum Gruppentherapieraum ist in einem noch schlechteren Zustand: Diese Tuer hat waehrend des Krieges Einschussloecher von Snipern abbekommen, die wir provisorisch mit Aufklebern ueberklebt haben. Wir muessen die Tuer nun wirklich dringend erneuern.

Heute haben wir waehrend der Teambesprechung die endgueltige Einkaufsliste fuer die Weihnachts-/Bajram-Paeckchen fuer die Kinder besprochen, die sie vom Weihnachtsmann (der in Bosnien 'Djed mraz' -  'Grossvater Frost'  heisst) bekommen werden. Ausserdem haben wir die Festvorbereitung geplant. Den Hauptteil der Arbeit werden Amina und Amela mit Unterstuetzung von Esma und Vera leisten.

Heute hat es - passend zu unserer Stimmung - angefangen 'richtig' zu schneien....Das Drina-Tal sieht gleich ganz maerchenhaft aus... besonders in der Abenddaemmerung, wenn dann die Lichter in den Haeusern zu funkeln beginnen...

Soviel fuer heute abend...

Herzliche Gruesse und eine gute Nacht

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Weihnachtspakete fuer Familien in Not

Liebe Leserinnen und Leser,

Weihnachten rueckt naeher. Bald sollten wir mit den Einkaeufen fuer die Weihnachtspakete fuer beduerftige Familien beginnen. Da freuen wir uns besonders ueber die Spende unserer neuen (47.!) Unterstuetzerin Meri M. Herzlichen Dank, Meri!

Nun sind bei dem einen Bedarf noch 77 € offen, beim anderen noch 90 €.Es waere toll, wenn wir diese Bedarfe bis zum 21.12. erfuellen koennten, damit wir die Pakete am 22.12 verteilen koennen.

Am 23.12. wird die gemeinsame Bajram-Weihnachtsfeier im SEKA-Haus stattfinden.  Unsere Kolleginnen Amina und Amela sind intensiv mit den Vorbereitungen dafuer beschaeftigt - insbesondere mit den Einkaeufen der Geschenke fuer die Kinder. Wir freuen uns, dass sowohl die Geschenke als auch die Feier an sich schon komplett ueber Betterplace-Spenden finanziert ist. Das ist einfach grossartig!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Christmas-parcels for families in need

Dear friends,

some of our clients live in deep poverty. We would like to give to them parcels with food and hygiene-articles, which they are not able to buy, for example: citrus-fruits, coffee, chocolate, honey, good oil... and shampoo, shower-gel and similar.  At least in these days they should put their worries aside and be able to celebrate Christmas with their families. Still for 6 families (17 persons) we need an amount of about 10 € per person.

We are grateful for your support!

With kind regards

Gabriele Mueller

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Weihnachtspakete noch fuer 6 Familien in Not

Liebe Leserinnen und Leser,

Weihnachten kommt mit grossen Schritten naeher. Noch fuer 6 weitere Familien, die in Armut leben, moechten wir Pakete packen mit wertvollen Lebensmittel, damit auch sie ein unbeschwertes Fest erleben koennen. In die Pakete packen wir Dinge, die sie sich nicht selbst kaufen koennen: Citrusfruechte, Kaffee, Schokolade, Honig, ein gutes Oel.... und Hygieneartikel wie Shampoo und Duschgel und aehnliches.

Fuer das Paket fuer eine dreikoepfige Familie benoetigen wir ca. 30 - das heisst etwa 10 € pro Person.

Bitte helfen Sie mit, dass wir auch noch fuer diese Familien Weihnachtspakete packen koennen.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Jeder kostenlose Download hilft einem Projekt

Liebe Betterplace-BesucherInnen,

nach Klaerung eines kleinen Missverstaendnisses wissen wir nun, dass das Unternehmen SoftMaker Software GmbH unser Projekt 'Hilfe fuer kriegstraumatisierte Frauen und Kinder' sponsorieren moechte. Darueber freuen wir uns natuerlich sehr.  Herzlichen Dank an Geschaeftsfuehrer Martin Kotulla und seine Kolleginnen und Kollegen.

Ein wenig habe ich mir auch das Software-Programm angeschaut, das die Firma vertreibt und das in der Version 2008 kostenlos downgeloaded werden kann (allerdings scheint mir die Seite noch nicht freigegeben zu sein). Das klingt sehr interessant, vielseitig und einfach handhabbar. Ich habe den link an meine Kollegin Esma Drkenda weitergeschickt, da sie unsere PC-Expertin ist. Und sie war begeistert!

Falls Sie das Programm auch interessiert: www.softmaker.de, und  www.loadandhelp.de

Jeder kostenlose Download brint uebrigens unserem oder einem anderen Betterplace-Projekt 10 Cent!

Das ist doch super!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Wieder ein Weihnachtspaket finanziert!

Liebe Leserinnen und Leser,

Wir freuen uns heute ueber die erneute Unterstuetzung von Giesela Krabbe, die mit ihrer Spende ein Weihnachtspaket fuer eine alleinerziehende Mutter und ihr Kind ermoeglicht. Die Mutter schlaegt sich muehsam mit Putzjobs durch..

Wir danken Frau Krabbe sehr herzlich im Namen der kleinen Familie!

Noch fuer 6 weitere Familien mit insgesamt 17 Personen, die in finanzieller Not leben,  moechten wir gerne Weihnachtspakete packen. Pro Person rechnen wir ca. 10 €. Bei einer 3-koepfigen Familie sind das 30 €.

Wir freuen uns ueber jede Unterstuetzung!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Fortbildungsreihe Traumatherapie

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute ging unser dreitaegiges 'Entscheidungsseminar' fuer die Fortbildungsreihe "Traumatherapie mit der Methode Psychodrama" zu Ende. Die Arbeit im Seminar war besonders am zweiten und dritten Tag sehr intensiv. Es wurde deutlich, welche Traumata jede der Kolleginnen selbst in sich traegt. Kaum eine hatte bisher Gelegenheit, daran zu arbeiten. Gleichzeitig arbeiten die Kolleginnen aber alle auch mit traumatisierten Menschen - fast immer unter sehr schweren Bedingungen.

Waehrend der drei Tage gaben wir den Teilnehmerinnen die Moeglichkeit, verschiedene psychodramatische Uebungen und Techniken kennenzulernen, sich untereinander kennenzulernen und sich an aktuelle persoenliche Themen und erlebte Traumata vorsichtig anzunaehern. Das war nicht immer leicht.

Am Ende des Seminares zeigte sich aber, wie sehr sich die Frauen schon eingelassen hatten, wie bereit sie waren, an sich zu arbeiten, und wie offen sie waren fuer diesen fuer sie voellig neuen Ansatz in der therapeutischen Arbeit.

Von den 15 Teilnehmerinnen entschieden sich am Ende 12 zu 100% fuer die Fortbildungsreihe. Drei weitere waren sich noch unsicher, ob sie sich auf die 3 1/2 Jahre Fortbildung wuerden verbindlich einlassen koennen. Sie bekamen fuer Ihre Entscheidung noch eine Woche Zeit.

Eigentlich ist die therapeutische Fortbildungsgruppe mit 12 Teilnehmerinnen schon 'voll'. Falls sich die noch unsicheren Kolleginnen auch fuer die Teilnahme entscheiden sollten, muessen wir ueberlegen, ob wir die Gruppe noch erweitern koennen...

Wir beendeten das Seminar in ausgelassener Stimmung mit einem gemeinsamen Mittagessen.

Fuer Edita Ostojic und mich als Leiterinnen war es nicht einfach, dieses Seminar - mit einer so grossen gemischten Gruppe und nur drei Tagen Zeit - zu leiten. Aber jetzt am Ende sind wir sehr zufrieden und haben das Gefuehl, gemeinsam mit der Gruppe eine hervorragende Grundlage fuer die weitere Gruppenarbeit bereitet zu haben.

Nun kommt das Wochenende - wie wunderbar - zum Ausruhen, noch ein wenig Prozessieren und - Rosen pflanzen (Mein Garten ist naemlich meine Leidenschaft und ein hervorragender Ausgleich fuer die psychotherapeutische Arbeit!).

Ich wuensche auch Ihnen allen ein schoenes Wochenende!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Erster Seminartag der Fortbildung 'Traumatherapie'

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute haben wir mit dem ersten Seminar des Fortbildungszyklus 'Traumatherapie mit der Methode Psychodrama und imaginativen und kreativen Techniken' im SEKA-Haus begonnen. Dieses erste dreitaegige Seminar ist quasi ein 'Entscheidungsseminar' fuer die 15 Kolleginnen, die sich fuer die 3 1/2 jaehrige Fortbildung interessieren. Am Ende der drei Tage hat jede Teilnehmerin nochmal Gelegenheit, sich endgueltig fuer die Teilnahme an der Fortbildungsreihe zu entscheiden.

Obwohl die Gruppe sehr gross ist (in der Regel haben bei uns Therapie-Fortbildungsgruppen 12 Teilnehmerinnen, da sie sehr viel Selbsterfahrung beinhalten und die Gruppenarbeit analog der Arbeit mit einer Therapiegruppe aufgebaut ist), verlief dieser Tag ganz hervorragend. Alle Frauen sind hochmotiviert, manche haben jahrelang auf die Moeglichkeit gewartet, an so einer Fortbildungsreihe im SEKA-Haus teilzunehmen. Heute ging es erst mal um das Kennenlernen und die Erarbeitung eines sicheren Rahmens fuer die Gruppenarbeit. Wir nutzten dazu eine Reihe unserer bewaehrten psychodramatischen Uebungen. Wir moechten, dass die Teilnehmerinnen waehrend dieses Seminars neben der therapeutischen Philosophie und der humanistischen Haltung moeglichst verschiedene Techniken / Uebungen kennenlernen und selbst erleben. In der letzten Einheit des Tages lernten die Kolleginnen noch eine Imaginationsuebung zur Stabilisierung und Selbstunterstuetzung kennen.

Die Teilnehmerinnen kommen aus unterschiedlichen psychosozialen Berufen und unterschiedlichen Einrichtungen aus Gorazde und umliegenden Orten - sowohl in der Foederation als auch der Republika Srpska. Das heisst, die Gruppe besteht aus Angehoerigen verschiedener Bevoelkerungsgruppen - wie dies im SEKA-Haus ja bereits Tradition hat.

Die Finanzierung dieses ersten Seminars ist erst teilweise ueber private Spenden gesichert. Wir hoffen aber auf die Bewilligung der restlichen Mittel durch einen Geldgeber, bei dem wir einen Antrag gestellt haben.

Der folgende Fortbildungszyklus ist bereits finanziert: durch einen kostendeckenden Zuschuss des Weltfrauengebetstags, Deutsches Komitee. Darueber sind wir ausserordentlich gluecklich und danken den Geldgeberinnen sehr!

An der Fortbildungsreihe nehmen auch unsere beiden jungen Kolleginnen Amina und Amela teil.

Soviel fuer heute...

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Weihnachtspakete noch fuer 3 weitere Familien...

Liebe Freundinnen und Freunde,

die Bajram-Geschenke-Aktion haben wir ja gestern abgeschlossen und uns gemeinsam mit den Familien gefreut.

Der noch offene Bedarf (noch 102 €) bezieht sich nun auf die Pakete fuer die Familien auf unserer Liste, die Weihnachten feiern. Wir haben ausserdem noch einen Bedarf ueber 90 € eingestellt, da insgesamt noch 6 Familien uebrig sind (mit insgesamt 19 Personen). Die kalkulierten 30 € sind die durchschnittlichen Kosten fuer den Inhalt eines Pakets. Natuerlich stellen wir die Pakete entsprechend der Familiengroesse und dem Alter der Kinder zusammen.

Wir wuerden uns freuen, wenn wir die offenen Bedarfe bis spaetestens zum 21.12. finanzieren koennten, denn am 21.12. muessen wir spaetestens die Einkaeufe machen, am 22.12. die Pakete an die Familien verteilen.

Am 23.12. haben wir fuer dieses Jahr die gemeinsame Bajram-Weihnachtsfeier mit Weihnachtsmann und Gechenkpaeckchen fuer alle Kinder geplant, die wir dank unserer Betterplace-UnterstuetzerInnen schon vollkommen finanzieren konnten! Dafuer nochmal ganz herzlichen Dank!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Riesenfreude an Bajram!

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute haben meine Kolleginnen Amina, Esma, Vera und Amela nun die zweite Haelfte der Bajrampakete (in Wirklichkeit waren es Plasticksaecke, weil wir nicht so viele geeignete Kartons bekommen konnten) gepackt und an die beduerftigen Familien verteilt.

Sie koennen sich nicht vorstellen, wie sehr sich die Familien gefreut haben. Einige der Frauen waren den Traenen nahe. Einer der Veteranen, ein alleinerziehender Vater mit drei Kindern, war foermlich sprachlos. Die Kinder freuten sich am meisten ueber die Schokoladen, die Mandarinen, Bananen und natuerlich die Nuss-Nugat-Creme. All diese Dinge sind fuer die Familien in der Regel unerschwinglich. Die Erwachsenen freuten sich besonders ueber den Kaffee und die Hygieneprodukte. Die Kolleginnen hatten fuer das zur Verfuegung stehende Geld so umsichtig eingekauft, dass fuer jede Familie auch noch Shampoo, Duschgel und Waschpulver und andere Hygieneartikel besorgt werden konnten. Alles Artikel, die fuer die Familien oft kaum erschwinglich sind.

Alle diese Familien leben weit unter dem Existenzminimum, erhalten aber keinerlei soziale Hilfen. Sie versuchen, durch Gelegenheitsarbeiten, durch Putzjobs, Beeren- und Pilzesammeln, Hilfsarbeiten bei Bauern und aehnliches das Lebensnotwendigste zu verdienen. Mit unglaublicher Hartnaeckigkeit schlagen sie sich durchs Leben. Wir alle empfinden grosse Hochachtung davor, wie sie ihr Leben meistern und versuche, trotz allem, ihren Kindern eine gute Erziehung und Schulbildung zu ermoeglichen.

Wenigstens an Bajram sollten sie einmal ihre Sorgen vergessen koennen! Das ist uns gelungen - mit Ihrer Hilfe, durch Ihre Spenden! Dafuer danken wir im Ihnen Namen der Familien nochmals ganz herzlich.

Ich habe einige Fotos eingestellt, die die Einkaeufe fuer die Bajramstueten und die Kolleginnen beim Packen zeigen. Die Familien wollten wir nicht fotografieren - diese Situationen empfanden wir als zu intim und emotional. Wir hoffen Sie verstehen das.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Grossartig und DANKE!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wenn ich es richtig sehe, haben wir noch eine weitere Spende von Michael und Marina fuer die Weihnachts- / Bajrampakete fuer beduerftige Familien bekommen! Ein ganz grosses Dankeschoen dafuer!

Morgen werden wir nun die restlichen Bajrampakete verteilen. Fuer die Weihnachtspakete haben wir dann ja noch etwas Zeit.

Nochmals danke an alle, die bisher mitgeholfen haben.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Noch 192 € noetig fuer die Weihn.- / Bajram-Pakete

Liebe Freundinnen und Freunde,

noch 192 € sind noetig, um die Sachen fuer die restlichen Weihnachts- / Bajrampakete fuer beduerftige Familien einkaufen zu koennen. Da das Bajramfest morgen zu Ende geht, waere es schoen, die noch ausstehenden Pakete an die Familien verteilen zu koennen.

Wir freuen uns ueber jede Unterstuetzung.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Ein riesiges Dankeschoen!

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute morgen habe ich kaum meinen Augen getraut: unsere treuen Freunde Michael und Marina haben gestern abend drei unserer Projekte unterstuetzt, davon zwei Bedarfe unseres Projektes hier: Mit ihren Spenden ist die Weihnachts- / Bajramfeier im SEKA-Haus komplett finanziert, ausserdem die Bajram- / Weihnachts-Pakete fuer zwei Familien in Not.

Lieber Michael, lieber Marina, wir schicken Euch ein riesiges Dankeschoen im Namen der Frauen und Kinder, bzw. der Familien.

Fuer den aktuellen Bedarf Bajram- / Weihnachtspakete benoetigen wir nun noch 192 €. Wir hoffen, dass wir die noch rasch zusammenbekommen, da wir die restlichen Bajrampakete noch in den naechsten Tagen verteilen wollen.

Da auf unserer Liste insgesamt 12 Familien stehen, werde ich demnaechst noch einen Bedarf von 60 € (fuer die zwei restlichen Familien einstellen).

Nun wuensche ich - auch im Namen meiner Kolleginnen - allen BetterplacianerInnen eine schoene Adventszeit.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Zweimal Unterstuetzung! Toll und danke!

Ein ganz herzliches Dankeschoen geht heute an unsere UnterstuetzerInnen Adina Hammoud und Friedemann Huefken fuer zwei Bedarfe. Darueber freuen wir uns sehr.

Der Ernaehrungszuschuss fuer unsere ehrenamtliche Kollegin Amela im Dezember ist nun schon zu 50 % finanziert und die Bajram- / Weihnachtspakete fuer Familien in Not zu 16 %. Da braeuchten wir rasch noch einige Unterstuetzung, da Bajram ja schon vor der Tuer steht und wir die Pakete moeglichst vor den Feiertagen verteilen moechten.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Paket fuer die erste Familie finanziert!

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute freuen wir uns ueber die erste Unterstuetzung fuer die Weihnachts- / Bajrampakete fuer beduerftige Familien.Wir danken unserem treuen Unterstuetzer Christoph H. fuer seine erneute Spende!

Eigentlich beinhaltet unser Programm ja keine materiellen Hilfen - ausser den alljaehrlichen Weihnachts- / Bajrampaeckchen fuer die Kinder. In den letzten Monaten hat sich allerdings die oekonomische Situation in Bosnien-Herzegowina in katastrophaler Weise verschlechtert. Die Finanzkrise versucht der bosnische Staat auf Kosten der Aermsten zu loesen. Die Renten z. B. werden gekuerzt und kommen verspaetet. Sozialhilfe wie in Deutschland existiert in Bosnien nicht - die moeglichen Hilfsbetraege sind lachhaft und die meisten Menschen koennen sie ohnehin nicht bekommen. Viele Menschen, die schon bisher unterm Existenzminimum gelebt haben, wissen nun gar nicht mehr, wie sie ueberleben sollen.

In dieser Woche hatte ich wieder einige KlientInnen, die so verzweifelt waren, dass sie nicht mehr ein noch aus wussten. Da der Winter begonnen hat, gibt es keine  Moeglichkeiten mehr, durch Gelegenheitsarbeiten ein wenig Geld oder wenigstens Lebensmittel bei Bauern zu verdienen. Wie sollen wir psychotherapeutisch arbeiten, wenn die Menschen nicht wissen, was sie ihren Kindern am naechsten Tag zu essen geben sollen, wie sie die Strom- und Wasserrechnung bezahlen sollen, Holz zum Heizen beschaffen und aehnliches mehr?!?

Aus dieser Situation heraus beschlossen wir, einigen der aermsten Familien wenigstens mit einem Geschenkpaket (mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln) eine Freude zu machen und ihnen zu ermoeglichen, die Feiertage ohne Sorgen zu verbringen.

Wir haben heute eine Liste der Familien zusammengestellt und dann fuer jede Familie individuell die Inhalte ihrer Pakete - entsprechend der Personen. Morgen werden die Kolleginnen schauen, wo es welche Artikel am guenstigsten gibt und eine genaue Kalkulation erstellen.

Wir freuen uns ueber Ihre Mithilfe.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Families living in extreme poverty

Dear friends,

as you have probably already noticed, we added two further needs to the project:

Many of our clients live under economically difficult circumstances, but some of them live really in deep poverty. The daily struggle for financial survival makes it difficult for them to recover from their psychological trauma.

 

We would like to make it possible also for these families to celebrate Christmas / resp. Bajram and to forget the problems for some days. We want to give them a parcel with special things, which they are not able to buy: citrus-fruits, coffee, chocolate, honey, good vegetable oil - and also some products for hygiene. For each family we would like to spend 30 €. We would be happy, if we could count on your support!

We further added the need of 120 € for expenses for our common celebration of Christmas- / Bajram - for cookies, juice, coffee, tea and of course a christmas tree and decoration. We expect 60 - 70 persons.

With warm regards

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Extreme Armut vieler Familien.

Liebe Freundinnen und Freunde,

wie Sie vielleicht schon bemerkt haben, haben wir noch zwei Bedarfe eingestellt:

Viele unserer Klientinnen leben unter dem Existenzminimum, einige von ihnen aber in ganz besonders bitterer Armut. Jeder Tag ist fuer sie ein Kampf ums Ueberleben - diese Tatsache wirft sie immer wieder zurueck und laesst eine psychische Gesundung von ihrem Trauma nur schwer zu.

Um diese Familien wenigstens ueber die Feiertage ein wenig von ihren Sorgen zu entlasten und ihnen das 'Mitfeiern' zu ermoeglichen, moechten wir gerne jeder dieser Familien ein Paket mit besonderen Lebensmitteln (die sie sich sonst nie leisten koennen) schenken: Zitrusfruechte, gutes Oel, Kaffee, Schokolade, Honig... Wir wuerden uns freuen, wenn Sie uns dabei unterstuetzen koennten. Pro Familie rechnen wir mit ca. 30 €.

Ausserdem haben wir einen Bedarf von 120 € fuer unsere gemeinsame Weihnachts- / Bajramfeier eingestellt - fuer Plaetzchen, Saefte, Kaffee, Tee und natuerlich einen Weihnachtsbaum und Dekoration. Wir rechnen mit 60 - 70 Personen.

Ihnen allen noch einen schoenen Sonntag.

Herzlichst

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Unsere 46. Unterstuetzerin! Toll!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns heute sehr ueber eine neue (und doch gleichzeitig 'alte' ) Unterstuetzerin: G. Krabbe. Sie hat bisher bereits das Veteranenprojekt unterstuetzt. Und nun auch noch das Projekt fuer die Frauen und Kinder. Das ist super und wir danken ihr sehr sehr herzlich!

Damit ist schon der erste Teil fuer Amelas Ernaehrungszuschuss im Dezember finanziert (25 %). Es sind nun noch 75 % noetig, damit wir unserer ehrenamtlichen Kollegin fuer ihr grosses Engagement in SEKA wenigstens einen Zuschuss zu den Ernaehrungskosten bezahlen koennen.

Ueber Amela sind wir, ehrlich gesagt, einfach gluecklich. Sie engagiert sich in so vielen Bereichen: in der Einzel- und Gruppenarbeit mit den Frauen (gemeinsam mit mir), in der Arbeit mit den jugendlichen Maedchen (gemeinsam mit Amina), bei den offenen Terminen (gemeinsam mit Vera) und noch in vielen anderen Bereichen.

Deshalb moechten wir ihr monatlich wenigstens diese kleine Anerkennung bezahlen.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Welcome to our 45. (!) supporter!

 

Dear friends,

today we welcome our 45. (!) supporter: M. Salfeld. He helped us to complete the need: "Christmas- / Bajram-parcels for the children". This is great! We thank him very much! Now we can start to buy the gifts for the children!

And today we got another wonderful message: The Women's Day of World Prayer (German section) decided to accept our application for a 3-years training cycle on 'Trauma-therapy with the method of Psychodrama' for colleagues from South-East Bosnia. We are very happy and grateful. We thank the gremium, which took this decision, so much! The first training is planned for the beginning of December.

With warm regards

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Unser 45. (!) Unterstuetzer

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute koennen wir unseren 45.(!) Unterstuetzer begruessen: M. Salfeld. Darueber freuen wir uns sehr!

Mit seiner Spende hat er den Bedarf der Weihnachts- / Bajrampaeckchen fuer die Kinder vollends erfuellt. Das ist super! Wir danken ihm herzlich. Nun koennen wir in aller Ruhe mit den Einkaeufen beginnen.

Heute haben wir noch eine wunderbare Nachricht bekommen: Unser Antrag an den Weltfrauengebetstag fuer die neue 4-jaehrige Fortbildungsreihe fuer Fachkolleginnen "Traumatherapie mit der Methode Psychodrama" wurde in vollem Umfang bewilligt. Da faellt uns ein Granitblock vom Herzen! Wir danken dem Gremium des WFGTs sehr fuer diese Entscheidung!

Das erste Seminar ist fuer Anfang Dezember geplant!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Grossartig! Nur noch 5 € fehlen!

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute koennen wir uns schon wieder freuen: ueber die Spende unseres treuen Unterstuetzers Christoph H., fuer die Weihnachts-/Bajram-Paeckchen fuer die Kinder! Das ist einfach super. Wir danken Christoph H. ganz herzlich!

Nun fehlt noch die Kleinigkeit von nur 5 € fuer die Paeckchen! Da sind wir optimistisch!

Liebe Gruesse

Gabriele Mueller und Kolleginnen

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Das ist wunderbar!

Liebe Freundinnen und Freunde,

als ich heute auf unsere Projektseite schaute, konnte ich es kaum glauben: Der Bedarf der Weihnachts-Bajram-Paeckchen fuer die Kinder ist schon zu 85 % finanziert! Es fehlen nur noch 60 €. Diese Tatsache verdanken wir der grosszuegigen Spende unserer neuen Unterstuetzerin Biljana M., ueber die wir uns sehr freuen! Wir danken ihr sehr herzlich dafuer.

Wir sind optimistisch, dass wir den Restbetrag auch noch bald finanzieren koennen. Dann koennen wir dieses Jahr mit den Einkaeufen sehr rechtzeitig beginnen!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Thank you!

Dear friends,

we are grateful for another donation of our supporter S. Hajdaragic - for the parcels, the children will get at our common Christmas-Bajram-Celebration in December. With her help the still necessary amount is now reduced to 350 €.

A big THANK YOU to S. Hajdaragic!

With warm regards

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Ein herzliches Dankeschoen!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns ueber die erneute Spende unserer Unterstuetzerin S. Hajdaragic - diesmal fuer die Weihnachts-/Bajram-Paeckchen fuer die Kinder. Damit ist schon ein guter Grundstock gelegt: Noch 350 € sind nun noetig.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei der Spenderin! Und freuen uns natuerlich ueber weitere Spenden...

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Common celebration of Christmas and Bajram in SEKA

Dear friends,

as you probably have already noticed, I have added a new need for our project: 40 present parcels for the children, which they should get at our common Christmas-Bajram-celebration.

As every year we want to celebrate also in December 2009 commonly the Catholic and Orthodox Christmas and the Muslim Bajram in SEKA-House. As SEKA is not only a therapy-center but also a women's peace project, through our work we want to contribute to the communication and mutual understanding between women and children from the different populations and religious groups in Bosnia.

During the celebration we want to surprise each of the children by giving small parcels as a present to them - filled with fruits, nuts, sweets and for each of them a toy. These parcels will be delivered by 'Djedo mraz' = 'Grandfather Frost' - the Bosnian Father Christmas. You can find still some of the photos from the celebration last year here on our page.

As unfortunately the prices in Bosnia and Herzegovina increased we have now to calculate for each child 10 €. For 40 children we need 400 €. 

We are grateful for each support for these present-parcels..

With warm regards

Gabriele Mueller and colleagues

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Gemeinsame Weihnachts- und Bajramfeier!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wie Sie vielleicht schon bemerkt haben, habe ich einen neuen Bedarf eingestellt: 40 Paeckchen fuer die Kinder, die sie an unser gemeinsamen Weihnachts-Bajramfeier bekommen sollen.

Wie jedes Jahr wollen wir auch im Dezember 2009 das katholische und das orthodoxe Weihnachten und das muslimische Bajramfest als 'interreligioeses Fest' gemeinsam im SEKA-Haus feiern. SEKA ist ja nicht nur ein Therapiezentrum sondern auch ein Frauenfriedensprojekt. Durch unsere Arbeit wollen wir beitragen zur Kommunikation und dem gegenseitigen Verstaendnis zwischen Frauen und Kindern der verschiedenen Bevoelkerungs- bzw. Religionsgruppen.

Auch in diesem Jahr moechten wir die Kinder jeweils mit einem Geschenkpaeckchen (Fruechte, Nuesse, Suessigkeiten und ein Spielzeug) ueberraschen. Die Paeckchen werden dann von 'Djedo mraz' -  'Grossvater Frost' (dem bosnischen Weihnachtsmann) an die Kinder verteilt werden (von der Feier vom letzten Jahr gibt es noch einige Fotos).

Da leider die Preise in Bosnien-Herzegowina seit dem letzten Jahr gestiegen sind, muessen wir in diesem Jahr pro Paeckchen ca. 10 € veranschlagen.

Wir freuen uns sehr ueber Spenden fuer diese Geschenk-Paeckchen.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

New photos...

Dear friends,

this morning I finally succeeded in putting new photos on this project-page: from the work with children, with women and teenage girls. Some of the older photos I took off - in order not to be too much. I also changed the photo of the profile - choosing one photo from Amina's group work with the teenage girls. You see them doing some warming up exercise...

I believe, that the new photos can again give you a good impression on our group work. (During individual therapy work we, of course, don't take photographs. Also in group-work we do this only with the aggreement of the members of the group.) From the group work with women I also chose some psychodrama-scenes.

We would appreciate your feedback and also to answer to questions.

With warm regards

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Neue Fotos...

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute morgen bin ich nun endlich dazugekommen, neue Fotos zu unserer Arbeit mit den Kindern, den Frauen und den jugendlichen Maedchen einzustellen. Einige der alten Fotos habe ich rausgenommen - damit es nicht zu viel wird. Auch das Profilfoto habe ich ausgetauscht - ich habe nun ein Foto aus der Gruppenarbeit mit den Maedchen ausgewaehlt.

Ich glaube, die Fotos geben einen ganz guten Eindruck von der Gruppenarbeit. (In den Einzeltherapien machen wir selbstverstaendlich keine Fotos; auch in der Gruppenarbeit nur nach Absprache - wenn das wirklich fuer alle in Ordnung ist.) Aus der Gruppenarbeit mit den Frauen habe ich auch einige Psychodramaszenen ausgewaehlt.

Wir freuen uns ueber Rueckmeldungen und beantworten auch gerne Fragen.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Die Tuer ist komplett finanziert!

Liebe Freundinnen und Freunde,

mit der Spende unseres neuen (43.!) Unterstuetzers, Philipp O., wurde heute auch der Restbedarf fuer die neue Tuer des Therapieraum finanziert! Das ist grossartig und wir danken Philipp O. sehr herzlich.

Nun koennen wir die Tuer bestellen. Dies wird eine grosse Verbesserung im Hinblick auf die Vertraulichkeit der Therapiegespraeche sein! Wir danken noch einmal allen, die dabei mitgeholfen haben!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Die Tuer ist fast finanziert!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns heute sehr ueber die erneute Spende von Christoph H. fuer unser Projekt. Mit seiner Hilfe fehlen nun nur noch 25 € zur kompletten Finanzierung der neuen Tuer fuer den Einzeltherapie-Raum! Das ist super und wir sind optimistisch, dass wir diesen Betrag auch noch bald schaffen koennen!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

P.S.: Da ich im Moment in Deutschland unterwegs bin und viele Termine habe, dauert es ein wenig, bis ich die naechsten inhaltlichen Blogs ueber die therapeutische Arbeit mit Frauen und Kindern einstellen kann. Aber so bald als moeglich geht es weiter!

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Ein neuer Sponsor!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns, heute einen neuen Sponsor begruessen zu duerfen: die Firma FlexStrom, und danken den beiden Verantwortlichen, Herrn Mundt und Herrn Breidbach, fuer Ihr Interesse an unserem Projekt!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Neuer Bedarf - Ernaehrungszuschuss fuer Dezember

Liebe Freundinnen und Freunde,

da inzwischen schon der November begonnen hat, habe ich heute den Ernaehrungszuschuss fuer unsere ehrenamtliche Kollegin Amela Drincic fuer den Monat Dezember als neuen Bedarf eingestellt.

Morgen werde ich fuer zwei Wochen zu verschiedensten Terminen nach Deutschland reisen. Amela wird - wie schon letztes Mal - wieder die therapeutische Gruppenarbeit uebernehmen - neben ihren Einzelterminen.

Im Moment ist sie ausserdem - gemeinsam mit Amina und Esma - damit beschaeftigt, dass Treppenhaus im SEKA-Haus neu zu gestalten - mit aktuellen Fotos der SEKA-Arbeit.

Wir freuen uns wirklich sehr, sie als neue Kollegin zu haben.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

'Das Schlimmste ist, wenn Du allein bist...'

Liebe Freundinnen und Freunde,

hier kommt nun der zweite Teil der Geschichte von Kenan und Alma, bzw. unserer therapeutischen Arbeit mit Mutter und Sohn.

„Das Schlimmste ist, wenn Du allein bist mit allem…“

Obwohl Kenans Mutter Alma sich zuerst unter der Gruppenarbeit nichts Konkretes vorstellen konnte, ließ sie sich bereitwillig darauf ein. Zu Anfang war sie zwar sehr zurückhaltend, aber sie hörte den anderen Frauen aufmerksam zu.

Von Tag zu Tag fasste sie mehr Vertrauen. Sie begann von ihrem schweren Leben zu erzählen:

Schon als Kind musste sie in der Landwirtschaft mitarbeiten „wie eine Erwachsene“. Der Vater war meist abwesend, die Mutter arbeitete hart und verlangte das auch von den Kindern. Für emotionale Zuwendung oder gar Zärtlichkeit hatte sie keine Kapazität.

Als der Krieg ausbrach, war Alma eine junge Frau von 20 Jahren. Ihr damaliger Verlobter, der einzige Mensch, von dem sie in ihrem Leben Verständnis und Zärtlichkeit erfahren hatte, wurde bereits in den ersten Kriegstagen getötet, als er gemeinsam mit anderen Männern versuchte, das Dorf zu verteidigen.

Alma wurde – zusammen mit anderen Frauen und Mädchen – in ein Lager verschleppt und dort wochenlang festgehalten. Sie erlebte zahlreiche Vergewaltigungen und andere Grausamkeiten und Demütigungen.

Über diese Zeit kann sie noch immer nicht sprechen; sie leidet zeitweise unter starken intrusiven Symptomen, hat häufig Alpträume und Schlafstörungen. „Ich habe das tief in mir vergraben, ich will daran nicht rühren,“ sagt sie. Die viele Arbeit hilft ihr: „Solange ich arbeite, bin ich abgelenkt… Das hilft.“

 

Nach dem Krieg kehrte sie mit ihrer Mutter in ihr Dorf zurück. Ihr Haus war zerstört, sie kamen im Flüchtlingsheim unter. Dann lernte sie einen Mann kennen, der neue Hoffnung in ihr weckte. Er verheimlichte ihr, dass er bereits verheiratet war. Sie wurde schwanger und er verschwand. Erst damals erfuhr sie, dass er schon eine Frau und zwei Kinder hatte. Es gelang ihr, ihn ausfindig zu machen und zur Rede zu stellen. Doch sie erfuhr nur neue Demütigungen und Verletzungen.

Für Alma war es schrecklich, ein uneheliches Kind zu bekommen. Ihre Mutter machte ihr Vorwürfe, im Dorf wurde getratscht. Alma zog sich völlig in sich zurück. Sie wollte nicht mehr leben. Ihre einzige Unterstützung war ihr Bruder, der zeitweise zu Besuch kam und zu ihr hielt. „Das Schlimmste, ist wenn du alleine bist mit allem und dich niemandem anvertrauen kannst…“ erinnert sie sich an diese Zeit.

 

Ein hartes Leben

Kenan wurde geboren. Doch sie konnte keine Liebe für dieses Kind empfinden. Sie versorgte ihn, fütterte ihn regelmäßig, hielt ihn sauber. Aber sie konnte ihm keine Zärtlichkeit geben. Oft fühlte sie sich schuldig dafür. Doch sie hatte einfach keine Kraft. Und sie fühlte sich unendlich einsam.

Finanziell waren sie und ihre Mutter ständig in der Krise. Sie lebten von der Hinterbliebenen-Rente der Mutter und von dem, was Alma verdiente, wenn sie bei anderen im Haus und in der Landwirtschaft half. Sie tat das ungern, da sie ständig neugierigen Fragen ausgesetzt war. Sie wurde immer schweigsamer, tat ihre Arbeit aber sprach mit niemandem – außer mit ihrem Bruder, den sie ein paar Mal im Jahr sah.

Kenan wurde größer. Er war ein kräftiger Junge – aber auch scheu und voller Hemmungen im Kontakt mit anderen. Sie erwartete von ihm, dass er mithalf. Sie ‚hatte ja sonst niemanden…’ Auch als Kind konnte er bei den Bauern auf dem Feld helfen. So erarbeiteten sie beide wenigstens Lebensmittel. Als er zehn Jahre alt war, brachte sie ihm das Holz hacken bei, mit elf das Mähen mit der Sense.

Inzwischen hatte er sich mit seinen zwölf Jahren zu einem tüchtigen Arbeiter und Handwerker entwickelt. Alma vergaß oft, dass er noch ein Kind war. Kenans Verdienst war für sie unentbehrlich.

 

Verständnis und Anteilnahme…

In der Gruppe sprach Alma zum ersten Mal mit anderen über ihr Leben. Zum ersten Mal erfuhr sie, dass andere ihr mit Anteilnahme zuhörten. Und sie hörte die Erfahrungen der anderen Frauen in der Gruppe. In den schweren Schicksalen einiger anderer Frauen erkannte sie sich selbst.

„Ich bewundere euch für euren Mut und eure Kraft. Es lässt mich hoffen, dass auch ich mein Schicksal meistern kann… Und ich danke euch, dass ihr mir zugehört habt. Über all das habe ich noch nie gesprochen…Jetzt fühle ich mich leichter…“

Besonders wichtige Übungen während der Gruppenarbeit waren für Alma die Symbolarbeit zum Thema ‚Die Quellen meiner Kraft’, die Übung ‚Soziales Atom – das Netz meiner wichtigsten Beziehungen’, die verschiedenen Einheiten zum Thema ‚Kinder’ und die Übung ‚Mauer’ (zum Thema ‚Lebensstrategien’).

Zu Beginn der Übung ‚Die Quellen meiner Kraft’ fiel es Alma schwer, sich ihrer Stärken und Ressourcen bewusst zu werden. Unser Nachfragen als Therapeutinnen und insbesondere die Beiträge der anderen Frauen über ihre Kraftquellen halfen Alma jedoch, sich über ihre Stärken und Ressourcen zumindest teilweise bewusst zu werden. Als sie schließlich ihre kleine ‚Szene’ (Steine und Muscheln auf einem Blatt Papier) vorstellte, war sie aufgeregt und sehr berührt. Und in der Abschlussrunde sagte sie: „Heute fühle ich mich wirklich wundervoll. Ihr habt mir geholfen, zu erkennen, dass ich trotz allem ein wertvoller Mensch bin und außerdem wirklich stark. Es hat mir gefallen, als ihr gesagt habt, ich solle mich selbst mit den Augen ‚einer besten Freundin’ ansehen. Ich glaube, das werde ich weiter versuchen. Im Moment fühle ich mich ganz reich. Danke!“

In der Übung ‚Soziales Atom’ erkannte Alma zum einen, dass ihre Wahrnehmung „ganz allein zu sein“ gar nicht stimmte. Sie erkannte, dass „ich mir die Leute eigentlich vom Leib halte, weil ich nichts Gutes erwarte“. Außerdem erkannte sie, dass sie sich bisher „immer um die Falschen bemüht“ hatte: „Um die, die mich nicht schätzen und mich eigentlich nur ausnutzen… und die, die sich um mich bemühen, lasse ich links liegen. Das werde ich in Zukunft ändern.“

 

Eine bittere Erkenntnis

In der Imaginationsübung ‚Mauer’ erlebte Alma sich zuerst hilflos und blockiert. Als sie ‚ihre Mauer’ dann mit der Unterstützung von Therapeutin Nurka Babovic ‚auf die Bühne brachte’, erlebte sie, wie sehr sie sich bei der Lösung von Problemen auf ihren Sohn Kenan verließ, ihn dann aber – als sie die ‚Mauer’ überwunden hatte ‚vergaß’. Die Feedbacks der anderen aus den Rollen machten ihr dies überdeutlich. Diese Erkenntnis erschütterte sie.

In den Einheiten zum Thema ‚Kinder’ wurde Alma bewusst, wie sehr sie Kenan überforderte.

Gleichzeitig erkannte sie, wie sehr sie sich auch selbst als Kind überfordert gefühlt hatte. Und wie hart sie das gemacht hatte.

Sie erkannte, dass ihr Umgang mit ihrem Sohn der gleiche Erziehungsstil war, den sie als Kind erlebt hatte, aber dass es auch mit ihren Erfahrungen im Krieg zusammenhing. „Ich dachte, du musst ihn darauf vorbereiten, dass das Leben ein Kampf ist und du nichts geschenkt bekommst.“

Auch die Verletzungen und Demütigungen, die sie aufgrund ihrer unehelichen Mutterschaft erfahren hatte, ließen sie manchmal in Kenan „den Grund für alles Übel sehen“ – wenn sie sich auch bewusst war, „dass er doch nichts dafür kann“.

Alma realisierte, dass sie an der Beziehung zu ihrem Kind weiter arbeiten müsse: „Aber ich glaube, dass ich dazu noch eure Hilfe brauche.“

 

Die zwölf Tage in Neum halfen Alma und Kenan, sich – ohne die Belastungen des Alltags – neu zu begegnen in einer entspannten Atmosphäre und unterstützt durch ihre jeweilige Gruppe.

Kenan erlebte zum ersten Mal in seinem Leben, dass er zu einer (Kinder-)Gruppe gehört und da anerkannt und wertgeschätzt war. Er entspannte sich von Tag zu Tag ein wenig mehr, wenn auch eine gewisse Grundanspannung blieb. Und er zeigte ganz neue Seiten: er konnte auf eine schnodderige Art sehr witzig sein. Er ging liebevoll mit den kleineren Jungen und mit den Mädchen um. Und sein Bedürfnis ‚um jeden Preis akzeptiert zu werden’, verringerte sich in dem Maße wie sein Selbstbewusstsein wuchs. Noch immer fiel es ihm nicht leicht, im Mittelpunkt zu stehen; aber dennoch war er bereit, beim Programm für den letzten Abend einen Beitrag zu übernehmen, in dem er alleine eine Geschichte vorlas!

Auch Alma fühlte sich entlastet und angeregt durch die Gruppenarbeit und unterstützt von ‚ihrer Gruppe’. Sie wurde sich der Schwierigkeiten in der Beziehung zu ihrem Sohn mehr und mehr bewusst und machte diese nicht mehr nur an ihm fest. Sie kritisierte weniger an ihm herum und nach der Vorstellung am letzten Abend war sie offensichtlich stolz auf ihn und versuchte, ihm das etwas unbeholfen zu zeigen. Kenan wehrte zwar ihre Berührung ab, aber dann stahl sich doch ein kleines Lächeln auf sein Gesicht.

