G. Krabbe (Project Manager), written 26 days ago
Es geht gut los
Ich danke Dir, liebe Gabriele, für Deine Unterstützung. Herzliche Grüße an alle SEKA-Frauen in Gorazde von Giesela.
Ich danke Dir, liebe Gabriele, für Deine Unterstützung. Herzliche Grüße an alle SEKA-Frauen in Gorazde von Giesela.
Liebe Spenderinnen und Spender, wir hatten im Oktober die Möglichkeit, das über Betterplace und privat zusammengetragene Geld nach Bolivien mitzugeben. Unsere Familie dort hat wieder alles organisiert und unzählige Beutel gepackt und verteilt. Und natürlich auch Fotos gemacht. Wir hoffen, in einigen Wochen eine CD mit Bildern zu bekommen, wenn wieder jemand aus El Alto nach Deutschland reist. Es waren viele alte Leute, die sich über diese kleine Aufmerksamkeit freuen konnten - aber viele, viel zu viele konnten nichts bekommen. Wir können das Problem der Armut nicht lösen mit solchen begrenzten Aktionen, dazu bedarf es ganz anderer Maßnahmen. In diesem Jahr sammeln wir wieder und fangen bald damit an. Viele Grüße auch im Namen der anderen Mitstreiterinnen, G. Krabbe.
| 5 Geschenkbeutel für 5 alte Menschen | €25.- |
| 5 Geschenkbeutel für 5 alte Menschen | €25.- |
Herzlichen Dank an Jörg Hoffmann in Leipzig, der unserem kleinen Projekt mit einer Spende weitere Unterstützung gegeben hat. Anfang November können wir das Geld direkt nach Bolivien mitgeben. Das ist gut, da zu diesem Zeitpunkt die Preise noch moderat sind. Herzliche Grüße aus Berlin!
Liebe Freundinnen und Freunde, ich war sehr lange nicht im Internet, u.a. wegen einer Erholungsreise. Nun möchte ich mich nachträglich bei allen herzlich bedanken, die in der Zwischenzeit weiter das Projekt unterstützt haben. Viele Grüße von Giesela Krabbe.
Guten Abend, ich möchte mich sehr herzlich bei André Stromeyer aus Hamburg für seine Unterstützung bedanken. Somit sind es 28 Menschen, die mich und meine Freundinnen bei der Spendensammlung für dieses Projekt unterstützen. Na, vielleicht sind es ja bald 30 ;-)
Sehr geehrte Spenderinnen und Spender, herzlichen Dank an Herrn Reischuck für seine Unterstützung! Ich glaube es kaum, wie schnell Sie dabei sind, die Bedarfe zu füllen - danke, danke! Und somit werde ich auch gleich neue einstellen. Viele Grüße aus Berlin, G. Krabbe.
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, erstmal vielen Dank an Frau Spießhofer für die Komplettierung des offenen Bedarfes. Und nun kann ich Ihnen auch mit einigen Fotos zeigen, wohin Ihr Geld gegangen ist. Wie schon kurz beschrieben, waren dieses Jahr in den Tüten mehr Lebensmittel als Süßigkeiten, um die gestiegenen Preise für Grundnahrungsmittel etwas abzufedern. Wir sind uns natürlich bewußt, daß wir keinesfalls das Problem damit lösen. Die Nahrungsmittel sind schnell aufgebraucht - und dann stehen die Menschen wieder vor dem gleichen Problem..... Eine Illusion zu glauben, mit Aktionen wie unserer auf Dauer irgendetwas ändern zu können. Trotzdem machen wir weiter und stellen uns zum Ziel, in diesem Jahr wieder zu Weihnachten die Geschenke verteilen zu lassen. Ich habe auch erfahren, daß einige der alten Leute, die auf den Fotos der vergangenen Jahre zu sehen waren, inzwischen offenbar verstorben sind - denn sie waren an den gewohnten Plätzen nicht mehr aufzufinden. Andere sollen umgezogen sein - und neue sind dazugekommen. Hinzukommen werden auch noch weitere Fotos und gleich noch neue Bedarfe. Viele Grüße und Danke für Ihre Solidarität!
