Days of Joy - Recovery from War

News: On this page the carrier keeps you informed about the current situation of the project. This helps you judge how the donations are being used.

G. Mueller (Project Manager), written 4 days ago

G. Mueller

Erholungsaufenthalte am Meer für Kinder und Mütter aus Gorazde

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

in den letzten Tagen haben wir noch weitere kleinere Direktspenden - nicht ueber betterplace - bekommen, die ich hier eingetragen habe. Die Spenden ueber betterplace stagnieren im Moment. Wahrscheinlich erscheint vielen Menschen bei den derzeitigen Minus-Temperaturen der Gedanke an einen Erholungsaufenthalt im Sommer als weit entfernt. Aber leider koennen wir nicht warten, bis es waermer wird, da wir noch den groessten Teil der Kosten (ca. 90 %) finanzieren muessen.

Von der Stiftung Sternstunden haben wir noch keine Antwort auf unseren Antrag fuer einen erneuten Zuschuss. Daher freuen wir uns ueber Ihre Unterstuetzung!

Und hier geht es weiter mit der Erlaeuterung unseres Konzepts der therapeutischen Erholungsaufenthalte.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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Erholungsaufenthalte am Meer für Kinder und Mütter aus Gorazde

Das SEKA-Therapiezentrum arbeitet nun seit September 2007 mit der traumatisierten Bevölkerung der Stadt Gorazde und der umliegenden Orte. Warum halten wir es für notwendig und wichtig, weiterhin zumindest einen therapeutischen Erholungsaufenthalt jährlich für traumatisierte Kinder und Mütter am Meer durchzuführen? Dafür gibt es eine ganze Reihe von Gründen:

Die SEKA-Erholungsaufenthalte haben sich als hervorragendes Angebot erwiesen, mit dem wir gerade die Familien erreichen können, die zwar dringend einer psychologisch-pädagogischen Unterstützung bedürfen, diese Hilfe jedoch selbst nicht suchen würden, aufgrund von Ängsten und Vorurteilen bzgl. psychologischer Hilfe. Durch das außerordentlich attraktive und niedrigschwellige Angebot der therapeutischen Erholung am Meer erfahren Kinder und Mütter auf zwanglose Art therapeutisch-pädagogische Hilfe. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass sie auch nach Abschluss des Erholungsaufenthalts weiter zu Gruppen- und Einzelangeboten ins SEKA-Haus kommen. Parallel bieten wir auch therapeutische und psycho-edukative Hilfe für die Väter / Partner (in Zusammenarbeit mit dem Gorazder Veteranenprojekt „Svjetlost Drine“ (=“Licht der Drina“) an.

In den 12 Tagen des Erholungsaufenthaltes sind Kinder und Mütter entlastet von den alltäglichen Pflichten. Es ist möglich, dass sie sich ganz auf den therapeutischen Prozess einlassen. In der Zeit des Erholungsaufenthalts erleben Frauen und Kinder, was psychologische Hilfe bedeutet. Die täglich vier Stunden Gruppenarbeit ermöglichen eine intensive Bearbeitung zentraler Themen und den Aufbau von Vertrauen unter den Kindern bzw. den Müttern. Diese Erfahrung und die damit verknüpfte Entlastung und Stärkung weckt in ihnen (in der Regel) die Motivation, auch nach dem Erholungsaufenthalt weiterhin Angebote therapeutischer Hilfe im SEKA-Haus anzunehmen. Sie fühlen eine besondere Verbundenheit mit ‚ihrer Gruppe’ und sind teilweise auch bereit, einzeltherapeutisch an traumatischen Erfahrungen zu arbeiten. Mit fast allen Gruppen der bisherigen Erholungsaufenthalte mit Kindern und Müttern aus Gorazde haben wir nach ihrer Rückkehr noch mindestens ein Jahr lang regelmäßig in parallelen Gruppen (Kinder / Mütter) weitergearbeitet.

Mit jeder Gruppe zeigte sich, wie wichtig die erarbeitete solide Grundlage während des Erholungsaufenthalts auch für die Weiterarbeit der Gruppe war: Da die Frauen in der ländlichen Gesellschaft Ostbosniens und durch die schwierige ökonomische Lage stark durch ihre täglichen Pflichten belastet sind und die Kinder sehr viele Verpflichtungen gegenüber der Schule haben, müssen wir die Gruppentermine auf zwei Stunden wöchentlich begrenzen. Ohne die Grundlage des Erholungsaufenthalts wäre es sehr viel schwerer, die notwendige Vertrauensbasis innerhalb der Gruppen zu erarbeiten – Auch die Vertiefung von Themen wäre aufgrund des Zeitrahmens nur sehr begrenzt möglich. Die Gruppenarbeit während des Erholungsaufenthalts ermöglicht dem gegenüber nicht nur den Aufbau einer soliden Vertrauensbasis, sondern gibt den Müttern wie den Kindern eine Grundlage an Selbsterfahrung und an Techniken und Übungen zur Selbstunterstützung, zur Arbeit mit Gefühlen und zum Umgang mit alltäglichen Problemen. Auf dieser Basis können wir die Gruppenarbeit in Gorazde weiter aufbauen.

Fortsetzung im naechsten Blog..

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G. Mueller (Project Manager), written 8 days ago

G. Mueller

Warum ein Erholungsaufenthalt am Meer?

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

hier in Gorazde herrscht das absolute Schneechaos. Wir hatten in den letzten Tagen die heftigsten Schneefaelle seit Beginn der Wetteraufzeichnungen! Hunderte Menschen wurden in Bussen und Autos im Schnee eingeschlossen oder sogar unter Lawinen begraben, wo sie teilweise bis zu 40 Stunden ausharren mussten, bis die Helfer sie ausgraben konnten. Auch die naechsten Tage sind noch weitere starke Schneefaelle angekuendigt...

Da mutet es mich etwas seltsam an, ueber unseren geplanten Erholungsaufenthalt im Sommer zu schreiben... Aber die Zeit vergeht schnell und wir muessen noch einen grossen Betrag finanzieren...

Daher koennen Sie im Folgenden lesen, warum die Erholungsaufenthalte am Meer so wirkungsvoll sind.

Ihnen allen einen schoene Woche!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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Warum ein Erholungsaufenthalt am Meer?

Seit 15 Jahren führt das Projekt SEKA therapeutisch begleitete Erholungsaufenthalte durch – für Kinder und Mütter, die durch Krieg und Gewalt traumatisiert sind. 10 Jahre lang fanden die Erholungsaufenthalte im Projekthaus auf Brac statt – nach dem Umzug des Projekts seit 2007 in Neum, dem einzigen bosnischen Ort an der Adria.

Selbst in der Arbeit auf Brac, wo wir mit den Gruppen nur 12 bzw. 14 Tage Zeit hatten (und danach die therapeutische Arbeit nicht fortsetzen konnten – wie heute in Gorazde), machten wir die Erfahrung, dass für Kinder wie Mütter in dieser Zeit erstaunliche Veränderungsprozesse möglich waren. Die Schönheit der Insel, das Meer und die besondere Atmosphäre im SEKA-Haus, sowie das tägliche intensive Zusammensein wirkten wie eine Art Katalysator (siehe auch in frueheren Blogs: „Das Konzept der SEKA-Erholungsaufenthalte“)und ermöglichten den Frauen und Kindern sich zu öffnen und rasch Vertrauen zu den Therapeutinnen und zu den anderen Frauen bzw. Kindern zu gewinnen. Außerdem half ihnen die Erfahrung von Schönheit und aktiver Entspannung, wieder in Kontakt mit den eigenen durch die Erlebnisse von Krieg und Gewalt ‚verschütteten’ Ressourcen kommen. Darüber hinaus erlebten wir immer wieder, dass die Erfahrung des Erholungsaufenthalts an sich für sie zu einer wichtigen Ressource für ihr Alltagsleben wurde.

Mit vielen Frauen und Kindern, die an einem therapeutischen Erholungsaufenthalt im SEKA-Haus auf Brac teilgenommen hatten, blieben wir noch Jahre lang im Kontakt. Daher wissen wir, dass sie ihre Erinnerungen und z.B. die Fotos vom Aufenthalt im SEKA-Haus regelmäßig als Ressource nutzen, die ihnen hilft, ihren schwierigen Alltag zu bewältigen. Von ehemaligen Teilnehmerinnen hören wir – manchmal Jahre später: „Einfach der Gedanke, dass es Kuca SEKA (= das Haus SEKA) und Euch gibt, ist für mich ein Lichtblick und gibt mir immer wieder Mut und Hoffnung.“ Oder: „Kuca SEKA hat mich wieder ins Leben zurückgebracht.“ Oder auch: „Bei Euch habe ich mein zerstörtes Vertrauen in andere Menschen wieder zurückgewonnen.“

Fortsetzung im naechsten Blog...

 

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G. Mueller (Project Manager), written 9 days ago

G. Mueller

Warum sind die therapeutischen Erholungsaufenthalte nötig?

Liebe Leserinnen und Leser,

gestern haben wir noch zwei Direktspenden bekommen - von langjaehrigen Unterstuetzerinnen, die den noch offenen Betrag fuer Unterkunft und Verpflegung fuer das 2. Kind und seine Mutter wieder ein wenig schrumpfen liessen. Vielen Dank an die Spenderinnen!

Und im Folgenden koennen sie lesen, warum die 'Glueckstage' so notwendig sind.

Ihnen allen einen schoenen Sonntag!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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Warum sind die therapeutischen Erholungsaufenthalte nötig?

Auch 16 Jahre nach dem Friedensabkommen von Dayton leiden die Menschen in Bosnien-Herzegowina noch immer unter den psychischen, sozialen und ökonomischen Folgen des Krieges.

Die Bevölkerung des Kantons Gorazde ist in besonderem Masse kriegstraumatisiert, da sie 3 1/2 Jahre Belagerung, Todesbedrohung und extreme Hungersnot ertragen musste. Außerdem suchten viele schwer traumatisierte Flüchtlinge, die aus ihren Dörfern vertrieben worden waren, Schutz in der Enklave Gorazde – darunter zahlreiche Überlebende von Folter- bzw. Vergewaltigungs-Lagern. Kinder waren auch in diesem Krieg die hilflosesten Opfer. Viele von ihnen haben bis heute ihre Kriegserlebnisse nicht überwunden. Aber auch Kinder, die nach Kriegsende geboren wurden, wachsen in einer Atmosphäre auf, in der der Krieg und die erlebten Traumata ständig präsent sind. Die unverarbeiteten Traumata der Eltern übertragen sich auf die Kinder. Eltern, die mit einer schweren Traumatisierung leben und die gleichzeitig ums ökonomische Überleben der Familie kämpfen müssen, sind darüber hinaus oft nicht in der Lage, adäquat für ihre Kinder zu sorgen. Väter agieren ihre Frustration häufig aggressiv gegenüber Frauen und Kindern aus. Ohnehin wird Gewalt im ländlichen Bosnien traditionell noch immer als „normales Erziehungsmittel“ angesehen; das Bewusstsein über die seelischen Folgen von Gewalterfahrung ist noch gering. Viele Kinder werden so zusätzlich zu Opfern familiärer Gewalt.

Bevor das Projekt SEKA nach Gorazde kam, gab es im ganzen Kanton keinerlei Angebote an psychotherapeutischer Hilfe. Das örtliche ‚Zentrum für psychische Gesundheit’ ist personell völlig unterbesetzt; die wenigen Kolleginnen dort sind extrem überlastet und haben miserable Arbeitsbedingungen. PatientInnen mit Posttraumatischer Belastungsstörung werden nur medikamentös behandelt, das heißt eher ‚ruhiggestellt’. Die Menschen sind darüber hinaus nicht gewohnt, bei Problemen psychologische Hilfe zu suchen; sie befürchten, von ihrer Umgebung als ‚verrückt’ angesehen zu werden, wenn sie psychologische bzw. psychotherapeutische Hilfe suchen.

Seit September 2007 bietet das Projekt SEKA traumatherapeutische und -pädagogische Hilfe für Frauen und Kinder in Einzel- und Gruppenarbeit an. Bei Bedarf werden männliche Familienangehörige in die Arbeit mit einbezogen. Inzwischen wird das Angebot von der Bevölkerung recht gut angenommen. Von besonderer Bedeutung sind dabei allerdings die therapeutischen Erholungsaufenthalte am Meer, die das Projekt SEKA jährlich durchführt.

Fortsetzung im naechsten Blog...

 

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G. Mueller (Project Manager), written 11 days ago

G. Mueller

Was sind die ‚Glückstage?

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen

wir bedanken uns herzlich fuer weitere Direktspenden, die ich auf die Bedarfe Unterkunft und Verpflegung fuer das zweite Kind und seine Mutter eingetragen habe.

In diesem und den folgenden Blogs moechte ich Sie noch etwas genauer ueber den geplanten therapeutischen Erholungsaufenthalt in diesem Sommer informieren.

Mit herzlichen Gruessen

Gabriele Mueller

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Was sind die ‚Glückstage?

Seit 15 Jahren führt das Projekt SEKA psychologisch-pädagogisch begleitete Erholungsaufenthalte am Meer für Gruppen von jeweils 20 Kindern und Müttern durch. Auch im Sommer 2012 planen wir einen solchen therapeutischen Erholungsaufenthalt für eine Gruppe von kriegstraumatisierten Kindern (bzw. Kinder kriegstraumatisierter Eltern) mit ihren Müttern aus dem Kanton Gorazde / Ostbosnien. Der 12tägige Erholungsaufenthalt soll durchgeführt werden zu Beginn der Sommerferien des Jahres 2012. Die Gruppe wird 20 Kinder und Frauen umfassen und von den Mitarbeiterinnen von SEKA Gorazde in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für psychische Gesundheit Gorazde, dem Projekt für kriegstraumatisierte Veteranen „Svjetlost Drine“ Gorazde und dem SOS-Kinderdorf-Kindergarten in Gorazde zusammengestellt werden. Ziel des Projekts ist die Förderung der physischen und psychischen Gesundheit der Kinder und Mütter durch Erholung am Meer und durch psychologisch-pädagogische Hilfe. Außerdem wollen wir mit diesem Angebot besonders hilfsbedürftige Familien erreichen, die von selbst keine psychotherapeutische Hilfe suchen würden. Ein weiteres Ziel ist es, die Kinder und Frauen zu motivieren, auch nach dem Aufenthalt weiterhin psychotherapeutische Hilfe anzunehmen.

Fortsetzung im naechsten Blog..

 

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G. Mueller (Project Manager), written 13 days ago

G. Mueller

Für diese Bedarfe habe ich eine (Teil-)Auszahlung veranlasst:

12 Unterkunft fuer eine Mutter €145.63
Travel costs for the 1. child and 1. mother €6.-
Wir danken allen Spenderinnen und Spendern herzlich. Natuerlich werden wir die Spenden waehrend des Erholungsaufenthalts fuer die angegebenen Bedarfe einsetzen. Herzliche Gruesse Gabriele Mueller
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G. Mueller (Project Manager), written 14 days ago

G. Mueller

Kosten fuer 1. Kind und seine Mutter finanziert!

Wir freuen uns heute ueber weitere Direktspenden fuer den therapeutischen Erholungsaufenthalt, die ich fuer verschiedene Bedarfe eingetragen habe. Damit konnte der Bedarf 'Vollverpflegung an 12 Tagen fuer ein erstes Kind' komplett erfuellt werden. Damit sind die Unterkunft und Vollverpflegungskosten sowie die Fahrtkosten fuer ein Kind und seine Mutter fuer 12 Tage finanziert! Wunderbar! Herzlichen Dank an alle, die dabei mitgeholfen haben!

Nun bemuehen wir uns nach Kraeften um die Finanzierung der Kosten fuer ein zweites Kind und seine Mutter! Wir freuen uns ueber Ihre Unterstuetzung!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 18 days ago

G. Mueller

Nur noch 8 € fuer das erste Kind!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebeLeserInnen,

wir freuen uns ueber die erneute Unterstuetzung unserer Freundin Giesela Krabbe fuer den Erholungsaufenthalt sowie ueber weitere Direktspenden, die ich auf verschiedene Bedarfe eingetragen habe. Herzlichen Dank an alle SpenderInnen! Nun fehlen nur noch 8 € fuer die Finanzierung der Kosten fuer das erste Kind und seine Mutter!

Und noch eine gute Nachricht: Der Weseler Gospel-Chor 'Gospel-People', der schon mehrmals ein Benefizkonzert fuer das Projekt SEKA und insbesondere fuer die therapeutischen Erholungsaufenthalte durchgefuehrt hat, organisiert zur Zeit ein weiteres Konzert zugunsten der 'Glueckstage'. Es soll im Maerz stattfinden. Darueber freuen wir uns sehr. Denn die Zeit rast und noch ist der groesste Teil der Finanzierung ungeklaert! Wir danken den Weseler Saengerinnen und Saengern fuer ihr tolles Engagement!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 21 days ago

G. Mueller

Nur noch 28 € fuer das erste Kind und seine Mutter!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

in den letzten beiden Tagen haben wir noch weitere Direktspenden bekommen, die ich heute auf die verschiedenen Bedarfe eingetragen habe. Unterkunft und Vollverpflegung fuer das erste Kind und seine Mutter an 12 Tagen, sowie die anteiligen Fahrtkosten sind nun fast finanziert: Von insgesamt 940 € fehlen nun nur noch 28 €!

Wir freuen uns sehr, dass es vorwaerts geht, denn noch haben wir erst ein Zehntel der Kosten fuer die 20-koepfige Gruppe gesichert...

Wir freuen uns ueber Ihre Mithilfe...

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 22 days ago

G. Mueller

Vertrauen wiedergewinnen..

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns ueber weitere Direktspenden, die ich auf verschiedene Bedarfe eingetragen habe. Die Bedarfe fuer das erste Kind und seine Mutter (12 Tage Unterkunft und Vollverpflegung sowie Fahrtkosten) sind inzwischen schon fast finanziert: es fehlen 'nur' noch 78 €!

Und hier ein weiterer Teil des Konzepts der therapeutischen Erholungsaufenthalte: die therapeutische Wirkung des Meeres (Fortsetzung).

Wir freuen uns ueber Ihr Intersse!

Herzlichst

Gabriele Mueller

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Vertrauen wieder gewinnen

Wir unterstützen Frauen und Kinder in ihrer vorsichtigen Annäherung an das Meer. Zu Anfang geben wir in erster Linie Halt und Sicherheit. Dann fördern wir mit einfachen Übungen das Vertrauen, dass das Meerwasser sie trägt. Wenn Frauen und Kinder sich in ihrem eigenen Tempo ganz allmählich auf das Meer einlassen können, verlieren sie immer mehr ihre Ängste. Sie gewinnen allmählich Vertrauen - zuerst in die Therapeutinnen als Begleitung, dann in das Wasser und schließlich, wenn sie dann Schwimmen lernen, in sich selbst.Es ist für Frauen und Kinder ein wichtiges und heilendes Erlebnis, sich im Meer alleine sicher bewegen zu können. Diese Erfahrung fördert ihr Vertrauen in sich selbst, in andere und gibt ihnen das Gefühl, die Kontrolle über einen Teil ihres Lebens wieder zu erlangen.

Das sinnliche Erleben von Wasser, Sonne und Strand fördert gleichzeitig die Fähigkeit, ganz da zu sein und in der Gegenwart zu leben, ja, das Leben zu genießen. Es ist berührend zu sehen, wie die Mütter hingebungsvoll mit den Kindern am Strand spielen, wie sie mit uns im Wasser herumtollen, wie sie von Tag zu Tag mutiger, ausgelassener und freier werden. Wie sie den Glauben zurückgewinnen, dass das Leben doch auch schön sein kann - und nicht nur Schmerz, Angst, Mangel, Gewalt und Erschöpfung beinhaltet.

Diese gemeinsame Annäherung ans Meer ist für uns als SEKA-Mitarbeiterinnen gleichzeitig die beste und einfachste Möglichkeit, in der Regel sehr rasch einen intensiven Kontakt zu Frauen und Kindern herzustellen. Sie wirkt wie ein Katalysator. Bereits der erste Tag am Strand verbindet und schafft eine erste Grundlage des Vertrauens als Voraussetzung dafür, dass die Frauen unsere weitergehenden Angebote annehmen können. Ob im Wasser, am Strand oder auf Spaziergängen nutzen die Frauen rasch jede Gelegenheit für Einzelgespräche mit den Mitarbeiterinnen.Die parallele Gruppenarbeit mit Frauen und Kindern gibt auch den Müttern (oft zum ersten Mal in ihrem Leben) die Möglichkeit, über sich selbst nachzudenken, sich um sich selbst zu kümmern.

Im naechsten Blog: ueber Konzept und Methoden der therapeutischen Gruppenarbeit

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G. Mueller (Project Manager), written 24 days ago

G. Mueller

Die Bedeutung des Meeres als therapeutisches Medium..

Liebe UnterstuetzerInnen und LeserInnen,

dank einer weiteren Direktspende konnte ich gestern den Bedarf 'Vollverpflegung fuer eine Mutter fuer 12 Tage' vollends auffuellen. Das ist super! Ein herzliches Dankeschoen an die Spenderin!

Im Anschluss finden Sie einen weiteren Teil des Konzepts der therapeutischen Erholungsaufenthalte von SEKA: Diesmal geht es um die Bedeutung des Meeres als therapeutisches Medium..

Ein schoenes Wochenende wuensche ich Ihnen!

Herzlichst

Gabriele Mueller

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Aber noch ein anderes wichtiges Medium ist für den Erfolg der Erholungsaufenthalte von unverzichtbarer Bedeutung: das Meer und die Schönheit der dalmatinischen Landschaft.Die Bedeutung des Meeres

Bei allen Gruppen, die an den Erholungsaufenthalten teilnehmen, steht natürlich die physische und psychische Erholung und hier ganz besonders die täglichen Ausflüge zum Meer im Vordergrund. Nach der 4-stündigen Gruppenarbeit am Vormittag begleiten die Therapeutinnen die Gruppe zum Strand. Dies ist eine Voraussetzung für eine intensive Betreuung und Unterstützung der jeweiligen Gruppe.Für viele der Frauen und besonders Kinder, die im Sommer zu uns kommen, bedeutet der Aufenthalt im SEKA-Haus ihre erste Begegnung mit dem Meer. Für andere ist es ein Wiedersehen nach vielen Jahren, während derer sie zuerst wegen des Krieges keine Möglichkeit hatten, das Kriegsgebiet zu verlassen, und danach aufgrund ihrer ökonomischen Situation an einen Urlaub nicht einmal denken konnten. Manchmal löst schon der Anblick des Meeres Tränen aus. Die Schönheit des Meeres und der dalmatinischen Küste rühren an die Gefühle des Mangels, der jahrelangen Entbehrung, des „Gefangenseins“ und der Bedrohung. Das Meer weckt einerseits Erinnerungen an früher, an Urlaube am Meer - und an ein „normales Leben in einer friedlichen Welt“ und andererseits weckte es auch den Schmerz über den Verlust dieses „normalen Lebens“.

Angst und Faszination

Grundsätzlich verknüpfen wir alle mit dem Meer vielerlei unterschiedliche existentielle Gefühle: Es erfüllt uns mit Gefühlen von Weite, Sehnsucht, Freiheit, Schönheit, Unvergänglichkeit, aber auch mit Angst vor seiner Ungezähmtheit und Unberechenbarkeit. Das Meer fordert uns heraus, diese Angst zu bezwingen, mutig zu sein und uns diesem unberechenbaren Element anzuvertrauen.Gerade für die traumatisierten Frauen und Kinder ist das Meer zu Anfang beängstigend und faszinierend zugleich; es weckt die Gefühle von Ausgeliefertsein, Bedrohung, Angst bis hin zur Panik, Gefühle, die mit der erlebten traumatischen Situation verknüpft sind. Gleichzeitig spüren Frauen und Kinder aber auch die starke Faszination von Meer und Strand. Meer und Strand fordern geradezu dazu auf, einzutauchen, sie zu berühren, sinnlich zu erleben.

Fortsetzung im naechsten Blog..

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G. Mueller (Project Manager), written 25 days ago

G. Mueller

Sich der eigenen Staerken, Faehigkeiten und Rechte bewusst werden..

Liebe betterplace-FreundInnen,

wir freuen uns ueber weitere Direktspenden fuer die Glueckstage, die ich auf die Bedarfe fuer das erste Kind und seine Mutter eingetragen habe. Wir danken den Spenderinnen herzlich!

Und hier der zweite Teil unseres Konzepts der therapeutischen Erholungsaufenthalte.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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SEKA ist ein Ort der Frauen-Solidarität:

Das Projekt ist entstanden aus der Solidarität und durch die aktive Hilfe vieler Frauen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern für Frauen und Kinder, die Krieg und Gewalt im ehemaligen Jugoslawien überlebt haben.Die Solidarität zwischen Frauen zu stärken, gegenseitiges Verständnis, gegenseitige Unterstützung und Ermutigung und das Lernen von einander zu fördern, ist daher ebenfalls eines der wichtigsten Ziele unserer Arbeit.

SEKA ist ein Ort der Frauen-Stärke und ein Ort, an dem die Rechte der Kinder ernstgenommen werden:

In SEKA unterstützen wir Frauen und Kinder, sich ihrer Stärken und Fähigkeiten einerseits, sowie ihrer Rechte andererseits bewusst zu werden. Wir stärken sie in ihrem Selbstbewusstsein, ihrer Kritikfähigkeit und ihrem Durchsetzungsvermögen, aber auch in ihrem Verantwortungsbewusstsein. Wir unterstützen sie, sich aus Abhängigkeiten zu befreien und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.Wir fördern sie darin, sich zusätzliche Fähigkeiten anzueignen. Wir ermutigen sie, sich aktiv in Gesellschaft und Politik einzumischen, um die gesellschaftlichen Bedingungen für Frauen und Kinder zu verbessern und zu einer Demokratisierung der Gesellschaft beizutragen.

Diese wichtigsten Grundlagen für unsere Projektarbeit prägen die Atmosphäre des SEKA-Hauses und auch die Zusammenarbeit im SEKA-Team. Und sie prägen auch die Arbeit mit den Gruppen während der Erholungsaufenthalte – obwohl wir diese inzwischen in einer Pension in Neum durchfähren. Mit der großartigen Unterstützung durch die Familie der Pensionseigentümer gelingt es uns, die Atmosphäre des SEKA-Hauses auch in den Räumlichkeiten der Pension entstehen zu lassen.

Fortsetzung im naechsten Blog..

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G. Mueller (Project Manager), written 27 days ago

G. Mueller

'Platz für alle Erfahrungen und Erlebnisse...'

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

heute und in den folgenden Blogs moechte ich Sie mit unserem Konzept der therapeutischen Erholungsaufenthalte vertraut machen.

Gerne beantworten wir auch Ihre Fragen.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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Das Konzept der therapeutischen Erholungsaufenthalte

„Platz für alle Erfahrungen und Erlebnisse...“

Eine der wichtigsten Grundlagen unserer Arbeit ist das Konzept des SEKA-Hauses:SEKA ist nicht nur ein Erholungs-, Therapie und Bildungshaus für Frauen und Kinder, sondern ein Frauenfriedensprojekt und ein Projekt, das sich tatkräftig für Menschenrechte von Frauen und Kindern und für eine Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Kindern einsetzt, insbesondere für das Recht auf ein Leben ohne Gewalt.Dies bedeutet für die konkrete Arbeit mit den Gruppen:

Das SEKA-Haus ist ein sicherer Ort - gerade für die Frauen und Kinder, die (zum Teil extreme) Gewalt erlebt haben. Im SEKA-Haus gibt es keine Gewalt - das vermitteln wir den Frauen und Kindern gleich in der Gesprächsrunde am ersten Abend. Bei etwaigen Übergriffen von Frauen gegenüber ihren Kindern, oder von älteren Kindern gegenüber kleineren, greifen wir sofort beruhigend aber klar ein. An die Intervention schließt sich dann später ein Gespräch mit der Mutter, dem älteren Kind, bzw. mit beiden oder sogar allen Kindern an.

SEKA ist ein offenes Haus und ein Haus der Verständigung und des Friedens.  Wir machen ebenfalls von Anfang an deutlich, dass SEKA ein Ort für alle Frauen und Kinder ist - gleichgültig welcher Bevölkerungsgruppe, welcher Religion sie angehören bzw. wie sie leben. Allen begegnen wir hier mit liebvoller Anteilnahme, Achtung, Offenheit und Wertschätzung. Allerdings erwarten wir die Bereitschaft zum gegenseitigen Respekt auch von unseren BesucherInnen.Das heißt: in SEKA ist Platz für alle Erfahrungen und Erlebnisse, aber nicht für Bewertungen und Verallgemeinerungen. Frauen und Kinder finden Unterstützung, ihre Erlebnisse, Gefühle, Ängste, Träume und Wünsche auszudrücken und sie lernen, die Unterschiedlichkeit von Erfahrungen und Gefühlen anzuerkennen, oder aber auch, sich in den Erfahrungen der anderen wiederzuerkennen. Manchmal erfahren Frauen und Kinder zum ersten Mal in ihrem Leben, dass jemand ihren Schmerz und das erfahrene Leid anerkennt. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Verarbeitung von Traumata und für die Heilung seelischer Wunden.

Fortsetzung im naechsten Blog..

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G. Mueller (Project Manager), written 28 days ago

G. Mueller

Weitere Fortschritte....

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns ueber weitere Direktspenden fuer den therapeutischen Erholungsaufenthalt, die ich auf unterschiedliche Bedarfe eingetragen habe. Ganz herzlichen Dank an die SpenderInnen!

Ich hoffe, dass wir bald die Kosten fuer das erste Kind und seine Mutter komplett finanziert haben.

Wir freuen uns ueber Ihre Mithilfe!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 month ago

G. Mueller

Es geht vorwaerts!

Mit Freude stelle ich fest: nach einer langen Periode der Stagnation, geht es nun vorwaerts: Eine weitere Direktspende fuer einen 'Glueckstag' hat geholfen, den Bedarf 'Fahrtkosten fuer ein Kind und eine Mutter' vollends zu erfuellen! Das ist super! Herzlichen Dank an die Spenderin!

Nun sammeln wir Spenden fuer die Bedarfe 'Verpflegung fuer Mutter und Kind'. Da die teilnehmenden Familien unter schwierigsten oekonomischen Bedingungen leben - meist weit unterhalb des bosnischen Existenzminimums, muessen wir komplett alle Kosten fuer den therapeutischen Erholungsaufenthalt uebernehmen.

Ihnen einen schoenen Sonntag

Herzlichst

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 month ago

G. Mueller

Direktspende fuer einen Glueckstag!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

das ist grossartig: wir haben noch eine Direktspende fuer einen weiteren 'Glueckstag' bekommen und danken der Spenderin - einer langjaehrigen Foerderin von SEKA sehr herzlich!

Ein Tag des therapeutischen Erholungsaufenthalts fuer ein Kind oder eine Mutter kostet 70 € - darin sind enthalten: Unterkunft, Verpflegung, die therapeutische Betreuung, Unternehmungen und Aktivitaeten, sonstiger Bedarf (wie Badebedarf, Sonnenschutz, therapeutisches Material, Fotoworkshop, notwendige Arztbesuche, Medikamente und andere fuer die Gruppe anfallende Ausgaben) und die Fahrtkosten.

Ich habe die Direktspende dem Bedarf 'Verpflegung fuer eine Mutter' zugeordnet.

Wir wuenschen uns sehr, die Finanzierung der Glueckstage auch in diesem Jahr fuer eine Gruppe von 20 Kindern und Muettern sichern zu koennen.

Ihnen allen ein schoenes Wochenende!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 month ago

G. Mueller

Unterkunft fuer die erste Mutter ist finanziert!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns heute ueber eine weitere Direktspende fuer die 'Glueckstage', durch die der Bedarf 'Unterkunft fuer die erste Mutter' vollends erfuellt werden konnte und sich der offene Betrag fuer die 'Fahrtkosten fuer das erste Kind und seine Mutter' auf nun 69 € reduziert hat. Wir danken der Spenderin sehr herzlich.

Damit haben wir fuer das erste Kind und seine Mutter die Unterkunftskosten fuer die 12 Tage therapeutischer Erholungsaufenthalt am Meer finanziert! Ein erster wichtiger Schritt! Insgesamt moechten wir einer Gruppe von 20 Kindern und Muettern diese 12 'Glueckstage' ermoeglichen.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 month ago

G. Mueller

Direktspende fuer die Unterkunft fuer eine Mutter

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns sehr ueber eine Direktspende von Unterstuetzerin Anette T. und danken ihr dafuer  ganz herzlich! Mit dieser Spende hat sich der noch offene Betrag fuer den Bedarf 'Unterkunft fuer eine Mutter' auf nun noch 45 € verringert!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 month ago

G. Mueller

Danke!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns ueber die erneute Spende von Sabine F. und ausserdem ueber ihren unterstuetzenden Komentar und danken ihr fuer beides herzlich!

Auch wir wuenschen uns, dass wir es auch in diesem Jahr schaffen werden, einer Gruppe von 20 Kindern und Muettern einen therapeutischen Erholungsaufenthalt am Meer zu ermoeglichen.

Leider sieht es im Moment noch sehr problematisch aus. Noch immer ist voellig unklar, ob wir eine erneute Foerderung durch die Stiftung Sternstunden erwarten koennen. Wir warten taeglich auf eine erste Rueckmeldung bzgl. unseres Antrags: ob er so angenommen wird, oder ob es noch Fragen gibt....

Auf jeden Fall muessen wir einen Eigenanteil von mindestens 7.000 € durch eigene Spenden aufbringen. Davon haben wir bisher erst knapp 400 € gesammelt.

Wie jedes Jahr werden wir auch wieder im Fruehjahr eine Postkartenkampagne 'Schenken Sie Glueckstage' starten.

Bis dahin hilft uns natuerlich jede Spende hier ueber betterplace, unserem Ziel naeher zu kommen.

Wir freuen uns ueber Ihre Mithilfe!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 month ago

G. Mueller

Ein weiterer Unterstuetzer!

Wir freuen uns heute ueber die Spende von Boris B., der bisher die anderen SEKA-Projekte unterstuetzt hatte und begruessen ihn als neuen (76.) Unterstuetzer. Herzlichen Dank.

Wegen einer komplizierten Zahnextraktion bin ich im Moment etwas laediert und schreibe daher nur kurze Blogs...

Demnaechst wieder mehr inhaltlich...

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 month ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Wir danken unserer lieben Freundin Hani D. fuer ihre erneute Unterstuetzung!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 month ago

G. Mueller

Ein grosser Schritt weiter....

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

heute geht ein grosses Dankeschoen an P. Gloeckle fuer seine Spende, die ich an den Bedarf 'Unterkunft fuer eine Mutter' weitergeleitet habe. Fuer die 12 Tage Unterkunft fuer eine Mutter fehlen nun 'nur' noch 100 €. Damit haben wir einen guten Schritt weiter getan..

Ich wuensche Ihnen allen einen schoenen Jahresausklang und einen 'guten Rutsch' ins Neue Jahr!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 month ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

wir freuen uns ueber die Paybackpunktespende unserer Freundin Mirjana Bilan fuer beide Bedarfe und danken ihr herzlich! Es geht zwar zur Zeit sehr langsam vorwaerts aber doch immerhin Schrittchen fuer Schrittchen... Allerdings liegt noch ein weiter Weg vor uns. Noch immer sind es mehr als 16.000 €, die wir finanzieren muessen, um die 'Glueckstage' auch im naechsten Sommer moeglich zu machen...

Wir freuen uns daher sehr ueber Ihre Mithilfe!

Herzlichst

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 month ago

G. Mueller

Herzlichen Dank und Frohe Weihnachten!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe UnterstuetzerInnen,

ein herzliches Dankeschoen an Hanne M. fuer Ihre Unterstuetzung - sowohl durch eine Spende, als auch mit ihrem Kommentar!

Ihnen allen, die uns in diesem Jahr so vielfaeltig unterstuetzt haben, moechten wir heute von Herzen danken - gerade auch im Namen der Kinder und Muetter, die am diesjaehrigen Erholungsaufenthalt teilgenommen haben!

Wir wuenschen Ihnen allen Frohe Weihnachten und alle alles Gute fuer das Jahr 2012 - besonders Gesundheit!

Ihr SEKA-Team Gorazde

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 month ago

G. Mueller

Herzlichen Dank!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

heute moechte ich mich im Namen der Kinder und Muetter ganz herzlich bei Hana D. fuer ihre neueste Spende fuer den Bedarf 'Unterkunft fuer eine Mutter' bedanken!

Bis Juni 2012 muessen wir fuer 20 Kinder und Muetter fuer 12 Tage einen Betrag von ca 16.800 € aufbringen. Wir hoffen auf einen Zuschuss der Stiftung Sternstunden. Sicher ist allerdings, dass wir einen Betrag von mindestens 7.000 € wieder durch Spenden finanzieren muessen.

Daher freuen wir uns ueber jede Unterstuetzung!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

 

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G. Mueller (Project Manager), written about 1 month ago

G. Mueller

Schenken Sie Gluecksstunden zu Weihnachten!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

es ist noch einige Zeit hin - bis zum naechsten Sommer und dem therapeutischen Erholungsaufenthalt fuer eine weitere Gruppe von 20 Kindern und Muettern, die noch immer an den Folgen des Krieges leiden.

Allerdings ist es eine grosse Summe, die wir noch aufbringen muessen. Deswegen haben wir das Projekt schon im Herbst wieder eingestellt. Die Rueckmeldungen der Kinder und Muetter zeigen jedes Mal, dass diese Tage am Meer - verbunden mit therapeutischer Unterstuetzung - fuer sie wahre 'Glueckstage' sind. Ein 'Glueckstag' besteht natuerlich aus 24 'Gluecksstunden'. Um einen 'Glueckstag' zu finanzieren benoetigen wir ca. 70 € pro Kind / Mutter. Das bedeutet: mit 3 € koennen Sie schon eine 'Gluecksstunde' ermoeglichen.

Wir wuenschen uns zu Weihnachten viele 'Gluecksstunden', die die Kinder und Muetter dann im Sommer verleben koennen!

Danke fuer Ihre Mithilfe!

Ihnen allen ein erholsames Wochenende und einen schoenen 4. Advent!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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G. Mueller (Project Manager), written 2 months ago

G. Mueller

Es hat mir geholfen, vieles besser zu verstehen.

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

heute moechte ich mich herzlich bei unserem Freund Uwe B. bedanken fuer seine Spende fuer den Bedarf 'Unterkunft fuer eine Mutter' , ebenso fuer eine anonyme Paybackpunktespende fuer den Bedarf 'Fahrtkosten fuer das erste Kind und seine Mutter', die wir schon vor ein paar Tagen erhalten haben.

Und im Anschluss koennen Sie noch weitere Rueckmeldungen der Kinder am Ende des Erholungsaufenthalts im Sommer 2011 lesen.

Ihnen allen wuensche ich einen schoenen Sonntag!

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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  • „Ich finde es sehr schade, dass wir morgen nach Hause fahren und uns verabschieden müssen – von Neum, vom Meer, von den Gruppenstunden und unseren Freunden. Ich werde Euch vermissen! Ich möchte auch, dass wir uns in Gorazde weiter treffen – natürlich auch mit Amina und Amela!“
  • „Diese zwölf Tage haben mir viel bedeutet. Ich finde es schön, dass wir uns kennengelernt haben. Ich fand es auch am Strand schön, aber zu Anfang hatte ich etwas Angst vorm Meer und vor Haifischen oder anderem Getier. Aber es war alles o.k. und jetzt liebe ich das Meer. Unsere Gruppenstunden haben mir viel bedeutet. Ich wußte nicht, wie das sein würde. Amina und Amela haben jede Stunde wirklich toll vorbereitet. Die Themen waren interessant und abwechslungsreich. Besonders wichtig fand ich das Thema ‚Emotionen’ und auch ‚Kommunikation’. Es hat mir geholfen, vieles besser zu verstehen. Ich werde das sicher anwenden. Ich danke allen, die uns diese Tage ermöglicht haben.“

weitere Rueckmeldungen im naechsten Blog

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G. Mueller (Project Manager), written 2 months ago

G. Mueller

Wie wir besser zuhoeren und miteinander reden koennen..

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

hier kommt nun der letzte Teil des Berichts ueber die Arbeit mit der Kindergruppe, sowie einige der Rueckmeldungen der Kinder am Ende des Erholungsaufenthalts.

Herzliche Gruesse

Gabriele Mueller

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Am zehnten und letzten Tag der Gruppenarbeit machten wir mit den Kindern das Spiel „Was wäre sie / er, wenn sie / er eine Blume, ein Tier, ein Gebäude, ein Baum, eine Landschaft… etc wäre“. Dieses Spiel ermöglicht vielfältige und kreative Rückmeldungen der gesamten Gruppe gegenüber jedem einzelnen Gruppenmitglied und stärkt das Selbstwertgefühl ebenso wie die Kohäsion in der Gruppe. Den Kindern gefiel das Spiel sehr gut und sie waren außerordentlich kreativ in ihren Assoziationen und Beschreibungen.

Danach hatten die Kinder Gelegenheit, die Gruppenarbeit der 10 Tage auszuwerten. Wir leiteten die Kinder an, sich zu erinnern, mit welchen Gefühlen und Erwartungen sie nach Neum gekommen waren, und führten sie dann noch einmal in Gedanken durch die Gruppenstunden der einzelnen Tage. In einer letzten Runde hatten die Kinder dann Gelegenheit zu sagen, was sich verändert hatte, was ihnen wichtig war und mit welchem Gefühl sie nun die Gruppenarbeit abschlossen. Wir fragten sie auch, ob sie sich gerne weiter im SEKA-Haus treffen wollten. Hier einige der Rückmeldungen der Kinder:

  • „Diese 12 Tage waren für mich großartig, die schönsten Ferien bisher überhaupt. Ich finde es toll, dass ich Schwimmen gelernt habe und bis zur Begrenzung geschwommen bin! Hier unsere Gruppenstunden haben mir auch sehr gefallen, es war jeden Tag interessant und nie langweilig. Amela und Amina sind super!“
  • „Mir hat hier alles gefallen, unsere Zimmer, das Meer, die Abende; am Schönsten fand ich aber unsere Gruppenstunden hier. Es ist toll dass wir uns so gut verstanden haben und wir haben uns gut an unsere Regeln gehalten. Wenn es solche Regeln nur auch in der Schule gäbe! Es war mir alles wichtig. Ich habe ganz viel gelernt. Besonders darüber, wie wir besser zuhören und miteinander reden können und über unsere Gefühle. Schön fand ich auch die Übung mit dem ‚Sicheren Ort’. Ich möchte auch in Gorazde gern zu solchen Gruppenstunden kommen!“
  • Im naechsten Blog gibt es noch einige der Rueckmeldungen der Kinder...

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    G. Mueller (Project Manager), written 2 months ago

    G. Mueller

    'Gluecksstunden' als Weihnachtsgeschenk..

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    zuerst moechte ich mich sehr herzlich bei Sabine F. fuer ihre erneute Spende bedanken!

    Damit sind noch 223 € des Bedarfs 'Unterkunft fuer eine (erste) Mutter' offen.

    Um den therapeutischen Erholungsaufenthalt, die 'Glueckstage', auch im naechsten Jahr durchfuehren zu koennen, benoetigen wir Spenden in Hoehe von mindestens 7.000 €. Die restlichen Kosten hoffen wir, durch Zuschuesse finanzieren zu koennen. Die 7.000 € muessen wir als Eigenanteil finanzieren.

    Wir wuerden uns sehr freuen, wenn Sie mithelfen wuerden: Spenden Sie 'Gluecksstunden' - das waere ein wunderbares Weihnachtsgeschenk fuer die Kinder und Muetter! Eine Stunde des Erholungsaufenthalts kostet 3 €. Ein Tag ca. 70 €.

    Ihnen allen wuensche ich einen schoenen Sonntag!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written 2 months ago

    G. Mueller

    'Beziehung zu den Eltern'

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    hier kommt die naechste Fortsetzung ueber die therapeutische Arbeit mit der Kindergruppe waehrend des Erholungsaufenthalts am Meer.

    Im letzten Blog hatten wir ueber die Arbeit am Thema Emotionen berichtet. Es ging darum,  Wut  bzw. Aerger ausdruecken.

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    Bei E. hatte ich an diesem Tag bei der Übung ‚Wut ablassen’ bemerkt, dass er sich sehr zur Seite hielt und ihn die Übung eher unangenehm war, bzw. beunruhigte. Nach der Gruppenstunde bat ich ihn daher, noch kurz zu bleiben und fragte ihn, ob ihm die Übung unangenehm war oder Angst gemacht habe. Nach kurzem Zögern bestätigte er dies und erzählte mir, dass insbesondere C.’s Abreagieren seiner Wut mit den Polstern ihn erinnert hatte an die Schlägereien, die sich fast täglich vor der Obdachlosenunterkunft ereignen, in der er mit seiner Mutter lebt. Diese Schlägereien, die seine Mutter und ihn oft nicht schlafen lassen, machten ihm furchtbare Angst; die Männer seien betrunken, schrieen und oft gebe es da Verletzte. Am nächsten Tag erzählte mir E. dann, dass sein Vater sich, als er noch bei ihnen lebte, genauso verhalten habe. Er habe seine Mutter und ihn geschlagen und sogar den schwerkranken (inzwischen verstorbenen) Bruder. Mit seiner Mutter könne er nicht darüber reden, weil sie selbst so viele Ängste und Probleme und auch den Tod des Bruders noch nicht überwunden habe. Ich bot ihm an, dass wir jeden Tag ein wenig reden könnten und dass er auch in Gorazde weiter ins SEKA-Haus kommen könne, wenn er wolle – zur Gruppe und auch alleine. E. umarmte mich und sagte leise „Danke!“. Am letzten Tag hatten wir noch einmal ein Gespräch über die Krankheit (Hydrozephalus) seines Bruders und dessen Tod. Er hatte den Bruder sehr geliebt und sehr darunter gelitten, ihm nicht helfen zu können: Besonders hatten ihn aber die Bemerkungen einiger Kinder aus seinem Umfeld verletzt, die sich über den Bruder lustig machten.

    Am neunten Tag der Gruppenarbeit erarbeiteten wir mit den Kindern zuerst das Thema ‚Vorurteile und Stereotypen’ anhand der Geschichte von ‚Indianer und Cowboy’, die die Kinder inszenierten. Uns überraschte, wie differenziert und offen die Kinder dachten und wie bereit sie waren, Unterschiedlichkeit bzw. Andersartigkeit zu akzeptieren.

    Danach nutzten wir die verbleibende Zeit für das Thema ‚Beziehung zwischen Eltern und Kindern’, da beim Thema Gefühle sehr häufig die die Beziehung zu den Eltern / Müttern, bzw. deren Verhalten als Auslöser für Angst oder Wut genannt wurde. Zu Anfang hatten die Kinder die Aufgabe auf kleine Zettel zu schreiben, was sie an den Eltern störte. Dann hatten sie Gelegenheit zu formulieren und in der Gruppe mitzuteilen, was sie ihren Eltern in den unterschiedlichen Situationen gerne sagen würden – auf der Basis der ‚Ich-Botschaften’ (Auch die Mütter hatten parallel an den Themen ‚Kommunikation’, ‚Konfliktlösung’ und ‚Kindererziehung’ gearbeitet. So erhofften wir uns einen größtmöglichen Effekt auf die Beziehung zwischen Müttern und Kindern, s.o.)

    In verschiedenen Szenen spielten die Kinder verschiedene typische Konflikt-Situationen zwischen Eltern und Kindern, die wir dann auswerteten. Dabei wurden sich die Kinder einerseits bewusst, auf welche Weise / mit welchen Strategien sie ihre Interessen gegen die Eltern durchsetzten, und andererseits, warum die Eltern auf die jeweilige Art reagierten – und welchen Anteil die Kinder an dieser Situation hatten. Eines der Mädchen, das in einer der Szenen die Mutter gespielt hatte meinte schließlich „Die haben’s auch nicht leicht mit uns!“ Zum Abschluß bastelten die Kinder für ihre Mütter wunderschöne Papierblumen (mit kleinen Botschaften) und überreichten ihnen diese während des Abschiedsfests am letzten Abend.

    Fortsetzung im naechsten Blog...

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    G. Mueller (Project Manager), written 3 months ago

    G. Mueller

    Aerger gefahrlos ausdruecken...

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    zuerst moechte ich heute unserer Freundin Giesela Krabbe und einem/r Paybackpunkte-SpenderIn danken fuer ihre Spenden fuer den Bedarf 'Unterkunft fuer eine Mutter'. Die Zeit eilt und noch muessen wir einen grossen Betrag (16.800 € insgesamt) zusammenbekommen. Heute werde ich mich an einen neuen Antrag an die Stiftung Sternstunden setzen, auf deren Foerderung wir noch einmal hoffen. Denn ohne einen Zuschuss ist die Finanzierung fuer 20 Kinder und Muetter nicht zu schaffen. Ca. 7.000 € muessen wir allerdings in jedem Jahr an eigenen Spenden aufbringen. Daher ist Ihre Mithilfe so wichtig!

    Und hier nun eine weitere Fortsetzung des Berichts ueber den Erholungsaufenthalt im Sommer 2011 - ueber die Arbeit mit der Kindergruppe:

    Weiterarbeit zum Thema 'Gefuehle':

    Am achten Tag arbeiteten wir weiter mit der Emotion ‚Ärger/Wut’. Wieder hatten die Kinder Gelegenheit, sich an konkrete Situationen zu erinnern, in denen sie wütend gewesen waren, zu fühlen, wo in ihrem Körper und auf welche Weise sie diesen Ärger / die Wut gespürt hatten, und dies dann in ein neues Körperschema zu zeichnen. Die Kinder tauschten sich dann darüber aus, welche Situationen sie ärgerlich oder wütend machen und wo im Körper sie die Wut / den Ärger spüren. Es war ganz erstaunlich, wie differenziert sich die Kinder wahrnahmen und wie kreativ sie ihr Erleben von Ärger / Wut in der Zeichnung ausdrückten.

    Danach sprachen wir darüber, wie wir mit Ärger oder Wut umgehen. Die meisten Kinder (nicht nur die Jungs) waren sehr schnell bereit zu körperlicher Auseinandersetzung – wenn sie auf Gleichaltrige wütend waren; bei eher ohnmächtiger Wut auf Eltern oder Lehrer verschafften sie sich durch Weinen Erleichterung. Mehrere Kinder waren nicht zufrieden mit ihrer Art zu reagieren. Insbesondere der 13jährige C. war sich bewusst, dass er sich mit seiner Art, sofort physisch mit großer Aggression auf andere zu reagieren, ständig in Schwierigkeiten brachte. Er hatte bereits viele Abmahnungen in der Schule bekommen und stand kurz vor der Verweisung von der Schule. Durch die Übung war ihm bewusst geworden, dass er sehr rasch von seiner Wut überflutet wurde und dann völlig die Kontrolle verlor. Da er körperlich sehr groß und kräftig war, konnte seine Reaktion für andere wirklich gefährlich werden.

    Als C. bei der nächsten Übung „Wut ablassen“ (die Kinder haben hier Gelegenheit, auf Polster und Kissen zu schlagen oder zu treten und ihre Wut gefahrlos auszuagieren) an der Reihe war, konnten wir sehen, dass er voller Ärger und Aggression war. Wir gaben ihm die Gelegenheit zu sagen, auf wenn er so wütend war und was ihn so wütend machte. Es stellte sich heraus, dass er auf H. sauer war. Wir waren alle überrascht, denn H. war eine der Mädchen aus der Gruppe. Er erzählte die Situation. Danach gaben wir H. Gelegenheit, ihre Seite des Konflikts darzustellen. Es zeigte sich, dass der Konflikt viel früher begonnen hatte, und H. durchaus Grund für ihr abweisendes Verhalten gehabt hatte. Durch die direkte Kommunikation hatte sich für C. die Situation verändert. Er konnte nun H.’s Verhalten verstehen. Sein Ärger auf sie war verraucht. Er entschuldigte sich bei H. für seine wütende Reaktion.

    Er fühlte jetzt Ärger auf sich selbst, sowie auf einige seiner Schulkameraden. Er begann nun seine Wut an den Polstern abzulassen. Es war zu spüren, welche unglaubliche Aggression in ihm steckt. Um zu verhindern, dass C.’s Ausagieren seiner Wut für die anderen Kinder zu viel wurde, griffen wir nach einigen Minuten ein und halfen ihm, sich wieder zu beruhigen, tief zu atmen und sich zu erden. Nachdem er sich wieder beruhigt hatte, meinte er, dass er sich wunderbar fühle und dass es „super“ sei, seine Wut auf diese „ungefährliche Weise loszuwerden“.

    Auch die anderen Kinder – außer dem 13jährigen E. – agierten ihren Ärger mit den Polstern aus und fühlten sich danach „befreit, super, stark, voller Energie, erschöpft aber großartig u.ä“.

     

    Wir gaben den Kindern dann wieder einige Erklärungen zum Sinn des Gefühls Ärger / Wut, aber auch zu unserer Verantwortung für unser Verhalten: Es ist in Ordnung, wütend zu sein; wir können diese Energie nützen, um uns zu behaupten und für unsere Bedürfnisse einzutreten oder unsere Grenzen zu verteidigen; aber es ist nicht in Ordnung, die Wut destruktiv auszuagieren und z.B. andere zu verletzen. Für die Kinder war diese Unterscheidung wichtig. Wir fanden gemeinsam noch weitere Möglichkeiten, Ärger gefahrlos loszuwerden (Joggen, Sport insgesamt, körperliche Arbeit, Stampfen, mit dicken Stiften kritzeln oder malen und dann das Blatt zerknüllen oder zerschneiden, jemandem den Ärger erzählen, Weinen u.a.) oder aber konstruktiv zu nutzen – z.B. die Energie nutzen, um die eigenen Interessen zu vertreten, einen Konflikt klären, Grenzen deutlich machen…

    Am Ende dieser intensiven Gruppenstunden waren die Kinder müde aber sehr zufrieden.

    Mit C. sprach ich (Amina V.) noch kurz einzeln und schlug ihm vor, weiter an dem Thema Wut zu arbeiten und in Gorazde weiter ins SEKA-Haus zu kommen. Er wollte das sehr gerne.

     

    Fortsetzung im naechsten Blog...

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    G. Mueller (Project Manager), written 3 months ago

    G. Mueller

    Für diese Bedarfe habe ich eine (Teil-)Auszahlung veranlasst:

    12 Unterkunft fuer ein Kind €240.-
    Liebe Freundinnen und Freunde, wie im Bedarf angegeben werden wir die 240 € fuer die Unterkunft eines Kindes waehrend des 12taegigen therapeutischen Erholungsaufenthalts verwenden. Nochmals ganz herzlichen Dank an den grosszuegigen Spender! Herzliche Gruesse Gabriele Mueller
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    G. Mueller (Project Manager), written 3 months ago

    G. Mueller

    Freude - Trauer - Angst

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    hier geht es nun weiter mit dem naechsten Teil des Berichts ueber die Arbeit mit der Kindergruppe waehrend des therapeutischen Erholungsaufenthalts.

    Wir setzten die Arbeit zum Thema 'Emotionen' fort:

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    Wir gingen dann zur Emotion ‚Freude’ über. Die Kinder erzählten, was ihnen Freude mache: „Wenn Du jemand liebst und der immer für dich da ist!“; schöne Erlebnisse; gute Noten in der Schule; der erste Platz beim Wettkampf; „wenn die Eltern mit mir zufrieden sind“; Geschenke; „wenn ich mit meinen Freunden zusammen bin“; u.ä. Sie erklärten, wo sie die Freude in ihrem Körper spürten. Alle waren sich einig, dass „man Freude mit anderen teilen muß – dann freut man sich noch doller!“

    Wir schlossen diesen Tag in fröhlicher Atmosphäre ab.

     

    Während der Arbeit am Thema Trauer war die 16jährige A. sehr still gewesen. Sie hatte nur wenig gesagt. Aber auf einem Spaziergang am nächsten Tag suchte sie meine (Amina V.’s) Nähe. Sie vertraute mir an, wie traurig sie noch immer über den Tod (Suizid) ihres Vaters sei, dass sie ihn sehr geliebt habe und er viel mit ihr unternommen habe, als er noch gesund war. Sie könne darüber noch nicht in der Gruppe reden, da sie damals erlebt habe, dass andere mitleidig reagieren und das mache es noch schlimmer. Ich bot ihr an, vielleicht für eine Weile zu Einzelstunden ins SEKA-Haus zu kommen. Dem stimmte sie zu und wechselte dann wieder zu einem anderen Thema.

     

    Am siebten Tag arbeiteten wir weiter zum Thema ‚Angst’. Die Kinder hatten zuerst die Möglichkeit, sich an eine konkrete Situation zu erinnern, in der sie Angst gespürt hatten, und dann in ein Körperschema zu malen, wo und auf welche Weise sie ihre Angst im Körper spürten. Wir sprachen dann darüber, in welchen Situationen sie Angst spürten und wie sie damit fertig wurden. Es wurde deutlich, dass fast alle Kinder mit ständigen Ängsten leben. Nur der 11jährige B. behauptete, er hätte niemals Angst. Die anderen Kinder glaubten ihm das nicht. Er aber blieb eisern dabei. Durch das Erstgespräch mit der Mutter wußten wir, dass B. als 6jähriger von einem Auto überfahren wurde und die Familie tagelang um sein Leben bangte. Offensichtlich brauchte der Junge diese Abwehr des Gefühls Angst, da ein Zulassen ihn vermutlich an die traumatische Situation des Unfalls erinnert hätte.

     

    Bei den übrigen Kindern teilten sich die Ängste in reale und irreale Ängste: „vor der Dunkelheit; vor wilden Tieren; vor dem Meer; vor Schlangen; vor Eltern oder Lehrern, wenn diese wütend sind; vor Schlägen; vor Gott. Wir fragten die Kinder, wie sie mit ihren Ängsten fertig wurden. Auch hier wurde deutlich, dass fast alle Kinder ihre Angst in der Regel für sich behielten und nicht z.B. den Eltern erzählten. Der Grund war ihre Befürchtung, dass niemand sie verstehen oder gar auslachen würde; dass sie über Gefühle bisher mit niemandem gesprochen hatten; dass sie versuchten, die Ängste zu verdrängen; dass sie sich schämten oder schuldig fühlten. Für die meisten Kinder war es das erste Mal, dass sie so offen mit anderen über ihre Gefühle redeten. Auch zur Emotion ‚Angst’ gaben wir den Kindern einige Erklärungen: Welchen Sinn hat dieses Gefühl? Was will es uns sagen? Was geschieht, wenn wir es ignorieren oder verdrängen? Wie können wir damit umgehen? Was hilft uns?

     

    Zwei Tage später, als F., wegen starker Zahnschmerzen bei der Zahnärztin gewesen war und von seinem Erlebnis erzählte, das er mutig überstanden hatte, meinte B.: „Uh, vorm Zahnarzt habe ich eine Höllenangst, deswegen gehe ich nie zur Kontrolle!“ G., der jüngste, sagte darauf zu ihm: „Siehst Du, auch Du hast vor etwas Angst!“ B. schaute ihn nur an und grinste ertappt.

    Fortsetzung im naechsten Blog..

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    G. Mueller (Project Manager), written 3 months ago

    G. Mueller

    Thema 'Trauer' und der 'Innere sichere Ort'

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    hier geht es nun weiter mit einer weiteren Fortsetzung des Berichts ueber die Arbeit mit der Kindergruppe waehrend des therapeutischen Erholungsaufenthalts:

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    Thema ‚Konflikt’:

    Am fünften Tag nutzten wir die neu-erworbenen Kenntnisse über Kommunikation bei der Bearbeitung des Themas ‚Konflikt’. Die Kinder hatten die Aufgabe, sich an eine Konfliktsituation zu erinnern, die sie in den letzten Wochen erlebt hatten. Sie erzählten sie kurz und spielten sie dann – gemeinsam mit anderen mit Handpuppen. Danach analysierten wir die Situation. Die Kinder erkannten, was sie in dieser Situation gestört oder verletzt hatte und sie erfuhren, wie die anderen (während der Szene) diesen Konflikt erlebt hatten. Gemeinsam – unter Anwendung der Regeln zur konstruktiven Kommunikation – probierten sie dann eine Lösung aus. Die Kinder arbeiteten sehr engagiert an den Szenen mit und wunderten sich in der Abschlussrunde dieses Tages, wie schnell ihnen die Zeit vergangen war. Die aktive Erarbeitung des Themas durch die Szenen hatte ihnen Spaß gemacht, aber auch viel Stoff zum Nachdenken gegeben.

     

    Thema ‚Emotionen’:

    Eines der wichtigsten Themen in der Arbeit mit den Kindern ist immer wieder das Thema ‚Emotionen / Gefühle’. Weder Eltern noch Kinder gehen in der Regel bewusst mit ihren Emotionen um, insbesondere nicht mit den ‚unangenehmen Emotionen’ (Trauer, Angst oder Ärger / Wut). Diese werden in der Regel als ‚negativ’ erlebt und man versucht, sie zu vermeiden. Selten sind Eltern in der Lage, konstruktiv und bewusst über die eigenen Emotionen zu reden; viel eher versuchen sie, diese zu verbergen, oder sie agieren sie unbewusst aus. (Die Traumatisierung der Eltern verstärkt diese Dynamik noch massiv.) Dieses ‚Modell’ überträgt sich dann auf die Kinder. Zusätzlich werden Kinder in der traditionellen patriarchalen Erziehung oft für angeblich ‚negative’ Emotionen wie Ärger, Angst oder Trauer bestraft oder lächerlich gemacht. Die kontinuierliche Unterdrückung und Verdrängung von Emotionen macht jedoch krank und das unbewusste Ausagieren führt meist zu Konflikten und der Kränkung bzw. Verletzung anderer. Wir arbeiten daher während des Erholungsaufenthalts stets parallel mit Müttern und Kindern am Thema Emotionen (wie auch an den Themen Kommunikation und Konflikt), um eine nachhaltige Verbesserung der Kommunikation und der Qualität der Beziehungen innerhalb der Familie zu ermöglichen. Dabei erarbeiten wir die vier menschlichen ‚Grundemotionen’: Trauer, Freude, Angst und Wut.

     

    Am sechsten Tag begannen wir mit der Emotion ‚Trauer’. Wir baten die Kinder, sich an ein Erlebnis zu erinnern, das sie traurig gemacht hatte. Alle Kinder hatten die Möglichkeit, über dieses Ereignis zu sprechen. Dann ermutigten wir die Kinder, herauszufinden, wo und auf welche Weise sie die Trauer in ihrem Körper spürten. Dadurch wurden sich die Kinder des Zusammenhangs zwischen Körpergefühlen und Emotionen bewusst. Alle Kinder benannten als traurige/s Ereignis/se den Tod einer oder mehrerer nahestehender Menschen.

    Wir sprachen dann darüber, was den Kindern hilft, mit ihrer Trauer umzugehen, auf welche Weise sie diese ausdrücken bzw. damit fertig werden. Es war sehr auffällig, dass die Kinder dieser Gruppe ihre Trauer mit niemandem teilten – insbesondere nicht mit den Eltern / der Mutter, sondern dass sie eher versuchten, damit alleine klar zu kommen (Musik hören, für sich alleine weinen, sich zurückziehen); einige der Kinder verwandelten ihre Trauer (und Enttäuschung) auch in Wut.

    Wir sprachen dann mit den Kindern, welche Anlässe für Trauer es neben dem Tod naher Personen noch gibt. Die Kinder erinnerten sich dann an Bestrafungen und Verbote von seiten der Eltern, an Mißerfolge in der Schule, an den Verlust von Freundschaften u.ä..

    Wir gaben den Kindern dann eine einfache theoretische Erklärung zum Sinn von Trauer und darüber, was hilfreich sein kann. Dabei griffen wir die Beispiele der Kinder auf.

     

    Aufgrund der Schwere des Themas leiteten wir für die Kindern dann zur Entlastung die Imaginationsübung ‚Mein innerer sicherer Ort’ an, eine Übung zur Selbstberuhigung und Stabilisierung, bzw. zur Förderung der inneren Ressourcen. Die Kinder vertieften sich völlig in diese Übung. Danach malten sie, ihren ‚Sicheren Ort’. Anschließend konnten sie über ihre Erlebnisse sprechen, soweit sie dazu bereit waren. Allen hatte die Übung sehr gefallen. Sie hatten sich an ihrem ‚Sicheren Ort’ sehr schön und geborgen gefühlt. Einige wären gerne noch länger in ‚ihrem Ort’ geblieben. Der 9jährige F. meinte: “Mein sicherer Ort ist mein Zimmer 206 hier. Und als Geschenk habe ich am Ende den Schlüssel für das Zimmer mitgenommen. Ich fühle mich da so wunderschön!“ F. lebt mit seiner Mutter in einer Obdachlosenunterkunft in einem Dorf in der Nähe von Gorazde.

     

    Fortsetzung im naechsten Blog..

     

     

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    G. Mueller (Project Manager), written 3 months ago

    G. Mueller

    Ressourcenarbeit und Kommunikation

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    zur Zeit bin ich in Deutschland - in Hamburg und habe keinen eigenen PC. Ich komme daher nicht so haeufig ins Internet.

    Hier nun endlich wieder eine Fortsetzung ueber die Arbeit mit der Kindergruppe waehrend des Erholungsaufenthalts:

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    Am dritten Tag arbeiteten wir mit den Kindern schwerpunktmäßig an deren Ressourcen und der Entwicklung von Selbstvertrauen.

    Durch die Übung ‚Mein Herz’ hatten die Kinder Gelegenheit, sich Ihrer Ressourcen bewusst zu werden und diese in ihr kreativ gestaltetes ‚Herz’ zu malen: z.B. wichtige Menschen; Dinge, die mir wichtig sind: was mir Freude macht; wer/was mir in schwierigen Situationen hilft. Danach stellte jedes der Kinder ‚sein Herz’ vor. Durch die Übung lernten sich die Kinder selbst und untereinander besser kennen und wurden sich ihrer selbst mehr bewusst.

    Das anschließende Gruppenspiel ‚Markt der Stärken und Fähigkeiten’ vertiefte das Thema ‚innere Ressourcen’ noch. Jedes Kind richtete auf einem imaginierten Marktplatz seinen persönlichen Stand ein, auf dem es – durch Symbole dargestellt – eigene Stärken (gute Eigenschaften) und Fähigkeiten präsentierte. Die Kinder besuchten auch die jeweils anderen Stände. Es gab auch die Möglichkeit, andere um eine Stärke zu bitten oder anderen von eigenen Fähigkeiten etwas abzugeben (wenn man genug davon hatte). Zu Anfang fiel es den Kindern nicht so leicht, sich ihrer positiven Eigenschaften und Fähigkeiten zu erinnern, bzw. sie zu präsentieren. Dies spiegelte die Selbstunsicherheit oder das eher negative Selbstbild der meisten Kinder wieder. Doch im Laufe des Spiels und mit Unterstützung durch uns Therapeutinnen (wir besuchten die Stände und stellten Fragen), wurden sich die Kinder einer ganzen Menge Stärken und Fähigkeiten bewusst. Und sie wurden sich klar darüber welche Fähigkeiten der anderen ihnen gefielen, die sie sich evtl. erarbeiten wollten.

    Nach Beendigung des Spiels werteten wir die Erfahrungen der Kinder sorgfältig aus. Das Spiel hatte den Kindern – nach den Anfangsschwierigkeiten – sehr viel Spaß gemacht und ihnen ganz neue Erkenntnisse und einen neuen positiven Blick auf sich selbst ermöglicht.

     

    Vom vierten bis 9. Tag der Gruppenarbeit arbeiteten wir an verschiedenen inhaltlichen Themen, die wir den Bedürfnissen der Gruppe angepaßt hatten: Kommunikation, Konflikte, Emotionen, Beziehungen zu den Eltern, Vorurteile / Stereotypen. Daneben gab es immer Platz für aktuelle Themen der Kinder.

     

    Thema ‚Kommunikation’:

    Das Thema Kommunikation führten wir durch die Übung ‚Schlechte Zuhörer’ ein, die die Kinder in Paaren durchführten: Das eine Kind des Paares hatte die Aufgabe, dem anderen eine Begebenheit zu erzählen; das andere hatte die geheime Weisung bekommen, nonverbal Desinteresse zu bekunden. Die Übung zeigte den Kindern eindrucksvoll, welchen wesentlichen Anteil die nonverbalen Botschaften in der Kommunikation spielen.

    Wir erarbeiteten dann anhand dieser Erfahrung die wichtigsten Aspekte des ‚Aktiven Zuhörens’. Die Kinder erkannten, dass sowohl sie selbst als auch die Menschen ihrer Umgebung selten wirklich ‚aktiv zuhörten’ und dass das sehr frustrierend war. In weiteren kleinen Szenen probten sie dann das ‚Aktive Zuhören’ und stellten den gravierenden Unterschied fest.

     

    Anschließend ging es um die Vermittlung der verbalen Botschaften. Es zeigte sich, dass es den Kindern insgesamt schwer fiel, ihre Bedürfnisse zu formulieren und über ihre Gefühle zu sprechen. Offensichtlich kannten sie dies nicht aus ihrem Alltag. Wir erklärten und demonstrierten in unterschiedlichen ‚Negativ- und Positiv-Beispielen’, wie wir unser Anliegen ausdrücken können, so daß unser Gegenüber uns verstehen und die Botschaft annehmen kann: Negativ: ‚Du-Botschaften’, Bewertungen und Verallgemeinerungen; Positiv: Ich-Botschaften, Ausdrücken unseres Gefühls im Zusammenhang mit konkreten Situationen und Formulierung unseres Bedürfnisses / Wunsches für die Zukunft. Auch dies probierten die Kinder dann wieder in kleinen Szenen.

    In der Abschlussrunde des Tages stellten die Kinder fest, dass für sie das Thema Kommunikation sehr interessant war und das sie viel gelernt hätten.

     

    Fortsetzung im naechsten Blog..

     

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    G. Mueller (Project Manager), written 4 months ago

    G. Mueller

    'Morgen im Dschungel'

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    heute morgen traute ich meinen Augen kaum: Der erst vor kurzem eingestellte Bedarf fuer die 'Glueckstage' im Sommer 2012: 'Unterkunft fuer ein Kind an 12 Tagen' wurde mit einem Mal komplett erfuellt! Dafuer danken wir von Herzen unserem neuen Unterstuetzer K. Seefeldt. Das ist einfach grossartig und ermutigend!

    Und hier geht es nun weiter mit dem Bericht ueber die Arbeit mit der Kindergruppe waehrend des therapeutischen Erholungsaufenthalts im Sommer 2011.

    Ich wuensche Ihnen einen schoenen Tag!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    Fortsetzung: Arbeit mit der Kindergruppe

    Am zweiten Tag leiteten wir (nach dem ‚Blitzlicht’ und dem Erwärmungsspiel) dann das psychodramatische Gruppenspiel ‚Morgen im Dschungel’ an. In diesem Spiel hatten die Kinder die Möglichkeit, in die Rolle eines Tiers im Dschungel zu schlüpfen und für 15 Minuten diese Rolle zu spielen und mit den anderen ‚Tieren’ in Kontakt zu gehen. Dabei konnten auch wir die Kinder besser kennenlernen. In der Regel zeigt sich im Gruppenspiel die Struktur und Dynamik der Gruppe. In dieser Gruppe versuchte B. zuerst in der Rolle eines ‚Löwen’, dann als ‚Hund’ die anderen Kinder zu dominieren und zu erschrecken. Vier andere Jungen (darunter auch C.), die ebenfalls ‚Hunde’ spielten schlossen sich ihm an und ahmten sein Verhalten nach. Es war offensichtlich, dass sich hinter diesem aggressiven Verhalten ein Mangel an Selbstvertrauen verbarg – sowie das Bedürfnis, von den anderen (in diesem Fall Jungen) akzeptiert zu werden und ‚dazuzugehören’. Die Mädchen wählten in dieser Übung – im Gegensatz zu den Jungen unterschiedliche und wenig aggressive Rollen (Katzen, Vogel, Affe, Pferd und Schmetterling); allerdings wehrten sie sich durchaus gegen die Angriffe der Hunde, oder ‚flogen davon’.

    Anschließend werteten wir das Gruppenspiel mit den Kindern aus: Wie hatten sie sich in ihren Rollen und im Kontakt mit den anderen Tieren gefühlt. Dabei kritisierten besonders die Mädchen die "Hunde, die so aggressiv waren".

    Das Gruppenspiel bildete eine gute Grundlage für die nächste Übung ‚Regeln für unsere Gruppe’, da die Kinder erlebt hatten, wie es ist, wenn es keine Regeln gibt (wie im ‚Dschungel’). Jedes Kind hatte nun Gelegenheit, auf kleine Zettel (anonym) zu schreiben, welche Regeln es wichtig findet, bzw. was es benötigt, damit es sich gut fühlt in dieser Gruppe, oder welches Verhalten anderer es stören würde. Die Kinder beteiligten sich rege an der Übung und schrieben jedes mehrere Zettelchen. Wir lasen dann die Zettel vor und diskutierten jeden Beitrag ‚als ob wir ihn selbst geschrieben hätten’. Teilweise demonstrierten wir ihn mit Beispielen zum besseren Verständnis. Dann formulierten wir die entsprechende Regel gemeinsam so, dass alle damit einverstanden waren: 1. Gegenseitige Achtung – kein Auslachen oder Verspotten oder Schubsen und Schlagen, keine Beschimpfungen oder Flüche, 2. Gegenseitiges Zuhören und Zusammenarbeit in der Gruppenarbeit, 3. Dass wir uns vertragen und zusammen Spaß haben, 4. Dass wir uns gegenseitig helfen, 5. Dass wir auf Ordnung und Hygiene achten – auch hier im Gruppenraum, 6. Vertraulichkeit, 7. Pünktlichkeit, 8. Die Hausordnung und die Gruppenregeln achten.

    Nachdem wir die Regeln noch einmal vorgelesen hatten, betonten die Kinder, dass ihnen die Regeln sehr wichtig seien, aber dass es passieren könnte, dass sie mal die eine oder andere übertreten würden, bis sie sich daran gewöhnt hätten. Wir vereinbarten dann, dass in diesem Fall die anderen Kinder oder auch wir Leiterinnen das betreffende Kind an die Regeln erinnern würden.

    Nach der Erarbeitung der Gruppenregeln ließ das dominante Verhalten von B. und C. deutlich nach. Sie akzeptierten den von der Gruppe gesteckten Rahmen.

     

    An den ersten beiden Tagen bemerkten wir, dass zwei der Jungen, die dreizehnjährigen D. und E. sehr still und zurückgezogen waren. D. war – zusammen mit seinem jüngeren Bruder B. – schon ein paar Mal ins SEKA Haus in Gorazde gekommen und hatte sich auch dort kaum an den Gruppengesprächen beteiligt. Er stand vollkommen im Schatten seines Bruders.

    Hier fand er nun in E. offensichtlich eine verwandte Seele. Ab dem zweiten Tag des Aufenthalts waren D. und E. unzertrennlich. Diese sich entwickelnde Freundschaft gab beiden offenbar Sicherheit und Rückhalt und führte nicht etwa zu einem sich Abkapseln von der Gruppe sondern ermöglichte den Beiden, sich gemeinsam mehr und mehr in die Gruppe einzubringen und sich auch gegenüber anderen allmählich zu öffnen.

    Fortsetzung im naechsten Blog...

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    G. Mueller (Project Manager), written 4 months ago

    G. Mueller

    Glueckstage auch im Sommer 2012!

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    wie Sie sehen haben wir nun unser Projekt 'Glueckstage' - Traumatherapeutische Erholung fuer Kinder und Muetter wieder aktiviert. Wir wuerden sehr gerne auch im Sommer 2012 einer Gruppe von Kindern und Muettern 12 Tage therapeutischer Erholung am Meer ermoeglichen.

    Fuer dieses Projekt werden wir auch wieder einen Antrag an die Stiftung 'Sternstunden' des Bayrischen Rundfunks stellen, die uns schon mehrfach unterstuetzt hat. Allerdings gibt es keine Garantie, dass ein neuer Antrag auch bewilligt werden wird. Und auch bei einer Foerderung durch die Stiftung muessen wir einen guten Teil der Kosten (8.000 - 10.000 €) durch Spenden finanzieren.

    Aus diesem Grund haben wir nun bereits die neuen Bedarfe fuer das erste Kind und seine Mutter eingestellt. Aus Erfahrung wissen wir, dass wir sehr frueh mit der Werbung um Spenden beginnen muessen, um die Finanzierung des Erholungsaufenthalts rechtzeitig sicherzustellen.

    Wir bitten Sie herzlich um Ihre Mithilfe, damit wir auch im naechsten Sommer 20 Frauen und Kindern traumatherapeutische Erholung ermoeglichen koennen.

    Und nun geht es weiter mit dem Bericht ueber die diesjaehrigen 'Glueckstage': die Arbeit mit der Kindergruppe.

    Wir freuen uns ueber Ihr Interesse!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    Themen und Verlauf der Gruppenarbeit mit den Kindern

    Die Gruppenarbeit begann jeden Tag (vom 2.-11. Tag des Erholungsaufenthalts) mit einer ersten Morgenrunde (‚Blitzlicht’), in der jedes Kind die Gelegenheit hatte zu sagen, wie es sich am Morgen dieses Tages fühlte, was ihm am Vortag besonders gefallen oder missfallen hatte oder was es sonst den anderen mitteilen wollte.

    Auf das Blitzlicht folgte in der Regel ein Bewegungs- / Phantasiespiel – um in Schwung zu kommen, eine lockere Atmosphäre in der Gruppe zu schaffen, und um die Konzentration der Kinder zu wecken. Daran schlossen sich dann themenbezogene Einheiten an, unterbrochen von einer halbstündigen Pause. Eine erneute Bewegungs- bzw. Entspannungsübung schloss die themenbezogenen Einheiten ab. Die letzten 30 – 60 Minuten hatten die Kinder Gelegenheit zum selbstgewählten Spiel, an dem die Therapeutinnen natürlich ebenfalls teilnahmen. Jeder „Gruppenarbeitstag“ wurde mit einem abschließenden ‚Blitzlicht’ beendet.

     

    Die ersten drei Tage nutzten wir dazu, eine Vertrauensbasis in der Gruppe zu schaffen, d.h. zum gegenseitigen Kennenlernen, zum Aufbau von Sicherheit und Vertrauen in der Gruppe, zur Förderung der Kommunikation und der gegenseitigen Akzeptanz, zur Förderung der Gruppenkohäsion, zur Unterstützung der Spontaneität und Kreativität der Kinder, zur Entwicklung des Selbstbewusstseins und eines positiven Selbstbildes der Kinder und zur Förderung einer entspannten Atmosphäre in der Gruppe.

     

    Am ersten Tag ermöglichten wir das gegenseitige Kennenlernen durch folgende Übungen:

    ·         das soziometrische Spiel ‚Was ist uns gemeinsam?’, durch das die Kinder Gemeinsamkeiten entdeckten.

    ·         die Mal- und Bastel-Übung ‚Mein Name und mein Logo’, das die Kinder anregte, ihren Namen kreativ in ein persönliches Logo zu verwandeln. Dies erleichterte den Kindern, sich die Namen der anderen zu merken. Gleichzeitig förderte die Übung das Gefühl für die Besonderheiten eines jeden Kindes.

    ·         das witzige Imaginationsspiel ‚Ich schenke dir diese Frucht’, das die Kinder animierte (im Kreis stehend) dem/der jeweiligen NachbarIn zur Rechten eine imaginierte Frucht zu pflücken und zu überreichen, die der/die Beschenkte dann (imaginiert) verzehrte und dies durch Gestik und Mimik darstellte.

    ·         die Partner-Übung ‚Ungewöhnliches Interview’, in der sich die jeweiligen Paare gegenseitig interviewten – mit der Aufgabe, etwas Besonderes über den / die Partner/in herauszufinden, und den / die andere/n dann der Gruppe vorzustellen. Diese Übung forderte das Zuhören, die Konzentrations- und Merkfähigkeit und das Kennenlernen.

    ·         die soziometrische Übung ‚Tabelle des Kennenlernens’, in der die die Kinder sich auf einer Tabelle entsprechend unterschiedlicher Kriterien plazierten. Dadurch entdeckten sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Die Kinder konnten die Verschiedenartigkeit anderer gut akzeptieren.

    Die Kinder waren zwar noch überwiegend zurückhaltend, aber sie hatten offensichtlich Spaß an den Übungen und Spielen und fanden sie interessant.

    Fortsetzung im naechsten Blog

     

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    G. Mueller (Project Manager), written 4 months ago

    G. Mueller

    Die Kindergruppe

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    hier geht es weiter mit der naechsten Fortsetzung zu unserem Bericht - ueber die Arbeit mit der Kindergruppe.

    Ich wuensche Ihnen allen einen schoenen Sonntag!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    Gruppenarbeit mit den Kindern

    Besonderheiten der Kindergruppe

    Die Kinder der Gruppe sind im Alter zwischen 7 ½ Jahren und 16 Jahren (A., die Älteste feierte während des Erholungsaufenthalts ihren 16. Geburtstag). Alle Kinder außer ihr gehen noch in die Grundschule (die Grundschule in Bosnien dauert bisher 8 Jahre, danach können Kinder auf eine zwei bis drei-jährige berufsorientierte ‚Mittelschule gehen’ oder auf das Gymnasium wechseln). Allerdings integrierte sich A. sehr gut in die Gruppe und fand in der Zweitältesten (14. ½ Jahre) eine Freundin.

    Trotz des Altersunterschieds konnten wir mit den Kindern zu allen Themen in einer gemeinsamen Gruppe arbeiten, die wir nur zu verschiedenen Übungen in Paare oder Kleingruppen aufteilten.

    Die meisten Kinder waren zu Anfang eher schüchtern außer dem 11jährigen B. der sehr kommunikativ war und gerne Späße machte und dem 13 jährigen C., der eine unterschwellig aggressive Ausstrahlung hatte. In diesem Jahr hatten wir mit 6 Jungen und 6 Mädchen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Geschlechtern. Insgesamt waren die Kinder von Anfang an sehr bereit, sich auf die anderen und die Gruppenarbeit einzulassen. Niemand wurde ausgeschlossen, das Verhältnis zwischen Jungen und Mädchen war recht gleichberechtigt und entspannt. Einzig B. und C. versuchten am ersten Tag die anderen Kinder zu dominieren und animierte einige der anderen Jungs zu aggressivem Verhalten gegenüber den kleineren und den Mädchen (s.u.). Doch dieses Verhalten legte sich schnell, als wir gemeinsam die ‚Gruppenregeln’ erarbeiteten. Die Mädchen behaupteten sich gut in der Gruppe. Insgesamt bemerkten wir, dass Mädchen und Jungs gerne gemeinsam Dinge unternahmen (mehr als in früheren Gruppen, in denen sich Jungs und Mädchen eher in geschlechtshomogenen Gruppen zusammengeschlossen hatten).

    Alle Kinder waren traumatisiert – einige primär durch eigene traumatische Erlebnisse (Gewalt durch die Väter; Suizid des Vaters, Gewalt im Wohnumfeld) andere sekundär durch die Traumata der Mütter / Eltern (dies wußten wir bereits vor Beginn des Erholungsaufenthalts durch die Erstgespräche mit den Müttern). Die Traumatisierung machte sich durch geringes Selbstwertgefühl, durch teils starke Ängste, oder bei einem Jungen durch heftige Aggressionsausbrüche bemerkbar.

    Eine Besonderheit dieser Gruppe war, dass die Kinder nicht – wie üblich – es kaum erwarten konnten zum Meer zu kommen. In den ersten Tagen verbrachte die Gruppe – trotz des wunderschönen Wetters – relativ wenig Zeit am Strand. Kinder wie Frauen hielten sich sehr gerne in ihren Zimmern oder an ihrem selbst gewählten Treffpunkt auf: auf der großen Treppe, die an der Seite der Pension um einen Grill herumgebaut worden war. Wir begriffen schließlich, dass Kinder und Mütter, die zu Hause unter sehr eingeschränkten und mangelhaften Bedingungen lebten, einfach ihre großen, schön ausgestatteten Zimmer mit den Balkonen genossen und das ‚Tourist’ sein in einer Pension. Nach einigen Tagen wurde dann doch das Meer und der Strand für die Kinder attraktiver, da sie auch zunehmend ihre Ängste verloren und sich jeden Tag sicherer und freier im Wasser fühlten (s.u.).

    Fortsetzung im naechsten Blog

     

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    G. Mueller (Project Manager), written 4 months ago

    G. Mueller

    'Ein Gefuehl von Staerke, Glueck und Zuversicht...'

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    hier nun noch einige weitere Rueckmeldungen von Muettern nach Abschluss der Gruppenarbeit:

    •  Ich komme schon länger ins SEKA-Haus zu den offenen Terminen, aber ich habe noch nie an einer Therapiegruppe teilgenommen. Mir hat es sehr gefallen, wie ihr die Gruppe geleitet habt. Wir haben über viele schwierige Themen gesprochen, aber durch die Übungen und die Methode, mit der ihr arbeitet, ging alles irgendwie leicht. Ich habe Vieles über mich begriffen und durch eure theoretischen Erklärungen viel gelernt. Und ich freue mich, dass ich so viele Freundinnen gefunden habe. Ich sehe auch, wie mein Sohn sich positiv verändert hat, er ist offener geworden und selbstbewußter. Ich fahre nun zurück erleichtert und mit erfülltem Herzen. Ich danke allen, die diese Tage ermöglicht haben.
    • Ich bin sehr froh, dass ich mit meiner Tochter hier teilnehmen konnte! Im Krieg habe ich ein Meer schrecklicher Erfahrungen erlebt. Aber auch die Nachkriegszeit ist nicht einfach. Hier konnte ich mein Herz öffnen. Durch die Übung ‚Soziales Atom’ und Eure Vorträge zum Thema ‚Gewalt’ habe ich einige bitteren Erkenntnisse über meine Ehe gewonnen. Das war nicht leicht, aber es gibt mir Klarheit, was ich tun will – für mich und meine Kinder. Ich möchte auf jeden Fall weiter ins SEKA-Haus kommen. Ich wünsche mir, dass wir da als Gruppe weiter arbeiten können.
    • Ich danke euch für alles, was meine Tochter und ich hier erleben durften. Soviel Liebe, Fürsorge, Verständnis und Unterstützung! Es ist für mich ein großes Geschenk. Unsere Gruppenarbeit hat mir sehr geholfen in vielerlei Hinsicht. Ich habe mich selbst besser kennengelernt und meine Stärken und Fähigkeiten erkannt. Das gibt mir neues Selbstvertrauen. Die Übungen ‚Kraftquellen’ und ‚Soziales Atom’ haben mir die Augen geöffnet. Ich habe erkannt, auf wen ich mich verlassen kann, welche Menschen mir wichtig sind und welche Beziehungen ich verändern möchte. Ich bin mir bewusst geworden, wie wichtig mir meine Kinder sind und wieviel Energie sie mir geben. Ich bin sehr interessiert, auch in Gorazde weiter zu solchen Gruppenstunden zu kommen.
    • Nie in meinem Leben habe ich mich schöner gefühlt als hier mit euch in dieser Gruppe! Ich bin aus tiefstem Herzen dankbar, dass Kuca SEKA meinen drei Kindern und mir eine so wunderbare Erfahrung ermöglicht hat. Ich danke allen, besonders den Geldgebern in Deutschland für ihre Hilfe. Ich liebe meine Kinder, aber es gibt auch Probleme, vor allem mit dem Ältesten. Es hat mir sehr viel geholfen, dass ich hier offen darüber sprechen konnte. Ich habe hier einige meiner Fehler erkannt. Es war mir wichtig, eure Erfahrungen zu hören, und ganz besonders haben mir die Themen Kommunikation und Kindererziehung genutzt, über die Nurka und Vera gesprochen haben. Ich bin mir sicher, dass sich die Beziehung zu meinen Kindern positiv verändern wird.
    • Ich bin überglücklich, dass ich mit meinem kleinen Sohn ans Meer fahren durfte. Allerdings bin ich es nicht gewohnt, so viel Zeit in einer Gruppe zu verbringen. Zu Anfang fiel es mir sehr schwer, etwas zu sagen. Mit der Zeit wurde es besser. Ich war froh, dass Ihr akzeptiert habt, dass ich still bin. Es war für mich wichtig, eure Erfahrungen zu hören und das, was Nurka und Vera uns erklärt haben. Ich fahre nun nach Hause zurück mit mehr Sicherheit und Energie und ich habe mir vorgenommen, mich in Zukunft nicht mehr über jede Kleinigkeit aufzuregen. Was ich hier gelernt habe, wird mir Kraft geben, für mich und mein Kind zu kämpfen.
    • Neum und unsere Gruppenstunden hier werde ich nie vergessen! Ich habe eigentlich nichts Besonderes erwartet, weil ich gar nicht wußte, was ich erwarten könnte. Doch dann habe ich hier von Euch allen so viel bekommen! Ich danke Euch aus tiefstem Herzen. Ich fahre nach Hause mit einem Gefühl von Stärke, Glück und Zuversicht. Ich fühle mich wie neugeboren!

     

    Einzelgespräche mit den Frauen

    Neben der Gruppenarbeit führten wir mit vielen Frauen auch Einzelgespräche. Dabei ging es meist um aktuelle persönliche bzw. existentielle Probleme, Schwierigkeiten in der Ehe oder mit den Kindern, bzw. Gewalterfahrungen. Wir wiesen die Frauen auf die Möglichkeit, in Gorazde weiter therapeutische Hilfe zu bekommen, sowohl in der Gruppe als auch in Einzeltherapie.

    Im naechsten Blog berichten wir dann weiter ueber die Arbeit mit den Kindern.

     

     

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    G. Mueller (Project Manager), written 4 months ago

    G. Mueller

    'Etwas vom Schoensten in meinem Leben...'

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    seit dem letzten Blog und der 8. Fortsetzung unseres Berichts sind bereits 16 Tage vergangen. Ich komme leider zur Zeit nur wenig zum Schreiben, da wir im Herbst immer besonders viel zu tun haben: Diese Woche findet das 6. Wochenseminar der Fortbildungsreihe 'Traumatherapie' fuer Fachkolleginnen statt, das ich zusammen mit meiner Kollegin Edita Ostojic leite. In den letzten zwei Wochen hatte ich sehr viele Einzeltherapie-Termine, Supervisionstermine mit Kolleginnen anderer Organisationen, Gruppentherapien... Ausserdem arbeite ich in jeder freien Minute an der Fertigstellung unseres aktuellen Magazins, des SEKA-Journals Nr.22. Dann musste das Fortbildungs-Seminar vorbereitet werden. Nebenbei habe ich die Termine fuer meinen dreiwoechigen Hamburgaufenthalt im November organisiert und anderes mehr.

    Jetzt ist aber hoechste Zeit fuer die naechste Fortsetzung unseres Berichts ueber den therapeutischen Erholungsaufenthalt in diesem Sommer: der letzte Teil ueber die Arbeit mit der Frauengruppe und einige der Rueckmeldungen von Teilnehmerinnen.

    Soviel fuer heute...

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    Abschluss der Gruppenarbeiot mit den Muettern:

    Den zehnten Tag nutzten wir, um den Zusammenhalt der Gruppe noch zusätzlich zu fördern – als Unterstützung für die Frauen auch nach ihrer Rückkehr in ihren Alltag – und um die Gruppenarbeit abzurunden. In der Übung ‚Was mich an Dir beeindruckt hat’ hatten die Frauen Gelegenheit, jeder anderen Teilnehmerin ein unterstützendes Feedback zu geben. Diese Übung gefiel den Frauen sehr gut. Sie nutzten sie zu sehr berührenden Rückmeldungen, die eine dichte Atmosphäre schufen und für jede eine zusätzliche stärkende Wirkung hatten.

    Danach hatten die Frauen Gelegenheit in einem ‚Brief an mich selbst’ die zehn Tage Gruppenarbeit für sich auszuwerten und für sich selbst aufzuschreiben – als Unterstützung und Ermutigung in ihrem alltäglichen Leben. Diese Übung verwunderte sie zuerst („ein Brief an mich selbst?“). Doch dann gefiel sie ihnen sehr gut. Einige schrieben sich lange Briefe.

    Schließlich werteten wir gemeinsam die Gruppenarbeit der zehn Tage aus – mit der psychodramatischen Übung: ‚Drei Orte’ (1: Was war mir wichtig, nützlich, hat mir gefallen, was nehme ich von hier mit? 2. Was war für mich schwierig, hat mir gefehlt oder war mir zuviel? 3. Würde ich gerne in Gorazde weiter ins SEKA-Haus zu solchen Gruppenstunden kommen?