 

„Mir hat alles gefallen, nur manchmal war es mir anstrengend, den anderen zuzuhören, wenn ich selber etwas sagen wollte. Am Anfang war es mir schwer, wenn die anderen mich nicht verstanden haben. Aber dann hat sich das geändert. Jetzt habe ich zwei Freunde. Als ich ins Meer gefallen bin, bin ich sehr erschrocken, ich dachte ich ertrinke. Aber dann haben mir Mesud und Amina geholfen. Zuerst dachte ich, ehrlich gesagt, die Gruppenstunden sind Kinderkram, aber jetzt bin ich froh, dass ich dabei war. Ich habe viel gelernt, was ich nicht wusste. Ich mag Amina und Adisa. Sie waren immer geduldig und hilfsbereit. Das Wetter hat mich einige Tage genervt, aber es war auch nicht so schlimm, weil wir interessante Dinge gemacht haben. Toll war, als wir auf die Kissen gehauen haben. Ich hatte das Gefühl, meine ganze Wut kommt raus und dann war mir leichter. Über vieles habe ich früher nie nachgedacht. Als wir tanzen sollten, hat mich das genervt, weil ich das nicht kann. Die Überraschungen fand ich super, besonders die Fotoapparate und die Fahrt mit dem Schiff. Ich wäre gerne Kapitän. Ich möchte sehr gerne weiter ins SEKA-Haus in Gorazde kommen.“

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In den naechsten Tagen geht es weiter mit dem zweiten konkreten Beispiel: dem Bericht ueber die therapeutische Arbeit mit Elvira und ihre Tochter Maja (Namen ebenfalls geaendert)...

 

Mit herzlichen Gruessen

 

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Therapeutische Arbeit mit Frauen und Kindern

Liebe Freundinnen und Freunde,

hier kommt nun der naechste Auszug aus dem neuesten SEKA-Journal - ueber die therapeutische Arbeit mit Frauen und Kindern im SEKA-Haus - bzw. waehrend des therapeutischen Erholungsaufenthalts.

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„Wieder richtig Freude am Leben...“

Therapeutische Arbeit mit Frauen und Kindern

Im folgenden beschreiben wir an zwei Beispielen die konkrete Arbeit mit Frauen und Kindern sowohl während des Erholungsaufenthalts als auch im SEKA-Haus:

 

„Darüber habe ich noch nie mit jemandem gesprochen...“

Alma und Kenan (Namen geaendert)

Als Alma mit ihrem Sohn zur Vorbesprechung fuer den Erholungsaufenthalt ins SEKA-Haus kam, konnten wir kaum glauben, dass Kenan erst 12 Jahre alt ist. Er hat den Körperbau eines 14-15-jährigen. Außerdem wirkte er auf uns sehr ernsthaft, um nicht zu sagen bekümmert, und gleichzeitig ängstlich und schroff.

Kenan unterschied sich stark von den anderen Kindern der Gruppe – die sich eben wie Kinder verhielten.

In den ersten Tagen des Erholungsaufenthalts am Meer fiel es ihm sehr schwer zu spielen oder einfach Spaß zu haben. Immer war er angespannt, auf der Hut ‚ja nichts falsch zu machen’. Es fiel ihm schwer, wenn sich die Aufmerksamkeit auf ihn richtete, wenn bei den verschiedenen Übungen jedes Kind an die Reihe kam, über sich zu sprechen.

Gleichzeitig war es ihm sehr wichtig, was die anderen von ihm dachten. Bei Tanz- oder Bewegungsspielen fühlte sich der Junge offensichtlich unwohl. Es wirkte, als ob er ‚in seinem Körper nicht zu Hause sei’. Am Strand wollte er nicht ins Wasser und erst am zweiten Tag vertraute er Amina an, dass er nicht schwimmen könne und ihm das peinlich sei, da er doch schon so groß sei.

Die anderen Kinder empfanden Kenan als seltsam und am ersten Tag kam es vor, dass sie über ihn lachten. Da wir an diesem Tag in der Gruppe gemeinsam die Regeln erarbeiteten „Wie wir miteinander umgehen wollen, dass wir uns alle gut fühlen“, sprachen wir auch darüber, wie es ist, wenn andere über uns lachen. Alle gaben zu, dass sie sich dann unsicher oder verletzt fühlten. Eine der Regeln, die wir beschlossen war auch: „Akzeptieren, dass wir verschieden sind.“

Später sagte uns Kenan, wie wichtig für ihn diese Regeln am Anfang gewesen seien. Dass sie ihm geholfen hätten, allmählich seinen Platz in der Gruppe zu finden.

 

Arbeiten wie ein Mann….

Durch die Gruppenarbeit der ersten Tage zu verschiedenen Themen wurde immer deutlicher, dass Kenans Alltag völlig verschieden ist vom Alltag der übrigen Kinder: Kenan lebt mit seiner Mutter Alma und seiner Großmutter mütterlicherseits in einer Obdachlosenunterkunft in einem Dorf nahe Gorazde. Er kennt seinen Vater nicht, weiß nur, dass dieser „eine andere Familie hat“ und keinen Kontakt zu Kenan will, obwohl er ihn als Sohn anerkannt hat. Wir können uns nur vorstellen, wie schmerzhaft dies für den Jungen sein muss und was es für dessen Selbstwertgefühl bedeutet.

Der Vater bezahlt keine Alimente. Alma und Kenan erhalten auch keine Sozialhilfe, da die Behörden der Ansicht sind, der Vater solle für das Kind bezahlen und die Mutter könne arbeiten. Die Familie lebt teils von der winzigen Rente der Großmutter, teils durch einen Garten, den sie nutzen dürfen. Hauptsächlich sind sie auf Gelegenheitsarbeiten angewiesen, die größtenteils Kenan übernehmen muss als ‚“einziger Mann in der Familie“. Er hackt bei den Bauern Holz, mäht Wiesen, hilft auf dem Feld und im Stall, gräbt Gärten um, hilft bei Erntearbeiten und ähnlichem, um ein paar Mark (die bosnische Währung ist die ‚Konvertible Mark’ – KM) zu verdienen oder wenigstens Lebensmittel.

Dies alles macht er neben der Schule. In der Schule ist er oft müde, nutzt die Schulstunden zum Ausruhen und ist daher kein guter Schüler.

Das Verhältnis zu seiner Mutter ist gespannt. Die Kommunikation beschränkt sich auf das Nötigste. Dies konnten auch wir beobachten. Von der Mutter hörten wir anfangs hauptsächlich Forderungen und Kritik gegenüber ihrem Sohn. Auch die Großmutter scheint für Kenan keine große Unterstützung zu sein.

Wie sehr Kenan ein Halt fehlt, zeigte er auch körperlich: Es war ihm anfangs unmöglich frei im Raum zu stehen; er musste sich ständig anlehnen – am Mobiliar, an der Wand…

 

Freunde finden

Insbesondere die Übung zu Stärken und Ressourcen ‚Mein Herz’ machte deutlich, wie anders Kenans Leben im Vergleich zu dem der übrigen Kinder war: Neben seiner Mutter und Großmutter zeichnete er in sein Herz verschiedene Werkzeuge wie Hammer, Beil, Sense u.ä..

Nachdem der Junge in der Gruppe erzählt hatte, warum ihm diese Dinge so wichtig und unentbehrlich waren, veränderte sich das Verhalten der anderen Kinder ihm gegenüber stark. Sie verstanden ihn nun besser und hatten Respekt. Er war anders als sie, nicht weil er das so wollte, sondern weil das Leben das von ihm verlangte. Besonders die beiden älteren Jungen bezogen ihn nun in ihre Aktivitäten stets mit ein und es entwickelte sich bis zum Ende des Aufenthalts in Neum eine enge Freundschaft zwischen den drei Jungen.

Gemeinsam mit ihnen traute Kenan sich nun auch ins Meer. Allerdings gelang es ihm nicht, an den wenigen Schönwettertagen Schwimmen zu lernen, dazu fehlte ihm noch das Vertrauen. Aber er balgte sich mit den anderen um die ‚Meeresschlange’ und hatte durchaus Spaß im Wasser.

Als es bei einem Spaziergang auf der Mole ein plötzliches Gedränge gab und ausgerechnet Kenan ins tiefe Wasser fiel, war sofort sein Freund Mesud* zur Stelle, der gut schwimmen kann, zu Kenan ins Wasser sprang und ihm half, sich über Wasser zu halten, bis Amina ihn ans Ufer zog.

Diese Situation nutzten wir in der Arbeit mit der Kindergruppe, um über verschiedene Themen zu reden: über achtsamen Umgang miteinander; über die Art und Weise, wie Kenan die Nerven behalten hatte, obwohl er nicht schwimmen kann; über Mesuds Geistesgegenwart und Mut und über das Thema Freundschaft.

Durch diese Interventionen konnte Kenan das ursprünglich angstbesetzte Erlebnis als eine positive Erfahrung sehen, aus der er gestärkt und mit dem Bewusstsein, Freunde zu haben und nicht allein zu sein, herausging.

 

Eine riesige Wut

Eine andere für Kenan offensichtlich entscheidende Erfahrung war die Übung ‚Wut ablassen’ im Rahmen der Arbeit an den vier Grundgefühlen Angst, Ärger/Wut, Trauer und Freude. In dieser Übung haben die Kinder die Möglichkeit ihre Wut an Schaumstoffpolstern auszulassen und dabei auch verbal auszudrücken. Offensichtlich hatte sich in Kenan eine riesige Wut angestaut. Mit großer Vehemenz und Ausdauer – allerdings schweigend – bearbeitete er die Polster. Danach wirkte er erleichtert und bei der Abschlussrunde dieses Tages meinte er: „Das war die beste Übung für mich; ich fühle mich jetzt super! Die könnte ich jeden Tage machen!“

Es war offensichtlich, dass Kenan in seiner Doppelrolle als einziges Kind, das gleichzeitig den ‚Mann im Haus’ ersetzen muss, vollkommen überfordert war, dass er täglich Frustrationen ansammelte, über die er aber mit niemandem sprechen konnte.

Unmutsäußerungen wurden in seinem sehr traditionellen Umfeld streng sanktioniert. Es war für ihn sehr wichtig durch die Gruppenarbeit zu erfahren, „dass Wut ein natürliches Gefühl ist, aber dass wir für unser Verhalten verantwortlich sind“.

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Soviel fuer heute... In den naechsten Tagen werden wir in einem weiteren Blog ueber die Arbeit mit Kenans Mutter Alma schreiben.

 

Herzliche Gruesse

 

Gabriele Mueller

 

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Wie das Trauma der Eltern auf die Kinder wirkt

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute will ich mit den Auszuegen aus dem neuen SEKA-Journal fortfahren. Im folgenden beschreiben wir die Auswirkungen der Traumatisierung der Eltern auf die Kinder.

In den naechsten Blogs werden wir dann mit konkreten Beispielen veranschaulichen auf welche Art und Weise wir mit Muettern und Kindern therapeutisch arbeiten. Wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie uns gerne. Wir freuen uns auch ueber Rueckmeldungen (und natuerlich auch ueber Spenden).

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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Die Auswirkungen der Traumatisierung der Eltern auf die Kinder

Auch in der Arbeit mit den Frauen und Kindern dieser Gruppe konnten wir beobachten, wie stark die Traumatisierung der Eltern (ob durch Krieg oder familiäre Gewalterfahrung) auf die Kinder wirkt – sowohl direkt als auch unterschwellig, d.h. transgenerationell).

  • Intrusionen als Traumasymptom: Eines der typischen Traumasymptome ist die unkontrollierbare Überflutung durch traumatische Erinnerungsfetzen, fragmentierte Bilder, traumatische Gefühle, Panik u.ä., häufig ausgelöst durch „Trigger“ (eine Situation, ein Laut, ein Bild, ein Geruch o.ä, das an die traumatische Situation erinnert). Die betroffene Person lebt meist mehr in der Vergangenheit als in der Gegenwart. Sie benötigt fast ihre gesamte Energie um gegen diese Überflutungen anzukämpfen. Häufig dissoziiert sie auch, um den Intrusionen zu entkommen – d.h. es ist als ob sie abwesend wäre, ‚in eine andere Welt verschwindet’. Wenn ein Elternteil stark unter Intrusionen leidet, kann er seine Rolle als Mutter oder Vater kaum wahrnehmen. Es bleibt keine Energie und keine Kapazität für das Kind. Das Kind wird vielleicht mit dem Nötigsten (Essen, Kleidung…) versorgt, aber die Mutter / der Vater ist nicht wirklich für das Kind präsent, kann keine wirkliche Beziehung aufbauen. Das Kind bleibt sich selbst überlassen und gerät in Gefahr emotional zu vereinsamen oder gar zu verwahrlosen, falls es nicht zum anderen Elternteil oder zu einer anderen Bezugsperson einen verlässlichen Kontakt aufbauen kann.
  • Übererregbarkeit als Traumasymptom: Ein anderes typisches Traumasymptom ist die ‚Übererregbarkeit’, d.h. die betroffene Person lebt in ständiger Anspannung und Erwartung, dass erneut etwas Schreckliches geschieht. Die Anspannung, die psycho-physiologisch dazu dient, auf die Gefahr vorbereitet zu sein, bedeutet, wenn sie lange andauert, einen fortgesetzten Stress. Gleichzeitig hat der traumatisierte Mensch das Bedürfnis nach absoluter Kontrolle. Dies bedeutet ein ständiges Konfliktpotential für die Menschen seiner Umgebung. Jede Kleinigkeit kann eine ‚Explosion’ hervorrufen. Insbesondere für die Kinder, die meist nicht verstehen, warum der Elternteil so reagiert, bedeutet dies ein hohes Maß an Stress und bewirkt tiefe Ängste und eine grundsätzliche Unsicherheit. Das Kind erlebt sich selbst als Ursache für die Aggression des Elternteils, was zu einer zusätzlichen Verunsicherung und zu einem negativen Selbstbild führt („Ich bin nicht liebenswert“). Häufig kommt es auch zu direkter emotionaler und / oder physischer Gewalt gegenüber dem Kind, die das Kind direkt traumatisiert. Bei Jungen führt es – entsprechend der traditionellen Geschlechtsrolle – häufig selbst zu aggressivem Verhalten, bei Mädchen zu autoaggressivem Verhalten oder psychosomatischen Störungen.
  • Tiefe Ängste und Unsicherheit / Panikanfälle des traumatisierten Elternteils: Die traumatische Erfahrung zerstört bei der betroffenen Person das Vertrauen in sich selbst, in andere und in die Welt als ‚sicheren Ort’. Diese tiefen Ängste übertragen sich häufig transgenerationell auf die Kinder, die ihrerseits die Welt als grundsätzlich bedrohlichen Ort erleben. Sie können auf diese Weise keine Grundsicherheit und kein ‚Urvertrauen’ entwickeln, als Voraussetzung für die Entwicklung einer stabilen Persönlichkeit. Eine zusätzliche Reaktion des Kindes kann sein, dass es die Verantwortung für den Elternteil übernimmt und versucht die Mutter / den Vater vor allen Unannehmlichkeiten zu schützen und zu entlasten. Dies bedeutet meist eine Überanpassung für das Kind, eine große Überlastung und ständige Anspannung.
  • Massive unterschwellige Aggressionen des traumatisierten Elternteils: Jede – insbesondere durch Gewalt verursachte – traumatische Situation löst in der betroffenen Person tiefe Ohnmachtsgefühle und gleichzeitig eine massive Aggression aus – die jedoch dem Täter gegenüber nicht gezeigt werden kann, um das Überleben nicht zu gefährden. Diese massive Aggression muss verdrängt und unterdrückt werden. Sie besteht unterschwellig (und meist unbewusst) in der traumatisierten Person fort und drängt zum Ausbruch. Eigentlich harmlose Konfliktsituationen dienen zum Anlass, dass die geballte Aggression freigesetzt wird – gegenüber nahestehenden Personen oder gegen sich selbst. Für die Kinder hat es die oben beschriebenen Auswirkungen (s. Übererregbarkeit).
  • Negatives Selbstbild als Traumafolge: Traumatische Erfahrungen (insbesondere wenn sie mehrfach oder lang anhaltend geschehen) verändern massiv das Selbstbild der betroffenen Person. Das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit und in den eigenen Wert als Person wird zerstört. Insbesondere Traumata aufgrund von sexualisierter Gewalt führen zu massiven Selbstvorwürfen, und Ekel bzw. Verachtung gegenüber sich selbst und dem eigenen Körper, bis hin zu Selbsthass. Sexualisierte Gewalt trifft den intimsten Kern einer Person. Die erfahrene absolute Hilflosigkeit wird abgewehrt mit Schuldgefühlen, die zwar auch schwer zu ertragen sind – aber immer noch leichter als das Gefühl der vollkommenen Ohnmacht.  Zusätzlich fällt es den Betroffenen besonders schwer, über diese Art Trauma zu sprechen und sich so zu entlasten, da sie Stigmatisierung und Verurteilung durch ihr Umfeld befürchten. Dies isoliert sie auch von Möglichkeiten der Unterstützung. Die Kinder spüren, dass es Dinge gibt ‚über die man nicht sprechen darf’. Auch dies löst in ihnen Ängste und Unsicherheiten aus.                                                                  Das eigene negative Selbstbild und die ständigen Schuldgefühle machen die betroffene Person außerdem manipulierbar. Dies kann dazu führen, dass Mütter ihren Kindern (insbesondere den Söhnen) keine Grenzen setzen, bzw. dass sie die Töchter nicht in ihrem Selbstwertgefühl und ihrer Autonomie unterstützen, sondern ihr eigenes negatives Selbstbild auf diese übertragen (‚sich selbst in den Töchtern ablehnen’). Es kann auch zu besonders strengem Verhalten der Mütter gegenüber den Töchtern führen, als Folge des Vermeidungsverhaltens – „alles vermeiden was irgendwie gefährlich sein könnte“.

 

Erziehungsstrategien als Folge der traumatischen Erfahrung: In der Arbeit mit traumatisierten Müttern konnten wir insbesondere zwei Erziehungsstrategien beobachten, die aus der traumatischen Erfahrung resultieren:

  • Entweder: Die Mütter erziehen die Kinder mit besonderer Härte und Strenge, gehen wenig  liebevoll und sehr fordernd mit den Kindern um, ‚um sie abzuhärten und auf die Brutalität der Welt vorzubereiten’. Die Kinder entwickeln dadurch keine innere Sicherheit und ein negatives Selbstbild (‚nicht liebenswert zu sein’), gleichzeitig ein erhebliches Aggressionspotential, das sie – wenn es ihnen möglich ist – häufig selbst an Schwächeren ausagieren (geschlechtsrollenspezifisch eher Jungen) oder gegen sich selbst wenden (eher Mädchen).
  • Oder: Die Mütter verwöhnen die Kinder, stellen ihre eigenen Bedürfnisse stets zurück, um die Wünsche der Kinder zu erfüllen, weil sie versuchen‚ das, was die Kinder gelitten oder entbehrt haben, auszugleichen. Ein anderer Aspekt ist, dass sie mit der zeitweisen Verwöhnung und dem Mangel an Grenzen ihr zeitweise ungerechtes und aggressives Verhalten ‚wieder gut machen wollen’, bzw. damit ihre eigenen Schuldgefühle besänftigen. Auf diese Weise ermöglichen sie den Kindern, sie zu manipulieren. Gleichzeitig fehlt den Kindern ein klarer verlässlicher Rahmen und die Möglichkeit, an Herausforderungen zu wachsen, bzw. zu lernen, mit Schwierigkeiten umzugehen oder Verantwortung zu übernehmen.

 

Alle diese Aspekte machen unseres Erachtens deutlich, wie notwendig die parallele Arbeit mit den Müttern / Eltern und den Kindern ist, um beiden zu helfen, die Traumafolgen zu überwinden und ihre Beziehungen zueinander zu verbessern.

 

 

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Zwei Jahre SEKA-Arbeit in Zahlen

Liebe Freundinnen und Freunde,

das aktuelle SEKA-Magazin, das stets im November in Druckform erscheint ist fertig. Einige Auszuege daraus werde ich auch hier auf Betterplace veroeffentlichen.

Seit September 2007 arbeitet das Projekt SEKA in Gorazde in Suedostbosnien. Hier die kleine Statistik ueber die Arbeit dieser zwei Jahre:

Die Arbeit von SEKA Gorazde in Zahlen:

 

Von September 2007 bis September 2009 nahmen insgesamt 360 TeilnehmerInnen für durchschnittlich 42 Stunden an unterschiedlichen SEKA-Angeboten teil.

 

Davon:                                                                           

Frauen                                                                            176

Kinder und Jugendliche                                              151

Männer (Familienangehörige und       

Veteranen des Klubs „Svjetlost Drine“)                     29

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Es nahmen teil

An Erholungsaufenthalten                                            60

an Therapiegruppen für Frauen                                  40

an Einzelarbeit mit Frauen                                            42

an Gruppenarbeit mit Kindern                                     34

an Einzelarbeit mit Kindern                                          14

an offenen Terminen für Frauen                                  64

an offenen Terminen für Kinder                                   47

an Projektarbeit mit Kindern                                      108

an Seminaren im Klub „Svjetlost Drine“                    25

an Einzelarbeit mit Veteranen                                        9

an Familienberatung                                                     13

an Fach-Fortbildungen im SEKA-Haus                      39

an Supervisionen                                                              8

an externen Seminaren (Albanien, Belgrad,

Libanon)                                                                           53

 

Viele KlientInnen nahmen an mehreren Angeboten teil. Traumatherapeutische Arbeit ist langfristig angelegt. Bei schweren Traumata dauert sie in der Regel mindestens drei Jahre (abhaengig von der aktuellen Situation der / des KlientIn). 

In den naechsten Tagen werde ich hier weitere Auszuege aus dem neuen SEKA-Journal veroeffentlichen!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Herzlichen Dank an Michael und Marina!

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute morgen koennen wir uns ueber eine erneute Spende unserer treuen Unterstuetzer Michael und Marina freuen. Wir danken den beiden ganz herzlich!

Nun haben wir schon 74% der Kosten fuer die Tuer geschafft! Noch 75 € sind noetig.

Die neue Tuer wird eine grosse Verbesserung sein fuer unsere Klientinnen und auch fuer uns Mitarbeiterinnen.

Diese Woche laufen - neben den Einzelterminen und Gruppen fuer Frauen und Kinder - auch die Organisation des ersten Seminars des neuen 4-jaehrigen Fortbildungszyklus' "Traumatherapie auf der Basis der Methode Psychodrama und mit imaginativen und kreativen Techniken" auf Hochtouren.

Das erste Seminar wird zwar erst Anfang Dezember stattfinden, aber zur Zeit stellen wir die Gruppe endgueltig zusammen - aus einer Vielzahl von Anmeldungen. Wir freuen uns, dass das Interesse an dieser Fortbildungsreihe so gross ist. Dies ist ein Ergebnis unserer 3 1/2 jaehrigen Arbeit in der Region.

Mit der Fortbildung wollen wir das Angebot an qualifizierten Therapiemoeglichkeiten fuer traumatisierte Menschen in Ostbosnien verbessern.

Soviel im Moment.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Eine grosse Erleichterung!

Liebe Freundinnen und Freunde,

im SEKA-Haus herrscht wie immer reger Betrieb: Koordinatorin Esma Drkenda - eben zurueck von einer 45-minuetigen Radio-Lifesendung ueber die SEKA-Arbeit - ist dabei unsere PCs von allen moeglichen Viren und Trojanern zu befreien, die leider ein verseuchter USB-Stick eingeschleppt hat.

Ich selbst sitze an den letzten Arbeiten zu unserem neuesten Magazin "SEKA-Journal" (das 20.!), das wir frueher halbjaehrlich und inzwischen jaehrlich herausbringen, um unsere UnterstuetzerInnen in Deutschland ueber die SEKA-Arbeit zu informieren. Sicherlich werden wir wieder einige Artikel auch auf Betterplace veroeffentlichen.

Unsere Sekretaerin Vera Dacic arbeitet an der Drei-Monats-Statistik ueber unsere Arbeit fuer die spanische Organisation SOS-Balkanes, die SEKA foerdert und inzwischen fuer ca. 6 Monate Aminas Stelle finanziert.

Amina Vrana bereitet sich auf die Gruppe mit den Kindern am Spaetnachmittag vor. Und unsere neue Kollegin Amela Drincic arbeitet im Einzeltherapieraum mit einer der neuen Klientinnen, die sie uebernommen hat.

Dass Amela nun bei uns ist, bedeutet fuer uns alle - aber am allermeisten fuer mich - eine grosse Erleichterung. Mit ihrer Unterstuetzung werden wir es nun schaffen, die lange Warteliste fuer Klientinnen bedeutend zu verkuerzen. Insbesondere fuer die juengeren Klientinnen ist sie eine grossartige Ansprechpartnerin!

Zu Anfang benoetigt sie zwar noch viel Unterstuetzung, Reflektion und Anregungen, aber es macht mir grosse Freude, mit welch wertschaetzender Haltung, mit wieviel Sensibilitaet und Achtsamkeit sie mit den Frauen arbeitet und wie angemessen und kreativ sie Anregungen umsetzen kann.

Wir danken Amela, dass sie sich auf so grossartige Weise und mit so viel Zeit ehrenamtlich fuer SEKA engagiert!

Und wir danken allen SpenderInnen auf Betterplace, die bisher mitgeholfen haben, den Ernaehrungszuschuss fuer Amela zu finanzieren.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Tuer schon fast zur Haelfte finanziert!

Liebe Freundinnen und Freunde,

das ist super: Thomas W. unser neuester (42.!) Unterstuetzer hat mit seiner Spende den noch offenen Bedarf fuer die Tuer zum Einzeltherapieraum nochmal reduziert. Dafuer danken wir ihm sehr. Jetzt ist die Tuer schon fast zuer Haelfte (48%) finanziert.

Wir sind nun ganz optimistisch, dass wir auch die 2. Haelfte bald schaffen koennen...

Und noch eine gute Nachricht: Unsere neue ehrenamtliche Kollegin Amela hat nun - neben den Gruppen, die wir gemeinsam leiten -  auch begonnen Einzelberatungstermine fuer Frauen zu uebernehmen. Das bedeutet fuer mich eine grosse Entlastung - und vor allem die Warteliste fuer Klientinnen wird kuerzer!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde,

gleich beginnt unsere Therapiegruppe (mit den Frauen - Amina arbeitet parallel dazu mit den Kindern) und ich werfe eben noch einen Blick auf Betterplace - und sehe, dass wir in S. Hajdaragic eine(n) neue(n) UnterstuetzerIn begruessen koennen! Wir bedanken uns fuer diese Spende sehr herzlich!

Nun ist die noetige Tuer zum Einzeltherapieraum schon zu 43 % finanziert. Das ist toll! Es fehlen nun noch 165 €.

Ich freue mich schon auf den Tag, wenn wir die neue Tuer werden einsetzen koennen. Bisher muessen wir immer sehr darauf achten, nicht zu laut zu sprechen - oder die Kolleginnen zu bitten, ihre Tueren zu schliessen, um die Vertraulichkeit der Therapiesitzungen zu gewaehrleisten.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Tuer schon zu 25 % finanziert!

Liebe Freundinnen und Freunde,

es ist toll: durch die erneute Spende unseres treuen Freundes Michael Stein ist die dringend notwendige Tuer fuer den Einzeltherapieraum schon zu 25 % finanziert. Wir danken Michael sehr herzlich!

Viele Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute ist es mir mal wieder gelungen, einen PC mit Internetzugang zu finden (hier im Libanon, wo ich zur Zeit zwei weitere Seminare mit palaestinensischen Teams leite) und ich konnte mich gleich ueber eine Spende freuen: Unser Unterstuetzer Christoph H. hat den Bedarf fuer Amelas Ernaehrungszuschuss im November komplett erfuellt! Das ist einfach grossartig! Wir danken ihm sehr herzlich dafuer!

Da ich zur Zeit abwesend bin, leitet Amela heute abend zum  ersten Mal alleine eine der Therapiegruppen mit den Frauen. Ich druecke ihr die Daumen, bin aber sicher, dass sie das gut machen wird.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Eine neue Tuer fuer den Therapieraum

Liebe Freundinnen und Freunde,

das SEKA-Projekt-Haus wurde im Krieg zwar beschaedigt, hat aber Gott sei dank nicht gebrannt. Es wurde renoviert. Tueren und Fenster sind jedoch noch die alten, wir haben nur das Glas einsetzen lassen. Teilweise sind die Zimmer-Tueren in schlechtem Zustand (es gibt noch Einschussloecher, die wir zugekittet und beklebt haben). Ein Problem sind vor allem die schlecht schliessenden und sehr schalldurchlaessigen Tueren der beiden Therapieraeume. Vor allem die Tuer zum Einzeltherapieraum ist viel zu schalldurchlaessig. Wenn im Zimmer lauter gesprochen wird, ist das draussen im Gang und im angrenzenden Buero zu hoeren.

Unsere Kolleginnen schliessen diskreterweise in der Regel die Tuer zum Buero, wo sie arbeiten. Aber dies ist auf Dauer keine Loesung.

Wir sollten wenigstens die Tuer zum Einzeltherapieraum erneuern. Eine neue schalldichte Tuer kostet um die 290 €. Es waere grossartig, wenn wir diese ueber Betterplace finanzieren koennten, da fuer solche Kosten kein Geldgeber aufkommen moechte.

Wir freuen uns ueber jede Unterstuetzung.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Das ist einfach grossartig!

Liebe Freundinnen und Freunde,

eben habe ich meinen Augen nicht getraut: Vor zwei Tagen erst haben wir den neuen Bedarf eingestellt (fuer den Ernaehrungszuschuss fuer unsere neue ehrenamtliche Kollegin Amela im Oktober) - und nun ist er schon komplett erfuellt! Das verdanken wir unserer Unterstuetzerin Elisabeth B., die uns schon mehrfach mit Spenden geholfen hat. Wir danken ihr ganz herzlich!

Nun koennen wir auch schon beruhigt dem Oktober entgegensehen und uns ein wenig Zeit lassen fuer den Novemberbedarf.

Morgen sind alle Mitarbeiterinnen wieder aus dem Sommerurlaub zurueck und wir werden die SEKA-Aktivitaeten bis Jahresende planen und uns ausserdem intensiv Gedanken ueber Fundraising machen. Leider haben Sturm und Regen die Fassade des Projekthauses beschaedigt und die alten Fenster haben schon mehrfach Unwettern nicht mehr standgehalten. Die Folge war die Ueberschwemmung sowohl des Gruppenraums als auch des Kindertherapieraums. Wir muessen uns Gedanken machen, wie wir die Kosten der Fassadenrenovierung und den Austausch der Fenster und Balkontueren finanzieren koennen. Ist ein Loch gestopft, tut sich das naechste auf... Das ist Projektalltag...

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

G. Mueller

Das ist grossartig!

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute haben wir hier eine wunderbare Ueberraschung erlebt: Der restliche Bedarf 'Ernaehrungszuschuss fuer unsere neue ehrenamtliche Kollegin Amela' wurde auf einen Schlag erfuellt. Das verdanken wir unserem neuen Unterstuetzer Herrn Dr. Kundrun! Dafuer danken wir ihm sehr herzlich!

Damit koennen wir schon Anfang September Amela den Ernaehrungszuschuss ausbezahlen. Das hat sie mehr als verdient, denn sie engagiert sich bereits seit Anfang August tatkraeftig fuer SEKA. In den beiden Therapiegruppen mit den Frauen ist sie mir eine wichtige Unterstuetzung. Ausserdem hat sie bereits schon mit Einzelberatungsterminen fuer Frauen begonnen.

Nachdem wir monatelang ziemlich verzweifelt eine neue geeignete Kollegin gesucht haben, haben wir nun alle das Gefuehl, das Warten und die Geduld haben sich gelohnt.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

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G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

G. Mueller

Danke an Betterplace!

Liebe Freundinnen und Freunde,,

heute habe ich die Nachricht bekommen, dass die Spenden fuer den erfuellten August-Bedarf auf unserem Konto eingetroffen sind. Wunderbar!

Herzlichen Dank an das Betterplace-Team fuer die stets korrekte Abrechnung und ueberhaupt dafuer, dass es Betterplace gibt!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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Bp_dauerspender
G. Mueller (Project Manager) written almost 3 years ago
Danke, Adina!

Bp_dauerspender
A. Hammoud written almost 3 years ago
Dem letzten Teil des Kommentars schließe ich mich glatt an! Danke für die Idee, und auch die Überweisungen, die manchmal als geballte Ladung kommen.... Und Dir, Gabriele, weiter viel Erfolg.

G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

G. Mueller

Herzlichen DanK!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns ueber die erneute Unterstuetzung durch unsere Freundin Sabine F. Herzlichen Dank, Sabine! Damit ist der Grundstock gelegt fuer den Bedarf fuer September. Wir moechten unserer neuen Kollegin, die vorerst ehrenamtlich fuer SEKA arbeiten wird, wenigstens einen Ernaehrungszuschuss bezahlen - da sie keinerlei eigenes Einkommen hat und durch ihre Arbeit in unserem Projekt auch keine Moeglichkeit, einen anderen Job anzunehmen.

Wir freuen uns ueber jede Unterstuetzung.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

G. Mueller

Eine neue Fuersprecherin!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns heute ueber eine neue Fuersprecherin, Amira Bieber, und danken ihr sehr herzlich!

Ihr Mann Benjamin Bieber ist bereits Fuersprecher fuer die zwei SEKA-Projekte "Hilfe fuer kriegstraumatisierte Veteranen" und "Hilfe zur Selbsthilfe fuer Zaim K. und Familie".

Amira und Benjamin Bieber sind in Bosnien-Herzegowina selbst sehr engagiert (s. auch "Forschungsgruppe Bosnien").

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

G. Mueller

Erster Abend mit der neuen Therapiegruppe

Liebe Freundinnen und Freunde,

gestern Abend hatten wir nun das erste Gruppentreffen mit der neuen Therapiegruppe. Die Frauen - die sich von den 12 Tagen Erholungsaufenthalt bereits gut kennen - freuten sich sehr, die anderen wiederzusehen.

Zuerst machten wir zur Erwaermung die phantasievolle Uebung "Fruechte schenken", in der reihum jede Teilnehmerin ihrer Nachbarin eine imaginierte Frucht pflueckt und ueberreicht und diese die Frucht dann verzehrt und geniesst. Die Frauen hatten grossen Spass mit dieser Uebung, waren sehr kreativ und gleichzeitig war ihre Aufmerksamkeit fuer einander und ihre Verbundenheit (durch die 12 Tage am Meer) zu spueren. Danach gaben wir den Frauen die Moeglichkeit, anhand eines Symbols (Stein, Muschel oder Glasperle) mitzuteilen, wie sie sich fuehlen und welche wichtigen Dinge sie in der letzten Zeit erlebt hatten.

Eine der Frauen, K., hatte ein aktuelles sehr schwieriges Problem, dem gegenueber sie aufgrund der erfahrenen Ungerechtigkeit voller hilfloser Wut und Verzweiflung war. Die Frauen der Gruppe hoerten mit Anteilnahme zu,  mehrere von ihnen erinnerte das Problem an eigene Erfahrungen, die sie mit K. teilten. Mit unserer Unterstuetzung konnte K. sich schliesslich beruhigen und ihren Blick wieder auf ihre Staerken richten. Die Solidaritaet, das Verstaendnis und die Wertschaetzung der anderen halfen ihr, wieder Mut zu fassen und weitere Schritte zu ueberlegen. Am Ende der Gruppenstunde meinte sie: "Der Druck und der Schmerz ist aus meiner Brust herausgekommen. Ich danke Euch fuer Eure Unterstuetzung. Ich fuehle mich jetzt wieder viel zuversichtlicher und freue mich schon auf's naechste Mal, dass wir uns sehen."

In der weiteren Runde, wurde spuerbar, dass K.'s Problem die anderen sehr betroffen und auch hilflos machte. Dies gab uns die Moeglichkeit, darueber zu reden, was wir tun koennen, auch wenn wir nichts tun koennen: da sein und zuhoeren.

Durch die Rueckmeldungen aller Teilnehmerinnen wurde auch deutlich, wieviel ihnen der Erholungsaufenthalt und die Gruppenarbeit dort bedeutet hatte und wie motiviert sie fuer die weitere Gruppenarbeit waren. Fuer alle waren die schoenen Erinnerungen an die Zeit in Neum auch eine wichtige Ressource in schwierigen Momenten.

Wir besprachen dann noch, an welchen Themen die Teilnehmerinnen in der naechsten Zeit arbeiten wollten. Wir waren uns einig, dass wir den Schwerpunkt weiter auf die Moeglichkeiten (Techniken und Uebungen) zur Selbstunterstuetzung und Staerkung, Bewusstmachung und Entwicklung von Coping-Strategien legen werden. Auch an den Themen Kommunikation und Umgang mit Emotionen bzw. Beziehung zu den Kindern sind die Frauen sehr interessiert. Immer sollte aber auch Platz fuer aktuelle Themen sein. Ab dem naechsten Treffen werden Frauen- und Kindergruppe wieder parallel stattfinden.

Im Blitzlicht am Ende der Gruppenarbeit war zu spueren, wie gluecklich die Frauen waren, 'ihre Gruppe zu haben', kaum konnten sie sich voneinander trennen.

Auch Amela und ich fuehlten uns beschwingt und angeregt - wir blieben noch eine halbe Stunde, um die Gruppenarbeit zu evaluieren. Und ich merkte, wie sehr ich mich freue, Amela als neue Kollegin zu haben. Ihre Teilnahme an der Gruppe, ihre Beitraege waren grossartig: authentisch, unterstuetzend und sehr angemessen. Wir besprachen auch, dass Amela K. zu einem Einzelgespraech einladen und mit ihr konkrete Schritte bzgl. ihres Problems ueberlegen wird. Dabei wird Amela ihren guten Kontakt zur zustaendigen Sozialarbeiterin nutzen...

Soviel fuer heute...

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

G. Mueller

Beginn einer neuen therapeutischen Gruppe

Liebe Freundinnen und Freunde,

wie Sie vielleicht bemerkt haben, haben wir den Titel unseres Projekts 255 erweitert auf "Hilfe fuer kriegstraumatisierte Frauen und Kinder". SEKA arbeitet ja von Anfang an sowohl mit Kindern und Jugendlichen als auch mit traumatisierten Frauen (und inzwischen auch traumatisierten Maennern). Mehr und mehr sehen wir, dass sich die Situation fuer die Kinder nur durch die Arbeit mit den Muettern (und Vaetern) nachhaltig veraendern laesst, bzw. wir eine weitere Traumatisierung der Kinder verhindern koennen.

Wenn die Eltern ihre eigenen Traumata besser ueberwinden koennen und in ihrem Leben wieder handlungsfaehiger werden, bedeutet dies eine entscheidende Verbesserung der Lebensqualitaet fuer die ganze Familie und insbesondere mehr Kapazitaet fuer die Kinder.

Gerade waehrend der Erholungsaufenthalte (s. Projekt 233 'Glueckstage') bemerken wir immer wieder, wie wichtig es ist, dass wir nicht nur mit den Kindern sondern parallel auch mit den Muettern arbeiten und gleichzeitig gemeinsame positive Erfahrungen von Muettern und Kindern unterstuetzen.

Alle Frauen und Kinder, die im Juni an den 'Glueckstage 2009' (therapeutischer Erholungsaufenthalt fuer Kinder und Muetter) teilgenommen haben, wollen die therapeutische Gruppenarbeit im SEKA-Haus in Gorazde fortsetzen.

Heute um 17 Uhr wird das erste Treffen der Frauengruppe stattfinden, in dem wir besprechen, an welchen Themen die Frauen gerne weiterarbeiten wollen. Die Gruppenleitung werden ich selbst (Gabriele Mueller) und unsere neue (ehrenamtliche) Mitarbeiterin Amela Drincic uebernehmen.

Amela wird uns waehrend der naechsten 6 Monate ehrenamtlich unterstuetzen. Wir heissen sie herzlich willkommen und danken ihr fuer ihre Bereitschaft und ihr Engagement!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

P.S.: Wir wuerden Amela gerne wenigstens einen kleinen Ernaehrungszuschuss bezahlen und haben daher einen neuen Bedarf in Hoehe von 100 € eingestellt. Wir freuen uns ueber jede Unterstuetzung!

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

G. Mueller

Eine wundervolle Nachricht!

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute moechten wir mit Ihnen allen unsere Freude teilen: Wir haben nun die definitive Zusage der spanischen (baskischen) Organisation "SOS Balkanes", dass sie fuer die naechsten sechs Monate  die gesamten Personalkosten fuer unsere Kollegin Amina Vrana uebernehmen werden. Das ist einfach super und es faellt uns ein ganzer Felsbrocken vom Herzen....

Wir bedanken uns daher sehr herzlich bei den KollegInnen von SOS Balkanes - aber auch genauso herzlich noch einmal bei allen unseren UnterstuetzerInnen, die Aminas Arbeit mit den Kindern in den letzten Monaten ueber Betterplace unterstuetzt haben. Ohne Sie und Euch alle haetten wir die Arbeit mit den Kindern massiv einschraenken muessen... Nun haben wir diesbezueglich wenigstens fuer ein halbes Jahr Luft.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

 

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Bp_dauerspender
G. Mueller (Project Manager) written almost 3 years ago
Danke, Adina, ja, das ist doch immer wieder ermutigend....

Bp_dauerspender
A. Hammoud written almost 3 years ago
Herzlichen Glückwunsch! Es gibt doch noch gute Nachrichten!

G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

G. Mueller

Aminas Stelle fuer August ist finanziert!

Liebe Freundinnen und Freunde,

gestern abend bin ich aus meinem Urlaub zurueckgekommen und habe heute nun voller Freude gesehen, dass die Kosten fuer Aminas Stelle im August komplett finanziert sind. Das ist wunderbar!

Wir danken unserer treuen Freundin Adina Hammoud fuer Ihre erneute Unterstuetzung und unserem neuen Unterstuetzer P.Babnik fuer seine sehr grosszuegige Hilfe!

Trotz Sommer und Urlaubszeit haben wir's doch wieder geschafft!

An dieser Stelle auch noch einmal ein Dankeschoen an das Betterplace-Team, das dies alles ueberhaupt erst moeglich macht!

Morgen ist mein erster Arbeitstag, wo mich (nach vier-woechiger Abwesenheit) natuerlich allerhand erwartet.

Ich hoffe, wir haben dann auch die definitive Nachricht bzgl. eines Antrags, den wir u.a. zur Finanzierung von Aminas Stelle gestellt haben.