Ich danke sehr herzlich ein weiteres Mal Gabriele Mueller, die, kaum nachdem die neuen Bedarfe eingestellt waren, gespendet hat. Es gibt auch eine Menge Fotos, nur bekam ich die Nachricht, dass es mit dem Hochladen sehr lange dauert. Also werden Sie sich ueber die Fotos wohl erst im kommenden Monat freuen... Tut mir leid!
Liebe Spenderinnen und Spender, am Freitag wurden die Lebensmittel eingekauft und eingepackt. Am Sonnabend ist die Familie losgezogen und hat bisher 38 Geschenktueten an beduerftige alte Menschen uebergeben. Zwei Ausnahmen gibt es: eine Mutter mit drei kleinen Kindern, die auf einer Bruecke in der Ceja von El Alto bettelt wurde auf Wunsch der neunjaehrigen Laura, die beim Packen und Verteilen fleissig geholfen hat, beschenkt. Und ein junger Mann von 24 Jahren, der seit seiner Geburt koerperlich schwerbehindert ist und im Rollstuhl sitzt. Auch er lebt unter der Armutsgrenze. Es gibt auch eine Reihe von Fotos, die aber noch warten muessen. Durch die langsamen Verbindungen in El Alto dauert das Hochladen einfach zu lange. In den Tueten sind diesmal weniger Suessigkeiten, aber mehr Lebensmittel. Durch den Preisanstieg vieler Produkte erschien es uns sinnvoller, solche Dinge wie Quinua, Linsen, Nudeln, Fischkonserve, Marmelade, Oel.... einzukaufen und einzupacken. Natuerlich sind auch Kekse und einige Suessigkeiten dabei. In diesem Jahr wollen wir wieder anstreben, die Geschenktueten zu Weihnachten oder zu den Drei Koenigen fertig zu haben. Hoffentlich gibt es dann nicht wieder unvorhergesehene Ereignisse, die zu Verzoegerungen fuehren. Herzliche Gruesse aus El Alto von Adina Hammoud, der Ausfuehrenden. Ich habe von der Projektverantwortlichen auch den Auftrag bekommen, neue Bedarfe zu eroeffnen. Das werde ich auch gleich tun.
Liebe Spenderinnen und Spender, liebe Fürsprecherinnen und Fürsprecher, ich kann Ihnen mitteilen, daß wir die schöne Summe von 300 Euro nach Bolivien überwiesen haben. Das Geld ist inzwischen abgeholt, aber die Freunde haben mit dem Einkauf noch etwas warten müssen: die kurzzeitige Erhöhung der Spritpreise um 80 Prozent hat alles, aber auch alles verteuert! Die alten Leute in der Umgebung wissen aber z.T. schon, daß es wieder Geschenktüten gibt, wenn auch später als gewohnt. Im März werde ich hoffenltich auch wieder Fotos haben, die ich Ihnen hier zeigen kann. Einstweilen viele Grüße an Sie alle, G. Krabbe.
Liebe Freundinnen und Freunde, ich bin wieder einmal überrascht, daß der vor zwei Tagen erst eingestellte Bedarf schon wieder erfüllt ist - leider kann ich nicht erkennen, wer der großzügige Spender bzw. die Spenderin war. Also ganz herzlichen Dank dafür - ich hoffe, das Dankeschön erreicht Sie!
Wie es weitergeht, erfahren Sie natürlich, wenn auch erst in einiger Zeit. Und ich hoffe auch wieder auf Fotos aus Bolivien, wenn es soweit ist.