    Hier eine Zusammenfassung der Rückmeldungen:

    • A.:  Zu Anfang hatte ich Angst vor der Gruppenarbeit, ich wollte zwar gerne Neues lernen, aber ich fürchtete, etwas falsch zu machen – ich habe ja noch nie an so etwas teilgenommen. Am meisten Angst hatte ich, dass Ihr (die Therapeutinnen) von mir verlangen würdet, dass ich über meine schrecklichen Erfahrungen spreche. Als ich dann gesehen habe, wie die Gruppenarbeit verläuft, da ist mir ein Stein vom Herzen gefallen. Als wir über das Thema Gefühle gesprochen haben, hatte ich selbst das Bedürfnis über den Tod meines Mannes zu sprechen. Und ich fühlte mich danach sehr erleichtert. Ich finde es schade, dass unser Aufenthalt nun schon zu Ende geht. Ich fühle mich in dieser Gruppe sehr gut und ich möchte sehr gerne, dass wir uns in Gorazde weiter treffen… Was mir an der Gruppenarbeit am meisten bedeutet hat, das waren die Gruppenregeln. – Ich bin mir ganz sicher, dass keine von uns etwas aus der Gruppe heraus tragen wird. Dadurch habe ich Vertrauen gewinnen können…. Und die Übung ‚Unsere Kraftquellen’ war mir sehr wichtig. Ich werde nie meine Szene auf der Bühne vergessen! Ich bin mir dadurch bewusst geworden, wie stark ich trotz allem bin und was mir im Leben wirklich wichtig ist. Ich danke allen von Herzen, die mir und meinen Töchtern diese wunderbare Erholung ermöglicht haben: Kuca SEKA und allen Menschen in Deutschland, die dafür Geld gegeben haben!

     

    • B.: Ich möchte nur sagen, dass dies hier etwas vom Schönsten ist, das sich mir in meinem Leben ereignet hat. Nicht nur, dass ich mit meinem Jungen ans Meer fahren durfte – das hätte er sonst nie erleben können – sondern auch unsere Gruppenstunden bedeuten mir viel. Ich habe sehr viel gelernt. Das wird mir helfen, wenn ich nach Hause zurückkehre. Danke!

     

    • C.: Ich war überglücklich, mit meiner Tochter ans Meer zu fahren. Die Gruppenarbeit hat mich interessiert, aber ich hatte auch Ängste, was da geschehen würde und ob die anderen Frauen mich akzeptieren würden. Doch dann fand ich es wunderbar. Ich hab mich noch nie in einer Gruppe von Menschen so gut gefühlt. Ich habe seit dem Krieg große Ängste und Probleme. Deswegen hatte ich mich sehr zurückgezogen. Aber hier habe ich gelernt, über mich zu sprechen. Weil mich niemand bedrängt hat. Ich habe sogar einige meiner schwersten Erfahrungen mit euch geteilt. Ich danke euch allen für eure Geduld und Unterstützung und Nurka und Vera für ihre Wärme und ihr Verständnis!

    Fortsetzung im naechsten Blog

     

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    G. Mueller (Project Manager), written 5 months ago

    G. Mueller

    'Beziehungen', 'Selbstbehauptung', Kindererziehung...

    Liebe Unterstuetzer/innen, liebe Leser/innen,

    hier nun eine weitere Fortsetzung unseres Berichts ueber den therapeutischen Erholungsaufenthalt in diesem Sommer: der achte und neunte Tag der Gruppenarbeit mit den Muettern. Wir freuen uns ueber Ihr Interesse!

    Ihnen allen ein schoenes Wochenende!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    Am achten Tag erarbeiteten wir das Thema ‚Beziehungen’ mit der psychodramatischen Übung ‚Mein Soziales Atom’. Anhand eines Formulars und eines Schemas mit 10 Kreisen um den Mittelpunkt (der die jeweilige Protagonistin darstellt) dachten die Frauen über die emotional wichtigen Beziehungen in ihrem Leben nach und zeichneten diese mit Hilfe von Symbolen in ihr Schema ein. Dann hatten sie Gelegenheit anhand von vorgegebenen Fragen über verschiedene Aspekte der Beziehung zu den jeweiligen Personen sowie über Veränderungswünsche zu reflektieren. Die Frauen arbeiteten sehr konzentriert. Danach stellte jede ihr ‚Soziales Atom’ und ihre durch die Übung gewonnenen Erkenntnisse vor. Allen Teilnehmerinnen half die Übung, sich über die Qualität ihrer Beziehungen klar zu werden und auch über Veränderungswünsche. Für einige Frauen brachte die Übung schmerzliche Klarheit über die Partnerbeziehung (Gewalterfahrung) aber auch bzgl. vermeintlicher Freundschaften. Dennoch fühlten sie sich gestärkt, weniger verunsichert und mit mehr Klarheit. Sie erkannten, wo sie sich vergeblich abmühten und welche Beziehungen, die sie bisher kaum wahrgenommen hatten, ihnen Ressource sein könnten. Gleichzeitig wurde durch das ‚Soziale Atom’ auch deutlich, welche (traumatischen) Verluste einige der Teilnehmerinnen noch nicht überwunden haben. Auch die Themen ‚Bedürfnisse und Grenzen’, sowie ‚Selbstbehauptung’ waren ein wichtiger Aspekt des Themas ‚Beziehungen’.

    Wir schlossen daher den Tag mit der vergnüglichen Selbstbehauptungsübung ‚Kampf um die Socken’ ab, die auch den Teilnehmerinnen dieser Gruppe sehr gut gefiel. Durch dieses Spiel wurden sich die Frauen über ihre Strategien der Selbstbehauptung bewusst. Einigen fiel es sehr schwer, für sich zu kämpfen, doch sie wurden durch das Beispiel der anderen ermutigt. Eine Frau meinte: „Es kommt mir vor, als ob ich vorher geschlafen habe und mich dieses Spiel aufgeweckt hat! Ich fühle eine ganz neue Energie!“ Einige der Frauen fühlten sich an den Krieg erinnert, als sie ums Überleben ihrer Familie kämpfen mußten. Die Übung erinnerte sie an ihre unglaubliche Kraft, Hartnäckigkeit, Anpassungsfähigkeit und Kreativität, die sie damals bewiesen hatten. Trotz der Erinnerung an den Krieg empfanden sie die Übung als sehr positiv, da sie sie ihre eigene (physische) Kraft spüren ließ und ihr Selbstbewußtsein stärkte.

     

    Den neunten Tag widmeten wir den Themen ‚Kindererziehung’ und ‚Bedürfnisse und Grenzen’.

    Durch die Paar-Übung ‚Wie habe ich als Kind meine Eltern erlebt? Was hat mich glücklich, was unglücklich gemacht?’ wurden sich die Teilnehmerinnen ihrer eigenen Bedürfnisse und Schwierigkeiten als Kinder bewusst. Dadurch konnten sie ihre eigenen Kinder und deren Reaktionen besser verstehen. Einige der Frauen erkannten als Hauptproblem, die Uneinigkeit der Eltern in Erziehungsfragen, die natürlich von den Kindern ausgenutzt wird und dann zum Streit zwischen den Eltern führt. Ein anderes Problem ist mangelnde Konsequenz gegenüber den Kindern oder auch das Thema ‚Strafe oder Konsequenz?’.

    In den anschließenden theoretischen Erklärungen gingen wir auf einige dieser Themen ein. Allerdings zeigte sich, dass viele der Mütter gerne weiter an dem Thema ‚Kindererziehung’ arbeiten würden.

    Anschließend gaben wir einen kurzen Überblick über die ‚Universellen menschlichen Bedürfnisse’, die wir dann gemeinsam mit den Teilnehmerinnen diskutierten. Die Frauen wurden sich bewusst, wie sehr sie (aufgrund der traditionellen Erziehung) auf die Befriedigung der Bedürfnisse anderer ausgerichtet sind und die eigenen Bedürfnisse oft nicht wahrnehmen. Dies eröffnete das Thema ‚geschlechtsspezifische Erziehungen / Gender-Rollen’, das wir allerdings nur anreißen konnten. Wir stellten die Möglichkeit in Aussicht in Gorazde an solchen Themen weiterzuarbeiten.

    Fortsetzung im naechsten Blog

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    G. Mueller (Project Manager), written 5 months ago

    G. Mueller

    'Trauma - Emotionen - Kommunikation'

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    hier der 6. Teil des Berichts ueber die 'Glueckstage 2011' - die Fortsetzung ueber die Gruppenarbeit mit den Muettern.

    Einen schoenen Tag!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    Am fünften Tag setzten wir die Arbeit mit einer psycho-edukativen Einheit zum Thema ‚Psychologisches Trauma: Was bedeutet Trauma? Traumasymptome und Heilungsprozess’ fort.

    Obwohl das Thema sie an eigene traumatische Erfahrungen erinnerte und daher nicht einfach war, arbeiteten die Frauen konzentriert mit. Die theoretischen Erklärungen halfen ihnen, eigene traumatische Erfahrungen und Trauma-Symptome zu erkennen und ihre eigenen Reaktionen (oder auch die von traumatisierten Angehörigen) zu verstehen. „Ich bin sehr froh, dass wir über dieses Thema gesprochen haben!“ meinte eine der Teilnehmerinnen. „Ich fühle mich erleichtert, weil ich nun verstehen kann, warum ich diese Symptome habe; manchmal dachte ich schon, allmählich werde ich verrückt; ich habe mich nicht getraut, mit jemandem darüber zu sprechen. Es erleichtert mich auch, dass andere das auch haben. Ich möchte gerne lernen, damit umzugehen…“

    Wir beendeten das Thema mit der aktiven Entspannungsübung „Wasserfall“, die den Frauen sehr gut gefiel und ihnen ermöglichte, sich zu entlasten und zu ‚reinigen’.

    Nach der Pause begannen wir dann mit dem Thema ‚Emotionen’. Wir nutzten die Übung ‚Landkarte meiner Gefühle’, die ermöglicht die vier menschlichen ‚Grund-Emotionen’ (Angst, Wut, Trauer und Freude) mit spezifischen Körpergefühlen zu verbinden und typischen Situationen zuzuordnen. Jede Frau markierte die entsprechenden Emotionen mit unterschiedlichen Farben in einem Körperschema und reflektierte dann anhand vorgegebener Fragen über die Art und Weise, wie sie mit ihren Emotionen umgeht, sie ausdrückt oder ausagiert und inwiefern sie damit zufrieden oder unzufrieden ist.

    Dann hatten die Frauen Gelegenheit, ihre ‚Landkarte der Emotionen’ in der Gruppe vorzustellen und mit unserer therapeutischen Hilfe durchzuarbeiten. Dabei kamen viele spezifische Situationen zur Sprache: Umgang mit Ohnmacht, mit Ärger / Wut, mit Angst, mit Trauer und Freude.

    Es wurde deutlich, dass viele der Frauen nie gelernt hatten, ihren Ärger wahrzunehmen und auszudrücken, sondern dass sie ihn in Angst umwandelten. Mehrere der Teilnehmerinnen litten unter ausgeprägten Ängsten. Sie waren sich bewusst, dass diese bzgl. der Gegenwart irreal waren und dass sie sich auch auf ihre Kinder übertrugen. Dies machte ihnen Sorge. Eine der Frauen erkannte, dass sie ihre Wut in der Regel an den Kindern oder auch an ihrem Mann ausließ, obwohl diese gar nichts dafür konnten. Sie realisierte, dass nun ihr ältester Sohn ebenfalls unkontrollierte Wutausbrüche hatte. Zu jeder Emotion gaben wir, nachdem die Frauen ihre Erfahrungen und Erkenntnisse mitgeteilt hatten, eine kurze theoretische Erklärung: über den Sinn dieser Emotion, über Möglichkeiten, die Emotion auszudrücken, bzw. damit zu arbeiten, über Botschaften, die wir durch die Erziehung bekommen haben bzw. geben und die oft wenig hilfreich sind etc. Für die Teilnehmerinnen waren viele dieser Aspekte neu. Die Übung und die theoretischen Erklärungen ermöglichten ihnen eine neue Sichtweise auf ihre Gefühle und den Umgang mit diesen.

    Am sechsten Tag setzten wir die Arbeit mit der ‚Landkarte der Emotionen fort. Das Thema Trauer war für die Frauen das Schwierigste, da es an eine Vielzahl unbewältigter traumatischer Verluste rührte. Freude erlebten sie in der Regel als positiv. Einige Teilnehmerinnen hatten allerdings auch Schwierigkeiten, Freude zuzulassen, da sie in ihrer Kindheit für Ausgelassenheit und „zu große Freude“ gerügt oder gar bestraft worden waren, oder weil sie erlebt hatten, dass auf ein freudiges Ereignis ein traumatisches folgte und sich daher das Gefühl von Freude sofort mit dem Gefühl von Angst mischte.

    Im Anschluß an das Thema vermittelten wir den Frauen das ‚BASIC Ph-Modell’ – ein Modell zur Bewußtmachung und Erarbeitung von Strategien zur Stressbewältigung. Die Frauen fanden sich in einigen Aspekten in dem Modell wieder, gleichzeitig bekamen sie dadurch viele zusätzliche Anregungen zur Bewältigung stressreicher Situationen.

    Wir schlossen den Tag mit der Übung ‚Gruppengemälde’ ab, in dem die Teilnehmerinnen die Möglichkeit hatten, ihre Stimmung in Interaktion und Kooperation mit der gesamten Gruppe kreativ auszudrücken und sich dabei zu entspannen. Dabei entstand ein buntes fröhliches Gruppenbild.

    Am siebten Tag eröffneten wir mit der Übung ‚Schlechte Zuhörerin’ das Thema Kommunikation. Durch die Übung erkannten die Frauen die Bedeutung der nonverbalen Kommunikation. Anschließend erarbeiteten wir mit den Frauen theoretisch das Thema ‚Kommunikation’ (‚Aktives Zuhören’, ‚Ich-Botschaften’ anstelle von ‚Du-Botschaften’, Generalisierungen und Bewertungen) und demonstrierten destruktive und konstruktive Beispiele von Kommunikation. Die Teilnehmerinnen amüsierten sich einerseits über die Szenen, andererseits erkannten sie sich in den destruktiven Beispielen oft selbst wieder. Die Diskussion über die Kommunikationsformen führte zum Thema Konflikt.

    Wir nutzten das von den Frauen formulierte Thema des Konflikts mit Nachbarn als Beispiel und diskutierten Lösungsmöglichkeiten. Danach gaben wir eine theoretische Einführung in das Thema Konflikt und Konfliktlösung. Es wurde deutlich, dass die Mehrzahl der Frauen sich bisher in Konflikten sehr passiv verhalten hatten (Ignorieren, ausweichen, sich anpassen etc.) In Paarübungen hatten sie die Möglichkeit, neue Reaktionsformen auszuprobieren. Am Ende des Tages äußerten sich die Frauen begeistert über die Themen dieses Tages. „Was wir heute gelernt haben, wird mir sehr nützlich sein – besonders im Umgang mit meinem Mann und meinen Kindern!“ meinte eine der Teilnehmerinnen. Und eine andere ergänzte: „Wenn ich das als junge Frau schon gelernt hätte, wäre mir vieles leichter gefallen!“

    Fortsetzung im naechsten Blog

     

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    G. Mueller (Project Manager), written 5 months ago

    G. Mueller

    'Kraftquellen und Ressourcen'

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    heute komme ich endlich mal wieder zum Schreiben von Blogs. Wegen Urlaubs und eines Bergs Arbeit, der mich dann danach, Anfang September, erwartete, bin ich kaum dazu gekommen, betterplace zu besuchen und noch weniger Blogs zu schreiben.

    Hier kommt nun endlich der 5. Teil des Berichts ueber den diesjaehrigen Erholungsaufenthalt. Im letzten Blog hatte ich begonnen, ueber die Gruppenarbeit mit den Muettern zu schreiben. Hier also nun die Fortsetzung...

    Wir freuen uns ueber Ihr Interesse!

    Einen schoenen Sonntag

    wuenscht Ihnen

    Gabriele Mueller

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    Am zweiten Tag setzten wir die Gruppenarbeit zum Thema ‚Kinder in der Pubertät’ fort. Eine der Frauen hatte diese Phase mit einem ihrer Kinder bereits erfolgreich durchgestanden. Sie teilte ihre Erfahrungen mit den anderen. Daraus entspann sich eine intensive Diskussion, in der verschiedene Schwierigkeiten deutlich wurden: Die meisten Mütter vertraten die traditionelle Auffassung: „Lob verdirbt Kinder – macht sie überheblich und eingebildet“. Ebenso wurden die negativen Auswirkungen von unterschiedlichem Erziehungsverhalten der Eltern, bzw. Gewalttätigkeit des Ehemannes deutlich.

    Durch die Übung ‚Drei gute Eigenschaften meines Kindes“ hatten die Mütter die Gelegenheit, sich über gute Eigenschaften ihrer Kinder klar zu werden. Den Frauen fiel es nicht schwer, gute Eigenschaften ihrer Kinder zu benennen; aber sie wurden sich bewusst, dass sie diese gegenüber den Kindern kaum anerkannten, sondern im Gegenteil meist kritisierten.

    Wir griffen dies in der anschließenden Theorie-Einheit auf und gaben den Müttern grundsätzliche Informationen zur gesunden psychischen und sozialen Entwicklung von Kindern. Im besonderen gingen wir auf die vielschichtigen Veränderungen während der Pubertät ein und die damit einhergehenden Verunsicherung der Kinder / Jugendlichen, sowie ihre wechselnden Bedürfnisse nach (Noch-)Anlehnung einerseits und Abgrenzung andererseits. Wir diskutierten, auf welche Weise Eltern Kinder in dieser schwierigen Phase unterstützen und stärken, notwendige Grenzen setzen und mögliche Freiheiten geben können.

    Die Mütter fühlten sich nach diesem Thema sehr angeregt.

    Nach der Pause setzten wir an diesem Tag die Gruppenarbeit mit der Übung ‚Die Quellen meiner Kraft’ fort, durch die die Teilnehmerinnen sich klar werden konnten, welche Ressourcen in ihrem Umfeld und in ihnen selbst ihnen Kraft geben, bzw. ihnen ermöglichen, schwierige Situationen zu meistern. In einer psychodramatischen Symbolarbeit stellten sie dann diese ‚Kraftquellen und Ressourcen’ dar, zeichneten sie und hatten schließlich die Möglichkeit, ihr Bild in einer psychodramatischen Skulptur auf der Bühne darzustellen. Die Protagonistinnen stellten ihre Skulptur jeweils mit Hilfe der anderen Frauen dar, die die verschiedenen ‚Kraftquellen’ verkörperten.

    Eine der Teilnehmerinnen war sofort bereit, ihre Skulptur auf der großen Bühne darzustellen, und fühlte sich nach Durcharbeiten der Szene sehr berührt und glücklich. Dies motivierte weitere Gruppenmitglieder, auch ihr Bild auf der großen Bühne darzustellen, so daß am Ende alle neun Frauen ihre ‚Kraftquellen’ darstellten. Die Teilnahme an den Darstellungen der anderen war für die Frauen eine sehr berührende Erfahrung, die gleichzeitig die Nähe und das gegenseitige Verständnis in der Gruppe wachsen ließ. Insgesamt stärkte die gesamte Übung die Frauen in ihrer positiven Selbstwahrnehmung und ihrer Selbstachtung. Für eine der Frauen, die große Schwierigkeiten hatte, ihre eigenen Stärken wahrzunehmen, bedeutete es sehr viel, von anderen in positive, starke und insgesamt bedeutsame Rollen gewählt zu werden. Dies berührte sie sehr und ermöglichte ihr einen neuen Blick auf sich selbst.

     

    Am dritten Tag begannen wir mit der Erwärmungs-Übung ‚Drei gute Eigenschaften von mir’. Jede Frau sollte drei gute Eigenschaften von sich benennen. Dies fiel den meisten der Frauen sehr schwer. Es wurde deutlich, dass sie bisher kaum über sich selbst nachgedacht hatten als auch ein eher negatives Bild von sich hatten, bzw. sich überkritisch sahen. Dies brachten wir einerseits in Zusammenhang mit dem traditionellen patriarchalen Erziehungsstil, andererseits mit den Folgen teilweise jahrelanger Gewalterfahrungen, die die Selbstachtung mehrerer Frauen systematisch zerstört hatten.

    Anschließend setzten wir die Arbeit mit den psychodramatischen Skulpturen zu den ‚Kraftquellen’ fort.

     

    Am vierten Tag erarbeiteten wir die Themen ‚Umgang mit Aggressivität von anderen’ und ‚Gewalt in der Ehe’. Nachdem eine der Frauen sehr offen über ihre Erfahrungen mit dem aggressiven Verhalten eines nahen Verwandten gesprochen hatte, fanden auch andere Teilnehmerinnen den Mut, über Erfahrungen mit Aggressivität und Gewalt – insbesondere über ‚Gewalt in der Ehe’ zu sprechen. Es war erschütternd, durch welchen Terror einige der Frauen gegangen waren. Zwei der Frauen hatten den Mut gefunden, sich zu trennen, obwohl dies bedeutete, dass sie mit ihrem Kind dadurch in große finanzielle Not gerieten. Mehrere der Frauen lebten noch immer in einer Partnerschaft in der sie psychisch mißhandelt und vom Ehemann massiv unter Druck gesetzt wurden. Die Aggressivität der Männer war offensichtlich zumindest teilweise eine Folge ihrer Kriegstraumatisierung.

    An das Gruppengespräch schlossen wir eine theoretische Einheit zum Thema ‚Gewalt in Partnerbeziehungen und Gewalt gegenüber Kindern’. Die theoretischen Erklärungen halfen den Frauen, ihre eigenen Erfahrungen zu verstehen und einzuordnen – aber auch über ihr eigenes Verhalten insbesondere gegenüber den Kindern zu reflektieren..

    Fortsetzung im naechsten Blog...

     

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    G. Mueller (Project Manager), written 6 months ago

    G. Mueller

    Für diese Bedarfe habe ich eine (Teil-)Auszahlung veranlasst:

    Entwicklung und Vervielfaeltigung der Fotos €230.-
    Ausstellung der besten Fotos der Kinder €50.-
    Die Spendengelder werden - wie geplant - genutzt, um die Kosten fuer die Alben mit den Erinnerungsfotos und fuer die Ausstellung der besten Fotos der Kinder zu finanzieren. Die Ausstellung hat bereits stattgefunden und Kinder und Muetter haben ihre Fotoalben bereits bekommen. (Ich hatte bereits darueber berichtet.) Die Kosten hatten wir aus einem anderen Topf vorfinanziert. Herzliche Gruesse Gabriele Mueller  
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    G. Mueller (Project Manager), written 6 months ago

    G. Mueller

    Therap. Gruppenarbeit mit den Frauen

    Liebe Leserinnen und Leser, liebe UnterstuetzerInnen,

    zur Zeit bin ich im Urlaub und war mit Renovierungsarbeiten beschaeftigt; deswegen komme ich nicht so haeufig an den PC. Hier nun der 4. Teil des Berichts ueber den therapeutischen Erholungsurlaub in diesem Jahr.

    Wir freuen uns ueber Ihr Interesse.

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    Arbeit mit der Gruppe

    Wie schon in den Vorjahren hatten die Frauen und Kinder der Gruppe bereits bei zwei Vortreffen im SEKA-Haus Gelegenheit, uns Kolleginnen und sich untereinander kennenzulernen. Wir gaben ihnen einen kleinen Einblick in die SEKA-Arbeit und klärten die organisatorischen Aspekte des Erholungsaufenthalts. Nach den beiden Treffen hatten wir den Eindruck, dass die Frauen sich aufeinander einlassen konnten und interessiert an der Gruppenarbeit waren (obwohl sie solche Angebote bisher noch nicht kennengelernt hatten).

    Die Kinder waren während des Vorbereitungstreffens sehr schüchtern und zurückgezogen. Nur die jeweiligen Geschwisterkinder und zwei der Mädchen kannten sich untereinander.

    Amina Vrana, Vera Dacic und Amela Drincic begleiteten die Gruppe auf der Busreise nach Neum, die ohne Probleme verlief.

    In der Pension Babic in Neum bereiteten Koordinatorin Esma Drkenda und Projektleiterin Gabriele Müller, sowie Therapeutin Nurka Babovic bereits am 19.06. die Gruppenräume vor, brachten die Willkommensschildern mit den Namen an den Zimmern an, verteilten einige Spielsachen in den Zimmern und erwarteten die Gruppe, die am späten Vormittag des 20.06. eintraf.

    Nach einer kleinen Erfrischung und der herzlichen Begrüßung durch die Pensionsinhaber, verteilten wir die Zimmer. Kinder und Mütter waren begeistert von der Unterbringung, den schönen Zimmern, den Balkonen und dem Blick aufs Meer. Nach einem Imbiss und einer ersten kurzen Besprechung mit der Gesamtgruppe bzgl. Hausordnung, Gefahren (Balkone, Treppen, Strasse) etc. übergaben Esma Drkenda und Gabriele Müller die Leitung der Gruppe endgültig den vier Kolleginnen und machten sich auf den Rückweg nach Gorazde.

    Im Folgenden beschreiben die Kolleginnen Nurka Babovic, Vera Dacic, Amina Vrana und Amela Drincic ihre Erfahrungen in der Arbeit mit der Gruppe in Neum. Die therapeutisch-pädagogische Gruppenarbeit mit Kindern und Müttern fand vom 2. bis zum 11. Tag des Erholungsaufenthalts täglich in parallelen Gruppen in der Regel von 8.00 – 12.30 Uhr statt. (Nach 2 Stunden gab es eine halbstündige Pause).

    Gruppenarbeit mit den Frauen

    Wie stets orientierten wir die therapeutische Gruppenarbeit an der psychodramatischen Strukturierung des therapeutischen Prozesses sowie am traumatherapeutischen Phasen-Modell u.a. nach Reddemann (s.o. unter: Methoden und Techniken). Da wir uns der schweren Traumata mehrerer Frauen bewusst waren, legten wir den Schwerpunkt der Arbeit auf die Aspekte: Erarbeitung von Sicherheit und Vertrauen in sich und andere (die Gruppe / uns Leiterinnen) und Stabilisierung (Arbeit an Ressourcen, Selbstachtung, Kommunikation, Beziehungen und Gefühlen, psycho-edukative Einheiten über Trauma /Gewalt und Kindererziehung), sowie Themen, die von den Teilnehmerinnen gewünscht wurden.

    Die Gruppenarbeit der ersten drei Tage hatte zum Ziel, eine Basis für die Gruppenarbeit zu schaffen: das gegenseitige Kennenlernen zu ermöglichen, die Entwicklung von Sicherheit und Vertrauen in der Gruppe zu unterstützen, Kommunikation und Kohäsion in der Gruppe zu fördern.

    Zu Beginn des ersten Tages war bei den Frauen deutliche Zurückhaltung und Scheu zu spüren, deren Grund durch die Übung ‚Formulierung der Gruppenregeln’ deutlich wurde: Fast alle Teilnehmerinnen hatten Angst, offen zu sprechen, da sie im Alltag erlebten, wie viel in der Kleinstadt Gorazde und den umliegenden Dörfern getratscht wurde. Fast jede hatte schon erlebt, dass sie sich einer Freundin anvertraut und dann ihre Geschichte später von anderen wieder gehört hatte. Wir nahmen die Ängste und die Vorsicht der Frauen ernst und erklärten ihnen, dass die Formulierung der gemeinsamen Regeln den Aufbau von Sicherheit und Vertrauen ermöglichten, dass aber gleichzeitig, jede das Recht habe, individuell zu dosieren, was sie mit der Gruppe teilen wollte. Dadurch entstand eine lebhafte Diskussion, in der die Frauen merkten, dass ihre Bedürfnisse – insbesondere bzgl. Vertraulichkeit – sehr ähnlich waren. Als wichtigste Regeln formuliert die Gruppe dann: 1. absolute Vertraulichkeit, 2. aktiv und aufmerksam zuhören, wenn eine andere redet, 3. gegenseitige Achtung – keine Verletzung, Geringschätzung, Bewertung anderer und 4. jede entscheidet selbst, wieviel sie von sich preisgeben möchte.

    Die Regeln wurden auf ein großes Blatt Papier geschrieben und gut sichtbar im Gruppenraum aufgehängt. Die Formulierung der Gruppenregeln war den Frauen außerordentlich wichtig. Immer wieder bezogen sie sich darauf während der folgenden 9 Tage Gruppenarbeit.

    In einer weiteren Übung formulierten die Teilnehmerinnen dann ihre Erwartungen an den Erholungsaufenthalt sowie Themen, die sie interessierten. Als Erwartungen formulierten fast alle einerseits das Bedürfnis nach physischer und psychischer Erholung, den Wunsch, dass ihre Kinder den Aufenthalt genießen würden, andererseits das Bedürfnis, sich zu entlasten, Lösungen für konkrete Probleme zu finden bzw. Strategien, wie sie mit schwierigen Situationen besser umgehen könnten, sowie den Wunsch Neues zu erfahren, zu lernen, sich auszutauschen.

    Als konkrete Themen für die Gruppenarbeit formulierten sie:

    • Umgang mit Aggressivität von anderen
    • Probleme mit dem geschiedenen Mann (Terrorisieren und emotionale Mißhandlung)
    • Mein Kind ist in der Pubertät: Seine Stimmungen wechseln sehr stark zwischen Aggressivität und Weinerlichkeit? – Wie kann ich ihm helfen?
    • Probleme mit Nachbarn, die mich nerven und schlecht über mich reden
    • Umgang mit Ängsten und Wut
    • Übermäßige Angst um die Kinder
    • Probleme mit den Kindern, die sehr lebhaft sind und oft aggressiv
    • Schwere Krankheit einer nahen Person – wie kann ich helfen?

    Es zeigte sich, dass die von den Frauen benannten Themen sich gut mit den von uns vorbereiteten Themen zur Stärkung und Stabilisierung verbinden lassen würden.

    Am Ende des ersten Tages nahmen wir bereits eine entspanntere Atmosphäre wahr. In der abschließenden Runde bestätigten die meisten Frauen, dass ihnen die Art der Gruppenarbeit zusage und sie sich schon auf den nächsten Tag freuten. Nur zwei Teilnehmerinnen wirkten noch immer sehr verschlossen. Wir unterstützten sie darin, auf ihre Grenzen zu achten und betonten noch einmal, „dass hier keine irgend etwas muß, wozu sie nicht bereit ist!“

    Fortsetzung im naechsten Blog

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    G. Mueller (Project Manager), written 6 months ago

    G. Mueller

    Die Bedeutung des Meeres fuer die Glueckstage

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    hier geht es weiter mit dem Bericht: im dritten Teil gibt es noch einige grundsaetzliche Erlaeuterungen zum Konzept und der Arbeitsweise...

    Herzlichst

    Gabriele Mueller

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    Die Bedeutung des Meeres

    Bei allen Gruppen, die die an SEKA-Erholungsaufenthalten teilnehmen, steht natürlich die physische und psychische Erholung und hier ganz besonders die täglichen Ausflüge zum Meer im Vordergrund.

    Für viele der Frauen und besonders Kinder, die im Sommer zu uns kommen, bedeutet der Aufenthalt im SEKA-Haus ihre erste Begegnung mit dem Meer. Für andere ist es ein Wiedersehen nach 15 und mehr Jahren, während derer sie wegen der Kriegsereignisse keine Möglichkeit hatten, das Kriegsgebiet zu verlassen, bzw. ihnen in der Nachkriegszeit die finanziellen Mittel für einen Urlaub am Meer fehlen.

    Manchmal löst schon der Anblick des Meeres Tränen aus. Die Schönheit des Meeres und der mediterranen Vegetation rühren an die Gefühle des Mangels, der jahrelangen Entbehrung, des „Gefangenseins“ und der Bedrohung. Das Meer weckt einerseits Erinnerungen an früher, an Urlaube am Meer - und an ein „normales Leben in einer friedlichen Welt“ und andererseits weckt es auch den Schmerz über den Verlust dieses „normalen Lebens“.

    Grundsätzlich verknüpfen wir alle mit dem Meer vielerlei unterschiedliche existentielle Gefühle: Es erfüllt uns mit Gefühlen von Weite, Sehnsucht, Freiheit, Schönheit, Unvergänglichkeit, aber auch mit Angst vor seiner Ungezähmtheit und Unberechenbarkeit. Das Meer fordert uns heraus, diese Angst zu bezwingen, mutig zu sein und uns diesem unberechenbaren Element anzuvetrauen.

    Gerade für die traumatisierten Frauen und Kinder ist das Meer zu Anfang beängstigend und faszinierend zugleich; es weckt die Gefühle von Ausgeliefertsein, Bedrohung, Angst bis hin zur Panik, Gefühle, die mit den erlebten traumatischen Situationen verknüpft sind. Gleichzeitig spüren Frauen und Kinder aber auch die starke Faszination von Meer und (Sand- / Kies-) Strand. Meer und Sand fordern geradezu dazu auf, einzutauchen, sie zu berühren, sinnlich zu erleben.

    Wir unterstützen Frauen und Kinder in ihrer vorsichtigen Annäherung an das Meer. Zu Anfang geben wir in erster Linie Halt und Sicherheit. Dann fördern wir mit einfachen Übungen das Vertrauen, daß das Meerwasser sie trägt. Wenn Frauen und Kinder sich in ihrem eigenen Tempo ganz allmählich auf das Meer einlassen können, verlieren sie immer mehr ihre Ängste. Sie gewinnen allmählich Vertrauen - zuerst in die Therapeutinnen als Begleitung, dann in das Wasser und schließlich, wenn sie dann Schwimmen lernen, in sich selbst. Es ist für Frauen und Kinder ein wichtiges und heilendes Erlebnis, sich im Meer alleine sicher bewegen zu können. Diese Erfahrung fördert ihr Vertrauen in sich selbst, in andere und gibt ihnen das Gefühl, die Kontrolle über einen Teil ihres Lebens wieder zu erlangen.

    Das sinnliche Erleben von Wasser, Sonne und Strand fördert gleichzeitig die Fähigkeit, ganz da zu sein und in der Gegenwart zu leben, ja, das Leben zu genießen.

    Es ist berührend zu sehen, wie auch die Frauen hingebungsvoll mit den Kindern am Strand spielen, wie sie mit uns im Wasser herumtollen, wie sie von Tag zu Tag mutiger, ausgelassener und freier werden. Wie sie den Glauben zurückgewinnen, daß das Leben doch auch schön sein kann - und nicht nur Schmerz, Angst, Mangel, Gewalt und Erschöpfung beinhaltet.

    Diese gemeinsame Annäherung ans Meer ist für uns als SEKA-Mitarbeiterinnen gleichzeitig eine hervorragende Möglichkeit, in der Regel sehr rasch einen intensiven Kontakt zu Frauen und Kindern herzustellen. Sie wirkt wie ein Katalysator. Bereits der erste Tag am Strand verbindet und schafft eine erste Grundlage des Vertrauens als Voraussetzung dafür, daß die Frauen unsere weitergehenden Angebote annehmen können. Ob im Wasser, am Strand oder auf Spaziergängen nutzen die Frauen außerdem rasch jede Gelegenheit für Gespräche mit den Mitarbeiterinnen.

     

    Methoden und Techniken:

    Unsere Methoden in der Arbeit basieren grundsätzlich auf dem Ansatz der Humanistischen Psychologie und der Philosophie des Psychodramas. Wir arbeiten mit traumatherapeutischen Verfahren, die sich an der ‚Psychodynamischen Imaginativen Traumatherapie’ (PITT) nach Luise Reddemann orientieren und mit psychodramatischen Elementen, die an die Arbeit mit traumatisierten Menschen angepasst sind. Außerdem nutzen wir eine Vielzahl kreativer Techniken sowie themenzentrierte Übungen und kurze psycho-edukative Theorie-Einheiten – jeweils angepasst an das Alter und die intellektuellen Möglichkeiten der TeilnehmerInnen. Die Strukturierung der Arbeit folgt dem Psychodramatischen Phasenmodell (Erwärmung, themenzentrierte Arbeit und Integration). Zur Erwärmung und Energetisierung nutzen wir unterschiedliche Bewegungs- und Tanzspiele, sowie Imaginationsübungen. In der Arbeit mit den Kindern verwenden wir zusätzlich spieltherapeutische Techniken.

    Neben der Gruppenarbeit bieten wir bei Bedarf auch Einzelgespräche für Kinder oder Frauen an. Die gemeinsam verbrachte Zeit am Strand oder am Abend gibt außerdem die Möglichkeit der direkten Intervention z.B. in Konflikt-Situationen zwischen Müttern und Kindern bzw. unter den Kindern.

    Fortsetzung im naechsten Blog

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    G. Mueller (Project Manager), written 6 months ago

    G. Mueller

    Ziele und Konzept der Erholungsaufenthalte

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    hier nun die zweite Fortsetzung des ausfuehrlichen Berichts ueber die 'Glueckstage 2011':

     

    Ziele des therapeutischen Erholungsaufenthalts:

    ·       Verbesserung der psychischen und physischen Gesundheit der Kinder und Mütter

    ·       Psychische Entlastung der Mütter, auch um ihre Kapazität für den Umgang mit den Kindern zu erhöhen

    ·       Stärkung und Stabilisierung, Förderung des Selbstwertgefühls und der Coping-Strategien bei Kindern und Frauen

    ·       Psycho-Edukationen zum besseren Verständnis der eigenen Symptome / Reaktionen und zur Verbesserung der Lebensqualität der Familien

    ·       Förderung der Beziehung zwischen Müttern und Kindern und der Erziehungskompetenz der Mütter; Ermöglichen von neuen, positiven Erfahrungen miteinander

    ·       Unterstützung bei der Lösung aktueller Probleme

    ·       Förderung der Kommunikation und Konfliktfähigkeit

    ·       Vernetzung der Frauen und der Kinder untereinander als soziale Ressource in ihrem Alltag zu Hause.

    ·       Frauen und Kindern, die von sich aus keine therapeutische Hilfe suchen würden, die Gelegenheit zu bieten, durch ein attraktives niedrigschwelliges Angebot (Erholung am Meer) die therapeutische Arbeit kennenzulernen, und die Motivation zur weiteren Nutzung von therapeutischen Angeboten im Projekt SEKA zu wecken.

     

    Konzept des SEKA-Hauses und der SEKA-Erholungsaufenthalte

    Eine der wichtigsten Grundlagen unserer Arbeit ist das Konzept des SEKA-Hauses:

    SEKA ist nicht nur ein Erholungs-, Therapie- und Bildungshaus für Frauen und Kinder, sondern ein Frauenfriedensprojekt und ein Projekt, das sich tatkräftig für Menschenrechte von Frauen und Kindern und für eine Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Kindern einsetzt, insbesondere für das Recht auf ein Leben ohne Gewalt.

    Dies bedeutet für die konkrete Arbeit mit den Gruppen:

    Das SEKA-Haus (bzw. der Raum, in der die SEKA-Arbeit stattfindet) ist ein sicherer Ort - gerade für die Frauen und Kinder, die (zum Teil extreme) Gewalt erlebt haben. Im SEKA-Haus gibt es keine Gewalt - das vermitteln wir den Frauen und Kindern gleich in der Gesprächsrunde am ersten Abend. Bei etwaigen Übergriffen von Frauen gegenüber ihren Kindern, oder von älteren Kindern gegenüber jüngeren, greifen wir beruhigend aber klar ein. An die Intervention schließt sich dann später ein Gespräch mit der Mutter, dem älteren Kind, bzw. mit beiden oder schliesslich allen Kindern an.

    SEKA ist ein offenes Haus und ein Haus der Verständigung und des Friedens.

    Wir machen ebenfalls von Anfang an deutlich, dass SEKA ein Ort für alle Frauen und Kinder ist - gleichgültig welcher Bevölkerungsgruppe, welcher Religion sie angehören bzw. wie sie leben. Allen begegnen wir hier mit liebvoller Anteilnahme, Achtung, Offenheit und Wertschätzung. Allerdings erwarten wir die Bereitschaft zum gegenseitigen Respekt auch von unseren BesucherInnen.

    Das heißt: in SEKA ist Platz für alle Erfahrungen und Erlebnisse, aber nicht für Bewertungen und Verallgemeinerungen.

    Frauen und Kinder finden Unterstützung, ihre Erlebnisse, Gefühle, Ängste, Träume und Wünsche auszudrücken und sie lernen, die Unterschiedlichkeit von Erfahrungen und Gefühlen anzuerkennen, oder aber auch, sich in den Erfahrungen der anderen wiederzuerkennen.

    Manchmal erfahren Frauen und Kinder zum ersten Mal in ihrem Leben, dass jemand ihren Schmerz und das erfahrene Leid anerkennt. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Verarbeitung von Traumata und für die Heilung seelischer Wunden.

    SEKA ist ein Ort der Frauen-Solidarität: Das Projekt ist entstanden aus der Solidarität und durch die aktive Hilfe vieler Frauen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern für Frauen und Kinder, die Krieg und Gewalt im ehemaligen Jugoslawien überlebt haben.

    Die Solidarität zwischen Frauen zu stärken, gegenseitiges Verständnis, gegenseitige Unterstützung und Ermutigung, den Erfahrungsaustausch und das Lernen von einander zu fördern, ist daher ebenfalls eines der wichtigsten Ziele unserer Arbeit.

    SEKA ist ein Ort der Frauen-Stärke: In SEKA unterstützen wir Frauen und Kinder (und hier besonders die Mädchen), sich ihrer Stärken und Fähigkeiten einerseits, sowie ihrer Rechte andererseits bewußt zu werden. Wir stärken Mädchen und Frauen in ihrem Selbstbewußtsein, ihrer Kritikfähigkeit und ihrem Durchsetzungsvermögen. Wir unterstützen sie, sich aus Abhängigkeiten zu befreien und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

    Wir fördern sie darin, sich zusätzliche Fähigkeiten anzueignen. Wir ermutigen sie, sich aktiv in Gesellschaft und Politik einzumischen, um die gesellschaftlichen Bedingungen für Frauen und Kinder zu verbessern und zu einer Demokratisierung der Gesellschaft beizutragen.

    Diese wichtigsten Grundlagen für unsere Projektarbeit prägen die Atmosphäre des SEKA-Hauses und auch die Zusammenarbeit im SEKA-Team. Und sie geben die grundsätzliche Richtung vor in der Arbeit mit den Gruppen während der Erholungsaufenthalte.

    Doch noch ein anderes wichtiges Medium ist für den Erfolg der SEKA-Erholungsaufenthalte von unverzichtbarer Bedeutung: das Meer und die Schönheit der Adria.

    Fortsetzung im naechsten Blog...

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 6 months ago

    G. Mueller

    Bericht ueber 'Glueckstage 2011', 1.Teil

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    hier kommt nun endlich der erste Teil des ausfuehrlichen Berichts ueber den therapeutischen Erholungsaufenthalt in diesem Sommer. Ich hoffe, er gibt Ihnen einen guten Einblick in die Arbeit mit der Gruppe. In den naechsten Tagen werden wir dann die Fortsetzung in weiteren Blogs veroeffentlichen.

    Wir freuen uns ueber Rueckmeldungen und beantworten gerne Ihre Fragen.

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

     

     

    Traumatherapeutischer Erholungsaufenthalt

    Mütter und Kinder

    im Sommer 2011 in Neum / Adria

     

    Überblick:

    Im Sommer 2011 konnten wir einen weiteren therapeutischen Erholungsaufenthalt am Meer für eine Gruppe von 21 traumatisierten Kindern und Müttern aus dem ostbosnischen Kanton Gorazde durchführen. Der Erholungsaufenthalt fand in der Zeit vom 20. Juni bis zum 01. Juli 2011 in Neum an der Adria statt.

    Die Durchführung des therapeutischen Erholungsaufenthalts war in diesem Jahr möglich durch den großzügigen Zuschuss der Stiftung ‚Sternstunden – Wir helfen Kindern’ des Bayerischen Rundfunks, München, sowie durch viele kleinere und mittlere Spendenbeträgen, die durch die SEKA-Kampagne 2011: „Schenken Sie Glückstage“ und über die Betterplace-Spendenplattform gesammelt werden konnten.

    Im Namen der Frauen und Kinder danken wir allen Geldgebern und SpenderInnen sehr herzlich.

     

    Zusammensetzung der Gruppe:

    Die Auswahl der Frauen und Kinder trafen wir – wie schon in den Jahren zuvor – in Zusammenarbeit mit der Sozialarbeiterin und der Psychologin des Zentrums für psychische Gesundheit in Gorazde, dem Sozialarbeiter des Veteranenprojekts ‚Svjetlost Drine’ in Gorazde und mit der Sozialarbeiterin des Projekts 'Die Familie stärken' des SOS-Kinderdorf-Kindergartens in Gorazde, das mit Familien in Krisensituationen arbeitet. Die Gruppe für den therapeutischen Erholungsaufenthalt setzte sich in diesem Jahr zusammen aus 9 Müttern mit 12 Kindern im Alter zwischen 8 und 16 Jahren (davon 6 Mädchen und 6 Jungen). Wir erhöhten die Gruppengröße in diesem Jahr auf 21 Personen, da sich im Vorbereitungsgespräch mit einer der Mütter zeigte, dass es wichtig wäre, auch ihre ältere Tochter mit einzubeziehen, obwohl diese bereits 16 Jahre alt wurde und eigentlich für die Kindergruppe schon zu alt war. Die ältere Tochter war in besonderem Maße traumatisiert durch den Suizid des Vaters vor sechs Jahren. Es zeigte sich während der Gruppenarbeit, dass diese Entscheidung richtig gewesen war, da das Mädchen sich auf die jüngeren Kinder gut einlassen konnte und sehr von der Gruppenarbeit profitierte.  

     

    Alle Familien leben unter schwersten ökonomischen Bedingungen – die meisten von ihnen weit unter dem (bosnischen) Existenzminimum. Der Kampf ums tägliche materielle Überleben prägt sehr stark ihren Alltag.

    Alle Mütter haben den Krieg in Bosnien überlebt und sind mehrfach traumatisiert durch Kriegserlebnisse (traumatische Verluste des Ehemanns oder anderer naher Personen; Einnahme des Dorfes, Vertreibung und Flucht, ständige Todesbedrohung; extreme Hungersnot u.ä). Zwei Frauen waren während des Krieges an der Front zur Verteidigung der Enklave Gorazde eingesetzt (eine als Hilfsschwester, die andere als aktive Verteidigerin) und erlebten eine Unzahl schwerst-traumatischer Situationen. Eine weitere Frau war als humanitäre Helferin zur Versorgung von Flüchtlingen und oft schwer traumatisierten Vertriebenen eingesetzt. Durch das Leid und die Geschichten der Überlebenden wurde sie selbst zusätzlich sekundär traumatisiert. Sechs der neun Frauen erlebten auch nach dem Krieg traumatische Situationen (psychische Erkrankung und Suizid des Ehemanns; Gewalt durch den Ehemann und / oder durch die Familie des Mannes). Zwei der Frauen haben sich aufgrund massiver Gewalttätigkeit vom Ehemann getrennt. Zwei andere sind verwitwet. Die Mehrzahl der Frauen hat außerdem gesundheitliche Probleme. Eine Frau entwickelte als Folge einer schweren Traumatisierung eine Psychose – die aber durch medikamentöse Behandlung stabilisiert ist. Die Kinder haben – außer der ältesten, die im letzten Kriegsjahr geboren wurde – zwar den Krieg nicht mehr selbst erlebt, sind aber stark betroffen von den Traumata der Eltern. Vier der Kinder wurden außerdem selbst Opfer durch Gewalt in der Familie. Auch mehrere der Väter sind schwer kriegstraumatisiert.

    Zum besseren Verständnis der Erfahrungen der Mütter / Eltern während des Krieges füge ich hier eine kurze Hintergrundinformation über Gorazde ein.

    Hintergrund: Der Kanton Gorazde während des Krieges und heute:

    Gorazde – vor dem Krieg eine idyllisch an dem Fluss Drina gelegene Kleinstadt mit mehrheitlich bosniakischer Bevölkerung – hat neben Srebrenica und Zepa während des Krieges eine traurige und schreckliche Berühmtheit erlangt – als „Schutzzone, die nicht geschützt wurde“. Seit Anfang des Krieges im Frühjahr 1992 war Gorazde, als überwiegend muslimische Enklave im von den serbischen Nationalisten dominierten Teil Bosniens („Republika Srpska“) eingekesselt und erlebte – wie Srebrenica – dreieinhalb  Jahre ständige heftige Granatierung, Sniperbeschuss und eine furchtbare Hungersnot. Tausende Flüchtlinge aus den verbrannten Dörfern und Kleinstädten der Umgebung suchten – schwer traumatisiert – Schutz in der kleinen Gorazder Enklave, die schon die eigene Bevölkerung nicht ernähren konnte.

    Die Menschen in Gorazde lebten in der ständigen Angst, von den Karadzic-Truppen und Einheiten aus Serbien überrollt zu werden. Was das bedeutet hätte, wussten sie aus den Berichten der Flüchtlinge und Überlebenden der Massaker und der Folter- und Vergewaltigungs-Lager aus Visegrad, Foca und anderen ostbosnischen Städten, die bereits 1992 zunächst von der Jugoslawischen Volksarmee besetzt und dann von den serbischen Freischärlern übernommen worden waren. Vergewaltigungen an Frauen und Mädchen wurden auch in diesem Krieg systematisch eingesetzt, um den Gegner zu demoralisieren und psychisch zu vernichten.

     

    Im Sommer 1995 gab es schließlich Bestrebungen der internationalen Gemeinschaft (USA und EU) wie auch der damaligen bosnischen Regierung, Gorazde ebenso zu „opfern“ wie Srebrenica und Zepa, da sich Bosnien dann hätte „leichter aufteilen lassen“. Die bosniakische Enklave im serbisch dominierten Gebiet sollte den Serben zugeschlagen werden. Nur aufgrund der weltweiten Empörung über den Fall von Srebrenica und die Untätigkeit der UN-Truppen dort entschieden die europäischen und amerikanischen Verhandler schließlich, dass die Enklave Gorazde als Gebiet der kroatisch-bosniakischen Föderation innerhalb Bosnien-Herzegowinas erhalten und durch eine geschützte Straße mit dem übrigen Gebiet der Föderation verbunden bleiben solle. Dies rettete die Menschen in der Enklave (die verbliebene Bevölkerung sowie eine große Zahl an Flüchtlingen) knapp davor, dasselbe Schicksal wie die Menschen in Srebrenica (Eroberung, Vertreibung und Massaker) zu erleiden.

    Heute – 15 Jahre nach Kriegsende – ist die Situation in Gorazde noch immer äußerst schwierig. Zwar wurde der größte Teil der Häuser wieder aufgebaut, die wirtschaftliche Situation ist jedoch nach wie vor sehr kritisch. Die Arbeitslosenrate liegt noch immer zwischen 30 und 40 %. Für den größten Teil der Bevölkerung haben sich die anfänglichen Nachkriegshoffnungen nicht erfüllt – sondern im Gegenteil einer tiefen Resignation und Verzweiflung Platz gemacht (s. auch ausführlicher Hintergrundbericht auf der SEKA-Homepage: http://www.seka-hh.de/journal_12/gorazde.htm ).

    Dazu kommt, dass im Kanton Gorazde die gesamte Bevölkerung mehr oder weniger stark kriegstraumatisiert ist, es aber bis zur Eröffnung des Projekts SEKA in Gorazde keinerlei psychotherapeutische Hilfe gab. Die schlecht ausgestatteten lokalen Gesundheitsdienste sind überfordert von dem Ausmaß an Problemen, insbesondere bzgl. der psychischen und sozialen Langzeitfolgen der Traumata der Menschen. Es werden nur die gravierendsten Fälle von PTBS (Posttraumatischer Belastungsstörung) sowie psychische Krankheiten ausschliesslich mit Medikamenten behandelt. Es mangelt an Fachpersonal. Die wenigen Mitarbeiterinnen der Gesundheits- und Sozialdienste sind in der Regel selbst traumatisiert und ausgebrannt.

    Aus diesem Grund hatten wir uns entschieden, das Projekt Kuca SEKA im Sommer 2007 von der Adria-Insel Brac (Kroatien)nach Gorazde umzusiedeln, um hier insbesondere den Frauen und Kindern der lokalen Bevölkerung psychotherapeutische und psycho-edukative Hilfe anzubieten. Bei Bedarf werden auch die Männer / Väter in die Arbeit mit einbezogen – in Zusammenarbeit mit dem Veteranenklub „Svjetlost Drine“ (=“Licht der Drina“), dessen Aufbau SEKA mit initiiert hat und dessen Arbeit wir weiter durch psycho-edukative Seminare, sowie Angebote von Traumatherapie, Supervision und Beratung begleiten.

    Amina Vrana, Nurka Babovic, Amela Drincic, Vera Dacic und Gabriele Mueller

    Fortsetzung im naechsten Blog

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    G. Mueller (Project Manager), written 7 months ago

    G. Mueller

    Und noch einige Fotos von den 'Glueckstagen 2011'

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    nun bin ich endlich dazugekommen, noch einige Fotos von der Gruppenarbeit mit den Kindern einzustellen. Ich wuensche Ihnen viel Freude beim Anschauen!

    Auch der Bericht ist nun auf Deutsch fertiggestellt und ich werde ihn in den naechsten Blogs in Folge veroeffentlichen.

    Nochmals allen SpenderInnen vielen Dank!

    Ihnen allen wuensche ich eine schoene Woche!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 7 months ago

    G. Mueller

    Neue Fotos von der Gruppenarbeit mit den Kindern

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    eben habe ich weitere Fotos vom therapeutischen Erholungsaufenthalt eingestellt: von der Gruppenarbeit mit den Kindern. Sobald ich Zeit habe werde ich noch mehr einstellen. Heute werde ich auch wieder weiter am Bericht arbeiten. Sobald er fertig ist, werden Sie ihn hier lesen koennen.

    Viel Freude mit den Fotos!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 7 months ago

    G. Mueller

    Erinnerungsfotos fuer alle Kinder und Muetter finanziert!

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    heute morgen traute ich meinen Augen kaum, als ich entdeckte, dass unser letzte Bedarf 'Erinnerungsfotos fuer Muetter und Kinder' komplett erfuellt wurde! das ist wunderbar! Wir danken einer unserer treuesten Unterstuetzerinnen sehr herzlich!

    Am Freitag fand gegen abend nun unsere Foto-Ausstellung statt - und damit das erste Nachtreffen der Gruppe. Leider konnte ich selbst nicht dabei sein, aber meine Kolleginnen berichteten mir, dass Kinder und Muetter sich sehr ueber das Wiedersehen freuten. Unsere Kolleginnen Amina V. und Amela D. hatten die besten Fotos der Kinder ausgewaehlt, nachbestellt, liebevoll auf Panneaus geklebt und schliesslich jedes Bild mit einem lustigen Kommentar versehen. Nun stellten sie die jeweiligen Panneaus vor. Jedes Kind bekam Applaus und dann seine Negative und ein Album mit seinen selbstgemachten Fotos ausgehaendigt. Stolz zeigten sie ihren Muettern und sich gegenseitig ihre Fotos in den Alben.

    Dann bekamen jedes Kind und jede Mutter ein Album mit ausgewaehlten Fotos, die die Kolleginnen waehrend des Erholungsaufenthalts aufgenommen hatten: von der Gruppenarbeit, von Strand und Meer, von der Bootsfahrt und anderen Unternehmungen. (Diese Fotos sind nun auch finanziert! s.o.) Fuer jedes Kind und jede Frau hatten die Kolleginnen individuell die schoensten Fotos ausgewaehlt. Kinder und Muetter waren daher total begeistert. Gemeinsam schauten sie ihre Fotos an, erinnerten sich an vielerlei Begebenheiten in Neum. "Schau mal, da haben wir doch dieses witzige Spiel gemacht..." und "Wisst ihr noch, als ihr mir das Schwimmen beigebracht habt..." erinnerten sie sich unter froehlichem Gelaechter.

    Anschliessend sass die Gruppe noch gemuetlich zusammen und liess die Ereignisse am Meer Revue passieren. Es zeigte sich, dass alle Kinder und die meisten Frauen sehr an einer Fortfuehrung der Gruppenarbeit interessiert waren; einige der Frauen entschlossen sich, zu therapeutischen Einzelterminen zu kommen. Wir planen, mit der Gruppenarbeit im September zu beginnen (nach dem Sommerurlaub). 

    Demnaechst werde ich weiter Fotos von den 'Glueckstagen' einstellen. Ausserdem bin ich dabei, die Berichte der Kolleginnen ins Deutsche zu uebersetzen und zusammenzufassen. Selbstverstaendlich werde ich den endgueltigen Bericht in Fortsetzungsblogs auch hier einstellen.

    Ich wuensche Ihnen nun allen einen schoenen Sonntag!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

    Please log in to comment.

    G. Mueller (Project Manager), written 7 months ago

    G. Mueller

    Die Foto-Ausstellung der Kinder ist finanziert!

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    gestern konnte mit einer weiteren Spende der Bedarf 'Foto-Ausstellung' (mit den besten Fotos der Kinder vom Foto-Workshop in Neum) vollends erfuellt werden. Ich kann nicht genau sehen, wer der/ die SpenderIn war. Evtl. noch einmal Peter Rohrbach - oder ein/e anonymeR SpenderIn? Auf jeden Fall ein ganz herzliches Dankeschoen!

    Heute gegen Abend wird die Ausstellung stattfinden. Kinder und Muetter freuen sich sehr darauf, sich wiederzusehen!

    Wir freuen uns ueber Spenden fuer die Finanzierung der kleinen Alben mit Erinnerungsfotos fuer jedes Kind und jede Frau.

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 7 months ago

    G. Mueller

    Erinnerungsfotos als Ressource

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    nach meiner Rueckkehr aus Belgrad, wo ich ein letztes Fortbildungsseminar mit dem Team der dortigen 'Frauenberatungsstelle gegen Gewalt' geleitet hatte, hat mich in Gorazde - wie immer - ein Berg Arbeit erwartet. Daher komme ich erst jetzt dazu, mich hier fuer die Spende unseres langjaehrigen Unterstuetzers Peter Rohrbach zu bedanken. Mit seiner Hilfe sind die Kosten fuer die Ausstellung der besten Fotos der Kinder vom Foto-Workshop in Neum schon zur Haelfte finanziert. Vielen Dank, Peter!

    Jedes Kind und jede Frau der Gruppe bekommt von uns ausserdem ein Album mit Erinnerungsfotos, die wir waehrend des Erholungsaufenthalts gemacht haben (Fotos von der Gruppenarbeit, vom Strand, von Unternehmungen etc.). Ueber die Jahre hat es sich gezeigt, dass diese Erinnerungsfotos fuer Frauen und Kinder von grosser Bedeutung sind: Sie erleben sie als eine wichtige Ressource. Kinder und Muetter nutzen die Fotos, um sich an ihre Erlebnisse waehrend der 'Glueckstage' zu erinnern und aus ihnen Kraft, Mut und Zuversicht zu ziehen. Sie nutzen sie, um sich selbst zu beruhigen und um sich an die Themen der Gruppenarbeit zu erinnern.

    Eine Teilnehmerin des Erholungsaufenthalts 2010 sagte uns: "Wenn ich deprimiert bin und nicht weiss, wie es weitergehen soll, dann nehme ich das Album, schaue die Fotos von Neum an - und sofort geht es mir besser. Ich werde ruhiger, rede mir selbst gut zu und erinnere mich, dass ich schon viele schwere Situationen in meinem Leben bewaeltigt habe. Ich atme tief und ueberlege in Ruhe, was ich tun kann. Und als letzte Sicherheit weiss ich, dass ich zu Euch ins SEKA-Haus kommen kann und dort immer Verstaendnis und Unterstuetzung finde. Das beduetet fuer mich einen grossen Rueckhalt. Oft finde ich dann auch alleine eine Loesung..."

    Auch die Kinder erzaehlen uns, wie oft sie die Fotos anschauen: "Wenn ich traurig bin," sagte uns die 9jaehrige Adisa, "dann hole ich das Album und schaue die Fotos an; und dann geht es mir gleich besser. Wenn ich ein Problem habe, dann erinnere ich mich an die Gruppenstunden und was wir da gelernt haben. Wie wir Probleme oder Konflikte loesen koennen. Das hilft mir sehr. Und natuerlich freue ich mich auf jedes Treffen im SEKA-Haus. Da kann ich ueber alles sprechen und ich weiss, dass ihr mich versteht!"

    Wir freuen uns, wenn sie uns helfen, die Fotos fuer die Gruppe in diesem Sommer zu finanzieren.

    Ihnen allen einen schoenen Tag!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 7 months ago

    G. Mueller

    Weitere Fotos von den 'Glueckstagen 2011'

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    nun habe ich noch weitere Fotos vom therapeutischen Erholungsaufenthalt im Juni eingestellt. Diesmal von abendlichen Strandspaziergaengen, die die Kinder liebten und der Bootsfahrt an der Kueste entlang, die auch dieses Jahr wieder zu den Ueberraschungen fuer die Gruppe gehoerte. Jedes der Kinder durfte mal ans Steuer und mit Hilfe des Kapitaens das Boot eine Weile lenken.

    Demnaechst gibt es noch mehr Fotos - von der therapeutischen Gruppenarbeit. Die muss ich aber erst noch auswaehlen und ein wenig bearbeiten. Heute bin ich dabei, mein Seminar in Belgrad mit den Frauen der 'Frauenberatungsstelle gegen Gewalt' vorzubereiten. Es geht um die Beratungsarbeit mit Opfern von - insbesondere sexualisierter - Gewalt. Es ist das vierte und letzte dreitaegige Seminar einer Fortbildungsreihe.

    Morgen frueh werde ich dann mit dem Bus nach Belgrad fahren und am kommenden Montag wieder ueber Sarajevo zurueckreisen. Dann werde ich - wie ich hoffe - die Berichte meiner Kolleginnen ueber die Arbeit mit den Kindern und Muettern in Neum bekommen und kann sie uebersetzen und zusammenfassen.

    Natuerlich werde ich den Bericht in Fortsetzungsblogs auch hier veroeffentlichen.

    Bis naechste Woche...

    herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 7 months ago

    G. Mueller

    Die ersten Fotos der 'Glueckstage 2011'!

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    heute habe ich es geschafft, die Fotos des letztjaehrigen Erholungsaufenthalts rauszunehmen und die ersten neuen Fotos einzustellen! Bisher sind es Fotos vom Meer. Die uebrigen Fotos - insbesondere von der Gruppenarbeit mit Kindern und mit Muettern werde ich einstellen, sobald ich sie ein wenig verarbeitet und insbesondere verkleinert habe (damit sie sich besser hochladen lassen).

    In ca. zwei Wochen werden wir eine kleine Ausstellung im SEKA-Haus organisieren - mit den besten Fotos der Kinder aus dem Foto-Workshop waehrend des Erholungsaufenthalts. Kinder und Muetter werden ausserdem Albums mit den schoensten Fotos des Erholungsaufenthalts bekommen - zur Erinnerung. Diesbezueglich habe ich noch zwei Bedarfe eingestellt.

    Dies wird gleichzeitig ein erstes Nachtreffen fuer die Gruppe sein.

    Viel Spass mit den Fotos!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 8 months ago

    G. Mueller

    12 wunderbare Glueckstage!

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    gestern ist der therapeutische Erholungsaufenthalt in Neum, dem einzigen bosnischen Ort an der Adria, fuer 21 Kinder und Muetter aus dem Kanton Gorazde zu Ende gegangen. Diesmal hatten wir grosses Glueck mit dem Wetter: ausser am 11. Tag, an dem es gegen Abend ein wenig regnete, strahlte jeden Tag die Sonne und es war richtiges Badewetter.

    Als Koordinatorin Esma D. und ich am Donnerstag wieder in Neum ankamen, um den letzten Abend mit der Gruppe zu verbringen, empfing uns eine eine voellig veraenderte Gruppe: braungebrannt, entspannt und froehlich. Sowohl die Gruppenarbeit als auch das taegliche Zusammensein am Strand, Spaziergaenge, Unternehmungen und die gemeinsamen Abende haben Frauen und Kinder sehr zusammenwachsen lassen.

    Am letzten Abend feierten wir dann alle gemeinsam das Abschiedsfest, fuer das die Kinder auch in diesem Jahr ein Programm zusammengestellt hatten: Lieder, Taenze und Sketche. Das machten sie grossartig und sehr witzig, so dass wir alle uns koestlich amuesierten.

    Natuerlich haben wir auch fotografiert. Sobald wir die Fotos ein wenig sortiert und verarbeitet haben, werden wir selbstverstaendlich eine Auswahl auch hier veroeffentlichen.

    Sobald ich dann die Berichte von den Kolleginnen habe, werde ich sie uebersetzen und - wie in jedem Jahr - hier als Blogs einstellen.

    Im Namen der Kinder und Muetter moechte ich mich nochmals ganz herzlich bei all denen bedanken, die auch in diesem Jahr mitgeholfen haben, die zwoelf 'Glueckstage' zu finanzieren.

    Ihnen allen ein schoenes Wochenende!

    herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 8 months ago

    G. Mueller

    Glueckstage mit Sonne!

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    letzte Woche hatte ich therapeutisches Seminar im Veteranenprojekt und bin nicht zum Schreiben von Blogs gekommen.

    Heute ist nun schon der 8. Tag des therapeutischen Erholungsaufenthalts. Dieses Jahr haben wir richtig Glueck mit dem Wetter: Bisher schien jeden Tag die Sonne und es ist warm oder sogar richtig heiss - das heisst: richtiges Badewetter. Taeglich telefoniere ich mit den Kolleginnen. Alles laeuft prima. Kinder und Muetter geniessen Strand und Meer. Auf die taegliche Gruppenarbeit haben sich Frauen wie Kinder gut einlassen koennen.

    Am Donnerstag fahren Esma und ich dann auch wieder nach Neum, um den letzten Abend und den letzten Tag noch mit der Gruppe zu verbringen und dann die Ausstattung und Materialien der Gruppenraeume wieder einzupacken und zurueck ins Projekthaus nach Gorazde zu bringen. Die Gruppe wird am Donnerstag-Spaetnachmittag wieder vom Bus abgeholt und spaet abends wieder in Gorazde eintreffen.

    Nach Abschluss der 'Glueckstage' - wenn ich die detaillierten Berichte der Kolleginnen bekomme - werde ich ausfuehrlich ueber die Arbeit mit Kindern und Muettern berichten.

    Ihnen allen eine schoene Woche!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 8 months ago

    G. Mueller

    Am Montag geht es fruehmorgens los!

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    eben hatten wir das zweite Vorbereitungstreffen fuer den therapeutischen Erholungsaufenthalt - in parallelen Gruppen mit den Muettern und den Kindern. Es war eine gute Stimmung, die Kinder noch etwas schuechtern, die Muetter haben sich durch das erste Treffen schon etwas besser kennengelernt. Aufregung und Vorfreude waren deutlich zu spueren."Noch 4 x schlafen!" erklaerte der juengste mit glaenzenden Augen und roten Backen.

    Alle Einkaeufe sind gemacht, die Ausstattung und die Materialien sowie das therapeutische Spielzeug sind in Kisten und Saecke verpackt. Am Sonntag werden wir (Esma und ich) dann alles in den Kleinbus packen und die Sachen nach Neum bringen.

    Am Montag frueh um 6 Uhr geht dann die Reise fuer die Gruppe mit dem Bus nach Neum, den einzigen bosnischen Ort an der Adria.

    Derzeit sind die Wetterprognosen gut. Druecken Sie uns die Daumen, dass das so bleibt.

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written 8 months ago

    G. Mueller

    Vorbereitungen fuer die 'Glueckstage' im Endspurt!

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeeserInnen,

    diese Woche sind wir nun  - neben der regelmaessigen Projektarbeit - im Endspurt mit den Vorbereitungen fuer den therapeutischen Erholungsaufenthalt in Neum an der Adria:

    Die Zusammensetzung der Gruppe steht nun endgueltig fest: Es ist noch ein Kind dazugekommen - wir haben nun eine Gruppe von 21 Personen ( 12 Kinder und 9 Muetter). Die Kinder sind im Alter zwischen 8 und 14 Jahren. Mit allen Muettern fanden zuerst Einzelgspraeche statt. Letzten Donnerstag lernten sich dann die Frauen bei einem ersten Vorbereitungstreffen kennen, auf dem wir alle wichtigen Fragen bzgl. der Fahrt, der Unterbringung und der taeglichen Struktur des Erholungsaufenthalts besprachen. Die Muetter bekamen eine Liste mit Dingen, die sie fuer sich und die Kinder benoetigen. Aufgrund der schwierigen oekonomischen Situation der Familien helfen wir den Muettern auch in diesem Jahr mit einer Finanzhilfe fuer den Kauf von Badeanzuegen / -hosen, Strandsandalen und aehnlichem. Den Sonnenschutz, Schwimmfluegel und -ringe, Sonnenschirme und anderen Bedarf wird SEKA ohnehin zur Verfuegung stellen.

    Am Sonntag, den 19.06. werden Koordinatorin Esma Drkenda und ich selbst wieder - wie auch schon in den letzten Jahren - die Ausstattung fuer die Therapieraeume und die gesamten Materialien mit dem Kleinbus nach Neum bringen und die Gruppenraeume fuer die Frauengruppe und die Kindergruppe, sowie ein 'Wohnzimmer'  vorbereiten. In den Schlafraeumen der Frauen und Kinder werden wir ebenfalls wieder Kuscheltiere, Puppen und andere Spielsachen verteilen und Namensschilder mit 'Herzlich willkommen' an den Zimmertueren anbringen. Mit den Pensionsinhabern, der Familie Babic, werden wir die letzten organisatorischen Fragen besprechen (wir sind  allerdings bereits ein eingespieltes Team - es ist bereits der 5. Erholungsaufenthalt in dieser Pension).

    Und dann, am Vormittag des 20.06. wird die Gruppe ankommen, die fruehmorgens mit dem Bus aus Gorazde gestartet ist. Wir werden sie in Empfang nehmen und dann den Kolleginnen uebergeben: Amina Vrana und Amela Drincic werden in diesem Jahr wieder mit den Kindern arbeiten, Nurka Babovic und Vera Dacic mit den Frauen.

    Nun muessen Sie uns nur noch die Daumen halten, dass das Wetter uns in diesem Jahr nicht im Stich laesst! Aber auch fuer Regentage haben wir wieder 'einen Plan B' vorbereitet.

    Bis demnaechst!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 9 months ago

    G. Mueller

    Hurra!!! Wir haben es geschafft!

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    es ist wunderbar: eben erreicht mich die Nachricht weiterer Direktspenden an SEKA-Hamburg fuer den therapeutischen Erholungsaufenthalt in diesem Sommer. Damit sind die 'Glueckstage' vollkommen finanziert. Ja, wir haben sogar noch 120 € zusaetzlich - fuer unvorhergesehene Kosten. Das ist einfach grossartig!

    Wir sind intensiv beim Vorbereiten - neben unserer alltaeglichen therapeutischen Arbeit. Mit sieben Muettern haben wir bereits gesprochen. Sie sind uebergluecklich - und die Kinder erst recht! Demnaechst werde ich ausfuehrlicher berichten. Heute weiss ich nicht, wo mir der Kopf steht. Deswegen will ich Sie alle nur mal eben diese tolle Nachricht wissen lassen!

    Ein ganz grosses Dankeschoen an alle, die mitgeholfen haben, die 12 'Glueckstage am Meer' auch in diesem Jahr fuer 20 Kinder und Muetter wahr werden zu lassen.

    Bald mehr...

    Liebe Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 9 months ago

    G. Mueller

    Nur noch 20 € noetig!

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe UnterstuetzerInnen,

    das ist wunderbar: nachdem wir noch eine (anonyme) Spende bekommen haben, hat sich der noch offene Betrag des letzten Bedarfs auf nur noch 20 € verringert. Herzlichen Dank an den/ die SpenderIn!

    Diese Woche fuehren wir noch einige Gespraeche mit einzelnen Muettern und hoffen, dass dann naechste Woche die Zusammensetzung der Gruppe endgueltig feststeht.

    Es waere toll, wenn wir bis dahin die Finanzierung endgueltig geschafft haetten!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 9 months ago

    G. Mueller

    Letzter Endspurt fuer die 'Glueckstage'

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    es ist einfach grossartig: nur 30 € sind jetzt noch offen bzgl. der Gesamtfinanzierung des therapeutischen Erholungsaufenthalts am Meer - fuer 20 Kinder und Muetter, die durch Krieg und Gewalt traumatisiert sind. Dies verdanken wir der neuesten grosszuegigen Spende unseres treuen Freundes Christoph H., der die 'Glueckstage' sowohl in diesem als auch in den vergangenen Jahren immer wieder kraeftig unterstuetzt hat. Wir danken ihm ganz herzlich dafuer.

    Diese Woche gingen die Vorbereitungsarbeiten fuer den Erholungsaufenthalt - neben unserer regelmaessigen therapeutischen Arbeit - in die letzte Phase. Meine Kolleginnen sprachen mit den meisten Muettern der Kinder, die wir fuer die 'Glueckstage' vorgesehen haben. Die Muetter waren uebergluecklich ueber diese Moeglichkeit. Allerdings muss noch vieles geklaert werden. Manche der Familien haben  Landwirtschaft und in die zweite Junihaelfte faellt die Heuernte. Es muss geklaert werden, wer da einspringen kann. Einige der Frauen pflegen schwer kranke bzw. alte Familienmitglieder. Auch hier muss geklaert werden, wer fuer sie die Pflege uebernehmen kann.

    Bis Ende Mai wird die Zusammensetzung der Gruppe dann endgueltig feststehen.

    Ihnen allen wuensche ich ein schoenes Wochenende!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

     

     

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    G. Mueller (Project Manager), written 9 months ago

    G. Mueller

    Wunderbar: Nur noch 192 € bis zum Ziel!!!

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    es ist wunderbar, heute habe ich die letzten Kontoauszuege bekommen: durch unsere Kampagne "Schenken Sie Glueckstage" sind noch einige Spenden eingegangen. Diese habe ich soeben hier eingetragen. Nun fehlen zur Gesamtfinanzierung des therapeutischen Erholungsaufenthalts fuer 20 Kinder und Muetter nur noch 192 €. Wir sind wirklich fast am Ziel und freuen uns natuerlich, wenn wir dieses bald erreichen!

    Diese Woche finden erste Gespraeche mit den potentiellen Teilnehmerinnen (den Muettern) statt.

    Bis Ende Mai wird die Gruppe dann endgueltig zusammengestellt. Anfang Juni werden wir dann - wie in jedem Jahr - zwei Vorbereitungstreffen mit der Gruppe durchfuehren, einmal mit den Muettern und ein zweites Mal mit Muettern und Kindern parallel.

    Demnaechst berichte ich Ihnen weiter.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written 10 months ago

    G. Mueller

    Weitere Direktspenden...

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    heute freuen wir uns ueber weitere Direktspenden durch unsere Postkartenkampagne. Durch sie reduziert sich der noch offene Betrag auf 470 €. Zur Zeit planen meine Kolleginnen die Arbeit mit der Kindergruppe und bereiten schon einige der Materialien vor. Allerdings ist die Zusammensetzung der Gruppe noch nicht voellig geklaert. Die endgueltige Abstimmung des Programms fuer die Kinder wie fuer die Muetter werden wir dann vornehmen, wenn die Zusammensetzung der Gruppe endgueltig feststeht.

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 10 months ago

    G. Mueller

    Wunderbar!

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    gestern habe ich nun die Resultate unserer Spendenkampagne "Schenken Sie Glueckstage" aus Hamburg bekommen: Viele viele Spenden sind eingegangen. Das ist grossartig! Auf diese Weise sind nun fast alle Bedarfe erfuellt worden: Die Unterkunfts- und  Verpflegungskosten fuer das 9. und 10. Kind und die 9. und 10. Mutter sowie saemtliche noch ausstehende Fahrtkosten!!!

    Auch der neue Bedarf 'sonstiger Bedarf fuer die Gruppe' (z.B. Badehosen und -anzuege fuer die Familien, die sich das nicht leisten koennen, Schwimmhilfen, Sonnenschutz, Medikamente, Obst, Getraenke, aber auch evtl. medizinische Versorgung und sonstige anfallende Ausgaben waehrend der 12 Tage), fuer den wir 700 € kalkulieren, hat sich schon auf 600 € verringert. Das ist einfach wunderbar: Wir sind bzgl. der Finanzierung der Glueckstage 2011 schon "auf der Zielgeraden". Wir danken allen Spenderinnen und Spendern sehr sehr herzlich!

    Mit Ihrer Hilfe werden wir auch noch diesen restlichen Betrrag schaffen!

    Herzliche Gruesse aus dem sonnigen aber noch immer kuehlen Gorazde

    Gabriele Mueller.

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    G. Mueller (Project Manager), written 10 months ago

    G. Mueller

    'Ich habe neue Kraft gesammelt'

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    aufgrund meiner 15taegigen Libanonreise (zwei Fortbildungsseminare mit palaestinensischen Teams zum Thema 'Arbeit mit traumatisierten Menschen') hatte ich erst heute wieder Internet-Zugang und habe festgestellt, dass unsere Freundin und treue Unterstuetzerin Giesela Krabbe mit einer weiteren Spende den therapeutischen Erholungsaufenthalt im Sommer 2011 unterstuetzt hat. Wir danken ihr ganz herzlich!

    Ausserdem will ich hier noch eine weitere Teilnehmerin des Erholungsaufenthalts im Sommer 2010 zu Wort kommen lassen. Rabia K. beschreibt, was ihr die 12 Tage in Neum bedeutet haben:

    Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich verreist bin; das habe ich mir mein Leben lang gewünscht! Und jetzt ist das möglich geworden für mich und meine Tochter – durch Kuca SEKA und Menschen in Deutschland. Ich danke allen aus tiefstem Herzen! Ich hatte bisher ein sehr schweres Leben – meine Kindheit, der Krieg, meine Ehe. Durch die Arbeit in der Gruppe mit unseren Leiterinnen ist mir bewusst geworden, wie stark ich bin – aber auch wo meine Grenzen sind und was ich selbst brauche. Bisher habe ich mich mehr oder weniger für meine Familie und die anderen aufgeopfert. Ich habe in unseren Gruppenstunden viel gelernt. Und das Meer und den Strand habe ich genossen, das entspannte Zusammensein mit den anderen Frauen und Kindern und dass wir von Pero und Snjezana so verwöhnt wurden. Ich habe neue Kraft gesammelt, um weiterzugehen. Ich hatte eine schöne Zeit mit meiner Tochter. Ich habe sie besser kennengelernt. Ich freue mich darauf, dass wir uns in Gorazde wiedertreffen.“

    Wir freuen uns ueber Ihre Mithilfe!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 11 months ago

    G. Mueller

    Glueckstage-Postkarten zum Ausdrucken

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    wie ich schon in meinem letzten Blog hier angekuendigt hatte, hat nun unserer Postkarten-Kampagne zur Finanzierung des therapeutischen Erholungsaufenthalts im Sommer 2011 begonnen.

    Schauen Sie doch unter folgendem link nach:   http://www.seka-hh.de/glueckstage.htm

    Sie sehen die Karte dort in der online-Version. Unter einem weiteren link finden Sie die Druckversion.

    Wir freuen uns, wenn Sie den link weiter verbreiten, oder die Karte ausdrucken und in Ihrem Bekanntenkreis weitergeben.

    Nach dem heutigen Stand fehlen zur gesamten Finanzierung des 12 taegigen therapeutischen Erholungsaufenthalts am Meer fuer eine Gruppe von 20 Kindern und Muettern noch 3.952 €.

    Natuerlich freuen wir uns auch sehr ueber Ihre Spende hier auf betterplace...

    Insgesamt

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 11 months ago

    G. Mueller

    Postkartenkampagne hat begonnen!

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    auch in diesem Jahr gibt es eine Postkartenkampagne zur Finanzierung des therapeutischen Erholungsaufenthalts fuer Kinder und Muetter, die durch Krieg und Gewalterfahrungen traumatisiert sind.

    Heute haben zwei der Hamburger Vereinsfrauen die sehr schoen gestalteten Kampagnenkarten an unsere UnterstuetzerInnen verschickt, mit der Bitte, diese auch noch im Freundeskreis weiterzugeben und um Unterstuetzung zu werben.

    "Schenken Sie Glueckstage (oder auch Gluecksstunden)" ist der Titel der Kampagne.

    Falls Sie sich gerne an der Kampagne beteiligen moechten, wenden Sie sich bitte an das Hamburger Buero und bitten Sie um die Zusendung von Kampagnenkarten:

    SEKA-Hamburg e.V.

    Friedensallee 7

    22765 Hamburg

    Tel: 040 - 399 056 53

    oder info@seka-hh.de

    Demnaechst werden Sie die Karten auch von unserer Homepage herunterladen oder auch direkt ausdrucken koennen:   www.seka-hh.de

    Wir freuen uns, wenn Sie sich an unserer Kampagne beteiligen.

    Natuerlich freuen wir uns auch ueber Ihre Spenden ueber betterplace.

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 11 months ago

    G. Mueller

    '...Kaempfen wie eine Loewin...'

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    um deutlich zu machen, was der therapeutische Erholungsaufenthalt fuer Kinder und Muetter bedeutet, lasse ich im Folgenden noch eine der Muetter zu Wort kommen, die an den 'Glueckstagen' im Sommer 2010 teilgenommen hat. Muniba N. (Name geaendert) schreibt:

    „Ich danke SEKA und Nurka, Arijana, Amina und Amela – und natuerlich auch Gabriela und Esma! Ich bin so glücklich, dass sie mich für diesen Erholungsaufenthalt ausgewählt haben. Mein Sohn ist kränklich und er hat Schwierigkeiten mit dem Sprechen. Es hat ihm sehr gut getan, hier zu sein, so etwas Schönes zu erleben und von den anderen Kindern in der Gruppe akzeptiert und nicht ausgelacht zu werden. Ich fühle, dass er jeden Tag freier wird. Und auch ich fühle mich hier so gut und entspannt. Ich habe im Krieg sehr viel Schreckliches erlebt. Das verfolgt mich auch heute noch. Und auch meine Ehe ist nicht einfach. Es war für mich sehr wichtig, was uns Nurka und Arijana erklärt haben. Ich habe hier viel gelernt – vieles was mir nützlich ist für mein Leben.Durch die Übung mit den Socken habe ich begriffen, dass ich kämpfen kann – kämpfen wie eine Löwin. Das hat mich selbst verwundert, aber auch glücklich gemacht. Ich fühle mich jetzt viel sicherer und sehe meine Fähigkeiten. Ich werde weiter ins SEKA-Haus kommen. Es gibt noch vieles, worüber ich sprechen muss. Ich kann es kaum erwarten, dass wir uns wieder treffen!“

    Wir freuen uns ueber Ihre Mithilfe bei der Finanzierung der traumatherapeutischen Erholung im Sommer 2011.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 12 months ago

    G. Mueller

    Einfach grossartig!

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    zuerst moechte ich mich herzlich bei unserem Freund Uwe Berger bedanken, der erneut fuer den therapeutischen Erholungsaufenthalt in diesem Jahr gespendet hat.

    Und dann habe ich heute auch noch die wunderbare Nachricht bekommen, dass unser Antrag an die Stiftung Sternstunden bewilligt wurde. Das ist einfach super. Von den 15.000 € werden wir 5.520 € fuer Unterkunft und Verpflegung verwenden koennen. Das sind in etwa die Unterkunft und Verpflegungskosten von 7 Kindern und ihren Muettern. Das bedeutet, dass wir Unterkunft und Verpflegung bald fuer die gesamte Gruppe finanziert haben. Demnaechst werde ich das durch das Einstellen und Auffuellen der entsprechenden Bedarfe deutlich machen.

    Hauptsaechlich benoetigen wir nun noch Spenden fuer die Fahrtkosten....

    Wir sind nun ganz sicher: wir schaffen es auch in diesem Jahr, die 'Glueckstage fuer 20 Kinder und Muetter zu finanzieren!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 12 months ago

    G. Mueller

    Wunderbar! Herzlichen Dank!

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnnen,

    heute moechte ich mich ganz herzlich fuer weitere grosszuegige Spenden bedanken: bei unserem langjaehrigen Unterstuetzer H. Christoph fuer seine kraeftigen und mehrfachen Spenden; und bei unserer neuen Unterstuetzerin Maria S. ebenfalls fuer mehrfache Spenden fuer die traumatherapeutische Erholung. Ausserdem bedanke ich mich beim betterplace-Team, das unser Projekt zur Zeit wieder als eines der foerderungswuerdigen Projekte auf der ersten Seite anzeigt. Das ist ebenfalls eine grossartige Hilfe!

    Die erst vorgestern neu eingestellten Bedarfe fuer das dritte Kind und seine Mutter haben sich durch die neuen Spenden schon ganz deutlich reduziert. Darueber freuen wir uns sehr und es gibt uns die Zuversicht, dass wir es auch in diesem Jahr schaffen koennen, 20 Kindern und Muettern diesen Erholungsaufenthalt zu ermoeglichen.

    Ihnen allen einen schoenen Tag!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 12 months ago

    G. Mueller

    Direktspende fuer die Glueckstage 2011

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    heute freuen wir uns ueber eine Direktspende von unserer langjaehrigen Unterstuetzerin Gisela K. fuer den therapeutischen Erholungsaufenthalt in diesem Sommer und danken ihr sehr herzlich. Der Bedarf fuer 12 Tage Unterkunft fuer das dritte Kind und seine Mutter ist nun schon zu 25 % finanziert. Offen sind jetzt noch 360 €.

    Wir freuen uns ueber Ihre Unterstuetzung!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 12 months ago

    G. Mueller

    Bedarfe fuer 2. Kind und 2. Mutter finanziert!

    Das ist super: nun sind alle Bedarfe fuer das zweite Kind und seine Mutter finanziert - 12 Tage Unterkunft und Verpflegung und die anteiligen Fahrtkosten! Das verdanken wir unserem neuen Unterstuetzer A. Fiseni. Vielen Dank!

    Ich stelle nun die Bedarfe fuer das 3. Kind und seine Mutter ein. Die Zeit rast und wir haben noch knapp vier Monate Zeit.

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 12 months ago

    G. Mueller

    Nur noch 5 € fuer das 2. Kind und seine Mutter

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    gestern abend haben wir noch zwei Spenden bekommen - ich vermute von dem / derselben (anonymen) UnterstuetzerIn. Vielen herzlichen Dank! Nun fehlen insgesamt nur noch 5 € fuer das zweite Kind und seine Mutter: noch 2 € fuer die Verpflegung an 12 Tagen und 3 € fuer die Fahrtkosten.

    Ihnen allen eine schoene Woche!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 12 months ago

    G. Mueller

    Und nochmal Dankeschoen!

    Wir freuen uns heute ueber eine weitere Spende unseres treuen Unterstuetzers H. Christoph - fuer die Fahrtkosten des zweiten Kindes und der zweiten Mutter - und danken ihm sehr herzlich.

    Bald haben wir's geschafft, die Kosten fuer das zweite Kind und seine Mutter komplett zu finanzieren: 12 Tage Unterkunft sind bereits finanziert, bei den Verpflegungskosten fuer 12 Tage fehlen noch 45 € und bei den Fahrtkosten nun noch 59 €.

    Wir freuen uns ueber Ihre Mithilfe.

    Ein schoenes Wochenende wuenscht Ihnen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 12 months ago

    G. Mueller

    Vielen Dank!

    Heute haben wir noch eine Spende von einer/m anonymen UnterstuetzerIn bekommen. Das ist wunderbar! Vielen herzlichen Dank!

    Nun fehlen nur noch 45 € fuer die 12 Tage Verpflegung fuer das zweite Kind und seine Mutter! Sowie 79 € bei den Fahrtkosten!

    Herzliche Gruesse und Ihnen allen ein schoenes Wochenende!

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written 12 months ago

    G. Mueller

    Erste Vorbereitungen und eine weitere Direktspende

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    heute haben wir noch eine Direktspende bekommen - fuer die Verpflegung fuer das zweite Kind und die zweite Mutter: nun ist noch ein Betrag von 105 € fuer die 12 Tage offen. Bei den Fahrtkosten fehlen nun noch 79 €.

    In diesen Tagen beginnen wir schon mit den ersten Vorbereitungen fuer den therapeutischen Erholungsaufenthalt - obwohl die Finanzierung erst zu etwa 10 % gesichert ist. Koordinatorin Esma D. hat schon einmal die Raeume reserviert - fuer den Termin zu Anfang der Sommerferien. Unsere netten Pensionswirte haben die Preise fuer Unterkunft und Verpflegung fuer uns stabil gehalten - obwohl es hier in Bosnien-Herzegowina massive Preissteigerungen - gerade bei Lebensmitteln gibt und sie uns auch bisher schon Sonderpreise gemacht hatten. Das heisst, sie kommen uns auch in diesem Jahr sehr entgegen, weil sie unsere Arbeit und insbesondere den Erholungsaufenthalt unterstuetzen. Das ist wirklich grossartig!

    Auch die Kostenvoranschlaege fuer die Transportkosten hat Esma bereits eingeholt. Hier wird es nur eine geringe Erhoehung geben - obwohl auch die Benzinpreise in die Hoehe gehen. Auch das Busunternehmen schaetzt unsere Arbeit und gibt die Preiserhoehungen kaum an uns weiter.

    Allerdings fehlt noch ein grosser Batzen. Wir hoffen sehr auf eine erneute Foerderung durch die Stiftung Sternstunden. Aber auch wenn das klappt, muessen wir 6000 € durch Spenden zusammensammeln. Davon haben wir ca.1.700 € bereits geschafft. Also fehlen noch 4.300 €.

    Wir freuen uns ueber Ihre Unterstuetzung!

    Herliche Gruesse

    Gabriele Mueller - und Kolleginnen

     

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    G. Mueller (Project Manager), written 12 months ago

    G. Mueller

    Die Zeit rast!

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    zuerst mal noch ein herzliches Dankeschoen an unsere Unterstuetzer Georg. B, Uwe Berger und noch eineN anonymeN SpenderIn, die den Bedarf fuer die Unterkunft fuer das zweite Kind und die zweite Mutter vollends erfuellt haben und ausserdem schon fuer den Bedarf 'Fahrtkosten fuer das zweite Kind und seine Mutter' gespendet haben. Es geht vorwaerts - noch langsam aber doch...

    In den letzten zwei Wochen hatte ich sehr umfangreiche Berichte zu schreiben (an die UN-Entwicklungsorganisation UNDP) und ausserdem habe ich einen Antrag gestellt an die Stiftung Sternstunden des Bayrischen Rundfunks fuer den therapeutischen Erholungsaufenthalt. Wir hoffen, dass die Stiftung uns auch in diesem Jahr unterstuetzen wird. Allerdings muessen wir einen Betrag von ca. 6.000 € durch Spenden aufbringen. Dazu benoetigen wir Ihre Mithilfe; denn die Zeit rast!

    Fuer die aktuellen Bedarfe '12 Tage Verpflegung und Fahrtkosten fuer das zweite Kind und seine Mutter ' fehlen derzeit noch 130 € und 79 €.

    Druecken Sie uns also die Daumen fuer die Bewilligung unseres Antrags und helfen Sie bitte mit einer Spende.

    Vielen Dank und

    herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

    G. Mueller

    Nur noch 17 € fuer Unterkunft!

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    ein grosses Dankeschoen geht heute an unsere treue Unterstuetzerin G. Krabbe fuer ihre erneute Spende fuer die Glueckstage 2011!

    Die Bedarfe fuer das zweite Kind und die zweite Mutter haben sich nun von 960 € insgesamt (fuer 12 Tage Unterkunft und Verpflegung sowie die Fahrtkosten von Gorazde an die Adria) auf derzeit noch 255 € verringert. Dabei fehlen beim bedarf fuer 12 Tage Unterkunft nur noch 17 €! Das ist super!

    Insgesamt moechten wir einer Gruppe von 20 traumatisierten Kindern und Muettern einen 12-taegigen therapeutischen Erholungsaufenthalt am Meer ermoeglichen.

    Wir freuen uns auch ueber Ihre Mithilfe.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

    G. Mueller

    Weitere Direktspenden fuer die Glueckstage 2011

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    heute habe ich die Nachricht ueber drei weitere Direktspenden an SEKA Hamburg fuer die 'Glueckstage 2011' bekommen. Wir freuen uns sehr ueber die grosszuegige Unterstuetzung von Brigitte W., Ingo W. und Krystyna C.. Allen dreien ein ganz herzliches Dankeschoen!

    Nun fehlen zur Finanzierung der 12 Tage Unterkunft fuer das zweite Kind und seine Mutter nur noch 17 €!

    Und auch der Verpflegungsbedarf hat sich fast halbiert: noch 188 € fuer Mutter und Kind.

    Wir freuen uns sehr ueber weitere Spenden!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

    G. Mueller

    Glueckstage und -stunden schenken?

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    in den letzten Tagen konnten wir uns ueber mehrere Spenden freuen - einerseits von unserem neuen Unterstuetzer B. Nagel und andererseits von vier anonymen SpenderInnen. Wir danken allen sehr herzlich. Ausserdem schicken wir ein Dankeschoen an das betterplace-Team, das das 'Glueckstage-Projekt' seit einigen Tagen neben anderen Projekten auf der ersten Seite praesentiert. Das hilft sicher auch mit, dass neue UnterstuetzerInnen auf das Projekt aufmerksam werden.

