Ernährungssouveränität im Landkreis Berlin

 
Location:

Las Delicias, El Salvador

Category:

Food Security

Published: 08 October 2009
Progress:
100% funded
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Haben Sie gewusst, dass Berlin in Mittelamerika liegt? In El Salvador haben deutschstämmige Kaffeepflanzer Ende des 19. Jahrhunderts einen Landkreis so getauft. Noch immer sind viele Gemeinden dort bitterarm. Es gibt aber Wege, dieser Armut zu entkommen. Dies zeigt unser Projektpartner Procomes. INKOTA unterstützt seit Herbst 2007 dessen Projekt mit 120 Familien aus acht Gemeinden.

Die Familien erhalten eine kleine Hühnerzucht, Saatgut und Pflanzen für den Obst- und Gemüseanbau, wassersparende Systeme zur Tröpfchenbewässerung sowie Tanks, um Regenwasser zu sammeln. Um die Erträge zu verbessern, werden auch Brutkästen für die Hühnerzucht angeschafft (siehe Bedarf). So sichern die Bauern die Ernährung ihrer Familien.

Zusätzlich können sie Ernteüberschüsse auf den lokalen Märkten verkaufen. Mit diesem Geld sind die Familien zum Beispiel in der Lage, Schulutensilien für ihre Kinder anzuschaffen.

In dem Projekt geht es aber um noch mehr. Procomes bildet die Menschen in den Grundzügen biologischer Landwirtschaft weiter. Außerdem pflanzen die Familien tausende Madrecacao-Bäume. Was das mit dem Kampf gegen Hunger zu tun hat? Ganz einfach: Durch die Abholzung der Wälder erodiert die Erde, so dass die Felder der Bauern bedroht sind. Um eine nachhaltige Bewirtschaftung zu ermöglichen und so den Projekterfolg langfristig zu sichern, ist die ökologische Anpassung in der Region zwingend erforderlich.

Projektkoordinator Víctor Sánchez ist mit den bisherigen Ergebnissen sehr zufrieden: „Die Menschen beteiligen sich mit großem Elan an allen Aktivitäten. Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass das Projekt sehr genau die Bedürfnisse der Menschen trifft.“

Ein Hinweis in Sachen Transparenz: Betterplace- und PAYBACK-Spenden werden zu 100 Prozent an INKOTA weitergeleitet. In der Durchführung der Projekte fallen allerdings Begleitkosten von maximal 15 Prozent an. Von jeder Spende für unsere Auslandsarbeit kommen somit mindestens 85 Prozent direkt bei unseren Projektpartnern an.