U. Knapp
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| almost 4 years ago
Letzten Montag besuchte ich zusammen mit Sylvia Chopurian Astrid Kleinke, die Projektleiterin von „Ich bin stark im Babyjahr“. Wir wurden sehr herzlich in den hellen, wohltuenden Räumen des Berliner Gesundheits- und Ausbildungszentrums „Weg der Mitte“ empfangen. Frau Kleinke nahm sich viel Zeit, berichtete ausführlich über das Spektrum des Angebots: WEG DER MITTE vermittelt wissenschaftliche und naturheilkundliche Erkenntnisse und Verfahren und wendet diese auf Diagnose, Prävention, Behandlung und Rehabilitation an. Ein weiterer großer Bereich sind die Sozialen Dienste in Berlin mit Angeboten rund um die Familien: Familienpflege, Entlastungspflege im Rahmen der Pflegeversicherung, Therapeutische Familienpflege, Sozialpädagogische Familienhilfe, Sozialpädagogische Einzelfallhilfe, Anleitung von minderjährigen Müttern, Psychosoziale Beratung, Gesundheitsversorgung. (Wer weitere Info sucht, findet diese unter www.wegdermitte.de) In diesem Zusammenhang ist auch das Projekt „Ich bin stark im Babyjahr“ zur sehen. 2004 ins Leben gerufen, und 3 Jahre durch die „Aktion Mensch“ gefördert, stärkt, unterstützt und begleitet es Familien im ersten Jahr nach der Geburt eines Kindes durch kompetente Mitarbeiterinnen in Form von Hausbesuchen. Insbesondere dort, wo sozial benachteiligte junge Eltern, minderjährige Mütter, Migrantinnen und alleinerziehende Eltern sich überfordert und alleingelassen fühlen. Das Projekt unterstützt Familien, indem es hilft, schwierige Situationen zu überbrücken und den Eltern Wege aufzuzeigen,wie sie ihre Erziehungsaufgabe verantwortungsvoll wahrnehmen können. Es bietet Beratung bei Themen wie Gesundheitsprävention, Ernährung, Finanzen sowie bei Partnerschafts- und Erziehungsfragen. Im Vordergrund der Arbeit steht die Kompetenz der Eltern zu stärken. Bisher konnte ein festes Team von Mitarbeitern für dieses Projekt bereitgestellt werden. Nach dem turnunsgemäßen Ablauf der Förderung durch die „Aktion Mensch“ benötigt der Verein nun dringen Spenden und die Unterstützung ehrenamtlicher Mitarbeiter um das Angebot weiterhin anbieten zu können. Am besten wäre dem Verein natürlich mit einem Sponsor geholfen, der durch seine kontinuierliche Zuwendung die Festanstellung einer Kraft gewährleisten könnte.
Mich haben die Aussagen von Frau Kleinke absolut überzeugt. Aus eigener Erfahrung weiß ich wie überraschend und anstrengend die Umstellung des Lebens mit einem Neugeborenen sein kann. Kommen dann noch schwierige Lebensumstände hinzu ist Hilfe dringend nötig. Doch nicht jeder verfügt über ein funktionierendes Netz von Verwandten, lieben Nachbarn oder Freunden. Deshalb ist dieses Projekt so wichtig. Gerade in einer Zeit, in der sich schockierende Meldungen über Kindstötungen und Misshandlungen in den Medien sind präventive Maßnahmen, wie es dieses Projekt bietet, dringend nötig.
Dies war mein erster Besuch eines betterplace-Projektes. Es war eine sehr gute Erfahrung, die ich jedem nur weiterempfehlen kann.