    Auch fuer kommenden Sommer planen wir den therapeutischen Erholungsaufenthalt fuer eine Gruppe von 20 Kindern und Muettern, die durch Gewalterfahrungen im Krieg, bzw. durch die Kriegstraumata der Eltern traumatisiert sind. Fuer ein Kind mit seiner Mutter sind die Unterkunft und Verpflegung fuer 12 Tage, sowie die Fahrtkosten aus dem ostbosnischen Gorazde nach Neum an der Adria bereits finanziert.

    Zur Zeit sammeln wir fuer die 12 Tage Unterkunft und Verpflegung sowie Fahrtkosten fuer ein zweites Kind und seine Mutter. Von 480 € fuer die Unterkunft sind  nun schon 213 € finanziert, d.h. noch 267 € sind noetig.

    Wir freuen uns, wenn Sie eine 'Gluecksstunde' oder vielleicht sogar einen 'Glueckstag' spenden moegen.

    Und nun wuenschen wr Ihnen und uns allen ein glueckliches Jahr 2011 - mit Gesundheit, Freude, Erfolg und Frieden.

    Mit herzlichen Gruessen

    fuer das SEKA-Team

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

    G. Mueller

    Einen Glueckstag als Weihnachtsgeschenk?!

    Liebe Leserinnen und Leser,

    heute ist schon Heilig Abend und das Weihnachtsfest beginnt. Vielleicht haben Sie ja schon alle Weihnachtsgeschenke besorgt und es ist noch etwas Geld uebrig, um einem Kind oder seiner Mutter, die noch immer unter den Folgen des Krieges in Bosnien leiden, ein Geschenk zu machen?!

    Koennen Sie sich vorstellen, einen Glueckstag oder ein paar Gluecksstunden zu schenken - waehrend eines therapeutischen Erholungsaufenthalts im naechsten Sommer?

    Wir wuerden uns sehr ueber ein solches Weihnachtsgeschenk freuen!

    Und hier koennen Sie lesen, was es einer Mutter im Sommer 2010 bedeutet hat, an der therapeutischen Erholung teilzunehmen:

    -------------------------------

    Muniba N.*: „Ich danke SEKA und Nurka, Arijana, Amina und Amela – und natuerlich auch Gabriela und Esma! Ich bin so glücklich, dass sie mich für diesen Erholungsaufenthalt ausgewählt haben. Mein Sohn ist kränklich und er hat Schwierigkeiten mit dem Sprechen. Es hat ihm sehr gut getan, hier zu sein, so etwas Schönes zu erleben und von den anderen Kindern in der Gruppe akzeptiert und nicht ausgelacht zu werden. Ich fühle, dass er jeden Tag freier wird. Und auch ich fühle mich hier so gut und entspannt. Ich habe im Krieg sehr viel Schreckliches erlebt. Das verfolgt mich auch heute noch. Und auch meine Ehe ist nicht einfach. Es war für mich sehr wichtig, was uns Nurka und Arijana erklärt haben. Ich habe hier viel gelernt – vieles was mir nützlich ist für mein Leben. Durch die Übung mit den Socken habe ich begriffen, dass ich kämpfen kann – kämpfen wie eine Löwin. Das hat mich selbst verwundert, aber auch glücklich gemacht. Ich fühle mich jetzt viel sicherer und sehe meine Fähigkeiten. Ich werde weiter ins SEKA-Haus kommen. Es gibt noch vieles, worüber ich sprechen muss. Ich kann es kaum erwarten, dass wir uns wieder treffen!“

    -------------------------------

    Wir freuen uns ueber Ihre Unterstuetzung und wuenschen Ihnen wunderschoene Weihnachten und ein glueckliches und friedliches Jahr 2011.

    Ihr SEKA-Team Gorazde

    Gabriele Mueller, Esma Drkenda, Amina Vrana, Vera Dacic und Amela Drincic

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    G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

    G. Mueller

    Danke! Danke! Danke!

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    drei mal Danke sagen wir unseren treuen UnterstuetzerInnen Giesela Krabbe, Uwe Berger und (mit einer Direktspende) Nadja P..

    Das ist einfach wunderbar - Nun sind fuer die Unterkunft fuer das zweite Kind und die 2. Mutter fuer 12 Tage schon 150 € finanziert! Es fehlen also 'nur' noch 330 €.

    Wir wuenschen allen unseren UnterstuetzerInnen schoene Weihnachten und fuer das Neue Jahr alles alles Gute - besonders Gesundheit!

    Herzliche Gruesse

    von Gabriele Mueller - fuer das SEKA-Team Gorazde

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    G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

    G. Mueller

    'Die Gruppe hat mir Kraft gegeben...'

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    wir freuen uns sehr ueber einen neuen Unterstuetzer (den 58.), R. Nichols, und danken ihm sehr herzlich fuer seine Spende fuer die Unterkunftskosten fuer das 2. Kind und seine Mutter!

    Und nun lassen wir eine weitere Teilnehmerin des therapeutischen Erholungsaufenthalts im Sommer 2010 zu Wort kommen.

    Elvira P. schreibt:

    „Zu Anfang konnte ich es kaum glauben, dass mir und meinem kleinen Sohn so etwas Wundervolles geschieht – nach so vielen Jahren Leid und Kampf nur ums Überleben! Und nun bin ich hier mit den anderen Frauen und Kindern – am Meer. Zu Anfang habe ich mich ein wenig gefürchtet vor den Gruppenstunden. Ich war ängstlich, genierte mich, etwas zu sagen, dachte, die anderen finden mich dumm. Ich hatte kein Selbstvertrauen. Aber dann habe ich den anderen zugehört. In ihren Erfahrungen habe ich mich wiedergefunden und dachte, ich bin also nicht die Einzige, die so etwas erlebt hat. Jeden Tag bin ich ein wenig mutiger geworden, habe begonnen von mir zu erzählen und die anderen haben mir zugehört. Das war für mich sehr wichtig! Und jeden Tag habe ich etwas Neues gelernt. Nurka und Arijana haben uns viele Dinge erklärt. Ich begann zu verstehen, dass ich nicht schuld bin, für das was ich erlebt habe. Und noch wichtiger war mir, dass die anderen mir gezeigt haben, dass sie an mich glauben.  Diese Gruppe und unser Zusammensein hat mir sehr geholfen. Meine Angst ist weniger geworden; diese Gruppe hat mir Kraft gegeben und den Glauben an mich selbst. Zum ersten Mal in meinem Leben sehe ich mich als eine Frau, die mutig und nicht hilflos ist, die etwas für sich und ihren Sohn erreichen kann! Aber ich weiß auch, dass ich weiter ins SEKA-Haus kommen will und mich da weiter mit den anderen treffen. SEKA ist mein Rückhalt. Ich danke dem SEKA-Team und den Menschen in Deutschland! Ich werde diese Tage hier nie vergessen!“

    Wir freuen uns ueber Ihre Mithilfe, damit auch im Sommer 2011 zwanzig Frauen und Kinder solche 'Glueckstage' erleben koennen.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

    G. Mueller

    '...ein unbeschreibliches Glueck...'

    Liebe Leserinnen und Leser,

    in dem heutigen und folgenden Blogs lassen wir einige der Frauen und Kinder zu Wort kommen, die an den 'Glueckstagen'  im Sommer 2010 teilgenommen haben. In ihren kurzen Kommentaren schreiben sie, was ihnen dieser  therapeutische Erholungsaufenthalt bedeutet.

    Wir denken, dass diese Erholungsaufenthalte fuer Frauen und Kinder auch in Zukunft eine grosse Bedeutung haben werden. Bitte helfen Sie mit, die 'Glueckstage' im kommenden Sommer fuer weitere 20 Kinder und Muetter zu finanzieren.

    Ein herzliches Dankeschoen geht an unsere 57. Unterstuetzerin S. Walczak, die mit ihrer Paybackpunkte-Spende den Bedarf 'Fahrtkosten fuer das erste Kind und seine Mutter' vollends erfuellt hat. Das heisst Unterkunft und Verpflegung fuer 12 Tage sowie die Fahrtkosten von Gorazde nach Neum an der Adria sind fuer das erste Kind und seine Mutter bereits komplett finanziert! Nun bemuehen wir uns um die Finanzierung der Kosten fuer ein zweites Kind und seine Mutter.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

    Hana A.* schreibt: „Es bedeutet für mich und meine Tochter ein unbeschreibliches Glück, dass wir hier teilnehmen konnten. Meine Tochter war noch nie am Meer. Wir werden diesen Erholungsaufenthalt nie vergessen. Unser Leben zu Hause ist sehr schwer – mein Mann ist sehr krank – körperlich – aber er hat auch viele Traumata aus dem Krieg. Hier in der Gruppe ist mir bewusst geworden, wie stark ich bin und wie reich trotz allem; ich habe begonnen, mich mit neuen Augen zu sehen. Und ich danke Nurka und Arijana für das Wissen, das sie uns vermittelt haben. Es hat mir geholfen, mich und die Menschen, die ich liebe, besser zu verstehen. Durch unsere Gruppenstunden habe ich mehr Klarheit über mein Leben bekommen. Und ich habe viele neue Freundinnen gewonnen. Ich danke Kuca SEKA und allen großherzigen Menschen, die uns dies ermöglicht haben! Danke !“

    * Name geändert

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    G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

    G. Mueller

    Evaluation der 'Glueckstage 2010'

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    noch immer stehen die zwei letzten Teile unseres ausfuehrlichen Berichts ueber den therapeutischen Erholungsaufenthalt im Sommer 2010 aus, den wir hier in bisher neun Blogs veroeffentlicht hatten.

    Hier kommt also nun das Resumee des diesjaehrigen Erholungsaufenthalts aus der Sicht von uns Mitarbeiterinnen.

    Wir freuen uns ueber Ihr Interesse.

    Herzliche Gruesse und ein schoenes Wochenende

    Gabriele Mueller

    ----------------------------------------------------------

    Evaluation des Erholungsaufenthalts

    Die Rückmeldungen der Frauen und Kinder zeigen uns, dass wir die Ziele des Erholungsaufenthalts verwirklichen konnten:

    Frauen und Kinder haben sich psychisch und körperlich sehr gut erholt. Sie konnten sich mehr und mehr entspannen.

    Die Gruppenarbeit bedeutete den Frauen sehr viel. Die Arbeit an den Ressourcen und Coping-Strategien veränderte ihr Selbstbild und erhöhte ihr Selbstvertrauen und ihre Selbstachtung. Die Arbeit an den Gefühlen und die Informationen über die Themen ‚Trauma’ und ‚Gewalt’ halfen ihnen, sich selbst und die Menschen in ihrer Umgebung besser zu verstehen. Die Technik des Sozialen Atoms ließ sie mehr Klarheit über die Beziehungen in ihrem Leben gewinnen. Die Themen Kommunikation und Konfliktlösung gaben ihnen konkrete Anregungen für eine erfolgreichere Kommunikation mit ihrem Umfeld. Die Gespräche und Informationen über den Umgang mit den Kindern wie auch die Entlastung und Entspannung der Mütter insgesamt führte zu einem entspannteren Umgang mit den Kindern und zu schönen gemeinsamen Erlebnissen, die die Beziehung zwischen Müttern und Kindern förderten.

    Die Kinder konnten in der Gruppe neue Erfahrungen machen, sie hatten einen sicheren Rahmen, in dem sie sich ausprobieren konnten. Sie erfuhren (einige offensichtlich zum ersten Mal), dass sie mit ihren Meinungen, Gefühlen und Bedürfnissen ernst genommen wurden. Wir konnten feststellen, dass sich bei fast allen Kindern ihr Selbstbild zum Positiven veränderte, dass sie mehr Selbstvetrauen gewannen, mutiger und freier wurden. Die Selbsterfahrung gemischt mit kindgerechten theoretischen Informationen half ihnen, sich selbst und die anderen besser zu verstehen. Die Arbeit an den Gefühlen entlastete einige der Kinder deutlich. Themen wie Kommunikation, gewaltfreie Konfliktlösung, Vorurteile, Geschlechtsrollen u.ä. regten die Kinder zum Nachdenken an und eröffneten ihnen neue Perspektiven. Das Sozialverhalten und die Kommunikation unter den Kindern verbesserten sich deutlich. Auch D. Und E. legten ihre Scheu zumindest zeitweise ab

    Allerdings sind wir uns bewusst, dass sich der schwierige Alltag der meisten Frauen und Kinder sehr von den ‚idealen’ Bedingungen des Erholungsaufenthalts unterscheidet. Aber die Rückmeldungen der Frauen und Kinder zeigen uns, dass sie die Tage in Neum als eine große Stärkung und Ermutigung erlebt haben; dass sie Selbstbewusstsein und neue Energie und Zuversicht gewonnen haben. Und dass sie außerordentlich motiviert sind, weiter zur Gruppenarbeit und evtl einige auch zur Einzeltherapie ins SEKA-Haus zu kommen. Unter den Frauen wie auch unter den Kindern sind enge Freundschaften entstanden.

    Mitte Juli kam die Gruppe zu einem ersten Nachtreffen und zur ‚Fotoausstellung der besten Fotos der Kinder aus Neum’ ins SEKA-Haus in Gorazde. Die Freude des Wiedersehens war bei Frauen und Kindern groß. Wir besprachen, dass wir nach der Sommerpause (im August schliessen wir das Projekt wegen Renovierung.) die Arbeit mit der Frauen und Kindergruppe parallel fortsetzen werden. Seitdem kommen Frauen wie Kinder regelmaessig zu 'ihren Gruppen' ins SEKA-Haus. Der Erholungsaufenthalt in Neum hat eine sehr gute Basis geschaffen fuer die weitere Gruppenarbeit, die wir am traumatherapeutischen Phasenmodell nach Prof. Reddemann ausrichten, einer der renommiertesten Traumatherapeutinnen in Deutschland.

    Neben der Arbeit mit Frauen und Kindern werden wir auch nach Wegen suchen, die Männer / Väter zu erreichen – evtl. in Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation, dem Gorazder Veteranenprojekt.

     Arijana Catovic, Nurka Babovic, Amina Vrana, Amela Drincic und Gabriele Müller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

    G. Mueller

    Nach dem Jahrhundert-Hochwasser..

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    noch immer sind wir unter dem Eindruck des 'Jahrhunderthochwassers', das letzte Woche ueber Gorazde hereingebrochen ist und hunderte Menschen obdachlos gemacht hat.Nach dem Ablaufen des Wassers wurde erst das ganze Ausmass der Schaeden deutlich. Gluecklicherweise wurde das SEKA-Haus vom Wasser verschont. Schwer getroffen hat es allerdings den Kindergarten unserer Partnerorganisation: er war vollkommen ueberschwemmt. Moebel, Spielzeug, PCs und andere Ausstattungsgegenstaende sind vollkommen zerstoert. Viele Freiwillige helfen, die Raeume vom Schlamm zu befreien, die kaputten Sachen wegzubringen und das Gebaeude und den Garten zu reinigen. Bei den winterlichen Temperaturen ist fraglich, bis wann das Gebaeude trocknen wird. Wir unterstuetzen die Kolleginnen dort nach Kraeften - sowohl persoenlich als auch als Projekt.

    Nun noch eine gute Nachricht: wir freuen uns ueber zwei weitere Direktspenden fuer den therapeutischen Erholungsaufenthalt im naechsten Sommer. Unsere langjaehrigen Unterstuetzerinnen Gerhild F. und Marlies C. haben mit ihren Spenden sowohl den Bedarf 'Verpflegung fuer eine Mutter' vollends erfuellt, als auch den groessten Teil des neuen Bedarfs 'Fahrtkosten fuer eine Mutter und ihr Kind'. Hier fehlen nun nur noch 10 €. Wir danken beiden Spenderinnen fuer Ihre grosszuegige Unterstuetzung sehr herzlich!

    Soviel fuer heute abend.

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

     

     

     

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    G. Mueller (Project Manager), written about 1 year ago

    G. Mueller

    Direktspende - herzlichen Dank!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns heute ueber eine Direktspende unserer Freundin Brigitte B. fuer die 'Glueckstage 2011' und danken ihr herzlich. Damit sind beim aktuellen Bedarf (Verpflegung fuer 12 Tage fuer eine Mutter) noch 110 € offen.

    Da wir fuer das naechste Jahr mit weniger Zuschuessen von Stiftungen fuer die Glueckstage rechnen, muessen wir einen grossen Teil der Kosten (ca. 16.800 € fuer Unterkunft, Verpflegung und Materialien) ueber private Spenden finanzieren. Die Muetter und Kinder selbst koennen sich an den Kosten nicht beteiligen, da die von uns ausgewaehlten Familien in der Regel weit unter dem Existenzminimum leben.

    Wir freuen uns daher ueber Ihre Mithilfe!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Neue Direktspende fuer die Glueckstage!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns heute ueber eine Direktspende an SEKA-Hamburg fuer die Glueckstage im kommenden Sommer: unsere Unterstuetzerin Helga O. hilft mit ihrer Spende bei der Finanzierung der Verpflegung fuer eine Mutter an 12 Tagen. Wir danken ihr dafuer sehr herzlich!

    Der aktuelle noch offene Betrag liegt nun bei 130 €.

    Ihnen allen ein schoenes Wochenende!

    Herzliche Gruesse von

    Gabriele Mueller (noch immer aus Hamburg)

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Herzlichen Dank!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    Ein ganz herzliches Dankeschoen geht heute an unsere Freundin G. Krabbe, die mit Ihrer Spende den Bedarf der Verpflegung fuer das erste Kind vollends erfuellt hat. Super!

    Ich habe nun den Bedarf der Verpflegung fuer die erste Mutter eingestellt!

    Ich bin inzwischen in Hamburg angekommen zu ca 18 Tagen Oeffentlichkeitsarbeit, Supervisionen, Veranstaltungen etc.

    Bis denmaechst wieder..

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Ein DICKES Dankeschoen!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    eben habe ich die Nachricht erhalten, dass unsere langjaehrige Freundin Barbara R. uns erneut mit einer grossen Direktspende unterstuetzt hat. Damit koennen wir nun den aktuellen Bedarf (Unterkunft fuer eine Mutter) auffuellen und ausserdem einen zweiten Bedarf (Vollverpflegung fuer das erste Kind) fast schon auffuellen. Da fehlen jetzt nur noch 17 €!

    Wir danken Barbara sehr herzlich!

    Viele Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Geschlechterdemokratie

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    hier kommt nun endlich die naechste (9. Folge) unseres Berichts ueber den therapeutischen Erholungsaufenthalt im Sommer 2010: der letzte Teil ueber die Arbeit mit den Kindern.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

    -------------------------------------------------------------------

    Fortsetzung der Gruppenarbeit mit den Kindern:

    Am siebten Tag machten wir zu Beginn das Tanzspiel in Paaren: ‚Tanzen mit Luftballons’. Danach arbeiteten wir zum Thema ‚Traditionelle Geschlechtsrollen / Geschlechterdemokratie’ mit dem Gruppenspiel ‚Planet Orion’. Wir sind uns bewusst, in welch stark konservativem Umfeld die Kinder aufwuchsen – und wie sehr der traditionelle weiblich / männliche Verhaltenskodex sie in ihrer gesunden Entwicklung behinderte. Anhand des Spiels ‚Planet Orion’, in dem sich die Kinder ‚in das andere Geschlecht verwandelten’, konnten in diesem Gruppenspiel die Jungen die Erfahrung machen, ein Mädchen zu sein, und umgekehrt. Die Kinder waren zuerst verblüfft von dieser Anweisung. Doch dann akzeptierten sie den Vorschlag und bemühten sich wirklich, in die Rolle des jeweils anderen Geschlechts zu schlüpfen. Allerdings gelang dies den Mädchen besser als den Jungs, die sich zum Teil in der Mädchen / Frauen-Rolle unwohl fühlten. Bei der Auswertung der Erfahrungen während des Spiels meinten die Kinder, dass jede Rolle Vor- und Nachteile habe, aber dass Jungen und Männer es leichter hätten. Die älteren Mädchen und der 12 jährige F. waren sich einig, dass es wichtig ist, dass Väter und Mütter gemeinsam die Kinder erziehen und dass sie das eigentlich gleich gut können sollten. „Aber“, meinte die 13. jährige H., „die Väter interessieren sich oft nicht für die Kinder und sind den ganzen Tag und manchmal auch abends außer Haus, und wenn sie dann nach Hause kommen nerven sie, weil sie keine Ahnung haben, was zu Hause los ist.“ „Ich werde das mit meinen Kindern anders machen,“ betonte F. daraufhin.

    Nach der Pause bereiteten wir weiter mit den Kindern die Vorstellung und die Ausstellung ihrer Bastelarbeiten vor.

    Am achten Tag der Gruppenarbeit (dem neunten Tag in Neum) schlossen wir die Arbeit mit den Kindern im Gruppenraum ab. Zu Anfang wünschten sich die Kinder noch einmal die Übung ‚Wir malen unsere Stadt bunt an’, die sie mit großem Vergnügen ausführten. Der Unterschied zum ersten Tag der Gruppenarbeit war beachtlich: die Kinder hatten keine Hemmungen mehr sich zu exponieren und über sich selbst zu lachen. Die Atmosphäre in der Gruppe war entspannt und fröhlich. Die Kinder freuten sich natürlich auch über das schöne Wetter und die Aussicht, nun noch drei Tage am Strand und mit Baden zu verbringen.

    Zum Abschluss schrieb jedes der Kinder jedem anderen Kind der Gruppe einen Kommentar (was es an ihm oder ihr mochte oder was es ihm oder ihr wünschte) in eine persönliche ‚Erinnerungskarte’, die die Kinder selbst gestaltet hatten.

    Schließlich probten wir noch ein wenig für den letzten Abend und dann beendeten wir die Gruppenarbeit mit einer Übung, in der wir die Kinder anleiteten, sich zu erinnern, mit welchen Gefühlen und Erwartungen sie nach Neum gekommen waren, und sie dann noch einmal in Gedanken durch die Gruppenstunden der einzelnen Tage führten. In einer letzten Runde hatten die Kinder dann Gelegenheit zu sagen, was sich verändert hatte, was ihnen wichtig war und mit welchem Gefühl sie nun die Gruppenstunden abschlossen. Wir fragten sie auch, ob sie sich gerne weiter im SEKA-Haus treffen wollten. Einige der Rückmeldungen der Kinder zitieren wir am Ende dieses Berichts.

    Sonstige Aktivitaeten mit den Kinder

    Neben der Gruppenarbeit und den Aktivitäten im Meer und am Strand unternahmen wir mit den Kindern noch vielerlei andere Unternehmungen: Mehrere Strandspaziergänge, in denen die Kinder Neum kennenlernten, wir über Umwelt und Ökologie sprachen, Meeresschnecken, Muscheln und interessante Steine sammelten und Fotos machten. An zwei Abenden feierten wir gemeinsam mit der ganzen Gruppe die Geburtstage eines Kindes bzw. einer Mutter. An einem Abend machten wir mit den Kindern und Müttern einen ‚Nachtspaziergang, der mit Eisessen gekrönt wurde. An einem anderen Abend besuchten wir mit Kindern und Müttern das ‚Internationale Zeichentrickfilm-Festival’, das gerade in Neum stattfand. Die Kinder hatten nicht nur Gelegenheit Kurzfilme zu sehen, sondern selbst kreativ zu werden mit Zeichnen und Basteln.

    Neben der Gruppenarbeit nutzten wir die Spaziergänge, die Zeit am Strand oder abends auch zu Einzelgespräche mit Kindern und Müttern. Für manche Kinder war es leichter, sich uns alleine anzuvertrauen, um über Ängste, Eifersucht oder persönliche Probleme zu sprechen. Auch die Mütter suchten das Gespräch mit uns – insbesondere zu Erziehungsfragen und Problemen mit oder zwischen den Kindern.

    Amina Vrana, Amela Drinčić

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Wunderbar! Herzlichen Dank!

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    heute freuen wir uns ueber eine Direktspende unserer langjaehrigen Unterstuetzerin Gisela V., die mit ihrer Spende den noch offenen Betrag fuer die Unterkunft fuer das 1. Kind erfuellt hat und sogar schon einen Anfang gemacht hat bzgl. des Bedarfs 'Unterkunft fuer die 1. Mutter'. Das ist grossartig und wir danken ihr sehr herzlich!

    Demnaechst kommen auch noch die beiden letzten Blogs des Berichts ueber die Glueckstage im Sommer 2010.

    Im Moment stecke ich bis ueber beide Ohren in den Arbeiten an unserem neuen Magazin 'SEKA Journal', das bis Ende der Woche fertigwerden muss.

    Deswegen nur kurz...

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Herzlichen Dank!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    heute geht ein ganz herzliches Dankeschoen an unsere treue Unterstuetzerin Angela K., die die naechsten Glueckstage mit einer Direktspende unterstuetzt hat!

    Fuer die Unterkunft fuer ein Kind an 12 Tagen benoetigen wir nun noch 97 €.

    Wir freuen uns ueber Ihre Mithilfe!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller und Kolleginnen

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Herzlichen Dank!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    ein herzliches Dankeschoen geht heute an Giesela Krabbe, die mit einer Spende die Unterkunftskosten fuer das erste Kind unterstuetzt hat. Fuer 12 Tage Unterkunft fehlen nun noch 167 €.

    Wir haben bereits mit dem Spendensammeln fuer die Glueckstage 2011 begonnen, da wir wieder einer Gruppe von 20 Kindern und Muettern einen therapeutischen Erholungsaufenthalt ermoeglichen wollen. Um die Kosten aufzubringen benoetigen wir genuegend Zeit. Wir freuen uns ueber Ihre Mithilfe!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Kraftquellen und Emotionen

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    wir danken heute einer/m weiteren Paybackpunkte-SpenderIn fuer ihre / seine Unterstuetzung!

    Ausserdem ist es hoechste Zeit, den 8. Teil unseres Berichts ueber den therapeutischen Erholungsaufenthalt 2010 zu veroeffentlichen: die dritte Fortsetzung ueber die Arbeit mit der Kindergruppe.

    Wir freuen uns ueber Ihr Interesse und auch ueber Rueckmeldungen oder Fragen.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

    ---------------------------------------------

    Fortsetzung: Therapeutisch-paedagogische Arbeit mit der Kindergruppe:

    Am dritten Tag arbeiteten wir wegen des schlechten Wetters ebenfalls am Vormittag und am Nachmittag.

    Wir begannen mit der Erwärmungs- und Entspannungsübung ‚Wie sich Lachen überträgt’. Dann leiteten wir zum Thema ‚Meine Stärken und Kraftquellen’ die Übung ‚Mein Herz’ an. Die Kinder zeichneten ‚ihr Herz’ und schrieben oder malten in das Herz all das, was ihnen Kraft gab, ihnen in schweren Momenten half, die Personen, die ihnen wichtig waren und die Dinge, die ihnen Freude machten. Diese Übung gefiel den Kindern gut. Als sie danach im Kreis ihre Herzen und Kraftquellen darstellten, wurde deutlich, dass einige der Kinder bewußt ihr Stofftier oder ihr Haustier zu ihrer Unterstützung und Entlastung nutzten: Der 12jährige F. erklärte: „Ich habe meinen Hund in mein Herz gezeichnet. Wenn ich wütend oder traurig bin, hilft es mir, mit ihm zu sprechen. Er hört mir immer zu und muntert mich auf. Allerdings zeigte diese Übung auch, dass sich viele der Kinder mit ihren Problemen oder ihrem Schmerz alleine fühlten und z.B selten mit den Eltern darüber sprachen.

    Nach dieser Übung gingen wir weiter zum Thema ‚Emotionen’. Wir begannen mit dem Thema ‚Angst’.

    Die Kinder hatten zuerst die Möglichkeit in ein Körperschema einzuzeichnen, wo sie ihre Angst im Körper spürten. Wir sprachen dann darüber, in welchen Situationen sie Angst spürten und wie sie damit fertig wurden. Es wurde deutlich, dass viele der Kinder mit ständigen Ängsten leben – in Bezug auf konkrete Situationen (z.B. Angst vor der (gewalttätigen) Reaktion des Vaters / der Mutter, vor älteren Kindern in der Schule, vor schlechten Noten etc.), aber auch mit generellen Ängsten (dass etwas Schlimmes geschieht, vor der Dunkelheit, vor Gewitter etc.), die möglicherweise mit Traumata der Eltern bzw. der Familie zusammenhängen. Wir gaben den Kindern dann eine grundlegende Erklärung zum Thema Gefühle („Gefühle sind unsere ‚Freunde’, nicht unsere ‚Feinde’; sie wollen uns aufmerksam machen – und das tun sie durch unseren Körper...“) Wir erklärten, dass es nicht darum geht, Gefühle zu unterdrücken, aber dass wir „mit ihnen arbeiten können, sie ausdrücken, mit anderen teilen...“. Da wir die Informationen so einfach wie möglich ausdrückten, konnten auch die Jüngeren unsere Erklärungen verstehen.

    Die letzte Stunde der Vormittagseinheit hatten die Kinder wieder Gelegenheit zum freien Spiel.

     

    In der Nachmittagseinheit setzten wir die Arbeit zum Thema ‚Gefühle’  mit den Gefühlen ‚Trauer’ und ‚Freude’ fort. Wieder hatten die Kinder Gelegenheit zu erkennen, wo und auf welche Weise sie in ihrem Körper Trauer bzw. Freude spürten. Wir sprachen dann über traurige und glückliche Erlebnisse und wie wir unsere Trauer bzw. Freude ausdrücken. Schließlich hatten die Kinder noch Gelegenheit, diese Erlebnisse zu malen.

    Anschließend bastelten wir mit den Kindern aus Muscheln und bunten Plastiktellern Souvenire zur Erinnerung an ihren Aufenthalt am Meer.

    In der Abschlußrunde dieses Tages zeigte sich, dass sowohl das Thema ‚Stärken und Kraftquellen’ als auch das Thema ‚Emotionen’ für die Kinder sehr wichtig waren. „Ich weiss jetzt, dass das normal ist, dass ich so empfinde, und dass es in Ordnung ist,“ meinte eines der Mädchen. Und einer der Jungen sagte: „ Es war mir wichtig zu hören, dass ihr auch manchmal Angst habt und dass das nichts Schlimmes ist.“

     

    Den vierten Tag begannen wir nach der ‚Blitzlichtrunde’ mit der Erwärmungsübung „Wir malen unsere Stadt bunt an“ – einer witzigen Gymnastikübung , die den Kindern sehr viel Spaß machte. Auch D. und E., die sich bisher bei den Bewegungs- oder Tanzspielen eher unwohl gefühlt und teilweise nicht mit gemacht hatten, beteiligten sich und fühlten sich offensichtlich inzwischen etwas freier und mehr zur Gruppe gehörig.

    Wir arbeiteten dann weiter am Gefühl ‚Wut / Ärger’, das die Kinder wieder zuerst in ihr Körperschema zeichnen konnten. Dann sprachen wir darüber, wo und wie die Kinder Wut oder Ärger empfanden, in welchen Situationen (Ungerechtigkeit, Nicht ernst genommen werden, Erniedrigung u.ä.) und wie sie in der Regel darauf reagierten. Wir erklärten anschließend, was der Sinn unserer Wut ist (Energie, um für unser Recht einzutreten, uns zu behaupten, zu kämpfen), dass wir die Wut aber oft an anderen auslassen, die gar nicht schuld sind. Dann sammelten wir gemeinsam Möglichkeiten konstruktiver Reaktionen. Dabei zeigten sich die Kinder sehr kreativ. Gleichzeitig kritisierten sie aber auch das Verhalten der Erwachsenen, die ihren Ärger oft an den Kindern ausließen.

    Nach der Pause fuhren wir mit der Übung ‚Wut abkühlen’ fort: Jedes Kind konnte sich eine bestimmte Person oder eine Situation vorstellen, die es wütend machte, und durfte dann so lange es wollte, auf die großen Schaumgummipolster einschlagen oder –treten und dabei laut schimpfen und seinem Ärger Luft machen. Ausnahmsweise waren hier auch Schimpfworte erlaubt.

    Die meisten Kinder nutzten diese Übung intensiv. Es wurde deutlich, wieviel Wut und Gefühle von Erniedrigung und Ungerechtigkeit sich in ihnen angesammelt hatten. Nach der Übung fühlten sie sich „richtig gut“.

    In der letzten Stunde boten wir den Kindern an, gemeinsam eine Stadt aus LEGO zu bauen, da wir bemerkt hatten, wie gerne die meisten Kinder mit den Steinen spielten. Wir bauten eine Stadt, „in der es alles gibt, was man braucht“, wie die Kinder betonten. „Und wo die Schule und gleich um die Ecke ist und es ein Schwimmbad mit freiem Eintritt gibt!“ wie D. entschlossen hinzufügte.

    Im Abschluss-Blitzlicht erklärten die Kinder, dass es ein ‚super Tag’ gewesen sei

     

    Den fünften Tag begannen wir mit der aktiven Phantasie-Übung ‚Ich schenke Dir eine Frucht’, die die Kinder mit viel Kreativität und Witz gestalteten.

    Dann erarbeiteten wir zum Thema ‚Vorurteile / Stereotypen’ das Märchen ‚Rotkäppchen aus der Sicht des Wolfes’. Diese Übung machte den Kindern deutlich, dass wir, um eine Situation wirklich zu verstehen, sie von allen Seiten anschauen müssen. Hilfreich ist dabei ein ‚Rollenwechsel’ mit der Position des Gegenübers.

    Nach der Pause hatten die Kinder dann Gelegenheit, das ‚neue Märchen Rotkäppchen’ mit den Handpuppen zu spielen, die persönliche Sichtweise und die Bedürfnisse jedes/r Beteiligten zu erforschen und schließlich ein befriedigendes Ende für alle an dieser Situation Beteiligten zu finden.

    In der letzten Stunde dieses Tages malten die Kinder Motive, die sie frei wählen konnten.

    Im Abschluss-Bitzlicht bemerkten wir, dass die Geschichte des Rotkäppchens vor allem die älteren Kinder nachdenklich gemacht hatte. Eine der Mädchen drückte es so aus: „Heute ist mir klar geworden, dass wir oft keine Ahnung haben, was in einem anderen Menschen vor sich geht, und dass wir meist nur von uns selber ausgehen und viel zu schnell über andere urteilen – vor allem über die, die sich nicht wehren können.“

     

    Am sechsten Tag arbeiteten wir nach der witzigen Erwärmungsübung ‚Der versteckte Dirigent’ weiter am Thema ‚Toleranz bzw. Vorurteile’. Wir lasen die Geschichte ‚Eine Liebesgeschichte vom Ufer des Nils’ vor. Die Kinder hörten sich zuerst die Geschichte an. Danach bekamen sie die Aufgabe, das Verhalten der einzelnen Personen in der Geschichte zu bewerten. Erst dann gaben wir ihnen noch einige zusätzliche Informationen, die wir ihnen bis dahin vorenthalten hatten und die die Bedeutung der Geschichte völlig veränderten. Die Kinder erkannten, wie oberflächlich sie geurteilt hatten. Anschließend spielten wir die Geschichte mit Handpuppen und diskutierten dann darüber, welche Lehren wir aus der Geschichte ziehen können.

    Nach der Pause sprachen wir über eigene Erfahrungen mit Vorurteilen bzw. Intoleranz und über unsere Unterschiedlichkeit. Besonders den Kindern, die sich in ihrem Alltag eher ausgegrenzt fühlten bzw. die Erfahrung gemacht hatten, dass andere sie auslachten (wegen ihres Stotterns, ihrer ärmlichen Kleidung, oder weil sie eben ‚anders’ waren) tat das Gespräch über dieses Thema offensichtlich gut.

     

    Wegen erneuten Regenwetters, arbeiteten wir auch am Nachmittag in der Gruppe weiter. Wir nutzten die Nachmittagseinheit zum Vorbereiten der Vorstellung am letzten Abend.

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Neuer Besucherinnen-Kommentar

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    wir freuen uns ueber den Kommentar von Giesela Krabbe, die uns zusammen mit Adina Hammoud im Juli in Gorazde besucht hat und auch die Frauen und Kinder des diesjaehrigen Erholungsaufenthalts kennengelernt hat. Vielen Dank, Giesela.

    Ausserdem danken wir einer/m weiteren anonymen SpenderIn, die/der Paybackpunkte fuer die naechsten 'Glueckstage' gespendet hat.

    Ihnen allen einen schoenen Tag.

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    'Mein innerer sicherer Ort'

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    hier kommt nun der 7. Teil des Berichts ueber die Glueckstage 2010: der 2. Teil ueber die Arbeit mit der Kindergruppe.

    Ich wuensche Ihnen einen schoenen Sonntag!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    Gruppenarbeit mit den Kindern

    Der erste Tag der Gruppenarbeit diente in erster Linie dem gegenseitigen Kennenlernen (der Kinder untereinander sowie zwischen den Kindern und uns Therapeutinnen). Nach einer kurzen Runde (‚Blitzlicht’), in der die Kinder mitteilen konnten, wie sie sich an diesem Morgen fühlten und wie der vorige Tag für sie gewesen war, leiteten wir ein Tanzspiel an, um das Energieniveau in der Gruppe ein wenig zu heben. Es war bei den Kindern noch viel Unsicherheit zu spüren, die einige der Jungs mit ‚Albereien’ zu überspielen versuchten.

    Die nächste Übung ‚Mein Name und mein Logo’ diente dem Kennenlernen. Jedes Kind malte seinen Namen und gestaltete sein ‚persönliches Logo’. Anschließend stellten die Kinder ihre Logos vor. Den Kindern machte das Malen Spass und durch diese Übung gelang es ihnen bereits recht gut, sich die Namen der anderen zu merken.

    Im anschließenden spontanen Gruppenspiel ‚Morgen im Dschungel’ hatten die Kinder die Möglichkeit, in die Rolle eines Tiers im Dschungel zu schlüpfen und für 15 Minuten diese Rolle zu spielen und mit den anderen ‚Tieren’ in Kontakt zu gehen. Dabei konnten auch wir die Kinder besser kennenlernen.

    A., der eine der Zwillingsbrüder, wählte bei diesem Spiel die Rolle eines ‚Drachens’. In dieser Rolle jagte er die anderen Kinder, die sich vor ihm in Sicherheit bringen mussten.

    In der Runde nach dem Spiel beklagte er sich, dass kein anderes ‚Tier’ mit ihm als ‚Drachen’hatte spielen wollen. Die anderen erklärten ihm, dass er sie aber doch gejagt und erschreckt habe. Amina fragte ihn, ob der Drache den auch ruhig und freundlich sein könne. Doch A. erklärte, nein ein Drache müsse so aggressiv und furchterregend sein. Die anderen Kinder erklärten A, dass der Drache dann keine Freunde fände...

    Dieses Spiel bildete einen sehr guten Vorlauf für die nächste Übung, in der die Kindergruppe gemeinsam ihre Regeln für den Umgang miteinander formulierte. Aus der Erfahrung des ‚Dschungels’, in dem es keine Regeln gibt, diskutierten wir mit den Kindern die möglichen Regeln für unsere Gruppe. Wir fragten jedes Kind einzel, was ihm / ihr wichtig war, damit er / sie sich in der Gruppe wohl fühlte, bzw. was er / sie nicht wollte, dass es geschehen würde. Auch wir Leiterinnen machten den einen oder anderen Vorschlag, den die Kinder ebenfalls diskutierten. Schließlich schrieben wir alle Regeln auf ein großes Plakat, das dann aufgehängt wurde, damit es alle sehen konnten. Es war für uns interessant, dass die Kinder sich rege an dieser Übung beteiligten; auch die Zwillinge waren voll bei der Sache und jeder hatte eine klare Vorstellung davon, was er nicht wollte. Sogar D. und E. sagten etwas, wenn sie sich auch danach gleich wieder zurückzogen. Auch in den folgenden Tagen, zeigte es sich immer wieder, dass die gemeinsamen Regeln den Kindern wichtig waren und größere Sicherheit gaben. Zum ersten Mal erfuhren die Kinder, dass sie selbst nach ihrer Meinung gefragt wurden und dass diese wichtig genommen wurde. Die Regeln beinhalteten im Großen und Ganzen: Nicht schlagen, treten, schubsen, anschreien; nicht auslachen; nicht provozieren; nicht bedrohen; anderen nichts wegnehmen; einander ausreden lassen; die Spielsachen nicht kaputt machen; aufeinander achten; wenn mir etwas nicht gefällt, darüber reden;

    Nach dieser ‚wichtigen Arbeit’, gaben wir den Kindern Gelegenheit zum freien Spiel, um ihnen zu ermöglichen, die Spielsachen auszuprobieren.

    Wegen des Regenwetters setzten wir auch am Nachmittag die Gruppenarbeit fort. Das ‚Spielzimmer’ (wie die Kinder es nannten) war für die Kinder sehr attraktiv, deswegen nahmen sie dieses Angebot gern an – wenn es schon nicht möglich war, an den Strand zu gehen..

    Mit der Übung ‚Wenn ich ein Tier / eine Blume / ein Haus / eine Farbe... wäre’ ermöglichten wir den Kindern sich selbst wie auch die anderen besser kennenzulernen. Die Übung machte den Kindern Spass und auch für uns war es sehr interessant zu erfahren, wie die Kinder sich selbst sahen. Bei einigen Kindern war allerdings auch bei dieser Übung zu spüren, wieviel Angst sie vor Nähe oder Verletzung (Übergriffen?) hatten („Ich wäre gern ein Kaktus, dann könnte mich niemand anfassen.“ oder wieviel Aggression sich in ihnen angestaut hatte („Ich wäre gerne ein Drachen, dann könnte ich Feuer spucken!“).

    Nach einer kurzen Pause fuhren wir mit der Imaginations-Übung „Mein innerer sicherer Ort“ fort. Diese Selbsthilfe-Übung, die wir auch mit den Frauen machen, lieben die Kinder in der Regel sehr. Sie hilft ihnen, sich selbst zu beruhigen. Auch die Kinder dieser Gruppe erlebten diese Übung als „sehr schön’. Alle konnten sich darauf einlassen, auch die Zwillinge und die Jüngste, die dafür eigentlich noch ein wenig klein war. Im Anschluss zeichneten die Kinder ihren ‚sicheren Ort’ und stellten ihn dann den anderen vor. Mehrere von ihnen zeichneten als ihren ‚sicheren Ort’ Palmen, Strand und Meer und erklärten, dass dies Neum sei. Sie erlebten den Ort des Erholungsaufenthalts als ihren sicheren Ort und sagten, dass sie sich hier so gut wie nirgends sonst fühlten – „weit entfernt von zu Hause und den Sorgen,“ drückte es eines der Kinder aus. Einerseits machte uns das betroffen, dass einige der Kinder sich in ihrem gegenwärtigen Leben offensichtlich nirgends sicher fühlten; andererseits machte es uns noch einmal die Wichtigkeit dieser Erholungsaufenthalte deutlich – allerdings auch die Notwendigkeit, in Gorazde weiter mit der Gruppe zu arbeiten – und wenn möglich auch die Väter in die Arbeit mit einzubeziehen.

    Am Ende der Nachmittagseinheit gab es dann die erste Überraschung: die Fotoapparate. In einer kurzen Einführung erklärten wir den Kindern deren Handhabung. Die Kinder hatten nun die Möglichkeit, bis zum Ende des Aufenthalts ihre schönsten, eindrucksvollsten, liebsten oder witzigsten Motive zu fotografieren.

    Aus den jeweils besten Bildern sollte es nach der Rückkehr in Gorazde eine Ausstellung geben. Die Überraschung und Freude der Kinder war groß. Keines der Kinder hatte bisher einen eigenen Fotoapparat besessen.

    Mit einer ‚Blitzlicht’-Runde schlossen wir den intensiven ersten Tag ab. Den Kindern hatte die – für sie ungewohnte - Gruppenarbeit gut gefallen. Auch die Altersgruppen hatten gut miteinander harmoniert. Die Erarbeitung der Gruppenregeln hatte einen klaren Rahmen geschaffen, der den Kindern Sicherheit und Verlässlichkeit bot. Wir waren selbst überrascht, wie gut es mit der sehr heterogenen Gruppe funktioniert hatte. Die größte Freude hatten wir den Kindern allerdings offensichtlich mit den Fotoapparaten gemacht. Sie konnten es kaum abwarten, sie ihren Müttern zu zeigen.

     

    Am zweiten Tag zeigte sich während der Blitzlichtrunde, dass es am Vorabend Streit zwischen den Zwillingen A. und B. einerseits und ihrer großen Schwester C. andererseits gegeben hatte. Nach dem Erwärmungsspiel ‚Verwandle Dich’ (das den Kindern Gelegenheit gab, in verschiedene Rollen zu schlüpfen), widmeten wir uns daher dem Thema ‚Konflikte zwischen Geschwistern oder Freunden /innen’.

    Im Rollenspiel hatten die Kinder in mehreren Szenen die Möglichkeit, den Konflikt vom Vorabend wie auch andere Konflikte der letzten Zeit zu inszenieren. Gemeinsam analysierten wir die Szenen und überlegten Lösungsmöglichkeiten. Das Rollenspiel machte den Kindern Spaß, ermöglichte ihnen, in einem geschützten Rahmen Ärger auszudrücken, aber auch zu verstehen, warum es in den Situationen zu einem Streit gekommen war. Sie verstanden, dass ein Konflikt nicht bedeutet, „dass der andere mich nicht mag“, und dass es möglich ist, eine Lösung zu finden, wenn das beide Seiten wollen.

    Nach einer Pause schlossen wir eine Übung zum Thema Freundschaft an: „Was ich mir von meinem Freund / meiner Freundin wünsche?“ Die Kinder dachten über diese Frage nach, schrieben teils auch etwas auf; dann sammelten wir ihre Wünsche auf dem Flip-Chart und diskutierten darüber, wie wir uns selbst als Freund / Freundin verhalten – und schließlich als Bruder oder Schwester. Dabei wurde deutlich, dass die Kinder sich um Geschwister weit weniger bemühen, aber andererseits große Erwartungen an diese haben.

    Nach einem gemeinsamen Bewegungsspiel (‚Tanzender Zug’) gaben wir wieder Gelegenheit zum freien Spiel.

     

    Wegen des Regenwetters setzten wir die Gruppenarbeit am Nachmittag fort.

    Mit der Wahrnehmungsübung „Was schreibe ich Dir auf den Rücken?“ begannen wir die Nachmittagseinheit. Dann kamen wir zum Thema ‚Kommunikation’: In der Übung ‚Schlechte Zuhörer’ erlebten die Kinder, wie es ist, wenn wir uns nicht wirklich zuhören. „Da bekommt man eine Riesenwut,“ meinte einer der Jungen und ein Mädchen: „Das geht mir oft mit meinen Eltern so. Ich erzähl ihnen was und sie hören mir nicht zu und dann sagen sie hinterher, ich hätte gar nichts gesagt.“ Wir erarbeiteten dann mit den Kindern, was es bedeutet, aktiv zuzuhören und auch, wie wir unser Anliegen am besten vorbringen können (‚Ich-Botschaften’ anstatt ‚Du-Botschaften und Verallgemeinerungen) Wir demonstrierten dies an zwei Beispielen. Dann hatten die Kinder wieder Gelegenheit, im Rollenspiel auszuprobieren, wie sie ein Problem mit einer anderen Person besprechen könnten, in dem sie aktiv zuhören und ‚Ich-Botschaften’ formulieren. Vor allem für die jüngeren Kinder war das nicht ganz einfach und wir hatten mit diesen Szenen auch viel zu lachen.

    Nach der Arbeit entspannten wir uns mit dem Tanzspiel ‚Witziger Tanz’, in dem die Kinder nacheinander auf eine ungewöhnliche und komische Art tanzen und die gesamte Gruppe dies dann imitieren muss. Bei dieser Übung merkten wir, dass die Kinder schon entspannter waren als am Anfang und es ihnen nicht mehr so schwer fiel, sich zu exponieren.

    In der Abschlussrunde dieses Tages, äußerten die Kinder, dass die Themen für sie sehr interessant und nützlich gewesen seien. „Aber“, meinte eines der Mädchen, „ich finde, das sollten die Erwachsenen auch lernen! Die machen da nämlich die meisten Fehler!“ Wir gaben ihr recht und erklärten, dass auch ihre Mütter zu diesen Themen arbeiten würden und dass sie dann am besten gemeinsam darauf achten könnten, dass sie die Regeln für gute Kommunikation auch zu Hause anwendeten.

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    und noch eine Direktspende!

    ...und noch eine Direktspende an SEKA Hamburg e.V. - fuer die Glueckstage im naechsten Sommer! Super!

    Vielen Dank an die Spenderin!

    Ihnen allen einen schoenen Tag!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Die Kindergruppe

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    heute kommt der 6. Teil unseres Berichts ueber den therapeutischen Erholungsaufenthalt im Sommer 2010:

    Wir stellen Ihnen heute die Kindergruppe vor und schreiben ueber die Themen und die Strukturierung der Gruppenarbeit mit den Kindern.

    Wir freuen uns ueber Ihr Interesse und insbesondere auch ueber Rueckmeldungen oder Fragen.

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    Gruppenarbeit mit den Kindern

     

    Besonderheiten der Kindergruppe

    Das Alter der Kinder dieser Gruppe war sehr unterschiedlich. Relativ schnell bildeten sich zwei Untergruppen heraus: einerseits 4 Kinder im Alter von 11 – 13 Jahren sowie der 9-Jährige, der sehr ernsthaft war und sich daher der Gruppe der älteren zugehörig fühlte; andererseits 6 Kinder zwischen 4 ½ und 7 ½ Jahren, zu denen sich wiederum der 10jährige zugehörig fühlte (er war auch zu Hause stets mit seinem 7 ½ jährigen Bruder zusammen und fühlte sich mit den jüngeren Kindern sicherer, s.u.). Für manche Themen und Aktivitäten teilten wir die Gruppe in diese Untergruppen und passten die Inhalte der Gruppenarbeit an die jeweiligen Möglichkeiten und Bedürfnisse der Kinder an. Dabei zeigte es sich, dass die konkrete Erarbeitung von Themen durch kleine Szenen oder Rollenspiele auch von den Jüngeren sehr gut angenommen wurde und ihre Konzentration wach hielt. Wenn wir bemerkten, dass die Jüngeren unruhig wurden, schoben wir in der Regel ein Bewegungsspiel oder eine körperliche Aktivität ein, um den Kindern zu ermöglichen, Spannung und Energie loszuwerden.

    Die Jungen waren in auch der diesjaehrigen Gruppe in der 2/3-Mehrheit: 8 Jungen gegenüber 4 Mädchen. Aber wie auch schon im letzten Jahr bedeutete dies keine Schwierigkeit für den Umgang miteinander: Drei der Mädchen gehörten zu der Gruppe der Älteren, wo sie wiederum in der Mehrheit waren. Die Jüngste war sehr kommunikativ und durchsetzungsfähig und nach kurzer Zeit der Liebling der Gruppe. Dennoch schlossen wir – wie auch in den Vorjahren – das Gruppenspiel ‚Planet Orion’ zum Thema Geschlechtsrollen in unser Programm mit ein, da viele der Kinder in ihren Familien sehr stereotype Geschlechtsrollen erleben.

    Deutlich spürbar war auch in dieser Gruppe, dass die Kinder aus Familien kamen, die am Rande oder gar unterhalb des Existenzminimums lebten. So war es nötig, dass wir für einige der Kinder Badebekleidung oder auch Sandalen und Sommerbekleidung finanzierten, da die Eltern / Mütter die Mittel dafür nicht aufbringen konnten. Die Kinder waren glücklich über das Essen, das die Pensionswirte liebevoll zubereiteten. Keines hatte Sonderwünsche – alles schmeckte ‚super’. Auch während der Gruppenarbeit spürten wir, welchen Nachholbedarf manche Kinder hatten. Besonders wenn wir den Kindern die Gelegenheit zum freien Spiel gaben, erlebten wir, wie sie neugierig Spiele ausprobierten, konzentriert LEGO-Kunstwerke bauten oder mit den Stofftieren und Puppen spielten.

    Im Verhalten der meisten Kinder bemerkten wir die Auswirkungen familiärer Gewalt, bzw. erlebter Traumata der Eltern / der Väter. Außer bei den beiden Jüngsten und den beiden Ältesten beobachteten wir bei den Kindern einerseits Schüchternheit oder Verschlossenheit andererseits aber auch aggressives Verhalten (insbesondere bei den kleineren Jungen). Im Laufe der Gruppenarbeit zeigte sich das dahinter Ängste, Selbstunsicherheit, ein negatives Selbstbild und Mangel an Selbstachtung steckte.

    Besonders die 7jährigen Zwillingsbrüder, A. und B., kannten zu Anfang keine Grenzen. Sie waren hyperaktiv, konnten sich schlecht konzentrieren und standen in einem starken wechselseitigen Konkurrenzverhältnis – insbesondere gegenüber der Mutter. Die Mutter fühlte sich offensichtlich von ihnen überfordert und setzte ihnen keine klaren Grenzen, beklagte sich gleichzeitig aber, dass sie nicht auf sie hörten und kritisierte sie ständig. Nach einigen Tagen veränderten die beiden Jungen ihr Verhalten in der Kindergruppe. Sie reagierten auf unsere Interventionen und konnten besser zuhören, mussten auch nicht immerzu im Mittelpunkt stehen. Auch die Konkurrenz zwischen ihnen ließ nach, da sie spürten, dass jeder gleich viel Aufmerksamkeit bekam, dass die anderen und wir Leiterinnen zuhörten, wenn sie etwas sagten, und dass alle Kinder gleich wichtig waren. Gegenüber der Mutter fielen sie jedoch häufig wieder in ihr altes Verhalten zurück, da es dieser schwer fiel, ihren Umgang mit den Kindern zu verändern. Sicherlich wird es nötig sein, die Arbeit mit dieser Familie in Gorazde fortzusetzen und (wenn möglich) auch den Vater mit einzubeziehen.

    Zwei andere Brüder, D. und E., 7 ½ und 10 Jahre leben mit ihren Eltern als bosniakische Rückkehrer in der Republika Srpska in einem entlegenen Weiler in sehr armen Verhältnissen. Der 10-Jährige wurde erst vor einem Jahr gemeinsam mit seinem kleinen Bruder in die erste Klasse eingeschult, da die Kinder bis zur Haltestelle des Schulbusses ca.1 ½ Stunden durch den Wald gehen müssen – und nach der Schule den gleichen Weg zurück. Die Eltern warteten mit der Einschulung des Älteren, bis der Jüngere alt genug war, damit die Kinder den Weg gemeinsam gehen können. In dem Weiler gibt es keine Kinder im Alter der beiden. Bis zur Einschulung wuchsen sie völlig isoliert von Gleichaltrigen auf – in einer noch immer stark patriarchalen und durch die absolute Autorität des Vaters geprägten Familie, der Frau und Kinder kontrolliert und auch Gewalt als sein männliches Recht ansieht. Die Kinder waren zu Anfang völlig verschlossen und stumm, nur auf die Mutter reagierten sie zeitweise sehr aggressiv.

    Insgesamt war die Mehrzahl der Kinder von zu Hause einen autoritären und teilweise gewalttätigen Erziehungsstil (auch von seiten der Mütter) gewohnt. Die Regeln des SEKA-Hauses ‚Keine Gewalt sondern gegenseitige Wertschätzung’ (s.o.) stellten für sie daher etwas völlig Neues dar.

    Wieder einmal bestätigte sich für uns die Wichtigkeit unseres Konzepts der Erholungsaufenthalte, parallel und gemeinsam mit Kindern und Müttern zu arbeiten, um die Bedingungen für die Kinder innerhalb der Familie zu verändern.

    Am ersten Tag fand – wie stets – ein gemeinsames Gespräch mit Kindern und Müttern über die Hausordnung und die Regeln im SEKA-Haus statt. Das Thema ‚gewaltfreie Kommunikation und Konfliktlösung’ war dabei ein wichtiger Punkt. Wir vereinbarten mit Müttern und Kindern, dass sie in Problemsituationen gemeinsam nach gewaltfreien Lösungen suchen würden, und boten dabei unsere Unterstützung an.

    Wir legten in der Arbeit mit dieser Kindergruppe einen besonderen Schwerpunkt – einerseits auf Selbsterfahrung und die Entwicklung der Selbstachtung der Kinder und andererseits auf die Themen ‚gegenseitige Wertschätzung’, ‚Kommunikation’, Konfliktlösung, bzw. ‚Vorurteile / Stereotypen’. Zur Selbsterfahrung gehörte es, den Kindern zu ermöglichen, sich überhaupt selbst kennenzulernen, sich über ihre Stärken und Fähigkeiten wie auch über Schwierigkeiten bewusst zu werden; die eigenen Körpergefühle wahrzunehmen und Emotionen zu erkennen und zu benennen; sowie sich über ihre Bedürfnisse und Grenzen bewusst zu werden.

     

    Themen und Verlauf der Gruppenarbeit mit den Kindern

    Die Gruppenarbeit begann jeden Tag mit einer kurzen Zeit des „Ankommens“ der Kinder im gemeinsamen Gruppenraum. In dieser Zeit konnten sie sich allmählich auf die gemeinsame Arbeit einstellen. In einer „Blitzlichtrunde“ hatte jedes Kind dann die Gelegenheit zu sagen, wie es sich am Morgen dieses Tages fühlte, was ihm am Vortag besonders gefallen oder missfallen hatte oder was es sonst den anderen mitteilen wollte.

    Auf das Blitzlicht folgte jeden Tag ein Bewegungs- / Phantasiespiel – um in Schwung zu kommen, eine lockere Atmosphäre in der Gruppe zu schaffen, und um die Konzentration der Kinder zu wecken. Daran schlossen sich dann in der Regel zwei themenbezogene Einheiten an, unterbrochen von einer halbstündigen Pause. Eine erneute Bewegungs- bzw. Entspannungsübung schloss die themenbezogenen Einheiten ab. Bei Bedarf schoben wir bei dieser Gruppe auch während der themenbezogenen Einheiten eine kurze ‚Energieübung’ ein, um die Konzentration der Kinder wieder zu verbessern. Die letzten 30 – 60 Minuten hatten die Kinder Gelegenheit zum selbstgewählten Spiel, an dem die Therapeutinnen natürlich ebenfalls teilnahmen. Jeder „Arbeitstag“ wurde mit einem abschließenden Blitzlicht beendet.

    An vier Nachmittagen setzten wir die Gruppenarbeit wegen des Regenwetters auch nach der Mittagspause fort.

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Noch eine Direktspende!

    ...und noch eine Direktspende an SEKA Hamburg haben wir bekommen von einer unserer Unterstuetzerinnen. Damit ist der aktuelle Bedarf fuer 12 Tage Unterkunft fuer ein Kind auf nun noch 194 € geschrumpft.

    Herzlichen Dank an die Spenderin!

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    '...es hat mir Mut gemacht!'

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    heute morgen sehe ich, dass wir eine neue (anonyme) Paybackpunktespende bekommen haben. Das ist toll! Herzlichen Dank an den/die SpenderIn!

    Und hier kommt nun der 5. Blog / 5. Teil des Berichts ueber die 'Glueckstage 2010': die Gruppenarbeit mit den Frauen, 2. Teil. Wir hoffen, Sie lesen den Blog mit Interesse.

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    Gruppenarbeit mit den Frauen, 2. Teil:

     Am fünften Tag (26.06.10) brachte eine der Mütter in der Blitzlichtrunde ein Problem vom Vortag ein, das sich mit ihrer Tochter während des Strandspaziergangs ereignet hatte. Wir griffen dieses Thema auf und boten der Mutter an, die Szene psychodramatisch ‚auf die Bühne zu bringen’. In der Rolle ihrer ‚Tochter’ erkannte sie, wie die Tochter sich vermutlich gefühlt hatte. In einer zweiten Version der Szene konnte die Mutter dann eine andere Reaktionsmöglichkeit auf das Verhalten der Tochter ausprobieren, das sie in der Rolle der ‚Tochter’ dann besser akzeptieren konnte.

    Wir nutzten diese Szene als Einführung in das Thema ‚Kommunikation’. Zuerst hatten die Frauen Gelegenheit, in Paaren auszuprobieren, wie es sich anfühlt, „wenn ich ein wichtiges Anliegen / Problem habe und die andere mir nicht richtig zuhört.“ Danach probierten die Frauen in einer neuen kurzen Szene, wie es ist, wenn die andere ‚aktiv zuhört’. Nach einer Feedback-Runde gaben wir einige grundlegende theoretische Erklärungen zum Thema ‚Kommunikation (Aktives Zuhören, sich mitteilen, keine Generalisierungen oder Pauschalvorwürfe u.ä.). In der anschließenden Diskussion drückten die Teilnehmerinnen aus, dass sie sich bewußt geworden waren, wie oft sie anderen (z.B. den Kindern) nicht wirklich zuhörten oder gleich Vorwürfe machten und wie viele Konflikte sich daraus entwickelten.

    Nach der Pause griffen wir dann das Thema ‚Konflikt’ auf. Wir erarbeiteten mit der Gruppe, welche Umstände zu einem Konflikt führen. Dann reflektierten die Frauen, über ihre Strategien zur Konfliktlösung. Anschließend vermittelten wir den Teilnehmerinnen in einem kurzen theoretischen Block Grundinformationen zum Thema Konflikt und Konfliktlösung.

    Anschließend leiteten wir zum Thema ‚Beziehungen’ die Psychodrama-Übung ‚Soziales Atom’ an. Anhand eines Formulars und eines Schemas mit 10 Kreisen um den Mittelpunkt (der die jeweilige Protagonistin darstellt) dachten die Frauen über die emotional wichtigen Beziehungen in ihrem Leben nach und zeichneten diese mit Hilfe von Symbolen in ihr Schema ein. Dann hatten sie Gelegenheit anhand von vorgegebenen Fragen über verschiedene Aspekte der Beziehung zu den jeweiligen Personen sowie über Veränderungswünsche zu reflektieren. Die Frauen arbeiteten sehr konzentriert. In der Blitzlichtrunde waren sie überwiegend nachdenklich und innerlich noch mit ihren ‚Sozialen Atomen’ beschäftigt, an denen wir am nächsten Tag weiter arbeiteten.

    Der sechste Tag war leider wieder ein Regentag. Wir setzten die Gruppenarbeit daher auch am Nachmittag fort.

    In der Vormittags-Einheit arbeiteten wir – nach der Blitzlichtrunde und der Bewegungsübung ‚Unkonventionelle Arten der Begrüßung’ – weiter am Thema ‚Beziehungen’. Die Frauen hatten auch in der freien Zeit intensiv weiter über ihre Beziehungen nachgedacht. Sie hatten nun Gelegenheit, ihre jeweiligen ‚Sozialen Atome’ vorzustellen – in dem Maße, in dem sie bereit waren, über dieses sehr persönliche Thema zu sprechen. Diese Übung empfanden alle Frauen als außerordentlich hilfreich „Ich habe noch nie in meinem Leben auf so eine Weise über meine Beziehung zu anderen nachgedacht. Ich habe nun ein ganz klares Bild, welche Personen wo stehen. Das finde ich großartig!“meinte eine der Teilnehmerinnen. Die anderen äußerten sich in sehr ähnlicher Weise.

    In der Nachmittagseinheit dieses Tages sprachen wir über das von den Frauen zu Anfang benannte Thema „Meine Kinder hängen sehr an mir – wie kann ich das ändern?“ Im Gespräch erarbeiteten wir wichtige Aspekte, die dazu führen können, dass sich Kinder an die Mütter / Eltern klammern (Angsterzeugende Situationen, Trennung der Eltern / Verlust des anderen Elternteils, ungeklärte Beziehungen, Ängste der Mutter / Eltern, Transgenerationentrauma u.ä.).

    In der Abschlussrunde dieses Tages äußerten die Teilnehmerinnen ihre große Zufriedenheit mit der Gruppenarbeit dieses Tages. „Die heutigen Themen haben mir sehr viel bedeutet – mir sind sozusagen ‚viele Lichter aufgegangen’“, faßte das eine der Mütter zusammen. Und eine andere meinte: „Ich könnte euch stundenlang zuhören, es wird mir nie langweilig! – so etwas hätte ich schon vor 10 Jahren gebraucht. Aber gut, dass ich jetzt hier sein kann und diese Chance habe!“

    Am siebten Tag arbeiteten wir zum Thema ‚Umgang mit Problemen und Hindernissen im Leben’ mit Hilfe der Imaginationsübung ‚Mauer’. Nach der geleiteten Imagination konnten die Teilnehmerinnen ihre Erlebnisse während der Übung malen und dann anhand verschiedener Fragen über ihre Bewältigungsstrategien,  ihre Mechanismen oder über andere Aspekte, die ihnen durch die Übung bewusst geworden waren reflektieren. Anschließend stellten die Frauen ihre Zeichnungen vor und sprachen über ihre Erlebnisse während der Übung und die Erkenntnisse, die sie daraus gezogen hatten. Eine der Teilnehmerinnen war überrascht, auf welche Weise sie ihre ‚Mauer’ erlebt hatte: „Ich habe erkannt, dass es für mich eigentlich keine unlösbaren Probleme gibt... Vor meiner Mauer habe ich mich erst mal hingesetzt und mich ausgeruht. Ich hatte das Gefühl, es ist ganz gut, dass es gerade dieses Hinderniss gibt, da kann ich mal ein wenig innehalten. Und dann bin ich ausgeruht aufgestanden und habe gewusst, wie ich die Mauer überwinden kann! Diese Übung hat mich fasziniert. Daran werde ich mich sicher erinnern, wenn ich wieder mit einem Problem fertigwerden muss!“

    Anschließend leiteten wir die Selbstbehauptungsübung ‚Kampf um die Socken’ an, die allen Frauen großen Spaß machte, ihnen aber auch half, sich ihrer eigenen Selbstbehauptungsmechanismen und –Strategien bewußt zu werden. Einige der Frauen erlebten sich zum ersten Mal in ihrem Leben als ‚kämpferisch’: „Ich habe nicht gewußt, dass ich so kämpferisch sein kann. Das war ein richtig tolles Gefühl und es hat mir Mut gemacht, auch im richtigen Leben mehr für mich und mein Kind zu kämpfen!“

    Am achten und letzten Gruppenarbeitstag (dem 9. Tag in Neum) arbeiteten wir nach einem witzigen Bewegungsspiel zur Erwärmung am Thema ‚Bedürfnisse / Grenzen / Selbstbehauptung’ weiter: Wir ergänzten die Erfahrungen der Frauen während der Selbstbehauptungsübung am Tag zuvor durch einige grundlegenden theoretischen Ausführungen zum Thema ‚grundlegende menschliche Bedürfnisse’ und ‚physische und psychische Grenzen’. In der Diskussion mit den Frauen kamen wir dabei insbesondere auf die Folgen der traditionellen weiblichen Erziehung als Hemmnis für eine gesunde Selbstbehauptung zu sprechen.

    Nach der Pause begannen wir dann mit der Abrundung des Seminars: Die Teilnehmerinnen hatten Gelegenheit, jeder anderen Teilnehmerin etwas zum Abschluss zu sagen („Was mich von Dir beeindruckt hat; was ich Dir wünsche etc.) In dieser Übung zeigte sich, wie sehr die Gruppe zusammengewachsen war und wieviel die Frauen insbesondere von den Themen ‚Kraftquellen und Ressourcen’, ‚Emotionen’ und ‚Kommunikation’ profitiert hatten.

    Danach hatten die Frauen Gelegenheit, in einem ‚Brief an sich selbst’ (den sie an sich als ‚Freundin’ schreiben sollten) ihren persönlichen Prozess wähend der acht Tage Gruppenarbeit auszuwerten.

    In der anschließenden Psychodrama-Übung konnten die Teilnehmerinnen schließlich ihre Evaluation der Gruppenarbeit mit Hilfe von Symbolen an drei Orten auf der Psychodrama-Bühne darstellen: 1. Was war mir an der Gruppenarbeit wichtig? Was empfinde ich als nützlich für mich in meinem Alltag?

    2. Welche meiner Erwartungen haben sich nicht erfüllt? 3. Was wünsche ich mir für die Zukunft?

    Allen Frauen bedeutete die Gruppenarbeit sehr viel. Fast alle äußerten, dass sie viel weniger erwartet hatten – dass sie sich zuvor nicht hatten vorstellen können, was das bedeutet. Begeistert waren sie, von der Art und Weise und der Methode. Alle empfanden die bearbeiteten Themen als wichtig und bedeutsam; einige wünschten sich, verschiedene Themen (Kommunikation, Konflikte, Kindererziehung) noch zu vertiefen. Alle betonten, wieviel ihnen das Zusammensein mit den anderen bedeutete, dass sie neue Freundinnen gefunden hätten. Alle waren sehr motiviert, die Gruppenarbeit auch in Gorazde weiter fortzusetzen; allerdings sah eine der Frauen, die mit ihrer Familie in einem sehr abgelegenen Dorf – weit von Gorazde – lebt, für sich und ihre Kinder keine Möglichkeit, zu den Gruppenterminen ins SEKA-Haus zu kommen, da es keinerlei öffentliche Verkehrsmittel gibt.

    Zum Abschluss zog noch jede der Frauen für sich eine ‚Kraftkarte’ – als Unterstützung für ihren Alltag.

    Damit beendeten wir die Gruppenarbeit im Gruppenraum. Die letzten drei Tagen des Aufenthalts in Neum nutzten wir dann für Aktivitäten und Unternehmungen – gemeinsam mit den Kindern am Strand(s.o.).

    Einzelgespräche mit den Frauen

    Neben der Gruppenarbeit baten die Frauen auch mehrfach um Einzelgespräche mit uns Mitarbeiterinnen.

    Dabei ging es meist um aktuelle persönliche Probleme, Probleme in der Ehe oder mit den Kindern, bzw. Gewalterfahrungen. Wir wiesen die Frauen auf die Möglichkeit, in Gorazde weiter therapeutische Hilfe zu bekommen, sowohl in der Gruppe als auch in Einzeltherapie.

     

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    'Die Quellen meiner Kraft' - therap. Gruppenarbeit

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    hier bin ich wieder - zurueck aus dem Urlaub und auch wieder online - nachdem ich nach meiner Rueckkehr weder Telefon noch Internet hatte. Dieses Problem ist nun - wie ich hoffe dauerhaft - geloest.

    Heute kommt also nun der 4. Teil unseres Berichts ueber den therapeutischen Erholungsaufenthalt in diesem Sommer. In den ersten drei Blogs haben wir ueber die Besonderheiten der Gruppe, ueber die Situation in Gorazde waehrend des Krieges, sowie ueber die Konzeption der Erholungsaufenthalte und unsere Arbeitsweise geschrieben. Heute geht es nun weiter mit dem Bericht ueber die therapeutische Gruppenarbeit mit den Frauen (1. Teil).

    Wir freuen uns ueber Ihr Interesse!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    Gruppenarbeit mit den Frauen

    Wie stets orientierten wir die therapeutische Gruppenarbeit an der psychodramatischen Strukturierung des therapeutischen Prozesses sowie am traumatherapeutischen Phasen-Modell u.a. nach Reddemann (s.o. unter: Methoden und Techniken im letzten Blog). Da wir uns der schweren Traumata mehrerer Frauen bewusst waren, legten wir den Schwerpunkt der Arbeit ausschließlich auf die Aspekte: Erarbeitung von Sicherheit und Vertrauen in sich und andere (die Gruppe / uns Leiterinnen) und Stabilisierung (Arbeit an Ressourcen, Selbstachtung, Kommunikation, Beziehungen und Gefühlen) sowie Themen, die von den Teilnehmerinnen gewünscht wurden.

     

    Am ersten Tag der Gruppenarbeit (22.06.10) stellten wir (Leiterinnen und Teilnehmerinnen) uns zunächst alle in einer Runde vor. Anschließend erarbeiteten wir (wie stets) gemeinsam die Regeln für die Gruppenarbeit. (Was brauche ich, damit ich mich in dieser Gruppe sicher und frei fühlen kann? Was möchte ich nicht, dass geschehen würde?) Jede schrieb ihre Gedanken zu diesen Fragen auf Zettel – ohne zu unterschreiben – damit sie so offen und ehrlich wie möglich sein konnte. Anschließend wurden die Zettel vorgelesen, gemeinsam diskutiert und schließlich Regeln formuliert, denen alle zustimmen konnten. Diese Übung erweist sich immer wieder als außerordentlich wichtig für die Entwicklung von Sicherheit und Vertrauen in der Gruppe.

    Dann hatten die Teilnehmerinnen Gelegenheit, anhand von Symbolen ihre Wünsche und Erwartungen bzgl. des Erholungsaufenthalts zu formulieren. Die Frauen wünschten sich körperliche und seelische Erholung, Entlastung, ‚Lernen, wie ich besser mit Problemen umgehen kann’,  ‚Dilemmata, bzw Probleme lösen’, ‚Rat bekommen’,  ‚Austausch mit anderen’, ‚Etwas Nützliches lernen’, und eine schöne Zeit mit den Kindern.

    Anschließend fuhren wir mit der Übung fort ‚Ein Problem, das mich beschäftigt’, in der die Teilnehmerinnen ein oder mehrere Probleme anonym auf kleine Zettel schrieben, die dann vorgelesen und von der Gruppe gemeinsam als Themen formuliert und aufs Flip-Chart geschrieben wurden. Durch Abstimmung wurde dann bestimmt, welche Themen für die Gruppenarbeit Priorität haben.

    Als Themen wurden benannt: ‚Mangelhafte Wohnverhältnisse’, ‚Eheprobleme’, ‚Gewalt in der Familie’, ‚Alleinerziehend ohne Einkommen’, ‚Mit der Vergangenheit fertigwerden’, ‚Bewältigung von Problemen’,  ‚Große ökonomische Probleme / Arbeitslosigkeit’, ‚Sprachprobleme / Stottern des Kindes’, ‚Ängste der Kinder / sie klammern sich an mich’, ‚Probleme mit den Kindern’.

    Danach schlossen wir die Vormittags-Einheit mit einer ‚Blitzlichtrunde’ ab: jede hatte Gelegenheit zu sagen, wie sie sich fühlt. Alle Frauen fühlten sich wohl. Alle waren die gesamte Zeit konzentriert dabei und interessiert. Die abwechslungsreiche Methode, die sich an ihren Bedürfnissen orientierte, gefiel ihnen. Einige hatten befürchtet, dass ihnen vier Stunden Gruppenarbeit vielleicht zu anstrengend sein würden. Sie äußerten ihre Überraschung, wie rasch ihnen die Zeit vergangen und wie unterhaltsam die Arbeit für sie gewesen war.

    Da es an diesem Tag in Strömen regnete, nahmen die Frauen gerne unser Angebot an, nach einer zweistündigen Mittagspause auch am Nachmittag weiter in der Gruppe zu arbeiten.

     

    In der Nachmittags-Einheit begannen wir mit der Bearbeitung des Themas, das die meisten Stimmen bekommen hatte: ‚Wie kann ich meinem Kind helfen, wenn es Sprachprobleme hat bzw. stottert?’.

    Jede der Frauen hatte die Möglichkeit, ihre Erfahrung mit den anderen zu teilen. Eine der Mütter hatte das gleiche Problem gemeinsam mit ihrem Sohn durch fachliche Hilfe bewältigen können. Auch andere teilten ihre Erfahrungen mit, die die betroffene Mutter als hilfreich erlebte.

    Anschließend schlugen wir die Übung vor: ‚Drei gute Eigenschaften meines Kindes’. Jede Mutter sollte auf je einen Zettel für jedes Kind drei gute Eigenschaften / Fähigkeiten des jeweiligen Kindes schreiben, auf die sie stolz ist. Den Frauen fiel es nicht leicht, diese drei Eigenschaften zu benennen.

    Die Übung machte die Frauen nachdenklich – es wurde ihnen bewußt, wie sehr sie das Augenmerk auf die ‚Fehler’ ihrer Kinder legten. (Etwas, was sie selbst als Kinder erlebt hatten.)

    Daraufhin gab Therapeutin Nurka Babovic einige theoretische Erklärungen zu diesem Thema, über mögliche Ursachen für Sprach- oder andere Probleme der Kinder; insbesondere verwies sie auf die Wichtigkeit positiven Feedbacks bzw. Lobs für Kinder insgesamt – besonders aber für Kinder mit Problemen – anstatt immer nur die Schwierigkeiten zu sehen und zu kritisieren.

    Nach einer kurzen Pause leiteten wir den ersten Teil der Übung „Die Quellen meiner Kraft“ an.(Wir wählten diese Übung, da wir beim vorigen Thema  festgestellt hatten, dass die überkritische  Einstellung der meisten Teilnehmerinnen gegenüber ihren Kindern ihre Wurzeln in dem geringen Selbstwertgefühl der Frauen selbst und der eigenen traditionellen patriarchalen Erziehung hatte.)

    Jede Frau reflektierte in dieser Übung darüber, was sie als innere oder äußere Ressourcen / Kraftquellen erlebt, die ihr in schweren Momenten helfen oder ihr auch Glück und Zufriedenheit in ihrem Leben ermöglichen. Dabei konnte jede aus einer Vielzahl von Steinen und Muscheln oder Glasmurmeln sowohl für sich selbst als auch für jede dieser Ressourcen ein Symbol auswählen, um sie auf einem Blatt Papier als kleine ‚Skulptur ‚zu repräsentieren. Allen Frauen bedeutete diese Übung sehr viel. Sie hatten noch nie zuvor über diese Frage nachgedacht. Mit einer ‚Abschluss-Blitzlichtrunde schlossen wir die zweite Einheit des ersten Tages ab. Trotz achtstündiger Gruppenarbeit fühlten sich die Frauen nicht müde sondern „erfüllt und angeregt“, wie eine Teilnehmerin sagte, bzw. „nachdenklich, mit vielen neuen Eindrücken“ eine zweite.

     

    Am zweiten Tag (23.06.10) fuhren wir nach dem „Blitzlicht“ und einer Erwärmungsübung mit Bewegung mit der Übung „Quellen meiner Kraft“ fort.

    Die Teilnehmerinnen hatten nun die Möglichkeit, ihre kleinen Symbol-Szenen auf der großen Pychodrama-Bühne darzustellen. Anstatt der Symbole konnten sie andere Frauen aus der Gruppe als ‚Hilfs-Ichs’(Darstellerinnen) für ihre unterschiedlichen Ressourcen auswählen. Zuerst konnte sich keine der Teilnehmerinnen etwas so Ungewöhnliches vorstellen. Doch dann entschloss sich eine von ihnen, „es einfach auszuprobieren“ – Therapeutin Nurka B. versicherte, dass sie jede Protagonistin begleiten und mit Fragen unterstützen werde. Nachdem sich die erste Protagonistin nach der Darstellung ihrer Skulptur „wundervoll fühlte“ und auch von den Feedbacks der Frauen aus den Rollen ihrer Szene sehr berührt war, konnten sich weitere Frauen dazu entschließen, auch ihre ‚Kraftquellen’ auf der Bühne darzustellen. Die Frauen fühlten sich durch ihre Skulpturen und die Feedbacks aus den Rollen „bereichert und gestärkt“, „mit neuen Erkenntnissen“, oder „stolz und glücklich“... Dadurch wurden auch die Teilnehmerinnen ermutigt, die sich zuvor überhaupt nicht hatten vorstellen können, dass sie sich so exponieren würden. Schließlich stellten alle acht Frauen ihre ‚Kraftquellen’ auf die Bühne und erlebten die Macht der psychodramatischen Darstellung. Für viele war allein die Tatsache, dass sie sich das getraut hatten, ein großer Schritt. „Ich wundere mich selbst über meinen Mut!“ meinte eine und eine andere: „Ich kann es gar nicht glauben, dass ich das war; ich vermeide eigentlich immer, im Mittelpunkt zu stehen.“

    Aufgrund des Regenwetters arbeiteten wir auch an diesem Tag nachmittags weitere vier Stunden. Dadurch hatten alle Teilnehmerinnen Gelegenheit, ihre Skulptur darzustellen und Feedbacks aus den Rollen sowie ‚Sharings’ von den anderen zu bekommen (Sharing – von engl. ‚Teilen’ bedeutet, dass die übrigen Gruppenmitglieder ihre Erfahrungen und Gefühle, die die Szene der Protagonistin in ihnen ausgelöst hat, mit der Protagonistin teilen.)

    Am Ende des Tages fühlten sich die Frauen zwar müde aber auch berührt und glücklich. Die intensive Arbeit auf der Bühne hatte das gegenseitige Kennenlernen gefördert und die Frauen einander nahe gebracht.

     

    Auch am dritten Tag (24.06.10) arbeiteten wir wegen des schlechten Wetters insgesamt 8 Stunden mit den Gruppen.

    In der Vormittagseinheit sprachen wir nach dem Blitzlicht und einem Tanzspiel zur Erwärmung über das von den Frauen gewünschte Thema ‚Eheprobleme’, bei dem sich herausstellte, dass es um Gewalt in der Ehe / Familie ging. Zwei der Frauen redeten offen über ihre Erfahrungen. Die anderen wurden dadurch ermutigt, zumindest ein Stück weit über eigene Gewalterfahrungen zu sprechen.

    Zwei der Frauen hatten es geschafft, sich von dem gewalttätigen Partner zu trennen, mehrere der Frauen lebten jedoch noch immer mit dem gewalttätigen Partner.* Für die Frauen war es wichtig, zu spüren, dass sie mit diesem Problem nicht allein sind.

    Wir schlossen an diese Selbsterfahrungseinheit dann eine Theorie-Einheit zum Thema ‚Gewalt in der Familie – Gewalt in Partnerbeziehungen / Gewalt gegen Kinder’ an. Dabei gingen wir besonders auf die Formen emotionaler / psychischer Gewalt ein, die in der Regel vernachlässigt und daher von den Opfern selbst oft nicht als Gewalt erkannt werden. Die Frauen hörten sehr interessiert zu und ergänzten die theoretischen Ausführungen mit eigenen Erfahrungen oder stellten Fragen. Die theoretischen Erläuterungen halfen ihnen, das Problem aus der Distanz zu sehen und ihre eigenen Reaktionen besser zu verstehen. Gleichzeitig erkannten sie eigenes gewalttätiges Verhalten gegenüber ihren Kindern – das sie bisher als ‚normal’ da allgemein üblich angesehen hatten.

    Da wir festgestellt hatten, dass es den Frauen zum Teil schwer fiel, über ihre (unangenehmen) Gefühle zu sprechen, bzw. diese zu definieren, fuhren wir am Nachmittag mit der Übung ‚Landkarte der Gefühle’ fort. Mit Hilfe dieser Übung erkannten die Frauen den Zusammenhangs zwischen bestimmten Körpersensationen / -gefühlen und ihren Emotionen. Wir erarbeiteten die vier Grundgefühle ‚Angst’, ‚Ärger / Wut’, ‚Trauer’ und ‚Freude’: typische Situationen, die diese Emotionen auslösen; Körpersensationen / -reaktionen; unser Umgang mit diesen Gefühlen und inwieweit wir mit dieser Art des Umgangs zufrieden oder unzufrieden sind. Zuerst arbeitete jede für sich: markierte mit entsprechenden Farben die unterschiedlichen Emotionen in einem vorgegebenen Körperschema und reflektierte über eine Anzahl vorgegebene Fragen. Anschließend teilte jede im Kreis ihre Erkenntnisse mit.

    Anschließend sprachen wir über das Thema: Welche Botschaften habe ich als Kind (oder Jugendliche) in meiner Familie und Umgebung bzgl. des Umgangs mit Gefühlen bekommen? Inwiefern waren diese Botschaften für mich als Mädchen anders als für Jungs in meiner Umgebung? Was haben diese Botschaften in mir bewirkt und inwiefern beeinflussen sie mich noch heute? Was würde ich diesbzüglich gerne ändern – auch im Hinblick auf mein/e Kind/er?

    Wir schlossen dann eine theoretische Einheit über Emotionen und Körperwahrnehmungen an: über den Sinn unserer Gefühle, Prozesse, die dabei im Körper ablaufen und warum, sowie über mögliche Strategien im Umgang mit Emotionen. Wir streiften auch kurz die Themen „Transfer-Emotionen“ und starke Emotionen als Folge traumatischer Erlebnisse und vereinbarten mit den Teilnehmerinnen, diesem Thema (‚Psychologisches Trauma’) mehr Zeit an einem anderen Tag zu widmen.

    In der Abschlussrunde dieses Tages äußerten die Frauen, wie wichtig beide Themen dieses Tages für sie gewesen seien. Besonders das Thema ‚Emotionen’ beschäftigte die Frauen offensichtlich noch weiter. „Ich habe noch nie über meine Emotionen wirklich nachgedacht“, fasste eine der Teilnehmerinnen ihre Erkenntnisse zusammen, „und ich habe meine Gefühle meist versucht zu unterdrücken – alle außer Freude...“. „Ja, genauso habe ich das auch gemacht – und meine Kinder habe ich bestraft, wenn sie wütend sind!“ Wir boten den Frauen an, bei Bedarf noch einmal weiter über dieses  Thema zu reden.

     

    Am vierten Tag (25.06.10) gaben wir – nach dem Blitzlicht und einer Bewegungsübung zur Erwärmung – eine kurze Einführung in das Thema ‚Psychologisches Trauma’ (Was ist ein traumatisches Ereignis? Wie reagieren wir darauf? Was bedeutet Trauma? Welches sind die typischen Symptome, bzw. Traumafolgen? Zusammenhang von Gewalterfahrung und Trauma. Und: was ist hilfreich zur Überwindung eines Traumas?). Die Frauen hörten aufmerksam zu. Es war zu spüren, dass sie sich in vielen Aspekten wiederfanden und mit ihren Gedanken immer wieder in die Vergangenheit glitten. Wir machten dann eine Pause – um ihnen eine erneute Distanzierung von traumatischen Erfahrungen zu ermöglichen – und gingen danach zum Thema  Coping-Mechanismen und –Strategien in Stress-Situationen’ über. Wir erklärten in einer kurzen Theorie-Einheit das ‚Basic-PH’-Schema, in dem sich die Frauen mit einigen ihrer eigenen Strategien wiedererkannten.

    Zum Abschluss des Tages und zur weiteren Förderung der Gruppenkohäsion leiteten wir dann die kreative soziometrische Übung ‚Ein Bild unserer Gruppe’ an, in der die Frauen gemeinsam ein Bild malten und sich selbst in Beziehung zu den anderen setzten. Daran hatten die Teilnehmerinnen viel Freude. Die Übung half ihnen außerdem, sich wieder im ‚Hier und Jetzt’ zu verankern. Das Abschluss-Blitzlicht dieses Tages zeigte, dass die Themen des Tages für die Frauen zwar anstrengend aber auch sehr wichtig gewesen waren, dass die theoretischen Erklärungen ihnen geholfen hatten, sich selbst – oder auch andere traumatisierte Familienangehörige – besser zu verstehen und dass sie sich über ihre Selbsthilfe-Strategien mehr bewusst geworden waren, bzw. Anregungen für Selbsthilfetechniken bekommen hatten.

     

    * In Bosnien-Herzegowina ist es für die Opfer familiärer Gewalt sehr schwierig sich zu trennen, da es keine Sozialhilfe, keine Sozialwohnungen und nur in den größten Städten Frauenhäuser gibt. Da die Frauen meist kein oder nur ein geringfügiges eigenes Einkommen haben, sind sie häufig gezwungen, mit den Kindern beim misshandelnden Ehemann zu bleiben. Auch die Reaktion der eigenen Familie ist oft nicht unterstützend, da eine Scheidung von vielen noch immer als ‚Schande’ angesehen wird. Nach dem Krieg hat sich – auch durch die Kriegstraumata der Männer – das Problem Gewalt in der Familie noch massiv verstärkt.

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Arbeit mit der Gruppe

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    zuerst moechte ich mich ganz herzlich bedanken fuer die Spende unseres Unterstuetzers Uwe Berger, der mit einer neuen Spende bereits die Glueckstage fuer den naechsten Sommer unterstuetzt hat. Das ist einfach super!

    Ab morgen fahre ich fuer zwei Wochen in Urlaub und werde dort keinen Internet-Zugang haben (ist ja auch gut so... zur Besseren Erholung!), deswegen kommt heute noch einmal ein Fortsetzungsblog (der 3.) unseres ausfuehrlichen Berichts ueber die Glueckstage in diesem Sommer. Die naechsten Blogs werde ich dann nach meinem Urlaub weiter einstellen.

    Ihnen allen wuensche ich einen schoenen August und gute Erholung!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    3. Fortsetzung des Berichts:

    Methoden und Techniken:

    Unsere Methoden in der Arbeit basieren grundsätzlich auf dem Ansatz der Humanistischen Psychologie und der Philosophie des Psychodramas. Wir arbeiten mit traumatherapeutischen Verfahren, die sich an der ‚Psychodynamischen Imaginativen Traumatherapie’ (PITT) nach Luise Reddemann orientieren und mit psychodramatischen Elementen, die an die Arbeit mit traumatisierten Menschen angepasst sind. Außerdem nutzen wir eine Vielzahl kreativer Techniken sowie themenzentrierte Übungen und kurze psycho-edukative Theorie-Einheiten – jeweils angepasst an das Alter und die intellektuellen Möglichkeiten der TeilnehmerInnen. Die Strukturierung der Arbeit folgt dem Psychodramatischen Phasenmodell (Erwärmung, themenzentrierte Arbeit und Integration). Zur Erwärmung und Energetisierung nutzen wir unterschiedliche Bewegungs- und Tanzspiele, sowie Imaginationsübungen. In der Arbeit mit den Kindern verwenden wir zusätzlich spieltherapeutische Techniken.

    Neben der Gruppenarbeit bieten wir bei Bedarf auch Einzelgespräche für Kinder oder Frauen an. Die gemeinsam verbrachte Zeit am Strand oder am Abend gibt außerdem die Möglichkeit der direkten Intervention z.B. in Konflikt-Situationen zwischen Müttern und Kindern bzw. unter den Kindern.

     

    Arbeit mit der Gruppe

    Wie schon in den Vorjahren hatten die Frauen und Kinder der Gruppe bereits bei zwei Vortreffen im SEKA-Haus Gelegenheit, uns Kolleginnen und sich untereinander kennenzulernen. Wir gaben ihnen einen kleinen Einblick in die SEKA-Arbeit und klärten die organisatorischen Aspekte des Erholungsaufenthalts. Nach den beiden Treffen hatten wir den Eindruck, dass die Frauen gut miteinander harmonieren würden und dass alle offen und interessiert an der Gruppenarbeit waren. Bzgl. der Kindergruppe zeigte sich, dass es für die Kolleginnen eine gewisse Herausforderung bedeuten würde, den unterschiedlichen Altersgruppen und Temperamenten der Kinder gerecht zu werden. Einige der Kinder waren hyperaktiv, andere außerordentlich schüchtern und zurückgezogen. (s. u. Gruppenarbeit mit den Kindern).

    Amina Vrana und Amela Drincic begleiteten die Gruppe auf der Busreise nach Neum. Die ca. 6-stündige Fahrt verlief ohne Probleme, trotz der sehr kurvigen Strecke.

    Koordinatorin Esma Drkenda und Projektleiterin Gabriele Müller, sowie die Therapeutinnen Nurka Babovic und Arijana Catovic, erwarteten die Gruppe bereits in Neum, da sie die Spielsachen und Arbeitsmaterialien bereits am Tag zuvor nach Neum gefahren und dort schon die Gruppenräume und einen Aufenthaltstraum vorbereitet hatten. Nach einer kleinen Erfrischung und der herzlichen Begrüßung durch die Pensionsinhaber, verteilten wir die Zimmer. Kinder und Mütter waren begeistert von der Unterbringung, den schönen Zimmern, den Balkonen und dem Blick aufs Meer. Nach einem Imbiss und einer ersten kurzen Besprechung mit der Gesamtgruppe bzgl. Hausordnung, Gefahren (Balkone, Treppen, Strasse) etc. übergaben Esma Drkenda und Gabriele Müller die Leitung der Gruppe endgültig den vier Kolleginnen und machten sich auf den Rückweg nach Gorazde.

     

    Im Folgenden beschreiben die Kolleginnen Arijana Catovic, Nurka Babovic, Amina Vrana und Amela Drincic ihre Erfahrungen in der Arbeit mit der Gruppe in Neum:

     

    Regenwetter

    Wie leider bereits im letzten Jahr hatte die Gruppe mit schlechtem Wetter zu kämpfen: Die ersten drei Tage regnete es fast ununterbrochen, sodass wir entschieden, an diesen Tagen nicht nur – wie geplant –  4 Stunden vormittags sondern auch 4 Stunden nachmittags parallel mit der Frauen- und Kindergruppe zu arbeiten. Dies verhinderte Langeweile und Frustration. Außerdem zeigte es sich, dass dadurch eine stabile Vertrauensgrundlage für die weitere Gruppenarbeit geschaffen wurde. Kinder und Frauen lernten sich an diesen ersten Tagen intensiv kennen.

