Franz L., written over 2 years ago
Abschluss
Jetzt ist sie also vorbei, die Sechs-Punkte-Tour 2009. Am 3. September setzten wir uns in Paris in den Nachtzug und wachten am nächsten Morgen kurz vor Berlin wieder auf. War alles nur ein Traum?
Nein, ziemlich sicher nicht. Einiges haben wir erreicht mit unserer Tour:
- Unser Spendenkonto ist jetzt um einen netten vierstelligen Betrag höher gefüllt als vor der Tour. Der Dank geht vor allem an die zahlreichen Sponsoren, die die eigentlichen Ziele des Vereins Tandem-Hilfen e.V. im Rahmen dieser Tour unterstützten. Nicht zuletzt durften wir uns natürlich auch während der Tour über so einige Spenden freuen - während Lesungen und auch aus ganz unerwarteter Richtung. Ein Verwendungszweck für einen Teil des Geldes steht auch schon fest. Das im nächsten Jahr stattfindende 7. Internationale Tandem-Camp ist jetzt bereits teilweise finanziert.
- Über mangelnde Aufmerksamkeit der Presse können wir uns eigentlich nicht beschweren. Zahlreiche Zeitungen trafen uns vor Ort, Rundfunkstationen hatten Live-Sendungen mit uns und auch ins Fernsehen kamen wir. Nicht zuletzt findet man Artikel über unsere Tour auf zahlreichen Internetseiten.
- Auch über neue Mitglieder wird sich der Verein Tandem-Hilfen e.V. in Kürze freuen können. Ich hoffe, ich bleibe nicht der Einzige.
- Wir haben unterwegs eine ganze Menge netter Menschen kennengelernt. Einerseits möchten wir natürlich jenen danken, die uns, wenn wir es am meisten brauchten, selbstlos und manchmal, ohne gefragt zu werden, mit Wasser und anderen Getränken versorgten. Aber auch sonst trafen wir auf viel Begeisterung und Staunen über diese aberwitzige Unternehmung. Neue Freunde hat der Verein ganz sicher gefunden und somit hat die Tour auch ein weiteres ihrer Ziele erreicht. Ein Beispiel ist zum Beispiel der nette Herr aus Holzwickede, den wir im Gasthof in Echthausen trafen und der zu unseren fleißigsten Tagebuchlesern gehört. Ja, wir wissen alles. ;)
- Besonders hervorheben möchte ich in diesem Zusammenhang noch einmal unsere drei Retter aus Einbeck-Salzderhelden: Frank Jäger, der Thomas, Katharina und ihr Tandem nach Holzminden fuhr; Günter Brune, der Auto und Anhänger bereitstellte; und natürlich Hildemarie Klimke, die uns mit Getränken versorgte und diese Rettungsaktion organisierte.
- Dankend erwähnen wollen wir auch noch einmal "unseren" Iraner Foad aus Bausendorf, der mit uns nach eintausend Kilometern freiwillig seinen kleinen Mittagssnack teilte.
- Die beiden französischen Tandemfahrerinnen, die wir an unserem vorletzten Tag trafen, haben Interesse daran bekundet, bei besagtem nächstem Tandem-Camp als Piloten dabei zu sein. Diese kamen bisher zwar immer aus Osteuropa, aber trotzdem: Warum nicht?
Nicht zuletzt natürlich auch danke an alle, die zu Hause vor dem Fernseher saßen und vergeblich darauf warteten, uns in den Nachrichtensendungen zu sehen (echte Verfehlung der Fernsehstationen, oder?). Daher auch danke an alle, die sich vor den Computer gesetzt haben und meine literarischen Ergüsse über sich ergehen ließen.
Ein Dankeschön fehlt hier leider auf der Liste. Ich würde mich sehr freuen, wenn unser Abenteuer auch im Nachhinein noch positive Folgen hätte, zum Beispiel in Form von Spenden auf unserer Projektseite auf www.betterplace.org. Dort kann man nicht nur spenden, nach einer kurzen Registrierung kann uns auch auf anderen Wegen geholfen werden: als Besucher kann ein kleiner Bericht über ein Treffen mit uns andere Leute von unserer Vertrauenswürdigkeit überzeugen. Den gleichen Zweck kann man als Fürsprecher erfüllen, indem man, z.B. wenn man uns kennt oder aufgrund "besonderer Sachkenntnis", für dieses Projekt wirbt.
