HELP – Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt seit drei Jahren zwei Distrikte in Niger bei der Verbesserung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung für Kinder unter fünf Jahren sowie schwangere und stillende Frauen. Ziel ist es, einen Beitrag zur Senkung der hohen Unterernährungs- und Kinder- und Müttersterblichkeitsraten zu leisten. Jedes dritte Kind im Niger ist chronisch unterernährt und von fünf Kindern erlebt eines sein fünftes Lebensjahr nicht.
Neben der Erleichterung des finanziellen Zugangs für die Bevölkerung arbeitet HELP auch an der Verbesserung der Qualität der medizinischen Versorgung. Außer der Aus- und Weiterbildung des Personals geht es dabei insbesondere um die Ausrüstung der Gesundheitszentren mit dem allernötigsten Material. Häufig fehlt es bereits an Stethoskopen, Waagen oder abwaschbaren Plastiküberzügen für die Geburtstische.
Ein gravierendes Problem ist die mangelhafte Stromversorgung. In Tera haben neun von 32 Gesundheitszentren keinen Strom. Der Kühlschrank für die Impfstoffe wird mit immer teurer werdendem Gas betrieben, nachts muss mit dem Licht von Petroleumlampen gearbeitet werden.
Mit dem avisierten Budget von 15.000 Euro möchte HELP dem Distrikt bei der Stromversorgung mit Solarstrom helfen und in zunächst vier Gesundheitszentren Photovoltaikanlagen installieren. Im zweitärmsten Land der Erde fehlt es an vielem, bestimmt jedoch nicht an Sonnenlicht.
Die Stromversorgung soll mindestens für Beleuchtung, den Betrieb eines Kühlschrankes sowie einer elektrischen Wasserpumpe ausreichen. Um die Nachhaltigkeit der Maßnahme zu gewährleisten, wird HELP in den ausgewählten Zentren je einen Verantwortlichen für die Wartung ausbilden.
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