    Am vierten Tag verbesserte sich das Wetter allmählich; es waren immerhin Strandspaziergänge möglich. Ab dem 5. Tag war es endlich warm genug zum Baden. An einem weiteren Regentag arbeiteten wir erneut vormittags und nachmittags mit der Gruppe. Zum Ausgleich dafür beschlossen wir, die letzten drei Sonnentagen für Aktivitäten am Strand auszunutzenf. Wir beendeten die Gruppenarbeit daher am 9. Tag des Aufenthalts, und Kinder und Mütter genossen die letzten vier wunderschönen Tage am Strand.

     

    Meer und Strand

    Sehnsüchtig erwarteten besonders die Kinder aber auch die Mütter den ersten regenfreien Tag. Am vierten Tag machten wir mit den Kindern einen ausgedehnten Strandspaziergang, bei dem sie Gelegenheit hatten, neben dem Sammeln von Meerschnecken und interessanten Steinen, auch ein wenig ‚die Füße nasszumachen’. Am 5. Tag war es dann endlich möglich, dass wir nachmittags mit der Gruppe zum Strand gehen konnten. Zwar ließ sich die Sonne noch selten sehen, aber Luft und Wasser waren warm genug zum Baden.

    Es zeigte sich, dass keines der Kinder und auch nur zwei der Frauen schwimmen konnten. Die Kinder waren zwar fasziniert vom Meer, hatten aber auch deutliche Ängste.

    Ausgerüstet mit Schwimmflügeln und teilweise zusätzlichem Schwimmring wagten sie sich mit Unterstützung von uns Mitarbeiterinnen langsam ins Wasser. Die größeren wurden dann in den nächsten Tagen mutiger und trauten sich – mit den Schwimmflügeln – schließlich auch ohne unsere Unterstützung ins Wasser. Die Kleineren brauchten uns wenigstens in sicherer Nähe. Jeden Tag wurden allerdings auch sie freier. Durch unsere bewährten Übungen und vielerlei Spiele im Wasser verloren sie mehr und mehr ihre Ängste.

    Obwohl wir nur an 7 der 12 Tage Gelegenheit zum Baden hatten, machten die Kinder bis zum Ende des Erholungsaufenthalts große Fortschritte: Fast alle lernten schwimmen – und trauten sich mit den Schwimmflügeln auch ins tiefe Wasser. Die größeren schafften es schließlich – in Begleitung - bis zur ‚Kette’ (der Abgrenzung des Schwimmbereichs gegenüber dem Bootsverkehr) zu schwimmen, von der Rutsche ins Meer zu rutschen, zu springen und zu tauchen. Auch die kleineren Kinder verloren einen guten Teil ihrer Ängste und plantschten und spielten vergnügt im Wasser. Wir vermittelten ihnen, dass man im Wasser auf vielerlei Arten Spaß haben kann. Gleichzeitig war das gemeinsame Spielen im Wasser eine gute Gelegenheit, bei der die Kinder achtsamen Umgang miteinander lernen konnten.

    Auch die Frauen genossen auf ihre Weise das Meer und konnten sich mehr und mehr im Wasser entspannen.

    Am 10. Tag gab es auch in diesem Jahr als Überraschung eine Bootsfahrt, die Frauen und Kinder begeisterte. Für die meisten war es das erste Mal, dass sie auf einem Schiff waren. Jedes Kind bekam die Gelegenheit, für einige Minuten das Boot zu steuern. Natürlich wurde das mit Fotos dokumentiert.

     

    Abschied

    Wie auch in den Vorjahren dachten sich die Kinder in der Gruppe gemeinsam ein Programm fuer den letzten Abend aus, an dem die Kinder einzeln, zu zweit, zu dritt,  oder als ganze Gruppe verschiedene Programmpunkte darboten: Gedichte, Lieder, Sketche, Tanzdarbietungen u.ä. Sie erhielten von den Müttern und uns begeisterten Applaus, der sie zu Zugaben anspornte. Auch Gabriele Mueller und Esma Drkenda waren rechtzeitig wieder zum Abschiedsfest gekommen. Am letzten Tag – einem richtig heissen Sommertag – genossen wir noch einmal alle gemeinsam Strand und Meer und die Kinder zeigten unseren beiden Kolleginnen voller Eifer, was sie alles gelernt hatten.

    Am nachmittag – nach einem letzten Imbiss – brach die Gruppe dann wieder Richtung Gorazde auf, wo sie spätabends müde aber glücklich ankam.

     

    Im Folgenden beschreiben wir nun die therapeutisch-pädagogische Gruppenarbeit mit Kindern und Müttern detailliert. Sie fand ab dem 2. Tag des Erholungsaufenthalts täglich in parallelen Gruppen in der Regel von 8.30 – 13.00 Uhr statt. (Nach 2 Stunden gab es eine halbstündige Pause). An vier der Regentage arbeiteten wir zusätzlich noch 4 Stunden am Nachmittag (15 – 19 Uhr).

    Am 9. Tag des Aufenthalts beendeten wir die Gruppenarbeit(s.o.).

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Das SEKA-Konzept und die Bedeutung des Meeres

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    hier kommt nun der zweite Teil des Berichts ueber die 'Glueckstage' in diesem Sommer. Wir machen noch einmal die Ziele des therapeutischen Erholungsaufenthalts deutlich und schreiben ueber das Konzept der SEKA-Arbeit und die therapeutische Bedeutung des Meeres.

    Bis zum naechsten Blog

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    2. Teil des Berichts:

     

    Ziele des therapeutischen Erholungsaufenthalts:

    ·       Verbesserung der psychischen und physischen Gesundheit der Kinder und Mütter

    ·       Psychische Entlastung der Mütter, auch um ihre Kapazität für den Umgang mit den Kindern zu erhöhen

    ·       Stärkung und Stabilisierung, Förderung des Selbstwertgefühls und der Coping-Strategien bei Kindern und Frauen

    ·       Psycho-Edukationen zum besseren Verständnis der eigenen Symptome / Reaktionen und zur Verbesserung der Lebensqualität der Familien

    ·       Förderung der Beziehung zwischen Müttern und Kindern und der Erziehungskompetenz der Mütter; Ermöglichen von neuen, positiven Erfahrungen miteinander

    ·       Unterstützung bei der Lösung aktueller Probleme

    ·       Förderung der Kommunikation und Konfliktfähigkeit

    ·       Vernetzung der Frauen und der Kinder untereinander als soziale Ressource in ihrem Alltag zu Hause.

    ·       Frauen und Kindern, die von sich aus keine therapeutische Hilfe suchen würden, die Gelegenheit zu bieten, durch ein attraktives niedrigschwelliges Angebot (Erholung am Meer) die therapeutische Arbeit kennenzulernen, und die Motivation zur weiteren Nutzung von therapeutischen Angeboten im Projekt SEKA zu wecken.

     

    Konzept des SEKA-Hauses und der SEKA-Erholungsaufenthalte

    Eine der wichtigsten Grundlagen unserer Arbeit ist das Konzept des SEKA-Hauses:

    SEKA ist nicht nur ein Erholungs-, Therapie- und Bildungshaus für Frauen und Kinder, sondern ein Frauenfriedensprojekt und ein Projekt, das sich tatkräftig für Menschenrechte von Frauen und Kindern und für eine Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Kindern einsetzt, insbesondere für das Recht auf ein Leben ohne Gewalt.

    Dies bedeutet für die konkrete Arbeit mit den Gruppen:

    Das SEKA-Haus (bzw. der Raum, in der die SEKA-Arbeit stattfindet) ist ein sicherer Ort - gerade für die Frauen und Kinder, die (zum Teil extreme) Gewalt erlebt haben. Im SEKA-Haus gibt es keine Gewalt - das vermitteln wir den Frauen und Kindern gleich in der Gesprächsrunde am ersten Abend. Bei etwaigen Übergriffen von Frauen gegenüber ihren Kindern, oder von älteren Kindern gegenüber jüngeren, greifen wir sofort beruhigend aber klar ein. An die Intervention schließt sich dann später ein Gespräch mit der Mutter, dem älteren Kind, bzw. mit beiden oder schliesslich allen Kindern an.

    SEKA ist ein offenes Haus und ein Haus der Verständigung und des Friedens.

    Wir machen ebenfalls von Anfang an deutlich, dass SEKA ein Ort für alle Frauen und Kinder ist - gleichgültig welcher Bevölkerungsgruppe, welcher Religion sie angehören bzw. wie sie leben. Allen begegnen wir hier mit liebvoller Anteilnahme, Achtung, Offenheit und Wertschätzung. Allerdings erwarten wir die Bereitschaft zum gegenseitigen Respekt auch von unseren BesucherInnen.

    Das heißt: in SEKA ist Platz für alle Erfahrungen und Erlebnisse, aber nicht für Bewertungen und Verallgemeinerungen.

    Frauen und Kinder finden Unterstützung, ihre Erlebnisse, Gefühle, Ängste, Träume und Wünsche auszudrücken und sie lernen, die Unterschiedlichkeit von Erfahrungen und Gefühlen anzuerkennen, oder aber auch, sich in den Erfahrungen der anderen wiederzuerkennen.

    Manchmal erfahren Frauen und Kinder zum ersten Mal in ihrem Leben, dass jemand ihren Schmerz und das erfahrene Leid anerkennt. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Verarbeitung von Traumata und für die Heilung seelischer Wunden.

    SEKA ist ein Ort der Frauen-Solidarität: Das Projekt ist entstanden aus der Solidarität und durch die aktive Hilfe vieler Frauen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern für Frauen und Kinder, die Krieg und Gewalt im ehemaligen Jugoslawien überlebt haben.

    Die Solidarität zwischen Frauen zu stärken, gegenseitiges Verständnis, gegenseitige Unterstützung und Ermutigung und das Lernen von einander zu fördern, ist daher ebenfalls eines der wichtigsten Ziele unserer Arbeit.

    SEKA ist ein Ort der Frauen-Stärke: In SEKA unterstützen wir Frauen und Kinder (und hier besonders die Mädchen), sich ihrer Stärken und Fähigkeiten einerseits, sowie ihrer Rechte andererseits bewußt zu werden. Wir stärken Mädchen und Frauen in ihrem Selbstbewußtsein, ihrer Kritikfähigkeit und ihrem Durchsetzungsvermögen. Wir unterstützen sie, sich aus Abhängigkeiten zu befreien und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

    Wir fördern sie darin, sich zusätzliche Fähigkeiten anzueignen. Wir ermutigen sie, sich aktiv in Gesellschaft und Politik einzumischen, um die gesellschaftlichen Bedingungen für Frauen und Kinder zu verbessern und zu einer Demokratisierung der Gesellschaft beizutragen.

     

    Diese wichtigsten Grundlagen für unsere Projektarbeit prägen die Atmosphäre des SEKA-Hauses und auch die Zusammenarbeit im SEKA-Team. Und sie geben die grundsätzliche Richtung vor in der Arbeit mit den Gruppen während der Erholungsaufenthalte.

    Doch noch ein anderes wichtiges Medium ist für den Erfolg der SEKA-Erholungsaufenthalte von unverzichtbarer Bedeutung: das Meer und die Schönheit der Adria.

     

    Die Bedeutung des Meeres

    Bei allen Gruppen, die die an SEKA-Erholungsaufenthalten teilnehmen, steht natürlich die physische und psychische Erholung und hier ganz besonders die täglichen Ausflüge zum Meer im Vordergrund.

     

    Für viele der Frauen und besonders Kinder, die im Sommer zu uns kommen, bedeutet der Aufenthalt im SEKA-Haus ihre erste Begegnung mit dem Meer. Für andere ist es ein Wiedersehen nach 15 und mehr Jahren, während derer sie wegen der Kriegsereignisse keine Möglichkeit hatten, das Kriegsgebiet zu verlassen, bzw. ihnen in der Nachkriegszeit die finanziellen Mittel für einen Urlaub am Meer fehlen.

    Manchmal löst schon der Anblick des Meeres Tränen aus. Die Schönheit des Meeres und der mediterranen Vegetation rühren an die Gefühle des Mangels, der jahrelangen Entbehrung, des „Gefangenseins“ und der Bedrohung. Das Meer weckt einerseits Erinnerungen an früher, an Urlaube am Meer - und an ein „normales Leben in einer friedlichen Welt“ und andererseits weckt es auch den Schmerz über den Verlust dieses „normalen Lebens“.

    Grundsätzlich verknüpfen wir alle mit dem Meer vielerlei unterschiedliche existentielle Gefühle: Es erfüllt uns mit Gefühlen von Weite, Sehnsucht, Freiheit, Schönheit, Unvergänglichkeit, aber auch mit Angst vor seiner Ungezähmtheit und Unberechenbarkeit. Das Meer fordert uns heraus, diese Angst zu bezwingen, mutig zu sein und uns diesem unberechenbaren Element anzuvetrauen.

    Gerade für die traumatisierten Frauen und Kinder ist das Meer zu Anfang beängstigend und faszinierend zugleich; es weckt die Gefühle von Ausgeliefertsein, Bedrohung, Angst bis hin zur Panik, Gefühle, die mit den erlebten traumatischen Situationen verknüpft sind. Gleichzeitig spüren Frauen und Kinder aber auch die starke Faszination von Meer und (Sand- / Kies-) Strand. Meer und Sand fordern geradezu dazu auf, einzutauchen, sie zu berühren, sinnlich zu erleben.

    Wir unterstützen Frauen und Kinder in ihrer vorsichtigen Annäherung an das Meer. Zu Anfang geben wir in erster Linie Halt und Sicherheit. Dann fördern wir mit einfachen Übungen das Vertrauen, daß das Meerwasser sie trägt. Wenn Frauen und Kinder sich in ihrem eigenen Tempo ganz allmählich auf das Meer einlassen können, verlieren sie immer mehr ihre Ängste. Sie gewinnen allmählich Vertrauen - zuerst in die Therapeutinnen als Begleitung, dann in das Wasser und schließlich, wenn sie dann Schwimmen lernen, in sich selbst. Es ist für Frauen und Kinder ein wichtiges und heilendes Erlebnis, sich im Meer alleine sicher bewegen zu können. Diese Erfahrung fördert ihr Vertrauen in sich selbst, in andere und gibt ihnen das Gefühl, die Kontrolle über einen Teil ihres Lebens wieder zu erlangen.

    Das sinnliche Erleben von Wasser, Sonne und Strand fördert gleichzeitig die Fähigkeit, ganz da zu sein und in der Gegenwart zu leben, ja, das Leben zu genießen.

    Es ist berührend zu sehen, wie auch die Frauen hingebungsvoll mit den Kindern am Strand spielen, wie sie mit uns im Wasser herumtollen, wie sie von Tag zu Tag mutiger, ausgelassener und freier werden. Wie sie den Glauben zurückgewinnen, daß das Leben doch auch schön sein kann - und nicht nur Schmerz, Angst, Mangel, Gewalt und Erschöpfung beinhaltet.

    Diese gemeinsame Annäherung ans Meer ist für uns als SEKA-Mitarbeiterinnen gleichzeitig eine hervorragende Möglichkeit, in der Regel sehr rasch einen intensiven Kontakt zu Frauen und Kindern herzustellen. Sie wirkt wie ein Katalysator. Bereits der erste Tag am Strand verbindet und schafft eine erste Grundlage des Vertrauens als Voraussetzung dafür, daß die Frauen unsere weitergehenden Angebote annehmen können. Ob im Wasser, am Strand oder auf Spaziergängen nutzen die Frauen außerdem rasch jede Gelegenheit für Gespräche mit den Mitarbeiterinnen.

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    1. Teil des Berichts ueber die Glueckstage 2010

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    hier kommt nun endlich der erste Teil des ausfuehrlichen Berichts ueber den therapeutischen Erholungsaufenthalt - die 'Glueckstage', fuer dessen Finanzierung wir auch ueber betterplace 1.183 € an Spenden bekommen hatten.

    Ich werde den Bericht in verschiedene Blogs aufteilen, damit es nicht zu anstrengend wird.

    Wir freuen uns ueber Rueckmeldungen und beantworten auch gerne Ihre Fragen.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    Abschlußbericht:

    Projekt SEKA:

    Psychologisch-pädagogisch begleiteter Erholungsaufenthalt

    für traumatisierte Kinder und Mütter

    im Sommer 2010 in Neum / Adria

     

    Überblick:

    Wir freuen uns, dass wir auch im Sommer 2010 einer Gruppe von 20 Kindern und Müttern aus dem ostbosnischen Kanton Gorazde, die Opfer unterschiedlicher Formen von Gewalt geworden waren, therapeutisch begleitete Erholung am Meer ermöglichen konnten. Der Erholungsaufenthalt fand in der Zeit vom 21. Juni bis zum 02. Juli 2010 in Neum, dem einzigen bosnischen Ort an der Adria statt.

    Die Finanzierung des therapeutischen Erholungsaufenthalts verdanken wir:

    einem Zuschuss der Stiftung ‚Sternstunden – Wir helfen Kindern’ des Bayerischen Rundfunks, München,

    einem Zuschuss der Dr.-Ursula-Schmid-Kayser Kinderfonds Stiftung, Erlangen,

    sowie vielen kleineren und mittleren Spendenbeträgen, die durch die SEKA-Kampagne 2010: „Schenken Sie Glückstage“, durch ein Benefiz-Konzert der ‚Gospel-People’ in Wesel und über die Betterplace-Spendenplattform gesammelt werden konnten.

    Im Namen der Frauen und Kinder danken wir allen Geldgebern und SpenderInnen sowie unseren ehrenamtlichen UnterstützerInnen sehr herzlich.

    Zusammensetzung der Gruppe:

    Die Gruppe für den therapeutischen Erholungsaufenthalt setzte sich zusammen aus 8 Müttern mit 12 Kindern im Alter zwischen 5 und 13 Jahren (davon 4 Mädchen und 8 Jungen). Die Auswahl der Frauen und Kinder trafen wir in Zusammenarbeit mit der Sozialarbeiterin und der Psychologin des Zentrums für psychische Gesundheit in Gorazde, in Zusammenarbeit mit dem Sozialarbeiter des Veteranenprojekts ‚Svjetlost Drine’ in Gorazde und mit der Sozialarbeiterin des Projekts 'Die Familie stärken' des SOS-Kinderdorf-Kindergartens in Gorazde, das mit Familien in Krisensituationen arbeitet.

    Alle Mütter haben den Krieg in Bosnien überlebt; mehrere von ihnen sind durch Kriegserlebnisse stark traumatisiert (eigene Verletzung, bzw. Verletzung des Ehemanns oder der Kinder durch Kriegshandlungen, Einnahme des Dorfes, Vertreibung und Flucht, Hungersnot u.ä). Sechs von acht Frauen haben zusätzlich Gewalt durch ihre Ehemänner, bzw. den Schwiegervater erfahren. Die Kinder haben zwar den Krieg nicht mehr selbst erlebt, sind aber stark betroffen von den Traumata der Eltern. 9 von 12 Kindern wurden außerdem Opfer durch Gewalt in der Familie. Auch mehrere der Väter sind schwer kriegstraumatisiert. Alle Familien leben unter ökonomisch schwierigsten Bedingungen. Mehrere Frauen und Kinder haben - neben der Traumatisierung - gesundheitliche Probleme. Für alle war der Erholungsaufenthalt dringend notwendig.

    Zum besseren Verständnis der Erfahrungen der Mütter / Eltern während des Krieges füge ich hier noch einmal eine Hintergrundinformation über Gorazde ein.

    Hintergrund: Der Kanton Gorazde während des Krieges und heute:

    Gorazde – vor dem Krieg eine idyllisch an dem Fluss Drina gelegene Kleinstadt mit mehrheitlich bosniakischer Bevölkerung – hat neben Srebrenica und Zepa während des Krieges eine traurige und schreckliche Berühmtheit erlangt – als „Schutzzone, die nicht geschützt wurde“. Seit Anfang des Krieges im Frühjahr 1992 war Gorazde, als überwiegend muslimische Enklave im von den serbischen Nationalisten dominierten Teil Bosniens („Republika Srpska“) eingekesselt und erlebte – wie Srebrenica – dreieinhalb  Jahre ständige heftige Granatierung, Sniperbeschuss und eine furchtbare Hungersnot. Tausende Flüchtlinge aus den verbrannten Dörfern und Kleinstädten der Umgebung suchten – schwer traumatisiert – Schutz in der kleinen Gorazder Enklave, die schon die eigene Bevölkerung nicht ernähren konnte.

    Die Menschen in Gorazde lebten in der ständigen Angst, von den Karadzic-Truppen und Einheiten aus Serbien überrollt zu werden. Was das bedeutet hätte, wussten sie aus den Berichten der Flüchtlinge und Überlebenden der Massaker und der Folter- und Vergewaltigungs-Lager aus Visegrad, Foca und anderen ostbosnischen Städten, die bereits 1992 zunächst von der Jugoslawischen Volksarmee und dann von den serbischen Freischärlern besetzt worden waren. Vergewaltigungen an Frauen und Mädchen wurden auch in diesem Krieg systematisch eingesetzt, um den Gegner zu demoralisieren und psychisch zu vernichten.

    Im Sommer 1995 gab es schließlich Bestrebungen der internationalen Gemeinschaft (USA und EU) wie auch der damaligen bosnischen Regierung, Gorazde ebenso zu „opfern“ wie Srebrenica und Zepa, da sich Bosnien dann hätte „leichter aufteilen lassen“. Die bosniakische Enklave im serbisch dominierten Gebiet sollte den Serben zugeschlagen werden. Nur aufgrund der weltweiten Empörung über den Fall von Srebrenica und die Untätigkeit der UN-Truppen dort entschieden die europäischen und amerikanischen Verhandler schließlich, dass die Enklave Gorazde als Gebiet der kroatisch-bosniakischen Föderation innerhalb Bosnien-Herzegowinas erhalten und durch eine geschützte Straße mit dem übrigen Gebiet der Föderation verbunden bleiben solle. Dies rettete die Menschen in der Enklave (die verbliebene Bevölkerung sowie eine große Zahl an Flüchtlingen) knapp davor, dasselbe Schicksal wie die Menschen in Srebrenica (Eroberung, Vertreibung und Massaker) zu erleiden.

    Heute –  fast 15 Jahre nach Kriegsende – ist die Situation in Gorazde noch immer äußerst schwierig. Zwar wurde der größte Teil der Häuser wieder aufgebaut, die wirtschaftliche Situation ist jedoch nach wie vor sehr kritisch. Die Arbeitslosenrate liegt noch immer zwischen 40 und 50 %. Für den größten Teil der Bevölkerung haben sich die anfänglichen Nachkriegshoffnungen nicht erfüllt – sondern im Gegenteil einer tiefen Resignation und Verzweiflung Platz gemacht (s. auch ausführlicher Hintergrundbericht auf der SEKA-Homepage: http://www.seka-hh.de/journal_12/gorazde.htm ).

    Dazu kommt, dass im Kanton Gorazde die gesamte Bevölkerung mehr oder weniger stark kriegstraumatisiert ist, es aber bis zur Eröffnung des Projekts SEKA in Gorazde keinerlei psychotherapeutische Hilfe gab. Die schlecht ausgestatteten lokalen Gesundheitsdienste sind überfordert von dem Ausmaß an Problemen, insbesondere bzgl. der psychischen und sozialen Langzeitfolgen der Traumata der Menschen. Es werden nur die gravierendsten Fälle von PTBS (Posttraumatischer Belastungsstörung) sowie psychische Krankheiten ausschliesslich mit Medikamenten behandelt. Es mangelt an Fachpersonal. Die wenigen Mitarbeiterinnen der Gesundheits- und Sozialdienste sind in der Regel selbst traumatisiert und ausgebrannt.

    Aus diesem Grund hatten wir uns entschieden, das Projekt Kuca SEKA im Sommer 2007 von der Adriainsel Brac (Kroatien)nach Gorazde umzusiedeln, um hier insbesondere den Frauen und Kindern der lokalen Bevölkerung psychotherapeutische und psycho-edukative Hilfe anzubieten. Bei Bedarf werden auch die Männer / Väter in die Arbeit mit einbezogen – in Zusammenarbeit mit dem Veteranenklub „Svjetlost Drine“ (=“Licht der Drina“), dessen Aufbau SEKA mit initiiert hat und dessen Arbeit wir weiter durch psycho-edukative Seminare, Supervision und Beratung begleiten.

     

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Weitere Fotos von der Arbeit mit der Kindergruppe

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    eben habe ich noch weitere Fotos von der Arbeit mit der Kindergruppe eingestellt. Viel Freude beim Anschauen!

    Sobald ich die Fotos von der Arbeit mit der Frauengruppe etwas ueberarbeitet und verkleinert habe, werde ich auch von diesen eine kleine Auswahl einstellen.

    Ich hoffe, ich werde morgen mit dem Bericht ueber die Arbeit mit der Gruppe fertig - dann werde ich ihn in einer Reihe von Blogs auch hier auf betterplace veroeffentlichen.

    Herzlichst

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Fotos von der Gruppenarbeit mit den Kindern

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe LeserInnen,

    eben habe ich noch einige Fotos von der Gruppenarbeit mit den Kindern eingestellt. Es kommen noch mehr - sobald ich dazu komme, sie zu verkleinern.

    Viel Freude beim Anschauen!

    Herzlichst

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Bericht ueber die 'Glueckstage 2010'

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    nun habe ich endlich wieder einen PC zur Verfuegung und sitze heute an der Uebersetzung der Berichte meiner Kolleginnen ueber den therapeutischen Erholungsaufenthalt 2010, um diese dann in einem Gesamtbericht auf Deutsch zu vereinen. Sobald ich den ausfuehrlichen Bericht fertig habe, werde ich ihn unterteilt in verschiedene Blogs wieder hier einstellen.

    Es gibt auch noch viele schoene Fotos - von der Gruppenarbeit mit den Kindern und mit den Muettern, die ich ebenfalls nach und nach auf diese Seite stellen werde. Sie muessen noch ausgewaehlt und verkleinert werden. Also bitte ich noch um ein wenig Geduld....

    Da wir fuer den naechsten Sommer wieder 'Glueckstage' planen, vermutlich aber von einer der Stiftungen keinen Zuschuss mehr bekommen koennen, haben wir uns entschlossen, bereits jetzt wieder auf Betterplace Bedarfe fuer 2011 einzustellen, damit wir sicher gehen koennen, dass wir die Finanzierung rechtzeitig schaffen werden.

    Wir freuen uns ueber Ihre Unterstuetzung!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Die ersten Fotos von den Glueckstagen 2010!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    heute habe ich nun die ersten Fotos vom diesjaehrigen therapeutischen Erholungsaufenthalt eingestellt:  Bilder vom Meer. Ich glaube, sie geben einen guten Eindruck davon, wie froehlich die Kinder waren...

    Leider ist mein Notebook vor ein paar Tagen kaputt gegangen und es laesst sich nicht reparieren. Daher bin ich zur Zeit bzgl. Internet ziemlich eingeschraenkt!

    Die naechsten Fotos folgen so bald als moeglich: von der  Gruppenarbeit mit Kindern und Frauen.

    Ihnen allen eine schoene Woche.

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Glueckstage gingen mit Sonnenschein zu Ende

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    nun sind die 'Glueckstage' zu Ende gegangen.  Esma und ich waren am Donnerstag wieder von Gorazde aufgebrochen, um Ausstattung und Material der Therapieraeume wieder einzupacken und ins Projekt zurueckzubringen. Am Donnerstagabend feierten wir zusammen mit der Gruppe: die Kinder hatten selbst ein Unterhaltungsprogramm ausgedacht, das sie den Muettern und uns Kolleginnen vorfuehrten. Auch die Kleinsten absolvierten ihren Teil (mit etwas Unterstuetzung) mit Bravour und erhielten stuermischen Applaus.

    Am Freitag, dem letzten Tag in Neum, war das Wetter wunderschoen und wir genossen Strand und Meer mit der Gruppe. Die Kinder zeigten uns, was sie alles gelernt hatten: Schwimmen, Tauchen, Springen.

    Einige der aengstlicheren Kinder schafften es, mit etwas Unterstuetzung, bis zur Abgrenzungskette zu schwimmen, die den Bereich der Badenden gegenueber dem offenen Meer abgrenzt. Das sind an diesem Stueck ueber hundert Meter - fuer die Kleinen eine grosse Leistung.

    Die Muetter betonten immer wieder, wie schoen und wichtig dieser Erholungsaufenthalt fuer sie und ihre Kinder war. "Das werden wir unser ganzes Leben lang nicht vergessen", meinten sie zum Abschied. Alle freuen sich sehr darauf, sich im SEKA-Haus in Gorazde wieder zu treffen.

    Am 16. Juli wird es im SEKA-Haus die Ausstellung der besten Fotos der Kinder geben; dann werden wir uns alle wieder sehen und die weitere Gruppenarbeit planen.

    Ueber die Gruppenarbeit mit den Kindern und mit den Frauen waehrend des Erholungsaufenthalts werde ich in ausfuehrlichen Blogs dann berichten, wenn ich die detaillierten Berichte der  Kolleginnen habe.

    Soviel fuer heute...

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Endlich Sonne, Strand und Meer!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    heute ist nun schon der 9. Tag des therapeutischen Erholungsaufenthalts. Gluecklicherweise scheint seit gestern wieder die Sonne und Kinder und Muetter geniessen Meer und Strand. Da die Gruppen wegen des schlechten Wetters in der ersten Woche fast die doppelte Zahl an therapeutischen Gruppenstunden absolviert haben, haben wir entschieden, dass ab heute nur noch bei schlechtem Wetter drinnen gearbeitet werden soll. Bei schoenem Wetter soll die Gruppe Meer und Sonne geniessen koennen. Dafuer sind sie ja nach Neum gefahren. Zwei Kinder haben schon in den wenigen Tagen, die sie Gelegenheit zum Baden hatten, schwimmen gelernt. Mit Unterstuetzung der Kolleginnen verlieren sie allmaehlich ihre Aengste. Auch einige der Muetter - die nie Gelegenheit hatten, Schwimmen zu lernen, nehmen gerne die Hilfe der Kolleginnen an. Mit speziellen Entspannungsuebungen unterstuetzen wir Kinder und Frauen, die Angst vorm Wasser abzubauen und allmaehlich Vertrauen in das Wasser und in sich selbst zu gewinnen.

    Gestern abend waren Kinder und Muetter noch beim Trickfilmfestival, das zur Zeit in Neum stattfindet. Fast jeden Tag steht eine Ueberraschung auf dem Programm...

    Druecken Sie mit die Daumen, dass das Wetter bis Freitag noch schoen bleibt!

    Soviel fuer heute!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

    P.S.: Ueber die therapeutische Gruppenarbeit werde ich nach Beendigung des Erholungsaufenthalts hier ausfuehrlich berichten - wenn ich dann die detallierten Berichte der Kolleginnen habe.

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Schon der sechste Tag des Erholungsaufenthalts

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    heute ist nun schon der 6. 'Glueckstag' fuer die 20 Kinder und Muetter in Neum an der Adria. Nachdem es leider die ersten drei Tage 'Bindfaeden regnete', kam an den letzten zwei Tagen endlich die Sonne. Am zweiten und dritten Tag entschlossen sich unsere Kolleginnen (wie auch schon im letzten Jahr), wegen des schlechten Wetters die Gruppenarbeit auch am Nachmittag fortzusetzen. (In der Regel arbeiten wir am Vormittag bis in den fruehen Nachmittag 4-5 Stunden mit den Gruppen.)

    Kinder und Muetter nahmen das gerne an. Auf diese Weise erarbeiteten die beiden Gruppen schon in den ersten beiden Tagen eine sehr gute Grundlage. Mit den Kindern arbeiten die Kolleginnen zeitweise in zwei oder drei Untergruppen, um dem Alter und den Beduerfnissen der Kinder gerecht zu werden. Insgesamt harmoniert die Kindergruppe aber sehr gut, nachdem sie am ersten Tag gemeinsam ihre Gruppenregeln erarbeitet hatten.

    Gestern und vorgerstern konnte die Gruppe nachmittags dann endlich zum Strand. Das Meer ist warm - zeitweise waermer als die Luft, sodass vor allem die Kinder fast nicht mehr aus dem Wasser kamen.

    Auch heute ist es in Neum - im Unterschied zu Gorazde - schoenes Wetter und wir hoffen und wuenschen der Gruppe, dass dies anhaelt! Taeglich hoere ich mich mit den Kolleginnen, die begeistert sind, wie gut die Gruppenarbeit laeuft und wie interessiert und offen Kinder und Muetter sind.

    Soviel fuer heute - aus dem regnerischen und kalten Gorazde...

    Herzlichst

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Die Glueckstage 2010 haben begonnen!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    nun haben also unsere 'Glueckstage 2010' begonnen: Letzten Donnerstag hatten wir noch in Gorazde das zweite Vorbereitungstreffen fuer den therapeutischen Erholungsaufenthalt parallel mit Muettern und Kindern. Alle waren voller Aufregung und Vorfreude. Die 12 Kinder sind im Alter und der Entwicklung sehr unterschiedlich: wir haben eine Untergruppe (drei Maedchen und ein Junge) zwischen 11 und 13 Jahren. Die 8 uebrigen Kinder von 4 1/2 bis 9 Jahre. Die meisten zwischen 7 und 8. Das bedeutet fuer die Kolleginnen, dass sie fuer manche Aktivitaeten die Kindergruppe werden trennen muessen, um den unterschiedlichen Beduerfnissen und dem Entwicklungsstand der Kinder gerecht zu werden. Vermutlich wird es noetig sein, mit manchen Kindern auch einzeltherapeutisch zu arbeiten.

    Am Sonntag packten wir den Kleinbus mit all den Materialien, therapeutischen Spielsachen, Decken, Polstern, Symbolen und vielem mehr, womit wir (Koordinatorin Esma Drkenda und ich) die Gruppenraeume in Neum ausstatten und fuer die Gruppe vorbereiten wollten. Nach den ersten 50 Kilometern Fahrt hatten wir dann ungluecklicherweise ein technisches Problem mit dem Auto.  Nach telefonischer Ruecksprache mit dem Notdienst des Auto-Klubs setzten wir die Fahrt schliesslich doch vorsichtig fort - da es Sonntag war und der Defekt (ein Schalter fuer die Bremslichter) nur von einer VW-Service-Werkstatt ausgetauscht werden konnte. Gott sei Dank kamen wir heil in Neum an und konnten mit Hilfe unserer beiden Kolleginnen Nurka B. und Arijana C., die bereits aus Zenica eingetroffen waren, die Gruppenraeume einrichten, die Willkommens-Schilder mit den Namen der jeweiligen BewohnerInnen an den Zimmertueren der Gaestezimmer anbringen und fuer die Kinder Kuscheltiere auf den Betten verteilen.

    Ich besprach mit den Kolleginnen die Gruppenarbeit mit den Muettern und wir ueberlegten, wie sie die Themen und das Programm moeglichst eng auf die Beduerfnisse und Moeglichkeiten der Frauen zuschneiden konnten. Leider verschlechterte sich am Abend das Wetter mit Gewittern, Wolkenbruechen und starker Abkuehlung.

    Die Gruppe kam gestern am Spaetvormittag dann im groessten Wolkenbruch an. Nach einer Erfrischung mit Kaffee fuer die Muetter und Saft fuer die Kinder und der herzlichen Begruessung durch unsere Pensionswirte Pero und Snjezana Babic, verteilten wir die Zimmer und trafen uns dann zu einer ersten gemeinsamen Runde mit Frauen und Kindern im Aufenthaltsraum, um die Hausordnung und andere organisatorischen Dinge zu besprechen. Trotz des wirklich schlechten Wetters waren alle guter Stimmung und begeistert von ihren schoenen Zimmern mit dem Blick aufs Meer. Die Kinder hatten das Meer noch nie zuvor gesehen und warteten schon aufgeregt, wann der Regen denn aufhoeren wuerde und sie zum Strand aufbrechen konnten.

    Nachdem wir die Gruppe dann unseren vier Kolleginnen anvertraut hatten, machten Esma und ich uns auf den Weg nach Mostar - wo sich (80 km entfernt) der naechste VW-Service befindet. Gluecklicherweise erreichten wir die Werkstatt noch rechtzeitig, der Schaden wurde behoben und wir konnten gegen 17 Uhr unsere Heimfahrt nach Gorazde antreten - wo wir spaet abends  muede aber zufrieden ankamen.

    Nach dem Wetterbericht soll sich das Wetter in den naechsten Tagen bessern. Wir druecken unserer Gruppe fest die Daumen, dass so bald als moeglich die Sonne scheinen wird und sie endlich zum Baden kommen werden. Waehrend der Regentage gilt - wie auch im letzten Jahr - "Plan B": Die Gruppenarbeit mit den Kindern und Muettern wird dann am Nachmittag fortgesetzt. Fuer die Kinder gibt es kreative Workshops, gemeinsame Spiele und auch Gelegenheit zum freien Spielen.

    Bis zum naechsten Blog

    herzlichst

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Nur noch 9 Tage bis zur Abreise!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    nun sind es nur noch 9 Tage bis zur Abreise der Gruppe nach Neum und die Vorbereitungsarbeiten laufen auf Hochtouren.

    Am vergangenen Mittwochabend hatten wir ein erstes Vortreffen mit den Muettern, bei dem diese uns Mitarbeiterinnen und sich untereinander ein wenig kennenlernen konnten, sowie Informationen über die SEKA-Arbeit an sich und den Erholungsaufenthalt im Besonderen bekamen. Wir besprachen die wichtigsten organisatorischen Fragen. Das Treffen fand in froehlicher Atmosphaere statt. Die Aufregung und Vorfreude der Frauen war deutlich zu spueren. Eine der Muetter meinte: „Ich kann es noch immer nicht glauben, dass meine Kinder und ich ans Meer fahren können… dass auch uns mal etwas Schoenes geschieht – in diesem schweren Leben!“ Und eine andere sagte: „Ich danke Euch und all den Menschen, die das moeglich machen – die uns nicht einmal kennen – wie großherzig muessen sie sein, dass sie dafuer Geld gegeben haben!“

    Das zweite Vortreffen, wird am kommenden Donnerstag (5 Tage vor der Abreise) stattfinden – mit Muettern und Kindern in parallelen Gruppen.

    Am 21. 06. geht es dann fruehmorgens los Richtung Meer. Die Gruppe wird am spaeten Vormittag in Neum, dem einzigen bosnischen Ort an der Adria, ankommen.

    Die Unterbringung in der Pension von Pero und Snjezana Babic  hat schon Tradition. Das Ehepaar bemueht sich jedes Jahr ruehrend um die Gruppe aus dem SEKA-Haus, Frauen und Kinder sind in großen schoen eingerichteten Zimmern untergebracht; zusaetzlich werden jedes Jahr zwei weitere große Räume für die Gruppenarbeit leergeraeumt.

    Ausstattung und Materialien fuer die Gruppenarbeit mit Kindern und Frauen werden wir (Gabriele Mueller und Esma Drkenda) – wie schon in den letzten Jahren – am Tag vor der Ankunft der Gruppe mit unserem Kleinbus aus Gorazde nach Neum transportieren und die Raeume vorbereiten.

    Waehrend des Erholungsaufenthalts werden Amina Vrana und Amela Drinčić jeweils 4 Stunden taeglich therapeutisch-paedagogisch mit den Kindern arbeiten. Die therapeutische Arbeit mit den Frauen (parallel zur Arbeit mit den Kindern) werden – wie schon im letzten Jahr – die Kolleginnen Nurka Babović und Arijana Čatović aus Zenica uebernehmen.

    Neben der Gruppenarbeit und den Ausfluegen zum Strand werden die Kolleginnen weitere Unternehmungen und Aktivitaeten organisieren – selbstverstaendlich auch wieder einen Foto-Workshop mit den Kindern.

    Druecken Sie uns die Daumen, dass das Wetter so warm und sonnig bleibt wie zur Zeit, damit Kinder und Muetter  Meer und Strand geniessen können.

    Natuerlich werden wir Sie hier auf Betterplace weiter auf dem Laufenden halten

    Ihnen allen ein schoenes Wochenende

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

     

     

     

     

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    A. Kolkmann written over 1 year ago
    Liebe Gabi, liebes SEKA-Team,
    ich freue mich sehr, dass auch in diesem Jahr der Erholungsaufenthalt durchgeführt werden kann. Selbst wenn ich aus dem weit entfernten Deutschland die Entwicklungen nur aus der Ferne verfolgen kann, bin ich jedes Jahr glücklich und gerührt, wie positiv der Erholungsaufsenthalt von den Frauen und Kindern erlebt wird.
    Eure Fachlichkeit, Warmherzigkeit und Offenheit verbreitet eine "Wohl-Atmosphäre", die ich selbst schon erlebt habe. Ich bin froh, dass wir mit unserem Konzert die Finanzierung vorantreiben konnten.
    Ich wünsche Euch gute Gespräche, schönes Wetter und natürlich viel Spaß.
    Liebe Grüße von Anne

    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Die Glueckstage sind komplett finanziert!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    heute morgen habe ich entdeckt, dass unsere treue Unterstuetzerin A.Hanke mit einer letzten grossen Spende den gesamten noch offenen Betrag fuer die 'Glueckstage' erfuellt hat! Das ist einfach wunderbar! Damit ist der therapeutische Erholungsaufenthalt fuer eine Gruppe von 12 Kindern und 8 Muettern zu 100 % finanziert! Wir danken sehr herzlich A. Hanke und all den anderen SpenderInnen fuer Ihre oft mehrfache Mithilfe, dieses Projekt zu finanzieren!

    Wir werden weiter ueber die Vorbereitungen und dann natuerlich ueber den Erholungsaufenthalt berichten.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Zusammensetzung der Gruppe

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    ein ganz DICKES Dankeschoen geht heute wieder einmal an unseren treuen Freund M. Stein, der die Glueckstage mit einer erneuten grosszuegigen Spende bedacht hat. Nun sind 'nur' noch 300 € offen - fuer Unternehmungen, therapeutisch-paedagogische Materialien, den Fotoworkshop und sonstigen Bedarf  (z.B. Sonnenmilch, Schwimmfluegel und -ringe, Badeanzuege evtl. medizinische Notfaelle u.ae.).

    Wir sind optimistisch, dass wir, diesen Betrag - mit Ihrer Hilfe - auch noch schaffen werden!

    Die Gruppe, die wir nun definitiv zusammengestellt haben, besteht aus 8 Muettern mit 12 Kindern im Alter zwischen 5 und 13 Jahren (davon 5 Maedchen und 7 Jungen). Die Auswahl der Frauen und Kinder trafen wir in Zusammenarbeit mit der Sozialarbeiterin und der Psychologin des Zentrums fuer psychische Gesundheit in Gorazde, in Zusammenarbeit mit dem Sozialarbeiter des Veteranenprojekts und mit der Sozialarbeiterin des Projekts 'Die Familie staerken' des SOS-Kinderdorf-Kindergartens in Gorazde.

    Alle Muetter haben den Krieg in Bosnien ueberlebt, einige zusaetzlich Gewalt durch ihre Ehemaenner. Die Kinder haben zwar den Krieg nicht mehr selbst erlebt, sind aber stark betroffen von den Traumata der Eltern. Auch mehrere der Vaeter sind schwer kriegstraumatisiert. Alle Familien leben unter oekonomisch sehr schwierigen Bedingungen. Mehrere Frauen und Kinder haben - neben der Traumatisierung - gesundheitliche Probleme. Fuer alle ist der Erholungsaufenthalt dringend notwendig.

    Die Muetter konnten es kaum glauben, dass sie "so ein Geschenk bekommen", wie es eine der Frauen ausdrueckte. Und eine andere meinte: "Das ist das Schoenste, was uns seit dem Krieg geschehen ist!" Frauen und Kinder sind schon voller Vorfreude - und wir natuerlich auch!

    Wie ich schon geschrieben habe, wird es zwei Vortreffen geben, um die Gruppe vorzubereiten und Frauen und Kindern die Moeglichkeit zu geben, sich ein wenig kennenzulernen.

    Soviel fuer heute - ich werde Sie weiter auf dem Laufenden halten.

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller und Kolleginnen

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Endspurt fuer die Glueckstage!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    jetzt sind wir endgueltig auf der Zielgeraden und im Endspurt: Nur noch 392 € fehlen insgesamt. Dann ist der gesamte therapeutische Erholungsaufenthalt komplett finanziert: 12 Tage Unterkunft und Verpflegung sowie die Fahrtkosten fuer 20 Kinder und Muetter plus 4 Therapeutinnen, die Kosten fuer die Materialien und Unternehmungen, den Photoworkshop, die Ausstellung der besten Photos der Kinder in Gorazde, die Honorare der Therapeutinnen, sonstiger Bedarf fuer die Gruppe (Sonnenmilch, Medikamente, Badeanzuege, Schwimmhilfen, medizinische Notfaelle und und und...). Mit Ihrer Hilfe und der Hilfe vieler SpenderInnen durch die SEKA-Postkarten-Kampagne "Schenken Sie Glueckstage" konnten wir noch den Bedarf der Fahrtkosten fuer das 10. Kind und die 10. Mutter erfuellen, sowie den groessten Teil des Bedarfs fuer Material, Unternehmungen, Photoworkshop u. ae.

    Das ist einfach grossartig und wir danken allen, die bisher mitgeholfen haben,  sehr sehr herzlich im Namen  der Kinder und ihrer Muetter.

    Zur Zeit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Die Reservierung des Busses sowie die Reservierungen in der Pension sind laengst getaetigt. Die Entscheidung ueber die Zusammensetzung der Gruppe ist inzwischen endgueltig getroffen. Zur Zeit klaeren wir mit den externen Therapeutinnen die Inhalte der Gruppenarbeit (angepasst an die Beduerfnisse der Frauen bzw. Kinder).

    Das erste Vorbereitungstreffen (zuerst nur mit den Muettern) ist fuer 09. Juni geplant, das zweite - mit parallelem Treffen der Kinder und der Frauengruppe fuer den 16. Juni.

    Am Sonntag, den 20. Juni, werden Koordinatorin Esma Drkenda und ich selbst wieder die gesamten Materialien und die Ausstattung fuer die Therapieraeume fuer Kinder und Frauen nach Neum transportieren und die Raeume einrichten. Am Montag, den 21. Juni wird dann die Gruppe, die fruehmorgens in Gorazde losgefahren ist, am spaeten Vormittag in Neum eintreffen.

    Obwohl wir seit vielen Jahren diese Erfholungsaufenthalte organisieren, sind wir jedesmal wieder ein wenig aufgeregt und voller Vorfreude - angesteckt von der riesigen Vorfreude der Kinder und Frauen.

    Soviel fuer heute!

    Wir freuen uns ueber Ihre Mithilfe, den offenen Betrag moeglichst bald noch zusammenzusammeln.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Vielen vielen Dank!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    schon wieder eine gute Nachricht: unsere tatkraeftige Unterstuetzerin A. Hanke hat heute den gesamten noch offenen Betrag fuer die Fahrtkosten des 9. Kindes und der 9. Mutter erfuellt. Das ist einfach grossartig! Wir danken ihr sehr herzlich dafuer.

    Nun sind wir wirklich im absoluten Endspurt: Ich habe eben noch die Fahrtkosten des 10. Kindes und der 10. Mutter eingestellt.

    Die Gruppe der insgesamt 20 Frauen und Kinder haben wir nun auch endgueltig zusammengestellt. In den naechsten Tagen (nach Beendigung unseres Fortbildungsseminars zu Traumatherapie) werde ich hoffentlich wieder mehr Zeit finden, um ausfuehrlicher ueber die Vorbereitungen fuer die 'Glueckstage' zu schreiben.

    Soviel fuer heute abend...

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 1 year ago

    G. Mueller

    Endspurt fuer die Glueckstage!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wunderbar: mit weiteren Direktspenden durch die Glueckstage-Postkarten-Kampagne haben wir es geschafft, die Fahrtkosten fuer vier weitere Kinder und vier weitere Muetter komplett zu finanzieren. Und auch die Fahrtkosten fuer das 9. Kind und die 9. Mutter sind bereits zu 11% finanziert.

    Es geht jetzt mit der Finanzierung in die Zielgerade! Wir hoffen, dass wir die gesamte Finanzierung bis zum 01. Juni schaffen koennen.

    Wir freuen uns ueber jede Mithilfe!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

    G. Mueller

    Weiterer Erfolg der Glueckstage-Kampagne!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns sehr ueber weitere Spenden, die wir durch die Postkarten-Kampagne des Vereins SEKA Hamburg "Schenken Sie Glueckstage" sammeln konnten. Ein ganz herzliches Dankeschoen an alle Spenderinnen und Spender!

    Nun sind Unterkunft und Verpflegung fuer alle 20 Frauen und Kinder fuer 12 Tage komplett finanziert! Das ist super. Der naechste offene Bedarf Fahrtkosten fuer das 5. und 6. Kind und die 5. und 6. Mutter ist auch schon zu mehr als der Haelfte erfuellt!

    Wir sind nun sehr optimistisch, dass wir die Gesamtfinanzierung rechtzeitig schaffen werden. ....und freuen uns natuerlich ueber Ihre Unterstuetzung!

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

    G. Mueller

    Ein grosses Dankeschoen!

    Liebe Freundinnnen und Freunde,

    ein ganz grosses Dankeschoen geht heute wieder einmal an unseren treuen Unterstuetzer M. Stein, durch dessen Spenden wir zum einen den Bedarf Fahrtkosten fuer die 4. Mutter vollends komplett abschliessen konnten, zum anderen hat sich der noch offene Betrag fuer die Unterkunftskosten des 10. Kindes und der 10. Mutter auf jetzt noch 410 € verringert.

    Und noch eine tolle Nachricht: Die Stiftung Sternstunden e.V. hat uns die beantragte Foerderung bewilligt - damit sind nun mehr als 90 % der Gesamtkosten (inkl. der Honorare fuer die Mitarbeiterinnen) gesichert. Das ist einfach super!!! Wir danken dem Stiftungsgremium sehr herzlich!

    Wir sind nun ganz sicher: Wir werden es schaffen! Gemeinsam mit Ihnen!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

    G. Mueller

    Erste Ergebnisse der Glueckstage-Kampagne 2010

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    heute abend habe ich nun die ersten Ergebnisse der diesjaehrigen Glueckstage-Kampagne erhalten, die vor knapp vier Wochen angelaufen ist. Mit den Spenden zahlreicher (oft langjaehriger) UnterstuetzerInnen konnten wir nun noch zwei weitere grosse Bedarfe finanzieren: Die Kosten fuer Unterkunft und Verpflegung des 8. und 9. Kindes sowie der 8. und 9. Mutter an 12 Tagen sind durch diese Spenden nun komplett gesichert! Vom Unterkunftsbedarf fuer das 10. Kind und die 10. Mutter sind auch bereits 30 € finanziert!

    Es geht also allmaehlich dem Ende entgegen: Es bleiben noch der groesste Teil der Fahrtkosten, sowie die Kosten fuer die Aktivitaeten (z.B. den Fotoworkshop mit den Kindern), Unternehmungen und sonstige noetige Aufwendungen wie auch die Honorare fuer die Kolleginnen (die wir hoffen, durch die beantragte Foerderung abdecken zu koennen).

    Wir freuen uns ueber Ihre Mithilfe!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

    G. Mueller

    Vorbereitungen laufen auf Hochtouren!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    zuerst moechte ich unserem Unterstuetzer K. Zweydinger sehr herzlich fuer seine erneute Spende danken. Damit sind die Fahrtkosten fuer eine 4. Mutter fast schon zur Haelfte finanziert! Wir freuen uns, dass Herr Zweydinger auch den diesjahrigen Erholungsunterhalt wieder unterstuetzt! Das ist super!

    Zur Zeit laufen bei uns die Vorbereitungen fuer den therapeutischen Erholungsaufenthalt auf Hochtouren: Wir konnten wieder die Mitarbeit unserer erfahrenen Therapeutinnen-Kolleginnen Nurka Babovic und Arijana Catovic sichern. Beide nahmen unser Angebot gerne an,  auch in diesem Jahr die therapeutische Arbeit mit der Frauengruppe zu uebernehmen. Mit den Kindern werden die Kolleginnen Amina Vrana und Amela Drincic therapeutisch-paedagogisch arbeiten. Die Reservierung in der Pension steht. Wir muessen nur in den naechsten Tagen noch eine Anzahlung leisten. Auch das Angebot des Busunternehmens fuer die Reise der Gruppe ist eingeholt.

    Zur Zeit sind wir dabei, die Gruppe zusammenzustellen - in Zusammenarbeit mit dem jungen Sozialarbeiter des Gorazder Veteranenprojekts 'Svjetlost Drine', sowie den Kolleginnen des Zentrums fuer psychische Gesundheit in Gorazde. Unsere Kollegin Amina Vrana fuehrt die Erstgespraeche mit den einzelnen Muettern und dann auch mit den Kindern. Wir hoffen, dass bis Mitte Mai die Zusammenstellung der Gruppe definitiv abgeschlossen ist. Die Kriterien, nach denen wir Kinder und Muetter auswaehlen sind:

    • eigene (Kriegs-)traumatisierung oder Traumatisierung mindestens eines anderen Familienmitglieds
    • oder psychische Erkrankung eines Familienmitglieds
    • gesundheitliche Probleme
    • schwierige oekonomische Situation der Familie

    Noch immer warten wir auf die endgueltige Zusage eines weiteren Geldgebers, bei dem wir einen Antrag gestellt haben.

    Druecken Sie uns die Daumen, dass es mit der Bewilligung klappt.

    Wir halten Sie weiter auf dem Laufenden.

    Und freuen uns natuerlich ueber Spenden! Heute werde ich noch einige weitere Bedarfe einstellen.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

    G. Mueller

    Fahrtkosten fuer 4. Kind erfuellt!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    zur Zeit bin ich noch immer im Libanon und finde nur selten Zugang zum Internet. Daher habe ich jetzt erst die neuen Spenden unserer Unterstuetzerin A. Hanke bemerkt. Sie hat die noch offenen Bedarfe aller drei SEKA-Projekte komplett erfuellt. Wir danken ihr ganz herzlich fuer diese grossartige Unterstuetzung!

    Ich habe nun gleich wieder den Bedarf "Fahrtkosten fuer die 4. Mutter" eingestellt: denn die Zeit rast und wir haben die Finanzierung des therapeutischen Erholungsaufenthalts bisher erst zu zwei Dritteln sicher gestellt.

    Wir freuen uns ueber Ihre Spenden.

    Herzliche Gruesse - auch im Namen der Kinder und Frauen der Gruppe

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

    G. Mueller

    Schritt fuer Schritt geht es vorwaerts!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    unser tatkraeftiger Unterstuetzer H. Christoph hat uns mit einer weiteren Spende unterstuetzt: fuer die Fahrtkosten des 4. Kindes. Da fehlen nun 'nur' noch 45 €. Wir danken ihm herzlich.

    Zur Zeit sind wir dabei, eine erste Liste von Kindern und Muettern zusammenzustellen, die einen  therapeutischen Erholungsaufenthalt aus unserer Sicht benoetigen. Wenn wir die Finanzierung der Unterkunfts- und Verpflegungskosten fuer alle 10 Kinder und 10 Muetter sichergestellt haben, werden wir mit den einzelnen Muettern Gespraeche bzgl. der Teilnahme fuehren. Wir hoffen, dass das bald sein kann.

    Einen schoenen Sonntag Ihnen allen!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

    G. Mueller

    Verpflegung fuer das 7. Kind und die 7. Mutter erf

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    noch eine gute Nachricht: unser treuer Unterstuetzer H. Christoph hat uns erneut mit einer Spende unterstuetzt und damit den Bedarf der Verpflegung fuer das 7. Kind und die 7. Mutter vollends erfuellt. Das ist grossartig! Wir danken ihm ganz herzlich!

    Nun kann ich den Bedarf der Fahrtkosten fuer das 4. Kind einstellen (die Fahrtkosten sind bisher erst fuer 3 Kinder und 3 Muetter finanziert).

    Wir hoffen, dass wir es auch in diesem Jahr schaffen werden, den therapeutischen Erholungsaufenthalt fuer insgesamt 20 Kinder und Muetter zu finanzieren.

    Wir freuen uns ueber Ihre Mithilfe!

    Herzliche Gruesse

    fuer das SEKA-Team Gorazde

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

    G. Mueller

    Zwei Direktspenden fuer die 'Glueckstage'

    Liebe Leserinnen und Leser,

    heute freuen wir uns ueber zwei Direktspenden fuer die Glueckstage, die wir in den letzten Tagen aufs Konto bekommen haben! Wir danken der Spenderin und dem Spender sehr herzlich! Damit ist nun die Verpflegung an 12 Tagen fuer die 7. Mutter und das 7. Kind fast finanziert. Es fehlen nur noch 25 €.

    Und noch eine gute Nachricht: Die Glueckstage-Kampagne-Karten sind fertig und werden am Samstag an unsere Unterstuetzerinnen und Unterstuetzer verschickt werden. Die Karten sind auch diesmal wieder sehr schoen geworden. Wir hoffen, dass wir auch in diesem Jahr durch die Kampagne noch einen guten Teil der restlichen Finanzierung schaffen werden.

    Falls Sie sich an der Kampagne beteiligen moechten und diese z.B. in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis verteilen moechten (um weitere SpenderInnen fuer die Glueckstage zu gewinnen), dann wenden Sie sich doch bitte telefonisch oder per mail an das Hamburger Buero - es ist immer Dienstag nachmittags besetzt:

    SEKA Hamburg e.V.:  Tel: 040-399 056 53

    oder:   info@seka-hh.de

    Bitte sagen Sie uns, wie viele Postkarten zum Verteilen oder Verschicken Sie haben moechten.

    Natuerlich freuen wir uns auch ueber jede Betterplace- oder Payback-Spende!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

    G. Mueller

    Glueckstage-Kampagne beginnt

    Liebe Leserinnen und Leser,

    gestern sind die Postkarten fuer unsere diesjaehrige Kampagne 'Schenken Sie Glueckstage' in Druck gegangen.  Mit diesen bunt bebilderten Postkarten werben wir um Spenden fuer den diesjaehrigen therapeutischen Erholungsaufenthalt. Alle regelmaessigen SEKA-UnterstuetzerInnen bekommen fuenf dieser Karten zugeschickt und koennen diese dann ihrerseits weitergeben oder verschicken und in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis um Unterstuetzung werben.

    Wir freuen uns ueber alle, die sich an dieser Aktion beteiligen, und natuerlich ueber jede Spende. Wenn Sie an den Karten interessiert sind, wenden Sie sich per e-mail oder Post an unser Hamburger Buero:

    SEKA HH e.V.

    Friedensallee 7

    22765 Hamburg

    oder: e-mail:  info@seka-hh.de

    demnaechst koennen Sie die Karten auch auf unserer Homepage finden und ausdrucken:

    www.seka-hh.de

    Wir freuen uns ueber jede Unterstuetzung.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

    G. Mueller

    Kosten fuer 6 Kinder und 6 Muetter finanziert!

    Liebe Leserinnen und Leser,

    heute - nach 8 Tagen an denen ich unterwegs war - sehe ich, dass sich viel getan hat: Zu unserer Freude hat das betterplace-Team unser Glueckstageprojekt in die 'empfohlenen Projekte' aufgenommen. Das ist super, denn die Zeit rast und der Juni wird bald da sein. Herzlichen Dank an das Team!

    Wir freuen uns ausserdem ueber die Spende unseres neuen Unterstuetzers Christian I. und die Spende einer/s neuen Payback-Unterstuetzers/in (anonym). Vielen Dank!

    Durch diese Spenden sind nun die Unterkunfts-, Verpflegungs- und Fahrtkosten fuer 6 Kinder und 6 Muetter und die Unterkunftskosten fuer ein 7. Kind und seine Mutter finanziert. Das ist grossartig! Fuer die Verpflegungskosten an 12 Tagen fuer das 7. Kind und die 7. Mutter fehlen im Moment noch 130 €.

    Zur Zeit haben wir  mit einer Vorauswahl der Kinder und Muetter fuer die Gruppe begonnen. Vorerst informieren wir die Kinder und Muetter jedoch nicht, da wir erst die Finanzierung des Erholungsaufenthalts sichern muessen.

    Wir stellen die Gruppe zusammen in Zusammenarbeit mit dem Zentrum fuer psychische Gesundheit, dem Veteranenprojekt 'Svjetlost Drine' und dem SOS-Kinderdorf-Kindergarten, der mit Risikofamilien arbeitet.

    Die Kriterien fuer die Teilnahme am Erholungsaufenthalt sind: eigene Traumatisierung der Frauen und Kinder (durch Gewalterfahrungen im Krieg und / oder in der Familie), Traumatisierung des Ehemanns / Vaters, psychische Erkrankung eines Familienmitglieds (aufgrund von Traumatisierung), gesundheitliche Probleme, sowie schwierige finanzielle Verhaeltnisse (die meisten Familien leben unter dem Existenzminimum).

    Soviel fuer heute!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

    G. Mueller

    Fahrtkosten fuer das dritte Kind finanziert!

    Liebe Leserinnen und Leser,

    es geht vorwaerts. Das freut uns sehr: Durch die Spende unseres neuen Unterstuetzers H. Pentzlin konnte der Bedarf 'Fahrtkosten fuer ein drittes Kind' komplett erfuellt werden! Das ist super! Wir danken Herrn Pentzlin sehr herzlich!

    Fuer die Fahrtkosten der dritten Mutter fehlen 'nur' noch 29 €. Wenn dieser Betrag noch zusammenkommt, dann sind die Unterkunfts-, Verpflegungs- und Fahrtkosten fuer insgesamt 6 Kinder und 6 Muetter finanziert! Das ist grossartig und macht uns optimistisch, dass wir die Finanzierung des therapeutischen Erholungsaufenthalts auch in diesem Jahr rechtzeitig schaffen koennen.

    Nun geht es um die Finanzierung der Kosten fuer die 7. Mutter und das 7. Kind!

    Wir freuen uns ueber Ihre Unterstuetzung.

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

    G. Mueller

    ...und noch eine gute Nachricht!

    Eben erreicht mich noch die Nachricht ueber die Direktspenden von dreien unserer langjaehrigen UnterstuetzerInnen. Damit ist auch schon die Verpflegung fuer ein 7. Kind und seine Mutter zu einem guten Teil finanziert! Wir danken den drei SpenderInnen herzlich!

    Wir hoffen, es geht nun weiter so gut vorwaerts; denn die Zeit vergeht wie im Flug! Bald muessen wir der Pension in Neum die Reservierung endgueltig bestaetigen. Das koennen wir aber erst, wenn Unterkunft und Verpflegungskosten groesstenteils gesichert sind. Die heutigen Nachrichten machen uns allerdings optimistisch!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

    G. Mueller

    Zuschuss fuer die Glueckstage 2010!

    Liebe Leserinnen und Leser,

    heute freuen wir uns ganz doll ueber die vorlaeufige Zusage fuer einen Zuschuss der Dr. Ursula Schmid-Kayser Kinderfondsstiftung in Hoehe von 3.000 € fuer den therapeutischen Erholungsaufenthalt in diesem Jahr. Das ist grossartig und wir danken dem Stiftungsrat sehr herzlich! Auch im letzten Jahr hatte die Stiftung uns unterstuetzt. Trotz des Rueckgangs der Spendengelder in diesem Jahr haben wir nun doch noch einmal eine (vorlaeufige) Zusage bekommen.

    Damit sind die Unterkunfts und Verpflegungskosten fuer 12 Tage fuer drei weitere Kinder und ihre Muetter abgedeckt, d.h. fuer das 4., 5. und das 6. Kind und die jeweiligen Muetter. Das ist super! Fuer diese Kinder und Muetter brauchen wir nun nur noch die Fahrtkosten!

    Zur Zeit sind wir auch mit der Vorbereitung unserer aktuellen 'Glueckstage-Kampagne' beschaeftigt. Darueber mehr, wenn die Postkarten fertig gestaltet und gedruckt sind.

    Und natuerlich freuen wir uns auch ueber jede Unterstuetzung ueber betterplace!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller und Kolleginnen

     

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 2 years ago

    G. Mueller

    Es geht voran!

    Liebe Leserinnen und Leser,

    wir freuen uns ueber einen neuen Unterstuetzer fuer die Glueckstage, Uwe Berger, und danken ihm herzlich fuer seine Spende. Damit hat sich der noch offene Betrag fuer die Fahrtkosten fuer das dritte Kind auf 50 € verringert!

    Ausserdem werden wir vermutlich einen Zuschuss von einer Stiftung bekommen koennen. Sobald das hundert prozentig sicher ist, werde ich die entsprechenden Bedarfe und den Zuschuss hier einstellen...

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

    G. Mueller

    Herzlichen Dank!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    heute haben wir fuer die 'Glueckstage' eine Direktspende bekommen - von unserem langjaehrigen Unterstuetzer Ulrich L. Wir danken ihm sehr herzlich dafuer! Nun hat sich der noch offene Betrag fuer die Fahrtkosten des 3. Kindes und seiner Mutter auf 91 € verringert.

    Zur Zeit schreibe ich an zwei Antraegen an Stiftungen, da uns ja noch eine grosse Summe zur Finanzierung des therapeutischen Erholungsaufenthalts fehlt, genau gesagt noch die Kosten fuer Unterkunft, Verpflegung und Fahrtkosten fuer 7 Kinder und Muetter. Ich hoffe, dass wir einen Zuschuss bekommen koennen.

    Auch gegenueber der Stadt Gorazde haben wir einen Antrag gestellt. Druecken Sie uns die Daumen, dass etwas klappt!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

    G. Mueller

    Unterkunft fuer 3. Kind finanziert! Danke!

    Liebe Leserinnen und Leser,

    wir danken einer/m weiteren Payback-SpenderIn, die/der mit ihrer/seiner Spende die Unterkunft fuer das dritte Kind vollends finanziert hat! Toll! Nun brauchen wir noch die Fahrtkosten fuer dieses Kind und seine Mutter.

    Herzlichst

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

    G. Mueller

    Nur noch 13 €!

    Liebe Leserinnen und Leser,

    nur noch 13 € fehlen fuer die Finanzierung der Unterkunft fuer 12 Tage therapeutischer Erholungsaufenthalt fuer ein drittes Kind! 12 Tage Unterkunft, Verpflegung und Fahrtkosten fuer zwei kriegstraumatisierte Kinder und ihre Muetter sind schon finanziert. Die Verpflegung fuer ein drittes Kind und seine Mutter ebenfalls.

    In den naechsten Tagen werden wir uns nochmals intensiv bemuehen, Moeglichkeiten fuer Zuschuesse fuer den geplanten Erholungsaufenthalt am Meer in den Sommerferien ausfindig zu machen. Wie bisher moechten wir gerne auch dieses Jahr fuer insgesamt 20 Kinder und Muetter solche 'Glueckstage' am Meer ermoeglichen. Bis dahin ist aber noch ein langer Weg und viele Spenden und Zuschuesse sind noetig, da die betreffenden Familien unter schwierigsten oekonomischen Bedingungen leben und keinerlei Eigenbeitrag leisten koennen.

    Wir freuen uns daher ueber jede Unterstuetzung!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

    P.S.: Falls Sie eine Payback-Karte haben koennen sie uns ueber die Payback-Spendenwelt auch Punkte spenden: 

    http://www.payback.de/pb/bpc/display/view/details/project/233

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    G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

    G. Mueller

    'Danke auch an die Menschen in Deutschland'

    Liebe Leserinnen und Leser,

    heute kommt nun die 7. Fortsetzung unseres Berichts ueber die 'Glueckstage' im Sommer 2009. Wir lassen nun einige der Muetter selbst zu Wort kommen. Sie haben in ihren Rueckmeldungen beschrieben, was ihnen der therapeutische Erholungsaufenthalt bedeutet.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller und Kolleginnen

    --------------------------------------------

    Emina H.*: „Diese Tage in Neum waren etwas vom Schönsten und Wichtigsten, was ich in meinem bisherigen Leben erlebt habe. Ich glaube, ich habe mich noch nie so gut erholt – physisch und psychisch. Ich danke Nurka und Arijana für ihre Achtsamkeit und Geduld und für das neue Wissen, das sie uns vermittelt haben. Diese Gruppenarbeit habe ich dringend gebraucht. Alle Übungen, die wir gemacht haben, die Gespräche, die Erfahrungen der anderen Frauen sind mir sehr wichtig und ich glaube, dass sie mir für mein zukünftiges Leben sehr helfen werden. Ich möchte mich bedanken bei unseren Leiterinnen und bei Kuca SEKA und allen, die uns ermöglicht haben, dass wir dies erleben können!“

    Harisa B.*: „Für mich war es das erste Mal, in so einer Gruppe zu arbeiten. Mir hat die Art und Weise sehr gut gefallen, wie Nurka und Arijana uns geleitet haben – es ging alles so natürlich und leicht vor sich. Auch die schweren Themen haben uns nicht so belastet, weil wir erkannt haben, wie wir mit den Schwierigkeiten anders umgehen können. Die Übung ‚Mauer’ war für mich besonders wichtig. Ich habe das Gefühl, dass ich mich, als es mir auf der Bühne gelang durch die ‚Mauer’ hindurchzu-kommen, von einem Teil meiner großen Ängste befreit habe.

    Wichtig war mir auch alles, was wir über die Bedürfnisse von Kindern und Erziehung erfahren haben. Ich habe erkannt, welche Fehler ich bei meinem Sohn gemacht habe. Ich möchte unseren vier Therapeutinnen von Herzen danken und allen, die mir und meinem Kind diese psychische und physische Erholung ermöglicht haben.“

    Nermina N.*: „Ich möchte mich bei Nurka und Arijana bedanken für das Verständnis und die Geduld und für die Lebenshilfe, die sie uns gegeben haben. Amina und Adisa danke ich für ihre Geduld mit unseren Kindern und dass sie ihnen eine so schöne Zeit ermöglicht haben. Aus tiefstem Herzen danke ich Gabi und Kuca SEKA. Für mich und meinen Sohn war das eine wunderbare Erfahrung. Mit jedem Tag der Gruppenarbeit fühlte ich, als ob die Last, die mir ständig auf die Brust drückte und mir das Atmen schwer machte, weniger wurde. Durch die Erklärungen von Nurka und Arijana habe ich angefangen, mich selbst und mein Verhalten besser zu verstehen. Dadurch sind meine Schuldgefühle auch meinem Sohn gegenüber weniger geworden. Die Erfahrungen der anderen Frauen haben mir geholfen und mir Ideen gegeben, was ich in meinem Leben verändern möchte und auch könnte. Ich habe begriffen, dass ich für mich und mein Kind kämpfen kann und muss. Und ich habe in dieser Gruppe wirkliche Freundinnen gefunden. Ich kann es kaum erwarten, dass wir uns in Gorazde im SEKA-Haus weiter treffen. Danke Euch allen!“

    Alisa K.*: „Diese gemeinsamen Tage am Meer haben mir sehr gefallen. Schade, dass es so viel geregnet hat. Aber alles andere war großartig!... Am besten haben mir unsere Gruppenstunden gefallen. Obwohl ich so etwas noch nie erlebt hatte und zuerst ein wenig Angst hatte, habe ich schnell gemerkt, dass ich gar nichts muss und dass mir das alles sehr nützlich ist. Geholfen hat mir die einfühlsame Art, aber auch der Humor von Nurka und Arijana, die die Gruppe geleitet haben… und die Offenheit, mit der die andern Frauen über ihre Probleme und Erfahrungen, ihre Ängste und Wünsche sprachen. Das hat mich ermutigt, mich jeden Tag etwas mehr zu öffnen. Besonders wichtig war für mich das ‚Soziale Atom’. Es ist mir klar geworden, dass ich mich mein Leben lang um die falschen Menschen bemüht habe – um die, die sich um mich überhaupt nicht bemühen. Und die, die mich soviel unterstützt haben, habe ich links liegen lassen. Das werde ich in Zukunft ändern. Sehr wichtig waren mir auch die Stunden, in denen wir über die Kinder gesprochen haben, z.B. über ihre Bedürfnisse. Es ist mir klar geworden, dass ich meinen Sohn überfordere. Er ist erst 12 Jahre alt, aber er ist meine wichtigste Unterstützung. Er arbeitet wie ein Großer. Als wir über unsere eigene Kindheit gesprochen haben, habe ich mich erinnert, dass auch ich keine Kindheit hatte und von klein auf schwer arbeiten musste. Ich möchte die Beziehung zu meinem Sohn gerne verbessern, ihn mehr als Kind sehen. Aber ich weiß, dass ich da noch Eure Unterstützung brauche. Ich wünsche, dass wir in Gorazde weiter zur Gruppe kommen können. Und ich danke Euch so sehr, dass Ihr mir und meinem Sohn diese Möglichkeit geboten habt. Danke auch an die Menschen in Deutschland, die mit Geld geholfen haben.“

    Elvira S.*: „Kuca SEKA bedeutet mir sehr viel. Und ich danke dem Team dafür, dass sie mir und meiner Tochter diese Erholung ermöglicht haben. Ich fühle mich so gut wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Trotz des Wetters werden diese Tage für mich unvergesslich bleiben. Ich fuhr mit einiger Angst nach Neum, da ich wusste , dass wir in der Gruppe zu verschiedenen Themen arbeiten würden. Ich befürchtete, dass das auch an meine schrecklichen Kriegserlebnisse rühren und ich damit vielleicht nicht fertig werden könnte. Aber die Art und Weise, wie Nurka und Arijana uns anleiteten, nahm mir bereits einen großen Teil meiner Angst. Nachdem ich mich ihnen anvertraut hatte, bekam ich ihre Unterstützung, dass ich jederzeit auch eine Übung abbrechen konnte. Einmal tat ich das, bei der Imaginationsübung ‚Mauer’. Ich dachte dann, ich könnte mein Bild nicht in einer Szene bearbeiten. Als ich aber miterlebte, wie hilfreich die Szenen der anderen Frauen für sie waren, entschied ich mich doch auch. Und ich bin sehr froh darüber. Mit Nurkas Hilfe fand ich einen Weg durch ‚meine Mauer’ und es kam mir vor, als ob eine riesige Last von mir abfiel. Ich danke Euch allen für Eure Unterstützung. Sehr wichtig war für mich auch die Imagination ‚Sicherer Ort’. Diese Übung gelang mir vollkommen und ich konnte mich zum ersten Mal seit vielen Jahren entspannen. Dieses Gefühl hatte ich schon vergessen. Ich werde diese Übung regelmäßig machen. Ich danke allen, die uns diese wunderbare Erholung ermöglicht haben Vielen Dank!“

     

    * Namen geändert

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    G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

    G. Mueller

    Jetzt auch auf der PAYBACK-Spendenwelt vertreten!

    Liebe Leserinnen und Leser,

    wir freuen uns, dass wir neben betterplace.org (und durch die Hilfe des betterplace-Teams) nun auch auf der PAYBACK-SPENDENWELT mit unseren Projekten vertreten sind. Wir koennen damit PAYBACK-Punkte gespendet bekommen. Das ist toll! Falls Sie also eine PAYBACK-Karte besitzen und die gesammelten Punkte fuer einen guten Zweck spenden wollen, koennen Sie dies auch fuer die SEKA Projekte tun - z.B. fuer die Glueckstage:

    http://www.payback.de/pb/bpc/display/view/details/project/233

    Wir freuen uns ueber Ihre Punkte!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

    G. Mueller

    Evaluation des therapeutischen Erholungsaufenthalt

    Liebe Leserinnen und Leser,

    hier nun der 6. Teil des Berichts ueber den therapeutischen Erholungsaufenthalt am Meer im Sommer 2009: Unsere Evaluation.

    Trotz des Wetters denken wir, dass auch diese 12 Tage echte 'Glueckstage' waren.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller und Kolleginnen

    -------------------------------------------------------

    Evaluation des Erholungsaufenthalts

    Wir denken, dass wir auch in diesem Jahr – trotz des außergewöhnlich schlechten Wetters – die Ziele des therapeutisch-pädagogischen Erholungsaufenthalts in hohem Maße verwirklicht haben.

    Trotz des regnerischen Wetters hat sich die Gruppe physisch und psychisch gut erholt. Dies zeigen die Rückmeldungen aller Frauen und Kinder. Durch die regnerischen Tage ergab es sich, dass wir an drei Nachmittagen zusätzlich in der Gruppe arbeiteten. Dies erwies sich als ein großer Gewinn, da die zusätzliche Zeit den Frauen ermöglichte, wichtige persönliche Themen zu vertiefen.

    Wir waren uns von Anfang an bewusst über die Schwere der Traumata der Teilnehmerinnen und über die Auswirkungen, die dies auf ihre Kinder haben musste.

    Die Gruppenarbeit mit den Frauen half diesen, sich ihrer selbst, ihrer Gefühle, Bedürfnisse und spezifischen Reaktionsweisen bewusst zu werden und diese besser zu verstehen. Die Frauen lernten konkrete Techniken und Übungen zur Selbstunterstützung. Sie konnten sich von schmerzhaften Erfahrungen entlasten, aktuelle Probleme bearbeiten und neue Strategien entwickeln. Sie spürten in der Gruppe, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind und fanden in den anderen Teilnehmerinnen neue Freundinnen. Durch die Arbeit am Thema Emotionen war es den Frauen möglich, sich ihrer Gefühle stärker bewusst zu werden und neue Möglichkeiten im Umgang mit ihren Gefühlen kennenzulernen. Die Arbeit am ‚Sozialen Atom’ – ihrem aktuellen Beziehungsnetzwerk erlebten die meisten Frauen ebenfalls als außerordentlich hilfreich. Den stärksten Eindruck hinterließen allerdings bei allen Frauen die psychodramatischen Szenen zur Übung ‚Mauer’. Durch diese Szenen war es den Frauen möglich, grundsätzliche Lebensmuster zu erkennen und teilweise zu verändern. Für einige der am schwersten traumatisierten Frauen hatten die Szenen gar eine kathartische / befreiende Wirkung. Durch die Übung ‚Kampf um die Socken’ entdeckten manche Frauen zum ersten Mal ihre Stärke.

    Ein besonders wichtiges Thema in der Arbeit mit den Frauen war immer wieder die Beziehung zu den Kindern. Wir vermittelten ihnen theoretische Grundlagen, gaben ihnen die Möglichkeit, sich an eigene Erfahrungen als Kind zu erinnern, und boten ihnen Raum, konkrete Probleme mit den Kindern zu bearbeiten. Die Frauen wurden sich ihrer Fehler im Umgang mit den Kindern bewusst und erkannten auch die Auswirkungen der eigenen Traumatisierung auf die Kinder. Die gemeinsam verbrachte Zeit ermöglichte teilweise neue entspannte Erfahrungen mit den Kindern.

    Als eines der wichtigsten Ergebnisse sehen wir, dass alle Frauen sehr motiviert sind, die Gruppenarbeit in Gorazde fortzusetzen.

    Auch bei den Kindern konnten wir im Verlauf der 12 Tage deutliche Veränderungen wahrnehmen.Die Kinder verloren von Tag zu Tag mehr ihre Schüchternheit und Unsicherheit; ihr Selbstwertgefühl wuchs deutlich. Es fiel ihnen immer leichter, offen über sich zu reden und sich zu zeigen. Das Klima in der Gruppe veränderte sich – insbesondere nach den Themen ‚Kommunikation’ und der Arbeit zu den Gefühlen. Die Kinder gingen achtsamer und solidarischer miteinander um, konnten ihre Unterschiedlichkeiten mehr akzeptieren. Das Interesse und die Motivation zur Gruppenarbeit wuchs und ihre Konzentrationsfähigkeit nahm zu, in dem Maße wie die Kinder fühlten, dass die Gruppenarbeit ihnen half. Dies zeigte sich besonders bei der Arbeit an den Gefühlen und hier vor allem bei der Übung zur ‚Wut’. Offensichtlich war es das erste Mal, dass die Kinder über ihre Wut so offen reden und sie auf gefahrlose Weise ausagieren durften.

    Die Gruppe wuchs täglich mehr zusammen – besonders die drei Mädchen und die drei ältesten Jungs entwickelten untereinander enge Freundschaften. Die Kommunikation unter den Kindern veränderte sich sehr. Die Kinder kommunizierten offener, direkter aber auch entspannter, fühlten sich nicht mehr gleich angegriffen. Insgesamt waren die Älteren nun geduldiger mit den beiden Jüngsten.

    Alle Kinder betonten, dass sie gerne auch in Zukunft weiter zur Gruppenarbeit ins SEKA-Haus kommen möchten. Und der deutlichste Beweis, wie sehr sich die Kinder untereinander verbunden hatten, waren die Tränen beim Abschied in Gorazde.

    Nach der Rueckkehr nach Gorazde fand im SEKA-Haus die ‚Ausstellung’ der besten Photos der Kinder  statt. Die Freude bei Frauen und Kindern war riesig. Beim Betrachten der Fotos gab es viel Gelächter und Ausrufe wie „Und weißt du noch, als….“

    Seit August treffen sich sowohl die Frauen- als auch die Kindergruppe zu regelmaessigen Terminen im SEKA-Haus in Gorazde. Jedes Mal ist zu spueren, wieviel den Kindern und den Frauen 'ihre Gruppe' bedeutet.

    Die langfristige Wirkung des Erholungsaufenthalts wird auch dadurch deutlich, dass Kinder wie Frauen konkrete Erinnerungen an die Zeit in Neum als Ressource in ihrem (oft schwierigen) Alltag nutzen.

    "Wenn ich vor lauter Problemen nicht einschlafen kann, dann 'schalte ich um' und erinnere mich an unsere Tage in Neum, bin wieder am Strand oder in unserer Gruppe... und dann kann ich mich entspannen und einschlafen," erklaert uns eine der Frauen.

    Nurka Babovic, Arijana Catovic, Amina Vrana und Adisa Adzem

    Uebersetzung: Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

    G. Mueller

    Wunderbar!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns heute sehr ueber die grosszuegige Spende unseres neuen (34.) Unterstuetzers P. Gloeckle und danken ihm sehr herzlich.

    Mit seiner Hilfe wurden zwei Bedarfe (Verpflegung fuer ein drittes Kind und Verpflegung fuer eine dritte Mutter) komplett erfuellt! Damit sind wir einen guten Schritt weiter!

    Wir wuenschen nun  Ihnen allen einen schoenen Jahresausklang und Gesundheit, Glueck und Frieden fuer das Jahr 2010.

    Das Projekt SEKA macht eine kleine Pause: vom 31.12.2009 - 10.01.2010.

    Am 11.01.2010 sind wir wieder da - mit neuer Energie.

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

    G. Mueller

    Die Arbeit mit der Kindergruppe

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    hier kommt nun der 5. Teil des Berichts ueber den therapeutischen Erholungsaufenthalt fuer kriegstraumatisierte Muetter und Kinder im Sommer 2009:

    die ausfuehrliche Beschreibung der therapeutisch-paedagogischen Arbeit mit der Kindergruppe waehrend der 'Glueckstage'.

    Viel Freude beim Lesen

    wuenschen Gabriele Mueller und Kolleginnen

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    Themen und Verlauf der Gruppenarbeit mit den Kindern

    Die Gruppenarbeit begann jeden Tag mit einer kurzen Zeit des „Ankommens“ der Kinder im gemeinsamen Gruppenraum. In dieser Zeit konnten sie sich allmählich auf die gemeinsame Arbeit einstellen. In einer „Blitzlichtrunde“ hatte jedes Kind dann die Gelegenheit zu sagen, wie es sich am Morgen dieses Tages fühlte, was ihm am Vortag besonders gefallen oder missfallen hatte oder was es sonst den anderen mitteilen wollte.

    Auf das Blitzlicht folgte jeden Tag ein Bewegungs- / Phantasiespiel– um in Schwung zu kommen, eine lockere Atmosphäre in der Gruppe zu schaffen, und um die Konzentration der Kinder zu wecken. Daran schlossen sich dann in der Regel zwei themenbezogene Einheiten an, unterbrochen von der halbstündigen Frühstückspause. Eine erneute Bewegungs- bzw. Entspannungsübung schloss die themenbezogenen Einheiten ab. Bei Bedarf schoben wir bei dieser Gruppe auch während der themenbezogenen Einheiten eine kurze ‚Energetisierungsübung’ ein, um die Konzentration der Kinder wieder zu verbessern. Die letzten 30 – 60 Minuten hatten die Kinder Gelegenheit zum selbstgewählten Spiel, an dem die Therapeutinnen natürlich ebenfalls teilnahmen. Jeder „Arbeitstag“ wurde mit einem abschließenden Blitzlicht beendet.

    An drei Nachmittagen setzten wir die Gruppenarbeit wegen des Regenwetters auch nach der Mittagspause fort. An diesen Nachmittagen arbeiteten wir weniger themenzentriert sondern boten den Kindern Gelegenheit zu gemeinsamen Gesellschaftsspielen oder Bastelaktivitäten (z.B. Kunstwerke mit selbstgefärbtem Salz zu produzieren oder die am Strand gesammelten Steine als Souvenirs zu bemalen). Die Nachmittage nutzten wir auch, um mit den Kindern das Programm für die Vorstellung des letzten Abends zusammenzustellen und zu proben.

    An den ersten beiden Tagen der Gruppenarbeit boten wir den Kindern hauptsächlich die Möglichkeit sich untereinander besser kennenzulernen und einen ‚sicheren Rahmen’ für die Gruppenarbeit zu schaffen. Dazu leiteten wir am ersten Tag (16.06.09) die Übung „Mein Name und mein Logo“, sowie das Rollenspiel „Morgen im Dschungel“ an. Insbesondere das Dschungelspiel, das den Kindern die Möglichkeit gab, jeweils in die Rolle eines Tieres zu schlüpfen, ermöglichte auch uns, die Kinder kennenzulernen. Im Dschungelspiel fiel uns auf, dass gerade drei der sonst sehr angepassten Kinder sehr aggressive Rollen spielten. – Ein erster Hinweis auf angestaute Aggressionen.

    Auf der Grundlage der Erfahrung der beiden Übungen erarbeiteten wir dann mit den Kindern gemeinsam die Regeln unseres Umgangs miteinander. Aufgrund von Konzentrationsproblemen schoben wir ein „Rap-Tanzstück“ ein. Dann ging es wieder weiter. Obwohl einige der Kinder das Erarbeiten der gemeinsamen Regeln mühsam fanden, waren sie doch dann alle stolz auf die Punkte, die wir zusammengetragen und beschlossen hatten. Dies zeigte sich besonders daran, wenn sie in den nächsten Tagen die Einhaltung mancher Regeln selbst einforderten.

     

    Am zweiten Tag ging es in den themenzentrierten Blöcken zunächst noch weiter ums Kennenlernen (‚sich selbst und die anderen’) und um die Förderung des Selbstwertgefühls der Kinder. Wir boten den Kindern mit der Übung „Das bin ich“ die Möglichkeit, sich über ihre positiven Eigenschaften und Fähigkeiten, wie auch über ihre Vorlieben bewusst zu werden, diese ins Schema eines Gesichts einzuzeichnen oder zu schreiben und den anderen vorzustellen.

    Als Übung zur Selbstberuhigung und Selbstunterstützung leiteten wir dann die Imaginations-Übung ‚Mein innerer sichere Ort’ an. Diese Übung gelang allen Kindern – auch die eher unruhigen konnten sich darauf einlassen. Nach der Imagination zeichneten und malten die Kinder ‚ihren sicheren Ort’.. Sie konnten sich vorstellen, auch zu Hause, wenn sie sich nicht gut oder unruhig fühlten, ‚ihren sicheren Ort zu gehen’.

     

    Das Hauptthema des dritten Tages war ‚Kommunikation’. Wir zogen dieses Thema vor, auch um die Kommunikation unter den Kindern zu verbessern. Mit unterschiedlichsten Geschichten, Übungen und Spielen erarbeiteten wir die Aspekte: ‚Nonverbale und verbale Kommunikation’, Elemente von Kommunikation, „Schlechtes Zuhören“ und „aufmerksames Zuhören“. Besonders die Übung zum ‚Schlechten Zuhören’ beeindruckte die Kinder und ließ sie ihre eigenen Fehler erkennen.

    Am Ende dieses ‚Arbeitstages’ gab es dann die erste Überraschung: die Fotoapparate. In einer kurzen Einführung erklärten wir den Kindern deren Handhabung. Nachmittags am Strand hielten wir einen kleinen Foto-Workshop ab über Motivsuche, Entfernungen, Gegenlicht u.ä. Die Kinder hatten nun drei Tage Zeit, ihre schönsten, eindrucksvollsten, liebsten oder witzigsten Motive zu fotografieren.

    Aus den jeweils besten Bildern sollte es nach der Rückkehr in Gorazde eine Ausstellung geben. Von dieser Überraschung waren die Kinder (und auch die Mütter) begeistert. Keines der Kinder hatte bisher einen eigenen Fotoapparat besessen. Die meisten Filme waren schon nach zwei Tagen ‚verknipst’.

     

    Am vierten Tag fuhren wir in den themenzentrierten Einheiten mit dem Thema ‚Kommunikation’ fort. Die Kinder spielten mit den Handpuppen verschiedene Szenen aus ihrer eigenen Erfahrung, in denen sie zuerst ‚schlecht zuhörten’ und dann ‚aufmerksam zuhörten’. Dann wechselten sie die Rollen. Schließlich werteten wir die Szenen gemeinsam aus: Worauf kam es beim Zuhören an? Was war aufmerksames Zuhören? Was wirkte störend? Wie wirkte unser non-verbales Verhalten?

    Was bedeutet gegenseitige Wertschätzung? Im Gespräch mit den Kindern gaben wir wieder einige kurze Grundinformationen zum Thema und erläuterten sie mit Beispielen der letzten drei Tage.

    Nach dem Entspannungs- und Bewegungsspiel ‚gemeinsamer Zug’ arbeiteten wir am Thema weiter:

    In kleinen Szenen demonstrierten wir negative / konfliktfördernde Beispiele der verbalen Kommunikation: ‚Du-Botschaften und Verallgemeinerungen’, um die Szenen dann mit den Kindern zu diskutieren. Dann demonstrierten wir wie ‚Ich-Botschaften’ in Verbindung mit der Äußerung unseres Gefühls und in Bezug auf konkrete Situationen wirkten. Die Kinder spürten deutlich den Unterschied.

    Sie hatten nun noch einmal selbst die Gelegenheit, anhand von Konfliktsituationen aus ihrem Alltag Lösungen durch ‚positive Kommunikation’ zu erarbeiten.

    Am Ende dieses Arbeitstages fühlten sich die Kinder zufrieden und stolz, „weil wir so etwas Wichtiges gelernt haben“. Sie wollten am Nachmittag weiter die ‚positive Kommunikation’ üben.

     

    Am fünften Tag begannen wir mit der Arbeit am Thema ‚Gefühle’. Zuerst gaben wir eine Einführung in das Thema und leiteten dann die Übung ‚Form und Farbe meines Ärgers/meiner Wut’ an. Die Kinder waren diesmal mit großer Konzentration bei der Sache. Jedes stellte dann seine Zeichnung vor, erklärte, wo es seine Wut im Körper spürt und wie es damit umgeht. Im Anschluss gaben wir noch einige Erklärungen zum Sinn unsere Wut und diskutierten dann mit den Kindern mögliche Strategien, wie wir mit Ärger oder Wut umgehen können. Dabei kamen wir auch zum Thema, wie die Erwachsenen im Umfeld der Kinder mit ihrer Wut umgingen. Dabei wurde deutlich, wie oft die Kinder sich ungerecht behandelt und auch erniedrigt fühlten durch das unkontrollierte Verhalten der Erwachsenen.

    Als eine Möglichkeit des gefahrlosen Ausagierens von Ärger / Wut (wenn wir keine Möglichkeit haben, gegen Ungerechtigkeit z.B. etwas zu unternehmen, weil wir in der schwächeren Position sind) boten wir den Kindern die Übung ‚Abkühlen’ an: Jedes Kind durfte so lange es wollte, auf die großen Schaumgummipolster einschlagen oder –treten und dabei laut schimpfen und seinem Ärger Luft machen. Ausnahmsweise waren hier auch Schimpfworte erlaubt.

    Die Kinder waren fast alle begeistert von dieser Übung und nutzten sie intensiv. Ein Junge meinte am Ende erschöpft aber zufrieden: „Das ist die tollste Übung bisher. Die sollten wir jeden Tag machen. Ich fühle mich jetzt großartig.“ Schließlich konnte sich auch das Mädchen D. überwinden, diese Übung zu machen und war danach sehr mit sich zufrieden (s.o.).

     

    Am sechsten Tag setzten wir die Arbeit zum Thema ‚Gefühle’ fort. Nun zeichneten die Kinder ‚Form und Farbe ihrer Angst’. Dann stellten die Kinder ihre Zeichnungen vor und sprachen über ihre Angst bzw. Ängste. Es wurde deutlich, dass für fast alle Kinder Angst ein dominierendes Gefühl war. Viele Kinder erinnerten sich an gefährliche Situationen, in denen sie große Angst hatten (Gewalt von Seiten des Vaters gegenüber der Mutter; Aggressionsausbrüche des Vaters; Drohungen des Vaters, sich umzubringen; schwere Krankheit der Mutter; Unfall der Mutter; Angriff eines Hundes;) Gleichzeitig benannten die Kinder auch Ängste, die sie nicht mit irgendeiner Situation verbinden konnten: Angst vor Dunkelheit, Angst vor Schlangen, Angst dass etwas Schreckliches geschieht….