Liebe Freundinnen und Freunde, nach Rücksprache habe ich mich entschlossen, noch einen Bedarf für fünf gutgefüllte Geschenktüten einzustellen. Die gleiche Summe wollen meine Freundinnen und ich mindestens noch selbst darauflegen - so werden wir, wenn ich mich nicht verrechnet habe, sechzig alten Leuten in der Stadt El Alto zu Weihnachten oder zum 6. Januar eine kleine Freude bereiten können. Ihnen und Euch allen danke ich nochmals für die große Unterstützung!
Ich bin platt - Frau Birgit Spießhofer hat den letzten offenen Bedarf erfüllt, wofür ich ihr ganz sehr danke. Nun werde ich erstmal "Kassensturz" machen um zu sehen, wie weit wir gekommen sind. Vielen Dank Ihnen allen, G. Krabbe.
Liebe Spenderinnen und Spender, lange habe ich mich nicht um diese Seite kümmern können. Doch nun ist es an der Zeit, daß ich mich wieder vernehmen lasse. Erstmal einen herzlichen Dank an Astrid W. und an Patricia Vellard für die Unterstützung, erstere ist noch ganz "frisch". Bisher sieht es so aus, daß wir die gesammelten Gelder wohl mit Western Union schicken werden, ich denke spätestens im November. Dann können unsere dortigen Freunde auch schon zu Weihnachten die Geschenktüten kaufen, packen und verteilen. Wir werden das aber telefonisch noch klären, ob zu Weihnachten oder zu "Reyes", das ist der 6. Januar, dort ein Feiertag zu den drei Königen. Darüber halte ich Sie auch auf dem Laufenden, immer wenn es etwas zu berichten gibt. Viele Grüße Ihnen allen, G. Krabbe.
Dieses gilt Frau Birgitt Martin, die einen offenen Bedarf komplettiert hat! Zu berichten gibt es nicht viel, außer daß wir unvermindert weitersammeln. Von einer Bekannten bekam ich neulich 20 Euro in die Hand gedrückt, das ist schon wieder fast eine volle Tüte. Damit es bis November, wenn voraussichtlich wieder jemand fliegt und das Geld mitnehmen kann, weitergeht, habe ich zwei neue Bedarfe geöffnet. Vielen Dank an Sie alle, G. Krabbe.
Guten Tag, ich habe soeben festgestellt, daß ein weiterer Bedarf erfüllt ist. Ich danke sehr herzlich Anton Werner Novak! Somit haben wir für dieses Jahr schon zehn Geschenke sicher. Und auch wir Rentnerinnen legen ja außerhalb von Betterplace regelmäßig kleine Summen in unsere Sammelbox, mit denen wir Ihre Spenden aufstocken.
Wir haben in unserem Freundeskreis leider eine Unterstützerin verloren. Unsere Freundin Helga Weiße ist vor einigen Tagen im Alter von 80 Jahren verstorben.
Liebe Freundinnen und Freunde, ich danke ganz herzlich Gabriele Müller und Marco Pieterse. Und kann es kaum glauben, wie schnell der erste neu eingestellte Bedarf gefüllt wurde. So werde ich Schritt für Schritt wieder weitermachen und danke allen, die sich für "vergessene" Menschen engagieren.
Ein angenehmes Wochenende wünscht Ihnen G. Krabbe.
Liebe Unterstützer und Unterstützerinnen dieses Projektes, endlich hat es mit den Fotos geklappt! Die letzten vier Reihen, also die letzten 16 Bilder, zeigen einige Impressionen von der Weihnachtsaktion 2009. Gabriela, ihre Schwester Liliam und die kleine Laura waren fleißig und haben die Tüten verteilt. Dank an sie und an Roberto, Michael und Andres, die als Männer der Familie natürlich auch dabei waren, aber nicht auf den Fotos erscheinen.
Ich habe mich entschlossen, schon weiterzumachen. Wir werden voraussichtlich im November Gelegenheit haben, das Geld wieder direkt mitzugeben und sparen somit die Überweisungsgebühr. Viele Grüße, Giesela Krabbe.
