Nena A.
recommends this project with his on site report
| almost 3 years ago
Ich habe das Projektgebiet der Organisation ELAC Palawan (www.elac.org.ph) in Sumbiling, Bataraza im Süden Palawans im Dezember 2008 besucht. Ich selbst bin Filipina und spreche die Landessprache Tagalog. Obwohl am Rio Tuba seit mehr als 30 Jahren Nickel abgebaut wird, war es für mich das erste Mal, das ich die Minen und die Verhüttungsanlage zu Gesicht bekam. Das Gebiet liegt einfach zu weit weg von der Provinzhauptstadt Puerto Princesa, in der meine Eltern wohnen.
Zusammen mit dem Projektleiter Dats Sangkula von ELAC Palawan bin ich gut 7 Stunden über Schotterpisten nach Sumbiling gefahren. Überraschend für mich war, wie nah die Nickelmine bereits am Siedlungsgebiet der Pala’wan liegt, in dem sie auch ihre Nahrung sammeln.
Ich hatte Gelegenheit, mit vielen Pala’wan zu sprechen, wenngleich ihr Dialekt von meinem erheblich abweicht. Einige Mitglieder der Volksgruppe haben ihre Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben schon fast aufgegeben. Das Gefühl, dass sie Menschen zweiter Klasse sind und von den lokalen Politkern in Bataraza ignoriert werden, hat bei ihnen tiefe Spuren hinterlasen. Die Mehrzahl der Pala’wan aber schaut optimistisch in die Zukunft, seit sie merken, dass ELAC sich für ihre Rechte einsetzt. Ich konnte am 18. Dezember 2008 an einer Einwohnerkonsultation von ELAC mit mehr als 100 Pala’wan in Sumbiling teilnehmen. Dort sprach sich die Gemeinschaft dafür aus, den Kampf für die Rechte an ihrem eigenen Land aufzunehmen, auch wenn es mehrere Jahre dauern sollte. Auf der Versammlung wurde ein 20 Mitglieder starkes Komitee aus Frauen und Männern gegründet, dass offiziell als Antragsteller der Petition auf den Landtitel agieren wird. Sie erhoffen sich wirklich viel von diesem Landtitel. Denn sie haben Angst, dass mit ihrem Lebensraum auch ihre Kultur aussterben wird.
Alle indigenen Völker sind meiner Meinung nach sehr verletzlich und benötigen daher besondere Aufmerksamkeit und Schutz. Sie brauchen Institutionen, die sie in der Wahrung ihrer Rechte unterstützen. ELAC Palawan ist so eine Organisation, die sich seit fast 20 Jahren für vernachlässigte Randgruppen in der philippinischen Provinz Palawan einsetzt. Daher finde ich es gut und wichtig, dass Carpus die Arbeit von ELAC, insbesondere dieses Projekt unterstützt.