Druecken Sie uns mal die Daumen!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

G. Mueller

Ein herzliches Dankeschoen an Adina!

Liebe Freundinnen und Freunde,

eben habe ich entdeckt, dass unserer treue Unterstuetzerin A. Hammoud uns erneut unterstuetzt hat.

Dafuer danken wir ihr ganz herzlich!

Ich melde mich heute nur ganz kurz, da ich seit ein paar Tagen im Urlaub - und eigentlich fern von Computern bin....

Herzlichst

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

G. Mueller

Flohmarkt fuer SEKA!

Liebe Freundinnen und Freunde,

nun habe ich den neuen Bedarf fuer August eingestellt, und gleich die 255 € Flohmarkterloes, die unsere Freundinnen erwirtschaftet haben, abgezogen... Sieht doch gleich schon viel besser aus!

Nochmals ein Dankeschoen an Mirjana, Sigrid und Hanne fuer ihre tatkraeftige Unterstuetzung!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

G. Mueller

Ein riesiges Dankeschoen!

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute habe ich die wunderbare Nachricht bekommen, dass mehrere Freundinnen am Sonntag auf einem  Flohmarkt zu Gunsten von SEKA verkauft haben. Dabei sind insgesamt 255 € !!! zusammengekommen, die sie nun fuer Aminas Personalkosten spenden. Das ist einfach super! Wir freuen uns ueber diese kreative Idee und bedanken uns ganz ganz herzlich bei Mirjana, Sigrid und Hanne!

Doch als ich eben diese Direkt-Spende eintragen wollte, bemerkte ich, dass Unterstuetzer H. Drebes bereits den gesamten Restbetrag fuer Juli komplettiert hatte. Da war ich erst mal einfach sprachlos. Wir danken H. Drebes ganz ganz besonders!

Die Spende vom Flohmarkt werden wir dann fuer den Augustbedarf eintragen. Damit wird es dann fuer den August schon bedeutend leichter!

Betterplace ist wirklich eine tolle Sache und unsere UnterstuetzerInnen einfach grossartig!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

G. Mueller

Ob wir's auch diesmal schaffen?

Liebe Freundinnen und Freunde,

die Zeit rast und die Personalkosten fuer Amina wollen auch im Juli finanziert werden. Einen tuechtigen Schritt weiter haben uns dabei eine weitere Spende von unseren treuen Unterstuetzern Michael und Marina gebracht. Und dann kam auch noch die Spende von Sabine F. Euch allen herzlichen Dank.

Es muessen nun noch 335 € fuer Juli finanziert werden. Wir hoffen, dass wir's auch diesmal noch schaffen werden...

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

G. Mueller

SEKA-Rundbrief Juni 2009

Liebe Freundinnen und Freunde,

erst jetzt komme ich dazu, den bereits Anfang Juni geschriebenen Rundbrief auch hier auf Betterplace zu veroeffentlichen. Er gibt Ihnen einen Ueberblick ueber die SEKA-Arbeit der letzten 7 Monate. Falls Sie Fragen haben oder weitere Informationen wuenschen, lassen Sie uns das bitte wissen.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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 Gorazde, 04.06.2009

Liebe SEKA-Freundinnen und Freunde,

 

Während ich heute mit unserem aktuellen Juni-Rundbrief beginne, regnet es draußen schon den zweiten Tag in Strömen. Die Temperaturen liegen um die 10 Grad. Bei unserer heutigen Teambesprechung, bei der es hauptsächlich um die Organisation des Erholungsaufenthalts ging, beschlossen wir, für alle Fälle einen „Plan B“ auszuarbeiten – falls die kühle Regenperiode weiter anhält und wir mit der Gruppe nicht Schwimmen gehen können. Natürlich hoffen wir aus tiefstem Herzen, dass sich das Wetter noch rechtzeitig ändert.

Und nun eine gute Nachricht: die Glückstage 2009 sind finanziert.

 

„Glückstage 2009“

Obwohl in diesem Jahr die Finanzierung des Erholungsaufenthalts zunächst sehr schwierig aussah, ist uns dies nun doch noch rechtzeitig gelungen – vorausgesetzt, die Stadt Gorazde hält ihr Förderzusage. Das ist wunderbar und es fällt uns ein Felsbrocken vom Herzen!!!!!!

Die in diesem Jahr notwendige Summe von ca. 21.200,- kann finanziert werden durch:

- die Förderung der Stiftung des Bayrischen Rundfunks „Sternstunden / Wir helfen Kinder“ in Höhe von  11.000 €

- einen erneuten Zuschuss von 3.000 € der Dr. Ursula-Schmid-Kayser Kinderfondsstiftung

- einen Zuschuss der Stadtverwaltung Gorazde in Höhe von 1.500 €.

- und vielen, vielen kleineren und größeren Privatspenden durch unsere diesjährige „Glückstage-Kampagne“ sowie über die Internet-Spenden-Plattform „Betterplace“.

Den institutionellen Geldgebern und Ihnen allen, die bei der Finanzierung der diesjährigen „Glückstage“ mitgeholfen haben, danken wir sehr herzlich!

 

Vorbereitungen

In den vergangenen Wochen haben wir die Gruppe endgültig zusammengestellt. Dabei haben wir sowohl Frauen und Kinder berücksichtigt, die ins SEKA-Haus zur Therapie kommen, als auch Frauen und Kinder von kriegstraumatisierten Veteranen aus dem Veteranenprojekt „Svjetlost Drine“, sowie Klientinnen des Zentrums für psychische Gesundheit Gorazde.

Die Frauen und Kinder sind durch Gewalterfahrungen während des Krieges und / oder in der Familie traumatisiert. Darüber hinaus leben fast alle Familien weit unter dem Existenzminimum.

Keines der Kinder und nur eine der Frauen waren jemals am Meer. Das Angebot, am SEKA-Erholungsaufenthalt teilzunehmen, macht sie überglücklich.

Gestern abend fand ein erstes Gruppentreffen mit den Müttern statt. Neben der Vorstellung des geplanten Programms hatten die Frauen Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen. Wir erklärten außerdem auf einfache Art und Weise, wie und zu welchen Themen wir in der Gruppe arbeiten werden. Schnell entstand eine lockere Atmosphäre. Die Frauen erhielten auch eine Checkliste für Dinge, die sie für sich und ihre Kinder benötigen werden. Da einige der Familien in großer wirtschaftlicher Not leben, entschieden wir, dass SEKA für notwendige Anschaffungen einspringen wird. (Kauf von Badeanzügen, Medikamenten etc.) Wir möchten, dass alle Frauen und Kinder gleichberechtigte Möglichkeiten während des Aufenthalts in Neum haben. Wir gaben den Müttern auch noch einen Fragebogen, um wichtige Daten zu erfassen (chronische Krankheiten, Erkrankungen der Vergangenheit, Allergien u.ä).

Schließlich informierten wir die Frauen auch darüber, mit Hilfe welcher Zuschüsse und Spenden wir den diesjährigen Erholungsaufenthalt finanzieren können.

Die Frauen berührte es besonders, dass viele einzelne Menschen in Deutschland mit privaten Spenden zur Finanzierung beigetragen haben.

Eine der Teilnehmerinnen meinte:

„Das ist eines der schönsten Dinge, die mir in meinem ganzen Leben geschehen sind. Am meisten freue ich mich für die meine Tochter und meinen Sohn. Sie haben soviel durchgemacht…. Ich kann es gar nicht glauben, dass Menschen in Deutschland, die uns gar nicht kennen, so etwas für uns tun… Ich danke ihnen aus tiefstem Herzen!“

Eine andere Mutter drückte es so aus: „Das ist wie ein Hauptgewinn im Bingo (= das bosnische Lotto)! Ich kann es noch immer gar nicht glauben!“

In der nächsten Woche gibt es noch ein weiteres Treffen – parallel für die Kinder- und die Frauengruppe.

Und am 15.06. geht es dann für die Gruppe frühmorgens los. In ca. 6 Stunden wird der Bus sie nach Neum ans Meer bringen.

Mit den Kindern wird auch in diesem Jahr Amina Vrana arbeiten – gemeinsam mit Adisa Adzem, einer jungen Sozialpädagogin. Für die therapeutische Arbeit mit den Frauen konnten wir wieder die erfahrene Therapeutin Nurka Babovic aus Zenica gewinnen – in Zusammenarbeit mit Therapeutin Arijana Catovic – eben falls aus Zenica. Beide haben jeweils dreijährige Fortbildungszyklen im SEKA-Haus absolviert und arbeiten schwerpunktmäßig mit der Methode Psychodrama und traumatherapeutischen Verfahren.

Wie auch in den Jahren zuvor werden wir während des Erholungsaufenthalts täglich jeweils ca. 4 Stunden in parallelen Gruppen mit Frauen und Kindern arbeiten. Anschließend gibt es einen Imbiss und dann geht es zum Strand (falls das Wetter mitmacht). Alternativ werden wir Spaziergänge, kleine Wanderungen und gemeinsame Aktivitäten (z.B. Spiel- und Bastelnachmittage) für Mütter und Kinder organisieren.

Unseren Bericht über die diesjährigen „Glückstage“ finden sie dann entweder als ‚Blogs’ auf der Plattform „Betterplace“(www.betterplace.org/projects/233)

oder im Herbst im nächsten SEKA-Journal.

Und hier nun – wie stets – der Überblick über die vielfältigen SEKA-Aktivitäten der letzten 7 Monate:

 

SEKA - Programm von Ende Oktober 2008 bis Ende Mai 2009:

Seminare und Fortbildungen:

- Im November / Dezember und im März insgesamt vier weitere jeweils 6-tägige Fortbildungsseminare zum Thema „Arbeit mit traumatisierten Frauen und Kindern mit der Methode Psychodrama und imaginativen und kreativen Techniken“ mit zwei Teams der palästinensisch-libanesischen Organisation Najdeh. (Finanzierung: Najdeh mit Hilfe der Förderung durch die schwedische Frauenorganisation „Kvinna till kvinna“ und die schwedische Regierung.)

- Im Januar und Mai leitete Gabriele Müller zwei weitere therapeutische Seminare mit Veteranen im Klub ‚Svjetlost Drine’ – Themen: „Alkoholismus als Folge von Traumatisierung“, „Psychodramatische Philosophie und humanistische Haltung in der Arbeit mit Menschen“, „Beziehungen“ und „Sekundäre Traumatisierung, Transgenerationen-Trauma und Kollektive Traumata“. Die Themen hatten sich die Veteranen selbst gewünscht. (Finanzierung UNDP Sarajevo)

- Ende März / Anfang April schlossen wir die dreijährige Fortbildungsreihe „Traumatherapie auf der Basis der Methode Psychodrama mit imaginativen und kreativen Techniken“ mit einem 6-tägigen psychodramatischen Abschlusskolloquium ab. (Leitung: Gabriele Müller, Edita Ostojic; Finanzierung: 75% Weltfrauengebetstag, 25%  SEKA Hamburg-Spendengelder). Das Gorazder Fernsehen ließ in einer 45-minütigen Reportage alle Teilnehmerinnen zu Wort kommen – eine großartige Sendung, zu der wir zahlreiche begeisterte Rückmeldungen von ZuschauerInnen erhielten.

- Im Februar und April nahmen 13 Fachkolleginnen aus verschiedenen psychosozialen Einrichtungen im Kanton Gorazde und umliegenden Orten der Republika Srpska an zwei weiteren je dreitägigen Terminen der Fortbildungsreihe „Psychologische und psychosoziale Hilfe für traumatisierte Frauen und Kinder“ im SEKA-Haus teil. (Leitung: Edita Ostojic; Finanzierung: zu 75% von der Ökumenischen Fraueninitiative Kroatien, zu 25% durch SEKA-Hamburg-Spendengelder).

 

Regelmäßige Angebote im SEKA-Haus für die lokale Bevölkerung:

- Therapeutische Einzel- und Gruppenarbeit mit Frauen (Gabriele Müller und teilweise Senija Tabaković)

- Therapeutisch-pädagogische Einzel- und Gruppenarbeit mit Kindern (Amina Vrana)

- Therapeutisch-pädagogische Gruppenarbeit mit jugendlichen Mädchen (Amina Vrana, Senija Tabaković, - Projekte mit Jugendlichen in Schulen (Bewusst-seinsförderung und Vorstellung der SEKA-Arbeit) (Amina Vrana, Senija Tabaković, Adisa Adzem)

- Offene Termine für Frauen: Möglichkeit, zwanglos die SEKA-Arbeit kennenzulernen und sich mit anderen Frauen zu treffen (Vera Dacić, Senija Tabaković)

- Parallel dazu: offene Termine für Kinder (Amina Vrana)

- Gemeinsame Feiern (Bajram, Weihnachten und Neujahr) (SEKA-Team)

- Arbeit mit Familien (Gabriele Müller, Amina Vrana)

- Supervision für KollegInnen anderer Einrichtungen (Gabriele Müller)

- Einzelarbeit / Traumatherapie mit einzelnen Veteranen, die an Seminaren im Klub „Svjetlost Drine“ teilgenommen haben. (Gabriele Müller)

 

Die laufenden Aktivitäten für die lokale Bevölkerung wurden bisher hauptsächlich durch die Förderbeiträge und Spenden an SEKA Hamburg finanziert. Im ersten Halbjahr 2009 haben wir außerdem eine begrenzte Förderung durch das UN-Entwicklungsprogramm UNDP Sarajevo bekommen! Diese Förderung endet allerdings nun Ende Juni.

Interne Fortbildungen mit dem SEKA-Team:

 

 

- Regelmäßige Fortbildungen von Gabriele Müller mit den Fachkolleginnen Senija Tabakovic und Amina Vrana

- Supervision für das SEKA-Team mit Supervisorin Edita Ostojic

 

 

Öffentlichkeitsarbeit, Bewusstseinsbildung, Zusammenarbeit und Vernetzung:

- Anfang November 2008: Veranstaltung von SEKA Hamburg e.V. zum Thema: „Psychotherapeutische Hilfe in der Nachkriegsgesellschaft: Notwendigkeit und Grenzen“ (ReferentInnen: Dr. Benjamin Bieber, Forschungsgruppe Bosnien; und Gabriele Müller, Leiterin des SEKA-Projekts)

- Im Januar 2009 nahm Gabriele Müller als Referentin teil an einem Workshop in der Hamburger Hochschule für angewandte Wissenschaften zum Thema: „Genderperspektiven auf gewaltförmige Konflikte und auf Migration – Praxisfelder der Sozialen Arbeit“

- Weitere regelmäßige Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen und anderen Nichtregierungs-Organisationen in verschiedenen Gremien und Seminaren mit dem Ziel der Verbesserung der psychosozialen Dienste im Kanton Gorazde, sowie zur Förderung demokratischer gesellschaftlicher Strukturen.

Besonderes Lob erhält SEKA für seine Arbeit übrigens von den lokalen VertreterInnen von UNDP und OSZE (= Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa).

 

- Zusammenarbeit mit dem Gorazder Fernsehen und inzwischen auch mit dem Föderalen Fernsehen in Sarajevo. In mehrere ausführliche Sendungen (30 – 45 Minuten) wurde über die SEKA-Arbeit berichtet.

 

 

 

Die Arbeit von SEKA Gorazde in Zahlen:

Von September 2007 bis Ende Mai 2009 nahmen insgesamt 338 TeilnehmerInnen für durchschnittlich 36,78 Stunden an unterschiedlichen SEKA-Angeboten teil.

 

Davon:                                                                          Anzahl

Frauen                                                                    165

Kinder / Jugendliche                                                145

Männer (überw. Veteranen)                                        24

--------------------------------

Es nahmen teil

an therap. Erholungsaufenthalten                              40

an Therapiegruppen für Frauen                                  32

an einzeltherapeutischen Terminen mit Frauen           44

an Gruppenarbeit mit Kindern / Jugenddlichen            25

an Einzelarbeit mit Kindern / Jugendlichen                 13

an Fach-Fortbildungen im SEKA-Haus                       39

an externen Fortbildungen                                         50

an offenen Terminen für Frauen                                 56

an offenen Terminen für Kinder                                  43

an Seminaren im Klub „Svjetlost Drine“                      16

an Einzelarbeit mit Veteranen                                   11

an Familienberatung                                                  8

an Supervisionen                                                       9

 

 

 

Weitere Programmplanung für 2009:

Für Herbst sind zwei weitere Fortbildungsseminare im Libanon mit den palästinensischen Teams geplant.

Außerdem wird Gabriele Müller im Herbst mehrere therapeutische Seminare mit den Veteranen des Klubs leiten – mindestens eines mit der aktuellen Veteranengruppe sowie zwei mit einer neuen Gruppe. 

 

Sehr gerne würden wir auch mit einer neuen Fortbildungsreihe „Traumatherapie mit der Methode Psychodrama und imaginativen und kreativen Techniken“ beginnen – diesmal für Kolleginnen (Psychiaterinnen, Psychologinnen, Pädagoginnen und Sozialarbeiterinnen) aus dem Kanton Gorazde sowie aus den umliegenden Orten der Republika Srpska. Es gibt bei den Kolleginnen dafür sehr großes Interesse.

Diese Art von Fortbildungen sehen wir als eine vordringliche Aufgabe von SEKA, da wir dadurch die über Jahre im SEKA-Haus entwickelte und erprobte Methode zur traumatherapeutischen Arbeit an Fachkolleginnen weitergeben können und damit das Hilfsangebot für traumatisierte Menschen in der Region maßgeblich verbessern können.

Wir planen die Fortbildungsreihe mit 3 – 4 jährlichen jeweils dreitägigen Terminen über insgesamt 4 Jahre.

Die Kosten insgesamt werden sich auf ca. 32.000 € belaufen.

Leider konnten wir bisher noch keinen Geldgeber für diese Fortbildungsreihe finden. Die Kolleginnen selbst können jedoch – wenn überhaupt – nur einen geringen Eigenbeitrag zu den Kosten leisten.

Wir bitten daher dringend um Spenden für das erste Seminar dieser Fortbildungsreihe (1.930,- €) – mit dem wir gerne im Herbst beginnen möchten. Nach dem ersten Seminar werden wir dann die Fortbildungsgruppe endgültig zusammenstellen. Wir sind zuversichtlich, die Finanzierung der Fortbildungsreihe bis dahin endgültig zu klären.

Die regelmäßigen Aktivitäten im SEKA-Haus werden wir natürlich fortsetzen – im Rahmen unserer personellen Möglichkeiten. Der Bedarf für die Arbeit von SEKA ist riesig, allerdings hat sich leider unsere Personalsituation im Januar verändert:

 

SEKAs Finanz- und Personalsituation:

Unsere Kollegin Senija Tabakovic, die therapeutisch mit Frauen und jugendlichen Mädchen arbeitete, entschied sich im Januar, das Stellenangebot einer anderen Institution im Kanton Gorazde anzunehmen. Dort hat sie einen sicheren Arbeitsplatz und bekommt das doppelte Gehalt gegenüber ihrem Verdienst bei SEKA. (Einige Institutionen im Kanton hatten Ende letzten Jahres ihre Gehälter an die massive Inflation angepasst, um nicht weiter viele qualifizierte MitarbeiterInnen an „reichere“ Kantone zu verlieren.) Für uns im SEKA-Projekt ist es leider finanziell nicht möglich, die Gehälter zu erhöhen – geschweige denn zu verdoppeln. Wir sind froh, wenn es uns gelingt, den bisherigen Stand überhaupt zu halten.

Für uns war dies ein schwerer Schlag, auch wenn Senija noch für eine Übergangszeit eine Gruppe leitet und Einzeltermine zu Ende führt.

Gleichzeitig nimmt die Nachfrage nach Therapieterminen und Beratungsangeboten ständig zu. Inzwischen wenden sich immer mehr schwer traumatisierte Klientinnen an uns – z.B. immer mehr Überlebende von Verschleppungen und Kriegsvergewaltigungen. Leider mussten wir bereits eine Warteliste für Klientinnen anlegen, die immer länger wird.

Wir suchen nun seit Monaten dringend eine neue Kollegin für die Arbeit mit den Frauen. Dies ist allerdings schwer. Die SEKA-Arbeit ist für die meisten zu anspruchsvoll für ein relativ bescheidenes Gehalt.

Nun hat sich vor kurzem eine junge Frau gemeldet, die im Zweitstudium Sozialarbeit studiert und kurz vor ihrem Abschluss steht. Es sieht endlich so aus, als hätten wir unsere Wunschkollegin gefunden: Sie ist warmherzig, kommunikativ, interessiert sich sehr für die SEKA-Arbeit, ist hoch motiviert, sich fortzubilden, hat Praxiserfahrung durch ehrenamtliches Engagement; sie will sich auch ins Fundraising einarbeiten. Sie hat nun begonnen, in SEKA zu volontieren.

Und wir hoffen aus tiefstem Herzen, dass es „mit uns etwas werden wird“. Drücken Sie uns die Daumen, dass aus ihr unsere neue Kollegin wird und dass sie uns lange erhalten bleibt.

 

Wir wünschen Ihnen allen nun eine schöne und erholsame Sommerzeit! Mit herzlichen Grüßen

 

Ihr SEKA-Team Gorazde

und die Hamburger Vereinsfrauen

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

G. Mueller

Ein ganz herzliches Dankeschoen!

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute moechte ich mich ganz herzlich bei Michael und Marina bedanken, die uns erneut kraeftig unterstuetzt haben. Durch ihre Spende hat sich der Betrag fuer Aminas Arbeit mit den Kindern im Juli auf nun 425 € verringert. Das ist grossartig!

Zur Zeit sind wir (neben der regelmaessigen Arbeit) intensiv mit den Vorbereitungen des therapeutischen Erholungsaufenthalts fuer 20 Kinder und ihre Muetter in Neum an der Adria beschaeftigt, der in einer Woche beginnen wird. Kinder und Muetter koennen es kaum erwarten.

Soviel fuer heute abend...

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

G. Mueller

Danke, Peter!

Liebe Freundinnen und Freunde,

eben habe ich geschrieben, dass jetzt nur noch 17 € fuer Aminas Personalkosten im Juni fehlen - und schwupps - hat uns doch unser treuer Unterstuetzer P. Rohrbach diesen Restbedarf erfuellt. Das ist einfach super!!! Ein herzliches Danke an ihn!

Da die Zeit jedoch nicht steht und wir natuerlich auch im Juli Amina ihr Gehalt zahlen moechten, stelle ich nun den Bedarf fuer Juli ein.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

G. Mueller

Nur noch 17 €!

Liebe Freundinnen und Freunde,

ein herzliches Dankeschoen geht heute an drei unserer treuen UnterstuetzerInnen, die uns mit Direktspenden von insgesamt 75 € geholfen haben, den Betrag fuer Aminas Personalkosten im Juni auf nur noch 17 € zu reduzieren! Der Juni hat zwar schon begonnen, aber wir sind zuversichtlich, dass wir den restlichen Betrag auch noch schaffen werden.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde, wir freuen uns heute ueber einen neuen Unterstuetzer, D.Herrmann, und danken ihm ganz herzlich! Der noch notwendige Betrag fuer Aminas Arbeit mit den Kindern im Juni ist damit auf 'nur' noch 92 € geschrumpft, Das ist toll und macht uns optimistisch, dass wir's auch fuer Juni rechtzeitig schaffen werden! Mit herzlichen Gruessen Gabriele Mueller und Kolleginnen
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Bp_dauerspender
G. Mueller (Project Manager) written about 3 years ago
Dear Napoleon Birch,
thank you for your supportive comment! It is too much true, what you point out!
With warm regards
Gabriele

written about 3 years ago
I recognize the value of what you are doing. Arguments have been made that the past sixty plus years of wester society represent to a large degree the impact of WWII on the men that fought. War does Traumatized.

G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde, wir freuen uns ueber die erneute Unterstuetzung unserer treuen Unterstuetzerin Adina Hammoud, der wir herzlich danken. Nun sind fuer Aminas Arbeit mit den Kindern im Juni noch 182 € noetig. Wir hoffen, dass wir die auch diesmal rechtzeitig schaffen koennen. Mit herzlichen Gruessen Gabriele Mueller
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G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

G. Mueller

Ein verspaetetes aber ganz herzliches Dankeschoen!

Liebe Freundinnen und Freunde,

mein Umzug ist zwar nun ueber die Buehne, aber noch immer harren massenhaft Kisten und Kartons darauf, ausgepackt zu werden. Dies dauert alles etwas laenger, da sich im Projekt so viel Arbeit und Termine angesammelt haben, dass ich kaum nachkomme.

Nun erst komme ich dazu, mich ganz ganz herzlich bei M. Stein und Elisabeth B. zu bedanken, die uns erneut mit grosszuegigen Spenden unterstuetzt haben! Das ist einfach grossartig!

Mit ihrer Hilfe ist der noch notwendige Betrag fuer Aminas Personalkosten im Juni auf 192 € 'geschrumpft'.

Nochmals Danke und herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

G. Mueller

Bedarf fuer Juni

Liebe Freundinnen und Freunde,

nun habe ich auch schon den Bedarf fuer Juni eingestellt - fuer Aminas Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Damit haben wir mehr Zeit, um die notwendigen Spenden zu sammeln.

Wenn ich nur mal erst meinen Umzug hinter mich gebracht habe, dann habe ich auch wieder etwas mehr Kapazitaet fuer inhaltliche Blogs...

Herzlichst

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

G. Mueller

Grossartig! Und ein DICKES Dankeschoen!

Liebe Freundinnen und Freunde,

das ist wirklich grossartig: Unser neuer Unterstuetzer (der 37.!), H. Drebes, hat uns mit einer grosszuegigen Spende geholfen, den Bedarf fuer Mai komplett zu erfuellen. Dafuer danken wir ihm sehr herzlich.

Die Kosten fuer Aminas Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen im Mai sind damit sicher finanziert. Das bedeutet fuer uns eine grosse Erleichterung.

Wir danken allen SpenderInnen, die dies moeglich gemacht haben.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

(Heute nur ein kurzer Beitrag, weil ich voll zwischen Kartons und auseinandergebauten Schraenken stecke...)

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Bp_dauerspender
G. Mueller (Project Manager) written about 3 years ago
Liebe Amina, eben erst sehe ich Deinen Kommentar (die Benachrichtigungsmails von Betterplace scheinen im Moment nicht zu funktionieren...). Danke und liebe Gruesse
Gabriele
Drueck mir mal die Daumen, dass mit meinem Umzug (morgen und uebermorgen) alles gut klappt...

Bp_dauerspender
A. Hammoud written about 3 years ago
Liebe Gabriele und liebes Team in Gorazde, Glückwunsch zur Bedarfserfüllung Mai! Ich hoffe, daß ich im Mai wieder soweit saniert bin, um im Juni wieder im "Team" zu sein. Viele Grüße und viel Erfolg auch für die anderen Projekte wünscht Adina.

G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

G. Mueller

Ganz herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde,

zur Zeit bin ich im absoluten Umzugs-Stress*... deswegen nur ganz kurz:

Vielen herzlichen Dank an unsere treuen Unterstuetzer P. Rohrbach und M. Stein. P. Rohrbach hat offensichtlich alle drei SEKA-Projekte auf Betterplace im Blick. Das ist einfach toll. Und M. Stein hat uns unseren Sachspendenwunsch: Oelpastellkreiden fuer die therapeutische Arbeit mit Frauen und Kindern erfuellt und nicht Muehen und Kosten gescheut, diese nach Gorazde auf den Weg zu bringen. Heute sind sie nun wohlbehalten angekommen - zur Freude der Kolleginnen. Ein dickes Dankeschoen!

Und als neuen (36.) Unterstuetzer moechte ich K. Fessel willkommen heissen, der uns ebenfalls mit einer kraeftigen Spende fuer Aminas Mai-Gehalt geholfen hat: Ein ganz herzliches Dankeschoen auch ihm!

Nun sind fuer Mai noch 350 € noetig und wir hoffen, wir schaffen es auch diesmal.

Mit herzlichen Gruessen (inmitten von Kartons und Schachteln...)

Gabriele Mueller

*Bisher hatte ich meine Wohnung noch immer am ehemaligen Projektsstandort auf Brac; aber die langen Abwesenheiten von zu Hause und die endlosen Fahrten vom und zum Projekt in Gorazde (durchschnittliche Reisezeit in eine Richtung 13 Stunden) empfand ich immer mehr als Belastung.

Nun werde ich ein neues zu Hause in der Naehe des Projekts haben. Da wird Vieles einfacher werden.

Reisen muss ich ja immer noch genug - nach Deutschland, in den Libanon usw...

 

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G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

G. Mueller

A big THANK YOU!

Dear friends,

we are happy to welcome our 35. supporter: P. Rohrbach, who helped us with the personal costs for Amina in May. He is one of our most faithful Betterplace-friend - supporting now all three SEKA-projects on Betterplace.

A big Thank you to him.

With warm regards

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

G. Mueller

Ein dickes Dankeschoen!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns ueber die erneute Hilfe unserer treuen Unterstuetzerinnen M. Stein (und M. Goldammer). Ein dickes Dankeschoen Euch beiden!

Damit hat sich der Bedarf fuer Aminas Personalkosten im Mai bereits auf 425 € reduziert.Das ist toll!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

G. Mueller

Back from Lebanon and: Thank you

Dear friends,

now I returned from my journey to Lebanon - first to Croatia and now finally to Gorazde in our Project. The travel back was quite an adventure - with heavy storms and big snow...

In Lebanon - during the two trainings with palestinian teams on the topic "Psychosocial aid for traumatized people" - I had no access to the internet.

So it is now high time to thank our supporters: Elisabeth B., Nadine S., S. Willich and J. Wohlgemuth, who helped with their donations to complete the needs for the personal costs for Amina in April as well as for the first two meetings of the new therapy group for girls.

We thank them so much!

The new group with the girls has started already. The girls are really enthusiastic and feel very well in SEKA-House.

As soon as I will find more time I will report more detailed about the work.

I now placed the new need on this page: the costs for the work with children and youngsters in May. We hope to find the necessary finances in time.

Now I wish all of you lovely spring days. (Here in Gorazde the spring still refuses to come..)

With warm regards

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

G. Mueller

Zurueck aus Libanon und: DANKE!

Liebe Freundinnen und Freunde,

nun bin ich wieder von meiner Libanonreise zurueck - erst nach Kroatien und nun auch im Projekt in Gorazde sicher angekommen (trotz orkanartiger Stuerme und heftigen Schneefalls).

Im Libanon - waehrend zweier Wochenseminare mit palaestinensischen Teams zum Thema "Arbeit mit traumatisierten Menschen" - hatte ich keinen Zugang zum Internet.

Daher kann ich mich nun erst  ganz herzlich bedanken bei unseren Unterstuetzerinnen: Elisabeth B., Nadine S., S. Willich und J. Wohlgemuth, die mit ihren Spenden mitgeholfen haben, sowohl die Personalkosten fuer unsere Kollegin Amina fuer April zu komplettieren als auch die ersten beiden Gruppentermine mit der neuen therapeutischen Maedchengruppe zu finanzieren.

Dafuer danken wir allen sehr sehr herzlich!

Die neue Maedchengruppe hat nun schon begonnen. Die Maedchen sind begeistert und fuehlen sich im SEKA-Haus sehr wohl. Ich bin mir bewusst, dass ich auch noch den Bericht ueber die Arbeit mit der letzten Gruppe uebersetzen, zusammenfassen und hier als Blog einstellen sollte. Aber ich habe zur Zeit so viele Klientinnen, die nun auf meine Ankunft gewartet haben, dass ich kaum zum PC komme...

Sobald ich Zeit finde, schreibe ich wieder inhaltlich ueber die Arbeit!

Ich werde nun auch wieder den neuen Bedarf (Kosten fuer die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Mai) einstellen. Damit ist die Chance groesser, die Kosten rechtzeitig zu finanzieren!

Ihnen allen schoene Fruehlingstage (hier in Gorazde laesst der Fruehling dieses Jahr sehr auf sich warten)

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

G. Mueller

Und noch eine Spende!

und noch eine Spende haben wir heute bekommen. Evtl. noch einmal von A. Kaminski, oder von einer/m unserer anonymen Unterstuetzer/innen....

auf jeden Fall vielen Dank.... nun fehlen nur noch 40 €.... super...

Herzlichst

Gabriele Mueller - schon fast unterwegs...

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G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

G. Mueller

Wunderbar!

Liebe Freundinnen und Freunde,

neben Paul F. (vor zwei Tagen) koennen wir heute noch eine neue Unterstuetzerin fuer unser Projekt begruessen; A. Kaminski. Wir danken beiden sehr herzlich! Mit ihrer Hilfe ist der noch noetige Betrag fuer Aminas Arbeit mit den Kindern im April auf 'nur' noch 70 € geschrumpft! Das ist wunderbar! Wir sind optimistisch, dass wir den Rest auch noch schaffen werden!

Naechsten Mittwoch findet uebrigens der 10. und letzte Termin der therapeutischen Maedchengruppe statt.

Die Maedchen sind total begeistert von ihrer Gruppe. Leider habe ich es immer noch nicht geschafft, Auszuege von Aminas und Senijas Berichten zu uebersetzen und in einem Blog zusammenzustellen. Wir haben einfach extrem viel zu tun... Und nun fliege ich morgen wieder fuer 16 Tage in den Libanon (zwei weitere Fortbildungsseminare mit den palaestinensischen Teams). Dort werde ich weder Zeit noch Zugang zum Internet haben... Der Bericht ueber die Arbeit mit den Maedchen muss also leider noch ein wenig weiter warten. Und fuer diese Zeit wird es  keine Blogs mehr von mir geben koennen.  Ich melde mich dann wieder nach meiner Rueckkehr.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

G. Mueller

This is great!

Dear friends,

we wellcome a new supporter for our project: Paul F.

With his help the necessary amount for Amina's work with the children in April 'melted' further to now 'only' 80 €! This is great!

Thank you very much, Paul!

With warm regards

Gabriele Mueller and colleagues

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G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

G. Mueller

Ein riesiges Dankeschoen!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir sind einfach begeistert: Uebers Wochenende haben wir zwei groessere Spenden von unseren UnterstuetzerInnen M. Stein (und M. Goldammer) und C. Heler bekommen, die den eben eingestellten Bedarf fuer Amina's Gehalt gleich auf 125 € reduziert haben.

Das ist einfach super! Wir danken allen dreien von Herzen fuer diese tatkraeftige und erneute Unterstuetzung.

Es hilft uns nicht nur finanziell sondern auch in dem Sinne, dass wir uns bzgl. der Finanzierung von Amina's April-Gehalt deutlich entlastet fuehlen! Weniger Sorgen heisst mehr Energie fuer unsere eigentliche Arbeit mit Kindern und Frauen.

Nochmals danke an alle, die uns bisher unterstuetzt haben!!!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

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G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

G. Mueller

Die Arbeit mit Kindern im Maerz ist finanziert!

Liebe Freundinnen und Freunde,

mit der erneuten Spende unserer treuen UnterstuetzerInnen Michael S. und Marina G. ist es uns gelungen, die Kosten fuer Aminas Arbeit mit den Kindern fuer Maerz zu finanzieren! Das ist wunderbar!

Ein grosses Dankeschoen Euch beiden!

Ich habe nun gleich wieder den Bedarf fuer April eingestellt...

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

G. Mueller

A big THANK YOU to Renate!

Dear friends,

we are very glad about the donation of our supporter Renate Siemon: She helped us with Aminas personal costs for March. This is great - especially as she already supports us through voluntary work (translation).

A big big THANK YOU to Renate!

Now the remaining necessary amount for Amina's work with the children in March is 'only' 44 €.

We are optimistic, that we will succeed also for this month!

With warm regards

Gabriele

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G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

G. Mueller

'Nur' noch 94 € fuer Maerz!

Liebe Freundinnen und Freunde,

eben haben wir noch eine Direktspende von einer neuen Unterstuetzerin, Ursula C., bekommen - fuer Aminas Personalkosten im Maerz. Wunderbar! Herzlichen Dank, Ursula!

Nun benoetigen wir 'nur' noch 94 €, um die Arbeit unserer jungen Kollegin Amina mit den Kindern und Jugendlichen zu finanzieren.

Gestern fand uebrigens bereits der 8. Termin der therapeutischen Maedchengruppe statt. Die Maedchen kommen regelmaessig und mit Begeisterung in ihre Gruppe.

Ich hoffe, ich finde demnaechst Zeit, die Berichte von Amina und Senija zu uebersetzen und daraus einen oder auch mehrere Blogs zusammenzustellen.

Allerdings haben wir sehr viel zu tun - und die direkte Arbeit mit Frauen, Kindern und den Veteranen geht  gegenueber Uebersetzungsarbeiten natuerlich vor...

Auch neue Fotos gibt es.... Sobald ich dazu komme...

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

G. Mueller

A big THANK YOU!

Dear friends,

we are very grateful for the direct donation of a new supporter: Barbara W., who helped us with the personal costs for Amina for March. This brings a big relief for us! Thank you very much, Barbara!

Now we need still "only" the amount of 144 € for Amina's work with the children in March.

We appreciate any support!

With warm regards

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

A BIG THANK YOU!

Dear friends,

we are glad, that we received further direct donations from 3 of our longlasting supporters - for the personal costs for Aminas work with the children in March. A big thank you to them! This is great!

By this the amount still needed for March could be reduced to 294 €.

When I am writing this blog, I can hear the children's enthusiastic voices downstairs: the actual therapy-group for children is meeting every Tuesday. In the same time Senija is working with the mothers in the therapy-group for women.

The children love to come to SEKA-House to their group, meeting their friends - and they love Amina. Here they feel safe and free and supported...

With warm regards

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Herzlichen Dank, Grete und Wolfgang!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir sind froh ueber die Direkt-Spende, die wir gestern von unseren langjaehrigen UnterstuetzerInnen, Grete und Wolfgang G. bekommen haben - fuer Aminas Lohnkosten im Maerz. Ein herzliches Dankeschoen an Grete und Wolfgang!

Dies hat uns wieder optimistischer gestimmt und laesst uns hoffen, dass wir es auch fuer den Maerz  schaffen werden, die Kosten fuer Aminas Arbeit mit den Kindern zu finanzieren...

Es fehlt nun noch ein Betrag von 369 €..

Wir freuen uns ueber jede Spende - auch kleine Betraege sind hilfreich...

Wir danken allen UnterstuetzerInnen, die uns bisher geholfen haben...

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

A BIG THANK YOU to Grete and Wolfgang!

Dear friends,

we are very glad about the direct donation, which we received today from our longlasting supporters Grete and Wolfgang G. - for the March-salary for Amina! Thank you so much, Grete and Wolfgang!

This makes us again more optimistic, that we could succeed in finding the necessary finances for the costs for Aminas work with the children in March!

Now we need still the amaount of 369 €...

We are grateful for any support - also small amounts are helpful...

Thanks to all our friends, who supported us up to now...

With warm regards

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

5. Termin der therapeutischen Maedchengruppe

Liebe Freundinnen und Freunde,

am Mittwoch fand bereits der 5. Termin der therapeutischen Maedchengruppe statt.

Die Maedchen sind begeistert von "ihrer Gruppe". Amina und Senija (die diese Gruppe noch bis zum Ende mit begleiten wird), haben sich ein Programm ausgedacht, das sich moeglichst eng an den Beduerfnissen der Maedchen orientiert: insbesondere geht es um die Themen: Selbstbild - weibliche Identitaet - Ressourcen, um Kommunikation, Selbstbehauptung und den Umgang mit Konflikten, um das Thema Emotionen und Koerpergefuehle und anderes mehr. Das SEKA-Haus ist der erste Ort, an dem die Maedchen ueber viele Themen wirklich frei und ungezwungen reden koennen, bzw. diese erarbeiten koennen - mit Methoden, die ihnen Spass machen  und die  ihre Kreativitaet und die Beziehungen untereinander foerdern

Noch fuenf Termine werden stattfinden mit dieser Gruppe. Demnaechst werde ich einige Auszuege aus dem ausfuehrlichen Bericht Aminas uebersetzen und hier veroeffentlichen (leider bin ich bisher nicht dazu gekommen... - wir haben zur Zeit sehr viel zu tun, viele neue Klientinnen, die unsere Hilfe suchen - ueberwiegend mit schweren Traumata).

Fuer Aminas Gehalt im Maerz benoetigen wir noch 419 €.

Ueber jede Spende freuen wir uns....

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Ein DICKES Dankeschoen!

Liebe Freundinnen und Freunde,

das ist wunderbar: zwei unserer langjaehrigen Unterstuetzerinnen haben uns bereits je eine Direkt-Spende fuer Aminas Lohnkosten fuer Maerz ueberwiesen! An beide schicken wir ein DICKES Dankeschoen!

Nun ist der noch offene Bedarf schon mal auf 419 € geschrumpft!

Und wir hoffen natuerlich, dass wir es - mit genuegend Hilfe - auch fuer Maerz wieder schaffen werden!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Wunderbar!

Liebe Freundinnen und Freunde,

das ist toll: nun haben wir es auch fuer Februar geschafft, die Kosten fuer Aminas Arbeit mit den Kindern zu finanzieren: Unsere neue Unterstuetzerin Elisabeth Bochinger hat auch noch den restlichen Bedarf erfuellt.

Dafuer danken wir ihr herzlich. Auch allen uebrigen Spenderinnen und Spendern nochmals vielen Dank!

Nun koennen wir den neuen Bedarf fuer Maerz einstellen - mit der Hoffnung auf die erneute Mithilfe der Betterplace-Community.

Toll, dass es Euch alle gibt!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Nur noch 19 € fehlen fuer Februar!

Liebe Freundinnen und Freunde,

durch die Direkt-Spenden von zwei langjaehrigen SEKA-Unterstuetzerinnen haben wir die Finanzierung der Februar-Personalkosten fuer Amina fast geschafft! Herzlichen Dank an Ursula S. und Beate N.!

Nun fehlen nur noch 19 €!

Wir hoffen, dass wir das auch bald noch schaffen werden....

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Still 79 € needed for the work with the children

 

Dear friends,

just in the moment, when we doubted that we could succeed in gathering the necessary funds for Aminas work with the children in February, we got somehow "over night" support from several of our supporters:

Our most faithful friends on Betterplace: Michael Stein and Marina Goldammer helped us with a bigger amount. - This means a very lot to us, as they supported us already frequently - even in this month! 

We are also grateful for the new support of our friend Mirjana B. and for the direct donations of two further longterm SEKA-supporters. Now it is looking, as if we could manage it also this time:

The remaining amount is now still 79 €.

We appreciate any support!

With warm regards

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

A BIG THANK YOU to all of you!

Dear friends,

just in the moment, when we doubted that we could succeed in gathering the necessary funds for Aminas work with the children in February, we got somehow "over night" support from several of our supporters:

Our most faithful friends on Betterplace: Michael Stein and Marina Goldammer helped us with a bigger amount. - This means a very lot to us, as they supported us already frequently - even in this month! 