Liebe Spenderinnen und Spender, bald werde ich an dieser Stelle Fotos von Weihnachten 2009 einstellen. Sie sind praktisch schon auf dem Weg zu mir. Ich denke, etwa ab Mittwoch wird es damit losgehen. Sie werden sehen, wie Ihre Spende verwendet worden ist. Dies als kurze Information! Ihre Giesela Krabbe, Berlin.
Liebe Spenderinnen und Spender, ich kann Ihnen mitteilen, daß das von Ihnen gesammelte Geld inzwischen von Ivan Nogales an unsere Freunde übergeben wurde. Ich bin sicher, daß sie schon unterwegs sind und fleißig einkaufen, um die Geschenktüten fertigzustellen. Sobald es wieder etwas zu berichten gibt, melde ich mich auf diesem Weg. Viele Grüße und einen schönen 2. Advent wünscht Ihnen G. Krabbe.
So schnell gab es den ersten Betrag auf den neu geöffneten Bedarf.... Vielen Dank dafür an Martina Hansen aus Saarbrücken! Ich und meine Freundinnen freuen sich sehr über Ihre Unterstützung. Ihnen allen einen schönen Sonntag!
Liebe Spenderinnen und Spender, zunächst herzlichen Dank an alle, die zuletzt noch gespendet hatten. Inzwischen konnte ich die gesammelten Spenden Ivan Nogales von Teatro Trono (die Gruppe reist am 17.11. nach Bolivien zurück) mitgeben, der sie an unsere Familie in Bolivien übergeben wird, die dann wieder die Einkäufe und Verteilung übernehmen wird. Wir haben noch zusätzlich etwas draufgelegt, so daß nun noch mal 10 Tüten mehr gefüllt werden können. So habe ich einen neuen Bedarf aufgemacht. Viele Grüße, G. Krabbe.
Liebe Spenderinnen und Spender sowie Lesende, ich glaube es kaum, aber auch der nächste Bedarf ist schon wieder erfüllt! Ich danke herzlich Katharina Specht. Nun werden wir in unserem kleinen Seniorinnenkreis überlegen, ob wir noch weitermachen oder es dabei belassen. Wir selbst haben ja auch schon wieder rund 20 Euro zusammengetragen. Ganz herzliche Grüße Ihnen allen, Giesela Krabbe.
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, die schnelle Erfüllung des Bedarfs hat uns motiviert, weiterzumachen. So haben wir weitere fünf Geschenkkörbe bzw. -beutel eingestellt. Am 12. November verabschieden sich die jungen Leute von Teatro Trono endgültig aus Berlin und wir können ihnen dann die "neuen" Euros mitgeben. Vielen Dank Ihnen allen für Ihre Solidarität.
Liebe Spenderinnen und Spender, ich freue mich über Eure und Ihre Unterstützung - danke an G. Mueller für ihre so schnelle Aktion für die alten Menschen in Bolivien. Ich bin wirklich sehr gerührt. Danke, danke!
Liebe Leserinnen und Leser, vor einigen Monaten haben wir dieses Projekt abgeschlossen und das hier und privat gesammelte Geld einer Mitarbeiterin des COMPA, die in Berlin war, mitgegeben.
Nun beginnen wir von vorn, denn jetzt kommt Teatro Trono nach Berlin und wir denken, daß wir die Summe noch einmal aufstocken könnten und ihnen noch etwas mitgeben. Meine Freundinnen aus dem Klub der Ü70 sammeln auch schon fleißig.....
Liebe Spenderinnen und Spender, anläßlich einer Geburtstagsfeier hatte ich diese Woche die Möglichkeit, die gesammelten Spenden für die bolivianischen Seniorinnen und Senioren zu übergeben. Coral Salazar aus dem COMPA in El Alto ist gerade in Berlin und sie nimmt das von Ihnen und von meinen anderen Freundinnen zusammengetragene Geld am Montag mit nach Bolivien. Die über 300 Euro werden ab Mittwoch von einem Freund abgeholt und der Familie übergeben, die sich um Einkauf, Zusammenstellung und Verteilung der Lebensmittelkörbe kümmert. So zeitig war das Geld noch nie vor Ort - und die Familie kann früh mit den Einkäufen zumindest der Konserven anfangen, bevor weihnachtsbedingt die Preise wieder ansteigen. Damit können sich die alten Leute über die eine oder andere Kleinigkeit mehr freuen, die mit dem gesparten Geld eingekauft werden kann - oder es springt noch eine oder zwei Tüten mehr heraus. Vielen Dank an Coral, die sich als Geldbotin betätigt!