    Für zwei der Jungen war es unangenehm, über Ängste zu reden, dies betonten sie sogar in der Evaluation am Ende der Gruppenarbeit. Offensichtlich fiel es ihnen schwer, als Jungen zuzugeben, dass sie Angst hatten.

    Im Gruppengespräch mit den Kindern erklärten wir den Sinn und den Nutzen von Angst. Dann sprachen wir über unterschiedliche Möglichkeiten, mit Angst umzugehen, bzw. sie zu überwinden.

    Anschließend ließen wir die Kinder, sich austoben mit verschiedenen Bewegungsspielen.

    An diesem Tag setzten wir die Gruppenarbeit wegen des Regens auch am Nachmittag fort.

     

     

    Am siebten Tag arbeiteten wir zuerst zum Thema: ‚Stärken / Ressourcen und wichtige Beziehungen’ mit der Übung „Mein Herz“. Konzentriert zeichneten die Kinder in „ihr Herz“, all das, was ihnen Kraft gab, ihnen in schweren Momenten half, die Personen, die ihnen wichtig waren und die Dinge, die ihnen Freude machten.

    Im anschließenden Gruppengespräch zum Thema „Trauer“ erzählten die Kinder (und auch die Therapeutinnen, die sich in diese Übung einschlossen, um die Kinder zu ermutigen) ausführlich über erfahrene Verluste (von Haustieren oder nahen Menschen).

    Anschließend malten die Kinder „ihre Trauer“ und die Personen oder Tiere, um die sie trauerten, und wir sprachen darüber, was uns hilft, wenn wir traurig sind.

    Dann gingen wir über zum Gefühl „Freude / Glück“. Wieder malten die Kinder, wie sie dies erlebten und wir sprachen darüber, welche Situationen uns besonders freuen oder glücklich machen und wie wir diese Freude ausdrücken oder mit anderen teilen.

    Nach diesem Thema war die Atmosphäre in der Gruppe entspannt und fröhlich.

    Es war außerdem deutlich zu bemerken, dass sich die Konzentrationsfähigkeit, die Aufmerksamkeit und die Kommunikation unter den Kindern verbessert hatten. Wir vermuteten, dass dazu die Arbeit am Thema ‚Kommunikation’ und zu den Gefühlen beigetragen hatte.

    Da es noch immer in Strömen regnete, setzten wir die Gruppenarbeit auch an diesem Nachmittag fort (Gesellschaftsspiele, Basteln, Malen).

     

    Am achten Tag arbeiteten wir anhand einer wundersamen Geschichte „Liebesgeschichte vom Ufer des Nils“ zum Thema Vorurteile und vorschnelles Urteilen bzw. Verurteilen.

    Die Kinder hörten sich zuerst die Geschichte an, die wir vorlasen. Dann bekamen sie die Aufgabe, das verhalten der einzelnen Personen in der Geschichte zu bewerten. Danach gaben wir ihnen noch einige zusätzliche Informationen, die wir ihnen bis dahin vorenthalten hatten und die die Bedeutung der Geschichte völlig veränderten. Die Kinder erkannten, wie oberflächlich sie geurteilt hatten. Anschließend spielten wir die Geschichte mit Handpuppen und diskutierten dann darüber, welche Lehren wir aus der Geschichte ziehen können. Die Kinder gaben selbst Beispiele aus ihrer Erfahrung, wie ungerecht schnelle Urteile sind – die nur aufgrund von indirekten Informationen oder Gerüchten gefällt werden.

    Wegen des schlechten Wetters arbeiteten wir auch an diesem Nachmittag weiter in der Gruppe (Vorbereitung der Vorstellung für den letzten Abend).

     

    Am neunten Tag setzten wir die thematische Gruppenarbeit zum Thema „Stereotypen und Toleranz fort mit dem Märchen ‚Die Geschichte von Rotkäppchen aus der Perspektive des Wolfes’. Die Kinder, die natürlich die übliche Version des Märchens kannten, waren nach der Geschichte verblüfft und nachdenklich.

    Sie wurden sich bewusst, dass viele Konflikte aufgrund von vorgefassten Meinungen und mangelnder Bereitschaft, die andere Seite zu sehen oder zu verstehen, entstehen oder nicht gelöst werden können. Wir diskutierten, welche Erfahrungen wir mit Konflikten gemacht hatten.

    Dann gaben wir eine kurze Einführung ins Thema: ‚Kreative Lösung von Konflikten’. Anschließend hatten die Kinder Gelegenheit, mit den Handpuppen selbst erlebte Konflikte nachzuspielen und neue Lösungen zu finden. Dabei setzten wir die Technik ‚Rollentausch’ ein, die ermöglichte ‚die andere Seite besser zu verstehen’ und zu erstaunlichen Lösungen führte.

    Die Kinder betonten nach diesem ‚Arbeitstag’, dass das Thema sehr interessant war und sie viel gelernt hätten.

    Glücklicherweise war die Sonne zurückgekehrt und gleich nach der Gruppe drängten alle zum Strand.

    Obendrein gab es die Bootsfahrt als weitere Überraschung, die die Kinder völlig begeisterte.

     

    Für den zehnten und letzten Tag der Gruppenarbeit hatten wir das Thema ‚Traditionelle Geschlechtsrollen / Geschlechterdemokratie’ vorbereitet, da wir uns bewusst waren, in welch stark konservativem Umfeld die Kinder aufwuchsen – und wie sehr der traditionelle weiblich / männliche Verhaltenskodex sie in ihrer gesunden Entwicklung behinderte. Anhand des Spiels ‚Planet Orion’, auf dem sich die Kinder ‚in das andere Geschlecht verwandelten’, konnten in diesem Gruppenspiel die Jungen die Erfahrung machen, ein Mädchen zu sein, und umgekehrt. Nach einer halben Stunde Spiel, das die Kinder sehr kreativ und auch witzig gestalteten, werteten wir die Erfahrungen gemeinsam aus. Das Spiel hatte den Kindern sowohl die Privilegien als auch die Einschränkungen der jeweiligen Rolle deutlich gemacht. Insgesamt hatten aber alle gemerkt, dass die Jungen mehr Möglichkeiten und Rechte hatten als die Mädchen. Andererseits hatten die Mädchen bemerkt, dass sie das Verhalten der Jungen oft ‚blöd finden’ und deswegen doch lieber Mädchen sein wollten.

    Am Ende konstatierte der 14jährige E.: „Am liebsten ist es mir bei Jungen wie bei Mädchen, wenn sie sich natürlich verhalten und gute Freunde sind!“ Dem konnten wir dann nur zustimmen.

    Nun rückte das Ende der gemeinsamen Gruppenarbeit näher und wir luden die Kinder ein, zum Abschluss eine gemeinsame Geschichte zu erfinden, in der unsere Erfahrungen während des Erholungsaufenthaltes und die Themen, die wir während unserer Gruppenarbeit bearbeitet hatten, vorkommen sollten. Wir begannen mit dem ersten Tag und dann durfte reihum jedes Kind einen Satz der Geschichte formulieren. Es wurde eine lange, schöne und witzige Geschichte über unsere Gruppe…

    Dann schrieben die Kinder jedem anderen Kind der Gruppe eine ‚Erinnerungskarte’, in der stand, was sie an ihm oder ihr mochten oder was sie ihm oder ihr wünschten.

    Außerdem hatten sie Gelegenheit, in einem kleinen Evaluationsfragebogen aufzuschreiben, was ihnen gefallen oder nicht gefallen hatte und ob sie gerne zur Fortsetzung der Gruppe ins SEKA-Haus in Gorazde kommen wollten.

     

    Amina Vrana, Adisa Adzem, Arijana Catovic und Nurka Babovic

    Uebersetzung: Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

    G. Mueller

    Die Kinder der Gruppe

    Liebe Leserinnen und Leser,

    hier kommt nun der 4. Teil unseres Berichts ueber den therapeutischen Erholungsaufenthalt im Sommer 2009: heute schreiben wir ueber die Arbeit mit der Kindergruppe.

    Wir freuen uns ueber Ihr Interesse und auch ueber Rueckmeldungen oder Fragen.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller und Kolleginnen

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    Gruppenarbeit mit den Kindern

    Besonderheiten dieser Kindergruppe

    Die zehn Kinder der Gruppe waren im Alter zwischen 8 und 14 Jahren, drei Mädchen und sieben Jungen. Dass die Mädchen in der Minderheit waren, stellte in dieser Gruppe nie irgend ein Problem dar. Überhaupt gab es in dieser Gruppe unter den Kindern wenig Streit, außer zwischen den beiden jüngsten, die sich ständig in den Haaren lagen, aber gleichzeitig auch unzertrennlich waren.

    In den ersten Tagen der Gruppenarbeit stellten wir fest, dass fast alle Kinder dieser Gruppe mehr oder weniger große Konzentrationsschwierigkeiten hatten. Besonders schwer fiel es ihnen, den anderen zuzuhören. Außerdem bemerkten wir bei fast allen große Unsicherheit und Scheu, etwas von sich zu zeigen. Vor allem drei der Jungs überspielten diese Unsicherheit mit ‚Blödeleien’ und störten damit die anderen Kinder.

    Es war daher mit dieser Gruppe besonders wichtig, die Regeln gemeinsam zu erarbeiten, wie wir mit einander umgehen und uns verhalten wollten, damit sich alle gut und niemand unwohl fühlte. Zu Anfang mussten wir die Kinder immer wieder an diese Regeln erinnern. Gleichzeitig beschlossen wir, die inhaltlichen Einheiten mit dieser Gruppe in den ersten Tagen kürzer zu halten und immer wieder kurze Bewegungseinheiten dazwischenzuschieben.

    Neben der anfänglichen Zurückhaltung und Passivität der Kinder, die offensichtlich mit einer grundlegenden Selbstunsicherheit zusammenhing, beobachteten wir bei fast allen Kindern ein unterschwelliges massives Aggressionspotential, das manchmal aufloderte, dann aber sofort wieder zurückgenommen wurde. Wir entschieden daher, den Schwerpunkt in der Arbeit mit dieser Gruppe besonders auf die Förderung ihres Selbstwertgefühls und auf die Themen ‚Gefühle’ und ‚Kommunikation’ zu legen.

    Zwei der Jungs waren es offensichtlich gewohnt, ständig im Mittelpunkt zu stehen. Es fiel ihnen schwer, die Aufmerksamkeit mit anderen zu teilen oder gar mal in den Hintergrund zu treten. Sobald sie nicht mehr im Zentrum standen, begannen sie, die anderen zu stören, herumzublödeln, bis sie ermahnt werden mussten und damit die Aufmerksamkeit wieder ihnen galt. Immer wieder sprachen wir über unsere Regeln, dass alle Kinder in der Gruppe gleichberechtigt sind und dass wir wertschätzend miteinander umgehen wollten. Als sich das Verhalten der beiden nicht besserte, ließen wir sie durch eine Übung zum Thema ‚Kommunikation’ erleben, wie es ist, wenn andere ihnen nicht zuhören, sie nicht ernst nehmen, ihnen ins Wort fallen, sie auslachen und ähnliches. Durch diese Übung erlebten sie am eigenen Leib, wie ihr Verhalten auf die anderen wirkte. Das beeindruckte sie sehr und bewirkte, dass sie sich mehr Mühe gaben und vor allem, auch auf kleine Zeichen von uns reagierten.

    Der jüngste Junge der Gruppe hatte sowohl massive Konzentrationsschwierigkeiten als auch keinerlei Bewusstsein für Grenzen. Überhaupt war es schwierig, Kontakt zu ihm herzustellen, seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Am Strand wurde uns dann deutlich, dass dies offensichtlich mit der Beziehung zu seiner Mutter zusammenhing. Diese kümmerte sich zwar um seine materielle Versorgung, aber sie hatte keine wirkliche Beziehung zu ihrem Kind. Sie war offensichtlich so mit ihren eigenen Problemen und ihrem eigenen Kampf um ihr psychisches Überleben beschäftigt, dass sie keinerlei Kapazität für das Kind hatte. Es schien uns, dass es ihr manchmal gar nicht auffiel, ob er da war oder nicht. Sein Verhalten war daher nur die ‚normale Reaktion’ auf diese Situation. Hier zeigte sich wieder, wie wichtig der Ansatz der Erholungsaufenthalte ist, parallel mit Müttern und Kindern zu arbeiten, um für die Kinder eine dauerhafte Verbesserung zu erreichen.

    Wir suchten daher immer wieder das Gespräch mit der Mutter und unterstützten sie darin, mehr Zeit bewusst mit ihrem Kind zu verbringen. Natürlich war außerdem von großer Bedeutung, dass sie sich in der Frauengruppe ein Stück weit von ihren eigenen Problemen entlasten konnte.

    Zwei der Mädchen waren sehr angepasst, schüchtern und zurückhaltend, mit offensichtlichen Ängsten etwas falsch zu machen. Wir erfuhren, dass beide in einem Umfeld lebten, das sehr traditionell und stark reglementierend war. Beide Mädchen hatten außerdem Gewalt durch ihre Väter erlebt, die schwer kriegstraumatisiert sind, und mit angesehen, wie ihre Mütter misshandelt worden waren. C. war zusätzlich als Kleinkind von einem Hund angegriffen und ins Gesicht gebissen worden. D. lebte nun mit der Mutter bei den sehr traditionellen und strengen Großeltern, nachdem sich die Mutter vom Vater getrennt hatte. Der Vater von C. hatte begonnen, den Veteranenklub zu besuchen und nahm nun regelmäßig an der soziotherapeutischen Gruppe teil. Seitdem hatte sich die Situation in der Familie deutlich verbessert. Bei den Übungen zu dem Gefühl ‚Wut’ wurde allerdings sehr deutlich, dass sich in den Mädchen eine massive Aggression aufgestaut hatte, die sie kaum mehr kontrollieren konnten. D. erklärte zu ihrem ‚Wutbild’: „In mir ist so eine Riesenwut, dass ich manchmal meine, ich könnte jeden Augenblick platzen. Ich krieg dann keine Luft mehr und furchtbare Kopfschmerzen…“

    Auf die Frage, was sie damit dann tut, meinte sie: „Ich versuche, sie herunterzuschlucken, zu vergessen…Aber das ist schwer.“ Dennoch wollte sie bei der Übung „Sich abkühlen“ zunächst nicht mitmachen, da sie Hemmungen hatte, ihre Wut (als Mädchen!) vor den anderen so deutlich zu zeigen. Nachdem wir ausgiebig über dieses Thema gesprochen hatten und sie gesehen hatte, dass alle anderen ihre Wut auf diese Weise ausdrückten und sich danach „super fühlten“, versuchte sie es doch auch. Schließlich sprang sie sogar auf den Polstern herum, an denen die Kinder gefahrlos ihre Wut ausagieren konnten. Danach fühlte auch sie sich "großartig". Der Druck war wenigstens für diesen Moment weg.

    Einer der Jungs, A., war für seine 12 Jahre sehr weit entwickelt. Er wirkte einerseits sehr angespannt und gehemmt, ängstlich bemüht, ‚es recht zu machen’, dann wieder schroff und abweisend. Für sein Alter war er sehr ernst. Zu Anfang hatte er Probleme, in seinem Anderssein von der Gruppe akzeptiert zu werden. Doch dann – insbesondere durch die Übung zu Ressourcen (‚Personen oder Dinge, die mich unterstützen bzw. mir Freude machen’) – verstanden die anderen Kinder, was für ein schweres Leben A. hatte: Er wuchs ohne Vater auf, mit der Mutter, die in ihm trotz seiner erst 12 Jahre den ‚Mann im Haus’ sah. Sie erwartete von ihm, dass er für sie da war, dass er Geld verdiente um zu dem geringen Familienbudget beizutragen. A. hatte keine Kindheit, sondern musste schon funktionieren wie ein Erwachsener. Bei der Übung zu den Ressourcen zeichnete er neben seiner Mutter und Großmutter Dinge wie Hammer, Beil, Säge und ähnliches, da ihm diese Dinge im Alltag halfen, Holz zu machen und bei den Bauern in der Nachbarschaft ein wenig Geld zu verdienen.

    Nach dieser Übung bemerkten wir, wie sich das Verhältnis der anderen Kinder zu A. wandelte. Sie lachten nicht mehr darüber, wenn er Schwierigkeiten hatte, sich auszudrücken, sondern halfen ihm, unterstützten ihn. Sie hatten vor ihm Respekt und zeigten gleichzeitig ihre Solidarität. Im 14jährigen E. und dem 12jährige M. gewann er zwei enge Freunde. Dies zeigte sich auch bei dem Vorfall am Meer, in dem M. seinem Freund A. sofort zur Hilfe eilte (siehe 2. Teil des Berichts.).

    Auch mit A.’s Mutter führten wir intensive Gespräche. Es wurde deutlich, wie schwer sie es selbst in ihrem Leben hatte. Auch sie hatte von Kindesbeinen an arbeiten müssen und keine Kindheit gehabt. Erst durch die psycho-edukativen Einheiten zum Thema ‚Kinder’ in der Frauengruppe, wurde sie sich bewusst, dass sie ihre eigene leidvolle Erfahrung auf ihren Sohn übertrug – und dass sie es nicht vermochte, ihm ihre Liebe zu zeigen. Sie erkannte, wie sich ihr Schicksal in seinem wiederholte.

    Gleichzeitig fühlte sie, dass sie weiter Unterstützung benötigte, um ihre Beziehung zu A. zu verbessern.

    Amina Vrana, Adisa Adžem

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    G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

    G. Mueller

    Unsere 33. Unterstuetzerin!

    Liebe Leserinnen und Leser,

    heute koennen wir unsere 33. (!) Unterstutzerin der 'Glueckstage' auf Betterplace begruessen! Wir danken ihr herzlich fuer Ihre Spende. Dadurch hat sich der noch offene Betrag fuer die Unterkunft des 3. Kindes an 12 Tagen auf 61 € verringert. Super! "Mic po mic" = "Schrittchen fuer Schrittchen" - wie wir hier sagen - geht es vorwaerts.

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

    G. Mueller

    Herzlichen Dank!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    eben habe ich die Nachricht ueber eine Direktspende fuer die Glueckstage bekommen. Die habe ich natuerlich gleich eingetragen fuer den Bedarf 'Unterkunft fuer ein 3. Kind'. Dadurch reduziert sich der noch offene Betrag auf 91 €. Wir danken unserer Unterstuetzerin Ilona G. herzlich fuer diese Spende!

    Langsam aber sicher geht es vorwaerts!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

    G. Mueller

    Unser 32. Unterstuetzer!

    Liebe Leserinnen und Leser,

    heute freuen wir uns ueber einen neuen Unterstuetzer fuer die 'Glueckstage' (unseren 32.!): Joerg B. Mit seiner Spende hat er uns geholfen den noch offenen Betrag bei der 'Unterkunft fuer ein 3. Kind' deutlich zu reduzieren. Wir danken Joerg B. sehr herzlich!

    Wir hoffen, dass wir auch fuer den Sommer 2010 die Finanzierung des therapeutischen Erholungsaufenthalt am Meer fuer 20 Kinder und Muetter schaffen koennen!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller - und Kolleginnen

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    G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

    G. Mueller

    'Zum ersten Mal wieder konnte ich mich entspannen'

    Liebe Leserinnen und Leser,

    hier kommt nun der dritte Teil des Berichts ueber die 'Glueckstage 2009'. Darin beschreiben wir detailliert die therapeutische Gruppenarbeit mit den Muettern. Sie fand ab dem 2. Tag des Erholungsaufenthalts täglich (parallel zu der Arbeit mit der Kindergruppe) von 8.30 – 13.00 Uhr statt. (Nach 2 Stunden gab es eine halbstündige Pause). An drei der Regentage arbeiteten wir zusätzlich noch 2-3 Stunden nach der Mittagspause am Nachmittag weiter.

    Am 11. Tag des Aufenthalts beendeten wir die Gruppenarbeit.

    Gruppenarbeit mit den Frauen

    Wie stets orientierten wir die therapeutische Gruppenarbeit an der psychodramatischen Strukturierung des therapeutischen Prozesses sowie am traumatherapeutischen Phasen-Modell u.a. nach Reddemann. Da wir uns der schweren Traumata mehrerer Frauen bewusst waren, legten wir den Schwerpunkt der Arbeit ausschließlich auf die Aspekte: Erarbeitung von Sicherheit und Vertrauen in sich und andere (die Gruppe / uns Leiterinnen) und Stabilisierung (Arbeit an Ressourcen, Selbstachtung, Kommunikation, Beziehungen und Gefühlen) sowie aktuelle Themen der Teilnehmerinnen.

    Die Frauen waren von Anfang an sehr an der Gruppenarbeit interessiert, obwohl bisher nur zwei von ihnen Erfahrung mit solcher Art von Gruppenarbeit hatten. Der einerseits lockere und andererseits behutsame Ansatz gefiel ihnen und sie konnten sich auf die unterschiedlichen Übungen gut einlassen.

    Am ersten Tag der Gruppenarbeit (16.06.09) stellten wir (Leiterinnen und Teilnehmerinnen) uns zunächst alle in einer Runde vor. Anschließend erarbeiteten wir (wie stets) gemeinsam die Regeln für die Gruppenarbeit. (Was brauche ich, damit ich mich in dieser Gruppe sicher und frei fühlen kann? Was möchte ich nicht, dass geschehen würde?) Jede schrieb ihre Gedanken zu diesen Fragen auf Zettel – ohne zu unterschreiben – damit sie so offen und ehrlich wie möglich sein konnte. Anschließend wurden die Zettel vorgelesen, gemeinsam diskutiert und schließlich Regeln formuliert, denen alle zustimmen konnten. Diese Übung erweist sich immer wieder als außerordentlich wichtig für die Entwicklung von Sicherheit und Vertrauen in der Gruppe.

    Dann hatten die Teilnehmerinnen Gelegenheit, anhand von Symbolen ihre Wünsche und Erwartungen bzgl. des Erholungsaufenthalts zu formulieren. Die meisten wünschten sich körperliche und seelische Erholung, Entspannung, Entlastung und eine schöne sorgenfreie Zeit mit den Kindern. Von einigen wurden bereits konkrete Themen genannt.

    Um gewünschte Themen für die gemeinsame Gruppenarbeit ging es dann in der nächsten Übung – wieder mit anonymen Zettelchen: Jede schrieb auf, über welche Themen sie gerne spreche würde. Zu welchen Themen sie gerne etwas lernen würde. Wieder sammelten wir die Themen auf einem Flip-Chart, eine Reihe von Themen konnten zusammengefasst werden unter ein Gesamtthema.

    Anschließend stimmten die Frauen darüber ab, welche Themen sie besonders interessierten. Entsprechend der Abstimmung wurde dann die Priorität der Themen festgelegt. Eine große Themengruppe befasste sich mit der Beziehung zu den Kindern und Erziehungsfragen; eine andere mit konkreten existentiellen Fragen (Rente, Wohnung, Arbeit); eine dritte Themengruppe bezog sich auf Möglichkeiten der Selbstunterstützung, der Bewältigung von Problemen, der Kommunikation mit anderen u.ä. Wir erklärten den Frauen, dass wir ihre Themen in die Planung der Gruppenarbeit mit aufnehmen werden, dass wir aber auch noch zusätzliche Themen vorbereitet hätten, die für sie hilfreich sein könnten.

    In der Abschlussrunde („Blitzlicht“) des 1. Arbeitstages äußerten alle Frauen, dass sie sich sehr gut fühlten und ihnen die Art der Gruppenarbeit zusagte. Alle waren während der gesamten 4 Stunden sehr konzentriert und hatten sich aktiv beteiligt.

    Am zweiten Tag gaben wir den Teilnehmerinnen – nach dem morgendlichen „Blitzlicht“ (= wie fühle ich mich heute morgen, gibt es noch etwas vom Tag vorher, dass ich mitteilen möchte“) und einer Erwärmungsübung (Bewegung mit Musik) die Gelegenheit zum weiteren Kennenlernen. In der Übung „Mein Name“ konnte jede der Frauen die „Geschichte ihres Namens“ erzählen und diesen dann mit drei ihrer positiven Eigenschaften verknüpfen. Diese Übung war für manche der Frauen nicht einfach, da sie (bedingt durch die traditionelle patriarchale Erziehung und verstärkt durch traumatische Erfahrungen) ein eher negatives Bild von sich selbst hatten. Mit Unterstützung von uns Leiterinnen und den anderen Frauen in der Gruppe, gelang es dann doch jeder, mindestens drei ihrer positiven Eigenschaften zu erkennen und zu benennen.

    Im Anschluss begannen wir die Arbeit am ersten von den Frauen gewünschten Thema: „Wie kann ich eine bessere Beziehung zu den Kindern erreichen – sie besser verstehen?“

    Die Frauen tauschten sich aus über ihre Erfahrungen mit ihren Kindern – und (durch unser Nachfragen) auch über Erfahrungen, die sie als Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern gemacht hatten. Sie wurden sich bewusst, dass Gewalt in der Erziehung langfristig immer einen Negativeffekt hat und die Beziehung zerstört. „Über alles kann man reden“, meinte eine der älteren Teilnehmerinnen mit schon erwachsenen Kindern. „Reden und Zuhören ist die beste Methode,“ bestätigte eine andere. Als Problem benannten die Frauen auch die Einmischung des gesamten Umfelds in die Erziehung – oder wenn Vater und Mutter sich nicht einig sind, oder sogar ihren Streit über die Kinder austragen. Die Frauen erkannten, dass das größte Problem in der Beziehung zu Ehemann und Kind/ern meist eine schlechte Kommunikation ist – und vor allem auch mangelnde gegenseitige Wertschätzung. Wir einigten uns, diesem Thema am nächsten Tag mehr Raum zu geben. Wir beendeten die Diskussion mit einem kurzen Theorie-Vortrag zum Thema: „Was benötigen Kinder um sich zu gesunden glücklichen Menschen zu entwickeln?“

    Um die Frauen in ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Selbstachtung zu stärken, leiteten wir dann noch die Übung „Die Quellen meiner Kraft“ an. Jede Frau reflektierte für sich darüber, was sie als innere oder äußere Ressourcen erlebt, die ihr in schweren Momenten helfen oder ihr auch Glück und Zufriedenheit in ihrem Leben ermöglichen. Dann konnte jede aus einer Vielzahl von Steinen und Muscheln oder Glasmurmeln sowohl für sich selbst als auch für jede dieser Ressourcen ein Symbol auswählen, um sie zu repräsentieren. Anhand verschiedener Fragen von uns Leiterinnen, konnten die Frauen ihre ‚Bilder’ oder ‚Szenen’ durcharbeiten. Für fast alle war dies das erste Mal, dass sie von solch einem Blickwinkel aus auf sich selbst oder ihr Leben schauten. „Nach dieser Übung fühle ich mich wundervoll; es ist als ob ich mit ganz neuen Augen auf mich und mein ganzes Leben schaue. Auf einmal sehe ich, wie viel Stärke und Positives ich in meinem Leben habe und auch in mir selbst“, drückte es eine der Teilnehmerinnen aus.

    Wir beendeten diesen Tag wie stets mit einem „Blitzlicht“, in dem die Frauen betonten, wie interessant und anregend sie diesen Gruppenarbeitstag empfunden hatten.

    Am dritten Tag fuhren wir nach dem „Blitzlicht“ und einer Erwärmungsübung zur Selbstwahrnehmung mit der Übung „Quellen meiner Kraft“ fort.

    Dann knüpften wir an die Themen des Vortages (Kindererziehung, Kommunikation) an und leiteten eine Paarübung zum Thema „Aktives Zuhören“ an: Alle Paare probierten sowohl eine Situation aus, in der die Partnerin nicht wirklich zuhörte und eine Situation, in der sie aufmerksam zuhörte. Dann wechselten sie die Rollen. In der Auswertung dieser Übung wurden den Frauen die Parallelen zu ihrem Alltag deutlich. Eine meinte: „Durch diese Übung ist mir aufgefallen, wie oft wir uns überhaupt nicht zuhören und wie schlecht man sich fühlt, wenn der andere nicht zuhört. Meist nehmen wir uns gar keine Zeit und Ruhe für ein richtiges Gespräch…“

    Wir schlossen eine kurze Psychoedukation zu wesentlichen Aspekten von Kommunikation an (Aktives Zuhören, sich mitteilen, keine Generalisierungen oder Pauschalvorwürfe u.ä.).

    In der anschließenden Diskussion über die theoretischen Ausführungen kamen wir zum Thema ‚Emotionen’. Häufig klappt ja die Kommunikation nicht, wenn starke Emotionen beteiligt sind.

    Wir beschlossen, an einem der nächsten Tage zu diesem Thema ausführlicher zu arbeiten.

    Diesen Arbeitstag schlossen wir mit einer einfachen Massage-Übung ab: Zuerst leiteten wir eine Gesichtsselbstmassage an und dann eine Partnerinnenmassage des Rückens, der Schultern und Arme. Die Frauen waren davon begeistert und genossen diese Übung. Offensichtlich war das Vertrauen in der Gruppe bereits beträchtlich, da sie sich auf eine solche Übung einlassen konnten, die ja viel Nähe bedeutet.

    Im Blitzlicht bestätigten sie, dass sie sich sehr gut fühlten und ihnen die vier Stunden ‚wie im Flug’ vergangen seien.

    Während der Erwärmungsübung zu Beginn des vierten Tages ‚Sich Begrüßen auf gewöhnliche und ungewöhnliche Weise’ fühlten sich zwei der Teilnehmerinnen während der Übung unangenehm und sagten dies in der anschließenden Runde. Wir nutzten diesen Anlass, um über die Themen ‚Bedürfnisse und Grenzen’ und ‚gesellschaftliche Normen’ zu sprechen. Wir setzten dies auch in Beziehung zur traditionellen Geschlechtsrollenerziehung. Es entspann sich ein intensives Gespräch über die Erfahrungen der Teilnehmerinnen als Mädchen, als Frauen und als Mütter. Es wurde deutlich, von wie viel Einschränkung und Gewalt die meisten von ihnen ihr ganzes Leben lang betroffen waren. In den Kriegserfahrungen kulminierte dann diese Kette von Missachtung, Ausbeutung, Erniedrigung und Gewalt.

    Zur Stabilisierung nach diesem schmerzhaften Thema, leiteten wir dann die Imaginationsübung ‚Mein sicherer innerer Ort’ an. Nach der Imagination konnten die Frauen ‚ihren sicheren Ort’ zeichnen bzw. malen, um die Erfahrung der Übung noch stärker zu vertiefen und um in der Zeichnung eine Erinnerung zu haben. In der anschließenden Runde wurde deutlich, dass alle Teilnehmerinnen diese Übung als außerordentlich positiv und hilfreich empfunden hatten. Alle hatten sich völlig darauf einlassen können – was bei traumatisierten Menschen überhaupt nicht selbstverständlich ist.

    Eine der Teilnehmerinnen, die als Überlebende eines Vergewaltigungslagers sehr schwer traumatisiert ist, beschrieb ihre Erfahrung so: „Mein sicherer Ort ist eine Insel, auf der ich vor 30 Jahren wirklich einmal war – eine Insel voller Blumen und wunderschöner Skulpturen. Ich habe mich da großartig gefühlt. Damit es ganz sicher dort ist, habe ich mir drum herum noch eine riesige Mauer und Stacheldraht vorgestellt, damit da wirklich niemand eindringen kann. Und dann habe ich mich zum ersten Mal seit all den Jahren entspannen können… Und jetzt fühle ich mich wunderschön!“

    Alle Teilnehmerinnen konnten sich vorstellen, diese Übung für sich allein zu Hause zu machen – um sich zu entspannen, sich sicher zu fühlen oder einschlafen zu können.

    Den fünften Tag widmeten wir nach der Blitzlichtrunde dem Thema „Gefühle“. Mit Hilfe der Übung „Landkarte meiner Gefühle“ wurden sich die Frauen des Zusammenhangs zwischen bestimmten Körpersensationen / -gefühlen und ihren Emotionen bewusst. Wir erarbeiteten die vier Grundgefühle Angst, Ärger /Wut, Trauer und Freude: typische Situationen, die diese Emotionen auslösen; Körpersensationen / -reaktionen; unser Umgang mit diesen Gefühlen und inwieweit wir mit dieser Art des Umgangs zufrieden oder unzufrieden sind. Zuerst arbeitete jede für sich. Anschließend teilte jede im Kreis ihre Erkenntnisse mit. Die Frauen empfanden diese Übung als sehr interessant und bemerkten, dass sie noch nie auf diese Weise über ihre Gefühle nachgedacht hätten.

    Anschließend ließen wir die Frauen jeweils in Paaren das Thema erarbeiten: Welche Botschaften habe ich als Kind (oder Jugendliche) in meiner Familie und Umgebung bzgl. des Umgangs mit Gefühlen bekommen? Inwiefern waren diese Botschaften für mich als Mädchen anders als für Jungs in meiner Umgebung? Was haben diese Botschaften in mir bewirkt und inwiefern beeinflussen sie mich noch heute? Was würde ich dies bzgl. gerne ändern – auch im Hinblick auf mein/e Kind/er?

    Die Erkenntnisse der Paare sammelten wir dann auf dem Flip-Chart und diskutierten sie im Hinblick darauf, welche Botschaften bzgl. des Umgangs mit Gefühlen die Frauen gerne heute ihren Kindern vermitteln würden.

    Wir schlossen nun eine etwas ausführliche theoretische Einheit über Emotionen und Körperwahrnehmungen an: über den Sinn unserer Gefühle, Prozesse, die dabei im Körper ablaufen und warum, sowie über mögliche Strategien im Umgang mit Emotionen.

    Wir streiften auch kurz die Themen „Transfer-Emotionen“ und starke Emotionen als Folge traumatischer Erlebnisse, vereinbarten mit den Teilnehmerinnen, diesem Thema (‚Psychologisches Trauma’) mehr Zeit an einem anderen Tag zu widmen.

    In der Abschlussrunde dieses Gruppenarbeitstages äußerten sich die Frauen sehr zufrieden über die Arbeit am Thema Emotionen: „Dieses Thema heute war für mich sehr wichtig,“ bekräftigte eine von ihnen: „Bisher habe ich meine Gefühle – außer der Freude – eher als etwas Feindliches empfunden, etwas was ich entweder unterdrücken oder besser gar nicht haben sollte. Eure Erklärungen haben mir sehr geholfen zu verstehen, warum ich diese Gefühle habe. Das hat mich erleichtert. Und es war für mich sehr interessant den anderen zuzuhören, wie sie damit fertig werden, wenn sie wütend oder traurig sind oder so… Ich glaube, ich werde mich in Zukunft immer an heute erinnern und das wird mir helfen…“

    Am sechsten Tag arbeiteten wir nach dem witzigen Erwärmungsspiel „Pinguine und Flamingos“ weiter zum Thema Stress und „Coping-Mechanismen“.

    Nach einer kurzen theoretischen Erklärung zu Stress: auslösende Situationen, Körperreaktion und instinktive psychische Reaktionen und Mechanismen zur Überwindung von Stress, baten wir die Teilnehmerinnen in einem Brainstorming zu benennen, welches ihre Strategien zum Umgang mit Stress-Situationen sind. Diese Strategien sammelten wir auf dem Flip-Chart. Dann erklärten wir das BASIC Ph-Modell der Coping-Mechanismen und ordneten die von den Frauen genannten Strategien den verschiedenen Kategorien dieses Modells zu. Gemeinsam fanden wir dann noch zusätzliche mögliche Coping-Möglichkeiten, dabei schlossen wir auch unsere eigenen Erfahrungen ein.

    Die Frauen waren überrascht, dass ‚ihre’ Strategien mit Stress fertig zu werden, in einem offiziellen Schema wieder zu finden. „Ich muss sagen, ich bin schon ein wenig stolz auf mich, das meine Art mit Schwierigkeiten fertig zu werden, offensichtlich gar nicht so verkehrt ist,“ meinte eine der Frauen ganz zufrieden „aber natürlich ist es auch gut, noch etwas Neues zu lernen!“

    Wir gingen nun weiter zum Thema „Bedürfnisse und Grenzen“. Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen erarbeiteten wir das Thema „Grundlegende menschliche Bedürfnisse“. Die Frauen beeindruckte es, dass neben den zum Überleben notwendigen Grundbedürfnissen auch das Bedürfnis nach Aktivität und Kreativität, nach (positiver) Macht und sogar nach Vergnügen zu den grundlegenden menschlichen Bedürfnissen zählen. Offensichtlich eröffneten diese Informationen manchen von ihnen einen neuen Blickwinkel und gaben ihnen quasi die Erlaubnis, mehr für ihre eigenen Bedürfnisse einzutreten. Wieder führte uns die Diskussion zum Thema Erziehung – insbesondere Gechlechstrollen-Erziehung. Die Frauen sprachen darüber, wie wenig ihre Bedürfnisse als Mädchen für andere gezählt hatten: „Als ob Mädchen und Frauen eine andere Spezies Mensch wären, die keine eigenen Bedürfnisse haben sollten, alles wurde nur auf die Männer und Jungen ausgerichtet….“ erinnerte sich eine der Älteren. „Und das Traurigste war, dass meine Mutter das am allermeisten unterstützte. Ich war oft so wütend. Aber niemand wollte mich verstehen.“

    Dann arbeiteten wir weiter zum Thema Grenzen.

    In einer Übung ließen wir die Frauen den Begriff ‚räumliche bzw. physische Grenzen’ wahrnehmen.

    Danach teilten sie ihre Empfindungen und Erfahrungen mit der Gruppe.

    In der anschließenden Theorie-Einheiten vermittelten wir die Definitionen für räumliche / physische und psychische Grenzen. Wir erklärten die Konsequenzen von Grenzverletzungen insbesondere durch Gewalt und gingen auf die Bedeutung gesunder Grenzen gerade auch in der Beziehung zu Kindern ein. Wir erklärten die Unterschiede zwischen ‚starren / rigiden Grenzen’, ‚fehlenden oder labilen Grenzen’ und ‚klaren aber auch flexiblen Grenzen’. Die Frauen folgten diesen Erklärungen mit großem Interesse, stellten viele Fragen und beteiligten sich lebhaft am Gespräch.

    Da es an diesem Tag ununterbrochen regnete, boten wir der Gruppe an, dass wir nach der Mittagspause die Gruppenarbeit noch für 2-3 Stunden fortsetzen könnten, was die Frauen sehr gerne annahmen.

    In der Nachmittagseinheit leiteten wir die Übung ‚Soziales Atom’ / bzw. ‚Das Netzwerk meiner sozialen Beziehungen’ an. Durch diese Übung war es den Teilnehmerinnen möglich, einen Überblick über Anzahl und Qualität ihrer aktuellen Beziehungen zu bekommen und sich über evtl. Veränderungswünsche bewusst zu werden. Jede Frau hatte Gelegenheit, ihr ‚Soziales Atom’ der Gruppe vorzustellen und mit Hilfe der Fragen von uns Leiterinnen weiter zu bearbeiten. Die Frauen waren mit voller Konzentration dabei, schrieben, zeichneten, dachten intensiv nach und betonten in der Abschlussrunde nach drei Stunden intensiver Arbeit, dass sie von dieser Übung begeistert seien, von der Möglichkeit, einen so klaren Überblick über ihre Beziehungen, Distanz und Nähe, Probleme und Veränderungswünsche zu bekommen. Die meisten Frauen erkannten, dass ihr bisheriges Bild von ihren Beziehungen überhaupt nicht der Realität entsprach: wie es traditionell üblich ist, hatten sie ihre Verwandtschaftsbeziehungen als näher eingezeichnet als z.B. Freundschaftsbeziehungen. In der Bearbeitung ihres ‚Atoms’ hatten sie dann jedoch festgestellt, dass dies zwar vielleicht den gesellschaftlichen Normen, aber nicht der Realität und auch nicht ihren Gefühlen entspricht. Sie stellten fest, dass sie bedeutend mehr Unterstützung von FreundInnen bekamen als von ihrer Verwandtschaft oder Ursprungsfamilie. Gleichzeitig erkannten sie die Quelle vieler Frustrationen: Ihre Energien und Wünsche auf die ‚falschen Personen’ zu richten, anstatt wertzuschätzen, was sie von den FreundInnen bekamen.

    Am siebten Tag begannen wir mit dem witzigen Rollenspiel ‚Zauberstab’, in dem die Teilnehmerinnen in immer wieder andere ‚Tiere’ verwandelt werden. Dabei bekommt jede einmal den Zauberstab und wird zur Zauberin. Die Frauen hatten damit viel Spaß.

    Dann leiteten wir die Übung ‚Kampf um die Socken’ an, eine Selbstbehauptungsübung, in der jede Frau ein Paar Socken bekommt, die sie anzieht. Die Teilnehmerinnen haben nun die Aufgabe, die eigenen Socken zu schützen und möglichst anzubehalten, gleichzeitig aber so viele Socken wie möglich von den anderen zu klauen. Für den Notfall (falls sich eine Frau zu sehr bedrängt fühlt) machten wir ein Signalwort aus – dies ist insbesondere in der Arbeit mit traumatisierten Menschen wichtig, da unabsichtlich immer ein ‚Trigger’ = Erinnerung an die traumatische Situation berührt werden kann. Dann ging es los.

    Es war unglaublich, wie manche der Frauen kämpfen konnten, wir waren voller Bewunderung. Zwei der Teilnehmerinnen gaben allerdings sehr rasch auf. Doch insgesamt hatten alle großen Spaß.

    Anschließend evaluierte jede die Art und Weise, wie sie sich behauptet hatte, welche Strategien sie benutzt hatte; ob ihr diese aus ihrem Alltag bekannt waren oder sie etwas Neues ausprobiert hatte; ob sie mit ihrem Resultat zufrieden war und ähnliches. Eine der Teilnehmerinnen, die am Anfang der Gruppenarbeit sehr still und zurückgezogen war, hatte sich als wahre Löwin entpuppt. Sie meinte lachend: „Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich so gekämpft habe. Das hab ich hier gelernt: dass ich für mich kämpfen muss und nicht darauf warten, dass jemand bemerkt, dass ich etwas brauche.“ Aber auch anderen wurde durch diese Übung bewusst, dass sie kämpfen können und stark sind, bzw. dass sie in Zukunft nicht so schnell aufgeben wollen.

    Anschließend gingen wir weiter zum Thema ‚Trauma und Gewalt’.

    Wir gaben den Frauen zuerst grundlegende Informationen zu Trauma (Was ist ein traumatisches Ereignis? Wie reagieren wir darauf? Was bedeutet Trauma? Welches sind die typischen Symptome, bzw. Traumafolgen? Und: was ist hilfreich zur Überwindung eines Traumas?) Die Frauen waren an diesem Thema sehr interessiert, wenn auch zu sehen war, dass bei manchen innerlich ‚Filme abliefen’. Wir schlossen sie daher immer wieder durch Fragen ins Gespräch ein.

    Da es auch an diesem Tag ständig regnete und die Gruppe sehr motiviert war, an diesem Thema weiterzuarbeiten, setzten wir die Arbeit am Nachmittag fort.

    Nach der Mittagspause arbeiteten wir weiter in der Runde: Jede Frau (die sich bereit fühlte) konnte mitteilen, welche Aspekte unserer Ausführungen am Vormittag zu ‚Trauma’ sie bei sich selbst erkannt hatte. Alle Frauen hatten sich mehr oder weniger in den Erklärungen wiedergefunden. Insbesondere schilderten sie, an welchen Symptomen sie litten und waren besonders interessiert am Thema „Selbsthilfe

    Anschließend gaben wir noch einige theoretische Erklärungen zum Thema ‚Gewalt’. Einige der Frauen sprachen sehr offen über eigene Gewalterfahrungen in der Ehe. Schließlich gingen wir noch auf das Thema ‚Gewalt an Kindern’ ein.

    Zum Abschluss der Gruppenarbeit des Tages leiteten wir dann noch die kombinierte Körperwahrnehmungs- und Imaginationsübung ‚Freude, die mein Körper mir schenkt’ an, die den Frauen außerordentlich gut gefiel.

    Den achten Tag begannen wir nach dem Blitzlicht mit der Imaginationsübung ‚Mauer’ – einer Übung in der es um unsere Strategien zur Überwindung von Hindernissen bzw. zur Bewältigung von Problemen oder auch um unsere grundsätzliche Einstellung zum Leben geht. Eine der Teilnehmerinnen brach die Übung vorzeitig ab, da sie sie zu sehr an ihre traumatische Erfahrung im Lager erinnerte. (Wir weisen die Frauen immer zu Beginn jeder Übung darauf hin, dass sie gut für sich sorgen sollen und wenn sie bemerken, dass sie unruhig werden, bzw. die Übung ihnen nicht gut tut, die Übung jederzeit abbrechen können.)

    Nach der Imagination hatten die Frauen die Möglichkeit, ‚ihre Mauer’ zu zeichnen. Anschließend boten wir der Gruppe die Möglichkeit an, ihre Bilder ‚auf die große Psychodramabühne zu bringen’ und sie psychodramatisch weiter zu bearbeiten. Drei Frauen waren sofort dazu bereit, was deutlich machte, wie sehr sich die Gruppe untereinander verbunden hatte und wie viel Vertrauen zwischen den Frauen gewachsen war.

    Die Protagonistinnen nutzten jeweils die gesamte übrige Gruppe, um ihre Bilder von ‚ihrer Mauer’ darzustellen. Mit den psychodramatischen Techniken ‚Interview’, Rollentausch und Spiegeltechnik erarbeiteten die Protagonistinnen ‚ihren Weg durch die Mauer’. Für alle drei eröffneten sich durch die Psychodrama-Inszenierung neue Blickwinkel und Erkenntnisse, die dazu führten, dass sie die Mauer, die ihnen während der Imagination unüberwindlich vorkam, schließlich überwanden bzw. durch sie hindurchgingen. Auf jedes Spiel folgten die Feedbacks der Mitspielerinnen aus ihren Rollen, die der jeweiligen Protagonistin noch zusätzliche Aspekte aufzeigten, sowie daran anschließend die Sharings (Sharing = miteinander teilen) der Frauen, die sich durch das Spiel an eigene Erfahrungen erinnert fühlten oder ihre Gefühle mitteilen wollten. In die Sharings schlossen auch wir uns ein.

    Nach diesen drei Inszenierungen waren auch die übrigen Teilnehmerinnen interessiert, ihre Bilder auf die Bühne zu bringen – wenn auch teilweise mit einigen Ängsten. Wir betonten erneut, dass jede das für sich entscheiden kann.

    In der Runde am Ende der Vormittagseinheit war neben der Müdigkeit durch die intensive Arbeit eine große Verbundenheit unter den Frauen zu spüren. Eine der Frauen drückte es so aus: „Ich möchte mich bei Euch (den drei Protagonistinnen) bedanken für Euren Mut und die Bereitschaft, all das mit uns zu teilen. Eure Szenen haben mich tief berührt und mir Mut gemacht, das auch zu versuchen.“

    Da leider das Wetter noch immer sehr schlecht und die Gruppe sehr motiviert war, an den ‚Mauern’ weiterzuarbeiten, entschieden wir uns, auch an diesem Tag noch den Nachmittag für die Gruppenarbeit zu nutzen. Weitere drei Frauen inszenierten ihre Bilder. Mit jedem Bild wurde die Atmosphäre in der Gruppe dichter und die Frauen konnten sich mehr und mehr öffnen.

    Auch am neunten Tag arbeiteten wir weiter an den restlichen Bildern. Schließlich war sogar die Teilnehmerin bereit, ‚ihre Mauer’ auf die Bühne zu bringen, die die Imaginations-Übung hatte abbrechen müssen. Mit Unterstützung der gesamten Gruppe gelang es ihr auf der Bühne am Ende, die ‚Mauer’ zu überwinden. Dies war für sie eine wahre Katharsis und Befreiung. Nicht nur sie selbst sondern auch viele der anderen Frauen weinten, da sie alle die Szene sehr intensiv miterlebten.

    Und als ob der Himmel das seine dazutun wollte, strahlte an diesem Tag die Sonne und schenkte den Frauen einen wunderschönen Nachmittag am Strand und noch dazu die Bootsfahrt.

    Am zehnten und letzten Tag der Gruppenarbeit leiteten wir – nach einem Tanzspiel zur Erwärmung – die Übung ‚Lichtkreis’ an – ebenfalls eine Übung zur Selbstunterstützung, die die Frauen für sich zu Hause nutzen können, wenn sie Unruhe spüren oder auch als Hilfe beim Einschlafen. Auch diese Übung gelang den Frauen und sie fühlten sich danach sehr gut.

    Dann gingen wir weiter zur Evaluation der Gruppenarbeit. Zunächst schrieb jede der Frauen einen ‚Brief an mich selbst’, in den sie – vor dem Hintergrund der Erfahrung der 10tägigen Gruppenarbeit – all dies schreiben konnte, was sie in schwierigen Situationen in ihrem Alltag unterstützen und ermutigen könnte. Die Frauen schrieben konzentriert und intensiv.

    Als nächstes füllte jede die kurzen schriftlichen Fragebögen für die offizielle Evaluation aus.

    Anschließend zog noch jede Frau eine ‚Kraftkarte’ – ebenfalls als Unterstützung. Und schließlich hatten die Frauen Gelegenheit, sich an ihre anfänglichen Wünsche bzgl. des Erholungsaufenthalts zu erinnern und den anderen mitzuteilen, was sie von der Gruppenarbeit für sich mitnehmen.

    Damit schlossen wir die Gruppenarbeit mit den Frauen während des Erholungsaufenthalts ab.

     

    Arijana Catovic, Nurka Babovic, Amina Vrana, Adisa Adzem und Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

    G. Mueller

    Neue Unterstuetzung ueber Betterplace...

    Liebe Leserinnen und Leser,

    heute haben wir fuer die Glueckstage 2010 eine Spende von einer/m neuen (anonymen) UnterstuetzerIn ueber Betterplace bekommen. Darueber freuen wir uns sehr. Wir danken der/m anonymen SpenderIn herzlich.

    Der noch offene Bedarf 'Unterkunft fuer ein 3. Kind' hat sich damit verringert auf 171 €. Zur Finanzierung des gesamten therapeutischen Erholungsaufenthalts Ende Juni 2010 ist es noch ein langer (und wahrscheinlich wieder muehsamer) Weg. Aber wir hoffen sehr, dass wir es auch diesmal fuer 20 Kinder und Muetter schaffen koennen.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

    G. Mueller

    'Glueckstage' trotz Regenwetter

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wie versprochen kommt hier die Fortsetzung (der 2. Teil) unseres Berichts ueber die 'Glueckstage 2009'.

    Wir freuen uns ueber Ihr Interesse und natuerlich auch ueber Spenden fuer den geplanten therapeutischen Erholungsaufenthalt 2010.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

     

    Arbeit mit der Gruppe

    Wie schon in den Vorjahren hatten die Frauen und Kinder der Gruppe bereits bei zwei Vortreffen im SEKA-Haus Gelegenheit, sich untereinander kennenzulernen.

    Das erste Treffen – mit den Müttern – nutzten wir Mitarbeiterinnen dazu, das Projekt SEKA und unsere Angebote vorzustellen, über das Konzept des Erholungsaufenthalts zu informieren und organisatorische Fragen zu besprechen. Außerdem erklärten wir den Frauen unsere Arbeitsweise. Dies sollte den Frauen evtl. Ängste vor der therapeutischen bzw. psycho-edukativen Gruppenarbeit nehmen, da die meisten der Frauen keine Erfahrungen mit dieser Art von Angeboten hatten. Wir besprachen die Zimmerverteilung in der Pension in Neum, klärten, welche der Frauen finanzielle Hilfen für notwendige Anschaffungen für den Erholungsaufenthalt benötigten (z. B. für den Kauf von Badeanzügen für sich oder ihr Kind, für Medikamente etc) und organisierten noch notwendige Reisetaschen. Bereits am Ende des ersten Vorbereitungstreffens war die Atmosphäre entspannt, fröhlich und erwartungsvoll. Wir hatten den Eindruck, dass die Gruppe gut harmonieren würde.

     

    Beim zweiten Vortreffen lernten sich dann auch die Kinder untereinander kennen. Amina Vrana und Adisa Adzem erklärten ihnen, was sie erwartete und beantworteten die Fragen der Kinder. Noch war bei den Kindern Schüchternheit und Unsicherheit zu spüren, aber auch Vorfreude auf die „Ferien am Meer“. In der Frauengruppe wurden noch die letzten organisatorischen Dinge geklärt. Die Stimmung war lebhaft und aufgeregt. Die Frauen merkten, dass sie viele gemeinsame Themen und viel Gesprächsstoff hatten.

    Die Busfahrt nach Neum verlief trotz der langen und kurvigen Fahrt und des heißen Wetters ohne Probleme.

    Koordinatorin Esma Drkenda und Projektleitung Gabriele Müller, sowie die Therapeutinnen Nurka Babovic und Arijana Catovic, erwarteten die Gruppe bereits in Neum, da sie die Spielsachen und Arbeitsmaterialien bereits am Tag zuvor nach Neum gefahren und dort schon die Gruppenräume und einen Aufenthaltstraum vorbereitet hatten. Wie auch schon in den Jahren zuvor konnten wir auf die volle Unterstützung der Pensionsinhaber-Familie rechnen, für die unser Erholungsaufenthalt nun schon quasi 'zur Tradition' gehört.

    Nach einer kleinen Erfrischung verteilten wir die Zimmer. Kinder und Mütter waren begeistert von der Unterbringung, den schönen Zimmern, den Balkonen und dem Blick aufs Meer. Nach einem Imbiss und einer ersten kurzen Besprechung mit der Gesamtgruppe bzgl. Hausordnung, Gefahren etc. übergaben Esma Drkenda und Gabriele Müller die Leitung der Gruppe endgültig  den vier Kolleginnen und machten sich auf den Rückweg nach Gorazde.

    Im Folgenden beschreiben  die Kolleginnen Nurka Babovic, Arijana Catovic, Amina Vrana und Adisa Adzem ihre Erfahrungen in der Arbeit mit der Gruppe in Neum:

    Meer und Strand

    Die Kinder konnten es kaum erwarten, das Meer zu sehen und so ging es trotz der langen Fahrt gleich zum Strand – ausgerüstet mit Schwimmflügeln und Schwimmringen. In einem Fragebogen hatten wir bereits abgefragt, welche Kinder (und auch Mütter) nicht oder nur unsicher schwimmen konnten, bzw. welche Angst vorm Wasser hatten. Nur zwei der Kindern und drei der Frauen konnten gut schwimmen. So besprachen wir nochmals die Verhaltensregeln am Strand und im Meer. Abgesichert mit Schwimmflügeln und Schwimmringen trauten sich alle Kinder gleich ins Wasser – bis auf den 12 jährigen A., der deutliche Ängste hatte und sich offensichtlich schämte, dass er nicht schwimmen konnte. Wir ermutigten ihn, aber vorerst entschied er sich, den anderen vom Strand aus zuzusehen. Auch die Frauen trauten sich ins Meer, blieben aber erst mal im flachen Wasser.

    Durch die gemeinsame Zeit am Strand entstand schon am ersten Tag ein guter Kontakt zwischen der Gruppe und uns Mitarbeiterinnen.

    In den nächsten Tagen genoss die Gruppe jede freie Minute am Strand. Die Kinder machten – mit Unterstützung durch uns Mitarbeiterinnen rasche Fortschritte und verloren mehr und mehr ihre Ängste vorm Meer. Am dritten Tag begannen wir mit unseren erprobten Übungen, mit denen die Kinder sich allmählich entspannen und dann fühlen können, dass das Meer sie trägt. Auch einige der Frauen ließen sich auf diese Übungen ein und genossen es „gehalten zu werden und zu spüren, dass das Meer mich wirklich trägt“ – wie eine es ausdrückte. Nur A. konnte sich noch immer kaum überwinden, ins Wasser zu kommen – die Schwimmflügel waren ihm ‚peinlich’, denn er fühlte sich schon zu groß dafür. Zuerst hatten einige der anderen Kinder über ihn gelacht. Doch die gemeinsame Arbeit in der Kindergruppe hatte bewirkt, dass sich das Verhalten unter den Kindern veränderte: A. hatte in der Gruppe zwei Freunde gefunden, die ihn unterstützten und ermutigten. Dies zeigte sich besonders an einem der nächsten Tage, als es auf einem Spaziergang am Meer entlang zu einem Gedränge kam und A. ins tiefe Meer stürzte. Sofort war sein Freund M. zur Stelle, der schwimmen konnte, und half ihm über Wasser zu bleiben, bis Amina ihn dann ins flache Wasser zog.

    Diese Situation nutzten wir in der Arbeit mit der Kindergruppe, um über verschiedene Themen zu reden: über achtsamen Umgang miteinander; über die Art und Weise, wie A. die Nerven behalten hatte, obwohl er nicht schwimmen kann; über M’s Geistesgegenwart und Mut und über das Thema Freundschaft.

    Am vierten Tag des Aufenthalts in Neum hatte einer der Jungs seinen 10. Geburtstag. Natürlich wurde dies gemeinsam gefeiert, mit einer Torte, kleinen Geschenken und einem Geburtstagslied. B. strahlte und genoss sichtlich die Aufmerksamkeit. Dann sang er zum Dank ein Lied und schließlich sang die ganze Gruppe viele der schönen alten bosnischen Lieder.

    Regenwetter

    Leider verschlechterte sich das Wetter ab dem 5. Tag und es begann zu regnen. Außerdem fielen die Temperaturen auf 14 – 15°C, so dass an Strand und Schwimmen nicht zu denken war. An zwei Nachmittagen nutzten wir die regenfreie Zeit zu Spaziergängen mit der Kindergruppe (und teilweise auch den Müttern) am Strand; wir sammelten Muscheln, besondere Steine, aus denen wir kleine Kunstwerke und Souvenirs bastelten, machten „Trimm-Dich“-Übungen und tobten uns aus.

    Dann gab es drei weitere Tage lang nichts als Regen. Um die Langeweile oder Frustration über das Wetter möglichst gering zu halten, beschlossen wir Mitarbeiterinnen, Frauen und Kindern anzubieten, auch nachmittags weiter in der Gruppe zu arbeiten. Dies nahmen Kinder und Mütter gerne an. Auf diese Weise arbeiteten wir an drei Tagen auch am Nachmittag jeweils 2 – 3 Stunden. Glücklicherweise kehrte die Sonne dann schließlich wieder zurück und wir hatten noch zwei traumhafte Sonnentage, die die Gruppe zu ausgiebigem Sonnenbaden und Schwimmen nutzte.

    Am vorletzten Tag gab es als Überraschung die Fahrt mit einem kleinen Schiff, das wir nur für unsere Gruppe für zwei Stunden gemietet hatten. Frauen und Kinder genossen diese Bootsfahrt außerordentlich – die meisten Kinder hatten so etwas noch nie erlebt. Jedes Kind durfte sogar einmal ans Steuerrad und das Schiff – unter Aufsicht des Kapitäns – steuern. Natürlich wurde das alles fotografisch festgehalten.

    Durch das schlechte Wetter hatten Kinder und Mütter in diesem Jahr viel weniger Gelegenheit gehabt, Schwimmen zu lernen. Dennoch konnten am letzten Tag zwei weitere Kinder gut schwimmen und die anderen hatten ihre Ängste vor dem Meer verloren. Dies zeigte sich beim Spielen mit der aufgeblasenen Meerschlange, um die wir uns gemeinsam balgten. Sogar A. machte mit – ein wenig vorsichtig – aber auch er hatte sichtlich Spaß und seinen Sturz ins Meer offensichtlich überwunden.

    Am letzten Abend gab es – wie in jedem Jahr – ein Abschiedsfest, zu dem auch Esma Drkenda und Gabriele Müller wieder rechtzeitig eintrafen. Neben einer Ausstellung der Gemälde und Kunstwerke der Kinder gab es ein ausführliches Unterhaltungsprogramm, das die Kinder selbst vorbereitet hatten – mit unterschiedlichsten Darbietungen wie lehrreichen Sketchen, Liedern, Tanzdarbietungen, Geschichten und Gedichten. Die Kinder bekamen immer wieder begeisterten Applaus.

    Am letzten Tag gab es keine Gruppenarbeit sondern es ging vormittags noch einmal zum Strand. Schon am frühen Nachmittag bezog sich der Himmel wieder und als wir dann am späten Nachmittag zur Heimfahrt nach Gorazde aufbrachen, schüttete es wieder wie aus Kübeln.

    Die Stimmung im Bus war dennoch fröhlich und ausgelassen. Immer wieder erinnerten wir uns an einzelne Begebenheiten der 12 Tage, sangen Lieder, erfanden Geschichten. Die Fahrtzeit verging uns doppelt so schnell als auf der Hinfahrt. Kinder und Mütter betonten immer wieder, dass diese Tage für sie – trotz des Wetters – wunderschön waren und ihnen unvergesslich bleiben werden.

    Beim Abschied in Gorazde gab es dann bei fast allen Kindern Tränen und die gegenseitigen Versicherungen, dass sie sich im SEKA-Haus bald wieder sehen würden.

     

     

    Arijana Catovic, Amina Vrana, Adisa Adzem, Nurka Babovic und Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

    G. Mueller

    Herzlichen Dank!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    eben habe ich die Nachricht ueber eine Direkt-Spende fuer die Glueckstage erhalten. Herzlichen Dank an die Spenderin Ingeborg S.!

    Damit hat sich der noch offene Bedarf 'Unterkunft fuer ein drittes Kind' auf 186 € reduziert.

    Demnaechst werde ich abklaeren, bei welchen Stiftungen wir evtl. auch einen Foerderantrag fuer die 'Glueckstage 2010' stellen koennen, um nicht nur auf Privatspenden angewiesen zu sein!

    Soviel im Moment....

    Herzlichst

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

    G. Mueller

    Warum sind die Glueckstage noetig?

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir hoffen, dass wir auch im Sommer 2010 wieder einen therapeutisch begleiteten Erholungsaufenthalt fuer eine Gruppe von 20 Kindern und Muettern organisieren koennen. Um die Finanzierung zu sichern, benoetigen wir einen langen Atem. - Daher haben wir das Projekt bereits wieder hier auf betterplace eingestellt.

    Um noch einmal deutlich zu machen, warum diese 'Glueckstage' noetig sind und was wir damit erreichen koennen, veroeffentliche ich noch einmal in verschiedenen Blogs unseren Abschlussbericht ueber den Erholungsaufenthalt vom Sommer 2009:

    Wir freuen uns ueber Ihre Unterstuetzung!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    Abschlußbericht:

    Projekt SEKA:

    Psychologisch-pädagogisch begleiteter Erholungsaufenthalt

    für traumatisierte Mütter und Kinder

    im Sommer 2009 in Neum

     

    Überblick:

    In der Zeit vom 15. bis zum 26. Juni 2009 konnten wir einer Gruppe von 20 Kindern und Müttern aus dem ostbosnischen Kanton Gorazde, die Opfer unterschiedlicher Formen von Gewalt geworden waren, therapeutisch  begleitete Erholung am Meer ermöglichen.

    Auch in diesem Jahr waren wir uns lange Zeit nicht sicher, ob uns die Finanzierung der geplanten Maßnahme glücken würde. Dass wir den Erholungsaufenthalt doch auch in diesem Sommer durchführen konnten verdanken wir: dem großzügigen Zuschuss der Stiftung ‚Sternstunden – Wir helfen Kindern’ des Bayerischen Rundfunks, München, einem Zuschuss der Dr.-Ursula-Schmid-Kayser Kinderfonds Stiftung, Erlangen, einem Zuschuss der Stadtverwaltung Gorazde, sowie vielen kleineren und mittleren Spendenbeträgen, die durch die SEKA-Kampagne 2009: „Schenken Sie Glückstage“ und über die Betterplace-Spendenplattform gesammelt werden konnten.

    Im Namen der Frauen und Kinder danken wir allen Geldgebern und SpenderInnen sowie unseren ehrenamtlichen UnterstützerInnen sehr herzlich.

    Zusammensetzung der Gruppe:

    Die Gruppe für den therapeutischen Erholungsaufenthalt setzte sich zusammen aus 10 Kindern (7 Jungen und drei Mädchen) und deren Müttern. Dabei hatten wir zum einen Kinder und Mütter berücksichtigt, die bereits Angebote im SEKA-Haus nutzen; zum anderen hatten wir – in Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen des Veteranenprojekts 'Svjetlost Drine' und der Sozialarbeiterin des Zentrums für psychische Gesundheit in Gorazde – Kinder und Ehefrauen von kriegstraumatisierten Veteranen, sowie Kinder und Frauen, die Gewalt in der Familie erlebt hatten, in die Gruppe mit eingeschlossen. Eine Mutter mit Kind berücksichtigten wir auch auf Bitten des SOS-Kinderdorf-Kindergartens in Gorazde, der die Kinder von Familien mit Mehrfach-Problemen betreut.

    Alle Familien leben unter sehr schweren ökonomischen Bedingungen, manche noch deutlich unter dem bosnischen Existenzminimum. Alle Frauen haben den Krieg in Bosnien überlebt, drei von ihnen wurden aus ihren Heimatorten in der heutigen 'Republika Srpska' vertrieben und leben nun in Gorazde. Alle Frauen sind durch Gewalterfahrungen im Krieg und / oder Gewalt in der Familie traumatisiert. Zwei der Frauen haben Vergewaltigungslager überlebt und sind schwerst traumatisiert. Fünf der Mütter sind alleinerziehend. Die übrigen leben mit einem Partner, der selbst (stark) kriegstraumatisiert ist. Die beiden ältesten Kinder sind gegen Kriegsende geboren, alle übrigen nach Kriegsende. Da der Krieg in den Familien durch die Traumatisierung der Eltern noch immer nachwirkt, sind die Kinder dadurch ebenfalls belastet und trans-generationell traumatisiert (s.u. Gruppenarbeit mit den Kindern).

    Im Folgenden beschreibe ich nochmals die spezifische Situation in Gorazde während des Krieges und danach, um Ihnen einen Eindruck zu geben, welche Erfahrungen auch die Teilnehmerinnen dieser Gruppe durchlitten haben:

    Hintergrund: Der Kanton Gorazde während des Krieges und heute:

    Gorazde – vor dem Krieg eine idyllisch an dem Fluß Drina gelegene Kleinstadt mit mehrheitlich bosniakischer Bevölkerung – hat neben Srebrenica und Zepa während des Krieges eine traurige und schreckliche Berühmtheit erlangt – als „Schutzzone, die nicht geschützt wurde“. Seit Anfang des Krieges im Frühjahr 1992 war Gorazde, als überwiegend muslimische Enklave im von den serbischen Nationalisten dominierten Teil Bosniens („Republika Srpska“) eingekesselt und erlebte – wie Srebrenica – mehr als drei Jahre ständige heftige Granatierung, Sniperbeschuss und eine furchtbare Hungersnot. Tausende Flüchtlinge aus den verbrannten Dörfern und Kleinstädten der Umgebung suchten – schwer traumatisiert – Schutz in der kleinen Gorazder Enklave, die schon die eigene Bevölkerung nicht ernähren konnte.

    Die Menschen in Gorazde lebten in der ständigen Angst, von den Karadzic-Truppen und Einheiten aus Serbien überrollt zu werden. Was das bedeutet hätte, wussten sie aus den Berichten der Flüchtlinge und Überlebenden der Massaker und der Folter- und Vergewaltigungs-Lager aus Visegrad, Foca und anderen ostbosnischen Städten, die bereits 1992 zunächst von der Jugoslawischen Volksarmee und dann von den serbischen Freischärlern besetzt worden waren. Vergewaltigungen an Frauen und Mädchen wurden auch in diesem Krieg systematisch eingesetzt, um den Gegner zu demoralisieren und psychisch zu vernichten.

    Im Sommer 1995 gab es schließlich Bestrebungen der internationalen Gemeinschaft (USA und EU) wie auch der damaligen bosnischen Regierung, Gorazde ebenso zu „opfern“ wie Srebrenica und Zepa, da sich Bosnien dann hätte „leichter aufteilen lassen“. Die bosniakische Enklave im serbisch dominierten Gebiet sollte den Serben zugeschlagen werden. Nur aufgrund der weltweiten Empörung über den Fall von Srebrenica und die Untätigkeit der UN-Truppen dort entschieden die europäischen und amerikanischen Verhandler schließlich, dass die Enklave Gorazde als Gebiet der kroatisch-bosniakischen Föderation innerhalb Bosnien-Herzegowinas erhalten und durch eine geschützte Straße mit dem übrigen Gebiet der Föderation verbunden bleiben solle. Dies rettete die Menschen in der Enklave (die verbliebene Bevölkerung sowie eine große Zahl an Flüchtlingen) knapp davor, dasselbe Schicksal wie die Menschen in Srebrenica (Eroberung, Vertreibung und Massaker) zu erleiden.

    Heute –  auch 14 Jahre nach Kriegsende – ist die Situation in Gorazde noch immer äußerst schwierig. Zwar wurde der größte Teil der Häuser wieder aufgebaut, die wirtschaftliche Situation ist jedoch nach wie vor sehr kritisch. Die Arbeitslosenrate liegt noch immer zwischen 40 und 50 %. Für den größten Teil der Bevölkerung haben sich die anfänglichen Nachkriegshoffnungen nicht erfüllt – sondern im Gegenteil einer tiefen Resignation und Verzweiflung Platz gemacht (s. auch ausführlicher Hintergrundbericht auf der SEKA-Homepage: http://www.seka-hh.de/journal_12/gorazde.htm ).

    Dazu kommt, dass im Kanton Gorazde die gesamte Bevölkerung mehr oder weniger stark kriegstraumatisiert ist, es aber bis zur Eröffnung des Projekts SEKA in Gorazde keinerlei psychotherapeutische Hilfe gab. Die schlecht ausgestatteten lokalen Gesundheitsdienste sind überfordert von dem Ausmaß an Problemen, insbesondere bzgl. der psychischen und sozialen Langzeitfolgen der Traumata der Menschen. Es werden nur die gravierendsten Fälle von PTBS (Posttraumatischer Belastungsstörung) sowie psychische Krankheiten (medikamentös) behandelt. Es mangelt an Fachpersonal. Die wenigen Mitarbeiterinnen der Gesundheits- und Sozialdienste sind in der Regel selbst traumatisiert und ausgebrannt.

    Aus diesem Grund hatten wir uns entschieden, das Projekt Kuca SEKA im Sommer 2007 nach Gorazde umzusiedeln, um hier insbesondere den Frauen und Kindern der lokalen Bevölkerung psychotherapeutische und psycho-edukative Hilfe anzubieten. Bei Bedarf werden auch die Männer / Väter in die Arbeit mit einbezogen – in Zusammenarbeit mit dem Veteranenklub „Svjetlost Drine“ (=“Licht der Drina“), dessen Aufbau SEKA mit initiiert hat und dessen Arbeit wir weiter durch psycho-edukative Seminare, Supervision und Beratung begleiten.

    Ziele des therapeutischen Erholungsaufenthalts:

    • Verbesserung der psychischen und physischen Gesundheit der Kinder und Mütter
    • Psychische Entlastung der Mütter, auch um ihre Kapazität für den Umgang mit den Kindern zu erhöhen
    • Stärkung und Stabilisierung, Förderung des Selbstwertgefühls und der Coping-Strategien bei Kindern und Frauen
    • Psycho-Edukationen zur Verbesserung der Lebensqualität der Familien
    • Förderung der Beziehung zwischen Müttern und Kindern und der Erziehungskompetenz der Mütter; Ermöglichen von neuen, positiven Erfahrungen miteinander
    • Unterstützung bei der Lösung aktueller Probleme
    • Vernetzung der Frauen und der Kinder untereinander als soziale Ressourcen in ihrem Alltag zu Hause.
    • Frauen und Kindern, die von sich aus keine therapeutische Hilfe suchen würden, die Gelegenheit zu bieten, durch ein attraktives niedrigschwelliges Angebot (Erholung am Meer) die Möglichkeiten therapeutischer Arbeit kennenzulernen, und die Motivation zur weiteren Nutzung von therapeutischen Angeboten im Projekt SEKA zu wecken.

     

    Methoden und Techniken:

    Unsere Methoden in der Arbeit basieren grundsätzlich auf dem Ansatz der Humanistischen Psychologie und der Philosophie des Psychodramas. Wir arbeiten mit traumatherapeutischen Verfahren, die sich an der ‚Psychodynamischen Imaginativen Traumatherapie’ (PITT) nach Luise Reddemann orientieren und mit psychodramatischen Elementen, die an die Arbeit mit traumatisierten Menschen angepasst sind. Außerdem nutzen wir eine Vielzahl kreativer Techniken sowie themenzentrierte Übungen und kurze psycho-edukative Theorie-Einheiten – jeweils angepasst an das Alter und die intellektuellen Möglichkeiten der TeilnehmerInnen. Die Strukturierung der Arbeit folgt dem Psychodramatischen Phasenmodell (Erwärmung, themenzentrierte Arbeit und Integration). Zur Erwärmung und Energetisierung nutzen wir unterschiedliche Bewegungs- und Tanzspiele, sowie Imaginationsübungen. In der Arbeit mit den Kindern verwenden wir zusätzlich spieltherapeutische Techniken.

    Neben der Gruppenarbeit bieten wir bei Bedarf auch Einzelgespräche für Kinder oder Frauen an. Die gemeinsam verbrachte Zeit am Strand oder am Abend gibt außerdem die Möglichkeit der direkten Intervention z.B. in Konflikt-Situationen zwischen Müttern und Kindern bzw. unter den Kindern.

     

    Arijana Catovic, Nurka Babovic, Amina Vrana, Adisa Adzem und Gabriele Mueller

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    Soviel fuer heute, Fortsetzung folgt.....

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    G. Mueller (Project Manager), written about 2 years ago

    G. Mueller

    Einfach grossartig!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    Anfang November hatten wir uns entschlossen, auch fuer den Sommer 2010 einen Erholungsaufenthalt fuer eine Gruppe von 20 Kindern und Muettern aus Gorazde zu planen - Frauen und Kinder, die durch Gewalterfahrungen im Krieg und / oder in der Familie traumatisiert sind. Wir sind uns bewusst, dass es immer schwieriger wird, die notwendige Summe an Spenden und Zuschuessen zu sammeln... Aber jeder Erholungsaufenthalt zeigt uns von Neuem, wie wichtig und heilend diese 12 Tage am Meer mit therapeutischer Begleitung fuer die Frauen und Kinder sind.

    Wir haben daher die 'Glueckstage 2010' bereits wieder auf betterplace eingestellt. Mit der eigentlichen Postkarten-Kampagne werden wir erst Anfang des Jahres 2010 beginnen. Aber zu unserer grossen Ueberraschung und Freude haben wir in den vergangenen Wochen bereits eine ganze Reihe Spenden fuer die Glueckstage 2010 direkt auf unser Vereinskonto erhalten. Das ist einfach grossartig!!! heute habe ich die genauen Zahlen von meiner Kollegin in Hamburg erfahren - und natuerlich gleich die ersten Bedarfe damit aufgefuellt.

    Stellen Sie sich vor: Unterkunft, Verpflegung und Fahrtkosten fuer zwei Muetter und zwei Kinder konnten dadurch komplett erfuellt werden. Auch die Unterkunft fuer eine dritte Mutter ist finanziert! Wir sind begeistert und hoffen natuerlich, dass nun vielleicht auch noch ueber Betterplace Spenden dazu kommen.

    Der Juni 2010 ist zwar noch weit, aber aus Erfahrung wissen wir, dass wir viel Zeit benoetigen, um diese doch grosse Summe fuer Frauen und Kinder zusammenzubekommen.

    In einem der naechsten Blogs werde ich Ihnen noch einmal unsere Kriterien fuer die Auswahl der Gruppe beschreiben.

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

    G. Mueller

    Glueckstage auch im Sommer 2010

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    vor einigen Tagen haben wir die Planung fuer die SEKA-Arbeit im Jahr 2010 besprochen. Wir sind uns bewusst, dass es jedes Jahr schwieriger ist, die Mittel fuer einen therapeutischen Erholungsaufenthalt am Meer zusammen zu bekommen. Dennoch haben wir beschlossen, uns wieder nach Kraeften zu bemuehen, die Finanzierung fuer einen Erholungsaufenthalt auch fuer den Juni 2010 zu sichern - fuer eine Gruppe von 20 Kindern und Muettern aus Ostbosnien - Kanton Gorazde.

    Die Erfahrungen unserer Arbeit mit den Frauen und Kindern im Juni 2009 haben erneut gezeigt, von welch grosser Bedeutung diese 'therapeutischen Ferien' fuer Kinder und Muetter sind. In unseren Berichtsblogs haben wir darueber ja auch hier auf Betterplace ausfuehrlich geschrieben.

    Wir wuenschen uns sehr, dass uns die Betterplace-Gemeinde wieder so tatkraeftig unterstuetzt - wie fuer die Glueckstage 2009. Da wir einen grossen Betrag zusammenbekommen muessen (allein fuer Unterkunft und Verpflegung der Gruppe ca. 10.000,- €), haben wir nun den ersten Bedarf hier auf unserer Betterplace-Projektseite eingestellt: 12 mal Unterkunft fuer das erste Kind.

    Wir freuen uns ueber jede Spende!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller 

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    G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

    G. Mueller

    'Am liebsten wuerde ich noch 10 Tage hier bleiben'

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    hier nun der letzte Teil des Berichts ueber die therapeutische Erholung fuer kriegstraumatisierte Frauen und Kinder im Sommer 2009: einige Rueckmeldungen der Kinder. Wir finden, auch diese sprechen fuer sich.     Falls Sie noch Fragen zu unserem (Fortsetzungs-)Bericht haben, schreiben Sie uns gerne. Wir freuen uns auch ueber jedes Feedback!

    Und falls Sie der Bericht auf die SEKA-Arbeit insgesamt neugierig gemacht hat, besuchen Sie doch auch mal die drei uebrigen SEKA-Projekte auf Betterplace: Nr. 255, 587 und 1807.

    Mit herzlichen Gruessen fuer das SEKA-Team Gorazde

    Gabriele Mueller

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    Einige Rückmeldungen der Kinder zu den 'Glückstagen 2009' in Neum / Adria

     

    Enes K.*: „Es hat mir hier alles super gefallen. Nur schade, dass es so viel geregnet hat. Amina und Adisa sind super. Unserer Gruppenstunden waren toll und ich habe viel gelernt. Am meisten hat mir gefallen, als wir über unsere Wut geredet haben und uns dann an den Polstern austoben durften. Danach hab ich mich großartig gefühlt! Das bräuchte ich auch zu Hause manchmal. Ich fand auch die Spiele gut, wo wir ausprobiert haben, wie wir besser zuhören oder besser miteinander reden können. Die ‚Ich-Botschaften’ waren mir wichtig. Super war auch die ‚Meerschlange’ und die Fahrt mit dem kleinen Schiff. Ich möchte gerne in Gorazde weiter ins SEKA-Haus kommen – wenn auch die anderen alle kommen.“

     

    Vanja D.*: „Hier hat mir so vieles gefallen: Malen, Tanzen und Spiele machen; denn das mag ich immer gern. Mir hat das ganze Programm in Neum gefallen. Es war mir wichtig, dass wir jeden Tag Gruppenstunde hatten mit verschiedenen Themen und auch Zeit, dass wir spielen konnten, worauf wir Lust hatten. Ich habe eine Menge gelernt, was ich nicht wusste. Es hat mir nicht gefallen, wenn manche Kinder andere gestört haben und dass es so viel geregnet hat und wir dann nicht schwimmen konnten. Die letzten zwei Tage waren am allerschönsten und unsere Vorstellung am Abend. Am allerbesten haben mir unsere Gruppenleiterinnen Amina und Adisa gefallen. Am liebsten würde ich gerne wieder zu so einer edukativen Erholung fahren – nach Neum oder auch woanders hin.“

     

    Amira S.*: „Danke, dass ihr mich eingeladen habt. Es war hier wunderschön und es ist toll, dass ich zwei neue Freundinnen gefunden habe. Bei unseren Gruppenstunden gefiel mir das Malen und die vielen nützlichen Dinge, die wir gelernt haben. Ich mochte auch sehr gerne die Geschichten, die wir gespielt haben und als wir unsere Gefühle gezeichnet und dann darüber gesprochen haben. Vieles habe ich vorher nicht gewusst. Toll finde ich auch, dass ich Schwimmen gelernt habe und jetzt keine Angst mehr vor dem Meer habe. Ich möchte gerne, dass wir uns in Gorazde weiter treffen.“

     

    Kenan B.*: „Mir hat alles gefallen, nur manchmal war es mir anstrengend, den anderen zuzuhören, wenn ich selber etwas sagen wollte. Am Anfang war es mir schwer, wenn die anderen mich nicht verstanden haben. Aber dann hat sich das geändert. Jetzt habe ich zwei neue Freunde. Als ich ins Meer gefallen bin, bin ich sehr erschrocken, ich dachte ich ertrinke. Aber dann haben mir M. und Amina geholfen. Zuerst dachte ich, ehrlich gesagt, die Gruppenstunden sind Kinderkram, aber jetzt bin ich froh, dass ich dabei war. Ich habe viel gelernt, was ich nicht wusste. Ich mag Amina und Adisa. Sie waren immer geduldig und hilfsbereit. Das Wetter hat mich einige Tage genervt, aber es war auch nicht so schlimm, weil wir interessante Dinge gemacht haben. Toll war, als wir auf die Kissen gehauen haben. Ich hatte das Gefühl, meine ganze Wut kommt raus und dann war mir leichter. Über vieles habe ich früher nie nachgedacht. Als wir tanzen sollten, hat mich das genervt, weil ich das nicht kann. Die Überraschungen fand ich super, besonders die Fotoapparate und die Fahrt mit dem Schiff. Ich wäre gerne Kapitän. Ich möchte sehr gerne weiter ins SEKA-Haus in Gorazde kommen.“

     

    Maja F.*: „Am liebsten würde ich noch 10 Tage bleiben oder ein anderes Mal wieder zu so einer Erholung fahren. Ich mochte hier alles, besonders, dass wir so viel Spass miteinander hatten. Amina und Adisa sind super. Am liebsten habe ich gezeichnet und gemalt und mit den Handpuppen Theater gespielt. Es war mir sehr wichtig, was wir über die ‚Ich-Botschaften’ gelernt haben und über das Zuhören. Als wir ausprobiert haben, wie es ist, wenn die anderen nicht zuhören, da habe ich gemerkt, wie gemein und frustrierend das ist. Es war mir wichtig, was wir über die Gefühle gelernt haben. Ich habe gemerkt, wie das ist, wenn ich wütend bin – als ob ich platzen würde, wirklich schrecklich. Aber auf die Kissen schlagen wollte ich erst nicht. Das kam mir dumm vor. Aber als ich gesehen habe, dass alle anderen Kinder das machen und es toll finden, da habe ich es doch gemacht. Ich bin aber eher darauf herumgesprungen. Das war gut.

    Das Wetter war nicht so gut. Ich habe leider nicht richtig schwimmen gelernt – nur mit Schwimmflügeln. Aber die Bootsfahrt war super und als wir mit der ‚Meerschlange’ herumgealbert haben. Ich hoffe, dass ich die anderen in Gorazde wieder treffen kann – besonders meine beiden Freundinnen.“

     

                                  

    Übersetzung: Gabriele Müller

    * = Namen geändert

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

    G. Mueller

    'Zum ersten Mal wieder konnte ich mich entspannen'

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    heute nun lassen wir (im 7. Teil des Berichts) einige der Muetter selbst zu Wort kommen.Wir denken, dass das am besten deutlich macht, was den Frauen die therapeutische Erholung bedeutet hat.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller und Kolleginnen

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    Einige Rückmeldungen der Frauen:

    Emina H.*: „Diese Tage in Neum waren etwas vom Schönsten und Wichtigsten, was ich in meinem bisherigen Leben erlebt habe. Ich glaube, ich habe mich noch nie so gut erholt – physisch und psychisch. Ich danke Nurka und Arijana für ihre Achtsamkeit und Geduld und für das neue Wissen, das sie uns vermittelt haben. Diese Gruppenarbeit habe ich dringend gebraucht. Alle Übungen, die wir gemacht haben, die Gespräche, die Erfahrungen der anderen Frauen sind mir sehr wichtig und ich glaube, dass sie mir für mein zukünftiges Leben sehr helfen werden. Ich möchte mich bedanken bei unseren Leiterinnen und bei Kuca SEKA und allen, die uns ermöglicht haben, dass wir dies erleben können!“

     

    Harisa B.*: „Für mich war es das erste Mal, in so einer Gruppe zu arbeiten. Mir hat die Art und Weise sehr gut gefallen, wie Nurka und Arijana uns geleitet haben – es ging alles so natürlich und leicht vor sich. Auch die schweren Themen haben uns nicht so belastet, weil wir erkannt haben, wie wir mit den Schwierigkeiten anders umgehen können. Die Übung ‚Mauer’ war für mich besonders wichtig. Ich habe das Gefühl, dass ich mich, als es mir auf der Bühne gelang durch die ‚Mauer’ hindurchzu-kommen, von einem Teil meiner großen Ängste befreit habe.

    Wichtig war mir auch alles, was wir über die Bedürfnisse von Kindern und Erziehung erfahren haben. Ich habe erkannt, welche Fehler ich bei meinem Sohn gemacht habe. Ich möchte unseren vier Therapeutinnen von Herzen danken und allen, die mir und meinem Kind diese psychische und physische Erholung ermöglicht haben.“

     

    Nermina N.*: „Ich möchte mich bei Nurka und Arijana bedanken für das Verständnis und die Geduld und für die Lebenshilfe, die sie uns gegeben haben. Amina und Adisa danke ich für ihre Geduld mit unseren Kindern und dass sie ihnen eine so schöne Zeit ermöglicht haben. Aus tiefstem Herzen danke ich Gabi und Kuca SEKA. Für mich und meinen Sohn war das eine wunderbare Erfahrung. Mit jedem Tag der Gruppenarbeit fühlte ich, als ob die Last, die mir ständig auf die Brust drückte und mir das Atmen schwer machte, weniger wurde. Durch die Erklärungen von Nurka und Arijana habe ich angefangen, mich selbst und mein Verhalten besser zu verstehen. Dadurch sind meine Schuldgefühle auch meinem Sohn gegenüber weniger geworden. Die Erfahrungen der anderen Frauen haben mir geholfen und mir Ideen gegeben, was ich in meinem Leben verändern möchte und auch könnte. Ich habe begriffen, dass ich für mich und mein Kind kämpfen kann und muss. Und ich habe in dieser Gruppe wirkliche Freundinnen gefunden. Ich kann es kaum erwarten, dass wir uns in Gorazde im SEKA-Haus weiter treffen. Danke Euch allen!“

     

    Alisa K.*: „Diese gemeinsamen Tage am Meer haben mir sehr gefallen. Schade, dass es so viel geregnet hat. Aber alles andere war großartig!... Am besten haben mir unsere Gruppenstunden gefallen. Obwohl ich so etwas noch nie erlebt hatte und zuerst ein wenig Angst hatte, habe ich schnell gemerkt, dass ich gar nichts muss und dass mir das alles sehr nützlich ist. Geholfen hat mir die einfühlsame Art, aber auch der Humor von Nurka und Arijana, die die Gruppe geleitet haben… und die Offenheit, mit der die andern Frauen über ihre Probleme und Erfahrungen, ihre Ängste und Wünsche sprachen. Das hat mich ermutigt, mich jeden Tag etwas mehr zu öffnen. Besonders wichtig war für mich das ‚Soziale Atom’. Es ist mir klar geworden, dass ich mich mein Leben lang um die falschen Menschen bemüht habe – um die, die sich um mich überhaupt nicht bemühen. Und die, die mich soviel unterstützt haben, habe ich links liegen lassen. Das werde ich in Zukunft ändern. Sehr wichtig waren mir auch die Stunden, in denen wir über die Kinder gesprochen haben, z.B. über ihre Bedürfnisse. Es ist mir klar geworden, dass ich meinen Sohn überfordere. Er ist erst 12 Jahre alt, aber er ist meine wichtigste Unterstützung. Er arbeitet wie ein Großer. Als wir über unsere eigene Kindheit gesprochen haben, habe ich mich erinnert, dass auch ich keine Kindheit hatte und von klein auf schwer arbeiten musste. Ich möchte die Beziehung zu meinem Sohn gerne verbessern, ihn mehr als Kind sehen. Aber ich weiß, dass ich da noch Eure Unterstützung brauche. Ich wünsche, dass wir in Gorazde weiter zur Gruppe kommen können. Und ich danke Euch so sehr, dass Ihr mir und meinem Sohn diese Möglichkeit geboten habt. Danke auch an die Menschen in Deutschland, die mit Geld geholfen haben.“

     

    Elvira S.*: „Kuca SEKA bedeutet mir sehr viel. Und ich danke dem Team dafür, dass sie mir und meiner Tochter diese Erholung ermöglicht haben. Ich fühle mich so gut wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Trotz des Wetters werden diese Tage für mich unvergesslich bleiben. Ich fuhr mit einiger Angst nach Neum, da ich wusste , dass wir in der Gruppe zu verschiedenen Themen arbeiten würden. Ich befürchtete, dass das auch an meine schrecklichen Kriegserlebnisse rühren und ich damit vielleicht nicht fertig werden könnte. Aber die Art und Weise, wie Nurka und Arijana uns anleiteten, nahm mir bereits einen großen Teil meiner Angst. Nachdem ich mich ihnen anvertraut hatte, bekam ich ihre Unterstützung, dass ich jederzeit auch eine Übung abbrechen konnte. Einmal tat ich das, bei der Imaginationsübung ‚Mauer’. Ich dachte dann, ich könnte mein Bild nicht in einer Szene bearbeiten. Als ich aber miterlebte, wie hilfreich die Szenen der anderen Frauen für sie waren, entschied ich mich doch auch. Und ich bin sehr froh darüber. Mit Nurkas Hilfe fand ich einen Weg durch ‚meine Mauer’ und es kam mir vor, als ob eine riesige Last von mir abfiel. Ich danke Euch allen für Eure Unterstützung. Sehr wichtig war für mich auch die Imagination ‚Sicherer Ort’. Diese Übung gelang mir vollkommen und ich konnte mich zum ersten Mal seit vielen Jahren entspannen. Dieses Gefühl hatte ich schon vergessen. Ich werde diese Übung regelmäßig machen. Ich danke allen, die uns diese wunderbare Erholung ermöglicht haben Vielen Dank!“

     

    * Namen geändert

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

    G. Mueller

    6. Teil des Berichts: Evaluation der 'Glueckstage

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    hier nun der 6. Teil des Berichts ueber den therapeutischen Erholungsaufenthalt am Meer: Unsere Evaluation.

    Trotz des Wetters denken wir, dass auch diese 12 Tage echte 'Glueckstage' waren.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller und Kolleginnen

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    Evaluation des Erholungsaufenthalts

    Wir denken, dass wir auch in diesem Jahr – trotz des außergewöhnlich schlechten Wetters – die Ziele des therapeutisch-pädagogischen Erholungsaufenthalts in hohem Maße verwirklicht haben.

    Trotz des regnerischen Wetters hat sich die Gruppe physisch und psychisch gut erholt. Dies zeigen die Rückmeldungen aller Frauen und Kinder. Durch die regnerischen Tage ergab es sich, dass wir an drei Nachmittagen zusätzlich in der Gruppe arbeiteten. Dies erwies sich als ein großer Gewinn, da die zusätzliche Zeit den Frauen ermöglichte, wichtige persönliche Themen zu vertiefen.

    Wir waren uns von Anfang an bewusst über die Schwere der Traumata der Teilnehmerinnen und über die Auswirkungen, die dies auf ihre Kinder haben musste.

    Die Gruppenarbeit mit den Frauen half diesen, sich ihrer selbst, ihrer Gefühle, Bedürfnisse und spezifischen Reaktionsweisen bewusst zu werden und diese besser zu verstehen. Die Frauen lernten konkrete Techniken und Übungen zur Selbstunterstützung. Sie konnten sich von schmerzhaften Erfahrungen entlasten, aktuelle Probleme bearbeiten und neue Strategien entwickeln. Sie spürten in der Gruppe, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind und fanden in den anderen Teilnehmerinnen neue Freundinnen. Durch die Arbeit am Thema Emotionen war es den Frauen möglich, sich ihrer Gefühle stärker bewusst zu werden und neue Möglichkeiten im Umgang mit ihren Gefühlen kennenzulernen. Die Arbeit am ‚Sozialen Atom’ – ihrem aktuellen Beziehungsnetzwerk erlebten die meisten Frauen ebenfalls als außerordentlich hilfreich. Den stärksten Eindruck hinterließen allerdings bei allen Frauen die psychodramatischen Szenen zur Übung ‚Mauer’. Durch diese Szenen war es den Frauen möglich, grundsätzliche Lebensmuster zu erkennen und teilweise zu verändern. Für einige der am schwersten traumatisierten Frauen hatten die Szenen gar eine kathartische / befreiende Wirkung. Durch die Übung ‚Kampf um die Socken’ entdeckten manche Frauen zum ersten Mal ihre Stärke.