We are also grateful for the new support of our friend Mirjana B. and for the direct donations of two further longterm SEKA-supporters. Now it is looking, as if we could manage it also this time:

The remaining amount is now still "only" 79 €.

We are glad about any support!

 

With warm regards

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Ein GROSSES DANKESCHOEN!

Liebe Freundinnen und Freunde,

nachdem wir gestern hinsichtlich Aminas Personalkosten fuer Februar alles andere als zuversichtlich waren, hat sich "ueber Nacht" eine Menge ereignet: Unsere treuesten UnterstuetzerInnen Michael Stein und Marina Goldammer haben uns zum zweiten Mal in diesem Monat kreaftig unterstuetzt - das bedeutet uns unglaublich viel! Und auch unsere Freundin Mirjana B. hat uns wieder mit einer Spende geholfen. Wir danken allen dreien von Herzen!

Nun ist noch ein Bedarf von 104 € offen fuer Aminas Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen im Februar.

Ob wir das wohl rechtzeitig schaffen werden?

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller und Kolleginnen

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Personalkosten - unser groesstes Problem!

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute hat sich etwas fuer uns sehr Trauriges ereignet: Unsere Kollegin Senija hat sich auf eine andere Stelle beworben, da unsere Gehaelter in SEKA stets unsicher und ausserdem gering sind. Sie betragen inzwischen nur noch die Haelfte der in den Insitutionen bezahlten Gehaelter fuer Hoschschulqualifikation. Durch die heftige Inflation in Bosnien, hat der Kanton die Gehaelter dort stark erhoeht, um die MitarbeiterInnen nicht nach Sarajevo zu verlieren.

Unter dreissig BewerberInnen wurde Senija angenommen. Natuerlich ist das ein Kompliment an unsere Arbeit und unsere internen Fortbildungen. (Unsere Mitarbeiterinnen sind sehr qualifiziert und das ist im ganzen Kanton (Landkreis) bekannt.)

Aber wie Sie sich alle denken koennen, war das ein grosser Schock fuer uns als Team. Senija hatte sich hervorragend in die therapeutische Arbeit mit den Frauen und Jugendlichen eingearbeitet und dadurch gerade auch mich sehr entlastet. Sie hat uns nun zwar versichert, dass sie die therapeutische Frauengruppe weiterleiten wird und auch die Einzeltherapie mit einigen Klientinnen weiterfuehren wird. Auch die begonnene Maedchengruppe wird sie noch gemeinsam mit Amina abschliessen. Aber langfristig wird sie nur noch ehrenamtlich oder - wenn moeglich - auf Honorarbasis in geringem Umfang fuer uns arbeiten koennen. Wir koennen sie verstehen, zumal sie mit ihrem Gehalt nicht nur sich selbst sondern auch noch andere Familienmitglieder ernaehren muss.

Fuer uns heisst es jedoch, wir muessen nun wieder eine neue Kollegin finden, die fuer diese Arbeit wirklich geeignet ist, sie fortbilden und einarbeiten - da die SEKA-Arbeit sehr spezifisch und unser Ansatz hier etwas ganz Neues darstellt. Es heisst auch, dass Senijas Teil der therapeutischen Arbeit wieder zu mir zurueckkehrt - zusaetzlich zu meiner Arbeit.

Am meisten belastet uns aber, dass die Unsicherheit der Finanzierung der Personalkosten stets 'wie ein Damoklesschwert ueber uns haengt'. Da leider kaum ein Geldgeber diese Art von staendigen Kosten foerdert, muessen wir diese Gelder immer muehsam ueber private Spenden und Foerderbeitraege zusammensammeln.

Daher bedeutet es fuer uns eine besondere Unterstuetzung und Entlastung, wenn sich UnterstuetzerInnen entschliessen, uns regelmaessig monatlich mit einem bestimmten Betrag zu foerdern. Das hilft uns, zu planen und entlastet uns von den staendigen Sorgen.

Vielleicht haette sich Senija anders entschieden, wenn sie sicher gewusst haette, dass ihr Gehalt auch mittel- und langfristig ohne Probleme finanziert werden kann.

Auch die Finanzierung von Aminas Gehalt ist immer wieder eine Zitterpartie...

Fuer Februar benoetigen wir noch 200 € fuer ihr Gehalt (in Hoehe des Mindestlohns), fuer Steuern und Sozialversicherung.

Wir sind froh ueber jede Unterstuetzung und freuen uns besonders ueber regelmaessige FoerderInnen, die neben den Blogs noch zusaetzliche Informationen ueber unsere Arbeit bekommen werden, wenn sie das moechten.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller, Esma Drkenda, Vera Dacic und Amina Vrana

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Still 200 € needed for the work with the children

Dear friends,

we are very glad about the direct donations from three of our longlasting SEKA-supporters for the personal costs for Amina in February. A BIG THANK YOU to them!

Their support helped us to reduce the need for February: We now need still the amount of 200 €... and we are a bit worrying, whether we will succeed this time to gather the necessary money, as the time is really running...

We are grateful for any help!

With warm regards

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Ein GROSSES DANKESCHOEN!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns ueber einen weiteren Unterstuetzer: Friedemann Huefken. Besonders dankbar sind wir, dass er die Personalkosten fuer Amina im Februar unterstuetzt, wo er uns doch erst vor ein paar Tagen bereits mit einer Spende fuer das Veteranenprojekt geholfen hat!

Ein grosses Dankeschoen an Friedemann!

Nun fehlen noch 276 € fuer den Bedarf fuer Februar: Kosten von Aminas Arbeit mit dem Kindern und Jugendlichen.

Wir freuen uns ueber jede Spende!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

A BIG THANK YOU!

Dear friends,

we are glad to welcome a new supporter: Friedemann Huefken. And  we are especially grateful for his help for the personal costs for Amina in February, as some days ago he already supported our veterans' project!

Thank you so much, Friedemann!

Now still an amount of 276 € is needed for the costs for Aminas work with the children.

We are grateful for any donation!

With warm regards

 

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Fotos von der Maedchengruppe

Liebe Freundinnen und Freunde,

leider hatte ich diese Woche ein so volles Programm, dass ich ueberhaupt nicht dazu gekommen bin, den Blog von Amina und Senija ueber ihre Arbeit mit der Maedchengruppe zu uebersetzen und hier einzustellen.

Drei Termine der therapeutisch-paedagogischen Maedchengruppe haben bisher stattgefunden. Die Maedchen sind begeistert von "ihrer Gruppe" - die psychodramatischen und kreativen Methoden der Gruppenarbeit gefallen ihnen sehr. Am meisten gefaellt ihnen aber, dass sie im SEKA-Haus so sein duerfen, wie sie sind; dass sie ueber alles reden koennen und die anderen ihnen zuhoeren; und natuerlich, dass sie auch viel Spass zusammen haben. Amina und Senija haben ein spezielles Programm ausgearbeitet, das bestimmte Themen vorgibt, aber auch viel Raum fuer Themen laesst, die die Maedchen einbringen.

Es werden noch 7 Termine stattfinden. Sobald ich Zeit finde, werde ich den ausfuehrlicheren Bericht - wenigstens in Abschnitten - einstellen.

Fuer heute nur einige Fotos, die - wie ich denke - ganz gut die Stimmung wiedergeben.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

P.S.: Leider fehlt noch mehr als die Haelfte des Bedarfs (296 €) fuer Aminas Personalkosten im Februar. Wir sind froh ueber jede Unterstuetzung!

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Thank you!

Dear friends,

today we got another donation - either from our new supporter Leo or from one of our anonymous supporters (we can't identify this clearly). In any case: thank you for your help to finance Aminas work with the children in February!

And we want to welcome another new supporter: Renate Siemon. She offered us to translate blogs and texts from German to English, to help us to promote our projects more broadly...

This is really wonderful and we are very grateful for this offer! Thank you, Renate, so much!

With warm regards

Gabriele

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Danke, Leo!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns ueber einen neuen Unterstuetzer fuer unser Projekt "Hilfe fuer kriegstraumatisierte Kinder", Leo van Iersel - aus Neuseeland.

Es ist schon grossartig, dass er bereit ist, unser Projekt in Bosnien-Herzegowina zu unterstuetzen - genau auf der anderen Seite der Erdkugel.... Wir danken Leo sehr herzlich!

Nun ist noch ein Betrag von 306 € offen fuer Aminas Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen im Februar.

Wir hoffen, dass wir das noch bis Anfang Februar schaffen werden...

In den naechsten Tagen komme ich hoffentlich dazu, Aminas und Senijas Blog ueber die ersten beiden jeweils dreistuendigen Termine mit der Maedchengruppe zu uebersetzen... Die Gruppe ist wunderbar angelaufen und bedeutet den Maedchen offenbar sehr viel!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Thank you, Leo!

Dear friends,

we are happy about a new supporter for our project "Psychological help for war-traumatised children", Leo van Iersel - from New Zealand.

It is amazing for us, that he is ready to support our project in Bosnia and Herzegowina - right at the opposite side of the world. We thank Leo very much!

Now there is still an amount of 306 € necessary for Aminas work with children and youngsters in February.

We are grateful for any support...

With warm regards

Gabriele Mueller and colleagues

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Herzlichen DanK!

Liebe Freundinnen und Freunde,

nun bin ich von einer kleinen Vortragsreise nach Hamburg wieder zurueck und sehe, dass jemand uns mit einer Spende fuer Februar - fuer die Kosten fuer Aminas Stelle unterstuetzt hat. Ich bin mir nun nicht ganz im Klaren, wem ich dafuer danken kann.  Entweder war es eine/r unserer anonymen Unterstuetzer/innen oder schon wieder Adina? Das kann man manchmal nicht so gut identifizieren...

Auf jeden Fall freuen wir uns darueber sehr und danken dem / der SpenderIn ganz herzlich!

Ich hoffe, wir schaffen es auch diesmal, die Personalkosten fuer Amina rechtzeitig zusammenzusammeln:

Es fehlen jetzt noch 316 €...

Wir freuen uns ueber jede Spende!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

'...weil ich mich hier so schoen fuehle...'

Liebe Freundinnen und Freunde,

hier kommt nun wie versprochen auch noch der dritte und letzte Teil von Aminas Bericht ueber die Gruppenarbeit mit den Kindern im SEKA-Haus:

3. Fortsetzung des Berichts über die Gruppenarbeit mit den Kindern:

Nachdem wir die Übung „Fluss meines Lebens“ beendet hatten und alle Kinder ihre Bilder vorgestellt hatten, war die Zeit schon recht fortgeschritten. Zum Ende dieser Gruppenstunde (die diesmal 3 Stunden umfasste) wünschten sich die Kinder eines ihrer Lieblingsspiele: „der Dirigent / die Dirigentin“.

Das geht so: Eines der Kinder geht aus dem Raum; die anderen vereinbaren, wer „der Dirigent / die Dirigentin“ sein soll. Die Gruppe steht im Kreis und der / die DirigentIn ist Teil des Kreises. Er / sie animiert nun die anderen zu immer wieder neuen Bewegungen, Gesten und Aktivitäten (z.B. in die Hände klatschen, auf die Knie klatschen, auf den Boden stampfen, mit den Fingern schnipsen usw.). Das Kind von draußen kommt herein, während die Gruppe in Aktion ist. Es versucht in der Mitte des Kreises stehend herauszufinden, wer DirigentIn ist, d.h. wer jeweils zuerst mit der neuen Bewegung angefangen hat. Wurde der/die DirigentIn erraten, geht er/sie aus dem Raum und ein/e neue/r DirigentIn wird gewählt…

Dieses Spiel machte den Kindern auch diesmal großen Spaß.

Schließlich beendeten wir die Gruppenstunde wie üblich mit einer Abschlussrunde, in der jedes Kind sagen konnte, wie es die heutige Stunde erlebt hat und wie es sich am Ende der Gruppenstunde fühlt.

Emir meinte nachdenklich: „Heute fand ich es hier besonders schön…. als ich meinen Fluss des Lebens gemalt habe und mich an so viele Dinge erinnern konnte…“

Harisa ergänzte: „Ja, das hat mir auch gefallen, aber auch das Spiel mit unseren Namen finde ich soo schön… Ich mag meinen Namen jetzt viel lieber als früher…“

Dina sagte – über ihr ganzes liebes rundes Gesicht strahlend: „Toll war’s heute!“

Mirsada überlegte erst und erklärte dann: „Das mit dem Fluss hat mich auch an Dinge erinnert, die nicht schön waren, da war ich traurig… aber es war schön, dass ihr mir zugehört habt… und dann habe ich mich auch an so viele schöne Dinge erinnert…. Ich werde mein Bild in meinem Schrank aufbewahren und manchmal anschauen… Ich warte schon auf unsere nächste Gruppenstunde…“

Auch die übrigen Kinder fühlten sich gut nach dieser Gruppenstunde.

Zafira ergänzte: „Manchmal fällt es mir schwer, nach einem langen Schultag den weiten Weg hierher zu kommen (Zafira lebt am anderen Ende der Stadt) – vor allem wenn es so kalt ist und regnet oder schneit. Aber jedes Mal, wenn ich dann hier bin, freue ich mich, weil ich mich hier mit euch und Amina so schön fühle wie nirgends sonst…“

So viel für heute über diese Gruppenstunde mit den Kindern.

Auch ich bin nach jedem Treffen mit ihnen fröhlich und beschwingt, weil ich spüre, wie viel ihnen unsere Gruppe bedeutet und dass sie ihnen in vielen Situationen hilft.

Im Namen der Kinder möchte ich Ihnen allen danken, die Sie unsere Arbeit unterstützen.

Mit herzlichen Grüßen

Amina Vrana

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

'...weil ich mich hier so schoen fuehle...'

Liebe Freundinnen und Freunde,

hier kommt nun wie versprochen auch noch der dritte und letzte Teil von Aminas Bericht ueber die Gruppenarbeit mit den Kindern im SEKA-Haus:

3. Fortsetzung des Berichts über die Gruppenarbeit mit den Kindern:

Nachdem wir die Übung „Fluss meines Lebens“ beendet hatten und alle Kinder ihre Bilder vorgestellt hatten, war die Zeit schon recht fortgeschritten. Zum Ende dieser Gruppenstunde (die diesmal 3 Stunden umfasste) wünschten sich die Kinder eines ihrer Lieblingsspiele: „der Dirigent / die Dirigentin“.

Das geht so: Eines der Kinder geht aus dem Raum; die anderen vereinbaren, wer „der Dirigent / die Dirigentin“ sein soll. Die Gruppe steht im Kreis und der / die DirigentIn ist Teil des Kreises. Er / sie animiert nun die anderen zu immer wieder neuen Bewegungen, Gesten und Aktivitäten (z.B. in die Hände klatschen, auf die Knie klatschen, auf den Boden stampfen, mit den Fingern schnipsen usw.). Das Kind von draußen kommt herein, während die Gruppe in Aktion ist. Es versucht in der Mitte des Kreises stehend herauszufinden, wer DirigentIn ist, d.h. wer jeweils zuerst mit der neuen Bewegung angefangen hat. Wurde der/die DirigentIn erraten, geht er/sie aus dem Raum und ein/e neue/r DirigentIn wird gewählt…

Dieses Spiel machte den Kindern auch diesmal großen Spaß.

Schließlich beendeten wir die Gruppenstunde wie üblich mit einer Abschlussrunde, in der jedes Kind sagen konnte, wie es die heutige Stunde erlebt hat und wie es sich am Ende der Gruppenstunde fühlt.

Emir meinte nachdenklich: „Heute fand ich es hier besonders schön…. als ich meinen Fluss des Lebens gemalt habe und mich an so viele Dinge erinnern konnte…“

Harisa ergänzte: „Ja, das hat mir auch gefallen, aber auch das Spiel mit unseren Namen finde ich soo schön… Ich mag meinen Namen jetzt viel lieber als früher…“

Dina sagte – über ihr ganzes liebes rundes Gesicht strahlend: „Toll war’s heute!“

Mirsada überlegte erst und erklärte dann: „Das mit dem Fluss hat mich auch an Dinge erinnert, die nicht schön waren, da war ich traurig… aber es war schön, dass ihr mir zugehört habt… und dann habe ich mich auch an so viele schöne Dinge erinnert…. Ich werde mein Bild in meinem Schrank aufbewahren und manchmal anschauen… Ich warte schon auf unsere nächste Gruppenstunde…“

Auch die übrigen Kinder fühlten sich gut nach dieser Gruppenstunde.

Zafira ergänzte: „Manchmal fällt es mir schwer, nach einem langen Schultag den weiten Weg hierher zu kommen (Zafira lebt am anderen Ende der Stadt) – vor allem wenn es so kalt ist und regnet oder schneit. Aber jedes Mal, wenn ich dann hier bin, freue ich mich, weil ich mich hier mit euch und Amina so schön fühle wie nirgends sonst…“

So viel für heute über diese Gruppenstunde mit den Kindern.

Auch ich bin nach jedem Treffen mit ihnen fröhlich und beschwingt, weil ich spüre, wie viel ihnen unsere Gruppe bedeutet und dass sie ihnen in vielen Situationen hilft.

Im Namen der Kinder möchte ich Ihnen allen danken, die Sie unsere Arbeit unterstützen.

Mit herzlichen Grüßen

Amina Vrana

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Ein Dickes Dankeschoen an Adina!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns ganz doll ueber die erneute Unterstuetzung durch unsere Freundin Adina Hammoud. Herzlichen Dank, Adina.

Nun sind "nur" noch 340 € noetig fuer die Arbeit Aminas mit den Kindern und Jugendlichen im Februar...

Bitte helfen Sie mit!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Welcome to a new supporter!

Dear friends,

we are glad to welcome our new supporter, Marco K., whose donation helps to finance the therapeutic-pedagogic work of Amina with the children. Thank you so much, Marco!

For the same purpose we got also directly donations from two of our 'old friends': Thank you, Waltraud and Ute!

Now we need still 355 € for February. We try to find the money in time, so that Amina has not to wait too long for her salary.

We are grateful for any help.

With warm regards

Gabriele Mueller and colleagues

P.S.: Today we will start with the therapeutic-groupwork with the girls (empowerment)

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

'Fluss meines Lebens'

Liebe Freundinnen und Freunde,

hier kommt nun die Fortsetzung von Aminas Bericht ueber die therapeutische Gruppenarbeit mit den Kindern im SEKA-Haus:

Die nächste Übung, die ich den Kindern vorschlug, heißt „Fluss meines Lebens“. Da wir in den letzten Stunden über verschiedene schwierige Erlebnisse der Kinder gesprochen hatten, wollte ich Kindern mit dieser Übung helfen, diese Erfahrungen wie auch die angenehmen Erlebnisse als Teil ihres Lebens zu sehen und anzunehmen.

Ich lud die Kinder ein, sich ihr Leben als einen Fluss vorzustellen, der durch eine Landschaft fließt; er entspringe zum Zeitpunkt ihrer Geburt und fließe dann durch die Landschaft mit den vielen Begebenheiten ihres Lebens: angenehme oder vielleicht sogar wundervolle Erlebnisse, aber auch unangenehme, schmerzliche oder ‚nervige’ Begebenheiten. Sie hätten nun Gelegenheit, diesen ihren Fluss mit den Erlebnissen, die ihnen wichtig sind, auf ein Blatt Papier zu malen.

Die Kinder zeichneten und malten konzentriert „ihre Flüsse des Lebens“. Dabei waren sie sehr kreativ, nutzten Stifte und Farben und schrieben teilweise auch Kommentare…

Während die anderen malten, half ich der leicht geistig behinderten Dina mit „ihrem Fluss“, den sie mit vielen Blumen schmückte und außerdem noch ihre farbigen Handabdrücke hinzufügte (dies hatte sie sich von einer anderen Gruppenstunde gemerkt.). Dina liebt es sehr, zu malen und mit Farben zu spielen. In ihren Zeichnungen und Gemälden ist dabei eine große Veränderung zu sehen: Die Zeichnungen sind in den vergangenen Wochen bunter, fröhlicher, reicher geworden. Dina malt selbstbewusster und kräftiger. In ihren Zeichnungen spiegelt sich ihre Entwicklung in der Gruppe: aus einem Kind, das sich vor anderen Kindern eher fürchtete weil es zu oft ausgelacht oder als „doof“ bezeichnet worden war, und das manchmal dann auch sehr grob auf andere reagierte, ist ein selbstbewusstes, fröhliches Mädchen geworden, die von der Gruppe akzeptiert und gemocht wird, wie sie ist. Sie hat ganz eindeutig ihren Platz. Sie geht inzwischen auf die anderen zu, fragt sie auch um Hilfe, sagt ihre Meinung und genießt es offensichtlich, Teil der Gruppe zu sein. Gleichzeitig hat sie sich von ihrer Mutter, die sehr überfürsorglich war „emanzipiert“ – und die Mutter (die parallel an der Frauengruppe im SEKA-Haus teilnimmt) konnte ihre Tochter mehr loslassen, sie hat nicht mehr so viel Angst um sie, traut ihr mehr zu.

Als alle Kinder mit ihren Zeichnungen und Gemälden fertig waren, kamen wir wieder im Kreis zusammen. Jedes Kind konnte nun sein Bild – seinen Fluss des Lebens – den anderen zeigen und soviel es mochte darüber sagen. Allerdings wird niemand dazu gedrängt. Das Wichtigste ist für mich, dass die Kinder Gelegenheit haben, sich selbst über ihre Erlebnisse bewusst zu werden und ihr Leben in einem Zusammenhang zu sehen.

Der 10jährige Emir begann und erzählte, dass sich seine Mutter manchmal wundert, an welche Einzelheiten er sich noch erinnern kann – z. B. Begebenheiten als er noch sehr klein war. Auch an seinem „Fluss“ gab es allerhand zu sehen – Zeichnungen in fröhlichen Farben und Symbole, die an traurige oder unangenehme Erlebnisse erinnerten, z.B. der Umzug aus dem Haus, in dem er gerne gewohnt hatte und viele Freunde hatte. Damals war er traurig, dass er sie nun nicht mehr sieht. Allerdings konnte er nun diese Veränderung auch positiv sehen: „Wir haben jetzt eine schönere Wohnung und ich habe wieder neue Freunde gefunden.“

Das griff ich auf und erzählte, dass ich das auch kenne, dass mir manche Veränderungen erst schwer fallen, aber dass ich später im Rückblick dann die guten Seiten der Veränderung sehen kann…

Der siebenjährige Edin erzählte vom Tod seines Opas im vergangenen Jahr, der sehr schmerzhaft für ihn gewesen war, da er mit ihm sehr verbunden war und sie viel gemeinsam unternommen hatten. Als Symbol für dieses traurige Ereignis hatte er an seinem Fluss ein trauriges Gesicht mit blauer Farbe gemalt…

Die 9jährige Zafira sprach über den Verlust ihres geliebten Hundes, den sie noch immer sehr vermisst. Er sei einfach eines Tages tot im Hof gelegen. Vermutlich hatte ihn jemand vergiftet. Das war für sie ein großer Schock. Sie trauerte noch immer um ihn, aber sie hatte neben diesem und anderen traurigen Erlebnissen auch viele Symbole für schöne Begebenheiten gezeichnet. „Ich freue mich über die schönen Dinge“, erklärte sie. „Wenn ich traurig bin, dann denke ich wieder an etwas Schönes und das hilft mir…“ Als besonders schöne Erinnerung empfand sie ihren ersten Schultag, als ihre Mutter sie zur Schule begleitet hatte….

Die 10jährige Mirsada erklärte einige der dunklen Symbole an ihrem Fluss: „Das war, als mein Papa so krank war. Da war er oft ganz schrecklich wütend und Mama und wir konnten ihm nichts recht machen. Manchmal ist er auch einfach weggegangen und hat gar nichts gesagt. Mama machte sich schreckliche Sorgen. Manchmal hatte ich auch richtig Angst vor ihm, weil er so komisch war. Aber jetzt, seit er in den Klub (Veteranenklub, Anm. der Übersetzerin) geht, ist es viel besser...“ Mirsada erzählte dann noch von den Dingen, die ihr Freude machen: mit ihren Freundinnen zu spielen, oder das kleine Kätzchen, das sie vor kurzem gefunden hatte und das sie behalten durfte…

Wir sprachen dann über die Schwierigkeiten, die auch Eltern und andere Erwachsene haben und dass sie dann manchmal ihre eigenen Gefühle an denen auslassen, die ihnen am liebsten sind. Auf einfache Art erklärte ich den Kindern, was ein Trauma ist, wie es wirkt und was man da tun kann. Ich ermutigte sie wie schon oft, dass sie mit mir immer über ihre Probleme reden können und dass es schon leichter wird, wenn wir unsere Sorgen teilen.

Als alle Kinder ihren „Fluss des Lebens“ vorgestellt hatten, erklärte ich ihnen noch, dass sie diesen Fluss auch in der Zukunft weiterzeichnen können und die zukünftigen wichtigen Ereignisse hinzufügen können. Auf diese Art könnte jedes Kind im „Fluss seines Lebens“ so etwas wie einen „Lebenskalender“ besitzen. Wenn wir den dann anschauten, würden wir uns auch unserer Stärken bewusst, wenn wir sehen, wie viele Situationen wir schon bewältigt haben.

Soviel für heute. Über den weiteren Verlauf der Gruppenstunde berichte ich ihnen im nächsten Blog weiter.

Mit herzlichen Grüßen

Amina Vrana

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Wir freuen uns ueber einen neuen Unterstuetzer!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns ueber unseren neuen Unterstuetzer Marco K., der mit seiner Spende mithilft, Aminas Stelle fuer Februar zu finanzieren. Herzlichen Dank, Marco! Ausserdem haben wir fuer den gleichen Zweck auch zwei Direktspenden von langjaehrigen SEKA-Freundinnen bekommen. Ein herzliches Dankeschoen an Waltraud und Ute!

Nun sind noch 355 € fuer Februar zu finanzieren. Wir bemuehen uns, das Geld jeweils rechtzeitig anzusparen, damit Amina nicht so lange auf ihr Gehalt warten muss.

Wir freuen uns dabei ueber Ihre Hilfe...

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

P.S.: Morgen findet uebrigens der erste Gruppentermin mit der Maedchengruppe statt!

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

'Meinen Namen beschuetzen'

Liebe Freundinnen und Freunde,

hier nun wie versprochen der erste Teil des Blogs von Amina ueber die Gruppenarbeit mit den Kindern:

Aus der therapeutisch-pädagogischen Arbeit mit einer Kindergruppe:

Mit dieser Kindergruppe (insgesamt 8 Kinder, 4 Jungen und 4 Mädchen im Alter zwischen 7 und 11 Jahren) arbeite ich nun seit Juli 2008. Wir treffen uns in der Regel wöchentlich. Die Kinder haben sich durch die gemeinsame Gruppenarbeit inzwischen gut kennengelernt. Nachdem ich zu Anfang immer ein Hauptthema vorbereitet habe, kommen die Kinder inzwischen selbst mit ihren eigenen Themen und Problemen.

 Wir beginnen die 2 stündigen Gruppentreffen wie stets mit einer „Blitzlichtrunde“, d.h. jedes Kind sagt, wie es sich heute fühlt, was es seit dem letzten Gruppentreffen erlebt hat. Die Kinder sind heute in besonders guter Stimmung – sie haben sich alle auf „SEKA“ gefreut. Wie meist erzählen sie von ihren Erlebnissen der letzten Tage. Mirsada freut sich über eine gute Note in Mathe – ein Fach das ihr früher große Schwierigkeiten gemacht hat; Edin war am Wochenende bei der Großmutter und hatte dort mit seinen Cousins viel Spaß; Emir und Harisa waren mit ihrem Vater Angeln gewesen…. Jedes Kind hatte etwas zu erzählen…

Danach schlug ich den Kindern eine kleine Übung zum ‚Anwärmen’ für unsere Gruppenarbeit vor: die Übung „Meinen Namen beschützen“. Dies ist eine sehr schöne Übung, die uns darin unterstützt, unseren Namen / uns selbst als liebenswert und als etwas Kostbares zu erleben und liebevoll und wertschätzend mit uns umzugehen. Jeder Name ist etwas Besonderes – jeder Mensch ist etwas Besonderes….

Die Kinder sitzen im Kreis und nacheinander flüstert jedes Kind seinen Namen in seine vor dem Mund gewölbten Handflächen, so als ob es dem Namen damit einen Schutz gibt. Jedes Kind tut dies auf seine eigene Weise: mit ‚seiner ganz bestimmten Stimme’, verbunden mit Adjektiven, einem Bild, einer Fantasie, einer Geste – genau so wie es das möchte, um seinem Namen Schutz und Zärtlichkeit zu geben. Da die Kinder diese Übung schon kannten und lieben, hatten sie keinerlei Scheu, sie mit viel Kreativität zu tun: Zafira z. B. flüsterte ihren Namen in ihre Handflächen, hielt ein wenig inne und ‚trug’ dann ihren Namen in den geschlossenen Handflächen zum Schrank mit den Stofftieren und „setzte ihren Namen zwischen die Stofftiere dort. „Da ist mein Name am sichersten“, fügte sie hinzu, bevor sie wieder zu ihrem Platz ging…

Emir blies – nachdem er seinen Namen in die Handflächen geflüstert hatte – sanft in die Wölbung zwischen seinen Handflächen und ‚ließ seinen Namen frei’, dabei meinte er: „Ich habe meinem Namen Schutz gegeben und ihn gestärkt…. Jetzt kann er frei gehen, wohin auch immer er möchte…“

So gab jedes Kind seinem Namen (und damit symbolisch sich selbst) das, was es gerade brauchte….

Nach der Übung fragte ich die Kinder, wie sie sich nun fühlten und alle gaben eine ähnliche Antwort: dass sie stolz seien auf ihren Namen … und Emir sagte, dass er ihn nun deutlicher höre und eine positive Energie in sich spüre….

Ich nutzte diese Übung, um im Anschluss daran mit den Kindern über unsere Namen zu sprechen, und darüber, wie eng sie mit unserer Identität, unserem Gefühl für uns– unserem Verhältnis zu uns selbst verknüpft sind. Wie wichtig es ist, dass wir uns selbst so annehmen, wie wir sind – mit unseren Stärken und auch unseren Problemen, unseren Fähigkeiten und auch unseren Schwächen – das alles sind wir…

Auf diese Weise verband ich die Namensübung mit der nächsten Übung: „Fluss meines Lebens“.

Darüber werde ich Ihnen in meinem nächsten Blog weitererzählen…

Herzliche Grüße und vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Ihre Amina Vrana

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

A big THANK YOU!

Dear friends,

yesterday I have added the new need (personal costs for Amina for February) and already some hours later we got a new donation from our friends Michael S. and Marina G. This is great. A big THANK YOU to them!

We would be glad, if we wouldn't have to search the finances for Amina's work every month from new, but unfortunately  foundations or international organisations scarcely support personal costs.... Sometimes it is really crazy: There is usually no problem to find donors who finance the accommodation in an expensive hotel for participants of a conference. With the same amount a professional colleague could be employed in a project for 12 months, working continuously with children, youngsters and their parents....

But this kind of costs are not to be financed....

Nevertheless we hope, that we will find again the necessary support to finance Amina's work - with your help!

In the next days we will give another report about the concrete work with the children. (But I have still to translate Amina's report.)

With warm regards

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Ein grosses Dankeschoen!

Liebe Freundinnen und Freunde,

gestern habe ich den neuen Bedarf eingestellt (Personalkosten fuer Aminas Stelle im Februar) und nur wenig spaeter haben unsere treuen Unterstuetzer Michael und Marina uns mit einer erneuten Spende geholfen! Ein ganz grosses Dankeschoen den Beiden!

Wir wuerden uns so sehr wuenschen, nicht jeden Monat von neuem um die Finanzierung von Aminas Stelle bangen zu muessen, aber leider werden Personalkosten von fast keinem Geldgeber gefoerdert.... Manchmal ist es schon absurd: Irgendeine teure Hotelunterbringung fuer SeminarteilnehmerInnen wird von Stiftungen und Organisationen meist ohne Probleme gefoerdert. Mit demselben Betrag koennte eine Mitarbeiterin ein Jahr lang beschaeftigt werden und kontinuierlich mit den Kindern, Jugendlichen und Eltern arbeiten... Aber das wird nicht gefoerdert....

Nun hoffen wir, dass wir es - mit Ihrer Hilfe - auch diesmal wieder schaffen werden, Aminas Personalkosten zu finanzieren.

In den naechsten Tagen werden wir auch wieder konkret ueber ihre Arbeit mit den Kindern berichten. (Ich muss nur erst wieder Aminas Bericht uebersetzen...)

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde,

es ist toll: gestern wurde der Bedarf fuer die therapeutische Gruppenarbeit mit Maedchen im Januar (Empowerment) zu 100% erfuellt. Dies verdanken wir der Direktspende einer langjaehrigen SEKA-Freundin und unserem neuen Unterstuetzer C. Heler. Beiden danken wir ganz herzlich!

Wir haben die Gruppe (12 Maedchen) bereits zusammengestellt und werden nun mit den ersten vier Gruppenterminen im Januar beginnen koennen. Die Maedchen freuen sich schon auf das erste Gruppentreffen.

Ein Glueckliches Neues Jahr Ihnen allen

wuenschen

Gabriele Mueller und die Kolleginnen des SEKA-Teams Gorazde

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

This is great! Thank you!

Dear friends,

it is really great: yesterday I explained the necessity for the empowerment of the girls in rural Bosnia and asked for support... and only 24 hours later the need of 100 € is completely fulfilled. We thank very much one of our old friends for a direct-donation to SEKA... and we wellcome our new Betterplace-supporter C. Heler and thank also him very much for his support for the therapeutic group-work with the teenage girls.

We composed the group already (12 girls) and will now be able to start with the first 4 sessions in January. The girls are eager for the first group session...

We now wish all of you a Happy New Year!

With warm regards

Gabriele Mueller and the colleagues of the SEKA-team Gorazde

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Empowerment for girls!

Dear friends,

the rural areas of Bosnia-Herzegowina are still dominated by traditional patriarchal values. Girls are still discriminated and far of realizing their rights. Father, brothers, uncles, male relatives..... are always in advance. The boys are free and privileged, the girls have to serve them, to do the housework, to care for the smaller siblings... Important are always the others - the men, the elder women, the smaller children. A girl should not have own wishes, own needs or boundaries.... A "real girl" should not "say no", not defend herself, not express her own needs, her opinion...... not assert herself..... In opposite: obedience, submission, adaptation, compliance, victimization - and of course: beauty... are still the peronalities demanded from women. Only a marriage and giving birth to a son gives them their "real value as woman"! This "domestication of the girls" tries to brake early the resistance of the girls, their vividness, creativity and their own will. The result is, that many girls and young women suffer from a lack of self-esteem and self-confidence, deep feelings of unsecurity, anxiety, guilt and helplessness, depression and even psycho-somatic symptoms.  Due to this "domestication" a big number of girls find themselves finally in the trap of a violent relationship, from which they hardly can escape - as even their own family will not support them.

A change of the traditional patriarchal values in society is crucial. This is one of the aims of the SEKA-work. In the same time it is very necessary to support and empower the girls and to sensitize the boys.

From this reason we will start in January with a new group of teenage girls: Through the therapeutic and psycho-educative group-work the girls will be able to experience themselves: their strengths and resources, their emotions, needs and boundaries. They will work theoretically and through exercises on the topics Women's /Human's Rights,  Communication and conflict resolution. With imaginative, creative and Psychodrama techniques they will have the opportunity to overcome difficult experiences and to develop strategies for actual problems. And not at least they will make new friends...

For four group-sessions in January each for 3 hours we need altogether about 100 € for heating, energy, material and refreshments. We set this amount as a new need.

We are grateful for your help.

With warm regards

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Empowerment für die Mädchen

Liebe Freundinnen und Freunde,

die traditionelle Erziehung in den lä ndlichen Gebieten Bosniens ist noch immer stark patriarchal geprä gt. Fü r Mä dchen heisst das in der Regel, dass sie sich von Geburt an als Menschen zweiter Klasse erleben. Immer stehen Vater und Brü der, Onkel, Cousins... an erster Stelle. Jungen haben alle Freiheiten, die Mä dchen dagegen mü ssen sie bedienen, die Hausarbeit  verrichten, die kleinen Geschwister versorgen und betreuen; Freiheiten haben sie wenige. Wichtig sind immer die anderen - die Mä nner, die ä lteren Frauen, die kleineren Kinder. Ein Mä dchen hat keine eigenen Bedü rfnisse zu haben, keine eigenen Grenzen... "Nein sagen", sich wehren, eigene Bedü rfnisse oder Meinungen ä ussern, wü tend werden - das darf ein "richtiges Mä dchen" nicht; im Gegenteil: Gehorsam, Unterordnung, Anpassung, Nachgiebigkeit, Aufopferung - und natü rlich Schö nheit... sind noch immer die Eigenschaften, die von den Frauen gefordert werden. Ihren "eigentlichen Wert" erhalten sie - gesellschaftlich -  noch immer erst durch die Heirat und die Geburt eines Sohnes. Diese "Abrichtung der Mä dchen" versucht ihren Widerstand, ihre Lebenslust, ihre Kreativitä t und ihren eigenen Willen frü h zu brechen; die Folgen sind: eine geringe Selbstachtung, tiefe Verunsicherung, stä ndige Schuldgefü hle und das Gefü hl von Ohnmacht, unter dem viele Mä dchen und junge Frauen leiden. Viele Mä dchen / Frauen fü hrt diese Abrichtung geradewegs in die Falle: in eine Gewaltbeziehung, aus der sie sich nur schwer - in der Regel gegen den Widerstand ihrer Umwelt - und oft gar nicht befreien kö nnen.

Die Verä nderung der Erziehungswerte ist dringend notwendig. Dies ist eines der Anliegen des Projekts SEKA. Daneben ist es aber ebenso dringend nö tig, die Mä dchen zu unterstü tzen und zu stä rken und die Jungen zu sensibilisieren.

Aus diesem Grund werden wir im Januar erneut mit einer Gruppe von jugendlichen Mä dchen beginnen: In der therapeutischen und psycho-edukativen Arbeit werden die Mä dchen die Mö glichkeit haben, sich selbst besser kennenzulernen: ihre Stä rken und Fä higkeiten, ihre Emotionen, Bedü rfnisse, Grenzen. Sie werden theoretisch und praktisch zu den Themen Kommunikation und Konfliktlö sung arbeiten. Mit imaginativen, kreativen und Psychodrama-Techniken werden sie schwierige Erfahrungen und aktuelle Themen bearbeiten kö nnen. Und nicht zuletzt werden sie durch die Gruppenarbeit neue Freundschaften schliessen...

Fü r vier Gruppentermine je 3 Stunden benö tigen wir fü r Heizung, Energie, Materialien und Erfrischungen fü r die Mä dchen insgesamt etwa 100 €.

Diesen Betrag haben wir als neuen Bedarf eingestellt. Wir freuen uns sehr ü ber Spenden.

Mit herzlichen Grü ssen

Gabriele Mü ller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

We had a wonderful Christmas- / Bajram - Feast!

Dear friends,

unfortunately at 23.12. a virus 'caught me' and so I couldn't give you the report about our lovely Christmas- / Bajram-Feast in SEKA-House in Gorazde. But here it is now:

On Monday the 22.12. at half past 5 PM SEKA-House was the aim for many children and their mothers... Our colleagues Amina and Senija had decorated our largest room and created a festive and joyful atmosphere. All the parcels were prepared - for each child his or her personal one... Everyone was excited... First we had together coffee (for the mothers), juice for the children and lovely Christmas-cookies and Bajram-sweets. When all our guests had arrived (some of them coming from villages outside of Gorazde), we told them, that we later expected "Djeda Mraz" ("Father Frost" - the Bosnian Christmas Father) also visiting us. Children and mothers gave a big applause....

The feast started with some of the traditional Bosnian circle dances.... The atmosphere was great and we enjoyed all together. During this time our coordinator Esma Drkenda had the opportunity, to costume herself as "Djeda Mraz".

 

And then "Djeda Mraz" appeared... He was welcomed by a big applause. First he told us, what he had heard about the children in SEKA-House - about all their activities and he praised them for their engagement... He asked the children, whether they were satisfied with their mothers (parents) and asked the mothers, whether they were satisfied with their children. Then he gave all of them some 'advices'... And then it was time for the presents. Supported by Amina "Djeda Mraz" gave the parcels to the children. For each child he had something special... And we took photos, of course, - from each child together with "Djeda Mraz". It was so lovely to see the children's shining eyes and their happiness...

Then we all together danced with "Djeda Mraz" and he got really warm in his coat and with the beard... Some of the children and mothers had to leave us earlier, as they had to catch the last bus to their villages. But most of us continued celebrating, we played several games together... Before "Djeda Mraz" had to go, we quickly shot a group photo for rememberance, hardly everyone found place at the photo...

Then our feast slowly found its end - and all of us agreed, that this had been the most beautiful Christmas- / Bajram-Feast in SEKA-House!

Once again a big THANK YOU to everyone, who helped by donations to make this possible!

With warm regards

Gabriele Mueller. Amina Vrana, Esma Drkenda, Senija Tabakovic und Vera Dacic

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Ein schoenes Fest!

Liebe Freundinnen und Freunde,

leider hat mich am 23.12. ein Virus erwischt und so ist es mir erst heute moeglich Ihnen einen kurzen Bericht ueber unsere Weihnachts- / Bajram-Feier im SEKA-Haus in Gorazde zu geben:

Am 22.12. gegen halb sechs fuellte sich das SEKA-Haus mit erwartungsfrohen Kindern und Muettern. Amina und Senija hatten den Gruppenraum geschmueckt und feierlich hergerichtet. Alle Pakete waren vorbereitet, aber das gehoerte erst zum zweiten Programmpunkt. Einige der Kinder hatten sich verkleidet oder als Maerchenfiguren geschminkt... Alle waren aufgeregt. Bis alle da waren, gab es schon einmal Saft, Kaffee und Weihnachts- / Bajrams-Gebaeck, dann begruessten wir die Gaeste 'offiziell' und erzaehlten ihnen, dass sich auch  'Djeda Mraz', der Weihnachtsmann, angekuendigt hatte..... Kinder und Frauen klatschten begeistert. Waehrend unsere Koordinatorin, Esma Drkenda, sich als Weihnachtsmann verkleidete, tanzten Frauen und Kinder erst mal einige Runden der traditionellen bosnischen Kreistaenze. Die Stimmung war schon richtig ausgelassen...