Wir sammeln inzwischen weiter Geld, aber vorerst nicht für dieses Projekt, sondern für das Projekt "COMPAñeros in Bewegung" und für "Kinder der Mine treffen Kinder des Tagebaus" (auch auf Betterplace zu finden). Damit sollen konkrete Aktivitäten der bolivianischen Freunde des COMPA unterstützt werden.
Liebe Leserinnen und Leser, vor einigen Tagen hatte der Journalist Thomas mit uns nicht mehr ganz jungen Leuten ein Interview gemacht zu unserer kleinen Aktion für alte Menschen in Bolivien. Heute war zu unserer großen Überraschung im ND auf der Seite Nord-Süd-Forum der folgende Artikel. Viel Spaß beim Lesen!
Die Weihnachtsengel von Berlin-Lichtenberg Jedes Jahr bekommen alte Menschen in Bolivien Geschenke aus der deutschen Hauptstadt
Die 70-jährige Gisela Krabbe sitzt im Kreis ihrer Mitstreiter im zehnten Stock eines Plattenbaus in Berlin-Lichtenberg. Kaffee, Lebkuchen und Kekse sind serviert. Draußen hat nasskalter Dezemberschneeregen den Anton-Saefkow-Platz in der Mangel, drinnen in der gemütlichen Wohnstube wird getratscht und Kaffee geschlürft. Sechs Damen und ein Herr treffen sich für eine besondere Mission. Sie sammeln Geld, von dem sie die Bescherung für arme, alte Menschen in El Alto, unmittelbar westlich von La Paz in Bolivien, finanzieren. Diese Tradition begann 2003 als Gisela Krabbe ihre Tochter Adina zum ersten Mal nach Bolivien begleitete. In diesem Jahr war ihr Mann gestorben und aus Angst vor der Einsamkeit entschloss sie sich, ihre Tochter Adina Hammoud, die seit langem über den Jahreswechsel nach Bolivien fährt, zu begleiten.
Gisela Krabbe war entsetzt über die Armut, auf die sie bei ihrem Besuch in Bolivien traf. El Alto ist eine riesige Siedlung am Rande der bolivianischen Hauptstadt La Paz. Ein tristes Häusermeer erstreckt sich rund um den internationalen Flughafen auf über 4000 Metern Höhe vom Rande der Hauptstadt in die Weiten der Hochebene, dem Altiplano. Ursprünglich war El Alto eine Slumsiedlung am Rande von La Paz. Mittlerweile ist aus den Bretterbuden eine eigene Metropole geworden. Über eine Million Menschen leben hier und täglich kommen neue Menschen hinzu. Die entstehenden Stadtteile gleichen zunächst den Dörfern, aus denen die Menschen herkommen. Sie bestehen aus Lehmhäusern mit einem kleinen Hof, in dem Geflügel und Kleintiere gehalten werden.
Mineros, in dem Gisela Krabbe 2003 das Weihnachtsfest verbrachte, ist so ein Stadtteil. Alle leben hier von Jobs im informellen Sektor. Sie arbeiten als Schuhputzer oder als Verkäufer auf dem riesigen Markt von El Alto – der Ceja – der das Stadtzentrum der Millionenstadt dominiert. Sozial abgesicherte Arbeitsstellen sind hier unbekannt. Deswegen verbringen die meisten Bewohner auch ihren Lebensabend in Armut und sind auf die Hilfe ihrer Familie angewiesen. Da viele der Familien jedoch selbst nicht genug Geld haben, bleibt ihnen nur, weiterzuarbeiten oder Betteln zu gehen.
