L. Mühlig
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almost 2 years ago
Ich habe die Schule im Mai und Juni 2011 besucht, workshops mit den Kindern gemacht und für 1 ½ Monate in der Schule gewohnt. Ich war zutiefst beeindruckt von der Professionalität der Leiter, von der hohen Qualität der schulischen Ausbildung der Kinder und von dem guten Teamgeist und der Kompetenz aller Mitarbeiter. Den Kindern wird hier tatsächlich eine glückliche, geborgene Kindheit geschenkt.
Die große Mehrheit der Kinder aus dem jüngsten Jahrgang von 2011, für die noch Sponsoren gesucht werden, sind Opfer der Flutkatastrophe 2010, ihre Familien haben z.T. alles verloren. Ihren schweren Schicksalen und Familienhintergründen zum Trotz, sind die Kinder sehr ausgeglichen. Sie werden zu Fairness, Teamgeist, kulturellem und religiösem Bewusstsein, Sauberkeit und Hilfsbereitschaft erzogen und die gesamte Schule hat in gewisser Weise den Charakter einer riesigen Familie, die den Kindern viel Geborgenheit gibt. Sie bietet ihnen den besten denkbaren Start ins Leben.
Die Schule tut alles, um energietechnisch selbstversorgend zu werden, die Gegebenheiten für die Nutzung von Solarenergie sind optimal, aber es werden dringend Sponsoren für die Anschaffung der nötigen Anlagen gesucht. Auch eine Minispende macht schon einen riesen Unterschied, z.B. ist die Kleidung der Kinder sehr mangelhaft, Socken, Hausschuhe, Pullis etc. werden immer benötigt – und ein Paar Kindersocken kostet auf dem Markt in Leh nur ca. 20-50 Cent. In ihrer Freizeit springen die Kinder mit großer Begeisterung Springseil, z.T. auch mal mit einem Schal, wenn es nicht genug Seile gibt - auch Springseile und ähnliches Spielzeug können bereits für wenig Geld angeschafft werden. Ein weiteres dringendes Bedürfnis der Schule ist eine gute, große Waschmaschine – derzeit wird die Wäsche von 160 Kindern in einer sehr mangelhaften Waschmaschine und überwiegend von Hand von den Hausmüttern gewaschen.
Die Schule hat zahlreiche Pläne für die Zukunft und gute Entwicklungsmöglichkeiten, da ihr ein großes Stück Land zur Verfügung steht. Auf der Wunschliste steht u.a. ein weiteres Gewächshaus, damit die Schule möglichst viel des benötigten Gemüses selbst anbauen kann, sowie ein Basketballplatz. Auch ein weiteres Gebäude mit Schlafsälen soll gebaut werden, um Platz für weitere Jahrgänge zu schaffen, und eine Trennung von Jungen und Mädchen zu ermöglichen, wenn die ältesten Kinder in die Pubertät kommen.
Der Besuch in der Schule war für mich ein beeindruckendes Erlebnis, und das Kennenlernen der Kinder der Jamyang-Schule hat mir neue Hoffnung für die Zukunft unserer Welt gegeben.
Bei Fragen zu Einzelheiten zum Schulalltag oder zur Situation vor Ort stehe ich für weitere Auskünfte gerne zur Verfügung.
I visited the school in May and June 2011, did workshops with the kids and lived in the school for1 ½ months. I was deeply impressed by the professionality of the school’s leaders, by the high quality of the children’s education, and by the good teamwork and competence of all staff. In fact, the children here are really given a happy and safe childhood.
The main part of the students of 2011, who still needs sponsorships, are victims of the flood catastrophe of 2010, many of their families have lost everything. In spite of their difficult backgrounds, the children are very balanced. They are educated fairness, team spirit, cultural and religious awareness, cleanliness and helpfulness. In a way, the school has the character of a huge family, and it gives the children a feeling of security. It offers them the best possible start into life.
The school is doing everything to get energetically self-sustaining, the possibilities for the use of solar power are optimal, but they need sponsors for the installation of the necessary devices. Also a tiny donation makes already a big difference, for example the clothes of the children are deficient, socks, schoes, sweaters are always needed – and a pair of children’s socks cost only about 20-50 cents. In their freetime, children love to skip, sometimes they even use a scarf, when there are not enough skipping ropes. – Also skipping ropes and other simple toys can be bought for little money. Another important need of the school is a good and big washing mashine – until now, the washing of 190 kids is done with a very faulty washing mashine, and mostly by hand, by the housemothers.
The school has many plans for the future and is constantly in development. There are also good possibilities for new constructions, as the school received a big piece of land. Some of the wishes are another greenhouse, to enable the school to grow most of the needed vegetable on their own, as well as a basketball ground. Also another dormitory has to be built, to give place for new children and to give the girls a dormitory of their own, as the oldest children are reaching puberty.
The visit in the school was an impressive experience for me, and getting to know the children and becoming their friend gave me new hope for the future of our world.
I will gladly answer any questions about details of the school’s daily life or the situation in Leh.