Und dann kam 'Djeda Mraz'. Erst erzaehlte 'er' was er so alles ueber die Kinder im SEKA-Haus gehoert hatte: Er erzaehlte vom Erholungsaufenthalt, wie viele der Kinder dort Freunde geworden waren, und sie hatten Schwimmen gelernt.... Er lobte sie fuer ihr Engagement fuer die Natur bei der Mitarbeit am Oekoprojekt, ihr Interesse am Thema 'Gewalt' und dass sie sich auf der Kinderkonferenz darueber Gedanken gemacht hatten.... Dann fragte er die Kinder, ob sie denn mit ihren Eltern zufrieden seien, und die Muetter, ob sie mit den Kindern zufrieden seien oder sich etwas anders wuenschten... Schliesslich gab er Kindern und Muettern noch einige "himmlische Ratschlaege" mit auf den Weg. Und dann ging es ans Geschenke verteilen... Unterstuetzt von Amina verteilte der Weihnachtsmann die Geschenke. Die Kinder waren begeistert und strahlten - und jedes Kind (und auch einige der Muetter) wuenschte sich ein Foto mit dem 'Djeda Mraz'.

Danach tanzte der Weihnachtsmann gar noch mit uns allen und kam dabei ordentlich ins Schwitzen. Leider mussten einige der Kinder und Muetter dann schon aufbrechen, da sie den letzten Bus zu den umliegenden Orten erreichen mussten. Wir anderen feierten weiter, machten zusammen noch Spiele, bis schliesslich auch 'Djeda Mraz' gehen musste. Da wurde dann noch schnell ein Gruppenfoto gemacht - es fanden kaum alle Platz darauf....  Allmaehlich liessen wir den Abend ausklingen und waren uns alle einig: Das war unser bisher schoenstes Weihnachts- und Bajramfest gewesen.

Noch einmal ein grosses Dankeschoen an alle, die dies mit ihren Spenden moeglich gemacht haben!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller. Amina Vrana, Esma Drkenda, Senija Tabakovic und Vera Dacic

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Fotos vom Weihnachts- / Bajramfest im SEKA-Haus

Liebe Freundinnen und Freunde,

unser gemeinsames Bajram- / Weihnachtsfest im SEKA-Haus war wunderschoen... Heute habe ich  einige Fotos von der Feier auf unserer Seite hier eingestellt.

Ich hoffe, dass ich morgen dazu komme, auch noch einen kurzen Bericht fuer betterplace zu schreiben.

Nochmals herzlichen Dank an alle!

Liebe Gruesse

Gabriele Mueller und Kolleginnen

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Aminas Stelle fuer Januar ist finanziert! DANKE!

Liebe Freundinnen und Freunde,

eben traue ich meinen Augen kaum, als ich einen Blick auf Betterplace werfe und sehe, dass heute ein/e anonymer/r Spender/in den gesamten restlichen Bedarf fuer die Stelle von Amina fuer Januar gespendet hat! Da faellt uns ein grosser Stein vom Herzen!

Daher ein ganz dickes DANKESCHOEN an den/die Spender/in!!!

Nun koennen wir ueber Weihnachten und Neujahr beruhigt ein paar Tage Ferien machen!

Schoene Weihnachten allen unseren UnterstuetzerInnen und der gesamten Betterplace-Gemeinde

wuenscht Gabriele Mueller und die Kolleginnen vom SEKA-Team Gorazde

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

A big THANK YOU to Sabrina!

Dear friends, a big THANK YOU for our new supporter Sabrina FOX, who completed the need for the Christmas- / Bajram-Parcels for the children! This is great! Now we could buy this morning fruits and toys for the children. And we are sure that we will have a wonderful celebration together this evening!

Presently our colleagues Amina and Senija prepare the room for the celebration with the Christmas-Tree, balloons and Christmas-Decoration.

We thank all the donors, who helped us with this!

We wish all of you Merry Chrsitmas and a Happy New Year 2009!

With warm regards

Gabriele Mueller

P.S.: And of course we report about the feast and place photos from the celebration here on betterplace!

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Amina V. written over 3 years ago
Thank you for all what you do for our children...

In our name and the name of all children,
we wish you Merry Chrsitmas and a Happy New Year.

Amina i Senija

G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Ein ganz dickes Dankeschoen!

Ein ganz dickes Dankeschoen an unsere neue Unterstuetzerin Sabrina Fox, die den Bedarf fuer die Weihnachts- / Bajrampaeckchen fuer die Kinder vollends erfuellt hat! Das ist einfach grossartig!

Nun koennen wir am Montag ohne Probleme Obst und das Spielzeug fuer die Kinder einkaufen. Und wir sind sicher, dass es abends dann ein wunderschoenes Fest geben wird.

Danke allen SpenderInnen, die dabei mitgeholfen haben.

Ihnen alle wuenschen wir schoene Weihnachten und alles alles Gute, vor allem Gesundheit fuer das Jahr 2009!

Herzlichst Ihre

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Wir koennten es doch noch schaffen!

Liebe Freundinnen und Freunde,

eine unserer langjaehrigen SEKA-Freundinnen hat uns eben 50 € direkt gespendet fuer die Weihnachts- / Bajram-Paeckchen fuer die Kinder. Das ist toll! Nun fehlen uns "nur" noch 130 €...

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Christmas parcels for the children

Dear friends,

the time is running. On Monday (22.12.) we will celebrate commonly catholic and orthodox Chrismas and muslim Bajram in the Women's Peace Project Kuca SEKA in Gorazde, East Bosnia.

Traditionally "Djeda mraz" (="Grandfather frost" - the Bosnian "Father Christmas" ) will come and bring parcels with fruits, nuts, sweets and a small toy for each child. To make this possible, we need still 180 € ( 8 € for each child).

We are grateful for any support.

With warm regards

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Betterplace-Gemeinde,

wir freuen uns ueber eine weitere Spende fuer die Weihnachts- / Bajrampaeckchen fuer die Kinder im SEKA-Haus. Herzlichen Dank an Mirjana B.!

Leider rast die Zeit und Montagabend schon soll der "Djeda Mraz" ("Grossvater Frost" - das ist der Name fuer den bosnischen Weihnachtsmann) ins SEKA-Haus kommen. Natuerlich soll er nicht mit leeren Haenden kommen! Heute haben wir einen Teil der Inhalte fuer die Paeckchen eingekauft: Nuesse und Suessigkeiten. Am Montag frueh wollen wir dann noch Obst einkaufen und ein kleines Spielzeug fuer jedes Kind:

Fuer Zerina eine Spielesammlung, fuer Erna ein Puzzel,  Emir wuenscht sich einen kleinen Teddy, seine kleine Schwester Dina ein Stoffkatze .... Wir hoffen, dass noch einige Spenden zusammenkommen, damit wir den Kindern diese Wuensche erfuellen koennen. Pro Kind benoetigen wir ca. 8 €...

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Weihnachts-/ Bajram-Feier im SEKA-Haus

Liebe Freundinnen und Freunde,

unsere Weihnachts- / Bajramfeier im SEKA-Haus wird nun am Montag, den 22.12., abends stattfinden. Am Samstag wollen wir die Geschenke einkaufen und am Montag dann noch frisches Obst. Bisher haben wir 128 € fuer die 40 Paeckchen zur Verfuegung. Damit wir fuer jedes Kind auch ein kleines Spiel / ein Stofftier oder aehnliches in das Weihnachtspaeckchen packen koennen benoetigen wir 8 € pro Kind.

Es fehlen also noch 192 €. Wir bitten noch um Spenden, damit die Paeckchen nicht zu mager ausfallen.

Die Kinder und Muetter, die zur Weihnachtsfeier kommen leben alle in sehr schwierigen oekonomischen Verhaeltnissen, manche noch unter dem bosnischen Existenzminimum - was ohnehin schon minimal ist. Wir wuerden ihnen gerne diese Freude bereiten. Jeder Euro ist willkommen!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller und Kolleginnen

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Ich hoffe, wir werden es schaffen!

Ein herzliches Dankeschoen fuer eine erneute Spende von unserer Unterstuetzerin Susanne H. fuer die Weihnachts- / Bajrampaeckchen! Nun fehlen "nur" noch 192 €, damit der "Djeda mraz" (Weihnachtsmann) kommen kann.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller und die Kolleginnen des SEKA-Teams

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

..damit der Weihnachtsmann auch etwas zu verteilen

 

Liebe Betterplacegemeinde,

unsere Weihnachts- / Bajramfeier rueckt naeher. Die Kinder sollen jedes ein Geschenkpaeckchen im Wert von 8 € bekommen (Obst, Nuesse, Schokolade und  eine kleine Ueberraschung). Damit der Weihnachtsmann auch etwas zu verteilen hat, fehlen im Moment noch 202 €.

Wir freuen uns, ueber Ihre Unterstuetzung.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Weihnachts- / Bajrampaeckchen fuer die Kinder

Liebe Betterplacegemeinde,

unsere Weihnachts- / Bajramfeier rueckt naeher. Die Kinder sollen jedes ein Geschenkpaeckchen im Wert von 8 € bekommen (Obst, Nuesse, Schokolade und  eine kleine Ueberraschung). Um die Geschenke einkaufen zu koennen, fehlen im Moment noch 202 €.

Wir freuen uns, ueber Ihre Unterstuetzung.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Team der SEKA-Freundinnen und Freunde

Liebe Betterplace-Gemeinde,

Seit einigen Wochen gibt es das "Team der SEKA-Freundinnen und Freunde". Das sind Freundinnen und Freunde, Unterstuetzerinnen und Unterstuetzer  des Frauenfriedensprojekts SEKA in Gorazde / Ostbosnien. Das Team unterstuetzt die Projekte von SEKA hier auf Betterplace und damit den friedenstherapeutischen Ansatz von SEKA. Echter und dauerhafter Frieden kann nur von un ten wachsen. Die seelischen Verletzungen, die jeder Krieg anrichtet, werden in der Regel von Generation zu Generation weitergegeben und sind die Grundlage fuer neue Konflikte, fuer neue Gewalt und neue Kriege. SEKA bietet den Menschen in Bosnien (insbesondere Kindern und Frauen) einen geschuetzten Raum und Unterstuetzung bei der Verarbeitung ihrer Traumata.

Noch ist das Team klein (9 Mitglieder). Deswegen freuen wir uns sehr ueber jeden neuen "SEKA-Freund" und jede neue "SEKA-Freundin". Gemeinsam koennen wir etwas bewegen und SEKA den fortwaehrenden Stress, die noetigen Finanzen aufzubringen, etwas erleichtern.

Natuerlich sind auch Unternehmen im Team herzlich willkommen - wie auch andere Organsiationen, Vereine, Familien, Freundeskreise und einfach alle...

Wir freuen uns auf Sie / Euch!

Herzlichst

die SEKA-Freundinnen und -Freunde  ( http://de.betterplace.org/groups/seka-friends )

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

'Es macht einen Unterschied...'

Liebe Freundinnen und Freunde,

hier kommt nun der zweite Teil des Berichts ueber die Kinderkonferenz im SEKA-Haus in Gorazde zum Thema 'Gewalt':

„Es macht einen Unterschied...“

Im weiteren Verlauf der Diskussion stellten wir (Amina Vrana und Senija Tabakovic) den Kindern die Frage, wie sie reagieren, wenn sie bemerken, dass jemand anderes Gewalt erleidet..... zum Beispiel eine Mitschülerin / ein Mitschüler oder die Schwester oder der Bruder?   Ob sie eingreifen, Hilfe holen oder was sie tun bzw. nicht tun.

Auf diese Frage folgte zuerst eine nachdenkliche Pause, dann erklärten die meisten Kinder, dass sie bisher nichts unternommen hätten, weil sie selbst Angst hatten, dass sie „das dann büßen muessten".

Wenn jemand sie selbst angreifen oder terrorisieren würde, z.B. in der Schule, dann würden die meisten Kinder sich zuerst ihren Eltern anvertrauen. Einige nannten auch andere Personen ihres Vertrauens (Klassenlehrerin oder andere Lehrer, zu denen sie Vertrauen haben, ein Kind nannte auch eine Anzeige bei der Polizei als Möglichkeit).

Edin meinte, dass es in der letzten Zeit in der Schule sehr viel Gewalt unter den Mitschülern gebe.

Wir fragten die Kinder, was sie als Ursache für dieses Problem sähen.

Alle Kinder waren der Meinung, dass darauf die Familie, d.h. die Erziehung am meisten Einfluss habe:

Die 13jährige Amra meinte dazu: „Das alles bringen die Kinder aus ihren Familien mit. Wenn in der Familie Probleme und Konflikte durch Streit, Geschrei und Schläge ausgetragen werden, dann wissen die Kinder auch keinen anderen Umgang mit Konflikten..... Oder sie suchen selber einen Sündenbock, an dem sie ihre Wut auslassen können.“

Und Dzenita ergänzte: „Eltern sollten sich auch mehr Zeit nehmen für ihre Kinder und mit ihnen über deren Probleme sprechen. Viele Kinder sind mit ihren Problemen alleingelassen und reagieren dann aggressiv...“

Außerdem führten die Kinder die Wirkung vieler Filme oder Computer-(Play-Station-)Spiele an, die überwiegend sehr aggressiven Inhalt hätten. Die Jungen gaben zu, dass sie selbst diese Spiele spielten, vor allem, wenn das gerade „in“ und Thema auf dem Schulhof war.

In der Diskussion erkannten sie, dass sie sich zum Teil auch stark mit diesen aggressiven Helden identifizieren, was wiederum Auswirkungen auf das eigene Verhalten hat.

Einige der Mädchen betonten, dass sie solches Verhalten bei den Jungs oft „furchtbar nerve“.

Wir nahmen dies zum Anlass um auch über die geschlechtsspezifischen Aspekte von Gewalt zu sprechen, problematisierten die traditionellen Geschlechtsrollen-Stereotypen: Die klassische Mädchenerziehung bringt Mädchen in Gefahr zu Opfern zu werden, die klassische Jungenerziehung die Jungen zu Tätern.

Wir überlegten dann mit den Kindern, welche Reaktionen hilfreich sein könnten in Gewaltsituationen – sowohl wenn sie selbst angegriffen würden, als auch wenn sie Zeuge von Gewalt würden und wir sprachen über das typische „Wegsehen“, mit dem die meisten Menschen auf Gewalt-Situationen, in denen andere die Opfer sind, reagieren. Wir diskutierten konkrete hilfreiche Verhaltensweisen, mit denen Gewalt unterbrochen, Hilfe geholt, andere zum Eingreifen animiert werden und ähnliches. (Eine Liste mit diesen Hinweisen sowie ein Infoblatt zum Thema 'Gewalt' verteilten wir den Kinder zur Erinnerung.)

Wir machten deutlich, dass es oft Möglichkeiten gibt zu reagieren, ohne sich selbst zu gefährden und dass es gut ist, diese Möglichkeiten im Hinterkopf zu haben – für Situationen, in denen es nötig ist.

Schließlich lasen wir den Kindern noch die kurze Geschichte von den Seesternen vor, die ein Mädchen und ein Junge nach einer stürmischen Nacht vom Strand retten und wieder ins Meer werfen. Ein alter Mann sieht ihnen verwundert zu und fragt sie, was das denn solle. Die Beiden erklären es ihm. Er lacht sie aus und meint: „Aber dieser Strand ist unendlich lang und es gibt Millionen von Seesternen. Was macht es da für einen Unterschied, ob ihr ein paar Hundert rettet.“ Das Mädchen schaut den Mann an und dann auf den Seestern in ihrer Hand und erwidert ihm: „Für diesen Seestern macht es einen Unterschied!“

Den Kindern gefiel die Geschichte gut, machte sie aber auch nachdenklich.

In der Abschlussrunde erklärten die Kinder, dass ihnen die drei Stunden sehr schnell vergangen seien und dass das Thema für sie sehr interessant gewesen sei.

Dzenita meinte: „Ich fand es toll, wie offen wir hier über dieses Thema gesprochen haben. Am besten gefällt mir aber, dass ich jetzt weiss, dass ich doch etwas tun kann.... Und dass es einen Unterschied macht!“

Auch wir fühlten uns nach den drei Stunden intensiver Diskussion sehr angeregt und auch beeindruckt von der Offenheit und der Bewusstheit der Kinder. Offensichtlich hatten sie nur einen Rahmen gebraucht, innerhalb dessen sie über dieses Thema reden können – und Erwachsene, die ihnen wirklich zuhören.

Wir danken den Menschen, die diese Kinderkonferenz durch ihre Spenden möglich gemacht haben.

 Amina Vrana und Senija Tabakovic

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Herzlichen Dank, Susanne!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns sehr ueber eine neue Unterstuetzerin: Susanne H., die mit ihrer Spende mithilft, die Weihnachts- / Bajrampaeckchen fuer die Kinder zu finanzieren.

Von den 320 € fuer 40 Paeckchen sind nun schon 118 € finanziert!

Fuer die restlichen 202 € bitten wir noch um Spenden.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller und Kolleginnen

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

'Kinder sollten wissen dass sie Rechte haben......

Liebe Freundinnen und Freunde,

hier kommt nun endlich der erste Teil des Berichts ueber die Kinderkonferenz zum Thema 'Gewalt' im SEKA-Haus:

„Kinder sollten wissen dass sie Rechte haben........“

 Kinderkonferenz im SEKA-Haus in Gorazde

Kinder waren auch in der Vergangenheit Opfer von Gewalt und leider hat sich diesbez ü glich bis heute nichts geändert – Im Gegenteil: gerade in der bosnischen Nachkriegsgesellschaft werden Konflikte rasch gewalttätig ausgetragen, bzw. sind die Kinder das schwächste Glied in der Familie und in der gesamten Gesellschaft. Viele Kinder werden täglich Opfer unterschiedlicher Formen von Gewalt: ob in der Familie von Seiten überforderter Eltern, ob von anderen (älteren bzw. stärkeren) Kindern oder im weiteren Umfeld.

Da das Thema 'Gewalt' in der traditionellen bosnischen Gesellschaft noch immer mehr oder weniger tabuisiert ist, ist es wichtig, für die Kinder einen Rahmen zu schaffen, in dem sie offen und ohne Bevormundung über dieses Thema und ihre Erfahrungen sprechen können, und ihnen grundlegende Informationen zum Thema zu geben.

In Verbindung mit den weltweit begangenen Aktionstagen gegen Gewalt und für Kinderrechte (19. November - 'Welttag zur Prävention gegen Gewalt an Kindern'; 20. November – 'Internationaler Tag für die Rechte des Kindes'; 25. November Internationaler Aktionstag gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen') organisierten wir daher am 25.11.2008 eine „Kinderkonferenz zum Thema 'Gewalt'“ im SEKA-Haus in Gorazde.

Wir hatten über die Medien zur Konferenz eingeladen, sowie Info-Plakate in den Schulen ausgehängt, in denen wir die Kinder ab 10 Jahre einluden.

......

Schließlich kamen 14 Kinder, 8 Jungen und 6 Mädchen. (Wir hatten zwar mit mehr gerechnet, aber realisierten, dass viele der älteren Kinder durch die Schule und zusätzliche Arbeitsgruppen sehr stark eingespannt waren und andererseits das Thema 'Gewalt' nach wie vor ein sehr sensibles und für betroffene Kinder auch angstbesetztes Thema ist.)

Die 14 TeilnehmerInnen waren sehr interessiert und motiviert beteiligten sich rege an der Diskussion.

Durch einige lustige Erwärmungs- / Bewegungsspiele gelang es uns eine lockere und entspannte Atmosphäre zu schaffen.

Danach sammelten wir als 'Brainstorming', was den Kindern spontan zum Thema 'Gewalt' einfiel, was sie damit verbanden; denn wir wollten einen möglichst engen Bezug zu den Erfahrungen der Kinder herstellen.

Jedes Kind schrieb seine Assoziationen und Gedanken – oder auch Fragen auf kleine Zettelchen und klebte diese dann an einen grossen an die Wand gemalten Baum.

Die Kommentare der Zettelchen sammelten wir dann auf dem Flip-Chart.

Die Kinder hatten z.B. geschrieben: „Verletzen... Tränen... Erniedrigung... Schlagen... Drohungen... Ausnutzen von Kindern... sexuelle Misshandlung.... Unrecht.... Trauer... Auslachen.... Verspotten.... jemandem weh tun... Schmerz.... und noch vieles andere.

Es zeigte sich, dass sich die Kinder durchaus der verschiedenen Formen und Facetten von Gewalt bewusst waren.

Nun systematisierten wir als Leiterinnen der Konferenz die gesammelten Begriffe, erklärten den Kindern den Begriff „Gewalt“ ( "Missbrauch von Macht") grundsätzlich, sowie die verschiedenen Formen von Gewalt. Wir sprachen darüber, warum es wichtig ist, dass wir über dieses Thema sprechen und uns darüber bewußt werden. Wir erzählten den Kindern von der UN-Konvention zu den Rechten der Kinder. Das fanden sie sehr interessant.

Dann fragten wir die Kinder, welche Formen von Gewalt sie aus ihrem Alltag, z.B. in der Schule, kennen; welche ihnen am häufigsten begegnen.

Die Kinder beteiligten sich nach anfänglichem Zögern lebhaft an der Diskussion:

Der 11-jährige Amir meinte z.B.: „Verbales Verletzen hängt zusammen mit Verspotten oder Erniedrigen.... das passiert bei uns täglich sowohl in der Schule als auch zu Hause in der Familie... Ich weiss, dass Kinder täglich diese Art Gewalt erleben... Oft erleben wir verbale Verletzung und Erniedrigung auch von Seiten der Lehrer in der Schule... Und täglich erleben wir auch Beschimpfungen von anderen Schülern, die sich in der Regel welche aussuchen, die schwächer sind als sie selbst und sie dann vor der gesamten Klasse auslachen. Ich denke, dass das sehr schlimm ist für das Kind, das so erniedrigt wird...“

Der 12jährige Edin schloss sich dem an: „Es passiert auch oft, dass Eltern ihr Kind verletzen und erniedrigen, und dass sie überhaupt nicht darauf achten, ob das vor anderen z.B. vor Gästen oder in der Öffentlichkeit geschieht. Ich finde, das ist nicht in Ordnung, denn man soll auch Kinder nicht beschimpfen und besonders nicht vor anderen erniedrigen.“

Salko benannte das Zufügen von physischen Schmerzen und Schlägen. „Das passiert am meisten in der Familie, aber darüber wird nicht viel gesprochen. Und diese Art Gewalt ereignet sich auch in der Schule und auf der Straße.... Das ist alles eine Verletzung der Kinderrechte... Viele Kinder sollten wissen, dass sie Rechte haben und diese kennenlernen...“

Die 13jährige Fahira stellte daraufhin die Frage: „Aber wie sehr können wir uns auf unsere Rechte berufen? Wie sehr respektieren andere denn unsere Rechte??? Ich glaube, dass viele Leute, angefangen bei einigen Eltern, Kinder überhaupt nicht ernst nehmen und erst recht nicht deren Rechte.“

Die übrigen Kinder stimmten ihr zu.

Soviel in diesem Blog. Im nächsten werden wir dann über den Fortgang der Konferenz berichten.

Mit herzlichen Grüßen

Amina Vrana und Senija Tabakovic

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Schoen, dass es Euch gibt!

Liebe Freundinnen und Freunde,

es beruehrt uns sehr, dass unsere treuen Freunde Michael S. und Marina G. uns erneut mit einer grossen Spende unterstuetzt haben - sowohl fuer die Weihnachts-/ Bajrampaeckchen fuer die Kinder als auch fuer die Personalkosten fuer Amina im Januar. Aber nicht nur ihre finanzielle Hilfe ist fuer uns wichtig, sondern auch ihre Unterstuetzung und Ermutigung durch Nachrichten und mails... In unserer Arbeit ist es so wichtig zu wissen, dass es Menschen gibt, die verstehen was wir tun, und die uns ein Rueckhalt sind.

Wir freuen uns, dass wir auch ueber Betterplace viele solcher FreundInnen gewinnen konnten. Danke Euch allen! Schoen, dass es Euch gibt!

Mit ganz herzlichen Gruessen

das SEKA-Team: Gabriele, Amina, Esma, Vera und Senija

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Ein dickes Dankeschoen!

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute geht ein ganz dickes Dankeschoen an Adina Hammoud fuer ihre treue und tatkraeftige Unterstuetzung - sowohl der Weihnachts-Bajram-Paeckchen, als auch fuer Aminas Stelle im Januar!

Danke, Adina, auch fuer deinen Kommentar! Er ist - was die Stellenfoerderung betrifft - leider mehr als wahr!!!

Es tut gut, so gut verstanden zu werden!

Herzliche Gruesse

Gabriele

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Weihnachten und Bajram im SEKA-Haus

Liebe Freundinnen und Freunde,

wie Sie vielleicht schon bemerkt haben, haben wir gestern wieder zwei neue Bedarfe eingestellt: zum einen das Gehalt fuer Amina fuer Januar 2009 . Obwohl wir uns in den letzten Monaten intensiv bemueht haben, die Personalkosten fuer unsere junge Kollegin Amina Vrana langfristig abzusichern (dafuer haben wir eine ganze Reihe Antraege an verschiedene Geldgeber gestellt), ist uns dies leider noch nicht gelungen. Es gab einige Absagen ("keine Personalkosten") und auf eine Antwort warten wir noch. Solange wir keine langfristige Finanzierung erreichen koennen, sind wir weiter darauf angewiesen, Aminas Gehalt ueber Privatspenden abzusichern. Das ist immer wieder nervenaufreibend. Wir hoffen, dass es auch diesmal gelingt!

Als zweiten Bedarf haben wir die Weihnachts/Bajram-Paeckchen fuer die Kinder eingestellt. Im  Frauenfriedensprojekt SEKA ist es Tradition die Feste der verschiedenen Religionen gemeinsam zu feiern, da unsere Arbeit darauf abzielt, die Verstaendigung zwischen den unterschiedlichen Bevoelkerungs- und Religionsgruppen zu foerdern. Auch in diesem Jahr feiern wir daher mit Frauen und Kindern in einer gemeinsamen Feier das katholische und das orthodoxe Weihnachten und das muslimische Bajramfest. Zu diesem Anlass erhalten die Kinder kleine Geschenke (Obst, Nuesse und ein kleines Spielzeug). Fuer ein Paeckchen rechnen wir ca. 8 €. Fuer 40 Paeckchen sind dies 320 €. Wir freuen uns sehr ueber Spenden.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

P.S.: Heute habe ich auch noch einige Fotos von der Kinderkonferenz ergaenzt.

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Bp_dauerspender
G. Mueller (Project Manager) written over 3 years ago
Liebe Adina,
danke fuer Deinen Kommentar. Ja genau so ist das, alle finden unsere Arbeit so wunderbar. Aber finanzielle Unterstuetzung gibt es fuer die laufende Arbeit nicht - sondern nur fuer spezielle Projekte, die wir dann aber zusaetzlich durchfuehren muessen. Was mich am meisten nervt, ist auch die Art und Weise, wie manche internationale Organisationen ihre "Calls for Proposals" ausschreiben. Die Fristen sind so knapp bemessen, dass es fuer uns zum absoluten Oberstress wird - neben der laufenden Arbeit her. Und natuerlich ist es am Ende oft umsonst, weil wir dann doch eine Ablehnung bekommen...
Ich sehe, Du kennst das gut aus eigener Erfahrung...
Das Schlimme ist, dass wir aufgrund des zusaetzlichen Stresses und der staendigen Unsicherheit unseres Budgets staendig Gefahr laufen, qualifizierte und engagierte Mitarbeiterinnen zu verlieren, wenn sie die Chance haben, irgendwo eine sicherere Stelle zu bekommen.
Na ja, ich hoere jetzt auf zu Jammern. Aber auf jeden Fall ein ganz herzliches Dankeschoen fuer Dein Verstaendnis, Deine Solidaritaet und Deine tatkraeftige Unterstuetzung.
Liebe Gruesse
Gabriele

Bp_dauerspender
A. Hammoud written over 3 years ago
Liebe Gabriele, das mit der Verknüpfung Weihnachten - Zuckerfest finde ich sehr schön. Hab mal in Libanon die Kombination Merry Christmas - Ramadan karim erlebt, wo die Nachbarn der verschiedenen Religionen sich zum Iftar bzw. zum Weihnachtsessen wechselseitig besucht haben. Zu Amina ist zu sagen, dass es der ewige Kampf ist, der mir sehr bekannt vorkommt: Man wird gelobt, wenn man tolle Arbeit macht und organisiert, aber das Personal zu bezahlen, das diese leistet - bloß nicht! Keine Ahnung, was die ganzen Geldgeber sich da denken. Es gibt da leider nur sehr wenige löbliche Ausnahmen. Ansonsten haben alle eine irrationale Angst vor Personalförderung. Das ist schon für uns deutsche Mitarbeiterinnen schwierig. Schäbig geradezu finde ich es, bei so vergleichsweise geringen Lohnkosten in unseren Partnerländern die Förderung zu verweigern. Für Amina bin ich natürlich wieder dabei, muß nur noch auf eine Honorarzahlung warten, die mein Konto füllt! Liebe Gruesse, Adina

G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Die Kinderkonferenz ist ganz finanziert!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns sehr: die Kosten fuer die Kinderkonferenz zum Thema Gewalt sind nun zu 100% finanziert - durch die erneute Hilfe unserer Unterstuetzerinnen Michael S. und Marina G.. Ein ganz grosses Dankeschoen an die Beiden!

Die Konferenz hat inzwischen auch schon stattgefunden - mit grossem Erfolg. Auch das Lokalfernsehen hat wieder darueber berichtet. In den naechsten Tagen werden wir auf Betterplace ausfuehrlich darueber berichten.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

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Bp_dauerspender
G. Mueller (Project Manager) written over 3 years ago
Liebe Verena,
herzlichen Dank! Ich druecke auch Eurem Projekt weiter die Daumen (und helfe ab und zu ein wenig mit), dass die Frauen bald auch ein (oder sogar mehrere) stabiles Netz zum Fischen haben.
Viele Gruesse
Gabriele

V. Specht written over 3 years ago
Hallo Gabriele,
ich gratuliere Euch sehr herzlich zu Eurem Erfolg! Und wünsche Euch weiterhin viel Kraft bei diesem so wichtigen Projekt. Insbesondere, um die vielen Frauen zu stärken und besonders um den Kindern wieder die Möglichkeit zu geben, lachen zu dürfen und zu können.
Alles Gute! Verena

G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Nur noch 30 € sind noetig!

Liebe Freundinnen und Freunde,

eben habe ich die tolle Nachricht bekommen, dass wir 100 € an Direktspenden von zwei langjaehrigen UnterstuetzerInnen fuer die Kinderkonferenz bekommen haben! Das ist wunderbar!

Nun fehlen 'nur' noch 30 €..... Es waere super, wenn das auch noch klappen wuerde...

Herzliche Gruesse

Gabriele

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Spende fuer Kinderkonferenz

Liebe Freundinnen und Freunde,

ganz herzlichen Dank an eineN anonymeN SpenderIn: Wir freuen uns ueber Ihre Unterstuetzung fuer die SEKA-Kinder-Konferenz!

Allerdings benoetigen wir dringend noch weitere Spenden: Noch 130 € sind noetig, um die Kosten fuer Info-Material fuer die Kinder, den Fahrdienst (fuer Kinder aus den umliegenden Orten) und Saefte und Gebaeck fuer die Kinder zu finanzieren.

Wir freuen uns ueber jede Unterstuetzung!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Aminas Gehalt fuer Dezember ist finanziert!

Liebe Freundinnen und Freunde,

nun bin ich wieder aus dem Libanon zurueck und habe gesehen, dass der Bedarf fuer das Dezember-Gehalt fuer Amina in der Zwischenzeit erfuellt wurde. Das ist grossartig und bedeutet auch dieses Mal wieder eine Erleichterung! Ich moechte mich dafuer sehr herzlich bei unserem Unterstuetzer Michael S. bedanken. (Soweit ich es rekonstruieren konnte, stammt die letzte Spende von ihm.) Danke auch an alle uebrigen UnterstuetzerInnen, die zu diesem Bedarf beigetragen haben.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Spenden fuer Kinderkonferenz

Liebe Freundinnen und Freunde,

morgen werde ich wieder fuer 2 Seminare in den Libanon reisen. In dieser Zeit werde ich keine Internetverbindung haben (wir sind irgendwo auf dem Land). Das heisst, ich werde Ihnen erst wieder nach meiner Rueckkehr ueber unsere Projekte berichten koennen.

Ich bin ueberzeugt, dass die Kinderkonferenz zum Thema 'Gewalt' ein Erfolg werden wird. Leider kann ich nicht dabei sein, aber die Kolleginnen werden mir berichten! Es waere toll, wenn wir dafuer auch noch ein wenig finanzielle Unterstuetzung bekommen koennten.

Und natuerlich hoffe ich auch, dass wir die Personalkosten fuer Amina fuer Dezember noch zusammenbekommen.

Herzlichen Dank an alle UnterstuetzerInnen.

Viele Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Tolle UnterstuetzerInnen!

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute kann ich Ihnen zwei schoene Dinge berichten: Vor einigen Tagen hatte ich als Bedarf das sehr gute Buch "Women's Burn Out" von Herbert Freudenberger und Gail North angegeben, das einfach eine hervorragende Hilfe zur Burn Out Praevention ist. Natuerlich sollte es auf Englisch sein, auf Deutsch habe ich es selbst, aber das koennen die Kolleginnen weder in Gorazde, noch im Libanon, noch in Belgrad verstehen. Heute konnte ich kaum glauben, dass unser Unterstuetzer Christoph H. zwei Exemplare dieser Buecher ausfindig gemacht, sie bestellt hat und sie uns nun schicken wird. Das ist einfach toll! Ein Riesen-Dankeschoen an Christoph.

Und dann danke ich noch Brigitta M. und Stephanie Z., die direkt an SEKA gespendet haben fuer Aminas Personalkosten im Dezember! Auch das ist grossartig! Ein dickes Dankeschoen!

Nun fehlen fuer Aminas Dezembergehalt 'nur' noch 185 €.... Wir hoffen, es ist zu schaffen....

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Lokale Kinder-Konferenz zum Thema 'Gewalt'

Liebe Freundinnen und Freunde,

SEKA plant anlaesslich des "Internationalen Tags gegen Gewalt gegen Frauen", der am 25. November eines jeden Jahres in aller Welt als Aktionstag begangen wird, in diesem Jahr eine lokale Konferenz fuer Kinder und Jugendliche zum Thema 'Gewalt'. Im letzten Jahr hatten wir verschiedenen 'Runde Tische' veranstaltet in Gorazde und in umliegenden Orten, zu denen wir Frauen und Maenner, sowie die MitarbeiterInnen verschiedener Institutionen (Zentren fuer Sozialarbeit, Polizei, LehrerInnen etc.) und auch die Schuelerraete eingeladen hatten.

In diesem Jahr hatten Amina und Senija die Idee, zum Thema Gewalt eine eigene lokale Konferenz fuer Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 16 Jahren im SEKA-Haus zu veranstalten. Die Kinder werden mit Unterstuetzung unserer beiden jungen Mitarbeiterinnen (und ohne die Erwachsenen) das Thema erarbeiten.

Zum Abschluss der Veranstaltung wird auch wieder das Lokal-Fernsehen eingeladen.

Da wir auch wieder den Kindern aus umliegenden Orten die Teilnahme ermoeglichen wollen (die Verkehrverbindungen aber sehr schlecht und teuer sind), werden wir einen Fahrdienst einrichten. Dafuer, sowie fuer Infomaterial und kleine Erfrischungen (Saft, Obst und Gebaeck) fuer die Kinder benoetigen wir einen Betrag von insgesamt etwa 150 €.  Ueber Spenden unserer Betterplace-FreundInnen wuerden wir uns sehr freuen.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Danke!

Liebe Freundinnen und Freunde,

gestern abend haben wir eine erneute Spende fuer das Dezember-Gehalt fuer Amina bekommen - von unserer treuen Betterplace-Unterstuetzerin Adina Hammoud. Dafuer bedanken wir uns ganz herzlich - und hoffen gleichzeitig, dass wir die Finanzierung des Gehalts rechtzeitig schaffen werden (es fehlen jetzt noch 335 €).

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

'Die Natur ist unser Haus...'

Liebe Freundinnen und Freunde,

hier kommt nun endlich der vierte und letzte Teil des Berichts meiner Kolleginnen Amina und Senija ueber das Oekoprojekt mit den Kindern. Dass Sie ihn nicht frueher lesen konnten, liegt daran, dass ich (Gabriele Mueller, die ja die Uebersetzung machen muss) so viel unterwegs war und wenig Zugang zum Internet hatte. Aber hier nun endlich:

Amina Vrana und Senija Tabakovic berichten weiter:

Der dritte Tag des Ökoprojekts: Foto-Ausstellung

Am Samstagvormittag, dem letzten Tag des dreitägigen Ökoprojekts traf sich die Kindergruppe, um mit den inzwischen entwickelten Fotos Ausstellungs-Panneaus zu gestalten. Jedes Kind fertigte sein eigenes Panneau, auf dem es auf der einen Hälfte die Fotos mit den positiven und auf der anderen die schlechten Beispiele aufklebte.

Die Kinder werkelten eifrig und berieten sich auch untereinander oder mit uns, welche Fotos sie am besten auswählen sollten, „damit die Leute am besten verstehen, was wir ihnen sagen wollen“. Jedes Foto wurde dann mit einem witzigen oder lehrreichen Untertitel versehen und auf jedes Panneau groß der Name der Fotografin / des Fotografen geschrieben.  Dann wurden die Panneaus an den Wänden des Seminarraums ausgestellt.

Nach getaner Arbeit gab es erstmal einen kleinen Imbiss für die KünstlerInnen, die drei Stunden intensiv gearbeitet hatten. Einige der Kinder bereiteten erneut ein kurzes Statement für das Fernsehen vor, das die Ausstellungseröffnung wieder begleiten sollte.

Pünktlich um 14 Uhr kamen dann die Gäste (Eltern der Kinder und auch die übrigen SEKA-Mitarbeiterinnen) – und das Fernsehteam. In feierlicher Atmosphäre erklärten die Kinder zuerst, was das Ziel des Ökoprojekts war: „Dass wir alle besser auf die Natur achten und besonders nicht unseren Müll in die Gegen werfen!“ oder „Dass wir uns der Schönheit der Natur bewusst werden und verhindern, dass sie zerstört wird.“ Sie betonten gegenüber dem Fernsehteam, dass sie sich wünschen, über das Fernsehen viele Menschen mit ihrer Botschaft zu erreichen, gerade auch Erwachsene.

Die Älteste, Merima, meinte dazu: „Das Ökologische Bewusstsein der Kinder ist in dem Maß entwickelt wie das Bewusstsein der Erwachsenen in ihrer Umgebung. Denn wenn ein Kind erlebt, das ältere Menschen die Natur achten, dann wird es das auch tun. Deswegen ist es wichtig, dass die Erwachsenen uns Jungen ein gutes Vorbild sind!“

Dann erklärte jedes Kind – begleitet von der Kamera – die Fotos auf seinem Panneau: lobte die guten Beispiele und kritisierte die schlechten…. Manche Kinder waren aufgeregt, mit roten Backen und glänzenden Augen, andere verhielten sich schon wie kleine Profis.  Die Ausstellungsgäste hörten aufmerksam zu und den Eltern war anzumerken, wie stolz sie auf ihre Kinder waren.

Schließlich überreichten wir, Senija und Amina, den Kindern noch ihre „Öko-Diplome“ für die erfolgreiche Teilnahme am Ökoprojekt. Jedes Kind bekam einen besonderen Applaus.

Kinder und Gäste hatten dann noch Gelegenheit bei Kaffee, Saft und Keksen über die Erfahrungen während des Projekts oder die Eindrücke von der Ausstellung zu reden.

Dino erklärte den Gästen noch, woher der Begriff Ökologie überhaupt komme: „Das kommt vom griechischen Wort ‚oikos’, das heißt Haus. Und deshalb bedeutet ökologisch, dass wir mit der Natur umgehen sollen wie mit unserem Haus; denn die Erde ist unser Zuhause, um das wir uns kümmern sollen.“

Die Kinder waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis ihres Projekts. Sie waren sich einig, dass „wir einen Teil unserer Ziele erreicht haben“. Und auch wir Mitarbeiterinnen waren sehr stolz auf die Kinder, die durch die Arbeit in diesem Projekt, durch ihre Ideen und ihr Verhalten gezeigt haben, wie gut sie verstanden haben, was ökologisches Bewusstsein bedeutet. Wir würden uns wünschen, dass die Botschaft der Kinder in Gorazde und darüber hinaus wirkliches Gehör findet!

10 Tage nach Abschluss des Ökoprojekts kam schließlich die ½ stündige Sendung im Lokalfernsehen über das Kinderprojekt. Darüber waren die Kinder besonders stolz! Manche wurden danach in der Schule oder von Freunden darauf angesprochen, was ihnen Gelegenheit gab, ihr neues Ökowissen auch an andere weiterzugeben.

Alle Kinder kommen weiter auch zu anderen Aktivitäten ins SEKA-Haus. Und sehr gerne würden sie wieder bei einer Fortsetzung des Ökoprojekts (vielleicht zum Thema ‚Wasser’) teilnehmen.

Das war’s von unserem ersten Ökoprojekt.

Herzliche Grüße

Amina Vrana und Senija Tabakovic

 

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Bp_dauerspender
G. Mueller (Project Manager) written over 3 years ago
Liebe Adina,
danke fuer Deine erneute Unterstuetzung! Das ist super! Und: Glueckwunsch, dass ihr den Film trotz aller Widrigkeiten doch herstellen konntet. Ich freue mich schon, werde ihn sicher gemeinsam mit meinen Kolleginnen anschauen und ein wenig uebersetzen (soweit moeglich und noetig).
Zur Zeit bin ich auch ziemlich im Stress. Dieser Tage bereite ich mich auf die beiden naechsten Wochenseminare im Libanon vor, die ich Ende November / Anfang Dezember gemeinsam mit meiner Kollegin Edita leiten werde. Daneben muss ich noch Berichte schreiben, Abrechnungen machen, Antraege schreiben usw. Was mich immer am meisten nervt sind die kurzen Fristen von Seiten der Geldgeber: Wie sollen wir neben unserer Arbeit innerhalb von ein paar Tagen einen umfangreichen Antrag stellen?
Oder wenn man alles Moegliche beantragen kann, aber leider nicht das, was wir am dringendsten brauchen (Personalkosten, Raumkosten etc...). Das ist so unsinnig... Manchmal habe ich Lust, eine Fortbildung fuer Geldgeber zu veranstalten, um sie mehr fuer die Beduerfnisse der Menschen und Projekte vor Ort zu sensibilisieren. Nun ja, ich will jetzt nicht weiter jammern... Du kennst das ja wahrscheinlich auch...
Also: nochmals Danke! Und beste Wuensche und herzliche Gruesse
von Gabriele

Bp_dauerspender
A. Hammoud written over 3 years ago
Liebe Gabriele, nun melde ich mich mal wieder...puuhhh so ein Streß..... Ich habe grad wieder meine monatliche Unterstützung für Amina Dezember abgesandt und kann Dir mitteilen, dass der MUKA-Film fertig ist. Wenn ich Kopien gemacht habe, geht er auf Reise nach Gorazde! Herzliche Grüße aus Berlin, Adina

G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Burn Out in the Work with Traumatised People

Dear friends,

some minutes ago, I added as new need the excellent book of the authors Dr Herbert Freudenberger and Gail North: "Women's Burn Out". It would be great to get a second hand book in English, as we need this for our colleagues in Gorazde and in Libanon (and other places, where I lead trainings as well).