Es war diese Armut, die Gisela Krabbe tief berührte: »Als ich zum ersten Mal da war und die ganze Armut sah, habe ich permanent Geld verteilt. Da hat mir meine Tochter irgendwann gesagt, dass das nichts an der Situation ändert«. Insbesondere die Situation der Alten hatte es ihr angetan. Für viele Senioren im Stadtteil Mineros gibt es keine finanzielle Versorgung, sie sind auf Hilfe von außen angewiesen. Ein soziales Netz wie in Deutschland gibt es nicht und auch von den vielen Entwicklungshilfeorganisationen werden diese alten Menschen nicht erreicht. Zwar hat sich die Situation nun etwas verbessert, weil Präsident Evo Morales für alle mittellosen Bolivianer ab dem 67. Lebensjahr eine Grundrente von rund 20 Euro im Monat eingeführt hat. Das sei zwar ein Anfang, so Adina Hammoud, reicht aber selbst in El Alto, wo die Lebenshaltungskosten für bolivianische Verhältnisse sehr niedrig sind, nicht aus. Gisela Krabbe jedenfalls war nach ihrer Rückkehr fest entschlossen, etwas für die Alten zu unternehmen.
Ihrem Freundeskreis aus Lichtenberg zeigte Gisela Krabbe Fotos und erzählte von dem Erlebten. Die Freunde erklärten sich sofort bereit, die 70-Jährige bei ihrem Vorhaben zu unterstützen, für die alten Menschen in Mineros zukünftig zu Weihnachten eine Bescherung zu organisieren. Der Kreis kennt sich zum Teil seit Jahrzehnten und als ehemalige DDR-Bürger »empfinden sie Solidarität als Herzenssache«, meint Ingrid Beyer. Die 81-Jährige ist froh, dass sie mit der Aktion anderen alten Menschen helfen kann. Früher, in der DDR, so die alte Dame, habe man für Vietnam gespendet, heute sei es eben Bolivien. Die Rentner sammeln über das Jahr Altpapier, das die 72-jährige Annemarie Pilch in Empfang nimmt und sortiert. Einmal im Monat werden die Papierbündel dann zur Wertstoffstelle gebracht. Zu dem Erlös durch die Altpapiersammlungen geht bei jedem Kaffeekränzchen der Spendenteller rum, jeder gibt, was er kann: Mal sind es nur ein paar Euro, die zusammen kommen, manchmal sind es auch 20 oder 30 Euro. So kommen über das Jahr hinweg gut 150 Euro für die Weihnachtsaktion der Senioren zusammen.
Dieses Jahr hat der Kreis das Projekt erstmals auf www.betterplace.org präsentiert. Auf dem Spendenportal im Internet werden Projekte vorgestellt, für die gespendet werden kann. 120 Euro sind für Weihnachtsgeschenke hier zusammen gekommen. Aus dem spontanen Bedürfnis zu helfen ist eine kleine Institution geworden. Längst werden nicht nur die Alten von Mineros beschenkt, sondern mit dem Geld wird auch noch ein Bibliotheksbus finanziert. Außerdem konnten sie dieses Jahr zum ersten Mal auch im Sommer Geld an die Senioren in El Alto überweisen.
Den Kontakt hält Tochter Adina, die den Geldtransfer und die Verteilaktionen in Bolivien organisiert. Für den Kreis aus Lichtenberg ist das wichtig, weil »wir uns so sicher sein können, dass auch jeder Cent ankommt«, so Gisela Krabbe. Adina Hammoud, die mit einem Bolivianer verheiratet ist, organisiert zu Weihnachten die Verteilaktion. Neben Grundnahrungsmittel kommen auch Süßigkeiten in die Weihnachtspakete, denn, so meint Adina Hammoud, »man kann sich gar nicht vorstellen, was für Leckermäuler die alten Leute sind«. Dabei geht es aber auch hier nicht nur um die materielle Seite, sondern auch darum, den Alten zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind, erzählt die energische Frau weiter. Als vergangenes Jahr eine alte Frau aus Mineros nicht mehr auftauchte, erkundigte sich Adina nach ihr. Nach einigem Herumhorchen stellte sich heraus, dass die Frau krank ist und nicht mehr laufen konnte: »Ich bin dann bei ihr vorbei und die alte Dame war ganz gerührt davon, dass sich jemand an sie erinnert hat«.
