Die Björn Schulz Stiftung unterstützt Familien mit schwerst- und unheilbar kranken Kindern und Jugendlichen und verwaiste Familien.
Die gesunden Geschwisterkinder, die häufig im Schatten des erkrankten oder behinderten Bruders oder der Schwester stehen, sollen durch dieses Projekt unterstützt werden.
Oftmals zeigt sich, dass diese Geschwisterkinder mit Verhaltensstörungen auf die Behinderung, Erkrankung oder den Tod des Bruders oder der Schwester reagieren. Es kann zu Depressionen, Schlaf- und Essstörungen oder zu gesteigerter Aggressivität kommen. Für die Eltern bedeutet ein schwer krankes Kind einen enormen Aufwand von Energie und Zeit, die ihnen dann letztlich im Umgang mit den gesunden Geschwisterkindern fehlt.
Geplant sind erlebnispädagogische Ferienfreizeiten mit den Geschwisterkindern, die viermal im Jahr stattfinden.
Dies sind Aktionen, bei denen einmal nur sie im Mittelpunkt stehen. Von erfahrenen Pädagogen begleitet, wird den Kindern eine Plattform geboten, auf der sie leichter über ihre Sorgen und Ängste sprechen können. Angeleitete Gesprächsrunden sollen dazu beitragen, dass sie Erfahrungen und verschiedene Bewältigungsstrategien austauschen. Durch die erlebnispädagogischen Angebote soll der Zusammenhalt der Gruppe und die Solidarität der Geschwister untereinander gestärkt werden.
Die Geschwisterkinder sollen befähigt werden, mit ihrer besonderen Situation umzugehen, ohne psychisch Schaden zu nehmen. Sie lernen aber auch die positiven Entwicklungsmöglichkeiten, welche die Situation mit einem behinderten oder kranken Kind in der Familie mit sich bringt, zu nutzen.
Parallel zu diesen Ferienfreizeiten findet wöchentlich ein Sportangebot der ganz besonderen Art statt. Beim "Geschwister-Turmspringen" haben die Kinder die Möglichkeit mit dem Vizeolympiasieger von Athen 2004 im Turmspringen Tobias Schellenberg ihren Mut zu beweisen und Erfolgserlebnisse in einer ungewöhnlichen Sportart zu erzielen.
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