Auch die Kinder in Mlafyeni sollen satt werden
Während unseres letzten Keniaaufenthaltes haben wir im Zusammenhang mit der Bilharziose Studie auch die anderen 4 an der Studie teilnehmenden Schulen in den Shimba Hills besucht.
Die Zustände in einer dieser Schulen – der Mlafyeni Primary School – haben uns sehr betroffen gemacht.
Es gibt dort – außerhalb der Regenzeit – nur dann Wasser, wenn die Regierung es mal wieder als notwendig erachtet, ein paar Kubikmeter Wasser mit einem Tankwagen nach Mlafyeni zu transportieren. – Aus diesem Grund haben wir spontan dafür gesorgt, dass noch vor Beginn der letzten Regenzeit die diversen Dächer der Klassenzimmer mit Regenrinnen ausgestattet werden, die das Regenwasser in die vorhandenen (bisher nicht an die Dächer angeschlossenen) Wassertanks leiten.
Den Menschen in dieser Region fehlt es aufgrund des großen Wassermangels natürlich auch an Nahrungsmitteln. – Die Lehrer haben uns bereits im März berichtet, dass die Kinder mit leerem Magen in die Schule kommen und die Leistungen der meisten Schüler aufgrund des Hungers immer schlechter werden.
Bei unserem letzten Keniabesuch haben wir auch Irmel und Doris kennen gelernt, die bereits seit Jahren privat Spenden sammeln und an der Südküste in Klassenzimmer oder Schulpatenschaften etc. einsetzen. – Die beiden Damen haben uns gefragt, wie sie denn in Hinblick auf die steigenden Lebensmittelpreise und die anhaltende Dürre auch im Süden Kenias am besten helfen können. – Wir mussten gar nicht lange überlegen: In Mlafyeni!!!
Wir haben den beiden eine Kalkulation (Menge der Lebensmittel X aktuelle Lebensmittelpreise) mitgeteilt und heute haben wir die Zusage erhalten, dass Irmel und Doris Spendengelder zur Verfügung stellen, die ein Jahr lang die Kosten für eine (schul-)tägliche Haferschleimmahlzeit sichern. – Im Namen der Kinder von Mlafyeni schicken wir ein großes Dankeschön nach NRW!
Damit werden die ca. 650 Kinder der Mlafyeni Primary School satt, können sich in der Schule wieder konzentrieren und die Eltern werden ebenfalls entlastet.
Das ist ein Weg die Not der Menschen in Ostafrika zu lindern.
Auch wenn es nicht unser Schulspeisungsprojekt in Pengo betrifft, so ist uns dieser kleine Erfolgsbericht einen Blogeintrag an dieser Stelle wert.
Jetzt können wir uns wieder voll auf die Schulspeisung an der Sabrina Primary School konzentrieren.
Herzliche Grüße aus München
Claudia Bürkle