http://www.neues-deutschland.de/artikel/141084.die-weihnachtsengel-von-berlin-lichtenberg.html
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, liebe Fürsprechende, neulich hatte ich ja kurz berichtet von dem Treffen, das unser Plus-70-Freundinnenkreis mit Thomas, einem Journalisten hatte. Nun, Thomas war ja im Januar 2008 bei der Geschenkaktion dabei und hat einige der Fotos mitgebracht. Sie können sie jetzt in der Fotogalerie sehen. Das Foto ohne Menschen soll das Umfeld in El Alto zeigen. Normalerweise sähe man ja auch den Gletscher Huayna Potosi, aber am 6. Januar 2008 war eben kein sonniger Tag.... Und ein Foto zeigt ein Denkmal: das für die Bergarbeiter an der Plaza del Minero im benachbarten Stadtteil Santiago II, wo auch einige der alten Menschen leben, die Geschenktüten bekommen. Das Geld, das Sie mit gesammelt haben, ist ja schon in Bolivien. Ich hoffe bald zu erfahren, wie die Aktion, die für den 25. Dezember 2008 geplant ist, in diesem Jahr gelaufen ist.
Übrigens hat Thomas eine, wie wir finden, sehr schöne Radioreportage für den RBB mit uns gemacht, einschließlich Originaltöne aus El Alto.
Ihnen allen frohe Weihnachten und ein gesundes Jahr 2009. Mit herzlichen Grüßen Ihre Giesela Krabbe.
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer dieses Projektes, am Montag, dem 1. Dezember, haben wir über Western Union insgesamt 400 Euro nach Bolivien geschickt. Davon sind 300 für dieses Projekt. Den Rest haben wir aufgestockt, um noch zwei bedürftige Familien zu unterstützen: einmal ist dies eine alleinerziehende Mutter mit zwei heranwachsenden Söhnen, der ältere ist 13 und geht schon seit etwa einem Jahr drei bis vier mal in der Woche arbeiten. Die andere Familie sind zwei Mädchen, die mit ihrer Großmutter und einem meist arbeitslosen Vater zusammenleben. Die Mutter von Nelly und Lurdes lebt nicht mehr. Heute im Laufe des Tages wird das Geld in La Paz abgeholt und bei der Familie abgegeben, die sich um die "canestones" kümmern wird. Die Familie hat erzählt, dass sie auf den Straßen schon darauf angesprochen werden... Und morgen, am Mittwoch, kommt uns ein Radiojournalist besuchen, der im Januar in Bolivien dabei war, als die "canestones" am Dreikönigstag verteilt wurden. Nun möchte er mit uns ein Interview machen.....
Da der Bedarf auch im nächsten Jahr nicht verschwunden sein wird, werden wir in Absprache mit meinen Mitsammlerinnen dieses Projekt wahrscheinlich bald wieder öffnen und für das nächste Jahr beginnen.
Guten Tag Ihnen allen nach langer Zeit; zuerst danke an Herrn Reimann für seine Fürsprache. Auf Ihre Einladung, Herr Reimann, ins Team komme ich zurück, ich muß mich erst mal mit dieser neuen Form auf Betterplace in Ruhe beschäftigen.