It is the best book concerning this topic, what I have ever read. (I have it myself in German). It doesn't deal only with the aspect 'Burn Out in Helping Professions' but also focusses the gender aspect: Through the traditional gender role women are especially in danger to burn out.

As the work with traumatised people is very demanding, we would appreciate to have this book for our colleagues.

We would be grateful, if one of our betterplace-friends could probably help us with this.

Thank you very much.

With warm regards

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde,

nun bin ich von meiner Deutschlandreise wieder zurueckgekehrt und habe - zumindest in den naechsten 10 Tagen wieder meinen eigenen PC zur Verfuegung. Das heisst, ich kann mich auch wieder oefter auf Betterplace zu Wort melden...

Wir waren schon etwas in Sorge, ob sich denn die Kosten fuer Aminas Stelle auch fuer Dezember werden finanzieren lassen. Doch heute hat es wieder mal "einen Sprung nach vorwaerts getan": Stefanie H., eine unserer langjaehrigen SEKA-Unterstuetzerinnen, hat uns mit einer Spende geholfen (ausserhalb Betterplace). Wir danken ihr dafuer sehr herzlich! Nun fehlen "nur" noch 355 €. Wir hoffen, es klappt doch wieder mit der Finanzierung...

Im uebrigen brummt das SEKA-Haus vor Betriebsamkeit: Amina und Senija haben u. a. mit einem neuen Projekt fuer Jugendliche - inbesondere fuer die Maedchen begonnen. Dieses Projekt beginnt mit kleinen Workshops in Schulklassen und setzt sich dann im SEKA-Haus fort. Wir werden demnaechst ausfuehrlicher darueber berichten. Zuerst muss ich aber noch den letzten Teil des Berichts ueber den Oekoworkshop auf Betterplace einstellen. Mache ich in den naechsten Tagen. Versprochen!

Fuer heute herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

A BIG THANK YOU!

Dear friends,

today we got another donation from our betterplace-supporters Michael S. and Marion G. This is great. So the need for the December-salary for Amina diminished to 425 €.

A BIG THANK YOU to Michael and Marion!

With warm regards

Gabriele and colleagues

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

3. Fortsetzung zum Ökoprojekt

Liebe Freundinnen und Freunde,

hier kommt nun der dritte Teil des Berichts von Amina und Senija zum Ökoprojekt:

Am zweiten Tag des Ökoprojekts bekam jedes Kind zuerst einen Fotoapparat mit einem Film (36 Bilder). Dann erklärten wir den Kindern die Handhabung des Fotoapparats. Außerdem statteten wir die Kinder mit Arbeitshandschuhen und großen Mülltüten aus. Dann spazierten wir gemeinsam in einer großen Runde vom SEKA-Haus zur Drina, dort am Uferweg entlang Richtung Stadtmitte, vor das Kulturzentrum, schließlich weiter über die Brücke zur anderen Seite der Stadt.

Aufmerksam betrachteten die Kinder den Zustand der Strassen und Wege, des Drina-Ufers, des kleinen Parks nahe der mittleren Drina-Brücke, der Gärten und Häuser oder auch Ruinengrundstücke. Jedes Kind fotografierte eifrig die „schlechten Beispiele“ und suchte gleichzeitig nach „guten Beispielen“. Leider gab es viele schlechte Beispiele: Müll an den Wegrändern, Müll auf brachliegenden Grundstücken, Müll an und in der Drina. Alte Plastiktüten die im Wind an Büschen und Bäumen flatterten oder sich im Unterholz verfangen hatten. Empört stellten die Kinder fest, dass Abfälle auch in frisch angelegte Blumenbeete geworfen wurde.

„Was soll denn diese Schokoladenverpackung im Blumenbeet?“ fragte Amir entrüstet. „Soll hier etwa statt Blumen ein Baum mit Schokolade wachsen?!?“ Und Indira stellte verärgert fest, dass irgendjemand mit dem Motorrad durchs Blumenbeet gefahren war. Die Kinder fotografierten allerdings nicht nur, sondern sammelten gleichzeitig den Müll sofort in große Säcke. Allerdings stellten sie dann auch fest, dass manche Müll-Container schon überquollen und die Leute den Müll dann daneben stellten. „Die Container hier müssten öfter geleert werden“, kritisierte Dino zu recht.

Zwei Teenager wurden dabei ertappt, als sie eine Chips-Tüte achtlos wegwarfen. Gleich rannten zwei der Kinder hinter ihnen her, brachten ihnen die Tüte wieder und baten sie, diese doch in einen Abfallkorb zu werfen. Dazu bekamen die beiden dann noch ein Info-Faltblatt zum Öko-Projekt. Halb amüsiert halb genervt hörten sie den Kindern immerhin zu. Gute Beispiele gab es leider weniger, aber über sie freuten sich die Kinder um so mehr und nahmen auch diese Bilder sorgfältig auf: ein Garten voller liebevoll gepflegter Blumen, ein frisch getünchtes Haus, eine gepflegte Wiese mit Obstbäumen, einen blühenden Rosenbusch, die frischgepflanzten Bäumchen im Schulgarten, der Blumenschmuck an einem Cafe.... Die Kinder beteiligten sich alle mit Begeisterung an der Aktion. Die Sonne belohnte uns dafür – nach drei Wochen Regen lachte sie spätsommerlich vom blauen Himmel...

Nun kam auch noch das Fernsehteam dazu, das die Kinder bei ihrer Aktion am Ufer der Drina filmte und alle Kinder interviewte. Dabei hatten die Kinder Gelegenheit, zu erklären, warum sie an diesem Ökoprojekt teilnahmen, was sie dadurch gelernt hatten und auch an die Bürgerinnen und Bürger (Erwachsenen und Kinder) Gorazdes zu appellieren. Der Reporterin gelang es, auch die schüchternsten Kinder aus der Reserve zu locken. Sie ließ sich geduldig die schädliche Wirkung des „Ozonlochs“ erklären und fragte die Kinder, was sie denn den Erwachsenen und den anderen Kindern übers Fernsehen mitteilen wollten. Elvira sagte in ihrem Appell: „Ich wünsche mir, dass die Erwachsenen den Kindern ein gutes Beispiel sind; denn von wem sollen wir denn lernen, wenn es die Älteren uns nicht vormachen....“ Samir kritisierte, dass Kinder oft aus Langeweile die noch grünen Äpfel von den Bäumen reißen und sich damit bewerfen. „Aber das ist nicht in Ordnung; denn jeder Apfel möchte heranwachsen und groß und rot und süß werden. Er möchte, dass ihn dann jemand genießt wenn er reif ist.“ Dino sprach über die Drina und wie hässlich es ist, wenn man Müll in den Fluss wirft, oder wie schädlich, wenn man Chemikalien oder die Kanalisation da reinleitet: „Denn das ist das zu Hause der Fische und die werden krank und sterben, wenn das Wasser schmutzig ist. Und auch wir Menschen wollen das Wasser trinken, aber das Drina-Wasser ist manchmal viel zu schmutzig. Meine Eltern holen unser Trinkwasser an einer Quelle...“

Anschließend verteilten die Kinder ihre Infoblätter noch an PassantInnen. Dabei ergab sich ein interessantes Gespräch mit einem Polizisten, den Safet sehr ernsthaft über das SEKA-Ökoprojekt aufklärte und ihn fragte, ob er denn die Leute verwarne, wenn sie einfach den Müll wegwerfen. Der Polizist musste zugeben, dass er darauf bisher nicht besonders geachtet hatte. Doch er nahm das Info.Blatt und lobte die Kinder für diese tolle Aktion.

Schließlich – nachdem noch das vom Müll befreite Drina-Ufer mit dem schönen in der Sonne blinkenden Fluss im Hintergrund fotografiert worden war – kehrten die Kinder müde aber glücklich und stolz ins SEKA-Haus zurück, wo es dann noch einen kleinen Imbiss gab. Aufgeregt erzählten sich die Kinder ihre Eindrücke. Es war spürbar wie die zwei Tage Ökoprojekt die Gruppe hatte zusammenwachsen lassen. Alle freuten sich schon auf den dritten und letzten Tag des Projekts (den Samstag), an dem die Ergebnisse der Fotoaktion in einer Ausstellung gezeigt werden sollten.

Darüber berichten wir im nächsten Blog.

Mit herzlichen Grüßen Senija Tabakovic und Amina Vrana

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Amina's salary for November is financed!

Dear friends,

we are very happy, that with the help of Christoph H. Amina's salary for November is completely financed. We thank Christoph and the other supporters very much!

With warm regards

Gabriele and colleagues

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

2. Fortsetzung zum Ökoprojekt mit Kindern

Liebe Freundinnen und Freunde,

zur Zeit bin ich in Deutschland unterwegs und muss mir immer erst einen PC mit Internet-Verbindung suchen. Daher hat es leider eine ganze Weile gedauert, bevor ich die zweite Fortsetzung von Aminas und Senijas Bericht über das Öko-Projekt übersetzt als Blog auf Betterplace einstellen konnte...

Ich hoffe, interessierte LeserInnen erinnern sich noch an den ersten teil (oder schauen einfach unter den bisherigen Blogs nach).Hier kommt nun der

2. Blog  des Ökoprojekts:

Amina Vrana und Senija Tabakovic berichten weiter über die Aktivitäten des ersten Tages:

„Anschließend arbeiteten wir weiter mit Rollenspielen mit den Handpuppen. Wir teilten die Kindergruppe in zwei Untergruppen. Jede Gruppe bekam die Aufgabe, über Situationen nachzudenken, in denen Menschen sich verantwortungslos gegenüber der Natur bzw. unserer Umwelt verhalten und wie verantwortungsvolles Verhalten aussehen würde.

Danach spielten die Kinder einige der Situationen mit Handpuppen und führten sie schließlich der jeweils anderen Gruppe und uns Leiterinnen vor. Dabei schlüpften sie in die Rollen von Passanten, die achtlos Müll wegwarfen, in die Rolle eines ‚Öko-Polizisten’, der sie zur Rede stellt, sie spielten eine Blume am Wegesrand, ein Mädchen, dass auf der Blume mutwillig herumtrampelt, einen Jungen der seine leergetrunkene Flasche ins Wasser warf, ein Kind, das die Szene beobachtet und ähnliche Rollen mehr.

Den Kindern machte diese Art der Erarbeitung des Themas großen Spaß und sie identifizierten sich richtig mit ihren Rollen. Dabei probierte jedes Kind unterschiedliche Rollen aus: verantwortungslose wie verantwortungsvolle, bzw. Beobachterrollen.

Nach jeder Szene hatten die beteiligten Kinder Gelegenheit den anderen mitzuteilen, wie sie sich in dieser Rolle gefühlt hatten.

Das Mädchen, dass eine Passantin gespielt hatte, die Müll wegwarf, meinte, dass sie sich sehr unangenehm gefühlt hatte, als der ‚Öko-Polizist’ sie verwarnt hatte und sie eine Strafe bezahlen musste und die anderen um sie herum, das gesehen haben, aber dass ihr auch klar geworden sei, dass es nicht in Ordnung sei, den Müll einfach in die Natur zu werfen, wenn es doch Abfallkörbe gebe…

Der Junge in der Rolle des ‚Öko-Polizisten’ erzählte, dass er das schrecklich fand, wenn die Leute den Müll einfach ans Ufer der Drina warfen und dass er gar nicht hinterherkommen konnte, sie alle zu verwarnen, weil es so viele waren.  Es machte ihn auch traurig und wütend, dass die Leute nicht verstehen wollten, warum sie das nicht tun sollen, und dass sie die Natur nicht achteten.

Der Junge, der eine Blume am Wegrand spielte, beklagte sich, wie unachtsam die Menschen seien und über ihn als Blume hinwegtrampelten. Jeder Tritt schmerze die Blume und sie weine auf ihre Art. Die Menschen sähen das nicht aber er weine, denn es tue ihm weh…

Das Mädchen, das auf der Blume herumgetrampelt war, sagte, dass es sich in dieser Rolle unwohl gefühlt habe, erst recht jetzt, wenn sie noch höre, wie das für die Blume gewesen sei, täte ihr das leid. Sie meinte, es sei nicht in Ordnung seinen Ärger oder seine Langeweile an den Pflanzen auszulassen und die Blumen zu zertrampeln oder von den Büschen und Bäumen die Blätter oder Zweige abzureißen.

Auch die Beobachter sagten, wie sie die Szenen von außen erlebt hatten, mit wem sie sich am meisten identifiziert hatten. Anschließend diskutierten die Kinder noch, wie sie selbst sich in verschiedenen Situationen verantwortungsvoll verhalten könnten und probierten diese Situationen wieder mit Hilfe der Handpuppen in verschiedenen Szenen aus. Dabei sprachen wir über die Möglichkeiten, selbst Vorbild zu sein, andere aufmerksam machen, sich auch in der Schule zu diesem Thema engagieren, z.B. eine Öko-Aktion anregen, ein Referat darüber halten und vieles mehr....

Anschließend bereiteten die Kinder noch jeweils zu zweit ihre „Erklärungen“ vor, die sie am zweiten Tag des Öko-Projekts gegenüber dem Fernseh-Team abgeben wollten, das sie während der Foto- und Müllsäuberungsaktion begleiten würde. Auch das machte ihnen großen Spaß und sie schrieben mit Eifer ihre Zettel mit Stichworten.

Schließlich klang der erste Workshop-Tag mit einem Natur-Memory-Spiel aus, durch das die Kinder u.a. zeigen konnten, was sie über die Natur (unterschiedliche Pflanzen, Tiere und Naturphänomene) wissen.

Alle freuten sich bereits auf den zweiten Tag des Workshops….

Soviel für heute – bis zum nächsten Blog

Herzlichst Amina Vrana und Senija Tabakovic

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Vielen herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns sehr ueber die Unterstuetzung von drei langjaehrigen SEKA-FreundInnen fuer das November-Gehalt von Amina (ausserhalb von Betterplace). Und dann hat uns noch unsere Betterplace-Unterstuetzerin Mirjana B. eine weitere Spende ueberwiesen. Das ist toll.

Nun fehlen nur noch 79 € fuer November!!!!

Liebe gruesse

Gabriele

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Thank you so much, Michael and Marion!

Dear friends,

I am really happy to inform you about another donation, that we got yesterday for the salary of Amina in November: Our faithful friends Michael Stein and Marion G. supported us again.

Through their help the still outstanding need for November diminished to the amount of "only" 150 €. That gives us the hope, that we can reach our aim still in time...

With warm regards

Gabriele

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Thank you, Annetta!

Dear friends,

I am glad to inform you, that with Annetta P. we found a new supporter for our project "Psychological help for traumatised children". Thank you very much Annetta!

We hope that we will be able to find the still necessary finances for Aminas work with the children until the end of October.

With warm regards

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Bericht vom Ökoprojekt mit den Kindern

Liebe Freundinnen und Freunde,

leider hat es nun doch ein wenig lä nger gedauert, bis ich den Bericht meiner Kolleginnen Amina V. und Senija T. ü ber das Ökoprojekt mit den Kindern ü bersetzen konnte (zur Zeit bin ich 'in den letzten Zü gen' zur Fertigstellung unseres neuesten "SEKA-Journals" (des jä hrlich erscheinenden Magazins ü ber die SEKA-Arbeit). Hier kommt nun der erste Teil des Berichts:

Die Kindergruppe

Da wir dieses Projekt nicht nur mit dem Ziel der ökologischen Bewusstseinsbildung der Kinder durchführten, sondern auf diese Weise gerade auch die Kinder kriegstraumatisierter Väter und Mütter mit unseren Angeboten im SEKA-Haus vertraut machen wollten, luden wir sowohl die größeren Kinder der SEKA-Klientinnen als auch gezielt die Kinder der Veteranen aus dem Klub „Svjetlost Drine“ ein.

Von 14 interessierten Kindern, mit denen ein Vortreffen stattfand, konnten dann 11 Kinder ( 5 Mädchen und 6 Jungen im Alter zwischen 9 und 13 Jahren) an den drei Tagen des Öko-Workshops teilnehmen. (Die übrigen drei konnten sich wegen schulischer Verpflichtungen bzw. wegen Krankheit diesmal nicht beteiligen.)

'Begegnung mit der Sch ö nheit der Natur'

Der erste Tag beinhaltete vier Stunden Gruppenarbeit, in der wir die Kinder auf spielerische und kreative Weise mit dem Thema „Ökologie“ vertraut machen und das Interesse der Kinder für das Thema wecken wollten.  Wir hatten dem Workshop mit dem Titel versehen: „Begegnung mit der Schönheit der Natur“, da wir neben der Vermittlung kritischer Informationen in den Kindern das Bewusstsein für die Schönheit und Kostbarkeit der Natur wecken wollten.

Wir begannen zuerst mit ein paar Spielen, die den Kindern Gelegenheit gaben sich (besser) kennenzulernen. Dann fuhren wir mit der Bewegungs- und Erwärmungsübung fort; „Wir säubern unsere Statt und malen sie bunt an“. In dieser (für unseren Zweck ein wenig abgewandelten) Übung „wachsen den Kindern imaginär dicke Bürsten oder feine Pinsel nacheinander an Füßen, Händen, dem Kopf, Knien, Ellbogen, Bauch und Po usw., mit denen sie dann eine imaginierte Stadt säubern und anmalen. Die Kinder führten diese Übung mit viel Gelächter und sehr phantasievoll aus. Während der Übung erinnerten sie sich konkreter Plätze in ihrer Stadt, die verwahrlost aussahen und luden sich gegenseitig ein, „da mal Ordnung zu machen“, danach malten sie „die Stadt ganz bunt an“ und brachten sogar „die Blumenbeete in Ordnung“. Nach dieser Übung herrschte eine entspannte, fröhliche Atmosphäre.

Nach einer kleinen inhaltlichen Einführung ins Thema leiteten wir dann eine Phantasieübung an, in der jedes Kind sich vorstellte, es sei seine Lieblings-Jahreszeit, dann eine Pflanze / Blume in der Natur und schließlich ein Tier…. Wir leiteten die Kinder an, sich in diesen Rollen zu erleben, wahrzunehmen, was ihnen da gut gefällt, was nicht. Sich vorzustellen wie die Menschen auf sie reagieren und wie sie sich damit fühlen.

Danach malten die Kinder, was sie während der Imagination erlebt hatten. Schließlich stellten sie der Gruppe ihre Zeichnungen vor und erzählten, wie sie sich in den verschiedenen Rollen gefühlt hatten. Die Kinder hatten diese Übung sehr intensiv erlebt. Sie hatte ihnen sehr gefallen und ihnen einen neuen Zugang zur Natur ermöglicht.

Der 12jährige Safet erzählte: „

„Ich wollte der Sommer sein, denn ich liebe die Sonne und ihre Wärme, ich habe die Sonne scheinen lassen, damit die Menschen zu Baden an die Drina gehen können, dass die Kinder da spielen können… Es hat mir gefallen, wie die Menschen meine Wärme genießen. Aber ich mochte gar nicht, wenn ich gesehen habe, wie sie nach ihrem Ausflug den Müll einfach lieben lassen. Da habe ich gleich ein Gewitter kommen lassen, das sie dann pitschnass regnete…. Und dann habe ich mir vorgestellt, dass ich ein Kirschbaum bin; denn ich liebe wenn sich die roten Kirschen mit den grünen Blättern vermischen, das sieht wunderschön aus. Aber als Kirsche möchte ich allen sagen, dass es mir wehtut, wenn meine Äste und Zweige abgebrochen werden, nur weil die Leute an die Kirschen kommen wollen…. Ich möchte auch allen Menschen sagen, dass sie aufmerksamer sein sollen und nicht den Müll unter Bäume und Büsche werfen. Die Bäume stört es sehr, wenn sie da mitten im Müll stehen…“

Die 10jährige Elvira meinte:

„Ich wollte der Winter sein, denn im Winter sieht alles so sauber und weiss aus. Als Winter habe ich die Welt mit meinem frischen weissen Schnee bedeckt, so dass sie ganz märchenhaft aussah. Aber als dann der Frühling kam und der Schnee schmolz, war ich traurig, dass unter der schönen weißen Decke soviel Müll hervorkam…. Als Pflanze wollte ich ein Apfelbaum sein. Ich habe mich schön gefühlt, mit meinen zarten Blüten und wenn dann die Äpfel an meinen Zweigen wachsen. Aber es war mir schwer, wenn mir Kinder und Erwachsene meine Äpfel abreissen, wenn sie noch gr ü n sind, denn ich möchte, dass sie reif werden können an meinen Ästen….“

Der 11-jährige Dino sagte:

„…..Ich habe mir vorgestellt, ich sei ein Fisch in der Drina. Ich liebe es, herum zu schwimmen im klaren Wasser, gemeinsam mit meinen Freunden, den anderen Fischen… Aber dann werde ich ganz traurig, wenn ich fühle, dass jemand Müll ins Wasser wirft oder irgendeine eklige Brühe da reinkippt…. Das ist für mich schrecklich, denn dadurch wird mein Zuhause, in dem ich lebe ganz schmutzig und ich werde krank…“

Und die 9-jährige Merima meinte:

„Ich habe mir vorgestellt, dass ich ein Veilchen bin, denn ich liebe diese Blümchen, wenn sie als erste im Frühling blühen. Ich habe mich gefreut, wenn Kinder oder Erwachsene vorsichtig einige meiner Blüten gepflückt haben….. Aber wenn ich mir vorgestellt habe, dass irgendwelche Leute auf mir absichtlich herumtrampeln, das tat mir weh und machte mich ganz traurig…. Ich möchte gerne wachsen und duften für alle in meiner Umgebung…“

Soviel für heute!

Im nächsten Block werden wir weiter über den Workshop berichten.

Mit herzlichen Grüßen

Amina und Senija

 

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Bp_dauerspender
G. Mueller (Project Manager) written over 3 years ago
Aber klar kannst Du das benutzen - ich denke 'Dino' wird stolz sein, dass er eine solche Anregung gegeben hat.
Liebe Gruesse
Gabriele

Bp_dauerspender
A. Hammoud written over 3 years ago
Schöne Spielidee! Mir gefällt natürlich besonders die Vorstellung von Dino - darf ich den Ansatz für mein Wasserprojekt nachnutzen? Liebe Grüße aus Berlin. Adina

G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Ein riesiger Schritt fuer Azra!

Liebe Freundinnen und Freunde,

hier kommt nun die fuenfte Fortsetzung des Berichts von Amina Vrana ueber ihre Arbeit mit den Kindern im SEKA-Projekt:

„Heute möchte ich Ihnen gerne weiter von der 8 jährigen Azra erzählen: Während des Erholungsaufenthalts am Meer machte Azra weiterhin große Fortschritte:

 Während der gesamten Zeit beteiligte sie sich mit Eifer an allen Gruppen-Aktivitäten, meldete sich oft sogar für kleine Aufgaben freiwillig. Es gab keine Situation, in der sie sich von der Gruppe zurückzog – im Gegenteil: zu Anfang bemühte sie sich eher zu sehr um die anderen Kinder, machte ihnen Komplimente und zeigte, wie sehr sie ihre Freundschaft suchte.

Dies war für Azra einerseits ein großer Fortschritt; andererseits nutzten zwei der Mädchen ihre Bemühungen aus, um sich über sie lustig zu machen. Sie behandelten Azra „von oben herab“, tuschelten hinter ihrem Rücken und 'verdrehten die Augen', wenn sie etwas sagte.

Es gab insgesamt zu Anfang der Gruppenarbeit in der Kindergruppe eine deutliche Hierarchie und Untergrüppchen, die eine latente Spannung erzeugten. Azra, die geistig behinderte Dina und noch ein Junge wurden von vier der dominanteren Kinder nicht als gleichwertig behandelt.

Durch die Erarbeitung der Regeln („Wie wollen wir uns verhalten, damit wir uns alle in der Gruppe wohl fühlen) am ersten Tag der Gruppenarbeit und durch die Arbeit an den Themen 'Kommunikation', 'Gefühle', 'Konflikte lösen' und 'Vorurteile' veränderte sich das Klima in der Gruppe zusehends. Die Kinder entwickelten mehr Verständnis und Toleranz für einander. Auch Azra fühlte sich dadurch gestärkt und ihr Selbstwertgefühl wuchs.

Dadurch fand sie – mit unserer Unterstützung - selbst einen Weg, ihr Verhältnis zu den beiden Mädchen zu klären: Früher hätte sie sich zurückgezogen, wäre aggressiv geworden, oder hätte erwartet, dass ich für sie ihr Problem lösen sollte. Nun erzählte sie mir auf einem der Abendspaziergänge ihren Kummer, dass die beiden Mädchen sie als Freundin ablehnten. Sie fragte mich um meinen Rat. In unserem Gespräch erkannte sie, dass sie vielleicht manchmal „des Guten zuviel tat“, um die Freundschaft der Mädchen zu erreichen. Wir sprachen auch darüber, dass man Freundschaft nicht erzwingen kann und dass sie das auch nicht nötig hatte. Es gab auch noch andere Mädchen in der Gruppe..... Azra entschied sich, dass sie mit den beiden Mädchen einzeln sprechen wollte – und sie fragen, was sie denn an ihr störte.

Durch diese direkte Aussprache gelang es Azra, aktiv ihr Verhältnis zu den beiden zu klären. Sie wurden zwar nicht 'dicke Freundinnen', aber hörten mit ihrem abfälligen Verhalten auf und bezogen Azra in Zukunft häufiger in ihre Spiele mit ein. Azra ihrerseits war nicht mehr so auf die beiden fixiert und schloss Freundschaft mit einem der anderen Mädchen. Sie war glücklich und stolz, dass sie das selbst erreicht hatte. Sie hatte es – mit nur ein wenig Unterstützung – geschafft, aus der Rolle des Opfers herauszutreten, sich selbst zu behaupten und befriedigende soziale Kontakte zu anderen zu knüpfen.

Azra verlor viele ihrer Ängste – auch durch das Medium Meer: Sie lernte schwimmen und tauchen, gewann Vertrauen, dass das Meerwasser sie trägt. Sie wurde von Tag zu Tag selbstbewusster, fröhlicher und unbeschwerter – als ob eine Last von ihr abgefallen sei. Während des Erholungsaufenthalts emanzipierte sich Azra auch mehr von ihrer Mutter, die sie bisher sehr an sich gebunden hatte – aufgrund eigener Ängste und des Bedürfnisses nach Kontrolle.

Am letzten Abend in Neum konnte ich die Azra, die 8 Monate zuvor mit ihrer Mutter ins SEKA-Haus gekommen war, kaum mehr wiedererkennen: Aus einem schwer traumatisierten, in sich verschlossenen Kind, das Angst vor anderen Kindern und vor jeder Menschenmenge hatte, das keine laute Musik ertragen konnte und vor jedem Kontakt zurückschreckte, war ein Mädchen geworden, dass mit den anderen ausgelassen spielte und tanzte (und das Gedränge war an diesem Abend groß!), das gemeinsam mit den anderen Lieder vortrug und – sogar ein Lied alleine sang. Wenn ich mir die Bilder anschaue – Azras gelöstes glückliches Gesicht sehe, dann fühle auch ich ein tiefes Glücksgefühl und die Gewissheit, dass diese unsere Arbeit in SEKA eine Menge bewirken kann...

Zurück in ihrem Alltag wird Azra sicher noch für eine Weile unsere Begleitung benötigen – aber in Neum hat sie einen riesigen Schritt vorwärts gemacht – ein Erfolg, der ihr Kraft auch für neue Schwierigkeiten und Herausforderungen geben wird....

Ich danke Ihnen allen für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung!

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Amina Vrana

 

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Bp_dauerspender
G. Mueller (Project Manager) written over 3 years ago
Liebe Adina,
das ist so schoen, von Dir immer wieder eine Rueckmeldung zu bekommen; danke fuer Deine Ermutigung. Ich werde Amina Deinen Kommentar uebersetzen.
Liebe Gruesse
Gabriele

Bp_dauerspender
A. Hammoud written over 3 years ago
Liebe Amina, ich habe jeden der Berichte gelesen und bin beeindruckt von Eurer Leistung. Das Beispiel Azra ist sehr schön beschrieben - man kann es richtig nachvollziehen... Glückwunsch und noch viele solche Erfolge. Adina

G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

The book arrived!

Dear friends,

we are so happy, as the book from Violet Oaklander: "Windows to our children" arrived today well in the project in Gorazde / East-Bosnia.

We thank once again our supporter Christoph H., who searched for it by internet, bought and had it sent to us.  The book will be a great support for the colleagues in Bosnia but also for the Palestinian teams in Libanon.

With warm regards

Gabriele

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Wir freuen uns sehr!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns sehr ueber eine grosse Spende von ausserhalb Betterplace: eine unserer langjaehrigen Unterstuetzerinnen hat uns fuer das November-Gehalt fuer Amina 150 € (!) ueberwiesen. Das erleichtert uns sehr, da wir schon Sorge hatten, wie wir diesen Bedarf noch rechtzeitig finanzieren koennten.

Wir bedanken uns sehr herzlich!

Viele Gruesse

Gabriele

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Vielen Dank, Christoph!

Liebe Freundinnen und Freunde,

Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu koennen, dass uns unser Unterstuetzer Christoph H. erneut mit einer Spende geholfen hat - fuer die Finanzierung der November-Personalkosten unserer Kollegin Amina, die im SEKA-Projekt therapeutisch und paedagogisch mit den Kindern und Jugendlichen arbeitet. Das ist grossartig! Vielen Dank, Christoph!

Wir hoffen, dass uns auch die Finanzierung der restlichen 425 € noch rechtzeitig gelingen wird.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Thank you, Christoph!

Dear friends,

I am glad to inform you, that our supporter Christoph H. again helped us concerning the November-costs for our colleague Amina, who is therapeutically and pedagogically working with the children in SEKA-project. This is great, Christoph. Thank you so much!

We hope, that we will succeed in financing the still necessary 425 €, too.

With warm regards.

Gabriele

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Danke, Hani!

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute moechte ich mich bedanken fuer eine ganz besondere Unterstuetzung: Die 77jaehrige Mutter meiner Kollegin Esma hat selbst eine ganz geringe Rente, mit der sie ohne die regelmaessige Unterstuetzung ihrer Tochter nicht ueberleben koennte (Die Preise besonders fuer Lebensmittel in Bosnien sind innerhalb des letzten Jahres 'explodiert'. Manche Lebensmittel wie Brot oder Milch haben sich um 50 % verteuert.)

Dennoch hat Hani D. sich entschlossen, zum diesjaehrigen Bajram 10 KM = ca 5 € an unser Projekt SEKA zu spenden: "fuer die Kinder". Das ist fuer sie sehr viel Geld.

Hani kennt das SEKA-Haus in Gorazde von Anfang an. Oft besucht sie mich dort und immer bringt sie etwas mit: selbstgebackene bosnische Pita, Baklava, Paprika, Tomaten oder Gurken aus ihrem Gaertchen. Viele der Blumen im Garten vorm SEKA-Haus hat sie gepflanzt - sie hat selbst einen wunderschoenen Blumengarten.

Und nun hat sie uns das gespendet, was sie selbst am wenigsten hat: Geld. Zuerst wollte ich es nicht annehmen, aber sie war unerbittlich: "Im Ramazan soll man auf etwas verzichten, was einem wichtig ist und das dann zu Bajram (dem muslimischen Zuckerfest am Ende des Fastenmonats Ramazan) jemandem schenken, der es noetig hat," meinte sie und blieb dabei. Hanis Geste beruehrt mich zutiefst.

Deswegen bleibt mir nichts anderes uebrig, als mich von ganzem Herzen bei ihr zu bedanken: Danke, Hani, fuer Deine grosszuegige und selbstlose Unterstuetzung.

Fuer die Kosten fuer Aminas Stelle im November sind damit bisher 25 € gedeckt. Allerdings fehlen noch 475 €. Ich hoffe, dass wir fuer diesen Bedarf noch rechtzeitig die noetigen Spenden bekommen koennen.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Fotos vom Oeko-Workshop!

Liebe Freundinnen und Freunde,

am Samstag haben wir den Oeko-Workshop mit einer Foto-Ausstellung der "guten und schlechten  Beispiele", die die Kinder fotografiert hatten erfolgreich abgeschlossen. Die Kinder waren begeistert und sind sehr interessiert an einem weiteren Workshop - evtl. zum Thema 'Wasser'...

Eben habe ich eine ganze Reihe Fotos von den drei Tagen hier auf Betterplace gestellt. Ich hoffe, sie geben einen Eindruck von der Begeisterung und der Ernsthaftigkeit, mit der die Kinder bei der Sache waren.

Demnaechst werden unsere beiden Kolleginnen Amina V. und Senija T. ausfuehrlicher darueber berichten.

Fuer heute herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

'Ein neuer Weg im Kontakt zu anderen...'

Liebe Freundinnen und Freunde,

hier kommt wie versprochen die 4. Fortsetzung des Berichts von Amina ueber die Arbeit mit den Kindern:

„Im letzten Blog habe ich begonnen, über meine Arbeit mit der 8-jährigen Azra zu berichten. Heute will ich Ihnen ein wenig weiter erz ä hlen:

Mit Azra habe ich lange Zeit alleine gearbeitet. Sie hatte Schwierigkeiten mit anderen Kindern; in der Schule oder auch in ihrem Wohnumfeld hatte sie zu oft erlebt, dass sie verletzt, gedemütigt, ausgelacht oder 'als Sozialfall behandelt' wurde. Sie konnte zu Anfang nicht formulieren, was sie im Zusammensein mit anderen störte. Sie drückte es so aus, dass sie die Lautstärke und „das Gedränge“ nicht ertragen konnte, sie mochte auch keine laute Musik.

Wir bemerkten dies bei verschiedenen Feiern im SEKA-Haus (zu Bajram, Weihnachten, Neujahr und ähnlichem). Wie alle Kinder und Frauen luden wir sie mit ihrer Mutter ein und erlebten wiederholt, dass sie sich im Treppenhaus versteckte oder sich im Kindertherapieraum verkroch und um keinen Preis den Raum mit den übrigen feiernden Kindern und Frauen betreten wollte.

Mit der Zeit und mit viel Geduld, gelang es mir, Azra zu zeigen, dass das SEKA-Haus und besonders das Kindertherapiezimmer für sie ein sicherer Ort waren, an dem sie sich warm und geborgen fühlen konnte. Von Woche zu Woche gewann sie mehr Vertrauen und konnte sich allmählich mehr und mehr entspannen und sich öffnen.

Sie begann, mit mir ihre Freuden und Schmerzen, ihre Ängste und Träume zu teilen, erzählte mir was sie erlebt hatte und besonders im Spiel begann sie mir anzuvertrauen, wieviel Gewalt und Schreckliches sie erfahren hatte, durch ihren Vater, ihren Onkel, aber auch zeitweise durch ihre Mutter, die in ihrer eigenen Hilflosigkeit ihre ohnmächtige Wut und Frustration an dem Kind ausgelassen hatte.

Es wurde mir sehr klar, warum, Azra zu Anfang unseres Kontakts so 'zerfahren' auf mich gewirkt hatte, als ob sie da und doch nicht da sei. Als ob sie Nähe suchte und gleichzeitig fliehen wollte. Sie hatte damals überhaupt kein Gefühl für sich selbst: für ihre Bedürfnisse, ihre Grenzen. Sie war verschreckt und einerseits überangepasst, andererseits konnte sie nicht ertragen, wenn etwas von ihr erwartet wurde, weil sie Angst hatte zu versagen. Dieses Verhalten konnte ich nun klar als Folgen ihrer fortgesetzten traumatischen Erfahrungen erkennen.

Nachdem sich Azra in der Einzelarbeit recht gut stabilisiert hatte, entschieden wir uns im Team, Azra und ihrer Mutter die Teilnahme am therapeutischen Erholungsaufenthalt am Meer vorzuschlagen. Wir gingen davon aus, dass die therapeutisch-pädagogische Gruppenarbeit für Azra eine gute Möglichkeit sein könnte, sich weiterzuentwickeln und mit Unterstützung der Therapeutinnen einen tragfähigen Kontakt zu den anderen Kindern der Gruppe zu entwickeln – als Erfahrung, die einen neuen Weg im Kontakt zu anderen Kindern für sie öffnen könnte.

Weder Mutter noch Kind waren je am Meer gewesen. Das Angebot war für sie daher außerordentlich attraktiv. Dennoch war Azra lange Zeit sehr ambivalent: Auf der einen Seite wollte sie so gerne ans Meer fahren, aber immer wieder schwankte sie wieder in ihrem Entschluss. Ich drängte sie nicht, liess ihr Zeit, machte deutlich, dass das ein Angebot war, dass sie nichts musste. Wir sprachen über ihre Ängste, die sie an äußeren Dingen festmachte: „Wir haben kein Geld...“ (Ich beruhigte sie, es wird alles von uns bezahlt.) „Ich habe keinen Badeanzug.....“ (Ich beruhigte sie, dass wir ihr einen Badeanzug leihen könnten) und so weiter. Es war zu sehen, wie sehr sie mit sich kämpfte, da sie wusste, dass sie dort sehr viel mit den anderen Kindern der Gruppe zusammensein würde.

Allerdings, als die Zeit der Abreise näher rückte, sagte ich ihr klar, dass es nun wichtig sei, dass sie sich endgültig entscheiden müsse. Denn falls sie nicht wollte, dann sollte ein anderes Kind diese Gelegenheit bekommen. Nun entschied sie sich endgültig.

Auf dem Vortreffen der Kinder, das im Kindertherapieraum stattfand (den sie offensichtlich als 'ihren sicheren Ort empfand' ) zeigte sich zu meiner Überraschung eine erste Veränderung: Azra hatte keine Probleme, mit den anderen Kindern im Raum zu sein (dar ü ber hatten wir auch vorher viele Male gesprochen) und sie beteiligte sich an der Unterhaltung, sogar mehr als manches andere Kind.

Auf der Reise nach Neum hielt sie sich zwar in meiner Nähe. Das brauchte sie offensichtlich als Sicherheit. Gleichzeitig musste sie aber meine Aufmerksamkeit mit den anderen Kindern teilen. Das gelang ohne größere Probleme.

Während der 12 Tage des Erholungsaufenthalts machte sie dann weiterhin große Fortschritte, über die ich Ihnen im nächsten Blog weiter berichten werde.

Mit herzlichen Grüßen

Amina Vrana

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

'Ein neuer Weg im Kontakt zu anderen...'

Liebe Freundinnen und Freunde,

hier kommt wie versprochen die 4. Fortsetzung des Berichts von Amina ueber die Arbeit mit den Kindern:

 

„Im letzten Blog habe ich begonnen, über meine Arbeit mit der 8-jährigen Azra zu berichten. Heute will ich Ihnen ein wenig weiter erz ä hlen:

Mit Azra habe ich lange Zeit alleine gearbeitet. Sie hatte Schwierigkeiten mit anderen Kindern; in der Schule oder auch in ihrem Wohnumfeld hatte sie zu oft erlebt, dass sie verletzt, gedemütigt, ausgelacht oder 'als Sozialfall behandelt' wurde. Sie konnte zu Anfang nicht formulieren, was sie im Zusammensein mit anderen störte. Sie drückte es so aus, dass sie die Lautstärke und „das Gedränge“ nicht ertragen konnte, sie mochte auch keine laute Musik.

Wir bemerkten dies bei verschiedenen Feiern im SEKA-Haus (zu Bajram, Weihnachten, Neujahr und ähnlichem). Wie alle Kinder und Frauen luden wir sie mit ihrer Mutter ein und erlebten wiederholt, dass sie sich im Treppenhaus versteckte oder sich im Kindertherapieraum verkroch und um keinen Preis den Raum mit den übrigen feiernden Kindern und Frauen betreten wollte.

Mit der Zeit und mit viel Geduld, gelang es mir, Azra zu zeigen, dass das SEKA-Haus und besonders das Kindertherapiezimmer für sie ein sicherer Ort waren, an dem sie sich warm und geborgen fühlen konnte. Von Woche zu Woche gewann sie mehr Vertrauen und konnte sich allmählich mehr und mehr entspannen und sich öffnen.

Sie begann, mit mir ihre Freuden und Schmerzen, ihre Ängste und Träume zu teilen, erzählte mir was sie erlebt hatte und besonders im Spiel begann sie mir anzuvertrauen, wieviel Gewalt und Schreckliches sie erfahren hatte, durch ihren Vater, ihren Onkel, aber auch zeitweise durch ihre Mutter, die in ihrer eigenen Hilflosigkeit ihre ohnmächtige Wut und Frustration an dem Kind ausgelassen hatte.

Es wurde mir sehr klar, warum, Azra zu Anfang unseres Kontakts so 'zerfahren' auf mich gewirkt hatte, als ob sie da und doch nicht da sei. Als ob sie Nähe suchte und gleichzeitig fliehen wollte. Sie hatte damals überhaupt kein Gefühl für sich selbst: für ihre Bedürfnisse, ihre Grenzen. Sie war verschreckt und einerseits überangepasst, andererseits konnte sie nicht ertragen, wenn etwas von ihr erwartet wurde, weil sie Angst hatte zu versagen. Dieses Verhalten konnte ich nun klar als Folgen ihrer fortgesetzten traumatischen Erfahrungen erkennen.

Nachdem sich Azra in der Einzelarbeit recht gut stabilisiert hatte, entschieden wir uns im Team, Azra und ihrer Mutter die Teilnahme am therapeutischen Erholungsaufenthalt am Meer vorzuschlagen. Wir gingen davon aus, dass die therapeutisch-pädagogische Gruppenarbeit für Azra eine gute Möglichkeit sein könnte, sich weiterzuentwickeln und mit Unterstützung der Therapeutinnen einen tragfähigen Kontakt zu den anderen Kindern der Gruppe zu entwickeln – als Erfahrung, die einen neuen Weg im Kontakt zu anderen Kindern für sie öffnen könnte.