    Ein besonders wichtiges Thema in der Arbeit mit den Frauen war immer wieder die Beziehung zu den Kindern. Wir vermittelten ihnen theoretische Grundlagen, gaben ihnen die Möglichkeit, sich an eigene Erfahrungen als Kind zu erinnern, und boten ihnen Raum, konkrete Probleme mit den Kindern zu bearbeiten. Die Frauen wurden sich ihrer Fehler im Umgang mit den Kindern bewusst und erkannten auch die Auswirkungen der eigenen Traumatisierung auf die Kinder. Die gemeinsam verbrachte Zeit ermöglichte teilweise neue entspannte Erfahrungen mit den Kindern.

    Als eines der wichtigsten Ergebnisse sehen wir, dass alle Frauen sehr motiviert sind, die Gruppenarbeit in Gorazde fortzusetzen.

    Auch bei den Kindern konnten wir im Verlauf der 12 Tage deutliche Veränderungen wahrnehmen.Die Kinder verloren von Tag zu Tag mehr ihre Schüchternheit und Unsicherheit; ihr Selbstwertgefühl wuchs deutlich. Es fiel ihnen immer leichter, offen über sich zu reden und sich zu zeigen. Das Klima in der Gruppe veränderte sich – insbesondere nach den Themen ‚Kommunikation’ und der Arbeit zu den Gefühlen. Die Kinder gingen achtsamer und solidarischer miteinander um, konnten ihre Unterschiedlichkeiten mehr akzeptieren. Das Interesse und die Motivation zur Gruppenarbeit wuchs und ihre Konzentrationsfähigkeit nahm zu, in dem Maße wie die Kinder fühlten, dass die Gruppenarbeit ihnen half. Dies zeigte sich besonders bei der Arbeit an den Gefühlen und hier vor allem bei der Übung zur ‚Wut’. Offensichtlich war es das erste Mal, dass die Kinder über ihre Wut so offen reden und sie auf gefahrlose Weise ausagieren durften.

    Die Gruppe wuchs täglich mehr zusammen – besonders die drei Mädchen und die drei ältesten Jungs entwickelten untereinander enge Freundschaften. Die Kommunikation unter den Kindern veränderte sich sehr. Die Kinder kommunizierten offener, direkter aber auch entspannter, fühlten sich nicht mehr gleich angegriffen. Insgesamt waren die Älteren nun geduldiger mit den beiden Jüngsten.

    Alle Kinder betonten, dass sie gerne auch in Zukunft weiter zur Gruppenarbeit ins SEKA-Haus kommen möchten. Und der deutlichste Beweis, wie sehr sich die Kinder untereinander verbunden hatten, waren die Tränen beim Abschied in Gorazde.

    Inzwischen hat sich die gesamte Gruppe bereits einmal zur ‚Ausstellung’ der besten Photos der Kinder im SEKA-Haus getroffen. Die Freude bei Frauen und Kindern war riesig. Beim Betrachten der Fotos gab es viel Gelächter und Ausrufe wie „Und weißt du noch, als….“

    Letzte Woche hat sich im SEKA-Haus die Frauengruppe bereits zum ersten Mal wieder getroffen.

    Und in der nächsten Woche werden wir dann wieder mit den regelmäßigen Gruppenterminen beginnen – mit Frauen und Kindern in parallelen Gruppen.

    Nurka Babovic, Arijana Catovic, Amina Vrana und Adisa Adzem

    Uebersetzung: Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

    G. Mueller

    5. Teil des Berichts: Arbeit mit der Kindergruppe

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    hier kommt nun die ausfuehrliche Beschreibung der therapeutisch-paedagogischen Arbeit mit der Kindergruppe waehrend der 'Glueckstage'.

    Viel Freude beim Lesen

    wuenschen Gabriele Mueller und Kolleginnen

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    Themen und Verlauf der Gruppenarbeit mit den Kindern

    Die Gruppenarbeit begann jeden Tag mit einer kurzen Zeit des „Ankommens“ der Kinder im gemeinsamen Gruppenraum. In dieser Zeit konnten sie sich allmählich auf die gemeinsame Arbeit einstellen. In einer „Blitzlichtrunde“ hatte jedes Kind dann die Gelegenheit zu sagen, wie es sich am Morgen dieses Tages fühlte, was ihm am Vortag besonders gefallen oder missfallen hatte oder was es sonst den anderen mitteilen wollte.

    Auf das Blitzlicht folgte jeden Tag ein Bewegungs- / Phantasiespiel– um in Schwung zu kommen, eine lockere Atmosphäre in der Gruppe zu schaffen, und um die Konzentration der Kinder zu wecken. Daran schlossen sich dann in der Regel zwei themenbezogene Einheiten an, unterbrochen von der halbstündigen Frühstückspause. Eine erneute Bewegungs- bzw. Entspannungsübung schloss die themenbezogenen Einheiten ab. Bei Bedarf schoben wir bei dieser Gruppe auch während der themenbezogenen Einheiten eine kurze ‚Energetisierungsübung’ ein, um die Konzentration der Kinder wieder zu verbessern. Die letzten 30 – 60 Minuten hatten die Kinder Gelegenheit zum selbstgewählten Spiel, an dem die Therapeutinnen natürlich ebenfalls teilnahmen. Jeder „Arbeitstag“ wurde mit einem abschließenden Blitzlicht beendet.

    An drei Nachmittagen setzten wir die Gruppenarbeit wegen des Regenwetters auch nach der Mittagspause fort. An diesen Nachmittagen arbeiteten wir weniger themenzentriert sondern boten den Kindern Gelegenheit zu gemeinsamen Gesellschaftsspielen oder Bastelaktivitäten (z.B. Kunstwerke mit selbstgefärbtem Salz zu produzieren oder die am Strand gesammelten Steine als Souvenirs zu bemalen). Die Nachmittage nutzten wir auch, um mit den Kindern das Programm für die Vorstellung des letzten Abends zusammenzustellen und zu proben.

    An den ersten beiden Tagen der Gruppenarbeit boten wir den Kindern hauptsächlich die Möglichkeit sich untereinander besser kennenzulernen und einen ‚sicheren Rahmen’ für die Gruppenarbeit zu schaffen. Dazu leiteten wir am ersten Tag (16.06.09) die Übung „Mein Name und mein Logo“, sowie das Rollenspiel „Morgen im Dschungel“ an. Insbesondere das Dschungelspiel, das den Kindern die Möglichkeit gab, jeweils in die Rolle eines Tieres zu schlüpfen, ermöglichte auch uns, die Kinder kennenzulernen. Im Dschungelspiel fiel uns auf, dass gerade drei der sonst sehr angepassten Kinder sehr aggressive Rollen spielten. – Ein erster Hinweis auf angestaute Aggressionen.

    Auf der Grundlage der Erfahrung der beiden Übungen erarbeiteten wir dann mit den Kindern gemeinsam die Regeln unseres Umgangs miteinander. Aufgrund von Konzentrationsproblemen schoben wir ein „Rap-Tanzstück“ ein. Dann ging es wieder weiter. Obwohl einige der Kinder das Erarbeiten der gemeinsamen Regeln mühsam fanden, waren sie doch dann alle stolz auf die Punkte, die wir zusammengetragen und beschlossen hatten. Dies zeigte sich besonders daran, wenn sie in den nächsten Tagen die Einhaltung mancher Regeln selbst einforderten.

     

    Am zweiten Tag ging es in den themenzentrierten Blöcken zunächst noch weiter ums Kennenlernen (‚sich selbst und die anderen’) und um die Förderung des Selbstwertgefühls der Kinder. Wir boten den Kindern mit der Übung „Das bin ich“ die Möglichkeit, sich über ihre positiven Eigenschaften und Fähigkeiten, wie auch über ihre Vorlieben bewusst zu werden, diese ins Schema eines Gesichts einzuzeichnen oder zu schreiben und den anderen vorzustellen.

    Als Übung zur Selbstberuhigung und Selbstunterstützung leiteten wir dann die Imaginations-Übung ‚Mein innerer sichere Ort’ an. Diese Übung gelang allen Kindern – auch die eher unruhigen konnten sich darauf einlassen. Nach der Imagination zeichneten und malten die Kinder ‚ihren sicheren Ort’.. Sie konnten sich vorstellen, auch zu Hause, wenn sie sich nicht gut oder unruhig fühlten, ‚ihren sicheren Ort zu gehen’.

     

    Das Hauptthema des dritten Tages war ‚Kommunikation’. Wir zogen dieses Thema vor, auch um die Kommunikation unter den Kindern zu verbessern. Mit unterschiedlichsten Geschichten, Übungen und Spielen erarbeiteten wir die Aspekte: ‚Nonverbale und verbale Kommunikation’, Elemente von Kommunikation, „Schlechtes Zuhören“ und „aufmerksames Zuhören“. Besonders die Übung zum ‚Schlechten Zuhören’ beeindruckte die Kinder und ließ sie ihre eigenen Fehler erkennen.

    Am Ende dieses ‚Arbeitstages’ gab es dann die erste Überraschung: die Fotoapparate. In einer kurzen Einführung erklärten wir den Kindern deren Handhabung. Nachmittags am Strand hielten wir einen kleinen Foto-Workshop ab über Motivsuche, Entfernungen, Gegenlicht u.ä. Die Kinder hatten nun drei Tage Zeit, ihre schönsten, eindrucksvollsten, liebsten oder witzigsten Motive zu fotografieren.

    Aus den jeweils besten Bildern sollte es nach der Rückkehr in Gorazde eine Ausstellung geben. Von dieser Überraschung waren die Kinder (und auch die Mütter) begeistert. Keines der Kinder hatte bisher einen eigenen Fotoapparat besessen. Die meisten Filme waren schon nach zwei Tagen ‚verknipst’.

     

    Am vierten Tag fuhren wir in den themenzentrierten Einheiten mit dem Thema ‚Kommunikation’ fort. Die Kinder spielten mit den Handpuppen verschiedene Szenen aus ihrer eigenen Erfahrung, in denen sie zuerst ‚schlecht zuhörten’ und dann ‚aufmerksam zuhörten’. Dann wechselten sie die Rollen. Schließlich werteten wir die Szenen gemeinsam aus: Worauf kam es beim Zuhören an? Was war aufmerksames Zuhören? Was wirkte störend? Wie wirkte unser non-verbales Verhalten?

    Was bedeutet gegenseitige Wertschätzung? Im Gespräch mit den Kindern gaben wir wieder einige kurze Grundinformationen zum Thema und erläuterten sie mit Beispielen der letzten drei Tage.

    Nach dem Entspannungs- und Bewegungsspiel ‚gemeinsamer Zug’ arbeiteten wir am Thema weiter:

    In kleinen Szenen demonstrierten wir negative / konfliktfördernde Beispiele der verbalen Kommunikation: ‚Du-Botschaften und Verallgemeinerungen’, um die Szenen dann mit den Kindern zu diskutieren. Dann demonstrierten wir wie ‚Ich-Botschaften’ in Verbindung mit der Äußerung unseres Gefühls und in Bezug auf konkrete Situationen wirkten. Die Kinder spürten deutlich den Unterschied.

    Sie hatten nun noch einmal selbst die Gelegenheit, anhand von Konfliktsituationen aus ihrem Alltag Lösungen durch ‚positive Kommunikation’ zu erarbeiten.

    Am Ende dieses Arbeitstages fühlten sich die Kinder zufrieden und stolz, „weil wir so etwas Wichtiges gelernt haben“. Sie wollten am Nachmittag weiter die ‚positive Kommunikation’ üben.

     

    Am fünften Tag begannen wir mit der Arbeit am Thema ‚Gefühle’. Zuerst gaben wir eine Einführung in das Thema und leiteten dann die Übung ‚Form und Farbe meines Ärgers/meiner Wut’ an. Die Kinder waren diesmal mit großer Konzentration bei der Sache. Jedes stellte dann seine Zeichnung vor, erklärte, wo es seine Wut im Körper spürt und wie es damit umgeht. Im Anschluss gaben wir noch einige Erklärungen zum Sinn unsere Wut und diskutierten dann mit den Kindern mögliche Strategien, wie wir mit Ärger oder Wut umgehen können. Dabei kamen wir auch zum Thema, wie die Erwachsenen im Umfeld der Kinder mit ihrer Wut umgingen. Dabei wurde deutlich, wie oft die Kinder sich ungerecht behandelt und auch erniedrigt fühlten durch das unkontrollierte Verhalten der Erwachsenen.

    Als eine Möglichkeit des gefahrlosen Ausagierens von Ärger / Wut (wenn wir keine Möglichkeit haben, gegen Ungerechtigkeit z.B. etwas zu unternehmen, weil wir in der schwächeren Position sind) boten wir den Kindern die Übung ‚Abkühlen’ an: Jedes Kind durfte so lange es wollte, auf die großen Schaumgummipolster einschlagen oder –treten und dabei laut schimpfen und seinem Ärger Luft machen. Ausnahmsweise waren hier auch Schimpfworte erlaubt.

    Die Kinder waren fast alle begeistert von dieser Übung und nutzten sie intensiv. Ein Junge meinte am Ende erschöpft aber zufrieden: „Das ist die tollste Übung bisher. Die sollten wir jeden Tag machen. Ich fühle mich jetzt großartig.“ Schließlich konnte sich auch das Mädchen D. überwinden, diese Übung zu machen und war danach sehr mit sich zufrieden (s.o.).

     

    Am sechsten Tag setzten wir die Arbeit zum Thema ‚Gefühle’ fort. Nun zeichneten die Kinder ‚Form und Farbe ihrer Angst’. Dann stellten die Kinder ihre Zeichnungen vor und sprachen über ihre Angst bzw. Ängste. Es wurde deutlich, dass für fast alle Kinder Angst ein dominierendes Gefühl war. Viele Kinder erinnerten sich an gefährliche Situationen, in denen sie große Angst hatten (Gewalt von Seiten des Vaters gegenüber der Mutter; Aggressionsausbrüche des Vaters; Drohungen des Vaters, sich umzubringen; schwere Krankheit der Mutter; Unfall der Mutter; Angriff eines Hundes;) Gleichzeitig benannten die Kinder auch Ängste, die sie nicht mit irgendeiner Situation verbinden konnten: Angst vor Dunkelheit, Angst vor Schlangen, Angst dass etwas Schreckliches geschieht….

    Für zwei der Jungen war es unangenehm, über Ängste zu reden, dies betonten sie sogar in der Evaluation am Ende der Gruppenarbeit. Offensichtlich fiel es ihnen schwer, als Jungen zuzugeben, dass sie Angst hatten.

    Im Gruppengespräch mit den Kindern erklärten wir den Sinn und den Nutzen von Angst. Dann sprachen wir über unterschiedliche Möglichkeiten, mit Angst umzugehen, bzw. sie zu überwinden.

    Anschließend ließen wir die Kinder, sich austoben mit verschiedenen Bewegungsspielen.

    An diesem Tag setzten wir die Gruppenarbeit wegen des Regens auch am Nachmittag fort.

     

     

    Am siebten Tag arbeiteten wir zuerst zum Thema: ‚Stärken / Ressourcen und wichtige Beziehungen’ mit der Übung „Mein Herz“. Konzentriert zeichneten die Kinder in „ihr Herz“, all das, was ihnen Kraft gab, ihnen in schweren Momenten half, die Personen, die ihnen wichtig waren und die Dinge, die ihnen Freude machten.

    Im anschließenden Gruppengespräch zum Thema „Trauer“ erzählten die Kinder (und auch die Therapeutinnen, die sich in diese Übung einschlossen, um die Kinder zu ermutigen) ausführlich über erfahrene Verluste (von Haustieren oder nahen Menschen).

    Anschließend malten die Kinder „ihre Trauer“ und die Personen oder Tiere, um die sie trauerten, und wir sprachen darüber, was uns hilft, wenn wir traurig sind.

    Dann gingen wir über zum Gefühl „Freude / Glück“. Wieder malten die Kinder, wie sie dies erlebten und wir sprachen darüber, welche Situationen uns besonders freuen oder glücklich machen und wie wir diese Freude ausdrücken oder mit anderen teilen.

    Nach diesem Thema war die Atmosphäre in der Gruppe entspannt und fröhlich.

    Es war außerdem deutlich zu bemerken, dass sich die Konzentrationsfähigkeit, die Aufmerksamkeit und die Kommunikation unter den Kindern verbessert hatten. Wir vermuteten, dass dazu die Arbeit am Thema ‚Kommunikation’ und zu den Gefühlen beigetragen hatte.

    Da es noch immer in Strömen regnete, setzten wir die Gruppenarbeit auch an diesem Nachmittag fort (Gesellschaftsspiele, Basteln, Malen).

     

    Am achten Tag arbeiteten wir anhand einer wundersamen Geschichte „Liebesgeschichte vom Ufer des Nils“ zum Thema Vorurteile und vorschnelles Urteilen bzw. Verurteilen.

    Die Kinder hörten sich zuerst die Geschichte an, die wir vorlasen. Dann bekamen sie die Aufgabe, das verhalten der einzelnen Personen in der Geschichte zu bewerten. Danach gaben wir ihnen noch einige zusätzliche Informationen, die wir ihnen bis dahin vorenthalten hatten und die die Bedeutung der Geschichte völlig veränderten. Die Kinder erkannten, wie oberflächlich sie geurteilt hatten. Anschließend spielten wir die Geschichte mit Handpuppen und diskutierten dann darüber, welche Lehren wir aus der Geschichte ziehen können. Die Kinder gaben selbst Beispiele aus ihrer Erfahrung, wie ungerecht schnelle Urteile sind – die nur aufgrund von indirekten Informationen oder Gerüchten gefällt werden.

    Wegen des schlechten Wetters arbeiteten wir auch an diesem Nachmittag weiter in der Gruppe (Vorbereitung der Vorstellung für den letzten Abend).

     

    Am neunten Tag setzten wir die thematische Gruppenarbeit zum Thema „Stereotypen und Toleranz fort mit dem Märchen ‚Die Geschichte von Rotkäppchen aus der Perspektive des Wolfes’. Die Kinder, die natürlich die übliche Version des Märchens kannten, waren nach der Geschichte verblüfft und nachdenklich.

    Sie wurden sich bewusst, dass viele Konflikte aufgrund von vorgefassten Meinungen und mangelnder Bereitschaft, die andere Seite zu sehen oder zu verstehen, entstehen oder nicht gelöst werden können. Wir diskutierten, welche Erfahrungen wir mit Konflikten gemacht hatten.

    Dann gaben wir eine kurze Einführung ins Thema: ‚Kreative Lösung von Konflikten’. Anschließend hatten die Kinder Gelegenheit, mit den Handpuppen selbst erlebte Konflikte nachzuspielen und neue Lösungen zu finden. Dabei setzten wir die Technik ‚Rollentausch’ ein, die ermöglichte ‚die andere Seite besser zu verstehen’ und zu erstaunlichen Lösungen führte.

    Die Kinder betonten nach diesem ‚Arbeitstag’, dass das Thema sehr interessant war und sie viel gelernt hätten.

    Glücklicherweise war die Sonne zurückgekehrt und gleich nach der Gruppe drängten alle zum Strand.

    Obendrein gab es die Bootsfahrt als weitere Überraschung, die die Kinder völlig begeisterte.

     

    Für den zehnten und letzten Tag der Gruppenarbeit hatten wir das Thema ‚Traditionelle Geschlechtsrollen / Geschlechterdemokratie’ vorbereitet, da wir uns bewusst waren, in welch stark konservativem Umfeld die Kinder aufwuchsen – und wie sehr der traditionelle weiblich / männliche Verhaltenskodex sie in ihrer gesunden Entwicklung behinderte. Anhand des Spiels ‚Planet Orion’, auf dem sich die Kinder ‚in das andere Geschlecht verwandelten’, konnten in diesem Gruppenspiel die Jungen die Erfahrung machen, ein Mädchen zu sein, und umgekehrt. Nach einer halben Stunde Spiel, das die Kinder sehr kreativ und auch witzig gestalteten, werteten wir die Erfahrungen gemeinsam aus. Das Spiel hatte den Kindern sowohl die Privilegien als auch die Einschränkungen der jeweiligen Rolle deutlich gemacht. Insgesamt hatten aber alle gemerkt, dass die Jungen mehr Möglichkeiten und Rechte hatten als die Mädchen. Andererseits hatten die Mädchen bemerkt, dass sie das Verhalten der Jungen oft ‚blöd finden’ und deswegen doch lieber Mädchen sein wollten.

    Am Ende konstatierte der 14jährige E.: „Am liebsten ist es mir bei Jungen wie bei Mädchen, wenn sie sich natürlich verhalten und gute Freunde sind!“ Dem konnten wir dann nur zustimmen.

    Nun rückte das Ende der gemeinsamen Gruppenarbeit näher und wir luden die Kinder ein, zum Abschluss eine gemeinsame Geschichte zu erfinden, in der unsere Erfahrungen während des Erholungsaufenthaltes und die Themen, die wir während unserer Gruppenarbeit bearbeitet hatten, vorkommen sollten. Wir begannen mit dem ersten Tag und dann durfte reihum jedes Kind einen Satz der Geschichte formulieren. Es wurde eine lange, schöne und witzige Geschichte über unsere Gruppe…

    Dann schrieben die Kinder jedem anderen Kind der Gruppe eine ‚Erinnerungskarte’, in der stand, was sie an ihm oder ihr mochten oder was sie ihm oder ihr wünschten.

    Außerdem hatten sie Gelegenheit, in einem kleinen Evaluationsfragebogen aufzuschreiben, was ihnen gefallen oder nicht gefallen hatte und ob sie gerne zur Fortsetzung der Gruppe ins SEKA-Haus in Gorazde kommen wollten.

     

    Amina Vrana, Adisa Adzem, Arijana Catovic und Nurka Babovic

    Uebersetzung: Gabriele Mueller

     

     

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    G. Mueller

    4. Teil des Berichts: Die Kinder der Gruppe...

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    hier kommt nun die 4. Folge unseres 'Fortsetzungsberichts ueber den therapeutischen Erholungsaufenthalt am Meer': heute schreiben wir ueber die Besonderheiten der Kindergruppe und ueber die Auswirkungen des Traumas der Eltern auf die Kinder.

    Wir freuen uns ueber Ihr Interesse und auch ueber Rueckmeldungen oder Fragen.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller und Kolleginnen

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    Gruppenarbeit mit den Kindern

    Besonderheiten dieser Kindergruppe

    Die zehn Kinder der Gruppe waren im Alter zwischen 8 und 14 Jahren, drei Mädchen und sieben Jungen. Dass die Mädchen in der Minderheit waren, stellte in dieser Gruppe nie irgend ein Problem dar. Überhaupt gab es in dieser Gruppe unter den Kindern wenig Streit, außer zwischen den beiden jüngsten, die sich ständig in den Haaren lagen, aber gleichzeitig auch unzertrennlich waren.

    In den ersten Tagen der Gruppenarbeit stellten wir fest, dass fast alle Kinder dieser Gruppe mehr oder weniger große Konzentrationsschwierigkeiten hatten. Besonders schwer fiel es ihnen, den anderen zuzuhören. Außerdem bemerkten wir bei fast allen große Unsicherheit und Scheu, etwas von sich zu zeigen. Vor allem drei der Jungs überspielten diese Unsicherheit mit ‚Blödeleien’ und störten damit die anderen Kinder.

    Es war daher mit dieser Gruppe besonders wichtig, die Regeln gemeinsam zu erarbeiten, wie wir mit einander umgehen und uns verhalten wollten, damit sich alle gut und niemand unwohl fühlte. Zu Anfang mussten wir die Kinder immer wieder an diese Regeln erinnern. Gleichzeitig beschlossen wir, die inhaltlichen Einheiten mit dieser Gruppe in den ersten Tagen kürzer zu halten und immer wieder kurze Bewegungseinheiten dazwischenzuschieben.

    Neben der anfänglichen Zurückhaltung und Passivität der Kinder, die offensichtlich mit einer grundlegenden Selbstunsicherheit zusammenhing, beobachteten wir bei fast allen Kindern ein unterschwelliges massives Aggressionspotential, das manchmal aufloderte, dann aber sofort wieder zurückgenommen wurde. Wir entschieden daher, den Schwerpunkt in der Arbeit mit dieser Gruppe besonders auf die Förderung ihres Selbstwertgefühls und auf die Themen ‚Gefühle’ und ‚Kommunikation’ zu legen.

    Zwei der Jungs waren es offensichtlich gewohnt, ständig im Mittelpunkt zu stehen. Es fiel ihnen schwer, die Aufmerksamkeit mit anderen zu teilen oder gar mal in den Hintergrund zu treten. Sobald sie nicht mehr im Zentrum standen, begannen sie, die anderen zu stören, herumzublödeln, bis sie ermahnt werden mussten und damit die Aufmerksamkeit wieder ihnen galt. Immer wieder sprachen wir über unsere Regeln, dass alle Kinder in der Gruppe gleichberechtigt sind und dass wir wertschätzend miteinander umgehen wollten. Als sich das Verhalten der beiden nicht besserte, ließen wir sie durch eine Übung zum Thema ‚Kommunikation’ erleben, wie es ist, wenn andere ihnen nicht zuhören, sie nicht ernst nehmen, ihnen ins Wort fallen, sie auslachen und ähnliches. Durch diese Übung erlebten sie am eigenen Leib, wie ihr Verhalten auf die anderen wirkte. Das beeindruckte sie sehr und bewirkte, dass sie sich mehr Mühe gaben und vor allem, auch auf kleine Zeichen von uns reagierten.

    Der jüngste Junge der Gruppe hatte sowohl massive Konzentrationsschwierigkeiten als auch keinerlei Bewusstsein für Grenzen. Überhaupt war es schwierig, Kontakt zu ihm herzustellen, seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Am Strand wurde uns dann deutlich, dass dies offensichtlich mit der Beziehung zu seiner Mutter zusammenhing. Diese kümmerte sich zwar um seine materielle Versorgung, aber sie hatte keine wirkliche Beziehung zu ihrem Kind. Sie war offensichtlich so mit ihren eigenen Problemen und ihrem eigenen Kampf um ihr psychisches Überleben beschäftigt, dass sie keinerlei Kapazität für das Kind hatte. Es schien uns, dass es ihr manchmal gar nicht auffiel, ob er da war oder nicht. Sein Verhalten war daher nur die ‚normale Reaktion’ auf diese Situation. Hier zeigte sich wieder, wie wichtig der Ansatz der Erholungsaufenthalte ist, parallel mit Müttern und Kindern zu arbeiten, um für die Kinder eine dauerhafte Verbesserung zu erreichen.

    Wir suchten daher immer wieder das Gespräch mit der Mutter und unterstützten sie darin, mehr Zeit bewusst mit ihrem Kind zu verbringen. Natürlich war außerdem von großer Bedeutung, dass sie sich in der Frauengruppe ein Stück weit von ihren eigenen Problemen entlasten konnte.

    Zwei der Mädchen waren sehr angepasst, schüchtern und zurückhaltend, mit offensichtlichen Ängsten etwas falsch zu machen. Wir erfuhren, dass beide in einem Umfeld lebten, das sehr traditionell und stark reglementierend war. Beide Mädchen hatten außerdem Gewalt durch ihre Väter erlebt, die schwer kriegstraumatisiert sind, und mit angesehen, wie ihre Mütter misshandelt worden waren. C. war zusätzlich als Kleinkind von einem Hund angegriffen und ins Gesicht gebissen worden. D. lebte nun mit der Mutter bei den sehr traditionellen und strengen Großeltern, nachdem sich die Mutter vom Vater getrennt hatte. Der Vater von C. hatte begonnen, den Veteranenklub zu besuchen und nahm nun regelmäßig an der soziotherapeutischen Gruppe teil. Seitdem hatte sich die Situation in der Familie deutlich verbessert. Bei den Übungen zu dem Gefühl ‚Wut’ wurde allerdings sehr deutlich, dass sich in den Mädchen eine massive Aggression aufgestaut hatte, die sie kaum mehr kontrollieren konnten. D. erklärte zu ihrem ‚Wutbild’: „In mir ist so eine Riesenwut, dass ich manchmal meine, ich könnte jeden Augenblick platzen. Ich krieg dann keine Luft mehr und furchtbare Kopfschmerzen…“

    Auf die Frage, was sie damit dann tut, meinte sie: „Ich versuche, sie herunterzuschlucken, zu vergessen…Aber das ist schwer.“ Dennoch wollte sie bei der Übung „Sich abkühlen“ zunächst nicht mitmachen, da sie Hemmungen hatte, ihre Wut (als Mädchen!) vor den anderen so deutlich zu zeigen. Nachdem wir ausgiebig über dieses Thema gesprochen hatten und sie gesehen hatte, dass alle anderen ihre Wut auf diese Weise ausdrückten und sich danach „super fühlten“, versuchte sie es doch auch. Schließlich sprang sie sogar auf den Polstern herum, an denen die Kinder gefahrlos ihre Wut ausagieren konnten. Danach fühlte auch sie sich ‚großartig’. Der Druck war wenigstens für diesen Moment weg.

    Einer der Jungs, A., war für seine 12 Jahre sehr weit entwickelt. Er wirkte einerseits sehr angespannt und gehemmt, ängstlich bemüht, ‚es recht zu machen’, dann wieder schroff und abweisend. Für sein Alter war er sehr ernst. Zu Anfang hatte er Probleme, in seinem Anderssein von der Gruppe akzeptiert zu werden. Doch dann – insbesondere durch die Übung zu Ressourcen (‚Personen oder Dinge, die mich unterstützen bzw. mir Freude machen’) – verstanden die anderen Kinder, was für ein schweres Leben A. hatte: Er wuchs ohne Vater auf, mit der Mutter, die in ihm trotz seiner erst 12 Jahre den ‚Mann im Haus’ sah. Sie erwartete von ihm, dass er für sie da war, dass er Geld verdiente um zu dem geringen Familienbudget beizutragen. A. hatte keine Kindheit, sondern musste schon funktionieren wie ein Erwachsener. Bei der Übung zu den Ressourcen zeichnete er neben seiner Mutter und Großmutter Dinge wie Hammer, Beil, Säge und ähnliches, da ihm diese Dinge im Alltag halfen, Holz zu machen und bei den Bauern in der Nachbarschaft ein wenig Geld zu verdienen.

    Nach dieser Übung bemerkten wir, wie sich das Verhältnis der anderen Kinder zu A. wandelte. Sie lachten nicht mehr darüber, wenn er Schwierigkeiten hatte, sich auszudrücken, sondern halfen ihm, unterstützten ihn. Sie hatten vor ihm Respekt und zeigten gleichzeitig ihre Solidarität. Im 14jährigen E. und dem 12jährige M. gewann er zwei enge Freunde. Dies zeigte sich auch bei dem Vorfall am Meer, in dem M. seinem Freund A. sofort zur Hilfe eilte (s.o.).

    Auch mit A.’s Mutter führten wir intensive Gespräche. Es wurde deutlich, wie schwer sie es selbst in ihrem Leben hatte. Auch sie hatte von Kindesbeinen an arbeiten müssen und keine Kindheit gehabt. Erst durch die psycho-edukativen Einheiten zum Thema ‚Kinder’ in der Frauengruppe, wurde sie sich bewusst, dass sie ihre eigene leidvolle Erfahrung auf ihren Sohn übertrug – und dass sie es nicht vermochte, ihm ihre Liebe zu zeigen. Sie erkannte, wie sich ihr Schicksal in seinem wiederholte.

    Gleichzeitig fühlte sie, dass sie weiter Unterstützung benötigte, um ihre Beziehung zu A. zu verbessern.

     

    Die Auswirkungen der Traumatisierung der Eltern auf die Kinder

    Auch in der Arbeit mit den Frauen und Kindern dieser Gruppe konnten wir beobachten, wie stark die Traumatisierung der Eltern (ob durch Krieg oder familiäre Gewalterfahrung) auf die Kinder wirkt – sowohl direkt als auch unterschwellig, d.h. transgenerationell).

    • Intrusionen als Traumasymptom: Eines der typischen Traumasymptome ist die unkontrollierbare Überflutung durch traumatische Erinnerungsfetzen, fragmentierte Bilder, traumatische Gefühle, Panik u.ä., häufig ausgelöst durch „Trigger“ (eine Situation, ein Laut, ein Bild, ein Geruch o.ä, das an die traumatische Situation erinnert). Die betroffene Person lebt meist mehr in der Vergangenheit als in der Gegenwart. Sie benötigt fast ihre gesamte Energie um gegen diese Überflutungen anzukämpfen. Häufig dissoziiert sie auch, um den Intrusionen zu entkommen – d.h. es ist als ob sie abwesend wäre, ‚in eine andere Welt verschwindet’. Wenn ein Elternteil stark unter Intrusionen leidet, kann er seine Rolle als Mutter oder Vater kaum wahrnehmen. Es bleibt keine Energie und keine Kapazität für das Kind. Das Kind wird vielleicht mit dem Nötigsten (Essen, Kleidung…) versorgt, aber die Mutter / der Vater ist nicht wirklich für das Kind präsent, kann keine wirkliche Beziehung aufbauen. Das Kind bleibt sich selbst überlassen und gerät in Gefahr emotional zu verwahrlosen, falls es nicht zum anderen Elternteil oder zu einer anderen Bezugsperson einen verlässlichen Kontakt aufbauen kann.
    • Übererregbarkeit als Traumasymptom: Ein anderes typisches Traumasymptom ist die ‚Übererregbarkeit’, d.h. die betroffene Person lebt in ständiger Anspannung und Erwartung, dass erneut etwas Schreckliches geschieht. Die Anspannung, die psycho-physiologisch dazu dient, auf die Gefahr vorbereitet zu sein, bedeutet, wenn sie lange andauert, einen fortgesetzten Stress. Gleichzeitig hat der traumatisierte Mensch das Bedürfnis nach absoluter Kontrolle. Dies bedeutet ein ständiges Konfliktpotential für die Menschen seiner Umgebung. Jede Kleinigkeit kann eine ‚Explosion’ hervorrufen. Insbesondere für die Kinder, die meist nicht verstehen, warum der Elternteil so reagiert, bedeutet dies ein hohes Maß an Stress und bewirkt tiefe Ängste und eine grundsätzliche Unsicherheit. Das Kind erlebt sich selbst als Ursache für die Aggression des Elternteils, was zu einer zusätzlichen Verunsicherung und zu einem negativen Selbstbild führt („Ich bin nicht liebenswert“). Häufig kommt es auch zu direkter emotionaler und / oder physischer Gewalt gegenüber dem Kind, die das Kind direkt traumatisiert. Bei Jungen führt es – entsprechend der traditionellen Geschlechtsrolle – häufig selbst zu aggressivem Verhalten, bei Mädchen zu autoaggressivem Verhalten oder psychosomatischen Störungen.
    • Tiefe Ängste und Unsicherheit / Panikanfälle des traumatisierten Elternteils: Die traumatische Erfahrung zerstört bei der betroffenen Person das Vertrauen in sich selbst, in andere und in die Welt als ‚sicheren Ort’. Diese tiefen Ängste übertragen sich häufig transgenerationell auf die Kinder, die ihrerseits die Welt als grundsätzlich bedrohlichen Ort erleben. Sie können auf diese Weise keine Grundsicherheit und kein ‚Urvertrauen’ entwickeln, als Voraussetzung für die Entwicklung einer stabilen Persönlichkeit. Eine zusätzliche Reaktion des Kindes kann sein, dass es die Verantwortung für den Elternteil übernimmt und versucht die Mutter / den Vater vor allen Unannehmlichkeiten zu schützen und zu entlasten. Dies bedeutet meist eine Überanpassung für das Kind und eine große Überlastung und ständige Anspannung.
    • Massive unterschwellige Aggressionen des traumatisierten Elternteils: Jede – insbesondere durch Gewalt verursachte – traumatische Situation löst in der betroffenen Person tiefe Ohnmachtsgefühle und gleichzeitig eine massive Aggression aus – die jedoch dem Täter gegenüber nicht gezeigt werden kann, um das Überleben nicht zu gefährden. Diese massive Aggression muss verdrängt und unterdrückt werden. Sie besteht unterschwellig (und meist unbewusst) in der traumatisierten Person fort und drängt zum Ausbruch. Eigentlich harmlose Konfliktsituationen dienen zum Anlass, dass die geballte Aggression freigesetzt wird – gegenüber nahestehenden Personen oder gegen sich selbst. Für die Kinder hat es die oben beschriebenen Auswirkungen (s. Übererregbarkeit).
    • Negatives Selbstbild als Traumafolge: Traumatische Erfahrungen (insbesondere wenn sie mehrfach oder lang anhaltend geschehen) verändern massiv das Selbstbild der betroffenen Person. Das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit und in den eigenen Wert als Person wird zerstört. Insbesondere Traumata aufgrund von sexualisierter Gewalt führen zu massiven Selbstvorwürfen, und Ekel bzw. Verachtung gegenüber sich selbst und dem eigenen Körper, bis hin zu Selbsthass. Sexualisierte Gewalt trifft den intimsten Kern einer Person. Die erfahrene absolute Hilflosigkeit wird abgewehrt mit Schuldgefühlen, die zwar auch schwer zu ertragen sind – aber immer noch leichter als das Gefühl der vollkommenen Ohnmacht.  Zusätzlich fällt es den Betroffenen besonders schwer, über diese Art Trauma zu sprechen und sich so zu entlasten, da sie Stigmatisierung und Verurteilung durch ihr Umfeld befürchten. Dies isoliert sie auch von Möglichkeiten der Unterstützung. Die Kinder spüren, dass es Dinge gibt ‚über die man nicht sprechen darf’. Auch dies löst in ihnen Ängste und Unsicherheiten aus.                                                                   Das eigene negative Selbstbild und die ständigen Schuldgefühle machen die betroffene Person außerdem manipulierbar. Dies kann dazu führen, dass Mütter ihren Kindern (insbesondere den Söhnen) keine Grenzen setzen, bzw. dass sie die Töchter nicht in ihrem Selbstwertgefühl und ihrer Autonomie unterstützen, sondern ihr eigenes negatives Selbstbild auf diese übertragen (‚sich selbst in den Töchtern ablehnen’). Es kann auch zu besonders strengem Verhalten der Mütter gegenüber den Töchtern führen (‚damit ihr nicht dasselbe passiert wie mir’).

     

    Erziehungsstrategien als Folge der traumatischen Erfahrung: In der Arbeit mit traumatisierten Müttern konnten wir insbesondere zwei Erziehungsstrategien beobachten, die aus der traumatischen Erfahrung der Mütter / Eltern resultieren:

    • Entweder: Die Mütter erziehen die Kinder mit besonderer Härte und Strenge, gehen wenig liebevoll und sehr fordernd mit den Kindern um, ‚um sie abzuhärten und auf die Brutalität der Welt vorzubereiten’. Die Kinder entwickeln dadurch keine innere Sicherheit und ein negatives Selbstbild (‚nicht liebenswert zu sein’), gleichzeitig ein erhebliches Aggressionspotential, das sie – wenn es ihnen möglich ist – häufig selbst an Schwächeren ausagieren (geschlechtsrollenspezifisch eher Jungen) oder gegen sich selbst wenden (eher Mädchen).
    • Oder: Die Mütter verwöhnen die Kinder, stellen ihre eigenen Bedürfnisse stets zurück um die Wünsche der Kinder zu erfüllen, weil sie versuchen ‚das, was die Kinder gelitten oder entbehrt haben, auszugleichen. Ein anderer Aspekt ist, dass sie mit der zeitweisen Verwöhnung und dem Mangel an Grenzen ihr zeitweise ungerechtes und aggressives Verhalten ‚wieder gut machen wollen’, bzw. damit ihre eigenen Schuldgefühle besänftigen. Auf diese Weise ermöglichen sie den Kindern, sie zu manipulieren. Gleichzeitig fehlt den Kindern ein klarer verläßlicher Rahmen und die Möglichkeit, an Herausforderungen zu wachsen, bzw. zu lernen, mit Schwierigkeiten umzugehen oder Verantwortung zu übernehmen.

    Alle diese Aspekte machen unseres Erachtens deutlich, wie notwendig die parallele Arbeit mit den Müttern / Eltern und den Kindern ist, um beiden zu helfen, die Traumafolgen zu überwinden und ihre Beziehungen zueinander zu verbessern.

    Amina Vrana, Adisa Adzem, Nurka Babovic und Arijana Catovic

    Uebersetzung: Gabriele Mueller

     

     

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    G. Mueller

    3. Teil des Berichts: Gruppenarbeit mit den Frauen

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    hier folgt nun der dritte Teil unseres Berichts ueber die 'Glueckstage 2009', den Erholungsaufenthalt fuer kriegstraumatisierte Kinder und Muetter im Juni dieses Jahres.

    Ueber Fragen oder Rueckmeldungen freuen wir uns.

    Herzlichst Gabriele Mueller und Kolleginnen

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    Dritter Teil des Berichts:

    Im Folgenden wollen wir nun die therapeutisch-pädagogische Gruppenarbeit mit Kindern und Müttern detailliert beschreiben. Sie fand ab dem 2. Tag des Erholungsaufenthalts täglich in parallelen Gruppen von 8.30 – 13.00 Uhr statt. (Nach 2 Stunden gab es eine halbstündige Pause). An drei der Regentage arbeiteten wir zusätzlich noch 2-3 Stunden nach der Mittagspause am Nachmittag weiter.

    Am 11. Tag des Aufenthalts beendeten wir die Gruppenarbeit.

     

    Gruppenarbeit mit den Frauen

    Wie stets orientierten wir die therapeutische Gruppenarbeit an der psychodramatischen Strukturierung des therapeutischen Prozesses sowie am traumatherapeutischen Phasen-Modell u.a. nach Reddemann. Da wir uns der schweren Traumata mehrerer Frauen bewusst waren, legten wir den Schwerpunkt der Arbeit ausschließlich auf die Aspekte: Erarbeitung von Sicherheit und Vertrauen in sich und andere (die Gruppe / uns Leiterinnen) und Stabilisierung (Arbeit an Ressourcen, Selbstachtung, Kommunikation, Beziehungen und Gefühlen) sowie aktuelle Themen der Teilnehmerinnen.

    Die Frauen waren von Anfang an sehr an der Gruppenarbeit interessiert, obwohl bisher nur zwei von ihnen Erfahrung mit solcher Art von Gruppenarbeit hatten. Der einerseits lockere und andererseits behutsame Ansatz gefiel ihnen und sie konnten sich auf die unterschiedlichen Übungen gut einlassen.

    Am ersten Tag der Gruppenarbeit (16.06.09) stellten wir (Leiterinnen und Teilnehmerinnen) uns zunächst alle in einer Runde vor. Anschließend erarbeiteten wir (wie stets) gemeinsam die Regeln für die Gruppenarbeit. (Was brauche ich, damit ich mich in dieser Gruppe sicher und frei fühlen kann? Was möchte ich nicht, dass geschehen würde?) Jede schrieb ihre Gedanken zu diesen Fragen auf Zettel – ohne zu unterschreiben – damit sie so offen und ehrlich wie möglich sein konnte. Anschließend wurden die Zettel vorgelesen, gemeinsam diskutiert und schließlich Regeln formuliert, denen alle zustimmen konnten. Diese Übung erweist sich immer wieder als außerordentlich wichtig für die Entwicklung von Sicherheit und Vertrauen in der Gruppe.

    Dann hatten die Teilnehmerinnen Gelegenheit, anhand von Symbolen ihre Wünsche und Erwartungen bzgl. des Erholungsaufenthalts zu formulieren. Die meisten wünschten sich körperliche und seelische Erholung, Entspannung, Entlastung und eine schöne sorgenfreie Zeit mit den Kindern. Von einigen wurden bereits konkrete Themen genannt.

    Um gewünschte Themen für die gemeinsame Gruppenarbeit ging es dann in der nächsten Übung – wieder mit anonymen Zettelchen: Jede schrieb auf, über welche Themen sie gerne spreche würde. Zu welchen Themen sie gerne etwas lernen würde. Wieder sammelten wir die Themen auf einem Flip-Chart, eine Reihe von Themen konnten zusammengefasst werden unter ein Gesamtthema.

    Anschließend stimmten die Frauen darüber ab, welche Themen sie besonders interessierten. Entsprechend der Abstimmung wurde dann die Priorität der Themen festgelegt. Eine große Themengruppe befasste sich mit der Beziehung zu den Kindern und Erziehungsfragen; eine andere mit konkreten existentiellen Fragen (Rente, Wohnung, Arbeit); eine dritte Themengruppe bezog sich auf Möglichkeiten der Selbstunterstützung, der Bewältigung von Problemen, der Kommunikation mit anderen u.ä. Wir erklärten den Frauen, dass wir ihre Themen in die Planung der Gruppenarbeit mit aufnehmen werden, dass wir aber auch noch zusätzliche Themen vorbereitet hätten, die für sie hilfreich sein könnten.

    In der Abschlussrunde („Blitzlicht“) des 1. Arbeitstages äußerten alle Frauen, dass sie sich sehr gut fühlten und ihnen die Art der Gruppenarbeit zusagte. Alle waren während der gesamten 4 Stunden sehr konzentriert und hatten sich aktiv beteiligt.

    Am zweiten Tag gaben wir den Teilnehmerinnen – nach dem morgendlichen „Blitzlicht“ (= wie fühle ich mich heute morgen, gibt es noch etwas vom Tag vorher, dass ich mitteilen möchte“) und einer Erwärmungsübung (Bewegung mit Musik) die Gelegenheit zum weiteren Kennenlernen. In der Übung „Mein Name“ konnte jede der Frauen die „Geschichte ihres Namens“ erzählen und diesen dann mit drei ihrer positiven Eigenschaften verknüpfen. Diese Übung war für manche der Frauen nicht einfach, da sie (bedingt durch die traditionelle patriarchale Erziehung und verstärkt durch traumatische Erfahrungen) ein eher negatives Bild von sich selbst hatten. Mit Unterstützung von uns Leiterinnen und den anderen Frauen in der Gruppe, gelang es dann doch jeder, mindestens drei ihrer positiven Eigenschaften zu erkennen und zu benennen.

    Im Anschluss begannen wir die Arbeit am ersten von den Frauen gewünschten Thema: „Wie kann ich eine bessere Beziehung zu den Kindern erreichen – sie besser verstehen?“

    Die Frauen tauschten sich aus über ihre Erfahrungen mit ihren Kindern – und (durch unser Nachfragen) auch über Erfahrungen, die sie als Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern gemacht hatten. Sie wurden sich bewusst, dass Gewalt in der Erziehung langfristig immer einen Negativeffekt hat und die Beziehung zerstört. „Über alles kann man reden“, meinte eine der älteren Teilnehmerinnen mit schon erwachsenen Kindern. „Reden und Zuhören ist die beste Methode,“ bestätigte eine andere. Als Problem benannten die Frauen auch die Einmischung des gesamten Umfelds in die Erziehung – oder wenn Vater und Mutter sich nicht einig sind, oder sogar ihren Streit über die Kinder austragen. Die Frauen erkannten, dass das größte Problem in der Beziehung zu Ehemann und Kind/ern meist eine schlechte Kommunikation ist – und vor allem auch mangelnde gegenseitige Wertschätzung. Wir einigten uns, diesem Thema am nächsten Tag mehr Raum zu geben. Wir beendeten die Diskussion mit einem kurzen Theorie-Vortrag zum Thema: „Was benötigen Kinder um sich zu gesunden glücklichen Menschen zu entwickeln?“

    Um die Frauen in ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Selbstachtung zu stärken, leiteten wir dann noch die Übung „Die Quellen meiner Kraft“ an. Jede Frau reflektierte für sich darüber, was sie als innere oder äußere Ressourcen erlebt, die ihr in schweren Momenten helfen oder ihr auch Glück und Zufriedenheit in ihrem Leben ermöglichen. Dann konnte jede aus einer Vielzahl von Steinen und Muscheln oder Glasmurmeln sowohl für sich selbst als auch für jede dieser Ressourcen ein Symbol auswählen, um sie zu repräsentieren. Anhand verschiedener Fragen von uns Leiterinnen, konnten die Frauen ihre ‚Bilder’ oder ‚Szenen’ durcharbeiten. Für fast alle war dies das erste Mal, dass sie von solch einem Blickwinkel aus auf sich selbst oder ihr Leben schauten. „Nach dieser Übung fühle ich mich wundervoll; es ist als ob ich mit ganz neuen Augen auf mich und mein ganzes Leben schaue. Auf einmal sehe ich, wie viel Stärke und Positives ich in meinem Leben habe und auch in mir selbst“, drückte es eine der Teilnehmerinnen aus.

    Wir beendeten diesen Tag wie stets mit einem „Blitzlicht“, in dem die Frauen betonten, wie interessant und anregend sie diesen Gruppenarbeitstag empfunden hatten.

    Am dritten Tag fuhren wir nach dem „Blitzlicht“ und einer Erwärmungsübung zur Selbstwahrnehmung mit der Übung „Quellen meiner Kraft“ fort.

    Dann knüpften wir an die Themen des Vortages (Kindererziehung, Kommunikation) an und leiteten eine Paarübung zum Thema „Aktives Zuhören“ an: Alle Paare probierten sowohl eine Situation aus, in der die Partnerin nicht wirklich zuhörte und eine Situation, in der sie aufmerksam zuhörte. Dann wechselten sie die Rollen. In der Auswertung dieser Übung wurden den Frauen die Parallelen zu ihrem Alltag deutlich. Eine meinte: „Durch diese Übung ist mir aufgefallen, wie oft wir uns überhaupt nicht zuhören und wie schlecht man sich fühlt, wenn der andere nicht zuhört. Meist nehmen wir uns gar keine Zeit und Ruhe für ein richtiges Gespräch…“

    Wir schlossen eine kurze Psychoedukation zu wesentlichen Aspekten von Kommunikation an (Aktives Zuhören, sich mitteilen, keine Generalisierungen oder Pauschalvorwürfe u.ä.).

    In der anschließenden Diskussion über die theoretischen Ausführungen kamen wir zum Thema ‚Emotionen’. Häufig klappt ja die Kommunikation nicht, wenn starke Emotionen beteiligt sind.

    Wir beschlossen, an einem der nächsten Tage zu diesem Thema ausführlicher zu arbeiten.

    Diesen Arbeitstag schlossen wir mit einer einfachen Massage-Übung ab: Zuerst leiteten wir eine Gesichtsselbstmassage an und dann eine Partnerinnenmassage des Rückens, der Schultern und Arme. Die Frauen waren davon begeistert und genossen diese Übung. Offensichtlich war das Vertrauen in der Gruppe bereits beträchtlich, da sie sich auf eine solche Übung einlassen konnten, die ja viel Nähe bedeutet.

    Im Blitzlicht bestätigten sie, dass sie sich sehr gut fühlten und ihnen die vier Stunden ‚wie im Flug’ vergangen seien.

    Während der Erwärmungsübung zu Beginn des vierten Tages ‚Sich Begrüßen auf gewöhnliche und ungewöhnliche Weise’ fühlten sich zwei der Teilnehmerinnen während der Übung unangenehm und sagten dies in der anschließenden Runde. Wir nutzten diesen Anlass, um über die Themen ‚Bedürfnisse und Grenzen’ und ‚gesellschaftliche Normen’ zu sprechen. Wir setzten dies auch in Beziehung zur traditionellen Geschlechtsrollenerziehung. Es entspann sich ein intensives Gespräch über die Erfahrungen der Teilnehmerinnen als Mädchen, als Frauen und als Mütter. Es wurde deutlich, von wie viel Einschränkung und Gewalt die meisten von ihnen ihr ganzes Leben lang betroffen waren. In den Kriegserfahrungen kulminierte dann diese Kette von Missachtung, Ausbeutung, Erniedrigung und Gewalt.

    Zur Stabilisierung nach diesem schmerzhaften Thema, leiteten wir dann die Imaginationsübung ‚Mein sicherer innerer Ort’ an. Nach der Imagination konnten die Frauen ‚ihren sicheren Ort’ zeichnen bzw. malen, um die Erfahrung der Übung noch stärker zu vertiefen und um in der Zeichnung eine Erinnerung zu haben. In der anschließenden Runde wurde deutlich, dass alle Teilnehmerinnen diese Übung als außerordentlich positiv und hilfreich empfunden hatten. Alle hatten sich völlig darauf einlassen können – was bei traumatisierten Menschen überhaupt nicht selbstverständlich ist.

    Eine der Teilnehmerinnen, die als Überlebende eines Vergewaltigungslagers sehr schwer traumatisiert ist, beschrieb ihre Erfahrung so: „Mein sicherer Ort ist eine Insel, auf der ich vor 30 Jahren wirklich einmal war – eine Insel voller Blumen und wunderschöner Skulpturen. Ich habe mich da großartig gefühlt. Damit es ganz sicher dort ist, habe ich mir drum herum noch eine riesige Mauer und Stacheldraht vorgestellt, damit da wirklich niemand eindringen kann. Und dann habe ich mich zum ersten Mal seit all den Jahren entspannen können… Und jetzt fühle ich mich wunderschön!“

    Alle Teilnehmerinnen konnten sich vorstellen, diese Übung für sich allein zu Hause zu machen – um sich zu entspannen, sich sicher zu fühlen oder einschlafen zu können.

    Den fünften Tag widmeten wir nach der Blitzlichtrunde dem Thema „Gefühle“. Mit Hilfe der Übung „Landkarte meiner Gefühle“ wurden sich die Frauen des Zusammenhangs zwischen bestimmten Körpersensationen / -gefühlen und ihren Emotionen bewusst. Wir erarbeiteten die vier Grundgefühle Angst, Ärger /Wut, Trauer und Freude: typische Situationen, die diese Emotionen auslösen; Körpersensationen / -reaktionen; unser Umgang mit diesen Gefühlen und inwieweit wir mit dieser Art des Umgangs zufrieden oder unzufrieden sind. Zuerst arbeitete jede für sich. Anschließend teilte jede im Kreis ihre Erkenntnisse mit. Die Frauen empfanden diese Übung als sehr interessant und bemerkten, dass sie noch nie auf diese Weise über ihre Gefühle nachgedacht hätten.

    Anschließend ließen wir die Frauen jeweils in Paaren das Thema erarbeiten: Welche Botschaften habe ich als Kind (oder Jugendliche) in meiner Familie und Umgebung bzgl. des Umgangs mit Gefühlen bekommen? Inwiefern waren diese Botschaften für mich als Mädchen anders als für Jungs in meiner Umgebung? Was haben diese Botschaften in mir bewirkt und inwiefern beeinflussen sie mich noch heute? Was würde ich dies bzgl. gerne ändern – auch im Hinblick auf mein/e Kind/er?

    Die Erkenntnisse der Paare sammelten wir dann auf dem Flip-Chart und diskutierten sie im Hinblick darauf, welche Botschaften bzgl. des Umgangs mit Gefühlen die Frauen gerne heute ihren Kindern vermitteln würden.

    Wir schlossen nun eine etwas ausführliche theoretische Einheit über Emotionen und Körperwahrnehmungen an: über den Sinn unserer Gefühle, Prozesse, die dabei im Körper ablaufen und warum, sowie über mögliche Strategien im Umgang mit Emotionen.

    Wir streiften auch kurz die Themen „Transfer-Emotionen“ und starke Emotionen als Folge traumatischer Erlebnisse, vereinbarten mit den Teilnehmerinnen, diesem Thema (‚Psychologisches Trauma’) mehr Zeit an einem anderen Tag zu widmen.

    In der Abschlussrunde dieses Gruppenarbeitstages äußerten sich die Frauen sehr zufrieden über die Arbeit am Thema Emotionen: „Dieses Thema heute war für mich sehr wichtig,“ bekräftigte eine von ihnen: „Bisher habe ich meine Gefühle – außer der Freude – eher als etwas Feindliches empfunden, etwas was ich entweder unterdrücken oder besser gar nicht haben sollte. Eure Erklärungen haben mir sehr geholfen zu verstehen, warum ich diese Gefühle habe. Das hat mich erleichtert. Und es war für mich sehr interessant den anderen zuzuhören, wie sie damit fertig werden, wenn sie wütend oder traurig sind oder so… Ich glaube, ich werde mich in Zukunft immer an heute erinnern und das wird mir helfen…“

    Am sechsten Tag arbeiteten wir nach dem witzigen Erwärmungsspiel „Pinguine und Flamingos“ weiter zum Thema Stress und „Coping-Mechanismen“.

    Nach einer kurzen theoretischen Erklärung zu Stress: auslösende Situationen, Körperreaktion und instinktive psychische Reaktionen und Mechanismen zur Überwindung von Stress, baten wir die Teilnehmerinnen in einem Brainstorming zu benennen, welches ihre Strategien zum Umgang mit Stress-Situationen sind. Diese Strategien sammelten wir auf dem Flip-Chart. Dann erklärten wir das BASIC Ph-Modell der Coping-Mechanismen und ordneten die von den Frauen genannten Strategien den verschiedenen Kategorien dieses Modells zu. Gemeinsam fanden wir dann noch zusätzliche mögliche Coping-Möglichkeiten, dabei schlossen wir auch unsere eigenen Erfahrungen ein.

    Die Frauen waren überrascht, dass ‚ihre’ Strategien mit Stress fertig zu werden, in einem offiziellen Schema wieder zu finden. „Ich muss sagen, ich bin schon ein wenig stolz auf mich, das meine Art mit Schwierigkeiten fertig zu werden, offensichtlich gar nicht so verkehrt ist,“ meinte eine der Frauen ganz zufrieden „aber natürlich ist es auch gut, noch etwas Neues zu lernen!“

    Wir gingen nun weiter zum Thema „Bedürfnisse und Grenzen“. Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen erarbeiteten wir das Thema „Grundlegende menschliche Bedürfnisse“. Die Frauen beeindruckte es, dass neben den zum Überleben notwendigen Grundbedürfnissen auch das Bedürfnis nach Aktivität und Kreativität, nach (positiver) Macht und sogar nach Vergnügen zu den grundlegenden menschlichen Bedürfnissen zählen. Offensichtlich eröffneten diese Informationen manchen von ihnen einen neuen Blickwinkel und gaben ihnen quasi die Erlaubnis, mehr für ihre eigenen Bedürfnisse einzutreten. Wieder führte uns die Diskussion zum Thema Erziehung – insbesondere Gechlechstrollen-Erziehung. Die Frauen sprachen darüber, wie wenig ihre Bedürfnisse als Mädchen für andere gezählt hatten: „Als ob Mädchen und Frauen eine andere Spezies Mensch wären, die keine eigenen Bedürfnisse haben sollten, alles wurde nur auf die Männer und Jungen ausgerichtet….“ erinnerte sich eine der Älteren. „Und das Traurigste war, dass meine Mutter das am allermeisten unterstützte. Ich war oft so wütend. Aber niemand wollte mich verstehen.“

    Dann arbeiteten wir weiter zum Thema Grenzen.

    In einer Übung ließen wir die Frauen den Begriff ‚räumliche bzw. physische Grenzen’ wahrnehmen.

    Danach teilten sie ihre Empfindungen und Erfahrungen mit der Gruppe.

    In der anschließenden Theorie-Einheiten vermittelten wir die Definitionen für räumliche / physische und psychische Grenzen. Wir erklärten die Konsequenzen von Grenzverletzungen insbesondere durch Gewalt und gingen auf die Bedeutung gesunder Grenzen gerade auch in der Beziehung zu Kindern ein. Wir erklärten die Unterschiede zwischen ‚starren / rigiden Grenzen’, ‚fehlenden oder labilen Grenzen’ und ‚klaren aber auch flexiblen Grenzen’. Die Frauen folgten diesen Erklärungen mit großem Interesse, stellten viele Fragen und beteiligten sich lebhaft am Gespräch.

    Da es an diesem Tag ununterbrochen regnete, boten wir der Gruppe an, dass wir nach der Mittagspause die Gruppenarbeit noch für 2-3 Stunden fortsetzen könnten, was die Frauen sehr gerne annahmen.

    In der Nachmittagseinheit leiteten wir die Übung ‚Soziales Atom’ / bzw. ‚Das Netzwerk meiner sozialen Beziehungen’ an. Durch diese Übung war es den Teilnehmerinnen möglich, einen Überblick über Anzahl und Qualität ihrer aktuellen Beziehungen zu bekommen und sich über evtl. Veränderungswünsche bewusst zu werden. Jede Frau hatte Gelegenheit, ihr ‚Soziales Atom’ der Gruppe vorzustellen und mit Hilfe der Fragen von uns Leiterinnen weiter zu bearbeiten. Die Frauen waren mit voller Konzentration dabei, schrieben, zeichneten, dachten intensiv nach und betonten in der Abschlussrunde nach drei Stunden intensiver Arbeit, dass sie von dieser Übung begeistert seien, von der Möglichkeit, einen so klaren Überblick über ihre Beziehungen, Distanz und Nähe, Probleme und Veränderungswünsche zu bekommen. Die meisten Frauen erkannten, dass ihr bisheriges Bild von ihren Beziehungen überhaupt nicht der Realität entsprach: wie es traditionell üblich ist, hatten sie ihre Verwandtschaftsbeziehungen als näher eingezeichnet als z.B. Freundschaftsbeziehungen. In der Bearbeitung ihres ‚Atoms’ hatten sie dann jedoch festgestellt, dass dies zwar vielleicht den gesellschaftlichen Normen, aber nicht der Realität und auch nicht ihren Gefühlen entspricht. Sie stellten fest, dass sie bedeutend mehr Unterstützung von FreundInnen bekamen als von ihrer Verwandtschaft oder Ursprungsfamilie. Gleichzeitig erkannten sie die Quelle vieler Frustrationen: Ihre Energien und Wünsche auf die ‚falschen Personen’ zu richten, anstatt wertzuschätzen, was sie von den FreundInnen bekamen.

    Am siebten Tag begannen wir mit dem witzigen Rollenspiel ‚Zauberstab’, in dem die Teilnehmerinnen in immer wieder andere ‚Tiere’ verwandelt werden. Dabei bekommt jede einmal den Zauberstab und wird zur Zauberin. Die Frauen hatten damit viel Spaß.

    Dann leiteten wir die Übung ‚Kampf um die Socken’ an, eine Selbstbehauptungsübung, in der jede Frau ein Paar Socken bekommt, die sie anzieht. Die Teilnehmerinnen haben nun die Aufgabe, die eigenen Socken zu schützen und möglichst anzubehalten, gleichzeitig aber so viele Socken wie möglich von den anderen zu klauen. Für den Notfall (falls sich eine Frau zu sehr bedrängt fühlt) machten wir ein Signalwort aus – dies ist insbesondere in der Arbeit mit traumatisierten Menschen wichtig, da unabsichtlich immer ein ‚Trigger’ = Erinnerung an die traumatische Situation berührt werden kann. Dann ging es los.

    Es war unglaublich, wie manche der Frauen kämpfen konnten, wir waren voller Bewunderung. Zwei der Teilnehmerinnen gaben allerdings sehr rasch auf. Doch insgesamt hatten alle großen Spaß.

    Anschließend evaluierte jede die Art und Weise, wie sie sich behauptet hatte, welche Strategien sie benutzt hatte; ob ihr diese aus ihrem Alltag bekannt waren oder sie etwas Neues ausprobiert hatte; ob sie mit ihrem Resultat zufrieden war und ähnliches. Eine der Teilnehmerinnen, die am Anfang der Gruppenarbeit sehr still und zurückgezogen war, hatte sich als wahre Löwin entpuppt. Sie meinte lachend: „Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich so gekämpft habe. Das hab ich hier gelernt: dass ich für mich kämpfen muss und nicht darauf warten, dass jemand bemerkt, dass ich etwas brauche.“ Aber auch anderen wurde durch diese Übung bewusst, dass sie kämpfen können und stark sind, bzw. dass sie in Zukunft nicht so schnell aufgeben wollen.

    Anschließend gingen wir weiter zum Thema ‚Trauma und Gewalt’.

    Wir gaben den Frauen zuerst grundlegende Informationen zu Trauma (Was ist ein traumatisches Ereignis? Wie reagieren wir darauf? Was bedeutet Trauma? Welches sind die typischen Symptome, bzw. Traumafolgen? Und: was ist hilfreich zur Überwindung eines Traumas?) Die Frauen waren an diesem Thema sehr interessiert, wenn auch zu sehen war, dass bei manchen innerlich ‚Filme abliefen’. Wir schlossen sie daher immer wieder durch Fragen ins Gespräch ein.

    Da es auch an diesem Tag ständig regnete und die Gruppe sehr motiviert war, an diesem Thema weiterzuarbeiten, setzten wir die Arbeit am Nachmittag fort.

    Nach der Mittagspause arbeiteten wir weiter in der Runde: Jede Frau (die sich bereit fühlte) konnte mitteilen, welche Aspekte unserer Ausführungen am Vormittag zu ‚Trauma’ sie bei sich selbst erkannt hatte. Alle Frauen hatten sich mehr oder weniger in den Erklärungen wiedergefunden. Insbesondere schilderten sie, an welchen Symptomen sie litten und waren besonders interessiert am Thema „Selbsthilfe

    Anschließend gaben wir noch einige theoretische Erklärungen zum Thema ‚Gewalt’. Einige der Frauen sprachen sehr offen über eigene Gewalterfahrungen in der Ehe. Schließlich gingen wir noch auf das Thema ‚Gewalt an Kindern’ ein.

    Zum Abschluss der Gruppenarbeit des Tages leiteten wir dann noch die kombinierte Körperwahrnehmungs- und Imaginationsübung ‚Freude, die mein Körper mir schenkt’ an, die den Frauen außerordentlich gut gefiel.

    Den achten Tag begannen wir nach dem Blitzlicht mit der Imaginationsübung ‚Mauer’ – einer Übung in der es um unsere Strategien zur Überwindung von Hindernissen bzw. zur Bewältigung von Problemen oder auch um unsere grundsätzliche Einstellung zum Leben geht. Eine der Teilnehmerinnen brach die Übung vorzeitig ab, da sie sie zu sehr an ihre traumatische Erfahrung im Lager erinnerte. (Wir weisen die Frauen immer zu Beginn jeder Übung darauf hin, dass sie gut für sich sorgen sollen und wenn sie bemerken, dass sie unruhig werden, bzw. die Übung ihnen nicht gut tut, die Übung jederzeit abbrechen können.)

    Nach der Imagination hatten die Frauen die Möglichkeit, ‚ihre Mauer’ zu zeichnen. Anschließend boten wir der Gruppe die Möglichkeit an, ihre Bilder ‚auf die große Psychodramabühne zu bringen’ und sie psychodramatisch weiter zu bearbeiten. Drei Frauen waren sofort dazu bereit, was deutlich machte, wie sehr sich die Gruppe untereinander verbunden hatte und wie viel Vertrauen zwischen den Frauen gewachsen war.

    Die Protagonistinnen nutzten jeweils die gesamte übrige Gruppe, um ihre Bilder von ‚ihrer Mauer’ darzustellen. Mit den psychodramatischen Techniken ‚Interview’, Rollentausch und Spiegeltechnik erarbeiteten die Protagonistinnen ‚ihren Weg durch die Mauer’. Für alle drei eröffneten sich durch die Psychodrama-Inszenierung neue Blickwinkel und Erkenntnisse, die dazu führten, dass sie die Mauer, die ihnen während der Imagination unüberwindlich vorkam, schließlich überwanden bzw. durch sie hindurchgingen. Auf jedes Spiel folgten die Feedbacks der Mitspielerinnen aus ihren Rollen, die der jeweiligen Protagonistin noch zusätzliche Aspekte aufzeigten, sowie daran anschließend die Sharings (Sharing = miteinander teilen) der Frauen, die sich durch das Spiel an eigene Erfahrungen erinnert fühlten oder ihre Gefühle mitteilen wollten. In die Sharings schlossen auch wir uns ein.

    Nach diesen drei Inszenierungen waren auch die übrigen Teilnehmerinnen interessiert, ihre Bilder auf die Bühne zu bringen – wenn auch teilweise mit einigen Ängsten. Wir betonten erneut, dass jede das für sich entscheiden kann.

    In der Runde am Ende der Vormittagseinheit war neben der Müdigkeit durch die intensive Arbeit eine große Verbundenheit unter den Frauen zu spüren. Eine der Frauen drückte es so aus: „Ich möchte mich bei Euch (den drei Protagonistinnen) bedanken für Euren Mut und die Bereitschaft, all das mit uns zu teilen. Eure Szenen haben mich tief berührt und mir Mut gemacht, das auch zu versuchen.“

    Da leider das Wetter noch immer sehr schlecht und die Gruppe sehr motiviert war, an den ‚Mauern’ weiterzuarbeiten, entschieden wir uns, auch an diesem Tag noch den Nachmittag für die Gruppenarbeit zu nutzen. Weitere drei Frauen inszenierten ihre Bilder. Mit jedem Bild wurde die Atmosphäre in der Gruppe dichter und die Frauen konnten sich mehr und mehr öffnen.

    Auch am neunten Tag arbeiteten wir weiter an den restlichen Bildern. Schließlich war sogar die Teilnehmerin bereit, ‚ihre Mauer’ auf die Bühne zu bringen, die die Imaginations-Übung hatte abbrechen müssen. Mit Unterstützung der gesamten Gruppe gelang es ihr auf der Bühne am Ende, die ‚Mauer’ zu überwinden. Dies war für sie eine wahre Katharsis und Befreiung. Nicht nur sie selbst sondern auch viele der anderen Frauen weinten, da sie alle die Szene sehr intensiv miterlebten.

    Und als ob der Himmel das seine dazutun wollte, strahlte an diesem Tag die Sonne und schenkte den Frauen einen wunderschönen Nachmittag am Strand und noch dazu die Bootsfahrt.

    Am zehnten und letzten Tag der Gruppenarbeit leiteten wir – nach einem Tanzspiel zur Erwärmung – die Übung ‚Lichtkreis’ an – ebenfalls eine Übung zur Selbstunterstützung, die die Frauen für sich zu Hause nutzen können, wenn sie Unruhe spüren oder auch als Hilfe beim Einschlafen. Auch diese Übung gelang den Frauen und sie fühlten sich danach sehr gut.

    Dann gingen wir weiter zur Evaluation der Gruppenarbeit. Zunächst schrieb jede der Frauen einen ‚Brief an mich selbst’, in den sie – vor dem Hintergrund der Erfahrung der 10tägigen Gruppenarbeit – all dies schreiben konnte, was sie in schwierigen Situationen in ihrem Alltag unterstützen und ermutigen könnte. Die Frauen schrieben konzentriert und intensiv.

    Als nächstes füllte jede die kurzen schriftlichen Fragebögen für die offizielle Evaluation aus.

    Anschließend zog noch jede Frau eine ‚Kraftkarte’ – ebenfalls als Unterstützung. Und schließlich hatten die Frauen Gelegenheit, sich an ihre anfänglichen Wünsche bzgl. des Erholungsaufenthalts zu erinnern und den anderen mitzuteilen, was sie von der Gruppenarbeit für sich mitnehmen.

    Damit schlossen wir die Gruppenarbeit mit den Frauen während des Erholungsaufenthalts ab.

     

    Arijana Catovic, Nurka Babovic, Amina Vrana, Adisa Adzem und Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

    G. Mueller

    2. Teil des Berichts ueber die 'Glueckstage 2009'

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    und hier kommte nun der zweite Teil des Berichts ueber den SEKA-Erholungsaufenthalt fuer Kinder und Muetter im Juni 2009. Diesmal geht es ueber die Arbeit mit der Gruppe im allgemeinen...

    Wie gesagt, wir freuen uns ueber Fragen und Rueckmeldungten...

    Mit herzlichen gruessen

    Gabriele Mueller und Kolleginnen

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    Arbeit mit der Gruppe

    Wie schon in den Vorjahren hatten die Frauen und Kinder der Gruppe bereits bei zwei Vortreffen im SEKA-Haus Gelegenheit, sich untereinander kennenzulernen.

    Das erste Treffen – mit den Müttern – nutzten wir Mitarbeiterinnen dazu, das Projekt SEKA und unsere Angebote vorzustellen, über das Konzept des Erholungsaufenthalts zu informieren und organisatorische Fragen zu besprechen. Außerdem erklärten wir den Frauen unsere Arbeitsweise. Dies sollte den Frauen evtl. Ängste vor der therapeutischen bzw. psycho-edukativen Gruppenarbeit nehmen, da die meisten der Frauen keine Erfahrungen mit dieser Art von Angeboten hatten. Wir besprachen die Zimmerverteilung in der Pension in Neum, klärten, welche der Frauen finanzielle Hilfen für notwendige Anschaffungen für den Erholungsaufenthalt benötigten (z. B. für den Kauf von Badeanzügen für sich oder ihr Kind, für Medikamente etc) und organisierten noch notwendige Reisetaschen. Bereits am Ende des ersten Vorbereitungstreffens war die Atmosphäre entspannt, fröhlich und erwartungsvoll. Wir hatten den Eindruck, dass die Gruppe gut harmonieren würde.

     

    Beim zweiten Vortreffen lernten sich dann auch die Kinder untereinander kennen. Amina Vrana und Adisa Adzem erklärten ihnen, was sie erwartete und beantworteten die Fragen der Kinder. Noch war bei den Kindern Schüchternheit und Unsicherheit zu spüren, aber auch Vorfreude auf die „Ferien am Meer“. In der Frauengruppe wurden noch die letzten organisatorischen Dinge geklärt. Die Stimmung war lebhaft und aufgeregt. Die Frauen merkten, dass sie viele gemeinsame Themen und viel Gesprächsstoff hatten.

    Die Busfahrt nach Neum verlief trotz der langen und kurvigen Fahrt und des heißen Wetters ohne Probleme.

    Koordinatorin Esma Drkenda und Projektleitung Gabriele Müller, sowie die Therapeutinnen Nurka Babovic und Arijana Catovic, erwarteten die Gruppe bereits in Neum, da sie die Spielsachen und Arbeitsmaterialien bereits am Tag zuvor nach Neum gefahren und dort schon die Gruppenräume und einen Aufenthaltstraum vorbereitet hatten. Wie auch schon in den Jahren zuvor konnten wir auf die volle Unterstützung der Pensionsinhaber-Familie rechnen, für die unser Erholungsaufenthalt nun schon quasi 'zur Tradition' gehört.

    Nach einer kleinen Erfrischung verteilten wir die Zimmer. Kinder und Mütter waren begeistert von der Unterbringung, den schönen Zimmern, den Balkonen und dem Blick aufs Meer. Nach einem Imbiss und einer ersten kurzen Besprechung mit der Gesamtgruppe bzgl. Hausordnung, Gefahren etc. übergaben Esma Drkenda und Gabriele Müller die Leitung der Gruppe endgültig  den vier Kolleginnen und machten sich auf den Rückweg nach Gorazde.

    Im Folgenden beschreiben  die Kolleginnen Nurka Babovic, Arijana Catovic, Amina Vrana und Adisa Adzem ihre Erfahrungen in der Arbeit mit der Gruppe in Neum:

    Meer und Strand

    Die Kinder konnten es kaum erwarten, das Meer zu sehen und so ging es trotz der langen Fahrt gleich zum Strand – ausgerüstet mit Schwimmflügeln und Schwimmringen. In einem Fragebogen hatten wir bereits abgefragt, welche Kinder (und auch Mütter) nicht oder nur unsicher schwimmen konnten, bzw. welche Angst vorm Wasser hatten. Nur zwei der Kindern und drei der Frauen konnten gut schwimmen. So besprachen wir nochmals die Verhaltensregeln am Strand und im Meer. Abgesichert mit Schwimmflügeln und Schwimmringen trauten sich alle Kinder gleich ins Wasser – bis auf den 12 jährigen A., der deutliche Ängste hatte und sich offensichtlich schämte, dass er nicht schwimmen konnte. Wir ermutigten ihn, aber vorerst entschied er sich, den anderen vom Strand aus zuzusehen. Auch die Frauen trauten sich ins Meer, blieben aber erst mal im flachen Wasser.

    Durch die gemeinsame Zeit am Strand entstand schon am ersten Tag ein guter Kontakt zwischen der Gruppe und uns Mitarbeiterinnen.

    In den nächsten Tagen genoss die Gruppe jede freie Minute am Strand. Die Kinder machten – mit Unterstützung durch uns Mitarbeiterinnen rasche Fortschritte und verloren mehr und mehr ihre Ängste vorm Meer. Am dritten Tag begannen wir mit unseren erprobten Übungen, mit denen die Kinder sich allmählich entspannen und dann fühlen können, dass das Meer sie trägt. Auch einige der Frauen ließen sich auf diese Übungen ein und genossen es „gehalten zu werden und zu spüren, dass das Meer mich wirklich trägt“ – wie eine es ausdrückte. Nur A. konnte sich noch immer kaum überwinden, ins Wasser zu kommen – die Schwimmflügel waren ihm ‚peinlich’, denn er fühlte sich schon zu groß dafür. Zuerst hatten einige der anderen Kinder über ihn gelacht. Doch die gemeinsame Arbeit in der Kindergruppe hatte bewirkt, dass sich das Verhalten unter den Kindern veränderte: A. hatte in der Gruppe zwei Freunde gefunden, die ihn unterstützten und ermutigten. Dies zeigte sich besonders an einem der nächsten Tage, als es auf einem Spaziergang am Meer entlang zu einem Gedränge kam und A. ins tiefe Meer stürzte. Sofort war sein Freund M. zur Stelle, der schwimmen konnte, und half ihm über Wasser zu bleiben, bis Amina ihn dann ins flache Wasser zog.

    Diese Situation nutzten wir in der Arbeit mit der Kindergruppe, um über verschiedene Themen zu reden: über achtsamen Umgang miteinander; über die Art und Weise, wie A. die Nerven behalten hatte, obwohl er nicht schwimmen kann; über M’s Geistesgegenwart und Mut und über das Thema Freundschaft.

    Am vierten Tag des Aufenthalts in Neum hatte einer der Jungs seinen 10. Geburtstag. Natürlich wurde dies gemeinsam gefeiert, mit einer Torte, kleinen Geschenken und einem Geburtstagslied. B. strahlte und genoss sichtlich die Aufmerksamkeit. Dann sang er zum Dank ein Lied und schließlich sang die ganze Gruppe viele der schönen alten bosnischen Lieder.

    Regenwetter

    Leider verschlechterte sich das Wetter ab dem 5. Tag und es begann zu regnen. Außerdem fielen die Temperaturen auf 14 – 15°C, so dass an Strand und Schwimmen nicht zu denken war. An zwei Nachmittagen nutzten wir die regenfreie Zeit zu Spaziergängen mit der Kindergruppe (und teilweise auch den Müttern) am Strand; wir sammelten Muscheln, besondere Steine, aus denen wir kleine Kunstwerke und Souvenirs bastelten, machten „Trimm-Dich“-Übungen und tobten uns aus.

    Dann gab es drei weitere Tage lang nichts als Regen. Um die Langeweile oder Frustration über das Wetter möglichst gering zu halten, beschlossen wir Mitarbeiterinnen, Frauen und Kindern anzubieten, auch nachmittags weiter in der Gruppe zu arbeiten. Dies nahmen Kinder und Mütter gerne an. Auf diese Weise arbeiteten wir an drei Tagen auch am Nachmittag jeweils 2 – 3 Stunden. Glücklicherweise kehrte die Sonne dann schließlich wieder zurück und wir hatten noch zwei traumhafte Sonnentage, die die Gruppe zu ausgiebigem Sonnenbaden und Schwimmen nutzte.

    Am vorletzten Tag gab es als Überraschung die Fahrt mit einem kleinen Schiff, das wir nur für unsere Gruppe für zwei Stunden gemietet hatten. Frauen und Kinder genossen diese Bootsfahrt außerordentlich – die meisten Kinder hatten so etwas noch nie erlebt. Jedes Kind durfte sogar einmal ans Steuerrad und das Schiff – unter Aufsicht des Kapitäns – steuern. Natürlich wurde das alles fotografisch festgehalten.

    Durch das schlechte Wetter hatten Kinder und Mütter in diesem Jahr viel weniger Gelegenheit gehabt, Schwimmen zu lernen. Dennoch konnten am letzten Tag zwei weitere Kinder gut schwimmen und die anderen hatten ihre Ängste vor dem Meer verloren. Dies zeigte sich beim Spielen mit der aufgeblasenen Meerschlange, um die wir uns gemeinsam balgten. Sogar A. machte mit – ein wenig vorsichtig – aber auch er hatte sichtlich Spaß und seinen Sturz ins Meer offensichtlich überwunden.

    Am letzten Abend gab es – wie in jedem Jahr – ein Abschiedsfest, zu dem auch Esma Drkenda und Gabriele Müller wieder rechtzeitig eintrafen. Neben einer Ausstellung der Gemälde und Kunstwerke der Kinder gab es ein ausführliches Unterhaltungsprogramm, das die Kinder selbst vorbereitet hatten – mit unterschiedlichsten Darbietungen wie lehrreichen Sketchen, Liedern, Tanzdarbietungen, Geschichten und Gedichten. Die Kinder bekamen immer wieder begeisterten Applaus.

    Am letzten Tag gab es keine Gruppenarbeit sondern es ging vormittags noch einmal zum Strand. Schon am frühen Nachmittag bezog sich der Himmel wieder und als wir dann am späten Nachmittag zur Heimfahrt nach Gorazde aufbrachen, schüttete es wieder wie aus Kübeln.

    Die Stimmung im Bus war dennoch fröhlich und ausgelassen. Immer wieder erinnerten wir uns an einzelne Begebenheiten der 12 Tage, sangen Lieder, erfanden Geschichten. Die Fahrtzeit verging uns doppelt so schnell als auf der Hinfahrt. Kinder und Mütter betonten immer wieder, dass diese Tage für sie – trotz des Wetters – wunderschön waren und ihnen unvergesslich bleiben werden.

    Beim Abschied in Gorazde gab es dann bei fast allen Kindern Tränen und die gegenseitigen Versicherungen, dass sie sich im SEKA-Haus bald wieder sehen würden.

     

     

    Arijana Catovic, Amina Vrana, Adisa Adzem, Nurka Babovic und Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

    G. Mueller

    Bericht ueber die 'Glueckstage 2009'

    Liebe Freundinnen und Freunde, liebe UnterstuetzerInnen,

    nun ist es endlich soweit: Der ausfuehrliche Bericht ueber die 'Glueckstage' - den therapeutisch-paedagogischen Erholungsaufenthalt fuer 20 Kinder und Muetter ist fertig. Heute werde ich den ersten Teil einstellen - ueber den Hintergrund und die Notwendigkeit, die Ziele und Methoden unserer Arbeit...

    Wir wuenschen uns, dass Sie den ersten Blog mit Interesse lesen, und freuen uns natuerlich auch ueber Rueckmeldungen.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller und Kolleginnen

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    Abschlußbericht:

    Projekt SEKA:

    Psychologisch-pädagogisch begleiteter Erholungsaufenthalt

    für traumatisierte Mütter und Kinder

    im Sommer 2009 in Neum

     

    Überblick:

    In der Zeit vom 15. bis zum 26. Juni 2009 konnten wir einer Gruppe von 20 Kindern und Müttern aus dem ostbosnischen Kanton Gorazde, die Opfer unterschiedlicher Formen von Gewalt geworden waren, therapeutisch  begleitete Erholung am Meer ermöglichen.

    Auch in diesem Jahr waren wir uns lange Zeit nicht sicher, ob uns die Finanzierung der geplanten Maßnahme glücken würde. Dass wir den Erholungsaufenthalt doch auch in diesem Sommer durchführen konnten verdanken wir: dem großzügigen Zuschuss der Stiftung ‚Sternstunden – Wir helfen Kindern’ des Bayerischen Rundfunks, München, einem Zuschuss der Dr.-Ursula-Schmid-Kayser Kinderfonds Stiftung, Erlangen, einem Zuschuss der Stadtverwaltung Gorazde, sowie vielen kleineren und mittleren Spendenbeträgen, die durch die SEKA-Kampagne 2009: „Schenken Sie Glückstage“ und über die Betterplace-Spendenplattform gesammelt werden konnten.

    Im Namen der Frauen und Kinder danken wir allen Geldgebern und SpenderInnen sowie unseren ehrenamtlichen UnterstützerInnen sehr herzlich.

    Zusammensetzung der Gruppe:

    Die Gruppe für den therapeutischen Erholungsaufenthalt setzte sich zusammen aus 10 Kindern (7 Jungen und drei Mädchen) und deren Müttern. Dabei hatten wir zum einen Kinder und Mütter berücksichtigt, die bereits Angebote im SEKA-Haus nutzen; zum anderen hatten wir – in Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen des Veteranenprojekts 'Svjetlost Drine' und der Sozialarbeiterin des Zentrums für psychische Gesundheit in Gorazde – Kinder und Ehefrauen von kriegstraumatisierten Veteranen, sowie Kinder und Frauen, die Gewalt in der Familie erlebt hatten, in die Gruppe mit eingeschlossen. Eine Mutter mit Kind berücksichtigten wir auch auf Bitten des SOS-Kinderdorf-Kindergartens in Gorazde, der die Kinder von Familien mit Mehrfach-Problemen betreut.

    Alle Familien leben unter sehr schweren ökonomischen Bedingungen, manche noch deutlich unter dem bosnischen Existenzminimum. Alle Frauen haben den Krieg in Bosnien überlebt, drei von ihnen wurden aus ihren Heimatorten in der heutigen 'Republika Srpska' vertrieben und leben nun in Gorazde. Alle Frauen sind durch Gewalterfahrungen im Krieg und / oder Gewalt in der Familie traumatisiert. Zwei der Frauen haben Vergewaltigungslager überlebt und sind schwerst traumatisiert. Fünf der Mütter sind alleinerziehend. Die übrigen leben mit einem Partner, der selbst (stark) kriegstraumatisiert ist. Die beiden ältesten Kinder sind gegen Kriegsende geboren, alle übrigen nach Kriegsende. Da der Krieg in den Familien durch die Traumatisierung der Eltern noch immer nachwirkt, sind die Kinder dadurch ebenfalls belastet und trans-generationell traumatisiert (s.u. Gruppenarbeit mit den Kindern).

    Im Folgenden beschreibe ich nochmals die spezifische Situation in Gorazde während des Krieges und danach, um Ihnen einen Eindruck zu geben, welche Erfahrungen auch die Teilnehmerinnen dieser Gruppe durchlitten haben:

    Hintergrund: Der Kanton Gorazde während des Krieges und heute:

    Gorazde – vor dem Krieg eine idyllisch an dem Fluß Drina gelegene Kleinstadt mit mehrheitlich bosniakischer Bevölkerung – hat neben Srebrenica und Zepa während des Krieges eine traurige und schreckliche Berühmtheit erlangt – als „Schutzzone, die nicht geschützt wurde“. Seit Anfang des Krieges im Frühjahr 1992 war Gorazde, als überwiegend muslimische Enklave im von den serbischen Nationalisten dominierten Teil Bosniens („Republika Srpska“) eingekesselt und erlebte – wie Srebrenica – mehr als drei Jahre ständige heftige Granatierung, Sniperbeschuss und eine furchtbare Hungersnot. Tausende Flüchtlinge aus den verbrannten Dörfern und Kleinstädten der Umgebung suchten – schwer traumatisiert – Schutz in der kleinen Gorazder Enklave, die schon die eigene Bevölkerung nicht ernähren konnte.

    Die Menschen in Gorazde lebten in der ständigen Angst, von den Karadzic-Truppen und Einheiten aus Serbien überrollt zu werden. Was das bedeutet hätte, wussten sie aus den Berichten der Flüchtlinge und Überlebenden der Massaker und der Folter- und Vergewaltigungs-Lager aus Visegrad, Foca und anderen ostbosnischen Städten, die bereits 1992 zunächst von der Jugoslawischen Volksarmee und dann von den serbischen Freischärlern besetzt worden waren. Vergewaltigungen an Frauen und Mädchen wurden auch in diesem Krieg systematisch eingesetzt, um den Gegner zu demoralisieren und psychisch zu vernichten.

    Im Sommer 1995 gab es schließlich Bestrebungen der internationalen Gemeinschaft (USA und EU) wie auch der damaligen bosnischen Regierung, Gorazde ebenso zu „opfern“ wie Srebrenica und Zepa, da sich Bosnien dann hätte „leichter aufteilen lassen“. Die bosniakische Enklave im serbisch dominierten Gebiet sollte den Serben zugeschlagen werden. Nur aufgrund der weltweiten Empörung über den Fall von Srebrenica und die Untätigkeit der UN-Truppen dort entschieden die europäischen und amerikanischen Verhandler schließlich, dass die Enklave Gorazde als Gebiet der kroatisch-bosniakischen Föderation innerhalb Bosnien-Herzegowinas erhalten und durch eine geschützte Straße mit dem übrigen Gebiet der Föderation verbunden bleiben solle. Dies rettete die Menschen in der Enklave (die verbliebene Bevölkerung sowie eine große Zahl an Flüchtlingen) knapp davor, dasselbe Schicksal wie die Menschen in Srebrenica (Eroberung, Vertreibung und Massaker) zu erleiden.

    Heute –  auch fast 14 Jahre nach Kriegsende – ist die Situation in Gorazde noch immer äußerst schwierig. Zwar wurde der größte Teil der Häuser wieder aufgebaut, die wirtschaftliche Situation ist jedoch nach wie vor sehr kritisch. Die Arbeitslosenrate liegt noch immer zwischen 40 und 50 %. Für den größten Teil der Bevölkerung haben sich die anfänglichen Nachkriegshoffnungen nicht erfüllt – sondern im Gegenteil einer tiefen Resignation und Verzweiflung Platz gemacht (s. auch ausführlicher Hintergrundbericht auf der SEKA-Homepage: http://www.seka-hh.de/journal_12/gorazde.htm ).

    Dazu kommt, dass im Kanton Gorazde die gesamte Bevölkerung mehr oder weniger stark kriegstraumatisiert ist, es aber bis zur Eröffnung des Projekts SEKA in Gorazde keinerlei psychotherapeutische Hilfe gab. Die schlecht ausgestatteten lokalen Gesundheitsdienste sind überfordert von dem Ausmaß an Problemen, insbesondere bzgl. der psychischen und sozialen Langzeitfolgen der Traumata der Menschen. Es werden nur die gravierendsten Fälle von PTBS (Posttraumatischer Belastungsstörung) sowie psychische Krankheiten (medikamentös) behandelt. Es mangelt an Fachpersonal. Die wenigen Mitarbeiterinnen der Gesundheits- und Sozialdienste sind in der Regel selbst traumatisiert und ausgebrannt.

    Aus diesem Grund hatten wir uns entschieden, das Projekt Kuca SEKA im Sommer 2007 nach Gorazde umzusiedeln, um hier insbesondere den Frauen und Kindern der lokalen Bevölkerung psychotherapeutische und psycho-edukative Hilfe anzubieten. Bei Bedarf werden auch die Männer / Väter in die Arbeit mit einbezogen – in Zusammenarbeit mit dem Veteranenklub „Svjetlost Drine“ (=“Licht der Drina“), dessen Aufbau SEKA mit initiiert hat und dessen Arbeit wir weiter durch psycho-edukative Seminare, Supervision und Beratung begleiten.

    Ziele des therapeutischen Erholungsaufenthalts:

    • Verbesserung der psychischen und physischen Gesundheit der Kinder und Mütter
    • Psychische Entlastung der Mütter, auch um ihre Kapazität für den Umgang mit den Kindern zu erhöhen
    • Stärkung und Stabilisierung, Förderung des Selbstwertgefühls und der Coping-Strategien bei Kindern und Frauen
    • Psycho-Edukationen zur Verbesserung der Lebensqualität der Familien
    • Förderung der Beziehung zwischen Müttern und Kindern und der Erziehungskompetenz der Mütter; Ermöglichen von neuen, positiven Erfahrungen miteinander
    • Unterstützung bei der Lösung aktueller Probleme
    • Vernetzung der Frauen und der Kinder untereinander als soziale Ressourcen in ihrem Alltag zu Hause.
    • Frauen und Kindern, die von sich aus keine therapeutische Hilfe suchen würden, die Gelegenheit zu bieten, durch ein attraktives niedrigschwelliges Angebot (Erholung am Meer) die Möglichkeiten therapeutischer Arbeit kennenzulernen, und die Motivation zur weiteren Nutzung von therapeutischen Angeboten im Projekt SEKA zu wecken.