Und wichtig ist mir zu sagen, daß wir im November das für die alten Leute gesammelte Geld nach Bolivien schicken werden. Leider haben sich die Reisepläne zweier Freunde zerschlagen, so schicken wir es mit Western Union, das ist von allen Möglichkeiten die billigste. Ein Berliner Journalist, der im Januar in El Alto die Aktion von vorigem Jahr besucht hat, will ein kleines Interview für das Radio mit uns machen. Wenn das Geld geschickt ist, fangen wir sicher gleich wieder an, für das nächste Jahr zu sammeln.
Liebe Spenderinnen und Spender, mit Ihrer Unterstützung sind über Betterplace 150 Euro eingegangen! Das sind Geschenkkörbe für 15 alte Menschen in der Stadt El Alto, die sich am Jahresende über einen kleinen Ernährungszuschuß freuen können! Mit den Spenden, die auf andere Weise von privaten Freunden und Bekannten gekommen sind, haben wir das Geld für die 50 Körbe zusammen. Nun möchten Sie alle sicher wissen, wie es weitergeht. Das Geld wird spätestens im November nach Bolivien gehen: entweder über einen Direktkurier oder, wenn das nicht klappt, über Western Union. Das Geld wird eine gute Freundin in Empfang nehmen, die mit ihrer Familie seit einigen Jahren diese und andere Aktionen unterstützt hat. Gabriela und ihre drei Kinder sowie zwei ihrer Schwestern mit ihren Söhnen werden Anfang Dezember mit den Einkäufen beginnen und zunächst alles, was lange haltbar ist einkaufen, denn mit Nahen der Weihnachtszeit steigen für viele Dinge auch dort die Preise. Da alles in größeren Packungen (meist in Zwölfer- oder Vierundzwanziger-Packungen) gekauft wird, handeln die Frauen auch noch Rabatte heraus - und mit dem Eingesparten kann dann immer noch ein Bonus in die Körbe. Einige Tage vor dem Ereignis werden Dutzende Tüten mit Nudeln bestellt und ins Haus geliefert; wenn die da sind, werden die Körbe gepackt. Am Tag vorher werden frische süße Brote bestellt, am Morgen geliefert und obendrauf gepackt. Natürlich wird mit Mundpropaganda den alten Leuten mitgeteilt, wann die Körbe verteilt werden; und die Frauen wissen auch genau, wer bedürftig ist und so sprechen sie auch nur diese Leute an. Am Morgen wird noch heiße Schokolade gekocht. Auch das hat sich herumgesprochen und die Menschen kommen deshalb auch immer mit einer Tasse. Und weil wir alle wissen, dass sich auch Kinder einfinden, gibt es mehr Kakao und süße Brötchen als eigentlich benötigt und die Kleinen ziehen auch zufrieden davon.
So wird es also auch in diesem Jahr laufen, wenn ich nicht persönlich dabei sein kann. Aber ich vertraue meinen Freundinnen und Freunden auch dahingehend, daß sie nicht nur wieder alles gut organisieren, sondern auch schöne Fotos machen und mir schicken! Wenn Sie noch Fragen haben - schreiben Sie mir. Viele Grüße und ein abschließendes großes DANKESCHÖN an alle, die mich unterstützt haben.
Giesela Krabbe, Berlin
....an die neuen Unterstützer/innen Frau Hansen und Herr Reischuck. Im Moment verfolge ich die Nachrichten aus Bolivien natürlich intensiv und sehe mit Sorge vor allem die rassistischen Angriffe auf indianische Menschen aus dem Hochland in den tiefer gelegenen und reichen Provinzen und die Störmanöver der reichen Großgrundbesitzer gegen den Präsidenten, der versucht, den Ärmsten des Landes endlich ein besseres Leben zu ermöglichen. Wir wissen, daß unsere Geschenkkörbe nicht die grundlegenden Probleme ändern, aber ich habe selbst gesehen, wie viele alte Menschen dort kämpfen. Mit der "Rente der Würde", die der Präsident eingeführt hat, bessert sich die Lage vieler Senioren, aber von einem wirklich sorgenfreien Leben sind sie noch sehr weit entfernt.