Weder Mutter noch Kind waren je am Meer gewesen. Das Angebot war für sie daher außerordentlich attraktiv. Dennoch war Azra lange Zeit sehr ambivalent: Auf der einen Seite wollte sie so gerne ans Meer fahren, aber immer wieder schwankte sie wieder in ihrem Entschluss. Ich drängte sie nicht, liess ihr Zeit, machte deutlich, dass das ein Angebot war, dass sie nichts musste. Wir sprachen über ihre Ängste, die sie an äußeren Dingen festmachte: „Wir haben kein Geld...“ (Ich beruhigte sie, es wird alles von uns bezahlt.) „Ich habe keinen Badeanzug.....“ (Ich beruhigte sie, dass wir ihr einen Badeanzug leihen könnten) und so weiter. Es war zu sehen, wie sehr sie mit sich kämpfte, da sie wusste, dass sie dort sehr viel mit den anderen Kindern der Gruppe zusammensein würde.

Allerdings, als die Zeit der Abreise näher rückte, sagte ich ihr klar, dass es nun wichtig sei, dass sie sich endgültig entscheiden müsse. Denn falls sie nicht wollte, dann sollte ein anderes Kind diese Gelegenheit bekommen. Nun entschied sie sich endgültig.

Auf dem Vortreffen der Kinder, das im Kindertherapieraum stattfand (den sie offensichtlich als 'ihren sicheren Ort empfand' ) zeigte sich zu meiner Überraschung eine erste Veränderung: Azra hatte keine Probleme, mit den anderen Kindern im Raum zu sein (dar ü ber hatten wir auch vorher viele Male gesprochen) und sie beteiligte sich an der Unterhaltung, sogar mehr als manches andere Kind.

Auf der Reise nach Neum hielt sie sich zwar in meiner Nähe. Das brauchte sie offensichtlich als Sicherheit. Gleichzeitig musste sie aber meine Aufmerksamkeit mit den anderen Kindern teilen. Das gelang ohne größere Probleme.

Während der 12 Tage des Erholungsaufenthalts machte sie dann weiterhin große Fortschritte, über die ich Ihnen im nächsten Blog weiter berichten werde.

Mit herzlichen Grüßen

Amina Vrana

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

2. Tag des Oeko-Workshops mit den Kindern

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute fand der zweite Teil unseres Oekoworkshops mit den Kindern statt. Das Wetter war wunderschoen und trug zum Gelingen bei. Die Kinder waren mit Begeisterung und grosser Ueberzeugung bei der Sache.

Es sind viele Fotos von guten und schlechten Beispielen entstanden, besonders bzgl. des Muellproblems. Mit Arbeitshandschuhen und Muellsaecken versehen, sammelten die Kinder dann - unterstuetzt von den Kolleginnen - viele Tueten voller Muell. Das Lokalfernsehen filmte sie dabei. Anschliessend hatten die Kinder dann Gelegenheit, allein oder zu zweit, ihre Statements zum Thema Oekologie abzugeben und an die FernsehzuschauerInnen zu appellieren. Wir sind schon gespannt auf den Film, den das Fernsehen schliesslich in einer halbstuendigen Sendung daraus zusammenstellen wird. Dann wurden noch Infoblaetter verteilt, wobei die Kinder den Passantinnen den Sinn ihres Oeko-Projekts erklaerten. So ergab sich auch ein sehr ernsthaftes Gespraech mit einem Polizisten, der ueber die Umweltsuenden, die die Kinder entdeckt hatten, aufgeklaert wurde.

Nun werden die Fotos der Kinder entwickelt und am Samstag in einer - ebenfalls von den Kindern gefertigten - Ausstellung gezeigt.

Soviel fuer heute!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Erster Tag des Oeko-Workshops!

Liebe Freundinnen und Freunde,

gestern war der erste Tag des Oeko-Workshop mit den Kindern. 11 Kinder waren mit Feuereifer bei der Sache. Amina und Senija hatten die 4-stuendige themenzentrierte Gruppenarbeit liebevoll vorbereitet.

Sie liessen die Kinder mit imaginativen und kreativen Techniken, sowie durch Rollenspiele mit Handpuppen das Thema moeglichst selbstaendig erarbeiten. Zusaetzlich gaben sie kindgerechte Informationen. Die Kinder hatten viel Spass und bereiteten auch schon ihre "Statements" fuer das Fernsehen vor.

Morgen wird der zweite Tag des Workshops stattfinden: Foto-Aktion mit "schlechten und guten Beispielen", Muellsaeuberungsaktion begleitet vom Fernsehen und Verteilen der Infoblaetter an PassantInnen, Gespraeche mit PassantInnen.

Wir hoffen, das Wetter haelt weiterhin!!!

Soviel fuer heute...

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Thank you, Adina!

Dear friends,

today I want to thank again our supporter Adina Hammoud - for her new support concerning the salary of our colleague Amina in November. It is not only her support through a further donation, but her support through her interest in our projects and the exchange with her concerning also her projects. I feel this as very lovely and enriching! This is, what I appreciate also at Betterplace: the contacts and the exchange growing between different projects.

Today our first workshop with the kids concerning our Ecology-workshop starts. The children between 10 and 13 will come here in the afternoon for 4 hours creative group-work with our colleagues Amina and Senija.

We will report about this again..... And: the weather will be fine!!!!!!!!!

I wish all of you a lovely week...

With warm regards

Gabriele

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Das ist einfach grossartig!

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute moechte ich Ihnen mitteilen, dass  es unserem Unterstuetzer Christoph H. gelungen ist, uns die englische Ausgabe des Buches von Violet Oaklander "Windows to our children" zu besorgen und uns schicken zu lassen. Das ist einfach grossartig! Es bedeutet uns sehr viel. Nicht nur fuer meine bosnischen Kolleginnen ist das Buch sehr wichtig, sondern auch fuer die Kolleginnen der palaestinensischen Teams, mit denen ich im Libanon arbeite. In ihrer aller Namen ein ganz ganz grosses Dankeschoen an Christoph!!!

Ich habe nun verschiedentlich versucht, den Bedarf als "erhalten" zu vermerken, und als Spender Christoph Heininger anzugeben, aber irgendwie funktioniert das nicht...

Ich werde das Betterplace-Team um Hilfe bitten, dass sie den Bedarf als "erhalten" bzw "erfuellt" vermerken.

Auf jeden Fall: Der Bedarf ist schon erfuellt. Und nochmals: Danke!

Herzliche Gruesse

Gabriele

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Gruppenarbeit mit Kindern

Liebe Freundinnen und Freunde,

eben habe ich noch einige Fotos von der Gruppenarbeit mit den groesseren Kindern eingestellt... In der therapeutischen Einzelarbeit fotografieren wir nur selten, da es viele Kinder als stoerend erleben, wenn eine fuer sie nicht vertraute Person Fotos macht.

Ich wuensche Ihnen nun allen einen schoenen Sonntag. Hier in Gorazde scheint sich das Wetter wieder zu verbessern. Druecken Sie uns die Daumen, dass wir fuer den Workshop in der kommenden Woche die Sonne zur Unterstuetzung haben!!!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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Bp_dauerspender
A. Hammoud written over 3 years ago
Ich habe mir gerade mal die Fotos angeschaut und finde sie sehr aussagekräftig. Respekt für Eure Arbeit!

G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

SEKA - der erste Ort, an dem sie willkommen war..

Liebe Freundinnen und Freunde,

wie Sie vielleicht bemerkt haben, habe ich nun auch den neuen Bedarf fuer Aminas Personalkosten im November auf unsere Projektseite gestellt.

Und hier kommt die dritte Fortsetzung von Aminas Bericht ueber ihre Arbeit mit den Kindern:

 „......Durch die Arbeit in SEKA habe ich schon zweimal beim Projekt „Glückstage“ mitgearbeitet. (Wenn Sie das Projekt naeher interessiert, finden Sie es auch hier auf Betterplace unter der Nummer 233.)

Die Kinder, denen ich durch dieses Projekt begegnet bin, waren alle sehr unterschiedlich – aber gemeinsam war ihnen, dass sie von den Problemen ihrer Eltern bzw. ihrer Familien sehr belastet waren. Einige von ihnen waren sehr ängstlich und in sich zurückgezogen, andere eher agressiv. Zwei Kinder waren behindert... Aber jedes Kind ist von diesem Erholungsaufenthalt verändert zurückgekommen, mit neuem Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl – und verbunden mit den anderen Kindern der Gruppe...

Aber auch ich bin verändert zurückgekommen, denn jedes Kind hat mich auf seine besondere Weise beeindruckt – durch seine Lebensgeschichte, die es mir während unserer gemeinsamen Aktivitäten „wie nebenbei“ erzählt hat – ob in der Gruppenarbeit oder im Einzelkontakt, am Strand, beim Schwimmen, auf Spaziergängen, abends auf dem Balkon....

„Besonders beeindruckt hat mich die Geschichte des 8jährigen Mädchens Azra, das schon vor etwa einem Jahr mit seiner Mutter ins SEKA-Haus kam. Azra war damals sehr zurückgezogen, hat jede Kommunikation abgelehnt. Schweigend saß sie da und beobachtete nur die Spielsachen im „SEKA-Kinderzimmer“. Azra wurde zu uns geschickt, weil sie grosse Probleme in der Schule hatte - besonders mit den anderen Kindern. Ich hatte den Eindruck, als ob sie einen „sicheren“ Ort suchte, aber zuerst mit größter Vorsicht alles sondierte. Später erfuhr ich, dass sie in ihrem Leben zu oft von anderen Menschen, die ihr Schutz und Sicherheit hätten bieten müssen, enttäuscht worden war.

Mit Azra habe ich zuerst lange Zeit einzeln gearbeitet. Mit jeder Stunde gelang es mir, ihr Vertrauen ein Stückchen mehr zu gewinnen. Eine Zeitlang probierte sie alles aus, konnte sich aber auf kein Spiel länger konzentrieren. Dann – als unser Kontakt stabiler wurde – hatte sie eine Phase, in der sie es „mir um jeden Preis recht machen wollte“ – verständlich, denn das war eine der Strategien, die sie entwickelt hatte, um wenigstens ein bißchen Aumerksamkeit oder Anerkennung zu bekommen. Als sie merkte, dass es nicht nötig war „es mir recht zu machen“, dass ich sie im Gegenteil unterstützte herauszufinden, was sie wollte und brauchte – was sie empfand, war das für sie zunächst verwirrend. Sie begann dann auszutesten, „ob ich das wirklich so meinte“, auszutesten, wo die Grenzen waren. Und natürlich gab es in unserem Kontakt auch Grenzen: zeitlich, räumlich und auch bzgl. des Verhaltens (wir haben Regeln im Kinderzimmer, die die Kinder in der Gruppe selbst erarbeitet haben, z.B. niemanden zu verletzen, nichts absichtlich kaputtzumachen uam). Ich erklärte ihr immer wieder geduldig, was möglich und was nicht möglich ist. Auch das war neu für sie, dass ihr Grenzen geduldig aber klar vermittelt werden: Sie war gewohnt, dass Grenzen und Regeln völlig unvorhersehbar und willkürlich gehandhabt und meist aggressiv oder gewaltsam durchgesetzt wurden. Langsam gewann Azra Vertrauen und fühlte sich sicher in unserer Beziehung.

Parallel arbeitete meine Kollegin Senija mit ihrer Mutter. Dadurch erfuhren wir, dass beide viele Jahre lang schwere koerperliche und seelische Gewalt durch Azras Vater erlitten hatten, der alkoholabhängig und sehr gewalttätig war. Azras Mutter hatte selbst eine Geschichte voller Gewalt (bereits in ihrer Kindheit) und traumatischer Erfahrungen während des Krieges. Darüber hinaus lebten Mutter und Tochter finanziell völlig ungesichert in einem vom Zentrum für Sozialarbeit zugeteilten Zimmer in einer Obdachlosenunterkunft.

Azra, wie auch ihre Mutter, hatte ihr Leben lang mehr oder weniger die Erfahrung gemacht, ausgestossen zu sein, verachtet von anderen Menschen und auf Almosen angewiesen. SEKA war für sie der erste Ort, an dem sie spürten, dass sie willkommen waren und Achtung und liebevolle Wertschätzung erfuhren. Obwohl SEKA keine materiellen Hilfen verteilt, kamen sie gerne und regelmäßig zu den Terminen.

Soviel für heute.... Im nächsten Blog werde ich Ihnen weiter berichten, wie Azra sich inzwischen verändert hat.

 Mit herzlichen Grüßen

Amina Vrana

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Grossartig! Der Oeko-Workshop ist finanziert!!!

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute, als Amina und ich einen Blick auf Betterplace warfen, weil ich ihr von dem Wasserprojekt der GSE erzaehlte und von unserer Zukunftsidee vielleicht ein kleines Projekt zusammen zu machen, waren wir sprachlos und begeistert, als wir bemerkten, dass unser Oekoprojekt nun voll finanziert ist!

Ein/e anonyme/r Spender/in hat den Bedarf fuer den Foto-Workshop endgueltig erfuellt. Das ist einfach grossartig und wir bedanken uns dafuer sehr herzlich!

Nun ist das letzte Hindernis ausgeraeumt und am Montag kann das Oeko-Projekt definitiv starten! Super!

Mit begeisterten Gruessen

Gabriele und Amina

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Bp_dauerspender
A. Hammoud written over 3 years ago
Schön zu lesen, dass es losgehen kann! Ich wünsche Euch viel Erfolg dabei - und auf bald. Viele Grüße aus dem kühlen, windigen und ab und zu sonnigen Berlin von Adina

G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Nur noch 64 € fehlen!

Liebe Freundinnen und Freunde,

ein herzliches Dankeschoen an eine unserer treuesten Foerderinnen (sie unterstuetzt SEKA schon 12 Jahre lang!) - fuer eine weitere Spende ueber 50 € fuer den Oeko-Workshop!

Nun fehlen nur noch 64 €.... Und wir hoffen, dass wir die auch noch zusammenbekommen...

Herzlichst

Gabriele

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Das ist einfach grossartig!

Liebe Freundinnen und Freunde,

Es geht mit grossen Schritten voran: Wir haben zwei neue UnterstuetzerInnen: Mirjana B. und Moritz E. Ihnen beiden herzlichen Dank fuer die Unterstuetzung des Oeko-Workshops! Ein grosses Dankeschoen fuer die vielfache Unterstutzung von M. Stein.

Ausserdem haben wir noch 100 € Direktspenden an SEKA HH bekommen. Das ist alles grossartig.

Wir planen nun den Oeko-Workshop definitiv fuer naechste Woche und hoffen, dass bis dahin sowohl das schoene Herbstwetter haelt (fuer die Aktionen draussen) und auch, dass wir die restlichen Spenden noch zusammenbekommen.

Die Kindergruppe haben wir schon zusammengestellt: 13 Kinder im Alter von 10 - 13 Jahren. Die freuen sich schon und sind schon ganz aufgeregt. Auch die Absprache mit dem Lokal-Fernsehen ist endgueltig getroffen. Die Filme fuer die Kinder hat uns unser Fotograf gespendet. Einfache Fotoapparate haben wir. Das Programm haben Amina und Senija schon genau geplant.

Nun gilt es noch kleine Arbeitshandschuhe  und Muellsaecke, sowie Getraenke und Gebaeck zur Erfrischung zu besorgen, die Einladungen fuer die Eltern zu verschicken, die Faltblaetter, die die Kinder verteilen werden, zu vervielfaeltigen, die "Oeko-Diplome" zu plastifizieren und den Fahrdienst endgueltig abzusprechen. Auch uns hat die Aufregung und Vorfreude der Kinder bereits angesteckt......

Soviel fuer heute...

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Danke Sabine!

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute moechten wir uns bei unserer langjaehrigen Freundin und Unterstuetzerin Sabine F. herzlichst fuer ihre Unterstuetzung bedanken. Sie hat die Kosten fuer den Hol- und Bringdienst fuer den Oeko-Workshop mit den Kindern uebernommen! Herzlichen Dank, Sabine.

Wir hoffen, dass wir auch die restlichen Kosten rasch finanzieren koennen, damit wir das gegenwaertige schoene Wetter ausnutzen koennen fuer die geplante Foto- und Muell-Saeuberungsaktion, die teilweise vom Fernsehen begleitet werden soll..

Viele Gruesse

Gabriele Mueller

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Sabine F. written over 3 years ago
Aber gerne! Ich finde es toll, dass Ihr auch so was im Blick habt!
Lieben Gruss
Sabine

G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Hol- und Bringdienst fuer Oeko-Workshop

Liebe Freundinnen und Freunde,

wie Sie vielleicht bemerkt haben, haben wir noch einen Bedarf fuer den Oeko-Workshop hinzugefuegt:

Es ist uns wichtig, dass nicht nur die Kinder aus Gorazde sondern auch aus umliegenden Ortschaften am Workshop teilnehmen koennen, denn in diesen Orten geschieht fuer die Kinder noch weniger als in Gorazde selbst. Die oeffentlichen Verkehrsverbindungen sind allerdings sehr schlecht und dazu teuer fuer Familien die am Existenzminimum oder sogar darunter leben.

Deshalb werden wir fuer die Kinder von ausserhalb einen Hol- und Bringdienst an den drei Tagen einrichten. Dafuer muessen wir (bei den derzeitigen Benzinpreisen) Kosten von mindestens 50 € kalkulieren.

Wir hoffen, dass die Mittel fuer den Workshop noch rechtzeitig in diesem Herbst zusammenkommen - bevor die Witterung zu kalt und nass wird.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Herzlichen Dank an Fotograf Prses in Gorazde!

Liebe Freundinnen und Freunde,

es geht vorwaerts mit unserem Oeko-Projekt mit den Kindern. Unsere Kolleginnen Senija Tabakovic und Amina Vrana sind intensiv beschaeftigt mit der Vorbereitung des Workshops mit den 10 - 13jaehrigen Kindern. Das bedeutet: Verteilung von Handzetteln / Einladungen, Erstellung von informativen Faltblaettern fuer die Kinder, Absprache mit dem lokalen Fernsehen, Organisation des Hol- und Bringdienstes fuer einige Kindern aus umliegenden Doerfern (der oeffentliche Nahverkehr ist sehr ungenuegend), Vorbereitung der inhaltlichen Einheiten (Gruppenarbeit) mit den Kindern, Vorbereitung der Diplome.

Der Workshop ist fuer drei Tage geplant:

An einem Nachmittag: Erarbeitung des Themas inhaltlich und kreativ mit den Kindern.

An einem weiteren Nachmittag: Fotoaktion (schlechte und gute Beispiele werden fotografiert) und Muellbeseitigungsaktion mit den Kindern an den Ufern der Drina und auf den Plaetzen und Strassen der Stadt. Begleitung durch das lokale Fernsehen. Die Kinder informieren die PassantInnen zu dem Thema Oekologie und Verteilen die Infoblaetter. Die Kinder haben die Moeglichkeit sich zum Thema vor der Fernsehkamera zu aeussern und an Erwachsene und andere Kinder zu appellieren.

Am letzten Tag (vorzugsweise ein Samstag): Vorbereitung der Foto-Ausstellung mit schlechten und guten Beispielen gemeinsam mit den Kindern, dann Eroeffnung der Ausstellung fuer BesucherInnen (Eltern, Verwandte, Freunde, Nachbarn und sonstige Interessierte). Die Kinder fuehren durch die Ausstellung (erneut Begleitung durch das Fernsehen). Schliesslich gemuetlicher Ausklang mit Gebaeck und Getraenken.

Das Fernsehen wird einige Tage spaeter in einer 1/2 stundigen Sendung ausfuehrlich ueber unser Oeko-Projekt berichten.

Wir freuen uns, dass das Fotogeschaeft Prses uns die Filme fuer die Fotoaktion (im Wert von ca. 60 €) gespendet hat. Vielen Dank an Herrn Prses!

Herzliche Gruesse

Bis bald

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Aminas Stelle fuer Oktober ist finanziert!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns sehr: Aminas Stelle ist nun fuer Oktober finanziert! Das ist wunderbar! Wir danken allen UnterstuetzerInnen sehr herzlich.

Wir begruessen ausserdem Vera Vogel als neue Unterstuetzerin und danken ihr, dass sie kraeftig mitgeholfen hat, diese Kosten zu finanzieren.

Toll, dass es Euch alle gibt!

Liebe Gruesse

Gabriele Mueller im Namen des SEKA-Teams

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Fotos bzgl Oekologie-Projekt mit Kindern

Liebe Freundinnen und Freunde,

wie Sie vielleicht schon bemerkt haben, habe ich gestern noch einige Fotos eingestellt: Zum einen Fotos von zerstoerten Haeusern, die noch immer das Strassenbild in Gorazde praegen (Alleine in unserer Strasse gibt es noch 6 Ruinen und noch sehr viele Haeuser mit Einschussloechern...). Das ist die Realitaet in der die Kinder hier noch immer aufwachsen... Und ich merke, wie auch ich mich bereits daran "gewoehnt" habe. Erst wenn ich mich um einen "Blick von aussen" bemuehe, faellt es mir wieder auf. Der Krieg ist noch immer "allgegenwaertig" - in der aeusseren Realitaet - aber noch mehr in den Seelen der Menschen.

Ausserdem habe ich - im Zusammenhang mit unserem geplanten Oeko-Projekt - einige "Muellfotos" hinzugefuegt, die ich auf unserem Sonntagsspaziergang am Ufer der Drina gemacht habe. In einer halben Stunde habe ich etwa 70 "Muellfotos" gemacht, es haetten auch noch viel mehr sein koennen. Ich gehe sehr gerne an der Drina spazieren, aber dieser Anblick erschuettert mich jedes Mal. Einige Fotos zeigen auch, was das Verbrennen von frischen Gartenabfaellen und Muell anrichtet... Zum Schluss habe ich noch drei Fotos hinzugefuegt, die zeigen, wie schoen die Drina und ihr Tal eigentlich ist - ein Schatz, den wir dringend erhalten sollten. Das Bewusstsein darueber moechten wir bei den Kindern wecken!

Und schliesslich freuen wir uns ueber den bestaerkenden Kommentar von Michael Stein zu dem geplanten Oeko-Workshop und seine erneute finanzielle Unterstuetzung - des Workshops, wie auch der Personalkosten fuer Amina. Vielen herzlichen Dank!

Soviel fuer heute

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Was hat Oekologie mit Friedensarbeit zu tun?

Liebe Freundinnen und Freunde,

gestern habe ich unserem Projekt "Hilfe fuer kriegstraumatisierte Kinder" zwei weitere Bedarfe hinzugefuegt - bzgl. der Finanzierung eines Workshops, den wir mit den groesseren Kindern durchfuehren wollen: zum Thema "Oekologie".

Was hat nun ein solcher Workshop mit Kriegstrauma bzw. Friedensarbeit zu tun? Das will ich Ihnen im Folgenden erklaeren:

Nach dem Krieg war Bosnien-Herzegowina nicht nur ein zerstoertes Land - sondern auch eine riesige Muellhalde. In den voellig zerstoerten Doerfern und teils auch in den Staedten, watete man im Muell. Die Kinder spielten in Ruinen und im Muell, sammelten ihr Spielzeug von den Truemmergrundstuecken und wilden Muellhalden... Die Ufer der wunderschoenen smaragdgruenen bosnischen Fluesse saeumten meterhohe Muellhalden, im Fluss schwamm mehr Muell als Fische; denn waehrend des Krieges und auch in der ersten Zeit danach gab es keine Moeglichkeiten der Muellentsorgung. Als sich das Leben im Nachkriegsbosnien allmaehlich wieder zu normalisieren begann, blieb noch lange Zeit die Entsorgung des Muells ein Riesenproblem - wohin mit dem Schutt und Muell der zerstoerten Doerfer und Staedte, wohin mit dem Alltagsmuell?

Ich erinnere mich noch, wie oft waehrend und nach dem Krieg der Muell einfach angezuendet wurde, weil die Menschen sich keinen anderen Rat wussten, wie sie den Muell loswerden sollten.

Inzwischen hat sich die Situation zwar deutlich verbessert - es gibt laengst wieder eine Muellabfuhr (zwar mit zu wenig Fahrzeugen, zu wenig Kapazitaet - aber sie funktioniert einigermassen). Aber das Problem ist nun ein anderes: Die Menschen haben sich einerseits an den Anblick von Muell gewoehnt. Andererseits ist der Muell auch ein Ausdruck der massiven gesellschaftlichen Depression: Die Menschen kaempfen seit 13 Jahren mit den psychischen, sozialen und oekonomischen Folgen des Krieges. Trotz der vielen Jahre hat sich die Situation der normalen Bevoelkerung nicht verbessert. Im Gegenteil: die Menschen sind mehr und mehr verzweifelt, weil sie keine Veraenderung sehen. Der Muell ist somit auch ein Ausdruck der Resignation, Mutlosigkeit und der Gleichgueltigkeit vieler Menschen, die am oder auch unter dem Existenzminimum leben und sich zusaetzlich mit ihren Traumata herumschlagen. Wen es unendliche Kraft kostet, um nur jeden Tag einigermassen zu ueberstehen und seine Familie zu ernaehren, dem erscheinen oekologische Gesichtspunkte oft als nebensaechlich, oder es gibt dafuer einfach keine Kraft. So verstaendlich das einerseits ist, so gravierend sind doch die Folgen: Die Menschen zerstoeren ihre groesste Ressource - die Natur.

Die Kinder wachsen in dieser Umgebung auf - noch immer gibt es in Gorazde alle paar Meter Kriegsruinen, ueberall liegt der Muell - selbst auf Kinderspielplaetzen, an den Ufern der Drina (des Flusses, der durch Gorazde fliesst) , in den Hoefen, an den Strassen - die Kinder sind ihn gewohnt und laengst gleichgueltig geworden - wie sollte es auch anders sein. Es ist "normal", das das Wasser aus der Wasserleitung (das Wasser der Drina) nicht getrunken wird, da auch die Kanalisation in die Drina fliesst. Noch immer verbrennen die Leute ihre Gartenabfaelle und oft noch Muell dazu - samstags ist es oft unmoeglich, sich im Freien aufzuhalten, da die Luft von all dem stinkenden giftigen Rauch verpestet wird..... ich koennte noch weiter zahllose Beispiele aufzaehlen...

Aus diesen Gruenden erscheint es uns dringend notwendig, mit den Kindern ausdruecklich auch am Thema "Oekologie = Frieden mit der Natur" zu arbeiten und ganz konkret ihr Bewusstsein zu foerdern. Wir wollen ausserdem, dass uns das lokale Fernsehen bei einem Teil der Aktionen begleitet, um neben den Kindern auch die Erwachsenen und eine breitere Oeffentlichkeit anzusprechen.

Soviel fuer heute!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

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Bp_dauerspender
G. Mueller (Project Manager) written over 3 years ago
Lieber Michael Stein, danke fuer diesen Ihren Kommentar und Ihre Unterstuetzung, beides bedeutet uns viel!
Gabriele Mueller

M. Stein written over 3 years ago
Liebes SEKA-Team,

diesem Beitrag kann ich nur voller Überzeugung zustimmen. Was immer wir uns für Ziele setzen, was immer wir an Verbesserungen auf dieser Welt erreichen wollen: Solange wir nicht verstanden haben, das wir das Ganze bewahren müssen, um im Detail Fortschritte erzielen zu können, sind unsere Bemühungen um ein besseres Leben für uns und andere vergebene Liebesmüh' - vielleicht nicht heute oder morgen, ganz sicher aber schon in sehr absehbarer Zukunft.

M.Stein

G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Was hat Oekologie mit Friedensarbeit zu tun?

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute habe ich unserem Projekt "Hilfe fuer kriegstraumatisierte Kinder" zwei weitere Bedarfe hinzugefuegt - bzgl. der Finanzierung eines Workshops, den wir mit den groesseren Kindern durchfuehren wollen: zum Thema "Oekologie".

Was hat nun ein solcher Workshop mit Kriegstrauma bzw. Friedensarbeit zu tun? Das will ich Ihnen im Folgenden erklaeren:

Nach dem Krieg war Bosnien-Herzegowina nicht nur ein zerstoertes Land - sondern auch eine riesige Muellhalde. In den voellig zerstoerten Doerfern und teils auch in den Staedten, watete man im Muell. Die Kinder spielten in Ruinen und im Muell, sammelten ihr Spielzeug von den Truemmergrundstuecken und wilden Muellhalden... Die Ufer der wunderschoenen smaragdgruenen bosnischen Fluesse saeumten meterhohe Muellhalden, im Fluss schwamm mehr Muell als Fische; denn waehrend des Krieges und auch in der ersten Zeit danach gab es keine Moeglichkeiten der Muellentsorgung. Als sich das Leben im Nachkriegsbosnien allmaehlich wieder zu normalisieren begann, blieb noch lange Zeit die Entsorgung des Muells ein Riesenproblem - wohin mit dem Schutt und Muell der zerstoerten Doerfer und Staedte, wohin mit dem Alltagsmuell?

Ich erinnere mich noch, wie oft waehrend und nach dem Krieg der Muell einfach angezuendet wurde, weil die Menschen sich keinen anderen Rat wussten, wie sie den Muell loswerden sollten.

Heute hat sich die Situation zwar deutlich verbessert - es gibt laengst wieder eine Muellabfuhr (zwar mit zu wenig Fahrzeugen, zu wenig Kapazitaet - aber sie funktioniert einigermassen). Aber das Problem ist nun ein anderes: Die Menschen haben sich einerseits an den Anblick von Muell gewoehnt. Andererseits ist der Muell auch ein Ausdruck der massiven gesellschaftlichen Depression: Die Menschen kaempfen seit 13 Jahren mit den psychischen, sozialen und oekonomischen Folgen des Krieges. Trotz der vielen Jahre hat sich die Situation der normalen Bevoelkerung nicht verbessert. Im Gegenteil: die Menschen sind mehr und mehr verzweifelt, weil sie keine Veraenderung sehen. Der Muell ist somit auch ein Ausdruck der Resignation, Mutlosigkeit und der Gleichgueltigkeit vieler Menschen, die am oder auch unter dem Existenzminimum leben und sich zusaetzlich mit ihren Traumata herumschlagen. Wen es unendliche Kraft kostet, um nur jeden Tag einigermassen zu ueberstehen und seine Familie zu ernaehren, dem erscheinen oekologische Gesichtspunkte oft als nebensaechlich, oder es gibt dafuer einfach keine Kraft. So verstaendlich das einerseits ist, so gravierend sind doch die Folgen: Die Menschen zerstoeren ihre groesste Ressource - die Natur.

Die Kinder wachsen in dieser Umgebung auf - noch immer gibt es in Gorazde alle paar Meter Kriegsruinen, ueberall liegt der Muell - selbst auf Kinderspielplaetzen, an den Ufern der Drina (des Flusses, der durch Gorazde fliesst) , in den Hoefen, an den Strassen - die Kinder sind ihn gewohnt und laengst gleichgueltig geworden - wie sollte es auch anders sein. Es ist "normal", das das Wasser aus der Wasserleitung (das Wasser der Drina) nicht getrunken wird, da auch die Kanalisation in die Drina fliesst. Noch immer verbrennen die Leute ihre Gartenabfaelle und oft noch Muell dazu - samstags ist es oft unmoeglich, sich im Freien aufzuhalten, da die Luft von all dem stinkenden giftigen Rauch verpestet wird..... ich koennte noch weiter zahllose Beispiele aufzaehlen...

Aus diesen Gruenden erscheint es uns dringend notwendig, mit den Kindern ausdruecklich auch am Thema "Oekologie = Frieden mit der Natur" zu arbeiten und ganz konkret ihr Bewusstsein zu foerdern. Wir wollen ausserdem, dass uns das lokale Fernsehen bei einem Teil der Aktionen begleitet, um neben den Kindern auch die Erwachsenen und eine breitere Oeffentlichkeit anzusprechen.

Soviel fuer heute!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und Kolleginnen

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Arbeit mit den Kindern im SEKA-Haus (2. Teil)

Liebe Freundinnen und Freunde,

hier eine Fortsetzung des Blogs von Amina Vrana (2. Teil):

"Heute möchte ich Ihnen weiter von meiner Arbeit mit den Kindern im SEKA-Haus erzählen:

In unserer Arbeit nutzen wir unterschiedlichste therapeutische und pädagogische Methoden und Techniken, die sich alle an den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Kinder orientieren. Wir nutzen unter anderem Rollenspiele, Spiele mit den Puppen, Tieren und Handpuppen, aber auch kreative Methoden wie Zeichnen, Malen, Collagen, Fotografieren u.ä. Es ist mir wichtig, neben dem psychisch-kognitiven Wachstum der Kinder auch ihre Kreativität, ihre Lebensfreude und ihr soziales Verhalten zu fördern.

Wir arbeiten gerne mit Geschichten, für die die Kinder dann z.B. ein Ende erfinden, oder Geschichten, die wir uns alle zusammen ausdenken. Diese Geschichten spielen wir dann mit verteilten Rollen. Und hinterher sprechen wir über die Erfahrungen der Kinder in den verschiedenen Rollen und über ihre Erfahrungen in ihrem Alltag.

Wichtige Themen der Gruppenarbeit sind z.B. auch 'unsere Beziehungen zu anderen', wie wir miteinander kommunizieren, oder auch das Thema 'Unterschiedlichkeit und Toleranz'. Auf spielerische Art erkennen die Kinder, welche Fehler wir alle (eben auch die Erwachsenen) in ihrem Umgang mit einander machen und welche Folgen diese Fehler haben (Konflikte). Durch Gruppenspiele z.B. werden den Kindern ihre Gemeinsamkeiten bewusst und wo sie unterschiedlich sind; und sie lernen diese Unterschiedlichkeiten zu akzeptieren. Wir versuchen, ihnen zu zeigen, welch ein Reichtum in unserer Unterschiedlichkeit liegt und wie langweilig es wäre, wenn wir alle gleich wären.

Ein wichtiges Thema ist auch die Gleichberechtigung der Geschlechter – da arbeiten wir gerne mit Gruppenspielen, in denen Mädchen und Jungen die Rollen vertauschen. Das ist viel wirksamer, als wenn wir den Kindern stundenlange Vorträge zu diesem Thema halten würden.

Die Gruppenarbeit im SEKA-Haus findet meist im Kinderbereich statt (außer wenn wir mit größeren Gruppen oder mit Jugendlichen arbeiten – oder wenn wir für bestimmte Projekte Aktivitäten draussen durchführen). Der Raum für die Arbeit mit den Kindern ist bunt und liebevoll ausgestattet – mit bunten Teppichen, bequemen Polstern, Kuscheldecken, aber auch bunten Tischen und vielen Spielmöglichkeiten (Puppen, Stofftieren, Handpuppen, Fingerpüppchen, Gummifigürchen, LEGO-Steinen, vielerlei Spielen, Mal- und Bastelmaterialien uvm.). Dieses Ambiente weckt in den Kindern schnell das Gefühl, dass sie hier willkommen sind, dass dies „ihr kleines Reich ist“ – sie fühlen sich rasch sicher und können leichter Vertrauen entwickeln.

Alle Aktivitäten sind für die Kinder freiwillig – die einzige Verpflichtung besteht darin die Regeln, die wir gemeinsam erarbeitet haben („Wie wir miteinander umgehen wollen“) einzuhalten. Für viele Kinder ist es – besonders zu Anfang – leichter, im Spiel ihre Gefühle auszudrücken, bzw. an Problemen zu arbeiten. Jedes Kind nimmt aus seiner Erfahrung im Spiel das mit, was es braucht.

Eine hilfreiche Technik, die wir den Kindern vorschlagen (insbesondere für die Lösung von Problemen) ist auch die „Beobachter-Technik“. Wir animieren die Kinder, sich vorzustellen, dass sie eine Konfliktsituation, in die sie verwickelt waren, wie als Beobachter von weitem (und vielleicht von oben) anschauen. Oft können die Kinder dann besser erkennen, worin der Kern des Problems liegt.; oder was sie evtl. tun könnten, um es zu lösen.

Soviel für heute...

In ein paar Tagen werde ich Ihnen weiter berichten....

Mit herzlichen Grüßen

Amina Vrana

 

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

This is great!

Dear friends,

we are happy, that four of our friends further supported the costs for Aminas work with the children in SEKA-House in Oktober . Each of them donated us directly 25 € -  altogether 100 €. This is great! Thank you so much!

With warm regards

Gabriele

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Danke!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns ueber vier weitere Spenden fuer Aminas Arbeit mit den Kindern im SEKA-Haus fuer Oktober. Vier unserer Freundinnen haben jeweils 25 € direkt ueberwiesen. Das sind 100 €. Super! Vielen Dank!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

'Die Selbstachtung der Kinder staerken...'

Liebe Freundinnen und Freunde,

im folgenden schreibt  Amina Vrana ueber Ihre Arbeit mit den Kindern im SEKA-Haus in Gorazde:

„Mein Name ist Amina Vrana, ich bin Dipl. Pädagogin.

Das Projekt „Kuca SEKA“ hat mir die außergewöhnliche Gelegenheit geboten, dass ich eine völlig neue Art der Arbeit mit Kindern kennenlernen konnte. Sie basiert auf der humanistischen Psychologie und der Methode Psychodrama.

Diese Erfahrung hat in mir etwas aufgeweckt, was da schon lange schlummerte, dessen ich mir aber nicht bewusst war: mein Bedürfnis, auf liebevolle und wertschaetzende Weise mit den Kindern zu arbeiten, ihnen zu helfen, sich selbst kennenzulernen, ihnen zu vermitteln, dass es immer einen Weg gibt und dass wir den gemeinsam finden koennen, auch wenn die Probleme riesig oder zu schwer erscheinen. Auf diese Weise habe ich viele Male erleben können, wie das Lächeln auf zuvor ernste und ängstliche Gesichter zurückkehrt und sie wieder zu strahlen beginnen.

In der Gruppenarbeit mit den Kindern arbeite ich überwiegend therapeutisch-paedagogisch, um den Kindern zu helfen, sich selbst und die anderen besser kennenzulernen und ihre Erfahrungen zu teilen.    In diesen Gruppenstunden haben die Kinder die Möglichkeit, sich über verschiedene Themen bewußt zu werden. Dabei lernen sie auch von einander. Meist gebe ich zu jedem Thema altersentsprechend eine kurze Einführung.

Wichtig sind mir Themen, die die Selbstachtung und das Selbstbewusstsein der Kinder stärken, aber auch ihr Gefühl für die Bedürfnisse und Grenzen anderer.Ein sehr bedeutendes Thema sind auch die Emotionen und die Art und Weise, wie wir mit unseren Emotionen umgehen. Oder auch ihre Wünsche und Träume, ihre Stärken und Schwächen; ihre Ängste und Potentiale....

Fast alle Kinder kommen aus Familien, in denen die Eltern im Krieg schwere traumatische Erfahrungen gemacht haben. Manche der älteren Kinder sind noch im Krieg geboren und haben als Kleinkinder selbst Angriffe oder die Flucht erlebt.Sie können sich oft nicht mehr klar erinnern, weil sie zu klein waren, aber sie leiden oft an massiven Ängsten oder sind aggressiv. Auch die Traumatisierung der Eltern ist für die Kinder schwer. Die Eltern sind so sehr mit ihren eigenen Problemen beschäftigt, haben keine Geduld mit den Kindern, besonders die Väter werden oft schnell aggressiv. Aber auch die Mütter sind durch die alltäglichen Sorgen sehr überlastet. Die meisten Familien leben am oder unterhalb des Existenzminimums. Dies ist fuer die gesamte Familie eine große Belastung und führt häufig zu Konflikten. In manchen Familien gibt es Gewalttätigkeit von seiten des Vaters (gegenüber Frau und Kindern).

Meist denken die Kinder, sie seien schuld an diesen Problemen. Sie sind dadurch sehr verunsichert, ziehen sich in sich zurück oder werden selbst aggressiv – aus ihrem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, aber auch weil ihnen oft keine gesunden Grenzen gesetzt werden, oder weil sie (meist die Jungs) das Verhalten des Vaters übernehmen.

Im nächsten Blog werde ich Ihnen weiter über die Arbeit mit den Kindern im SEKA-Haus berichten.

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

'...wie das Lächeln auf die Gesichter zurückkehrt.

Liebe Freundinnen und Freunde,

im folgenden schreibt unsere Kollegin Amina Vrana einen ersten Blog ueber Ihre Arbeit mit den Kindern im SEKA-Haus in Gorazde:

„Mein Name ist Amina Vrana, ich bin Dipl. Pädagogin.

Das Projekt „Kuca SEKA“ hat mir die außergewöhnliche Gelegenheit geboten, dass ich eine völlig neue Art der Arbeit mit Kindern kennenlernen konnte. Sie basiert auf der humanistischen Psychologie und der Methode Psychodrama.

Diese Erfahrung hat in mir etwas aufgeweckt, was da schon lange schlummerte, dessen ich mir aber nicht bewusst war: mein Bedürfnis, auf liebevolle und wertschaetzende Weise mit den Kindern zu arbeiten, ihnen zu helfen, sich selbst kennenzulernen, ihnen zu vermitteln, dass es immer einen Weg gibt und dass wir den gemeinsam finden koennen, auch wenn die Probleme riesig oder zu schwer erscheinen. Auf diese Weise habe ich viele Male erleben können, wie das Lächeln auf zuvor ernste und ängstliche Gesichter zurückkehrt und sie wieder zu strahlen beginnen.

In der Gruppenarbeit mit den Kindern arbeite ich überwiegend therapeutisch-paedagogisch, um den Kindern zu helfen, sich selbst und die anderen besser kennenzulernen und ihre Erfahrungen zu teilen.    In diesen Gruppenstunden haben die Kinder die Möglichkeit, sich über verschiedene Themen bewußt zu werden. Dabei lernen sie auch von einander. Meist gebe ich zu jedem Thema altersentsprechend eine kurze Einführung.

Wichtig sind mir Themen, die die Selbstachtung und das Selbstbewusstsein der Kinder stärken, aber auch ihr Gefühl für die Bedürfnisse und Grenzen anderer.Ein sehr bedeutendes Thema sind auch die Emotionen und die Art und Weise, wie wir mit unseren Emotionen umgehen. Oder auch ihre Wünsche und Träume, ihre Stärken und Schwächen; ihre Ängste und Potentiale....

Fast alle Kinder kommen aus Familien, in denen die Eltern im Krieg schwere traumatische Erfahrungen gemacht haben. Manche der älteren Kinder sind noch im Krieg geboren und haben als Kleinkinder selbst Angriffe oder die Flucht erlebt.Sie können sich oft nicht mehr klar erinnern, weil sie zu klein waren, aber sie leiden oft an massiven Ängsten oder sind aggressiv. Auch die Traumatisierung der Eltern ist für die Kinder schwer. Die Eltern sind so sehr mit ihren eigenen Problemen beschäftigt, haben keine Geduld mit den Kindern, besonders die Väter werden oft schnell aggressiv. Aber auch die Mütter sind durch die alltäglichen Sorgen sehr überlastet. Die meisten Familien leben am oder unterhalb des Existenzminimums. Dies ist fuer die gesamte Familie eine große Belastung und führt häufig zu Konflikten. In manchen Familien gibt es Gewalttätigkeit von seiten des Vaters (gegenüber Frau und Kindern).