     

    Methoden und Techniken:

    Unsere Methoden in der Arbeit basieren grundsätzlich auf dem Ansatz der Humanistischen Psychologie und der Philosophie des Psychodramas. Wir arbeiten mit traumatherapeutischen Verfahren, die sich an der ‚Psychodynamischen Imaginativen Traumatherapie’ (PITT) nach Luise Reddemann orientieren und mit psychodramatischen Elementen, die an die Arbeit mit traumatisierten Menschen angepasst sind. Außerdem nutzen wir eine Vielzahl kreativer Techniken sowie themenzentrierte Übungen und kurze psycho-edukative Theorie-Einheiten – jeweils angepasst an das Alter und die intellektuellen Möglichkeiten der TeilnehmerInnen. Die Strukturierung der Arbeit folgt dem Psychodramatischen Phasenmodell (Erwärmung, themenzentrierte Arbeit und Integration). Zur Erwärmung und Energetisierung nutzen wir unterschiedliche Bewegungs- und Tanzspiele, sowie Imaginationsübungen. In der Arbeit mit den Kindern verwenden wir zusätzlich spieltherapeutische Techniken.

    Neben der Gruppenarbeit bieten wir bei Bedarf auch Einzelgespräche für Kinder oder Frauen an. Die gemeinsam verbrachte Zeit am Strand oder am Abend gibt außerdem die Möglichkeit der direkten Intervention z.B. in Konflikt-Situationen zwischen Müttern und Kindern bzw. unter den Kindern.

     

    Arijana Catovic, Nurka Babovic, Amina Vrana, Adisa Adzem und Gabriele Mueller

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    Soviel fuer heute, die Fortsetzung folgt in den naechsten Tagen...

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

    G. Mueller

    Noch ein wenig Geduld...

    Liebe Freundinnen und Freunde und besonders: liebe Betterplace-UnterstuetzerInnen unseres Projekts "Glueckstage":

    Nun bin ich aus meinem Urlaub zurueck und habe die Berichte gesichtet, die ich von den Kolleginnen bekommen habe. Es fehlt mir noch ein Teil des Berichts ueber die Arbeit mit den Frauen. Sobald ich auch den noch habe, werde ich die Berichte fuer Betterplace zu Blogs zusammenfassen und uebersetzen.

    Bitte haben Sie noch ein wenig Geduld! Danke!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

    G. Mueller

    Und noch ein paar Fotos....

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    eben habe ich noch ein paar Fotos von der Arbeit mit den Kindern waehrend der 'Glueckstage' hinzugefuegt. Leider hat mein PC im Moment Probleme mit der Bildverarbeitung. Deswegen gebe ich fuer heute auf. Ich hoffe, ich kann bald noch mehr Fotos einstellen - wir haben eine ganze Menge sehr schoene...

    Fuer heute herzlichst

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

    G. Mueller

    Die ersten Fotos der 'Glueckstage 2009'

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    eben habe ich schon mal eine erste Auswahl von Fotos eingestellt - sie sind vom ersten Fotoapparat. Die vom zweiten (insbesondere ueber die Gruppenarbeit mit den Kindern) kommen sobald als moeglich.

    Viel Freude beim Ansehen...

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller und Kolleginnen

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    G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

    G. Mueller

    Die Glueckstage sind zu Ende gegangen!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    die 'Glueckstage 2009' sind gestern zu Ende gegangen. Gestern am spaeten Nachmittag reisten die 20 Kinder und Muetter - begleitet von zwei Kolleginnen wieder aus Neum ab und trafen spaet am Abend in Gorazde bzw. den umliegenden Doerfern ein.

    Obwohl wir in diesem Jahr leider mit viel schlechtem Wetter zu kaempfen hatten (an 5 der 12 Tage regnete es mehr oder weniger stark - und es war die meiste Zeit recht kuehl), waren Frauen und Kinder begeistert von den 12 Tagen in Neum. Wenigstens zu Anfang hatte die Gruppe 5 Tage  Sonnenschein. Dann begann es zu regnen und hielt fuenf Tage an. Da es an zwei Tagen auch sehr kuehl war, fiel an diesen das Baden voellig aus.

    An den Schlechtwettertagen arbeiteten die Therapeutinnen daher auch nachmittags parallel mit der Frauen- und der Kindergruppe. Kinder und Frauen waren davon begeistert. Gut, dass wir uns schon in Gorazde auf eine moegliche Regenperiode eingestellt hatten. So war es moeglich, mit der Frauengruppe wichtige Themen zu vertiefen und auch mit grossen Psychodrama-Szenen zu arbeiten. Fuer die Kinder hatte Amina zusaetzliche  spannende Spiele und Themen ausgewaehlt, mit denen ihnen die Zeit wie im Flug verging.

    Die Regenpausen nutzten die Kolleginnen fuer Spaziergaenge und Exkursionen mit den Kindern. Gluecklicherweise kam dann gegen Ende doch die Sonne wieder und Kinder und Muetter genossen die Bootsfahrt (die zweite Ueberraschung, die Amina V. vorbereitet hatte) mit allen Sinnen.

    Der vorletzte Tag, an dem auch Esma D. und ich selbst wieder eintrafen, war dann wunderschoen und richtig heiss. Nun bekamen doch noch fast alle einen Sonnenbrand, sonnenhungrig wie sie waren.

    Am letzten Abend feierten wir wie immer das Abschiedsfest. Die Kinder hatten sich ein richtig abendfuellendes Programm  ausgedacht, fuer das sie immer wieder begeisterten Applaus bekamen: Geschichten, Lieder, Sketche, Tanzvorstellungen......

    Esma und ich waren begeistert von der schoenen Atmosphaere - und froh, dass trotz des Wetters alle so gut gelaufen war. Die Muetter versicherten uns, dass diese 12 Tage fuer sie und ihre Kinder unvergesslich bleiben werden. Sie bedankten sich immer wieder bei all denen, die diese "wundervollen Tage" fuer sie ermoeglicht haben.

    Diesen Dank moechte ich hiermit auch an alle unsere UnterstuetzerInnen ueber Betterplace weitergeben!

    Sobald wie moeglich werde ich die neuen Fotos hier einstellen. Sobald ich die ausfuehrlichen Berichte der Kolleginnen ueber die Arbeit mit Kindern und Muettern habe, werde ich diese uebersetzen und wie schon im letzten Jahr in Fortsetzungsblogs veroeffentlichen.

    Noch einmal ein RIESIGES DANKESCHOEN an alle, die mitgeholfen haben, die 'Glueckstage' in diesem Jahr zu finanzieren! Und ein GROSSES DANKESCHOEN an unsere vier Kolleginnen, die mit ihrem ganz besonderen Engagement diesen therapeutischen Erholungsaufenthalt trotz des Wetters zu einem vollen Erfolg gemacht haben!

    Mit herzlichen Gruessen aus Gorazde

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

    G. Mueller

    Die Glueckstage 2009 haben begonnen!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    gleich muss ich los und bin dann wieder 5 Tage unterwegs. Deswegen nur ganz kurz:

    Am Montag ist nach einer problemlosen Fahrt die Gruppe gut in Neum an der Adria angekommen, wo sie schon von Esma D.  und mir und den beiden Kolleginnen Nurka B. und Ariana C. erwartet wurde. Wir hatten die Arbeitsraeume und Zimmer der Frauen und Kinder liebevoll vorbereitet - mit grosser Unterstuetzung durch das Ehepaar, das die Pension leitet. Auch eine Art "Wohnzimmer" hatten wir fuer die Gruppe vorbereitet - um so sehr wie moeglich eine Atmosphaere wie im SEKA-Haus zu schaffen.

    Nach einer Erfrischung verteilten wir die Zimmer. Frauen und Kinder waren begeistert ueber ihre Unterbringung. Dann hatten wir noch eine kurze Besprechung bzgl. Hausordnung und Struktur der taeglichen Gruppenarbeit. Und dann ging es natuerlich ans Meer - die Kinder konnten es schon kaum mehr erwarten.

    Ich uebergab die Gruppenleitung den Kolleginnen und Esma und ich machten uns mit dem Bulli wieder auf den 7-stuendigen Heimweg.

    Am Abend erfuhren wir telefonisch, dass alles prima laeuft, Frauen und Kinder gluecklich sind - und so soll es ja sein. Heute haben sie mit der Gruppenarbeit begonnen.

    Fuer alle Faelle sind wir ueber Handy in Kontakt - auch wenn ich in Belgrad sein werde.

    Noch einmal ein RIESIGES DANKESCHOEN an alle, die mitgeholfen haben, diese Glueckstage moeglich zu machen!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

    G. Mueller

    Noch 3 Tage bis zur Abreise...

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    die Vorbereitungen fuer die 'Glueckstage' laufen auf Hochtouren in die Endphase: Alle Besorgungen sind gemacht: Sonnenmilch, Medikamente, Schwimmfluegel, einige tragbaren Sonnenschirme, Materialien fuer die therapeutisch-paedagogische Arbeit, Filme, Batterien fuer die Fotoapparate, Getraenke, Kaffee, kleine Leckereien und vieles andere mehr.

    Seit Tagen wird gepackt: Spielzeug, Materialien, Stofftiere, Puppen, Symbole..... Amina, Vera  und Esma arbeiten sorgfaeltig ihre Listen ab. Was vergessen wurde, kann nicht mehr besorgt werden.

    Gestern fand das zweite Vorbereitungs-Treffen fuer die Muetter und das erste Treffen der Kindergruppe statt. Die Aufregung und Begeisterung der Kinder und Muetter erfuellte den Raum. Manche der Kinder sind noch nie aus ihrem Dorf in der Naehe von Gorazde herausgekommen. Sie koennen es kaum erwarten.

    Fuer einige Kinder und Muetter haben wir noch Badeanzuege besorgt, eine noch fehlende Reisetasche wurde organisiert (unsere Kollegin Vera verlieh ihre). Schon nach dem letzten Treffen war die Atmosphaere unter den Frauen locker. Diesmal hatte ich das Gefuehl, es treffen sich schon alte Bekannte. Schnell zeigte sich, dass es viele Themen gibt und die Frauen sehr bereit sind fuer die Gruppenarbeit - obwohl fuer die Mehrzahl dies etwas ganz Neues ist.

    Anhand der Fragebogen, die die Muetter fuer sich und die Kinder ausfuellten (Geburtsdaten, Krankheiten, Allergien, Besonderheiten...) zeigte sich, dass eines der Kinder waehrend des Erholungsaufenthalts Geburtstag haben wird. Das gibt natuerlich Anlass fuer ein Fest!

    Heute stellen wir noch die letzten Materialien fuer die Gruppenarbeit zusammen. Die Kartons stehen schon fertig zum Einladen. Am Sonntag frueh fahren dann Koordinatorin Esma Drkenda und ich die Polster, Decken, Flipchart, Spielzeuge und vieles andere mehr im Kleinbus nach Neum, um die Gruppenraeume und die Zimmer der Frauen und Kinder vorzubereiten.

    Die Gruppe faehrt dann am Montag morgen um 6.00 mit dem Bus los - begleitet von Amina Vrana und Adisa Adzem. Vermutlich werden sie gegen 11 Uhr in Neum eintreffen. Wir hoffen, dass das Wetter uns nicht im Stich laesst und dass es so schoen bleibt wie in den letzten Tagen.

    Soviel fuer heute!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    Bp_dauerspender
    G. Mueller (Project Manager) written over 2 years ago
    Liebe Ruth,
    vielen herzlichen Dank fuer Deine Spende - ja, toll, dass die Glueckstage diesmal tatsaechlich rechtzeitig finanziert sind - wir koennen sie aber auch sehr gut fuer die Juni-Miete des Veteranenprojekts gebrauchen!
    Danke fuer Deine treue Unterstuetzung und Begleitung!
    Liebe Gruesse
    Gabriele

    R. Sattelberger written over 2 years ago
    Liebe Gabriele!
    Ich hatte heute endlich wieder mal Zeit am Computer und wollte nachschauen, ob ihr noch was für die Glückstage braucht. Es freut mich außerordentlich, dass alles bereits vorbereitet und das Projekt auch finanziert ist!!! Dann werde ich meine Spende für das Veteranen-Projekt Gorazde abliefern, da fehlt ja noch Juni-Miete....
    Viel Freude in Neum ! Ruth

    Bp_dauerspender
    G. Mueller (Project Manager) written over 2 years ago
    Liebe Adina,
    danke fuer Deine guten Wuensche! Ich glaube, dass der Erholungsaufenthalt auch in diesem Jahr zu wirklichen "Glueckstagen" werden wird - fuer die 20 Kinder und Muetter. Es ist eine sehr nette Gruppe - sowohl die Frauen, als auch die Kinder.... und unsere Kolleginnen sind klasse.... da kann eigentlich nichts mehr schief gehen - ausser dem Wetter, aber da haeltst Du uns ja jetzt die Daumen...
    Ich lese uebrigens auch immer Deine Blogs - besonders zu Paul und Paulina - mit grossem Interesse, nur habe ich in den letzten Monaten so extrem viel um die Ohren, dass ich kaum dazu komme, Blogs zu schreiben oder mich mal mit einem Kommentar zu melden. Ich hoffe, das wird wieder besser.
    Ganz herzliche Gruesse und alles gute und viele Spenden fuer Deine Projekte...
    Gabriele

    Bp_dauerspender
    A. Hammoud written over 2 years ago
    Liebe Gabriele, das liest sich so, daß man am liebsten mitfahren möchte.... Viel Erfolg und natürlich auch viel Spaß und schönes Wetter!

    G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

    G. Mueller

    Die 'Glueckstage' sind komplett finanziert!

    Liebe Freundinnen und Freunde, heute habe ich eine wunderbare Nachricht fuer Sie: Die Kosten fuer den therapeutischen Erholungsaufenthalt - die Glueckstage 2009 - sind nun ganz gesichert! Das ist einfach grossartig! Die 100 % haben wir erreicht dank der Spende unserer neuen Unterstuetzerin U. Conrad, der wir dafuer sehr herzlich danken. Und natuerlich ein GROSSES DANKESCHOEN an alle unsere UnterstuetzerInnen, die uns teils mehrfach mit Spenden fuer die Glueckstage unterstuetzt haben! Die Vorbereitungen fuer die 'Glueckstage' laufen auf Hochtouren. Die Kinder und Muetter, die wir fuer die Gruppe ausgewaehlt haben, koennen ihr Glueck kaum fassen. Am 15. Juni wird es losgehen... Noch 2 Wochen also.... Ich wuensche Ihnen allen ein schoenes Pfingstwochenende... Mit herzlichen Gruessen Gabriele Mueller
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    G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

    G. Mueller

    Nur noch 55 €!!!

    Liebe Freundinnen und Freunde, wir danken ganz herzlich fuer die neueste Spende - entweder noch einmal unserem tatkraeftigen Unterstuetzer Christoph H. - oder einem/r anonymen Unterstuetzer/in. Ich kann das nicht genau ersehen. Auf jeden Fall: vielen Dank! Damit hat sich der noch noetige Betrag auf nun nur noch 55 € reduziert. Das ist einfach grossartig!!!! Bald werden wir es geschafft haben.... Mit herzlichen Gruessen Gabriele Mueller
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    G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

    G. Mueller

    Und noch eine Direktspende!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    es ist toll: noch eine Direktspende wurde mir angekuendigt von unserem Unterstuetzer Harald S.: Damit benoetigen wir fuer den letzten Bedarf der Glueckstage nur noch 110 €.

    Nochmals danke an alle!!!!!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 2 years ago

    G. Mueller

    Endspurt fuer die Glueckstage

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    heute geht nochmal ein herzliches Dankeschoen an Christoph H., der auch den Bedarf "therapeutisch-paedagogisches Material" vollends komplettiert hat. Toll!

    Ich stelle jetzt den letzten noch noetigen Bedarf ein und dann haben wir's geschafft!!!!

    Fuer Unternehmungen, Ausfluege, Geburtstagsfeiern (meist hat ein Kind oder eine Mutter, oft auch mehrere waehrend des Erholungsaufenthalts Geburtstag), Aktivitaeten am Strand (z.B. Tretbootfahren o.ae.), fuer Sonnenschutz, evtl. noetigen Arzt- oder Zahnarztbesuch und aehnliche Ausgaben rechnen wir fuer 12 Tage fuer 20 Personen mit ca. 750 €. Da alle Familien unter schwierigen bis extrem schwierigen oekonomischen Bedingungen leben, muessen wir all diese Ausgaben finanzieren.

    Allerdings haben wir - wie ich heute erfahren habe - dafuer schon Direktspenden bekommen in Hoehe von 430 €. Das heisst wir benoetigen jetzt nur noch 320 €. Und dann - vorausgesetzt, dass die von der Stadt Gorazde zugesagten Gelder ausgezahlt werden - sind die Glueckstage 2009 komplett finanziert!!!

    Also, auf zum Endspurt!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

    G. Mueller

    Wunderbar! Nur noch 20 €!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    es ist wirklich grossartig: im Endspurt zur Finanzierung der Glueckstage tut sich jeden Tag etwas. Heute moechte ich mich sehr herzlich bedanken bei Gisela K., die uns mit einer grosszuegigen Direktspende unterstuetzt hat.

    Es fehlen nun nur noch 20 € fuer den Bedarf 'therapeutisch-paedagogisches Material'.

    Die Vorbereitungen fuer den Erholungsaufenthalt laufen nun schon auf Hochtouren: Die Zusammenstellung der Gruppe ist abgeschlossen. Zur Zeit finden Einzelgespraeche mit den Muettern statt. Anfang Juni wird es dann ein erstes Treffen der Muetter geben und drei Tage vor der Abreise dann ein weiteres Treffen der Muetter und parallel eines der Kindergruppe - zu einem ersten Kennenlernen.

    Unsere Koordinatorin Esma Drkenda hat die Reservierung bestaetigt und organisiert nun die Details der Unterbringung und Verpflegung mit den Pensionsinhabern. Ausserdem kuemmert sie sich um die Details der Fahrt mit dem Bus nach Neum. Amina Vrana bereitet - neben der alltaeglichen Arbeit - gemeinsam mit Adisa Ađem das Programm fuer die Kinder vor und stellt die dafuer noetigen Materialien und das Spielzeug zusammen. Ich selbst bereite das Programm fuer die Frauengruppe vor - im Kontakt mit den beiden Therapeutinnen-Kolleginnen, die mit den Frauen der Gruppe arbeiten werden: Edita Ostojic und Arijana Catovic.

    Die Zeit rast... Und alle sind wie immer ein wenig aufgeregt... ob auch alles gut klappen wird...

    Soviel fuer heute

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

    G. Mueller

    Ein ganz herzliches Dankeschoen!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    heute geht ein ganz herzliches Dankeschoen an unsere treue SEKA-Freundin Anne Kolkmann fuer ihre grosse Spende fuer das therapeutisch-paedagogische Material und ebenso an unsere neue Unterstuetzerin E Velasco fuer ihre Hilfe.

    Damit ist der Betrag fuer das therapeutisch-paedagogische Material auf nun 140 € 'geschrumpft'.

    Dieses Jahr werden wir die Finanzierung rechtzeitig schaffen. Das ist eine Riesen-Erleichterung.

    Herzliche Gruesse und nochmals Danke an alle, die hier mitgeholfen haben und weiter mithelfen.

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

    G. Mueller

    Vielen Dank!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    nochmals ein herzliches Dankeschoen an Christoph H. (oder eineN anonymeN UnterstuetzerIn - das kann ich nicht genau zuordnen, da die letzte Spende schon von Christoph H. kam...) fuer die Erfuellung des restlichen Bedarfs fuer die Kosten des Foto-Workshops mit den Kindern! Das ist grossartig!

    Ich werde nun noch einige kleinere Bedarfe einstellen - fuer therapeutisch-paedagogisches Material, fuer Unternehmungen und aehnliches.

    Auf jeden Fall ist aber sicher: die Glueckstage werden stattfinden! Dieser Tage sind wir schon in intensiven Vorbereitungen fuer die Reise.

    Nochmals ein DICKES Dankeschoen an alle, die mitgeholfen haben, die Finanzierung zu sichern!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

     

     

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

    G. Mueller

    Hurra! Die Grundkosten sind finanziert!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    eben erreicht mich die Nachricht ueber drei grosse Spenden durch unsere Glueckstage-Postkarten-Kampagne: insgesamt 940 € Maria H., Gesa I. und Johanna H. gespendet. Damit sind die Kosten fuer Unterkunft und Verpflegung sowie Fahrtkosten fuer alle 10 Kinder und 10 Muetter komplett finanziert!!!

    Da koennen wir nur "Hurra" rufen. Vielen vielen Dank allen, die da mitgeholfen haben!!!

    Nun geht es nur noch um kleinere Bedarfe fuer die therapeutisch-paedagogischen Materialien, den Foto-Workshop mit den Kindern und Kosten fuer gemeinsame Unternehmungen...

    Die Honorarkosten fuer die Therapeutinnen und deren Unterkunft und Verpflegung finanziert groesstenteils die Stiftung Sternstunden / Wir helfen Kindern des Bayrischen Rundfunks, bei der wir uns auch nochmal sehr herzlich bedanken.

    Nun laufen unsere Vorbereitungen auf Hochtouren!!! Die teilnehmenden Kinder und Muetter wurden inzwischen alle informiert. Sie konnten es kaum glauben, dass ihnen so ein Glueck wiederfaehrt.

    Bis bald wieder...

    Ihre Gabriele Mueller

    P.S.: Und noch mehrere Spenden im Gesamtwert von 225 € sind auf dem SEKA-Konto eingegangen. Ich habe sie nun gleich eingetragen fuer die Kosten des Foto-Workshops

     

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

    G. Mueller

    Vielen Dank!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    ein ganz herzliches Dankeschoen geht heute an unseren treuen Unterstuetzer Christoph H., der mit seiner Spende gestern abend noch den Bedarf der Fahrtkosten fuer die 9. Mutter komplett erfuellt hat!

    Wir freuen uns und sind zuversichtlich, dass wir die Finanzierung dieses Jahr rechtzeitig schaffen koennen!

    Sobald ich heute noch Zeit finde, werde ich die Bedarfe fuer das 10. Kind und die 10. Mutter einstellen. Wie ich von meiner Hamburger Kollegin gehoert habe, gibt es auch noch weitere Kampagnen-Spenden... Dazu spaeter mehr...

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

    G. Mueller

    Spenden ueber die Glueckstage-Kampagne

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns sehr ueber Spenden in Hoehe von insgesamt 560 €, die wir in den letzten Wochen durch die Glueckstage-Postkartenkampagne sammeln konnten. Damit konnten wir den restlichen Bedarf fuer die Verpflegungskosten fuer das 9. Kind, die Unterkunft und Verpflegung fuer die 9. Mutter und die Fahrtkosten fuer das 9. Kind komplett abdecken. Das ist wunderbar... Aber es ist auch notwendig, denn die Zeit vergeht wie im Flug und am 15. Juni soll die Reise bereits losgehen!

    Heute haben wir die Gruppe (20 Kinder und Muetter) endgueltig zusammengestellt. Die Auswahl der Frauen und Kinder haben wir SEKA-Mitarbeiterinnen gemeinsam mit der Sozialarbeiterin des Zentrums fuer psychische Gesundheit getroffen, die gleichzeitig die Soziotherapie-Gruppe im Veteranenprojekt leitet.

    Kriterien fuer die Teilnahme sind: eigene Kriegstraumatisierung der Frauen / Kinder - und / oder Traumatisierung des Ehepartners / Vaters; Gewalterfahrung der Frauen / Kinder; alle Familien leben ausserdem unter oekonomisch sehr schwierigen Bedingungen.

    In dieser Woche werden wir noch mit einigen Muettern Einzelgespraeche fuehren, um ihnen die Art und Weise der geplanten Gruppenarbeit zu erklaeren.

    Anfang Juni gibt es dann das erste Vortreffen der Gruppe und drei Tage vor der Abreise ein weiteres Treffen, damit Frauen und Kinder sich schon ein wenig untereinander kennenlernen koennen.

    Wir hoffen, dass wir innerhalb der naechsten Wochen auch noch die restlichen noetigen Spenden sammeln koennen.

    Natuerlich freuen wir uns sehr ueber Ihre Mithilfe!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

    P.S.: Im Moment ist noch der Betrag von 30 € offen fuer die restlichen Fahrtkosten fuer die 9. Mutter. Wenn dieser Betrag abgedeckt ist, werden wir die Bedarfe fuer das 10. Kind und dann fuer die 10. Mutter einstellen.

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

    G. Mueller

    Herzlichen Dank!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    ein ganz herzliches Dankeschoen an Michael Stein, der uns inzwischen bei allen drei SEKA-Projekten auf Betterplace unterstuetzt, so auch bei den Glueckstagen...

    Ich habe so lange nichts von mir hoeren lassen, weil ich nun von Kroatien zum Projektstandort nach Gorazde (Bosnien-Herzegowina) umgezogen bin. Noch sind massenhaft Kartone nicht ausgepackt, aber neben der Projektarbeit geht das halt nicht so schnell. Dann wurde noch die neu eingerichtete ADSL (DSL)-Verbindung angebaggert und so weiter und so fort... Aber jetzt hoffe ich, dass ich wieder mehr Zeit fuer Blogs finde...

    Wir sind noch immer dabei, die Gruppe fuer die Glueckstage auszuwaehlen. Vor kurzem ist uns die neue Kollegin, die als zweite Therapeutin mit den Frauen arbeiten wollte, aus triftigen persoenlichen Gruenden abgesprungen. Heute konnte ich nun eine junge Kollegin aus unserer Fortbildungsgruppe "Traumatherapie" gewinnen - da fiel uns allen ein Stein vom Herzen... (Fuer viele Kolleginnen ist es ein Problem, 13 Tage am Stueck freizunehmen - oder auch abwesend von der Familie zu sein. Ohnehin ist das Glueckstage-Prigramm sehr anspruchsvoll und erfordert sehr viel Einsatz - im Prinzip fast rund um die Uhr...).

    Soviel im Moment...

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

    G. Mueller

    Wunderbar!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns heute ueber die Nachricht, dass durch die Glueckstage-Postkartenkampagne bisher 710 € gesammelt werden konnten (ausserhalb von betterplace). Ich habe die Summe gleich eingetragen. Damit koennen wir die Kuerzung des Zuschusses der Stadt Gorazde ausgleichen. Das ist super!

    Wir hoffen noch auf weitere Spenden.Die Vorbereitungen fuer die Glueckstage laufen auf Hochtouren...

    Herzlichst

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

    G. Mueller

    Zuschuss um 30 % gekuerzt!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    nun haben wir endlich die Antwort der Stadtverwaltung Gorazde bekommen auf unsere Anfrage bzgl. des Zuschusses, den die Stadt Gorazde fuer unser Projekt "Glueckstage" fuer dieses Jahr bewilligt hatte:

    Aufgrund der Finanzkrise, die auch vor Gorazde nicht haltgemacht hat, wird der uns bereits zugesagte Zuschuss in Hoehe von 2200 € auf 1500 € gekuerzt. Das bedeutet dass unsere Rechnung nun so nicht mehr stimmt: 700 € muessen wir nun zusaetzlich durch private Spenden aufbringen.

    Wenigstens wissen wir nun, woran wir sind!

    Diese 700 €, die nun wieder fehlen, werde ich als zusaetzlichen Bedarf einstellen.

    Wir hoffen, dass es bei dieser einen Kuerzung bleibt - und dass wir trotz Finanzkrise noch genuegend UnterstuetzerInnen fuer die Glueckstage finden koennen.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

    G. Mueller

    Herzlichen Dank!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns ueber eine erneute Spende unseres Unterstuetzers L. van Iersel. Das ist grossartig!

    Schritt fuer Schritt kommen wir unserem Ziel naeher - mit Ihrer aller Hilfe!

    Heute konnte ich gluecklicherweise auch ein neu aufgetretenes Problem loesen: Unsere (ehemalige) Kollegin Senija T., die inzwischen ehrenamtlich fuer uns arbeitet, teilte uns mit, dass sie in diesem Sommer nun doch nicht den Erholungsaufenthalt in Neum mit begleiten kann. Da sie von ihrer neuen Arbeitsstelle nicht freigestellt werden kann.

    Das bereitete uns ziemliche Sorgen. Heute konnten wir nun eine neue Kollegin fuer die Arbeit mit den Frauen waehrend des Erholungsaufenthalts gewinnen. Naechste Woche wird sie uns ihre definitive Antwort geben. Aber im Grunde hat sie schon zugesagt. Sie hat viel Erfahrung mit schwer traumatisierten Menschen.

    Dies erleichtert uns sehr, da die Arbeit mit diesen Gruppen zwar sehr schoen aber doch auch sehr anspruchsvoll und anstrengend ist.

    Soviel fuer heute...

    Liebe Gruesse

    Gabriele Mueller und Kolleginnen

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

    G. Mueller

    Wunderbar!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    das ist wunderbar: nun sind auch die Unterkunftskosten fuer das 9 (!) Kind finanziert - durch die Spende unserer Unterstuetzerin Hannelore Knott. Herzlichen Dank, Hannelore.

    Ich werde nun den naechsten Bedarf einstellen, damit wir unser Ziel der Finanzierung der Glueckstage fuer eine Gruppe von 10 Kindern und 10 Muettern, moeglichst rasch erreichen: Die Verpflegungskosten fuer das 9. Kind fuer 12 Tage (12 x 15 €) = 180 €.

    Unsere Koordinatorin Esma Drkenda hat bereits mit der Organisation der Unterkunft und der Reise der Gruppe ans Meer begonnen.

    Amina Vrana und Esma Drkenda haben ausserdem begonnen, gemeinsam mit den Volontaeren des Veteranenklubs und der Sozialarbeiterin des Zentrums fuer psychische Gesundheit, eine vorlaeufige Liste der potentiellen TeilnehmerInnen zusammenzustellen: Frauen und Kinder, die selbst durch Kriegserfahrungen oder andere Formen von Gewalt traumatisiert sind - oder Kinder und Frauen von kriegstraumatisierten Veteranen. Alle dieser Familien leben ausserdem am Rande des bosnischen Existenzminimums oder sogar darunter.

    Nochmals danke an alle, die bisher mitgeholfen haben. Haltet uns weiter die Daumen. Und natuerlich freuen wir uns ueber jeden Euro Spende.

    Mit herzlichen Gruessen - im Namen der Frauen und Kinder

    Gabriele Mueller und Kolleginnen

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

    G. Mueller

    Vielen Dank!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    heute freuen wir uns ueber eine neue Unterstuetzerin: B. Brueck (unsere 25!). Das ist wundervoll!

    Wir danken ihr fuer ihre Spende fuer die Unterkunft fuer das 9. Kind. Nun sind nur noch 14 € noetig - dann haben wir die 12 Tage auch fuer dieses Kind finanziert!

    Wir hoffen, dass wir noch diese Woche erfahren werden, ob die Stadt Gorazde den von ihr zugesagten Zuschuss ueber 2200 € uns auch wirklich auszahlen kann - da sie aufgrund der Finanzkrise scharfe Sparmassnahmen angekuendigt hat und eine Reduzierung der Zuschuesse. Wir hatten die zugesagte Foerderung schon fest eingeplant. Wir hoffen, dass wir moeglichst bald eine endgueltige Antwort bekommen koennen.

    Druecken Sie uns bitte die Daumen.

    Ausserdem ist nun unsere SEKA-Kampagne "Schenken Sie Glueckstage" angelaufen. Sie finden sie auf unserer Homepage: www.seka-hh.de/glueckstage.htm.

    Wir freuen uns, wenn Sie diese Information und den link weiter verbreiten - in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

    G. Mueller

    Noch 2 1/2 Monate bis zum Termin

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns ueber eine erneute Spende unseres Unterstuetzers Christoph H. und danken ihm dafuer sehr herzlich. Nun fehlen 'nur' noch 24 € fuer die Unterkunft fuer das 9. Kind.

    Wir sind optimistisch, dass wir die Finanzierung der Glueckstage auch in diesem Jahr schaffen koennen. Der Termin in der Pension in Neum ist bereits reserviert. Nun haben wir auch begonnen, eine vorlaeufige Liste der GruppenteilnehmerInnen zusammenzustellen. Die Zeit vergeht schnell. Nur noch zweieinhalb Monate bis zum geplanten Termin. Wir freuen uns ueber jede Unterstuetzung.

    Herzliche Gruesse Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

    G. Mueller

    Two lovely news...

    Dear friends,

    today I want to share two lovely news with you. First: our supporter K Zweydinger helped us again with a donation for the "Days of Joy" and completed by this the need "travel costs for a 5. child". We thank him very much for his support!

    And then we got the definitive news, that the German Dr. Ursula Schmid-Kayser Kinderfonds-Stiftung will support the "Days of Joy" also in this year with the amount of 3.000 €!!!! Isn't this great?!

    By this, we can finance the complete costs for accommodation, full-board and travel-costs for 3 further children and their mothers! We are very happy and now convinced, that we will succeed in gathering the necessary finances for the "Days of Joy" also for this Year for a group of 10 children and 10 mothers.

    The actual need I now put on Betterplace is already the need for the accommodation for the 9.(!) child.

    A big THANK YOU to all our supporters - in the name of the women and children from East Bosnia!

    With happy regards

    Gabriele Mueller and colleagues

    P.S.: Tomorrow in the morning I will leave for 16 days to Lebanon - for two further trainings with palestinian teams. During this time I will scarcely have access to the internet. So I will not be able to write blogs during this time. I will be back again here on the 22. / 23. of March.

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

    G. Mueller

    Verpflegungskosten fuer 5. Mutter erfuellt!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns sehr ueber eine neue Unterstuetzerin: Hedwig R.. Durch ihre grosszuegige Spende sind nun auch die Verpflegungskosten fuer die 5. Mutter komplett finanziert! Das ist wunderbar!

    Wir danken Hedwig R. dafuer sehr herzlich!

    Wir haben nun den Bedarf fuer die Fahrtkosten fuer das 5. Kind eingestellt: 50 € betragen die anteiligen Kosten fuer die Busfahrt von Gorazde nach Neum an der Adria.

    Auf die Antwort der Deutschen Botschaft in Sarajevo auf unseren Antrag warten wir noch... Druecken Sie uns die Daumen!

    Nun wuensche ich Ihnen allen einen schoenen Tag!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

    G. Mueller

    Langsam aber sicher...

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    heute konnten wir uns ueber eine Direktspende von unserem langjaehrigen Unterstuetzer Helge K. freuen.

    Herzlichen Dank, Helge!

    Nun ist der Betrag fuer die Verpflegung der 5. Mutter auf 125 € geschrumpft...

    Wir freuen uns ueber Ihre Mithilfe!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller und das SEKA-Team

     

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

    G. Mueller

    Vielen Dank!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    langsam aber sicher geht es vorwaerts... Heute haben wir eine Direktspende von unserem langjaehrigen Unterstuetzer Ulrich L. bekommen - fuer die Verpflegungskosten fuer eine 5. Mutter...

    Das ist toll! Herzlichen Dank, Ulrich!

    Nun ist dieser Bedarf auf 155 € 'geschrumpft' - das sieht schon ein wenig besser aus, finden wir...

    Wir warten noch immer auf die neusten Nachrichten bzgl. der Budget-Kuerzungen der Stadt Gorazde - und hoffen, dass es uns nicht so sehr trifft.

    Ausserdem warten wir noch auf Nachricht von der Deutschen Botschaft in Sarajevo...

    Druecken Sie uns die Daumen!!!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

    G. Mueller

    Verpflegung fuer das 5. Kind finanziert!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    das ist toll: durch die Spende unseres neuen (23.!) Unterstuetzers Daniel H. wurde der Bedarf "Verpflegung fuer ein 5. Kind fuer 12 Tage" vollends ganz erfuellt. Dafuer ein herzliches Dankeschoen an Daniel H.!

    Bald werden wir die Haelfte der Kosten fuer die ganze Gruppe (20 Kinder und Muetter) fuer 12 'Glueckstage' finanziert haben (Unterkunft, Verpflegung und Fahrtkosten)!

    Wir haben ausserdem noch einen Antrag an die Deutsche Botschaft in Sarajevo gestellt und hoffen auf einen Zuschuss, der vielleicht die Kosten fuer ein oder zwei Kinder mit ihren Muettern abdecken kann. Wir warten gespannt!!!

    Viele Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 3 years ago

    G. Mueller

    Nur noch 19 € noetig!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns ueber eine weitere Direktspende fuer die 'Glueckstage' und danken der Unterstuetzerin ganz herzlich.

    Nun fehlen nur noch 19 € fuer die Verpflegung des 5. Kindes an 12 'Glueckstagen'.

    Es waere wunderbar, wenn wir auch diesen Bedarf bald ganz komplettieren koennten.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller und Kolleginnen des SEKA-Teams

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Thank you so much, Claudia!

    Dear friends,

    we are happy about the direct donation of our longterm supporter Claudia B for the "Days of joy". Thank you so much, Claudia!

    For the full board for the 5. child at 12 days we now need still 'only' 30 €

     

    We hope, we will succeed with this soon!

    In these days our SEKA volunteers in Hamburg began to create a postcard for the campaign "Please donate 'days of joy' for the summer 2009. We are already eager to see, how it will look like this year! In the beginning of March the campaign should start and the postcards will be sent to all our longterm supporters...

    We hope to reach our aim also for this summer: to finance 12 'days of joy' for a group of altogether 20 children and mothers.

    With warm regards

    Gabriele Mueller and colleagues

     

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Herzlichen Dank, Claudia!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns ueber die Direktspende unserer langjaehrigen SEKA-Unterstuetzerin Claudia B. fuer die 'Glueckstage'. Herzlichen Dank, Claudia!

    Fuer die Verpflegung des 5. Kindes an 12 'Glueckstagen' sind nun 'nur' noch 30 € noetig!

    Wir hoffen, dass wir das auch bald noch schaffen!

    In diesen Tagen sind einige der ehrenamtlichen Hamburger SEKA-Frauen dabei, die Kampagnen-Postkarte fuer unsere diesjaehrige Kampagne "Schenken Sie Glueckstage" zu gestalten.

    Wir sind gespannt, wie sie dieses Jahr ausschauen wird. Anfang Maerz sollte sie dann bereits verschickt werden...

    Druecken Sie uns die Daumen, dass wir die Finanzierung der Glueckstage auch fuer diesen Sommer schaffen werden!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller und Kolleginnen

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Noch 80 € noetig...

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    im Moment geht es leider nicht vorwaerts - sondern eher rueckwaerts...

    Vor ein paar Wochen haben wir die feste Zusage der Stadt Gorazde bekommen, dass sie die 'Glueckstage' im Sommer 2009 mit 2200 € unterstuetzen wuerden... Nun hat die Krise auch das staedtische Budget erreicht und es heisst, dass in allen Posten mindestens 10 % eingespart werden muessten, in manchen auch bedeutend mehr. Wir sind nun in Sorge, dass uns der versprochene Zuschuss wieder erheblich gekuerzt werden wird...

    Sobald wir etwas Genaueres wissen, werden wir Sie informieren.

    Im Moment fehlen noch 80 € fuer die Verpflegung des 5. Kindes an 12 'Glueckstagen'.

    Wir freuen uns ueber Ihre Mithilfe...

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Noch 80 € fuer Verpflegung!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns ueber eine weitere Direktspende ueber 100 €. Das ist grossartig! Herzlichen Dank an den / die SpenderIn!

    Damit benoetigen wir fuer die Vollverpflegung fuer das 5. Kind fuer 12 'Glueckstage' noch 80 €!

    In diesen Tagen werden wir das Datum fuer den Erholungsaufenthalt provisorisch mit der Pension in Neum reservieren. Eine endgueltige Zusage ist natuerlich erst moeglich, wenn die Kosten fuer wenigstens 8 Kinder und 8 Muetter gesichert sind.

    Wir freuen uns ueber jede Unterstuetzung!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Wunderbar!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    nun ist - mit der Spende unserer neuen Unterstuetzerin Bettina Luise Ruerup - auch der Bedarf der Unterkunft fuer ein 5. Kind und seine Mutter komplett erfuellt! Das ist super! Ein herzliches Dankeschoen an Bettina Luise Ruerup!

    Ich werde nun wieder einen weiteren Bedarf einstellen: Die Verpflegung fuer das 5. Kind.

    Natuerlich freuen wir uns ueber jede Spende!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Nur noch 20 € noetig!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    nur 20 € fehlen noch, dann ist die Unterkunft fuer ein 5. Kind und seine Mutter fuer 12 'Glueckstage' gesichert!

    Bald werden wir 50 % der Kosten fuer die Unterkunft, Verpflegung und Fahrtkosten der gesamten Gruppe gesichert haben!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Ein wunderschoenes spaetes Weihnachtsgeschenk!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    heute haben wir noch ein wunderschoenes spaetes Weihnachtsgeschenk bekommen: eine grosse Spende vom Betterplace-Weihnachts-Team! Damit wurde der Bedarf von 12 Tagen Unterkunft fuer ein drittes Kind fast erfuellt. Den letzten Rest hat dann noch unser neuer Unterstuetzer Michael Tuchen draufgelegt und damit den Bedarf zu 100 % komplettiert.

    Im Namen meiner Kolleginnen und der Kinder und Muetter der 'Glueckstage-Gruppe' moechte ich mich ganz herzlich bedanken beim Betterplace-Team und bei Michael Tuchen.

    Und aller guten Dinge sind drei: Noch etwas Tolles hat sich heute ereignet: Wir haben die Nachricht bekommen, dass uns die Stadt Gorazde auch noch eine Zuwendung in Hoehe von 2.200 € fuer die Glueckstage zukommen lassen wird!!! Ich werde diesen Zuschuss sobald wie moeglich hier eintragen, nachdem ich neue Bedarfe fuer weitere Kinder und Muetter eingestellt habe...

    Und dann moechte ich noch etwas nachtragen:

    Peter Rohrbach hat uns schon vor 8 Tagen mit einer Spende auch fuer die Glueckstage unterstuetzt. Weil ich zu der Zeit unterwegs war, habe ich dies noch in keinem Blog erwaehnt... also auch noch mal ein herzliches Dankeschoen an Peter Rohrbach!

    Liebe Gruesse

    Gabriele

     

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Herzlichen Dank!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns ueber einen neuen Unterstuetzer, Rainer Holtappels, der mit seiner Spende den Bedarf "Fahrtkosten fuer eine dritte Mutter" vollends erfuellt hat.

    Vielen herzlichen Dank an Rainer Holtappels!

    Nun koennen wir einen weiteren Bedarf: die Unterkunft fuer das dritte Kind fuer 12 Tage einstellen...

    Wir hoffen auf Ihre Mithilfe!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    A big THANK YOU to all of you!

    Dear friends,

    it is really great, what happened during the last two days: We got several donations - from our supporters Sven Olef, Klaus Zweydinger und Christoph H. - and we got two new supporters: Barbara Scharnke and Manuela Kulpa. With their help we succeeded in completing all needs for the second mother and second child - and the new need for the travel costs for the third child!

    A big thank you to all of you.

    We now need still 35 € for the travel costs for the third mother.

    And we are waiting for the information from the town of Gorazde, whether they will support the "Days of Joy" with a certain amount...

    We are now really optimistic, that we will finally succeed in financing the therapeutic recreation for the group of 20 children and mothers for 12 days!

    With warm regards

    Gabriele and colleagues

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Herzlichen Dank an Christoph!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    heute geht nochmal ein Dankeschoen an unseren wahrscheinlich treuesten Glueckstage-Foerderer, Christoph H., der den Bedarf "Fahrtkosten fuer die dritte Mutter" mit einer erneuten Spende unterstuetzt hat.

    Es ist schon toll, was sich in den letzten Tagen hier getan hat! Demnaechst muessten wir auch die definitive Information ueber den Zuschuss der Stadt Gorazde bekommen.... das waeren dann auch schon wieder die Kosten fuer 12 Tage fuer zwei weitere Kinder und Muetter!

    Drueckt uns die Daumen!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Danke, Manuela!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns ueber eine weitere Unterstuetzerin fuer die Glueckstage: Manuela Kulpa! Sie hat den Bedarf fuer die Fahrtkosten fuer das dritte Kind komplett erfuellt. Das ist grossartig. Wir danken ihr sehr herzlich dafuer!

    Damit es weiter vorwaertsgehen kann, stelle ich nun auch die Fahrtkosten fuer die dritte Mutter ein - und hoffe auf weitere Unterstuetzung.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

     

     

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Fahrtkosten fuer ein drittes Kind

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    nachdem wir nun mit Eurer Hilfe die Bedarfe fuer zwei Kinder und ihre Muetter fuer 12 Glueckstage erfuellen konnten (einfach toll!), habe ich - wie bereits angekuendigt - den ersten Bedarf fuer das dritte Kind eingestellt:  Die Fahrtkosten von Gorazde nach Neum und zurueck fuer anteilig (wir bekommen ja ein Gruppenangebot) 50 €...

    Ich stelle jetzt nur mal diesen Bedarf ein, damit die Summe ueberschaubar bleibt und nicht so riesig aussieht. Nach und nach werde ich dann auch die restlichen Bedarfe ergaenzen.

    Natuerlich freuen wir uns sehr ueber Spenden.

    Herzlichst

    Gabriele Mueller und Kolleginnen

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Ihr seid einfach toll!!!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    vor einigen Minuten traute ich meinen Augen nicht, als ich von Betterplace die Nachricht bekam "Projekt erfuellt". Unterstuetzer Klaus Zweydinger hat uns mit erneuten Spenden geholfen, zwei weitere Bedarfe zu komplettieren: Die Fahrtkosten fuer die Mutter und die Verpflegung fuer das Kind. Und mit seiner Hilfe und der Spende unserer neuen Unterstuetzerin Barbara Scharnke wurde dann auch noch der letzte Bedarf: Unterkunft fuer das zweite Kind erfuellt! Das ist einfach toll!

    Wir danken allen bisherigen UnterstuetzerInnen, die mitgeholfen haben 12 Glueckstage fuer 2 Kinder und zwei Muetter zu finanzieren!

    Natuerlich werden wir nun nach und nach weitere Bedarfe einstellen - fuer die uebrigen 16 Frauen und Kinder... Wir werden wohl auch einen Zuschuss von der Stadt Gorazde bekommen - was uns bei der Finanzierung weiter hilft. Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller und Kolleginnen

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Das ist einfach grossartig!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    es ist einfach grossartig: Gestern abend bekamen wir noch drei Direktspenden fuer die Glueckstage - von unseren langjaehrigen FreundInnen Ute, Natascha und Ulrich. Und dann hat uns auch unser Betterplace-Unterstuetzer Sven Olef  mit einer erneuten Spende unterstuetzt. Ein grosses Dankeschoen ihnen allen.

    Nun sind fuer den Bedarf der 2. Mutter und ihres Kindes "nur" noch 55 € notig:

    Noch 5 € fuer die Fahrtkosten der Mutter,

    noch 10 € fuer die Verpflegung des Kindes und

    noch 40 € fuer die Unterkunft des Kindes.

    Wir freuen uns ueber Ihre Hilfe!

    Herzlichst

    Gabriele Mueller

     

     

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Danke, Christian!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns ueber die Spende unseres neuen Unterstuetzers fuer die 'Glueckstage': Christian A. und wir danken ihm herzlich!

    Wir sind nun optimistisch, dass es uns durch seine Hilfe und die unserer anderen FreundInnen gelingen wird, bald auch die Bedarfe fuer die zweite Mutter und ihr Kind fuer 12 Tage komplett zu erfuellen.

    Es sind nun noch 300 € noetig fuer Fahrtkosten, Unterbringung und Verpflegung.

    Wir sind fuer jede Unterstuetzung dankbar!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller und Kolleginnen

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Thank you, Christian!

    Dear friends,

    we are happy about the donation of a new supporter for the "Days of Joy": Christian A.. And we thank Christian a lot!

    Through his help and the help of our other friends we are optimistic to fulfill soon the travel-costs, the accommodation and full board for 12 days for the second child and the second mother.

    There are now still 300 € necessary.

    We are grateful for any help!

    With warm regards

    Gabriele Mueller and colleagues

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Herzlichen Dank!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    ein herzliches Dankeschoen an unseren treuesten Unterstuetzer Christoph H., der uns wieder mit einer Spende fuer die 'Glueckstage' unterstuetzt hat.

    Langsam aber sicher werden wir auch den Bedarf fuer ein zweites Kind und seine Mutter erfuellen koennen!

    Noch 490 € sind noetig fuer 12 Tage Unterkunft, Vollverpflegung und Fahrtkosten.... 450 € sind schon finanziert.

    Wir freuen uns ueber jede Spende!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Danke und schoene Weihnachten!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns ueber einen weiteren Unterstuetzer fuer die Glueckstage: Stephan Piez. Herzlichen Dank an ihn! Und ihm und Ihnen allen schoene Weihnachtstage und alles alles Gute zum Neuen Jahr.

    Herzlichst

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Danke!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    einer unserer langjaehrigen SEKA-Foerderer hat uns gestern noch einmal eine Spende direkt fuer die Glueckstage 2009 zukommen lassen. Wir danken ihm dafuer herzlich! Wir werden die Spende fuer die Verpflegung waehrend des Erholungsaufenthalts fuer das zweite Kind nutzen.

    Damit sind die Verpflegungskosten fuer dieses Kind schon fuer vier Tage (von 12) erfuellt!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Die Verpflegung fuer die 2. Mutter ist finanziert!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    heute wurde der Bedarf "Vollverpflegung fuer eine 2. Mutter fuer 12 Tage" ganz erfuellt! Das ist grossartig!

    Wir danken dafuer unserem neuen Unterstuetzer Klaus Zweydinger ganz herzlich!

    Toll, dass die Glueckstage nun 13 Betterplace-UnterstuetzerInnen haben!

    Aber natuerlich freuen wir uns auch ueber jede zusaetzliche Unterstuetzung!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Ein dickes Dankeschoen!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns ueber die erneute Unterstuetzung durch Christoph H., unseren treuesten Unterstuetzer fuer unser Projekt 'Glueckstage'. Wir danken ihm sehr herzlich.

    Von den 940 € insgesamt fuer die Unterkunft, Verpflegung und die Fahrtkosten fuer ein zweites Kind und seine Mutter sind nun schon 330 € finanziert - mehr als ein Drittel! 610 € sind noch noetig.... aber wie gesagt: 'mic po mic' ('Schritt fuer Schritt') werden wir es (hoffentlich) schaffen.

    Herzliche Gruesse

    Gabriele

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Danke, Christoph!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns ueber eine erneute Spende fuer die Glueckstage von unserem treuen Unterstuetzer Christoph H. Danke, Christoph!

    So geht es allmaehlich vorwaerts mit der Finanzierung: Wie wir hier in Bosnien sagen "mic po mic" = "Schritt fuer Schritt"...

    Danke an alle, die dabei mithelfen...

    Herzliche Gruesse

    Gabriele

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Ein neuer Unterstuetzer fuer die 'Glueckstage'

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns, einen neuen Unterstuetzer fuer unser Projekt 'Glueckstage' willkommen zu heissen: Tilo W. und danken ihm herzlich!

    Es waere schoen, wenn wir noch weitere UnterstuetzerInnen gewinnen koennten, denn die Zeit vergeht wie im Flug...

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller und Kolleginnen

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    'Die Schatten der Vergangenheit...'

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    im Folgenden moechten wir Ihnen mal wieder durch ein konkretes Beispiel die Arbeit waehrend der SEKA-Erholungsaufenthalte deutlich machen... und warum diese Arbeit noetig ist....Diesmal anhand der Geschichte von Aida und Murat....

    „Die Schatten der Vergangenheit...“

    Aida und Murat

    Die 52jährige Aida und ihr 12jähriger Sohn Murat kamen über den Veteranen-Klub ‚Svjetlost Drine’ zu SEKA. Aidas Mann war selbst kriegstraumatisiert und nahm im Klub an den psycho-edukativen Seminaren teil, die Gabriele Müller mit den Veteranen dort durchführte. Aufgrund seiner Erfahrungen ermutigte er seine Frau, für sich selbst therapeutische Unterstützung im SEKA-Haus zu suchen. So kam es, dass Aida und Murat mit nach Neum fuhren.

    Aida litt seit Jahren an massiven Trauma-Symptomen (Alpträumen, Überflutung mit traumatischen Bildern, Panikattacken), sie konnte sich nicht entspannen und hatte Zwangssymptome entwickelt.

    Sie hatte stets ein gutes Verhältnis zu Mann und Sohn gehabt, aber in der letzten Zeit merkte sie, dass ihre extreme Anspannung und ihre Ängste sich auf das Kind zu übertragen begannen. Murat war übernervös, manchmal ‚abwesend’ und hatte in der letzten Zeit schlechte Schulnoten, obwohl er früher zu den Klassenbesten gehört hatte. Wenn sie ihn fragte, wich er aus oder reagierte aggressiv. Auch mit ihrem Mann wollte er nicht sprechen. Sie merkte, wie sie mehr und mehr gereizt reagierte – aus Angst, dass er ihr entgleiten könnte.

    Aida stammte ursprünglich aus einer anderen Stadt an der Grenze zu Serbien. Als die Stadt von den serbischen Paramilitärs eingenommen wurde, floh sie mit ihrer Mutter – und wurde im Wald von den feindlichen Milizionären aufgespürt.

    Sie wurden tagelang gefangen gehalten und misshandelt, Aida erlitt zahlreiche Vergewaltigungen, bevor es ihr schließlich gelang, gemeinsam mit der Mutter zu entkommen. Ihre Mutter starb jedoch bald darauf an den Folgen der Misshandlungen.

    Aida schlug sich zur Familie ihres Bruders nach Gorazde durch. Sie überlebte Belagerung und Hungersnot, doch sie musste erleben, dass ihre kleine Nichte, die sie über alles liebte, von einem Heckenschützen getroffen, in ihren Armen starb. Sie begann als Hilfsschwester zu arbeiten und träumt noch heute von den schwer Verwundeten, den Sterbenden und den katastrophalen Bedingungen in der Not-Ambulanz, der sie zugeteilt war.

    Nach dem Krieg heiratete sie einen Mann, dem sie glücklicherweise offen erzählen konnte, was ihr geschehen war, und der sie verstand, da er selbst an den psychischen Folgen des Krieges litt.

    Bereits 40jährig wurde sie Mutter. Aida hoffte nun die Vergangenheit hinter sich lassen zu können, doch – trotz ihres liebevollen Verhältnisses zu Mann und Sohn – spürte sie, dass sie die Schatten der Vergangenheit nicht los ließen – im Gegenteil – als ob sie sie wieder zurück in das Grauen ziehen wollten. Ihre Alpträume nahmen zu, sie begann sich vor der Nacht zu fürchten, traute sich nicht einzuschlafen und immer häufiger geschah es ihr nun auch am Tag, dass sie plötzlich das Gefühl hatte, ‚wieder dort zu sein’. Sie nahm ab, wurde immer angespannter und gereizter. Sie ertappte sich, dass sie das Kind anschrie oder ihren Mann anfuhr.

    Zu dieser Zeit entschloss dieser sich, an den Seminaren im Veteranen-Klub teilzunehmen – für sich selbst, aber auch für seine Frau, die er liebte. Und schließlich gelang es ihm, auch Aida zu überzeugen, im SEKA-Haus Hilfe zu suchen.

    Ich war voller Schuldgefühle

    Aida gelingt es schnell, einen guten Kontakt zu den anderen Frauen der Gruppe herzustellen. Sie ist sehr interessiert an der Gruppenarbeit. Schon zu Anfang formuliert sie ihre Erwartung, „durch die Gruppenarbeit besser zu verstehen, was mit mir los ist, und herauszufinden, was mir helfen kann“.

    Alle Themen interessieren sie. Sie hört den anderen Frauen konzentriert zu und nimmt alles in sich auf.

    Die Themen ‚Kommunikation’ und „Erziehungsstile“ empfindet sie als sehr nützlich für ihren Alltag im Zusammenleben mit ihrer Familie: „Jetzt erkenne ich meine Fehler in der Kommunikation mit meinem Mann und besonders mit Murat,“ meint sie. „Ich werde in Zukunft viel mehr mit meinem Sohn reden…..und versuchen, mehr von mir selbst zu sprechen und nicht Vorwürfe zu machen… “

    Das Thema ‚Ressourcen’ berührt Aida sehr und hilft ihr, ihr Selbstwertgefühl wiederzugewinnen: „Ich habe mir nie Gedanken über meine Stärken und Qualitäten gemacht…. Und vor allem in den letzten Jahren war ich so damit beschäftigt, einfach nur jeden Tag zu überstehen, dass ich nur meine Fehler und Schwächen sehen konnte. Ich war voller Schuldgefühle gegenüber meinem Mann und meinem Sohn… und tief in mir habe ich mich total verurteilt für das, was mir passiert ist, obwohl mir mein Verstand sagte, dass ich daran nicht schuld sein konnte…“

    Besonders wichtig sind für sie die theoretischen Erklärungen zu Trauma: Was das bedeutet, welche Symptome wir entwickeln, was helfen kann, ein Trauma zu überwinden. Es hilft ihr, ihre eigenen Reaktionen zu verstehen.

    Die Arbeit zum Thema ‚Emotionen’ ermöglicht ihr, Körpergefühle und Emotionen in Zusammenhang zu bringen und ihre Gefühle mit anderen zu teilen.

    Die größte Entlastung erlebt Aida allerdings durch die Übung ‚Fluss des Lebens’, die ihr mit behutsamer Begleitung der Therapeutinnen ermöglicht, die traumatischen Erfahrungen in ihrem Leben zu benennen, deren Folgen für ihr Leben zu erkennen und vor allem, darüber mit den anderen Frauen zu sprechen. Zum ersten Mal ist es ihr möglich, die ‚Aida damals’ mit anderen Augen zu sehen, sie überhaupt wahrzunehmen – aus der Distanz der Technik der „Beobachterin“: Aida empfindet tiefes Mitgefühl, aber auch Respekt für „diese Frau, die es geschafft hat, aus der Gefangenschaft zu fliehen und auch ihre Mutter mitzunehmen“. Sie erkennt, dass die Schuldgefühle, die sie jahrelang im Zusammenhang mit dem Tod ihrer Mutter empfand, eher der Abwehr ihrer tiefen Hilflosigkeit dienten, weil sie die Mutter (und auch sich selbst) nicht hatte schützen können.

    Die wertschätzenden und unterstützenden Rückmeldungen der anderen Frauen entlasten Aida zusätzlich.

    Nach dieser Übung hat Aida das Gefühl „als ob ein riesiger Druck von meiner Brust genommen ist.“ Auch das ständige latente Gefühl von Übelkeit, das sie quälte ist verschwunden.

    Am letzten Tag in Neum, als alle Frauen benennen, was sie von der Gruppenarbeit mitnehmen, meint Aida: „Ich bin gekommen mit großen Erwartungen, aber auch voller Angst, dass ich hier an diese schrecklichen Erinnerungen rühren muss. Ich hatte Angst, dass ich das nicht ertragen könnte, oder dass mich die anderen Frauen vielleicht verachten würden. Aber nichts davon ist geschehen… im Gegenteil, ihr alle habt mir durch eure eigenen Erfahrungen geholfen, dass ich mich öffnen konnte. Dass ich mit euch über diese schrecklichsten Momente meines Lebens sprechen und mich von dieser Last befreien konnte… Ich fühle mich so glücklich und leicht und ich kehre nach Hause zurück mit erfülltem und gleichzeitig kristallklarem Herzen. Ich danke Euch allen!“

    „Sind wir jetzt Freunde?“

    In den ersten Tagen des Erholungsaufenthalts muss Murat überall der Erste sein. Ob im Spielzimmer oder am Strand muss er sich immer zu beweisen. Er versucht, die anderen Kinder zu dominieren und wenn das nicht gelingt, wird er wütend, falls er dann noch immer keinen Erfolg hat, zieht er sich schmollend zurück und „stichelt aus dem Hintergrund“. Der schmale blasse Junge ist intelligent und sehr ehrgeizig, gleichzeitig sehr nervös und angespannt.

    Gegenüber den schwächeren und jüngeren Kindern der Gruppe zeigt er sich zu Anfang sehr intolerant. Er ist schnell dabei, andere auszulachen oder er ignoriert sie.

    Mehrfach müssen die Therapeutinnen ihn an die Gruppenregeln erinnern.

    Gleichzeitig ist Murat aber sehr interessiert an der Gruppenarbeit. Mit seiner schnellen Auffassungsgabe versteht er den Sinn der Spiele und Übungen sofort.

    Je mehr sich die Kinder kennenlernen desto umgänglicher wird Murat.

    Durch die Übung „Mein Herz“ wird deutlich, wie wichtig ihm seine Eltern sind, aber auch, dass er sich ihrer Liebe nicht wirklich sicher ist. Und auch, dass er zwar Schulkameraden aber keinen richtigen Freund hat.

    In der Übung „Meine Gefühle“ kann Murat über seine Wut sprechen, wenn er sich ungerecht behandelt fühlt, über seine Angst, dass ihn vielleicht niemand mag, und über seine Trauer, als seine Katze überfahren wurde. Dann erzählt er unter Tränen, dass er manchmal Angst hat, dass seine Mutter stirbt. Er hat das einmal geträumt und diesen Traum konnte er niemandem erzählen.

    Es zeigt sich, dass hinter dem vordergründig arroganten und dominanten Jungen eigentlich ein verunsichertes Kind mit vielen Ängsten steckt. Sein Bedürfnis, überall der Erste zu sein, entspringt seinem geringen Selbstwertgefühl, seine Dominanz seinem Bedürfnis, die Welt und seine Beziehung zu ihr zu kontrollieren.

    Durch die parallele Arbeit mit Mutter und Kind, können wir Ähnlichkeiten in den Verhaltensmustern erkennen: Ängste und Unsicherheiten versuchen beide durch übermäßige Kontrolle auszugleichen, Überforderung und mangelndes Selbstwertgefühl oder Schuldgefühle durch aggressives Verhalten.

    Die Gruppenarbeit ermöglicht Murat, sich selbst besser kennenzulernen und zu verstehen. Die einfachen kindgerechten Informationen der Therapeutinnen helfen ihm dabei. Er lernt zu unterscheiden zwischen dem ‚Gefühle haben’ („das ist o.k., das haben alle“) und dem ‚Gefühle ausagieren’ („man darf seine Wut nicht an anderen auslassen“). Er ist begeistert von der Übung, in der jedes Kind seine Wut auf eine vorgestellte Person an einem großen Schaumgummipolster auslassen darf.

    Auch die Themen ‚Kommunikation’ und ‚Konflikte lösen’ interessieren ihn sehr. Er meldet sich mehrmals freiwillig für die Übernahme schwieriger Rolle in verschiedenen Szenen.

    Mit jedem Tag wird er geduldiger und sein arrogantes Verhalten lässt deutlich nach. Dadurch bekommt er von den anderen Kindern auch immer mehr positive Rückmeldungen.

    Mit einem der anderen Jungen, den er zuerst ignoriert hat, freundet er sich mehr und mehr an.

    Am meisten beeindruckt Murat allerdings das Gruppenspiel zum Thema ‚Vorurteile’. Danach ist er sehr nachdenklich und schließlich entschuldigt er sich sogar bei Dina dafür, dass er manchmal so grob und ungeduldig mit ihr war. Dina schaut ihn verblüfft an und mit einem Mal strahlt sie über das ganze Gesicht. „Sind wir jetzt Freunde?“, fragt sie ihn. „Klar“, meint Murat und grinst ein wenig verschämt.

    Am Ende des Erholungsaufenthalts, als wir die Kinder fragen, was ihnen denn am Besten gefallen hat, meint Murat: „Ich fand alles super, besonders die Übungen zum Thema ‚Wut’, die Fotoapparate, die Meeresschlange und die LEGO-Steine… Es war mir wichtig, dass wir uns die Gruppenregeln gemeinsam ausgedacht haben. Und ich fand es toll, dass wir am Ende einer Gruppenstunde immer gemeinsam herausgefunden haben, was wir aus den Übungen lernen können. Ich fühle mich jetzt viel schöner als zu Anfang und ich verstehe die anderen besser. …. Amina und Madzida sind super…..Ich möchte in Gorazde weiter ins SEKA-Haus kommen… Danke, dass ihr mich zu den Ferien in Neum eingeladen habt."

     Senija Tabakovic, Amina Vrana, Gabriele Müller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Further support!

    Dear friends,

    I am happy to inform you, that we got further support for the "Days of Joy": from two of our most faithful supporters, Christoph H. (over Betterplace) and Krystina C. (direkt donation to SEKA).

    I t is going forward: For the accommodation, full board and travel costs for a second child and his/her mother we need now still 670 €.... but it's less than 2 days ago... We are grateful for any support!

    With warm regards

    Gabriele

     

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Die SEKA-Arbeit des letzten halben Jahres

     

    Gorazde, im Oktober 2008

    Liebe SEKA-Freundinnen und Freunde,

    Während ich dies hier schreibe – im Büro im obersten Stock des SEKA-Hauses, arbeitet meine Kollegin Senija Tabakovic im Einzeltherapiezimmer mit einer neuen Klientin – und aus dem Kindertherapie-Raum höre ich das helle Lachen des 7jährigen Samir, der zu Amina Vrana zur Spielstunde gekommen ist.

    Im Seminarraum leitet Edita Ostojic ein Seminar für 16 Fachkolleginnen (Psychologinnen, Pädagoginnen und Sozialarbeiterinnen) und ehrenamtliche Helferinnen aus Gorazde und nahe gelegenen Orten der Republika Srpska zum Thema „Psychologische und psycho-soziale Hilfe für traumatisierte Frauen und Kinder“.

    Kollegin Vera Dacic hat bereits Kaffee, Getränke und bosnische Pita für die Seminarpause vorbereitet und arbeitet nun konzentriert weiter an der SEKA-Statistik für September. Und wenn ich dann noch vom Balkon aus in den Garten schaue, sehe ich, dass SEKA-Koordinatorin Esma Drkenda gerade Munib, einem der Veteranen aus dem Klub ‚Svjetlost Drine’ erklärt, wo er das eben gelieferte Brennholz aufstapeln soll, bevor sie zum nächsten Termin flitzt – einem Empfang im Rathaus anlässlich der „Woche des Kindes“.

    Ich nehme das alles um mich wahr und fühle eine tiefe Zufriedenheit. Genau so haben wir uns das gewünscht – wir, das ‚alte’ Bracer SEKA-Team und die Hamburger Vereinsfrauen, als wir uns entschlossen, das Projekt nach Gorazde zu verlegen, und wir, die Gorazder Vereinsfrauen, als wir im März letzten Jahres den Frauenverein ‚SEKA’ Gorazde gründeten. Seit der Eröffnung des SEKA-Hauses in Gorazde am 12. September 2007 sind nun knappe 13 Monate vergangen und unsere Pläne und Ideen sind Realität geworden – schneller als wir es damals für möglich gehalten haben.

    Im Folgenden geben wir Ihnen  einen Überblick über die SEKA-Arbeit ab Juni 2008. Außerdem finden Sie unsere kleine Statistik für das erste Jahr von SEKA-Gorazde.

    In weiteren Blogs werden wir dann auch ausführlich berichten:

    - Über den Erholungsaufenthalt in diesem Sommer in Neum – am Beispiel der Arbeit mit zwei Müttern und ihren Kindern

    - Über die Fortbildungsreihe „Traumatherapie / Psychodrama“; u. a. schreiben zwei Teilnehmerinnen darüber, was diese Fortbildung ihnen bedeutet.

    - Über die Arbeit mit zwei Teams der palästinensischen Organisation ‚Najdeh’ im Libanon, mit denen wir eine dreijährige Fortbildungsreihe begonnen haben .

    - Und wir geben Ihnen einen Überblick über das geplante SEKA-Programm 2009 sowie unsere Finanzsituation. Bei aller Zufriedenheit über die Entwicklung des Projekts machen uns die Finanzen leider nach wie vor die größten Sorgen.

    Wir danken allen unseren UnterstützerInnen sehr herzlich, ohne die die SEKA-Arbeit nicht m öglich w äre!

    Mit herzlichen Grüssen

    Ihr SEKA Team: Gabriele Müller, Esma Drkenda, Vera Dacic, Senija Tabakovic und Amina Vrana, sowie Christa Paul und Bergit Falter von SEKA Hamburg e.V. ________________________________________________________________________________________________________

     Die SEKA-Aktivitäten im Sommer 2008

    In der Zeit vom 16. bis zum 26. Juni 2008 konnten wir einer Gruppe von 20 Frauen und Kindern aus dem ostbosnischen Kanton Gorazde , die Opfer unterschiedlicher Formen von Gewalt geworden waren, therapeutisch begleitete Erholung in Neum am Meer ermöglichen.

    Wir sind sehr froh, dass es uns trotz großer Schwierigkeiten schließlich doch geglückt ist, die notwendigen Finanzen für diesen Erholungsaufenthalt zu sammeln. Lange Zeit sah es sehr kritisch aus.

    Dass die Finanzierung am Ende doch noch gelang, verdanken wir der finanziellen Unterstützung der Dr.-Ursula-Schmid-Kayser Kinderfonds Stiftung, Erlangen , einem Benefizkonzert der ‚Gospel-People’ , das von dem Weseler SEKA-Unterstützungskreis organisiert wurde, einer Spende der Stiftung ‚Demokratie im Alltag’ , Siegen, sowie vielen kleineren und mittleren Spendenbeträgen, die durch die SEKA-Kampagne 2008: „Schenken Sie Glückstage“ und über die Betterplace-Spenden-Plattform gesammelt werden konnten, und schließlich einem kleinen Zuschuss der Stadtverwaltung Gorazde zu den Fahrtkosten. (Siehe auch unser Projekt 233 hier auf Betterplace.)

    Im Namen der Frauen und Kinder danken wir allen Geldgebern und SpenderInnen sowie unseren ehrenamtlichen UnterstützerInnen sehr herzlich.

    Die Arbeit von SEKA Gorazde in Zahlen:

      Von September 2007 bis September 2008 nahmen insgesamt 199 TeilnehmerInnen für durchschnittlich 60 Stunden an unterschiedlichen SEKA-Angeboten teil.

      Davon :                                                                       Anzahl

    Frauen                                                                                   66

    Kinder                                                                                    46

    Männer (Familienangehörige und       

    Veteranen des Klubs „Svjetlost Drine“)                       20

    Kolleginnen                                                                          67                                                                                       

    --------------------------------

    Es nahmen teil

    An Erholungsaufenthalten (06/07 + 06/08)                    40

    an Therapiegruppen für Frauen                                       32

    an Einzelarbeit mit Frauen                                                 30

    an Gruppenarbeit mit Kindern                                          25

    an Einzelarbeit mit Kindern                                               10

    an Fach-Fortbildungen im SEKA-Haus                           26

    an offenen Terminen für Frauen                                     43

    an offenen Terminen für Kinder                                      37

    an Projektarbeit mit Kindern                                            11

    an Seminaren im Klub „Svjetlost Drine“                       16

    an Einzelarbeit mit Veteranen                                            9

    an Familienberatung                                                             7

    an externen Seminaren (Albanien, Belgrad,

    Libanon)                                                                                45

     

    Sonstige SEKA-Aktivitäten:

    In der Zeit von Anfang Juni bis Mitte Oktober 2008 fanden neben den laufenden Einzel- und Gruppenterminen mit KlientInnen der lokalen Bevölkerung folgende weitere Aktivitäten statt:

    - jeweils ein 6-tägiges Seminar mit zwei Gruppen von Mitarbeiterinnen der Organisation ‚Najdeh’ im Libanon; Leitung: Gabriele Müller, Edita Ostojic; finanziert von Najdeh über eigene Geldgeber (siehe auch die Seiten 16 / 17)

    eine Schulung für Ehrenamtliche des Veteranen-Klubs „Svjetlost Drine“ für die Durchführung einer Umfrage „Lebensqualität“ im Kanton Gorazde; Leitung: Gabriele Müller (finanziert von der Stadt Gorazde)

    ein Block Einzelarbeit für eine Klientin aus Kroatien (finanziert von SEKA Hamburg)

    - das letzte (6.) dreitägige Fortbildungsseminar zum Thema ‚Traumatherapie’ mit FachkollegInnen aus Gorazde im Klub ‚Svjetlost Drine’; Leitung: Gabriele Müller (finanziert von SEKA Hamburg – leider wurden Mittel des Kantons wegen der schlechten Finanzsituation nicht ausgezahlt)

    - ein weiteres dreitägiges psycho-edukatives Seminar mit Veteranen des Klubs; Leitung: Gabriele Müller (dito)

    - das achte Wochenseminar ‚Traumapsychotherapie / Psychodrama’; Leitung Gabriele Müller, Edita Ostojic; finanziert zu 75% vom Weltfrauengebetstag, zu 25% von SEKA Hamburg 

    - ein erstes ‚Öko-Projekt’ mit den älteren Kindern schwerpunktmäßig zum Thema ‚Müll’; Leitung: Amina Vrana und Senija Tabakovic (finanziert durch Spenden über ‚Betterplace’, durch Sachspenden unseres Fotografen und Spendengelder von SEKA-Hamburg)   Siehe auch die Blogs unter Projekt 255 hier auf Betterplace...

    - Supervision mit Ehrenamtlichen des Veteranen-Klubs (ehrenamtliche Tätigkeit von Gabriele Müller, da keine Gelder bewilligt wurden)

    - Das erste von drei Seminaren einer Fortbildungsreihe ‚Psychologische und psycho-soziale Hilfe für traumatisierte Frauen und Kinder’ mit Fachkolleginnen aus dem Kanton Gorazde (Föderation) und nahe gelegenen Orten der Republika Srpska; Leitung: Edita Ostojic; finanziert zu 75% von der Ökumenischen Fraueninitiative Kroatien, zu 25% von SEKA Hamburg.

     

    SEKA als Lobby für die, die keine Lobby haben

    Von Anfang an hat sich SEKA um eine intensive Zusammenarbeit mit den Institutionen und mit der Stadt- wie auch der Kantonsregierung bemüht – im Hinblick auf strukturelle Probleme oder auch bzgl. konkreter Probleme unserer Klientinnen. So gab es Treffen mit dem Bürgermeister und dem Minister für Soziales, mit der Direktorin des Zentrums für Sozialarbeit, dem Direktor des Krankenhauses.

    Außerdem vertritt uns Koordinatorin Esma Drkenda regelmäßig in verschiedenen Gremien und Arbeitskreisen auf Stadt- und Kantonsebene. Wir arbeiten eng mit den VertreterInnen von UNDP (UN-Entwicklungsorganisation) und OSZE im Kanton sowie auch mit aktiven anderen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) zusammen. Themen gibt es mehr als genug: so z.B. Gewalt gegenüber Frauen und Kindern, die faktische Obdachlosigkeit vieler Menschen, die extreme Armut und mangelhafte bis nicht existente Sozialhilfe, Probleme mit der Gesundheitsversorgung; das unsensible und oft respektlose Verhalten von Behördenbediensteten gegenüber Hilfesuchenden; der Mangel an Förderung z.B. für autistische Kinder oder für behinderte Menschen überhaupt; die miserablen Bedingungen im Zentrum für psychische Gesundheit; der Mangel an qualifiziertem Fachpersonal; die hohe Zahl von Menschen in schweren (suizidalen) Krisen – die sowohl mit ihrer Traumatisierung als auch mit ihrer aktuellen verzweifelten Situation zusammenhängen, und vieles andere mehr.

    Neues aus dem SEKA-Team

    Seit September 2008 haben wir nun Pädagogin Amina Vrana, nachdem sie uns 12 Monate ehrenamtlich unterstützt hatte, fest eingestellt. Wir sind der Ansicht, dass ein Jahr ehrenamtlicher Arbeit für eine junge Frau am Anfang ihrer Berufstätigkeit wahrlich mehr als genug sind. Wir wollten Amina auf keinen Fall verlieren und auch sie wünschte sich, „an meinem Traum-Arbeitsplatz bleiben zu können“. Unser Entschluss machte sie überglücklich.

    Leider ist es uns bisher nicht gelungen, für diese zusätzlichen Personalkosten eine Förderung zu bekommen. Die meisten Geldgeber schließen Zuschüsse für Personalkosten von vornherein aus. Bürgermeister Kurtovic hatte uns in Aussicht gestellt, dass SEKA von der Stadt ins Budget aufgenommen werden könne. – Leider wurde er zwischenzeitlich abgewählt. Nun beginnen wir mit unseren Verhandlungen mit dem neuen Bürgermeister von vorne….

    Einstweilen haben wir die Personalkosten von Amina (monatlich ca. 500 €) als Bedarf auf  Betterplace eingestellt (unter Projekt 255) und hoffen jeden Monat von Neuem, diesen Betrag zusammenzusammeln – bisher mit mehr oder weniger Erfolg:

    Gabriele Müller, Esma Drkenda

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    G. Mueller (Project Manager), written about 3 years ago

    G. Mueller

    Travel cost for a second child are fulfilled!

    Dear friends,

    today I want to thank an anonymous supporter, that she or he fulfilled completely the need "Travel costs from Gorazde to the sea" for a second child! This is great! Slowly but surely it's going forward!

    In these days I am preparing the two trainings we will have with Palestinian teams in Libanon in the end of November and the beginning of December. After returning to Gorazde, we will start to plan our work for the year 2009. This means also to start with the first preparations for the therapeutic recreation in June: thinking about a new campaign as well as discussing, where probably to apply for at least some of the expenses, to fix the date and contact the pension and make a first reservation (in the pre-season), and other questions more.

    Our colleagues from the Center for mental health in Gorazde and the volunteers from the Veteran's Club "Svjetlost Drine" asked us already, whether we will organize another therapeutic recreation in next summer and could include some of their beneficiaries, who suffer from war-traumas and live under very hard circumstances.

    So far today...

    With warm regards

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Thank you, Hilke!

    Dear friends,

    we are glad to inform you about a further donation for the "Days of Joy" which we got from one of our SEKA-supporters - besides betterplace. Thank you, Hilke! Every donation encourages us and gives us the hope to succeed with the financing of the therapeutic recreation for June 2009 in time....

    With warm regards

    Gabriele and colleagues

     

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Danke an Christoph H.!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    heute moechte ich mich ganz herzlich bei unserem Unterstuetzer Christoph H. bedanken, der mit einer neuen Spende unser Projekt "Glueckstage 2009" unterstuetzt hat. Danke, Christoph! 

    Wir hoffen, auch die noch ausstehenden Kosten (fuer ein zweites Kind mit seiner Mutter) mit Ihrer aller Hilfe bald erfuellen zu koennen.

    Die Frauen und Kinder, die am letzten SEKA-Erholungsaufenthalt im Juni 2008 teilgenommen haben, kommen uebrigens weiter regelmaessig zu Gruppen- und Einzelarbeit ins SEKA-Haus. Unter ihnen ist eine enge und tragfaehige Verbindung entstanden.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller und Kolleginnen

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Nochmals 12 'Glueckstage' fuer Mutter und Kind

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    heute habe ich nun die Bedarfe fuer ein zweites Kind und seine Mutter auf unserer Projektseite eingestellt. Ueber jede Unterstuetzung freuen wir uns sehr. Es waere grossartig, wenn uns die Finanzierung auch dieser Bedarfe mit Ihrer Hilfe gelingen koennte.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller und Kolleginnen

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Herzlichen Dank!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    heute abend habe ich mich ganz doll gefreut, als ich bemerkt habe, dass nun auch der letzte Bedarf fuer die "Glueckstage" erfuellt ist! Ich danke ganz herzlich unserer neuen Unterstuetzerin Renee Fetscher!

    Nun sind bereits die Kosten fuer Unterkunft, Vollverpflegung und die Fahrt nach Neum fuer 1 Kind und seine Mutter ganz finanziert. Das ist grossartig. Demnaechst werde ich den Bedarf fuer ein zweites Kind und seine Mutter hier einstellen und hoffe, dass wir weiter so viel Unterstuetzung bekommen.

    Ausserdem moechte ich unserem Freund und Besucher Joscha noch fuer seinen Besucher-Eintrag danken. Toll, dass Du dafuer Zeit gefunden hast, Joscha. Wir erinnern uns im SEKA-Projekt noch sehr gerne an Deinen und Eds Besuch bei uns und im Veteranen-Klub "Svjetlost Drine".

    Fuer heute herzliche Gruesse

    Gabriele

     

     

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Danke, Christoph!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns ueber eine erneute Spende von Christoph H. Inzwischen sind die Kosten fuer Unterkunft, Verpflegung und Fahrt fuer ein Kind und seine Mutter fuer 12 Tage therapeutischer Erholung fast erfuellt! Es fehlen nur noch 35 €.

    Wir danken Christoph und all den anderen UnterstuetzerInnen sehr herzlich!

    Mit lieben Gruessen

    Gabriele

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Thank you!

    Dear friends,

    yesterday we received again support from our friend Christoph H. Now we have almost secured the finances for accommodation, full board and travel costs for one child and his mother for the whole 12 days of the therapeutic recreation in June 2009!

    We thank Christoph and all the other supporters very much and hope, that the last 35 € will be financed soon.

    With warm regards

    Gabriele

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Auch die Fahrtkosten fuer ein Kind erfuellt!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    heute kann ich Ihnen mitteilen, dass unser Unterstuetzer Christoph H. die Glueckstage erneut unterstuetzt hat. Mit seiner Hilfe ist nun der Bedarf "Fahrtkosten fuer ein Kind" erfuellt. Ganz herzlichen Dank dafuer!

    Fast sind nun 12 Tage therapeutischer Erholung fuer ein Kind und eine Mutter samt Fahrtkosten finanziert. Das ist grossartig! Es fehlen nur noch 80 € fuer die Verpflegung der Mutter.

    Danke an alle UnterstuetzerInnen

    und herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller und Kolleginnen

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Donations from a birthday-party!

    Dear friends,

    today I would like to thank our supporter Ulrike W. for her donation of 100 €, which she gathered at her birthday-party for SEKA's "Days of Joy"-Project and directly donated to our organisation SEKA Hamburg e.V.!

    Thanks to Ulrike and her friends and family for this lovely support! With her help we could finance the full board for one mother at 7 days!

    With warm regards

    Gabriele

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Thank you to an unknown donor!

    Dear friends,

    we are happy about the support we get for the planned therapeutic recreation! We want to thank a new anonymous donor who helped us to complete the costs for full board for 1 child for 12 days.

    Up to now we could secure the costs for 12 days accommodation and full board for one child as well as the costs for 12 days accommodation and the travel-costs for one mother. This is great!

    When we have completed the needs for one child and one mother we will add the needs for a second child and second mother, hopefully to find in the end the finances for the whole group of 20 women and children.

    Thanks again to all of our supporters, advocates, visitors and friends...

    With warm regards

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Progressing - step by step!

    Dear friends,

    today we want to thank Christoph H. very much for his repeated support!

    We are glad, that we could already secure the finances for accommodation for one child and one mother for the complete 12 days as well as the travel costs for the mother! The full board for one child is financed for 5 days!

    This is great! We hope, that in this way we will succeed in finding the necessary finances for the next therapeutic recreation in time for the whole group (20 women and children).

    We thank all donors contributing to this aim!

    With warm regards

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Thank you!

    Dear friends,

    we are glad about a further donation from two of our longterm supporters.

    Thank you so much!

    With warm regards

    Gabriele

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Wir freuen uns sehr!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns sehr, dass das "Glueckstage"-Projekt noch eine neue Unterstuetzerin bekommen hat: Line Hadsbjerg. Herzlichen Dank!

    Kinder und Frauen des diesjaehrigen Erholungsaufenthalts kommen weiter regelmaessig ins SEKA-Haus, sowohl zur therapeutischen Gruppenarbeit als auch zu offenen Terminen. Sie sind voller Energie und Froehlichkeit und es ist schoen zu sehen, wie verbunden sie sind - durch die gemeinsame Zeit in Neum.

    Bis bald!

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

    P.S.: Bisher sind mit Eurer / Ihrer Hilfe bereits die Unterkunft fuer je ein Kind und eine Mutter an 12 Tagen finanziert. Das ist toll!

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    This is great!

    Dear friends,

    two of our longlasting supporters donated us altogether the amount of 370 € for the "Days of Joy"!

    We thank them very much!

    With warm regards

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Glueckstage fuer Kinder und Muetter im Sommer 2009

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wie Sie lesen konnten, haben wir den therapeutischen Erholungsaufenthalt des Sommers 2008 erfolgreich abgeschlossen. Frauen und Kinder der Gruppen kommen weiter zu Gruppen- und / oder Einzelterminen ins SEKA-Haus. Immer wieder aeussern sie ihre Begeisterung ueber die Zeit, die sie zusammen am Meer erlebt haben.

    Auch fuer den kommenden Sommer planen wir wieder fuer eine (neue) Gruppe Kinder und Muetter einen solchen therapeutisch begleiteten Aufenthalt am Meer. Natuerlich ist es noch lange bis dahin. Aber die Erfahrung in diesem Jahr hat uns gezeigt, dass wir mit der Spenden-Kampagne fuer die Glueckstage nicht frueh genug beginnen koennen. In diesem Jahr hatten wir grosse Schwierigkeiten, die Finanzierung zu sichern. Wir mussten den Erholungsaufenthalt zu einem Teil mit anderen Spendengeldern (die fuer die laufenden Projektkosten gedacht waren) vorfinanzieren, um den geplanten Termin einhalten zu koennen. Erst Wochen nach Abschluss des Aufenthalts hatten wir die Finanzierung durch nachtraegliche Spenden ganz gesichert.

    Deswegen haben wir uns entschieden, die "Glueckstage" fuer den Sommer 2009 bereits jetzt wieder auf Betterplace zu stellen und mit der Spendenwerbung zu beginnen.

    Und - wir konnten es kaum glauben: Bereits am naechsten Tag hat das Projekt in Christoph H. einen neuen Unterstuetzer gewonnen. Darueber freuen wir uns ganz doll! Christoph unterstuetzt jedoch nicht nur die Glueckstage sondern mit einer weiteren Spende die Personalkosten fuer unsere Kollegin Amina V. (Projekt 255). Dafuer moechten wir uns sehr sehr herzlich bedanken!

    Bis zum naechsten Mal

    viele Gruesse

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Thank you, Ed!

    Dear friends,

    we want to thank one of our visitors in our project 'Kuca SEKA', Ed Donovan, that he wrote a comment for our Betterplace-project "Days of Joy". Thank you, Ed, for your understanding and warm words!

    Besides this, I would like to take the opportunity for an explanation:

    In his comment Ed wrote, that he had no opportunity to watch a therapy-session with a client, but that we explained to him in detail, how we work in individual and group-therapy. I want to point out, that we never invite any visitor (whether male or female) to take part in a therapy-session. You can imagine, if you work on very intimate and very often painful aspects of your life, it takes you a lot of courage to open up towards the therapist (and this takes time, to build confidence). But who would like to include totally unknown persons into this process? So we never would offer something like this to visitors... Sometimes (not so very often) clients are ready to share with visitors their experiences with therapy - this was the fact with the veterans in the Veteran's Club 'Svjetlost Drine', with whom Ed and Joscha talked. With these men I am working for more than 2 years and only those members of the group attended the meeting with the visitors, who felt ready for this.

    For us it is very important, that potential project-visitors don't have wrong expectations. In our work confidentiality and self-determination of our clients have high priority.

    But of course we are happy to welcome visitors, who are interested in the project's work. If you announce your visit in time by mail:     sekago@bih.net.ba      we will always find time and capacitiy.

    With warm regards

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Danke Ed!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns, dass einer unserer Besucher im Projekt "Kuca SEKA" in Gorazde, Ed Donovan, fuer unser Projekt "Glueckstage" einen Kommentar geschrieben hat. Danke Dir, Ed.

    Allerdings moechte ich bzgl. des Kommentars etwas erklaeren: Ed schreibt, dass er bei keiner Therapie-Sitzung dabei sein konnte, aber wir ihm ausfuehrlich erklaert haben, was in einer Therapiesitzung geschieht, wie wir arbeiten usw.

    Es ist natuerlich so, dass bei uns nie ein Besucher (auch nicht eine Besucherin) die Gelegenheit erhaelt, bei einer Therapiesitzung anwesend zu sein.

    Ich glaube, jede(r) kann sich vorstellen, wie schwer es bereits ist, an intimen und oft sehr schmerzhaften Themen zu arbeiten. Es erfordert bereits sehr viel Mut, sich gegenueber der Therapeutin zu oeffnen (und dazu benoetigt es Zeit und Geduld, um das Vertrauen aufzubauen). Wer wuerde in diesen Prozess eine voellig fremde Person einbeziehen wollen? Wir wuerden daher nie anbieten, dass Besucher bei Einzel- oder Gruppensitzungen dabei sein koennen...

    Manchmal (und das ist auch eher die Ausnahme) sind Klientinnen oder Klienten bereit, ausserhalb des Therapie-Settings mit BesucherInnen ueber ihre Erfahrungen in der Therapie zu sprechen. Dies war der Fall mit der Gruppe von Veteranen im Veteranen-Klub "Svjetlost Drine", mit denen ein Gespraech moeglich war. Aber mit dieser Gruppe arbeite ich auch schon mehr als zwei Jahre und es waren nur die Mitglieder dabei, die dazu bereit waren.

    Es ist mir sehr wichtig, dass potentielle Projekt-BesucherInnen daher keine falschen Erwartungen haben. In unserer Arbeit hat die Vertraulichkeit und die Selbstbestimmung unserer KlientInnen einen sehr hohen Stellenwert.

    Gleichzeitig freuen wir uns aber immer ueber interessierte BesucherInnen. Es ist nur wichtig, dass diese sich rechtzeitig anmelden, dass wir dann auch Zeit fuer sie haben!

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    ...Ich kehre zurueck mit kristallklarem Herzen...

    Liebe Freundinnen und Freunde, hier nun der letzte Teil unseres Berichts:

    Bericht zum Projekt „Glückstage – Erholung vom Krieg“,   4. Teil:  

    Einige Rückmeldungen der Frauen:

    Edina K.* : „.... Ich hatte immer das Bild von mir, dass ich schwach bin und gleich weine.... Gut, hier habe ich zu Anfang auch viel geweint, aber dann habe ich gesehen, ich bin nicht alleine. Hier in dieser Gruppe und mit eurer Hilfe habe ich gelernt, mich mit mir selbst und dem was ich erlebt hab auseinanderzusetzen. Und da hab ich gemerkt, dass ich gar nicht schwach bin sondern stark und mutig.... Ich bin stolz auf mich.... Ich fühle mich jetzt viel besser, gelassener... An diese Augenblicke, die ich hier mit euch allen verbracht habe, werde ich mich mein Leben lang erinnern! Danke euch und Danke denen, die dies hier für uns ermöglicht haben!

    Vahida S.*: „...Jahrelang hab ich in Angst gelebt, zuerst im Krieg, dann Angst vor meinem Mann, dann – nach der Trennung, Angst, dass meinem Kind etwas geschieht, Angst vor jedem neuen Tag.... Zu Anfang fiel es mir hier sehr schwer, überhaupt zu sprechen.... genauer gesagt von mir zu sprechen.... Ich fühlte mich verwirrt und wie im Nebel.... Aber jeden Tag wurde es besser, auch wenn ich erst mal viel geweint habe... Aber es hatte sich soviel angesammelt.... In meinem ganzen Leben hat mir noch nie jemand so zugehört wie ihr hier.... Ich fühle mich jetzt viel entspannter und seit vielen Jahren wieder fröhlich... Alles, was ich hier gelernt habe, werde ich in meinem Leben anwenden!..... Und nie werde ich vergessen, wie ihr meinen Geburtstag gefeiert habt.... So etwas Schoenes habe ich in meinem ganzen Leben noch nie erlebt.... Ich danke Euch von Herzen....“

    Senada R.* : „...Diese unsere Gruppenstunden hier haben mir unendlich viel bedeutet – noch mehr als das Meer – obwohl ich unbeschreiblich glücklich war, zum ersten Mal im Leben ans Meer zu fahren...      Ich habe hier meine Stärke erkannt und meinen eigenen Wert. Ich habe erkannt, dass ich mein Leben lang mir selbst helfen musste und noch anderen Halt geben, aber auch, dass mich das stark gemacht hat..... Ich habe eigentlich nie über mich nachgedacht und noch weniger über mich gesprochen... Hier habe ich begonnen, mich selbst mehr zu verstehen und wertzuschätzen... Ich fahre von hier nach Hause mit vollem und gleichzeitig kristallklarem Herzen.... Ich liebe Euch alle... Danke !“

    Maida L.*:   „... Ich bin so froh, dass ich die Gelegenheit bekommen habe, an dieser Gruppe teilzunehmen.... Mein Mann hat mich sehr ermutigt, dass ich das Angebot von SEKA annehme.... Ich habe jahrelang mit den Schatten der Vergangenheit gekämpft.... ich weiss, dass das jetzt nicht völlig vorbei ist, aber es hat mir so sehr geholfen, hier über manche meiner schweren Erfahrungen mit euch zu sprechen und zu erleben, dass ich damit doch nicht allein bin... Für mich war es sehr hilfreich mehr über das Thema „Trauma“ zu erfahren. Ich kann nun mich selbst besser verstehen und annehmen, aber auch meinen Mann.... sehr wichtig war für mich auch das Thema Kindererziehung und gleichberechtigte Erziehung von Jungen und Mädchen. Ich habe mich an meine eigene Kindheit erinnert und die Schläge, die ich bekommen habe, nur weil ich einmal (wie die Jungs) schwimmen gegangen bin.... Ich freue mich schon darauf, dass wir uns in Gorazde weiter treffen werden.... Danke euch von ganzem Herzen...“

    Hana H.*:   „Zu Anfang fiel es mir schwer, etwas von mir zu sagen, ich hatte so eine Scheu, dachte, was interessiert euch das, was ich erlebt habe, oder was ich empfinde und denke.... aber die Themen haben mich sehr interessiert... nie hatte ich zum Beispiel über meine Gefühle nachgedacht und wie wir sie im Körper fühlen.... auch nicht über meine Bedürfnisse oder das was ich nicht will.... sondern eigentlich nur, was die anderen brauchen.... Als wir über die Erlebnisse aus unserer Vergangenheit sprachen, fiel mir das zuerst sehr schwer, aber dann merkte ich, dass es mich erleichterte, das alles nicht weiter in mir zu verschließen.... Es hat mir sehr geholfen zu hören, dass ich mit all dem nicht alleine bin.... Ich habe so viele schwere Dinge erlebt, ich weiss nicht, wie ich überhaupt im Stande war, das zu berstehen........ ich bewundere mich jetzt selbst..... Heute bin ich mehr als zufrieden..... Seit ich geboren bin habe ich mich noch nie so gut gefühlt.... ich gehe von hier mit reinem Herzen... Ich möchte euch allen danken, aber auch den Menschen in Deutschland, die uns ermöglicht haben, dass wir und unsere Kinder so etwas erleben...“

    Einige Rückmeldungen der Kinder:

    Enisa A.* : „Am besten hat mir die Übung „Ärger / Wut“ gefallen..... als wir auf die Kissen hauen durften..... Wichtig war mir, dass wir gemeinsam unsere Gruppenregeln aufgestellt haben, .... und das Thema Kommunikation, wie man aktiv zuhört.... Nützlich war das Spiel mit den Etiketten an der Stirn (Anmerkung: Gruppenspiel zum Thema 'Vorurteile'). Super waren die Überraschungen: die Fotoapparate, die Meerschlange und das Tretbootfahren. Ich möchte noch sagen, dass es hier wunderschön ist. Ich liebe die Gruppenstunden.... am meisten liebe ich unsere Gruppenleiterinnen Amina und Madzida... und ich mag gerne, wenn wir alle zusammen spielen...“

    Murat K.* : „Ich fand alles super, besonders die Übungen zum Thema 'Ärger / Wut' und die Fotoapparate, die Schlange, die LEGO-Steine... Es war mir wichtig, dass wir uns die Gruppenregeln gemeinsam ausgedacht haben. Ich fand es gut, was wir zum Ende der Gruppenstunden gemeinsam als 'Botschaft' herausgefunden haben (Anmerkung: Nach den Übungen sprachen die Leiterinnen mit den Kindern darüber, was sie aus dieser Übung / diesem Spiel für Schlüsse bzw. Erkenntnisse gezogen hatten.)..... Ich fand es hier (im Gruppenraum) und am Meer super.... Ich möchte auch weiter ins SEKA-Haus kommen, denn es ist super. Danke, dass ihr mich zu den Ferien in Neum eingeladen habt.“

    Adnan K.*: „Es hat mir alles gefallen, aber am allermeisten die Meerschlange, das hat super Spass gemacht... Sehr wichtig war für mich, dass wir unsere Regeln erarbeitet haben und uns daran gehalten haben (meistens).   Es tut mir leid, dass ich mich einmal mit meinem Bruder so doll gestritten habe, dass Amina uns trennen musste.    Es tut mir leid, dass wir uns jetzt vom Meer trennen müssen, aber ich werde gerne ins SEKA-Haus kommen. Amina und Madzida sind super.“

    Velida S.*: „Es hat mir alles gefallen... Toll, dass Amina und Madzida unsere Gruppenleiterinnen waren, es hat viel Spass gemacht mit ihnen und sie können gut zuhören... Ich fand es sehr nützlich und wichtig, dass wir die Gruppenregeln gemacht haben.... Besonders schön war das Schwimmen... Ich habe Schwimmen gelernt und auch, dass ich auf dem Wasser liege! Es war super, als wir 'Zug' gespielt haben und als ich meine „Wut“ gemalt habe. Ich freue mich auf die Gruppenstunden in SEKA in Gorazde...“

    Emir L.*: „Für mich war es in Neum super! Alles hat mir gefallen... Ich wäre glücklich, wenn wir uns weiter im SEKA-Haus treffen würden. Ich liebe SEKA wirklich...“

                               Autorinnen des Gesamtberichts: Senija Tabakovic, Amina Vrana und Gabriele Mueller

    Liebe Leserinnen und Leser,

    wir wuerden uns sehr ueber Ihre Rueckmeldungen oder Kommentare zu unserem Bericht (in vier Teilen) freuen. Danke fuer Ihr Interesse und Ihre Aufmerksamkeit.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

    ------------------------

    * Name geändert

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Aengste verlieren und Mut gewinnen...

    Liebe Freundinnen und Freunde,      hier nun - wie versprochen:

    Bericht zum Projekt „Glückstage – Erholung vom Krieg“,  3. Teil:  

    Gruppenarbeit mit den Kindern

    Die Kinder der Gruppe waren im Alter zwischen 6,5 und 13 Jahren, 6 Mädchen und 4 Jungen. Eines der Mädchen war leicht geistig, ein anderes psychisch behindert. Die Psychische Behinderung resultierte aus langjähriger familiärer Gewalterfahrung, der das Kind schon als Kleinkind gemeinsam mit der Mutter ausgesetzt war (dieses Kind kam bereits seit längerem ins SEKA-Haus zur therapeutischen Spielstunde). Noch drei weitere Kinder hatten Gewalt in der Familie erlebt.

    Bei allen Kindern waren die psychischen Folgen der selbst erlebten Gewalt oder der (Kriegs-) Traumata der Mutter / des Vaters zu Anfang deutlich zu spüren. Fast alle Kinder zeigten eine starke Schüchternheit und Gehemmtheit sowie Passivität und geringes Selbstvertrauen – gleichzeitig aber auch geringe Toleranz bzw. Verständnis anderen gegenüber. Zwei der Jungen und eines der Mädchen reagierten in den ersten Tagen der Gruppenarbeit immer wieder offen aggressiv und abwertend gegenüber den anderen Kindern. Zwei weitere Mädchen agierten auf eher indirekte Art ihre Aggressionen aus (Ignorieren anderer, Auslachen u.ä.), die Jüngste, die sehr offensichtlich unter dem Tod ihrer leiblichen Mutter litt (sie war mit ihrer Pflegemutter gekommen), lebte ganz offensichtlich in einer Traumwelt. Zwei Brüder hatten ein sehr konfliktreiches Verhältnis, das hauptsächlich auf der ablehnenden und verächtlichen Haltung des jüngeren Bruders gegenüber dem älteren beruhte. Das psychisch behinderte Mädchen hatte kein Gefühl für die eigenen Grenzen wie auch nicht für die Grenzen anderer und erfuhr dadurch immer wieder Ablehnung.

    Sowohl das aggressive als auch das passive Verhalten der Kinder resultierte – wie sich rasch zeigte - aus ihren grundlegenden Ängsten, ihrem geringen Selbstwertgefühl und ihrem teilweise sehr negativen Selbstbild.

    Allerdings wirkte für die ganze Gruppe die Freude über diese Reise ans Meer als ein sehr positiver Katalysator.

     Vor diesem Hintergrund legten die Kolleginnen in der Arbeit mit der Kindergruppe den Schwerpunkt einerseits auf die Schaffung eines „sicheren Rahmens, der das gleiche Recht für alle garantiert“, auf die Förderung der Fähigkeiten sich selbst und andere wahrzunehmen, auf die Stärkung der Persönlichkeit der Kinder, auf die Entwicklung von Verständnis für sich selbst und für andere, sowie auf die Förderung der konstruktiven Kommunikation und Konfliktlösung unter den Kindern. In den themenzentrierten Einheiten gaben sie jeweils auch kindgerechte theoretische informationen.

    Die tägliche Gruppenarbeit umfasste in der Regel 4 Stunden, doch die Kolleginnen nutzten auch die Zeit am Strand oder auf abendlichen Spaziergängen für Interventionen und Gespräche mit Kindern oder Müttern.

    Die Gruppenarbeit begann jeden Tag mit einer kurzen Zeit des „Ankommens“ der Kinder im gemeinsamen Gruppenraum. In dieser Zeit konnten sie sich allmählich auf die gemeinsame Arbeit einstellen. In einer „Blitzlichtrunde“ hatte jedes Kind dann die Gelegenheit zu sagen, wie es sich am Morgen dieses Tages fühlte, was ihm / ihr am Vortag besonders gefallen oder missfallen hatte oder was es sonst den anderen mitteilen wollte. (Das Blitzlicht half den Kindern, sich selbst wahrzunehmen und ihre Gedanken und Gefühle auszudrücken, was ihnen bisher unbekannt gewesen war. Sie gewöhnten sich rasch an diese Übung. Es gefiel ihnen offensichtlich, dass alle anderen ihnen dann zuhörten.)

    Auf das Blitzlicht folgte jeden Tag ein Bewegungs- / Phantasiespiel an – um in Schwung zu kommen, eine lockere Atmosphäre in der Gruppe zu schaffen, und um die Konzentration der Kinder zu wecken. Daran schlossen sich dann in der Regel zwei themenbezogene Einheiten an, unterbrochen von der halbstündigen Frühstückspause. Eine erneute Bewegungs- bzw. Entspannungsübung schloss die themenbezogenen Einheiten ab. Die letzten 30 – 60 Minuten hatten die Kinder Gelegenheit zum selbstgewählten Spiel, an dem die Therapeutinnen natürlich ebenfalls teilnahmen. Jeder „Arbeitstag“ wurde mit einem abschliessenden Blitzlicht beendet.

    Die ersten beiden Tage nutzten die Therapeutinnen hauptsächlich, um gemeinsam mit den Kindern einen „sicheren Rahmen“ zu schaffen: Dazu gehörte die gemeinsame Erarbeitung der Regeln für den Umgang miteinander, sowie vielerlei Spiele, die den Kindern halfen, sich selbst und die anderen kennenzulernen (so z.B. die Übungen: „Mein Name und mein Logo“, „Tiere am Morgen im Dschungel“).

    Auch in der Evaluation der Kinder am Ende des Erholungsaufenthalts zeigte sich, dass die Erarbeitung der Regeln (zuerst anonym / schriftlich und dann gemeinsame Diskussion) für fast alle Kinder außerordentlich wichtig war. Noch nie zuvor hatte ihnen jemand Gelegenheit gegeben, ganz ausführlich zu sagen, was sie störte bzw. was sie sich wünschten, wie andere mit ihnen umgehen sollten.

    Die Kinder hielten sich jeden Tag besser an die Regeln, was sehr zu einer Entspannung in der Gruppe beitrug.

    Am dritten Tag erlernten die Kinder Übungen zur aktiven Entspannung sowie die Imaginationsübung „Mein sicherer Ort“ (eine Übung zur Selbstberuhigung /Selbstunterstützung). Die Kinder mochten diese Übung sehr und malten anschliessend hoch konzentriert ihren „sicheren Ort“. Anschliessend hatte, wer wollte, Gelegenheit zu erzählen, was er / sie während der Imaginationsübung erlebt hatte und wie sein / ihr „sichere Ort“ aussah. Nur wenige der Kinder wollten dies allerdings... Offensichtlich war die Vertrauensbasis in der Gruppe noch nicht stabil genug.

    Am vierten Tag begannen die Kolleginnen, mit den Kindern das Thema „Kommunikation“ zu erarbeiten. Durch spielerische Paarübungen, die Geschichte vom „Cowboy und Indianer“ und die witzige aber eindrucksvolle Übung „Schlechte Zuhörer“ brachten die Kolleginnen den Kindern das Thema „nonverbale Kommunikation“ und „Aktives Zuhören“ nahe. Die Kinder wurden sich bewusst, wie wenig sie in der Regel anderen wirklich zuhörten – und umgekehrt. Sie bekamen die Aufgabe, bis zum nächsten Tag das „aktive Zuhören“ auszuprobieren.

    Am fünften Tag erarbeiteten die Kinder durch verschiedene Szenen zum einen die Bedeutung der Übereinstimmung von non-verbalen und verbalen Botschaften und probierten dann in Szenen mit den Handpuppen aus, welche Botschaften der Kommunikation förderlich sind („Ich-Botschaften“ mit konkretem situationsbezogenem Inhalt) und welche in der Regel sofort konfliktfördernd wirken („Du“-Botschaften, Generalisierungen). Die Kinder fanden dieses Thema sehr interessant und beteiligten sich ganz aktiv.

    Der thematische Teil des sechsten Tages war der Arbeit mit dem Gefühl „Ärger / Wut“ gewidmet. Nach einem einführenden Gespräch über Gefühle im allgemeinen und das Gefühl „Ärger / Wut“ im besonderen, an dem sich alle Kinder sehr aktiv beteiligten, hatten die Kinder Gelegenheit, sich an Situationen zu erinnern, wann sie sich wütend gefühlt hatten, und dann „ihren Ärger / ihre Wut“ zu malen – ihr eine Gestalt und Farbe/n zu geben. Jedes Kind stellte dann „seine Wut“ den anderen vor und hatte dann die Gelegenheit, seine Wut an einem grossen Polster auszulassen und dabei auch verbal auszudrücken (ausnahmsweise waren hier auch Schimpfworte erlaubt!). Die Kinder nutzten diese Übung ausgiebig und fanden sie im abschliessenden Blitzlicht „super“.

    Am siebten Tag arbeitete die Gruppe zu den Themen Stärken und Ressourcen und Beziehungen mit der Übung „Mein Herz“. Hingebungsvoll zeichneten die Kinder in „ihr Herz“, all das, was ihnen Kraft gab, ihnen in schweren Momenten half, bzw. die Personen, die sie unterstützen.

    Im anschließenden Gruppengespräch zum Thema „Trauer“ erzählten die Kinder (und auch die Therapeutinnen, die sich in diese Übung einschlossen, um die Kinder zu ermutigen) alle ausführlich über Verluste (von Haustieren oder nahen Menschen). Anschließend malten sie „ihre Trauer“ und die Personen oder Tiere, um die sie trauerten.

    Zum Abschluss hatten die Kinder die Gelegenheit, die Übung „Mein Herz“ in Form einer Liste zu wiederholen. Dabei wurde deutlich, dass alle Kinder sehr viel mehr Personen bzw. Aspekte in „ihr Herz“ schrieben als bei der morgendlichen Übung. Die Arbeit dieses Tages hatte offensichtlich bewirkt, dass sie sich mehr bewusst geworden waren, insbesondere über die Bedeutung nahestehender Personen. Einige der Kinder schlossen nun auch verstorbene Personen mit ein.

    Der thematische Teil des achten Tags war dem Thema „Kreative Konfliktlösung“ gewidmet. Während des Gruppengespräch wurden sich die Kinder mehrerer aktueller Konflikte bewusst. Durch die Arbeit in Szenen war es möglich, dass die Kinder sich des Hintergrunds der Konflikte mehr bewusst wurden. Insbesondere der Konflikt zwischen den Brüdern kam zum Ausbruch und führte dazu, dass der bisher schwächere Bruder durch die Rückmeldungen der anderen Kinder gestärkt, der bisher stärkere Bruder dagegen mit seinem Verhalten konfrontiert wurde. Dies ermöglichte ein Aufbrechen der bisher eingespielten Dynamik.

    An einem anderen Konflikt, der mit Vorurteilen und Ablehnung gegenüber Schwächeren oder Andersartigen zu tun hatte, arbeitete die Gruppe am nächsten Tag weiter – mit der Übung: „Voreingenommenheit und Vorurteile“. Dieses Gruppenspiel hatte bei den Kindern eine ausserordentliche Wirkung. In ihren verschiedenen Rollen fühlten sie die Wirkung von Vorurteilen sehr eindrücklich. „Dieses Spiel werde ich nie vergessen,“ meinte eine der Mädchen, die sich während des Spiels ihrer eigenen Vorurteile und ihres veletzenden Verhaltens in bestimmten Situationen bewusst geworden war.

    Am letzten "Arbeitstag" hatten die Kinder in der Übung „Erinnerungskarte“ Gelegenheit, jedem anderen Kind auf einer schönen selbst gestalteten vierseitigen „Erinnerungskarte“ aufzuschreiben, was sie an den anderen mochten, bzw. was sie ihnen noch mitteilen wollten – zur Erinnerung. Außerdem schrieben sie auf, was ihnen während des Erholungsaufenthalts gefallen oder nicht gefallen hatte und ob sie gerne weiter zur Gruppenarbeit ins SEKA-Haus in Gorazde kommen wollten. Alle Kinder waren begeistert vom Erholungsaufenthalt und auch von der Gruppenarbeit. Alle möchten auch gerne in Gorazde weiter an der Gruppe teilnehmen. (Einige der Rückmeldungen der Kinder werde ich im nächsten Block zitieren).

    Neben der thematischen Gruppenarbeit fanden mit den Kindern vielerlei Aktivitäten am Strand (s. Bericht 1. Teil), ein Foto-Workshop, abendliche Spaziergänge und (in den letzten Tagen) die Vorbereitung der Vorstellung der Kinder für den letzten Abend statt.

    Durch die vielerlei Aktivitäten und gerade auch durch die Gruppenarbeit veränderten sich die Kinder ganz außerordentlich: Die ängstlichen, verschlossenen, teilweise agressiven Kinder entwickelten sich zu selbstbewussten, mutigen, stolzen, kommunikativen und kooperativen Persönlichkeiten. Die anfangs gespannten Beziehungen in der Gruppe entspannten sich. Die Untergrüppchen wuchsen zu einer wirklichen Gruppe zusammen, in der auch die beiden behinderten Mädchen ihren unbestrittenen Platz hatten und Wertschätzung erfuhren. Aus Konkurrenz oder Ablehnung wurde gegenseitige Hilfsbereitschaft und Akzeptanz.

    Natürlich sind wir uns bewusst, dass die Kinder – und die Mütter - noch weiter unsere Begleitung und Unterstützung benötigen. Aber mit dem Erholungsaufenthalt ist ein wunderbarer Grundstock gelegt, auf dem wir weiter aufbauen können.

     

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    ...als ob das alles aus mir herausgekommen ist.

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    wie versprochen kommt hier nun der 2. Teil des Berichts zu unserem Projekt "Glueckstage", ueber die Gruppenarbeit mit den Frauen. Ueber die Gruppenarbeit mit den Kindern werde ich im naechsten Block schreiben.

    Bericht zum Projekt „Glückstage – Erholung vom Krieg“

    Juni 2008 in Neum an der Adria

    2. Teil

     Gruppenarbeit mit den Frauen

    Die ersten beiden Tage nutzten die Therapeutinnen, durch gezielte Ü bungen eine Atmosphäre von Sicherheit zu schaffen, eine Voraussetzung dafür, dass die Frauen allmählich Vertrauen aufbauen konnten – gegenüber den Leiterinnen wie auch gegenüber den anderen Gruppenmitglieder. Diese Übungen förderten auf spielerische Art das gegenseitige Kennenlernen. Dann erarbeitete die Gruppe gemeinsam die Regeln für den Umgang miteinander (Was brauche ich, damit ich mich in dieser Gruppe sicher und frei fühlen kann? Was möchte ich nicht, dass geschehen würde?) Jede schrieb ihre Gedanken zu diesen Fragen auf Zettel, die dann anschliessend gemeinsam diskutiert wurden. Die Zettel wurden ohne Unterschrift abgegeben, damit jede so offen und ehrlich wie möglich sein konnte. In der Evaluation am Ende des Erholungsaufenthalts wurde deutlich, dass diese Art der Erarbeitung des gemeinsamen Rahmens der Gruppenarbeit für alle von sehr großer Bedeutung war. Sie fühlten sich danach viel sicherer und es fiel ihnen leichter, auch über schwere Themen offen zu sprechen.

    Mit Hilfe von Steinen und Muscheln als Symbolen stellten die  Frauen ihre Wünsche und Erwartungen bzgl. des Erholungsaufenthalts dar. Dann erarbeiteten sie gemeinsam mit den Leiterinnen die Themen, die sie in der Gruppenarbeit bearbeiten wollten.

    Neben dem Thema „Kindererziehung“ und dem Thema „Wie überlebe ich mit geringsten ökonomischen Mitteln?“ hatten alle Themen mit der Bewältigung von Krisen, traumatischen Erlebnissen, dem Umgang mit „schweren Gefühlen“ und mit dem Verlust geliebter Menschen zu tun.

    Schon am ersten Tag zeigte sich, welche schweren traumatischen Erfahrungen die Frauen erlebt hatten (schwere Gewalterfahrungen während der Einnahme ihrer Dörfer in der Nähe von Gorazde, Flucht und tagelanges Ausharren in den Wäldern, Lagerhaft, die Ermordung naher Angehöriger vor ihren Augen, das Verschwinden von Angehörigen, extremer Hunger, Kälte, Kampf ums Überleben, aber auch Gewalterfahrungen in der Kindheit, Misshandlungen in der Ehe, Suchterkrankung bzw. psychische Erkrankung naher Angehöriger, eigene schwere Krankheit, Behinderung des Kindes uvm.). Die Therapeutinnen entschlossen sich daher, neben den Themen Ressourcenarbeit und Stressbewältigung auch Informationen zum Thema „Trauma“ zu geben, um den Frauen zu helfen, sich selbst besser zu verstehen. Außerdem schlugen sie den Frauen die Themen 'Umgang mit Emotionen' sowie 'Umgang mit dem Verlust naher Menschen und mit schweren Erfahrungen' vor.

    Die Teilnehmerinnen der Gruppe zeigten außerordentliches Interesse an der Gruppenarbeit, obwohl nur drei von ihnen bereits Erfahrung gemacht hatten mit therapeutischer Arbeit (im SEKA-Haus). Für die übrigen Frauen war es das erste Mal, dass sie so offen mit anderen über so persönliche Erfahrungen sprachen.

    An jedem Tag begann und endete die Gruppenarbeit mit dem „Blitzlicht“ (jede Frau sagte, wie sie sich im Moment fühlte). Eine Bewegungsübung oder ein Spiel diente zur „Erwärmung für die Gruppenarbeit“. Es war den Therapeutinnen wichtig, dass die Frauen – neben den schweren Themen – auch Spass zusammen hatten.

    Am 2. Tag wurde das Thema „Wie überlebe ich mit geringsten ökonomischen Mitteln?“ bearbeitet. Die Frauen sprachen sehr offen über ihre Situation, ihre ökonomischen Probleme, aber auch über die Wege, die sie fanden trotz allem ihre Familien zu ernähren. Sie teilten einerseits ihren Schmerz, ihre Wut über Ungerechtigkeiten, ihre Gefühle von Ohnmacht und manchmal Verzweiflung, und andererseits ihre Kraft, ihre Hartnäckigkeit, Kreativität und unglaublichen Fähigkeiten, mit geringsten Mitteln zu überleben.

    Diese Übung hatte große Auswirkungen auf die Selbstachtung und das Selbstbewusstsein der Frauen und wirkte sehr verbindend.

    Anschliessend arbeitete die Gruppe weiter zum Thema „Emotionen“ mit der Übung „Landkarte der Emotionen“. Durch diese Übung erkannten die Frauen die Verbindung von Körpersensationen und Emotionen und sprachen über ihren persönlichen Umgang mit verschiedenen Emotionen. Die Therapeutinnen gaben anschliessend kurz theoretische Informationen zu diesem Thema, die die Frauen als sehr hilfreich empfanden.

    Am 3. Tag sprachen die Frauen über ihre persönlichen Bewältigungsstrategien in Krisen oder Stress-Situationen. Anschliessend gaben die Therapeutinnen mit dem „BASIC PH-Modell“ einen theoretischen Rahmen für Coping-Strategien.

    Am 4. Tag der Gruppenarbeit gaben die Therapeutinnen eine theoretische Einführung ins Thema „Verluste und Trauerarbeit“, die den Frauen sehr viel bedeutete und ihnen half, ihre eigenen Reaktionen und Gefühle besser zu verstehen.

    Anschliessend machten sich die Frauen durch die Übung „mein Herz“ ihre Ressourcen in ihren nahen Beziehungen bewusst. Diese Übung öffnete für einige der Frauen ihre Verlusterfahrungen, dennoch erlebten sie sie als stärkend und bereichernd. Eine der Frauen meinte nach dieser Übung: „Es ist mir jetzt bewusst, wie reich ich doch bin!“

    Am 5. Tag erarbeitete die Gruppe die Themen Kommunikation („aktives Zuhören“, „Mich mitteilen“) durch verschiedene Szenen, die die Frauen in Paaren spielten. Das machte ihnen viel Spass, doch gleichzeitig empfanden sie diese Szenen als sehr lehrreich. In den anschliessenden theoretischen Erklärungen zum Thema fassten die Therapeutinnen die Essenz der Erfahrungen aus den Szenen zusammen.

    Auch das Thema „Grenzen“ wurde durch Szenen erarbeitet und dann ausgewertet, sowie theoretisch erklärt. (Menschen, die Opfer von Gewalt wurden, haben erlebt, dass ihre Grenzen brutal zerstört wurden, darüber hinaus hindert die traditionelle geschlechtsspezifische Erziehung Mädchen generell, gesunde Grenzen zu entwickeln. Deshalb ist für uns das Thema Grenzen in der therapeutischen Arbeit von großer Bedeutung.)

    Die Gruppenarbeit des 6. Tages beinhaltete das Thema „gewaltfreie Konfliktlösung“. Wieder nutzten die Therapeutinnen kurze Szenen, in denen die Frauen unterschiedliche Umgangsweisen mit Konflikten ausprobierten und gemeinsam auswerteten. Sie hatten viel Spass dabei, wurden aber auch nachdenklich. Nach den anschliessenden theoretischen Erklärungen sagte eine der Teilnehmerinnen: „Unsere Übungen heute und Eure Erklärungen haben mir sehr geholfen, besser zu verstehen, was bei uns so oft schief läuft. In Zukunft werde ich mich an unsere Szenen erinnern und ich hoffe, dass ich dann anders reagieren kann...“.

    Am 7. Tag sprachen die Frauen mit Hilfe der Übung „Fluss des Lebens“ über ein traumatisches Erlebnis ihres Lebens und reflektierten darüber, wie diese Erfahrung sie verändert hat. (Dabei unterstützten die Therapeutinnen sie, Distanz zu bewahren und vom heutigen Standpunkt aus auf ihr Leben zu schauen.) Die anschließenden theoretischen Erklärungen halfen den Frauen eigene posttraumatische Symptome oder auch die von nahestehenden Menschen besser zu verstehen und sich bewusst zu machen, was ihnen geholfen hat, diese schwere Erfahrung zu überstehen.

    Nach diesem sehr intensiven Tag meinte eine der Frauen: „Ich habe auch bisher schon über dieses Erlebnis gesprochen, aber jedesmal habe ich mich schlecht gefühlt, als ob ich wieder in dieser Situation bin. Diesmal war es anders: als ob das alles aus mir herausgekommen ist. Ich fühle mich sehr gut, so erleichtert, ich kann gar nicht glauben, dass ich mich so fühle...“

     In den letzten Tagen arbeitete die Gruppe zu den Themen „Gewalt“ (Gewalt in Partnerbeziehungen, Gewalt gegen Kinder, Gesellschaftliche Haltung zu Gewalt...), „Traditionelle Erziehung / Geschlechtsrollen und deren Zusammenhang mit der Entwicklung von Täter und Opferrollen“, „menschliche Grundbedürfnisse“, „Selbstbehauptung“ und „meine Kraftquellen“.

    Den letzten Tag hatten die Frauen Gelegenheit, anhand ihrer Symbole vom ersten Tag (Wünsche und Erwartungen) für sich selbst zu evaluieren, inwiefern sich ihre Wünsche und Erwartungen erfüllt hatten. Alle betonten, dass ihre Erwartungen bei weitem übertroffen worden waren. (Einige der Kommentare werde ich in einem meiner naechsten Blogs wiedergeben.)

    Durch weitere Übungen konnten die Frauen die für sie wichtigen Erfahrungen und gewonnenen Erkenntnisse integrieren. Durch die Übung „Glückwunschkarten“   hatte jede Frau die Möglichkeit einer jeden anderen in schriftlicher Form eine Rückmeldung zu geben „Was mich an Dir besonders beeindruckt hat“. Diese gegenseitigen Feedbacks voller Wertschätzung bedeuteten den Frauen sehr viel und machten außerdem deutlich, wie nahe sich die Frauen in diesen Tagen gekommen waren.

    In der schriftlichen (anonym gegebenen) Rueckmeldung an die Therapeutinnen betonten alle Frauen, dass sie die Gruppenarbeit auch in Gorazde (im SEKA-Haus) sehr gerne weiter fortsetzen moechten. (siehe auch: Rueckmeldungen der Frauen in einem der naechsten Blocks).

    Bis zum naechsten Blog.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Das Meer hilft Vertrauen gewinnen

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    letzte Woche haben wir die Erfahrungen mit unserem Projekt "Glueckstage 2008" gruendlich ausgewertet und ich muss sagen, ich bin mehr als gluecklich ueber die Art und Weise, wie die Kolleginnen dieses Projekt realisiert haben. In diesem Sommer habe ich das erste Mal (nach 11 Jahren) nicht selbst den Erholungsaufenthalt geleitet. Aber ich bin ueberzeugt, es haette nicht besser laufen koennen. Ich moechte hier nochmals meinen Kolleginnen ganz herzlich danken, fuer ihren unermuedlichen Einsatz und ihr Engagement und insbesondere fuer ihre hervorragende fachliche Arbeit.

    Hier auf Betterplace werde ich den versprochenen Bericht ueber die "Glueckstage" in mehreren Teilen veroeffentlichen, damit  er die LeserInnen nicht zu sehr ermuedet.

    Heute also der erste Teil:

    Bericht zum Projekt „Glückstage – Erholung vom Krieg“

    Juni 2008 in Neum an der Adria

    1. Teil

     Die 10 Frauen und 10 Kinder der Gruppe hatten wir (die Mitarbeiterinnen des Projekts SEKA) in Zusammenarbeit mit dem Zentrum fuer psychische Gesundheit, Gorazde, und dem Veteranen-Klub „Svjetlost Drine“, Gorazde, der kriegstraumatisierten Veteranen psycho-soziale Hilfe anbietet, nach spezifischen Kriterien ausgewählt. Alle Familien leben unter sehr schweren ökonomischen Bedingungen. Alle Frauen litten an schweren mehrfachen Kriegstraumata, einige hatten darüber hinaus noch Gewalt in der Kindheit und / oder in der Ehe erlebt. Mehrere Frauen leben alleine mit den Kindern, andere mit kriegstraumatisierten oder psychisch krankem Partner bzw anderen nach dem Krieg psychisch erkrankten Familienangehörigen.

    Alle Kinder, wie auch zwei der Frauen waren noch nie am Meergewesen.Alle waren überglücklich und aufgeregt über diese Möglichkeit, die Ihnen und ihren Kindern geboten wurde, sich am Meer zu erholen und dabei noch  "etwas zu lernen", wie einige das ausdrueckten.

    Bereits die beiden Vortreffen noch in Gorazde im SEKA-Haus ermöglichten den Frauen und Kindern sich gegenseitig und auch die SEKA-Mitarbeiterinnen ein wenig kennenzulernen. Auch die gemeinsame Busfahrt in Begleitung der Therapeutinnen liess die Gruppe langsam zusammenwachsen.

    Über die Unterbringung in der Pension in Neum waren alle begeistert, sowohl von den schönen Zimmern, den Balkonen, dem Blick aufs Meer, als auch von der Gastfreundschaft der Pensions-inhaber, die wirklich ihr Möglichstes taten, um die Frauen und Kinder zu verwöhnen. Ausserdem boten sie uns (wie auch schon im Jahr zuvor) gute Arbeitsbedingungen für die Gruppenarbeit. Sie hatten zwei der grö ß ten Zimmer leergeräumt, die wir dann als Gruppenräume für die Frauen bzw. für die Kinder einrichteten. Ein dritter großer Raum diente als gemeinschaftliches Wohnzimmer am Abend.

    Schon kurz nach der Ankunft am ersten Tag gab es einen Spaziergang zum Strand. Und die ersten ganz mutigen Kinder schlossen – trotz des kühlen Wetters – ihre erste Bekanntschaft mit dem Meer. Die übrigen trauten sich in den nächsten Tagen mit Schwimmflügeln und Schwimmringen „abgesichert“ in die Wellen. Nur die leicht geistig behinderte Hana* hatte grosse Angst vorm Wasser. Erst in der zweiten Hälfte des Erholungsaufenthalts, nachdem die „Tanten“ (Therapeutinnen) oder auch ihre Mutter sie täglich ermutigt und mit ihr den vorsichtigen Kontakt mit dem Meer ausprobiert hatten, verlor auch sie allmählich ihre Ä ngste: Zuerst ließ sie sich auf der Luftmatratze liegend herumfahren. Dann erlaubte sie den Kolleginnen Amina oder Senija, sie ohne Luftmatratze auf dem Wasser liegend zu halten, bis sie sich mehr und mehr entspannen und Vertrauen gewinnen konnte. Auch die anderen Kinder lernten mit dieser Übung, dass das Meer sie trägt und dass sie sich auf diese Weise immer wieder ausruhen können.

    Natürlich halfen auch vielerlei Spiele und Wettkämpfe im Meer und am Strand, dass die Kinder sich von ihren anfänglichen Ängsten bis zum Ende des Erholungsaufenthalts völlig befreien konnten: In den 11 Tagen lernten schliesslich alle Kinder schwimmen!!!!! Das machte sie stolz und selbstbewusst.

    Auch einige der Frauen, die bisher nicht schwimmen konnten und Angst vorm Wasser hatten, konnten sich von diesen Ängsten befreien und das Meer von Tag zu Tag mehr geniessen.

    Am letzten Tag gab es dann für Frauen und Kinder die Überraschung, mit Tretbooten herumzuschippern. Zu diesem Zweck hatten die Kolleginnen zwei Tretboote gemietet.

    Wer die Kinder am ersten Tag am Meer erlebt hatte, konnte nicht glauben, dass das dieselben Kinder waren, die da herumtollten, von der Rutsche des Tretboots ins Wasser platschten, schwammen wie die Fische, tauchten, ins Wasser sprangen.... Braungebrannt, glücklich und selbstbewusst....

    Die gemeinsam verbrachte Zeit am Strand liess die Gruppe – neben der Gruppenarbeit – rasch zusammenwachsen – „wie eine glückliche Familie“, wie eine der Frauen es ausdrueckte.

    Aber auch am Abend gab es gemeinsame Spaziergänge, die Frauen und Kinder genossen die Sonnenuntergänge am Meer. Es ging zum Eisessen, zum abendlichen Strandkonzert... und an einem Abend feierte die Gruppe den Geburtstag einer der Frauen. Die war zu Tränen gerührt. Soviel liebevolle Aufmerksamkeit hatte sie ihr ganzes Leben noch nicht erfahren...

    Am letzten Abend gab es eine Vorstellung der Kinder „für Mütter und Tanten“, in der auch die zu Anfang schüchternsten Kinder selbstbewusst Lieder sangen, Sketche oder witzige Spiele spielten. Diese Vorstellung, für die sie einen überwältigenden Applaus bekamen, hatten sie sich ganz selbständig ausgedacht, mit nur wenig Unterstützung durch die Therapeutinnen.

    Diese Vorstellung zeigte auch, dass die anfänglichen Spannungen und unterschwelligen Konflikte in der Kindergruppe sich zum größten Teil aufgelöst hatten und die Gruppe richtig zusammengewachsen war.

    (*Name geändert)

    In den naechsten Tagen folgt der 2. Teil des Berichts - ueber die Gruppenarbeit mit den Frauen...

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    The "Days of Joy" are completely financed!

    Dear friends,

    two days ago I returned from my 15-days-journey to Lebanon. We gave there two trainings on the topic "trauma" for the staff of the palestinian organisation Najdeh, working in the refugee-camps near Tripoli. In Lebanon I had no access to Internet.

    Therefore I was not able to thank for the new support we received for our project "Days of Joy" - even after the end of the therapeutic recreation. We are so happy, that now the financiation of the project succeeded with 100 %!!! This year it was so difficult as never before. To realise the therapeutic recreation according to our plans, we first had prefinance the expenses with other donations (dedicated to another purpose). But now we succeeded - with the help of you all: All expenses are covered! This is really great.

    I want to thank you all very much, who made this project possible - in the name of the 20 women and children. Puno Hvala (Thanks you very much)!

    Some photos of the "Days of Joy 2008" you find here on this site. In the coming days I will report about the work with the children and with the women in Neum - after detailed evaluation with my colleagues.

    (Unfortunately I am the only one in our small team in Gorazde, who speaks English and German.)

    I wish you all a lovely summertime

    with warm regards

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Die Glueckstage 2008 sind voll finanziert!

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    gestern abend bin ich von meiner 15taegigen Reise in den Libanon zurueckgekehrt. Wir hatten dort zwei Seminare mit Mitarbeiterinnen der palaestinensischen Organisation Najdeh zum Thema "Trauma". Dort hatte ich keinen Internetzugang.

    Deshalb konnte ich mich nicht frueher fuer die Unterstuetzung bedanken, die unser Projekt "Glueckstage" auch noch nach der Beendigung des therapeutischen Erholungsaufenthalts bekommen hat. Wir sind sehr gluecklich, dass die Finanzierung des Projekts nun zu 100 % (!!!!) geglueckt ist. Es war dieses Jahr so schwierig wie noch nie. Um den Erholungsaufenthalt wie geplant durchfuehren zu koennen, mussten wir einen Teil der Kosten erst einmal mit anderen Spendengeldern vorfinanzieren. Aber dank Ihrer und Eurer aller Hilfe hat es doch noch geklappt: Alle Kosten sind finanziert! Das ist grossartig!!! Deshalb moechte ich mich ganz herzlich - auch im Namen der Frauen und Kinder der Gruppe - bei Ihnen allen bedanken, die dieses Projekt moeglich gemacht haben. Puno Hvala (Vielen Dank)!

    Einige Fotos von den "Glueckstagen" finden Sie bereits hier auf der Seite. Ueber die Arbeit mit Kindern und mit Frauen werde ich naechste Woche ausfuehrlicher berichten, wenn ich wieder im Projekt in Gorazde sein werde - anhand der Berichte meiner Kolleginnen. (Leider bin ich im Team die Einzige, die auch Deutsch und Englisch spricht.)

    Ihnen allen einen schoenen Sommer

    und herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

     

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    A. Kolkmann written over 3 years ago
    Das ist ja wunderbar, ich freue mich so für Euch! Liebe Grüße Anne

    B. Bela written over 3 years ago
    Tolle Arbeit, die ihr da macht!
    Viel Kraft
    Boris

    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    The therapeutic recreation ended

    Dear friends,

    'everything what is beautiful doesn't last long' is a phrase almost everyone knows well.... And it is true: also our 'Days of joy' could not last forever.... But after 11 days the 20 women and children returned happy, joyful, with new energy, courage  and confidence in life.... to their homes in Gorazde and surrounding villages.

    I will report more in detail about the work with the group after returning from a journey to Lebanon (for two trainings on trauma which we give there for Palestinian teams). Then I will have the detailled reports from the colleagues... (Because of the language I have to write the German and English version of the report...).

    But already now you can have a look at a number of photos from the recreation....

    Already the next week the group will meet again in SEKA-House in Gorazde for an exhibition of the photos and other creative works the children had done in Neum.

    We want to thank again once more all our friends, who helped with their donations that these women and children could experience such a lovely and important time at the seaside and regain confidence in themselves, towards others and in life...

    With warm regards

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Die Glueckstage sind zu Ende gegangen!

    Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

    die Glueckstage in Neum sind nun zu Ende! 20 glueckliche Frauen und Kinder sind nach Gorazde zurueckgekehrt - voller schoener Eindruecke und Erlebnisse, mit neuer Energie und Zuversicht.

    Wir werden demnaechst hier schon mal einige Fotos zeigen. Einen detallierten Bericht werde ich nach meiner Rueckkehr aus dem Libanon (Ich werde dort jetzt fuer ca 15 Tage zu Seminaren sein.) schreiben, wenn ich die ausfuehrlichen Berichte unserer Kolleginnen haben werde.

    Nochmals allen, die uns unterstuetzt haben ein ganz herzliches Dankeschoen.

    Natuerlich wuerden wir uns freuen, wenn die noch offenen Bedarfe noch erfuellt werden wuerden, denn am Montag muessen wir alle Rechnungen bezahlen.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

    P.S.: Einige der aktuellen Fotos koennen Sie schon jetzt betrachten.... Aber es gibt noch viel mehr...

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Thank you Ruth!

    Dear Friends,

    I am glad to inform you today - the last day of our therapeutic recreation - that one of our longlasting supporters, Ruth B, donated 150 € for the higher travel costs for the group.

    This is great, we hope now very much, that the still open amount of 95 € will come together, too.

    With warm regards

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Herzlichen Glueckwunsch zum 80. Geburtstag!

    Liebe Betterplace-Freundinnen und Freunde,

    wir haben noch weitere grossartige Unterstuetzung von einigen unserer langjaehrigen SEKA-UnterstuetzerInnen erhalten:

    Grete G. feierte am 16. Juni (dem ersten Tag unseres Erholungsaufenthalts) ihren 80. Geburtstag und bat zu diesem Anlass um Spenden fuer unser Projekt. 280 € kamen zusammen, die wir nun zur Finanzierung der (erhoehten) Fahrtkosten verwendet haben. Ein ganz herzliches Dankeschoen, Grete, und nochmal alles alles Gute zum Geburtstag!

    Und auch Thomas Ohl, einer unserer laengsten Foerderer und auch Fuersprecher der Betterplace-Projekte, hat uns noch einmal 50 € gespendet - fuer die Fahrtkosten der Gruppe. Lieber Thomas, auch dir ein ganz grosses Dankeschoen.

    Und auch fuer das therapeutisch-paedagogische Material und die Ausfluege und Unternehmungen (z.B. das heutige Tretbootfahren, das Kinder und Muetter voellig begeistert hat...) sind von vier unserer Foerderfrauen noch 70 € an Spenden eingegangen. Auch dafuer vielen Dank!

    Nun ist noch ein Betrag von 245 € offen - kaum zu glauben bei den riesigen Betraegen, mit denen wir begonnen haben!!!

    Wir hoffen, dass auch diese restlichen Bedarfe erfuellt werden koennen, denn nach Abschluss des Erholungsaufenthalts in zwei Tagen muessen wir die Rechnung fuer die Unterkunft und Verpflegung begleichen.

    Mit ganz herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

     

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Noch vier Glueckstage!

    Liebe Betterplace-Freundinnen und Freunde,

    Seit 16 Juni laeuft unser therapeutischer Erholungsaufenthalt - das "Glueckstage"projekt fuer 20 kriegstraumatisierte Frauen und Kinder aus Ostbosnien. Neben der intensiven taeglich vierstuendigen Gruppenarbeit - in getrennten Gruppen fuer Frauen und Kinder - und der Moeglichkeit zu Einzelgespraechen, gibt es natuerlich ein vielfaeltiges Programm von Unternehmungen und Aktivitaeten am Meer und am Strand, Ueberraschungen fuer die Kinder, den Fotoworkshop und vielerlei mehr.

    Die Frauen und Kinder sind wirklich gluecklich und geniessen "jede Minute", wie eine der Teilnehmerinnen sagte. Gestern abend fand z. B. ein kleines Unterhaltungsprogramm statt, dass die Kindergruppe "fuer Muetter und Tanten" selber ausgedacht hatte. Es war ein voller Erfolg.

    Heute abend gibt es eine Geburtstagsfeier... und morgen schon wieder eine Ueberraschung (Ihnen kann ich es ja schon verraten: "Pedalino(Tretboot)-Fahren". All die Tage hatten die Kinder bereits sehnsuechtig die Pedalinos betrachtet...)

    Es ist wichtig, zu den oft schweren und schmerzhaften Themen der Gruppenarbeit froehliche Aktivitaeten als Gegengewicht zu organisieren.

    Leider benoetigen wir noch immer Spenden zur Finanzierung des Erholungsaufenthalts... Jetzt noch 595 € (aufgrund der 400 €, um die sich die Fahrtkosten erhoeht haben, wegen der horrenden Benzinpreise).

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    The "days of joy" started!

    Dear Betterplace-friends,

    on Monday the journey to Neum at the Adriatic Sea started - still with cool and changeable weather... But inspite of this mothers and children were so excited - for all of the children and even some of the women it was the first time to see the sea!

    The accommodation is really beautiful in a pension with very kind hosts.... doing everything to fulfill our needs and wishes. They provided two rooms for the work with the groups - one for the children, one for the women. One further room as living room for the group in the evening.

    The first two days the women as well as the children started with intense group work - forming the groups, getting to know each other, establishing safety and the ground for the growth of confidence. All of the women passed through severe traumas during war, through expulsion, on the flight, through the experience of violence in war and / or in the past-war-time. As always the therapists first layed the ground for the work on such difficult topics: The first days they concentrate on the work on resources, stabilisation, psycho-education on psychological trauma, to connect the women with their inner strengths and to give them information, so that they better can understand themselves - and other traumatised family members...

    In the work with the children the therapists use a mixture of topics, which they suggest, as well as the topics and wishes, the children express. Important themes - besides the process of getting to know each other - are here: to create the common rules of the group ("What is important, that everyone in the group feels safe and free?"), good communication, equal rights for all (boys and girls, elder and younger...), getting aware of our similiarities and our differences, how to deal with emotions and a lot of other themes more...

    And of course - thanks God the weather improved and today it is beautiful: enjoying the beach and the sea.... also the more anxious children today dared to try the contact with the water.... The therapists helping them with some of our favorite excercises and games....

    So far for today...

    But not to forget: We still need donations to make all this possible: please have a look at the still open needs....

    With warm regards

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Danke!

    Liebe Betterplace-Freundinnen und Freunde,

    wir freuen uns, dass wir - obwohl der Erholungsaufenthalt ja schon am Montag begonnen hat - noch eine Spende ueber 151 € bekommen haben fuer die Fahrtkosten der Gruppe... sowie 25 € fuer das therapeutisch-paedagogische Material. Dafuer benoetigen wir jetzt nur noch 15 €.

    Fuer die Fahrtkosten sind es insgesamt (durch die Preissteigerung) noch 544 €.

    Wir freuen uns ueber weitere Spenden....

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Der Erholungsaufenthalt hat begonnen

    Liebe Betterplace- Freundinnen und Freunde,

    gestern sind die 20 Kinder und Muetter mit den Therapeutinnen gut in Neum angekommen. Die Unterbringung ist sehr schoen (das Ehepaar, das die Pension fuehrt bemueht sich ausserordentlich, um uns die besten Bedingungen und Arbeitsmoeglichkeiten zu bieten). Natuerlich stand als erstes der Ausflug zum Strand an (die Kinder und sogar einige der Frauen waren noch nie zuvor am Meer gewesen) und dann ein Spaziergang durch Neum. Abends dann erste Gruppentermine - die Kinder in ihrem zum "Spielzimmer" hergerichteten Gruppenraum, die Frauen in ihrem Gruppenraum. Den spaeten Abend genossen die Frauen gemeinsam auf den Balkonen mit dem Blick aufs naechtliche Meer...

    "Es ist wie im Maerchen..." meinte eine der Muetter, "ich kann es noch gar nicht fassen..."

    Ich werde in den naechsten Tagen ueber die Arbeit mit der Gruppe berichten.

    Noch immer sind leider nicht alle noetigen Finanzen abgedeckt. Wir haben aus anderen Mitteln die noetigen Betraege vorgestreckt, freuen uns aber sehr ueber weitere Spenden (s. noch offene Bedarfe).

    Und: druecken Sie uns die Daumen, dass das Wetter schoen wird - im Moment ist es in Neum ziemlich gemischt...

    Herzliche Gruesse

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Noch 2 Tage bis zur Abreise ans Meer!

    Liebe Betterplace-Freundinnen und Freunde,

    die Zeit verfliegt - schoen fuer die Frauen und Kinder aus Gorazde und Umgebung, die auf den Tag der Abreise nach Neum hinfiebern - schwierig fuer uns, die wir uns noch immer um die Sicherung der restlichen Finanzen kuemmern muessen.

    Da wir nur noch zwei Tage Zeit haben, haben wir uns entschlossen, die noch noetigen Kosten fuer Unterkunft und Verpflegung: 1245 €  und die noch offenen Kosten fuer die therapeutische Arbeit (1260 €) durch Foerderbeitraege und andere Spendengelder an SEKA Hamburg aufzustocken. Das Problem ist, dass sie uns dann an anderer Stelle fehlen werden. Aber im Moment hat fuer uns das Gelingen des Erholungsaufenthalts absolute Prioritaet!

    Beim Einkauf der Filme, hat uns der kleine Fotoladen in Gorazde Filme im Wert von 35 € geschenkt. Das ist grossartig!!! Ein herzliches Dankeschoen!!!

    Aber noch immer benoetigen wir 295 € fuer die restlichen Fahrtkosten! Oder ehrlich gesagt noch zusaetzliche 400 €, da die rasant steigenden Benzinpreise die Kosten fuer die Fahrt der Gruppe und der Kolleginnen, sowie fuer den Transport der Materialien mit dem Kleinbus immens haben anwachsen lassen (siehe den neuen Bedarf, den wir hinzugefuegt haben).

    Zusaetzlich benoetigen wir auch noch 40 € fuer therapeutisch-paedagogisches Material und 175 € fuer die Unternehmungen mit den Kindern.

    Wir freuen uns ueber jede Unterstuetzung.

    Mit herzlichen Gruesse

    fuer das SEKA-Team und die Frauen und Kinder der Gruppe

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    In 3 days the journey to the sea starts!

    Dear Betterplace-friends,

    the time is running - this is great for the children and their mothers from Gorazde, who excitedly wait for Monday, when at 6.00 am in the morning the journey to Neum at the Adriatic sea will start...                         For us - caring about the finances - it seems, that the time is running too quickly... We fear not to be able to find the necessary finances still in time...

    As there are only 3 days left, we decided to fill the still lacking amount of 1245 € for accommodation and full board and the lacking amount for the therapeutic work (1260 €) with donations of SEKA Hamburg, which we got from some of our permanent supporters. The problem is, that we will miss these amounts then for other expenses. But in the moment the realisation of the therapeutic recreation for this group of women and children has for us the highest priority!

    When we bought the films for the photo-workshop with the children, the small photo-shop in Gorazde donated us films in the value of 35 €!!! Thank you so much!

    But unfortunately we need still 295 € for the remaining travel-costs for the group. Honestly: we need even more, as through the extremely rising costs for fuel we have now 400 € more travel-costs for the group and the minibus transporting all the material for the work to Neum (please see the new need added).

    And there is also still a lack of 40 € for the therapeutic-pedagogic material and 175 for the activities with the children...

    Therefor we are very grateful for any support!

    With warm regards

    in the name of the SEKA-team Gorazde and the women and children of the group

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Noch 4 Tage bis zur Abreise ans Meer!

    Liebe Betterplace-Freundinnen und Freunde,

    die Zeit verfliegt - schoen fuer die Frauen und Kinder aus Gorazde und Umgebung, die auf den Tag der Abreise nach Neum hinfiebern - schwierig fuer uns, die wir uns noch immer um die Sicherung der restlichen Finanzen kuemmern muessen.

    Da wir nur noch zwei Tage Zeit haben, haben wir uns entschlossen, die noch noetigen Kosten fuer Unterkunft und Verpflegung: 1245 €  durch Foerderbeitraege und andere Spendengelder an SEKA Hamburg aufzustocken. Das Problem ist, dass sie uns dann an anderer Stelle fehlen werden. Aber im Moment hat fuer uns das Gelingen des Erholungsaufenthalts absolute Prioritaet!

    Beim Einkauf der Filme, hat uns der kleine Fotoladen in Gorazde Filme im Wert von 35 € geschenkt. Das ist super!!! Ein herzliches Dankeschoen!!!

    Aber noch immer benoetigen wir 295 € fuer die restlichen Fahrtkosten und auch noch 40 € fuer therapeutisch-paedagogisches Material und 175 € fuer die Unternehmungen mit den Kindern.

    Wir freuen uns ueber jede Unterstuetzung.

    Mit herzlichen Gruesse

    fuer das SEKA-Team und die Frauen und Kinder der Gruppe

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    To the mayor of Gorazde: A big Thank you!

    Dear friends of the Betterplace-community,

    the mayor of Gorazde promised us to support the travel-costs of the group of women and children to Neum with the amount of 500 KM, this is 255 €. We know how narrow is the budget of the east-bosnian town and therefore appreciate very much this help. Puno puno hvala! (Thank you so much!)

    Nevertheless we have still a lack of 295 € in financing the travel-costs of the group, which should start for the therapeutic  recreation already the next Monday!

    There is also still a lack with the other needs of the project.

    During this week we are intensely busy with the preparation works for the recreation: buying the last necessary things: paper, colours, big cardboards for the exhibition, films, batteries for the children's cameras, sun protection milk, tablets against travel-sickness (as the route has too many curves) and other things more....

    The therapeutic toys, the dolls, hand-dolls, textile-animals, the cushions and blankets for the work with the children are cautiously packed.... The material for the work with the women is getting prepared: Symbols (stones, shells, scarves and others more), written material, flip-chart....  The whole SEKA-House is humming from business and filled with the joy of our colleagues, organizing all this! The excitement of the women and children passed over to us...

    Tomorrow evening there will be the last meeting of the group before the journey starts on Monday....

    We hope, that in the next days, still some of the open needs will be fulfilled!

    With warm regards

    for the SEKA Team

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Dem Buergermeister von Gorazde herzlichen Dank!

    Liebe Betterplace-Freundinnen und -Freunde,

    Die Gemeindeverwaltung Gorazde hat uns auf Veranlassung des Buergermeisters einen Zuschuss von 255 € zugesagt - fuer die Fahrtkosten der Gruppe nach Neum! Wir wissen, wie knapp die Finanzen der bosnischen Gemeinde sind und freuen uns deswegen besonders darueber. Puno puno hvala! (Vielen vielen Dank!)

    Allerdings fehlen uns fuer die Fahrtkosten noch immer 295 €, die wir dringend benoetigen, damit die Gruppe wie geplant am kommenden Montag zur therapeutischen Erholung nach Neum fahren kann!

    Und auch bei den uebrigen Bedarfen benoetigen wir noch dringend Spenden!

    In dieser Woche sind wir intensiv mit den Vorbereitungen fuer den Erholungsaufenthalt beschaeftigt: die letzten Einkaeufe werden getaetigt: Papier, Farben, grosse Kartons fuer die Ausstellung, Filme, Batterien fuer die Fotoapparate, Sonnenmilch, Tabletten gegen Reise-Uebelkeit (da die 7stuendige Fahrtroute sehr kurvig ist), Schwimmhilfen und Vieles andere mehr... Das therapeutische Spielzeug, Puppen, Handpuppen, Stofftiere, Polster und Decken, die Fotoapparate fuer die Kinder werden sorgfaeltig verpackt... Die Materialien fuer die Arbeit mit den Frauen werden vorbereitet: Symbole (Steine, Muscheln, Tuecher u.a.m), Papiere, das Flip-Chart... Das SEKA-Haus ist von einer emsigen Atmosphaere erfuellt und von der Vorfreude, die auch uns Mitarbeiterinnen und die Kolleginnen von ausserhalb erfasst hat. Die Aufregung der Frauen und Kinder hat uns angesteckt...

    Wir hoffen, dass in dieser Woche noch einige Bedarfe erfuellt werden koennen!

    Mit herzlichen Gruessen

    fuer das SEKA Team

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    In ten days the journey to Neum starts!

    Dear Betterplace-friends,

    in the last weeks we got further support for the therapeutic recreation with war traumatised women and children. We are very grateful for this. We could now secure 80 % of the necessary costs. But there is still a lack of 3250 €.

    Still 10 days, then the group of 20 women and children (10 women and 10 children) will travel to Neum. On Monday we had a first meeting with the mothers, to inform them about all necessary questions and to get to know each other. They were so excited! Their joy and happiness touched us very much. All of them live under economically very critical conditions and have passed very hard experiences in the past 15 years - during war as well as in past war time. The group consist of clients of Kuca SEKA Gorazde, clients of the center for mental health in Gorazde and women and children of war traumatized veterans of the Veteran's club "Svjetlost Drine" - the partner organisation of women's peace project Kuca SEKA in Gorazde.

    We will have still another meeting with mothers and children together, to give also the children the opportunity to get to know each other as well as our colleagues before the journey starts.

    We hope, that we will be able to gather the still necessary finances of 3250 € and ask you for your help!

    Also small amounts (1 € or 5 € ) help us!

    With warm regards

    Yours

    Gabriele Mueller

     

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Noch 17 Tage bis zur Abreise ans Meer!

    Liebe Betterplace-Freunde,

    wir freuen uns, dass wir in der letzten Zeit noch einmal 500 € an Spenden fuer den geplanten therapeutischen Erholungsaufenthalt bekommen haben – fuer die therapeutisch-paedagogische Arbeit mit Frauen und Kindern. Ein ganz grosses Dankeschoen allen Spenderinnen und Spendern.Es sind nun schon 78 der Gesamtkosten finanziert. Das ist grossartig!Allerdings fehlen noch immer 22 der Kosten, d.h. noch immer 3.530 €, um die Erholung fuer alle 20 Frauen und Kinder, die sich schon sehr auf die Reise ans Meer freuen, zu finanzieren.Und die Zeit laeuft uns davon: noch 17 Tage bis zur Abreise.

    Wir sind daher ueber jede weitere Spende gluecklich.

    Mit herzlichen Gruessen

    das SEKA -Team GorazdeGabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    To share with you our joy...

    Dear friends of Betterplace-community,

    today we want to share two lovely experiences with you:Yesterday the two “motorbikers” Joscha and Ed came to the small East-Bosnian town Goražde to visit our project “SEKA” (women’s peace project and center for education and therapy) as well as our partner project, the Veteran’s Club “Svjetlost Drine” (“Brightness of Drina”). Our team was very excited, as it happens scarcely, that visitors from other countries come to this region..

    We enjoyed very much the honest interest in our project which our visitors showed, when we spoke about our work, the situation in Est-Bosnia and especially in Gorazde during and after war, and answered to their questions. The hours passed too quickly….Then we accompanied them to our partner project, the club, which provides a ‘safe space’ for wartraumatised veterans and (with the help of SEKA ) psychological and psycho-social support for them.Our visitors had an intense discussion with the veterans, who founded the club and work their as volunteers, but also with beneficiaries.

    We like Joscha’s and Ed’s idea very much: to combine their wish to travel by motorbike with their interest in different projects.We wish them an interesting and exciting journey through South-East-Europe and a lot of lovely encounters with people and (Betterplace-)projects – and of course that they will safely and healthy return home…Thank You for your visit! We are so curious for your reports about your impressions on your journey!!!

    And the second good news:through the campaign “Days of joy” we could gather during the last week the amount of 875 € (!) for the planned therapeutic recreation. This is really great!We are now convinced, that we will be able to realize the recreation and therefore today confirmed our agreement with the pension in Neum definitively.In these days we have individual talks with the women we choose as beneficiaries. The reactions are owerwhelming. The women can’t believe, that this really will happen to them…During the next week we will complete with forming the group.

    We share the joy of the women and children and hope, that we will succeed in gathering the still necessary 25% of the finances.

    With warm regards

    SEKA -Team GorazdeGabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Vielen vielen Dank!

    Liebe Betterplace-Freundinnen und -Freunde,

    heute koennen wir Ihnen ueber zwei schoene Erlebnisse berichten:Zum einen haben uns heute die beiden “Motorradreisenden” Joscha und Ed besucht, sowohl das Frauenfriedensprojekt SEKA als auch den Veteranenklub “Svjetlost Drine” (“Licht der Drina”) in der kleinen ostbosnischen Stadt Gorazde. Das ganze Team war aufgeregt, weil wir hier sehr selten Besuch aus anderen Laendern bekommen.

    Es machte uns richtig Freude, die interessierten Fragen der beiden ueber unser Projekt zu beantworten, ihnen alles zu zeigen und von unserer Arbeit zu erzaehlen. Die Zeit verging wie im Flug. Im Anschluss besuchten Joscha und Ed unser Partnerprojekt in Gorazde: den Klub, der kriegstraumatisierten Veteranen eine Anlaufstelle und (mit SEK As Hilfe) psychologische und psycho-soziale Unterstuetzung bietet. Auch dort verging die Zeit viel zu rasch…

    Wir finden es eine tolle Idee von Joscha und Ed ihre Reiselust mit ihrem Interesse an Projekten zu verbinden. Wir wuenschen den beiden noch eine interessante und anregende Weiterreise mit vielen schoenen Begegnungen und natuerlich dass sie gesund und munter wieder nach Hause kommen.Danke Euch beiden! Wir sind schon gespannt auf den Bericht ueber Eure Eindruecke!

    Und die zweite gute Nachricht: ueber die Glueckstage-Kampagne sind in der letzten Woche noch einmal 875 € (!) fuer den therapeutischen Erholungsaufenthalt zusammengekommen. Das ist einfach grossartig!Wir sind inzwischen ueberzeugt, dass wir den Erholungsaufenthalt werden durchfuehren koennen und haben daher heute die Reservierung in der Pension in Neum definitiv bestaetigt.

    Zur Zeit fuehren wir mit den fuer die Gruppe ausgewaehlten Frauen Gespraeche. Die Reaktionen sind ueberwaeltigend. Die Frauen koennen es gar nicht glauben, dass ihnen soviel Glueck wiederfaehrt.In der naechsten Woche werden wir die Gruppe endgueltig zusammengestellt haben.

    Wir freuen uns von Herzen mit den Frauen und Kindern und hoffen, dass wir auch die letzten 25 % der noetigen Mittel zusammensammeln koennen.

    Mit herzlichen Gruessen

    das SEKA -Team GorazdeGabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written over 3 years ago

    G. Mueller

    Platz für alle Erfahrungen und Erlebnisse...

    Liebe Betterplace-Freundinnen und Freunde,

    hier noch einmal das Konzept der therapeutischen Erholungsaufenthalte von SEKA für kriegstraumatisierte Frauen und Kinder:

    “Platz für alle Erfahrungen und Erlebnisse”

    Eine der wichtigsten Grundlagen unserer Arbeit (auch während der Erholungsaufenthalte) ist das SEKA Konzept:

    SEKA ist nicht nur ein Erholungs, Therapie und Bildungszentrum für Frauen und Kinder, sondern ein Frauenfriedensprojekt und ein Projekt, das sich tatkräftig für Menschenrechte von Frauen und Kindern und für eine Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Kindern einsetzt, insbesondere für das Recht auf ein Leben ohne Gewalt. Dies bedeutet für die konkrete Arbeit mit den Frauen und Kindern:Das SEKA -Haus ist ein sicherer Ort, gerade für die Frauen und Kinder, die (zum Teil extreme) Gewalt erlebt haben. Im SEKA -Haus gibt es keine Gewalt; das vermitteln wir den Frauen und Kindern gleich in der Gesprächsrunde am ersten Abend. Bei etwaigen Übergriffen von Frauen gegenüber ihren Kindern, oder von älteren Kindern gegenüber kleineren, greifen wir sofort beruhigend aber klar ein. An die Intervention schließt sich dann später ein Gespräch mit der Mutter, dem älteren Kind, bzw. mit beiden oder sogar allen Kindern an. SEKA ist ein offenes Haus und ein Haus der Verständigung und des Friedens.Wir machen ebenfalls von Anfang an deutlich, dass SEKA ein Ort für alle Frauen und Kinder ist, gleichgültig welcher Bevölkerungsgruppe, welcher Religion sie angehören bzw. wie sie leben. Allen begegnen wir hier mit liebvoller Anteilnahme, Achtung, Offenheit und Wertschätzung. Allerdings erwarten wir die Bereitschaft zum gegenseitigen Respekt auch von unseren BesucherInnen. Das heißt: in SEKA ist Platz für alle Erfahrungen und Erlebnisse, aber nicht für Bewertungen und Verallgemeinerungen. Frauen und Kinder finden Unterstützung, ihre Erlebnisse, Gefühle, Ängste, Träume und Wünsche auszudrücken und sie lernen, die Unterschiedlichkeit von Erfahrungen und Gefühlen anzuerkennen, oder aber auch, sich in den Erfahrungen der anderen wiederzuerkennen.Manchmal erfahren Frauen und Kinder zum ersten Mal in ihrem Leben, dass jemand ihren Schmerz und das erfahrene Leid anerkennt. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Verarbeitung von Traumata und für die Heilung seelischer Wunden. SEKA ist ein Ort der Frauen-Solidarität: Das Projekt ist entstanden aus der Solidarität und durch die aktive Hilfe vieler Frauen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern für Frauen und Kinder, die Krieg und Gewalt im ehemaligen Jugoslawien überlebt haben. Die Solidarität zwischen Frauen zu stärken, gegenseitiges Verständnis, gegenseitige Unterstützung und Ermutigung und das Lernen von einander zu fördern, ist daher ebenfalls eines der wichtigsten Ziele unserer Arbeit. SEKA ist ein Ort der Frauen-Stärke: In SEKA unterstützen wir Frauen und Kinder (und hier besonders die Mädchen), sich ihrer Stärken und Fähigkeiten einerseits, sowie ihrer Rechte andererseits bewusst zu werden. Wir stärken Mädchen und Frauen in ihrem Selbstbewusstsein, ihrer Kritikfähigkeit und ihrem Durchsetzungsvermögen. Wir unterstützen sie, sich aus Abhängigkeiten zu befreien und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.Wir fördern sie darin, sich zusätzliche Fähigkeiten anzueignen. Wir ermutigen sie, sich aktiv in Gesellschaft und Politik einzumischen, um die gesellschaftlichen Bedingungen für Frauen und Kinder zu verbessern und zu einer Demokratisierung der Gesellschaft beizutragen. Diese wichtigsten Grundlagen für unsere Projektarbeit prägen die Atmosphäre des SEKA -Hauses und auch die Zusammenarbeit im SEKA -Team. Und sie geben auch die grundsätzliche Richtung vor in der Arbeit mit den Gruppen während der Erholungsaufenthalte an der Adria.Aber natürlich ist noch ein anderes Medium für den Erfolg der Erholungsaufenthalte von unverzichtbarer Bedeutung: das Meer und die Schönheit der Adria.

    Die Bedeutung des Meeres

    Bei den Erholungsaufenthalten für die Kinder und ihre Mütter steht neben der Gruppenarbeit natürlich die physische und psychische Erholung und hier ganz besonders die täglichen Ausflüge zum Meer im Vordergrund. Für viele der Frauen und besonders Kinder bedeutet der SEKA -Erholungs-Aufenthalt ihre erste Begegnung mit dem Meer. Für andere ist es ein Wiedersehen nach ca. 15 Jahren, während derer sie wegen der Kriegsereignisse keine Möglichkeit hatten, das Kriegsgebiet zu verlassen und nach dem Krieg nicht mehr die finanziellen Mittel. Manchmal löst schon der Anblick des Meeres Tränen aus. Die Schönheit des Meeres und der mediterranen Landschaft rühren an die Gefühle des Mangels, der jahrelangen Entbehrung, des “Gefangenseins” und der Bedrohung. Das Meer weckt einerseits Erinnerungen an früher, an Urlaube am Meer – und an ein “normales Leben in einer friedlichen Welt” und andererseits weckte es auch den Schmerz über den Verlust dieses “normalen Lebens”.

    Angst und FaszinationGrundsätzlich verknüpfen wir alle mit dem Meer vielerlei unterschiedliche existentielle Gefühle: Es erfüllt uns mit Gefühlen von Weite, Sehnsucht, Freiheit, Schönheit, Unvergänglichkeit, aber auch mit Angst vor seiner Ungezähmtheit und Unberechenbarkeit. Das Meer fordert uns heraus, diese Angst zu bezwingen, mutig zu sein und uns diesem unberechenbaren Element anzuvertrauen. Gerade für die traumatisierten Frauen und Kinder ist das Meer zu Anfang beängstigend und faszinierend zugleich; es weckt die Gefühle von Ausgeliefertsein, Bedrohung, Angst bis hin zur Panik, Gefühle, die mit der erlebten traumatischen Situation verknüpft sind. Gleichzeitig spüren Frauen und Kinder aber auch die starke Faszination von Meer und (Sand-) Strand. Meer und Sand fordern geradezu dazu auf, einzutauchen, sie zu berühren, sinnlich zu erleben.

    Vertrauen wieder gewinnenWir unterstützen Frauen und Kinder in ihrer vorsichtigen Annäherung an das Meer. Zu Anfang geben wir in erster Linie Halt und Sicherheit. Dann fördern wir mit einfachen Übungen das Vertrauen, dass das Meerwasser sie trägt. Wenn Frauen und Kinder sich in ihrem eigenen Tempo ganz allmählich auf das Meer einlassen können, verlieren sie immer mehr ihre Ängste. Sie gewinnen allmählich Vertrauen, zuerst in die Therapeutinnen als Begleitung, dann in das Wasser und schließlich, wenn sie dann Schwimmen lernen, in sich selbst. Es ist für Frauen und Kinder ein wichtiges und heilendes Erlebnis, sich im Meer alleine sicher bewegen zu können. Diese Erfahrung fördert ihr Vertrauen in sich selbst, in andere und gibt ihnen das Gefühl, die Kontrolle über einen Teil ihres Lebens wieder zu erlangen.Das sinnliche Erleben von Wasser, Sonne und Strand fördert gleichzeitig die Fähigkeit, ganz da zu sein und in der Gegenwart zu leben, ja das Leben zu genießen.Es ist berührend zu sehen, wie auch die Frauen hingebungsvoll mit den Kindern im Sand spielen, wie sie mit uns im Wasser herumtollen, wie sie von Tag zu Tag mutiger, ausgelassener und freier werden. Wie sie den Glauben zurückgewinnen, dass das Leben doch auch schön sein kann… und nicht nur Schmerz, Angst, Mangel, Gewalt und Erschöpfung beinhaltet.Diese gemeinsame Annäherung ans Meer ist für uns als SEKA -Mitarbeiterinnen gleichzeitig die beste und einfachste Möglichkeit, in der Regel sehr rasch einen intensiven Kontakt zu Frauen und Kindern herzustellen. Sie wirkt wie ein Katalysator. Bereits der erste Tag am Strand verbindet und schafft eine erste Grundlage des Vertrauens als Voraussetzung dafür, dass die Frauen unsere weitergehenden Angebote annehmen können. Ob im Wasser, am Strand oder auf Spaziergängen nutzen die Frauen rasch jede Gelegenheit für Einzelgespräche mit den Mitarbeiterinnen.

    Als ob ich endlich nach Hause gekommen bin …Das SEKA -Konzept und die damit verbundene Atmosphäre ermöglichen Frauen und Kindern, rasch Vertrauen zu gewinnen.Elvira S. (Name geändert) aus Srebrenica drückt dies mit ihren Worten aus:“Ich kann gar nicht sagen, was mir am besten gefällt”, sagt sie nach einigen Tagen Erholungsaufenthalt: “Es ist alles: die Schönheit der Adria-Landschaft, das Meer, das ich nie zuvor gesehen habe, aber am allermeisten seid Ihr das, jede von Euch, jede auf ihre Art. Hier in dieser Gruppe musst Du Dich einfach wohlfühlen. Es ist, als ob ich endlich nach Hause gekommen bin… ich, die ihr ursprüngliches Zuhause für immer verloren hat. Ich weiß nicht, ob ihr ahnt, was uns das bedeutet. Euer liebevoller Empfang, die Art, wie ihr uns verwöhnt, die Aufmerksamkeit und das Verständnis, das wir und unsere Kinder hier erleben, Eure Geduld, Eure Heiterkeit, Eure Liebe … Ich hätte nicht geglaubt, dass ich mich noch einmal im Leben so schön fühlen würde …”Gabriele Müller, Vesna Šobot

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

    G. Mueller

    A big THANK YOU to all our donors!

    Dear SEKA -friends,we are glad to inform you, that we have got several donations for our project “Days of Joy”, apart others a donation of 700 € from the German foundation “Demokratie im Alltag” (“Democracy in Everyday-life”), but also several amounts from private donors.We are happy, that up to now we managed to gather about 70% of the costs for the Therapeutic recreation…. But this is also very necessary, as the time is running and June is coming more and more close…At the 16. of June the project should start!!!Therefore we are grateful for each donation…

    A big THANK YOU to all our donors!with warm regards

    in the name of the SEKA Team GorazdeGabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

    G. Mueller

    Ein ganz grosses Dankeschoen!

    Liebe SEKA Freundinnen und -Freunde,

    heute kann ich Ihnen mitteilen, dass wir eine ganze Reihe weiterer Spenden fuer unser Projekt Glueckstage erhalten haben, unter anderem einen Zuschuss von 700 € von der Stiftung “Demokratie im Alltag”, aber auch wieder mehrere Betraege von privaten SpenderInnen.Darueber sind wir sehr gluecklich, inzwischen haben wir 70 % der Kosten fuer den therapeutischen Erholungsaufenthalt sammeln koennen… Aber das ist auch noetig, denn die Zeit rast und der Juni kommt immer naeher.Am 16. Juni soll die Reise losgehen!!!Wir freuen uns daher ueber jede Spende…

    Allen bisherigen SpenderInnen und Spendern ein GANZ GROSSES DANKESCHOEN !!!

    Mit herzlichen Gruessen

    fuer das SEKA Team GorazdeGabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

    G. Mueller

    Thank you so much, Eva!

    Dear friends of Project SEKA ,

    we are so happy about the support we receive for our project “Days of Joy”! One of our most faithful supporters Eva W. now celebrated her 60. birthday – and asked her friends to donate money to project SEKA for the therapeutic recreation in Neum instead of birthday-presents.Through this she gathered 504 €, which she “rounded up” to the amount of 560 €. This donation she now transfered to SEKA .We feel very much touched by this great support.Thank you so much, Eva, in the name of the children and their mothers,

    With warm regards SEKA -Team GorazdeGabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

    G. Mueller

    Donations for Photo-workshop with Children

    Dear friends of project SEKA ,

    I am glad to inform you, that for the planned photo-workshop with children during the therapeutic recreation in Neum we received already an amount of 115 € as donations. We thank all donors very much!

    We are especially touched, that one of the donations came from Bosnia and Herzegovina, from the Kanton (department) Gorazde. Thank you, Esma, very much for your support!

    Now we need still an amount of 65 € to realize the workshop with the children!

    We are grateful for more supporters!

    With warm regards

    Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

    G. Mueller

    Benefiz-Gospelkonzert fuer SEKA

    Liebe SEKA -Freundinnen und -Freunde,

    es ist etwas ganz Grossartiges geschehen:Unsere langjaehrige Freundin und SEKA -Foerderfrau Anne Kolkmann hat zusammen mit den Frauen des SEKA -Unterstuetzungskreises in Wesel ein wundervolles Benefiz-Gospelkonzert zugunsten von SEKA organisiert. Das Publikum war hingerissen vom Chor der Gospel-People St. Antonius. Anne Kolkmann informierte zusaetzlich ueber die Arbeit des Frauenfriedensprojekts SEKA .Den Reinerloes des Konzerts in Hoehe von 3600 € spendeten Chor und Unterstuetzerkreis dem SEKA -Projekt fuer den diesjaehrigen Erholungsaufenthalt.Wir sind ganz sprachlos und sehr beruehrt.

    Wir danken unseren FreundInnen in Wesel und dem Chor der Gospel-People von ganzem Herzen – im Namen der Kinder und ihrer Muetter aus dem BPKanton Gorazde in Ostbosnien.

    Die Realisierung des Erholungsaufenthalts ist damit in fast greifbare Naehe gerueckt. 64 % sind nun finanziert!!! Bitte helfen Sie mit, dass wir auch noch die restlichen Bedarfe finanzieren koennen! Auch jeder kleine Betrag hilft uns dabei!

    Mit herzlichen Gruessen

    fuer das SEKA -Team GorazdeGabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

    G. Mueller

    Vielen Dank Eva!

    Liebe SEKA -Freundinnen und Freunde,

    wir sind gluecklich ueber die Unterstuetzung, die unser Projekt “Glueckstage” erfaehrt.Eine unserer langjaehrigen Foerderinnen Eva W. hat nun zu ihrem 60 Geburtstag um “Spenden fuer SEKA anstatt Geschenke” gebeten: 504 € sind zusammengekommen, die sie selbst noch auf den Betrag von 560 € aufgestockt hat: fuer den therapeutischen Erholungsaufenthalt fuer Frauen und Kinder aus Gorazde am Meer.Diese selbstlose und grossartige Unterstuetzung beruehrt uns sehr.

    Vielen herzlichen Dank, Eva, im Namen der Kinder und ihrer Muetter.

    Ganz herzliche Gruessevom SEKA -Team GorazdeIhre Gabriele Mueller

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    T. Ohl written almost 4 years ago
    Liebe Eva W.,
    ich erfahre heute an dieser Stelle von Ihrem großzügigen Geburtstagsgeschenk, dass Sie an Seka gemacht haben - und Sie dürfen mir glauben: Genau das hätte ich auch gemacht.
    Es tut gut, zu wissen, dass es Menschen gibt, die diese großartige Friedensarbeit ebenso zu ihrer Herzensangelegenheit gemacht haben.
    Ich wünsche uns allen, dass diese Arbeit - speziell die wichtigen Glückstage - noch viele UnterstützerInnen findet.
    Herzlichst,
    T. Ohl

    G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

    G. Mueller

    A big THANK YOU to all our supporters!

    Dear friends of project SEKA ,

    we are very happy to inform you, that it is going forward…Through our campaign “Days of Joy” we got during the last week an amount of 1.000,- € as donations from our supporters – for the planned therapeutic recreation! This is great!!!!Now our hope is growing again, that we could succeed in financing at least a 10 days recreation for 20 women and children in Neum at the seaside.In these days we finally form the group. This is not easy, as the need for such kind of recreation and psychological support is too big.We give priority to those women and children having survived the hell of the war in Gorazde (East Bosnia), resp. children of war traumatized parents; children with health problems; children and women having experienced domestic violence.All these families are suffering from poverty.

    We thank all the donators, who supported us up to now, very very much!With warm regards

    Gabriele Muellerand colleagues of the SEKA -team Gorazde

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

    G. Mueller

    Spenden fuer den Fotoworkshop mit den Kindern

    Liebe SEKA -Freundinnen und -Freunde,

    ich freue mich sehr, Ihnen mitteilen zu koennen, dass wir inzwischen fuer den Fotoworkshop mit den Kindern bereits 115,- € an Spenden bekommen. Dafuer bedanken wir uns herzlich!Besonders beruehrt hat uns, dass eine Spende aus Bosnien-Herzegowina, aus dem Kanton Gorazde, kam. Danke, Esma, fuer Deine Unterstuetzung…

    Es fehlen uns nun nur noch 65,- €, um den Fotoworkshop mit den Kindern finanzieren zu koennen.

    Wir freuen uns ueber weitere UnterstuetzerInnen.

    Herzliche GruesseIhre Gabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

    G. Mueller

    Ein grosses DANKE an unsere UnterstuetzerInnen

    Liebe SEKA -FreundInnen,

    Es geht doch vorwaerts!!!Durch die Glueckstagekampagne haben wir in der letzten Woche Spenden in Hoehe von 1.000,- € fuer den geplanten therapeutischen Erholungsaufenthalt bekommen! Das ist wundervoll!!!

    Unsere Zuversicht waechst doch wieder, dass wir es schaffen koennen, den Erholungsaufenthalt fuer 20 Frauen und Kinder in Neum am Meer zu finanzieren… Im Moment sind wir dabei, die Gruppe endgueltig zusammenzustellen. Das ist nicht gerade einfach, da der Bedarf riesig ist. Prioritaet haben fuer uns Frauen und Kinder, die den Krieg in Gorazde (Ostbosnien) ueberlebt haben, bzw. Kinder aus Familien mit kriegstraumatisierten Eltern; Kinder, die unter gesundheitlichen Problemen leiden; Kinder und Frauen mit Gewalterfahrungen.Alle diese Familien leben am Existenzminimum, einige auch deutlich darunter.

    Allen bisherigen SpenderInnen ein ganz grosses Dankeschoen!

    Mit herzlichen GruessenGabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

    G. Mueller

    Spende fuer Fotoworkshop!

    Liebe SEKA -Freunde und -Freundinnen,

    wir freuen uns ueber die Spende von 50,- € fuer den Fotoworkshop mit den Kindern, der eine der vielfaeltigen Aktivitaeten waehrend des Erholungsaufenthalts sein wird. Gerade der Fotoworkshop (jedes Kind hat seinen eigenen kleinen Fotoapparat, mit dem es seine Lieblingsmotive und Erinnerungsfotos festhalten kann) ist fuer die Kinder von grosser Bedeutung. Noch Jahre spaeter erzaehlen uns Muetter oder Kinder aus diesen Gruppen, wie gerne sie diese Fotos immer wieder anschauen und sich an die wunderschoenen Tage am Meer erinnern.Die Fotos helfen Kindern und Muettern, die positive Wirkung der psychischen und physischen Erholung in sich zu bewahren und als Unterstuetzung im Alltag zu nutzen.

    Ich erinnere mich an ein Maedchen, das etwa vierjaehrig bei uns war. Drei Jahre spaeter sprach ich mit der Mutter am Telefon und sie erzaehlte mir, dass die kleine Mirela (inzwischen 7 Jahre alt) “ihre eigene Therapie habe”: wenn sie sich traurig und mutlos fuehle, dann hole sie ihr Album mit den Fotos vom Erholungsaufenthalt, schaue sie an, erinnere sich und “dann geht es mir wieder gut!”. (Die Mutter und ihre beiden Toechter hatten die gewaltsame Vertreibung aus ihrem Haus und ihrem Dorf und die Verschleppung in ein Lager erlebt, wo sie wochenlang unter unmenschlichen Bedingungen gefangengehalten worden waren.)

    Ein anderes Maedchen, das 12 Tage im SEKA -Haus verbracht hatte, bewahrte ebenfalls diese Fotos wie einen Schatz auf. Sie sagte ihrer Mutter: “weisst Du, wenn ich abends vorm Einschlafen im Dunkeln Angst habe, dann denke ich ganz fest an das Haus SEKA , und dann schlafe ich beruhigt ein…..” (Dieses Maedchen hatte mit ihrer Mutter in ihrer Stadt den jahrelangen Terror und die Gewaltakte gegen Bosniaken erlebt. Die Familie konnte nicht fliehen, da die Grosseltern bettlaegerig waren und sie diese nicht hilflos zuruecklassen wollten.)

    Deshalb: herzlichen Dank an den Spender: Mit dieser Spende koennen wir einen guten Teils des Materials fuer den Workshop kaufen!

    Herzliche GruesseGabriele Mueller

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

    G. Mueller

    Noch dringend Spenden benoetigt!

    Liebe Freundinnen und Freunde von SEKA ,

    in der letzten Woche sind durch unsere Glueckstagekampagne 35,- € eingegangen zur Finanzierung des psychologisch-paedagogisch begleiteten Erholungsaufenthalts. Dafuer danken wir der Spenderin sehr herzlich.Allerdings macht uns Sorge, wie wenig Zeit uns noch bis Ende Juni bleibt, um die Gelder fuer den diesjaehrigen Erholungsaufenthalt fuer Frauen und Kinder aufzubringen…Wir freuen uns ueber jede Spende!Bitte helfen Sie mit, dass das Projekt realisiert werden kann.

    Mit herzlichen Gruessen

    Gabriele Mueller und die Kolleginnen vom SEKA -Team in Gorazde

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

    G. Mueller

    Projekttraeger: SEKA Hamburg e.V., Steuerbefreiung

    Liebe Betterplace-Gemeinde,

    heute moechte ich Sie darueber informieren, dass der Projekttraeger fuer unser Projekt “Glueckstage – Erholung vom Krieg” der gemeinnuetzige Verein “SEKA Hamburg e.V.” ist (siehe auch Homepage: www.seka-hh.de).

    Leider ist uns bei der Anmeldung des Projekts ein Fehler unterlaufen, sodass die Seite der Organisation “SEKA Hamburg / Projekt SEKA ” und die Seite des Glueckstageprojekts nicht automatisch verknuepft wurden.

    Wir haben die KollegInnen von Betterplace darum gebeten, diese Verknuepfung herzustellen, aber das scheint noch zu dauern.Es ist uns wichtig, dass Sie wissen, das dieses Projekt nicht ein persoenliches Projekt von Gabriele Mueller ist, sondern das Projekt einer seit mehr als 11 Jahren taetigen gemeinnuetzigen Organisation.Es gibt daher fuer Spenden (aus Deutschland) selbstverstaendlich auch eine Spendenbescheinigung.

    Wir freuen uns ueber Ihre Hilfe.

    Mit herzlichen Gruessen

    Ihr SEKA -Team Gorazde

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

    G. Mueller

    Campaign: "Days of Joy"

    Dear friends of SEKA ,

    During the first years we could finance every summer therapeutic recreation for up to 6 groups each of 20 women and children. This was possible by the funding of big international and German organisations / foundations and institutions. Unfortunately the times changed. The public interest withdrew from the Balkan-region, but so did not the post war problems and the violations through war trauma.For this summer we have no big donors and are mainly dependend from private donations to finance the therapeutic recreation at the sea-side for one single group of women and children having survived violence in war and living under very poor circumstances after war.

    To find the necessary finances – besides presenting our project at the betterplace-plattform – we started some weeks ago with the postcard-campaign “Days of joy”.

    And today my colleague Christa Paul in Hamburg informed me, that through this campaign we received in the last 7 days a further 1.145,- € as donations from some of our most faithful friends for the recreation.This is great and let us feel new energy…We are aware, that there is still a too big amount necessary for the complete project….But we feel again more confident, that we could reach our aim – until the middle of June.

    A big thank you to all of you, who helped!

    With warm regards

    Gabriele MuellerProject manager of womens peace project SEKA Gorazdeand member of the board of the German organisation SEKA Hamburg e.V.

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

    G. Mueller

    Kampagne "Schenken Sie Glueckstage"

    Liebe SEKA -Freundinnen und SEKA -Freunde,

    frueher hatten wir Zuschuesse grosser Organisationen und Stiftungen fuer die Sommer-Erholungsaufenthalte und wir konnten pro Sommer bis zu 6 Gruppen zu je 20 Frauen und Kindern therapeutisch begleitete Erholung am Meer ermoeglichen. Inzwischen sind wir leider fast nur auf private Spenden angewiesen.Dies bedeutet jedes Mal Hoffen und Bangen!

    Doch in den vergangenen 7 Tagen sind erneut 1.145,- € fuer den geplanten Erholungsaufenthalt von unseren treuesten UnterstuetzerInnen gespendet worden!!! Das ist grossartig und gibt uns neuen Mut!Der notwendige Betrag sieht zwar immer noch zu gross aus! Aber unsere Zuversicht waechst, dass wir es schaffen koennen – bis Mitte Juni.

    Ein herzliches Dankeschoen allen SpenderInnen

    und liebe Gruesse

    Gabriele MuellerProjektleitung SEKA und Vorstand SEKA Hamburg e.V.

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

    G. Mueller

    1120 € through campaign "Donate days of joy"

    Dear friends of SEKA ,today I can inform you that through the campaign “Donate days of joy”, which organize friends of project SEKA in Hamburg and Wesel, we gathered up to now 1120 € from private donors for the planned therapeutic recreation for children and their mothers form Gorazde.This is great! A big THANK YOU to all the donors!

    However the time is running too quickly and we are still lacking of 12.650 € for the realization of the recreation, for which 20 women and children are waiting hopefully…

    Please help with your donation through betterplace!Thank you With warm regards Gabriele Mueller and colleagues

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

    G. Mueller

    1120 € Spenden ueber Glueckstagekampagne!

    Liebe SEKA Freundinnen und Freunde,ich freue mich, Ihnen mitteilen zu koennen, dass durch die Postkarten-Aktion von SEKA Freundinnen in Hamburg und Wesel bis heute 1.120 € fuer den diesjaehrigen Erholungsaufenthalt gespendet wurden. Das ist wunderbar! Ein ganz grosses Dankeschoen allen SpenderInnen!Allerdings rennt uns die Zeit davon und noch immer fehlen uns 12.650 € zur Realisierung des Erholungsaufenthalts, den 20 Frauen und Kinder aus Gorazde kaum erwarten koennen.

    Bitte beteiligen auch Sie sich ueber Betterplace an unserer Spenden-Aktion!Dankeund herzliche GruesseGabriele Mueller

    Wer sich gerne an der Postkartenaktion beteiligen moechte, hier der link zum Ausdrucken der Karten:http://www.seka-hh.de/glueckstage.htm

    Danke!

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

    G. Mueller

    Artikel ueber bisherige Erholungsaufenthalte

    Wenn Sie die Erfahrung frueherer SEKA -Erholungsaufenthalte interessieren, lesen Sie doch in den folgenden Artikeln aus den SEKA -Journalen (Projekt-Magazin) der letzten Jahre:

    http://www.seka-hh.de/archiv.htm#erholung

    "Die Hoffnung liegt in den Frauen" - Arbeit mit Frauen und Kindern aus Ostbosnien im Sommer 2006 (Journal Nr. 17, Dezember 2006) Die Schatten des Krieges - Arbeit mit Frauen und Kinder aus Zentralbosnien im Sommer 2005 (Journal Nr. 16, Dezember 2005) "Platz fuer alle Erfahrungen und Erlebnisse" - Das Konzept der Erholungsaufenthalte in SEKA (Journal Nr. 15, Dezember 2004) "...als ob sich eine Wunde in mir geschlossen hat" - Erholungsaufenthalt für Frauen und Kinder aus Srebrenica (Journal Nr. 15, Dezember 2004) "Ihr habt mir den Weg zurück ins Leben gezeigt ..." - Erholungsaufenthalt für Frauen und Kinder aus Zepce / Zentralbosnien (Journal Nr. 13, Dezember 2003) "Gemeinsam werden wir den bösen Geist besiegen ..." (Journal Nr. 13, Dezember 2003) "Jeden Tag erkenne ich in mir ein neues Zeichen der Heilung" Bericht von Esma D. (Journal Nr. 11, Dezember 2002) "... die Freiheit, die ich in SEKA fühle ..." Auszüge aus einem Gespräch mit Vahida Selimovic-Bijedic (Journal Nr. 11, Dezember 2002) "....wenn ich eine Blume wär..." Frauen und Kinder aus Donji Vakuf im SEKA-Haus (Journal Nr. 9, November 2001) "Es ist, als ob wir ein Licht anzünden" Interview mit Gabriele Müller (Journal Nr. 9, November 2001) "Dann nehme ich den Stein in die Hand und sage: "Nein, ich bleibe fest und stark..." Frauen und Kinder aus Knin im SEKA-Haus (Journal Nr. 7, November 2000) "Am Anfang konnte ich gar nicht glauben, daß es so etwas wie SEKA wirklich gibt!" Auszüge aus einem Gespräch mit Zeljana Buntic-Pejakovic (Journal Nr. 7, November 2000) "Ein Raum für lange in sich verschlossene Erfahrungen und Gefühle..." Bericht einer Therapeutin über einen Erholungsaufenthalt (Journal Nr. 5, November 1999) "Der sicherste Platz auf der Welt" Meine Arbeit mit Kindern im SEKA-Therapiehäuschen "Kucica" (Journal Nr. 5, November 1999) "Wir sind jetzt Freunde, nicht wahr!..." Ein Beispiel für Einzelarbeit mit Kindern in SEKA (Journal Nr. 5, November 1999) Kleine Schritte - große Veränderungen Therapeutische Arbeit mit den Kindern in SEKA (Journal Nr. 3, Oktober 1998)
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    G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

    G. Mueller

    Support from Dr. Ursula Schmidt-Kayser-Kinderfond

    Dear friends of the project SEKA ,we are happy to inform you, that the German foundation “Dr. Ursula Schmidt-Kayser-Kinderfondsstiftung” promised us support for the therapeutic recreation by a donation of 3.000, €. We are very grateful!We now need still the amount of 13.800, € for the complete financiation of the recreation.

    With warm regardsGabriele Mueller and the colleagues of SEKA -Team

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    G. Mueller (Project Manager), written almost 4 years ago

    G. Mueller

    Hilfe von der Dr. Ursula Schmidt-Kayser-Kinderfond

    Liebe Freundinnen und Freunde des Projekts SEKA ,wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu koennen, dass die Dr. Ursula Schmidt-Kayser-Kinderfondsstiftung einen Zuschuss in Hoehe von 3.000, € zur Foerderung des Erholungsaufenthalts zugesagt hat. Wir bedanken uns dafuer sehr herzlich – im Namen der Kinder und ihrer Muetter. Es fehlt nun noch ein Betrag von 13.800, € zur vollstaendigen Finanzierung.Mit herzlichen GruessenGabriele Mueller und die Kolleginnen vom SEKA -Team
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