Meist denken die Kinder, sie seien schuld an diesen Problemen. Sie sind dadurch sehr verunsichert, ziehen sich in sich zurück oder werden selbst aggressiv – aus ihrem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, aber auch weil ihnen oft keine gesunden Grenzen gesetzt werden, oder weil sie (meist die Jungs) das Verhalten des Vaters übernehmen.

Im nächsten Blog werde ich Ihnen weiter über die Arbeit mit den Kindern im SEKA-Haus berichten.

Für heute möchte ich mich nur noch sehr herzlich für Ihre Spenden bedanken.Ich bin glücklich im SEKA-Haus in Gorazde arbeiten zu können - Es ist der Arbeitsplatz meiner Tr äume!

Mit herzlichen Gruessen

Amina Vrana

 

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

1. Geburtstag von SEKA-Gorazde!

Liebe FreundInnen,

heute vor einem Jahr genau haben wir das Projekt SEKA in Gorazde eroeffnet. - Nach 10 Jahren Arbeit auf der kroatischen Adria-Insel Brac waren wir im Sommer 2007 nach Ostbosnien umgezogen.

Zum Feiern kamen wir heute wegen zu vieler Termine nicht, aber das werden wir in der naechsten Woche nachholen - wenigsten im kleineren Kreis.

Heute hatten wir einen Gespraechstermin beim Buergermeister - der uns zu unserer erfolgreichen Arbeit gratuliert hat und uns die Unterstuetzung der Gemeindeverwaltung (im Rahmen der Moeglichkeiten) fuer das kommende Jahr zugesichert hat. Zusaetzlich konnten wir ueber einige konkrete Probleme sehr konstruktiv mit ihm sprechen. Wir waren ueberrascht von seiner Sachkenntnis, seinem Verstaendnis und seiner grossen Wertschaetzung unserer Arbeit. Die gute Zusammenarbeit mit der staedtischen Verwaltung und den Institutionen ist fuer uns von grosser Bedeutung. Die grossen oekonomischen und sozialen Probleme - die eine Verbesserung der psychischen Situation der Menschen im Kanton Gorazde ausserordentlich erschweren - koennen wir nur mit vereinten Kraeften loesen.

Wir freuen uns ueber die Entwicklung dieses Problembewusstseins - die wir auch als ein Ergebnis des bereits dreijaehrigen Engagements von SEKA in Gorazde und der damit verbundenen Oeffentlichkeitsarbeit  sehen. - Ich weiss noch gut, wie ablehnend vor drei Jahren die erste Reaktion in den Institutionen war auf unser Pilotprojekt bzgl. der Fortbildungen zu Traumatherapie.

Dies hat sich vollkommen veraendert! - Ich glaube, diese Veraenderung ist unser schoenstes Geburtstagsgeschenk!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

 

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Bp_dauerspender
G. Mueller (Project Manager) written over 3 years ago
Liebe Adina, ueber Deine Glueckwuensche und Gruesse haben wir uns sehr gefreut - dass Du dafuer noch Zeit gefunden hast - wo Du doch sicher bis ueber beide Ohren mit Euren Gaesten und den Vorbereitungen fuer die Auftritte beschaeftigt bist! Danke Dir und: Wir druecken Euch die Daumen - und waeren gerne mit dabei!!!
Liebe Gruesse
Gabriele

Bp_dauerspender
A. Hammoud written over 3 years ago
Ich wünsche SEKA Gorazde zum 1. Geburtstag alles Gute und viel Erfolg bei Eurer zukunftsorientierten Arbeit. Herzliche Grüße aus Berlin!

G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Violet Oaklander: 'Windows to our children'

Dear friends,

for the work with children and youngsters (in Bosnia and Herzegowina but also in Libanon) we urgently need the English original of Violet Oaklander's book: "Windows To Our Children: A Gestalt Therapy Approach to Children and Adolescents". It was first published in 1978, but it is still very actual and helpful for the concrete therapeutic work. I have only the German translation, but we need the book in English.

We would be very happy, if someone could donate this book.

With warm regards

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Danke!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns sehr ueber unseren neuen Unterstuetzer Christoph H., der nicht nur die Stelle von Amina mit unterstuetzt, sondern auch unser neues "Glueckstage-Projekt" foerdert. Ganz herzlichen Dank!

Danke auch fuer die wiederholte Unterstuetzung von M. Stein!

Bis bald!

Ihre Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Thank you so much!

Dear friends,

I am happy to inform you, that with Fabian R. a new friend supports our project "Psychological help for war-traumatised children". Thank you so much, Fabian!

Only three days ago we added the new need for October (500 €) - and yesterday this need was already supported by two of our Betterplace-friends with the amount of together 170 €. This is really great! A big thank you to both of you!

In these days our young colleagues Amina V. and Senija T. are very busy with the preparations for two new projects with the children and youngsters, which will be dedicated especially to the children of war-traumatised parents.

We of course will inform you about the ongoing of these projects.

So far for today - with warm regards

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Vielen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich freue mich sehr, Ihnen mitteilen zu koennen, dass wir mit Fabian R. einen neuen Betterplace-Unterstuetzer gewinnen konnten. Vielen Dank, Fabian!

Erst vor zwei Tagen haben wir den neuen Bedarf fuer Oktober (500 €) auf Betterplace gestellt und heute hat sich dieser Bedarf durch die Unterstuetzung zweier Betterplace-Freunde bereits auf 330 € reduziert. Das ist einfach toll. Euch beiden ganz herzlichen Dank!

Unsere beiden jungen Kolleginnen Amina V. und Senija T. sind zur Zeit intensiv mit Vorbereitungen fuer zwei Projekte mit Kindern und Jugendlichen beschaeftigt, die wir insbesondere mit den Kindern kriegstraumatisierter Eltern durchfuehren werden.

Wir werden hier weiter ueber die beiden Projekte berichten.

Fuer heute herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

It is great!

Dear friends,

a big THANK YOU to our most faithful betterplace-supporter!

With his help we could finally succeed in fulfilling the still missing amount for September. Now we can employ our colleague Amina regularly! This makes us very happy and we want to thank again all our supporters, who made this possible.

I got to know, that the last amount was gathered on the birthday-celebration of our friend. He asked for donations for SEKA instead of personal presents. Isn't this great!?!

With warm regards

Gabriele Mueller and colleagues of project SEKA in Gorazde

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Wunderbar!

Liebe Freundinnen und Freunde,

ein ganz herzliches Dankeschoen an unseren treuesten Betterplace-Unterstuetzer!

Mit seiner Hilfe wurde der noch fehlende Betrag fuer September nun komplett erfuellt und die Anstellung von unserer Kollegin Amina ermoeglicht. Darueber sind wir sehr gluecklich und danken nochmals all denen, die dazu beigetragen haben.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und die Kolleginnen des Projekts SEKA in Gorazde

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Wunderbar!

Liebe Freundinnen und Freunde,

ein ganz herzliches Dankeschoen an unseren treuesten Betterplace-Unterstuetzer!

Mit seiner Hilfe wurde der noch fehlende Betrag fuer September nun komplett erfuellt und die Anstellung von unserer Kollegin Amina ermoeglicht. Darueber sind wir sehr gluecklich und danken nochmals all denen, die dazu beigetragen haben.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller und die Kolleginnen des Projekts SEKA in Gorazde

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G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

G. Mueller

Danke!

Liebe Betterplace-Freundinnen und Freunde,

als ich gestern aus dem Urlaub zurueckkam und mir unsere Betterplace-Projekte anschaute, habe ich voller Freude bemerkt, dass wir eine Reihe weiterer Spenden fuer die Einstellung von Amina bekommen haben. Das ist grossartig. Dabei konnten wir mit Lukas Raether einen neuen  - unseren 8. - Unterstuetzer gewinnen. Die uebrigen Spenden kamen von teils langjaehrigen UnterstuetzerInnen, teils von unseren neuen Betterplace-Freunden. Ihnen allen ein ganz herzliches Dankeschoen!!!

Wir hoffen nun sehr, dass wir die fehlenden 70 Euro auch noch zusammenbekommen koennen, damit wir Amina wie geplant im September einstellen koennen.

Nach einer dreiwoechigen Sommerpause werden wir am Montag (01.09.) wieder mit der Projektarbeit beginnen. In diesem Herbst werden wir, neben der laufenden einzel- und gruppentherapeutischen Arbeit - mit neuen Angeboten fuer die Kinder und Jugendlichen beginnen - insbesondere fuer die Kinder kriegstraumatisierter Veteranen. Mit herzlichen Gruessen Gabriele Mueller fuer das SEKA-Team

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G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

G. Mueller

Thank you!

Dear friends,

we are very happy, that several of our old and new friends, donated the amount of 120 € for the employment of our colleague Amina V. in September. We are very grateful for this support! Thank you!

From 11. - 30. of August we will now be on holidays to gather new energy to continue with our project's work in September.

We wish all of you a lovely late summer.

With warm regards

Gabriele Mueller and the team of project SEKA in Gorazde

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G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

G. Mueller

DANKE!

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute haben wir noch eine weitere Spende fuer die Einstellung unserer Kollegin Amina V. bekommen. Das ist wundervoll!

Wir bedanken uns dafuer sehr herzlich!

Nach unserem Urlaub werden wir dann mit neuen Kraeften im September unsere Arbeit fortsetzen!

Ihnen allen einen schoenen Spaetsommer

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde,

eine unserer langjaehrigen Unterstuetzerinnen hat die Einstellung von unserer Kollegin Amina V. mit weiteren 50 € unterstuetzt. Darueber freuen wir uns sehr und bedanken uns ganz herzlich!

Vom 11. bis zum 30. August werden wir Kuca SEKA fuer einen dreiwoechigen Betriebsurlaub schliessen.

Wir wuerden uns sehr wuenschen, dass wir die Einstellung von Amina zum ersten September dann wirklich realisieren koennen.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

G. Mueller

Von Herzen Danke!

Liebe Freundinnen und Freunde,

als ich eben die Seite unseres Projekts oeffnete, war ich geradezu sprachlos, denn gestern abend erst hatte ich den neuen Bedarf bzgl. Aminas Anstellung hinzugefuegt und bereits heute Nacht haben wir dafuer zwei Spenden bekommen: von Michael Stein und von unserer neuen Unterstuetzerin Adina Hammoud.

Wir sind darueber sehr gluecklich und danken beiden UnterstuetzerInnen sehr herzlich.

Ganz besonders hat uns aber auch beruehrt, was Adina Hammoud uns als Fuersprecherin geschrieben hat. Ich habe das Gefuehl, besser als sie den Sinn unserer Arbeit und deren Notwendigkeit erklaert, kann man das nicht erklaeren.

Alles, was Du schreibst, Adina, ist so sehr wahr. Danke fuer Dein tiefes Verstaendnis und Deine wunderbare Unterstuetzung!

Mit sehr herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

G. Mueller

Wir moechten Heilpaedagogin Amina V. einstellen!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wie ich schon in meinem letzten Blog angekuendigt habe, haben wir uns nun definitiv entschieden, dass wir unsere junge Kollegin Amina V. fest einstellen moechten, da wir sie - nach dem Ende ihrer 1-jaehrigen ehrenamtlichen Taetigkeit fuer SEKA - auf keinen Fall verlieren moechten.

Wir haben daher einen neuen Bedarf eingestellt: die Kosten fuer ihr Gehalt, Steuern und Versicherung, die monatlich ca. 500 € betragen werden.

Wir freuen uns sehr ueber jede Untertsuetzung.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

G. Mueller

Neue Unterstuetzung!

Liebe Betterplace-Freundinnen und Freunde,

ich freue mich sehr, Ihnen mitteilen zu koennen, dass  unser Projekt einen neuen Unterstuetzer gefunden hat: Herrn Philipp Hansert. Groesstenteils durch seine Hilfe koennen wir nun unserer Kollegin Amina auch im August den Ernaehrungszuschuss auszahlen. Darueber sind wir sehr gluecklich und danken allen UnterstuetzerInnen sehr herzlich.

Am vergangenen Freitag haben wir das Programm fuer die Kinder und Jugendlichen im Herbst / Winter 2008/09 geplant. Neben der laufenden einzeltherapeutischen Arbeit mit verschiedenen Kindern werden offene Angebote fuer Kinder stattfinden, sowie spezielle Gruppenangebote fuer die Kinder kriegstraumatisierter Veteranen. (Die Traumatisierung der Vaeter hat massive Auswirkungen auf die ganze Familie. Die Kinder sind dabei in der ohnmaechtigsten Position.)

Ausserdem werden unsere Kolleginnen Senija T. und Amina V. themenzentrierte Kurz-Seminare mit Schulklassen durchfuehren, sowie besondere Gruppenangebote fuer Maedchen, da Maedchen in der noch immer sehr traditionell-patriarchalen Gesellschaft stark benachteiligt und in ihrer Persoenlichkeitsentfaltung eingeschraenkt werden. Die traditionelle Erziehung praedestiniert sie geradezu, spaeter zu Opfern von Gewalt zu werden. Hier ist es wichtig, die Maedchen rechtzeitig zu unterstuetzen, zu foerdern und zu staerken.

Im August 2008 wird Amina V. den 12. Monat ehrenamtlich fuer das Projekt SEKA arbeiten. Das geplante Programm fuer die Kinder und Jugendlichen basiert zum groessten Teil auf ihrer Arbeit.

Wir wuenschen uns sehr, dass wir unsere junge Kollegin ab September 2008 ganz regulaer einstellen koennen. Dies wuerde mit Sozialversicherung und Steuern einen Betrag von ca 500 € monatlich bedeuten. Im Moment sind wir auf der Suche nach moeglichen Geldgebern bzw. Finanzierungsmoeglichkeiten.

Es ist fuer SEKA ausserordentlich wichtig, dass uns Amina als Kollegin erhalten bleibt, aber es ist natuerlich klar, dass sie nicht dauerhaft ehrenamtlich  fuer uns arbeiten kann.

In den naechsten Tagen werden wir daher wahrscheinlich auch auf Betterplace diesen Bedarf hinzufuegen.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

G. Mueller

DANKE!

Danke, Michael, fuer Ihre erneute Unterstuetzung!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele

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G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

G. Mueller

THANK YOU!

Thank you, Michael, for your new support! This is great!

With warm regards!

Gabriele

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G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

G. Mueller

A big THANK YOU to our new supporters!

Dear friends,

I am glad to inform you, that  we could now complete the need for food-costs for our voluntary colleague Amina V. also for July. This is great. We can now help Amina, to cover at least somehow her food-expenses for this month. A big Thank You to our two new supporters Michael Stein and Marion Schulze, who donated the necessary money.

I want to aplogize for not writing earlier, but for more than two weeks I had no internet-access as leading two trainings about trauma for colleagues of the palestinian organisation Najdeh in Libanon. Unfortunately up to now I am the only member of our small team in Gorazde speaking English and German.

In these days we are planning the program for children and youngsters in autumn 2008

We will inform you further on...

With warm regards

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

G. Mueller

Herzlichen Dank an unsere neuen UnterstuetzerInnen

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich freue mich sehr, Ihnen mitteilen zu koennen, dass der Ernaehrungszuschuss fuer unsere ehrenamtliche Kollegin Amina V. nun auch fuer Juli zu 100 % erfuellt wurde. Das ist grossartig. Wir koennen unserer Kollegin Amina jetzt den Ernaehrungszuschuss auch fuer diesen Monat auszahlen.

Leider komme ich erst jetzt dazu, mich fuer diese Spenden, bei unseren beiden neuen UnterstuetzerInnen Michael Stein und Marion Schulze zu bedanken: Ein grosses Dankeschoen (VELIKA HVALA) an Sie beide.

Erst gestern abend bin ich von meiner 15taegigen Reise in den Libanon zurueckgekehrt. Wir hatten dort zwei Seminare mit Mitarbeiterinnen der palaestinensischen Organisation Najdeh zum Thema "Trauma". Dort hatte ich keinen Internetzugang. (Leider bin ich im Team die Einzige, die auch Deutsch und Englisch spricht.)

Zur Zeit planen wir das Programm fuer Kinder und Jugendliche im Herbst 2008.

Wir werden Sie weiter informieren...

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

G. Mueller

Thank you so much!

Dear Betterplace-friends,

one of our longterm supporters donated us 25 € for the food-costs for our colleague Amina V. for July. Thank you very much! Amina is for our project a real treasure in the work with the children! We can see this especially in these days during the therapeutic recreation in Neum.

With warm regards

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

G. Mueller

This is really great!

Dear Betterplace-friends,

two days ago the need for May (food-costs for our volunteer pedagogue Amina) was fulfilled - thanks several of our friends, and so we added the need "food-costs for the month June for our volunteer" for our project "Psychological help for war-traumatised children".

And yesterday morning - we could hardly believe - also these necessary 100 € have already been donated! We feel so very grateful for this! Thank you!

Now in June we can give Amina the amount for the necessary food-costs already in time - and not only in the end of the month!

Weeks ago Amina said "I believe in Betterplace" - and we see she was completely right!

By the way: Yesterday the special class for mentally and psychologially handicapped children from the Primary school in Gorazde visited Kuca SEKA. With Amina and their teacher they had a lovely playful afternoon and felt "as in paradise". They want to visit SEKA again, of course!

Warm regards

Yours

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

G. Mueller

Das ist einfach wundervoll!

Liebe Betterplace-Freundinnen und Freunde,

nachdem gestern der Bedarf fuer Mai (Ernaehrungszuschuss fuer unsere Volontaerin Paedagogin Amina) erfuellt wurde, fuegten wir auch den Bedarf fuer Juni zu unserem Projekt "Hilfe fuer kriegstraumatisierte Kinder" hinzu.

Und heute morgen traute ich meinen Augen kaum: Auch diese 100 € sind gespendet worden! Wir bedanken uns fuer diese Spende von ganzem Herzen!

Nun koennen wir unserer Kollegin Amina diesen Betrag auch schon frueher auszahlen - und nicht erst am Ende des Monats.

Heute waren uebrigens die 6 Kinder der Gorazder Sonderschulklasse (fuer geistig und seelisch behinderte Kinder) im SEKA-Haus auf Besuch. Mit Amina und ihrem Lehrer hatten die Kinder einen wunderschoenen Spielnachmittag und "fuehlten sich "wie im Paradies". Sie wollen unbedingt wiederkommen...

Herzliche Gruesse

Ihre Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

G. Mueller

Vielen herzlichen Dank!

Liebe Betterplace-Freundinnen und Freunde,

auch die noch ausstehenden 35 € fuer den Ernaehrungszuschuss fuer unsere ehrenamtliche Kollegin Amina im Mai 2008 haben einige unserer langjaehrigen FoerderInnen uebernommen. Vielen herzlichen Dank!Wir konnten nun Amina den Zuschuss fuer den Mai – wenigstens als kleine Anerkennung fuer ihr Engagement auszahlen. Wir hoffen sehr, dass es uns auch fuer Juni moeglich sein wird, die noetigen 100 € aufzubringen.

Ueber jede Spende freuen wir uns!

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

G. Mueller

Thank you!

Dear Betterplace-friends,

we are grateful for the donations we got for the work with war traumatised children and youngsters in Gorazde / East-Bosnia.Four of our friends, who support SEKA already for years, gave this new proof of their friendship and trust in our work.We have now 65 € of the necessary 100 € for this month (May).We hope to get the still missing 35 € – to be able to give our volunteer-colleague at least some support for her food-costs.

We appreciate very much, that Amina donates her work with the children in SEKA for 12 months.And the children love her! In a very short time she succeeded to gain their confidence!

With warm regards

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

G. Mueller

Danke fuer Eure Unterstuetzung!

Liebe Betterplace-Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns, dass vier unserer langjaehrigen FoerderInnen uns mit weiteren Spenden fuer die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen in Gorazde unterstuetzt haben. Auf diese Weise hoffen wir unserer ehrenamtlichen Kollegin Amina den Ernaehrungszuschuss fuer Mai noch auszahlen zu koennen. Es bedeutet uns sehr viel, dass sie uns ihre qualifizierte Arbeit unentgeltlich zur Verfuegung stellt. Mit ihrer ruhigen, liebevollen aber auch klaren Art ist sie fuer die Kinder eine wunderbare Ansprechpartnerin. Es gelingt ihr, in kuerzester Zeit das Vertrauen der Kinder zu gewinnen.

Es fehlen nun nur noch 35 € zur Finanzierung des Mai-Zuschusses.

Mit herzlichen GruessenGabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 4 years ago

G. Mueller

Danke!

Liebe SEKA -Freundinnen und -Freunde, wir freuen uns ueber die erste Spende ueber Betterplace fuer unser Projekt “Hilfe fuer kriegstraumatisierte Kinder”. Vielen Dank, Marija!

Und wir hoffen, dass die 100 € fuer den Monat Mai noch zusammenkommen werden, damit wir Amina diesen Zuschuss geben koennen – als Anerkennung fuer ihr ehrenamtliches Engagement fuer SEKA .

Soviel fuer heute!Mit herzlichen GruessenGabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 4 years ago

G. Mueller

'..dass sich die Kinder auch wieder freuen koennen

Liebe SEKA -Freundinnen und Freunde,

die erste Spende fuer die therapeutische Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen in Gorazde erhielten wir von dem 12jaehrigen Sohn einer Freundin, der dafuer 5 € seines Taschengeldes opferte, mit den Worten: “Ich moechte, dass sich die Kinder in Gorazde auch wieder freuen koennen” (seine Mutter hatte ihm von dem Projekt SEKA und den Kindern in Gorazde erzaehlt). Die Mutter (alleinerziehend und nicht beguetert) gab noch 5 € dazu.Ueber diese Spende freuen wir uns sehr – als ein Zeichen besonderer Hilfsbereitschaft und solidarischen Mitgefuehls.Danke Euch beiden!

Mit herzlichen Gruessen

das SEKA -Team Gorazde

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G. Mueller (Project Manager), written about 4 years ago

G. Mueller

„Gemeinsam werden wir den bösen Geist besiegen...“

Liebe Leserinnen und Leser,

falls es Sie interessiert, auf welche Art und Weise wir im SEKA -Haus mit Kindern (und Muettern / Eltern) arbeiten, lesen Sie doch die folgende Schilderung der Arbeit mit einem aggressiven Kind und seiner Mutter.

„Gemeinsam werden wir den bösen Geist besiegen…“Pädagogisch-therapeutische Arbeit mit Stipe und seiner Mutter Diana K.:

Der knapp 10jährige Stipe kam mit seiner Mutter Diana K. und seinem 6jährigen Bruder Ranko* aus dem Frauenhaus zu uns. Schon in den ersten Minuten nach Ankunft der Gruppe wurde deutlich, dass Stipe die anderen Kinder aber auch die Frauen und besonders seine Mutter terrorisierte. Ranko imitierte das Verhalten des grossen Bruders. Alle übrigen Kinder fürchteten sich offensichtlich vor Stipe. Auffallend war insbesondere sein geradezu sadistisches Verhalten, anderen wehzutun und sie dann noch auszulachen.Es war schon in der ersten halben Stunde nötig, einige Male massiv einzuschreiten, Stipe beiseite zu nehmen und ihm ruhig aber energisch unsere Regeln im SEKA -Haus zu erklären.

Diana hatte ein fast 10jähriges Martyrium hinter sich, in dem sie von ihrem Ehemann regelmässig brutal misshandelt worden war. Die beiden Söhne waren sowohl selbst Opfer als auch Zeugen der Misshandlung ihrer Mutter gewesen. Mehrfach hatte Diana versucht, sich zu trennen, und bei Verwandten oder Bekannten Schutz gesucht. Da der Misshandler aber daraufhin auch diese bedrohte, war sie immer wieder zurückgekehrt, worauf die Intensität der Misshandlung sich jeweils noch steigerte.Erst etwa 4 Monate, bevor sie ins SEKA -Haus kam, war es ihr gelungen, sich mit ihren Kindern im Frauenhaus in Sicherheit zu bringen. Im folgenden möchte ich meine Arbeit mit Stipe und seiner Mutter schildern – als ein Beispiel für die Arbeit mit männlichen Kindern, die Gewalt in der Familie erlebt haben.

Bevor ich auf die konkrete Arbeit mit Mutter und Sohn eingehe, möchte ich eine kurze Erklärung vorwegstellen:Opfer von extremer Gewalt, insbesondere Kinder, können die traumatische/n Situation/en nur so überleben, dass sie sich teilweise mit dem Gewalttäter identifizieren und damit ihre eigenen Gefühle extremer Ohnmacht und Angst abwehren können. Insbesondere bei wiederholter oder langandauernder Gewalterfahrung bildet die Psyche des Opfers ein „Introjekt“, das heisst, das sie so etwas wie „einen Teil des Täters in sich hineinnimmt“. Dieser „innere Täter“ (Introjekt) entwickelt in der Regel eine starke Eigendynamik, wird aber gleichzeitig vom Opfer als Teil ihrer / seiner selbst erlebt. Es ist, als ob ein Teil der Persönlichkeit gegen den anderen Teil kämpft.Das Introjekt füllt die Funktion des Täters aus, selbst wenn der wirkliche Täter real längst nicht mehr Macht ausüben kann. Insbesondere bei männlichen Kindern, die Misshandlung erfahren, aber auch die Misshandlung anderer Familienmitglieder erleben müssen, bildet sich ein sehr aggressives mit dem Täter identifiziertes Introjekt aus, das die Jungen das gewalttätige Verhalten des Täters fortsetzen lässt. Wenn dann gleichzeitig die Mutter, die selbst Opfer der Gewalt ihres Ehemannes war, den Jungen emotional mit dem Täter verbindet und dadurch weiter als Opfer agiert, setzt sich die gewalttätige Situation zumindest teilweise in der Mutter-Kind-Dynamik fort. Dadurch, dass das Kind in seinem aggressiven Verhalten nicht gestoppt wird, entwickelt es zusätzliche Aggression aber auch gleichzeitig ein negatives von Schuldgefühlen und / oder Selbsthass geprägtes Selbstbild. Es ist daher von grosser Wichtigkeit, dem Kind einen sicheren aber auch festen Rahmen zu geben, aggressives Verhalten zu unterbinden und ihm gleichzeitig zu helfen, sein eigenes Verhalten aktiv und konstruktiv zu steuern. Dazu ist es einerseits wichtig, positives Verhalten des Kindes positiv zu verstärken, bzw. Situationen zu schaffen, in denen das Kind sich konstruktiv verhalten kann. Gleichzeitig kann im therapeutischen Spiel das Konstrukt des „Introjekts“ verwendet (kindgerecht formuliert) und mit der Methode des Psychodramas (mit Hilfe eines Symbols) konkretisiert werden. Parallel dazu muss die Mutter darin unterstützt werden, die Rolle des Opfers abzuschütteln und die Mutterrolle klar und kompetent auszufüllen.

„Keine Gewalt“In den ersten Tagen gab es regelmässig Vorfälle am Strand, bei denen Stipe und Ranko die Hauptrolle spielten. Dabei schlugen, stiessen und bedrohten sie teilweise andere Kinder, hauptsächlich aber sehr massiv ihre Mutter, wenn diese sich ihren Wünschen nicht (wie offensichtlich bisher gewohnt) beugen wollte. Die Kolleginnen intervenierten, aber die ersten drei Tage verliefen „im Kampf“. Neben den direkten Interventionen führten wir intensive Gespräche mit der Mutter, in denen wir ganz konkret Situationen analysierten und mit ihr mögliche Handlungsweisen bzw. Konsequenzen entwickelten.Abends im Kindertherapieraum konnte er sich besser an die Regel „keine Gewalt“ halten, da dieser mit all dem Spielzeug für ihn sehr interessant war. An den ersten Abenden baute er gemeinsam mit Ranko „Piratenschiffe“ aus Legosteinen.Für die Mutter war es notwendig, dass sie begann, überhaupt wahrzunehmen, was „aggressives Verhalten“ ihrer Söhne war, da sie selbst so sehr an dieses Verhalten gewohnt war. Erst massive Aggression nahm sie als solche war, fühlte sich aber dann – wie früher ihrem Ehemann gegenüber – paralysiert und ohnmächtig. Gleichzeitig war sie jedoch sehr bereit, an sich zu arbeiten und nahm jede Unterstützung dankbar an.Am vierten Tag, an dem ich wieder selbst mit der Gruppe zum Strand fuhr, hatte ich mit Diana, der Mutter der beiden Jungen, abgemacht, dass ich den Tag überwiegend in ihrer Nähe bleiben und sie bei Interventionen, in denen sie den Jungen Grenzen setzte, unterstützen und ihr Verhalten verstärken würde. Wie üblich gab es verschiedene Zwischenfälle. Diana versuchte zu intervenieren und ich unterstützte sie. Da Stipe nicht gewohnt war, dass sich seine Mutter wehrte, bzw. ihm Grenzen setzte, steigerte er sich in einen regelrechten Wutanfall hinein, in dem er begann, die Mutter zu schlagen und zu treten. Ich unterband dies sofort, indem ich ihn festhielt, was er sich ohne grosse Gegenwehr gefallen liess. Ich forderte ihn auf, mich anzusehen und erklärte ihm ruhig und klar, dass wir sein aggressives Verhalten nicht dulden würden, dass es in Ordnung sei, wütend zu sein, aber nicht in Ordnung, andere zu terrorisieren, zu bedrohen und zu verletzen. Er hörte mir schweigend zu. Nachdem ich ihn losgelassen hatte, schimpfte er noch leise vor sich hin, äusserte seine Wut auf seine Mutter, beruhigte sich aber allmählich, nachdem ich ihn noch einmal ermahnt hatte. Etwas später fragte ich ihn, ob er Interesse hätte, dass wir beide mal ein wenig alleine spazierengehen, um über das, was vorgefallen war, zu sprechen.Zu meinem Erstaunen stimmte Stipe sofort zu. Die Mutter gab gerne ihre Einwilligung.

Ein AngebotAuf unserem Spaziergang sprach ich sehr direkt an, was ich sah und empfand: Nämlich dass Stipe, wenn er so einen Wutanfall bekam, nicht mehr aufhören konnte, als ob ihn etwas antrieb, es immer noch schlimmer zu machen. Stipe schaute mich erstaunt an und stimmte mir zu, dass er sich dann so fühlte, als ob ihn etwas antrieb, die anderen zu verletzen. Ich fragte ihn, ob er das gut findet, die anderen zu verletzen. „Nein“, meinte er. Ich fragte, ob er denn wüsste, wie sich das anfühlt, wenn jemand gemein und aggressiv ist. Da erzählte er mir, dass sein Vater so sei. Ich fragte ihn daraufhin, was ihm in diesem Moment lieber wäre, wenn er so einen Wutanfall bekommt: Dass jemand ihn stoppte oder dass man ihn machen liesse. Er sagte mir, er wolle, dass jemand ihn stoppe. Ich fragte ihn, ob er fände, dass ich streng sei. Er meinte ja, aber das sei in Ordnung.Ich erzählte ihm dann ein wenig von meinen Erfahrungen als Kind (auch ich hatte einen gewalttätigen und teils sadistischen Vater) und sagte ihm, dass das für mich ein Grund sei, warum ich Kindern und Frauen, die Gewalt erlebt haben, helfen möchte. Dass ich wüsste, wie schwer es sei, das eigene Verhalten zu ändern, aber dass es möglich sei. Stipe bestätigte mir, dass er sein Verhalten auch gerne ändern wollte, dass er mit seiner Mutter gerne besser auskommen möchte. Wir überlegten gemeinsam, auf welche Art das gehen könnte. Er stimmte meinem Vorschlag zu, dass wir, seine Mutter, er selbst und ich, einmal gemeinsam darüber reden könnten, wie sie besser miteinander auskommen könnten.Auf unserem Weg zurück erzählte mir Stipe dann viele gewalttätige Situationen mit seinem Vater, die er erlebt hatte und konnte mir sagen, wie schrecklich er sich gefühlt hatte.Den restlichen Tag war er bedeutend ruhiger und abends, bevor die Kinder in den Kindertherapieraum und die Mütter in den Gruppenraum gingen, umarmte er seine Mutter, um sich von ihr zu verabschieden. In den folgenden Tagen besserte sich Stipes Verhalten allmählich. Es gab Tage, an denen es nur kleine Streitereien mit der Mutter gab. Die Angriffe auf andere Kinder hörten fast völlig auf.Dann gab es wieder Tage mit einem Rückfall, aber es war leichter, Stipe zu stoppen und ihn an unsere Regeln zu erinnern. Verschiedentlich testete er, wie ernst wir es meinten und musste dann Konsequenzen seines Verhaltens tragen. Auch die Mutter wurde allmählich klarer und konsequenter in ihrem Verhalten. Dazu trug neben den vielen Gesprächen am Strand auch die abendliche Gruppenarbeit mit den Frauen – insbesondere die Rollenspiele – bei.

Der kleine FischAm 11. Tag war ich wieder mit am Strand und beschäftigte mich einen guten Teil des Tages mit den beiden Jungen und ihrer Mutter. Wir suchten gemeinsam Steine und Muscheln. Die Jungen fingen einen grossen Krebs und einen kleinen Fisch und setzten sie in ein Eimerchen, mit dem Vorsatz, die beiden am Ende des Tages wieder in die Freiheit zu entlassen. Sie suchten Futter für sie. Wir sprachen über die Tiere, wie sie lebten und was sie brauchten. Ich erklärte ihnen, dass sie spätestens alle halbe Stunde das Wasser wechseln müssten, damit der kleine Fisch genug Sauerstoff hätte. Einige Zeit später, hörten wir Stipe laut weinen und nach seiner Mutter rufen. Als Diana und ich zum Strand kamen, berichtete der Junge schluchzend, dass der kleine Fisch tot war. Stipe war ganz verzweifelt und machte sich grosse Vorwürfe, weil er vergessen hatte, das Wasser zu wechseln. Neu war jedoch, dass er seinen Gefühlen Ausdruck geben konnte und sie nicht in Aggression gegen andere – insbesondere seine Mutter – verwandeln musste. Wir trösteten ihn. Ich schlug ihm vor, gemeinsam mit der Mutter den Krebs freizulassen, damit der in Sicherheit sei. Und die beiden brachten den Krebs zu den Steinen, bei denen Stipe ihn gefangen hatte. Stipe war noch immer untröstlich, weinte und fühlte sich unendlich schuldig. Ich erklärte ihm, dass wir nun mal Menschen sind und Fehler machen. Aber, wenn es uns ernsthaft leid tut, dann werden uns diese Fehler auch vergeben. Wir baten das Fischlein um Vergebung. Dann betrauerten wir es gemeinsam. Ich schlug vor, dass wir es begraben könnten und ein kleines Ritual machen, indem wir schöne Steine sammelten und sie symbolisch für unsere Wünsche für das Fischlein „im Fischparadies“ auf sein Grab legen könnten. Stipe nahm das gerne an und so begruben wir zu dritt (gemeinsam mit Diana) das Fischlein und machten das Ritual. Danach beruhigte sich Stipe allmählich, aber er versicherte, dass er nie wieder Fische fangen würde. Und daran hielt er sich bis zum Ende des Aufenthalts im SEKA -Haus.

Das HerzAm folgenden Abend kam ich ins Kinderhaus, wo die Kinder gerade mit Wasserfarben malten. Ich bewunderte die Bilder und setzte mich schliesslich neben Stipe, der ein riesiges pechschwarzes Schiff gemalt hatte. Ich sprach mit ihm über das Schiff – es würde ja sehr gefährlich aussehen. Ja, es sei ein Kriegsschiff, erzählte er mir und zeigte mir die Kanonen. Ich bemerkte, dass allerdings gar keine Soldaten auf dem Schiff zu sehen sind. Stipe erklärte mir, dass sie weggegangen sind, sie haben das Schiff verlassen, jetzt ist es nicht mehr so gefährlich. Ich fragte ihn, ob es denn jetzt möglich wäre, das Schiff z.B. in eine Fähre umzubauen. Stipe schaute mich an und meinte dann, ja, das wäre vielleicht möglich. Dann legte er das Bild zur Seite, nahm ein anderes Blatt Papier und begann mit grosser Sorgfalt und Hingabe ein riesiges rotes Herz zu zeichnen. Ich bewunderte das Herz, wie schön und gross es sei, als ob es voller Liebe sei. Das bestätigte er mir sehr ernsthaft. Ich fragte ihn dann, ob es sein Herz sei und er nickte. Dann fragte er mich, ob ich dieses Bild in meinem Büro aufhängen würde (er hatte gesehen, dass ich dort viele Kinderzeichnungen an der Wand hängen habe). Ich sagte ihm, dass ich das sehr gerne aufhängen würde, wenn er mir das Bild schenken würde. Ja, sagte er, er wolle mir das schenken. Dann malte er noch das Meer und Sonnenstrahlen um das Herz und klebte eine schöne Muschel in die Mitte, die er ebenfalls mit Hingabe verzierte. Schliesslich schenkte er mir das Bild. Zufrieden und mit strahlenden Augen ging er dann zu Bett.Am nächsten Tag hängte ich das Bild in mein Büro und an den folgenden Tagen kam Stipe mehrmals nachschauen, wo sein Bild hing, und ging dann wieder zufrieden davon.

„Gemeinsam den ‚bösen Geist’ besiegen“Am letzten Tag fand schliesslich das geplante gemeinsame Gespräch von Diana, Stipe und mir statt. Stipe fiel es zu Anfang schwer, ruhig zu sitzen und uns anzuschauen, die Themen waren ihm peinlich. Ich erinnerte an einige der Vorfälle am Strand und fragte die beiden, ob sie eine Idee hätten, wie sie in solchen Situationen in Zukunft reagieren könnten, damit sie alle beide zufriedener seien. Schliesslich akzeptierte Stipe den Vorschlag seiner Mutter, dass beide in Ruhe sagen würden, was sie störte oder was sie anders wünschten.Ich suchte dann ein Symbol (eine „Rockerpuppe“ in Lederkluft) für den „bösen Geist“, der in solchen Situationen oft dazwischenfunkte und Stipe anstachelte, aggressiv zu sein, nicht zuzuhören und andere zu verletzen. Ich liess diesen „Geist“ Diana und Stipe provozieren: „Ha, das werdet ihr doch nicht schaffen, ha,ha,ha, ich werde verhindern, dass ihr Euch gut versteht, Stipe, sei böse, hör nicht, lass Dir nichts sagen, hau die anderen, verletze sie, sei aggressiv….ha, ha, ha, wenn die Leute sich streiten und sich verletzen, werde ich gross und mächtig. Ich lebe von dem Streit der anderen….“Stipe war zuerst verdutzt, dann beobachtete er die Puppe interessiert und schliesslich wurde er wütend auf sie und wehrte sich. Er schlug den Geist, sagte ihm, dass er still sein sollte, schliesslich drückte er ihn auf den Boden und hielt ihn fest. Als er ihn losliess, fing der „Geist“ wieder von vorn an, aber diesmal verspottete er Diana, sie sei ja nur schwach, sie könne sich ja nicht durchsetzen. Die beiden würden sich nie gegen den „Geist“ wehren können….. Als Therapeutin schlug ich Stipe und Diana vor, dass es vielleicht helfen würde, wenn sie sich leise gemeinsam besprächen, wie sie mit dem Geist fertig werden könnten. Die beiden flüsterten miteinander und stürzten sich dann gemeinsam auf den „Geist“, der sich zuerst wehrte, aber dann keine Chance mehr hatte und aufgab. Stipe war hoch zufrieden. Der „Geist“ wurde unter ein Kissen gestopft und mit einem grossen Holzscheit beschwert.

Wir überlegten dann gemeinsam, was die beiden machen könnten, wenn der „Geist“ sich in Zukunft wieder melden und versuchen würde, Stipe anzustacheln und Streit zu säen. Ich schlug vor, dass wir das ausprobieren könnten in einem Rollenspiel. In der ersten Version wollte Stipe zuschauen, also spielte ich „Stipe“ und Diana die „Mama“. „Stipe“ wünschte sich einen Computer, die „Mama“ hatte aber kein Geld, da kam der „Geist“ und schubste „Stipe“, stachelte ihn an, aggressiv zu werden, die „Mama“ zu schlagen und zu bedrohen. Aber – laut unserer Absprache – fragte die „Mama“ „Stipe“, ob der „böse Geist“ ihn antreibe. „Stipe“ merkte in diesem Moment, dass der „Geist“ ihn drückte und beide befreiten gemeinsam „Stipe“ von dem „Geist“, der wieder verbannt wurde.Daraufhin wollte Stipe dieselbe Szene nochmal spielen, indem er selbst seine Rolle übernahm. Ich liess den „bösen Geist“ agieren und erfolgreich wurde der „Geist“ von Mutter und Sohn bekämpft und unschädlich gemacht. Dies hielten wir zur Erinnerung noch mit dem Fotoapparat fest. Dann lud ich Stipe und Diana ein, sich jede/r aus den Halbedelsteinen ein Symbol für ihre Kraft und ihre Fähigkeit auszusuchen, in Zukunft in Ruhe miteinander sprechen zu können und gemeinsam eine Lösung für Probleme zu finden. Dies taten beide mit Konzentration aber auch Vergnügen.Schliesslich schlug ich Stipe vor, unter den Symbolen eines für den „bösen Geist“ auszusuchen, da ich das „Rockersymbol“ in meiner Arbeit mit anderen Kindern noch brauchte. Stipe suchte sich einen Drachen als Symbol für den „Geist“, um etwas Konkretes zu haben, das er gemeinsam mit seiner Mutter – wenn es wieder nötig sein sollte – besiegen konnte.Wir besprachen, dass er das Symbol solange behalten würde, solange er noch diese Wutanfälle hatte. Wenn er es nicht mehr bräuchte, könne er es an uns zurückschicken.....Beim Abschied war Stipe traurig und konnte das auch zeigen. Er umarmte mich und fragte, ob Mama und er mich mal anrufen könnten, oder ob unsere Telefonnummer geheim sei (so wie im Frauenhaus). Ich versicherte ihm, dass sie mich gerne anrufen könnten, das hatte ich schon zuvor Diana versichert. Mit ihr hatte ich auch besprochen, dass sie den TherapeutInnen, zu denen die Kinder nun in Zagreb gehen würden, über unsere Arbeit mit dem „Geist“ berichten würde, um eine Kontinuität in der therapeutisch-pädagogischen Arbeit zu sichern. Als ich die Gruppe zur Fähre brachte, winkte mir Stipe noch lange zu.Diese Arbeit mit Stipe und seiner Mutter hat mich sehr berührt und gibt mir ein Gefühl der Dankbarkeit, wenn ich an die erste Begegnung mit diesem Kind denke und dann an den Abschied.

Gabriele Müller

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